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	<title>CARTA &#187; Matthias Döpfner</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Mathias und seine Meisterin Arianna</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 00:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Bezahlinhalte vs. Vernetzung: Auf einem Medienkongress in Monaco erzielte Arianna Huffington im Schlagabtausch mit Mathias D&#246;pfner einen klaren Punktsieg. "Ubiqit&#228;t ist die neue Exklusivit&#228;t", philosophierte sie &#252;ber die neue die Link-&#214;konomie, w&#228;hrend sich D&#246;pfner &#252;ber "Webkommunisten" beschwerte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/5a57456c51a24873b9a64ee171d8ab97" width="1" height="1" alt=""/><img src="file:///C:/DOKUME%7E1/RML/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot.png" alt="" /></p>
<p>Eine pr&#228;gnantere Inszenierung des ideengeschichtlichen Konflikts zwischen alteurop&#228;ischem Inhalteproduzentenmodell und neuamerikanischem Netzwerkpubliziermodell h&#228;tte man sich kaum ausdenken k&#246;nnen. Gestern Mittag trafen Axel Springer-Chef Mathias D&#246;pfner und Huffington Post-Herausgebern Arianna Huffington auf dem <a href="http://www.monacomediaforum.org/">Monaco Media Forum</a> zusammen.</p>
<p>&#8220;Springer CEO Clashes With Huffington&#8221;, <a href="http://www.businessweek.com/globalbiz/blog/europeinsight/archives/2009/11/monaco_media_fo_2.html">schrieb</a> anschlie&#223;end <em>Business Week</em>. Die Debatte sei kein &#8220;digital media lovefest&#8221; gewesen. DerWesten-Chefredakteurin Kathrina Borchert <a href="http://twitter.com/lyssaslounge/status/5646386588">erkl&#228;rte </a>die zum Teil heftige Auseinandersetzung zu einem &#8220;absoluten Highlight&#8221; weit &#252;ber die Konferenz hinaus.</p>
<p>Mit D&#246;pfner vs. Huffington prallten instruktive Gegens&#228;tze aufeinander. Auf der einen Seite D&#246;pfner, der darauf besteht, dass nur mit Bezahlinhalten und einem &#8220;verl&#228;sslichen Urheberrecht&#8221; in Zukunft &#8220;Qualit&#228;tsjournalismus&#8221; finanzierbar sei. Auf der anderen Seite Arianna Huffington, die daf&#252;r steht, Nachrichten zu &#8220;kuratieren&#8221;, indem sie eigene Redaktionsinhalte, mit Links auf andere Sites und Blog-Beitr&#228;gen kombiniert.</p>
<p>D&#246;pfner und Huffington verk&#246;rpern nicht nur geradezu archetypisch diese Ans&#228;tze, sondern sie sind auch Protagonisten, die sie rhetorisch zu vertreten wissen. Huffington aber war gestern wacher, schneller, gewitzter und nicht geneigt, ihren Standpunkt auch nur einen Millimeter zu r&#228;umen.</p>
<p>Als D&#246;pfner von &#8220;Inhaltediebstahl&#8221; sprach, sprang ihm Huffington ins Wort. Sie bestand darauf, dass ihre Publikation sich strikt an das Urheberrecht halte, noch nie eine Auseinandersetzung dar&#252;ber gef&#252;hrt habe und im Gegenteil st&#228;ndig von klassischen Medien gebeten werde, doch auf diese zu verlinken.</p>
<p>&#8220;Obwohl Sie unglaublich &#252;berzeugend klingen, Herr D&#246;pfner, wird es sich zeigen, dass Sie unglaublich falsch liegen&#8221;, sagte Huffington. &#8220;Sie k&#246;nnen nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen. Und den Fluss, in den Sie steigen m&#246;chten, den gibt es nicht mehr. &#8221;</p>
<p>In einem grandiosen Moment gab Huffington dem Springer-Chef Nachhilfe in der neuen Link-&#214;konomie:  &#8220;Ubiquit&#228;t ist die neue Exklusivit&#228;t.&#8221; Wer im Netz Geld mit Inhalten verdienen wolle, m&#252;sse diese m&#246;glichst umfassend &#252;ber das Netz zu verteilen, wie etwa der Sender NBC mit seiner Video-Einbettung.</p>
<div id="attachment_18156" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/doepfner_huffington4.jpg"><img class="size-medium wp-image-18156" title="doepfner_huffington4" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/11/doepfner_huffington4-300x201.jpg" alt="doepfner_huffington4" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Huffington: &quot;Obwohl Sie unglaublich&#252;berzeugend klingen, Herr D&#246;pfner, wird es sich zeigen, dass Sie unglaublich falsch liegen.&quot;</p></div>
<p style="text-align: left;">Pl&#246;tzlich sah der europ&#228;ische Mathias neben der quirligen Neuamerikanerin Arianna eher alt, verstockt und uninspiriert aus.</p>
<p>Huffington: &#8220;Herr D&#246;pfner, Sie wollen Konsumenten umerziehen, die gerade die neuen M&#246;glichkeiten der Online-Nachrichten entdecken. Das ist anma&#223;end.&#8221;</p>
<p>D&#246;pfner entgegnete, dass ohne Bezahlinhalte hochwertiger Journalismus nicht nachhaltig zu finanzieren sei.  Es k&#246;nne nicht angehen, dass smarte Online-Typen Inhalte stehlen, zitieren (sic!) und vermarkten – ohne sich an der Produktion der teuren Ausgangsinhalte zu beteiligen.  Es sei ein Irrglaube von &#8220;Webkommunisten&#8221;, dass nur dann Demokratie herrsche, wenn alle Inhalte kostenfrei seien.</p>
<p>Im Arianna-Feuer gab sich D&#246;pfner dann auch selbstkritisch: Die Medienkrise sei vor allem auch eine Krise des Journalismus selbst, der h&#228;ufig einfach nicht gut genug sei.</p>
<p>Die eloquente Amerikanerin hatte dann gleich auch die passende Parabel zur Hand, was denn die Online-Medien besser machen w&#252;rden. Klassische Medien, so Huffington w&#252;rden unter &#8220;<em>add</em>&#8221; leiden, <em>attention deficit disorder</em>. Die Online-Medien h&#228;tten dagegen &#8220;<em>ocd</em>&#8220;, <em>obsessive compulsive disorder</em>. Wo klassische Medien Geschichten durchrattern, w&#252;rden Online-Medien Geschichten leidenschaftlich begleiten.</p>
<p>Der Schwergewichtskampf der Medienstrukturlenker D&#246;pfner vs. Huffington ging nach Punkten klar an die amerikanische Online-Pionierin. Amerikanischer Innovationsgeist siegte &#252;ber europ&#228;ischen Gesch&#228;ftsmodellkonservatismus &#8211; und am Ende blieb das Gef&#252;hl, dass es so bleiben k&#246;nnte.</p>
<p>Hier das Video des fulminanten Aufeinandertreffens:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ar6pCxwtUBk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/ar6pCxwtUBk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18142&amp;md5=b3d5a295ff7e1d751a5581c7e4706300" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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