<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; ofNote-Medien</title>
	<atom:link href="http://carta.info/tag/medien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 May 2012 10:09:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>DFB-Urteil zum &#8220;Skandalspiel&#8221;: Nichts ist so entlarvend wie ein misslungener Vergleich</title>
		<link>http://carta.info/43903/dfb-urteil-zum-skandalspiel-nichts-ist-jedenfalls-so-entlarvend-wie-ein-misslungener-vergleich/</link>
		<comments>http://carta.info/43903/dfb-urteil-zum-skandalspiel-nichts-ist-jedenfalls-so-entlarvend-wie-ein-misslungener-vergleich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 16:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonard Novy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[DFB]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sportpolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=43903</guid>
		<description><![CDATA[Das DFB-Sportgericht hat den Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des Relegationsspiels gegen D&#252;sseldorf zur&#252;ckgewiesen. F&#252;r die Hertha-Verantwortlichen geht es um nichts weniger als Krieg und Frieden. Sie haben Einspruch eingelegt. Revidieren sollte die DFB-Sportgerichtsbarkeit auf jeden Fall die Urteilsbegr&#252;ndung. Merke: Auch richtige Entscheidungen k&#246;nnen beknackt begr&#252;ndet werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Sportgericht des Deutschen Fu&#223;ball-Bundes (DFB) hat am Montagnachmittag in Frankfurt den Einspruch von Hertha BSC Berlin gegen die Spielwertung des Bundesliga-Relegationsr&#252;ckspiels gegen D&#252;sseldorf als unbegr&#252;ndet zur&#252;ckgewiesen. Der Einspruch habe keinen Erfolg, weil kein Einspruchsgrund nachzuweisen sei, so der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz nach der Entscheidung: </p>
<blockquote><p><a href="http://www.dfb.de/index.php?id=511739&amp;tx_dfbnews_pi1[showUid]=33648&amp;&amp;tx_dfbnews_pi1[article_page]=1&amp;tx_dfbnews_pi4[cat]=145&amp;type=">„Der Schiedsrichter hat jederzeit regelkonform gehandelt, und die von Hertha BSC behauptete einseitige Schw&#228;chung durch die Unterbrechung konnte nicht belegt werden.“</a> </p></blockquote>
<p>Damit bleibt das 2:2-Endresultat zwischen Fortuna D&#252;sseldorf und Hertha BSC Berlin vom 15. Mai 2012 bestehen. Soweit, so dumm f&#252;r die Hertha-Verantwortlichen, die vergeblich argumentiert hatten, ihre Spieler h&#228;tten Todesangst, Tr&#228;nenfluss und Traumata erlitten, weil hunderte jubelnde Fortuna-Fans kurz vor dem Schlusspfiff den Platz gest&#252;rmt hatten. Pech gehabt. Auch ein vorzeitiger Samenerguss ist schlie&#223;lich eine sexuelle St&#246;rung und kein Verbrechen. </p>
<p>Hertha wiederum hat inzwischen Revision eingelegt. Schlie&#223;lich geht es laut Hertha-Anwalt Schickhardt um, nun ja, wenn schon nicht den Weltfrieden, dann doch um „historische Ma&#223;st&#228;be“. Nur ein Wiederholungsspiel (und der Verbleib der Hertha in der ersten Liga), so seine Logik, k&#246;nne den <a href="http://www.rbb-online.de/nachrichten/sport/2012_05/hertha_protest__dfb.html">„Spielbetrieb vor Verrohung, Anarchie und Gewalt (…) sichern. Vielleicht ist das die letzte Chance“</a>. In Anbetracht der Tatsache, dass es die Hertha-Fans waren, die lange vor Spielende Bengalos auf Platz und Spieler warfen, liegt die Vermutung nahe, dass es sich genau umgekehrt verh&#228;lt. Aber sei’s drum. Das alles bringt den FC K&#246;ln nicht zur&#252;ck in die erste Liga.</p>
<p>Revidieren sollte die DFB-Sportgerichtsbarkeit aber bei der Berufungsverhandlung wenigstens die Urteilsbegr&#252;ndung. Diese zeigt: auch richtige Entscheidungen k&#246;nnen beknackt begr&#252;ndet werden. So zitieren verschiedene Medien den Vorsitzenden Richter &#252;bereinstimmend mit den Worten: </p>
<blockquote><p>„Es kann nicht so weit gehen, dass wir psychische Beeintr&#228;chtigungen zulassen. Das w&#252;rde die Zukunft bedeuten: wird ein farbiger Spieler nach 20 Minuten rassistisch beleidigt und trifft keinen Ball mehr, k&#246;nnte man immer auf psychische Beeintr&#228;chtigung pl&#228;dieren. Das darf nicht sein.“</p></blockquote>
<p>Nein, DAS darf nat&#252;rlich nicht sein… Ludwig Thoma wiederum zitieren verschiedene Quellen &#252;brigens mit dem folgenden Satz:  „Er war ein guter Jurist und auch sonst von m&#228;&#223;igem Verstande.” Nichts ist jedenfalls so entlarvend wie ein misslungener Vergleich.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F43903%2Fdfb-urteil-zum-skandalspiel-nichts-ist-jedenfalls-so-entlarvend-wie-ein-misslungener-vergleich%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F43903%2Fdfb-urteil-zum-skandalspiel-nichts-ist-jedenfalls-so-entlarvend-wie-ein-misslungener-vergleich%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/43903/dfb-urteil-zum-skandalspiel-nichts-ist-jedenfalls-so-entlarvend-wie-ein-misslungener-vergleich/">DFB-Urteil zum &#8220;Skandalspiel&#8221;: Nichts ist so entlarvend wie ein misslungener Vergleich</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/43903/dfb-urteil-zum-skandalspiel-nichts-ist-jedenfalls-so-entlarvend-wie-ein-misslungener-vergleich/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=43903&amp;md5=7cb1ccd93ac8bad705f3ed9804f4e80e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/43903/dfb-urteil-zum-skandalspiel-nichts-ist-jedenfalls-so-entlarvend-wie-ein-misslungener-vergleich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alle k&#228;mpfen um die gleichen 24 Stunden</title>
		<link>http://carta.info/43355/alle-kampfen-um-die-gleichen-24-stunden/</link>
		<comments>http://carta.info/43355/alle-kampfen-um-die-gleichen-24-stunden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 09:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Thesen]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=43355</guid>
		<description><![CDATA[Meinungen zur Zukunft des Journalismus gibt es wie Sand am Meer. Die 15 Thesen von Constantin Seibt sind aber besonders sch&#246;n formuliert. Halt mit Stil!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schweizer Journalist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Constantin_Seibt">Constantin Seibt</a> hat auf seinem gerade eben gegr&#252;ndeten <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/deadline/index.php/36/15-thesen-zum-journalismus-im-21-jahrhundert/">Blog</a> beim Z&#252;rcher <em>Tages-Anzeiger</em> noch einmal zusammengefasst, was l&#228;ngst keine Neuigkeit mehr ist. Die Zeiten f&#252;r Journalisten sind h&#228;rter geworden.</p>
<p>Die vielleicht wichtigste These von Seibt ist die zehnte, denn sie entspricht den Neigungen des Autors:</p>
<blockquote><p>„Stil ist eines der letzten Tabus und eine der gro&#223;en unerschlossenen Ressourcen im Journalismus. Dabei ist der Ton einer Geschichte die H&#228;lfte der Botschaft – und der Ton der Mehrheit aller Zeitungsstorys ist gleich. Und hinterl&#228;sst den gleichen monochromen Eindruck – egal, was und wor&#252;ber der Journalist gerade schreibt. (Es l&#228;uft mit den Inhalten dieser Artikel dann sehr &#228;hnlich wie der Witz mit dem Haarschneidehelm, wo man dessen Erfinder fragte: «Aber sind die K&#246;pfe nicht verschieden gro&#223;?» Worauf dieser antwortete: «Ja, aber nur beim ersten Mal.»)“</p></blockquote>
<p>Die Handschrift des Autors, so Seibt, sei k&#252;nftig entscheidend. Noch entscheidender sei die Lust der Leser, &#252;berhaupt zu lesen. Am entscheidendsten aber (schlechter Stil!) sei die uns allen zur Verf&#252;gung stehende Aufmerksamkeitsspanne, die t&#228;glich h&#246;chstens 24 Stunden w&#228;hrt, weshalb alle Medien wie die Wahnsinnigen darum k&#228;mpfen.</p>
<p><em><a href="http://carta.info/12482/die-rueckkehr-des-autorenjournalismus/">Siehe auch: Die R&#252;ckkehr des Autorenjournalismus</a></em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F43355%2Falle-kampfen-um-die-gleichen-24-stunden%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F43355%2Falle-kampfen-um-die-gleichen-24-stunden%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/43355/alle-kampfen-um-die-gleichen-24-stunden/">Alle k&#228;mpfen um die gleichen 24 Stunden</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/43355/alle-kampfen-um-die-gleichen-24-stunden/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=43355&amp;md5=df0a618818a57ed584fe600d19da1317" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/43355/alle-kampfen-um-die-gleichen-24-stunden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grass legt den Medien ein Osterei</title>
		<link>http://carta.info/42657/grass-legt-den-medien-ein-osterei/</link>
		<comments>http://carta.info/42657/grass-legt-den-medien-ein-osterei/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 17:50:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Grass]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=42657</guid>
		<description><![CDATA[Die Gro&#223;kritiker waren schon in ernster Sorge. Vier Wochen nach dem Ende der Wulff-Aff&#228;re litten sie unter schwersten Entzugserscheinungen: Kein Skandal weit und breit. Da kam Grass. Zuverl&#228;ssig wie nur ein deutscher Dichter sein kann, bescherte er den Medien ein Osterei mit cremiger F&#252;llung. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>S&#252;ddeutsche Zeitung</em> ver&#246;ffentlicht <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-zum-konflikt-zwischen-israel-und-iran-was-gesagt-werden-muss-1.1325809">das Grass-Gedicht</a> heute im Feuilleton. Es hei&#223;t: „Was gesagt werden muss“ und klingt eher wie ein leicht verschwurbelter Leitartikel. Es geht um einen m&#246;glichen Angriff Israels auf Iran, um deutsche U-Boot-Lieferungen an Israel und die mangelnde Kontrolle von Atomm&#228;chten in politischen Erdbebengebieten. Grass wollte mit seinem Gedicht eine ‚Schweigemauer’ niederrei&#223;en &#8211; doch verschwiegen wurde in dieser Sache eigentlich nichts. Die Meldungen &#252;ber deutsche U-Boot-Lieferungen und israelische Planspiele reichten aber nicht aus, um einen ‚Aufmerksamkeitsschock’ zu erzeugen. Daf&#252;r braucht es einen <a href="http://www.stilstand.de/alle-achtung-alter-mann/">Profi</a> wie G&#252;nter Grass.</p>
<p>Und sofort fing die Medienmaschine an zu rattern. <em><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,825770,00.html">Spiegel Online</a></em> („Dichter im Abseits“), <em><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/eine-erlaeuterung-was-grass-uns-sagen-will-11708120.html">FAZ</a></em> („Was Grass uns sagen will“) und <em><a href="http://www.bild.de/politik/inland/guenter-grass/grass-wirft-israel-gefaehrdung-des-weltfriedens-vor-23491660.bild.html">BILD</a></em> („Wirbel um Gedicht“) marschierten vorneweg. Frank Schirrmacher erkl&#228;rte das Grass-Gedicht zum Ikea-Regal, das man mit einem Schraubenzieher (sic!) auseinandernehmen m&#252;sse, um an seinen deutschnational m&#252;ffelnden Gehalt zu kommen.</p>
<p>Am vorhersehbarsten &#228;u&#223;erte sich freilich – nach <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-04/guenter-grass-gedicht-israel">Josef Joffe</a> und <a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,825732,00.html">Michael Wolffsohn</a> &#8211; der Chef-Polemiker der <em>Welt</em>, <a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article106152894/Guenter-Grass-Nicht-ganz-dicht-aber-ein-Dichter.html">Henryk M. Broder</a>. Er sieht im Grass-Gedicht „das verbale Vorspiel zu einem Tabubruch“ und versteigt sich zu dem dummen Spruch: „Grass hatte schon immer ein Problem mit Juden“.</p>
<p>Gott sei Dank gibt es auch moderate Stimmen &#8211; wie den israelischen Historiker und Journalisten Tom Segev. Er reagierte auf den neuen „Wirbel“ gelassen. Im <em><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1722743/">Deutschlandradio Kultur</a></em> sagte er:</p>
<blockquote><p>„Ich habe manchmal den Eindruck, dass er (Grass) das Bed&#252;rfnis hat, zu Unrecht angegriffen zu werden. Und das passiert ihm jetzt wieder. Aber wirklich zu Unrecht &#8230; Er ist kein Antisemit, er ist nicht antiisraelisch, er ist auf keinen Fall gegen Israel in irgendeiner Weise. Er kritisiert die Politik der israelischen Regierung. Es hat sich noch in keinem Land jemand gefunden, der die israelische Regierung heftiger kritisiert als Israelis selber, und die sind auch nicht antisemitisch oder antiisraelisch. Im Gegenteil ist es oft so, dass Kritik an Israel ein Zeichen von Freundschaft und Unterst&#252;tzung sein kann.“</p></blockquote>
<p>P.S. Wer sich &#252;ber die Hintergr&#252;nde des Grass-Gedichts &#8211; etwa die erw&#228;hnten <a href="http://tagesschau.de/ausland/israel1214.html">U-Boot-Lieferungen</a> an Israel &#8211; informieren m&#246;chte, kann dies u.a. <a href="http://www.bits.de/public/stichwort/dolphin3.htm">hier tun</a>.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F42657%2Fgrass-legt-den-medien-ein-osterei%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F42657%2Fgrass-legt-den-medien-ein-osterei%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/42657/grass-legt-den-medien-ein-osterei/">Grass legt den Medien ein Osterei</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/42657/grass-legt-den-medien-ein-osterei/#comments">20 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42657&amp;md5=3652df21050c4e1da18317c88320bc39" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/42657/grass-legt-den-medien-ein-osterei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>20</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eine kurze Geschichte vom Kopieren und Kapieren</title>
		<link>http://carta.info/42588/eine-kurze-geschichte-vom-kopieren-und-kapieren/</link>
		<comments>http://carta.info/42588/eine-kurze-geschichte-vom-kopieren-und-kapieren/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 09:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Messer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kopie]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Messer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=42588</guid>
		<description><![CDATA[H&#228;ufig wird derzeit wieder von der “Zukunft des Urheberrechts im Internet-Zeitalter” gesprochen. Dabei geht es eigentlich nicht um das Urheberrecht oder das Internet an sich, sondern um die Kopier- und Verf&#252;gbarkeit von Daten und wie man mit den technischen M&#246;glichkeiten vern&#252;nftig umgeht; ein Thema, das die Unterhaltungsindustrie schon seit &#252;ber einem halben Jahrhundert weitgehend verschlafen hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war nur eine hom&#246;opathische Mini-Markteinf&#252;hrung damals, im Jahr 1982: Im August startete die erste Serienfertigung einer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Linear_pulse-code_modulation" target="_blank">LPCM</a>-kodierten, digitalen Musik-CD, im Oktober die des ersten CD-Players. Noch bei der offiziellen “europaweiten Einf&#252;hrung” der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Compact_Disc" target="_blank"><em>“Compact-Disc”</em></a> am 1. M&#228;rz 1983 gab es insgesamt nur etwa 250 Musik-CD-Titel und im deutschen Einzelhandel gerade mal knapp 1000 Abspielger&#228;te &#8211; verteilt auf rund ein halbes Dutzend Modelle der CD-Erfinder <em>Philips</em> und <em>Sony</em> sowie von <em>Hitachi</em>. Von “Massenmarkt” noch keine Spur; die digitalen Tontr&#228;ger waren eine Sache f&#252;r finanzkr&#228;ftige Audiophile, denen rund 1.800 D-Mark f&#252;r einen CD-Player nicht zuviel waren.</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<div id="attachment_42605" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2012/04/cd-bild_wikimc.jpg"><img class="size-full wp-image-42605" title="cd-bild_wikimc" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2012/04/cd-bild_wikimc.jpg" alt="" width="530" height="413" /></a><p class="wp-caption-text">Das erste digitale Massenmedium: Vor 30 Jahren begann die Serienproduktion von Audio-CDs (Foto: Wikimedia Commons)</p></div>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<p>Die damals im “Deutschen High-Fidelity-Institut” (DHFI) organisierten Hersteller von Unterhaltungselektronik versprachen sich 1983 von der CD dennoch eine “Revolutionierung des Musikmarkts”. Bis 1993 sollte die neue Technologie die schwarzen Vinyl-Schallplatten und herk&#246;mmliche Plattenspieler verdr&#228;ngt haben. Tats&#228;chlich wurden bereits 1991 in Deutschland fast f&#252;nf mal so viele CD-Alben wie Langspielplatten verkauft. Die wahre Revolution war aber eine andere und ihre Wurzeln reichen noch viel weiter zur&#252;ck.</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<h3>Das Digitalzeitalter ist &#228;lter als wir</h3>
<p style="margin-bottom: 0,5em;">
<p><a href="http://www.mdw.ac.at/upload/MDWeb/derton/pdf/tt01geschichte.pdf" target="_blank">Schon 1926</a>, als viele noch das Federspannwerk ihrer Schelllackplatten-best&#252;ckten Grammophone ankurbelten, wurde in den USA das erste Patent f&#252;r eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Puls-Code-Modulation" target="_blank">“PCM-Verschl&#252;sselung”</a> erteilt. Die “Puls-Code-Modulation” erlaubte das digitale Kodieren eines analogen Signals, das anschlie&#223;end ohne Qualit&#228;tsverlust kopiert werden konnte. Analoge Datenkopien degenieren dagegen mit jeder Kopiergeneration. Die digitale Technik wurde in den folgenden Jahrzehnten weiterentwickelt, bis 1962 in den USA das erste PCM-&#220;bertragungssystem in Betrieb ging und japanische Unternehmen bereits serienfertige Analog/Digital-Konverter auf PCM-Basis entwickelt hatten.<br />
Vor 50 Jahren gab es also bereits die technischen &#8211; wenn auch eher theoretischen &#8211; Voraussetzungen f&#252;r das, was heute vielfach als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raubkopie" target="_blank">“Raubkopie</a>” bezeichnet wird: Das von der Existenz eines physischen Datentr&#228;gers unabh&#228;ngige, digitale Duplizieren von Schallereignissen, die vom Empf&#228;nger wieder in ein h&#246;rbares, analoges Signal zur&#252;ck verwandelt werden k&#246;nnen. Alles, was seither an neuen Entwicklungen dazu kam, stellte eigentlich nur eine quantitative, aber keine grundlegende qualitative Revolution dar. Vision&#228;re konnten schon nach <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/History_of_optical_recording" target="_blank">Erfindung der <em>“Laserdisc”</em> 1958</a> oder bei der Vorstellung der <em>“Videodisc</em>” 1972 ahnen, dass der Musik- und Filmmarkt der Zukunft nicht auf den tradierten Gesch&#228;ftsmodellen der Vergangenheit beruhen konnte.</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<h3>Sterbehilfen ohne Todesfolge</h3>
<p style="margin-bottom: 0,5em;">
<p>Weitere Zwischenschritte auf dem Weg in die Demokratisierung des Digitalen waren die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CD-Rekorder" target="_blank">“CD-Rekorder”</a> (erste Prototypen 1988, <em>Consumer</em>-Modelle ab 1995), mit denen jeder Besitzer aus speziellen Rohlingen und einer Original-CD selbst Audio- oder Daten-CDs herstellen konnte, die Verbreitung des Internets bzw. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/World_Wide_Web" target="_blank"><em>“World Wide Web”</em></a> und die stetig fallenden Preise f&#252;r Festplatten-Speicherplatz. Noch bis in die 1990er-Jahre schien der Musikindustrie allerdings die analoge Kopie der gr&#246;&#223;te Feind zu sein &#8211; vor allem durch den seit Ende der 1960er-Jahre andauernden Siegeszug der <em>“<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Compact_Cassette" target="_blank">Compact Cassette”</a></em>. So genannte “Leercassetten” dienten Musikkonsumenten weltweit als Standardmedium f&#252;r <a href="http://cliphead.wordpress.com/2010/04/12/sind-leer-cassetten-der-tod-der-schallplatte/" target="_blank">fast kostenlose Kopien von Songs aus dem Radio</a> oder von Schallplatten bzw. sp&#228;ter von CDs.</p>
<p>Wie beim heutigen Internet-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Filesharing" target="_blank"><em>“Filesharing”</em></a> konnte das Ursprungsprodukt dupliziert werden, ohne es zu besch&#228;digen oder gar zu entwenden. Schon damals kursierten kopierte Cassetten in ungenehmigten, kommerziell verwerteten Massenauflagen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bootleg" target="_blank"><em>“Bootlegs”</em></a>). Allerdings litten diese Analogkopien unter teils heftigen Qualit&#228;tseinbu&#223;en; die Ersparnis gegen&#252;ber dem Erwerb des Originalprodukts musste mit mehr oder weniger lautem Rauschen und starken Einschr&#228;nkungen von Frequenzgang und Dynamik bezahlt werden. Vermutlich war das auch einer der Gr&#252;nde, warum die <em>“Compact Cassette”</em> &#8211; allen Bef&#252;rchtungen zum Trotz &#8211; nicht zum Tod der Plattenindustrie f&#252;hrte.</p>
<p>Der h&#228;tte eigentlich schon durch eine Ende der 1980er eingef&#252;hrte neue Sterbehilfe eintreten m&#252;ssen: Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Audio_Tape" target="_blank">“Digital Audio Tape”</a>, kurz DAT, erm&#246;glichte nicht nur die digitale Aufnahme von analogen Quellen, sondern auch die direkte und verlustfreie Aufzeichnung von digital codiertem Audio unter Umgehung eines Digital/Analog-Konverters. Das mit 44,1 kHz abgetastete PCM-Signal einer CD landete genau so auf einem Magnetband und konnte problemlos als “Master” f&#252;r eine unbegrenzte Anzahl weiterer Kopien verwendet werden. Die meisten Modelle verhinderten allerdings auf Wunsch der Musikindustrie durch eine Schutz-Software (SCMS) eine direkte Digitalkopie von einem DAT-Recorder zu einem anderen.</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<div id="attachment_42596" class="wp-caption aligncenter" style="width: 540px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2012/04/cd-dat_WMesser.jpg"><img class="size-full wp-image-42596" title="cd-dat_WMesser" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2012/04/cd-dat_WMesser.jpg" alt="" width="530" height="263" align="aligncenter" /></a><p class="wp-caption-text">War mal eine unschlagbare Kombination f&#252;r’s digitale Kopieren von Musik: CD-Player (oben) und DAT-Recorder (unten). Foto: W. Messer </p></div>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<p>Die anf&#228;ngliche Euphorie der Ger&#228;teindustrie verwandelte sich schnell in Ern&#252;chterung: Der “normale” Konsument sparte sich die ziemlich happige vierstellige Investition &#8211; inzwischen wohl entnervt vom st&#228;ndigen Wechsel und Wandel der Technologien und Normen sowie von den l&#228;stigen, meist unausgegorenen Kopierschutzma&#223;nahmen. Das gleiche Schicksal ereilte einige Jahre sp&#228;ter auch die digitalen, datenkomprimierten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MiniDisc" target="_blank"><em>“Mini-Discs”</em></a> (MD, ab 1991) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Compact_Cassette" target="_blank"><em>“Digital Compact Cassetten”</em></a> (ab 1992). DAT und MD &#252;berlebten jeweils eine Zeitlang immerhin als Quasi-Standard-Datentr&#228;ger im Tonstudio- und Rundfunkbereich, wurden aber vom Massenmarkt ignoriert.</p>
<p>Plattenindustrie und Verwertungsgesellschaften schienen noch mal davon gekommen, hatten jedoch bis dahin die zahlreichen technologischen Warnsch&#252;sse nur als <a href="http://www.zeit.de/1986/37/die-perfekte-herausforderung" target="_blank">Anlass f&#252;r Kassandrarufe</a> genommen und nicht f&#252;r eine umfassende Reform ihrer Gesch&#228;ftsmodelle genutzt, obwohl sie akut zu scheitern drohten. Schlie&#223;lich handelten sie haupts&#228;chlich mit Daten und Lizenzen, die sich zunehmend von gegenst&#228;ndlichen Datentr&#228;gern abkoppelten und immer massenhafter und unbeschr&#228;nkter verf&#252;gbar waren.</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<h3>Die Zauberformeln &#8220;MP3&#8243;, &#8220;DSL&#8221; und &#8220;Flatrate&#8221;</h3>
<p style="margin-bottom: 0,5em;">
<p>Das Internet schien per se noch nicht mal die gr&#246;&#223;te Gefahr f&#252;r die Gesch&#228;ftsmodelle zu sein; jedenfalls nicht, so lange noch Anschl&#252;sse mit maximalen Datenraten von 128 Kilobit pro Sekunde (zwei ISDN-B-Kan&#228;le) als Luxus galten, die Provider ausschlie&#223;lich begrenzte Zeit- oder Datenvolumentarife anboten und weltweit nur rund drei Millionen Computer Internetanschluss hatten (1994). Aber da begann sich schon das Zeitfenster zu schlie&#223;en, in dem man die Entwicklung noch nachhaltig h&#228;tte beeinflussen k&#246;nnen.</p>
<p>Das in Deutschland entwickelte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MP3" target="_blank">MP3-Format</a> zur Datenkomprimierung von Audiodateien war Mitte der 1990er schon in vielen PCs im Einsatz, um auch mit schmalbandigen Internetanschl&#252;ssen relativ z&#252;gig vor allem Musik austauschen zu k&#246;nnen &#8211; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Internets#Urheberrechtsverletzungen" target="_blank">meist unter Umgehung des Urheberrechts</a>. Ein Blinder mit Kr&#252;ckstock h&#228;tte sehen k&#246;nnen, dass die Einf&#252;hrung von schnellen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Asymmetric_Digital_Subscriber_Line" target="_blank">DSL-Anschl&#252;ssen</a> und Internet-<em>“Flatrates”</em> diese Praxis der kostenlosen Mediennutzung in den darauf folgenden Jahren zum unkontrollierbaren Massenph&#228;nomen machen w&#252;rde &#8211; letztendlich bis hin zu kompletten Kinofilmen.</p>
<p style="margin-bottom: 1em;">
<h3>Verpasste Chancen</h3>
<p style="margin-bottom: 0,5em;">
<p>Die L&#246;sung w&#228;re &#8211; lange vorher &#8211; das bekannte Motto <a href="http://www.dict.cc/englisch-deutsch/If+you+can%27t+beat+%27em+join+%27em.html" target="_blank"><em>“if you can’t beat them, join them”</em></a> gewesen. Statt eine Technologie oder ge&#252;bte Praxis mit politischer Lobbyarbeit, seltsamen Einschr&#228;nkungen (SCMS- und DRM-Kopierschutz, Regionalcodes etc.) und wenig wirksamen Reglementierungen zu bek&#228;mpfen, h&#228;tte die Medienproduktions- und Verwertungsindustrie versuchen m&#252;ssen, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen. Wenn meine Kunden so gerne <em>“downloaden”</em>, dann sollen sie das auch tun d&#252;rfen &#8211; aber bitte bei mir, auf nutzerfreundlichen Plattformen mit fairen und einfachen Bezahlsystemen, bei denen die sinkenden Herstellungs- und Vertriebskosten als g&#252;nstige Preise und gro&#223;z&#252;gige Nutzungslizenzen an die Konsumenten weitergegeben werden.<br />
Eine so von Anfang an umgarnte, nicht von vornherein kriminalisierte Kundschaft und ihre Kinder w&#228;ren vermutlich seltener auf den Gedanken gekommen, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Napster" target="_blank"><em>“peer to peer”</em>-Tauschb&#246;rsen</a> oder dubiose <em>Streaming-</em> und <em>Download-</em>Webseiten f&#252;r ihren Medienkonsum zu nutzen und sich damit eventuell strafbar zu machen. Viel zu sp&#228;t entstanden <a href="http://www.pcwelt.de/news/Musik-Abomodelle-Das-Ende-physischer-Tontraeger-157201.html" target="_blank">legale Portale</a> wie der Apple-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ITunes_Store" target="_blank"><em>“iTunes Music Store”</em></a> &#8211; keines der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Musicload" target="_blank">wirklich erfolgreichen</a> wurde und wird von der Musik-, Filmindustrie oder gar von Verwertungsgesellschaften betrieben. Inzwischen &#8211; wo mal wieder <a href="http://fastvoice.net/2012/03/29/kultur-und-kirschen-brauchen-ihren-wert/" target="_blank">eine heftige Diskussion &#252;ber Urheber- und Nutzungsrechte im Digitalzeitalter tobt</a> (die wievielte eigentlich in den letzten 30 Jahren?), ist das Kind nicht nur in den Brunnen gefallen, sondern schon l&#228;ngst eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wachsleiche" target="_blank">Wachsleiche</a>.</p>
<p>Kein (Urheber-, Nutzungs-, Lizenz-, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht" target="_blank">Leistungsschutz</a>-, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ACTA" target="_blank">Anti-Produktpiraterie</a>-)Recht der Welt &#8211; und sei es auch noch so neu und genial konstruiert &#8211; wird die Zeit komplett zur&#252;ck drehen k&#246;nnen. Es wird allenfalls noch notd&#252;rftig ein paar Wunden verbinden und Br&#252;che schienen, aber nichts mehr wirklich heilen. M&#246;glicherweise richtet es stattdessen sogar neuen Schaden an. Viele Chancen vertan und wenig kapiert, schon lange.</p>
<p><em>Crossposting von <a href="http://fastvoice.net/2012/04/02/eine-kurze-geschichte-vom-kopieren-und-kapieren/" target="_blank">fastvoice.net</a>. CD-Foto: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cd_3d.png" target="_blank">Wikimedia Commons</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit#Public_Domain" target="_blank">Public Domain</a></em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F42588%2Feine-kurze-geschichte-vom-kopieren-und-kapieren%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F42588%2Feine-kurze-geschichte-vom-kopieren-und-kapieren%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/42588/eine-kurze-geschichte-vom-kopieren-und-kapieren/">Eine kurze Geschichte vom Kopieren und Kapieren</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/42588/eine-kurze-geschichte-vom-kopieren-und-kapieren/#comments">8 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42588&amp;md5=bad5264f8ca4d17ab05be7b8945c46a6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/42588/eine-kurze-geschichte-vom-kopieren-und-kapieren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Schweigen der M&#228;nner</title>
		<link>http://carta.info/42516/das-schweigen-der-manner/</link>
		<comments>http://carta.info/42516/das-schweigen-der-manner/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 12:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Chefredakteure]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenquote]]></category>
		<category><![CDATA[Führungspositionen]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[ProQuote]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=42516</guid>
		<description><![CDATA[Die Initiative ProQuote hat ihre Forderung, innerhalb von f&#252;nf Jahren 30 Prozent der F&#252;hrungspositionen in den Medien mit Frauen zu besetzen, an rund 250 Chefredakteure, Intendanten, Verleger und Herausgeber geschickt. Geantwortet haben gerade mal 28. Der Rest h&#252;llt sich in Schweigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Samstag <a href="http://www.freitag.de/politik/1213-ursula-der-kampf-geht-weiter">feierte</a> die Initiative „ProQuote“ in der Hamburger <em>Bar Rossi</em> einen ersten Erfolg: Die Vollversammlung der aufbegehrenden Medien-Frauen beschloss, einen Verein zu gr&#252;nden, der die Fackel ihres gem&#228;&#223;igten Feminismus in die Redaktionen tragen soll.</p>
<p>Auch auf der <a href="http://www.pro-quote.de/">Website der Initiative</a> tut sich einiges. Dort findet man z.B. <a href="http://www.pro-quote.de/taz-chefredakteurin-ines-pohl-brief-an-die-genossinnen-der-tageszeitung/#comment-111">einen Brief</a> der <em>taz</em>-Chefredakteurin Ines Pohl an die lieben GenossInnen der <em>taz</em> (wo die 50%-Frauen-Quote ja schon seit dem Frauenstreik Mitte der achtziger Jahre „auf allen Ebenen“ erf&#252;llt ist):</p>
<blockquote><p><em>„Giovanni diLorenzo, Chef der “Zeit”, ist der erste, der sich in einem Beitrag auf seiner Seite 1 verpflichtet hat, Frauen in F&#252;hrungspositionen zu f&#246;rdern. Verhaltener &#228;u&#223;erten sich die Macher des Spiegel, aber auch die wollen sich immerhin mit ihren Kolleginnen an einen Tisch setzen, um zu beraten, wie dieser sehr deutsche Missstand behoben werden kann.</em></p>
<p><em>Andere Chefredakteure rechnen sich indes ihre Wirklichkeit sch&#246;n. Viele behaupten, die Quote sei in ihren H&#228;usern lange erf&#252;llt. Unterzieht man ihre Stellungnahmen allerdings einem sorgf&#228;ltigen Faktencheck, kommt man auf die entlarvendsten Rechentricks, da werden Chefsekret&#228;rinnen mal schnell zu F&#252;hrungskr&#228;ften in den Redaktionen erhoben, um in der &#214;ffentlichkeit gut dazustehen.“</em></p></blockquote>
<p>Wie diese m&#228;nnlichen Chefredakteure auf die weibliche <a href="http://www.pro-quote.de/was-wir-wollen/">Forderung</a> reagieren, kann man ebenfalls auf der Website <a href="http://www.pro-quote.de/category/chefredakteure/">nachlesen</a>: Manche schreiben sehr wohlwollend, andere wiederum sind pikiert – vor allem wegen der M&#228;nner, die sich f&#252;r eine Frauen-Quote aussprechen. (Im <em>Spiegel</em> sollen diese Abweichler als „Weicheier“ beschimpft worden sein. Sie werden sich schrecklich gr&#228;men).</p>
<p>Die meisten Chefredakteure &#228;u&#223;ern sich allerdings &#252;berhaupt nicht zur Quote. Der Grund f&#252;r ihr Schweigen ist unschwer zu erraten. Sprechen sie sich f&#252;r die Quote aus, m&#252;ssen sie f&#252;r deren Erf&#252;llung tats&#228;chlich sorgen, sprechen sie sich gegen die Quote aus, gelten sie als reaktion&#228;r (oder bilden sich das wenigstens ein), versuchen sie aber, der Forderung mit besonderer Witzigkeit auszuweichen, k&#246;nnte das auch nach hinten los gehen. Also schweigen sie. Es ist ein sehr <del>m&#228;nnliches</del> deutsches Schweigen.</p>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F42516%2Fdas-schweigen-der-manner%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F42516%2Fdas-schweigen-der-manner%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/42516/das-schweigen-der-manner/">Das Schweigen der M&#228;nner</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/42516/das-schweigen-der-manner/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42516&amp;md5=74e5a3898b774b42271b0fa030070f4c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/42516/das-schweigen-der-manner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Skandalberichterstattung: Der unheilvolle Hang zur Dramatisierung</title>
		<link>http://carta.info/42465/skandalberichterstattung-der-unheilvolle-hang-zur-dramatisierung/</link>
		<comments>http://carta.info/42465/skandalberichterstattung-der-unheilvolle-hang-zur-dramatisierung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 13:24:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Hondrich]]></category>
		<category><![CDATA[Kepplinger]]></category>
		<category><![CDATA[Sarrazin]]></category>
		<category><![CDATA[Skandale]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=42465</guid>
		<description><![CDATA[Der konservative Mainzer Medienwissenschaftler Hans Mathias Kepplinger (68) hat sein Buch „Die Mechanismen der Skandalisierung“ aus aktuellem Anlass noch einmal &#252;berarbeitet. Nun lautet der Untertitel nicht mehr „Die Macht der Medien und die M&#246;glichkeiten der Betroffenen“, sondern „zu Guttenberg, Kachelmann, Sarrazin &#038; Co.: Warum einige &#246;ffentlich untergehen – und andere nicht“. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Warum l&#246;st die Kritik an einigen Missst&#228;nden gro&#223;e Skandale aus, w&#228;hrend sie in anderen F&#228;llen im Sande verl&#228;uft? Warum emp&#246;ren sich bei Skandalen die meisten Menschen &#252;ber ein Geschehen, das sie kurze Zeit sp&#228;ter kalt l&#228;sst?&#8221;</p>
<p>Das fragt der Mainzer Medienwissenschaftler <a href="http://www.kepplinger.de/">Hans Mathias Kepplinger</a>, ein Sch&#252;ler der legend&#228;ren Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann. Kepplingers Interesse gilt seit jeher der Wirkungsforschung. Was bewirken die Medien? Optimisten w&#252;rden die j&#252;ngsten Medien-Kampagnen gegen den mutma&#223;lich obersten Schn&#228;ppchenj&#228;ger der Nation vermutlich als positives Zeichen werten, weil die erfolgreiche Skandalisierung von Missst&#228;nden zeige, „dass auch M&#228;chtige allgemein anerkannte Regeln nicht ungestraft verletzen k&#246;nnen. Das bekr&#228;ftigt das Vertrauen in die Selbstreinigungskr&#228;fte der Gesellschaft.“ Zudem schrecke die M&#246;glichkeit der Skandalisierung potentielle T&#228;ter ab. Was wiederum die Geltungskraft der sozialen Normen st&#228;rke.</p>
<p>Kepplinger kann das nicht best&#228;tigen. Laut seinen empirischen Erhebungen haben solche Medien-Kampagnen in erster Linie negative Wirkungen: „Die Skandalisierung f&#246;rdert eher das Misstrauen als das Vertrauen und ruft eher resignative Apathie als kritisches Engagement hervor. Die einzige Institution, deren Ansehen mit der H&#228;ufigkeit und Intensit&#228;t der Skandale w&#228;chst, sind die Medien, die ihr Ansehen auf Kosten der skandalisierten Institutionen vergr&#246;&#223;ern.“</p>
<p>Beim Kosten-Nutzen-Vergleich der positiven und der negativen Folgen einer Skandalisierung kommt Kepplinger deshalb zu dem Schluss, „dass die Nutzen-Schadens-Bilanz von Skandalen fragw&#252;rdig ist. G&#228;be es eine Produkthaftung f&#252;r Skandalberichte&#8230;, w&#228;ren einige Medien in kurzer Zeit konkursreif.“</p>
<p>Nat&#252;rlich spricht sich Kepplinger nicht generell gegen das Aufdecken von Missst&#228;nden aus, er mahnt allerdings dazu, die Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit zu wahren. „Ob die Skandalisierung von Missst&#228;nden gerechtfertigt ist, h&#228;ngt letztlich davon ab, ob der Missstand in der behaupteten Weise existiert, ob das Ausma&#223; der Skandalisierung in einem vertretbaren Verh&#228;ltnis zur Gr&#246;&#223;e des Missstands steht und ob die positiven Folgen der Skandalisierung ihre negativen Nebenfolgen rechtfertigen. Auch im Skandal heiligt der Zweck nicht die Mittel.“</p>
<p>Die n&#228;chste Aktualisierung von Kepplingers Streitschrift ist bereits f&#228;llig. Als der Autor im Dezember 2011 letzte Hand an sein Vorwort legte, freuten sich gerade die ersten Wulff-Berichte auf ihre Drucklegung.</p>
<p><em>P.S. F&#252;r den Freitag habe ich eine ausf&#252;hrliche <a href="http://www.freitag.de/kultur/1213-der-bobby-car-effekt">Rezension des Kepplinger-Buches</a> geschrieben (einschlie&#223;lich eines Vergleichs mit Karl Otto Hondrichs „funktionalistischer Skandaltheorie“)</em></p>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F42465%2Fskandalberichterstattung-der-unheilvolle-hang-zur-dramatisierung%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F42465%2Fskandalberichterstattung-der-unheilvolle-hang-zur-dramatisierung%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/42465/skandalberichterstattung-der-unheilvolle-hang-zur-dramatisierung/">Skandalberichterstattung: Der unheilvolle Hang zur Dramatisierung</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/42465/skandalberichterstattung-der-unheilvolle-hang-zur-dramatisierung/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42465&amp;md5=e7994441cc29a711eee4713eaccf28ba" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/42465/skandalberichterstattung-der-unheilvolle-hang-zur-dramatisierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Leistungsschutzrecht ist geliefert</title>
		<link>http://carta.info/41860/das-leistungsschutzrecht-ist-geliefert/</link>
		<comments>http://carta.info/41860/das-leistungsschutzrecht-ist-geliefert/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 22:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Springer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=41860</guid>
		<description><![CDATA[Bild wei&#223; es wieder mal zuerst: Das Leistungsschutzrecht soll kommen. In Form einer Lex Google. Aber auch kleinere Aggregatoren k&#246;nnten davon betroffen sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun also doch: Das Leistungsschutzrecht soll <a href="http://netzpolitik.org/2012/axel-springer-kauft-leistungsschutzrecht-bei-koalition/">kommen</a>:</p>
<blockquote><p>„Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen k&#252;nftig f&#252;r die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen. Damit werden die Presseverlage an den Gewinnen gewerblicher Internet-Dienste beteiligt, die diese – mit der bisher unentgeltlichen – Nutzung der Verlagserzeugnisse erzielen. Auch die Urheber sollen eine angemessene finanzielle Beteiligung an der Verwertung des Leistungsschutzrechts erhalten. Einzug und Verteilung der Entgelte soll &#252;ber eine Verwertungsgesellschaft erfolgen. Die Schutzdauer soll ein Jahr betragen. Die private Nutzung von Presseerzeugnissen im Internet wird nicht verg&#252;tungspflichtig, normale User werden also nicht betroffen sein.“</p></blockquote>
<p>Das meldet BILD.</p>
<p>Und der gr&#252;ne Netzpolitiker Konstantin von Notz wettet schon mal dagegen: Das Leistungsschutzrecht, so twitterte er gestern Abend, „wird wegen Ermangelung rechtssicherer Umsetzbarkeit nicht kommen“.</p>
<p><em>Lesen Sie dazu auch: <a href="http://carta.info/19373/verlage-contra-google-der-vergessene-kampf-um-acap/">Verlage contra Google &#8211; Der vergessene Kampf um ACAP</a> (aus dem Jahr 2009!)</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41860%2Fdas-leistungsschutzrecht-ist-geliefert%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41860%2Fdas-leistungsschutzrecht-ist-geliefert%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/41860/das-leistungsschutzrecht-ist-geliefert/">Das Leistungsschutzrecht ist geliefert</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/41860/das-leistungsschutzrecht-ist-geliefert/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41860&amp;md5=a870468a19f90d5749288347a14a8ffc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/41860/das-leistungsschutzrecht-ist-geliefert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Anti-Acta-Demos: Die zweite Welle</title>
		<link>http://carta.info/41663/anti-acta-demos-die-zweite-welle/</link>
		<comments>http://carta.info/41663/anti-acta-demos-die-zweite-welle/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 11:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Stopacta-Demos]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=41663</guid>
		<description><![CDATA[Trotz des R&#252;ckziehers der Bundesregierung in Sachen ACTA gingen am vergangenen Samstag wieder einige zehntausend junge Leute auf die Stra&#223;e. Allerdings wurde auch Kritik an der Argumentationsf&#228;higkeit der Redner und Parolen laut. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der gro&#223;e Vorteil der „Internet“- und „Facebook“-Generation ist der: Sie macht sich ihre Berichterstattung einfach selbst. Sie ist nicht mehr darauf angewiesen, was „die Medien“ aus ihren <a href="http://acta.cwdesigns.de/">Aktionen</a> machen. So werden bereits Stunden nach einer Demo Filme und Fotos auf <em>YouTube</em> oder <em>Facebook</em>-Seiten hochgeladen. Und gezielt fordern die Aktivisten von <em>netzpolitik.org</em> <a href="http://netzpolitik.org/2012/anti-acta-demos-am-25-februar/">dazu auf</a>, diese Art von „Gegen&#246;ffentlichkeit“ ausgiebig zu praktizieren.</p>
<p>Hier einige Beispiele:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.youtube.com/watch?v=--_PD0W8mX0&amp;feature=player_embedded">Berlin</a></li>
<li><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rxQfWUEgb3k">Hamburg</a></li>
<li><a href="http://www.piratpix.com/acta/ansicht.html">Dortmund</a></li>
<li><a href="http://n1ls.de/2012/02/bilder-von-kasseler-2-anti-acta-demo/">Kassel</a></li>
<li><a href="http://www.kossin.info/2012/02/anti-acta-demo-koln/">K&#246;ln</a></li>
<li><a href="http://www.flickr.com/photos/volkersworld/sets/72157629452679525/">Frankfurt/Main</a></li>
</ul>
<p>Dagegen die seri&#246;sen, objektiven und v&#246;llig <a href="http://www.daniel-schwerd.de/stopp-acta-demos-desiniformation-durch-die-medien/">unparteiischen</a> Medien:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,817554,00.html">Spiegel</a></li>
<li><a href="http://www.focus.de/digital/internet/protest-gegen-urheberrechtsabkommen-tausende-menschen-demonstrieren-gegen-acta-_aid_717897.html">Focus</a></li>
</ul>
<p>Der <em>Focus</em> etwa spricht von der „Generation Kostenlos“, die einfach nicht locker lasse. Doch auch bei den Demonstranten selbst zeigt sich Selbstkritik. So schrieb ein Kommentator bei <em>netzpolitik.org</em>:</p>
<blockquote><p><em>„Das Positive an der Veranstaltung: die selbstgemachten Plakate, keine Krawalle, entspannte Polizei. Das n&#228;chste Mal bitte Redner, die auch politikf&#228;hige Argumente haben&#8230;</em></p>
<p><em>Kontraproduktive Spr&#252;che à la ‚Schei&#223; ACTA Schei&#223;e Schei&#223;e’ und ‚Wir haben ein Recht auf kostenlose Musik und Filme’ gehen einfach gar nicht.“</em></p></blockquote>
<p>Und ein anderer formulierte:</p>
<blockquote><p><em>„Wir alle m&#252;ssen dringend daf&#252;r sorgen, dass die Teilnehmer an den Demonstrationen das Thema ‚Reform des Urheberrechts’ besser verstehen und kommunizieren!!!</em></p>
<p><em>Ansonsten werden wir die Darstellung als ‚die von Facebook’, die ‚irgendwas mit Internet’ machen und (achja) ‚kostenlose Musik wollen’ nicht los.“</em></p></blockquote>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41663%2Fanti-acta-demos-die-zweite-welle%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41663%2Fanti-acta-demos-die-zweite-welle%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/41663/anti-acta-demos-die-zweite-welle/">Anti-Acta-Demos: Die zweite Welle</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/41663/anti-acta-demos-die-zweite-welle/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41663&amp;md5=20b48acee4ddbca480e7291d8f40c8b5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/41663/anti-acta-demos-die-zweite-welle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was von Gauck zu erwarten ist</title>
		<link>http://carta.info/41549/was-von-gauck-zu-erwarten-ist/</link>
		<comments>http://carta.info/41549/was-von-gauck-zu-erwarten-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 11:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Gauck]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=41549</guid>
		<description><![CDATA[Wird man den designierten Nachfolger von Wulff nun auch durch die Medienm&#252;hle drehen, nachdem das Spiel mit Horst K&#246;hler und Christian Wulff so gut geklappt hat? Vieles spricht dagegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche glauben ja, auch den designierten Bundespr&#228;sidenten Gauck werde man nicht mit Samthandschuhen anfassen, nachdem das Spiel der Medien mit Horst K&#246;hler und Christian Wulff so toll geklappt hat – siehe den Kommentar &#8221;Zur Strecke gebracht&#8221; in der <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zur_strecke_gebracht_1.15125869.html">Neuen Z&#252;rcher Zeitung</a> (NZZ). Doch da irren sich manche, denn Joachim Gauck war und ist der Kandidat der gro&#223;en Medien (= der Herzen). <em>Spiegel</em>, <em>BILD</em> und <em>FAZ</em> haben mit ihm den idealen F&#252;rsprecher ihrer Interessen <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=12283">endlich durchgesetzt</a>, meinen die <em>NachDenkSeiten</em> („Yes, we Gauck“).</p>
<p>Vor der pro forma noch notwendigen Wahl am 18. M&#228;rz werden die B&#252;rger aber noch einmal mit den besonderen Eigenschaften und Meinungen des Ausnahme-Kandidaten konfrontiert. In der <em>S&#252;ddeutschen Zeitung</em> findet sich ein langes, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/gauck-gespraech-von-die-leute-muessen-aus-der-haengematte-aufstehen-1.1288292">aufschlussreiches Interview</a>: „Die Leute m&#252;ssen aus der H&#228;ngematte der Gl&#252;ckserwartung durch Genuss und Wohlstand aufstehen.“ Das ist eine doch ziemlich seltsame Aufforderung an den Exportweltmeister und europ&#228;ischen Zampano.</p>
<p>Bei <em><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816293,00.html">Spiegel Online</a></em> dementiert Gauck zwar, ein &#8220;Supermann&#8221; zu sein, doch dieses Dementi wird ihm in der gl&#252;cklichen Redaktion niemand so recht glauben. Julia Seeliger in der <em><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/allerseelen/archive/2012/02/20/kurz-und-gauck.aspx">FAZ</a></em> ist zwischen Netz- und Altmedien hin- und hergerissen, und meint, Gaucks positives Verh&#228;ltnis zu Sarrazin sei eine Erfindung b&#246;swilliger Interpreten.</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-gauck-ist-merkels-meisterwerk/6230092.html">Malte Lehming</a> sieht in der &#252;berraschenden Einigung auf Gauck schelmisch „Merkels Meisterst&#252;ck“ und listet im <em>Tagesspiegel </em>noch einmal auf, mit welchen ganz und gar nicht hin- und hergerissenen &#220;berzeugungen die Deutschen jetzt zu rechnen haben:</p>
<blockquote><p>„Aktiv unterst&#252;tzt von SPD und Gr&#252;nen wird bald der konservativste Bundespr&#228;sident gew&#228;hlt, den Deutschland je hatte&#8230; Im vergangenen Oktober, als weltweit Hunderttausende gegen die Macht der M&#228;rkte auf die Stra&#223;en gingen und die <a href="http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/weltspiegel/fotoreportage-occupy-aktivisten-belagern-wall-street/5859200.html">Bewegung „Occupy Wall Street“</a> von sich Reden machte, trat Gauck bei einer Veranstaltung der <em>Zeit</em> in Hamburg auf. Die Antikapitalismusdebatte sei „uns&#228;glich albern“, sagte er, sprach von „Irrtum“ und „romantischen Vorstellungen“. Mit Blick auf die Demonstrationen gegen das <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/stuttgart-21-bastion-baumkrone/6213610.html">Bahnhofsprojekt Stuttgart 21</a> warnte er vor einer Protestkultur, „die aufflammt, wenn es um den eigenen Vorgarten geht“. Auch den Ausstieg aus der Atomkraft nach Fukushima sah er kritisch. Solche Entscheidungen d&#252;rfe man nicht von der „Gef&#252;hlslage der Nation“ abh&#228;ngig machen. Die deutsche Neigung zu Hysterie und Angst sei &#8216;abscheulich&#8217;&#8221;</p></blockquote>
<p>Gauck wolle den Deutschen die Angst vor einem beherzten &#8220;Ja zu Deutschland&#8221; nehmen, und daf&#252;r sei er sicher der Richtige:</p>
<blockquote><p>&#8220;Gauck beklagt sich &#252;ber „eine vor 20 Jahren nicht vorstellbare antikapitalistische Welle in Deutschland“, steht als Transatlantiker stets eng an den Seiten der USA, setzt sich f&#252;r die Vertriebenen und den Afghanistankrieg ein, schimpft auf die Montagsdemos gegen Hartz IV („t&#246;richt und geschichtsvergessen“), sagt nach der Finanzkrise: „Wer ausgerechnet der Wirtschaft die Freiheit nehmen will, wird mehr verlieren als gewinnen“, und zur Integrationsdebatte: „Es gibt Viertel mit allzu vielen Zuwanderern und allzu wenigen Altdeutschen“. <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/leserdebatte-als-gauck-sarrazin-mut-attestierte/6226656.html">Thilo Sarrazin attestierte er im &#252;brigen viel Mut</a>.“</p></blockquote>
<p>Auch die Netzpolitiker werden mit Gauck viel Freude haben. Felix von Leitner (fefe) &#228;rgert sich deshalb <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b1bf98cf">tierisch</a> &#252;ber die verpasste Chance der Piraten, den Kabarettisten Georg Schramm alias Lothar Dombrowski rechtzeitig ins Spiel zu bringen &#8211; doch dieser hat wohl auch ein bisschen zu lange gez&#246;gert.</p>
<p>Offen ist jetzt noch, wen die Linke als Gegenkandidaten pr&#228;sentiert. Doch wahrscheinlich interessiert sich &#8211; nach der Ausgrenzung aus dem Findungsgremium &#8211; auch daf&#252;r wieder kein&#8230; Blatt.</p>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41549%2Fwas-von-gauck-zu-erwarten-ist%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41549%2Fwas-von-gauck-zu-erwarten-ist%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/41549/was-von-gauck-zu-erwarten-ist/">Was von Gauck zu erwarten ist</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/41549/was-von-gauck-zu-erwarten-ist/#comments">5 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41549&amp;md5=8574b53a825df6ad887540a704831b72" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/41549/was-von-gauck-zu-erwarten-ist/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Breitband² als Audio</title>
		<link>http://carta.info/41490/breitband-als-stream/</link>
		<comments>http://carta.info/41490/breitband-als-stream/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 10:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandradio]]></category>
		<category><![CDATA[Netzöffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=41490</guid>
		<description><![CDATA[Carta-Herausgeber Wolfgang Michal war zu Gast bei Breitband im Deutschlandradio. Im Gespr&#228;ch mit Johnny Haeusler von Spreeblick.com geht es um #ACTA und #Wulff und darum, wie das Netz digitale Debatten formt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit <a href="http://breitband.dradio.de/breitband2/">Breitband²</a> testet das Deutschlandradio ein neues Format: Es gibt einen Livestream und Chats zum Thema der Sendung, etwa eine Stunde lang wird diskutiert. Moderiert wird die Sendung von Philip Banse.</p>
<p>Carta war Kooperationspartner der ersten Sendung.</p>
<p>Hier ein Audio des Gespr&#228;ches:</p>
<p><object width="600" height="20" type="application/x-shockwave-flash" data="http://breitband.dradio.de/player.swf"><param name="movie" value="http://breitband.dradio.de/player.swf" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="FlashVars" value="mp3=http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/02/18/drk_20120218_1405_7a841cb1.mp3&amp;configxml=http://breitband.dradio.de/player.xml" /></object></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41490%2Fbreitband-als-stream%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41490%2Fbreitband-als-stream%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/41490/breitband-als-stream/">Breitband² als Audio</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/41490/breitband-als-stream/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41490&amp;md5=ba8b0a2c140bd90a326f6fb7a224b34e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/41490/breitband-als-stream/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vocer &#8211; neues Debattenportal und Think Tank zur Medienkritik</title>
		<link>http://carta.info/41118/vocer-neues-debattenportal-und-think-tank-zur-medienkritik/</link>
		<comments>http://carta.info/41118/vocer-neues-debattenportal-und-think-tank-zur-medienkritik/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 10:16:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Debattenportal]]></category>
		<category><![CDATA[Vocer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=41118</guid>
		<description><![CDATA[Seit gestern ist das Non-Profit-Portal f&#252;r Medien- und Gesellschaftskritik online. Vocer finanziert sich &#252;ber Stiftungsgelder und Spenden. Es wird herausgegeben vom gemeinn&#252;tzigen Verein f&#252;r Medien- und Journalismuskritik (VfMJ).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stephan Weichert, Journalistik-Professor an der privaten <em>Macromedia</em> <em>Hochschule f&#252;r Medien und Kommunikation</em> (MHMK) in Hamburg sowie Initiator und Gr&#252;ndungsherausgeber der Website, sieht <em><a href="http://www.vocer.org">Vocer</a></em> als „modernes Kursbuch f&#252;r die Mediengesellschaft, das kontroverse Debatten &#252;ber Medienqualit&#228;t in Deutschland ansto&#223;en und zusammenf&#252;hren will.“</p>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41118%2Fvocer-neues-debattenportal-und-think-tank-zur-medienkritik%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F41118%2Fvocer-neues-debattenportal-und-think-tank-zur-medienkritik%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/41118/vocer-neues-debattenportal-und-think-tank-zur-medienkritik/">Vocer &#8211; neues Debattenportal und Think Tank zur Medienkritik</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/41118/vocer-neues-debattenportal-und-think-tank-zur-medienkritik/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41118&amp;md5=0fadbaea7fbcf4c47bb7c3953a24eebc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/41118/vocer-neues-debattenportal-und-think-tank-zur-medienkritik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schafft ein, zwei, viele Flatrates!</title>
		<link>http://carta.info/40879/schafft-ein-zwei-viele-flatrates/</link>
		<comments>http://carta.info/40879/schafft-ein-zwei-viele-flatrates/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 08:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[App Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Abo]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Paywall]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=40879</guid>
		<description><![CDATA[Um die Kulturflatrate aka Kulturwertmark ist es still geworden. Doch die Flatrate-Idee lebt. In Osteuropa. Kann das slowakische Modell auch hierzulande Schule machen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Knapp drei Euro kostet es in der Slowakei, rund ein Dutzend Medien „exklusiv“ einen Monat lang zu lesen. Erfunden hat das Flatrate-System – eine gelungene Mischung aus App, Abo und Pay Wall – <a href="http://econsultancy.com/uk/blog/7800-q-a-tomas-bella-of-piano-media-on-the-paywall-that-s-working">Thomás Bella</a>. Seine Firma <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Piano_Media">Piano Media</a></em> organisiert die Flatrate so &#228;hnlich wie Apple iTunes oder iBooks. 30 Prozent der Einnahmen verbleiben als Provision bei <em><a href="http://www.pianomedia.eu/eu/index.html">Piano Media</a></em>, die restlichen 70 Prozent werden gem&#228;&#223; der Zeit, welche die Nutzer auf den Webseiten verbringen, an die angeschlossenen Medien ausgesch&#252;ttet.</p>
<p>F&#252;r traditionelle Medienh&#228;user (aber auch f&#252;r bestimmte Blog-Zusammenschl&#252;sse) w&#228;re das ein gangbarer Weg. Sie h&#228;tten endlich ihr lange erhofftes Bezahlsystem und w&#252;rden die frei im Netz surfenden Nutzer nicht l&#228;nger mit larmoyantem Peanuts-Gejammere nerven. Springer k&#246;nnte eine Springer-Flatrate einf&#252;hren, Burda eine Burda-Flatrate und Gruner &amp; Jahr eine G+J-Flatrate. Man k&#246;nnte eine Feuilleton-Flatrate organisieren oder eine Sportflatrate, eine Talkshow-Flatrate oder einen Comedy-Kanal. Kabelfernsehen und Pay-TV funktionieren nicht anders.</p>
<p>Das <a href="http://reallycoolous.com/slowakei-und-das-system-piano-komplette-medienlandschaft-hinter-die-paywall/"><em>Piano</em>-Payment-System</a> w&#228;re der <a href="http://www.bbc.co.uk/journalism/blog/2011/01/explains-his-idea-here.shtml">Mittelweg</a> zwischen der Generall&#246;sung, das komplette Web-Angebot per <a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=293">Super-Flatrate</a> abzugelten und der gescheiterten Micropayment-Hoffnung, jeden einzelnen Artikel per Mausklick honorieren zu lassen. Man h&#228;tte mit den B&#252;ndel-Flatrates &#252;berschaubare Angebots-Einheiten, und die interessierten Leser, Zuschauer oder H&#246;rer w&#252;rden nicht mit Einzel-Kaufentscheidungen &#252;berlastet.</p>
<p>Das <em>Piano</em>-System scheint in der Slowakei gut zu <a href="http://www.niemanlab.org/2012/01/piano-media-wants-national-paywalls-all-over-europe/">funktionieren</a>. So gut, dass es mittlerweile exportiert wird. In Slowenien schlossen sich acht Tageszeitungen, drei Wochenmagazine und ein Webportal unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Dort bekommt man f&#252;r knapp f&#252;nf Euro im Monat (bzw. f&#252;r knapp 50 Euro im Jahr) Zugang zu einer ganzen Palette slowenischer Medien.</p>
<p>Aber Slowenien ist nur ein kleiner Sprachraum. Wie die Slowakei. Funktioniert das System ausschlie&#223;lich in solchen Nischen? Oder warum wird hierzulande nicht &#252;ber ein Bezahl-System diskutiert, das bereits im vergangenen Sommer durch die <a href="http://blogs.ft.com/beyond-brics/2011/10/06/an-internet-paywall-for-all/#axzz1kOcxLXB2">englischsprachigen</a> <a href="http://www.economist.com/node/21531479/">Medien</a> ging? Weil damit das geforderte Leistungsschutzrecht &#252;berfl&#252;ssig w&#228;re?</p>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F40879%2Fschafft-ein-zwei-viele-flatrates%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F40879%2Fschafft-ein-zwei-viele-flatrates%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/40879/schafft-ein-zwei-viele-flatrates/">Schafft ein, zwei, viele Flatrates!</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/40879/schafft-ein-zwei-viele-flatrates/#comments">4 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40879&amp;md5=5648a05f3c70e2d25f55f341681d204c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/40879/schafft-ein-zwei-viele-flatrates/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Wulff in uns</title>
		<link>http://carta.info/40843/der-wulff-in-uns/</link>
		<comments>http://carta.info/40843/der-wulff-in-uns/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 14:46:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=40843</guid>
		<description><![CDATA[Wie der Boulevard sich zum Leitstern aufschwingt, wie Medien und Politik ineinander flie&#223;en und was dabei herauskommt, wenn Grenzziehungen, Ma&#223;st&#228;be und Kategorien verloren gehen. Ein Essay &#252;ber den deutschen Selbsthass und den Wulff in uns. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war klar. &#220;ber Weihnachten herrschte lediglich eine Feuerpause. Fest des Friedens und so. Doch dann (in der <a href="http://www.evangelisch.de/themen/blogs/altpapier/2012/01/03/one-man-show">Januaroffensive</a>) begann die eigentliche Schlacht um den Pr&#228;sidenten. Mit einem geschickt lancierten Tonbandprotokoll&#8230;</p>
<p><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1544">Hier entlang geht&#8217;s zum Beitrag</a></p>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F40843%2Fder-wulff-in-uns%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F40843%2Fder-wulff-in-uns%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/40843/der-wulff-in-uns/">Der Wulff in uns</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/40843/der-wulff-in-uns/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40843&amp;md5=aca48f7563b81d6e52d15ac44a51fe22" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/40843/der-wulff-in-uns/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum der Streit zwischen Assange und Domscheit-Berg kein Zickenkrieg ist</title>
		<link>http://carta.info/40675/warum-der-streit-zwischen-assange-und-domscheit-berg-kein-zickenkrieg-ist/</link>
		<comments>http://carta.info/40675/warum-der-streit-zwischen-assange-und-domscheit-berg-kein-zickenkrieg-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 17:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[OpenLeaks]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=40675</guid>
		<description><![CDATA[Die Debatte um die beiden Enth&#252;llungs-Plattformen WikiLeaks und OpenLeaks verl&#228;uft seltsam unpolitisch – selbst in Medien, die sich f&#252;r politisch halten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der aktuellen Berichterstattung geht es <a href="http://antiperson.de/81">fast nur noch</a> darum, wer hier wen in die Pfanne haut und wer das gr&#246;&#223;ere Ego hat. Haben die Gegner der Whistleblower-Plattformen damit ihr Ziel erreicht?</p>
<p>Weiterlesen bei <a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=838">wolfgangmichal.de</a></p>
<p>&nbsp;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F40675%2Fwarum-der-streit-zwischen-assange-und-domscheit-berg-kein-zickenkrieg-ist%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F40675%2Fwarum-der-streit-zwischen-assange-und-domscheit-berg-kein-zickenkrieg-ist%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/40675/warum-der-streit-zwischen-assange-und-domscheit-berg-kein-zickenkrieg-ist/">Warum der Streit zwischen Assange und Domscheit-Berg kein Zickenkrieg ist</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/40675/warum-der-streit-zwischen-assange-und-domscheit-berg-kein-zickenkrieg-ist/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40675&amp;md5=09ee1ba7e8d329837a0042d337359cfe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/40675/warum-der-streit-zwischen-assange-und-domscheit-berg-kein-zickenkrieg-ist/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WikiLeaks: Staatsfeind Nr.1</title>
		<link>http://carta.info/36236/wikileaks-staatsfeind-nr-1/</link>
		<comments>http://carta.info/36236/wikileaks-staatsfeind-nr-1/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 23:39:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Assange]]></category>
		<category><![CDATA[Cablegate]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblower]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=36236</guid>
		<description><![CDATA[Die Geheimnisverr&#228;ter zeigen uns, wie die Verh&#228;ltnisse wirklich sind. Manche sehen das ungern. Und manche finden diesen Mut sogar be&#228;ngstigend. Lieber w&#252;rden sie wieder in der Unwahrheit leben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/62783c93598a4808bf5ac8cf7f5ea7d6" alt="" width="1" height="1" />Seit dem 1. Dezember fahndet <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/wikileaks232.html">Interpol</a> nach Julian Assange, dem ‚Kopf der Bande’. Der Buchh&#228;ndler <em>Amazon</em> verbannt die <a href="http://213.251.145.96/">WikiLeaks-Dokumente</a> von seinen Servern, der republikanische US-Abgeordnete Peter King m&#246;chte den Anti-Terror-Kampf am liebsten auf ‚Osama bin Assange’ ausdehnen, der Ex-Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, verlangt die <a href="http://meedia.de/details-topstory/article/us-politiker-fordern-hinrichtung-von-assange_100031873.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&amp;cHash=bc6da9e91a">Hinrichtung</a> der Hochverr&#228;ter, US-Heimatschutz-Senator Joe Lieberman fordert s&#228;mtliche Unternehmen zum Boykott der Whistleblower-Seite auf &#8211; und vom ehemaligen WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg wird (ausgerechnet bei <em>Amazon</em>!) f&#252;r Mitte Januar ein Wikileaks-Enth&#252;llungs-Bestseller <a href="http://www.amazon.de/Inside-WikiLeaks-Daniel-Domscheit-Berg/dp/3430201217">angek&#252;ndigt</a>, der &#8211; passend zum Thema &#8211; in der Blut-klebt-an-Euren-H&#228;nden-Farbe Rot erh&#228;ltlich sein wird.</p>
<p>Die Medien sind nach tagelangem Wikileaks-Palaver gespalten. Da gibt es die Leitmedien, die das Privileg genie&#223;en, die WikiLeaks-Dokumente auswerten, ausw&#228;hlen und ver&#246;ffentlichen zu d&#252;rfen (der <em>Spiegel</em>, dessen Auflage zuletzt schw&#228;chelte, ist sogar in der gl&#252;cklichen Lage, die aktuelle Ausgabe <a href="http://meedia.de/details-topstory/article/spiegel-druckt-wikileaks-heft-nach_100031825.html">nachdrucken</a> zu m&#252;ssen). Zum anderen gibt es die Medien, denen zunehmend klarer wird, dass sie ein trojanisches Pferd in ihre uneinnehmbar erscheinende Medienfestung geholt haben. Und schlie&#223;lich gibt es noch die Medien, deren Leitartikler sowieso lieber Politiker geworden w&#228;ren, weil sie ‚Verbrecherwebsites’ wie WikiLeaks am liebsten ausr&#228;uchern w&#252;rden (wenn sie denn w&#252;ssten, wie man im Internet etwas ausr&#228;uchert).</p>
<p>Auch die Bev&#246;lkerung scheint tief gespalten &#8211; befriedet durch eine immerw&#228;hrende Medien-Schlichtung nach Stuttgarter Vorbild. Nur 31 Prozent der Bev&#246;lkerung sprechen sich laut neuestem <em><a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video818524.html">ARD-Deutschlandtrend</a></em> f&#252;r die Ver&#246;ffentlichung von „vertraulichen Informationen“ aus, 65 Prozent votieren strikt dagegen. Unklar ist, von welchem Wissensstand die Befragten jeweils ausgehen k&#246;nnen, und wie seri&#246;s solche Umfragen sind &#8211; wenn schon in der Fragestellung das Wort „vertraulich“ eher privat konnotiert ist, und wenn selbst eine so staatstragend neutrale Institution wie die <em>20-Uhr-Tagesschau</em> ihre Meldung am <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5907722">Samstagabend</a> mit den Worten beginnt: WikiLeaks sorgt f&#252;r &#196;rger&#8230;</p>
<p>Doch selbst im Netz zeigt man sich in Sachen Whistleblowing auffallend uneins. Wie bei den Themen Google Streetview und Facebook wird von den Kritikern des Geheimnisverrats der Pers&#246;nlichkeitsschutz (gegen jede „totalit&#228;re“ Durchleuchtung) verteidigt; und ein so merkw&#252;rdiger Held wie Julian Assange, der sich in den Medien-Vordergrund spielt (und dessen Charakter man sich aus den Klatschspalten der Mainstream-Medien zusammenreimen muss), l&#246;st per se ein gewaltiges Naser&#252;mpfen aus: „Transparenz einfordern, aber selbst nicht zulassen!“ hei&#223;t der immer aufs Neue erhobene Vorwurf. Aus dieser Erregung spricht gro&#223;e Lauterkeit &#8211; und ebenso gro&#223;e Naivit&#228;t. Denn die Kritiker glauben wohl tats&#228;chlich, ‚Papa Staat’ sei nicht in allen Belangen von &#246;ffentlichem Interesse und d&#252;rfe sich deshalb in seinem gerechten Staats-Zorn auf die Verletzung seiner „Pers&#246;nlichkeitsrechte“ berufen &#8211; oder die Piratenpartei k&#246;nne die Standorte der WikiLeaks-Server aus Transparenzgr&#252;nden in &#246;ffentlicher Abstimmung festlegen.</p>
<p>Die Probleme des Dauer-R&#228;sonnierens &#252;ber WikiLeaks (der neue <em>stern</em>-Titel spricht bereits von einer „Aff&#228;re WikiLeaks“) liegen auf der Hand:</p>
<ol>
<li>Die Politik, die hier „verraten“ wird (Kriegsf&#252;hrung in Afghanistan, Kriegsf&#252;hrung im Irak, strategische US-Diplomatie), k&#246;nnte v&#246;llig in den Hintergrund treten – zugunsten der spannenden Live-Show <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Staatsfeind_Nr._1">„Amerika jagt den Staatsfeind Nr.1“</a></li>
<li>Die k&#252;nftig nicht von der Hand zu weisende Gefahr der Unterwanderung und Benutzung von WikiLeaks durch bestimmte Interessen k&#246;nnte durch die massive Ausgrenzung und Verfolgung der Gruppe erst erm&#246;glicht werden. Aus der Aufkl&#228;rungsmaschine WikiLeaks w&#252;rde dann ein gef&#228;hrliches Instrument zur Versch&#228;rfung von Spannungen.</li>
</ol>
<p>Man darf WikiLeaks deshalb weder &#252;berh&#246;hen noch d&#228;monisieren. Man sollte aber durchaus ein wenig <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jXk_5-fVLuWkU8RYdG3d0YleM6yw?docId=TX-PAR-HCL99">dankbar</a> sein, dass es eine Instanz gibt, die andere in Zukunft etwas weniger forsch, etwas weniger selbstherrlich und etwas weniger pr&#228;potent agieren l&#228;sst &#8211; weil sie f&#252;rchten m&#252;ssen, dass es auffliegt. Die Existenz von WikiLeaks (und m&#246;glichen Nachfolgern) verringert die Ohnmacht der vielen. Nicht nur in oligarchisch organisierten Demokratien, sondern mehr noch in diktatorisch beherrschten L&#228;ndern – wir werden es erleben. (Man stelle sich nur einmal vor, die staatlichen Geheimdokumente der Berliner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wannseekonferenz">Wannseekonferenz</a> &#252;ber die Deportation und Vernichtung der europ&#228;ischen Juden w&#228;ren fr&#252;hzeitig geleakt worden).</p>
<p>Nein, WikiLeaks ist kein Gegenmodell, auch keine Assoziation der Freien und Gleichen, und die Plattform weist keinen Weg in die Zukunft. Denn von der staatlichen und kommerziellen Geheimniskr&#228;merei ist WikiLeaks nur die andere Seite der Medaille.</p>
<p>Die Verr&#228;ter stellen uns aber vor eine unangenehme Situation: Sie liefern die Informationen &#8211; die Konsequenzen m&#252;ssen wir schon selber ziehen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Zur unsicheren Haltung mancher Journalisten in der Causa WikiLeaks hier noch ein <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/themenderwoche/1340024/">Kommentar</a></em><em> von mir im </em><a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/12/11/dlf_20101211_1310_72d4549c.mp3"><em>Deutschlandfunk</em></a><em> (11.12.)</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F36236%2Fwikileaks-staatsfeind-nr-1%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F36236%2Fwikileaks-staatsfeind-nr-1%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/36236/wikileaks-staatsfeind-nr-1/">WikiLeaks: Staatsfeind Nr.1</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/36236/wikileaks-staatsfeind-nr-1/#comments">92 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36236&amp;md5=9b7a212f167937b289b49fb3cae2b2a3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/36236/wikileaks-staatsfeind-nr-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>92</slash:comments>
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/12/11/dlf_20101211_1310_72d4549c.mp3" length="1687552" type="audio/mpeg" />
		</item>
	</channel>
</rss>

