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	<title>CARTA &#187; Leistungsschutzrecht</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 17:47:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Voodoozauber der Verlage</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 10:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehen wir es mal so: Das Leistungsschutzrecht ist der verzweifelte Versuch der Verlage, die Folgen des gegenw&#228;rtigen Verdr&#228;ngungswettbewerbs zu kompensieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Leistungsschutzrecht dr&#228;ngen die Presseverlage noch st&#228;rker als bisher in die Rolle der Urheber hinein. Sie inszenieren sich &#8211; wo immer sie k&#246;nnen &#8211; als die wahren Urheber und verlangen Schutzrechte, die eigentlich den Autoren zustehen. Warum tun sie das? Warum b&#252;rden sie ihren Hausjuristen (und ihren Lobbyisten) eine unl&#246;sbare Aufgabe auf?</p>
<p>Sie tun es, weil sie ahnen &#8211; und mittlerweile auch schmerzlich erfahren -, dass sich andere, noch gr&#246;&#223;ere Marktteilnehmer in ihre alteingesessene Verlegerrolle hineindr&#228;ngen: Gro&#223;konzerne wie <em>Apple</em>, <em>Google/YouTube</em>, <em>Facebook</em> und <em>Amazon</em>, aber auch Telekommunikationskonzerne, Energieversorger oder Handelsriesen werden zu Verwertern. Diese Konzerne verdienen schon heute viel Geld mit der Leistung von Urhebern bzw. am Service f&#252;r Urheber (als Access-Provider, als Stromlieferanten, als Kiosk, als Platzanbieter, als Rechteh&#228;ndler) – allerdings hei&#223;en die Urheber bei diesen Konzernen (un)sinnigerweise meistens Nutzer.</p>
<p>Und so ist der laufende Strukturwandel der &#214;ffentlichkeit in erster Linie ein Verdr&#228;ngungsprozess: Die neuen Giganten okkupieren die Rolle der alten Verlage, und die alten Verlage okkupieren die Rolle der Urheber.  Den letzten bei&#223;en die Hunde.</p>
<p>Die Verschiebung f&#252;hrt n&#228;mlich dazu, dass Verlage und Urheber eine Zeit lang als direkte Konkurrenten auftreten – w&#228;hrend sie bislang zwei brav hintereinander h&#228;ngende Glieder einer stabilen Verwertungskette waren.</p>
<p>Beim Lizenzhandel (der immer lukrativer werdenden Zweitvermarktung) machen die Verlage den Urhebern bereits direkte Konkurrenz. Autoren, die ihre Produkte fr&#252;her mehrfach verkaufen konnten (etwa die gleiche Story an 20 verschiedene Regionalzeitungen), k&#246;nnen das heute nicht mehr. Die Verlage (und bald auch die Sender) vermasseln ihnen das Gesch&#228;ft und bieten die Werke der Urheber zahlreichen Dritten zur Weiternutzung an. Mit dem Leistungsschutzrecht w&#252;rden die Urheber dann auch noch einen Teil ihrer Pers&#246;nlichkeitsrechte verlieren.</p>
<p>Die Verlage dr&#228;ngen sich also in die Rolle der Urheber, weil sie ihrerseits dickeren Fischen (aus)weichen m&#252;ssen, von denen sie eines Tages gefressen werden k&#246;nnten. Das bedeutet: Die heutigen Medienverlage werden irgendwann zu Tochterunternehmen <a href="http://www.mediadb.eu/rankings/intl-medienkonzerne-2012.html">im Reich der Giganten</a> &#8211; oder sie werden selbstst&#228;ndige Handelsh&#228;user (wie <em><a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/115286-rekordumsatz-dank-zooplus-konsolidierung-burda-waechst-mit-tierfutter.html">Burda</a></em>) oder reine Content-Anbieter ohne das bisher noch erforderliche Drumherum (ohne gro&#223;e Sekretariate, Druckereien, Studios, Fuhrparks, Immobilien, Anzeigen- oder Vertriebsabteilungen).</p>
<p>Diese Verlage sind dann nur noch gr&#246;&#223;ere Urhebervereinigungen, Konglomerate aus Programmierern, Layoutern, Graphikern, Designern, Autoren, Lektoren, Fotografen, Illustratoren, Filmemachern etc.</p>
<p>Allerdings reagieren nun auch die klassischen (isolierten) Einzel-Urheber auf diesen Verdr&#228;ngungsprozess. Sie bilden gr&#246;&#223;ere Einheiten und verstehen sich nicht mehr als „abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte“, sondern als „Unternehmer“, die sich in Berufsverb&#228;nden und nicht mehr in traditionellen Gewerkschaften organisieren.</p>
<p>Diese Unternehmer-Urheber schlie&#223;en sich auch nicht blo&#223; zu B&#252;rogemeinschaften zusammen, die sich Miete, K&#252;hlschrank und DSL-Anschluss teilen, sie gr&#252;nden richtige Multimedia-Unternehmen, bet&#228;tigen sich als umfassende Dienstleister mit Full-Service-Charakter und vernetzen sich untereinander zu flexiblen Produktionseinheiten. Bald werden sie in Konkurrenz zu den alten (absteigenden) Verlagen treten k&#246;nnen. Beide werden dann kleine oder mittelst&#228;ndische „Urheberklitschen“ sein, die sich als konkurrierende Zulieferbetriebe den Bedingungen der Markt-Giganten unterordnen m&#252;ssen.</p>
<p>Der Versuch der Verlage, vor dem eigenen Abstieg noch schnell ein <a href="http://leistungsschutzrecht.info/">Sonderrecht</a> zu erwirken, ist also nichts anderes als Voodoozauber gegen die hereinbrechende Zukunft. Im festen Aberglauben, auf diese Weise dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pferische_Zerst%C3%B6rung">schumpeterschen Schicksal</a> zu entgehen, rammen die Verlage noch rasch eine Stricknadel in die fantasierten K&#246;rper von <em>Google</em> und <em>Facebook</em>.</p>
<p>Gescheiter w&#228;re es, sie w&#252;rden sich gemeinsam mit Urhebern und Nutzern um eine echte Reform des Urheberrechts bem&#252;hen.</p>
<p><em>Lesen Sie dazu auch:</em></p>
<ul>
<li><em><a href="http://www.mediadb.eu/rankings/intl-medienkonzerne-2012.html">Google in der IfM-Datenbank erstmals als Medienkonzern gerankt</a></em></li>
<li><em><a href="http://carta.info/20450/google-und-die-telekom-sind-das-die-neuen-verleger/">Google und die Telekom: Sind das die neuen Verleger?</a></em></li>
<li><em><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1610">King Kong gegen Godzilla</a></em></li>
</ul>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=43087&amp;md5=3d2714c2c4107f1211d5bd8f925159ad" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Leistungsschutzrecht nimmt auch Blogger ins Visier</title>
		<link>http://carta.info/42450/leistungsschutzrecht-nimmt-auch-blogger-ins-visier/</link>
		<comments>http://carta.info/42450/leistungsschutzrecht-nimmt-auch-blogger-ins-visier/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 12:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines der am meisten &#252;bersehenen Worte in den Forderungen und Aussagen der Verleger zum Leistungsschutzrecht lautet "gewerblich". Die Einstufung hat n&#228;mlich nichts damit zu tun, ob ein Blog eine geldwerte Leistung erbringt, sondern wird auch &#252;ber die Regelm&#228;&#223;igkeit der Beitr&#228;ge und den "privaten" Charakter bestimmt - eine reine Frage der Sichtweise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>evangelisch.de</em> <a href="http://www.evangelisch.de/themen/medien/leistungsschutzrecht-nimmt-auch-blogger-ins-visier60467">berichtet</a> von einer Anh&#246;rung im Unterausschuss Neue Medien im Bundestag am Mittwoch: </p>
<p style="margin-bottom:0,5em">
<blockquote><p>Eigentlich soll es den Gro&#223;en an den Kragen gehen: Google News und Facebook, die t&#228;glich den Anriss tausender Zeitungs- und Zeitschriftenartikel selbst oder &#252;ber ihre Nutzer in ihr Angebot einbinden. Doch jetzt k&#246;nnte es sogar kleine Blogger betreffen, die als gewerblich eingestuft werden k&#246;nnen, sobald sie Werbeanzeigen in ihre Blog einblenden. Unklar ist im Moment, ob auch Blogs als gewerblich gelten, die einen Flattr-Spenden-Button einbinden. Das berichtet die Bundestagsabgeordnete der Linken, Petra Sitte, von einer nicht&#246;ffentlichen Anh&#246;rung des Justizministeriums im Unterausschuss Neue Medien des Bundestags am Mittwoch.</p></blockquote>
<p style="margin-bottom:0,5em">
<p>Von der Anh&#246;rung <a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/03/leistungsschutzrecht-stochern-im-nebel/">berichtet</a> auch <em>Hyperland</em>:</p>
<blockquote><p>Am deutlichsten wird dies an der Frage der “Gewerblichkeit”.  So ist in dem<a href="http://docs.dpaq.de/353-koalitionsrundenergebnisse.pdf"> Papier (PDF)</a>, das die Ergebnisse des Koalitionsausschusses Anfang M&#228;rz&nbsp;festhielt, davon die Rede “gewerbliche Anbieter im Netz” in die Pflicht zu nehmen. Die Zielgruppe ist auch genannt: “Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren.” Nun antwortete Stadler auf die Frage, ob auch Blogger unter das Leistungsschutzrecht fallen: Gewerbliche Blogger k&#246;nnten mit dem neuen Schutzrecht durchaus erfasst werden. Wobei derjenige als “gewerblich” gilt, der etwa als Journalist zu seinem Themenportfolio ein Blog f&#252;hrt, aber auch derjenige, der lediglich ein Werbebanner einbindet. Ob auch Flattr-Buttons als gewerblich eingestuft werden, sei politisch zu entscheiden.</p></blockquote>
<p style="margin-bottom:0,5em">
<p>Udo Vetter hat in einem Vortrag auf der <em>re:publica 10</em> beschrieben, was zu beachten ist: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sfiQCq42Q_E">Spielregeln f&#252;r den zweiten Lebensraum</a> (Video, ca. 1 Std.). Tanja Preu&#223;e beschreibt den Begriff der Gewerblichkeit in <a href="http://www.couchcat.de/3233/private-website-privater-blog-oder-doch-gewerblich/">Private Website, privater Blog – oder doch gewerblich?</a>. </p>
<p style="margin-bottom:1em">
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42450&amp;md5=09603fb7b50e7bc4cb020686c2e656ee" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die neuen Presseplayer</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 16:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Weiß</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Presse]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Informationsfl&#252;sse in unserer Gesellschaft werden durch das Internet vielf&#228;ltiger. Beschr&#228;nken wir diese Vielf&#228;ltigkeit nicht, bevor sie ihr wahres Potential entfalten konnte, nur weil Konzerne wie der Axel-Springer-Verlag, welcher just Rekordgewinne vermeldete, noch mehr Marktmacht wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die gesellschaftliche Aufgabe des Journalismus</strong></p>
<p>Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Um sich dieser Frage  n&#228;hern zu k&#246;nnen, muss man zuerst einen Schritt zur&#252;ck machen und sich  fragen, was Journalismus eigentlich ist beziehungsweise, welche  gesellschaftliche Aufgabe er erf&#252;llt. Bricht man diese Aufgabe so weit herunter wie m&#246;glich, ergibt das Folgendes:</p>
<p>Informationen f&#252;r eine breite &#214;ffentlichkeit und damit die  Gesellschaft sichtbar machen, Informationen so zu verbinden, dass  Sachverhalte verst&#228;ndlich oder &#252;berhaupt erst erkennbar werden und  die  Grundlage, die Infrastruktur sozusagen, f&#252;r einen gesellschaftlichen  Diskurs bieten.</p>
<p>Vor dem von der Digitalisierung und dem Internet ausgel&#246;sten  Medienwandel war die Sachlage relativ einfach: Kommerziell orientierte  Organisationen, also Presseverlage, Radiosender und TV-Sender, haben  Journalisten besch&#228;ftigt, welche – im Idealfall – Inhalte verschiedener  Auspr&#228;gungen produziert haben, die die oben beschriebenen Aufgaben, gern  auch unterhaltend, erf&#252;llt haben. Diese Inhalte wurden dann im B&#252;ndel  (Zeitung etc.) gewinnbringend verbreitet. Der Endnutzer, also der Leser,  Zuh&#246;rer und Zuschauer, hat mit seiner Aufmerksamkeit bezahlt. Jedes der  privaten Presseunternehmen war entweder komplett (H&#246;rfunk, TV) oder zu  einem gro&#223;en Teil (Printpresse) werbefinanziert.</p>
<p>Wer an die &#214;ffentlichkeit treten wollte, egal ob Politiker oder  Werbekunde, musste &#252;ber diese Presseunternehmen gehen. In einigen  L&#228;ndern wie Deutschland gibt es zus&#228;tzlich zu den privaten Unternehmen  noch &#246;ffentlich-rechtliche Institutionen. Diese unterscheiden sich aber  in erster Linie nur in der Finanzierungsart von ihren Kollegen aus der  Wirtschaft.</p>
<p>Betrachtet man die reinen Organisationsformen war die Presselandschaft recht &#252;bersichtlich.</p>
<p>Seit einigen Jahren ver&#228;ndert sich diese Landschaft nun dramatisch.</p>
<p><strong>Die neue vielf&#228;ltigere Presselandschaft und die Gefahr des Presseleistungsschutzrechts</strong></p>
<p>Das Publizieren ist f&#252;r B&#252;rger in westlichen L&#228;ndern, die in der  Regel &#252;ber Internetanschl&#252;sse verf&#252;gen, von einem teuren Unterfangen,  f&#252;r das man auf Unternehmen angewiesen ist, zu einem praktisch  kostenfreien Vorgang geworden.</p>
<p>Diese erdrutschartige Ver&#228;nderung auf der Kostenseite hat nicht nur  Auswirkungen f&#252;r mitteilungsbed&#252;rftige Einzelpersonen, sondern auch auf  die Art und Weise, wie Unternehmen in diesem Bereich strukturiert werden  k&#246;nnen. Kleine Teams k&#246;nnen es mit gro&#223;en Unternehmen aufnehmen.</p>
<p>Das ist die eine Seite. Die andere Seite, die vielleicht wichtigere  Entwicklung, ist die nun erst in gro&#223;em Umfang m&#246;glich gewordene  Organisationform, die Yochai Benkler in “The Wealth of Networks”  als <em>commons based peerproduction</em>, also als allmende­basierte,  kollaborative Produktion, bezeichnet hat. Die Ergebnisse dieser  Organisationsform sind etwa Linux, Wikipedia und Guttenplag. Diese  Organisationsform wird mit exklusiven Rechten, die von Unternehmen  gehalten werden, massiv eingeschr&#228;nkt.</p>
<p>F&#252;r den Freitag habe ich beschrieben, welche Gefahr ein  Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseerzeugnisse, das implizit von der oben  beschriebenen alten Presselandschaft ausgeht, f&#252;r die neue,  vielf&#228;ltigere Presselandschaft darstellt.</p>
<p><a href="http://www.freitag.de/politik/1212-goliath-will-geld-sehen">Monopol: Goliath will Geld sehen — Der Freitag</a>:</p>
<blockquote><p>Es geht um Blogs, um Guttenplag und dessen Nachfolger  PlagiPedi, um Wikileaks und um Wikipedia, dessen  Aktualisierungsgeschwindigkeit es mittlerweile auch f&#252;r Nachrichten  relevant macht. Es geht um Infrastruktur­anbieter wie Google mit Google  News und seiner Suche, um Twitter und Facebook. Es geht um Startups wie  Flipboard oder Commentarist, welches bereits von FAZ und S&#252;ddeutsche  verklagt wurde, w&#228;hrend andere Verlage es gern benutzen. Kurz, es geht  um alles Presse&#228;hnliche, was nicht von Presseverlagen kommt. Es geht um  die Kontrolle des Markt­umfeldes. Es geht darum, die Verlage und ihre  Leistungen &#252;ber alles andere in der Wertsch&#246;pfungskette zu stellen.</p>
<p>Wurde der Jura-Professor f&#252;r seine Funde von der S&#252;ddeutschen  bezahlt? Wurde Guttenplag finanziell an den Artikeln beteiligt, die die  dortigen Funde wiederholt haben? Wie lautet die Rechtfertigung, dass  alle f&#252;r das Weiterverbreiten von Informationen bezahlen sollen, nur die  Verlage nicht?</p></blockquote>
<p>Die Vertreter der Presseverlage sagen das nicht, aber ein  Presseleistungsschutzrecht k&#246;nnte auch die Wikipedia gef&#228;hrden. Man  f&#228;ngt bei neuen weitreichenden Gesetzen nat&#252;rlich bei den vermeintlichen  b&#246;sen und &#252;bergro&#223;en Unternehmen an, die man z&#228;hmen/ zu ‘Fairness’  zwingen will (hier: Google), langfristig geht es aber nat&#252;rlich darum,  Kontrolle am Markt auszu&#252;ben, und damit sind dann alle Akteure gemeint,  egal ob sie &#252;berhaupt am Markt agieren oder au&#223;erhalb stattfinden.</p>
<p>Man stelle sich vor, die Wikipedia k&#246;nnte nicht mehr einfach  Erkenntnisse aus Artikeln von Presseverlagen zusammenfassen, ohne diese  daf&#252;r zu bezahlen.</p>
<p><strong>Wer Zugang zu B&#252;rgern hat, kann &#214;ffentlichkeit schaffen, auch Anbieter von Webdiensten</strong></p>
<p>Anfang 2012 hat sich gezeigt, dass mittlerweile im Netz noch eine  weitere wichtige Macht entstanden ist, die &#214;ffentlichkeit erzeugen kann:  Jeder erfolgreiche Webdienst hat t&#228;glich Kontakt mit seinen Endnutzern.  Etwas, das fr&#252;her der Presse vorbehalten war. &#214;ffentliche  Meinungsbildung kann deshalb nicht nur &#252;ber die Kommunikation unter den  Nutzern auf diesen Plattformen entstehen, sondern auch von den  Unternehmen dahinter.</p>
<p>Dienste wie Wikipedia, Google und Tumblr haben in den USA ihre Nutzer  mobilisieren k&#246;nnen. Diese haben ihre Abgeordneten zu den geplanten  Gesetzen SOPA und PIPA kontaktiert und somit wohl auch ma&#223;geblich diese Gesetze zu Fall gebracht.</p>
<p>Jetzt k&#246;nnte man meinen, dass das gef&#228;hrlich sei: Diese Unternehmen  k&#246;nnen jetzt immerhin die &#214;ffentlichkeit nach ihrem Gusto formen und  leiten! Zu diesem Schluss kann man nur kommen, wenn man den B&#252;rgern  zutraut, sich in gro&#223;er Zahl gegen ihre Interessen mobilisieren zu  lassen. Tats&#228;chlich ist diese in der Tat neue und weitreichende Macht  dieser Unternehmen an einer entscheidenden Stelle stark eingeschr&#228;nkt:  Ihre Mitteilungen auf ihren Websites haben keinen direkten Einfluss auf  die politische Willensbildung. Sie m&#252;ssen die Nutzer mobilisieren. Nur  die mobilisierten, die aktiv gewordenen B&#252;rger k&#246;nnen Einfluss nehmen.</p>
<p>Das ist ein wesentlicher Unterschied zu der Macht der Presseverlage:  Diese mussten immer nur den Volkswillen vermuten und konnten damit  Einfluss nehmen.</p>
<p>Google, Wikipedia, Tumblr und Co. haben eine neue Macht bei der  Formung von &#214;ffentlichkeit, aber nur solang ihre Interessen und die  ihrer Nutzer konform gehen. Sie k&#246;nnen nicht eigene Partikularinteressen  vorantreiben. Presseverlage k&#246;nnen das dagegen sehr wohl.</p>
<p>Um das zu verdeutlichen: Gibt es eine erfolgreiche Petition, in der  &#252;ber 50.000 besorgte B&#252;rger die Einf&#252;hrung des  Presseleistungschutzrechts fordern? Nein. Warum nicht, wenn dieses Recht  so wichtig ist, dass die Zukunft der Presse und damit der Demokratie  davon abh&#228;ngt, wie es mancher Verlagsvertreter behauptet? Kann die  Presse ihre eigenen Leser, ihr Publikum, nicht mobilisieren? Warum  nicht? Vielleicht weil ihre Interessen in diesem Fall doch nicht mit  denen der Gesellschaft &#252;bereinstimmen?</p>
<p>Das Internet und seine Partizipationsm&#246;glichkeiten macht auch auf  diesem Weg offensichtlich, wie Presseverlage trotz ihres eigenen  Anspruchs nicht zwingend das Sprachrohr f&#252;r die Gesellschaft sind. Keine  bahnbrechende Erkenntnis, aber doch eine, die immer offensichtlicher  wird.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Tritt man einen Schritt zur&#252;ck, sieht man, wie vielf&#228;ltig die  Presselandschaft bereits geworden ist. Man kann auch sehen, wie sehr  sich das Erzeugen von &#214;ffentlichkeit wandelt. Der gemeinsame Nenner  dieser Ver&#228;nderungen: Sie schw&#228;chen in erster Linie die Position der  Presseverlage und der anderen etablierten Institutionen. Und das nicht  nur auf der wirtschaftlichen Seite, sondern auch auf der Seite der  Legitimation, auf deren Grundlage gesetzliche Sonderregelungen wie das <a href="http://www.neunetz.com/tag/listenprivileg/">Listenprivileg</a> und jetzt das <a href="http://www.neunetz.com/tag/presseleistungsschutzrecht/">Leistungsschutzrecht</a> durchgeboxt werden.</p>
<p>Besonders wenn man die Gesamtheit betrachtet, also all die neuen  Formen der Informationsbeschaffung und -organisierung, wird  offensichtlich, wie gef&#228;hrlich ein zus&#228;tzliches exklusives Recht sein  kann.</p>
<p><em><a href="http://www.neunetz.com/2012/03/28/die-neuen-presseplayer/">Der Text</a> ist zuerst erschienen auf <a href="http://www.neunetz.com/" target="_blank">neunetz.com</a>.</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42362&amp;md5=28a5103e4ec5753b10e9a73a4a1e33bb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zitieren ist erlaubt, wenn&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 13:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Snippets]]></category>
		<category><![CDATA[Zitatrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Petra Sitte von der Digitalen Linken hat N&#228;heres zum geplanten Leistungsschutzrecht erfahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Bundestags-Unterausschuss Neue Medien gab es heute Morgen einen Sachstandsbericht zum geplanten Leistungsschutzrecht. Dabei wurde bekannt, dass ein Gesetzentwurf noch immer nicht vorliegt. Im Gespr&#228;ch bef&#228;nden sich, <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/ist-das-leistungsschutzrecht-nackt/">nach Auskunft von Petra Sitte</a>, aber zwei Varianten:</p>
<blockquote><p>„Entweder werde Newsaggregatoren der Lizenzerwerb von Snippets &#252;ber eine Verwertungsgesellschaft gesetzlich vorgeschrieben oder aber im Gesetz ein Unterlassungsanspruch geschaffen, mit dem eine Verwertungsgesellschaft, falls die Verlage das w&#252;nschten, in Verg&#252;tungsverhandlungen mit den Aggregatoren treten k&#246;nnte. Die Tendenz ging, so war der Eindruck, stark zur letzteren Variante.“</p></blockquote>
<p>Betroffen seien – dies wurde in den Gespr&#228;chen im Unterausschuss ebenfalls deutlich – nur Aggregatoren, die ausschlie&#223;lich Fremdmaterial aufbereiten. Das Zitieren dagegen sei auch k&#252;nftig – anders als der nackte Ausriss (Snippet) &#8211; erlaubt. Obiges Zitat z.B. w&#252;rde nicht unter das Leistungsschutzrecht fallen, da es als Erl&#228;uterung in einen eigenst&#228;ndigen Beitrag eingebettet ist. § 51 des Urhebergesetzes (Zitatrecht) lautet:</p>
<blockquote><p>„Zul&#228;ssig ist die Vervielf&#228;ltigung, Verbreitung und &#246;ffentliche Wiedergabe eines ver&#246;ffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zul&#228;ssig ist dies insbesondere, wenn 1. einzelne Werke nach der Ver&#246;ffentlichung in ein selbstst&#228;ndiges wissenschaftliches Werk zur Erl&#228;uterung des Inhalts aufgenommen werden, 2. Stellen eines Werkes nach der Ver&#246;ffentlichung in einem selbstst&#228;ndigen Sprachwerk angef&#252;hrt werden&#8230;“</p></blockquote>
<p>Zitieren ist also auch k&#252;nftig kostenlos. Doch &#252;ber den Umfang von Zitaten und die Auslegung des Begriffs „selbstst&#228;ndiges Werk“ k&#246;nnte es schon bald nach der Einf&#252;hrung des Gesetzes erheblichen Streit geben. Deshalb glauben viele Blogger und kleine Webseitenbetreiber, das Leistungsschutzrecht k&#246;nnte auch sie betreffen und w&#252;rde entsprechend teure Abmahnungen wegen „zu umfangreichen“ Zitierens nach sich ziehen.</p>
<p>Update 29.3.: Der Entwurf eines Leistungsschutzrechts <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/web/news/Bundestag-will-sich-Zeit-lassen-mit-Lex-Google-article727602.html">verz&#246;gert sich</a> offenbar weiter.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=42355&amp;md5=cd9f57699594e08588a23528ef9ee3fa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Springers Coup: Top oder Flop?</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 18:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>

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		<description><![CDATA[Thierry Chervel vom Perlentaucher ist der Meinung, dass das Presse-Leistungsschutzrecht floppen wird. Schon die angek&#252;ndigte Reform stelle nur noch eine abgespeckte Version dessen dar, was urspr&#252;nglich mal gewollt war. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch gibt es keinen Referentenentwurf – jedenfalls keinen, der in der &#214;ffentlichkeit kursiert. Noch beruht alles auf Spekulationen. Was die Erregungskurven hochschnellen l&#228;sst. Aber ist es vielleicht eine halbe <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/267_das_leistungsschutzrecht_wird_floppen">Niederlage</a>, fragt Thierry Chervel:</p>
<blockquote><p>„Gro&#223; ist die Aufregung im Netz &#252;ber das jetzt doch noch geplante<strong> Leistungsschutzrecht</strong> f&#252;r Verleger, das die schwarz-gelbe Koalition noch vor Ablauf der Legislaturperiode formulieren will. So gro&#223;, dass die <strong>halbe Niederlage der Verleger</strong> in den meisten Kommentaren &#252;bersehen wird. &#8220;Eines haben sie schon mal nicht durchgekriegt&#8221;, sagt <strong>Matthias Spielkamp</strong> von <em>irights.info</em>, einer der besten Experten f&#252;r das Thema, im Gespr&#228;ch: &#8220;<strong>Gewerbliche Nutzer</strong> der Zeitungswebsites werden f&#252;r das Lesen nichts bezahlen m&#252;ssen.&#8221; Denn in der Tat: das war einer der Tr&#228;ume der Lobbyisten. Sie argumentierten, dass Unternehmen wie Siemens oder Daimler ihre Zeitungsabos abbestellen, weil sie die Zeitungen ja jetzt<strong> angeblich online</strong> lesen k&#246;nnen. Die Verleger wollten deshalb die Zeitungswebsites f&#252;r solche Unternehmen <strong>sperren</strong>, um f&#252;r die Freigabe dann kassieren zu k&#246;nnen.“</p></blockquote>
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		<title>Warum kann der Markt das nicht richten? Zum Leistungsschutzrecht deutscher Verlage</title>
		<link>http://carta.info/41941/warum-kann-der-markt-das-nicht-richten-zum-leistungsschutzrecht-deutscher-verlage/</link>
		<comments>http://carta.info/41941/warum-kann-der-markt-das-nicht-richten-zum-leistungsschutzrecht-deutscher-verlage/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 18:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Leistung muss sich lohnen, daran besteht kein Zweifel. Aber ob daf&#252;r ein Leistungsschutzrecht erforderlich ist, darf bezweifelt werden. Eine Clearingstelle nach Vorbild der amerikanischen NewsRight-Gr&#252;ndung w&#228;re die bessere Alternative.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt also, das Leistungsschutzrecht nebst einer Verwertungsgesellschaft. Bei aller berechtigten Kritik an dieser Entwicklung darf nicht &#252;bersehen werden, dass der Kern der Sache auf ein Problem zur&#252;ckgeht, das Blogs schon lange kennen: RSS-Feeds und ihre Reader-Software. RSS-Reader ziehen sich bekanntlich alle neuen Artikel aus den abonnierten Blogs und bilden diese in ihrem eigenen Layout ab. F&#252;r das Lesen vieler unterschiedlicher Quellen ist das nat&#252;rlich sehr vorteilhaft. F&#252;r die davon betroffenen Blogs (oder andere Medien) ist es weniger erfreulich: Sie verlieren Seitenaufrufe, was unter Umst&#228;nden ihre Einnahmen aus Werbung schm&#228;lert. Einige Medien liefern deshalb via RSS nur noch kurze Ausz&#252;ge, um die Leser direkt auf ihre Seiten zu holen.</p>
<p>In den gut 10 Jahren, seitdem es RSS als Abo-Technik im Web gibt, gab es zwar immer wieder Diskussionen dar&#252;ber, ob RSS f&#252;r Blogs positiv oder eher negativ zu bewerten sei, letztlich aber verliefen diese Debatten alle im Sande. Zudem wurde das Thema nie in die breite &#214;ffentlichkeit getragen, weil RSS immer eine Art Nischenfunktion f&#252;r Eingeweihte geblieben war.</p>
<p>Statt dessen wurden gewisserma&#223;en im Windschatten von RSS eine Reihe &#228;hnlicher Techniken mit dem Ziel entwickelt, einerseits technisch noch weitergehende &#220;bernahmefunktionen m&#246;glich zu machen und andererseits diese so in Anwendungen zu integrieren, dass ihr Gebrauch deutlich einfacher und intuitiver als RSS sein w&#252;rde. Das Ergebnis sehen wir heute: Social Reader und &#228;hnliche Anwendung haben nicht mehr viel mit den RSS-Readern aus der Fr&#252;hzeit des Social Web gemein: Ansprechende Layouts in unterschiedlichster Form pr&#228;gen das Bild, je nach Endger&#228;t auf das hin sie optimiert worden sind. Dazu kommt ein Funktionsumfang von enormer Bandbreite, von ger&#228;te&#252;bergreifenden Funktionen bis zum hin zum Offline-Lesen.</p>
<p>Eine der erfolgreichsten Anwendungen dieser neuen Gattung ist <a href="http://flipboard.com/" target="_blank">Flipboard</a>, eine  Applikation f&#252;r iPad und iPhone. Speziell auf dem iPad sorgte Flipboard f&#252;r Furore und bekam sogar Lob von Steve Jobs, der das Startup pers&#246;nlich besuchte. Die Applikation geh&#246;rt inzwischen zu den 25 am h&#228;ufigsten geladenen kostenlosen Apps f&#252;r das iPad. Ihre Entwickler hatten erkannt, dass sie f&#252;r einen erfolgreichen Reader einerseits eine optisch ansprechende L&#246;sung brauchten und andererseits einen Ansatz, mit dem sich der Umgang mit Feeds à la RSS stark vereinfachen lie&#223;e. Ihre L&#246;sung wurde zum Vorbild vieler Startups, weil Flipboard zeigt, dass es einen Markt f&#252;r Social Reader gibt.</p>
<p>Ein Problem dabei ist nur, dass diese Reader inzwischen so gut gemacht sind, dass sie den Vergleich mit den Quellen ihrer Inhalte nicht mehr zu scheuen brauchen. Dazu kommt, dass sie eine neue Art der redaktionellen Selektion verbreiten helfen: In ihrem Mittelpunkt steht nicht mehr das was Nachrichten-Redaktionen ausw&#228;hlen und zusammenstellen, sondern was Freunde und Bekannte im Web f&#252;r gut und wichtig halten und &#252;ber Social Networks wie Facebook oder Twitter zum Ausdruck bringen. Die Schmach f&#252;r Verleger und Redakteure ist also eine doppelte: Nicht nur, dass ihnen Seitenaufrufe und damit Werbeeinnahmen entgehen, sie werden auch noch der M&#246;glichkeit beraubt, Meldungen nach Wichtigkeit zu sortieren und zu pr&#228;sentieren.</p>
<p>Das alles w&#228;re halb so schlimm, bliebe Social Reading ein Nischenph&#228;nomen &#228;hnlich den RSS-Readern aus dem letzten Jahrzehnt. Danach sieht es derzeit jedoch nicht aus. Das Ph&#228;nomen greift immer weiter um sich und treibt sogar seltsame Bl&#252;ten, wie etwa im Fall von <a href="http://pinterest.com/" target="_blank">Pinterest</a>, wo Inhalte (insbesondere Fotos) nicht mehr einfach nur empfohlen, sondern schlicht kopiert und in das eigene Informationsangebot &#252;bernommen werden.<br />
Warum aber erfreuen sich diese Methoden des Empfehlens und Verbreitens so gro&#223;er Beliebtheit? Warum k&#246;nnen die geneigten Leser nicht einfach nur eine Zeitung oder eine Zeitschrift als App durchbl&#228;ttern und sich damit zufrieden geben, wie es jahrzehntelang die Leser gedruckter Medien auch taten?</p>
<p>Ein wesentlicher Punkt d&#252;rfte darin liegen, dass Social Reading hilft, in der heutigen Informations- bzw. Angebotsf&#252;lle Wichtiges und Interessantes aus den unterschiedlichsten Quellen zu finden. Somit bekommt man das Gef&#252;hl, nichts von Relevanz zu verpassen. Gleichzeitig wirken die Empfehlungen aus dem Freundeskreis sozialer Netzwerke wie eine zus&#228;tzliche Filterebene, die im Ergebnis ein personalisiertes Informationsangebot schafft.</p>
<p>Wie weit das gehen kann zeigt etwa das Angebot von <a href="http://www.news.me/" target="_blank">news.me</a>. Bei diesem Dienst meldet man sich via Twitter an und erh&#228;lt dann t&#228;glich einen Newsletter per E-Mail mit 5 bis 7 wichtigen Linkempfehlungen aus dem Kreis der Personen, denen man auf Twitter folgt. Die Reduktion auf diese 5 bis 7 Meldungen erfolgt &#252;ber eine Aggregation aus allen Linkempfehlungen der letzten 24 Stunden. Wie genau sich der dazu geh&#246;rende Algorithmus zusammensetzt bleibt letztlich so geheim wie die Rezeptur von Googles PageRank. In der Praxis jedoch liefert news.me einen sehr guten Dienst insbesondere f&#252;r die Tage, an denen man selbst keine oder nur wenig Zeit f&#252;r Twitter hat. Die Reduktion auf Wichtiges in personalisierter Form ist hier also sehr gut gel&#246;st, wer mag da noch eine ganze Zeitung durchbl&#228;ttern?</p>
<p>Auf eine kurze Formel gebracht kann also festgestellt werden, dass zwar nach wie vor gelesen wird, was Verlage und Medienh&#228;user publizieren, nur eben immer weniger auf den Seiten der Anbieter selbst. Statt dessen bedient man sich neuartiger Instrumente mit Filterwirkung, die helfen sollen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und die individuellen Informationsinteressen besser zu ber&#252;cksichtigen.</p>
<p>Dabei muss es zwingend einen <a href="http://carta.info/41917/kleine-anfrage-an-die-kritiker-des-geistigen-eigentums/" target="_blank">Interessensausgleich</a> zwischen den Anbietern von Nachrichten und den Konsumenten geben. Denn letztere haben im Prinzip ein gro&#223;es Interesse daran, dass im Web ein breites und vielf&#228;ltiges Angebot an Nachrichten aller Art publiziert wird. Selbst wenn man unterstellt, dass sich dieses Angebot &#252;ber Werbung finanziert, kann nicht einfach &#252;bergangen werden, dass immer mehr Menschen die Inhalte gar nicht mehr auf den Originalseiten betrachten, sondern auf den f&#252;r sie viel praktischeren Social Readern oder direkt auf den Seiten von Social Networks wie Facebook.</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2012/03/fb-newsfeed2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-41943" title="Screenshot aus Facebook" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2012/03/fb-newsfeed2-300x253.jpg" alt="" width="300" height="253" /></a> Derzeit wird &#252;brigens die Zahl der Diensteanbieter, die ihre Leistung in personalisierter Form mittels eines Login &#252;ber Facebook oder Twitter anbieten, immer gr&#246;&#223;er. Fast schon k&#246;nnte man diese Praxis als Norm unter den Startups im Silicon Valley bezeichnen. Dabei geht es l&#228;ngst nicht mehr darum, den Usern das Anlegen immer neuer Accounts zu ersparen und sie somit leichter f&#252;r neue Angebote zu gewinnen. Statt dessen wird das Auslesen von Profildaten von Facebook oder Twitter immer mehr zur Voraussetzung f&#252;r das Angebot komplexer individualisierter Dienste, die nur funktionieren k&#246;nnen, wenn ihnen von Beginn an gro&#223;e Datenmengen zur Analyse vorliegen.</p>
<p>Demgegen&#252;ber wirkt das Bem&#252;hen deutscher Verlage um ein <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/hurra-urheberrecht-im-internet-verbessert/" target="_blank">Leistungsschutzrecht</a> allerdings wenig intelligent. Viel besser w&#228;re es, sich an die Spitze der neuen Entwicklungen zu stellen und selbst personalisierte Dienste anzubieten.</p>
<p>Auf lange Sicht wird den Verlagen und Medienh&#228;usern ohnehin nichts anderes &#252;brig bleiben, als in die derzeit neu entstehende Wertsch&#246;pfungsstufe der Aggregation und Personalisierung einzusteigen um an den dort anfallenden Umsatz- und Gewinnperspektiven partizipieren zu k&#246;nnen.</p>
<p>Gleichwohl bleibt das Problem der &#220;bernahme von Artikeln samt zugeh&#246;rigem Bildmaterial in das mediale Angebot von Social Readern. Zu unterscheiden sind hier kurze und l&#228;ngere Formen der Inhalte-&#220;bernahme: Alles Kurze, also reine Verlinkungen samt knapper Ausz&#252;ge, sollten frei, d. h. rechtlich unbedenklich sein. Wer als Anbieter selbst das nicht will, muss seine Inhalte eben konsequent hinter einer Pay-Wall halten. L&#228;ngere Ausz&#252;ge bis hin zu kompletten &#220;bernahmen (mit oder ohne Original-Layout) sollten aber ehrlicherweise entlohnt werden. Nur wie?</p>
<p>In den USA gibt es dazu seit Januar ein Angebot. <a href="http://www.newsright.com/" target="_blank">NewsRight</a> mit Sitz in New York ist eine Gr&#252;ndung von rund 30 Verlagen, die nicht nur Lizenzen f&#252;r die Nutzung von Inhalten anbietet, sondern &#252;ber eine Trackingfunktion auch Auskunft dar&#252;ber geben kann, welche Themen gerade viel Aufmerksamkeit bekommen. Aggegatoren k&#246;nnen so nicht nur generell Inhalte per Lizenz &#252;bernehmen, sondern auch gezielt solche, die gerade popul&#228;r sind, um so ihr eigenes Angebot zu optimieren. Aus Deutschland ist die Axel Springer AG <a href="http://derstandard.at/1326504077597/Textpiraterie-Die-Haelfte-aller-Postings-bei-Facebook-verlinken-auf-professionelle-Inhalte" target="_blank">an NewsRight beteiligt</a>.</p>
<p>Da stellt sich die Frage, warum so etwas nicht auch auf europ&#228;ischer Ebene m&#246;glich ist. Eine internationale Clearingstelle w&#228;re zweifellos der bessere Ansatz als ein deutsches Gesetz, weil diese flexibler auf technische Innovationen und &#196;nderungen im Verhalten der Endverbraucher reagieren k&#246;nnte als eine per Gesetz inthronisierte Verwertungsgesellschaft nach b&#252;rokratischer Manier des 20. Jahrhunderts.</p>
<p>Wie in der Clearingstelle abgerechnet wird, k&#246;nnte sich nach Angebot und Nachfrage einpendeln. Dabei m&#252;ssten nicht nur Lizenzen in Betracht kommen, es k&#246;nnten auch Werbeslots nach der Art von „Sponsored Links“ vermittelt werden. Eine weitere Form w&#228;re die Lizenzierung von Content nicht gegen Entgelt, sondern gegen technisches Know-How. Eine Clearingstelle nach dem Vorbild von NewsRight k&#246;nnte sich also sehr flexibel geben, was der Entwicklung neuer Informationsm&#228;rkte sicher f&#246;rderlich w&#228;re. Zudem k&#246;nnte sie, &#228;hnlich einer B&#246;rse, ihre Preise elastisch gestalten und dabei ber&#252;cksichtigen, dass der Wert von Content relativ gesehen zu den Netzwerk-Informationen dar&#252;ber, wie viele Personen oder sogar welche einen bestimmten Inhalt sehr interessant finden, im Zeitablauf geringer werden kann.</p>
<p>Eine Verwertungsgesellschaft dagegen wird sich nach einem starren Muster richten m&#252;ssen und dabei wenig M&#246;glichkeiten der Einflussnahme haben, wenn sich die dem Muster zugrundeliegenden Techniken und Usancen &#228;ndern bzw. weiter entwickeln. Ihre Preise werden nicht marktkonform sein, sondern einer Steuer oder Abgabe gleichen, weil man einen Markt sich gar nicht erst bilden l&#228;sst.</p>
<p>Dass in Deutschland, dem „<a href="http://www.land-der-ideen.de/de" target="_blank">Land der Ideen</a>“ im fr&#252;hen 21. Jahrhundert nichts anderes m&#246;glich sein soll, als einen der wichtigsten M&#228;rkte der Zukunft &#252;ber eine B&#252;rokratie zu verwalten, ist kein gutes Zeichen.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41941&amp;md5=d4cc00bd0f1da19dedcd6aaa681c1db3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das Leistungsschutzrecht ist geliefert</title>
		<link>http://carta.info/41860/das-leistungsschutzrecht-ist-geliefert/</link>
		<comments>http://carta.info/41860/das-leistungsschutzrecht-ist-geliefert/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 22:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Carta</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Springer]]></category>

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		<description><![CDATA[Bild wei&#223; es wieder mal zuerst: Das Leistungsschutzrecht soll kommen. In Form einer Lex Google. Aber auch kleinere Aggregatoren k&#246;nnten davon betroffen sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun also doch: Das Leistungsschutzrecht soll <a href="http://netzpolitik.org/2012/axel-springer-kauft-leistungsschutzrecht-bei-koalition/">kommen</a>:</p>
<blockquote><p>„Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen k&#252;nftig f&#252;r die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen. Damit werden die Presseverlage an den Gewinnen gewerblicher Internet-Dienste beteiligt, die diese – mit der bisher unentgeltlichen – Nutzung der Verlagserzeugnisse erzielen. Auch die Urheber sollen eine angemessene finanzielle Beteiligung an der Verwertung des Leistungsschutzrechts erhalten. Einzug und Verteilung der Entgelte soll &#252;ber eine Verwertungsgesellschaft erfolgen. Die Schutzdauer soll ein Jahr betragen. Die private Nutzung von Presseerzeugnissen im Internet wird nicht verg&#252;tungspflichtig, normale User werden also nicht betroffen sein.“</p></blockquote>
<p>Das meldet BILD.</p>
<p>Und der gr&#252;ne Netzpolitiker Konstantin von Notz wettet schon mal dagegen: Das Leistungsschutzrecht, so twitterte er gestern Abend, „wird wegen Ermangelung rechtssicherer Umsetzbarkeit nicht kommen“.</p>
<p><em>Lesen Sie dazu auch: <a href="http://carta.info/19373/verlage-contra-google-der-vergessene-kampf-um-acap/">Verlage contra Google &#8211; Der vergessene Kampf um ACAP</a> (aus dem Jahr 2009!)</em>
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		<item>
		<title>Christoph Keeses &#252;berzogene Erwartungen</title>
		<link>http://carta.info/41386/christoph-keeses-uberzogene-erwartungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Engeln</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Christoph Keese]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturflatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Springer]]></category>

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		<description><![CDATA[Springers Cheflobbyist m&#246;chte eine kollektive Bezahll&#246;sung f&#252;r Presseinhalte im Netz. Gleichzeitig fordert er, dass die Verlage dabei genau so viel verdienen wie bisher. Das aber funktioniert nicht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Blog <a href="http://presseschauder.de/">Presseschauder</a> hat Christoph Keese einen <a href="http://www.presseschauder.de/offenes-netz-und-schutz-des-urhebers-sind-gleichzeitig-moglich/">sachlichen Beitrag</a> zu neuen Verg&#252;tungsmodellen f&#252;r digitale Inhalte verfasst. Die Quintessenz seines Beitrags lautet:</p>
<blockquote><p><em>„Warum treten die meisten Produzenten heute f&#252;r harte Kontrollen </em><em>der Weiterverbreitung ein? (…) Weil rigide Verbreitungskontrolle heute </em><em>die beste und nahezu einzige Methode ist, mit Kreativg&#252;tern Geld zu </em><em>verdienen. Das bedeutet aber nicht, dass alternative Verg&#252;tungssysteme </em><em>prinzipiell ausgeschlossen sind. In den Tantiemeformeln der Verlags-, </em><em>Musik- oder Filmmanager steht, dass sie die Gewinne ihrer Unternehmen </em><em>steigern sollen. Wenn sich ihnen Wege b&#246;ten, dieses Ziel ohne strenge </em><em>Verbreitungskontrollen zu erreichen, w&#228;ren sie vermutlich schnell mit </em><em>von der Partie.“</em></p></blockquote>
<p>Die Argumentation lautet also im Kern: Strenge Verbreitungskontrolle und die damit verbundenen Folgewirkungen, z.B. das Abmahnunwesen, w&#228;ren &#252;berfl&#252;ssig, wenn durch anderweitige Verg&#252;tungssysteme sichergestellt ist, dass die Verwerter ihre Gewinne beibehalten oder steigern k&#246;nnen. Und so findet Keese zu seinem Thema eines Leistungsschutzrechts f&#252;r Verlage zur&#252;ck.</p>
<blockquote><p><em>„Wenn eine deutschlandweite Flatrate f&#252;r alle Verlagsinhalte mehr </em><em>Geld in die Kasse br&#228;chte als die heutigen Gesch&#228;ftsmodelle, w&#252;rden die </em><em>Verlage (…) wenig dagegen einzuwenden haben.“</em></p></blockquote>
<p>Ich halte diese Argumentation f&#252;r fehlgeleitet. Zun&#228;chst einmal vermag Keese nat&#252;rlich nicht zu erkl&#228;ren, warum es diese Leistungsschutzabgabe ausschlie&#223;lich zu Gunsten der Zeitungsverleger geben sollte. Es w&#228;re dann naheliegender, &#252;ber eine <a href="http://www.engeln.de/2011/06/25/friendly-fire-kulturflatrate/">Kulturflatrate</a> f&#252;r alle urheberrechtlich gesch&#252;tzten Inhalte zu sprechen. Die Argumentation hat aber m.E. vor allem einen &#246;konomischen Haken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wertsch&#246;pfungsketten im digitalen Zeitalter</strong></p>
<p>Vergleicht man die Wertsch&#246;pfungskette eines gedruckten Verlagsproduktes &#8211; von der Produktion &#252;ber die Distribution bis zum Konsum &#8211; mit der Wertsch&#246;pfungskette eines digitalen Verlagsproduktes, dann l&#228;sst sich unschwer feststellen, dass sich die analoge Wertsch&#246;pfungskette disintegriert.</p>
<p>Ein digitales (Verlags-)Produkt muss nicht mehr auf teuren Druckmaschinen produziert werden. Der Datentr&#228;ger (also das Buch, die Zeitung, die CD oder DVD) muss nicht mehr in k&#246;rperlicher Form zum Kunden gelangen. Zeitungsaustr&#228;ger sind obsolet geworden. Die Distribution &#252;bernimmt das Netz und die Kosten daf&#252;r tr&#228;gt sogar der Kunde, indem er seinen Internetanschluss bezahlt. Marketing und Vertrieb &#252;bernehmen z.T. die Nutzer selbst, indem sie Inhalte &#252;ber soziale Netzwerke verteilen. Nicht zuletzt leisten auch Google und andere Plattformen hier einen wichtigen Beitrag. Und der Konsum erfolgt auf Endger&#228;ten (PCs, Tablets, Smartphones), die der Nutzer sich (auch zu diesem Zweck) angeschafft hat.</p>
<p>Durch die Verk&#252;rzung und Desintegration der Wertsch&#246;pfungskette bei digitalen Inhalten verringert sich zwangsl&#228;ufig der Wert der durch die Verwertungsindustrie bisher erbrachten Leistungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wertsch&#228;tzung</strong></p>
<p>Was der Kunde f&#252;r ein Produkt zu zahlen bereits ist, d&#252;rfte auch durch subjektive Faktoren bestimmt sein. Die subjektive Wertsch&#228;tzung des nachfragenden Kunden wird bei der Preisbildung eines Produkts eine nicht unma&#223;gebliche Rolle spielen. Unabh&#228;ngig von der oben genannten Verk&#252;rzung der Wertsch&#246;pfungskette ist die subjektive Wertsch&#228;tzung f&#252;r digitale Produkte tendenziell geringer als f&#252;r das physikalische, analoge Pendant. Warum? Nun, weil die Verwertungsindustrie selbst bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Vorteile ihrer analogen Produkte anpreist und bewirbt. Da wird die schmeichelnde Haptik eines sch&#246;nen Buchr&#252;ckens beschworen, der Sonntagvormittag mit Fr&#252;hst&#252;cksei und Sonntagszeitung weichgezeichnet und allgemein alles, was digital und unk&#246;rperlich ist, dem Schattenreich des Minderwertigen und nur Semi-realen zugewiesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dead End</strong></p>
<p>Was daraus folgt? Es ist schlicht nicht ohne weiteres m&#246;glich, bei einer Umstellung auf ein digitales Gesch&#228;ftsmodell Umsatz und Gewinn stabil zu halten, weil die Verwerter ganz simpel weniger Wertsch&#246;pfung erbringen und zudem das eigene Marketing preisd&#228;mpfend auf digitale Produkte einwirkt. Und deshalb ist Keeses Argumentation meines Erachtens nicht zu halten.</p>
<p>Verwerter widersetzen sich digitalen Gesch&#228;ftsmodellen, weil sie - kurzfristig auch v&#246;llig zu Recht &#8211; Umsatz- und Gewinneinbu&#223;en bef&#252;rchten m&#252;ssen (dies jedenfalls so lange, wie die digitalen Inhalte gegen&#252;ber „Totholzprodukten“ keinen zus&#228;tzlichen Mehrwert aufweisen, f&#252;r die der Kunde einen Aufpreis zu zahlen bereit w&#228;re).</p>
<p>Wer verlangt, dass Verg&#252;tungsmodelle entwickelt w&#252;rden, die bei einer Umstellung auf digitale Gesch&#228;ftsmodelle gleichbleibenden Umsatz und Gewinn versprechen, argumentiert gegen die &#246;konomische Logik und m&#246;chte im Grunde auch dort bezahlt werden, wo keine Wertsch&#246;pfung mehr erbracht wird. Besonders evident ist dies etwa im E-Book-Markt in Deutschland, wo die Verleger f&#252;r ein E-Book ann&#228;hernd den gleichen Preis verlangen wollen wie f&#252;r ein gedrucktes Buch.</p>
<p>Mit dem Leistungsschutzrecht verbinden sich – das muss man dem Beitrag von Keese entnehmen – v&#246;llig &#252;berzogene Vorstellungen, welche Einnahmen hierdurch erzielt werden sollen. Da kann einem nur angst und bange werden, was demn&#228;chst die <a href="http://www.engeln.de/2011/06/05/was-das-leistungsschutzrecht-vom-jmstv-lernen-kann/">Verlinkung im Netz</a> kosten wird.</p>
<p>So erfrischend es zun&#228;chst klingen mag, nicht erneut mit l&#228;ngst entkr&#228;fteten Argumenten zum Leistungsschutzrecht konfrontiert zu werden, so muss man gleichwohl mit Bedauern konstatieren, dass Keese mit seinem Beitrag weiter auf einsamem Pfad in den argumentativen und &#246;konomischen Schwarzwald wandert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Stefan Engeln arbeitet als Justitiar bei der 1&amp;1 Internet AG. Der Text gibt die Meinung des Autors wieder. Dieser Beitrag erscheint auch in seinem <a href="http://www.engeln.de/">Blog</a>.</em>
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		<item>
		<title>Leistungsschutzrecht: Publizistische Vielfaltsf&#246;rderung geht anders</title>
		<link>http://carta.info/39189/leistungsschutzrecht-publizistische-vielfaltsfoerderung-geht-anders/</link>
		<comments>http://carta.info/39189/leistungsschutzrecht-publizistische-vielfaltsfoerderung-geht-anders/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 13:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tabea Roeßner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Leistungsschutzrecht gef&#228;hrdet die publizistische Vielfalt. Eine differenzierte Analyse der Krise des Journalismus zeigt, dass wir andere medienpolitische Instrumente brauchen. Ein Pl&#228;doyer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Ruf der Verleger nach einem Leistungsschutzrecht war laut. Wie erfolgreich er war, werden wir  im Gesetzesentwurf zum dritten Korb in den n&#228;chsten Wochen zu sehen bekommen.</p>
<p><strong>Ich behaupte: ein Leistungsschutzrecht w&#228;re medienpolitisch gesehen eine Fehlentscheidung</strong>. Ich pl&#228;diere daher f&#252;r  eine Verschiebung des Fokus auf die tats&#228;chlichen Probleme von Verlegern und JournalistInnen und f&#252;r eine ergebnisoffene Debatte &#252;ber m&#246;gliche wirksamere Ma&#223;nahmen.</p>
<div id="attachment_39205" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/Tabea-R&#246;&#223;ner-klein.jpg"><img class="size-full wp-image-39205" title="Tabea R&#246;&#223;ner-klein" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/Tabea-R&#246;&#223;ner-klein.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Medienpolitikerin R&#246;&#223;ner: &quot;in der Summe schwindet die publizistische Vielfalt&quot;</p></div>
<p>Warum? Die Presse hat seit gut zehn Jahren mit massiv sinkenden Abozahlen, Werbeeinbu&#223;en und Auflagenr&#252;ckgang zu k&#228;mpfen. Von 1995 bis 2010 haben die Kaufzeitungen gut ein Drittel ihrer Auflage eingeb&#252;&#223;t und die Abonnementzeitungen ein F&#252;nftel, die Werbeeinnahmen sind ebenfalls um 30 Prozent gesunken.</p>
<p>Die Folge sind Zeitungs- und Redaktionseinstellungen, Lohnkostensenkungen, Entlassungen und vor allem deutlich sp&#252;rbare Reorganisationen in Form von Zusammenlegungen, Kooperationen und Fusionen.  Davon ist die gesamte Branche betroffen, die Verluste sind aber im Lokalen am gr&#246;&#223;ten.</p>
<p>Dort werden Titel eingestellt, erfolgreiche Alternativangebote wie beispielsweise der <em><a href="http://heddesheimblog.de/">Heddesheimblog</a></em> bleiben die Ausnahme. Viele – vor allem kleine Verlage, f&#252;rchten um ihre Existenz, Journalistinnen und Journalisten um ihr Auskommen. Einstellungen und Zusammenlegungen m&#246;gen im Einzelfall marginal und wenig sp&#252;rbar sein, <strong>in der Summe jedoch schwindet die publizistische Vielfalt</strong>.</p>
<p>Ich stelle mir die Frage, wie wir damit medienpolitisch und gesellschaftlich umgehen wollen. Die Vielfalt unserer Medienlandschaft – und dazu z&#228;hlten bislang vielf&#228;ltige Presseangebote &#8211; war immer ein Gut, dessen wir uns in Deutschland ger&#252;hmt haben.</p>
<p>Ich will nicht leugnen, dass es im Netz eine schier un&#252;berschaubare Vielfalt an Angeboten gibt. Die Frage ist allerdings: Ersetzen diese die bisherigen Angebote? Und vor allem: Rechnen sie sich? K&#246;nnen Journalistinnen und Journalisten davon leben?</p>
<p><strong>Bislang ist mir kaum ein Online-Journalismus-Gesch&#228;ftsmodell bekannt, dass schwarze Zahlen schreibt. </strong>Ein Leistungsschutzrecht als Antwort und M&#246;glichkeit, Online-Gesch&#228;ftsmodelle gegenzufinanzieren, &#252;berzeugt mich nicht.</p>
<p>Ich denke nicht, dass wir uns mit einer solchen Ma&#223;nahme dem ann&#228;hern, was medienpolitisch unser eigentliches Ziel sein sollte und muss: n&#228;mlich dem Erhalt und der F&#246;rderung publizistischer Vielfalt.</p>
<p>Im Gegenteil: Es ist zu bef&#252;rchten, dass ein Leistungsschutzrecht in der Hauptsache nur den gro&#223;en Verlagen zugute k&#228;me und die Konzentrationstendenzen damit eher noch bef&#246;rdert w&#252;rde. Abgesehen von den Unklarheiten (sind schon „Snippets“ gesch&#252;tzt und wie soll das gehen?) und m&#246;glichen Kollateralsch&#228;den im digitalen Raum (u. a. tausendfache Verfolgung unerlaubter Nutzung), ist auch die Frage offen, ob bzw. wie viel bei Journalistinnen und Journalisten von den geplanten Lizenz-Einnahmen ank&#228;me.</p>
<div id="attachment_39204" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/aufmacher_leistungsschutzrecht2.jpg"><img class="size-medium wp-image-39204" title="aufmacher_leistungsschutzrecht2" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/03/aufmacher_leistungsschutzrecht2-300x196.jpg" alt="" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Ich behaupte: ein Leistungsschutzrecht w&#228;re medienpolitisch gesehen eine Fehlentscheidung. &quot;</p></div>
<p><strong>Meiner Meinung nach verschleiert das Leistungsschutzrecht die eigentlichen Probleme nur</strong> und lenkt von einer differenzierten Auseinandersetzung und manch unangenehmer Frage ab. Ziehen wir diesen Schleier beiseite, m&#252;ssen wir zun&#228;chst die Frage beantworten: Wie viel publizistische Vielfalt wollen wir? Und die unangenehme Frage stellen: Garantiert uns diese weiterhin alleine der Markt?</p>
<p>Wenn wir der Meinung sind: ja, dann ist die Diskussion an dieser Stelle beendet. Dann darf aber auch nicht nach einem Leistungsschutzrecht gerufen werden. Wenn wir die Frage mit einem: „vielleicht doch nicht“ beantworten, gilt es zun&#228;chst den aufsteigenden Flucht-Reflex vor einem Eingriff in die wirtschaftliche Unabh&#228;ngigkeit der Presse und dem Ekel vor dem Geruch nach Subvention zu unterdr&#252;cken.</p>
<p>Bislang wurde noch jeder Vorschlag, der von wissenschaftlicher wie politischer Seite auf dem Tisch lag, als Eingriff in die Unabh&#228;ngigkeit der Presse und regulatorische Keule vehement abgelehnt. Hilfe durch Staat oder Politik? Nein danke. Subventionen und alles, was dem nahe kommt: ohnehin unerw&#252;nscht. Andere EU-L&#228;nder wie die Niederlande, Frankreich oder auch &#214;sterreich gehen anders damit um.</p>
<p>Anstatt nun aber nach einem Leistungsschutzrecht zu rufen, halte ich es f&#252;r ehrlicher und sinnvoller, noch einmal &#246;ffentlich den Diskurs zu beginnen, welche Alternativen es gibt, die Vielfalt publizistischer  Angebote in Presse off- wie online zu st&#228;rken. Dabei m&#252;ssen jene Ma&#223;nahmen  hinten angestellt werden, die eine F&#246;rderung nach dem Gie&#223;kannenprinzip bedeuten w&#252;rden.</p>
<p>Damit fallen einige der uns aus den europ&#228;ischen Nachbarl&#228;ndern bekannten Instrumente weg. Offen zu diskutieren w&#228;re aber zum Beispiel, ob</p>
<ul>
<li><strong>Stiftungen</strong>, die zum Teil &#252;ber &#246;ffentliche Gelder oder Spenden finanziert w&#252;rden und einzelne journalistische Projekte f&#246;rdern (so sie der Vielfalt zugute kommen) eine L&#246;sung sein k&#246;nnten;</li>
<li>eine staatlich unabh&#228;ngige Stelle geschaffen werden sollte (im Medienbereich bekannte Modelle sind KEK, KEF und FFA), die <strong>Gelder f&#252;r Online-Gesch&#228;ftsideen</strong> vergibt, einzelne journalistische Projekte f&#246;rdert oder notleidenden Verlagen mit Krediten aushilft;</li>
<li>Verlage bei der Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten unterst&#252;tzt werden sollen;</li>
<li>es noch andere M&#246;glichkeiten gibt, die publizistische Vielfalt zu st&#228;rken und zu erhalten und die Finanzierbarkeit von Journalismus auch im Online-Zeitalter zu gew&#228;hrleisten.</li>
</ul>
<p>Ich habe mir vorgenommen, verschiedene Ma&#223;nahmen zu pr&#252;fen und mit den Betroffenen offen zu diskutieren. M&#246;glicherweise kommt man am Ende dieses Diskurses zu dem Ergebnis, dass die regulativen Keulen zu gro&#223; w&#228;ren und der freie Markt immer noch die bessere Alternative ist. Dann haben wir uns zumindest umfassend damit auseinandergesetzt.</p>
<p><strong>Aber einfach nur blind einem Leistungsschutzrecht hinterherzulaufen, das Konzentrationstendenzen eher beschleunigt, halte ich f&#252;r falsch</strong>. Ich freue mich auf eine anregende und ergebnisoffene Debatte!</p>
<p><em>Tabea R&#246;&#223;ner ist medienpolitische Sprecherin von B&#220;NDNIS 90/DIE GR&#220;NEN im Bundestag. Sie ist au&#223;erdem Mitglied im Ausschuss f&#252;r Kultur &amp; Medien, der Enquete-Kommission „Internet &amp; digitale Gesellschaft“ sowie Obfrau im Unterausschuss „Neue Medien“ des Deutschen Bundestages. Bis 2009 arbeitete sie als freie Journalistin und Autorin, zuletzt als Schluss &#8211; &amp; Planungsredakteurin (CvD) beim ZDF.</em>
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		</item>
		<item>
		<title>Sixtus’ Offener Brief an die Verleger als Anzeige ver&#246;ffentlicht</title>
		<link>http://carta.info/39125/sixtus-offener-brief-an-die-verleger-als-anzeige-veroeffentlicht/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 17:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Sixtus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Leistungsschutz-Brief von Mario Sixtus an die Presseverleger ist heute als Anzeige erschienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzer Hinweis auf diese Aktion, an der <em>Carta</em> ma&#223;geblich beteiligt war.</p>
<blockquote><p>„Liebe Verleger”, schrieb Mario Sixtus im Dezember <a href="http://de-bug.de/mag/7936.html" target="_blank">in der <em>De:Bug</em></a>,  „das tut jetzt vielleicht ein wenig weh, aber einer muss es mal deutlich  sagen: Euch hat niemand gerufen!”. Sein zorniger Brief gegen ein  Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverleger verbreitete sich <a href="../../36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/" target="_blank">via  <em>Carta</em></a> und viele weitere Blogs, bei Deutschlandradio Wissen gibt es  auch <a href="http://wissen.dradio.de/internet-verleger-wollen-geld-sehen.33.de.html?dram:article_id=7566&amp;sid=" target="_blank">eine  Audio-Version</a>.</p>
<p>Weil Sixtus’ Offener Brief eher an Offline- als an Online-Adressaten  gerichtet war, entstand im Netz die Idee, Geld f&#252;r eine Anzeige <a href="http://www.betterplace.org/projects/5443-offener-brief-leistungsschutzrecht" target="_blank">per  Crowdfunding</a> zu sammeln. F&#252;r eine Tageszeitungs-Anzeige –  angesetzte Summe: 30.000 Euro – hat es dann nicht gereicht.  Heute erscheint die Anzeige nun in der Branchenzeitschrift <a href="http://www.wuv.de/kontakter" target="_blank">Kontakter</a>,  am Freitag dann im <a href="http://kress.de/kressreport/" target="_blank">Kress Report</a>. Hier die Anzeige:</p></blockquote>
<p><a href="http://leistungsschutzrecht.info/download/file/fid/80"><img src="http://dl.dropbox.com/u/9646/OffenerBrief.png" alt="" /></a><br />
<a href="http://leistungsschutzrecht.info/download/file/fid/80">Sixtus  Offener Brief (PDF)</a></p>
<p>Mehr bei <a href="http://leistungsschutzrecht.info/news/2011-03-15/sixtus-offener-brief-an-die-verleger-als-anzeige-veroeffentlicht">IGEL</a>.
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<p><small>
<a href="http://carta.info/39125/sixtus-offener-brief-an-die-verleger-als-anzeige-veroeffentlicht/">Sixtus’ Offener Brief an die Verleger als Anzeige ver&#246;ffentlicht</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/39125/sixtus-offener-brief-an-die-verleger-als-anzeige-veroeffentlicht/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=39125&amp;md5=65e635e194b9cf6e34102e06855212e3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Leistungschutzrecht: &#8220;Noch ein Geb&#252;hrenmodell&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 09:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Phillip Otto]]></category>

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		<description><![CDATA[Philipp Otto schreibt heute in der NZZ: &#220;ber Leistungsschutzrecht und die "selbstverschuldete Unm&#252;ndigkeit" der Verlage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuer Aufschlag zur Leistungsschutzrechtskritik <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/noch_ein_gebuehrenmodell_1.9528929.html">heute in der NZZ</a>. Da Kritiker des Gesetzesvorhabens &#8220;in der deutschen Presse wenig zu Wort&#8221; k&#228;men, druckt die NZZ heute einen umfangreichen Text von <a href="http://leistungsschutzrecht.info/">IGEL</a>-Mitbegr&#252;nder (und <a href="http://carta.info/autor/philipp_otto/"><em>Carta</em>-Autor</a>) Philipp Otto.</p>
<p>F&#252;r Otto zeugt die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht &#8220;tragisch und komisch zugleich&#8221; von der &#8221; <strong>selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit&#8221; der Verlage</strong>.</p>
<p>Otto <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/noch_ein_gebuehrenmodell_1.9528929.html">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Die deutschen Presseverlage h&#228;tten ein Leistungsschutzrecht gar nicht  n&#246;tig. Gerade sie verf&#252;gen &#252;ber Kompetenzen und Mittel, zukunftsf&#228;hige  Gesch&#228;ftsmodelle im Internet zu etablieren und so den vielzitierten  Qualit&#228;tsjournalismus zu erhalten. Allein, viele von ihnen tun es nicht,  zumindest nicht mit der erforderlichen Konsequenz und Kreativit&#228;t. Nun  den Gesetzgeber zu Hilfe zu rufen, ist tragisch und komisch zugleich.  Immanuel Kant h&#228;tte seine wahre Freude gehabt. Nimmt man die Befreiung  aus der selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit als Kerngedanken der  Aufkl&#228;rung, so m&#252;ssen sich die Presseverlage grunds&#228;tzlich fragen  lassen, warum sie mit der Forderung nach einem Leistungsschutzrecht die  Vergangenheit in die Zukunft holen wollen.</p></blockquote>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=38157&amp;md5=fe20085449ca51bdaa5f0c4036873d3e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Jani: Leistungschutzrecht d&#252;rfte &#8220;deutlich&#8221; hinter Verleger-Vorstellungen zur&#252;ckbleiben</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 18:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ole Jani]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut dem einflussreichen FDP-Berater Ole Jani wird der Entwurf zum Leistungschutzrecht "deutlich hinter dem zur&#252;ckbleiben", was sich die Verleger erhofft haben. Das "blo&#223;e Lesen" von Artikeln am Bildschirm bleibe auch in Zukunft "urheberrechtlich irrelevant".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Jurist <a href="http://www.cms-hs.com/Ole-Jani">Ole Jani</a> ist &#8220;parlamentarischer Berater f&#252;r Urheberrechtsfragen&#8221; bei der FDP-Bundestagsfraktion und gilt als einer der wichtigsten Berater der Justizministerin auf diesem Gebiet. In der j&#252;ngsten Ausgabe der medienpotlischen Zeitschrift &#8220;Promedia&#8221; schreibt Jani &#252;ber die geplanten Urheberrechtsanpassungen im Zuge des &#8220;Dritten Korbs&#8221; &#8211; und dabei auch &#252;ber die Pl&#228;ne zum Carta-Kernthema <a href="http://carta.info/tag/leistungsschutzrecht/">Leistungsschutzrecht</a>.</p>
<p>In einigen Wochen ist ein erster Referentenentwurf aus dem Justizministerium zum Leistungsschutzrecht zu erwarten. Jani deutet in seinem Text an, in welche Richtung der Entwurf gehen wird. Demnach werde, so Jani,</p>
<ul>
<li>das Leistungsschutzrecht &#8220;<strong>deutlich hinter dem zur&#252;ckbleiben</strong>&#8220;, was sich die Presseverleger erhofft h&#228;tten.</li>
<li>Der Ansatz, das &#8220;<strong>blo&#223;e Lesen</strong>&#8221; von Artikeln am Bildschirm abgabenpflichtig zu machen, sei &#8220;<strong>fernliegend</strong>&#8220;. Schlie&#223;lich sei dies gar <strong>kein urheberrechtlich relevanter</strong> Vorgang.</li>
<li>Der Entwurf werde so ausfallen, dass sich die <strong>Kritik des BDI</strong> als unbegr&#252;ndet erweisen werde.</li>
</ul>
<p>Zumindest auf Seiten der FDP sind also die Tendenzen betr&#228;chtlich, eine &#8220;<strong>kleine L&#246;sung&#8221; in Sachen Leistungsschutzrecht</strong> anzustreben &#8211; am Ende k&#246;nnte wenig mehr rauskommen als eine Art &#8220;Lex Google&#8221;, wonach Aggregatoren f&#252;r Snippets zu zahlen h&#228;tten. Die fl&#228;chendeckende Abgabenpflicht f&#252;r gewerbliche Leser erscheint zunehmend unwahrscheinlich.</p>
<p>Jani schreibt in Promedia konkret:</p>
<blockquote><p>Das Leistungsschutzrecht würde den Verlagen ein eigenes Recht geben, damit sie einfacher und umfassender gegen Rechtsverletzungen im Internet<br />
vorgehen k&#246;nnen. Die Bundesjustizministerin hat das als „wichtige rechtspolitische Grundsatzentscheidung“ bezeichnet. In ihrer Berliner Rede hat sie zugleich klargestellt, dass ein solches Leistungsschutzrecht nicht dem Schutz alter Gesch&#228;ftsmodelle dienen würde.</p>
<p>Eine Abschaffung der freien Verlinkung sei genauso wenig geplant wie die Beschr&#228;nkung der Zitatfreiheit. Das Justizministerium strebt offensichtlich eine L&#246;sung an, die neben den Verlegern auch den Belangen der Kreativen, also insbesondere der Journalisten, gerecht wird und hat die Funktionsf&#228;higkeit des Internets insgesamt berücksichtigt.</p>
<p><strong>Fernliegend erscheint deshalb auch, dass durch ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger Nutzungen, wie das blo&#223;e Lesen am Bildschirm, dem Urheberrecht unterworfen werden, die urheberrechtlich irrelevant sind. </strong></p>
<p>Sofern das Leistungsschutzrecht für Presseverleger im „Dritten Korb“ aufgegriffen wird, dürfte es daher deutlich hinter dem zurückbleiben, was als Entwurf der Verleger vor einigen Monaten an die &#214;ffentlichkeit gelangt ist. Damit w&#228;re auch die jüngst vom BDI und anderen Wirtschaftsverb&#228;nden ge&#228;u&#223;erte Kritik unbegründet.</p></blockquote>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/Bildschirmfoto-2011-02-01-um-18.41.17.png"><img class="alignleft size-full wp-image-37644" title="Bildschirmfoto 2011-02-01 um 18.41.17" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/Bildschirmfoto-2011-02-01-um-18.41.17.png" alt="" width="201" height="279" /></a></p>
<p>Zitiert mit freundlicher Zustimmung von Promedia. Mehr zu Promedia <a href="http://www.promedia-berlin.de/">hier</a>.
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37643&amp;md5=85e9be3963bd76463045fa4b989efa0d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn &#252;berhaupt keinen Stolz?</title>
		<link>http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 23:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mario Sixtus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil uns das Verlangen nach einem Leistungsschutzrecht auch 2011 wieder "&#252;ber Geb&#252;hr" besch&#228;ftigen wird, hat Mario Sixtus einen zornigen Brief an Springer, Holtzbrinck, Burda &#38; Co. geschrieben.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Verleger,</p>
<p>das tut jetzt vielleicht ein wenig weh, aber einer muss es mal deutlich sagen: Euch hat niemand gerufen! Niemand hat gesagt: “Mein Internet ist so leer, kann da nicht mal jemand Zeitungstexte oder so was reinkippen?“ Ihr seid freiwillig gekommen, und ihr habt eure Verlagstexte freiwillig ins Web gestellt. Zu Hauf. Und kostenlos. Ihr nehmt keinen Eintritt f&#252;r die Besichtigung eurer Hyperlink-freien W&#246;rterw&#252;sten, weil ihr genau wisst, dass niemand daf&#252;r Geld ausgeben w&#252;rde. Ihr habt seri&#246;se und un- seri&#246;se SEO-Fritzen mit Geld beworfen, damit Google eure Seiten besonders lieb hat. Ihr seid ohne Einladung auf diese Party gekommen. Das ist okay, ihr k&#246;nnt gerne ein wenig mitfeiern. Prost! Aber wisst ihr, was gar nicht geht? Dass ihr jetzt von den anderen G&#228;sten hier Geld kassieren wollt. Sogar per Gesetz. Verleger: geht’s noch?</p>
<p>Bitte unterbrecht mich, falls ich etwas falsch verstanden habe mit diesem “Leistungsschutzrecht“, was gut sein kann, denn logisch ist das alles bestimmt nicht. Ihr wollt eine Art Steuer kassieren f&#252;r all die Arbeit, die es bereitet, Texte online zu publizieren. Das ist die Leistung, die gesch&#252;tzt und bezahlt werden soll. Nicht etwa die Texte selbst sind es, f&#252;r die ihr honoriert werden wollt, sondern das Zusammentragen und online stellen. Richtig? Wo und wie dieses Geld eingesammelt werden soll, ist zwar noch nicht ganz klar, aber immerhin habt ihr da schon ein paar Ideen. Vielleicht aber k&#246;nnte man dazu auch Wahnvorstellung sagen. Einer dieser Einf&#228;lle, der ein wenig nach Megalomanie, Irrwitz und gekr&#228;nktem Narzissmus schmeckt, lautet: News-Aggregatoren sollen zahlen. Also Angebote wie Google News. Daf&#252;r, dass sie diese Textschnipselchen anzeigen, die als Hyperlinks dienen, die zu euren Verlagsangeboten f&#252;hren. Google sp&#252;lt euch die H&#228;lfte eurer Besucher auf die Seiten und jetzt sollen sie daf&#252;r bezahlen? Das ist in etwa so, als w&#252;rde ein Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen G&#228;ste bringen.</p>
<p>Dann ist da noch die Idee, gewerbliche Computernutzer zur Kasse zu bitten. Pauschal und auf Verdacht. Denn sie k&#246;nnten ja irgendwie davon profitieren, dass ihr umgekl&#246;ppelte Agenturmeldungen, Oktoberfest-Bilderklickstrecken und &#252;berlaufende Inhalte eures Print-Redaktionssystems ins Web pumpt. Eine Verleger-GEZ wollt Ihr euch zusammenlobbyieren. Einerseits. Auf der anderen Seite droht ihr mit rituellem Selbstmord, wenn die geb&#252;hrenfinanzierte Tagesschau eine iPhone-App bereitstellt. Wie geht das zusammen? <strong>Die &#214;ffentlich-Rechtlichen sind aufgrund ihrer Geb&#252;hrenfinanzierung eure erkl&#228;rten Todfeinde, andererseits wollt ihr euch in geb&#252;hrenfinanzierte Verleger verwandeln? Ja habt Ihr denn &#252;berhaupt keinen Stolz?</strong></p>
<p>Die Gewerkschaften habt ihr schon auf eurer Seite. Das ist kein Wunder. Gewerkschaften sind in etwa so fortschrittsfreudig wie die Taliban. H&#228;tte es sie damals schon gegeben, w&#228;ren sie sicherlich auch gegen die Einf&#252;hrung des Buchdrucks gewesen, da er schlie&#223;lich zu Arbeits- platzabbau in den kl&#246;sterlichen Schreibstuben f&#252;hrt. Und die schwarz-gelbe Regierung hat ein wie auch immer geartetes Leistungsschutzrecht sogar schon in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Das ist ebenfalls kein Wunder, schlie&#223;lich hat sich die politische Elite mit der alten Medien-Oligarchie prima arrangiert. Man kennt sich und wei&#223; sich zu nehmen.</p>
<p>Der CTRL-Verlust-Blogger Michael Seemann hat den h&#252;bschen Begriff “Leistungsschutzgeld“ erfunden. Eigentlich wollt ihr auch ein “Leitungsschutzgeld“: Wer beruflich eine Internet-Leitung hat, soll zahlen, zu eurem Artenschutz. Wisst ihr was, Verleger? Haut doch einfach ab aus dem Web, wenn es euch hier nicht gef&#228;llt. Nehmt eure Texte mit und druckt sie auf Papier oder schickt sie meinetwegen per Fax weg. Denn: Euch hat niemand gerufen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Crosspost mit freundlicher Genehmigung des „Magazins f&#252;r elektronische Lebensaspekte“, <a href="http://de-bug.de/mag/">De:bug</a>, Ausgabe 148, Creative Commons: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">CC-BY</a></em></p>
<p><em>Update: Martin Oetting m&#246;chte den Text von Mario Sixtus als Anzeige <a href="http://oetting.posterous.com/spendenaufruf-offener-brief-an-die-deutschen">schalten</a> und ruft zu einer <a href="http://de.betterplace.org/projects/5443-offener-brief-leistungsschutzrecht/">Spendenaktion</a> auf.</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36869&amp;md5=2e40e4addb76a3c6611b20cb954e6262" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leistungschutzrechte? Wof&#252;r denn?</title>
		<link>http://carta.info/36577/leistungschutzrechte-wofuer-denn/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 15:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verleger sehen sich dem Internet "schutzlos" ausgesetzt. Stimmt nicht, meint Thierry Chervel: Viele Zeitungsinhalte w&#252;rden l&#228;ngst hinter Zahlschranken versteckt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thierry Chervel erkl&#228;rt aus t&#228;glicher <em>Perlentaucher</em>-Erfahrung, mit welchen Mitteln sich Zeitungsverlage schon heute erfolgreich gegen eine &#8220;schutzlose&#8221; Verwendung ihrer Inhalte wehren. Viele Zeitungen w&#252;rden ihre Inhalte gar nicht mehr online stellen, andere w&#252;rden sie geschickt verstecken.</p>
<p>Sein Fazit:</p>
<blockquote><p>Es ist bei n&#228;herem Hinsehen skandal&#246;s, wie die Zeitungsverleger die  Poltiik und die &#214;ffentlichkeit desinformieren &#8211; und das als angeblich  vierte Gewalt, die Transparenz herstellt! Dabei fahren sie eine doppelte  Strategie: Gegen&#252;ber der Politik jammern und zetern sie, auf ihren  eigenen Medienseiten <strong>schweigen</strong> sie zum Thema. Die Debatte lassen  sie gar nicht stattfinden. Zum Gl&#252;ck gibt&#8217;s das Internet.</p></blockquote>
<p>Mehr <a href="http://www.perlentaucher.de/blog/164_leistungschutzrechte%3f_wofuer_denn%3f%3f">hier</a>.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36577&amp;md5=60630dcff3da3efa93184d0f7563b7f2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>IGEL: Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht startet</title>
		<link>http://carta.info/36457/igel-initiative-gegen-ein-leistungsschutzrecht-startet/</link>
		<comments>http://carta.info/36457/igel-initiative-gegen-ein-leistungsschutzrecht-startet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 07:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Initiative]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Presseverlage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=36457</guid>
		<description><![CDATA[Ab heute f&#228;hrt der IGEL seine Stacheln aus. Unter diesem sch&#246;nen widerborstigen Namen hat sich k&#252;rzlich eine „Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht“ (IGEL) gebildet. Sie verschafft all jenen eine Informationsplattform, die Nein sagen zu diesem Gesetzesvorhaben. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.leistungsschutzrecht.info/">IGEL</a> soll k&#252;nftig die zentrale Informationsquelle sein zum Thema <a href="http://carta.info/16569/koalition-plant-leistungsschutzrecht-fuer-verlage/">„Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverleger”</a>. Er will die &#8211; vor allem im Netz &#8211; verstreuten Artikel, Informationen und Materialien b&#252;ndeln und ver&#246;ffentlichen. Damit soll das Informationsdefizit behoben werden, das insbesondere dadurch entstanden ist, dass die Presse nicht &#8211; oder nicht neutral &#8211; &#252;ber das Thema berichtet.</p>
<p>Zudem soll durch die IGEL-Aufkl&#228;rung nachvollziehbar werden, welche Argumente von welcher Seite zu welchem Zeitpunkt vorgebracht wurden. Besonders der Umstand, dass die Bef&#252;rworter des Leistungsschutzrechts &#8211; die Presseverlage und deren Verb&#228;nde &#8211; im Laufe der Zeit mehrfach ihre Argumentation ver&#228;ndert haben, erschwert es vielen, den Stand der Debatte zu &#252;berblicken.</p>
<div id="attachment_36458" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/12/banner-igel-220x220px.png"><img class="size-full wp-image-36458" title="banner-igel-220x220px" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/12/banner-igel-220x220px.png" alt="Emblem der IGEL-Initiative" width="220" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">So sieht das neue &#39;Stoppschild&#39; aus</p></div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span>Die IGEL-Initiative ist der Auffassung, dass es f&#252;r ein Presse-Leistungsschutzrecht weder eine Notwendigkeit noch eine Rechtfertigung gibt. Ein solches Recht werde nicht nur nicht ben&#246;tigt, es h&#228;tte auch sehr bedenkliche Auswirkungen auf die Interessen Dritter und das Gemeinwohl.</p>
<p>Ins Leben gerufen hat die Initiative der Berliner Rechtsanwalt, Rechtswissenschaftler und Publizist Till Kreutzer. Redaktionell unterst&#252;tzt wird er von den Juristen John Weitzmann und Philipp Otto. Zu den 26 Erstunterst&#252;tzern z&#228;hlen bekannte Unternehmen, Verb&#228;nde, Blogs und Einrichtungen.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36457&amp;md5=614c8e7fe32d0fbf605aac7c678a85ae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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