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	<title>CARTA &#187; Lobby</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Lobbykratie: Das Outsourcing der Politik</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 01:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim Otto</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn schon w&#228;hrend der Koalitionsverhandlungen vermehrt Parteispenden flie&#223;en, ist dies nur eine weiteres Indiz f&#252;r die zunehmend dreiste Verquickung von Politik, Wirtschaft und Verb&#228;nden. Das Problem mit der deutschen Lobbykratie: Die Regeln sind viel zu lax und die Politik meint, sich auf die eigene Kompetenz nicht mehr verlassen zu k&#246;nnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/f185512d95fc49228ea15b5243e8ffeb" alt="" width="1" height="1" />Zu Beginn dieses Jahres verschlug es einem beinahe die Sprache dar&#252;ber, mit welcher Selbstverst&#228;ndlichkeit ein Teil der politischen Klasse „Einflussspenden“ aus der Wirtschaft inzwischen nicht nur f&#252;r legal, sondern auch f&#252;r legitim h&#228;lt.</p>
<p>Die Chronologie der Ereignisse: Im Jahr 2009 hatte die FDP bis zur Bundestagswahl von einem Unternehmen 1,1 Mio. Euro an Parteispenden erhalten, das August Baron von Finck geh&#246;rt. Die Familie des Milliard&#228;rs ist wiederum Hauptaktion&#228;r der M&#246;venpick-Gruppe, die unter anderem Hotels betreibt. Und auch aus der Autoindustrie flossen ungew&#246;hnlich viele Spenden im Wahljahr. Rund 300.000 Euro hatte BMW allein 2009 an CDU, CSU und FDP gespendet. Johanna Quandt, die Witwe des einstigen Firmenchefs, spendete der CDU nochmals 300.000 Euro, und ihre Tochter Susanne Klatten, Mitglied im BMW-Aufsichtsrat, der FDP die gleiche Summe.</p>
<p>&#8230; weiterlesen auf <a href="http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2010/maerz/drehtuer-lobbykratie">blaetter.de</a></p>
<p><a href="http://www.blaetter.de/archiv/autoren/kim-otto"><img class="alignleft size-full wp-image-24155" title="blaetter" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/03/blaetter.jpg" alt="blaetter" width="160" height="235" />Kim Otto</a> ist Mitarbeiter beim ARD-Politikmagazin &#8220;Monitor&#8221;, Grimme-Preistr&#228;ger und Professor f&#252;r Journalistik an der macromedia Hochschule f&#252;r Medien und Kommunikation in K&#246;ln. Er ver&#246;ffentlichte gemeinsam mit Sascha Adamek das Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gekaufte-Staat-Konzernvertreter-deutschen-Ministerien/dp/3462039776">Der gekaufte Staat: Wie bezahlte Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben</a>&#8220;.</p>
<p>Dieser Text ist in der M&#228;rz-Ausgabe der Zeitschrift “Bl&#228;tter f&#252;r deutsche und internationale Politik“ erschienen. Ein Probeabonnement k&#246;nnen Sie <a href="http://www.blaetter.de/shop/blaetter-probeabo">hier</a> bestellen.<span style="color: #ffffff;"><br />
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24154&amp;md5=aa18cfe03708a6dc3de38e32365c521b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie das Wirtschaftsministerium INSM-nahe Projekte f&#246;rdert</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 14:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Ministerium von Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle (FDP) hat ein Projekt gef&#246;rdert, an dem der F&#246;rderverein der umstrittenen Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) beteiligt ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die INSM wurde 2005 bekannt, als herauskam, dass sie f&#252;r 58.670 Euro <a href="http://www.netzeitung.de/medien/359039.html" target="_blank">Schleichwerbe-Dialoge in der ARD-Serie „Marienhof“</a> gekauft hatte. Die im Jahr 2000 gegr&#252;ndete, marktliberale Lobbyorganisation wirbt vehement f&#252;r Steuersenkungen, Privatisierungen und mehr „Eigenverantwortung“ in der Sozialpolitik. Finanziert wird sie von den Arbeitgeberverb&#228;nden der Metall- und Elektroindustrie. Vergangenen Herbst bekam die Lobbyinitiative Probleme mit dem Norddeutschen Rundfunk und der Zeitschrift „Neon“, weil sie <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/551/483001/text/" target="_blank">behauptet</a> hatte, die beiden Medien w&#252;rden &#252;ber eine ihrer Kampagnen berichten.</p>
<p>Das Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft und Technologie (BMWi) best&#228;tigte auf Anfrage, ein Projekt mit dem Namen <a href="http://www.juniorprojekt.de/" target="_blank">„Junior“</a> finanziell unterst&#252;tzt zu haben. Tr&#228;ger des Projekts ist die Institut der deutschen Wirtschaft Junior gGmbH, eine Tochtergesellschaft des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), das seinen Sitz bis vor einiger Zeit am Gustav-Heinemann-Ufer 84–88 in K&#246;ln hatte. <a href="http://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/filme/OBP_3_Preis.mpg" target="_blank">Unter der selben Adresse</a> hatte bis zu ihrem Umzug in ihr neues B&#252;ro in Berlin, den die INSM letzte Woche Dienstag feierte, auch die INSM ihren Sitz. Der Direktor des IW, Michael H&#252;ther, ist <a href="http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html" target="_blank">Mitglied des Kuratoriums der INSM</a>.</p>
<p>Bei dem 1994 gegr&#252;ndeten „Junior“-Projekt sollen Jugendliche unter dem Motto „Sch&#252;ler als Manager“ im Rahmen von Planspielen lernen, wie Unternehmer zu handeln. Das Projekt verfolgt laut einer Projektbescheibung als Ziel, „Einblicke in die soziale Marktwirtschaft“ zu geben.</p>
<p>Das Wirtschaftsministerium best&#228;tigte, dass die Gesamtzuwendung f&#252;r das Projekt „Junior“ auch entsprechende Teilbetr&#228;ge f&#252;r das ebenfalls von der Institut der deutschen Wirtschaft Junior gGmbH getragene Projekt „Junior-Kompakt“ beinhaltete. „Junior-Kompakt“ wird laut einer <a href="http://www.juniorprojekt.de/data/junior-kompakt/Projektbeschreibung%20Internet.pdf" target="_blank">Projektbeschreibung</a> direkt vom „<a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=3&amp;ved=0CA8QFjAC&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.ruhrbarone.de%2Fein-experiment-wen-nimmt-der-insm-forderverein-auf%2F&amp;rct=j&amp;q=carta+insm&amp;ei=K4qXS4P2EsiI4QbbgMnxCg&amp;usg=AFQjCNG-pEWOgb8HqJkkGhRmuuoCGLqI2g" target="_blank">F&#246;rderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V.</a> unterst&#252;tzt“. Eine weitergehende Aufschl&#252;sselung, wieviel der „Junior“-F&#246;rderung an „Junior-Kompakt“ floss, sei „aufgrund der Wahrung von Betriebs- und Gesch&#228;ftsgeheimnissen“ nicht m&#246;glich, so Sarah Schneid aus der Pressestelle des Bundeswirtschaftministeriums.</p>
<p>F&#246;rderer des „Junior“-Projekts ist neben dem Bundeswirtschaftsministerium auch das „Handelsblatt“. Dessen Chefredakteur, <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=1&amp;ved=0CAYQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.oppong.eu%2Fmediapool%2F65%2F653900%2Fdata%2Fjunge_Welt_Handelsblatt_INSM_Ziesemer_Huether.pdf&amp;rct=j&amp;q=ziesemer+insm&amp;ei=xIeXS-u4IY6G4gba2OTwCQ&amp;usg=AFQjCNEixCLInn-2lsqBMbETXPVajEAF9w">Bernd Ziesemer, moderierte im Juni 2009 eine Veranstaltung der INSM</a> mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die wiederum Teilnehmer des „Junior“-Projekts empfing. Der INSM-Kuratoriumsvorsitzende und fr&#252;here Bundesbank-Chef Hans Tietmeyer, der auch <a href="http://www.insm.de/insm/Community/Foerderverein/Mitglieder-des-Foerdervereins.html" target="_blank">Mitglied des INSM-F&#246;rdervereins</a> ist, hatte zeitweilig eine eigene Kolumne im „Handelsblatt“. Der IW-Direktor, Michael H&#252;ther, hat aktuell eine eigene Kolumne im „Handelsblatt“.</p>
<p>Wie aus F&#246;rderdaten des Bundes hervorgeht, erh&#228;lt das „Junior“-Projekt vom Br&#252;derle-Ministerium f&#252;r den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 eine F&#246;rdersumme in H&#246;he von 500.000 Euro. In der Vergangenheit erfolgte die F&#246;rderung des „Junior“-Projekts aus einem Titel des Bundeswirtschaftsministeriums, der die „allgemeine und konzeptionelle Beratung“ von kleinen und mittelst&#228;ndischen Unternehmern (KMU) sowie die „Information und Schulung von KMU und Existenzgr&#252;ndern“ beinhaltet. Seit 2009 erfolgt sie aus dem Titel „Innovative Unternehmensgr&#252;ndungen“. Grund daf&#252;r sei eine „Organisations&#228;nderung des BMWi“, so die BMWi-Sprecherin Schneid.</p>
<p>Als die INSM am Dienstag ihr neues B&#252;ro in Berlin er&#246;ffnete, hielt Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle h&#246;chstpers&#246;nlich ein Gru&#223;wort. Vor rund 300 geladenen G&#228;sten, darunter der Bundestags-Vizepr&#228;sident Hermann Otto Solms (FDP), ermutigte Br&#252;derle dort die INSM, „sich weiter k&#228;mpferisch f&#252;r notwendige Reformen der sozialen Marktwirtschaft einzusetzen“. An die Adresse des neuen INSM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrers Hubertus Pellengahr sagte Br&#252;derle: <a href="http://www.insm-tagebuch.de/2010/03/03/insm-eroffnet-buro-in-berlin-bruderle-kampfen-sie-weiter/" target="_blank">„Bleiben Sie hart und k&#228;mpfen Sie weiter”</a>. Br&#252;derle ist zusammen mit dem IW-Direktor H&#252;ther auch Unterzeichner eines <a href="http://www.insm.de/insm/Aktionen/INSM-Kampagnen/Innovationsappell.html" target="_blank">„Innovationsappells“</a> der INSM. Sein Konterfei ziert zudem eine <a href="http://www.insm.de/insm/Aktionen/INSM-Anzeigen/INSM-Aufruf-Nein-zum-Reform-Rueckschritt.html" target="_blank">Anzeige der INSM</a> mit dem Titel „Nein zum <a href="http://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/filme/OBP_3_Preis.mpg" target="_blank">Reform</a>-R&#252;ckschritt!“.</p>
<p>Das „Referat IIC2“ im Bundeswirtschaftsministerium, das f&#252;r die F&#246;rderung des „Junior“-Projekts zust&#228;ndig ist, geh&#246;rt zu den Abteilungen des BMWi-Staatssekret&#228;rs <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Ministerium/Minister-und-Staatssekretaere/Beamtete-Staatssekretaere/bernhard-heitzer,did=319292.html" target="_blank">Bernhard Heitzer</a>. Der Beamte war pers&#246;nlicher Referent von Martin Bangemann (FDP) und im September 2008 ebenfalls bei der INSM zu Besuch. Dort <a href="http://archiv.insm.de/Downloads/INSM_Initiative_Express_02_08web.pdf" target="_blank">kritisierte</a> er den gesetzlichen Mindestlohn, den die INSM ebenfalls vehement ablehnt.</p>
<p>Das „Junior“-Projekt wurde im vergangenen Jahr vom BMWi mit 260.000 Euro gef&#246;rdert. Nach dem Regierungsantritt der schwarz-gelben Koalition erh&#228;lt das Projekt mit 500.000 Euro in diesem Jahr fast doppelt soviel Steuergelder. „Die F&#246;rderung von Unternehmergeist an den Schulen ist ein Schwerpunkt der <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/gruenderland-deutschland,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf" target="_blank">Initiative &#8216;Gr&#252;nderland Deutschland&#8217;</a>. Hierzu sollen Initiativen wie Junior weiter ausgebaut und gest&#228;rkt werden“, erkl&#228;rt das Bundeswirtschaftsministerium. Ein Zusammenhang zwischen den Besuchen Br&#252;derles und Heitzers bei der INSM und der F&#246;rderung des „Junior“-Projekts durch das Wirtschaftsministerium bestehe nicht.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24029&amp;md5=127936633035db138ec52e3e24d9e74f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Innenministerium verz&#246;gert Neubewertung von Lobbyisten-Einsatz</title>
		<link>http://carta.info/23524/innenministerium-verzoegert-neubewertung-von-lobbyisten-einsatz/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Jahresende 2009 wollte das Bundesinnenministerium eine Evaluierung der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Einsatz von Lobbyisten in der Bundesverwaltung vorlegen. Bis heute warten Abgeordnete vergeblich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/73d486900ecf43e8885574ec49f7e986" alt="" width="1" height="1" />Nach der <a href="http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_17072008_O4013300111.htm" target="_blank">Verwaltungsvorschrift zum Einsatz externer Mitarbeiter  in der Bundesverwaltung</a> muss das Bundesministerium des Innern (BMI) dem Deutschen Bundestag j&#228;hrlich einen Bericht zum Einsatz von Lobbyisten in der Bundesverwaltung erstatten. Der zweite Bericht dieser Art wurde hier exklusiv <a href="../../8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/" target="_blank">ver&#246;ffentlicht</a>. In einem Schreiben an die Bundesministerien vom 14. Mai 2009 k&#252;ndigte das BMI eine bewertende Bilanz der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Einsatz externer Personen in der Bundesverwaltung bis zum Ende des Jahres 2009 an. Die Verwaltungsvorschrift wurde am 18. Juni 2008 vom Kabinett beschlossen. Bis zum heutigen Tag hat das BMI die Bilanz nicht vorgelegt. Deshalb sah sich das BMI nun im Bundestag kritischen Fragen der Opposition ausgesetzt.</p>
<p>Der Abgeordnete <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/H/hartmmi0.html" target="_blank">Michael Hartmann</a>, stellvertretender innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, fragte das BMI in einer Fragestunde des Bundestages, warum die angek&#252;ndigte Evaluierung bis zum heutigen Tag nicht vor liegt und „welche anderen vordringlichen Aufgaben“ das BMI so sehr besch&#228;ftigten, „dass die Evaluierung laut Auskunft aus dem eigenen Hause voraussichtlich erst im ersten Quartal 2010 abgeschlossen sein wird und es zu einer Verz&#246;gerung von nicht nur wenigen Wochen, sondern von bis zu drei Monaten kommt“.</p>
<p>Der Parlamentarische Staatssekret&#228;r im Bundesinnenministerium, <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_174/SharedDocs/Personen/DE/Mitarbeiter/Minister_Staatssekretaere_Beauftagte/pstschroeder.html?nn=109672" target="_blank">Ole Schr&#246;der</a> (CDU), begr&#252;ndete die Verz&#246;gerung wie folgt: Da seit dem Inkrafttreten der Verwaltungsvorschrift am 17. Juli 2008 erst „knapp 1,5 Jahre vergangen“ seien, sei „wegen der K&#252;rze des Erhebungszeitraums“ die Evaluierung „zur&#252;ckgestellt“ worden. Das Bundesministerium des Innern habe auf der 3. Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages angek&#252;ndigt, dass die Evaluierungsergebnisse „sp&#228;testens mit dem 2. halbj&#228;hrlichen Bericht 2010 gegen&#252;ber dem Haushaltsausschuss dargestellt werden.“</p>
<p>Hartmann machte in der Fragestunde auch erneut zum Thema, dass im 3. Lobbyistenbericht vom Oktober 2009 <a href="../../18996/innenministerium-legt-neuen-lobbyistenbericht-vor/" target="_blank">vier Nachmeldungen</a> enthalten sind, die bereits in den vorherigen Berichten h&#228;tten aufgef&#252;hrt werden m&#252;ssen. Auf die entsprechende Frage antwortete Schr&#246;der, dass die Bundesministerien f&#252;r die Meldung der bei ihnen t&#228;tigen externen Mitarbeiter beim BMI selbst verantwortlich seien. Pikanterweise betraf eine der ungew&#246;hnlichen Nachmeldungen jedoch das Bundesinnenministerium selbst. Die entsprechende externe Person sei in einem elektronischen System „durch ein B&#252;roversehen zun&#228;chst fehlerhaft erfasst“ worden, so Schr&#246;ders Erkl&#228;rung.</p>
<p>Versehen scheinen in den Bundesinstitutionen h&#228;ufig, wenn es um die Meldung bestimmer Sachverhalte geht: In der Vergangenheit begr&#252;ndeten auch die Bundestagsabgeordneten Sigmar Gabriel (SPD) und J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne) <a href="../../8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/" target="_blank">unterlassene Meldungen von Nebent&#228;tigkeiten</a> mit einem „Versehen im Ministerb&#252;ro“ und mit einem „Versehen“. Der CSU-Abgeordnete Norbert Geis unterlie&#223; es eigenen Angaben zufolge ebenfalls aus „Versehen“ zu melden, dass er <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,588096,00.html" target="_blank">Pr&#228;sident einer Stiftung ist, die dem katholischen Geheimbund Opus Dei nahesteht</a>.</p>
<p>Was die zwei nachgemeldeten Mitarbeiterinnen der privaten Euroimmun AG im f&#252;r die Pandemiebek&#228;mpfung zust&#228;ndigen <a href="http://www.rki.de/" target="_blank">Robert-Koch-Institut</a> anbelangt, sei „zun&#228;chst angenommen worden“, dass sog. Altf&#228;lle, also F&#228;lle, in denen Lobbyisten ihren Einsatz bereits vor Inkrafttreten der Verwaltungsvorschrift begonnen haben, „nicht gemeldet werden m&#252;ssten“, so Schr&#246;der, der mit der Bundesfamilienministerin Kristina Schr&#246;der (geb. K&#246;hler) <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/13/familienministerin-kristina-koehler-hochzeit/heiratet-ole-schroeder.html" target="_blank">verheiratet</a> ist.</p>
<p>In dem genannten Schreiben an die Bundesministerien wies das Innenministerium darauf hin, „dass der Bundesrechnungshof die klare Erwartung ge&#228;u&#223;ert hat“, dass die Altf&#228;lle „so schnell wie m&#246;glich zu Ende gef&#252;hrt werden“. Die beiden Mitarbeiterinnen der Euroimmun AG, einem L&#252;becker Unternehmen f&#252;r medizinische Labordiagnostika, im Robert-Koch-Institut sollen dem 3. Lobbyismus-Bericht aber dennoch bis zum 31. M&#228;rz 2010 beziehungsweise bis zum 1. Juli 2011 in der nachgeordneten Beh&#246;rde des Bundesgesundheitsministeriums t&#228;tig sein. Beim Bundesrechnungshof konnte man sich hierzu auf Anfrage nicht &#228;u&#223;ern: „Das ist ein Einzelfall und dazu kann ich beim besten Willen keine Stellung nehmen. Das m&#252;ssen wir erstmal pr&#252;fen“, so Martin Winter, Pressesprecher der Bundesrechnungshofs. Was der Bundesrechnungshof zu diesem Umstand f&#252;r eine Auffassung vertrete, k&#246;nne er „auch morgen nicht“ sagen.</p>
<p>Heidi Klein vom Vorstand von <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/" target="_blank">LobbyControl e. V.</a> kritisiert: „Das Innenministerium hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und windet sich jetzt vor der berechtigten Nachfrage aus dem Parlament mit fadenscheinigen Ausreden. Es ist absolut inakzeptabel, dass die Bundesregierung es offensichtlich nicht schafft, ordentlich Rechenschaft &#252;ber externe Mitarbeit in den Ministerien abzulegen.“ Klein meint, die meisten Fehler in den Berichten, die zu den Nachmeldungen f&#252;hrten, w&#228;ren gar nicht aufgefallen, wenn LobbyControl die Berichte nicht mehrfach nachgepr&#252;ft h&#228;tte. „LobbyControl tritt angesichts der Problematik von Interessenkonflikten und einseitiger Einflussnahme weiter daf&#252;r ein, die Praxis der Besch&#228;ftigung externer Mitarbeiter in Ministerien ganz zu stoppen“, so Klein.</p>
<p>Derweil hat Hartmann nach Aussage seines B&#252;ros erreicht, dass der 3. Lobbyismus-Bericht der Bundesregierung, nachdem dieser bisher nur den Abgeordneten des <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a08/mitglieder.html" target="_blank">Haushaltsausschusses</a> vorgelegt wurde, nun auch im <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a04/mitglieder.html" target="_blank">Innenausschuss</a> des Bundestages bei dessen n&#228;chster Sitzung am 24. M&#228;rz 2010 auf die Tagesordnung kommt. Abgeordnete der SPD-Bundestagsfraktion besch&#228;ftigen sich im Rahmen der Arbeitsgruppe Inneres der SPD-Fraktion aktuell auch mit der Einf&#252;hrung eines von lobbykritischen Organisationen seit langem geforderten Lobbyregisters. Thema sind dort auch Karenzzeiten f&#252;r Politiker, die nach Aus&#252;bung ihres Amtes <a href="http://www.robertamsterdam.com/deutsch/gerdgas5.jpg" target="_blank">in die Privatwirtschaft wechseln</a>.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=23524&amp;md5=6763b070f16eb069d0f66cf72c2138f9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Innenministerium legt neuen Lobbyistenbericht vor</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 11:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zahl der in Bundesministerien eingesetzten externen Mitarbeiter hat wieder leicht zugenommen. Viele von ihnen sind l&#228;nger in den Ministerien t&#228;tig, als es eine Verwaltungsvorschrift erlaubt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/6dbec6205ca9475eb3582e11bf35d958" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat den Bundestagsaussch&#252;ssen f&#252;r Haushalt und Inneres den Ende Oktober den dritten Bericht &#252;ber den Einsatz externer Personen in Bundesministerien vorgelegt. Der j&#228;hrlich abzugebende interne Bericht, der Carta jetzt vorliegt, wird von der Organisation <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/">LobbyControl</a> erneut kritisiert. „Der Bericht enth&#228;lt weder befristete Vertr&#228;ge noch Werkvertr&#228;ge noch Beratungsvertr&#228;ge. Das muss sich dringend &#228;ndern“, so Ulrich M&#252;ller von LobbyControl. Zudem m&#252;sse der Bericht „f&#252;r die &#214;ffentlichkeit einsehbar online ver&#246;ffentlicht werden und nicht nur an die Bundestagsaussch&#252;sse gehen“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Dem aktuellen Bericht zufolge wurde vier F&#228;lle nachgemeldet, „die bereits f&#252;r vorherige Berichtszeitr&#228;ume zu melden waren“. So meldete die Deutsche Bank einen externen Mitarbeiter nach, der im vergangenen Jahr im BMI sowohl im Inneren Dienst als auch beim Sicherheitsbeauftragten und in der &#214;ffentlichkeitsarbeit  t&#228;tig war. Ein weiterer nachgemeldeter externer Mitarbeiter der <a href="http://www.dbresearch.de/servlet/reweb2.ReWEB?rwsite=DBR_INTERNET_DE-PROD">Deutsche Bank Research</a>, dem „Think Tank der Deutsche Bank Gruppe“, wurde 2008 im Bundeswirtschaftsministerium mit Telekommunikationspolitik und -wirtschaft betraut. Nachgemeldet wurden daneben zwei Mitarbeiterinnen der <a href="http://www.euroimmun.de/">Euroimmun AG</a>, die im Gesch&#228;ftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums im <a href="http://www.rki.de/DE/Content/Institut/OrgEinheiten/ZBS/zbs__node.html">„Zentrum f&#252;r biologische Sicherheit 1 &#8216;Hochpathogene virale Erreger&#8217;“</a> des Robert-Koch-Instituts t&#228;tig sind. Ebenso ein Mitarbeiter der <a href="http://www.keine-lobbyisten-in-ministerien.de/index.php/Deutsche_Zentral-Genossenschaftsbank_AG_%28DZ_Bank_AG%29">DZ Bank</a>, der sich f&#252;r den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenkassen im Finanzministerium unter anderem mit „Grundsatzfragen des Finanzplatzes Deutschland“, „Verbraucherschutzfragen“ und „Einlagensicherung“ besch&#228;ftigte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Der aktuelle Bericht zeigt, dass die Zahl der externen Mitarbeiter wieder leicht zugenommen hat. Im Berichtszeitraum waren 49 externe Personen in der Bundesverwaltung t&#228;tig, <a href="http://www.spiegel.de/media/0,4906,19010,00.pdf">im ersten Bericht vom September 2008 waren es noch 59 gewesen</a>, <a href="http://carta.info/8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/">im zweiten Bericht von M&#228;rz nur 46</a>. Von den aktuell in der Bundesverwaltung t&#228;tigen externen Mitarbeitern sind alleine 22 vom Deutschen Zentrum f&#252;r Luft- und Raumfahrt entsandt. An zweiter Stelle liegt das Goethe-Institut mit sieben Mitarbeitern im Ausw&#228;rtigem Amt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Nach der <a href="http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_17072008_O4013300111.htm">Verwaltungsvorschrift zum Einsatz externer Mitarbeiter in der Bundesverwaltung</a> soll die Dauer des Einsatzes im Regelfall sechs Monate nicht &#252;berschreiten. Von den seit Inkrafttreten der Vorschrift hinzugekommenen 20 externen Personen waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts jedoch vier Externe „bis 12 Monate“, insgesamt zehn Externe „bis 24 Monate“ und ein Externer sogar „&#252;ber 24 Monate“ in der Bundesverwaltung t&#228;tig.</p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18996&amp;md5=05d49b9d163bbfdc9dfe802928c8dcbb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau V</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 18:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal mit: G&#252;nter Wallraff – Telekom-Datenaff&#228;re – Abmahnungen und investigativer Journalismus – Martin Sonneborn – Atomlobby im Wahlkampf – und mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/8f7634352d6642a89ccf7d2cd5600a31" alt="" width="1" height="1" />G&#252;nter Wallraff, &#220;bervater der verdeckten Recherche in Deutschland, war in den letzten Wochen in allen Medien. Als Schwarzer verkleidet tingelte der Mann, der mit B&#252;chern wie &#8220;Der Aufmacher&#8221; oder &#8220;Ganz unten&#8221; bekannt wurde, durch die Landen. &#220;ber die dabei von Wallraff gemachten Erlebnisse berichtete wieder das <a href="http://www.zeit.de/2009/43/Wallraff-43">ZEITMagazin</a>, aber auch die <a href="http://www.netzeitung.de/medien/1471939.html">Netzeitung</a> und <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/590/490961/text/">sueddeutsche.de</a>, wo eine interessante Tonspur von der Frankfurter Buchmesse zu h&#246;ren ist. Die Kritik an Wallraffs neuester Sozialreportage war Thema bei <a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,655929,00.html">Spiegel Online</a> und auf <a href="http://www.tagesschau.de/inland/rassismusinterview100.html">tagesschau.de</a>. Der <a href="http://www.wdr.de/themen/kultur/film02/wallraff_schwarz_auf_weiss/interview_091021.jhtml">WDR</a> und die <a href="http://www.rp-online.de/public/article/kultur/mehr_kultur/770302/Wallraff-als-Schwarzer-unterwegs.html">Rheinische Post</a> f&#252;hrten Interviews mit Wallraff; die <a href="http://www.welt.de/kultur/article4922950/Schwarzer-Wallraff-ist-geschmacklos-und-perfide.html">Welt </a> und <a href="http://www.focus.de/kultur/buecher/buchmesse2009/guenter-wallraff-afrika-den-affen_aid_445000.html">Focus Online</a> stellten den dazugeh&#246;rigen Film und das Buch, das Wallraff herausbrachte, vor.</p>
<p>Ausgerechnet in seinem Artikel &#252;ber Wallraffs Aktion in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/725/491095/text/">S&#252;ddeutschen Zeitung</a> verwendet der bekannte Investigativjournalist Hans Leyendecker, der auch <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/716/491087/text/">hier</a> in der &#8220;SZ&#8221; &#252;ber Wallraff schrieb, den Begriff &#8220;Farbiger&#8221;. Warum dieser Begriff von gestern ist, <a href="http://www.derbraunemob.de/deutsch/content/content_fragen_faq.htm#f05">erkl&#228;rt</a> der Verein <a href="http://www.derbraunemob.de/deutsch/index.htm">Der braune mob e. V.</a>, ein Verein, der von schwarzen Menschen gegr&#252;ndet wurde, &#8220;die in den deutschen Medien und/oder &#214;ffentlichkeit t&#228;tig sind&#8221; und erreichen will, dass die Darstellung schwarzer Menschen in deutschen Medien fair und ohne Diskriminierung erfolgt. Warum Wallraffs Idee, sich <a href="http://derstandard.at/fs/1229975281687">wie ein Sternsinger</a> anzumalen keine neue ist, erf&#228;hrt man bei <a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/5283/alles_schwaerzer.html">Spiegel Online</a>. Der US-amerikanische Schriftsteller John Howard Griffin verkleidete sich n&#228;mlich bereits 1959 als Schwarzer und berichtete dar&#252;ber.</p>
<p><a href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/neue-datenaffaere-telekom-trickst-bei-der-aufklaerung-1515846.html">stern.de</a> vermeldet, die Telekom trickse bei der Aufkl&#228;rung ihrer neuen Datenaff&#228;re. So soll die Kriminalpolizei mehrfach bei der Telekom nachgehakt haben, bis die Konzernsicherheit Anfang Juni endlich Angaben zu einem Vertrag mit einer umstrittenen Firma machte.</p>
<p>&#8220;Hat die Bayern LB zu viel f&#252;r die &#246;sterreichische Bank Hypo Group Alpe Adria bezahlt?&#8221;, fragt die &#8220;S&#252;ddeutsche&#8221; in einem ihrer beiden Berichte (<a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/652/491023/text/">I</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/645/491016/text/">II</a>) im Zusammenhang mit dem Fall BayernLB und staatsanwaltlichen Ermittlungen. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/566/492919/text/">SZ</a> berichtet auch, wie der fr&#252;here ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser in die Schn&#252;ffelakten der Telekom geraten ist. Der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/58/492415/text/">SZ</a> lag ein &#8220;streng vertraulich&#8221; eingestufter Untersuchungsbericht der D&#252;sseldorfer Kanzlei Hengeler M&#252;ller zu Anschuldigungen im Fall Siemens/Pierer vor. In der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/419/492773/text/">SZ</a> ist daneben Thema, wie ein Gutachten den Ex-Porschechef Wiedeking vom Verdacht illegaler B&#246;rsenspekulationen entlasten soll.</p>
<p>Ein schwedischer Reporter hat durch eine ungew&#246;hnliche Recherche schon Stunden fr&#252;her als andere gewusst, wer diesj&#228;hriger Gewinner des Friedensnobelpreises wird. Er studierte schlicht die G&#228;steliste der Nobelgala, schreibt die <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/der-mann-der-das-geheimnis-kannte/">tageszeitung</a>.</p>
<p><span>Das NDR-Medienmagazin ZAPP erh&#228;lt 2010 m&#246;glicherweise doch keinen Sendeplatz in der ARD, wei&#223; <a href="http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1233877/Bremst-die-ARD-Zapp-aus.html">Abendblatt</a>-Kolumnist Kai-Hinrich Renner.</span></p>
<p>Die Bedeutung und Rolle der Recherche im journalistischen Alltag untersucht <a href="http://journalistik-journal.lookingintomedia.com/?p=397">JournalistikJournal</a>.</p>
<p>Mit der Pr&#228;sentationsform der Presenter-Reportage bei den Politmagazinen im &#214;ffentlich-Rechtlichen hat sich die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1029/media/0014/index.html">Berliner Zeitung</a> besch&#228;ftigt.</p>
<p>Wie sich Abmahnungen von Anw&#228;lten auf den investigativen Journalismus im Internet auswirken, l&#228;sst sich bei <a href="http://www.zeit.de/digital/2009-10/pressefreiheit-online-journalismus">zeit.de</a> nachlesen. <span>&#8220;Sind deutsche Journalisten zu brav? Fehlt die investigative Bissigkeit?&#8221; fragt sich der <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/1057104/">Deutschlandfunk</a>.<br />
</span></p>
<p><span><a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,418010,00.html">Joachim Huber</a>, Medienredakteur beim Tagesspiegel, schaute sich die vom WDR nicht gesendete Folge mit dem &#8220;Die Partei&#8221;-Vorsitzenden </span><span>und Ex-Titanic-Chef </span><span>Martin Sonneborn, die nach viel &#246;ffentlicher Diskussion <a href="http://die-partei-bayern.com/content/view/298/26/lang,de/">doch gesendet wurde</a>, als <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Zimmer-frei-WDR-Martin-Sonneborn;art15532,2928578">einer der ersten </a>an.</span></p>
<p><span> </span>Der Medienjournalist Stefan Niggemeier erh&#228;lt f&#252;r <span>&#8220;seine hervorragend recherchierten Analysen und klugen Einw&#252;rfe zum Medienschaffen in Deutschland&#8221; den</span><span> Hans Bausch Mediapreis 2009 des S&#252;dwestrundfunks (SWR), wie sich bei de</span><span>r <a href="http://www.netzeitung.de/medien/1491359.html">Netzeitung</a> und b</span><span>eim <a href="http://www.swr.de/hans-bausch-mediapreis">SWR</a> nachlesen l&#228;sst.</span></p>
<p>Das Bundesverkehrsministerium muss einem politischen Redakteur eines Wochenmagazins <a href="http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?docid=292252&amp;docClass=NEWS&amp;site=Beck%20Aktuell&amp;from=HP.10">nach dem Informationsfreiheitsgesetz keine Ausk&#252;nfte</a> &#252;ber Flugbewegungen mutma&#223;licher CIA-Gefangenenfl&#252;ge geben, teilte das Bundesverwaltungsgericht am Freitag (30. 10.) mit.</p>
<p>Der italienische Geheimdienst soll nach einem Zeitungsbericht Taliban-Kommandeure bestochen haben, um nicht angegriffen zu werden, schreibt die <a href="Der italienische Geheimdienst soll nach einem Zeitungsbericht Taliban-Kommandeure bestochen haben, um nicht angegriffen zu werden.">Basler Zeitung</a>.</p>
<p>Recherchen des RBB-Magazins <a href="http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_22_10/sicherheitsrisiko.html">Kontraste</a> haben dazu gef&#252;hrt, dass das Wiederanfahren des Kernkraftwerks Biblis gestoppt wurde.</p>
<p>Der Influenza-Koordinator am staatlichen Robert-Koch-Institut ber&#228;t eine von der Pharmaindustrie finanzierte Vereinigung, so der <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,657146,00.html">Spiegel</a>.</p>
<p>Mit Doppelverdienern in deutschen Parlamenten hat sich das SWR-Politmagazin <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=5387202/12l4h16/index.html">Report Mainz</a> besch&#228;ftigt.</p>
<p>Dem ZDF-Politmagazin <a href="http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,7919203,00.html">Frontal21</a> liegt ein internes Papier der EU-Kommission vor, das den von den Anteilseignern der HSH Nordbank festgelegten Aktienwert des Geldhauses f&#252;r deutlich zu hoch halten soll.</p>
<p>F&#252;r Furore sorgte ein Ende September ein unter anderem von <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,650172,00.html">Spiegel Online</a> bekannt gemachtes Strategiepapier, das pr&#228;zise beschreibt, wie die &#246;ffentliche Debatte im Bundestagswahlkampf zugunsten der Laufzeitverl&#228;ngerung von Atomkraftwerken beeinflusst werden kann. Spiegel Online zufolge steht auf dem Deckblatt des Strategiepapiers, dass es von der Berliner Lobbyagentur PRGS „f&#252;r die E.on Kernkraft GmbH“ erstellt worden sei. E.on selbst behauptet das Papier nie in Auftrag gegeben zu haben.<span> </span>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17380&amp;md5=04cfa7ac9773c2b783105a8dd17965f4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau IV</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 17:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal mit: TV-Politmagazine, das Recherchenetz "Pro Publica", NRW-Regierungssprecher gegen Kritik an WAZ, Bespitzelungen bei der Deutschen Bank, der Siemens-Skandal und mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/b28ec6dc4e7d3394e85ac3fdd8828c" alt="" width="1" height="1" /><strong>Presseschau vom 1. bis zum 15. Juli 2009</strong></p>
<p>Mit der Bedeutung und Rolle der Politmagazine im Fernsehen besch&#228;ftigt sich der <a href="http://www.merkur.de/2009_27_Unter_Artenschutz.35536.0.html" target="_blank">Rheinische Merkur</a>. Um die Politmagazine geht es auch in einem Interview mit der Moderatorin des RBB-Magazins &#8220;Kontraste&#8221;, Astrid Frohloff, im <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Astrid-Frohloff;art15532,2842141" target="_blank">Tagesspiegel</a>.</p>
<p>Der <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/994062/" target="_blank">Deutschlandfunk</a> und das Magazin <a href="http://www.bpb.de/files/JQ6L4P.pdf" target="_blank">fluter</a> stellen eine neue Form des investigativen Journalismus vor, das US-amerikanische Recherchenetz &#8220;Pro Publica&#8221;. Die Verlegerin der Washington Post, legend&#228;r geworden durch die Watergate-Enth&#252;llung, wollte Lobbyisten f&#252;r bis zu 25.000 US-Dollar zu einem &#8220;Off-the-record-Dinner&#8221; in ihr Privathaus einladen, beleuchtet <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/696/479190/text/" target="_blank">sueddeutsche.de</a>.</p>
<p>G&#252;nter Wallraff wirft dem Springer-Verlag in einem Interview mit dem <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/993659/" target="_blank">Deutschlandradio</a> vor, mit seinem angek&#252;ndigten &#8220;Springer-Tribunal&#8221; die Geschichte verf&#228;lschen zu wollen.</p>
<p>Wie sich der D&#252;sseldorfer Regierungssprecher beim &#8220;Focus&#8221; f&#252;r die WAZ-Gruppe einsetzte, enth&#252;llte der <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Bodo-Hombach-Helmut-Markwort-WAZ-Gruppe-Hans-Dieter-Wichter%3Bart15532,2846976" target="_blank">Tagesspiegel</a>. Das damit zusammenh&#228;ngende Schreiben ver&#246;ffentlichte der <a href="http://www.duesseldorf-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/wichertmarkwort.pdf" target="_blank">D&#252;sseldorf Blog</a> exklusiv. In der Debatte um die Nebent&#228;tigkeiten von Fernsehmoderatoren hie&#223; es, der RTL-Nachrichtenchef Peter Kloeppel lehne es grunds&#228;tzlich ab, auf Veranstaltungen f&#252;r die Wirtschaft zu moderieren.  Dass er dies doch getan hat, unter anderem f&#252;r die Bertelsmann-Stiftung, schreibt die <a href="http://www.nw-news.de/owl/kultur/3025918_Kloeppels_Auftritte_in_Guetersloh.html" target="_blank">Neue Westf&#228;lische</a>.</p>
<p>Mitarbeiter der GTZ sollen afghanischen Unternehmen gegen Geld Bauauftr&#228;ge zugeschanzt haben, so die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0709/seite3/0015/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a>.</p>
<p>Dass der krebserregende Stoff Asbest keinesfalls der Vergangenheit angeh&#246;rt und von den Beh&#246;rden str&#228;flich vernachl&#228;ssigt wird, hat das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2009/panoramadiereporter118.html" target="_blank">Panorama</a> herausgefunden.</p>
<p>Die Spiegel-Geschichte &#252;ber die Bespitzelung von Vorst&#228;nden, Aufsichtsr&#228;ten und einem Aktion&#228;r bei der Deutschen Bank l&#228;sst sich auch bei <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,634520,00.html#ref=nldt" target="_blank">Spiegel Online</a> nachlesen. Der <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/qualitaet-der-bahnhoefe-verkehrsministerium-hat-getrickst_aid_414334.html" target="_blank">Focus</a> berichtet, dass das Verkehrsministerium den Bundestag &#252;ber die Erreichung der &#8220;Qualit&#228;tsziele&#8221; bei der Deutschen Bahn hinters Licht gef&#252;hrt haben soll. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/256/480734/text/" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> konnte Einblick in das Protokoll eines geheimen Treffens zwischen den Anw&#228;lten fr&#252;herer Siemens-Chefs und dem Konzern nehmen, in dem es um m&#246;glichen Schadenersatz im Zusammenhang mit der Korruptionsaff&#228;re ging. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/808/479301/text/" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> besch&#228;ftigt sich auch neuen Ermittlungen im Siemens-Skandal gegen den fr&#252;heren Siemens-Manager Michael Christoforakos. Mit den Aussagen von Christoforakos vor deutschen Ermittlern befasst sich auch der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,634288,00.html" target="_blank">Spiegel</a> in seine aktuellen Ausgabe. Erstaunlicherweise ist Christoforakos im Spiegel ein &#8220;Deutsch-Grieche&#8221;, in der &#8220;SZ&#8221; aber &#8220;der Grieche&#8221;.</p>
<p>Wie man sich als Apotheker ein sch&#246;nes Zusatzgesch&#228;ft schaffen kann, indem man statt einer 60er-Packung vier 15er-Packungen eines Medikaments verkauft, hat <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-apotheke-abrechnungstricks-ID1246877045656.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a> aufgedeckt. <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-aufreger-bauern-ID1246878453437.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a> fand auch heraus, dass mit Agrarsubventionen Dorfpl&#228;tze versch&#246;nert und Stra&#223;en gepflastert werden.</p>
<p>Mit der Person von Finanzstaatssekret&#228;r J&#246;rg Asmussen befasst sich ebenfalls <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-krisenmanager-asmussen-ID1246612708714.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a>. Dabei erf&#228;hrt man unter anderem, dass Amussen sich &#8220;Mitarbeiter aus der Finanzlobby ins Ministerium&#8221; geholt hat. Im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,634279,00.html" target="_blank">Spiegel</a> ist zu lesen, dass das Verteidigungsministerium wegen umstrittener Bonus-Zahlungen an Manager bei einem Gemeinschaftsprojekt unter Siemens-Beteiligung unter Beschuss ger&#228;t.</p>
<p>Die Welt (<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4037690/SPD-Politikerin-geht-gegen-Blogger-juristisch-vor.html" target="_blank">I</a>, <a href="http://www.welt.de/die-welt/article4122434/Gericht-entscheidet-ueber-Krafts-Lebenslauf-Luege.html" target="_blank">II</a>), <a href="http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,636434,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> und <a href="http://www.google.de/search?q=%22David+Schraven%22+%22Hannelore+Kraft%22&amp;hl=de&amp;start=10&amp;sa=N" target="_blank">andere</a> befassen sich mit dem j&#252;ngsten Scoop meines <a href="http://www.ruhrbarone.de/" target="_blank">Ruhrbarone</a>-Kollegen David Schraven, der auch f&#252;r die Welt-Gruppe schreibt. Die nordrhein-westf&#228;lische SPD-Chefin Hannelore Kraft verlangte von ihm eine Unterlassungserkl&#228;rung, nachdem er sich im Blog Ruhrbarone.de mit einer L&#252;cke in ihrem Lebenslauf <a href="http://www.ruhrbarone.de/spd-spitzenkandidatin-kraft-gegen-ruhrbarone/" target="_blank">befasste</a>. Wie es einem Journalisten gehen kann, der sich kritisch mit der Finanzierung des N&#252;rburgrings befasst, kann man sich beim NDR-Magazin <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/nuerburgring102.html" target="_blank">ZAPP</a> anschauen.
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<p><small>
<a href="http://carta.info/11723/investigativer-journalismus-presseschau-iv/">Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau IV</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/11723/investigativer-journalismus-presseschau-iv/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=11723&amp;md5=46ab596b8ceaff272d0c0db38d3798c2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Exzellente Verbindungen&#8221;: Wie die Stiftung Initiative Mehrweg Lobbying betreibt</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 15:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lobbying ist im politischen Berlin an der Tagesordnung. Doch nicht alle dort vertretenenen Interessengruppen verstehen es gleich gut, ihre Anliegen in die entsprechenden Kan&#228;le zu leiten. Eine Organisation, die darin besonders erfolgreich ist, ist die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM). ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/9dca4cdef223e8bc47e2ea8c7bb260" alt="" width="1" height="1" />Lobbying ist im politischen Berlin an der Tagesordnung. Doch nicht alle dort vertretenen Interessengruppen verstehen es gleich gut, ihre Anliegen in die entsprechenden Kan&#228;le zu leiten. Eine Organisation, die darin besonders erfolgreich ist, ist die <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/" target="_blank">Stiftung Initiative Mehrweg</a> (SIM). Hinter der gemeinn&#252;tzigen Stiftung, die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen, wie <a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/" target="_blank">hier</a> berichtet, Unternehmen aus der Mehrwegbranche.</p>
<p>Martin Schoeller, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der <a href="http://www.schoeller.org/" target="_blank">Schoeller Holding</a>, best&#228;tigte gegen&#252;ber CARTA: &#8220;Die Schoeller Holding hat nicht unmittelbar zum Stiftungsverm&#246;gen beigetragen. Stifter war – neben anderen – die damalige Schoeller Plast Industries mit Sitz in Pullach&#8221;. Das von <a href="http://www.schoeller-plast.com/" target="_blank">Schoeller Plast Industries</a> im Gr&#252;ndungsjahr 1992 zur Verf&#252;gung gestellte Stiftungskapital habe 20.000,00 DM betragen. Schoeller habe der Stiftung auch zugesagt, &#8220;die mit der Registrierung und Erhaltung der Homepage verbundenen Kosten zu tragen.&#8221; Die Stiftungswebsite <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/">stiftung-mehrweg.de</a> ist auf &#8220;Martin Schoeller&#8221; von der &#8220;Schoeller Holding&#8221; in Pullach <a href="http://www.whois.net/whois/stiftung-mehrweg.de" target="_blank">registriert</a>.</p>
<div id="attachment_11576" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/mehrweg.jpg"><img class="size-medium wp-image-11576" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/mehrweg-300x260.jpg" alt="asdfasdfds" width="300" height="260" /></a><p class="wp-caption-text">Stiftung Mehrweg: Detailverbesserungen f&#252;r den Mehrwegsektor</p></div>
<p>Die Arbeit der SIM wird durch den F&#246;rderverein Initiative Mehrweg e. V. unterst&#252;tzt. Dem Verein geh&#246;ren sieben Unternehmen an, haupts&#228;chlich Mehrweg- und Getr&#228;nkefirmen sowie der Bundesverband Sekund&#228;rrohstoffe und Entsorgung, der die Recyclingbranche vertritt. Ihren laufenden Gesch&#228;ftsbetrieb finanziert die SIM &#252;ber Spenden. Dar&#252;ber, von wem diese stammen, gibt die Stiftung auf Anfrage keine Auskunft.</p>
<p>Im <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/kuratorium.html" target="_blank">Kuratorium</a> der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis Ende April weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Ernsthafte Konsequenzen hatte dies f&#252;r die beiden Politiker bisher nicht.</p>
<p>Die Stiftung Initiative Mehrweg &#8220;sucht und erschlie&#223;t&#8221; laut den Angaben auf ihrer Homepage &#8220;neue Wege f&#252;r den gesamten Mehrwegsektor&#8221; und verf&#252;gt &#8220;&#252;ber <strong>exzellente Verbindungen zu politischen Entscheidungstr&#228;gern</strong>&#8220;. Daran, dass dies der Fall ist, d&#252;rften wenig Zweifel bestehen: Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der SIM ist der Rechtsanwalt <a href="http://www.grin.com/e-book/33481/politik-und-ihr-ueberbau-vom-umgang-mit-gegnern-in-der-politik" target="_blank">Clemens Stroetmann</a>. Er war fr&#252;her Staatssekret&#228;r im Bundesumweltministerium unter Angela Merkel. Dar&#252;ber hinaus sitzen mit Gabriel und Trittin zwei der einflussreichsten Umweltpolitiker im Kuratorium der Stiftung.</p>
<p>Martin Schoeller meint &#252;ber die SIM: &#8220;Die Stiftung ist unabh&#228;ngig und verfolgt den Zweck, dem Gemeinwohl dienende Fragen zu bearbeiten und Meinungen zu entwickeln.&#8221; Sie sei &#8220;keine m&#228;chtige Industrielobby&#8221;, sondern &#8220;genau das Gegenteil&#8221;.</p>
<p>Wie aus einem Arbeitsbericht der SIM hervorgeht, veranstaltete die Stiftung im Jahr 2005 einen &#8220;<strong>Kaminabend</strong>&#8221; mit dem Ministerialdirigenten Thomas Rummler aus dem Umweltministerium. Im Jahr 2007 f&#252;hrte SIM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Stroetmann ein &#8220;ausf&#252;hrliches Gespr&#228;ch mit der umweltpolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Frau <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a16/mitglieder.html" target="_blank">Marie-Luise D&#246;tt</a>, MdB&#8221;. Wie aus dem Arbeitsbericht 2007 der SIM hervorgeht, konnte diese auch den &#8220;zust&#228;ndigen Abteilungsleiter des Bundesumweltministeriums, Herr Ministerialdirektor Dr. <a href="http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/reden/abteilungsleiter_dr_helge_wendenburg/doc/36944.php" target="_blank">Wendenburg</a>, f&#252;r das Er&#246;ffnungsreferat des Workshops am 24. Januar 2007&#8243; gewinnen. &#8220;Nicht zuletzt auf diese Gespr&#228;che d&#252;rfte es zur&#252;ck zu f&#252;hren sein, dass im Rahmen der 5. Novelle der VerpackV zumindest <strong>einige Detailverbesserungen zu Gunsten von Mehrweg</strong> in den Entwurf einflie&#223;en konnten. Dazu z&#228;hlt die beabsichtigte Kennzeichnungspflicht f&#252;r Einwegverpackungen ebenso wie die Streichung einer Reihe von Ausnahmen von der Pfandpflicht f&#252;r Einwegverpackungen&#8221;, hei&#223;t es in dem <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/arbeitsbericht_2006.pdf" target="_blank">Arbeitsbericht</a>.</p>
<div id="attachment_11577" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/doett.jpg"><img class="size-full wp-image-11577" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/doett.jpg" alt="aSDasd" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">CDU-Bundestagsabgeordnete D&#246;tt: &quot;Standardprogramm jedes Politikers&quot;</p></div>
<p>Auf Anfrage war von Rummler keine Stellungnahme zu erhalten. Wendenburg lie&#223; wissen, es entspreche &#8220;journalistischen Gepflogenheiten, derartige Anfragen an die Pressestelle des Ministeriums zu richten. Ich darf Sie daher bitten diesen Weg zu gehen&#8221;.<span style="font-family: Arial;color: navy;font-size: x-small"><span style="font-size: 10pt;color: navy;font-family: Arial"> </span></span>Ein Mitarbeiter von Marie-Luise D&#246;tt teilte mit: &#8220;Frau D&#246;tt MdB f&#252;hrt in ihrer Funktion als umweltpolitische Sprecherin in jeder Woche eine Vielzahl von Gespr&#228;chen mit unterschiedlichsten Interessengruppen. Die Gespr&#228;che dienen der Meinungsbildung.&#8221; Diese Form des Informationsaustauschs geh&#246;re zum &#8220;Standardprogramm jedes Politikers&#8221;. D&#246;tt, die dem F&#246;rderkreis der <a href="http://www.freitag.de/2005/34/05340401.php" target="_blank">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</a> (INSM) angeh&#246;rt, nehme auch grunds&#228;tzlich keine Honorare, weder f&#252;r Teilnahmen an Veranstaltungen noch f&#252;r Gespr&#228;che. Zum Inhalt des Gespr&#228;chs und zu der Frage, ob dieses Auswirkungen auf ihre pers&#246;nliche Politik gehabt hat, nahm D&#246;tt jedoch keine Stellung. Auch nicht zu folgender Frage: &#8220;Sehen Sie die Gefahr eines <strong>Interessenkonflikt</strong> darin, als umweltpolitische Sprecherin an einer Veranstaltung einer Stiftung teilzunehmen, die von Mehrwegfirmen getragen wird.&#8221;</p>
<p>Auch SIM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Stroetmann gab sich wenig auskunftsfreudig: &#8220;Ich bitte allerdings um Verst&#228;ndnis daf&#252;r, da&#223; ich weder die Notwendigkeit noch Verpflichtung sehe, mich mit ihren interessanten Fragen auseinanderzusetzen&#8221;. Eine der Fragen lautete: &#8220;Welchen Titel trug der Workshop?&#8221;.</p>
<p>Ein Sprecher von Umweltminister Sigmar Gabriel erkl&#228;rte <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/flasche-leer/" target="_blank">Mitte April gegen&#252;ber der taz</a>, dass sein Ministerium eine Pflicht f&#252;r alle H&#228;ndler, auch Mehrwegflaschen anzubieten, pr&#252;fe, was den Mehrwegfirmen entgegenk&#228;me. &#8220;Die Pr&#252;fung ist noch nicht abgeschlossen&#8221;, informierte nun das Bundesumweltministerium. Ebenso werde das Ministerium &#8220;in K&#252;rze&#8221; eine Verordnung zur verbesserten Kennzeichnung f&#252;r Einweg- und Mehrwegflaschen erlassen. <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/SchreibenanBundesumweltminister20042009.pdf" target="_blank">Eine solche Regelung fordert auch die SIM</a>. Wann eine solche Verordnung erlassen werden soll, ist f&#252;r das Umweltministerium &#8220;derzeit nicht absehbar&#8221;. Zur Zeit w&#252;rden &#8220;im Zuge der Anh&#246;rung zum Entwurf der Verordnung zur Kennzeichnung von Getr&#228;nkeverpackungen (Getr&#228;nkeverpackKennV) eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet&#8221;. Die Annahme &#8220;gesetzgeberische Ma&#223;nahmen des Ministeriums pro Mehrweg w&#252;rden <strong>durch oder &#252;ber die SIM beeinflusst oder gar gesteuert</strong>, ist v&#246;llig absurd und entbehrt jeder Grundlage&#8221;, so Gabriels Sprecher Thomas Hagbeck.</p>
<p>Dennoch hatte das Umweltbundesamt (UBA), das zum Gesch&#228;fsbereich des Umweltministeriums geh&#246;rt, offenbar kein Problem, ein Initiative, an der die SIM beteiligt war, <strong>mit Steuergeldern</strong> zu unterst&#252;tzen. Nach CARTA-Recherchen f&#246;rderte die Beh&#246;rde w&#228;hrend Trittins Amtszeit in den Jahren 2002 und 2003 die Initiative <a href="http://www.freiefahrtpromehrweg.de/" target="_blank">&#8220;Freie Fahrt pro Mehrweg&#8221;</a> mit insgesamt <strong>39.700 Euro</strong>. &#8220;&#8216;Freie Fahrt pro Mehrweg&#8217; ist eine gemeinsame Aktion der Stiftung Initiative Mehrweg, des Getr&#228;nkefacheinzelhandels, des Bundesverbands des Deutschen Getr&#228;nkefachgro&#223;handels, des Verbands Mittelst&#228;ndischer Privatbrauereien, des Deutschen Naturschutzrings, des Bund f&#252;r Umwelt und Naturschutz Deutschland, des Naturschutzbund Deutschland und der Verbraucherinitiative Berlin&#8221;, so die Webseite der Initiative. Rainer Baake, Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Deutschen Umwelthilfe, die an der Aktion ebenfalls teilnahm, war zum Zeitpunkt der F&#246;rderung beamteter Staatssekret&#228;r im Umweltministerium. Ob er w&#228;hrend seiner Zeit im Ministerium die Bewilligung der Gelder mitveranlasst oder an deren Bewilligung mitgewirkt hat, konnte Baake auf Anfrage &#8220;ohne Akteneinsicht nicht sagen. Eine Erinnerung habe ich daran nicht&#8221;, so Baake.</p>
<p>Die <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/PM_MWistKLimaschutz_160409_2.pdf" target="_blank">&#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221;</a>, der die SIM angeh&#246;rt und mit der es die SIM <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts11558.html" target="_blank">im April</a> sogar in die Tagesschau schaffte, wurde damals in Medien als &#8220;Umweltsch&#252;tzer und Getr&#228;nkefachhandel&#8221; (Tagesschau), &#8220;Umweltsch&#252;tzer und Getr&#228;nkefachhandel&#8221; (<a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Recycling-Einwegpfand-f%FCr-Handel-zu-billig/501288.html" target="_blank">FTD</a>), &#8220;Umweltsch&#252;tzer&#8221; (<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2009/4/16/news-117284112/detail.html" target="_blank">DerWesten</a>) und &#8220;Vertreter der Getr&#228;nkeindustrie und Umweltsch&#252;tzer&#8221; (<a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/flasche-leer/" target="_blank">taz</a>) bezeichnet. Tats&#228;chlich ist in der &#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221; neben mehreren Lobbyverb&#228;nden <strong>aber nur ein einziger Umweltverband</strong> vertreten: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Sie kooperiert eng mit der SIM und verleiht mit dieser einen Filmpreis f&#252;r die besten Kinospots zu Getr&#228;nken in Glas-Mehrwegverpackungen. Ansonsten geh&#246;ren der &#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221; nur Interessenverb&#228;nde an: Der Verband Private Brauereien Deutschland, der Verband des Deutschen Getr&#228;nke- Einzelhandels, der Bundesverband des Deutschen Getr&#228;nkefachgro&#223;handels und der Verein <a href="http://www.promehrweg.de/" target="_blank">&#8220;Pro Mehrweg&#8221;</a>. Diesem geh&#246;ren &#8220;rund 100 Unternehmen und Verb&#228;nde aus der Getr&#228;nkeindustrie, dem Getr&#228;nkefachgro&#223;handel und dem Getr&#228;nke-Einzelhandel&#8221; an.</p>
<p>In einem Vermerk des Umweltbundesamtes zu einem F&#246;rderantrag der DUH &#8220;zur Durchf&#252;hrung einer Infokampagne &#8216;Pro-Dosenpfand/Mehrweg&#8217;&#8221;, der CARTA vorliegt, hei&#223;t es &#252;ber die DUH: &#8220;In der Vergangenheit ist die Deutsche Umwelthilfe in Sachen Mehrweg h&#228;ufig zusammen mit den wirtschaftlich interessierten Verb&#228;nden des Getr&#228;nkefachgro&#223;handels und der mittelst&#228;ndischen Brauer aufgetreten (beide Verb&#228;nde erhoffen sich durch ein hohes Dosenpfand einen verbesserten Absatz f&#252;r ihre Mehrwegprodukte). Als &#8216;Wirtschaftspartner&#8217; der Deutschen Umwelthilfe wird auf der DUH-Website auch der Pfandr&#252;cknahmeautomatenhersteller <a href="http://www.tomra.de/default.asp?V_SITE_ID=15" target="_blank">TOMRA</a> genannt. Bei der Projektbeschreibung f&#228;llt auf, dass DUH sich auch bei diesem Projekt der Mitwirkung der genannten Wirtschafskreise bedienen will&#8221;. Ingesamt erhalte dadurch das Vorhaben eine &#8220;<strong>sehr von Wirtschaftsinteressen geleitete F&#228;rbung</strong>&#8220;. Wegen der &#8220;gro&#223;en Wirtschafsn&#228;he&#8221; des Vorhabens sei zu kl&#228;ren, inwieweit hier &#8220;die DUH unabh&#228;ngig von den mehrwegorientierten Wirtschaftskreisen f&#252;r das UBA mit &#246;ffentlichen Mitteln agieren&#8221; k&#246;nne oder ob daraus &#8220;<strong>Interessenkonflikte</strong> und Wettbewerbsverzerrungen erwachsen&#8221;. In einem weiteren, internen Vermerk des Umweltbundesamtes, der CARTA ebenfalls vorliegt, kommt die Verfasserin zu dem Schluss: &#8220;Diese Bedenken sind sehr berechtigt&#8221;. Der Auftritt Trittins  &#8220;auf &#246;ffentlichen Kampagnenveranstaltungen begr&#252;ndete eine <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/066/1406609.pdf" target="_blank">parlamentarische Anfrage</a>, inwieweit diese Kampagne auch mit &#246;ffentlichen Mitteln finanziert worden sei (was nicht zutraf).&#8221;</p>
<p>Die SIM versuchte offenbar seit l&#228;ngerem, auch ein gutes Verh&#228;ltnis zu Journalisten aufzubauen. Seit 2006 veranstaltete die SIM &#8211; zum Teil zusammen mit der DUH &#8211; drei <strong>Pressereisen</strong>. Darunter eine zweit&#228;gige Pressefahrt mit &#8220;Weinprobe und Abendessen im Staatsweingut Meersburg mit Blick &#252;ber den Bodensee&#8221;. Nach Aussage einer Mitarbeiterin der DUH f&#252;hrt diese &#8220;jedes Jahr eine Reise&#8221; f&#252;r Journalisten durch, &#8220;normalerweise im Herbst&#8221;. &#8220;Die Koordination l&#228;uft &#252;ber uns und wir machen das in der Regel zusammen mit der SIM&#8221;. Die Reisen dauerten ein bis zwei Tage mit &#220;bernachtung und seien kostenlos. Die Journalisten werden an mehreren bundesweit verteilten Sammelpunkten mit Minibussen abgeholt und kostenlos wieder dorthin zur&#252;ck chauffiert. Man habe auch &#8220;sehr gute Kontakte in der Getr&#228;nkebranche, die wir auch vermitteln k&#246;nnen&#8221;, so die DUH-Mitarbeiterin.</p>
<p>Im letzten Jahr besuchten die Journalisten zwei Getr&#228;nkeabf&#252;ller, darunter die Mineralquellen W&#252;llner GmbH &amp; Co. KG (&#8220;Carolinen&#8221;) in Bielefeld, eine Glash&#252;tte und die Brauerei <a href="http://www.promehrweg.de/index.php?id=6" target="_blank">Pott</a>&#8216;s in Oelde. &#8220;Thema der Mehrwegreise war der Lebenszyklus einer Mehrwegflasche&#8221;, so Maria Elander, Leiterin Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe und zust&#228;ndig f&#252;r die Journalistenreisen. In 2007 seien verschiedene Mehrwegsysteme wie PET, Karton und Glas verglichen worden, 2006 besuchten die Medienleute die Firma Schl&#246;r Fruchts&#228;fte in Radolfzell am Bodensee, dem Sitz der DUH, und den Mineralwasser-Abf&#252;ller Randegger Ottilien-Quelle.</p>
<p>An den Pressereisen h&#228;tten jeweils zehn bis 25 Journalisten von Radiosendern, Fachmagazinen und Tageszeitungen teilgenommen. Zu den Teilnehmern der Reisen h&#228;tten freie Journalisten, Mitarbeiter des Wirtschaftsdienstes &#8220;EUWID&#8221; und des Magazins &#8220;Europaticker&#8221; sowie Redateure von <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/111493.html" target="_blank">&#8220;Neues Deutschland&#8221;</a> und <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1211874037552.shtml" target="_blank">&#8220;K&#246;lner Stadt-Anzeiger&#8221;</a> geh&#246;rt. Der K&#246;lner Stadt-Anzeiger und die Deutsche Umwelthilfe starteten 2007 eine <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1194443088978.shtml" target="_blank">Sammelaktion f&#252;r ausrangierte Handys</a>. Auch in diesem Jahr planen SIM und DUH eine gemeinsame Pressereise, bei der man &#8220;auf verschiedene Mehrwegsysteme hinweisen&#8221; m&#246;chte, so Elander.</p>
<p>Die &#8220;<strong>taz</strong>&#8220;-Redakteurin Beate Willms best&#228;tigte, im Jahr 2007 an einer Journalistenreise von DUH und SIM teilgenommen zu haben. Ihr sei klar gewesen, dass es sich dabei um eine Lobbyveranstaltung gehandelt habe, so Willms, die nicht w&#246;rtlich zitiert werden wollte, auf Anfrage. Sie habe sich jedoch ein Bild davon machen wollen, wer sie f&#252;r eine positive Berichterstattung gewinnen wolle. Auch habe man bei derartigen Reisen die M&#246;glichkeit mit sehr vielen Leuten ins Gespr&#228;ch zu kommen, sie k&#246;nne soetwas eigentlich nur empfehlen. Willms, die sich im Rahmen der Reise eine kostenlose &#220;bernachtung spendieren lie&#223;, berichtete nach eigenen Angaben sp&#228;ter <a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?ressort=wu&amp;dig=2006%2F04%2F25%2Fa0107&amp;cHash=603c7934a6" target="_blank">hier</a> in der &#8220;taz&#8221; &#252;ber die Reise.<strong> In dem Artikel erw&#228;hnt sie jedoch weder, wer sie zu der Reise einludt, noch wer hinter der SIM steht.</strong> Zu Details der Reise konnte Willms auf Nachfrage keine Auskunft geben, die an sie pers&#246;nlich gerichtete CARTA-Anfrage stellte sie jedoch f&#252;r jedermann einsehbar in das taz-interne Intranet ein.</p>
<p>Kurt Stenger, Wirtschaftsredakteur bei &#8220;Neues Deutschland&#8221;, teilte mit: &#8220;Seit 2006 hat kein Redakteur/keine Redakteurin unserer Zeitung an einer Pressereise von Umwelthilfe oder Stiftung Initiative Mehrweg teilgenommen.&#8221; Der &#8220;K&#246;lner Stadt-Anzeiger&#8221; konnte auf Nachfrage nicht sagen, ob jemand aus seinem Haus an Journalistenreisen unter Beteiligung der Stiftung Initiative Mehrweg teilnahm.</p>
<p><strong>Nachtrag vom 29. Juli 2009:</strong></p>
<p>Der Chefredakteur der &#8220;Aachener Nachrichten&#8221; hat mitgeteilt, dass keiner der Redakteure seiner Zeitung an einer Journalistenreise unter Beteiligung der Stiftung Initiative Mehrweg teilgenommen hat. Wir haben den Text entsprechend ge&#228;ndert.
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<a href="http://carta.info/10873/exzellente-verbindungen-wie-die-stiftung-initiative-mehrweg-lobbying-betreibt/">&#8220;Exzellente Verbindungen&#8221;: Wie die Stiftung Initiative Mehrweg Lobbying betreibt</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10873/exzellente-verbindungen-wie-die-stiftung-initiative-mehrweg-lobbying-betreibt/#comments">9 comments</a>
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		<title>BMVg-Staatssekret&#228;r verheimlicht Nebent&#228;tigkeit in Wehrlobby-Verein</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 18:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekret&#228;r beim Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) Christian Schmidt (CDU) hat eine Kuratoriumsmitgliedschaft bei der Gesellschaft f&#252;r Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. (GfW) entgegen den Verhaltensregeln des Bundestages nicht ver&#246;ffentlicht.




In der in Bonn ans&#228;ssigen GfW sind Vertreter aus Parteien, Bundeswehr und Verteidigungsministerium organisiert. Eines der Ziele des Vereins ist die „Erhaltung der allgemeinen Verteidigungsbereitschaft“. In dem GfW-Publikationsorgan „Europ&#228;ische Sicherheit“ werden regelm&#228;&#223;ig neue R&#252;stungsprodukte vorgestellt. Eine "Arbeitsgruppe Zukunft" der GfW kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis: "Die Lobby-Arbeit  muss weiter intensiviert werden."

Auch die Bundestagsabgeordneten Walter Kolbow (SPD), bis 2005 Parlamentarischer Staatssekret&#228;r im Verteidigungsministerium, und Ernst-Reinhard Beck (CDU) haben ihre Mitgliedschaft im GfW-Kuratorium nicht im amtlichen Bundestagshandbuch ver&#246;ffentlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/a16aece9f936e117be5a87d06d9be8" alt="" width="1" height="1" />Der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekret&#228;r beim Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) Christian Schmidt (CDU) hat eine Kuratoriumsmitgliedschaft bei der Gesellschaft f&#252;r Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. (GfW) entgegen den Verhaltensregeln des Bundestages <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/S/schmich0.html" target="_blank">nicht ver&#246;ffentlicht</a>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10314" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/06/gfw.jpg" alt="gfw" width="590" height="307" /><br />
<img src="/DOKUME%7E1/Besitzer/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-7.jpg" alt="" /></p>
<p>In der in Bonn ans&#228;ssigen GfW sind Vertreter aus Parteien, Bundeswehr und Verteidigungsministerium organisiert. Eines der Ziele des Vereins ist die „Erhaltung der allgemeinen Verteidigungsbereitschaft“. In dem <a href="http://www.europaeische-sicherheit.de/" target="_blank">GfW-Publikationsorgan „Europ&#228;ische Sicherheit“</a> werden regelm&#228;&#223;ig neue R&#252;stungsprodukte vorgestellt. Eine &#8220;Arbeitsgruppe Zukunft&#8221; der GfW kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis: &#8220;Die Lobby-Arbeit  muss weiter intensiviert werden.&#8221;</p>
<p>Auch die Bundestagsabgeordneten <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/k/kolbowa0.html" target="_blank">Walter Kolbow</a> (SPD), bis 2005 Parlamentarischer Staatssekret&#228;r im Verteidigungsministerium, und <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/b/beck_er0.html" target="_blank">Ernst-Reinhard Beck</a> (CDU) haben ihre Mitgliedschaft im GfW-Kuratorium nicht im amtlichen Bundestagshandbuch ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>Die GfW veranstaltete im M&#228;rz einen <a href="http://www.gfw-ev.de/n_dwt_gfw.htm" target="_blank">„Parlamentarischen Abend“</a> zusammen mit der <a href="http://www.dwt-sgw.de/" target="_blank">Deutschen Gesellschaft f&#252;r Wehrtechnik</a> (DWT), an dem auch prominente Vertreter der R&#252;stungsbranche teilnahmen. Auf der Veranstaltung sprach in Vertretung von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) dessen R&#252;stungsstaatssekret&#228;r R&#252;diger Wolf. Die DWT ist eines der &#228;ltesten und wichtigsten Lobbyinstrumente der deutschen R&#252;stungsindustrie, in ihr kommen Vertreter aus der R&#252;stungsbranche mit Politikern zusammen. Im April 2008 haben GfW und DWT eine gemeinsame <a href="http://www.gfw-ev.de/n_%20ZV_DWT_GfW_21042008.pdf" target="_blank">Zielvereinbarung</a> getroffen, die ein Engagement f&#252;r eine „sachgerechte“ Ausstattung und Ausr&#252;stung der Bundeswehr beinhaltet.</p>
<p>Im Februar veranstaltete die GfW in Kooperation mit der berlin-brandenburgischen Sektion der DWT ein <a href="http://www.gfw-sektion-berlin.de/berlin/Kalender/Veranstaltungskalender1HJ09.pdf" target="_blank">„Hintergrundgespr&#228;ch“ in der Berliner Repr&#228;sentanz des R&#252;stungskonzerns EADS</a> mit dem Bundestagsabgeordneten <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/l/leibrha0.html" target="_blank">Harald Leibrecht</a> (FDP) als Referenten. F&#252;r den kommenden Dienstag (9. 6.) plant die GfW ein &#8220;Sicherheitspolitisches Forum&#8221; in Kooperation mit der DWT-Sektion Berlin-Brandenburg zum Thema &#8220;Quo vadis Iran?&#8221;, ebenfalls in der Berliner EADS-Repr&#228;sentanz. &#8220;Referenten: werden gewonnen&#8221;, hei&#223;t es dazu nur im Veranstaltungskalender der Berliner Sektion der GfW.</p>
<p>Die Abgeordneten Beck, Kolbow und Schmidt m&#252;ssen nun mit Sanktionen des Bundestagspr&#228;sidenten rechnen. Abgeordnete, die gegen die Verhaltensregeln verstie&#223;en, konnten in der Vergangenheit jedoch mit der <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/trend-zum-heimlichen-nebenjob/" target="_blank">Nachsicht der Bundestagsverwaltung</a> rechnen.
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<a href="http://carta.info/10309/bmvg-staatsekretaer-verheimlicht-nebentaetigkeit-in-wehrlobby-verein/">BMVg-Staatssekret&#228;r verheimlicht Nebent&#228;tigkeit in Wehrlobby-Verein</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10309/bmvg-staatsekretaer-verheimlicht-nebentaetigkeit-in-wehrlobby-verein/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10309&amp;md5=8ba78872ca15f10d77ba86b65690cac0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ARD-B&#246;rsenfrau Anja Kohl moderiert auch f&#252;r DAX-Firmen, Banken und Atomindustrie</title>
		<link>http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 19:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen sollten besonders glaubw&#252;rdig sein. Jede &#246;ffentliche Werbung, jede Nebent&#228;tigkeit f&#252;r eine Firma f&#228;rbt auf ihr Image ab.

Dies gilt auch f&#252;r die ARD-B&#246;rsenmoderatorin Anja Kohl, die vor der 20-Uhr-Tagesschau in der "B&#246;rse im Ersten", im ARD-Morgen- und Mittagsmagazin und in den "Tagesthemen" aus der Frankfurter B&#246;rse berichtet. Neben ihrer T&#228;tigkeit als Wirtschaftsjournalistin ist Kohl regelm&#228;&#223;ig selbst f&#252;r die Privatwirtschaft t&#228;tig.

So moderierte sie im September 2008 eine "festliche Gala" zur Verleihung des "Deutschen PR-Preises" und des "Deutschen Image Awards" im Kurhaus in Wiesbaden. Die Veranstaltung wurde von Firmen wie Adidas, Bayer oder Metro mitfinanziert – allesamt DAX-Firmen, die auch Gegenstand von Kohls B&#246;rsenberichterstattung in der ARD sind.

In den Jahren 2007 und 2008 moderierte Kohl die Jahresveranstaltungen der "Initiative Ener­gieeffizienz" der Energiekonzerne E.on, EnBW, RWE und Vattenfall und der Deutsch]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7f1edc9ebc334fbb31cef116c200e2" alt="" width="1" height="1" /><br />
Moderatorinnen und Moderatoren von Nachrichtensendungen sollten besonders glaubw&#252;rdig sein. Jede &#246;ffentliche Werbung, jede Nebent&#228;tigkeit f&#252;r eine Firma f&#228;rbt auf ihr Image ab.</p>
<p>Dies gilt auch f&#252;r die ARD-B&#246;rsenmoderatorin Anja Kohl, die vor der 20-Uhr-Tagesschau in der &#8220;B&#246;rse im Ersten&#8221;, im ARD-Morgen- und Mittagsmagazin und in den &#8220;Tagesthemen&#8221; aus der Frankfurter B&#246;rse berichtet. Neben ihrer T&#228;tigkeit als Wirtschaftsjournalistin ist Kohl regelm&#228;&#223;ig selbst f&#252;r die Privatwirtschaft t&#228;tig.</p>
<p>So moderierte sie im September 2008 eine &#8220;festliche Gala&#8221; zur Verleihung des &#8220;Deutschen PR-Preises&#8221; und des &#8220;Deutschen Image Awards&#8221; im Kurhaus in Wiesbaden. Die Veranstaltung wurde <a href="http://www.der-deutsche-pr-preis.de/" target="_blank">von Firmen wie Adidas, Bayer oder Metro mitfinanziert</a> – allesamt DAX-Firmen, die auch Gegenstand von Kohls B&#246;rsenberichterstattung in der ARD sind.</p>
<p>In den Jahren 2007 und 2008 moderierte Kohl die Jahresveranstaltungen der &#8220;Initiative Ener­gieeffizienz&#8221; der Energiekonzerne E.on, EnBW, RWE und Vattenfall und der <a href="http://www.dena.de/infos/ueber-uns/" target="_blank">Deutschen Energie-Agentur (DENA)</a>, die zur H&#228;lfte der KfW-Bankengruppe, der Allianz, der Deutschen Bank sowie der DZ Bank geh&#246;rt. F&#252;r den &#8220;Informationskreis Kernenergie&#8221; <a href="http://www.atomwirtschaft.de/r2/de/Veranstaltungen/Forum_in_Berlin/Artikel/2008-10-15.php" target="_blank">moderierte</a> Kohl im Oktober 2008 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel &#8220;Kernenergie in Deutschland: Ungeliebt, aber n&#246;tig?&#8221;. Mitglieder des <a href="http://www.kernenergie.de/r2/de/" target="_blank">&#8220;Informationskreises Kernenergie&#8221;</a> sind die Kernkraftwerksbetreiber <a href="http://oppong.eu/mediapool/65/653900/data/junge_Welt_EU-Gelder_fuer_RWE_Osteuropa_Atom_Tacis_Marvin_Oppong.pdf" target="_blank">RWE</a> Power AG, E.on Kernkraft GmbH, EnBW AG, Vattenfall Europe AG und die im Nuklearbereich aktive Siemens Power Generation. Der &#8220;Informationskreis&#8221; firmiert unter derselben Adresse wie die &#8220;Kerntechnische Gesellschaft&#8221; und die Lobbyeinrichtung &#8220;Deutsches Atomforum&#8221;. Das Atomforum wurde vom Bundesamt f&#252;r Strahlenschutz kritisiert, weil es im Noveber 2007 behauptet hatte, in Deutschland gebe es einen geeigneten Enlagerstandort f&#252;r hochradioakive Abf&#228;lle. (Mehr &#252;ber die &#8220;Kerntechnische Gesellschaft&#8221; erf&#228;hrt man auch <a href="http://www.zeit.de/2008/17/Atomlobby" target="_blank">in diesem Zeit-Artikel</a>).</p>
<p><a href="http://www.heuer-dialog.de/downloads/10200_engl.pdf" target="_blank">Im Jahr 2007 &#252;bernahm Kohl eine Moderation beim Mittelstandsforum Hessen</a>, zu dessen Mitveranstaltern unter anderem die KfW, die HypoVereinsbank und die IKB Deutsche Industriebank z&#228;hlen. Im Februar dieses Jahres moderierte Kohl auf dem Immobilienkongress &#8220;Quo Vadis&#8221; in Berlin. Partner und Mitfinanziers des dreit&#228;gigen Kongresses, bei dem die Teilnahme 2490 Euro zuz&#252;glich Mehrwertsteuer kostete, waren unter anderem die zu den Sparkassen und Landesbanken geh&#246;rende Deka Immobilien und die Immobilient&#246;chter der angeschlagenen Landesbanken Baden-W&#252;rttemberg (LBBW Immobilien) und der WestLB (WestImmo).</p>
<p>Im Jahr 2005 moderierte Kohl eine Podiumsdiskussion im Rahmen des sogenannten Bad D&#252;rkheimer Gespr&#228;chs, zu dem regelm&#228;&#223;ig der <a href="http://www.ivn.de/41.html" target="_blank">Verein der Industrieverb&#228;nde Neustadt an der Weinstra&#223;e</a> einl&#228;dt. Der Zusammenschlu&#223;, dem auch der Verband der Pf&#228;lzischen Metall- und Elektroindustrie angeh&#246;rt, <a href="http://www.ivn.de/index.php?id=25&amp;type=123&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=38&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=32&amp;cHash=1ab5336f5f" target="_blank">verschickt schon einmal Hinweise auf &#8220;Politik-Checks&#8221; und &#8220;Gesetzes-Checks&#8221; der &#8220;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&#8221; (INSM)</a>, die von den Unternehmerverb&#228;nden der Metall- und Elektroindustrie getragen wird, an seine Mitgliedsverb&#228;nde. Die INSM ist bekannt f&#252;r ihre aggressive PR- und Lobbyarbeit, zu der auch <a href="http://www.netzeitung.de/medien/359039.html" target="_blank">Schleichwerbung in der ARD-Serie &#8220;Marienhof&#8221;</a> geh&#246;rte.</p>
<p>Anja Kohl wird gleich von mehreren Agenturen auf deren Homepage als Moderatorin, Rednerin oder Referentin pr&#228;sentiert: Neben der M&#252;nchener <a href="http://www.econ-referentenagentur.de/index.php?id=373&amp;name=Kohl&amp;vorname=Anja" target="_blank">Econ Referenten-Agentur</a> ist Kohl auch bei der Hamburger Agentur Nowak Communications, der in Hamburg und im hessischen Obertshausen ans&#228;ssigen <a href="http://www.podium-redneragentur.de/profile/kohl_profil.pdf" target="_blank">Podium Redneragentur</a>, bei &#8220;Energy die Agentur&#8221; aus Bad Honnef, bei der im badischen Forst ans&#228;ssigen &#8220;red:x&#8221; Agentur f&#252;r Kommunikation, Werbung &amp; Design und bei &#8220;The London Speaker Bureau Germany&#8221; im Angebot. F&#252;r eine Veranstaltung mit Anja Kohl verlangt die Econ Referenten-Agentur nach CARTA-Recherchen, &#8220;7800 EUR + MWSt. + Reisespesen&#8221;.</p>
<p>Auf Anfrage antwortete Kohl zun&#228;chst, nicht f&#252;r Unternehmen t&#228;tig gewesen zu sein, die auch Gegenstand ihrer Berichterstattung sind. Sp&#228;ter teilte sie dann mit: &#8220;Bei den von Ihnen genannten Veranstaltungen liegt kein Interessenkonflikt vor. Meine Moderationen haben stets und ausschlie&#223;lich journalistischen Charakter&#8221;. Sie versicherte, dass sie von den Agenturen &#8220;red:x&#8221; und &#8220;Energy die Agentur&#8221; &#8220;noch nie geh&#246;rt&#8221; habe. &#8220;Energy die Agentur&#8221; best&#228;tigte jedoch, dass man mit Kohl zusammenarbeite und sogar eine ausdr&#252;ckliche Zusage von Kohl habe, mit ihrem Namen auf der Agentur-Homepage werben zu d&#252;rfen. Zu diesem Widerspruch nahm Kohl auch auf mehrfache Nachfrage keine Stellung. <a href="http://www.red-x.org/referenten-liste.html" target="_blank">Nach wie vor ist Kohl auf der Referentenliste der Agentur aufgef&#252;hrt</a>. Da sie beim Hessischen Rundfunk freie Mitarbeiterin ist, muss sie sich ihre Nebent&#228;tigkeiten nicht genehmigen lassen. Nach Aussage von HR-Sprecher Tobias H&#228;user informiert Kohl ihren Redaktionsleiter Michael Best von jeder ihrer Nebent&#228;tigkeiten, damit der HR gegebenenfalls Bedenken anmelden kann. Best, Leiter der HR-Redaktion Fernsehen B&#246;rse, <a href="http://www.prominente-redner.de/?redner/s_id/93/Boerse/Best/Michael/" target="_blank">l&#228;sst sich wie Kohl allerdings selbst von &#8220;Energy die Agentur&#8221; als Referent vermitteln</a>.<br />
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<p style="text-align: center"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img class=" xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/">ARD-B&#246;rsenfrau Anja Kohl moderiert auch f&#252;r DAX-Firmen, Banken und Atomindustrie</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/#comments">16 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=9595&amp;md5=664fd282ab79cf086f45e7b11a2c55b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gabriel und Trittin verheimlichten Nebent&#228;tigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 22:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Hinter der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM), die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen Unternehmen aus der Mehrwegbranche. So ist unter anderem die Internet-Seite der Stiftung auf die in Pullach ans&#228;ssige Schoeller Holding registriert, deren Teilsparten unter anderem Mehrwegflaschen herstellen und Kunststoffrecycling betreiben.

In dem Kuratorium der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis zur vergangenen Woche weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Auf der Homepage von J&#252;rgen Trittin hei&#223;t es nach wie vor stolz:  "J&#252;rgen Trittin ist weder in einem Vorstand noch in einem Aufsichtsrat".

Abgeordnetenseite von Sigmar Gabriel auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.23 Uhr:



Abgeordnetenseite von J&#252;rgen Trittin auf bundestag.de, 21. April 2009]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6ade77057faeffa5251b9f09661829" alt="" width="1" height="1" /><br />
Hinter der <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/" target="_blank">Stiftung Initiative Mehrweg</a> (SIM), die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen Unternehmen aus der Mehrwegbranche. So ist unter anderem die Internet-Seite der Stiftung auf die in Pullach ans&#228;ssige <a href="http://www.schoeller.org/" target="_blank">Schoeller Holding</a> registriert, deren Teilsparten unter anderem Mehrwegflaschen herstellen und Kunststoffrecycling betreiben.</p>
<p>In dem Kuratorium der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis zur vergangenen Woche weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Auf der <a href="http://www.trittin.de/zur-person/index.shtml?navanchor=1010005" target="_blank">Homepage von J&#252;rgen Trittin</a> hei&#223;t es nach wie vor stolz:  &#8220;J&#252;rgen Trittin ist weder in einem Vorstand noch in einem Aufsichtsrat&#8221;.</p>
<p>Abgeordnetenseite von Sigmar Gabriel auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.23 Uhr:<img class="aligncenter size-full wp-image-8588" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/gabriel-stiftung-initiative-mehrweg.jpg" alt="gabriel-stiftung-initiative-mehrweg" width="603" height="503" /></p>
<p><img src="/DOKUME%7E1/Besitzer/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot.jpg" alt="" /></p>
<p>Abgeordnetenseite von J&#252;rgen Trittin auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.22 Uhr:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8592" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/trittin-stiftung-initiative-mehrweg1.jpg" alt="trittin-stiftung-initiative-mehrweg1" width="604" height="403" /></p>
<p>Kurz nachdem ich am Dienstagmittag die oben gezeigten Screenshots angefertigt habe, schickte ich Gabriel und Trittin jeweils eine Anfrage. Darin fragte ich unter anderem, warum die beiden ihre Mitgliedschaft im SIM-Kuratorium nicht angeben, obwohl dies nach den Verhaltensregeln des Bundestages Pflicht ist.</p>
<p>Am selben Tag habe ich auch bei <a href="http://www.benedictusstiftung.de/ueber-uns.html" target="_blank">Guido Heinen</a>, Leiter Presse und Kommunikation beim Deutschen Bundestag, angerufen, um zu erfragen, ob Gabriel und Trittin ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bei der SIM vielleicht beim Bundestag gemeldet haben, diese aber noch nicht auf den Seiten der beiden Abgeordneten auftaucht. Guido Heinen k&#252;ndigte an, dies f&#252;r mich zu eruieren, hat sich bis heute aber nicht bei mir gemeldet (Update, 27. 4.: Ich habe Guido Heinen heute selbst angerufen. Er teilte mir mit, dass Gabriel und Trittin ihre Kuratoriumsmitgliedschaften einen bzw. zwei Tage nach meiner Anfrage nachmeldeten. Sicherlich hat Heinen das erst just in dem Moment erfahren, in dem ich anrief). Dabei h&#228;tte ich mich interessiert, wie der Bundestagspr&#228;sident mit den l&#252;ckenhaften Angaben Gabriels und Trittins umgeht. In <a href="http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/go_btg/anlage1.html" target="_blank">Anlage 1 der Verhaltensregeln des Bundestages</a> hei&#223;t es n&#228;mlich unter dem Punkt &#8220;Verfahren&#8221;:</p>
<blockquote><p>(1) Bestehen Anhaltspunkte daf&#252;r, dass ein Mitglied des Bundestages seine Pflichten nach den Verhaltensregeln verletzt hat, holt der Pr&#228;sident zun&#228;chst dessen Stellungnahme ein und leitet eine Pr&#252;fung in tats&#228;chlicher und rechtlicher Hinsicht ein. Er kann von dem betroffenen Mitglied erg&#228;nzende Ausk&#252;nfte zur Erl&#228;uterung und Aufkl&#228;rung des Sachverhalts verlangen und den Vorsitzenden der Fraktion, der dieses Mitglied angeh&#246;rt, um Stellungnahme bitten.</p></blockquote>
<p>Jedenfalls wurde ich dann am Freitagmorgen von jemand dar&#252;ber informiert, dass die Eintr&#228;ge auf den Bundestagsseiten von Gabriel und Trittin ge&#228;ndert wurden und dort jetzt auch die Stiftung Initiative Mehrweg auftaucht:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8552" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/gabriel-stiftung-initiative-mehrweg-2.jpg" alt="gabriel-stiftung-initiative-mehrweg-2" width="602" height="543" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8553" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/trittin-stiftung-initiative-mehrweg-2.jpg" alt="trittin-stiftung-initiative-mehrweg-2" width="604" height="448" /></p>
<p>Seine unvollst&#228;ndigen Angaben begr&#252;ndet Gabriel &#252;brigens mit einem &#8220;Versehen im Ministerb&#252;ro&#8221;. Trittin schrieb mir in Bezug auf sein &#8220;Versehen&#8221;:  &#8220;Ich habe dies umgehend zu korrigieren und muss mich in dieser Hinsicht f&#252;r ihren Hinweis bedanken.&#8221;<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img class=" jqamyaihujejqmeszntx jqamyaihujejqmeszntx" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/">Gabriel und Trittin verheimlichten Nebent&#228;tigkeit</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/#comments">12 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8542&amp;md5=520d1cf0f85468a9fd2a65c1dd9ed099" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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