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	<title>CARTA &#187; Leistungsschutzrecht</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Christoph Keeses &#252;berzogene Erwartungen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Engeln</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Springers Cheflobbyist m&#246;chte eine kollektive Bezahll&#246;sung f&#252;r Presseinhalte im Netz. Gleichzeitig fordert er, dass die Verlage dabei genau so viel verdienen wie bisher. Das aber funktioniert nicht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Blog <a href="http://presseschauder.de/">Presseschauder</a> hat Christoph Keese einen <a href="http://www.presseschauder.de/offenes-netz-und-schutz-des-urhebers-sind-gleichzeitig-moglich/">sachlichen Beitrag</a> zu neuen Verg&#252;tungsmodellen f&#252;r digitale Inhalte verfasst. Die Quintessenz seines Beitrags lautet:</p>
<blockquote><p><em>„Warum treten die meisten Produzenten heute f&#252;r harte Kontrollen </em><em>der Weiterverbreitung ein? (…) Weil rigide Verbreitungskontrolle heute </em><em>die beste und nahezu einzige Methode ist, mit Kreativg&#252;tern Geld zu </em><em>verdienen. Das bedeutet aber nicht, dass alternative Verg&#252;tungssysteme </em><em>prinzipiell ausgeschlossen sind. In den Tantiemeformeln der Verlags-, </em><em>Musik- oder Filmmanager steht, dass sie die Gewinne ihrer Unternehmen </em><em>steigern sollen. Wenn sich ihnen Wege b&#246;ten, dieses Ziel ohne strenge </em><em>Verbreitungskontrollen zu erreichen, w&#228;ren sie vermutlich schnell mit </em><em>von der Partie.“</em></p></blockquote>
<p>Die Argumentation lautet also im Kern: Strenge Verbreitungskontrolle und die damit verbundenen Folgewirkungen, z.B. das Abmahnunwesen, w&#228;ren &#252;berfl&#252;ssig, wenn durch anderweitige Verg&#252;tungssysteme sichergestellt ist, dass die Verwerter ihre Gewinne beibehalten oder steigern k&#246;nnen. Und so findet Keese zu seinem Thema eines Leistungsschutzrechts f&#252;r Verlage zur&#252;ck.</p>
<blockquote><p><em>„Wenn eine deutschlandweite Flatrate f&#252;r alle Verlagsinhalte mehr </em><em>Geld in die Kasse br&#228;chte als die heutigen Gesch&#228;ftsmodelle, w&#252;rden die </em><em>Verlage (…) wenig dagegen einzuwenden haben.“</em></p></blockquote>
<p>Ich halte diese Argumentation f&#252;r fehlgeleitet. Zun&#228;chst einmal vermag Keese nat&#252;rlich nicht zu erkl&#228;ren, warum es diese Leistungsschutzabgabe ausschlie&#223;lich zu Gunsten der Zeitungsverleger geben sollte. Es w&#228;re dann naheliegender, &#252;ber eine <a href="http://www.engeln.de/2011/06/25/friendly-fire-kulturflatrate/">Kulturflatrate</a> f&#252;r alle urheberrechtlich gesch&#252;tzten Inhalte zu sprechen. Die Argumentation hat aber m.E. vor allem einen &#246;konomischen Haken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wertsch&#246;pfungsketten im digitalen Zeitalter</strong></p>
<p>Vergleicht man die Wertsch&#246;pfungskette eines gedruckten Verlagsproduktes &#8211; von der Produktion &#252;ber die Distribution bis zum Konsum &#8211; mit der Wertsch&#246;pfungskette eines digitalen Verlagsproduktes, dann l&#228;sst sich unschwer feststellen, dass sich die analoge Wertsch&#246;pfungskette disintegriert.</p>
<p>Ein digitales (Verlags-)Produkt muss nicht mehr auf teuren Druckmaschinen produziert werden. Der Datentr&#228;ger (also das Buch, die Zeitung, die CD oder DVD) muss nicht mehr in k&#246;rperlicher Form zum Kunden gelangen. Zeitungsaustr&#228;ger sind obsolet geworden. Die Distribution &#252;bernimmt das Netz und die Kosten daf&#252;r tr&#228;gt sogar der Kunde, indem er seinen Internetanschluss bezahlt. Marketing und Vertrieb &#252;bernehmen z.T. die Nutzer selbst, indem sie Inhalte &#252;ber soziale Netzwerke verteilen. Nicht zuletzt leisten auch Google und andere Plattformen hier einen wichtigen Beitrag. Und der Konsum erfolgt auf Endger&#228;ten (PCs, Tablets, Smartphones), die der Nutzer sich (auch zu diesem Zweck) angeschafft hat.</p>
<p>Durch die Verk&#252;rzung und Desintegration der Wertsch&#246;pfungskette bei digitalen Inhalten verringert sich zwangsl&#228;ufig der Wert der durch die Verwertungsindustrie bisher erbrachten Leistungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wertsch&#228;tzung</strong></p>
<p>Was der Kunde f&#252;r ein Produkt zu zahlen bereits ist, d&#252;rfte auch durch subjektive Faktoren bestimmt sein. Die subjektive Wertsch&#228;tzung des nachfragenden Kunden wird bei der Preisbildung eines Produkts eine nicht unma&#223;gebliche Rolle spielen. Unabh&#228;ngig von der oben genannten Verk&#252;rzung der Wertsch&#246;pfungskette ist die subjektive Wertsch&#228;tzung f&#252;r digitale Produkte tendenziell geringer als f&#252;r das physikalische, analoge Pendant. Warum? Nun, weil die Verwertungsindustrie selbst bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Vorteile ihrer analogen Produkte anpreist und bewirbt. Da wird die schmeichelnde Haptik eines sch&#246;nen Buchr&#252;ckens beschworen, der Sonntagvormittag mit Fr&#252;hst&#252;cksei und Sonntagszeitung weichgezeichnet und allgemein alles, was digital und unk&#246;rperlich ist, dem Schattenreich des Minderwertigen und nur Semi-realen zugewiesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dead End</strong></p>
<p>Was daraus folgt? Es ist schlicht nicht ohne weiteres m&#246;glich, bei einer Umstellung auf ein digitales Gesch&#228;ftsmodell Umsatz und Gewinn stabil zu halten, weil die Verwerter ganz simpel weniger Wertsch&#246;pfung erbringen und zudem das eigene Marketing preisd&#228;mpfend auf digitale Produkte einwirkt. Und deshalb ist Keeses Argumentation meines Erachtens nicht zu halten.</p>
<p>Verwerter widersetzen sich digitalen Gesch&#228;ftsmodellen, weil sie - kurzfristig auch v&#246;llig zu Recht &#8211; Umsatz- und Gewinneinbu&#223;en bef&#252;rchten m&#252;ssen (dies jedenfalls so lange, wie die digitalen Inhalte gegen&#252;ber „Totholzprodukten“ keinen zus&#228;tzlichen Mehrwert aufweisen, f&#252;r die der Kunde einen Aufpreis zu zahlen bereit w&#228;re).</p>
<p>Wer verlangt, dass Verg&#252;tungsmodelle entwickelt w&#252;rden, die bei einer Umstellung auf digitale Gesch&#228;ftsmodelle gleichbleibenden Umsatz und Gewinn versprechen, argumentiert gegen die &#246;konomische Logik und m&#246;chte im Grunde auch dort bezahlt werden, wo keine Wertsch&#246;pfung mehr erbracht wird. Besonders evident ist dies etwa im E-Book-Markt in Deutschland, wo die Verleger f&#252;r ein E-Book ann&#228;hernd den gleichen Preis verlangen wollen wie f&#252;r ein gedrucktes Buch.</p>
<p>Mit dem Leistungsschutzrecht verbinden sich – das muss man dem Beitrag von Keese entnehmen – v&#246;llig &#252;berzogene Vorstellungen, welche Einnahmen hierdurch erzielt werden sollen. Da kann einem nur angst und bange werden, was demn&#228;chst die <a href="http://www.engeln.de/2011/06/05/was-das-leistungsschutzrecht-vom-jmstv-lernen-kann/">Verlinkung im Netz</a> kosten wird.</p>
<p>So erfrischend es zun&#228;chst klingen mag, nicht erneut mit l&#228;ngst entkr&#228;fteten Argumenten zum Leistungsschutzrecht konfrontiert zu werden, so muss man gleichwohl mit Bedauern konstatieren, dass Keese mit seinem Beitrag weiter auf einsamem Pfad in den argumentativen und &#246;konomischen Schwarzwald wandert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Stefan Engeln arbeitet als Justitiar bei der 1&amp;1 Internet AG. Der Text gibt die Meinung des Autors wieder. Dieser Beitrag erscheint auch in seinem <a href="http://www.engeln.de/">Blog</a>.</em>
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<a href="http://carta.info/41386/christoph-keeses-uberzogene-erwartungen/">Christoph Keeses &#252;berzogene Erwartungen</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/41386/christoph-keeses-uberzogene-erwartungen/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41386&amp;md5=8c8d1524a3e4abc74ddf1db230090ff9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Leistungsschutzrecht: Publizistische Vielfaltsf&#246;rderung geht anders</title>
		<link>http://carta.info/39189/leistungsschutzrecht-publizistische-vielfaltsfoerderung-geht-anders/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 13:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tabea Roeßner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Leistungsschutzrecht gef&#228;hrdet die publizistische Vielfalt. Eine differenzierte Analyse der Krise des Journalismus zeigt, dass wir andere medienpolitische Instrumente brauchen. Ein Pl&#228;doyer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ruf der Verleger nach einem Leistungsschutzrecht war laut. Wie erfolgreich er war, werden wir  im Gesetzesentwurf zum dritten Korb in den n&#228;chsten Wochen zu sehen bekommen.</p>
<p><strong>Ich behaupte: ein Leistungsschutzrecht w&#228;re medienpolitisch gesehen eine Fehlentscheidung</strong>. Ich pl&#228;diere daher f&#252;r  eine Verschiebung des Fokus auf die tats&#228;chlichen Probleme von Verlegern und JournalistInnen und f&#252;r eine ergebnisoffene Debatte &#252;ber m&#246;gliche wirksamere Ma&#223;nahmen.</p>
<div id="attachment_39205" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/Tabea-R&#246;&#223;ner-klein.jpg"><img class="size-full wp-image-39205" title="Tabea R&#246;&#223;ner-klein" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/Tabea-R&#246;&#223;ner-klein.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Medienpolitikerin R&#246;&#223;ner: &quot;in der Summe schwindet die publizistische Vielfalt&quot;</p></div>
<p>Warum? Die Presse hat seit gut zehn Jahren mit massiv sinkenden Abozahlen, Werbeeinbu&#223;en und Auflagenr&#252;ckgang zu k&#228;mpfen. Von 1995 bis 2010 haben die Kaufzeitungen gut ein Drittel ihrer Auflage eingeb&#252;&#223;t und die Abonnementzeitungen ein F&#252;nftel, die Werbeeinnahmen sind ebenfalls um 30 Prozent gesunken.</p>
<p>Die Folge sind Zeitungs- und Redaktionseinstellungen, Lohnkostensenkungen, Entlassungen und vor allem deutlich sp&#252;rbare Reorganisationen in Form von Zusammenlegungen, Kooperationen und Fusionen.  Davon ist die gesamte Branche betroffen, die Verluste sind aber im Lokalen am gr&#246;&#223;ten.</p>
<p>Dort werden Titel eingestellt, erfolgreiche Alternativangebote wie beispielsweise der <em><a href="http://heddesheimblog.de/">Heddesheimblog</a></em> bleiben die Ausnahme. Viele – vor allem kleine Verlage, f&#252;rchten um ihre Existenz, Journalistinnen und Journalisten um ihr Auskommen. Einstellungen und Zusammenlegungen m&#246;gen im Einzelfall marginal und wenig sp&#252;rbar sein, <strong>in der Summe jedoch schwindet die publizistische Vielfalt</strong>.</p>
<p>Ich stelle mir die Frage, wie wir damit medienpolitisch und gesellschaftlich umgehen wollen. Die Vielfalt unserer Medienlandschaft – und dazu z&#228;hlten bislang vielf&#228;ltige Presseangebote &#8211; war immer ein Gut, dessen wir uns in Deutschland ger&#252;hmt haben.</p>
<p>Ich will nicht leugnen, dass es im Netz eine schier un&#252;berschaubare Vielfalt an Angeboten gibt. Die Frage ist allerdings: Ersetzen diese die bisherigen Angebote? Und vor allem: Rechnen sie sich? K&#246;nnen Journalistinnen und Journalisten davon leben?</p>
<p><strong>Bislang ist mir kaum ein Online-Journalismus-Gesch&#228;ftsmodell bekannt, dass schwarze Zahlen schreibt. </strong>Ein Leistungsschutzrecht als Antwort und M&#246;glichkeit, Online-Gesch&#228;ftsmodelle gegenzufinanzieren, &#252;berzeugt mich nicht.</p>
<p>Ich denke nicht, dass wir uns mit einer solchen Ma&#223;nahme dem ann&#228;hern, was medienpolitisch unser eigentliches Ziel sein sollte und muss: n&#228;mlich dem Erhalt und der F&#246;rderung publizistischer Vielfalt.</p>
<p>Im Gegenteil: Es ist zu bef&#252;rchten, dass ein Leistungsschutzrecht in der Hauptsache nur den gro&#223;en Verlagen zugute k&#228;me und die Konzentrationstendenzen damit eher noch bef&#246;rdert w&#252;rde. Abgesehen von den Unklarheiten (sind schon „Snippets“ gesch&#252;tzt und wie soll das gehen?) und m&#246;glichen Kollateralsch&#228;den im digitalen Raum (u. a. tausendfache Verfolgung unerlaubter Nutzung), ist auch die Frage offen, ob bzw. wie viel bei Journalistinnen und Journalisten von den geplanten Lizenz-Einnahmen ank&#228;me.</p>
<div id="attachment_39204" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/aufmacher_leistungsschutzrecht2.jpg"><img class="size-medium wp-image-39204" title="aufmacher_leistungsschutzrecht2" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/aufmacher_leistungsschutzrecht2-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Ich behaupte: ein Leistungsschutzrecht w&#228;re medienpolitisch gesehen eine Fehlentscheidung. &quot;</p></div>
<p><strong>Meiner Meinung nach verschleiert das Leistungsschutzrecht die eigentlichen Probleme nur</strong> und lenkt von einer differenzierten Auseinandersetzung und manch unangenehmer Frage ab. Ziehen wir diesen Schleier beiseite, m&#252;ssen wir zun&#228;chst die Frage beantworten: Wie viel publizistische Vielfalt wollen wir? Und die unangenehme Frage stellen: Garantiert uns diese weiterhin alleine der Markt?</p>
<p>Wenn wir der Meinung sind: ja, dann ist die Diskussion an dieser Stelle beendet. Dann darf aber auch nicht nach einem Leistungsschutzrecht gerufen werden. Wenn wir die Frage mit einem: „vielleicht doch nicht“ beantworten, gilt es zun&#228;chst den aufsteigenden Flucht-Reflex vor einem Eingriff in die wirtschaftliche Unabh&#228;ngigkeit der Presse und dem Ekel vor dem Geruch nach Subvention zu unterdr&#252;cken.</p>
<p>Bislang wurde noch jeder Vorschlag, der von wissenschaftlicher wie politischer Seite auf dem Tisch lag, als Eingriff in die Unabh&#228;ngigkeit der Presse und regulatorische Keule vehement abgelehnt. Hilfe durch Staat oder Politik? Nein danke. Subventionen und alles, was dem nahe kommt: ohnehin unerw&#252;nscht. Andere EU-L&#228;nder wie die Niederlande, Frankreich oder auch &#214;sterreich gehen anders damit um.</p>
<p>Anstatt nun aber nach einem Leistungsschutzrecht zu rufen, halte ich es f&#252;r ehrlicher und sinnvoller, noch einmal &#246;ffentlich den Diskurs zu beginnen, welche Alternativen es gibt, die Vielfalt publizistischer  Angebote in Presse off- wie online zu st&#228;rken. Dabei m&#252;ssen jene Ma&#223;nahmen  hinten angestellt werden, die eine F&#246;rderung nach dem Gie&#223;kannenprinzip bedeuten w&#252;rden.</p>
<p>Damit fallen einige der uns aus den europ&#228;ischen Nachbarl&#228;ndern bekannten Instrumente weg. Offen zu diskutieren w&#228;re aber zum Beispiel, ob</p>
<ul>
<li><strong>Stiftungen</strong>, die zum Teil &#252;ber &#246;ffentliche Gelder oder Spenden finanziert w&#252;rden und einzelne journalistische Projekte f&#246;rdern (so sie der Vielfalt zugute kommen) eine L&#246;sung sein k&#246;nnten;</li>
<li>eine staatlich unabh&#228;ngige Stelle geschaffen werden sollte (im Medienbereich bekannte Modelle sind KEK, KEF und FFA), die <strong>Gelder f&#252;r Online-Gesch&#228;ftsideen</strong> vergibt, einzelne journalistische Projekte f&#246;rdert oder notleidenden Verlagen mit Krediten aushilft;</li>
<li>Verlage bei der Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten unterst&#252;tzt werden sollen;</li>
<li>es noch andere M&#246;glichkeiten gibt, die publizistische Vielfalt zu st&#228;rken und zu erhalten und die Finanzierbarkeit von Journalismus auch im Online-Zeitalter zu gew&#228;hrleisten.</li>
</ul>
<p>Ich habe mir vorgenommen, verschiedene Ma&#223;nahmen zu pr&#252;fen und mit den Betroffenen offen zu diskutieren. M&#246;glicherweise kommt man am Ende dieses Diskurses zu dem Ergebnis, dass die regulativen Keulen zu gro&#223; w&#228;ren und der freie Markt immer noch die bessere Alternative ist. Dann haben wir uns zumindest umfassend damit auseinandergesetzt.</p>
<p><strong>Aber einfach nur blind einem Leistungsschutzrecht hinterherzulaufen, das Konzentrationstendenzen eher beschleunigt, halte ich f&#252;r falsch</strong>. Ich freue mich auf eine anregende und ergebnisoffene Debatte!</p>
<p><em>Tabea R&#246;&#223;ner ist medienpolitische Sprecherin von B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN im Bundestag. Sie ist au&#223;erdem Mitglied im Ausschuss f&#252;r Kultur &amp; Medien, der Enquete-Kommission „Internet &amp; digitale Gesellschaft“ sowie Obfrau im Unterausschuss „Neue Medien“ des Deutschen Bundestages. Bis 2009 arbeitete sie als freie Journalistin und Autorin, zuletzt als Schluss &#8211; &amp; Planungsredakteurin (CvD) beim ZDF.</em>
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		</item>
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		<title>Sixtus’ Offener Brief an die Verleger als Anzeige ver&#246;ffentlicht</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 17:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Sixtus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Leistungsschutz-Brief von Mario Sixtus an die Presseverleger ist heute als Anzeige erschienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzer Hinweis auf diese Aktion, an der <em>Carta</em> ma&#223;geblich beteiligt war.</p>
<blockquote><p>„Liebe Verleger”, schrieb Mario Sixtus im Dezember <a href="http://de-bug.de/mag/7936.html" target="_blank">in der <em>De:Bug</em></a>,  „das tut jetzt vielleicht ein wenig weh, aber einer muss es mal deutlich  sagen: Euch hat niemand gerufen!”. Sein zorniger Brief gegen ein  Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverleger verbreitete sich <a href="../../36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/" target="_blank">via  <em>Carta</em></a> und viele weitere Blogs, bei Deutschlandradio Wissen gibt es  auch <a href="http://wissen.dradio.de/internet-verleger-wollen-geld-sehen.33.de.html?dram:article_id=7566&amp;sid=" target="_blank">eine  Audio-Version</a>.</p>
<p>Weil Sixtus’ Offener Brief eher an Offline- als an Online-Adressaten  gerichtet war, entstand im Netz die Idee, Geld f&#252;r eine Anzeige <a href="http://www.betterplace.org/projects/5443-offener-brief-leistungsschutzrecht" target="_blank">per  Crowdfunding</a> zu sammeln. F&#252;r eine Tageszeitungs-Anzeige –  angesetzte Summe: 30.000 Euro – hat es dann nicht gereicht.  Heute erscheint die Anzeige nun in der Branchenzeitschrift <a href="http://www.wuv.de/kontakter" target="_blank">Kontakter</a>,  am Freitag dann im <a href="http://kress.de/kressreport/" target="_blank">Kress Report</a>. Hier die Anzeige:</p></blockquote>
<p><a href="http://leistungsschutzrecht.info/download/file/fid/80"><img src="http://dl.dropbox.com/u/9646/OffenerBrief.png" alt="" /></a><br />
<a href="http://leistungsschutzrecht.info/download/file/fid/80">Sixtus  Offener Brief (PDF)</a></p>
<p>Mehr bei <a href="http://leistungsschutzrecht.info/news/2011-03-15/sixtus-offener-brief-an-die-verleger-als-anzeige-veroeffentlicht">IGEL</a>.
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			</a>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/39125/sixtus-offener-brief-an-die-verleger-als-anzeige-veroeffentlicht/">Sixtus’ Offener Brief an die Verleger als Anzeige ver&#246;ffentlicht</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/39125/sixtus-offener-brief-an-die-verleger-als-anzeige-veroeffentlicht/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=39125&amp;md5=65e635e194b9cf6e34102e06855212e3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Leistungschutzrecht: &#8220;Noch ein Geb&#252;hrenmodell&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 09:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Phillip Otto]]></category>

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		<description><![CDATA[Philipp Otto schreibt heute in der NZZ: &#220;ber Leistungsschutzrecht und die "selbstverschuldete Unm&#252;ndigkeit" der Verlage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuer Aufschlag zur Leistungsschutzrechtskritik <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/noch_ein_gebuehrenmodell_1.9528929.html">heute in der NZZ</a>. Da Kritiker des Gesetzesvorhabens &#8220;in der deutschen Presse wenig zu Wort&#8221; k&#228;men, druckt die NZZ heute einen umfangreichen Text von <a href="http://leistungsschutzrecht.info/">IGEL</a>-Mitbegr&#252;nder (und <a href="http://carta.info/autor/philipp_otto/"><em>Carta</em>-Autor</a>) Philipp Otto.</p>
<p>F&#252;r Otto zeugt die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht &#8220;tragisch und komisch zugleich&#8221; von der &#8221; <strong>selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit&#8221; der Verlage</strong>.</p>
<p>Otto <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/noch_ein_gebuehrenmodell_1.9528929.html">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Die deutschen Presseverlage h&#228;tten ein Leistungsschutzrecht gar nicht  n&#246;tig. Gerade sie verf&#252;gen &#252;ber Kompetenzen und Mittel, zukunftsf&#228;hige  Gesch&#228;ftsmodelle im Internet zu etablieren und so den vielzitierten  Qualit&#228;tsjournalismus zu erhalten. Allein, viele von ihnen tun es nicht,  zumindest nicht mit der erforderlichen Konsequenz und Kreativit&#228;t. Nun  den Gesetzgeber zu Hilfe zu rufen, ist tragisch und komisch zugleich.  Immanuel Kant h&#228;tte seine wahre Freude gehabt. Nimmt man die Befreiung  aus der selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit als Kerngedanken der  Aufkl&#228;rung, so m&#252;ssen sich die Presseverlage grunds&#228;tzlich fragen  lassen, warum sie mit der Forderung nach einem Leistungsschutzrecht die  Vergangenheit in die Zukunft holen wollen.</p></blockquote>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38157&amp;md5=fe20085449ca51bdaa5f0c4036873d3e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jani: Leistungschutzrecht d&#252;rfte &#8220;deutlich&#8221; hinter Verleger-Vorstellungen zur&#252;ckbleiben</title>
		<link>http://carta.info/37643/jani-leistungschutzrecht-duerfte-deutlich-hinter-vorstellungen-der-verleger-zurueckbleiben/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 18:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ole Jani]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut dem einflussreichen FDP-Berater Ole Jani wird der Entwurf zum Leistungschutzrecht "deutlich hinter dem zur&#252;ckbleiben", was sich die Verleger erhofft haben. Das "blo&#223;e Lesen" von Artikeln am Bildschirm bleibe auch in Zukunft "urheberrechtlich irrelevant".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Jurist <a href="http://www.cms-hs.com/Ole-Jani">Ole Jani</a> ist &#8220;parlamentarischer Berater f&#252;r Urheberrechtsfragen&#8221; bei der FDP-Bundestagsfraktion und gilt als einer der wichtigsten Berater der Justizministerin auf diesem Gebiet. In der j&#252;ngsten Ausgabe der medienpotlischen Zeitschrift &#8220;Promedia&#8221; schreibt Jani &#252;ber die geplanten Urheberrechtsanpassungen im Zuge des &#8220;Dritten Korbs&#8221; &#8211; und dabei auch &#252;ber die Pl&#228;ne zum Carta-Kernthema <a href="http://carta.info/tag/leistungsschutzrecht/">Leistungsschutzrecht</a>.</p>
<p>In einigen Wochen ist ein erster Referentenentwurf aus dem Justizministerium zum Leistungsschutzrecht zu erwarten. Jani deutet in seinem Text an, in welche Richtung der Entwurf gehen wird. Demnach werde, so Jani,</p>
<ul>
<li>das Leistungsschutzrecht &#8220;<strong>deutlich hinter dem zur&#252;ckbleiben</strong>&#8220;, was sich die Presseverleger erhofft h&#228;tten.</li>
<li>Der Ansatz, das &#8220;<strong>blo&#223;e Lesen</strong>&#8221; von Artikeln am Bildschirm abgabenpflichtig zu machen, sei &#8220;<strong>fernliegend</strong>&#8220;. Schlie&#223;lich sei dies gar <strong>kein urheberrechtlich relevanter</strong> Vorgang.</li>
<li>Der Entwurf werde so ausfallen, dass sich die <strong>Kritik des BDI</strong> als unbegr&#252;ndet erweisen werde.</li>
</ul>
<p>Zumindest auf Seiten der FDP sind also die Tendenzen betr&#228;chtlich, eine &#8220;<strong>kleine L&#246;sung&#8221; in Sachen Leistungsschutzrecht</strong> anzustreben &#8211; am Ende k&#246;nnte wenig mehr rauskommen als eine Art &#8220;Lex Google&#8221;, wonach Aggregatoren f&#252;r Snippets zu zahlen h&#228;tten. Die fl&#228;chendeckende Abgabenpflicht f&#252;r gewerbliche Leser erscheint zunehmend unwahrscheinlich.</p>
<p>Jani schreibt in Promedia konkret:</p>
<blockquote><p>Das Leistungsschutzrecht würde den Verlagen ein eigenes Recht geben, damit sie einfacher und umfassender gegen Rechtsverletzungen im Internet<br />
vorgehen k&#246;nnen. Die Bundesjustizministerin hat das als „wichtige rechtspolitische Grundsatzentscheidung“ bezeichnet. In ihrer Berliner Rede hat sie zugleich klargestellt, dass ein solches Leistungsschutzrecht nicht dem Schutz alter Gesch&#228;ftsmodelle dienen würde.</p>
<p>Eine Abschaffung der freien Verlinkung sei genauso wenig geplant wie die Beschr&#228;nkung der Zitatfreiheit. Das Justizministerium strebt offensichtlich eine L&#246;sung an, die neben den Verlegern auch den Belangen der Kreativen, also insbesondere der Journalisten, gerecht wird und hat die Funktionsf&#228;higkeit des Internets insgesamt berücksichtigt.</p>
<p><strong>Fernliegend erscheint deshalb auch, dass durch ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger Nutzungen, wie das blo&#223;e Lesen am Bildschirm, dem Urheberrecht unterworfen werden, die urheberrechtlich irrelevant sind. </strong></p>
<p>Sofern das Leistungsschutzrecht für Presseverleger im „Dritten Korb“ aufgegriffen wird, dürfte es daher deutlich hinter dem zurückbleiben, was als Entwurf der Verleger vor einigen Monaten an die &#214;ffentlichkeit gelangt ist. Damit w&#228;re auch die jüngst vom BDI und anderen Wirtschaftsverb&#228;nden ge&#228;u&#223;erte Kritik unbegründet.</p></blockquote>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/Bildschirmfoto-2011-02-01-um-18.41.17.png"><img class="alignleft size-full wp-image-37644" title="Bildschirmfoto 2011-02-01 um 18.41.17" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/Bildschirmfoto-2011-02-01-um-18.41.17.png" alt="" width="201" height="279" /></a></p>
<p>Zitiert mit freundlicher Zustimmung von Promedia. Mehr zu Promedia <a href="http://www.promedia-berlin.de/">hier</a>.
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37643&amp;md5=85e9be3963bd76463045fa4b989efa0d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn &#252;berhaupt keinen Stolz?</title>
		<link>http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 23:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Sixtus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil uns das Verlangen nach einem Leistungsschutzrecht auch 2011 wieder "&#252;ber Geb&#252;hr" besch&#228;ftigen wird, hat Mario Sixtus einen zornigen Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda &#38; Co. geschrieben.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Verleger,</p>
<p>das tut jetzt vielleicht ein wenig weh, aber einer muss es mal deutlich sagen: Euch hat niemand gerufen! Niemand hat gesagt: “Mein Internet ist so leer, kann da nicht mal jemand Zeitungstexte oder so was reinkippen?“ Ihr seid freiwillig gekommen, und ihr habt eure Verlagstexte freiwillig ins Web gestellt. Zu Hauf. Und kostenlos. Ihr nehmt keinen Eintritt f&#252;r die Besichtigung eurer Hyperlink-freien W&#246;rterw&#252;sten, weil ihr genau wisst, dass niemand daf&#252;r Geld ausgeben w&#252;rde. Ihr habt seri&#246;se und un- seri&#246;se SEO-Fritzen mit Geld beworfen, damit Google eure Seiten besonders lieb hat. Ihr seid ohne Einladung auf diese Party gekommen. Das ist okay, ihr k&#246;nnt gerne ein wenig mitfeiern. Prost! Aber wisst ihr, was gar nicht geht? Dass ihr jetzt von den anderen G&#228;sten hier Geld kassieren wollt. Sogar per Gesetz. Verleger: geht’s noch?</p>
<p>Bitte unterbrecht mich, falls ich etwas falsch verstanden habe mit diesem “Leistungsschutzrecht“, was gut sein kann, denn logisch ist das alles bestimmt nicht. Ihr wollt eine Art Steuer kassieren f&#252;r all die Arbeit, die es bereitet, Texte online zu publizieren. Das ist die Leistung, die gesch&#252;tzt und bezahlt werden soll. Nicht etwa die Texte selbst sind es, f&#252;r die ihr honoriert werden wollt, sondern das Zusammentragen und online stellen. Richtig? Wo und wie dieses Geld eingesammelt werden soll, ist zwar noch nicht ganz klar, aber immerhin habt ihr da schon ein paar Ideen. Vielleicht aber k&#246;nnte man dazu auch Wahnvorstellung sagen. Einer dieser Einf&#228;lle, der ein wenig nach Megalomanie, Irrwitz und gekr&#228;nktem Narzissmus schmeckt, lautet: News-Aggregatoren sollen zahlen. Also Angebote wie Google News. Daf&#252;r, dass sie diese Textschnipselchen anzeigen, die als Hyperlinks dienen, die zu euren Verlagsangeboten f&#252;hren. Google sp&#252;lt euch die H&#228;lfte eurer Besucher auf die Seiten und jetzt sollen sie daf&#252;r bezahlen? Das ist in etwa so, als w&#252;rde ein Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen G&#228;ste bringen.</p>
<p>Dann ist da noch die Idee, gewerbliche Computernutzer zur Kasse zu bitten. Pauschal und auf Verdacht. Denn sie k&#246;nnten ja irgendwie davon profitieren, dass ihr umgekl&#246;ppelte Agenturmeldungen, Oktoberfest-Bilderklickstrecken und &#252;berlaufende Inhalte eures Print-Redaktionssystems ins Web pumpt. Eine Verleger-GEZ wollt Ihr euch zusammenlobbyieren. Einerseits. Auf der anderen Seite droht ihr mit rituellem Selbstmord, wenn die geb&#252;hrenfinanzierte Tagesschau eine iPhone-App bereitstellt. Wie geht das zusammen? <strong>Die &#214;ffentlich-Rechtlichen sind aufgrund ihrer Geb&#252;hrenfinanzierung eure erkl&#228;rten Todfeinde, andererseits wollt ihr euch in geb&#252;hrenfinanzierte Verleger verwandeln? Ja habt Ihr denn &#252;berhaupt keinen Stolz?</strong></p>
<p>Die Gewerkschaften habt ihr schon auf eurer Seite. Das ist kein Wunder. Gewerkschaften sind in etwa so fortschrittsfreudig wie die Taliban. H&#228;tte es sie damals schon gegeben, w&#228;ren sie sicherlich auch gegen die Einf&#252;hrung des Buchdrucks gewesen, da er schlie&#223;lich zu Arbeits- platzabbau in den kl&#246;sterlichen Schreibstuben f&#252;hrt. Und die schwarz-gelbe Regierung hat ein wie auch immer geartetes Leistungsschutzrecht sogar schon in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Das ist ebenfalls kein Wunder, schlie&#223;lich hat sich die politische Elite mit der alten Medien-Oligarchie prima arrangiert. Man kennt sich und wei&#223; sich zu nehmen.</p>
<p>Der CTRL-Verlust-Blogger Michael Seemann hat den h&#252;bschen Begriff “Leistungsschutzgeld“ erfunden. Eigentlich wollt ihr auch ein “Leitungsschutzgeld“: Wer beruflich eine Internet-Leitung hat, soll zahlen, zu eurem Artenschutz. Wisst ihr was, Verleger? Haut doch einfach ab aus dem Web, wenn es euch hier nicht gef&#228;llt. Nehmt eure Texte mit und druckt sie auf Papier oder schickt sie meinetwegen per Fax weg. Denn: Euch hat niemand gerufen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Crosspost mit freundlicher Genehmigung des „Magazins f&#252;r elektronische Lebensaspekte“, <a href="http://de-bug.de/mag/">De:bug</a>, Ausgabe 148, Creative Commons: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">CC-BY</a></em></p>
<p><em>Update: Martin Oetting m&#246;chte den Text von Mario Sixtus als Anzeige <a href="http://oetting.posterous.com/spendenaufruf-offener-brief-an-die-deutschen">schalten</a> und ruft zu einer <a href="http://de.betterplace.org/projects/5443-offener-brief-leistungsschutzrecht/">Spendenaktion</a> auf.</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36869&amp;md5=2e40e4addb76a3c6611b20cb954e6262" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leistungschutzrechte? Wof&#252;r denn?</title>
		<link>http://carta.info/36577/leistungschutzrechte-wofuer-denn/</link>
		<comments>http://carta.info/36577/leistungschutzrechte-wofuer-denn/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 15:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verleger sehen sich dem Internet "schutzlos" ausgesetzt. Stimmt nicht, meint Thierry Chervel: Viele Zeitungsinhalte w&#252;rden l&#228;ngst hinter Zahlschranken versteckt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thierry Chervel erkl&#228;rt aus t&#228;glicher <em>Perlentaucher</em>-Erfahrung, mit welchen Mitteln sich Zeitungsverlage schon heute erfolgreich gegen eine &#8220;schutzlose&#8221; Verwendung ihrer Inhalte wehren. Viele Zeitungen w&#252;rden ihre Inhalte gar nicht mehr online stellen, andere w&#252;rden sie geschickt verstecken.</p>
<p>Sein Fazit:</p>
<blockquote><p>Es ist bei n&#228;herem Hinsehen skandal&#246;s, wie die Zeitungsverleger die  Poltiik und die &#214;ffentlichkeit desinformieren &#8211; und das als angeblich  vierte Gewalt, die Transparenz herstellt! Dabei fahren sie eine doppelte  Strategie: Gegen&#252;ber der Politik jammern und zetern sie, auf ihren  eigenen Medienseiten <strong>schweigen</strong> sie zum Thema. Die Debatte lassen  sie gar nicht stattfinden. Zum Gl&#252;ck gibt&#8217;s das Internet.</p></blockquote>
<p>Mehr <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/164_leistungschutzrechte%3f_wofuer_denn%3f%3f">hier</a>.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36577&amp;md5=60630dcff3da3efa93184d0f7563b7f2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>IGEL: Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht startet</title>
		<link>http://carta.info/36457/igel-initiative-gegen-ein-leistungsschutzrecht-startet/</link>
		<comments>http://carta.info/36457/igel-initiative-gegen-ein-leistungsschutzrecht-startet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Presseverlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab heute f&#228;hrt der IGEL seine Stacheln aus. Unter diesem sch&#246;nen widerborstigen Namen hat sich k&#252;rzlich eine „Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht“ (IGEL) gebildet. Sie verschafft all jenen eine Informationsplattform, die Nein sagen zu diesem Gesetzesvorhaben. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.leistungsschutzrecht.info/">IGEL</a> soll k&#252;nftig die zentrale Informationsquelle sein zum Thema <a href="http://carta.info/16569/koalition-plant-leistungsschutzrecht-fuer-verlage/">„Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverleger”</a>. Er will die &#8211; vor allem im Netz &#8211; verstreuten Artikel, Informationen und Materialien b&#252;ndeln und ver&#246;ffentlichen. Damit soll das Informationsdefizit behoben werden, das insbesondere dadurch entstanden ist, dass die Presse nicht &#8211; oder nicht neutral &#8211; &#252;ber das Thema berichtet.</p>
<p>Zudem soll durch die IGEL-Aufkl&#228;rung nachvollziehbar werden, welche Argumente von welcher Seite zu welchem Zeitpunkt vorgebracht wurden. Besonders der Umstand, dass die Bef&#252;rworter des Leistungsschutzrechts &#8211; die Presseverlage und deren Verb&#228;nde &#8211; im Laufe der Zeit mehrfach ihre Argumentation ver&#228;ndert haben, erschwert es vielen, den Stand der Debatte zu &#252;berblicken.</p>
<div id="attachment_36458" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/12/banner-igel-220x220px.png"><img class="size-full wp-image-36458" title="banner-igel-220x220px" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/12/banner-igel-220x220px.png" alt="Emblem der IGEL-Initiative" width="220" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">So sieht das neue &#39;Stoppschild&#39; aus</p></div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span>Die IGEL-Initiative ist der Auffassung, dass es f&#252;r ein Presse-Leistungsschutzrecht weder eine Notwendigkeit noch eine Rechtfertigung gibt. Ein solches Recht werde nicht nur nicht ben&#246;tigt, es h&#228;tte auch sehr bedenkliche Auswirkungen auf die Interessen Dritter und das Gemeinwohl.</p>
<p>Ins Leben gerufen hat die Initiative der Berliner Rechtsanwalt, Rechtswissenschaftler und Publizist Till Kreutzer. Redaktionell unterst&#252;tzt wird er von den Juristen John Weitzmann und Philipp Otto. Zu den 26 Erstunterst&#252;tzern z&#228;hlen bekannte Unternehmen, Verb&#228;nde, Blogs und Einrichtungen.
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<p><small>
<a href="http://carta.info/36457/igel-initiative-gegen-ein-leistungsschutzrecht-startet/">IGEL: Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht startet</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/36457/igel-initiative-gegen-ein-leistungsschutzrecht-startet/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36457&amp;md5=614c8e7fe32d0fbf605aac7c678a85ae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Melker mit kalten H&#228;nden: Ein Leistungsschutzrecht k&#246;nnte auch f&#252;r die Hartplatzhelden neue Verh&#228;ltnisse schaffen</title>
		<link>http://carta.info/35564/melker-mit-kalten-haenden-ein-leistungsschutzrecht-koennte-auch-fuer-die-hartplatzhelden-neue-verhaeltnisse-schaffen/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 19:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Kalwa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bundesgerichtshof erteilte dem Leistungsschutzanspruch von Sportverb&#228;nden eine Absage. Die gleiche Auslegung des Wettbewerbsrechts sollte auch f&#252;r die Verlage und ihre Forderung nach Artenschutz gelten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/9de6ebf8765f4dee99c5b0575517a2f8" alt="" width="1" height="1" />Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat vor ein       paar Tagen       eine wegweisende Entscheidung gef&#228;llt, die mit dem Namen des       kreativen       Internetportals “<a href="http://www.hartplatzhelden.de/">Hartplatzhelden</a>”       verbunden ist. Die Richter verwiesen in ihrem Urteil das       Anspruchsdenken eines       Fu&#223;ballverbandes in die Schranken. Der hatte bis dato recht kess       geglaubt, er       k&#246;nne mit Hilfe von ein paar Advokaten und dem Gesetz gegen       unlauteren Wettbewerb       (UWG) eine Einnahmequelle monopolisieren, die ihm gar nicht       exklusiv geh&#246;rt.</p>
<p>&#8220;Kein wettbewerbsrechtlicher Leistungsschutz       f&#252;r       Amateurfu&#223;ballspiele&#8221;, stand &#252;ber der Erkl&#228;rung des BGH, mit der       der vom       W&#252;rttembergischen Fu&#223;ballverband angezettelte Rechtsstreit letztinstanzlich beendet       wurde. Das Besondere an dem Vorgang: In den beiden unteren       Instanzen in       Stuttgart – Landgericht und Oberlandesgericht – hatte der WFV ohne       Probleme       gewonnen. Die Ein&#228;ugigkeit der Richter war bemerkenswert.</p>
<p>Von       “einem katastrophalen       Fehlurteil” <a href="http://blog.beck.de/2009/03/14/hartplatzhelden-und-das-olg-stuttgart">sprach</a> damals Prof. Dr. Thomas Hoeren von der       Universit&#228;t M&#252;nster       nach der ersten Entscheidung und ehe das OLG den Hartplatzhelden       noch etwas       heftiger gegen das Schienbein trat. Ich <a href="http://carta.info/6667/hartplatzhelden-urteil/">nannte</a> das Verdikt einen       R&#246;sselsprung, zu behaupten, dass der Veranstaltung eines Fu&#223;ballspiels automatisch       auch das       exklusive Recht entspr&#228;nge, dieses in den Medien gesch&#228;ftlich zu <a href="http://www.telemedicus.info/article/1255-OLG-Stuttgart-Hartplatzhelden-Urteil-im-Volltext.html"> verwerten</a>.</p>
<p>Allein schon, dass die Hartplatzhelden mit dem       WFV in       Wettbewerb um die Vermarktung von Videobildern getreten waren, war       laut OLG ein       Versto&#223; gegen das Gesetz. Rechtsauslegung nach Gutsherrenart,       sozusagen.</p>
<p>Meine Sympathieerkl&#228;rungen zum BGH-Urteil, das       diese       Bastelarbeit aus dem Verkehr zog, habe ich bereits an anderer       <a href="http://twitter.com/#!/americanarena/status/28999779320">Stelle</a> <a href="http://twitter.com/#!/americanarena/status/28998675453">abgesetzt</a>.       Ich ziehe aber gerne auch hier noch mal den Hut vor den Betreibern       des Portals,       die sich nicht einfach geschlagen gaben, nachdem ihnen zwei       Gerichte ihre       Gesch&#228;ftsgrundlage zu entziehen versuchten. Ohne ihre       Kampfbereitschaft h&#228;tte       sich rasch der Zugriff der Verb&#228;nde auf Sportberichterstattung vergr&#246;&#223;ert. Denn in Hessen zeigte bereits       der erste       Verband, wer als n&#228;chstes zur Kasse gebeten werden sollte: <a href="http://www.zeit.de/sport/2010-10/hartplatzhelden-amateurfussball-videorechte"> Lokalzeitungen</a>, die       Videobilder von unterklassigen Fu&#223;ballspielen auf ihre       Online-Seiten stellen.</p>
<p>Mir ist in dem Zusammenhang noch etwas anderes       aufgefallen.       Das Leistungsschutzrecht, das sich die Sportverb&#228;nde anma&#223;en       wollten, &#228;hnelt       von der Uridee her stark dem Leistungsschutzrecht, das deutsche       Medienh&#228;user       durchdr&#252;cken wollen. Auch hier wird die gleiche Theorie ins Spiel       gebracht,       wonach die Verlage Rechte haben, weil sie es sind, die diese       &#220;berschriften auf       die Beine stellen, die Google kopiert und verlinkt.</p>
<p>Nat&#252;rlich       waren die       Verleger bisher schlauer als die Sportfunktion&#228;re und sind nicht       gleich vor       Gerichte gezogen, um den Anspruch durchzusetzen. Wahrscheinlich       weil ihnen ihre       Justitiare angedeutet haben, dass sie auf dem Weg die gleiche       Panne erleben       w&#252;rden. Sie antichambieren also lieber bei den Politikern.</p>
<p>Sie       sagen zwar       “Leistungsschutz”, aber meinen “Artenschutz”. Und damit das       auch       m&#246;glichst dramatisch klingt, beschw&#246;ren sie gleich noch etwaige       Gefahren f&#252;r       die Demokratie heraus, die angeblich darunter leidet, wenn       Journalismus nicht       mehr wie bisher durch ihre renditeversessenen Aggregate betrieben       wird.</p>
<p>Dabei k&#246;nnten sie aus dem Urteil des ersten       Zivilsenats in       Sachen Hartplatzhelden durchaus etwas lernen &#8211; und die Gesetzgeber       k&#246;nnten es       auch: So wie der Verband M&#246;glichkeiten hat, sich eine       wirtschaftliche       Verwertung zu sichern, so k&#246;nnen dies die Verlage ebenso tun.       Nicht nur weil       sie per HTML-Code auf ihren Webseiten den Suchmaschinen dieser       Welt versagen       k&#246;nnen, sich das Salz aus der Suppe herauszuklauben.</p>
<p>Viel st&#228;rker       ist der       Gedanke, den Till Kreutzer vor einem Jahr in einem lesenswerten       <a href="http://carta.info/15635/leistungsschutzrecht-fuer-verlage-mehr-schaden-als-nutzen/">Essay</a> aufgeworfen hatte: Es bleibe den Verlagen doch unbenommen, ihre       Inhalte im Netz       nur gegen Entgelt anzubieten. “Tun sie es – wie derzeit im       Online-Bereich       &#252;blich – nicht, ist das ihre eigene Entscheidung.” Wieso sollten       eigentlich       andere daf&#252;r bezahlen, dass sie ihren Stoff verschenken?</p>
<p>Doch anders als die obersten Richter des       Landes, die die       g&#252;ltigen Gesetze nur auslegen und keine neuen beschlie&#223;en, kann       der Bundestag       alles m&#246;gliche verabschieden. Zumindest alles, was nicht gegen das       Grundgesetz       verst&#246;&#223;t. Und so droht uns bis auf weiteres dank der effektvollen       Lobbyarbeit       der Verlage ein Gesetz, das neue Verh&#228;ltnisse schaffen kann.</p>
<p>Dieses Gesetz       k&#246;nnte vermutlich &#252;brigens die Plattform sein, um       Verbandsfunktion&#228;re neu zu       ermutigen und gegen Hartplatzhelden aller Art vorzugehen. Wie       sagte       WFV-Pr&#228;sident Herbert R&#246;sch in seiner offiziellen Stellungnahme       zum Urteil       (Hervorhebungen von mir): “Leider bietet aber die <em>aktuelle </em>Rechtslage nach Auffassung des         Gerichts <em>derzeit </em>keine ausreichende         Grundlage” f&#252;r seinen Allmachtsanspruch.         Ein Leistungsschutzrecht f&#252;r Verlage w&#228;re auch eine Hintert&#252;r         f&#252;r Verb&#228;nde,         erneut nach dem greifen, was nach ihrer Auffassung ja sowieso         nur ihnen         zusteht.</p>
<p>Wer will, kann sich aus Anlass dieses Urteils       die       Konsequenzen eines Leistungsschutzgesetz f&#252;r Verlage ausmalen. Es       gibt genug       Melker mit kalten H&#228;nden, die an den Euter der Kreativit&#228;t anderer       Leute       wollen. Die Anspruchsgesellschaft von heute… ja, so sieht sie aus.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=35564&amp;md5=c134562bf481bb1905509f0e6b4fd27c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverlage: &#8220;Eine kritische Auseinandersetzung&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/35204/leistungsschutzrecht-fuer-presseverlage-eine-kritische-auseinandersetzung/</link>
		<comments>http://carta.info/35204/leistungsschutzrecht-fuer-presseverlage-eine-kritische-auseinandersetzung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 15:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[In der "Zeitschrift f&#252;r Geistiges Eigentum" ist eine ausf&#252;hrliche Leistungsschutzrecht-Analyse von Georg Nolte erschienen, die nun auch online verf&#252;gbar ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mai ver&#246;ffentlichte Georg Nolte, der u.a. auch Suchmaschinenbetreiber zu Urheber- und Verwertungsfragen ber&#228;t, auf <em>Carta</em> einen l&#228;ngeren <a href="http://carta.info/27393/leistungsschutzrecht-presseverlage-wollen-zwangsabgaben-statt-marktloesung/">Beitrag zum Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverleger</a> und k&#252;ndigte gleichzeitig eine ausf&#252;hrlichere rechtliche Analyse in der <em>Zeitschrift f&#252;r Geistiges Eigentum</em> an. Diese ist nun erschienen:</p>
<p><a href="http://www.taylorwessing.com/de/recht-aktuell/details/zur-forderung-der-presseverleger-nach-einfuehrung-eines-speziellen-leistungsschutzrechts-2010-10-01.html">Zur Forderung der Presseverleger nach Einf&#252;hrung eines speziellen Leistungsschutzrechts</a></p>
<blockquote><p>Der vorliegende Beitrag setzt sich kritisch mit der Forderung der  Presseverlage nach Einf&#252;hrung eines neuen Leistungsschutzrechts f&#252;r  Presseerzeugnisse auseinander. Nach einem kurzen &#220;berblick &#252;ber den  derzeitigen Stand der Diskussion, soll die Forderung der Presseverlage  unter rechtlichen Gesichtspunkten beleuchtet werden.</p></blockquote>
<p><em><a href="http://www.taylorwessing.com/uploads/tx_siruplawyermanagement/Mohr_ZGE_02_2_165-195.pdf" target="_blank">Den kompletten Artikel als PDF herunterladen&#8230;</a></em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=35204&amp;md5=7211661665a2e66c4ac88bb6a2846fbe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>CDU-Mediensprecher warnt vor &#8220;digitaler Schn&#252;ffelei&#8221; durch Leistungsschutzrecht [2. Update]</title>
		<link>http://carta.info/34421/cdu-mediensprecher-warnt-vor-digitaler-schnueffelei-durch-leistungsschutzrecht/</link>
		<comments>http://carta.info/34421/cdu-mediensprecher-warnt-vor-digitaler-schnueffelei-durch-leistungsschutzrecht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 10:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Krautscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Neumann]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch in der CDU w&#228;chst die Skepsis hinsichtlich eines Leistungsschutzrechts f&#252;r Verlage: Ihr medienpolitischer Sprecher Andreas Krautscheid sagte heute, die Verlage m&#252;ssten nachweisen, dass keine GEZ-&#228;hnlichen Strukturen notwendig seien, um ein solches Recht durchzusetzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/788ce872654c4953b4b2c6d32da9fb18" alt="" width="1" height="1" />Der neue medienpolitische Sprecher der CDU, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Krautscheid">Andreas Krautscheid</a>, hat sich heute zur&#252;ckhaltend zu den Pl&#228;nen eines Leistungsschutzrechts f&#252;r Presseverleger ge&#228;u&#223;ert: Mit dem zus&#228;tzlichen Recht k&#246;nne es zu vermehrter &#8220;digitaler Schn&#252;ffelei&#8221; durch eine zuk&#252;nftige Verwertungsgesellschaft der Verlage kommen, sagte Krautscheid auf einer <a href="http://www.kas.de/wf/de/17.42523/">medienpolitischen Tagung</a> der Konrad Adenauer Stiftung. Er forderte die Verlage auf nachzuweisen, dass es nicht zu neuen komplizierten &#220;berwachungsmechanismen im Stil der bisherigen GEZ kommen werde.</p>
<p>&#8220;Der Eindruck sollte sich nicht verfestigen, dass hier staatlich ein Gesch&#228;ftsmodell geschaffen wird&#8221;, sagte Krautscheid zu seinen ordnungspolitischen Bedenken. Auch die Verlage m&#252;ssten sich im Internet an die anderen Regeln des neuen Mediums halten. Krautscheid zeigte sich nicht &#252;berzeugt, dass die Verlage bereits alle M&#246;glichkeiten f&#252;r neue Gesch&#228;ftsmodelle im Netz ausgereizt h&#228;tten.</p>
<p>Zuvor hatte WAZ-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Christian Nienhaus noch einmal die Forderung der Verlage nach einem Leistungsschutzrecht bekr&#228;ftigt. Innerhalb der CDU ist das Leistungsschutzrecht damit umstritten. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gilt als Verfechter des neuen Verlegerrechts.</p>
<p>Auch innerhalb der Regierungskoalition gibt es offenbar sehr unterschiedliche Einsch&#228;tzungen: Auf der einen Seite steht eine kultur-/medienpolitische Str&#246;mung, die durchaus zu Regulierungsma&#223;nahmen zugunsten der Verlage bereit ist. Auf der anderen Seite stehen eher wirtschaftsliberale Kr&#228;fte, die f&#252;r eine derart weitgehende Lizenzpflicht und Aufhebung des Kartellverbots keinen Anlass sehen.</p>
<p>Krautscheid, der bis M&#228;rz NRW-Medienminister war und im Wahlkampf als CDU-NRW-Generalsekret&#228;r auch in den einen oder anderen Konflikt mit Blogs geraten war, zeigte sich gelassen und programmatisch: &#8220;Das Internet &#228;rgert die Politik, weil es die Defizite der Politik gnadenlos aufdeckt&#8221;, gestand Krautscheid. Die Bem&#252;hungen zur Regulierung des Internets seien h&#228;ufig viel zu langsam und k&#228;men den Nutzern teilweise zurecht &#8220;drollig&#8221; vor.</p>
<p>Krautscheid sagte, er freue sich insbesondere auch auf die Diskussion &#252;ber Netzneutralit&#228;t in den n&#228;chsten Monaten. Hier w&#252;rde n&#228;mlich von vielen Nutzern ein staatlicher Eingriff zur Sicherung von Freiheit gefordert. So gesehen g&#228;be es neue Grundlagen und Blickwinkel, &#252;ber das Verh&#228;ltnis von Staatlichkeit und Internet zu sprechen, so Krautscheid.</p>
<p><strong>Update vom 29.09.2010:</strong> Nun ist auf der Website der Konrad-Adenauer-Stiftung auch die <a href="http://www.kas.de/wf/de/33.20630/">Audioaufzeichnung</a> (55 Min.) der Rede verf&#252;gbar.
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<a href="http://carta.info/34421/cdu-mediensprecher-warnt-vor-digitaler-schnueffelei-durch-leistungsschutzrecht/">CDU-Mediensprecher warnt vor &#8220;digitaler Schn&#252;ffelei&#8221; durch Leistungsschutzrecht [2. Update]</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/34421/cdu-mediensprecher-warnt-vor-digitaler-schnueffelei-durch-leistungsschutzrecht/#comments">6 comments</a>
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		<item>
		<title>Gegenwind f&#252;r Verleger: Wirtschaftsverb&#228;nde stellen sich gegen Leistungsschutzrecht</title>
		<link>http://carta.info/34241/der-streit-geht-weiter-wirtschaftsverbaende-stellen-sich-gegen-leistungsschutzrecht/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 17:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ver&#246;ffentlichten Wirtschaftsverb&#228;nde eine "Gemeinsame Erkl&#228;rung" gegen das geplante Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverleger, die Verlegerverb&#228;nde antworteten prompt. Carta hat einige Reaktionen darauf zusammengetragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer &#8220;Gemeinsamen Erkl&#228;rung&#8221; (<a href="http://www.bdi.eu/download_content/InformationUndTelekommunikation/LeistungsschutzR_f_PressVerlage_Verbaendeerklaerunng.pdf">PDF</a>) sprachen sich heute der Bundesverband der Deutschen Industrie und viele weitere Wirtschaftsverb&#228;nde gegen die Einf&#252;hrung eines Leistungsschutzrechtes f&#252;r Presseverleger aus und f&#252;hren dazu vier Gr&#252;nde aus.</p>
<p><a href="http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/wie-kinder-wirtschaft-verlage-kratzen-beisen-um-das-leistungsschutzrecht/">André Vatter</a> fasst die 4 Kritikpunkte der unterzeichnenden Wirtschaftsverb&#228;nde zusammen:</p>
<blockquote><p>Erstens seinen Online-Presseabgaben generell ordnungspolitisch inakzeptabel. Zweitens w&#252;rde die Informationsfreiheit im Netz dramatisch eingeschr&#228;nkt. Drittens w&#228;re die “Innovationskraft im digitalen Wandel” durch eine Info-Steuer dramatisch gef&#228;hrdet. Und viertens sei es nicht einzusehen, dass die schreibende Zunft unter allen Content-Lieferanten ein Sonderrecht einger&#228;umt bekommen sollen. Das, was es zu sch&#252;tzen gilt, sei bereits durch das normale Urheberrecht gesch&#252;tzt. Im &#220;brigen sei es doch das Bier der Verlage, wenn sie ihre Texte frei ins Netz stellen – niemand zwingt sie dazu, doch offenbar k&#246;nnen sie es sich angesichts der Werbeeinnahmen doch nicht verkneifen.</p></blockquote>
<p>Die Presseverleger betonen in ihrer prompt erfolgten <a href="http://www.bdzv.de/pressemitteilungen+M51e84824933.html">Antwort</a> noch einmal, dass keine Abgabe geplant sei, der niemand entgehen k&#246;nne, sondern ein &#8220;ordnungspolitisch einwandfreies Lizenzmodell&#8221; vorgeschlagen werde,  mit dem sie gewerblichen Nutzern ihre Inhalte gegen Entgelt anb&#246;ten.</p>
<p>Bei <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Industrie-Einzelhandel-und-Gewerbe-streiten-mit-Verlegern-ueber-Leistungsschutzrecht-1095242.html">heise online</a> hei&#223;t es dazu:</p>
<blockquote><p>Die in den Verb&#228;nden BDZV und VDZ organisierten Zeitungs- und Zeitschriftenverleger sehen in einer Antwort auf die Erkl&#228;rung die Behauptung als &#252;berzogen an, die Presse wolle  Lasten in Milliardenh&#246;he auf die Wirtschaft abw&#228;lzen. Der BDI wisse aus  Gespr&#228;chen mit den Verlegerverb&#228;nden, dass solche Gr&#246;&#223;enordnungen weder  geplant noch vorgeschlagen worden seien.</p></blockquote>
<p>J&#252;rgen Scheele freut sich auf <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/bundesverband-der-deutschen-industrie-gegen-leistungsschutzrecht/"><em>Digitale Linke</em></a>:</p>
<blockquote><p>Der BDI hat – wenngleich mit einiger Zeitverz&#246;gerung – erkannt, dass die  von den Verlagen per Leistungsschutzrecht geplanten Abgabenerl&#246;se in  Milliardenh&#246;he auf Kosten Selbstst&#228;ndiger, kleiner und mittelst&#228;ndischer  Unternehmen sowie der deutschen Wirtschaft insgesamt gingen. Nachdem  die Kritik am Leistungsschutzrecht bislang nur in Kreisen einer  kritischen, digitalen &#214;ffentlichkeit ge&#252;bt wurde, ist somit ein neuer,  m&#228;chtiger Player in die Auseinandersetzung eingetreten.</p></blockquote>
<p>Auch Florian Trei&#223; auf <a href="http://www.turi2.de/2010/09/23/heute2-leistungsschutzrecht-entzweit-verleger-wirtschaft-9448236/">turi2</a> sch&#228;tzt die Lage f&#252;r die Bef&#252;rworter nun schwieriger ein:</p>
<blockquote><p>Gut m&#246;glich, dass sich die Verlegerverb&#228;nde mit dem BDI und den Mitunterzeichnern zu m&#228;chtige Gegner ausgesucht haben.</p></blockquote>
<p>Freischreiber sieht sich nun mit seiner ablehnenden Position nicht mehr allein und greift besonders eine Passage der gemeinsamen Erkl&#228;rung heraus: &#8220;<a href="http://www.freischreiber.de/home/leistungsschutzrecht-wirtschaftsverb%C3%A4nde-gegen-pauschale-f%C3%B6rderung-von-bildde">Wirtschaftsverb&#228;nde gegen pauschale F&#246;rderung von BILD.de</a>&#8221;</p>
<blockquote><p>„Die Finanzierung von Online-Verlegerpresse durch eine staatlich gew&#228;hrleistete Kostenpflicht der Wirtschaft <strong>w&#252;rde brancheninterne Anreize f&#252;r innovative, selbsttragende Gesch&#228;ftsmodelle reduzieren.</strong> Die pauschalen Zahlungen an eine neue  Presseonline-Verwertungsgesellschaft w&#228;ren auch nicht geeignet, die  inhaltliche Qualit&#228;t von Pressemedien zu f&#246;rdern: <strong>Denn soweit die Verteilung der Einnahmen reichweitenorientiert erfolgt, werden vor allem massenkompatible Formate gef&#246;rdert.“</strong><em> (Hervorhebungen Freischreiber)</em></p></blockquote>
<p>Abschlie&#223;end noch der Kommentar von <a href="http://www.avatter.de/wordpress/2010/09/wie-kinder-wirtschaft-verlage-kratzen-beisen-um-das-leistungsschutzrecht/">Vatter</a>, der noch einmal auf die eigentliche Herausforderung hinweist:</p>
<blockquote><p>Eine L&#246;sung muss her, soviel ist  sicher. Dass die Verlage  mit  ihrer Forderung nach einer Inhaltesteuer  f&#252;r gewerbliche Anbieter  nicht  durchkommen (d&#252;rfen), sondern vielmehr  gescheite   Monetarisierungsmodelle entwickeln sollten (Stichwort:  Mobile Content),   steht dabei au&#223;er Frage.</p>
<p>Doch auch die  Wirtschaft muss sich die  Frage gefallen lassen, ob es  tats&#228;chlich ein  ungeschriebenes Gesetz  gibt, fremde Texte auf eigenen  Plattformen  verwerten zu d&#252;rfen, ohne  daf&#252;r die Urheber zu belohnen.  Klar ist,  dass Suchriesen wie Google  sich einem Diktat der Verleger  niemals  beugen werden. Doch vielleicht  wird die Diskussion bereits durch   aktuelle Entwicklungen &#252;berrannt  sein, wenn es zu einer Einigung kommt.   Kaum jemand googelt noch nach  News – Nachrichten werden vielmehr <a href="http://weblogs.hitwise.com/us-heather-hopkins/2010/02/facebook_largest_news_reader_1.html" target="_blank">im Social Web umhergeschossen</a>. Und wen bittet man da noch zur Kasse? Die Nutzer?</p></blockquote>
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		<title>Leistungsschutzrecht: &#8220;Wenn fremde Leistungen systematisch genutzt werden, ist dies unfair und ungerecht.&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/34084/leistungsschutzrecht-wenn-fremde-leistungen-systematisch-genutzt-werden-ist-dies-unfair-und-ungerecht/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 14:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bundesjustizministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Max Stadler]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesjustizministerium hat noch einmal best&#228;tigt, ein Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverleger schaffen zu wollen. Das neue Recht d&#252;rfe aber den "Informationsfluss im Internet" und die Zitierfreiheit nicht einschr&#228;nken. Carta dokumentiert die Rede von Max Stadler in Ausz&#252;gen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/cba4e7b44134416f958dba4b7f0da2b6" width="1" height="1" alt=""/>Der Parlamentarische Staatssekret&#228;r im Bundesjustizminsterium, Dr. Max Stadler, hat auf der Jahrestagung der Zeitungsverleger versichtert, dass sein Haus ein Leistungsschutzrecht f&#252;r die Branche schaffen wolle. Die Verlage m&#252;ssten im Internet davor gesch&#252;tzt werden, dass &#8220;andere gewerbliche Anbieter&#8221; systematisch die Presse-Inhalte nutzen w&#252;rden.</p>
<p>Einschr&#228;nkend wies Stadler darauf hin, dass das neue Schutzrecht nicht das &#8220;Fundament des Internets&#8221;, darunter die freie Verlinkung, den freien Informationsfluss und das Zitierrecht einschr&#228;nken d&#252;rfe.</p>
<p>Stadler hat damit nicht nur die bekannten Positionen des Ministeriums wiederholt. Bemerkenswert deutlich sprach er davon, dass es &#8220;unfair und ungerecht sei&#8221;, wie Aggregatoren mit Verlagsinhalten Geld verdienen w&#252;rden. Zugleich erw&#228;hnte er nicht die von den Verlegern ebenfalls geforderte Verwertungsgesellschaft und entsprechende Abgabenpflichten f&#252;r gewerblich genutzte B&#252;ro-PCs.</p>
<p>Im Justizministerium scheint das Leistungsschutzrecht damit vor allem ein Thema hinsichtlich Google News &amp; Co. zu sein &#8211; und nicht so sehr ein Vehikel zur Einf&#252;hrung einer Abgabenpflicht f&#252;r Verlagsinhalte in der gro&#223;en Breite. Der Standpunkt des Minsteriums &#228;hnelt also offenbar stark den vom FDP-Bundestagsabgeordneten <a href="http://carta.info/32202/stephan-thomae-fdp-fordert-fairen-wettbewerb-im-netz-durch-presse-leistungsschutz/">Stephan Thomae vorgetragenen Positionen</a>.</p>
<p><em>Carta</em> dokumentiert die Rede von Max Stadler auf dem <a href="http://www.bdzv.de/2203.html">BDZV Zeitungskongress</a> vom 20. September 2010 hier in Ausz&#252;gen:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Der Preis des Internets – Die Folgen der Digitalisierung f&#252;r Medien und Gesellschaft&#8221;</strong></p>
<p>Meine Damen und Herren,</p>
<p>wenn es um die Zukunft des Qualit&#228;tsjournalismus in Zeiten des Internets geht, dann d&#252;rfen wir zwei wesentliche Dinge nicht aus den Augen verlieren:</p>
<p>1.	Wir m&#252;ssen Fairness schaffen, vor allem im Urheberrecht; deshalb denken wir &#252;ber ein Leistungsschutzrecht f&#252;r Verlage nach.<br />
2.	Und wir m&#252;ssen die Regelungen zum Schutz der Pressefreiheit verbessern.</p>
<p>Die alte These, dass nichts so uninteressant sei wie die Zeitung von gestern, gilt heute so nicht mehr. Fr&#252;her kam kaum jemand auf die Idee, eine Zeitung nachzudrucken. Deshalb war auch ein besonderes Schutzrecht f&#252;r die Presseverleger kein Thema.</p>
<p><strong>Heute sehen sich  Presseverlage dagegen zunehmend damit konfrontiert, dass ihre Online-Angebote von anderen gewerblichen Anbietern in einer Weise ausgenutzt werden, die &#252;ber das blo&#223;e Verlinken weit hinausgeht. Aber wenn f&#252;r die eigene Wertsch&#246;pfung systematisch fremde Leistungen genutzt werden, dann ist dies unfair und ungerecht.</strong></p>
<p>Das Bundesjustizministerium hat deshalb die Debatte angesto&#223;en, wie wir neben dem Urheberrecht der Journalisten auch die organisatorische und wirtschaftliche Leistung der Presseverleger besser sch&#252;tzen.</p>
<p>Wenn die Verleger als sogenannte Werkmittler eine eigene Leistung erbringen, dann liegt es nahe, dass diese Leistung auch durch das Urheberrecht gesch&#252;tzt werden muss. Das ist bei Musikern oder Buchverlegern schon der Fall und v&#246;llig selbstverst&#228;ndlich, aber bei den Zeitungsverlegern gibt es noch eine L&#252;cke.</p>
<p>Allerdings haben die Rahmenbedingungen f&#252;r Presseverleger im Internet Ausstrahlung auf die Internet-Nutzung insgesamt. <strong>Deshalb darf es bei einem etwaigen Leistungsschutzrecht nicht darum gehen, den Informationsfluss im Internet zu beschneiden</strong>. Es wird also zum Beispiel kein Verbot der Verlinkung geben, denn die M&#246;glichkeit der freien Verlinkung ist das Fundament des Internets. Auch andere &#252;bliche Schranken des Urheberrechts werden weiter gelten, insbesondere die <strong>Zitierfreiheit</strong>.</p>
<p>Nicht nur faire Wettbewerbsbedingungen sind Voraussetzung f&#252;r Qualit&#228;tsjournalismus, sondern auch ein effektiver Schutz der Pressefreiheit. Sie alle kennen den Fall „Cicero“. Seither wissen wir, dass auch nach sechzig Jahren Geltung des Grundgesetzes immer noch L&#252;cken beim Schutz der f&#252;r die Demokratie konstituierenden Pressefreiheit bestehen.</p>
<p>Die Bundesregierung hat deshalb im August 2010 einen Gesetzentwurf auf den parlamentarischen Weg gebracht, mit dem  die Pressefreiheit gest&#228;rkt wird und unangemessene Einschr&#228;nkungen derselben durch das Straf- und Strafverfahrensrecht vermieden werden.</p>
<p>Zum einen soll klargestellt werden, das sich Journalisten nicht wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat strafbar machen, wenn sie beh&#246;rdliches Material besitzen, auswerten oder ver&#246;ffentlichen, das ihnen zugespielt worden ist. Obwohl die Medienangeh&#246;rigen ja selbst keiner Pflicht zur Geheimhaltung unterliegen, waren sie in den vergangenen Jahren trotzdem Ermittlungsma&#223;nahmen ausgesetzt. Das soll es in Zukunft nicht mehr geben. Damit st&#228;rken wir zugleich den Quellen- und Informantenschutz und sichern eine kritische Recherche und Berichterstattung.</p></blockquote>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=34084&amp;md5=811907630b2335e6a64f69b4ca095647" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kein Druck, kein Zwang &#8211; Wie liberal ist eine Leistungsschutz-Pauschalabgabe?</title>
		<link>http://carta.info/33846/kein-druck-kein-zwang-wie-liberal-ist-eine-leistungsschutz-pauschalgebuehr/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 13:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mathias Döpfner]]></category>
		<category><![CDATA[NZZ]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Stadler]]></category>

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		<description><![CDATA[Springer-Chef Mathias D&#246;pfner antwortet NZZ-Redakteur Rainer Stadler. Aus dem Disput leitet sich die Frage ab: Wie liberal ist eigentlich eine Pauschalabgabe?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/0b5c7e4232ed4f8687f24ff882e55844" alt="" width="1" height="1" />Vor zwei Wochen schrieb der <em>NZZ</em>-Medienredakteur Rainer Stadler in seiner Kolumne &#252;ber <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/keine_sympathien_fuer_ein_leistungsschutzrecht_1.7391789.html">mangelnde Sympathien f&#252;r ein Verleger-Leistungsschutzrecht</a>, er habe durchweg nur negative Leserreaktionen erhalten:</p>
<blockquote><p>Das Vorhaben der Verleger wird als r&#252;ckw&#228;rtsgewandt und  protektionistisch wahrgenommen.</p></blockquote>
<p>Gestern nun antwortete ihm Axel Springer-Chef Mathias D&#246;pfner pers&#246;nlich (&#8220;<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/wer_liberal_ist_verteidigt_geistiges_eigentum_1.7549626.html">Wer liberal ist, verteidigt geistiges Eigentum</a>&#8220;). Stadlers Text habe ihn &#8220;nachhaltig verwundert&#8221;: ein besserer Schutz des geistigen Eigentums von Verlagen im Internet sei nicht protektionistisch, sondern ein Ausdruck von Freiheit, so D&#246;pfner.</p>
<p>In sechs Punkten argumentiert Mathias D&#246;pfner anschlie&#223;end f&#252;r das Leistungsschutzrecht &#8211; besonders spannend erscheint dabei Punkt 5:</p>
<blockquote><p>F&#252;nftens droht laut NZZ angeblich ein «Geb&#252;hrensystem, ein  grenz&#252;berschreitendes b&#252;rokratisches Monster». Das ist falsch. Die  deutschen Verlage erw&#228;gen, ihre Online-Rechte f&#252;r gewerbliche Nutzung  von einer Verwertungsgesellschaft wahrnehmen zu lassen wie alle anderen  kreativen Branchen auch. Wer Leistungen nutzen m&#246;chte, kann freiwillig  einen Lizenzvertrag abschlie&#223;en. Wer es nicht m&#246;chte, l&#228;sst es bleiben.  Kein Druck, kein Zwang, keine Geb&#252;hr.</p></blockquote>
<p>D&#246;pfner beginnt seinen Text mit einem Aufschlag f&#252;r liberale Grundwerte &#8211; und sortiert anschlie&#223;end auch eine Verwertungsgesellschaft als liberales Konzept ein. Damit ist ein ganz wichtiger Kern der Leistungsschutzdebatte angesprochen und entsprechend gerahmt &#8211; die Frage n&#228;mlich:  <strong>Wie liberal ist hier eigentlich der Ansatz einer Verwertungsgesellschaft?</strong></p>
<p>Noch ist nicht genau bekannt, wie eine solche Verwertungsgesellschaft ausgestaltet w&#228;re und welche ihre Tarife w&#228;ren. Doch die Grundkonzeption einer solchen Einrichtung ist klar. Grundelemente werden mutma&#223;lich sein:</p>
<ol>
<li>Es wird <em>eine</em> Pauschalabgabe f&#252;r die Nutzung von Online-Presseprodukten geben &#8211; m&#246;glicherweise auch einen sehr groben Stufentarif.</li>
<li>Die Verg&#252;tung der Anbieter wird nach einem <em>Einheitspreis</em> pro Nutzungsvorgang erfolgen &#8211; m&#246;glicherweise wird es auch einen sehr grob abgestuften Verg&#252;tungsschl&#252;ssel geben.</li>
<li>Die Nutzer k&#246;nnen lediglich einen Lizenzvertrag &#252;ber die Nutzung aller Online-Presseprodukte abschlie&#223;en &#8211; nicht &#252;ber die Nutzung bestimmter Angebote.</li>
</ol>
<p>Eine Verg&#252;tungsgesellschaft verf&#252;gt strukturell &#252;ber sehr eingeschr&#228;nkte Preis- und Lenkungsmechanismen: Es gibt Pauschalgeb&#252;hren, Einheitspreise und wenig Auswahl.</p>
<p>Ein solches System besonders liberal zu nennen, w&#228;re wohl vermessen. Verg&#252;tungsgesellschaften ersetzen vielmehr ein System freiheitlicher Preisfindung durch ein staatlich gestattetes Verwertungskonsortium aller Anbieter in einem Segment &#8211; nach staatlich beaufsichtigten Preisen.</p>
<p>&#8220;Kein Druck, kein Zwang&#8221;? &#8211; zumindest h&#228;tte der gewerbliche Nutzer in Zukunft wohl nur noch die Wahl, einen Lizenzvertrag f&#252;r alle Verlagsprodukte abzuschlie&#223;en &#8211; mutma&#223;lich zum Einheitspreis.</p>
<p>Aus liberaler Sicht sollten Verwertungsgesellschaften immer nur als zweitbeste L&#246;sung gelten &#8211; als Notnagel, wo keine anderen Abrechnungs- und Verg&#252;tungsformen denkbar sind. Ist das im konkreten Fall so? Daran kann <a href="http://carta.info/19560/online-journalismus-gratisfalle/">gezweifelt</a> werden.</p>
<p>Die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht kann sich in der Tat auf liberale Grunds&#228;tze berufen. Bei der Forderung nach einer Verwertungsgesellschaft als zuk&#252;nftig zentraler Abrechnungsmechanismus im Online-Journalismus, sollte jedoch gefragt werden: Wie liberal ist eine Pauschalabgabe?
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		<title>Stephan Thomae (FDP) fordert &#8220;Fairen Wettbewerb im Netz durch Presse-Leistungsschutz&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 15:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der FDP-Bundestagsabgeordente Stephan Thomae setzt sich auf Telemedicus f&#252;r ein Leistungsschutzrecht f&#252;r Pressverlage ein: Im Zentrum steht die Abgabenpflicht f&#252;r "Snippets".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stephan Thomae, Bundestagsabgeordneter und Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion f&#252;r das Urheberrecht, hat seine Sicht auf das Presse-Leistungsschutzrecht bei <em><a href="http://www.telemedicus.info/article/1832-FDP-Fairer-Wettbewerb-im-Netz-durch-Presse-Leistungsschutz.html">Telemedicus</a></em> ver&#246;ffentlicht:</p>
<ul>
<li>Demnach sollten &#8220;Snippets&#8221; (Kurzausschnitte von Verlagsinhalten auf Suchmaschinen) zuk&#252;nftig gesch&#252;tzt sein &#8211; also potenziell abgabenpflichtig werden.</li>
<li>Die Schranken des Zitatrechts sollen auch f&#252;r das Presse-Leistungsschutzrecht gelten. Auch zuk&#252;nftig k&#246;nnte also in dem Umfang zitiert werden, wie heute schon.</li>
<li>Von einer Verwertungsgesellschaftspflicht oder einer Abgabenpflicht f&#252;r die gewerbliche Nutzung spricht Thomae nicht.</li>
<li>Das Leistungssschutzrecht soll keinesfalls in die freie Verlinkung eingreifen.</li>
</ul>
<p>Es ist sehr gut m&#246;glich, dass der Entwurf aus dem Justizministerium &#228;hnlichen Linien folgt.</p>
<p>Ein Auszug aus dem Thomae-Text:</p>
<blockquote><p>Die Presseverlage haben nach geltendem Recht keine Handhabe, um gegen  die &#220;bernahme von Texten und anderen Elementen aus ihren  Onlinepublikationen f&#252;r fremde Onlineangebote aus eigenem Recht  vorzugehen. Au&#223;erdem sind die Textteile oftmals nicht lang genug, um in  den Anwendungsbereich des Urheberrechts zu kommen – die Textteile sind  deshalb urheberrechtlich in der Regel nicht gesch&#252;tzt, auch wenn der  jeweilige Artikel insgesamt urheberrechtlich gesch&#252;tzt ist. Vor diesem  Hintergrund besteht eine Schutzl&#252;cke zu Lasten der Verlage. Diese  Schutzl&#252;cke, die  Aggregatoren und anderen heute faktisch die  lizenzfreie Nutzung von Presseartikeln in Form von „Snippets“  erm&#246;glicht, kann durch ein Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverleger  geschlossen werden. Eine solche Verbesserung des Schutzes n&#252;tzt aber  nicht nur den Verlagen, sondern sie kann die Presse insgesamt st&#228;rken  und dient mittelbar so auch der rechtlichen und wirtschaftlichen  Situation der Journalisten.</p></blockquote>
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