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	<title>CARTA &#187; Journalismus</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Sch&#246;ner debattieren? Vocer und Diskurs@Deutschlandradio</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gleich zwei neue Debattenportale zum Medienwandel und der Digitalisierung unserer Gesellschaft sind in diesen Tagen online gegangen: Zun&#228;chst Vocer, getragen vom Verein f&#252;r Medien- und Journalismuskritik, und in dieser Woche nun Diskurs@Deutschlandfunk, ein Angebot von Deutschlandradio.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren noch w&#228;re das ein Grund zum Jubeln gewesen: Gleich zwei neue Online-Portale in Deutschland, die sich inhaltlich dem Medienwandel widmen wollen. Aber heute? Im Jahr 13 seit dem Cluetrain-Manifest stellt sich eher die Frage, woher die neuen Anlaufstellen auf Dauer ihr Publikum nehmen wollen, denn an Diskussionen &#252;ber alle nur denkbaren Facetten der Digitalisierung und der damit verbundenen Umbr&#252;che im Mediensektor herrscht eigentlich kein Mangel. Mit dieser Feststellung soll aber noch kein Urteil verbunden sein. Vielleicht schaffen es die neuen Portale ja, sich mit guten Beitr&#228;gen und interessanten Diskussionen Marktanteile am Meinungsmarkt zu erobern.</p>
<p>Dabei setzt <strong><a href="http://www.vocer.org/de/home.html" target="_blank">Vocer</a></strong>, das sich ausschlie&#223;lich &#252;ber Stiftungsgelder und Spenden finanzieren m&#246;chte, st&#228;rker auf das geschriebene Wort, w&#228;hrend <strong><a href="http://diskurs.dradio.de/" target="_blank">Diskurs</a></strong> seinen Start deutlich mit Videos akzentuiert. Ob das eine Frage des Geldes ist? Das von Deutschlandradio getragene Portal hat m&#246;glicherweise das gr&#246;&#223;ere Budget zur Verf&#252;gung, was aber nicht zwangsl&#228;ufig auch R&#252;ckschl&#252;sse auf die Qualit&#228;t der Beitr&#228;ge zul&#228;sst. Jetzt am Beginn beider Projekte l&#228;sst sich dazu ohnehin noch nicht viel sagen, au&#223;er vielleicht dass beide Angebote derzeit wenig Originelles, daf&#252;r umso mehr Déjà-vu-Erlebnisse bieten: Vieles konnte man in &#228;hnlicher Form in den letzten Jahren schon anderswo lesen bzw. sehen.</p>
<p>Problematisch und zugleich symptomatisch ist bei beiden Plattformen die starke Zentriertheit auf den Journalismus. Dieser wird hier wie dort in den Mittelpunkt gestellt, obschon die Digitalisierung in erster Linie eine Frage des Technikwandels ist. Nat&#252;rlich hat dieser technische Wandel starke Auswirkungen auf den Journalismus, etwa wenn gedruckte Zeitungen mehr und mehr von Online-Medien abgel&#246;st werden oder wenn das klassische Radioprogramm aufgrund der digitalen Medienkonvergenz ganz grunds&#228;tzlich sein Format &#252;berdenken muss.</p>
<p>Die entscheidende Triebkraft ist dabei aber gerade nicht der Journalismus, denn dieser kann sich nur den neuen digitalen Formen und Formaten anpassen, diese aber nicht selbst schaffen. Wer die eigentlichen Akteure des Wandels sind, wurde bei der Er&#246;ffnungsveranstaltung von Diskurs, der „ersten Berliner Debatte Digital“, sehr deutlich, als die Diskussion unversehens auf Apple und Facebook sowie deren Gesch&#228;ftsmodelle und technischen Plattformen zu sprechen kam. Diese n&#228;mlich schaffen zwar einen Raum an medialen M&#246;glichkeiten, legen zugleich aber mit ihren Technik-Konventionen sowie mit ihren teilweise restriktiven Gesch&#228;ftsbedingungen Einschr&#228;nkungen auf, mit denen sich Medienanbieter arrangieren m&#252;ssen.</p>
<p>Dabei soll nicht bestritten werden, dass der Journalismus im digitalen Zeitalter nach neuen Formen der Inhaltevermittlung oder des Storytelling suchen muss. Sich dieser Aufgabe zu widmen, ist sowohl f&#252;r Vocer als auch f&#252;r Diskurs eine reiz- und ehrenvolle Aufgabe. Nur darf man dabei nicht den Fehler machen, sich unversehens selbst im Mittelpunkt des Wandels zu w&#228;hnen. Das Augenmerk muss eigentlich viel st&#228;rker auf den technischen Grundlagen liegen, weil diese noch immer stark im Fluss sind und nicht erkennen lassen, dass ihre Ver&#228;nderungsdynamik sich abschw&#228;chen w&#252;rde.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man diesbez&#252;glich auch anderer Auffassung sein. In vielen Zeitungsverlagen etwa mag sich die Vorstellung durchgesetzt haben, man m&#252;sse nur die Inhalte, die man traditionell in gedruckter Form unter die Leute brachte, auf einer Website geb&#252;ndelt ins Netz stellen. Als weiteres „Zugest&#228;ndnis“ an den Medienwandel wird der klassische Redaktionsschluss, der f&#252;r den Druck unerl&#228;sslich war, zugunsten eines Systems der permanenten Aktualisierung von Inhalten aufgegeben. War es das?</p>
<p>Wohl kaum. Denn heute ist offenkundig, dass eine Zeitung als hermetisch geschlossene Welt f&#252;r sich im Netz nicht bestehen kann. Zum einen wandern die digitalen Leser viel st&#228;rker zwischen einzelnen Medien, zum anderen wollen sie mehr Partizipation. Auf die wachsende Vernetzung der Leser untereinander und die zunehmende Aggregation von Nachrichten aber haben klassische Medienh&#228;user immer noch keine ad&#228;quate Antwort gefunden. Sehen sich die neuen Debattenportale hier in der Pflicht?</p>
<p>Ihr Auftritt im Web l&#228;sst nichts Gutes ahnen. Sowohl Vocer als auch Diskurs bieten  keine neuen Ans&#228;tze auf der technischen Ebene. Wer etwa auf Experimente in Sachen Content-Aggregation, Data-Mining oder der Netzwerk-Analyse gehofft hat, muss sich entt&#228;uscht sehen. Beide Portale sind Stand heute nicht mehr als gew&#246;hnliche Content Management Systeme, die nach alter V&#228;ter Sitte mit medialen Inhalten bef&#252;llt werden. F&#252;r den Diskurs allein mag das gen&#252;gen. Wer aber neue technische Features testen, aufzeigen und vielleicht im Wege des &#246;ffentlichen Experiments mit seinen Lesern gemeinsam ausprobieren m&#246;chte, was einem „Think Tank“ und „Medialab“ wie Vocer gut zu Gesicht st&#252;nde, muss eigentlich mehr bieten k&#246;nnen.</p>
<p>Am Ende bleibt das Gef&#252;hl, dass der Journalismus in Teilen glaubt, sich mit dem Status Quo an technischen M&#246;glichkeiten im Web h&#228;uslich einrichten zu k&#246;nnen und auf dieser Basis nun nur noch nach ein paar neuen Erz&#228;hlformen suchen muss. Das aber w&#228;re ein Trugschluss. Dave Winer spricht in diesem Zusammenhang s&#252;ffisant von einer „<a href="http://scripting.com/stories/2012/02/04/nytGrowingTheWrongWay.html" target="_blank">Maginot-Linie</a>“ mit der Medienh&#228;user sich gut gesch&#252;tzt w&#228;hnen, w&#228;hrend der Feind in aller Ruhe von hinten das Feld aufrollt.</p>
<p>Der digitale Wandel ist noch l&#228;ngst nicht am Ende und dem Mediensektor stehen weitere Ver&#228;nderungen, um nicht zu sagen Ersch&#252;tterungen, ins Haus. Portale wie Vocer und Diskurs brauchen deshalb mehr Web-Technik-Kompetenz und etwas weniger Journalismus-Orientierung, wenn sie die Zukunft sp&#252;rbar mit gestalten wollen. Das mag als Ratschlag eine bittere Pille sein, aber nur das wird wirklich relevante Debatten hervorbringen und der Medienbranche konstruktiv helfen.
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		<title>Journalismus-Lehrb&#252;cher meiden!</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 10:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Grieß</dc:creator>
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		<category><![CDATA[wolf schneider]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kritik an der neuen Auflage des „neuen Handbuch des Journalismus“ ist berechtigt. Dennoch &#252;bersieht sie das eigentliche Problem.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolf Schneider steht f&#252;r sein neues Handbuch des Journalismus <a title="Sprachpapst bekommt Gegenwind" href="http://carta.info/41007/sprachpapst-bekommt-gegenwind/">in der Kritik</a>. Der <a href="http://meedia.de/internet/sorgen-um-den-journalismus-ueberhaupt/2012/01/31.html" target="_blank">w&#228;hnt in der Kritik einen Racheakt von Altlinken und bei der Henri Nannen Schule Durchgefallenen</a>. Ich glaube, alle &#252;bersehen das Wesentliche: Lehrb&#252;cher sind im Journalismus generell zu meiden.</p>
<p>Ein Lehrbuch erweckt stets zu einem gewissen Ma&#223; den Eindruck, man m&#252;sse es nur lesen, das darin Geschriebene auswendig lernen und dann wisse man Bescheid. Dabei macht eigentlich ein jeder die Erfahrung, dass es nicht so ist. Ein Spanisch-Lehrbuch zum Beispiel bringt mir nicht viel, es unterst&#252;tzt vielmehr den Lehrer. Mein bislang bester Spanisch-Lehrer war der, der sich im Unterricht weitestgehend vom Buch gel&#246;st hat.</p>
<p>Und trotzdem: Der Ruf nach „Literatur dazu“ ist ein st&#228;ndiger Begleiter jeder Ausbildung. Das scheint keine Hochschul-typische Problematik zu sein: <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2012/01/29/schneiderraue-wenn-blinde-uber-farbe-schreiben/" target="_blank">Christian Jakubetz schreibt</a>, die Idee f&#252;r das Buch Universalcode (&#252;brigens beworben als „der neue Standard der Journalismus-Lehre“) sei ihm gekommen, als ein Volont&#228;r ihm sagte, es fehle an Literatur um die Theorie in die Praxis umzusetzen. Vielleicht h&#228;tte Jakubetz dem Volont&#228;r antworten sollen, dass er nicht f&#252;r eine Klausur lerne.</p>
<p>Die Frage, ob etwas „pr&#252;fungsrelevant“ ist, h&#246;rt man auch in unserem Studium viel zu oft. Aber diese Haltung kommt eher von Studierenden selbst als von der Konzeption des Studiengangs oder gar den Dozenten, die selbst meist die Augen verdrehen bei dieser Frage.</p>
<p>Zu Recht. Denn Denken in den Kategorien von „pr&#252;fungsrelevant“ und „Literatur zum Seminar“ ist genau das Falsche, vor allem im Journalismus.</p>
<p>Auch, weil vieles zu dem Zeitpunkt, zu dem es gedruckt wird, schon nicht mehr aktuell ist. <a href="http://www.youdaz.com/2011/11/24/christian-jakubetz-im-interview-es-gibt-journalistisches-leben-abseits-der-journalistenschulen/" target="_blank">Christian Jakubetz sagte mir im Interview</a> in Hinblick auf Universalcode: „Eigentlich m&#252;ssten wir das Buch einmal im Jahr komplett &#252;berarbeiten.“</p>
<p>Ist ein Buch dann wirklich das Richtige f&#252;r die Journalisten-Ausbildung?</p>
<p>Das gilt es vor allem bei praktischen Inhalten zu bezweifeln. Man kann nicht durch Lesen erlernen, wie man ein Video schneidet. Und eine Recherche in der Theorie macht mich auch noch nicht zu einem Journalisten, der gut recherchieren kann. Zumindest, wenn ich keine Fragen zur Recherche stellen kann.</p>
<p>&#220;bersichts- oder Sammelb&#228;nde, die versuchen Alles abzubilden, sind ein Unterfangen, das notgedrungen an einigen Enden immer qualitativ abfallen wird. Hier sei an das Kapitel zum Online-Journalismus bei Schneider und Raue erinnert. Ein Sammelwerk, noch dazu als Standard-Werk betitelt, schadet sogar. Weil es eben den bequemen „Lies dieses Buch und du wei&#223;t alles“-Eindruck vermittelt.</p>
<p>&#220;brigens ist es interessant, dass Lehrb&#252;cher im Journalismus h&#228;ufig ausgerechnet von Leuten kommen, die einer akademischen Journalismus-Ausbildung, vorsichtig formuliert, kritisch gegen&#252;ber stehen. Meist, weil es dort an Praxis mangele und zu sehr auf Pr&#252;fungen hin gearbeitet w&#252;rde.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich sehe es anders herum: Eine Hochschule kann sehr wohl ein Ort f&#252;r gute, praxisorientierte Journalismus-Ausbildung sein. Lehrb&#252;cher jedoch sind zu meiden. Die entsprechenden Autoren haben h&#228;ufig interessantes zu vermitteln. Soweit m&#246;glich machen sie das aber am besten praktisch: In Panels, Projekten und Seminaren.</p>
<p>Man verstehe mich nicht falsch: Auch aufgeschriebenes Wissen, darunter vieles von Schneider, ist relevant und hat seinen Wert. Es ist eine Inspiration, eine Erg&#228;nzung. Es muss in einen Kontext gestellt werden, durch eigene Erfahrungen und/oder die eigenen Ausbilder.</p>
<p>Daher sollten wir im Journalismus keinen B&#252;chern die Aura von Lehrbuch oder Fibel verleihen, sondern sie stets als Debattenbeitrag einordnen. Das muss die eigentliche Kritik sein.
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		<title>Neue Medienpolitik f&#252;r neue Medien</title>
		<link>http://carta.info/41193/neue-medienpolitik-fur-neue-medien/</link>
		<comments>http://carta.info/41193/neue-medienpolitik-fur-neue-medien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 10:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonard Novy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienpolitik muss nicht nur technologischen und &#246;konomischen Realit&#228;ten gerecht werden. Vielmehr muss sie zivilgesellschaftlichen Partizipationsbed&#252;rfnissen Rechnung tragen, etwa indem sie neue Formen journalistischer Produktion f&#246;rdert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu lange sahen Politiker und Journalisten im Internet nur einen weiteren Verbreitungsweg, einen Spielplatz der Banalit&#228;ten oder eine Gefahr. Diese Kombination aus Ignoranz und Strukturkonservatismus fand ihren medienpolitischen Ausdruck in Projekten wie der <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragterfuerKulturundMedien/medien/medienkompetenz/nationaleInitiativePrintmedien/_node.html">“Nationalen Initiative Printmedien – Zeitungen und Zeitschriften in der Demokratie”</a> des Bundesbeauftragten f&#252;r Kultur und Medien, einer Initiative, die Journalismus wie selbstverst&#228;ndlich mit der Distributionsform ‘Print’ gleichsetzte.</p>
<p>“Stuttgart 21″ und die Debatte um den Einsatz direktdemokratischer Verfahren verweisen auf ver&#228;nderte Erwartungen und Beteiligungsanspr&#252;che einer Gesellschaft, die vermehrt Transparenz und Rechenschaft einfordert und mitgestalten will, sich aber zusehends au&#223;erhalb traditioneller Strukturen organisiert. Auch die Medienpolitik wird sich diesen ver&#228;ndernden Partizipationsanspr&#252;chen gegen&#252;ber &#246;ffnen m&#252;ssen.</p>
<p>Grundvoraussetzung daf&#252;r ist Transparenz. Verglichen mit der britischen Medienbeh&#246;rde <a href="http://www.ofcom.org.uk/" target="_blank">Ofcom</a> oder der US-amerikanischen <a href="http://www.fcc.gov/" target="_blank">Federal Communications Commission</a>, die &#246;ffentlich tagt und deren Sitzungen auch im Netz &#252;bertragen werden, sind die hiesigen Medienaufsichtsorgane – von Ausnahmen abgesehen – nach wie vor geradezu anachronistisch, wenn es darum geht, &#246;ffentliche Sitzungen abzuhalten oder Dokumente einsehbar zu machen. Nicht nachvollziehbar ist auch, dass die f&#246;derale Medienpolitik die Idee eines “Produzentenberichts” der &#246;ffentlich-rechtlichen Sender, der f&#252;r st&#228;rkere Transparenz der Auftragsvergaben sorgen k&#246;nnte, bislang nicht aufgegriffen hat. Das klassische Regime der Rundfunk- und Verwaltungsr&#228;te war jedenfalls mit den j&#252;ngsten Fehlentwicklungen bei MDR, Kinderkanal oder der Degeto offenbar &#252;berfordert.</p>
<p><strong>Stiftung Journalismu</strong>s</p>
<p>Eines der faktisch wie symbolisch wichtigsten Potentiale f&#252;r eine revitalisierte Medienpolitik liegt in der F&#246;rderung des gemeinn&#252;tzigen Journalismus. Viel war in den vergangenen Jahren die Rede von dem wiederholt mit einem Pulitzer-Preis gew&#252;rdigten Redaktionsb&#252;ro <a href="http://www.propublica.org/" target="_blank">“Pro Publica“</a>. Und tats&#228;chlich haben sich solche L&#246;sungen in der US-amerikanischen Medienlandschaft (unter anderen Rahmenbedingungen und als Folge eines deutlicheren Marktversagens) bereits in gro&#223;er Vielfalt etabliert. Sie reichen von lokalen Nachrichtenplattformen wie der <a href="http://www.voiceofsandiego.org/" target="_blank">“Voice of San Diego“</a>, der <a href="http://www.minnpost.com/" target="_blank">“Minn Post”</a> oder der <a href="http://www.texastribune.org/" target="_blank">“Texas Tribune”</a> &#252;ber Rechercheplattformen wie Pro Publica bis hin zu von Stiftungen wie der <a href="http://www.knightfoundation.org/" target="_blank">Knight Foundation</a> gef&#246;rderten Innovationslaboren an Hochschulen, in denen neue Gesch&#228;ftsmodelle und Vermittlungsformen entwickelt werden.</p>
<p>Vollkommen neu sind solche Konstruktionen bei uns nicht. Und nat&#252;rlich f&#246;rdern schon heute viele Landesmedienanstalten mit ihren aus den Rundfunkgeb&#252;hren bestrittenen Etats B&#252;rgerrundfunk (etwa in der Form der Offenen Kan&#228;le) oder Medieninnovationszentren. In der Praxis wird der dritte Mediensektor jedoch durch &#220;berregulierung und regional variierende Vorgaben kleingehalten. Eine schlagkr&#228;ftige Selbstorganisation der Medienmacher, darauf hat beispielsweise <a href="http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/IpW/Workgroups/Medien/MitarbeiterInnen/Hans/Kleinsteuber.html" target="_blank">Hans J. Kleinsteuber</a> verschiedentlich hingewiesen, ist unter diesen Bedingungen kaum m&#246;glich. Doch k&#246;nnten nicht-kommerzielle, gemeinn&#252;tzige Journalismusprojekte – gesch&#252;tzt vor Renditeerwartungen und den Unw&#228;gbarkeiten des Wettbewerbs – im digitalen Zeitalter eine weitaus wichtigere Rolle spielen. Zu &#252;berlegen ist daher, die &#246;ffentliche F&#246;rderung von Vielfalt und Innovation offensiv und &#246;ffentlichkeitswirksam auszubauen – etwa durch die Gr&#252;ndung einer “Stiftung Journalismus” zur F&#246;rderung journalistischer Projekte.</p>
<p>Mit den Mitteln der Stiftung k&#246;nnten unterfinanzierte Segmente wie der Recherchejournalismus (insbesondere auf lokaler und regionaler Ebene), aber auch medienkritische Initiativen gef&#246;rdert werden. Schon mit einem kleinen Prozentsatz des &#246;ffentlich-rechtlichen Geb&#252;hrenaufkommens – 0,5 Prozent erg&#228;ben ein j&#228;hrliches Budget von zirka 35 Millionen Euro und k&#246;nnten sich aus der Umwidmung von Geb&#252;hrenmitteln f&#252;r die Landesmedienanstalten erschlie&#223;en lassen – w&#228;re viel zu erreichen.</p>
<p><strong>Vorbild Filmf&#246;rderung</strong></p>
<p>Modalit&#228;ten f&#252;r Gremien, Antragsverfahren etc. gilt es daf&#252;r zu entwickeln, als Vorbild aber bietet sich das bew&#228;hrte Modell der Filmf&#246;rderung an. Und die M&#246;glichkeit, sich f&#252;r die F&#246;rderung journalistischer Projekte zu bewerben, sollte Vertretern aller publizistischen Medien (Radio, Fernsehen, Presse, Online) offenstehen. Eine solche Stiftung, deren m&#246;gliche Struktur und deren Auftrag hier nur grob umrissen werden k&#246;nnen, zielt nicht auf ein Parallelsystem zu etablierten publizistischen Institutionen und Verfahrensweisen, sondern auf die medienpolitische Intervention bei erkennbaren publizistischen Dysfunktionen im &#246;ffentlich-rechtlichen wie privaten Medienbereich.</p>
<p>Gleichzeitig steht zu erwarten, dass sich ein solches Projekt zum Vorreiter und Partner f&#252;r anderer Stiftungen entwickeln w&#252;rde, die – anders als in den USA – das Problem des erodierenden Qualit&#228;tsjournalismus bislang kaum wahr nehmen und sich stattdessen auf die F&#246;rderung von Journalisten als Form der PR f&#252;r die eigenen Anliegen konzentrieren. F&#252;r all diese Szenarien gilt: Nat&#252;rlich wird die publizistische Versorgung auch in Zukunft ma&#223;geblich von &#246;ffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlich organisierten Medien getragen werden. Doch k&#246;nnen solche Projekte ein vitalisierendes, komplement&#228;res Element in einem sich zusehends ausdifferenzierenden medialen &#214;kosystem werden, indem sie blinde Flecken der privaten und &#246;ffentlich-rechtlichen Anbieter ausleuchten und als Innovationslabor f&#252;r neue journalistische Formate fungieren. Indem sie B&#252;rger in die journalistische Produktion einbinden, bilden insbesondere aus der Zivilgesellschaft entstandene lokale Projekte zudem eine Art Scharnier zwischen Zivilgesellschaft und professionellem Journalismus und f&#246;rdern so „angewandte Medienkompetenz“ – eine Kulturtechnik, die in modernen Mediengesellschaften Voraussetzung f&#252;r politisch-gesellschaftliche Teilhabe ist.</p>
<p>Die operative Medienpolitik wiederum wird sich daran messen lassen m&#252;ssen, wie sehr sie aus dem Kleinklein der Rundfunk&#228;nderungsstaatsvertr&#228;ge und aus demokratietheoretischen Beschw&#246;rungsformeln herausfindet und sich &#252;ber konkrete Strategien und Projekte in ein wirkungsvolles Verh&#228;ltnis zu ihren Bezugsgruppen setzen kann.</p>
<p><em>Der Text wurde auch im <a href="http://blog.enquetebeteiligung.de/2012/01/neue-medienpolitik-fur-neue-medien/" target="_blank">Blog der Enquete-Kommission</a> &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; des Deutschen Bundestages publiziert. Eine Langfassung („Stiftung Journalismus – Zur Konkretion neuer medienpolitischerStrategien“) erschien in der Funkkorrespondenz 41-42/2011.</em>
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		<title>Unverzichtbare Lichtgestalten</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 09:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Marina Weisband]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politische Berichterstattung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutschen Medien verhalten sich wie Amphibien: Wechselwarm, von der Temperatur ihrer Umgebung abh&#228;ngig. Allerdings passen sie sich nicht ausschlie&#223;lich nat&#252;rlichen Gegebenheiten an, sondern suchen stets nach zus&#228;tzlichen k&#252;nstlichen W&#228;rmequellen. Etwa nach der "sch&#246;nen Piratin" Marina Weisband.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen lieben Schubladen. Sie erleichtern den &#220;berblick durch Einordnung. Fr&#252;her konnte der Leser durch die Entscheidung f&#252;r eine bestimmte Zeitung oder ein Magazin die gew&#252;nschte Schublade aufziehen und fand in ihr alles, was sein Weltbild bekr&#228;ftigte. Es gab Schnittmengen, beispielsweise zwischen <em>Spiegel</em> und <em>Stern</em>, dagegen kaum welche bei <em>Spiegel</em> und <em>S&#252;ddeutscher</em>. Wo <em>FAZ</em> draufstand, war auch <em>FAZ</em> drin.</p>
<p>Die Schubladen sind verschwunden, bestenfalls gibt es noch offene F&#228;cher in einem gro&#223;en Schrank. Da fliegen Socken und Hemden schon mal durcheinander, oder es findet sich ein Spitzenh&#246;schen zwischen den Winterpullovern. Dabei gibt es nicht weniger einzuordnen, im Gegenteil: Die Masse der Informationen ist enorm gewachsen. Vielleicht f&#252;hrt gerade das &#220;berangebot dazu, Berichte nicht mehr an der Sache, sondern an Personen festzumachen. Der Schubladenersatz wird im politischen Journalismus gern benutzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Warum Liquid Feedback erkl&#228;ren, wenn es doch Marina gibt?</em></strong></p>
<p>Die Beziehung der Medien zur Politik war immer eine besondere und von wechselseitiger Abh&#228;ngigkeit bestimmt. Wer mehr oder die &#8220;richtigen&#8221; Leute kannte, hatte oft einen Informationsvorsprung, der seinem Blatt zugute kam. Mit der einigerma&#223;en kritiklosen &#220;bernahme des US-amerikanischen Infotainments wurde es auch bei uns &#252;blich, Personen stellvertretend f&#252;r eine Idee, ein Gesetzesvorhaben, eine Partei zu pr&#228;sentieren. Schnell begriffen die Protagonisten die Vorteile, zur Freude des beratenden Gewerbes. Schnell entstand ein gro&#223;es Repertoire an Handlungsempfehlungen, um die betreffende Pers&#246;nlichkeit ins rechte Licht zu r&#252;cken. Dabei kam es nicht auf substantiierte Aussagen an: Die Beliebtheit der Person sollte das Vorhaben mit hochziehen. Auf diese Weise wurde etwa Ursula von der Leyen, v&#246;llig unabh&#228;ngig von absurden Gesetzesvorlagen, eine der beliebtesten Politikerinnen Deutschlands. Karl-Theodor zu Guttenberg stand beinahe schon als k&#252;nftiger Kanzler fest, seine Qualifikation: jung, gut aussehend, ein toller Showtyp. Selbst den Betrug verziehen ihm die W&#228;hler &#8211; es w&#228;re einfach so sch&#246;n gewesen.</p>
<p>Dann hat sich etwas ge&#228;ndert: Mit den Piraten ist eine auf der ganzen Linie ungew&#246;hnliche Partei in die &#214;ffentlichkeit getreten. Jung, frisch, mit Klartext und einer bis dato unbekannten Art der demokratischen Entscheidungsfindung. Obwohl einige ihrer eigenwilligen Vorhaben f&#252;r Diskussionen sorgen, &#252;berwiegt der Eindruck: Die machen das anders. Ausreichend anders, um im Vergleich mit den alten Parteien besser dazustehen und ins Berliner Abgeordnetenhaus einzuziehen.</p>
<p>Es w&#228;re f&#252;r die Medien eine Riesenchance gewesen. Da kommt eine junge Partei, benimmt sich ganz normal, ist ber&#252;hrbar, zeigt, dass es ihr Ernst ist mit der Umsetzung ihrer Projekte. Macht eine ganz andere Politik, als wir sie sonst vorgef&#252;hrt bekommen. Es wird gearbeitet, es geht um <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6U82ig37TaE" target="_blank">Standpunkte</a> und die st&#228;ndige Auseinandersetzung mit der Basis. Konflikte werden sachbezogen und coram publico ausgetragen. Eine junge Partei will ihre Ansichten darlegen, sie ist f&#252;r Transparenz und freut sich &#252;ber Fragen.</p>
<p>Die Wahl hat den Willen zur Ver&#228;nderung deutlich gemacht. Nicht nur die Berliner Medien h&#228;tten ergiebigen Stoff f&#252;r die journalistische Aufgabe der fachlichen Einordnung und solide Hintergrundberichte gehabt. Es ist einfach, die Forderung nach der Freigabe bestimmter Drogen rei&#223;erisch zu kommentieren. Sinnvoll w&#228;re die Nachfrage gewesen, was die Piraten sich dabei denken &#8211; wom&#246;glich w&#228;ren &#252;berzeugende Begr&#252;ndungen dabei herausgekommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Die Schattenseite der Transparenz: Einladung zum Gaffen</em></strong></p>
<p>F&#252;r einen Moment bestand die Option, politische Berichterstattung neu oder wenigstens erneut zu erfinden. Journalisten h&#228;tten auf die Neulinge mit neugierigen und interessanten Fragen reagieren k&#246;nnen. Die W&#228;hler informieren, ihnen Hintergrund anbieten, Sachthemen in den Vordergrund stellen und nach Fakten fragen, die Probleme beleuchten, wegen derer die Piraten &#252;berhaupt gew&#228;hlt wurden.</p>
<p>Stattdessen gab es aufgeregtes Geschnatter &#252;ber <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ci_MxOqkXjY" target="_blank">Latzhosen</a> und Palit&#252;cher, die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=q-cDewZk7wo" target="_blank">Unkenntnis</a> der H&#246;he der Verschuldung des Landes Berlin und die Tatsache, dass dank der lustigen Rampensau Christopher Lauer tats&#228;chlich in einer <a href="http://www.youtube.com/watch?v=0g7lpJACamk" target="_blank">Talkshow</a> gelacht wurde. Welch ein Erkenntnisgewinn!</p>
<p>Nein, die neuen Akteure sollen, bittesch&#246;n, in die alten Schemata, Modell von der Leyen, passen. Das ist der Leser so gewohnt. Der Versuch, ihm etwas Neues vorzusetzen, an dem er vielleicht Geschmack finden k&#246;nnte, wird nicht gemacht. Die Medien st&#252;rzen sich lieber auf Marina Weisband. Nicht etwa als junge Politikerin, die etwas zu sagen hat, sondern mit dem Etikett &#8220;die sch&#246;ne Piratin&#8221; versehen und herumgereicht. Das hat sie gef&#228;lligst zu erf&#252;llen; Vorschl&#228;ge Weisbands, jemand anders in eine Talkshow einzuladen, werden abgelehnt:</p>
<blockquote><p>„Es war anscheinend unm&#246;glich, einen anderen Parteivertreter in die Talkshows zu schicken. Darauf haben sich die Medien nicht eingelassen, obwohl das bei anderen Parteien gang und gebe ist.“ (<em>Sebastian Nerz im <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/ober-piratin-zieht-sich-zurueck-marina-weisband-bleibt-sich-treu_aid_707102.html" target="_blank">Focus</a></em>)</p></blockquote>
<p>Entweder Weisband oder gar kein Piratenmitglied: Ein pr&#228;gnanter Beleg f&#252;r die reine Unterhaltungsfunktion der Quasselrunden. In der besten Sendezeit ein neues Konzept ausprobieren, in dem es wirklich um Politik geht? I bewahre.</p>
<p>Dass die Zeitung mit den vier persilwei&#223;en Buchstaben es liebt, Sachverhalte maximal zu vereinfachen – geschenkt. Der <a href="http://www.marinaslied.de/" target="_blank">bloggenden</a> und <a href="https://twitter.com/#!/afelia" target="_blank">twitternden</a> Marina Weisband wird vorgeworfen, sie gehe mit ihrem Privatleben allzu offen um; es scheint eine &#220;bereinkunft zu geben, wonach Politiker ihr Naturell geheim zu halten haben. Die Erschaffung einer weiblichen Idealfigur ist jedenfalls gelungen. Sie hat gut auszusehen, intelligent zu antworten und ansonsten ungew&#246;hnlich zu sein; ein wenig Ablenkung von der Piraten-Herrenriege mag auch mitgespielt haben. Alle ziehen mit, weil sich das nautische Vokabular im Zusammenhang mit einer h&#252;bschen Frau noch besser macht, die Ungew&#246;hnlichkeit noch st&#228;rker betont.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Ersatz muss her &#8211; The Show Must Go On</em></strong></p>
<p>Weisbands Bem&#252;hungen, ihre politischen Anliegen zu vermitteln, werden mit <a href="https://www.taz.de/Geschaeftsfuehrende-Piratin-Marina-Weisband/!82142/" target="_blank">Homestories</a> und <a href="http://www.faz.net/polopoly_fs/1.1600998.1327594819!/image/2283588264.jpg_gen/derivatives/article_aufmacher_gross/2283588264.jpg" target="_blank">Fotoshootings</a> honoriert, die in die Yellow Press passen, aber nicht in die <a href="http://meisnotyoublog.wordpress.com/2011/11/19/was-ist-eigentlich-mit-der-taz-los-die-fortsetzung/" target="_blank"><em>taz</em></a> oder <em>FAZ</em>. Was spricht eigentlich dagegen, statt des Herzeigens bunter Bildchen dem gemeinen W&#228;hler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liquid_Feedback" target="_blank">Liquid Feedback</a> zu erkl&#228;ren?</p>
<p>Das Pensum eines Bundespolitikers ist immens. Es ist eine Art Dauer-Circle-Training unter Beobachtung. Es m&#246;gen noch so viele Referenten zuarbeiten: Die eigentliche, politische Arbeit ist von den Protagonisten der Mediendemokratie nicht mehr zu leisten. Zu gro&#223; ist die Nachfrage nach Bildern und Statements, um dem Publikum kompetente Politiker zu pr&#228;sentieren, die auf alles eine Antwort haben. Alles im Griff: Ein Trugbild, von Journalisten und Magazinen entworfen, das mit der fachlichen Arbeit nicht das Geringste zu tun hat. Zur&#252;ckfahren will das Medienrauschen niemand mehr, es ist gut f&#252;r Auflage und Einschaltquote.</p>
<p>Weil die Piraten im Umgang mit den Medien unerfahren waren, schien ihre Vermarktung als einer Art Alien-Stars beinahe zwingend. Marina Weisband hat festgestellt, dass sie diese Rolle nicht spielen will. Sie nimmt sich ein Jahr Pause, <a href="http://www.fr-online.de/politik/piratin-marina-weisband--das-ist-kein-rueckzug---ich-nehme-anlauf-,1472596,11521314.html" target="_blank">Anlauf</a>, wie sie sagt, und beendet ihr Psychologiestudium. Politisch wird das die Piraten kaum beeinflussen, denn sie arbeitet als einfaches Parteimitglied weiter. Medial ist es ein kleines Erdbeben: Es muss ein Ersatz gefunden werden, der fotogen und publikumstauglich und vor allem, im Gegensatz zu Weisband, willig ist, den Piraten ein Gesicht zu geben. Schlie&#223;lich sollen die Gesetze der perfekt gestylten Medienwelt nicht auf den Kopf gestellt werden.</p>
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		<title>Sprachpapst bekommt Gegenwind</title>
		<link>http://carta.info/41007/sprachpapst-bekommt-gegenwind/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 09:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Grieß</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistenausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolf Schneider und Paul-Josef Raue haben eine neue Auflage ihres „Handbuch des Journalismus“ herausgebracht. Vor allem das neue Kapitel zum Online-Journalismus st&#246;&#223;t auf heftige Kritik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Paul-Josef Raue </strong>und vor allem <strong>Wolf Schneider</strong> sind fester Bestandteil der Journalisten-Ausbildung. Ihr „Handbuch des Journalismus“ ist ein Standardwerk. Mittlerweile gibt es eine neue Auflage, die auch von der Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung verbreitet wird.</p>
<p>Diese wird nun von Journalismus-Dozenten massiv kritisiert. Schon der Titel „Handbuch des Journalismus und Online-Journalismus“ sorgt f&#252;r Unverst&#228;ndnis. Immerhin grenzt dieser vom sonstigen (richtigen?) Journalismus den Online-Journalismus ab.</p>
<p><strong>Peter Schumacher</strong>, Professor an der Hochschule Darmstadt f&#252;r eben jenen Online-Journalismus, <a href="http://www.peter-schumacher.net/blog/2012/01/27/die-bescheidwisser/" target="_blank">schreibt, dass er schon „ein leichtes Schaudern“ beim Titel hatte</a>. Zudem beklagt er den „<em>Bescheidwisser-Ton</em>“ der Autoren und verweist auf inhaltliche Fehler, darunter vor allem ein falsch wiedergegebenes Zitat von Thomas Kn&#252;wer.</p>
<p>Noch deutlicher die gebloggten Worte von <strong>Christian Jakubetz</strong>, der mit „Universalcode“ gerade selbst ein Lehrbuch herausgebracht hat. Er gibt seiner Replik den Titel: <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2012/01/29/schneiderraue-wenn-blinde-uber-farbe-schreiben/" target="_blank">„<em>Schneider&amp;Raue: Wenn Blinde &#252;ber Farbe schreiben</em>“</a>. Sein Fazit darin:</p>
<blockquote><p>Das ist kein kleiner Besinnungsaufsatz, den Schneider und Raue da auf den Markt gebracht haben. Sondern ein Buch, das mit vergleichsweise hoher Auflage jungen Journalisten als Einstiegslekt&#252;re in unseren Beruf verabreicht wird. &#220;ber das nicht gro&#223; nachgedacht und das nicht hinterfragt wird, weil da doch Schneider drauf steht. Das ist fahrl&#228;ssig und &#228;rgerlich zugleich.</p></blockquote>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p><em><span style="text-decoration: underline;">Disclaimer</span>: Der Autor studiert Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt</em></p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41007&amp;md5=b37f15b52750f05455351349848a632b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Universalcode</title>
		<link>http://carta.info/38926/universalcode/</link>
		<comments>http://carta.info/38926/universalcode/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 09:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
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		<category><![CDATA[Lehrbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Leser]]></category>
		<category><![CDATA[New Journalism]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalimus]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Leser der Zukunft ist ein Allesk&#246;nner: Ideengeber, Mitautor, Korrektor, Verleger und Werber. Davon sind die Autoren des neuen Journalismus-Lehrbuchs „Universalcode“ &#252;berzeugt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Christian <a href="http://www.blog-cj.de/blog/">Jakubetz</a>, Ulrike <a href="http://medialdigital.de/">Langer</a> und Ralf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_Hohlfeld">Hohlfeld</a> planen ein Buch „&#252;ber den Journalismus im digitalen Zeitalter“. Ein <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2010/09/19/ein-buch-eine-idee-und-ihre-hilfe/">Lehrbuch</a>, das auch Eingang finden soll in die Lehrpl&#228;ne von Akademien und Journalistenschulen. Ein Handbuch, das die ewigen Stil-Ikonen <a href="http://www.amazon.de/Einf&#252;hrung-praktischen-Journalismus-Walther-Roche/dp/3430176816">Walther von La Roche</a> und <a href="http://www.amazon.de/Deutsch-f&#252;r-Profis-Illustriert-Murschetz/dp/3442161754">Wolf Schneider</a> (zumindest ein bisschen) alt aussehen l&#228;sst. Sein Arbeitstitel hei&#223;t „Universalcode“, und das klingt schon mal schwer nach Zukunft, Kompetenz und Grundlagenwissen f&#252;r Netzjournalisten und solche, die es werden wollen.</p>
<p>Die ersten Leseproben stehen bereits <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2011/01/16/ein-buch-das-update-31-die-ersten-leseproben/">online</a>, und die Leser dieser Leseproben werden freundlich gebeten, ihren Senf dazu zu geben. Prozess-Journalismus ist ja nie fertig. Und weil der Prozessjournalismus der Zukunft nicht nur von dem einen vorl&#228;ufigen Ende her gedacht wird (n&#228;mlich vom Journalisten her), sondern auch vom anderen vorl&#228;ufigen Ende (dem Leser), muss man sich das Projekt wie ein <em>Wiki</em> vorstellen: <strong>Dieses Lehrbuch ist ein Lehrbeispiel f&#252;r das, was es lehren wird. </strong></p>
<p>Zum Beispiel wird die Neugierde auf das Buch schon seit Monaten angeheizt, etwa dadurch, dass man in einer fortlaufenden <a href="http://www.blog-cj.de/blog/category/das-buchprojekt/">Serie</a> von Blogeintr&#228;gen minuti&#246;s verfolgen kann, wie es Gestalt annimmt. Wir erfahren, wer so alles mitschreibt, wie toll sich das neue Leser-Verlagsprojekt <em><a href="http://www.euryclia.de/">Euryclia</a></em> um alles <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2011/02/20/ein-buch-das-update-37-hier-spricht-marion-schwehr/">k&#252;mmert</a>, und welche gro&#223;artigen Reaktionen es bereits gibt. Wir erfahren sogar, welche Medien auf das Buchprojekt bereits aufmerksam machen und wer den Kaffee bei den Arbeitstreffen der Autoren ausgeschenkt hat. <a href="http://www.book2look.de/vBook.aspx?id=cgsLIlErZ5&amp;euid=4180544&amp;ruid=0&amp;referURL=http://www.book2look.de">Transparenz</a> ist die Mutter der modernen <span style="text-decoration: line-through;">Eigenwerbung</span> Glaubw&#252;rdigkeit, und nach diesem Motto k&#246;nnen wir den Autoren beim Verfertigen ihrer Gedanken zusehen.</p>
<p>Das ist eine gro&#223;artige Sache. Und ein Reflex auf die zugekn&#246;pfte, in der Vergangenheit oft hochn&#228;sige Arbeitsweise etablierter Medien. Ein Pendelausschlag in die andere Richtung. Und wohl auch eine Kinderkrankheit, die Mediensoziologen eines Tages als „<strong>Transparenzfetischismus</strong> <strong>der fr&#252;hen Jahre des digitalen Zeitalters“</strong> bezeichnen werden. Dieser Fetischismus ist &#8211; entwicklungsbedingt &#8211; unbedingt notwendig. Und m&#246;glicherweise wird das Buch sogar live lektoriert werden, und die ersten 100 Besteller k&#246;nnen per Livestream auf <em>YouTube</em> verfolgen, wie ihre pers&#246;nlichen 16er-B&#246;gen von der Druckerei zusammengefaltet und gebunden werden.</p>
<p>Auch die Vorbestellungen f&#252;r das Buch laufen bereits parallel zu den Kapiteln, die gerade noch in die Tastaturen geh&#228;mmert werden. Ein Werbe-Widget zum Einbauen in Webseiten gibt es ebenfalls. Und <em>PayPal</em>, <em>flattr</em> &amp; Co. geh&#246;ren sowieso dazu.</p>
<p>Das Buch soll im Handel 27,90 € kosten, was auf den ersten Blick eine kleine Hemmschwelle f&#252;r die Zielgruppe bilden k&#246;nnte, aber selbst die Autoren des Buches arbeiten (zun&#228;chst) &#8211; aus Begeisterung &#8211; f&#252;r lau. Die Herausgeber vergessen deshalb nie den freundlich gemeinten Hinweis, dass die Zahl der Vorbestellungen dar&#252;ber entscheiden wird, ob das Buch &#252;berhaupt das Licht einer Druckerei erblicken kann. So viel Hoffen und Bangen um das eigene „Baby“ darf dem potentiellen Leser heute abverlangt werden. Daf&#252;r gibt es &#8211; im Gegenzug &#8211; keinerlei Schwellen zwischen Autor und Leser. Keine Statusschwellen, keine arrogante Besserwisser-Haltung. <strong>Der Eintritt in die Zukunft ist ebenerdig und flach. </strong>Wir erleben die Wiedergeburt des Journalismus von unten.</p>
<p>Fr&#252;her h&#228;tte man ein Buch vermutlich erst gekauft, wenn es auf dem Markt ist. Heute tr&#228;gt man als potentieller Leser Mitverantwortung f&#252;r das, was man vielleicht gelesen haben m&#246;chte, aber leider durch eigene Schusseligkeit oder mangelnde Anteilnahme versemmelt hat. Der Leser spendiert einen gro&#223;en Vertrauensvorschuss, und der Autor spendiert seinen (vermutlich eher kleinen) Honorarvorschuss &#8211; und wenn beides in idealer Weise zusammenf&#228;llt, l&#228;uten vor dem Druckaltar die Hochzeitsglocken.</p>
<p>Jeder Vorbesteller erh&#228;lt das Buch &#252;brigens einen Tacken billiger, und wer sein edles Engagement au&#223;erdem dokumentiert haben m&#246;chte, wird als <strong>Risikokapitalgeber</strong> in der Danksagung der Herausgeber namentlich erw&#228;hnt.</p>
<p>Wo die Leser alter Schule noch ehrf&#252;rchtig um Autogramme betteln mussten, d&#252;rfen moderne Leser ihren Verfassern den eigenen Namen k&#252;nftig ins Stammbuch schreiben. <strong>Denn der Leser („Du entscheidest, was zum Buch wird!“), ist heute Mit-Verleger.</strong></p>
<p>Also wenn Sie mich fragen: Dieses Buch ist &#252;berf&#228;llig. Ich werde es vorbestellen. ICH WERDE ES VERLEGEN.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Lesen Sie zum Thema Online-Journalismus auch den Beitrag: <a href="http://carta.info/31892/das-pantelouris-experiment/">„Das Pantelouris-Experiment“ </a></em>
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		<title>Danke, Karl-Theodor!</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 23:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Netz hat zu Guttenberg viel zu verdanken. Es genie&#223;t endlich den f&#228;lligen Respekt bei seinen journalistischen Ver&#228;chtern. Alle sind voll des Lobes &#252;ber die gemeinsam getane Arbeit. Ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast jeder kennt die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FDhGS4EJS8M&amp;NR=1">Schluss-Szene</a> aus dem Film <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=AY62QByUYJQ&amp;feature=related">Casablanca</a></em>: Humphrey Bogart als Barbesitzer Rick, und sein alter Gegner, der Polizeipr&#228;fekt des franz&#246;sischen Vichy-Regimes, Louis Renault, entdecken beim Schlendern &#252;ber das verlassene n&#228;chtliche Rollfeld ihre gemeinsamen Interessen. Rick, der soeben seine gro&#223;e Liebe Elsa verabschiedet hat, schl&#228;gt den Kragen seines Trenchcoats hoch und sagt: „Louis, ich denke, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.“</p>
<p>Verk&#246;rperte Louis den <strong>Journalismus</strong> und Rick <strong>das Internet</strong>, so k&#246;nnte man sagen: Der Sturz Guttenbergs war der Beginn einer solch wunderbaren Freundschaft. Denn der Abgang des Ministers (Karl-Theodor in der Rolle Elsas?) f&#252;hrte analoge und digitale &#214;ffentlichkeit <a href="http://carta.info/38748/das-netz-und-der-guttenberg-ruecktritt/">erstmals</a> zusammen. <strong>Zum ersten Mal bekundeten die beiden &#246;ffentlich Respekt voreinander und Sympathie f&#252;reinander</strong>. Der Journalismus realisiert, dass die digitale Seite der Vierten Gewalt keine existentielle Bedrohung darstellt, sondern eine hervorragende Erg&#228;nzung ist; und „das Netz“ entdeckt, dass der Journalismus gar nicht so hundsmiserabel agiert wie gedacht.</p>
<p>Beide Seiten haben im Fall Guttenberg (Seit’ an Seit’) ihr Bestes gegeben &#8211; nun registrieren sie stolz, wie gut sie sich doch erg&#228;nzen. <strong>Es ist die Ironie des Guttenberg-Falls, dass der „Betr&#252;ger“ im Schlussakkord als gro&#223;er Vers&#246;hner wirkt. </strong>Die alten wie die neuen Medien erkennen, dass der Gegner auch im eigenen Lager stehen kann (hier <em><a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/boulevard-des-boesen/">Spiegel</a></em><a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/boulevard-des-boesen/"> gegen </a><em><a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/boulevard-des-boesen/">Bild</a>, </em>da<em> <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/-holt-das-netz-guttenberg-zurueck-/3903468.html">Facebook </a></em><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/-holt-das-netz-guttenberg-zurueck-/3903468.html">gegen</a><em><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/-holt-das-netz-guttenberg-zurueck-/3903468.html"> GuttenPlag</a></em>), und dass die neuen Werkzeuge und Techniken des Internets die M&#246;glichkeiten der alten Aufkl&#228;rung nicht schm&#228;lern, sondern potenzieren (wenn man sie zu nutzen wei&#223;).</p>
<p>Allerdings darf man im &#220;berschwang nicht vergessen, dass die neue „Freundschaft“ nicht ganz unvorbereitet kommt. Louis &amp; Rick hatten schon vor ihrer gro&#223;artigen Flugplatz-Szene ein pragmatisches Stillhalte-Abkommen geschlossen, ein Gentlemen’s Agreement. Denn ohne die Aufsehen erregenden <em>WikiLeaks</em>-Ver&#246;ffentlichungen des vergangenen Jahres (in Kombination mit <em>New York Times</em>, <em>Spiegel</em> und <em>Guardian</em>), ohne die welt(bild)ersch&#252;tternden, von <em>Facebook</em>, <em>Twitter</em> &amp; <em>Al Jazeera</em> gemeinsam begleiteten und forcierten Umbr&#252;che in den arabischen Staaten, w&#228;re die neue Teamarbeit nicht so reibungslos verlaufen. Die alten Medien haben die Zuschauerr&#228;nge verlassen, sie sp&#252;ren den nahenden Umbruch, der sie erfasst; und die Netzwerker ahnen zum ersten Mal, dass es nun ernst werden k&#246;nnte mit der &#220;bernahme von „Verantwortung“. Rick &amp; Louis brauchen die gegenseitige Abgrenzung <a href="http://mspr0.de/?p=2131">nicht mehr</a>. Sie verschmelzen.</p>
<p>Einen besseren Katalysator (einen besseren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/MacGuffin">MacGuffin</a>) als Karl-Theodor zu Guttenberg h&#228;tte es daf&#252;r nicht geben k&#246;nnen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Bei dRadio Wissen (in der Sendung &#8220;Netzreporter&#8221; von Markus Heidmeier) kann man eine gek&#252;rzte Fassung des Beitrags auch <a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/03/04/drw_201103040641_netzkommentar-guttenberg_df7bf85e.mp3">h&#246;ren</a>. </em>
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		<title>Angriffe auf Journalisten und Teams in &#196;gypten</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 06:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Staatsmacht verteidigt sich mit Krallen und Klauen. Es ist Kalk&#252;l, da&#223; seit vorgestern eine Hexenjagd gegen Reporter und Kameraleute stattfindet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-02/aegypten-journalisten-auslaender-2">&#220;bergriffe</a> waren durchdacht und gut vorbereitet. <a href="http://abcworldnews.tumblr.com/post/3089328425/weve-compiled-a-list-of-all-the-journalist-who">abc World News</a>, <a href="http://www.reuters.com/article/2011/02/04/us-media-egypt-journalists-idUSTRE7130B420110204?feedType=RSS&amp;feedName=internetNews">Reuters</a> und <a href="http://news.yahoo.com/s/ap/ml_egypt;_ylt=AqXTeFwJ_uCfUAD_u4j.EF4UewgF;_ylu=X3oDMTJtcXE0ZjlzBGFzc2V0Ay9zL2FwL21sX2VneXB0BGNjb2RlA21wX2VjXzhfMTAEY3BvcwMxBHBvcwMxBHNlYwN5bl90b3Bfc3RvcmllcwRzbGsDZWd5cHRjaGFvc2Rv">Associated Press</a> berichten. </p>
<div id="attachment_37839" class="wp-caption aligncenter" style="width: 648px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/dima_khatib.jpg"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/02/dima_khatib.jpg" alt="" width="638" height="441" class="size-full wp-image-37839" /></a><p class="wp-caption-text">http://twitter.com/Dima_Khatib/status/33408028128722944</p></div>
<p style="margin-bottom:2em">
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37831&amp;md5=79837b720d3f4f13b97a114eb5fb5918" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Es ist ein Buch geworden: Medienwandel kompakt 2008-2010</title>
		<link>http://carta.info/37398/buch-medienwandel-kompakt-2008-2010/</link>
		<comments>http://carta.info/37398/buch-medienwandel-kompakt-2008-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 11:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Texte zum Medienwandel aus ihrer digitalen Form in einen analogen Kontext bringen? Warum nicht, sagte sich Jan Krone, sammelte Artikel aus Blogs und machte daraus ein Buch, das jetzt erschienen ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer h&#228;tte das gedacht: Der <strong>Medienwandel</strong> kommt  - in Gestalt eines Buches. <a href="http://www.fhstp.ac.at/studienangebot/bachelor/mm/studiengangsteam/krone-jan">Jan Krone</a>, der Herausgeber, hat dazu Beitr&#228;ge von 28 Autorinnen und Autoren zusammen gestellt, die in den letzen 3 Jahren im Netz publiziert worden sind und sich mit der Digitalisierung der Medien befassen. Nun liegen sie erstmals in gedruckter Form vor, thematisch gegliedert in 5 Bereiche: Technologie, Kommunikationsoptionen, Journalismus, Medienwirtschaft und Regulierung.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-37399" title="Buchcover Medienwandel kompakt" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/01/CoverMedienwandel-207x300.jpg" alt="" width="207" height="300" />Etliche sind urspr&#252;nglich hier auf Carta erschienen, andere u. a. auf <a href="http://www.netzwertig.com" target="_blank">netzwertig</a> oder <a href="http://www.neunetz.com" target="_blank">neunetz</a>. Zusammen ergeben sie einen guten &#220;berblick dar&#252;ber, wie die Debatte um den Medienwandel aus dem Netz heraus gesehen und gedeutet wurde. Den gedruckten Beitr&#228;gen fehlen nur die Kommentare, die online dazu kamen und sich des &#246;fteren zu ausgesprochen lebhaften Diskussionen entwickelten. Jedoch sind zu allen Texten im Buch Quellenangaben gemacht, so dass man diese aufrufen kann.</p>
<p>Im Februar wird es in Berlin eine <strong>Pressekonferenz</strong> zu dieser Buchver&#246;ffentlichung geben, organisiert von Jan Krone und  Robin Meyer-Lucht. Weitere Teilnehmer werden Christoph Kappes, Marcel Wei&#223; sowie von Seiten des Nomos-Verlags, Andreas Beierwaltes, sein. Ort und Zeit: BASE_camp, Unter den Linden 10, Montag, 21. Februar 2011, 19:00 Uhr.</p>
<p>Das Buch kostet 29,- Euro ist ab jetzt im Handel oder <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832962638?ie=UTF8&amp;tag=carta-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=383296263">hier</a> bei Amazon erh&#228;ltlich.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37398&amp;md5=248ab9faa6308cd1c04b5b9d2b37ec99" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ein kategorischer Imperativ und sieben Strategien f&#252;r freie Journalisten</title>
		<link>http://carta.info/37367/ein-kategorischer-imperativ-und-sieben-strategien-fuer-freie-journalisten/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 11:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernhard Pörksen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie k&#246;nnen freie Journalisten als "Unternehmer der eigenen Arbeitskraft" unverwechselbar werden? Der T&#252;binger Medienprofessor Bernhard P&#246;rksen empfiehlt sieben strategische Ans&#228;tze, darunter: Entgrenzen Sie Ihre Profession, kreieren Sie eigene Milieus - und: Erkl&#228;ren Sie sich zum Propheten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immanuel Kant war kein freier Journalist. Und die Frage, ob das <em>iPad</em> die Zeitungsverlage erl&#246;st, ob mit Sascha Lobos Frisur in leicht verr&#228;tselter Form auch ein Rezept f&#252;r freie Journalisten vorliegt, ob Jeff Jarvis Recht hat, wenn er einen unternehmerischen Journalismus fordert – dies alles hat ihn nicht besch&#228;ftigt, als er in einem fr&#252;heren Jahrhundert die zentrale Frage nach dem richtigen Handeln traktierte.</p>
<p>Sie lautet: Was soll ich tun? Der Philosoph w&#252;rde sich, um sie zu beantworten, in sein Zimmer einschlie&#223;en – und dort in der Stille einen Imperativ f&#252;r alle F&#228;lle formulieren. Der Autor dieser Zeilen m&#246;chte da nicht zur&#252;ckstehen – und einen kategorischen Imperativ f&#252;r freie Journalisten pr&#228;sentieren, der da hei&#223;t: <strong>Handle stets so, dass Deine Form der Publizit&#228;t unverwechselbar wird</strong>.</p>
<p>Aber wie erreicht man Unverwechselbarkeit? Wie wird die eigene Publizit&#228;t zur Marke? Es sind, so l&#228;sst sich zeigen, sieben Strategien, die erfolgreiche Freie auszeichnen und die sie bewusst oder unbewusst verfolgen – und die den kategorischen Imperativ umsetzen.</p>
<p><strong>1.</strong></p>
<p>Die erste Strategie l&#228;uft auf folgende Aufforderung zu: <strong>Finde Deine Rolle!</strong> Wer den Markt der erfolgreichen freien Journalisten beobachtet, der sieht, dass viele von ihnen einem Rollenscript folgen, dass sie einen Typus verk&#246;rpern. Zum Beispiel: Es gibt den Scout; er ist der Experte f&#252;r fremde Welten und tr&#228;gt die Erkennungszeichen der Subkultur. Seine Autorit&#228;t verdankt er der Tatsache, dass diejenigen, die ihn bezahlen, vermuten, dass er irgendwelche Geheimnisse hat. Geheimnisse etwa, die sie – ein paar &#220;bersetzungsvorg&#228;nge sp&#228;ter – in Marketingideen des Establishments &#252;bersetzen lassen.</p>
<div id="attachment_37369" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/01/poerksen_aufmacher.jpg"><img class="size-medium wp-image-37369" title="poerksen_aufmacher" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/01/poerksen_aufmacher-300x202.jpg" alt="Bernhard P&#246;rksen" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Bernhard P&#246;rksen: &quot;Erkl&#228;re Dich zum Propheten&quot;</p></div>
<p>Es gibt den Trendforscher, der Zeitstimmungen in kreativer Weise auf den Begriff bringt und die Unternehmen und Verlagsb&#252;rokratien mit dem n&#246;tigen intellektuellen Sauerstoff versorgt, sie gleichsam konzeptionell beatmet. Und es gibt den Experten, der aufgrund seiner B&#252;cher und Artikel als Spezialist gefragt ist. Man entdeckt den Stilisten, der wegen seiner Schreibe einkauft wird.  Und nat&#252;rlich den routinierten Produzenten, der einfach wei&#223;, wie man Geschichten anlegt, die sich rasch recherchieren, schnell schreiben und gut verkaufen lassen. Sie und viele andere arbeiten stets als Meta-Kreative, die ihren Namen mit einer Zusatzbotschaft versehen und ihre Rolle gefunden haben: Seht her, daf&#252;r stehe ich! Das ist, so scheint es, eine kluge Strategie auf dem Weg zur Unverwechselbarkeit.</p>
<p><strong>2.</strong></p>
<p>Die zweite Strategie hei&#223;t: Erweitere Deinen Markt! <strong>Nur-Journalismus funktioniert nicht mehr, zumindest nicht f&#252;r Freie</strong>. Die Form der unverwechselbaren Publizit&#228;t braucht unterschiedliche Foren, Medien, Gattungen und Abnehmer, die nicht mehr nur im klassischen Journalismus angesiedelt sind. Der Bildungsjournalist setzt eben auch den gro&#223;en Kongress zum Thema ins Werk, h&#228;lt die Dinner Speech in interessierten Kreisen, vertreibt seine Film in Eigenregie als DVD, moderiert und betreut Veranstaltungsreihen. Der Netzscout bloggt und macht eine Medienseite, schreibt B&#252;cher, die auf seinem Blog promotet. Der Inside-Outsider verfasst vielleicht irgendwann mal eine bestellte Politiker-Biographie oder wird wieder zum Berater. Und so weiter.</p>
<p>Diese Markterweiterung kann man als <strong>Hybridisierung und Entgrenzung der Profession attackieren</strong>, aber sie ist inzwischen wohl einfach eine &#246;konomische Notwendigkeit. Vermutlich ist die Ideologie der journalistischen Reinheit tats&#228;chlich empirisch gescheitert &#8211; &#252;brigens auch bei den Festangestellten, deren Medien sich in Handelsunternehmen und Kongressh&#228;user verwandelt haben, die f&#252;r ihre eigenen Werke trommeln oder f&#252;r Botschaften ihrer Dienstherren. Und vermutlich muss man die oft allzu absolut und prinzipiell formulierte Ideologie der Reinheit durch die pragmatischere Ideologie der Transparenz und der konkreten Sph&#228;rentrennung ersetzen, die besagt: Offenlegung der eigenen Rollenkombination, gesteigerte Sensibilit&#228;t f&#252;r Interessenkonflikte, keine unmittelbare Vermischung von eigenen journalistischen Themen mit PR-Auftr&#228;gen, Primat des journalistischen Aufkl&#228;rungs-Ethos, wenn es zum Schwur kommt.</p>
<p><strong>3.</strong></p>
<p>Die dritte Strategie besagt: <strong>Kombiniere Imagemedien und Honorarmedien!</strong> Diese Strategie ist rasch erl&#228;utert. Erfolgreiche Freie bedienen sich oft einer Kombinationsstrategie, einer Mischkalkulation. Sie arbeiten f&#252;r Imagemedien, pflegen z.B. ihren Blog, sie schreiben schlecht bezahlte Artikel f&#252;r die <em>Zeit</em>, sie verfassen B&#252;cher und Studien, sie kreieren Zeitschriften, die sich u.U. kaum verkaufen bzw. keine Markterfolge werden – aber die sich doch sekund&#228;r und in zweiten Schritt nutzen lassen: als Etikette der Unverwechselbarkeit, als symbolisches Kapital, das sich am Ende des Tages wieder in echtes Geld verwandeln l&#228;sst.</p>
<p><strong>4.</strong></p>
<p>Die vierte Strategie ist eher eine Beobachtung, die sich zu folgender Formel verdichten l&#228;sst: <strong>Kreiere das Milieu, in dem Du selbst gerne arbeiten m&#246;chtest! </strong>Erfolgreiche freie Journalisten sind oft auch Milieugr&#252;nder, Erfinder ihres eigenen Arbeitsumfelds. Es gibt das faszinierende, au&#223;erordentlich stabile Kommune-Modell der <em>Agentur Zeitenspiegel</em>, die <em>Zentrale Intelligenz Agentur </em>und das Netzwerk um Markus Peichls <em>Lead Award</em>, mehr oder minder virtuelle Zusammenschl&#252;sse von freien Autoren und Gesinnungsgenossen, B&#252;rogemeinschaften wie <em>Plan 17</em> – vielleicht ist diese Neigung der Milieugr&#252;ndung der Erkenntnis geschuldet, dass Kreativit&#228;t ein institutionelles Minimum braucht, ein Anregungsfeld aus Individualit&#228;t und Organisation, das Vereinzelung verhindert. Ob es hier um eine soziale oder um eine &#246;konomische Notwendigkeit oder um beides geht, ist vermutlich unentscheidbar.</p>
<p><strong>5. </strong></p>
<p>Die f&#252;nfte Strategie lautet: <strong>Agiere nachhaltig!</strong> Ein zu rascher Themen- und Rollenwechsel zerst&#246;rt nat&#252;rlich die erst einmal m&#252;hsam erarbeitete Reputation und gef&#228;hrdet die einmal gewonnene Unverwechselbarkeit. Manche freie Journalisten haben sich daher regelrecht einem Lebensthema verschrieben; sie bauen ihre Position immer weiter aus, legen nach dem Erstlingserfolg auf dem Buchmarkt nach, begleiten die Thesenproduktion durch Blogs und durch ein ausdifferenziertes System von Aktivit&#228;ten. Unter den Bedingungen einer massiven Aufmerksamkeitskonkurrenz ist das gewiss sinnvoll. Kurz und knapp: Nachhaltigkeit schafft Unverwechselbarkeit.</p>
<p><strong>6.</strong></p>
<p>Die sechste Strategie hei&#223;t: <strong>Experimentiere</strong>! Nur beim Thema bleiben reicht nicht. Viele interessante Innovationen, die vielleicht &#252;ber manchen Umweg einmal robuste Gesch&#228;ftsmodelle und in anderer Weise auch profitable Gro&#223;projekte werden, kommen im Moment aus dem freien Journalismus: Hier experimentiert man besonders intensiv in der gatekeeper-freien Zone, geht oft einfach konzeptionell in Vorleistung, entwickelt Videoblogs und Slideshows,  neue Vertriebsmodelle f&#252;r B&#252;cher ohne Verlag, Micropayment-und Abo-Varianten f&#252;r Artikel, Recherchestrategien der Live-Dokumentation, Online-Magazine. Und so weiter.</p>
<p><strong>7.</strong></p>
<p>Die siebte und letzte Strategie l&#228;sst sich folgenderma&#223;en zusammenfassen: <strong>Erkl&#228;re Dich zum Propheten! </strong>Es ist ein Faktum, dass gerade freie Journalisten in ein avantgardistisches Zeit- und Wirklichkeitsbewusstsein regelrecht hineingezwungen werden. Manchmal ist das sch&#246;n, manchmal schrecklich. Was ist damit gemeint? Damit ist gemeint, dass sie &#8211; oft vor den anderen, oft vor dem Rest der Gesellschaft &#8211; erleben d&#252;rfen und erleben m&#252;ssen, wie radikal sich die Arbeits- und Medienwelten ver&#228;ndern. Die entsprechenden Trenddiagnosen lauten: Beschleunigung und Transformation der Gesch&#228;ftsbeziehungen durch moderne Medientechnologien, Informatisierung und Entgrenzung der eigenen Arbeitskraft, Erosion des Berufsprinzips, Zwang zur Selbstst&#228;ndigkeit, Entwicklung von neuen Kooperationsformen. Eine ganze Reihe von Journalisten haben diese avantgardistische Zwangs-Position benutzt, um sich selbst die Rolle des Propheten zu geben; gest&#252;tzt durch private Feldforschung im Freundeskreis oder im eigenen Milieu – eine Art der schmutzigen, aber doch sehr produktiven Soziologie, die ohne die Distanzformeln klassischer Wissenschaft auskommt. Sie haben passende Schlagworte und smarte Neologismen kreiert. Sie alle liefern <strong>Scoops of interpretation</strong> – und verk&#246;rpern in einem durchaus lukrativen <strong>Deutungsgesch&#228;ft</strong> die Rolle des Propheten, der mit ziemlicher Sicherheit sagen kann oder doch meint sagen zu k&#246;nnen, was kommen wird.</p>
<p>Das hei&#223;t im Sinne einer verallgemeinernden Bilanz: Die Frage nach dem richtigen Handeln im real existierenden Journalismus l&#228;uft &#8211; ohne dass man gleich in die Rhetorik kleiner, marktradikaler und inzwischen vom existentiell bedrohter Splitterparteien verfallen muss &#8211; auf ein unternehmerisches Selbstverst&#228;ndnis zu: Der einzelne freie Journalist wird, um eine Formulierung des Industriesoziologen G&#252;nther Vo&#223; aufzugreifen vom Angestellten zum Unternehmer der eigenen Arbeitskraft; er muss sich, das ist die paradoxe Herausforderung, immer wieder neu erfinden, ohne die Identit&#228;t der Profession zu besch&#228;digen.</p>
<p><em>Bernhard P&#246;rksen ist Professor f&#252;r Medienwissenschaft an der Universit&#228;t T&#252;bingen. K&#252;rzlich ver&#246;ffentlichte er – gemeinsam mit Wolfgang Krischke – das Buch „Die Casting-Gesellschaft. Die Sucht nach Aufmerksamkeit und das Tribunal der Medien.“ Der hier ver&#246;ffentlichte Beitrag geht auf einen Vortrag zur&#252;ck, den P&#246;rksen beim 1. Zukunftskongress des Berufsverbandes <a href="http://www.freischreiber.de/">Freischreiber e.V.</a></em><em> gehalten hat.</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37367&amp;md5=887fa6b5fafb282a3ceda8fd546acaa2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Datenjournalismus und die Zukunft der Berichterstattung</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 10:21:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[lorenz matzat]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Lorenz Matzat fasst die Entwicklung des Datenjournalismus zusammen und gibt einen kritischen Ausblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lorenz Matzat beschreibt in einem Gastbeitrag f&#252;r <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/gastbeitrag-datenjournalismus-und-die-zukunft-der-berichterstattung/"><em>Netzpolitik</em></a> Chancen und Herausforderungen der neuen Publikationsm&#246;glichkeiten. </p>
<p style="margin-bottom:1em">
<blockquote><p>Doch wird das an einem nichts &#228;ndern: Einem Teil des Journalismus‘ steht der radikale Umbruch erst noch bevor. Neue semantische F&#228;higkeiten von Software werden einen Teil der g&#228;ngigen Journalismusberufe durch Automatisierung ersetzen. „Demand Media“ ist ein Vorgeschmack davon, was Algorithmusjournalismus bedeuten wird: Software bereitet Artikel und Themen vor, Menschen fungieren nur noch als Kontrolleure. Die klassische Nachrichtenberichterstattung wird immer weniger Journalisten brauchen, vor allem falls Spracherkennung in den kommenden Jahren automatisch transkribieren kann.</p></blockquote>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37079&amp;md5=ad901d2f2ab6b180a9231cb05ed491da" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aggregator f&#252;r Meinungsjournalismus: Commentarist</title>
		<link>http://carta.info/37038/aggregator-fuer-meinungsjournalismus-commentarist/</link>
		<comments>http://carta.info/37038/aggregator-fuer-meinungsjournalismus-commentarist/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 15:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[aggregator]]></category>
		<category><![CDATA[commentarist]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsjournalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=37038</guid>
		<description><![CDATA[Beitr&#228;ge von &#252;ber 1000 Journalisten aus 16 Medien werden von Commentarist aggregiert, um einen schnellen &#220;berblick &#252;ber aktuelle Themen zu erm&#246;glichen. Gute Idee.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Aggregator f&#252;r Meinungsjournalismus gibt es jetzt mit <a href="http://www.commentarist.de/ueber">Commentarist</a>. <a href="http://carta.info/?attachment_id=8245" rel="attachment wp-att-8245"><img src="http://opalkatze.files.wordpress.com/2011/01/commentarist.png?w=150" alt="" width="150" height="31" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8245" /></a>Dort werden Kommentare &amp; Kolumnen zu tagesaktuellen Themen in sogenannten Themenclustern geordnet und bieten einen schnellen &#220;berblick. Martin Weigert hat bereits einen <a href="http://netzwertig.com/2011/01/03/aggregator-fuer-meinungsjournalismus-commentarist-stellt-journalisten-in-den-mittelpunkt/">ersten Blick</a> auf den Newcomer geworfen. </p>
<blockquote><p>Wir m&#246;chten unseren Lesern die M&#246;glichkeit geben, sich mit Hilfe von Commentarist eine eigene Meinung zu den Fakten in der Nachrichtenwelt zu bilden. Deshalb aggregiert Commentarist die Kommentare &amp; Kolumnen von insgesamt 16 gro&#223;en deutschen Medien in Themenclustern. Denn was hilft bei der Meinungsbildung mehr, als das diverse Meinungsbild in der Presselandschaft per Mausklick verf&#252;gbar zu haben, von der FAZ bis zur S&#252;ddeutschen, vom Handelsblatt bis zur taz.</p></blockquote>
<p style="margin-bottom:2em">
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<a href="http://carta.info/37038/aggregator-fuer-meinungsjournalismus-commentarist/">Aggregator f&#252;r Meinungsjournalismus: Commentarist</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/37038/aggregator-fuer-meinungsjournalismus-commentarist/#comments">9 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=37038&amp;md5=3823d0916b246bc7987d2e594c1e465d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Journalismus als Rap – warum nicht!</title>
		<link>http://carta.info/36664/journalismus-als-rap-warum-nicht/</link>
		<comments>http://carta.info/36664/journalismus-als-rap-warum-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 18:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Fox News]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine gegl&#252;ckte Mischung aus Kabarett, Journalismus, Rap und Comedy bieten die Macher von TheJuiceMedia. Mit der Causa WikiLeaks laufen sie zur Hochform auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kommen aus der gleichen Ecke wie Julian Assange: die beiden Rap-Kabarettisten und -Journalisten Hugo Farrant und Giordano Nanni. Denn sie <a href="http://www.thejuicemedia.com/">produzieren</a> in Melbourne, Australien, wo auch der Hacker Assange einst begann. Der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hl4NlA97GeQ&amp;feature=player_embedded">dritte Rap</a> des Duos zu den von WikiLeaks ver&#246;ffentlichten Geheimdokumenten ist seit gestern online.</p>
<p>Farrant und Nanni bieten aber nicht nur eine knappe gereimte Zusammenfassung der geleakten Dokumente – inklusive der offiziellen Reaktionen darauf (s&#228;mtliche Politiker werden von Hugo Farrant gespielt), sie liefern auch eine gekonnte Parodie auf Amerikas lautesten Politainment-Sender „Fox News“ und dessen Anchorman Bill O’Reilly.</p>
<p>(Und hier geht&#8217;s zu den Rap-News <a href="http://www.youtube.com/watch?v=3adw9oLBkBI&amp;feature=related">4</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NXbCwq4ewBU&amp;feature=related">5</a>)
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36664&amp;md5=e66e2ebe98c19f0faca40764ed64955d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Clay Shirky: R&#252;ckblick und Ausblick auf 2011</title>
		<link>http://carta.info/36533/clay-shirky-rueckblick-und-ausblick-auf-2011/</link>
		<comments>http://carta.info/36533/clay-shirky-rueckblick-und-ausblick-auf-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 15:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Clay Shirky]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
		<category><![CDATA[prognose]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ehre, wem Ehre geb&#252;hrt: "2011 k&#246;nnte das Jahr der allgemeinen Umstrukturierung werden"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Beitrag f&#252;r das renommierte <em>Nieman Journalism Lab</em> <a href="http://www.niemanlab.org/2010/12/what-will-2011-bring-for-journalism-clay-shirky-predicts-widespread-disruptions-for-syndication/">What will 2011 bring for journalism?</a> sagt <strong>Clay Shirky</strong> grosse Ver&#228;nderungen f&#252;r die gewohnten Gesch&#228;ftsmodelle der Presse voraus:</p>
<blockquote><p>Giving credit where credit is due will reward original work, whether scoops, hot news, or unique analysis or perspective. This will be great for readers. It may not, however, be so great for newspapers, or at least not for their revenues, because most of what shows up in a newspaper isn’t original or unique.</p></blockquote>
<p><em>(Nach dem Motto &#8216;Ehre, wem Ehre geb&#252;hrt&#8217; wird originelle Arbeit belohnt, ob es sich um Scoops, brandaktuelle Nachrichten oder einzigartige Analysen oder Perspektiven handelt. Das ist gro&#223;artig f&#252;r die Leser. Allerdings wird es nicht so gro&#223;artig f&#252;r die Zeitungen, vor allem nicht f&#252;r deren Einnahmen: Viele der Inhalte sind weder origin&#228;ren Ursprungs noch einzigartig.)</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36533&amp;md5=797d7745c05ecd3a1c219aac38ef75cd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>SpeedLab Journalism: Aufzeichnung der Keynotes vom Vormittag</title>
		<link>http://carta.info/36090/speedlab-journalism-mit-livestream/</link>
		<comments>http://carta.info/36090/speedlab-journalism-mit-livestream/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 22:03:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandradio]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Speeddating und Speeddiskussionen um die Zukunft von Journalismus und &#214;ffenlichkeit - die Aufzeichnung der beiden Keynotes des "Speedlabs Journalism".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch fand das &#8220;Speedlab Journalism&#8221; der Netz.Reporter von DRadio Wissen statt:</p>
<blockquote><p>Ein SpeedLab ist eine Kombination aus  Konferenz, Barcamp, Werkstatt und Speeddating.</p></blockquote>
<p>Carta hat Teile der Veranstaltung live gestreamt. Hier die Aufzeichnung der beiden Keynotes von  Joshua Benton (<a href="http://www.niemanlab.org/about/" target="_blank">Nieman  Journalism Lab</a>) und Phil Fearnley (BBC).</p>
<p><object id="lsplayer" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=cartalive&amp;clip=flv_7eeb1c0c-448e-48ac-b884-a173ec36a003&amp;autoPlay=false&amp;mute=false" /><param name="name" value="lsplayer" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="lsplayer" type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://cdn.livestream.com/grid/LSPlayer.swf?channel=cartalive&amp;clip=flv_7eeb1c0c-448e-48ac-b884-a173ec36a003&amp;autoPlay=false&amp;mute=false" wmode="transparent" name="lsplayer" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<div style="font-size: 11px; padding-top: 10px; text-align: center; width: 560px;"></div>
<p><strong> </strong></p>
<p>Weitere Videos dann sp&#228;ter auf der <a href="http://speedlab.tumblr.com/speedlab">Speedlab</a>-Seite und bei den <a href="http://twitter.com/netzreport">Netz.Reportern</a>.</p>
<p>Das Programm:</p>
<p>SpeedLab Journalism | Dezember 2010 | Berlin | Betahaus</p>
<p><strong>Die <a href="http://wissen.dradio.de/netzreporter.75.de.html" target="_blank">DRadio Wissen NETZ.REPORTER</a> laden in </strong><br />
<strong>Kooperation mit <a href="http://www.breitband.dradio.de/" target="_blank">Breitband</a> (Deutschlandradio Kultur) und <a href="http://www.zeit.de/" target="_blank">ZEIT ONLINE</a> <a href="http://www.zeit.de/" target="_blank"><br />
</a></strong></p>
<p><strong>zum 1. SpeedLab Journalism in Berlin, Betahaus ein.</strong><br />
Termin:     1. Dezember 2010, 10.00 Uhr &#8211; 17.00 Uhr<br />
Ort:           Berlin, Betahaus, Prinzessinnenstra&#223;e 19-20<br />
Thema:     Transformation des Journalismus<br />
Format:     SpeedLab</p>
<p><strong>PROGRAMM:</strong><br />
<strong>BEGR&#220;SSUNG / KEYNOTES</strong></p>
<p><strong>09.00 Uhr Empfang Speaker / G&#228;ste</strong><br />
Kaffee und Croissants im Café <a href="http://www.betahaus.de/" target="_blank">Betahaus</a></p>
<p><strong>10.00 Uhr Begr&#252;&#223;ung</strong><br />
Dietmar Timm, Leiter <a href="http://www.wissen.dradio.de/" target="_blank">DRadio Wissen</a></p>
<p><strong>10.05 Uhr <a href="http://speedlab.tumblr.com/Keynotes">Keynote I</a></strong><br />
Joshua Benton, Direktor <a href="http://www.niemanlab.org/about/" target="_blank">Nieman Journalism Lab</a>, Harvard University</p>
<p><strong>10.25 Uhr <a href="http://speedlab.tumblr.com/Keynotes">Keynote II</a></strong><br />
Phil Fearnley, General Manager News, Technology &amp; Media Future, BBC</p>
<p><strong>10.45 Uhr Interview</strong><br />
Joshua Benton und Phil Fearnley im Gespr&#228;ch mit Christoph Dowe (ZEIT ONLINE) + Publikumsfragen</p>
<p><strong>SPEEDLABS</strong></p>
<p><strong>11.30 &#8211; 13.00 Uhr SpeedLabs / Teil 1 (3 Runden)<br />
</strong></p>
<p><strong>SpeedLab 1</strong><br />
Thema: Future of News – Aggregatoren &amp; Social News. Wer macht die Nachrichten der Zukunft?</p>
<p>Speaker u.a. Gerd Kamp (Leiter <a href="http://www.dpa-newslab.com/" target="_blank">dpa-Newslab</a>), Steffen Konrath (<a href="http://www.nextlevelofnews.com/liquid-newsroom/" target="_blank">Liquid Newsroom</a>)</p>
<p><strong>SpeedLab 2</strong><br />
Thema:  Zentral oder Denzentral (Programm oder Plattform) – Zeitungen,  Radiostation und Co. als Contentmarken in Zeiten digitaler und mobiler  Distributionswege?</p>
<p>Speaker: Sebastian Sch&#252;rmanns (<a href="http://www.mytweetmag.com/" target="_blank">MyTweetMag</a>), Jana Wuttke (<a href="http://www.breitband.dradio.de/" target="_blank">Breitband</a>, Deutschlandradio Kultur)</p>
<p><strong>SpeedLab 3 </strong><br />
Thema:  Kampf um die Kohle – Crowdfunding, Spenden, GEZ, Flattr etc. Wie sehen  die Gesch&#228;ftsmodelle im Journalismus der Zukunft aus?</p>
<p>Speaker: u.a. Anna Theil (<a href="http://www.startnext.de/" target="_blank">Startnext.de</a>), Marcel Wei&#223; (<a href="http://www.neunetz.com/" target="_blank">NeuNetz.com</a>), Robin Meyer-Lucht (<a href="../../" target="_blank">Carta</a>)</p>
<p><strong>SpeedLab 4</strong><br />
Thema: New Jobs – Blogger, Communitymanager und investigative Programmierer. Wie sich das Berufsbild Journalist ver&#228;ndert.</p>
<p>Speaker: u.a. Daniel Dietrich (<a href="http://opendata-network.org/" target="_blank">Open Data Network</a>), Lorenz Matzat (<a href="http://www.datenjournalist.de/" target="_blank">Datenjournalist</a>), Matthias Spielkamp (<a href="http://irights.info/" target="_blank">irights</a>, <a href="http://immateriblog.de/" target="_blank">immateriblog</a>)</p>
<p><strong>SpeedLab 5 </strong><br />
Kuratierter  Journalismus: Social Journalism, Crowdsourcing, Prozessjournalismus,  Social Network Analysis, Aganda Setting, Monitoring. Wer wei&#223; wann was?</p>
<p>Speaker: u.a. Ulrike Langer (<a href="http://medialdigital.de/" target="_blank">Medial Digital</a>), Sebastian Horn (<a href="http://zeit.de/" target="_blank">ZEIT ONLINE</a>)<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>13.00 bis 13.45 Uhr PauseLab</strong><br />
Catering im Café Betahaus; Musik kuratiert vom Breitband-Netzmusik-Team<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>13.45 &#8211; 14.45 Uhr SpeedLabs / Teil 2 (2 Runden)</strong><br />
Programm siehe oben</p>
<p><strong>PODIUM</strong></p>
<p><strong>15.00 bis 16.00 Uhr MainLab</strong><br />
Wir bauen uns einen neuen Journalismus! – &#214;ffentlichkeiten im digitalen Zeitalter</p>
<ul>
<li> <a href="http://joweg.com/" target="_blank">Jochen Wegner</a> (Ex-Focus Online Chefredakteur, jetzt Gr&#252;nder Publishing Mag10)</li>
<li><a href="http://community.zeit.de/user/christoph-dowe" target="_blank">Christoph Dowe</a> (stellv. Chefredakteur ZEIT ONLINE)</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_M%C3%BCnker" target="_blank">Stefan M&#252;nker</a> (Autor „Emergenz digitaler &#214;ffentlichkeiten“ Suhrkamp und langj&#228;hriger ZDF-Redakteur)</li>
</ul>
<p>Moderation: <a href="http://wissen.dradio.de/index.67.de.html" target="_blank">Ralf M&#252;ller Schmid</a> (DRadio Wissen)</p>
<p><strong>ab 16.15 Uhr Snacks und Getr&#228;nke</strong><br />
im Café Betahaus<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>ab 21.00 Uhr SauseLab</strong><br />
Luxus Bar, Berlin Prenzlauer Berg
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<p><small>
<a href="http://carta.info/36090/speedlab-journalism-mit-livestream/">SpeedLab Journalism: Aufzeichnung der Keynotes vom Vormittag</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/36090/speedlab-journalism-mit-livestream/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36090&amp;md5=b5cc00506ac3623aea125b2e6630f74d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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