<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; Magna</title>
	<atom:link href="http://carta.info/tag/magna/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 May 2012 10:09:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Opel wird doch nicht verkauft: Ein Desaster f&#252;r die Politik – und gut f&#252;r die Freiheit</title>
		<link>http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/</link>
		<comments>http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 10:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Magna]]></category>
		<category><![CDATA[Opel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17583</guid>
		<description><![CDATA[General Motors beh&#228;lt Opel. Die vermeintliche Alternativlosigkeit des politischen Krisenmanagements wurde dementiert – die deutsche Politik ist zum Opfer ihres eigenen Ehrgeizes geworden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/74c58b6a58f54e418337fc6bde3b67c0" alt="" width="1" height="1" />Erst ja, dann nein, dann wieder ja, nun nein: Die inszenierte Abspaltung, geplante Sanierung und erhoffte Rettung des europ&#228;ischen Autokonzernteils Opel zeigt, was passiert, wenn die Politik betriebswirtschaftliche &#220;berlegungen au&#223;er Kraft setzen will: Es geht schief. Angela Merkel hielt am Dienstag in Washington vor beiden H&#228;usern des Parlaments ihre vielleicht beste Rede. Sie dankte den USA f&#252;r die deutsche Einheit. Kurze Zeit sp&#228;ter kassierte sie genau dort die erste dicke Niederlage ihrer neuen Kanzlerschaft. General Motors, ein Unternehmen, an dem die US-Regierung beteiligt ist, beh&#228;lt Opel nun doch. Gegen den erkl&#228;rten Willen der vereinten deutschen Politik.</p>
<p>Opel sollte auf Teufel komm raus aus dem Niedergang des amerikanischen Mutterunternehmens General Motors herausgehalten werden. Deshalb gab es staatliche B&#252;rgschaften, Kreditlinien und die Zusage, den Umbau zu finanzieren – und die Entscheidung, Opel an das &#246;sterreichisch-kanadisch-russische Konsortium um Magna weiterzugeben. So wollte es die hessische Landesregierung, in deren Gebiet R&#252;sselsheim liegt. So wollte es Nordrhein-Westfalen. Opel ist einer der gr&#246;&#223;ten Arbeitgeber im Ruhrgebiet. Und so wollte es auch die Bundesregierung. Sie wollte vor den Bundestagswahlen keine schlechten Nachrichten. Nur die USA, die wollten etwas anderes.</p>
<p>Der Preis ist immens: Die Deutschen mussten sich von den USA den Takt diktieren lassen, die Geldsummen, die bezahlt werden mussten, das Management, das sanieren sollte. Ein Jahr lang lie&#223;en sich Deutschlands Krisenpolitiker immer wieder vorf&#252;hren. Und das alles nur, weil Deutschland Opel retten und an Magna vergeben wollte? Nein. Das alles, weil die deutsche Politik zu Beginn dieses Jahres im „Unser-Handeln-ist-alternativlos&#8221;-Modus war. Das politische Denken in der akuten Phase der Weltwirtschaftskrise lie&#223; kein alternatives Szenario zu. Weder f&#252;r Opel eine ordentliche Insolvenz, noch ein anderes Szenario als die fortgesetzte Rettung der <em>Hypo Real Estate</em>, noch etwas anderes als die St&#252;tzung der anderen Banken.</p>
<p>Wer sich aber das Denken in Alternativen verbietet, wird schnell zum Opfer. Wer glaubt, alles steuern zu k&#246;nnen und zu m&#252;ssen, verliert den freien Blick. Genau das ist jetzt passiert. Die Bundes- und die Landesregierungen wurden das Opfer ihres Ehrgeizes, ihrer Heilsversprechen und ihres Eifers, auch da zu l&#246;schen, wo es nicht zwingend war. Recht so.<br />
Und Opel? Es ist l&#228;ngst nicht ausgemacht, dass die Firma mit Magna gl&#252;cklich geworden w&#228;re. Genau so wenig, wie feststeht, dass sie bei GM ungl&#252;cklich bleibt.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17583%2Fopel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17583%2Fopel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/">Opel wird doch nicht verkauft: Ein Desaster f&#252;r die Politik – und gut f&#252;r die Freiheit</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/#comments">7 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17583&amp;md5=812eef215e3a0d93d1096caef9e92631" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Opel: Rettungskonstruktion mit Risiko</title>
		<link>http://carta.info/14712/opel-magna-finanzkonstruktion/</link>
		<comments>http://carta.info/14712/opel-magna-finanzkonstruktion/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 12:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans F. Bellstedt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Magna]]></category>
		<category><![CDATA[Opel]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsplan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14712</guid>
		<description><![CDATA[Bilanztechnisch k&#246;nnte der Magna/Sberbank-Deal dem Autobauer den Todessto&#223; versetzen. Magna h&#228;lt sich mit Staatshilfe &#252;ber Wasser, vor der Wahl aber werden die Finanzierungsfragen wohl weiter offen bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/bf63a8694000db5ed47dfd53e2f88d" alt="" width="1" height="1" />Das Delikate an dem Opel-Deal, der am 10. September verk&#252;ndet wurde, ist die Finanzkonstruktion, auf dem er basiert: Das Gesch&#228;ft kann nur zustande kommen (unterzeichnet ist es ja noch nicht), weil der Staat Kreditzusagen im Gesamtumfang von 4,5 Mrd Euro gibt. Die Bundesregierung steht bereit, einen Teil dieser Summe zu garantieren. Aber auch die &#252;brigen EU-L&#228;nder mit Opel-Standorten sollen b&#252;rgen. Ob sie das tun werden, ist v&#246;llig offen. Die R&#252;ckzahlungsdauer f&#252;r die Staatskredite soll f&#252;nf Jahre betragen. Damit der Staat sein Geld auch tats&#228;chlich bekommt, sollen mindestens 30 Prozent des Nettogewinns, den Opel erwirtschaftet, f&#252;r Zins und Tilgung der Kredite verwendet werden.</p>
<p>Nettogewinn? Allein diese Klausel kann man angesichts eines Opel-Vorsteuerverlusts von voraussichtlich 2,4 Milliarden Euro im laufenden Jahr nur als k&#252;hn bezeichnen. Verbessert sich die Einnahme- und damit die Ertragssituation von Opel nicht signifikant, dann m&#252;ssen bald weitere Bankkredite aufgenommen werden, um &#252;berhaupt nur die Zinsen auf die Milliardenschuld zahlen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Bilanztechnisch betrachtet, stellt sich Opel mit der jetzt angestrebten L&#246;sung also keinen Deut besser, als wenn der Finanzinvestor Ripplewood das Rennen gemacht h&#228;tte. Ripplewood h&#228;tte, wie jeder Finanzinvestor, Opel mit Schulden &#252;berh&#228;uft, unter deren Last das Unternehmen jahrelang gest&#246;hnt h&#228;tte. Die Magna/Sberbank/GAZ-L&#246;sung l&#228;uft letztlich auf dasselbe hinaus: Durch den Milliarden-Kredit der &#246;ffentlichen Hand geht „New Opel“ mit einer Schuldenlast an den Start, die aus dem Cash-Flow des hochdefizit&#228;ren Unternehmens auf Jahre nicht zu bedienen sein wird – ein leider allzu vertrautes Ph&#228;nomen, welches wir von ProSieben-SAT1/SBS ebenso „gut“ kennen wie von vielen anderen Transaktionen. Fremdfinanzierte &#220;bernahmen, bei denen die Verbindlichkeiten sogleich auf die Bilanz des Kaufobjekts abgew&#228;lzt werden, waren bislang – zumal in Niedrigzinsjahren &#8211; das Wesensmerkmal des Private-Equity-Gesch&#228;fts. Nun erleben wir etwas &#196;hnliches – diesmal mit Public Equity. Holzmann l&#228;sst – hoffentlich nicht – gr&#252;&#223;en.</p>
<p>Heiligt wenigstens der Zweck die Mittel? Geht es hier nicht um die Rettung von 50 000 Arbeitspl&#228;tzen und vielen weiteren tausend in der Zulieferindustrie? Nat&#252;rlich geht es das – &#252;brigens nicht zuletzt beim scheinbaren Sieger Magna, dessen eigentliches Motiv doch darin besteht, einen seiner wichtigsten Abnehmer (und damit sich selbst) mit staatlicher, also Steuerzahlers Hilfe &#252;ber Wasser zu halten. Davon abgesehen, weiss jedoch niemand, ob durch die jetzt getroffene Vorvereinbarung auch nur ein einziger Arbeitsplatz nachhaltig gerettet wurde. Das Beispiel Philipp Holzmann lehrt, dass der faktische Einstieg des Staates in ein marodes Unternehmen nur noch die letzte Etappe auf dem Weg in die Totalliquidation bedeuten kann. Dann aber werden auch der letzte Job, die letzte Werkbank und das letzte rote Backsteintor in den Schlund gerissen. Bis zum Wahlabend mag der Vorhang vor dem Opel-St&#252;ck jetzt erst einmal geschlossen bleiben. Dahinter aber sind fast alle Fragen offen. Vor allem Finanzierungsfragen.</p>
<p><em>Ebenfalls zum Thema auf Carta: <a href="http://carta.info/14641/opel-entscheidung/">Opel: das deutsche Wahlspektakel</a>, von Ursula Weidenfeld.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14712%2Fopel-magna-finanzkonstruktion%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14712%2Fopel-magna-finanzkonstruktion%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/14712/opel-magna-finanzkonstruktion/">Opel: Rettungskonstruktion mit Risiko</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/14712/opel-magna-finanzkonstruktion/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=14712&amp;md5=9302ae36ec0c0eff21aa37a9dc6285f7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/14712/opel-magna-finanzkonstruktion/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

