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	<title>CARTA &#187; Lobbying</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Lobby, Hektik und Symbolpolitik: Es gibt zu viele schlechte Gesetze</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 13:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Lange</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wachstumsbeschleunigungsgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Qualit&#228;t deutscher Gesetze ist mangelhaft: Viele sind handwerklich misslungen, die Regierung peitscht immer mehr von ihnen durchs Parlament – ohne ihre Folgen wirklich absehen zu k&#246;nnen. Eine Hysterisierung der Medien leistet zudem ihren Beitrag: Die Medien machen Druck, die Politik beugt sich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/0f4d00c40cb44975a4dbc44bc481db01" alt="" width="1" height="1" />Als der Finanzausschuss des Bundestags &#252;ber das Wachstumsbeschleunigungsgesetz beriet, lud er im November 16 Sachverst&#228;ndige zur &#246;ffentlichen Anh&#246;rung. Sie diskutierten den Gesetzentwurf mit den Abgeordneten – und nahmen auch Stellung zu der darin enthaltenen Mehrwertsteuer-Erm&#228;&#223;igung f&#252;r Hoteliers: Es liege wohl eher ein „Subventionswachstumsbeschleunigungsgesetz“ vor, meinte ein Wirtschaftsprofessor, die Verg&#252;nstigung sei jedenfalls „aus steuersystematischen Gr&#252;nden nicht zu rechtfertigen“. Und der Vertreter des Steuerberaterverbands beklagte, dass der Steuernachlass dem B&#252;rokratieabbau entgegenstehe, da er die Abrechnung f&#252;r Hoteliers doch arg verkompliziere.</p>
<p>Am Ende sprachen sich 15 der 16 Sachverst&#228;ndigen dagegen aus, und nur die Vertreterin des Deutschen Hotel- und Gastst&#228;ttengewerbes fand sie, nicht g&#228;nzlich &#252;berraschend, gut.</p>
<p>Und dennoch: Gegen den Rat der Experten beschloss der Bundestag dann im Dezember das Geschenk an die Hoteliers, das volkswirtschaftlich sinnlos ist; wenige Monate, nachdem die Gro&#223;e Koalition per Grundgesetz&#228;nderung die Schuldenbremse eingef&#252;hrt hatte. Trauten die Koalitions-Abgeordneten im Ausschuss sich nicht, vom Kurs ihrer Regierung abzuweichen? <strong>Ging die Koalitionsr&#228;son &#252;ber die Vernunft?</strong> Dann l&#228;uft wom&#246;glich etwas schief beim deutschen Gesetzgeber.</p>
<p>„Wir machen zu viele und qualitativ zu schlechte Gesetze“, konstatiert der Hamburger Rechtsprofessor Ulrich Karpen, der fr&#252;her Abgeordneter der Hamburgischen B&#252;rgerschaft war. „Gesetzesvorhaben werden zu oft in gro&#223;er Hektik durch das Parlament gejagt“, sagt er. Mit einer Arbeitsgruppe der Universit&#228;t Hamburg hatte er die in den ersten beiden Jahren der Gro&#223;en Koalition (2005 bis 2007) entstandenen Rechtsnormen systematisch untersucht, insgesamt 198 Gesetze und 500 Verordnungen.</p>
<p>Die Ergebnisse waren nicht schmeichelhaft f&#252;r Parlament und Regierung: Danach verursachten &#252;ber drei Viertel der Gesetze neue B&#252;rokratiekosten f&#252;r Unternehmen, weil sie diesen Informations- und Meldepflichten auferlegten. Fast 60 Prozent der Gesetze seien nach kurzer Zeit wieder ge&#228;ndert worden, und ebenfalls knapp 60 Prozent h&#228;tten weitere Regelungen notwendig gemacht. Die H&#228;lfte der Texte sei &#252;berdies sprachlich unverst&#228;ndlich gewesen.</p>
<p><strong>Normenkontrollrat: Politiker nutzen Empfehlung nur, wenn sie ihnen passt</strong></p>
<p>So vernichtend die Ergebnisse der Hamburger Studie auch sind: Die Politik ist sich des Qualit&#228;tsproblems zumindest bewusst. So installierte die Gro&#223;e Koalition im August 2006 – per Gesetz – den Normenkontrollrat, ein beim Bundeskanzleramt angesiedeltes Gremium, das ermittelt, in welchem Ma&#223;e durch neue Gesetze B&#252;rokratiekosten entstehen, die die Wirtschaft belasten.</p>
<p>Bleibt allerdings ein Haken: Die Empfehlungen sind nicht bindend, der Rat hat keine eigenen Kompetenzen im Gesetzgebungsprozess und kein Politiker wird sich an sie halten, wenn es ihm politisch nicht gerade in den Kram passt.</p>
<p>Oft fehlt der politische Wille, neue, einfachere Regeln zu schaffen. <strong>„Wir haben die F&#228;higkeit zur Kodifikation verloren“</strong>, sagt der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende G&#252;nter Krings, der auch Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Gesetzgebung ist. „In der Gro&#223;en Koalition h&#228;tten wir nicht nur ein Umweltgesetzbuch, sondern auch ein neues Arbeitsvertragsrecht schaffen k&#246;nnen.“</p>
<p>Seit den 20er Jahren diskutieren Politiker und Wissenschaftler in Deutschland dar&#252;ber, das zersplitterte Arbeitsrecht zu vereinfachen. Auch Willy Brandt hatte in seiner ersten Regierungserkl&#228;rung angek&#252;ndigt, dieses „in einem Arbeitsgesetzbuch zusammenzufassen“. Ohne greifbare Folgen. In den 70er Jahren setzte die Bundesregierung noch einmal eine Kommission ein, die sie sp&#228;ter wieder aufl&#246;ste.</p>
<p>Zuletzt wollte die Bertelsmann-Stiftung die Diskussion wieder anschieben und beauftragte im Jahr 2005 die K&#246;lner Rechtsprofessoren Martin Henssler und Ulrich Preis, einen Entwurf f&#252;r ein Arbeitsvertragsgesetz zu erarbeiten. Sieben andere Gesetze h&#228;tte dieser &#252;berfl&#252;ssig gemacht, und die beiden Juristen erhielten daf&#252;r den „Preis f&#252;r gute Gesetzgebung“ der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Gesetzgebung.</p>
<p>Doch obwohl Politiker aller Parteien eine Neuregelung bef&#252;rworteten, f&#252;rchteten offenbar zu viele, den Interessen ihrer jeweiligen Klientel nicht gerecht werden zu k&#246;nnen – schlie&#223;lich w&#252;rde ein solches Gesetz Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen in hohem Ma&#223;e ber&#252;hren. Am Ende fehlte es am politischen Willen – oder am Mut. Krings: „Um langfristig klare und eindeutige Gesetze zu bekommen, m&#252;ssen wir es auch einmal aushalten k&#246;nnen, dass bestimmte Regelungen kurzfristig als ungerecht empfunden werden.“</p>
<p><strong>150 Interessenvertreter f&#252;r ein Gesetz</strong></p>
<p>Dass ein Gesetzentwurf unver&#228;ndert ins Bundesgesetzblatt gelangt, ist aber ohnehin Utopie. Im Laufe eines Gesetzgebungsprozesses ergeben sich immer wieder teils drastische &#196;nderungen, u.a. auch wegen der Beteiligung von Interessengruppen. Schon im Stadium des Referentenentwurfs werden Gesetze von den Ministerien mit der Bitte um Stellungnahme an Verb&#228;nde geschickt. Brigitte Zypries berichtet, sie habe sich als Justizministerin einmal erkundigt, wen ihre Mitarbeiter zu einem bestimmten Entwurf angeh&#246;rt hatten: Zu ihrem Erstaunen waren es ganze 150 Verb&#228;nde. Das sei aber nur konsequent, findet die Sozialdemokratin: „Wenn man Gesetze im Konsens machen will, ist es vern&#252;nftig, so zu verfahren.“</p>
<p>Der Einfluss von Interessenvertretern geht manchen Politikern jedoch zu weit. So treibt den SPD-Bundestagsabgeordneten Marco B&#252;low seit langem der Einfluss der Lobby um. Besonders die <strong>„Profitlobby“</strong> – also die Vertreter m&#228;chtiger Unternehmen – schaffe es, Gesetze in ihrem Sinne zu beeinflussen, sagt der Dortmunder, der sich mit regelm&#228;&#223;iger Kritik an der politischen Kaste auch in der eigenen Fraktion nicht nur Freunde gemacht hat – zuletzt mit seinem Buch „Wir Abnicker“.</p>
<p>„Wer &#252;ber die gr&#246;&#223;ten Ressourcen verf&#252;gt, setzt sich durch“, sagt B&#252;low. So k&#246;nnten Nichtregierungsorganisationen mit den personell und finanziell gut ausgestatteten Hauptstadtrepr&#228;sentanzen von gro&#223;en Unternehmen kaum mithalten. Aber auch die Abgeordneten h&#228;tten angesichts einer solchen &#220;bermacht Probleme, Schritt zu halten. „Wir haben nur ein kleines Budget f&#252;r Mitarbeiter, so dass die eigentliche wissenschaftliche Arbeit zu kurz kommt.“ Da die Ministerien und Aussch&#252;sse zu einem Gro&#223;teil eben Interessenvertreter als Experten anh&#246;ren, m&#252;ssen die Parlamentarier sich oft auf die Zahlen und Studien verlassen, die diese vorlegen. „Wir sollten den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags ausweiten oder st&#228;rker auf Kooperationen mit Hochschulen setzen“, schl&#228;gt B&#252;low vor.</p>
<p>Berthold Welling sieht die Beteiligung der Interessenvertreter im Gegensatz zu Marco B&#252;low eher als hilfreich an – kein Wunder, er ist selbst einer. Welling ist Leiter der Abteilung Steuern und Finanzpolitik beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Das Fachliche, die Suche nach zweckm&#228;&#223;igen L&#246;sungen m&#252;sste beim Austausch zwischen Politik und Interessenvertretern im Vordergrund stehen, sagt der Lobbyist. Welling – der &#252;brigens einer der 15 Experten ist, die bei der Anh&#246;rung im Finanzausschuss die Hotelier-Subvention ablehnten – sieht die Gefahren woanders: n&#228;mlich da, wo die Politik sich zu Aktionismus verleiten lasse.</p>
<p><strong>„Florida-Rolf“ l&#228;sst gr&#252;&#223;en</strong></p>
<p>Nicht selten ist es der Zweck von Gesetzen, zu demonstrieren: „Wir tun was.“ Und dann tritt ein anderer Spieler auf den Plan, mit dem die Politik eine wechselseitige Abh&#228;ngigkeit verbindet: die Medien. Der Einfluss von Zeitung, Internet und Fernsehen auf die Gesetzgebung ist nicht zu untersch&#228;tzen.</p>
<p>So &#228;nderte die rot-gr&#252;ne Koalition 2003 die Regeln f&#252;r den Bezug von Sozialhilfe im Ausland, weil die „Bild“-Zeitung einen gewissen „Florida-Rolf“ entdeckt hatte, der auf Kosten des deutschen Steuerzahlers in dem amerikanischen Sonnenstaat lebte. „Bild“ prangerte den Fall von „Schmarotzertum“ publikumswirksam an. Da die rot-gr&#252;ne Regierung in eben jener Zeit dazu ansetzte, Ausw&#252;chse des Sozialstaats zu beschneiden, war das Timing der Zeitung perfekt.</p>
<p>Dass der Staat infolge des versch&#228;rften Gesetzes vielen der damals knapp 1000 Sozialhilfeempf&#228;ngern im Ausland einen Umzug nach Deutschland und sp&#228;ter die hierzulande h&#246;heren Lebenshaltungskosten zahlen musste – denn kaum einer lebte in Florida, viele aber in Polen –, das bedachten Regierung und Parlamentarier anscheinend nicht. Die Medien machten Druck, die Politiker beugten sich.</p>
<p>„Wenn einer Schlagzeile in der ,Bild‘ schon eine Gesetzes&#228;nderung folgt, dann stimmt etwas nicht“, meint Heribert Prantl, Innenpolitikchef der „S&#252;ddeutschen Zeitung“. Dann n&#228;mlich, so Prantl, betreibe der Gesetzgeber reine <strong>„Symbolpolitik“</strong>. Doch er f&#252;gt hinzu: „Wir Journalisten m&#252;ssen uns auch an die eigene Nase fassen. Wir fordern von den Politikern t&#228;glich schnelles Handeln und beklagen dann, dass es zu viele Gesetze gibt.“ <strong>Die „Hysterisierung der Medien“ habe insbesondere in Fragen der inneren Sicherheit dazu gef&#252;hrt, dass wir es mit einer „st&#228;ndigen Ausnahmegesetzgebung“ zu tun h&#228;tten.</strong> „Das Bundesverfassungsgericht kommt mit der Korrektur kaum noch nach“, sagt der regelm&#228;&#223;ig mit rechtspolitischen Fragen befasste Journalist.</p>
<p>Hysterisch geht es im politischen Berlin derzeit ohnehin zu, in diesen Tagen, in denen ein Krisenpaket das n&#228;chste jagt. Als der Bundestag im Mai &#252;ber das Euro-Rettungsgesetz diskutierte, da h&#228;tte der Beobachter einen Moment lang meinen k&#246;nnen, es sei um die Arbeit des Deutschen Bundestags bestens bestellt, lieferten sich Regierung und Opposition im Plenum doch eine engagierte Redeschlacht. Weil aber die Bundesregierung das Euro-Rettungspaket so schnell durch den Bundestag peitschte, dass sich kaum ein Abgeordneter &#252;ber dessen Folgen klar werden konnte, drehte die Debatte sich auch um die Frage, <strong>ob das Parlament bei einem solchen Verfahren &#252;berhaupt „noch ein Parlament sei“</strong>, wie es der rechtspolitische Sprecher der Gr&#252;nen, Wolfgang Wieland bezweifelte.</p>
<p>Und der schwerste Mangel, den ein Gesetz &#252;berhaupt haben k&#246;nnte, w&#228;re in der Tat der: dass es nicht mehr demokratisch ist.</p>
<p><a href="http://www.politik-kommunikation.de/magazin/Schlechte-Politik/76"><img class="alignleft size-full wp-image-30612" title="pk-deckblatt" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/07/pk-deckblatt.jpg" alt="" width="110" height="156" /></a><br />
<em>Sebastian Lange ist Chefredakteur des Fachmagazin <a href="http://www.politik-kommunikation.de/magazin/Schlechte-Politik/76">&#8220;politik &amp; kommunikation&#8221;</a>, wo auch dieser  Text in einer l&#228;ngeren Fassung erschienen ist. Abo-Infos <a href="http://shop.helios-repository.com/index.php?site=showProducts&amp;webID=22&amp;productID=14">hier</a>.</em><span style="color: #ffffff;"><em>.</em></span></p>
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		<title>Die Initiative Neue Soziale Journalistenwirtschaft</title>
		<link>http://carta.info/12327/insm-deutschlandreise/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Schächtele</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Lobbyorganisation INSM l&#228;dt Journalisten auf eine Deutschlandreise ein, um sie vor den PR-Karren zu spannen. Sie kann sich das miserable Honorarniveau bei deutschen Medienunternehmen zunutze machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a92b159bb714f70b17c1ae46edbacd" width="1" height="1" alt=""/>Es kommt in diesen Tagen nicht oft vor, dass man als freier Journalist einen Anruf bekommt und jemand sagt: „Haben Sie Interesse, f&#252;r uns einen Monat lang durch Deutschland zu reisen und sich mit den Leuten &#252;ber unsere Marktwirtschaft zu unterhalten? Ein Fernsehteam wird Sie begleiten, Sie berichten &#252;ber Ihre Interviews auf einer eigenen Internet-Seite, Ihre St&#252;cke werden in renommierten Bl&#228;ttern abgedruckt, und vielleicht kommen Sie auch ins Fernsehen.“</p>
<p>Wow, denkt man sich, hat da etwa ein gro&#223;es Medienhaus beschlossen, mit einem sch&#246;nen Projekt zu zeigen, dass Journalismus gerade in Zeiten der Krise so etwas wie Orientierung bieten kann?</p>
<p>N&#246;, leider nicht. Hinter dem Projekt steckt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanzierten Lobbyorganisation. Mit einem Jahresetat von etwa zehn Millionen Euro versucht sie, ein neoliberales Wirtschaftsklima zu schaffen: flexibler Arbeitsmarkt, weniger Staat, mehr Eigenverantwortung. Das Projekt „Deutschland 24/30“, f&#252;r das insgesamt drei Journalisten gesucht wurden, ist eine Art Roadshow des Wirtschaftswandels (Lobbycontrol hat dazu gestern eine <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/07/insm-kampagne-deutschland-2430/">Pressemitteilung</a> verschickt). Als Interviewpartner stehen nicht nur der Mann und die Frau von der Stra&#223;e zur Verf&#252;gung, sondern auch die <a href="http://www.angela-merkel.de/">Frau</a> aus dem Kanzleramt, der <a href="http://www.deutsche-bank.de/de/content/company/vorstand.htm">Mann</a> aus dem Chefb&#252;ro der Deutschen Bank und der <a href="http://www.bildblog.de/3189/bildblog-trifft-kai-diekmann/">Mann</a> aus der Bild-Chefredaktion. Das Honorar f&#252;r jeden der drei Journalisten soll zwischen 6000 und 7000 Euro liegen.</p>
<div id="attachment_12334" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.flickr.com/photos/wecand/2736835102/"><img class="size-full wp-image-12334" style="border: 1px none; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="insm-m" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/insm-m2.jpg" alt="insm-m" width="600" height="395" /></a><p class="wp-caption-text">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: &quot;Vielleicht kommen Sie auch ins Fernsehen.&quot; (Fotocollage: wecand/ Carta)</p></div>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Damit kommt jeder der drei, wenn wir eine F&#252;nf-Tage-Woche zugrunde legen, auf ein Honorar von mindestens 300 Euro am Tag. Damit liegen sie im Durchschnitt, es gibt auch jetzt noch freie Journalisten, die zu Produktionsschichten in Redaktionen geholt werden, deren Tagess&#228;tze deutlich dar&#252;ber liegen. Es gibt aber auch genug Redaktionen, die einen Tagessatz von 150 Euro f&#252;r vollkommen okay halten. Auch in renommierten Verlagen. Im Arbeitgeberverband Gesamtmetall genie&#223;en freie Journalisten offenbar ein h&#246;heres Ansehen als bei Holtzbrinck, Springer oder Gruner und Jahr.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Man k&#246;nnte aber auch sagen: Die freie Wirtschaft macht sich das miserable Honorarniveau in deutschen Medienunternehmen zunutze und spannt freie Journalisten vor ihren Karren.</strong></p>
<p>Und so wie es aussieht, wird sich daran auf absehbare Zeit nichts &#228;ndern. Gespr&#228;che mit Verantwortlichen aus Redaktionen und Verlagen &#252;ber die Situation freier Journalisten f&#252;hren immer zum selben Ergebnis. Die Argumentationslinie lautet: Freie Journalisten befinden sich auf einem Markt, in dem sich der Preis aus Angebot und Nachfrage ergibt. Wer nicht in der Lage ist, mit seiner Arbeit h&#246;here Preise zu erzielen, hat offenbar auch nicht die entsprechenden F&#228;higkeiten. Dass es zwischen Verlagen und freien Journalisten l&#228;ngst ein strukturelles Ungleichgewicht gibt, dass dieser Markt deshalb l&#228;ngst nicht mehr funktioniert und mit der finanziellen Ausstattung der freien Journalisten der Journalismus insgesamt in Gefahr ger&#228;t, weil seine Unabh&#228;ngigkeit auf dem Spiel steht – solche Argumente perlen an den Verantwortlichen ab wie Regentropfen an einer Fensterscheibe. Nein, nein, jeder freie Journalist muss selbst zusehen, dass er mit seiner Arbeit genug erwirtschaftet. Es tut uns leid, wir k&#246;nnen nichts f&#252;r Sie tun.</p>
<p>Damit wir uns nicht falsch verstehen: Auch wir freie Journalisten verstehen uns als Unternehmer, die sich auf einem Markt bewegen. Auch wir wissen, dass gute Arbeit die Voraussetzung f&#252;r gute Honorare ist. Diese Herausforderung nehmen wir an, deshalb haben wir uns ja entschieden, frei zu arbeiten. Doch wer argumentiert, dass freie Journalisten eben genau so viel verdienen, wie sie verdienen, verkennt die Realit&#228;t: Freie Journalisten haben im Moment nicht damit zu k&#228;mpfen, dass ihre Arbei nicht gut genug w&#228;re, sondern damit, dass der Markt versagt. Und das bedroht nicht nur das Gesch&#228;ftsmodell von freien Journalisten, sondern auch ein Gesellschaftsmodell, das unter anderem auf einer unabh&#228;ngigen Presse basiert: Immer mehr Freie &#252;bernehmen immer mehr Arbeit, weil die Redaktionen in den letzten Jahren immer weiter ausged&#252;nnt wurden. Die Verantwortlichen nehmen stillschweigend in Kauf, dass die Freien wegen der miserablen Honorare ihr Geld andernorts verdienen, <a href="http://carta.info/11923/betrug-am-leser-boulevard-pressefreiheit/">zum Beispiel in der PR</a>, deren Inhalte in den medialen Markt zur&#252;ckflie&#223;en. Irgendwann wird sich so kein Leser mehr darauf verlassen k&#246;nnen, dass das, was in der Zeitung steht, das ist, was ein Journalist wirklich denkt – und nicht das, was ihm der eingefl&#252;stert hat, der daf&#252;r viel Geld bezahlt hat.</p>
<p>Vielleicht sollte ich einen Monat lang durch Deutschland reisen, um mich mit den Leuten &#252;ber die Situation des Journalismus in Deutschland zu unterhalten. Dabei w&#252;rden mit Sicherheit spannende Gespr&#228;che entstehen – es wird nur keiner das Honorar daf&#252;r bezahlen wollen.</p>
<p><em><a href="http://www.freischreiber.de/home/die-initiative-neue-soziale-journalistenwirtschaft">Dieser Beitrag</a> erschien zuerst bei <a href="http://www.freischreiber.de/">Freischreiber</a>. Wir &#252;bernehmen ihn mit freundlicher Genehmigung des Autors.</em>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau IV</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 17:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal mit: TV-Politmagazine, das Recherchenetz "Pro Publica", NRW-Regierungssprecher gegen Kritik an WAZ, Bespitzelungen bei der Deutschen Bank, der Siemens-Skandal und mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/b28ec6dc4e7d3394e85ac3fdd8828c" alt="" width="1" height="1" /><strong>Presseschau vom 1. bis zum 15. Juli 2009</strong></p>
<p>Mit der Bedeutung und Rolle der Politmagazine im Fernsehen besch&#228;ftigt sich der <a href="http://www.merkur.de/2009_27_Unter_Artenschutz.35536.0.html" target="_blank">Rheinische Merkur</a>. Um die Politmagazine geht es auch in einem Interview mit der Moderatorin des RBB-Magazins &#8220;Kontraste&#8221;, Astrid Frohloff, im <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Astrid-Frohloff;art15532,2842141" target="_blank">Tagesspiegel</a>.</p>
<p>Der <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/994062/" target="_blank">Deutschlandfunk</a> und das Magazin <a href="http://www.bpb.de/files/JQ6L4P.pdf" target="_blank">fluter</a> stellen eine neue Form des investigativen Journalismus vor, das US-amerikanische Recherchenetz &#8220;Pro Publica&#8221;. Die Verlegerin der Washington Post, legend&#228;r geworden durch die Watergate-Enth&#252;llung, wollte Lobbyisten f&#252;r bis zu 25.000 US-Dollar zu einem &#8220;Off-the-record-Dinner&#8221; in ihr Privathaus einladen, beleuchtet <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/696/479190/text/" target="_blank">sueddeutsche.de</a>.</p>
<p>G&#252;nter Wallraff wirft dem Springer-Verlag in einem Interview mit dem <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/993659/" target="_blank">Deutschlandradio</a> vor, mit seinem angek&#252;ndigten &#8220;Springer-Tribunal&#8221; die Geschichte verf&#228;lschen zu wollen.</p>
<p>Wie sich der D&#252;sseldorfer Regierungssprecher beim &#8220;Focus&#8221; f&#252;r die WAZ-Gruppe einsetzte, enth&#252;llte der <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Bodo-Hombach-Helmut-Markwort-WAZ-Gruppe-Hans-Dieter-Wichter%3Bart15532,2846976" target="_blank">Tagesspiegel</a>. Das damit zusammenh&#228;ngende Schreiben ver&#246;ffentlichte der <a href="http://www.duesseldorf-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/wichertmarkwort.pdf" target="_blank">D&#252;sseldorf Blog</a> exklusiv. In der Debatte um die Nebent&#228;tigkeiten von Fernsehmoderatoren hie&#223; es, der RTL-Nachrichtenchef Peter Kloeppel lehne es grunds&#228;tzlich ab, auf Veranstaltungen f&#252;r die Wirtschaft zu moderieren.  Dass er dies doch getan hat, unter anderem f&#252;r die Bertelsmann-Stiftung, schreibt die <a href="http://www.nw-news.de/owl/kultur/3025918_Kloeppels_Auftritte_in_Guetersloh.html" target="_blank">Neue Westf&#228;lische</a>.</p>
<p>Mitarbeiter der GTZ sollen afghanischen Unternehmen gegen Geld Bauauftr&#228;ge zugeschanzt haben, so die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0709/seite3/0015/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a>.</p>
<p>Dass der krebserregende Stoff Asbest keinesfalls der Vergangenheit angeh&#246;rt und von den Beh&#246;rden str&#228;flich vernachl&#228;ssigt wird, hat das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2009/panoramadiereporter118.html" target="_blank">Panorama</a> herausgefunden.</p>
<p>Die Spiegel-Geschichte &#252;ber die Bespitzelung von Vorst&#228;nden, Aufsichtsr&#228;ten und einem Aktion&#228;r bei der Deutschen Bank l&#228;sst sich auch bei <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,634520,00.html#ref=nldt" target="_blank">Spiegel Online</a> nachlesen. Der <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/qualitaet-der-bahnhoefe-verkehrsministerium-hat-getrickst_aid_414334.html" target="_blank">Focus</a> berichtet, dass das Verkehrsministerium den Bundestag &#252;ber die Erreichung der &#8220;Qualit&#228;tsziele&#8221; bei der Deutschen Bahn hinters Licht gef&#252;hrt haben soll. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/256/480734/text/" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> konnte Einblick in das Protokoll eines geheimen Treffens zwischen den Anw&#228;lten fr&#252;herer Siemens-Chefs und dem Konzern nehmen, in dem es um m&#246;glichen Schadenersatz im Zusammenhang mit der Korruptionsaff&#228;re ging. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/808/479301/text/" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> besch&#228;ftigt sich auch neuen Ermittlungen im Siemens-Skandal gegen den fr&#252;heren Siemens-Manager Michael Christoforakos. Mit den Aussagen von Christoforakos vor deutschen Ermittlern befasst sich auch der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,634288,00.html" target="_blank">Spiegel</a> in seine aktuellen Ausgabe. Erstaunlicherweise ist Christoforakos im Spiegel ein &#8220;Deutsch-Grieche&#8221;, in der &#8220;SZ&#8221; aber &#8220;der Grieche&#8221;.</p>
<p>Wie man sich als Apotheker ein sch&#246;nes Zusatzgesch&#228;ft schaffen kann, indem man statt einer 60er-Packung vier 15er-Packungen eines Medikaments verkauft, hat <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-apotheke-abrechnungstricks-ID1246877045656.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a> aufgedeckt. <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-aufreger-bauern-ID1246878453437.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a> fand auch heraus, dass mit Agrarsubventionen Dorfpl&#228;tze versch&#246;nert und Stra&#223;en gepflastert werden.</p>
<p>Mit der Person von Finanzstaatssekret&#228;r J&#246;rg Asmussen befasst sich ebenfalls <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-krisenmanager-asmussen-ID1246612708714.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a>. Dabei erf&#228;hrt man unter anderem, dass Amussen sich &#8220;Mitarbeiter aus der Finanzlobby ins Ministerium&#8221; geholt hat. Im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,634279,00.html" target="_blank">Spiegel</a> ist zu lesen, dass das Verteidigungsministerium wegen umstrittener Bonus-Zahlungen an Manager bei einem Gemeinschaftsprojekt unter Siemens-Beteiligung unter Beschuss ger&#228;t.</p>
<p>Die Welt (<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4037690/SPD-Politikerin-geht-gegen-Blogger-juristisch-vor.html" target="_blank">I</a>, <a href="http://www.welt.de/die-welt/article4122434/Gericht-entscheidet-ueber-Krafts-Lebenslauf-Luege.html" target="_blank">II</a>), <a href="http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,636434,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> und <a href="http://www.google.de/search?q=%22David+Schraven%22+%22Hannelore+Kraft%22&amp;hl=de&amp;start=10&amp;sa=N" target="_blank">andere</a> befassen sich mit dem j&#252;ngsten Scoop meines <a href="http://www.ruhrbarone.de/" target="_blank">Ruhrbarone</a>-Kollegen David Schraven, der auch f&#252;r die Welt-Gruppe schreibt. Die nordrhein-westf&#228;lische SPD-Chefin Hannelore Kraft verlangte von ihm eine Unterlassungserkl&#228;rung, nachdem er sich im Blog Ruhrbarone.de mit einer L&#252;cke in ihrem Lebenslauf <a href="http://www.ruhrbarone.de/spd-spitzenkandidatin-kraft-gegen-ruhrbarone/" target="_blank">befasste</a>. Wie es einem Journalisten gehen kann, der sich kritisch mit der Finanzierung des N&#252;rburgrings befasst, kann man sich beim NDR-Magazin <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/nuerburgring102.html" target="_blank">ZAPP</a> anschauen.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=11723&amp;md5=46ab596b8ceaff272d0c0db38d3798c2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Exzellente Verbindungen&#8221;: Wie die Stiftung Initiative Mehrweg Lobbying betreibt</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 15:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lobbying ist im politischen Berlin an der Tagesordnung. Doch nicht alle dort vertretenenen Interessengruppen verstehen es gleich gut, ihre Anliegen in die entsprechenden Kan&#228;le zu leiten. Eine Organisation, die darin besonders erfolgreich ist, ist die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM). ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/9dca4cdef223e8bc47e2ea8c7bb260" alt="" width="1" height="1" />Lobbying ist im politischen Berlin an der Tagesordnung. Doch nicht alle dort vertretenen Interessengruppen verstehen es gleich gut, ihre Anliegen in die entsprechenden Kan&#228;le zu leiten. Eine Organisation, die darin besonders erfolgreich ist, ist die <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/" target="_blank">Stiftung Initiative Mehrweg</a> (SIM). Hinter der gemeinn&#252;tzigen Stiftung, die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen, wie <a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/" target="_blank">hier</a> berichtet, Unternehmen aus der Mehrwegbranche.</p>
<p>Martin Schoeller, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der <a href="http://www.schoeller.org/" target="_blank">Schoeller Holding</a>, best&#228;tigte gegen&#252;ber CARTA: &#8220;Die Schoeller Holding hat nicht unmittelbar zum Stiftungsverm&#246;gen beigetragen. Stifter war – neben anderen – die damalige Schoeller Plast Industries mit Sitz in Pullach&#8221;. Das von <a href="http://www.schoeller-plast.com/" target="_blank">Schoeller Plast Industries</a> im Gr&#252;ndungsjahr 1992 zur Verf&#252;gung gestellte Stiftungskapital habe 20.000,00 DM betragen. Schoeller habe der Stiftung auch zugesagt, &#8220;die mit der Registrierung und Erhaltung der Homepage verbundenen Kosten zu tragen.&#8221; Die Stiftungswebsite <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/">stiftung-mehrweg.de</a> ist auf &#8220;Martin Schoeller&#8221; von der &#8220;Schoeller Holding&#8221; in Pullach <a href="http://www.whois.net/whois/stiftung-mehrweg.de" target="_blank">registriert</a>.</p>
<div id="attachment_11576" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/mehrweg.jpg"><img class="size-medium wp-image-11576" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/mehrweg-300x260.jpg" alt="asdfasdfds" width="300" height="260" /></a><p class="wp-caption-text">Stiftung Mehrweg: Detailverbesserungen f&#252;r den Mehrwegsektor</p></div>
<p>Die Arbeit der SIM wird durch den F&#246;rderverein Initiative Mehrweg e. V. unterst&#252;tzt. Dem Verein geh&#246;ren sieben Unternehmen an, haupts&#228;chlich Mehrweg- und Getr&#228;nkefirmen sowie der Bundesverband Sekund&#228;rrohstoffe und Entsorgung, der die Recyclingbranche vertritt. Ihren laufenden Gesch&#228;ftsbetrieb finanziert die SIM &#252;ber Spenden. Dar&#252;ber, von wem diese stammen, gibt die Stiftung auf Anfrage keine Auskunft.</p>
<p>Im <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/kuratorium.html" target="_blank">Kuratorium</a> der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis Ende April weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Ernsthafte Konsequenzen hatte dies f&#252;r die beiden Politiker bisher nicht.</p>
<p>Die Stiftung Initiative Mehrweg &#8220;sucht und erschlie&#223;t&#8221; laut den Angaben auf ihrer Homepage &#8220;neue Wege f&#252;r den gesamten Mehrwegsektor&#8221; und verf&#252;gt &#8220;&#252;ber <strong>exzellente Verbindungen zu politischen Entscheidungstr&#228;gern</strong>&#8220;. Daran, dass dies der Fall ist, d&#252;rften wenig Zweifel bestehen: Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der SIM ist der Rechtsanwalt <a href="http://www.grin.com/e-book/33481/politik-und-ihr-ueberbau-vom-umgang-mit-gegnern-in-der-politik" target="_blank">Clemens Stroetmann</a>. Er war fr&#252;her Staatssekret&#228;r im Bundesumweltministerium unter Angela Merkel. Dar&#252;ber hinaus sitzen mit Gabriel und Trittin zwei der einflussreichsten Umweltpolitiker im Kuratorium der Stiftung.</p>
<p>Martin Schoeller meint &#252;ber die SIM: &#8220;Die Stiftung ist unabh&#228;ngig und verfolgt den Zweck, dem Gemeinwohl dienende Fragen zu bearbeiten und Meinungen zu entwickeln.&#8221; Sie sei &#8220;keine m&#228;chtige Industrielobby&#8221;, sondern &#8220;genau das Gegenteil&#8221;.</p>
<p>Wie aus einem Arbeitsbericht der SIM hervorgeht, veranstaltete die Stiftung im Jahr 2005 einen &#8220;<strong>Kaminabend</strong>&#8221; mit dem Ministerialdirigenten Thomas Rummler aus dem Umweltministerium. Im Jahr 2007 f&#252;hrte SIM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Stroetmann ein &#8220;ausf&#252;hrliches Gespr&#228;ch mit der umweltpolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Frau <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a16/mitglieder.html" target="_blank">Marie-Luise D&#246;tt</a>, MdB&#8221;. Wie aus dem Arbeitsbericht 2007 der SIM hervorgeht, konnte diese auch den &#8220;zust&#228;ndigen Abteilungsleiter des Bundesumweltministeriums, Herr Ministerialdirektor Dr. <a href="http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/reden/abteilungsleiter_dr_helge_wendenburg/doc/36944.php" target="_blank">Wendenburg</a>, f&#252;r das Er&#246;ffnungsreferat des Workshops am 24. Januar 2007&#8243; gewinnen. &#8220;Nicht zuletzt auf diese Gespr&#228;che d&#252;rfte es zur&#252;ck zu f&#252;hren sein, dass im Rahmen der 5. Novelle der VerpackV zumindest <strong>einige Detailverbesserungen zu Gunsten von Mehrweg</strong> in den Entwurf einflie&#223;en konnten. Dazu z&#228;hlt die beabsichtigte Kennzeichnungspflicht f&#252;r Einwegverpackungen ebenso wie die Streichung einer Reihe von Ausnahmen von der Pfandpflicht f&#252;r Einwegverpackungen&#8221;, hei&#223;t es in dem <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/arbeitsbericht_2006.pdf" target="_blank">Arbeitsbericht</a>.</p>
<div id="attachment_11577" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/doett.jpg"><img class="size-full wp-image-11577" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/doett.jpg" alt="aSDasd" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">CDU-Bundestagsabgeordnete D&#246;tt: &quot;Standardprogramm jedes Politikers&quot;</p></div>
<p>Auf Anfrage war von Rummler keine Stellungnahme zu erhalten. Wendenburg lie&#223; wissen, es entspreche &#8220;journalistischen Gepflogenheiten, derartige Anfragen an die Pressestelle des Ministeriums zu richten. Ich darf Sie daher bitten diesen Weg zu gehen&#8221;.<span style="font-family: Arial;color: navy;font-size: x-small"><span style="font-size: 10pt;color: navy;font-family: Arial"> </span></span>Ein Mitarbeiter von Marie-Luise D&#246;tt teilte mit: &#8220;Frau D&#246;tt MdB f&#252;hrt in ihrer Funktion als umweltpolitische Sprecherin in jeder Woche eine Vielzahl von Gespr&#228;chen mit unterschiedlichsten Interessengruppen. Die Gespr&#228;che dienen der Meinungsbildung.&#8221; Diese Form des Informationsaustauschs geh&#246;re zum &#8220;Standardprogramm jedes Politikers&#8221;. D&#246;tt, die dem F&#246;rderkreis der <a href="http://www.freitag.de/2005/34/05340401.php" target="_blank">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</a> (INSM) angeh&#246;rt, nehme auch grunds&#228;tzlich keine Honorare, weder f&#252;r Teilnahmen an Veranstaltungen noch f&#252;r Gespr&#228;che. Zum Inhalt des Gespr&#228;chs und zu der Frage, ob dieses Auswirkungen auf ihre pers&#246;nliche Politik gehabt hat, nahm D&#246;tt jedoch keine Stellung. Auch nicht zu folgender Frage: &#8220;Sehen Sie die Gefahr eines <strong>Interessenkonflikt</strong> darin, als umweltpolitische Sprecherin an einer Veranstaltung einer Stiftung teilzunehmen, die von Mehrwegfirmen getragen wird.&#8221;</p>
<p>Auch SIM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Stroetmann gab sich wenig auskunftsfreudig: &#8220;Ich bitte allerdings um Verst&#228;ndnis daf&#252;r, da&#223; ich weder die Notwendigkeit noch Verpflichtung sehe, mich mit ihren interessanten Fragen auseinanderzusetzen&#8221;. Eine der Fragen lautete: &#8220;Welchen Titel trug der Workshop?&#8221;.</p>
<p>Ein Sprecher von Umweltminister Sigmar Gabriel erkl&#228;rte <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/flasche-leer/" target="_blank">Mitte April gegen&#252;ber der taz</a>, dass sein Ministerium eine Pflicht f&#252;r alle H&#228;ndler, auch Mehrwegflaschen anzubieten, pr&#252;fe, was den Mehrwegfirmen entgegenk&#228;me. &#8220;Die Pr&#252;fung ist noch nicht abgeschlossen&#8221;, informierte nun das Bundesumweltministerium. Ebenso werde das Ministerium &#8220;in K&#252;rze&#8221; eine Verordnung zur verbesserten Kennzeichnung f&#252;r Einweg- und Mehrwegflaschen erlassen. <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/SchreibenanBundesumweltminister20042009.pdf" target="_blank">Eine solche Regelung fordert auch die SIM</a>. Wann eine solche Verordnung erlassen werden soll, ist f&#252;r das Umweltministerium &#8220;derzeit nicht absehbar&#8221;. Zur Zeit w&#252;rden &#8220;im Zuge der Anh&#246;rung zum Entwurf der Verordnung zur Kennzeichnung von Getr&#228;nkeverpackungen (Getr&#228;nkeverpackKennV) eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet&#8221;. Die Annahme &#8220;gesetzgeberische Ma&#223;nahmen des Ministeriums pro Mehrweg w&#252;rden <strong>durch oder &#252;ber die SIM beeinflusst oder gar gesteuert</strong>, ist v&#246;llig absurd und entbehrt jeder Grundlage&#8221;, so Gabriels Sprecher Thomas Hagbeck.</p>
<p>Dennoch hatte das Umweltbundesamt (UBA), das zum Gesch&#228;fsbereich des Umweltministeriums geh&#246;rt, offenbar kein Problem, ein Initiative, an der die SIM beteiligt war, <strong>mit Steuergeldern</strong> zu unterst&#252;tzen. Nach CARTA-Recherchen f&#246;rderte die Beh&#246;rde w&#228;hrend Trittins Amtszeit in den Jahren 2002 und 2003 die Initiative <a href="http://www.freiefahrtpromehrweg.de/" target="_blank">&#8220;Freie Fahrt pro Mehrweg&#8221;</a> mit insgesamt <strong>39.700 Euro</strong>. &#8220;&#8216;Freie Fahrt pro Mehrweg&#8217; ist eine gemeinsame Aktion der Stiftung Initiative Mehrweg, des Getr&#228;nkefacheinzelhandels, des Bundesverbands des Deutschen Getr&#228;nkefachgro&#223;handels, des Verbands Mittelst&#228;ndischer Privatbrauereien, des Deutschen Naturschutzrings, des Bund f&#252;r Umwelt und Naturschutz Deutschland, des Naturschutzbund Deutschland und der Verbraucherinitiative Berlin&#8221;, so die Webseite der Initiative. Rainer Baake, Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Deutschen Umwelthilfe, die an der Aktion ebenfalls teilnahm, war zum Zeitpunkt der F&#246;rderung beamteter Staatssekret&#228;r im Umweltministerium. Ob er w&#228;hrend seiner Zeit im Ministerium die Bewilligung der Gelder mitveranlasst oder an deren Bewilligung mitgewirkt hat, konnte Baake auf Anfrage &#8220;ohne Akteneinsicht nicht sagen. Eine Erinnerung habe ich daran nicht&#8221;, so Baake.</p>
<p>Die <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/PM_MWistKLimaschutz_160409_2.pdf" target="_blank">&#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221;</a>, der die SIM angeh&#246;rt und mit der es die SIM <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts11558.html" target="_blank">im April</a> sogar in die Tagesschau schaffte, wurde damals in Medien als &#8220;Umweltsch&#252;tzer und Getr&#228;nkefachhandel&#8221; (Tagesschau), &#8220;Umweltsch&#252;tzer und Getr&#228;nkefachhandel&#8221; (<a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Recycling-Einwegpfand-f%FCr-Handel-zu-billig/501288.html" target="_blank">FTD</a>), &#8220;Umweltsch&#252;tzer&#8221; (<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2009/4/16/news-117284112/detail.html" target="_blank">DerWesten</a>) und &#8220;Vertreter der Getr&#228;nkeindustrie und Umweltsch&#252;tzer&#8221; (<a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/flasche-leer/" target="_blank">taz</a>) bezeichnet. Tats&#228;chlich ist in der &#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221; neben mehreren Lobbyverb&#228;nden <strong>aber nur ein einziger Umweltverband</strong> vertreten: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Sie kooperiert eng mit der SIM und verleiht mit dieser einen Filmpreis f&#252;r die besten Kinospots zu Getr&#228;nken in Glas-Mehrwegverpackungen. Ansonsten geh&#246;ren der &#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221; nur Interessenverb&#228;nde an: Der Verband Private Brauereien Deutschland, der Verband des Deutschen Getr&#228;nke- Einzelhandels, der Bundesverband des Deutschen Getr&#228;nkefachgro&#223;handels und der Verein <a href="http://www.promehrweg.de/" target="_blank">&#8220;Pro Mehrweg&#8221;</a>. Diesem geh&#246;ren &#8220;rund 100 Unternehmen und Verb&#228;nde aus der Getr&#228;nkeindustrie, dem Getr&#228;nkefachgro&#223;handel und dem Getr&#228;nke-Einzelhandel&#8221; an.</p>
<p>In einem Vermerk des Umweltbundesamtes zu einem F&#246;rderantrag der DUH &#8220;zur Durchf&#252;hrung einer Infokampagne &#8216;Pro-Dosenpfand/Mehrweg&#8217;&#8221;, der CARTA vorliegt, hei&#223;t es &#252;ber die DUH: &#8220;In der Vergangenheit ist die Deutsche Umwelthilfe in Sachen Mehrweg h&#228;ufig zusammen mit den wirtschaftlich interessierten Verb&#228;nden des Getr&#228;nkefachgro&#223;handels und der mittelst&#228;ndischen Brauer aufgetreten (beide Verb&#228;nde erhoffen sich durch ein hohes Dosenpfand einen verbesserten Absatz f&#252;r ihre Mehrwegprodukte). Als &#8216;Wirtschaftspartner&#8217; der Deutschen Umwelthilfe wird auf der DUH-Website auch der Pfandr&#252;cknahmeautomatenhersteller <a href="http://www.tomra.de/default.asp?V_SITE_ID=15" target="_blank">TOMRA</a> genannt. Bei der Projektbeschreibung f&#228;llt auf, dass DUH sich auch bei diesem Projekt der Mitwirkung der genannten Wirtschafskreise bedienen will&#8221;. Ingesamt erhalte dadurch das Vorhaben eine &#8220;<strong>sehr von Wirtschaftsinteressen geleitete F&#228;rbung</strong>&#8220;. Wegen der &#8220;gro&#223;en Wirtschafsn&#228;he&#8221; des Vorhabens sei zu kl&#228;ren, inwieweit hier &#8220;die DUH unabh&#228;ngig von den mehrwegorientierten Wirtschaftskreisen f&#252;r das UBA mit &#246;ffentlichen Mitteln agieren&#8221; k&#246;nne oder ob daraus &#8220;<strong>Interessenkonflikte</strong> und Wettbewerbsverzerrungen erwachsen&#8221;. In einem weiteren, internen Vermerk des Umweltbundesamtes, der CARTA ebenfalls vorliegt, kommt die Verfasserin zu dem Schluss: &#8220;Diese Bedenken sind sehr berechtigt&#8221;. Der Auftritt Trittins  &#8220;auf &#246;ffentlichen Kampagnenveranstaltungen begr&#252;ndete eine <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/066/1406609.pdf" target="_blank">parlamentarische Anfrage</a>, inwieweit diese Kampagne auch mit &#246;ffentlichen Mitteln finanziert worden sei (was nicht zutraf).&#8221;</p>
<p>Die SIM versuchte offenbar seit l&#228;ngerem, auch ein gutes Verh&#228;ltnis zu Journalisten aufzubauen. Seit 2006 veranstaltete die SIM &#8211; zum Teil zusammen mit der DUH &#8211; drei <strong>Pressereisen</strong>. Darunter eine zweit&#228;gige Pressefahrt mit &#8220;Weinprobe und Abendessen im Staatsweingut Meersburg mit Blick &#252;ber den Bodensee&#8221;. Nach Aussage einer Mitarbeiterin der DUH f&#252;hrt diese &#8220;jedes Jahr eine Reise&#8221; f&#252;r Journalisten durch, &#8220;normalerweise im Herbst&#8221;. &#8220;Die Koordination l&#228;uft &#252;ber uns und wir machen das in der Regel zusammen mit der SIM&#8221;. Die Reisen dauerten ein bis zwei Tage mit &#220;bernachtung und seien kostenlos. Die Journalisten werden an mehreren bundesweit verteilten Sammelpunkten mit Minibussen abgeholt und kostenlos wieder dorthin zur&#252;ck chauffiert. Man habe auch &#8220;sehr gute Kontakte in der Getr&#228;nkebranche, die wir auch vermitteln k&#246;nnen&#8221;, so die DUH-Mitarbeiterin.</p>
<p>Im letzten Jahr besuchten die Journalisten zwei Getr&#228;nkeabf&#252;ller, darunter die Mineralquellen W&#252;llner GmbH &amp; Co. KG (&#8220;Carolinen&#8221;) in Bielefeld, eine Glash&#252;tte und die Brauerei <a href="http://www.promehrweg.de/index.php?id=6" target="_blank">Pott</a>&#8216;s in Oelde. &#8220;Thema der Mehrwegreise war der Lebenszyklus einer Mehrwegflasche&#8221;, so Maria Elander, Leiterin Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe und zust&#228;ndig f&#252;r die Journalistenreisen. In 2007 seien verschiedene Mehrwegsysteme wie PET, Karton und Glas verglichen worden, 2006 besuchten die Medienleute die Firma Schl&#246;r Fruchts&#228;fte in Radolfzell am Bodensee, dem Sitz der DUH, und den Mineralwasser-Abf&#252;ller Randegger Ottilien-Quelle.</p>
<p>An den Pressereisen h&#228;tten jeweils zehn bis 25 Journalisten von Radiosendern, Fachmagazinen und Tageszeitungen teilgenommen. Zu den Teilnehmern der Reisen h&#228;tten freie Journalisten, Mitarbeiter des Wirtschaftsdienstes &#8220;EUWID&#8221; und des Magazins &#8220;Europaticker&#8221; sowie Redateure von <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/111493.html" target="_blank">&#8220;Neues Deutschland&#8221;</a> und <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1211874037552.shtml" target="_blank">&#8220;K&#246;lner Stadt-Anzeiger&#8221;</a> geh&#246;rt. Der K&#246;lner Stadt-Anzeiger und die Deutsche Umwelthilfe starteten 2007 eine <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1194443088978.shtml" target="_blank">Sammelaktion f&#252;r ausrangierte Handys</a>. Auch in diesem Jahr planen SIM und DUH eine gemeinsame Pressereise, bei der man &#8220;auf verschiedene Mehrwegsysteme hinweisen&#8221; m&#246;chte, so Elander.</p>
<p>Die &#8220;<strong>taz</strong>&#8220;-Redakteurin Beate Willms best&#228;tigte, im Jahr 2007 an einer Journalistenreise von DUH und SIM teilgenommen zu haben. Ihr sei klar gewesen, dass es sich dabei um eine Lobbyveranstaltung gehandelt habe, so Willms, die nicht w&#246;rtlich zitiert werden wollte, auf Anfrage. Sie habe sich jedoch ein Bild davon machen wollen, wer sie f&#252;r eine positive Berichterstattung gewinnen wolle. Auch habe man bei derartigen Reisen die M&#246;glichkeit mit sehr vielen Leuten ins Gespr&#228;ch zu kommen, sie k&#246;nne soetwas eigentlich nur empfehlen. Willms, die sich im Rahmen der Reise eine kostenlose &#220;bernachtung spendieren lie&#223;, berichtete nach eigenen Angaben sp&#228;ter <a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?ressort=wu&amp;dig=2006%2F04%2F25%2Fa0107&amp;cHash=603c7934a6" target="_blank">hier</a> in der &#8220;taz&#8221; &#252;ber die Reise.<strong> In dem Artikel erw&#228;hnt sie jedoch weder, wer sie zu der Reise einludt, noch wer hinter der SIM steht.</strong> Zu Details der Reise konnte Willms auf Nachfrage keine Auskunft geben, die an sie pers&#246;nlich gerichtete CARTA-Anfrage stellte sie jedoch f&#252;r jedermann einsehbar in das taz-interne Intranet ein.</p>
<p>Kurt Stenger, Wirtschaftsredakteur bei &#8220;Neues Deutschland&#8221;, teilte mit: &#8220;Seit 2006 hat kein Redakteur/keine Redakteurin unserer Zeitung an einer Pressereise von Umwelthilfe oder Stiftung Initiative Mehrweg teilgenommen.&#8221; Der &#8220;K&#246;lner Stadt-Anzeiger&#8221; konnte auf Nachfrage nicht sagen, ob jemand aus seinem Haus an Journalistenreisen unter Beteiligung der Stiftung Initiative Mehrweg teilnahm.</p>
<p><strong>Nachtrag vom 29. Juli 2009:</strong></p>
<p>Der Chefredakteur der &#8220;Aachener Nachrichten&#8221; hat mitgeteilt, dass keiner der Redakteure seiner Zeitung an einer Journalistenreise unter Beteiligung der Stiftung Initiative Mehrweg teilgenommen hat. Wir haben den Text entsprechend ge&#228;ndert.
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<a href="http://carta.info/10873/exzellente-verbindungen-wie-die-stiftung-initiative-mehrweg-lobbying-betreibt/">&#8220;Exzellente Verbindungen&#8221;: Wie die Stiftung Initiative Mehrweg Lobbying betreibt</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10873/exzellente-verbindungen-wie-die-stiftung-initiative-mehrweg-lobbying-betreibt/#comments">9 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10873&amp;md5=c50f6d80a964d75e031bcadd5f1712a8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>BMVg-Staatssekret&#228;r verheimlicht Nebent&#228;tigkeit in Wehrlobby-Verein</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 18:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekret&#228;r beim Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) Christian Schmidt (CDU) hat eine Kuratoriumsmitgliedschaft bei der Gesellschaft f&#252;r Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. (GfW) entgegen den Verhaltensregeln des Bundestages nicht ver&#246;ffentlicht.




In der in Bonn ans&#228;ssigen GfW sind Vertreter aus Parteien, Bundeswehr und Verteidigungsministerium organisiert. Eines der Ziele des Vereins ist die „Erhaltung der allgemeinen Verteidigungsbereitschaft“. In dem GfW-Publikationsorgan „Europ&#228;ische Sicherheit“ werden regelm&#228;&#223;ig neue R&#252;stungsprodukte vorgestellt. Eine "Arbeitsgruppe Zukunft" der GfW kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis: "Die Lobby-Arbeit  muss weiter intensiviert werden."

Auch die Bundestagsabgeordneten Walter Kolbow (SPD), bis 2005 Parlamentarischer Staatssekret&#228;r im Verteidigungsministerium, und Ernst-Reinhard Beck (CDU) haben ihre Mitgliedschaft im GfW-Kuratorium nicht im amtlichen Bundestagshandbuch ver&#246;ffentlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/a16aece9f936e117be5a87d06d9be8" alt="" width="1" height="1" />Der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekret&#228;r beim Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) Christian Schmidt (CDU) hat eine Kuratoriumsmitgliedschaft bei der Gesellschaft f&#252;r Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. (GfW) entgegen den Verhaltensregeln des Bundestages <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/S/schmich0.html" target="_blank">nicht ver&#246;ffentlicht</a>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10314" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/06/gfw.jpg" alt="gfw" width="590" height="307" /><br />
<img src="/DOKUME%7E1/Besitzer/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-7.jpg" alt="" /></p>
<p>In der in Bonn ans&#228;ssigen GfW sind Vertreter aus Parteien, Bundeswehr und Verteidigungsministerium organisiert. Eines der Ziele des Vereins ist die „Erhaltung der allgemeinen Verteidigungsbereitschaft“. In dem <a href="http://www.europaeische-sicherheit.de/" target="_blank">GfW-Publikationsorgan „Europ&#228;ische Sicherheit“</a> werden regelm&#228;&#223;ig neue R&#252;stungsprodukte vorgestellt. Eine &#8220;Arbeitsgruppe Zukunft&#8221; der GfW kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis: &#8220;Die Lobby-Arbeit  muss weiter intensiviert werden.&#8221;</p>
<p>Auch die Bundestagsabgeordneten <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/k/kolbowa0.html" target="_blank">Walter Kolbow</a> (SPD), bis 2005 Parlamentarischer Staatssekret&#228;r im Verteidigungsministerium, und <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/b/beck_er0.html" target="_blank">Ernst-Reinhard Beck</a> (CDU) haben ihre Mitgliedschaft im GfW-Kuratorium nicht im amtlichen Bundestagshandbuch ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>Die GfW veranstaltete im M&#228;rz einen <a href="http://www.gfw-ev.de/n_dwt_gfw.htm" target="_blank">„Parlamentarischen Abend“</a> zusammen mit der <a href="http://www.dwt-sgw.de/" target="_blank">Deutschen Gesellschaft f&#252;r Wehrtechnik</a> (DWT), an dem auch prominente Vertreter der R&#252;stungsbranche teilnahmen. Auf der Veranstaltung sprach in Vertretung von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) dessen R&#252;stungsstaatssekret&#228;r R&#252;diger Wolf. Die DWT ist eines der &#228;ltesten und wichtigsten Lobbyinstrumente der deutschen R&#252;stungsindustrie, in ihr kommen Vertreter aus der R&#252;stungsbranche mit Politikern zusammen. Im April 2008 haben GfW und DWT eine gemeinsame <a href="http://www.gfw-ev.de/n_%20ZV_DWT_GfW_21042008.pdf" target="_blank">Zielvereinbarung</a> getroffen, die ein Engagement f&#252;r eine „sachgerechte“ Ausstattung und Ausr&#252;stung der Bundeswehr beinhaltet.</p>
<p>Im Februar veranstaltete die GfW in Kooperation mit der berlin-brandenburgischen Sektion der DWT ein <a href="http://www.gfw-sektion-berlin.de/berlin/Kalender/Veranstaltungskalender1HJ09.pdf" target="_blank">„Hintergrundgespr&#228;ch“ in der Berliner Repr&#228;sentanz des R&#252;stungskonzerns EADS</a> mit dem Bundestagsabgeordneten <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/l/leibrha0.html" target="_blank">Harald Leibrecht</a> (FDP) als Referenten. F&#252;r den kommenden Dienstag (9. 6.) plant die GfW ein &#8220;Sicherheitspolitisches Forum&#8221; in Kooperation mit der DWT-Sektion Berlin-Brandenburg zum Thema &#8220;Quo vadis Iran?&#8221;, ebenfalls in der Berliner EADS-Repr&#228;sentanz. &#8220;Referenten: werden gewonnen&#8221;, hei&#223;t es dazu nur im Veranstaltungskalender der Berliner Sektion der GfW.</p>
<p>Die Abgeordneten Beck, Kolbow und Schmidt m&#252;ssen nun mit Sanktionen des Bundestagspr&#228;sidenten rechnen. Abgeordnete, die gegen die Verhaltensregeln verstie&#223;en, konnten in der Vergangenheit jedoch mit der <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/trend-zum-heimlichen-nebenjob/" target="_blank">Nachsicht der Bundestagsverwaltung</a> rechnen.
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<a href="http://carta.info/10309/bmvg-staatsekretaer-verheimlicht-nebentaetigkeit-in-wehrlobby-verein/">BMVg-Staatssekret&#228;r verheimlicht Nebent&#228;tigkeit in Wehrlobby-Verein</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10309/bmvg-staatsekretaer-verheimlicht-nebentaetigkeit-in-wehrlobby-verein/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10309&amp;md5=8ba78872ca15f10d77ba86b65690cac0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ARD-B&#246;rsenfrau Anja Kohl moderiert auch f&#252;r DAX-Firmen, Banken und Atomindustrie</title>
		<link>http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/</link>
		<comments>http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 May 2009 19:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen sollten besonders glaubw&#252;rdig sein. Jede &#246;ffentliche Werbung, jede Nebent&#228;tigkeit f&#252;r eine Firma f&#228;rbt auf ihr Image ab.

Dies gilt auch f&#252;r die ARD-B&#246;rsenmoderatorin Anja Kohl, die vor der 20-Uhr-Tagesschau in der "B&#246;rse im Ersten", im ARD-Morgen- und Mittagsmagazin und in den "Tagesthemen" aus der Frankfurter B&#246;rse berichtet. Neben ihrer T&#228;tigkeit als Wirtschaftsjournalistin ist Kohl regelm&#228;&#223;ig selbst f&#252;r die Privatwirtschaft t&#228;tig.

So moderierte sie im September 2008 eine "festliche Gala" zur Verleihung des "Deutschen PR-Preises" und des "Deutschen Image Awards" im Kurhaus in Wiesbaden. Die Veranstaltung wurde von Firmen wie Adidas, Bayer oder Metro mitfinanziert – allesamt DAX-Firmen, die auch Gegenstand von Kohls B&#246;rsenberichterstattung in der ARD sind.

In den Jahren 2007 und 2008 moderierte Kohl die Jahresveranstaltungen der "Initiative Ener­gieeffizienz" der Energiekonzerne E.on, EnBW, RWE und Vattenfall und der Deutsch]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7f1edc9ebc334fbb31cef116c200e2" alt="" width="1" height="1" /><br />
Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen sollten besonders glaubw&#252;rdig sein. Jede &#246;ffentliche Werbung, jede Nebent&#228;tigkeit f&#252;r eine Firma f&#228;rbt auf ihr Image ab.</p>
<p>Dies gilt auch f&#252;r die ARD-B&#246;rsenmoderatorin Anja Kohl, die vor der 20-Uhr-Tagesschau in der &#8220;B&#246;rse im Ersten&#8221;, im ARD-Morgen- und Mittagsmagazin und in den &#8220;Tagesthemen&#8221; aus der Frankfurter B&#246;rse berichtet. Neben ihrer T&#228;tigkeit als Wirtschaftsjournalistin ist Kohl regelm&#228;&#223;ig selbst f&#252;r die Privatwirtschaft t&#228;tig.</p>
<p>So moderierte sie im September 2008 eine &#8220;festliche Gala&#8221; zur Verleihung des &#8220;Deutschen PR-Preises&#8221; und des &#8220;Deutschen Image Awards&#8221; im Kurhaus in Wiesbaden. Die Veranstaltung wurde <a href="http://www.der-deutsche-pr-preis.de/" target="_blank">von Firmen wie Adidas, Bayer oder Metro mitfinanziert</a> – allesamt DAX-Firmen, die auch Gegenstand von Kohls B&#246;rsenberichterstattung in der ARD sind.</p>
<p>In den Jahren 2007 und 2008 moderierte Kohl die Jahresveranstaltungen der &#8220;Initiative Ener­gieeffizienz&#8221; der Energiekonzerne E.on, EnBW, RWE und Vattenfall und der <a href="http://www.dena.de/infos/ueber-uns/" target="_blank">Deutschen Energie-Agentur (DENA)</a>, die zur H&#228;lfte der KfW-Bankengruppe, der Allianz, der Deutschen Bank sowie der DZ Bank geh&#246;rt. F&#252;r den &#8220;Informationskreis Kernenergie&#8221; <a href="http://www.atomwirtschaft.de/r2/de/Veranstaltungen/Forum_in_Berlin/Artikel/2008-10-15.php" target="_blank">moderierte</a> Kohl im Oktober 2008 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel &#8220;Kernenergie in Deutschland: Ungeliebt, aber n&#246;tig?&#8221;. Mitglieder des <a href="http://www.kernenergie.de/r2/de/" target="_blank">&#8220;Informationskreises Kernenergie&#8221;</a> sind die Kernkraftwerksbetreiber <a href="http://oppong.eu/mediapool/65/653900/data/junge_Welt_EU-Gelder_fuer_RWE_Osteuropa_Atom_Tacis_Marvin_Oppong.pdf" target="_blank">RWE</a> Power AG, E.on Kernkraft GmbH, EnBW AG, Vattenfall Europe AG und die im Nuklearbereich aktive Siemens Power Generation. Der &#8220;Informationskreis&#8221; firmiert unter derselben Adresse wie die &#8220;Kerntechnische Gesellschaft&#8221; und die Lobbyeinrichtung &#8220;Deutsches Atomforum&#8221;. Das Atomforum wurde vom Bundesamt f&#252;r Strahlenschutz kritisiert, weil es im Noveber 2007 behauptet hatte, in Deutschland gebe es einen geeigneten Enlagerstandort f&#252;r hochradioakive Abf&#228;lle. (Mehr &#252;ber die &#8220;Kerntechnische Gesellschaft&#8221; erf&#228;hrt man auch <a href="http://www.zeit.de/2008/17/Atomlobby" target="_blank">in diesem Zeit-Artikel</a>).</p>
<p><a href="http://www.heuer-dialog.de/downloads/10200_engl.pdf" target="_blank">Im Jahr 2007 &#252;bernahm Kohl eine Moderation beim Mittelstandsforum Hessen</a>, zu dessen Mitveranstaltern unter anderem die KfW, die HypoVereinsbank und die IKB Deutsche Industriebank z&#228;hlen. Im Februar dieses Jahres moderierte Kohl auf dem Immobilienkongress &#8220;Quo Vadis&#8221; in Berlin. Partner und Mitfinanziers des dreit&#228;gigen Kongresses, bei dem die Teilnahme 2490 Euro zuz&#252;glich Mehrwertsteuer kostete, waren unter anderem die zu den Sparkassen und Landesbanken geh&#246;rende Deka Immobilien und die Immobilient&#246;chter der angeschlagenen Landesbanken Baden-W&#252;rttemberg (LBBW Immobilien) und der WestLB (WestImmo).</p>
<p>Im Jahr 2005 moderierte Kohl eine Podiumsdiskussion im Rahmen des sogenannten Bad D&#252;rkheimer Gespr&#228;chs, zu dem regelm&#228;&#223;ig der <a href="http://www.ivn.de/41.html" target="_blank">Verein der Industrieverb&#228;nde Neustadt an der Weinstra&#223;e</a> einl&#228;dt. Der Zusammenschlu&#223;, dem auch der Verband der Pf&#228;lzischen Metall- und Elektroindustrie angeh&#246;rt, <a href="http://www.ivn.de/index.php?id=25&amp;type=123&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=38&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=32&amp;cHash=1ab5336f5f" target="_blank">verschickt schon einmal Hinweise auf &#8220;Politik-Checks&#8221; und &#8220;Gesetzes-Checks&#8221; der &#8220;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#8221; (INSM)</a>, die von den Unternehmerverb&#228;nden der Metall- und Elektroindustrie getragen wird, an seine Mitgliedsverb&#228;nde. Die INSM ist bekannt f&#252;r ihre aggressive PR- und Lobbyarbeit, zu der auch <a href="http://www.netzeitung.de/medien/359039.html" target="_blank">Schleichwerbung in der ARD-Serie &#8220;Marienhof&#8221;</a> geh&#246;rte.</p>
<p>Anja Kohl wird gleich von mehreren Agenturen auf deren Homepage als Moderatorin, Rednerin oder Referentin pr&#228;sentiert: Neben der M&#252;nchener <a href="http://www.econ-referentenagentur.de/index.php?id=373&amp;name=Kohl&amp;vorname=Anja" target="_blank">Econ Referenten-Agentur</a> ist Kohl auch bei der Hamburger Agentur Nowak Communications, der in Hamburg und im hessischen Obertshausen ans&#228;ssigen <a href="http://www.podium-redneragentur.de/profile/kohl_profil.pdf" target="_blank">Podium Redneragentur</a>, bei &#8220;Energy die Agentur&#8221; aus Bad Honnef, bei der im badischen Forst ans&#228;ssigen &#8220;red:x&#8221; Agentur f&#252;r Kommunikation, Werbung &amp; Design und bei &#8220;The London Speaker Bureau Germany&#8221; im Angebot. F&#252;r eine Veranstaltung mit Anja Kohl verlangt die Econ Referenten-Agentur nach CARTA-Recherchen, &#8220;7800 EUR + MWSt. + Reisespesen&#8221;.</p>
<p>Auf Anfrage antwortete Kohl zun&#228;chst, nicht f&#252;r Unternehmen t&#228;tig gewesen zu sein, die auch Gegenstand ihrer Berichterstattung sind. Sp&#228;ter teilte sie dann mit: &#8220;Bei den von Ihnen genannten Veranstaltungen liegt kein Interessenkonflikt vor. Meine Moderationen haben stets und ausschlie&#223;lich journalistischen Charakter&#8221;. Sie versicherte, dass sie von den Agenturen &#8220;red:x&#8221; und &#8220;Energy die Agentur&#8221; &#8220;noch nie geh&#246;rt&#8221; habe. &#8220;Energy die Agentur&#8221; best&#228;tigte jedoch, dass man mit Kohl zusammenarbeite und sogar eine ausdr&#252;ckliche Zusage von Kohl habe, mit ihrem Namen auf der Agentur-Homepage werben zu d&#252;rfen. Zu diesem Widerspruch nahm Kohl auch auf mehrfache Nachfrage keine Stellung. <a href="http://www.red-x.org/referenten-liste.html" target="_blank">Nach wie vor ist Kohl auf der Referentenliste der Agentur aufgef&#252;hrt</a>. Da sie beim Hessischen Rundfunk freie Mitarbeiterin ist, muss sie sich ihre Nebent&#228;tigkeiten nicht genehmigen lassen. Nach Aussage von HR-Sprecher Tobias H&#228;user informiert Kohl ihren Redaktionsleiter Michael Best von jeder ihrer Nebent&#228;tigkeiten, damit der HR gegebenenfalls Bedenken anmelden kann. Best, Leiter der HR-Redaktion Fernsehen B&#246;rse, <a href="http://www.prominente-redner.de/?redner/s_id/93/Boerse/Best/Michael/" target="_blank">l&#228;sst sich wie Kohl allerdings selbst von &#8220;Energy die Agentur&#8221; als Referent vermitteln</a>.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img class=" xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/">ARD-B&#246;rsenfrau Anja Kohl moderiert auch f&#252;r DAX-Firmen, Banken und Atomindustrie</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/#comments">16 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=9595&amp;md5=664fd282ab79cf086f45e7b11a2c55b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gabriel und Trittin verheimlichten Nebent&#228;tigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 22:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Hinter der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM), die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen Unternehmen aus der Mehrwegbranche. So ist unter anderem die Internet-Seite der Stiftung auf die in Pullach ans&#228;ssige Schoeller Holding registriert, deren Teilsparten unter anderem Mehrwegflaschen herstellen und Kunststoffrecycling betreiben.

In dem Kuratorium der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis zur vergangenen Woche weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Auf der Homepage von J&#252;rgen Trittin hei&#223;t es nach wie vor stolz:  "J&#252;rgen Trittin ist weder in einem Vorstand noch in einem Aufsichtsrat".

Abgeordnetenseite von Sigmar Gabriel auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.23 Uhr:



Abgeordnetenseite von J&#252;rgen Trittin auf bundestag.de, 21. April 2009]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6ade77057faeffa5251b9f09661829" alt="" width="1" height="1" /><br />
Hinter der <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/" target="_blank">Stiftung Initiative Mehrweg</a> (SIM), die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen Unternehmen aus der Mehrwegbranche. So ist unter anderem die Internet-Seite der Stiftung auf die in Pullach ans&#228;ssige <a href="http://www.schoeller.org/" target="_blank">Schoeller Holding</a> registriert, deren Teilsparten unter anderem Mehrwegflaschen herstellen und Kunststoffrecycling betreiben.</p>
<p>In dem Kuratorium der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis zur vergangenen Woche weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Auf der <a href="http://www.trittin.de/zur-person/index.shtml?navanchor=1010005" target="_blank">Homepage von J&#252;rgen Trittin</a> hei&#223;t es nach wie vor stolz:  &#8220;J&#252;rgen Trittin ist weder in einem Vorstand noch in einem Aufsichtsrat&#8221;.</p>
<p>Abgeordnetenseite von Sigmar Gabriel auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.23 Uhr:<img class="aligncenter size-full wp-image-8588" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/gabriel-stiftung-initiative-mehrweg.jpg" alt="gabriel-stiftung-initiative-mehrweg" width="603" height="503" /></p>
<p><img src="/DOKUME%7E1/Besitzer/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot.jpg" alt="" /></p>
<p>Abgeordnetenseite von J&#252;rgen Trittin auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.22 Uhr:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8592" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/trittin-stiftung-initiative-mehrweg1.jpg" alt="trittin-stiftung-initiative-mehrweg1" width="604" height="403" /></p>
<p>Kurz nachdem ich am Dienstagmittag die oben gezeigten Screenshots angefertigt habe, schickte ich Gabriel und Trittin jeweils eine Anfrage. Darin fragte ich unter anderem, warum die beiden ihre Mitgliedschaft im SIM-Kuratorium nicht angeben, obwohl dies nach den Verhaltensregeln des Bundestages Pflicht ist.</p>
<p>Am selben Tag habe ich auch bei <a href="http://www.benedictusstiftung.de/ueber-uns.html" target="_blank">Guido Heinen</a>, Leiter Presse und Kommunikation beim Deutschen Bundestag, angerufen, um zu erfragen, ob Gabriel und Trittin ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bei der SIM vielleicht beim Bundestag gemeldet haben, diese aber noch nicht auf den Seiten der beiden Abgeordneten auftaucht. Guido Heinen k&#252;ndigte an, dies f&#252;r mich zu eruieren, hat sich bis heute aber nicht bei mir gemeldet (Update, 27. 4.: Ich habe Guido Heinen heute selbst angerufen. Er teilte mir mit, dass Gabriel und Trittin ihre Kuratoriumsmitgliedschaften einen bzw. zwei Tage nach meiner Anfrage nachmeldeten. Sicherlich hat Heinen das erst just in dem Moment erfahren, in dem ich anrief). Dabei h&#228;tte ich mich interessiert, wie der Bundestagspr&#228;sident mit den l&#252;ckenhaften Angaben Gabriels und Trittins umgeht. In <a href="http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/go_btg/anlage1.html" target="_blank">Anlage 1 der Verhaltensregeln des Bundestages</a> hei&#223;t es n&#228;mlich unter dem Punkt &#8220;Verfahren&#8221;:</p>
<blockquote><p>(1) Bestehen Anhaltspunkte daf&#252;r, dass ein Mitglied des Bundestages seine Pflichten nach den Verhaltensregeln verletzt hat, holt der Pr&#228;sident zun&#228;chst dessen Stellungnahme ein und leitet eine Pr&#252;fung in tats&#228;chlicher und rechtlicher Hinsicht ein. Er kann von dem betroffenen Mitglied erg&#228;nzende Ausk&#252;nfte zur Erl&#228;uterung und Aufkl&#228;rung des Sachverhalts verlangen und den Vorsitzenden der Fraktion, der dieses Mitglied angeh&#246;rt, um Stellungnahme bitten.</p></blockquote>
<p>Jedenfalls wurde ich dann am Freitagmorgen von jemand dar&#252;ber informiert, dass die Eintr&#228;ge auf den Bundestagsseiten von Gabriel und Trittin ge&#228;ndert wurden und dort jetzt auch die Stiftung Initiative Mehrweg auftaucht:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8552" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/gabriel-stiftung-initiative-mehrweg-2.jpg" alt="gabriel-stiftung-initiative-mehrweg-2" width="602" height="543" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8553" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/trittin-stiftung-initiative-mehrweg-2.jpg" alt="trittin-stiftung-initiative-mehrweg-2" width="604" height="448" /></p>
<p>Seine unvollst&#228;ndigen Angaben begr&#252;ndet Gabriel &#252;brigens mit einem &#8220;Versehen im Ministerb&#252;ro&#8221;. Trittin schrieb mir in Bezug auf sein &#8220;Versehen&#8221;:  &#8220;Ich habe dies umgehend zu korrigieren und muss mich in dieser Hinsicht f&#252;r ihren Hinweis bedanken.&#8221;<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img class=" jqamyaihujejqmeszntx jqamyaihujejqmeszntx" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/">Gabriel und Trittin verheimlichten Nebent&#228;tigkeit</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/#comments">12 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8542&amp;md5=520d1cf0f85468a9fd2a65c1dd9ed099" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neuer Lobbyistenbericht bei Carta</title>
		<link>http://carta.info/8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 12:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 2. Bericht zur T&#228;tigkeit von Lobbyisten in Bundesministerien hat zwei Nachteile: 1. Er ist l&#252;ckenhaft und bietet weitr&#228;umige Ausnahmeregeln. 2. Er soll nicht ver&#246;ffentlicht werden. Transparenz sieht anders aus. Wenigstens am zweiten Punkt kann Carta etwas &#228;ndern. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6118837d574a5a9f63df4f691e85aa" alt="" width="1" height="1" /><br />
Das Bundesinnenministerium (BMI) hat in den vergangenen Tagen den Bundestagsaussch&#252;ssen f&#252;r Haushalt und Inneres den zweiten Bericht &#252;ber den Einsatz externer Personen in Bundesministerien vorgelegt. Nach der „Allgemeinen Vorschrift zum Einsatz von au&#223;erhalb des &#246;ffentlichen Dienstes Besch&#228;ftigen (externen Personen) in der Bundestagsverwaltung&#8221; hat das Innenministerium die Aussch&#252;sse zum 31. M&#228;rz eines jeden Jahres &#252;ber den Einsatz externer Personen zu unterichten. Der interne Bericht, der CARTA <a href="http://www.carta.info/docs/2_Bericht_ueber_Einsatz_externer_Personen_in_Bundesverwaltung.pdf" target="_blank"></a><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/Zweiter-Bericht-externe-Personen-Bundesverwaltung.pdf">vorliegt</a> (PDF), zeigt, dass die Zahl der von privaten Stellen in die obersten Bundesbeh&#246;rden entsandten Mitarbeiter zun&#228;chst zur&#252;ckgegangen ist.</p>
<p class="MsoNormal">Der erste Bericht vom September 2008 listete unter insgesamt 59 externen Mitarbeitern 18 Mitarbeiter aus Unternehmen und Wirtschaftsverb&#228;nden auf. Im neuen Bericht handelt es sich bei den entsendenden Stellen der 46 aufgelisteten externen Mitarbeiter in sechs F&#228;llen um Mitarbeiter von Unternehmen und Verb&#228;nden, darunter ein BASF-Mitarbeiter im Umweltministerium und eine Mitarbeiterin der Berliner Wasserbetriebe im Entwicklungsministerium. Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass der Mutterkonzern der Berliner Wasserbetriebe, die Berlinwasser Holding AG, gleichzeitig von Mitteln aus dem Haushalt des Ministeriums profitiert (<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/entwicklungshilfe-in-eigener-sache/?type=98" target="_blank">taz</a>, <a href="http://carta.info/3078/bmz-kein-einfluss-auf-die-auftragsvergabe/" target="_blank">CARTA</a>).</p>
<p class="MsoNormal">Die lobbykritische Organisation <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/" target="_blank">LobbyControl</a> wirft dem BMI vor, dass dessen Bericht L&#252;cken enthalte. So seien drei Mitarbeiter der <a href="http://www.keine-lobbyisten-in-ministerien.de/index.php/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ausw%C3%A4rtige_Politik" target="_blank">&#8220;Deutschen Stiftung f&#252;r Ausw&#228;rtige Politik&#8221;</a>, des <a href="http://www.bfn.de/" target="_blank">Bundesamtes f&#252;r Naturschutz</a> und der Deutsche Welle-Tochter DW – Media Services nicht in dem neuen Bericht aufgef&#252;hrt, obwohl ihr Einsatz dem <a href="http://www.spiegel.de/media/0,4906,19010,00.pdf" target="_blank">ersten Bericht</a> zufolge noch andauert. „Ich kenne diesen Vorwurf nicht und kann mich da auch im Moment nicht zu &#228;u&#223;ern“, so eine BMI-Sprecherin.</p>
<p class="MsoNormal">Von einschl&#228;gigen Organisationen und Parlamentariern wird auch kritisiert, dass vom Anwendungsbereich der Verwaltungsvorschrift und damit auch von der Berichtspflicht „befristete Arbeitsvertr&#228;ge“ und „entgeltliche Auftragsverh&#228;ltnisse, die Beratungs- oder sonstige Dienstleistungen zum Gegenstand haben“ nicht erfasst werden. „Der Bundestag muss aktiv werden und die Schlupfl&#246;cher schlie&#223;en und f&#252;r wirkliche Transparenz gegen&#252;ber der &#214;ffentlichkeit sorgen“, fordert Heidi Klein, Vorstandsmitglied von LobbyControl.</p>
<p class="MsoNormal">Der Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann (SPD) stimmt gerade mit dem Koalitionspartner CDU einen Antrag ab, der unter anderem vorsieht, dass auch befristete Arbeitsverh&#228;ltnisse von der Verwaltungsvorschrift erfasst werden und die BMI-Berichte &#252;ber Externe ver&#246;ffentlicht werden.</p>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img class=" xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb uysooaldndoxshmcbhhe uysooaldndoxshmcbhhe" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<a href="http://carta.info/8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/">Neuer Lobbyistenbericht bei Carta</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/#comments">8 comments</a>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau III</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 15:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie das MDR-Magazin Fakt berichtet, dient der Flughafen Leipzig/Halle - von der &#214;ffentlichkeit bisher gr&#246;&#223;tenteils unbemerkt - als Drehkreuz f&#252;r das US-Milit&#228;r bei Eins&#228;tzen im Irak und in Afghanistan. Insgesamt 450.00 US-Soldaten wurden &#252;ber den Flughafen bereits in Kriegsgebiete transportiert.

Die Bundeswehr baut eine geheime Cyberwar-Truppe auf. Die Hacker in Uniform sollen auch lernen, fremde Netze auszukundschaften und zu zerst&#246;ren, berichtet Spiegel Online.

Bei seinem Amtsantritt hie&#223; es, Karl Theodor zu Guttenberg habe Wirtschaftserfahrung durch die Leitung eines Familienunternehmens gesammelt. Dass zu Guttenberg lediglich ein Drei-Mann-Unternehmen in M&#252;nchen leitete, fand das NDR-Magazin ZAPP heraus.

Nach Spiegel-Informationen will die Union die Datenbanken vom Bundesnachrichtendienst mit denen der Polizei und des Verfassungsschutzes verkn&#252;pfen und auch Deutsche im Ausland abh&#246;ren d&#252;rfen. Gegen die Pl&#228;ne, die gegen das verfassungsrechtliche Gebot der Trennung von Polizei und Geh]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/69dda9d07d0e18ef83db0eb914fd14" alt="" width="1" height="1" />Wie das MDR-Magazin <a href="http://www.mdr.de/fakt/6100021.html">Fakt</a> berichtet, dient der Flughafen Leipzig/Halle &#8211; von der &#214;ffentlichkeit bisher gr&#246;&#223;tenteils unbemerkt &#8211; als Drehkreuz f&#252;r das US-Milit&#228;r bei Eins&#228;tzen im Irak und in Afghanistan. Insgesamt 450.00 US-Soldaten wurden &#252;ber den Flughafen bereits in Kriegsgebiete transportiert.</p>
<p>Die Bundeswehr baut eine geheime Cyberwar-Truppe auf. Die Hacker in Uniform sollen auch lernen, fremde Netze auszukundschaften und zu zerst&#246;ren, berichtet <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,606096,00.html">Spiegel Online</a>.</p>
<p>Bei seinem Amtsantritt hie&#223; es, Karl Theodor zu Guttenberg habe Wirtschaftserfahrung durch die Leitung eines Familienunternehmens gesammelt. Dass zu Guttenberg lediglich ein Drei-Mann-Unternehmen in M&#252;nchen leitete, fand das NDR-Magazin <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/ethik_journalismus/guttenberg106.html">ZAPP</a> heraus.</p>
<p>Nach <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606170,00.html">Spiegel</a>-Informationen will die Union die Datenbanken vom Bundesnachrichtendienst mit denen der Polizei und des Verfassungsschutzes verkn&#252;pfen und auch Deutsche im Ausland abh&#246;ren d&#252;rfen. Gegen die Pl&#228;ne, die gegen das verfassungsrechtliche Gebot der Trennung von Polizei und Geheimdiensten versto&#223;en k&#246;nnten, regt sich Widerstand in der SPD.</p>
<p>Wie Neonazis als V-Leute des Verfassungsschutzes in der NPD Geld mit Informationen verdienen, deren Nutzen fragw&#252;rdig erscheint, beleuchtet das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2008/vmaennernpd100.html">Panorama</a>.</p>
<p>Laut der <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gi5YecIKv1jsznWGX7qpysATWSdg">S&#252;ddeutschen Zeitung</a> gibt es Beweise f&#252;r die Verwicklung der Unternehmensspitze einschlie&#223;lich Klaus Zumwinkel in die Spitzelaff&#228;re bei der Telekom.</p>
<p>Dar&#252;ber, wie Horst Seehofer versucht durch eine &#196;nderung des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes die Kontrollberichte der Finanzaufsichtsbeh&#246;rde Bafin geheim zu halten, berichtet das RBB-Magazin <a href="http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8545983.html">Kontraste</a>. Nach Informationen der <a href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/495/458150/text/">S&#252;ddeutschen Zeitung</a> erw&#228;gt die Staatsanwaltschaft M&#252;nchen Ermittlungen wegen der Millionenverluste bei der Bayerischen Landesbank (BayernLB). Bafin II: In der <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/779/458431/text/">SZ</a> ist zu lesen, dass die Finanzaufsichtsbeh&#246;rde gegen mehrere Banken wegen Insiderhandels mit Aktien des angeschlagenen Kreditinstituts Hypo Real Estate ermittelt.</p>
<p>Der Mitteldeutsche Rundfunk ist wegen eines Beratervertrages f&#252;r einen ehemaligen Funkhausdirektor und der Vergabe eines Auftrags an eine Firma, die mit ihrem Angebot nur auf Platz 13 gelegen hat, ins Visier der Rechnungsh&#246;fe geraten, so die <a href="http://www.dnn-online.de/aktuell/content/87201.html">Dresdner Nachrichten</a>. Auch bem&#228;ngeln die Pr&#252;fer, dass das Essen in der Kantine im Landesfunkhaus Dresden preiswerter ist, als Studierende in Sachsen im Schnitt zahlen.</p>
<p>Wie Abgeordnete sich k&#252;nftig bei ihren Reisen von Firmen sponsern lassen wollen, hat sich <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4359526/1gcn4i/index.html">Report Mainz</a> angeschaut.</p>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau II</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 15:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gewerkschaft der Polizei soll Personalratswahlen mit rechts- und sittenwidrigen Methoden manipuliert haben, berichtet die Welt. Ein Gericht wird sich nun damit befassen.

Die Staatsanwaltschaft Bonn erh&#246;ht den Druck auf die Telekom-Sp&#228;her, wie dem Spiegel zu entnehmen ist. Eine der Schl&#252;sselfiguren in dem Skandal soll zudem mit dem Verkauf von Telefonkarten, die von der Telekom konfisziert, aber nicht ordnungsgem&#228;&#223; entsorgt wurden, sein Gehalt aufgebessert haben. Mit der Rolle von Telekom-Chef Réne Obermann, dem Ehemann von ZDF-Talkerin Maybritt Illner, hat sich Report Mainz besch&#228;ftigt. Dass die Telekom wie die Deutsche Bahn Mitarbeiter &#252;berpr&#252;fte, ist auf stern.de zu lesen.

&#220;ber fragw&#252;rdige Deals zwischen &#196;rzten und Krankenh&#228;usern wei&#223; Report Mainz zu berichten. Wie &#196;rzte hohe Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, wenn sie ihren Patienten m&#246;glichst viele chronische Erkrankungen attestieren, beschreibt das ARD-Magazin Panorama.

Mit der Themenauswahl der Politik-Magazine der]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/699fdcc85d6f4285978538ec080019" alt="" width="1" height="1" />Die Gewerkschaft der Polizei soll Personalratswahlen mit rechts- und sittenwidrigen Methoden manipuliert haben, berichtet die <a href="http://www.welt.de/wams_print/article3046058/Polizeigewerkschaft-manipulierte-Wahlen.html">Welt</a>. Ein Gericht wird sich nun damit befassen.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft Bonn erh&#246;ht den Druck auf die Telekom-Sp&#228;her, wie dem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,601810,00.html">Spiegel</a> zu entnehmen ist. Eine der Schl&#252;sselfiguren in dem Skandal soll zudem mit dem Verkauf von Telefonkarten, die von der Telekom konfisziert, aber nicht ordnungsgem&#228;&#223; entsorgt wurden, sein Gehalt aufgebessert haben. Mit der Rolle von Telekom-Chef Réne Obermann, dem Ehemann von ZDF-Talkerin Maybritt Illner, hat sich <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4293812/hybgij/index.html">Report Mainz</a> besch&#228;ftigt. Dass die Telekom wie die Deutsche Bahn Mitarbeiter &#252;berpr&#252;fte, ist auf <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Datenabgleich-Auch-Telekom-%FCberpr%FCfte-Mitarbeiter/653586.html?nl=T%C3%A4glich03.02.2009">stern.de</a> zu lesen.</p>
<p>&#220;ber fragw&#252;rdige Deals zwischen &#196;rzten und Krankenh&#228;usern wei&#223; <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4293808/1fgp91g/index.html">Report Mainz</a> zu berichten. Wie &#196;rzte hohe Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, wenn sie ihren Patienten m&#246;glichst viele chronische Erkrankungen attestieren, beschreibt das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/panoramakrankenkassen100.html">Panorama</a>.</p>
<p>Mit der Themenauswahl der Politik-Magazine der ARD hat sich die Berliner Zeitung besch&#228;ftigt. Dort hei&#223;t es unter anderem:</p>
<blockquote><p>Auff&#228;llig bleibt, wie h&#228;ufig sich alle Magazine 2008 dem Themenkomplex Gesundheit/Altenpflege widmeten. Wichtige Themen waren zudem der gescheiterte B&#246;rsengang der Bahn, hohe Energie-Preise, die Lage der SPD und der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Die feinen Unterschiede taten sich dahinter auf. So ist festzustellen, dass &#8220;Report M&#252;nchen&#8221; und &#8220;Fakt&#8221; die Krisen der Landesbanken in ihren Sendegebieten eher au&#223;en vor lie&#223;en. Interessant ist auch, dass sich &#8220;Kontraste&#8221;, &#8220;Monitor&#8221; und &#8220;Report Mainz&#8221; kritischer mit den rechtsradikalen Umtrieben in Sachsen und Sachsen-Anhalt auseinandersetzten als &#8220;Fakt&#8221;.</p></blockquote>
<p>Hinzu komme, dass in Leipzig und M&#252;nchen immer noch sehr gro&#223;e Scheu herrsche, &#8220;sich mit den M&#228;chtigen der eigenen Landespolitik anzulegen&#8221;. Mit einem Fall, in dem Report M&#252;nchen seine Zuschauer in die Irre gef&#252;hrt haben soll, hat sich fast zeitgleich die Organisation <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/07/report-munchen-fuhrt-zuschauer-in-die-irre/">Lobbycontrol</a> in ihrem Blog befasst.</p>
<p>Wie der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,601808,00.html">Spiegel</a> vorab berichtete, wird die geplante Wiederverstaatlichung der Berliner Bundesdruckerei von schweren Finanzvorw&#252;rfen  &#252;berschattet.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,601830,00.html">Spiegel Online</a> hat aufgedeckt, wie ein Tarnverein von Scientology deutsche Politiker narrt. Der offizielle &#8220;United Nations Bookshop&#8221; soll sogar eine DVD der Vereinigung &#252;ber das Internet vertrieben haben.</p>
<p>Der <a href="http://www.swr.de/blog/umweltblog/?m=20080122">SWR</a> berichtet in einem Blog dar&#252;ber, dass der ehemalige Pr&#228;sident des Bundesamtes f&#252;r Naturschutz, Hartmut Vogtmann, neuer Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Fachverbands Kartonverpackungen f&#252;r fl&#252;ssige Nahrungsmittel (FKN) ist. Der Verband &#8220;vertritt die gemeinsamen Interessen der in Deutschland t&#228;tigen Hersteller von Getr&#228;nkekartons &#8211; Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak&#8221;, so der SWR.</p>
<p>Die Milliarden, die in das Projekt Transrapid flossen, hat sich das RBB-Magazin <a href="http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8467388.html">Kontraste</a> n&#228;her angeschaut. Wie Lobbyisten der Autoindustrie den Klimaschutz blockieren, war erneut Thema in der<a href="http://www.zeit.de/2009/06/Kfz-Steuer"> Zeit</a>.</p>
<p>Wegen eines umstrittenen Beratervertrags ist der K&#246;lner B&#252;rgermeister Josef M&#252;ller (CDU) zur&#252;ckgetreten. Dar&#252;ber berichten unter anderem Andreas Damm vom <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1233584018477.shtml">K&#246;lner Stadt-Anzeiger</a> und die <a href="http://www.welt.de/politik/article3136609/Dubiose-Beratervertraege-stuerzen-CDU-in-Krise.html">Welt</a>.</p>
<p>Auch Journalisten sind gegen Korruption nicht gefeit: Dass Journalisten &#252;ppige Reisen zur Olympiade nach China unternahmen, bezahlt von Volkswagen, hat der <a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,601100,00.html">Spiegel</a> enth&#252;llt. Auch das NDR-Magazin <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/ethik_journalismus/vwolympia100.html">Zapp</a> und Hans Leyendecker von der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/823/454505/text/">S&#252;ddeutschen Zeitung</a> berichten dar&#252;ber.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://carta.info/post_notification_header/"><img class="aligncenter" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/01/banner_newsletter_v3_ani2.gif" alt="RSS Feed" width="468" height="60" /></a></p>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau I</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 01:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie der Spiegel aufgedeckt hat, betreiben mehrere deutsche Landesbanken eine Privatbank in der Schweiz, die auch "Beratung und Betreuung bei Gr&#252;ndungen von Stiftungen und Anstalten - unter anderem nach liechtensteinischem Recht - oder Trusts und Offshore-Gesellschaften" anbietet.

Ebenfalls im Spiegel ist zu lesen, dass Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler das Gesetz &#252;ber die Erbschaftssteuer "&#252;beraus eilig" gepr&#252;ft und Warnungen von Experten ignoriert haben soll. Um den Eindruck einer gr&#252;ndlicheren Pr&#252;fung zu erwecken sei das "Szenario - Unterschrift K&#246;hlers, aber sp&#228;tere Bekanntmachung seiner Zustimmung - verabredet" worden.

Mit dem heiklen Einsatz von Lobbyisten in Bundesministerien hat sich noch einmal das WDR-Magazin Monitor befasst.

Der russische Energiekonzern Gazprom will in Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern den weltweit gr&#246;&#223;ten Erdgasspeicher bauen, wie der Focus erfahren hat.

Nachdem zun&#228;chst v&#246;llig klar schien, dass der T&#228;ter aus der rechtsextremen Szene stammt, mehren sich ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/4b8f9227a86d975af6b414ab9cf726" alt="" width="1" height="1" />Wie der <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,600523,00.html">Spiegel</a> aufgedeckt hat, betreiben mehrere deutsche Landesbanken eine Privatbank in der Schweiz, die auch &#8220;Beratung und Betreuung bei Gr&#252;ndungen von Stiftungen und Anstalten &#8211; unter anderem nach liechtensteinischem Recht &#8211; oder Trusts und Offshore-Gesellschaften&#8221; anbietet.</p>
<p>Ebenfalls im <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,599272,00.html">Spiegel</a> ist zu lesen, dass Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler das Gesetz &#252;ber die Erbschaftssteuer &#8220;&#252;beraus eilig&#8221; gepr&#252;ft und Warnungen von Experten ignoriert haben soll. Um den Eindruck einer gr&#252;ndlicheren Pr&#252;fung zu erwecken sei das &#8220;Szenario &#8211; Unterschrift K&#246;hlers, aber sp&#228;tere Bekanntmachung seiner Zustimmung &#8211; verabredet&#8221; worden.</p>
<p>Mit dem heiklen <a href="http://carta.info/3078/bmz-kein-einfluss-auf-die-auftragsvergabe/">Einsatz von Lobbyisten in Bundesministerien</a> hat sich noch einmal das WDR-Magazin <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2008/0403/lobbyisten.php5">Monitor</a> befasst.</p>
<p>Der russische Energiekonzern Gazprom will in Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern den weltweit gr&#246;&#223;ten Erdgasspeicher bauen, wie der <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/krisen-vorrat-gasprom-bietet-riesige-gasmenge_aid_361026.html">Focus</a> erfahren hat.</p>
<p>Nachdem zun&#228;chst v&#246;llig klar schien, dass der T&#228;ter aus der rechtsextremen Szene stammt, mehren sich nun die Zweifel am Tatherrgang im Fall Mannichl, fand die <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/bayern/111/453799/text/">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> heraus.</p>
<p>Beim Online-Buchh&#228;ndler Amazon sind mehrere B&#252;cher des NPD-Verlags &#8220;Deutsche Stimme&#8221; erh&#228;ltlich. Darunter Titel wie &#8220;Soldaten wie andere auch: Der Weg der Waffen-SS&#8221;, so die <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/buecher-von-npd-verlag-bei-amazon/">tageszeitung</a>.</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/unternehmen/gesundheitswirtschaft/:Gesundheitswirtschaft-Unerh%F6rte-Gesch%E4fte/457902.html?p=1">Financial Times Deutschland</a> hat herausgefunden, wie sich HNO-&#196;rzte und H&#246;rger&#228;teakustiker scheinbar in gro&#223;em Stil illegal Auftr&#228;ge zuschanzen.</p>
<p>Dar&#252;ber, dass auf Durchschnittsverdiener in den kommenden sechs Jahren eine zus&#228;tzliche steuerliche Belastung von 63 Milliarden Euro zukommen soll, berichtet das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/steuererhoehungen2.html">Panorama</a>.</p>
<p>In der <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/511/454195/text/">S&#252;ddeutschen Zeitung</a> ist zu erfahren, dass europ&#228;ische Banken in den USA illegalerweise Gesch&#228;fte mit terroristisch eingestuften Staaten wie Iran, Sudan und Lybien gemacht haben sollen, weshalb die Beh&#246;rden nun ermitteln.</p>
<p>Der fr&#252;here Vorstand der Hypo Real Estate soll nicht nur die eigenen Aktion&#228;re, sondern auch den Finanzministerer in die Irre gef&#252;hrt haben, berichtet die <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/414/453109/text/">S&#252;ddeutsche Zeitung</a>. Ebenfalls von Klaus Ott ist in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/853/453543/text/">SZ</a> zu lesen, dass die BayernLB ihre Manager anscheinend so gut absicherte, dass sie nun jahrelang Geld erhalten &#8211; f&#252;r nichts.</p>
<p>Am Montag berichtete das Branchenmagazin &#8220;Kontakter&#8221; in einer exklusiven <a href="http://www.presseportal.de/pm/6716/1333005">Vorabmeldung</a>: &#8220;Ehrensenf-Gr&#252;nderin Katrin Bauerfeind startet Pop-Magazin auf 3sat&#8221;. Das Magazin werde &#8220;Bauerfeind&#8221; hei&#223;en und an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 21.30 Uhr zu sehen sein. Von wegen exklusiv und vorab: Wie Peer Schader in seinem Blog <a href="http://www.medienpiraten.tv/blog/?p=884">medienpiraten.tv</a> berichtet war das Ganze schon in der seit dem 18. Dezember 2008 erh&#228;ltlichen neuen Ausgabe des frei abonnierbaren<a href="http://www.3sat.de/specials/89457/index.html"> 3sat Magazins</a>, dessen Cover Katrin Bauerfeind zierte, zu lesen.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=4209&amp;md5=da7cd7ed0954f26718730e5a18e1841d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>BMZ: „Kein Einfluss auf die Auftragsvergabe“</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 03:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit dem Einsatz einer Lobbyistin der Berlinwasser Gruppe im Bundesministerium f&#252;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gibt es neue Erkenntnisse. Wie Dokumente zeigen, war das Ministerium von Anfang an in die Vergabe von Mitteln der BMZ-Durchf&#252;hrungsorganisation KfW und GTZ an die Berlinwasser International AG (BWI) bei einem Abwasserprojekt in Albanien einbezogen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Im Wasserreferat des <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,588096,00.html" target="_blank">BMZ</a> ist seit August eine Mitarbeiterin der Berlinwasser Gruppe, die auch f&#252;r die Berliner Wasserbetriebe t&#228;tig ist, besch&#228;ftigt. Zeitgleich profitieren einzelne Unternehmen der Berlinwasser Gruppe von Mitteln, die die BMZ-Durchf&#252;hrungsorganisationen KfW und <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0709/seite3/0015/index.html" target="_blank">GTZ</a> vergeben.</p>
<p class="MsoNormal">Bei dem genannten Projekt in Albanien zahlte die KfW der BWI, wie erst jetzt bekannt wurde, 300.000 Euro f&#252;r „Beratungsleistungen“. Trotzdem stieg die BWI vorzeitig aus dem Projekt aus, weil ihre Erl&#246;se geringer ausfielen als erwartet. Auch bei einem Wasserprojekt im indischen Bundesstaat Rajasthan flossen 500.000 Euro „f&#252;r Beratungsleistungen“ von der KfW Entwicklungsbank an die BWI. Beim Bau eines Wasserwerk in der Stadt Xian in China gew&#228;hrte die KfW IPEX Bank der Berlinwasser Holding AG ein vermutlich zinsg&#252;nstiges Darlehen in H&#246;he von rund 3,5 Mio. Euro. „Details zu den Konditionen unterliegen der Bankvertraulichkeit und d&#252;rfen nicht ver&#246;ffentlicht werden“, so KfW-Sprecherin Charis P&#246;thig. Zu der Frage, ob die Auftr&#228;ge im Rahmen eines ordnungsgem&#228;&#223;en Ausschreibungsverfahrens vergeben wurde, teilte die KfW mit: &#8220;Wir bitten um Verst&#228;ndnis, dass wir keine Detailausk&#252;nfte &#252;ber konkrete Vergabevorg&#228;nge zu den einzelnen Vorhaben der KfW Entwicklungsbank geben k&#246;nnen, da es sich um vertrauliche Vorg&#228;nge handelt.&#8221; Man k&#246;nne jedoch best&#228;tigen, dass die Leistungen &#8220;entsprechend den geltenden Regelungen ordnungsgem&#228;&#223; vergeben wurden&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal">Ministeriumssprecher Stefan Bethe hatte mitgeteilt, dass BMZ erteile zwar Auftr&#228;ge an entwicklungspolitische Durchf&#252;hrungsorganisationen wie KfW oder GTZ, auf die Auftragserteilung an konkrete Unternehmen durch die entwicklungspolitischen Durchf&#252;hrungsorganisationen nehme man aber keinen Einfluss. Daher habe die Mitarbeiterin der Berlinwasser Gruppe auch keinen Einfluss auf Auftr&#228;ge nehmen k&#246;nnen.</p>
<p class="MsoNormal" style="center">
<p class="MsoNormal" style="center"><a title="zum ausf&#252;hrlichen Schaubild auf bmz.bund.de" rel="http://www.bmz.de/de/wege/bilaterale_ez/zwischenstaatliche_ez/index.html" href="http://www.bmz.de/de/wege/bilaterale_ez/zwischenstaatliche_ez/index.html" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-3087" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/12/bmz.jpg" alt="" width="443" height="347" /></a><a href="http://carta.info/carta/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3078&amp;message=4"> </a></p>
<p class="MsoNormal" style="center">Planung und Durchf&#252;hrung der Finanziellen und Technischen Zusammenarbeit des BMZ. Quelle: bmz.bund.de.</p>
<p class="MsoNormal" style="center">
<p class="MsoNormal">Wie aus einer auf dem Webserver der Inwent gGmbH – deren Hauptgesellschafter ist das BMZ – dokumentierten Rede des BWI-Vorstands und fr&#252;heren Staatssekret&#228;rs Dieter Ernst hervorgeht, wurde das Wasserprojekt in Albanien jedoch „in enger Kooperation mit dem Bundesministerium f&#252;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Kreditanstalt f&#252;r Wiederaufbau“ ins Leben gerufen. Auch die fr&#252;here parlamentarische Staatsekret&#228;rin im BMZ, die gr&#252;ne Bundestagsabgeordnete Uschi Eid, erw&#228;hnt das Projekt in einem Bundestags-Schreiben mit den Worten: „Das BMZ steuert &#252;ber die Kreditanstalt f&#252;r Wiederaufbau einen Kredit von 23,54 Mio. DM bei“. Dabei profitiere das Unternehmen BWI „vom politischen Flankenschutz“, so Eid. Auf Anfrage wollte Eid hierzu keine Stellung nehmen.</p>
<p class="MsoNormal">Die KfW-Sprecherin r&#228;umte unterdessen weitere Zahlungen an die BWI ein: „Die KfW Entwicklungsbank hat insgesamt seit 1999 eine Summe von 1,087 Mio. Euro Berlinwasser International AG und T&#246;chter ausgezahlt. Vereinbart sind Direktleistungen in H&#246;he von rund 1,2 Mio. Euro, ausgezahlt sind bisher 1.087 Mio. Euro“. Bisher hatte die KfW lediglich von 300.000 Euro f&#252;r Beratungsleistungen gesprochen.</p>
<p class="MsoNormal">F&#252;r das Projekt in Albanien gew&#228;hrte die KfW Entwicklungsbank dem albanischen Staat einen Kredit, mit dem dieser „Lieferungen und Leistungen verschiedener Consultants“ bezahlt habe. Was die H&#246;he des Kredits betrifft, machte die KfW bisher unterschiedliche Angaben. Nachdem zun&#228;chst von sechs Millionen Euro die Rede war, korrigierte die KfW die Summe jetzt auf 8,515 Millionen Euro.</p>
<p class="MsoNormal">Wie ebenfalls erst jetzt bekannt wird, war die Essener WTE Wassertechnik GmbH, eine fr&#252;here Tochter der zur Berlinwasser Gruppe geh&#246;renden Berlinwasser Services GmbH, zusammen mit der Firma RWE Aqua am Bau und Betrieb einer Kl&#228;ranlage in Zagreb beteiligt. Das Projekt war zeitweilig das weltweit gr&#246;&#223;te Wasserprojekt mit eingeschr&#228;nktem R&#252;ckgriffsrecht auf die beteiligten Unternehmen und wurde von der KfW mit einem 115-Millionen-Kredit kofinanziert.</p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=3078&amp;md5=da570c6a661e48b8a3a8dfe79f98d813" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Unilever f&#252;ttert Agrarpolitiker</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 02:17:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Unilever]]></category>

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		<description><![CDATA[Lobbying ist in Br&#252;ssel an der Tagesordnung - etwa 15.000 Lobbyisten ziehen dort tagt&#228;glich die Strippen. Der Lebensmittelriese Unilever bezahlt &#252;ppige Gesch&#228;ftsessen von EU-Abgeordneten und finanziert eine Abgeordnetengruppe, die &#252;ber Agrarsubventionen ber&#228;t. Gleichzeitig ist der niederl&#228;ndisch-britische Lebensmittelkonzern ein gro&#223;er Empf&#228;nger von Agrarsubventionen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wichtiger Ansatzpunkt f&#252;r die Lobbyarbeit sind die sogenannten Intergroups des Europ&#228;ischen Parlaments. Sie sind informeller Natur, setzen sich aber wie Aussch&#252;sse zusammen und haben entsprechenden Einfluss auf die Vorbereitung von Beschl&#252;ssen. In Br&#252;ssel tummeln sich insgesamt 24 solcher Gruppierungen, die sich zu Themen wie EU-Verfassung, Tierschutz oder Tibet zusammenfinden und zum Gro&#223;teil durch EU-F&#246;rderprogramme, Stiftungen oder durch Spenden finanziert werden. Wegen ihrer Arbeitsweise wird den Intergroups, die selbst vielen Kennern der EU unbekannt sind, Intransparenz und die Beg&#252;nstigung bestimmter Geldgeber vorgeworfen.</p>
<p>So befasst sich die <a href="http://lufpig.eu/">Land Use and Food Policy Intergroup</a> (LUFPIG) mit Agrar- und Lebensmittelpolitik, also auch mit Agrarsubventionen. Sie finanziert sich vorwiegend aus Spenden einiger Gro&#223;firmen. Unilever zahlte der Intergroup nach meinen Recherchen in den letzten vier Jahren insgesamt 24.000 Euro. Dies best&#228;tigte eine Sprecherin der LUFPIG schriftlich. Pikant daran: Der Konzern geh&#246;rt zu den gro&#223;en Empf&#228;ngern von Agrarsubventionen auch in Deutschland. Durch eine im November 2007 vom Stern ver&#246;ffentlichte <a href="http://www.wer-profitiert.de/upload/AgrarsubventionenNRW.pdf">Liste</a> aus dem Landwirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens geht hervor, dass Unilever allein im Jahr 2006 insgesamt 243.665,57 Euro an Agrarzusch&#252;ssen in NRW erhielt. Laut der Internetseite <a href="http://farmsubsidy.org/">farmsubsidy.org</a>, die vom Europ&#228;ischen Sozialfonds mitfinanziert wird, erh&#228;lt der Konzern dar&#252;ber hinaus derartige Subventionen in D&#228;nemark, Gro&#223;britannien, den Niederlanden, Schweden und Spanien.</p>
<p>Insgesamt erhielt die informelle Parlamentariergruppe in den vergangenen vier Jahren Zuwendungen von privaten Firmen in H&#246;he von 214.000 Euro. Die LUFPIG behauptet, das Geld gr&#246;&#223;tenteils f&#252;r Personal aufzuwenden und nur zu 20 bis 30 Prozent f&#252;r Veranstaltungen auszugeben. Trotzdem bezahlte die Intergroup ein &#246;ffentliches Dinner im Restaurant eines F&#252;nf-Sterne-Hotels.</p>
<p>Zwischen Unilever und den Parlamentariern bestehen zahlreiche Verbindungen. Seit 2006 f&#252;hrte die LUFPIG beispielsweise drei Veranstaltungen zum Thema Agrartreibstoff mit Vertretern von Unilever durch, eine davon informell. Knapp die H&#228;lfte aller in diesem Zeitraum von der Intergroup eingeladenen Firmenvertreter kamen von Unilever. Im Jahr 2007 gab es eine Konferenz zum Thema Agrartreibstoff, auf der ein ranghoher Konzernmitarbeiter gegen Biotreibstoff warb. Viele Lebensmittelkonzerne sind gegen die verst&#228;rkte Einf&#252;hrung von derartigem Treibstoff, weil sie eine Verknappung von Herstellungsmaterial f&#252;r Lebensmittel wie Margarine f&#252;rchten. Unilever ist mit seinen Marken Rama und L&#228;tta Marktf&#252;hrer in diesem Bereich.</p>
<p>Die LUFPIG ver&#246;ffentlichte sogar zwei Publikationen, die von Unilever-Mitarbeitern verfa&#223;t wurden. In einer legt der Unilever-Vizechef die Sichtweise des Unternehmens zu Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft dar. Eine andere zum Thema Agrartreibstoff wurde vom Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der britischen Lobbying-Einrichtung <a href="www.publicaffairs.ac/inindex.php?in=main.htm">European Centre for Public Affairs</a> (ECPA) und ehemaligen EU-Abgeordneten Tom Spencer verfasst. Das ECPA wird ebenfalls von Unilever mitfinanziert, im Vorstand sitzt das LUFPIG-Mitglied Bill Newton-Dunn.</p>
<p>Die Trennung zwischen Arbeit f&#252;r Konzerne und Arbeit f&#252;r die B&#252;rger der EU scheint sich in Br&#252;ssel immer schwieriger nachvollziehen zu lassen. So wurde auf Vermittlung der deutschen EU-Abgeordneten Erika Mann (SPD), die ebenfalls der LUFPIG angeh&#246;rt, eine Grundschule in Berlin als erste Schule in Deutschland in das &#8220;Unilever International Schools Art Project&#8221; aufgenommen. Erika Mann nahm auch an einer Anh&#246;rung des EU-Parlaments teil, bei der das LUFPIG-Mitglied Edith Herczog die Er&#246;ffnungsrede hielt. Herczog stand bis 1997 bei Unilever auf der Gehaltsliste. Sie sprach auch im Oktober 2007 bei einer Lunchveranstaltung zusammen mit dem Europachef von Unilever. Neben Herczog waren noch zwei weitere EU-Parlamentarier bei Unilever besch&#228;ftigt: Der schwedische Abgeordnete Gunnar H&#246;kmark und der britische Abgeordnete Philip Bushill-Matthews, der w&#228;hrend seiner Zeit bei Unilever unter anderem bei der Tochterfirma Iglo besch&#228;ftigt war. Laut Stern strich Unilever f&#252;r die im August 2006 verkaufte Tochter seit 2004 rund 700000 Euro f&#252;r den &#8220;Ausbau der Spinat- und Kr&#228;uterverarbeitung&#8221; ein.</p>
<p>Der britische Abgeordnete Giles Chichester, der k&#252;rzlich wegen der Veruntreuung von Parlamentsmitteln zur&#252;cktrat, hospitierte parallel zu seiner Abgeordnetent&#228;tigkeit mindestens ein Jahr lang im Management der Lebensmittelsparte von Unilever. Als im September eine US-Beh&#246;rde und das Umweltbundesamt vor der Chemikalie Bisphenol-A in Lebensmittelverpackungen warnte, hielt die <a href="www.efsa.europa.eu/EFSA/efsa_locale-1178620753824_home.htm">Europ&#228;ischen Beh&#246;rde f&#252;r Lebensmittelsicherheit</a> (EFSA) den Stoff, den auch Unilever in seinen Produkten verwendet, f&#252;r unbedenklich. Der stellvertretende Vorsitzende des EFSA-Verwaltungsrates, Bart Sangster, war fr&#252;her Mitglied des Unilever-Vorstands.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=2570&amp;md5=d047fd7e4f3dc294298f0479efde0a58" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Peter Maffay: Hilfe, Internet is killing my Drahtlosmikro</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 19:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Breitband-Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbying]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Maffay]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit bekomme ich ungefragt E-Mails von der APWPT. Das ist die "Association of Professional Wireless Production Technology". Zun&#228;chst hielt ich die APWPT f&#252;r einen weiteren uninteressanten Lobbyverband.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/1208676ef51520407256dfeaaf4b1e" width="1" height="1" alt=""/>Unangenehm fiel auf, dass die erste APWPT-Mail direkt von einer PR-Agentur verschickt wurde. Ich antwortete, man m&#246;ge mich doch bitte aus dem Verteiler streichen.</p>
<p>Dem kam die APWPT nicht nach. Zum Gl&#252;ck. Den sonst h&#228;tte ich nie erfahren, wie gef&#228;hrlich das Breitband-Internet f&#252;r die Zukunft der Live-Kultur werden k&#246;nnte.</p>
<p>Es geht hier um das sehr ernste Thema der &#8220;Digitalen Dividende&#8221;. Die Frequenzen des verblichenen analogen Fernsehens sollen zuk&#252;nftig teilweise f&#252;r die Verbreitung des Internets genutzt werden &#8211; zur Freude der Mobilfunkmultis und zum Entsetzen des Mikrofon-Herstellers Sennheiser und von Peter Maffay.</p>
<p>Es droht nichts weniger als eine &#8220;K-a-t-a-s-t-r-o-p-h-e f&#252;r den K-u-l-t-u-r-b-e-t-r-i-e-b&#8221;, wie die APWPT am Montag in Berlin erkl&#228;rte und CARTA leider erst heute zu berichten Zeit findet. 700.000 Funkmikrofone in Deutschland stehen vor dem aus.</p>
<p>Bislang funken drahtlose Mikrofone in den L&#252;cken zwischen den analogen Fernsehfrequenzen. Zuk&#252;nftig droht hier der digitale Keraus. Eine Art Enteignung der Kultur- durch die Internetindustrie.</p>
<p>Um deutlich zu machen, was das konkret bedeutet, bot die APWPT am Montag den bekannten Unterhaltungsk&#252;nstler Peter Maffay auf: Die Mikrofon-Misere drohe Neuauflagen der Tabaluga unm&#246;glich zu machen, erkl&#228;rt die APWPT: &#8220;Vor allem die beliebte Drachenfigur Tabaluga w&#228;re in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschr&#228;nkt, viele Szenen des B&#252;hnenprogramms k&#246;nnten nicht mehr realisiert werden.&#8221;</p>
<p>Da kann man nur sagen: Internet statt Tabaluga &#8211; wie kann man Kunst nur derart auf dem Altar digitalwirtschaftlichen Denkens opfern?</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/11/apwpt_1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1441" title="apwpt_1" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/11/apwpt_1.jpg" alt="" width="400" height="223" /></a></p>
<p><em>Peter Maffay: &#8220;Ich bin Opfer eines nur scheinbaren technischen Fortschritts.&#8221; (Foto: APWPT)<br />
</em></p>
<p>Maffay &#252;ber den Angriff des Breitband-Internets auf seine Drahtlosmikrofone: &#8220;Ich will meine k&#252;nstlerischen Gestaltungsm&#246;glichkeiten auch in Zukunft nicht verlieren.&#8221; Maffay sieht sich &#8220;massiv&#8221; eingeschr&#228;nkt.</p>
<p>Ich habe sofort bei einem der gro&#223;en Telekommunikationsunternehmen dieses Landes angerufen. In der dortigen Lobbyabteilung meines Vertrauens. Dort hie&#223; es: Erstens solle ja nicht das gesamte Fernsehspektrum zur Internet-Verbreitung freigegeben werden &#8211; es bleibe noch gen&#252;gend Platz f&#252;r drahtloses Herumgeh&#252;pfe. Zweitens g&#228;be es jetzt tolle neue W-Lan-Module und daf&#252;r auch neue Frequenzen: Da k&#246;nne Maffay einen Funkmast aufstellen und das halbe Stadion drahtlos mitsingen &#8211; jedenfalls so ungef&#228;hr war die Formulierung.</p>
<p>Auf solche Ausfl&#252;chte l&#228;sst sich Heinrich Esser, Forschungsleiter bei Sennheiser nicht ein: Digitalmikros seien einfach nicht so gut. Die Komprimierung ruiniere die Qualit&#228;t.</p>
<p>Fazit: Nach diesem erneuten Beispiel schonungslosen Vorgehens der Digital- gegen die Analoglobby muss man entsetzt feststellen: Switchover is killing Rockheinis. F&#252;rchterlich. In der Medienpolitik geht nichts voran, ohne dass der Untergang der Kulturnation erkl&#228;rt wird.</p>
<p>P. S.: Sehr geehrte Damen und Herren von Fischerappelt, ab sofort m&#246;chte ich bitte keine E-Mails mehr von der APWPT erhalten.</p>
<p>Anhang: Das Schaubild zur Mikro-Malaise (Quelle: APWPT)</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/11/apwpt.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1440" title="apwpt" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/11/apwpt.jpg" alt="" width="500" height="313" /><br />
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<p><small>
<a href="http://carta.info/1437/peter-maffay-hilfe-internet/">Peter Maffay: Hilfe, Internet is killing my Drahtlosmikro</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/1437/peter-maffay-hilfe-internet/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=1437&amp;md5=698c7a100e825668ea4b203f75c547e9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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