<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; Internetsperre</title>
	<atom:link href="http://carta.info/tag/internetsperre/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 17:47:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Rechtsfragen der Informationsgesellschaft – Hamburger Erkl&#228;rung, Hoster-Haftung, Telemedienkonzept</title>
		<link>http://carta.info/13935/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-hamburger-erklaerung-hoster-haftung-telemedienkonzept/</link>
		<comments>http://carta.info/13935/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-hamburger-erklaerung-hoster-haftung-telemedienkonzept/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 10:49:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Telemedicus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Drei-Stufen-Test]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google Street View]]></category>
		<category><![CDATA[Host-Provider]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdaten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13935</guid>
		<description><![CDATA[Der Wochenr&#252;ckblick, diesmal mit: EU-Kommissarin pro Leistungsschutzrecht, Strenge Haftung f&#252;r Webhoster, VPRT gegen Telemedienkonzept, DSDS-Jugendschutzstreit beigelegt, Auskunftsklage gegen T-Mobile-Vorratsdaten – und mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/badb3a57399c6ef7d50f98e7945b37" width="1" height="1" alt=""/><strong>EU-Kommissarin Reding bef&#252;rwortet Leistungsschutzrecht f&#252;r Verlage</strong><br />
Das Medienportal <em>Horizont</em> hat in der vergangenen Woche eine <a href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/pics/17112-org.jpg">Stellungnahme</a> der EU-Kommissarin Viviane Reding ver&#246;ffentlicht, nach der sie das von den Verlegern in der <a href="http://www.axelspringer.de/presse/Internationale-Verlage-unterzeichnen-Hamburger-Erklaerung-zum-Schutz-des-geistigen-Eigentums_887946.html">„Hamburger Erkl&#228;rung”</a> geforderte Leistungsschutzrecht f&#252;r Verlage bef&#252;rwortet. Die EU-Kommissarin f&#252;r Informationsgesellschaft und Medien k&#252;ndigte an, zu dem Thema &#246;ffentliche Beratungen einzuberufen, bei denen sie ein offenes Ohr f&#252;r Verlage haben werde.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/Leistungsschutzrecht-EU-Kommissarin-sagt-Hilfe-zu--Microsoft-wehrt-sich_86750.html">Bericht &#252;ber die Hintergr&#252;nde bei Horizont.net.</a></li>
</ul>
<p><strong>Landgericht Hamburg: Strenge Haftung f&#252;r Webhoster</strong><br />
Wie in der letzten Woche bekannt wurde, hat das Landgericht Hamburg Ende Juli entschieden, dass ein Webhoster ab Kenntnis auch f&#252;r nicht offensichtliche Rechtsverletzungen seiner Kunden haftet. Selbst wenn der Hoster gar keinen unmittelbaren Zugriff auf die Daten seiner Kunden hat, sei er demnach verpflichtet, die Ver&#246;ffentlichung durch technische Ma&#223;nahmen zu unterbinden. Das LG Hamburg erlegt den Webhostern mit dieser Entscheidung deutlich strengere Haftungsregeln auf, als bislang &#252;blich. Nach dieser Entscheidung gelten f&#252;r Webhoster nun bei der Einsch&#228;tzung der rechtlichen Zul&#228;ssigkeit von Inhalten ihrer Kunden deutlich strengere Ma&#223;st&#228;be.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/article/1467-LG-Hamburg-Strenge-Haftung-fuer-Webhoster.html">Telemedicus beleuchtet die Entscheidung kritisch.</a></li>
</ul>
<p><strong>Landgericht Hamburg: Nutzungsbedingungen von Google teilweise unzul&#228;ssig</strong><br />
Das Landgericht Hamburg hat Teile der Nutzungsbedingungen einzelner Dienste von Google f&#252;r unwirksam erkl&#228;rt. Allerdings handelt es sich bei den streitgegenst&#228;ndlichen Klauseln um alte Formulierungen der &#8220;Servicebedingungen und Datenschutzerkl&#228;rung&#8221;, die seit Mitte 2008 durch Google keine Verwendung mehr finden. Die Hamburger Richter bem&#228;ngelten an ihnen insbesondere, dass Google sich durch sie in intransparenter Weise Nutzungsrechte an Dokumenten einr&#228;umen lie&#223;. Ferner kritisierten sie, dass Google sich das unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ige Recht vorbehalten hatte, E-Mails oder andere Nutzerdaten ohne Benachrichtigung durchzusehen oder zu l&#246;schen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.golem.de/0908/69389.html">Meldung bei golem.de.</a></li>
<li><a href="http://www.vzbv.de/mediapics/google_lg_hamburg_07_08_2009.pdf">Das Urteil des LG Hamburg vom  07.08.09, Az. 324 O 650/08</a> (PDF).</li>
</ul>
<p><strong>Bundesnetzagentur stuft technische Richtlinie zu Netzsperren als Geheimsache ein</strong><br />
Mehreren &#252;bereinstimmenden Medienberichten zufolge hat die Bundesnetzagentur einen Entwurf f&#252;r die technische Richtlinie zur Umsetzung des <a href="http://www.telemedicus.info/article/1372-Verfahrensmaengel-bei-der-Verabschiedung-des-ZugErschwG.html">umstrittenen Zugangserschwerungsgesetzes</a> erstellt. Anders als bei vergleichbaren Regelungen findet dazu jedoch kein &#246;ffentliches Konsultationsverfahren statt. Vielmehr weist die Bundesnetzagentur in ihrem Amtsblatt (Ausgabe 16/2009) darauf hin, dass es sich bei dem Vorgang um eine Geheimakte handelt, die nur f&#252;r den Dienstgebrauch bestimmt sei. Lediglich die betroffenen Provider k&#246;nnen demnach namentlich benannte Vertreter zum BKA entsenden, die dort den Entwurf zur Kommentierung einsehen d&#252;rfen. Die dabei ge&#228;u&#223;erten Anmerkungen unterliegen sodann ebenfalls einer Geheimhaltungspflicht.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Umsetzungsvorgaben-fuer-Web-Sperren-sollen-geheim-bleiben-Update--/meldung/144456">Die Meldung bei heise.de.</a></li>
</ul>
<p><strong>Telemedienkonzept von ZDF, 3sat und Phoenix nicht genehmigungsf&#228;hig</strong><br />
Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) hat in der vergangenen Woche mehrere Stellungnahmen zu den vom ZDF erarbeiteten Telemedienkonzepten vorgelegt. In seinem Papier h&#228;lt der Branchenverband die Beschreibungen der Webangebote von ZDF, 3sat und Phoenix im Rahmen des <a href="http://www.telemedicus.info/article/1160-Was-ist-eigentlich-der-Drei-Stufen-Test.html">Drei-Stufen-Tests</a> in gro&#223;en Teilen f&#252;r nicht genehmigungsf&#228;hig. Der VPRT begr&#252;ndetet seine Einsch&#228;tzung damit, dass die Angebotsbeschreibungen in hohem Ma&#223;e l&#252;ckenhaft und unsubstantiiert seien. Zudem wurde kritisiert, dass das ZDF die gesetzlichen Regelungen zum „seven day catch-up” unterlaufen wolle.</p>
<ul>
<li><a href="http://vprt.de/index.html/de/press/article/id/203/or/2/">Pressemitteilung des VPRT.</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://vprt.de/index.html/de/positions/article/id/99/?or=0&amp;year=%7B0%7D&amp;page=1">Stellungnahmen des VPRT zu den Telemedienkonzepten von ZDF, 3sat und Phoenix.</a></li>
</ul>
<p><strong>Jugendmedienschutz: RTL legt DSDS-Streit bei</strong><br />
RTL hat seine Klage gegen die nieders&#228;chsische Landesmedienanstalt (NLM) wegen Beanstandungen bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar” zur&#252;ckgenommen. Klagegegenstand waren <a href="http://www.telemedicus.info/article/95-DSDS-weiter-in-Konflikt-mit-Jugendschutz.html">Jugendschutz-Beanstandungen der NLM</a> in Zusammenhang mit DSDS-Austrahlungen im Jahre 2007. Urspr&#252;nglich wollte RTL die Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages in Bezug auf Castingshows gerichtlich kl&#228;ren lassen. Der K&#246;lner Privatsender begr&#252;ndete die R&#252;cknahme der Klage nun mit den neuen „Richtlinien zum Umgang mit Castingshows und vergleichbaren Formaten”, die durch die Freiwillige Selbtskontrolle Fernsehen (FSF) erarbeitet worden sind. Die neuen Regelungen sehen insbesondere auch eine Vorabpr&#252;fung der Sendungen vor. Nach Ansicht von RTL f&#252;hren die neuen Richtlinien – die ausdr&#252;cklich auch von der NLM und der Kommission f&#252;r Jugendmedienschutz (KJM) mitgetragen werden – zu einer ausreichenden Rechts- und Planungssicherheit.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.dwdl.de/story/22306/rtl_klagt_nicht_mehr_wegen_dsdsbeanstandung/">Die Hintergr&#252;nde bei DWDL.de.</a></li>
</ul>
<p><strong>Vorratsdatenspeicherung: Auskunftsklage gegen T-Mobile</strong><br />
Ein Mitglied des Bundesvorstands der Partei „B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen” hat vor dem Landgericht Berlin eine Auskunftsklage gegen den Mobilfunkbetreiber T-Mobile erhoben. Damit will der Politiker den Provider verpflichten, alle &#252;ber ihn im Rahmen der sogenannten Vorratsdatenspeicherung erfassten personenbezogenen Daten herauszugeben. Als Rechtsgrundlage f&#252;r dieses Auskunftsersuchen beruft sich der Kl&#228;ger auf <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__34.html">§ 34 Bundesdatenschutzgesetz</a>. Bislang hat der Mobilfunkanbieter die Herausgabe der Daten auf Grundlage eines einfachen Auskunftsanspruchs wegen unklarer Rechtslage verweigert.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/ct/Gruener-Bundesvorstand-klagt-auf-Auskunft-ueber-Vorratsdaten-Update--/news/meldung/144215">Meldung bei heise.de.</a></li>
</ul>
<p><strong>Rheinland-Pfalz gibt Rechtsgutachten zu Google Street View in Auftrag</strong><br />
Die rheinland-pf&#228;lzische Landesregierung hat am vergangenen Dienstag beschlossen, ein Gutachten zu Rechtsfragen in Bezug auf den Internetdienst „Google Street View” einzuholen. Dazu wurden die beiden Juristen Prof. Dr. Thomas Dreier und Prof. Dr. Indra Spiecker zu einer gutachterlichen Stellungnahme beauftragt. Damit sollen insbesondere Fragen bez&#252;glich der Zul&#228;ssigkeit von Google Street View im Hinblick auf das Allgemeine Pers&#246;nlichkeitsrecht und die informationelle Selbstbestimmung gekl&#228;rt werden.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Rheinland-Pfalz-gibt-Rechtsgutachten-zu-Google-Street-View-in-Auftrag--/meldung/144271">Die Meldun bei heise.de.</a></li>
</ul>
<p><em>In Zusammenarbeit mit <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telemedicus.info/');" href="http://www.telemedicus.info/" target="_blank">Telemedicus</a> pr&#228;sentiert Carta jeden Montag zentrale Entwicklungen des Medien- und Informationsrechts.</em> <em>Carta &#252;bernimmt den <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/telemedicus.info/article/1459-Wochenrueckblick-Datenschutz,-Amateurfussball,-Hartz-IV.html');" href="http://telemedicus.info/article/1470-Wochenrueckblick-Hamburger-Erklaerung,-Hoster-Haftung,-ZDF.html">Wochenr&#252;ckblick</a> mit freundlicher Genehmigung der Autoren. Dieser Wochenr&#252;ckblick wurde zusammengesteltt von Thomas Mike Peters.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13935%2Frechtsfragen-der-informationsgesellschaft-hamburger-erklaerung-hoster-haftung-telemedienkonzept%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13935%2Frechtsfragen-der-informationsgesellschaft-hamburger-erklaerung-hoster-haftung-telemedienkonzept%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13935/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-hamburger-erklaerung-hoster-haftung-telemedienkonzept/">Rechtsfragen der Informationsgesellschaft – Hamburger Erkl&#228;rung, Hoster-Haftung, Telemedienkonzept</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13935/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-hamburger-erklaerung-hoster-haftung-telemedienkonzept/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13935&amp;md5=c53ddc247eb5cd34c3fd861f89523b1f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13935/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-hamburger-erklaerung-hoster-haftung-telemedienkonzept/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Internet-Zugangssperren: W&#228;re &#8220;Three-Strikes&#8221; in Deutschland verfassungsgem&#228;&#223;?</title>
		<link>http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/</link>
		<comments>http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 11:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Udo Fink</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Loi Hadopi]]></category>
		<category><![CDATA[Three Strikes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13113</guid>
		<description><![CDATA[Zugangssperren nach dem "Three-Strikes"-Modell w&#228;ren auch in Deutschland verfassungsrechtlich bedenklich. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Udo Fink von der Johannes-Gutenberg-Universit&#228;t Mainz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b1af9c12984cb6d43a06bc2a927da4" width="1" height="1" alt=""/>Vertreter der Film-, Musik- und Softwareindustrie schauen dieser Tage gespannt nach Frankreich. Dort &#252;berarbeitet man gegenw&#228;rtig fieberhaft das „Gesetz zur F&#246;rderung der Verbreitung und des Schutzes k&#252;nstlerischen Schaffens im Internet“. Mit diesem Gesetz – <strong>Loi Hadopi</strong><sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_0_13113" id="identifier_0_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Loi n&deg;2009-669 du 12 juin 2009 favorisant la diffusion et la protection de la cr&eacute;ation sur internet">1</a></sup> – hatte man eine M&#246;glichkeit geschaffen, Wiederholungst&#228;tern, die illegal Musik u.a. aus dem Netz herunterladen, zeitweise den Zugang zum Internet zu sperren. Hierzu war sogar eine eigene „Hohe Beh&#246;rde f&#252;r die Verbreitung geistigen Eigentums und Rechtsschutz im Internet“ geschaffen worden, unter deren &#196;gide die Verfahren gegen die unbelehrbaren Urheberrechtsverletzer ablaufen sollten.</p>
<p>In der Grande Nation, nicht der einzigen, wohl aber der prominentesten Vertreterin des „Three Strikes and you are out“-Ansatzes<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_1_13113" id="identifier_1_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. auch Section 92A des New Zealand Copyright Act. Bisweilen wird auch von Olivenne-Sperren gesprochen. Dies geht auf den Generaldirektor der FNAC, dem gr&amp;#246;&amp;#223;ten H&amp;#228;ndler kultureller und elektronischer Unterhaltungsprodukten in Frankreich Denis Olivenne zur&amp;#252;ck. Unter seiner Vermittlung hatten sich bereits 2007 einige Provider vertraglich dazu verpflichtet, mit den Rechteinhabern st&amp;#228;rker zu kooperieren.">2</a></sup> zum Schutz der Urheberrechte, sorgte dann eine Entscheidung des <em>Conseil Constitutionnel</em> vom 10. Juni 2009 f&#252;r Aufsehen. <strong>Der Verfassungsrat erkl&#228;rte einige Bestimmungen des besagten Gesetzes f&#252;r verfassungswidrig.</strong></p>
<p>Er stellte unter anderem fest, dass die <strong>Meinungsfreiheit</strong> nach Artikel 11 der Menschen- und B&#252;rgerrechtserkl&#228;rung von 1789 verletzt ist.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_2_13113" id="identifier_2_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dort hei&amp;#223;t es: &bdquo;Die freie Mitteilung der Gedanken und Meinungen ist eines der kostbarsten Menschenrechte. Jeder B&amp;#252;rger kann also frei schreiben, reden und drucken unter Vorbehalt der Verantwortlichkeit f&amp;#252;r den Missbrauch dieser Freiheit in den durch das Gesetz bestimmten F&amp;#228;llen&ldquo;">3</a></sup> In Anbetracht der allgemeinen Verbreitung von Online-Kommunikationsdiensten, sowie der Bedeutung, die diese Dienste f&#252;r die demokratische Mitwirkung und den Ausdruck von Gedanken und Meinungen besitzen, sei der Zugang zu diesen Diensten &#252;ber Artikel 11 gesch&#252;tzt. Vom Tisch ist das Gesetz damit nicht. Es wird gegenw&#228;rtig &#252;berarbeitet und den Vorgaben des Verfassungsrates entsprechend angepasst. Dieser hatte insbesondere das Fehlen einer richterlichen &#220;berpr&#252;fung vor Ausspruch einer Internetsperre moniert.</p>
<p>Das franz&#246;sische Konzept als Modell f&#252;r ein entsprechendes Gesetz in Deutschland? Rechtstechnisch m&#252;ssten die Provider in der Tat durch Gesetz dazu verpflichtet werden, ihren Kunden bei Rechtsverletzungen den Internetzugang zu kappen. Ein System freiwilliger Selbstkontrolle auf vertraglicher Basis ist weder effektiv noch wettbewerbsrechtlich unproblematisch. W&#228;re ein derartiges Gesetz verfassungskonform?</p>
<p><strong>Die verfassungsrechtliche Lage</strong></p>
<p>Betroffene Rechtstr&#228;ger sind der <em>Kommunizierende</em> (Uploader), der <em>Rezipient </em>(Downloader) sowie der <em>Vermittler</em> (Access-Provider). Auf der <strong>Empf&#228;ngerseite</strong> kommt eine Verletzung von<strong> </strong><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_10.html">Artikel 10</a>, <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html">Artikel 5</a>, sowie <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html">Artikel 2 Abs. 1</a> in Verbindung mit <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html">Artikel 1 Abs.<strong> </strong>1</a> des Grundgesetzes in Betracht. Entgegen einer verbreiteten Ansicht in der Literatur ist der Schutzbereich des Grundgesetzartikels 10 beim Abruf &#246;ffentlich zug&#228;nglicher Webseiten nicht betroffen. Dieser sch&#252;tzt in der analogen wie in der digitalen Welt nur die Individualkommunikation, im Internet also etwa die Kommunikation &#252;ber <em>Voice over IP</em>.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_3_13113" id="identifier_3_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. Gusy in v. Mangoldt/Klein/Starck, GG, Art. 10 Rn. 43; BVerfG 1 BvR 370/07, 1 BvR 595/07, Urteil vom 27. Februar 2008, Rn. 182. ">4</a></sup></p>
<p>Sehr wohl tangiert ist dagegen der <strong>Schutzbereich der Kommunikations- und Informationsfreiheit</strong>.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_4_13113" id="identifier_4_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Sinne des Artikels 5 Absatz 1 Satz 1 GG">5</a></sup>  Teil der Meinungs&#228;u&#223;erungs- und Meinungsverbreitungsfreiheit ist, dass der &#196;u&#223;ernde selbst bestimmt, wie weit die Meinung verbreitet wird. Teil dieser Selbstbestimmung ist also, seiner &#196;u&#223;erung einen m&#246;glichst gro&#223;en Wirkungskreis zu sichern, indem er sich eines Massenmediums bedient.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_5_13113" id="identifier_5_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zur Wahl einer Pressever&amp;#246;ffentlichung vgl. BVerfG, NJW 2003, S. 1109.">6</a></sup> Zudem greift die – auch zeitweise – Sperrung des Informationswegs Internet, einer allgemein zug&#228;nglichen Quelle<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_6_13113" id="identifier_6_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Sinne des Artikels 5 Absatz 1 Satz 1 GG">7</a></sup> , in den Schutzbereich der Informationsfreiheit ein.</p>
<p>Denkbar ist schlie&#223;lich, in einer Sperrung zugleich das vom Bundesverfassungsrecht „entwickelte“ Grundrecht auf <strong>Gew&#228;hrleistung der Vertraulichkeit und Integrit&#228;t informationstechnischer Systeme</strong> ber&#252;hrt zu sehen.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_7_13113" id="identifier_7_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als Teil des allgemeinen Pers&amp;#246;nlichkeitsrechts, Artikel 2 Abs. 1 i.V.m. Artikel 1 Abs. 1 GG. Vgl. die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Februar 2008. Man m&amp;#252;sste dann freilich unterstellen, dass das Internet ein System in diesem Sinne darstellt. Bejahend BVerfG, 1 BvR 370/07, Absatz-Nr. (4).">8</a></sup> Schrankenlos gew&#228;hrleistet sind die bezeichneten Rechte freilich nicht.</p>
<p><strong>Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit des Gesetzes</strong></p>
<p>Ein Three-Strikes-Gesetz m&#252;sste aber als diese Freiheiten einschr&#228;nkendes Gesetz verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig, d.h. geeignet, <strong>erforderlich und angemessen sein, den legitimen Zweck</strong> – den Schutz der Rechteinhaber <strong>–</strong> <strong>zu erreichen.</strong><sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_8_13113" id="identifier_8_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sie k&amp;#246;nnen sich auf den Schutz des Eigentums, Art. 14 GG berufen">9</a></sup> Eine grunds&#228;tzliche Eignung des Gesetzes, illegale Downloads zumindest zu verringern, wird man bejahen k&#246;nnen. Bei der Erforderlichkeit muss man sich die Frage stellen, ob nicht andere, mildere Mittel gleich effektiv w&#228;ren. Denkbar w&#228;re hier etwa das Abregeln der Internetverbindung auf einen Datendurchsatz, der das Surfen im Web weiter erlaubt, den Download gro&#223;er Dateien aber zu einer langwierigen Angelegenheit werden l&#228;sst. Angemessen, d.h. verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig im engeren Sinne ist die Ma&#223;nahme dann, wenn eine Abw&#228;gung zwischen der Informations- und Kommunikationsfreiheit der Rezipienten und den Eigentumsrechten der Urheberrechtsinhaber ergibt, dass der Schutz der Letztgenannten &#252;berwiegt.</p>
<div id="attachment_13201" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/jmt/3555913931/"><img class="size-medium wp-image-13201" title="Grundgesetz" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/08/gg-300x199.jpg" alt="gg" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Grundgesetzlekt&#252;re: &quot;Nach alledem w&#228;re ein Gesetz nach franz&#246;sischer Vorgabe verfassungsrechtlich bedenklich.&quot;  (Foto: JM Tosses, CC-by-nc)</p></div>
<p>Letztlich kommt es hier auf die konkrete Ausgestaltung des Gesetzes an. Ein Gesetzesentwurf liegt bis dato nicht vor. Ob der mit dem Three-Strikes Ansatz verbundene Automatismus aber &#252;berhaupt verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig sein kann, l&#228;sst sich mit guten Gr&#252;nden bezweifeln. Zu Recht wird das Konzept in den Vereinigten Staaten, dort findet es sich u.a. im Strafgesetzbuch Kaliforniens,<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_9_13113" id="identifier_9_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Section 667 (e) (2) (a) California Penal Code.">10</a></sup> heftig kritisiert.</p>
<p><strong>Dem Three-Strikes Ansatz ist wesensimmanent, dass eine einzelfallorientierte Gesamtabw&#228;gung gerade nicht angestellt wird.</strong> Dies mag auf dem Baseballplatz funktionieren, f&#252;r den die Regel urspr&#252;nglich ja auch entwickelt worden ist. Als strafrechtliches Konzept taugt sie nicht, da sie zu einem „fixed and mechanical sentencing“ f&#252;hrt. Weshalb sie als <strong>quasistrafrechtliche Ma&#223;nahme</strong> – und nichts anderes ist das Sperren eines Internetzugangs – zul&#228;ssig sein soll, erschlie&#223;t sich nicht. Die Verh&#228;ngung eines „Internet-Fahrverbots“ k&#246;nnte konsequenterweise ohnehin <strong>nur durch ein Gericht</strong> angeordnet werden, d.h. die in Frankreich vor der Entscheidung des Verfassungsrates geltende Gesetzeslage w&#228;re so auch in der Bundesrepublik Deutschland nicht machbar. Die mit einer m&#246;glichen Institutionalisierung einer „Internet-Verkehrss&#252;nderpunktekartei“ (bei den Providern oder an zentraler Stelle?) einhergehenden datenschutzrechtlichen Fragen w&#252;rden den Raum dieses Problemaufrisses sprengen.</p>
<p>Weiter ist zu bedenken, dass die &#220;bernahme des franz&#246;sischen Modells <strong>Einsch&#252;chterungseffekte</strong> („chilling effects“) mit sich bringen kann. Aus Angst, vom Provider gemahnt zu werden oder gar den Internetzugang zu verlieren, k&#246;nnten User davon abgehalten werden, auch legale Inhalte aus dem Internet zu laden und von ihrer Informationsfreiheit Gebrauch zu machen. Der User m&#252;sste sich, wollte er sich seines Anschlusses sicher sein, bei Zweifeln &#252;ber die Urheberschaft und den rechtlichen Status der Datei immer gegen den Download entscheiden. Offen ist schlie&#223;lich, wie ein solches Verbot technisch umgesetzt werden kann, wenn der User Internet, Telefonanschluss und Kabelfernsehen &#252;ber einen einzigen Anbieter erh&#228;lt (<em>Triple Play</em>).</p>
<p>Auf der <strong>Vermittlerseite</strong> kommt eine Verletzung des Grundrechts in Betracht, seinen <strong>Beruf</strong> frei und ohne Vorgaben von Dritten aus&#252;ben zu d&#252;rfen (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_12.html"><strong>Art. 12 GG</strong></a>). Auch diese Freiheit ist nicht schrankenlos gew&#228;hrleistet und kann durch hinreichende Gr&#252;nde des allgemeinen Wohls begrenzt werden. Den Eigentumsrechten der Urheber steht dabei allerdings das Interesse der Provider gegen&#252;ber, keine f&#252;r sie kostspieligen Mechanismen einzuf&#252;hren, um Rechtsverst&#246;&#223;e zu ahnden, an denen sie selbst nur dadurch beteiligt sind, dass sie eine Infrastruktur zur Verf&#252;gung stellen.<strong> Nach alledem w&#228;re ein Gesetz nach franz&#246;sischer Vorgabe verfassungsrechtlich bedenklich.</strong></p>
<p><strong>Haftung des Access-Providers</strong></p>
<p>Letztlich w&#252;rde mit einem solchen Gesetz auch die Konzeption der geltenden Access-Providerhaftung ganz grundlegend ver&#228;ndert werden. Der Access-Provider ist nach dem Telemediengesetz f&#252;r fremde Informationen grunds&#228;tzlich nicht verantwortlich und nicht verpflichtet, die von ihm &#252;bermittelten oder gespeicherten Informationen zu &#252;berwachen.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_10_13113" id="identifier_10_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&sect; 8 TMG">11</a></sup> Auch muss er nicht nach Umst&#228;nden forschen, die auf eine rechtswidrige T&#228;tigkeit hinweisen.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_11_13113" id="identifier_11_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&sect; 7 Abs. 2 Satz 1 TMG">12</a></sup></p>
<p><strong>Grunds&#228;tzlich haftet der Provider also nicht f&#252;r Rechtsverletzungen, die seine Kunden begehen.</strong> Abweichend von dieser Privilegierung bleiben Provider gem&#228;&#223; aber zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen verpflichtet, wenn sie diesbez&#252;glich Kenntnis erlangt haben.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_12_13113" id="identifier_12_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&sect; 7 Abs. 2 Satz 2 TMG">13</a></sup> Diese Vorschrift erlaubt danach den R&#252;ckgriff auf die allgemeinen Grunds&#228;tze der St&#246;rerhaftung. Die Rechtsprechung zu der Frage, wann genau dies der Fall ist und welche Ma&#223;nahmen den Providern abverlangt werden k&#246;nnen, folgt allerdings noch keiner festen Linie.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_13_13113" id="identifier_13_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der BGH hat wiederholt festgestellt, dass die Haftungsprivilegierung nicht f&amp;#252;r den Unterlassungsanspruch bei der Verletzung von Immaterialg&amp;#252;terschutzrechten gilt. BGH, Urteil v. 11.03.2004, Az. I ZR 304/01; BGH, Urteil v. 19.04.2007, Az. I ZR 35/04; BGH, Urteil v. 27.03.2007, Az. VI ZR 101/06.">14</a></sup> Bis dato wurde lediglich diskutiert, ob die Sperrung urheberrechtswidriger Webseiten f&#252;r Access Provider zumutbar ist.<sup><a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#footnote_14_13113" id="identifier_14_13113" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Verneinend LG Hamburg, Urteil v. 12.11.2008, Az. 308 O 548/08">15</a></sup></p>
<p>Das Sperren des gesamten Internetzugangs hat eine ganz neue Qualit&#228;t und verlangt den Providern weit mehr ab, als sie bisher von Gesetzes wegen verpflichtet waren. Es handelt sich nach dem Zugangserschwerungsgesetz um den neuerlichen Versuch, ein Medium zu steuern, das regulierungsresistent zu sein scheint. So begr&#252;&#223;enswert die Motive dieser Ans&#228;tze sein m&#246;gen, so deutlich ist darauf zu achten, dass mit diesen Ma&#223;nahmen keine <strong>au&#223;er Verh&#228;ltnis stehende Grundrechtskollateralsch&#228;den </strong>verbunden sind.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13113%2Fzugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13113%2Fzugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_13113" class="footnote">Loi n°2009-669 du 12 juin 2009 favorisant la diffusion et la protection de la création sur internet</li><li id="footnote_1_13113" class="footnote">Vgl. auch Section 92A des <em>New Zealand Copyright Act</em>. Bisweilen wird auch von Olivenne-Sperren gesprochen. Dies geht auf den Generaldirektor der FNAC, dem gr&#246;&#223;ten H&#228;ndler kultureller und elektronischer Unterhaltungsprodukten in Frankreich Denis Olivenne zur&#252;ck. Unter seiner Vermittlung hatten sich bereits 2007 einige Provider vertraglich dazu verpflichtet, mit den Rechteinhabern st&#228;rker zu kooperieren.</li><li id="footnote_2_13113" class="footnote">Dort hei&#223;t es: „Die freie Mitteilung der Gedanken und Meinungen ist eines der kostbarsten Menschenrechte. Jeder B&#252;rger kann also frei schreiben, reden und drucken unter Vorbehalt der Verantwortlichkeit f&#252;r den Missbrauch dieser Freiheit in den durch das Gesetz bestimmten F&#228;llen“</li><li id="footnote_3_13113" class="footnote">Vgl. Gusy in v. Mangoldt/Klein/Starck, GG, Art. 10 Rn. 43; BVerfG 1 BvR 370/07, 1 BvR 595/07, Urteil vom 27. Februar 2008, Rn. 182. </li><li id="footnote_4_13113" class="footnote">Im Sinne des Artikels 5 Absatz 1 Satz 1 GG</li><li id="footnote_5_13113" class="footnote">Zur Wahl einer Pressever&#246;ffentlichung vgl. BVerfG, NJW 2003, S. 1109.</li><li id="footnote_6_13113" class="footnote">Im Sinne des Artikels 5 Absatz 1 Satz 1 GG</li><li id="footnote_7_13113" class="footnote">Als Teil des allgemeinen Pers&#246;nlichkeitsrechts, Artikel 2 Abs. 1 i.V.m. Artikel 1 Abs. 1 GG. Vgl. die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Februar 2008. Man m&#252;sste dann freilich unterstellen, dass das Internet ein System in diesem Sinne darstellt. Bejahend BVerfG, 1 BvR 370/07, Absatz-Nr. (4).</li><li id="footnote_8_13113" class="footnote">Sie k&#246;nnen sich auf den Schutz des Eigentums, Art. 14 GG berufen</li><li id="footnote_9_13113" class="footnote">Section 667 (e) (2) (a) California Penal Code.</li><li id="footnote_10_13113" class="footnote"><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__8.html">§ 8 TMG</a></li><li id="footnote_11_13113" class="footnote"><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__7.html">§ 7 Abs. 2 Satz 1 TMG</a></li><li id="footnote_12_13113" class="footnote"><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__7.html">§ 7 Abs. 2 Satz 2 TMG</a></li><li id="footnote_13_13113" class="footnote">Der BGH hat wiederholt festgestellt, dass die Haftungsprivilegierung nicht f&#252;r den Unterlassungsanspruch bei der Verletzung von Immaterialg&#252;terschutzrechten gilt. BGH, Urteil v. 11.03.2004, Az. I ZR 304/01; BGH, Urteil v. 19.04.2007, Az. I ZR 35/04; BGH, Urteil v. 27.03.2007, Az. VI ZR 101/06.</li><li id="footnote_14_13113" class="footnote">Verneinend LG Hamburg, Urteil v. 12.11.2008, Az. 308 O 548/08</li></ol><p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/">Internet-Zugangssperren: W&#228;re &#8220;Three-Strikes&#8221; in Deutschland verfassungsgem&#228;&#223;?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/#comments">16 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13113&amp;md5=6da499e8e8457e9377a757405dbf749b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13113/zugangssperren-three-strikes-verfassungsgemaess/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rechtsfragen der Informationsgesellschaft: Netzsperren, Open Access, StudiVZ</title>
		<link>http://carta.info/12750/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-netzsperren-open-access-studivz/</link>
		<comments>http://carta.info/12750/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-netzsperren-open-access-studivz/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 13:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Telemedicus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[DJV]]></category>
		<category><![CDATA[Filmförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberger Appell]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Open Access]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdaten]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=12750</guid>
		<description><![CDATA[Der Wochenr&#252;ckblick, diesmal mit: Verz&#246;gerung bei Netzsperren, Gutachten &#252;ber Kritik an Open Access, Datenschutz-"Manifest" bei StudiVZ, DJV und Buy-out-Klauseln, Auskunftspflicht f&#252;r Anonymisierungsdienste aufgehoben – und mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/ac834b0b5a11ff19dbbda093279b60" width="1" height="1" alt=""/><strong>Verz&#246;gerung bei Netzsperren: Chaos mit Europarecht</strong><br />
Das „Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen” konnte nicht wie geplant am 1. August in Kraft treten. Hintergrund ist die Transparenzrichtlinie der EU: Wie Prof. Thomas Hoeren <a href="http://www.telemedicus.info/article/1300-Netzsperren-Gesetz-auch-europarechtswidrig.html">schon vor einigen Monaten</a> kritisiert hat, scheint es die Bundesregierung vers&#228;umt zu haben, das Informationsverfahren dieser Richtlinie durchzuf&#252;hren und das Gesetzesvorhaben der EU zu melden. Zwar soll das Gesetz mittlerweile in Br&#252;ssel vorliegen, vor dem 1. November wird es wohl dennoch nicht in Kraft treten k&#246;nnen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc%7EEAB2A3549C5C446BF9A4C142435E44061%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">Prof. Hoeren erkl&#228;rt die Details bei der FAZ.</a></li>
</ul>
<p><strong>LG Bamberg: Keine Auskunftspflicht f&#252;r Anonymisierungsdienste</strong><br />
Wie vergangene Woche bekannt wurde, hat das Landgericht Bamberg Mitte Juli einen Beschluss des Amtsgerichts Bamberg aufgehoben, nach dem der Anbieter eines Anonymisierungsdienstes verpflichtet gewesen w&#228;re, im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung gespeicherte IP-Adressen an die Ermittlungsbeh&#246;rden herauszugeben. Im konkreten Fall war ein Anonymisierungsdienst f&#252;r einen Computerbetrug in kleinem Ausma&#223; genutzt worden. Dies reiche nicht aus, um auf Grundlage von § 100g StPO die IP-Adresse des Internetnutzers von dem Anonymisierungsdienst heraus zu verlangen, so das Landgericht.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.teclegal-rheinmain.de/de/10/cms_showpdf.php?kid=106102&amp;pdfname=090730pressemeldung">Die Pressemeldung bei Teclegal.</a></li>
</ul>
<p><strong>Hessischer Fu&#223;ballverband geht gegen Videos bei Youtube vor</strong><br />
Nach dem Fall <a href="http://www.telemedicus.info/article/806-Hartplatzhelden-Urteil-im-Volltext.html">„Hartplatzhelden”</a> bahnt sich ein erneuter Streit um Videos von Amateurfu&#223;ballspielen im Internet an. Nach Informationen von Heise online geht der Hessische Fu&#223;ballverband (HFV) derzeit gegen Videoaufnahmen bei Youtube vor. Die Film- und Vermarktungsrechte aller Ligen in Hessen l&#228;gen allein bei dem Hessischen Fu&#223;ballverband, so die Begr&#252;ndung. F&#252;r eine Ver&#246;ffentlichung von eigenen Videoaufnahmen sei deshalb die Erlaubnis des Verbands erforderlich. Mit &#228;hnlicher Begr&#252;ndung war bereits der W&#252;rttembergische Fu&#223;ballverband gegen das Video-Portal „Hartplatzhelden” erfolgreich <a href="http://www.telemedicus.info/urteile/tag/Hartplatzhelden">gerichtlich</a> vorgegangen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Hessischer-Fussball-Verband-schiesst-YouTube-Videos-ab--/meldung/142813">Die Hintergr&#252;nde bei Heise.</a></li>
</ul>
<p><strong>Wissenschaftlicher Dienst h&#228;lt Kritik an Open Access f&#252;r „kaum nachvollziehbar”</strong><br />
Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags hat sich in einem 19-seitgen Gutachten vom 22.07.2009 mit dem sog. Heidelberger Appell und der Kritik an dem Modell des Open-Access befasst und erachtet die ge&#252;bte Kritik f&#252;r kaum nachvollziehbar. Demnach tr&#228;fen die Vorw&#252;rfe vorwiegend auf traditionelle Vertriebswege zu – die Vorteile von digitalen Vertriebswegen w&#252;rden hingegen bei der aktuellen Diskussion weitestgehend ausgeblendet.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.internet-law.de/2009/07/wissenschaftlicher-dienst-des.html">Hintergr&#252;nde bei RA Thomas Stadler.</a></li>
<li><a href="http://www.bundestag.de/wissen/analysen/2009/heidelbergerappell.pdf">Das Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes als PDF.</a></li>
</ul>
<p><strong>VG Berlin: Kinobetreiber m&#252;ssen weiterhin Filmabgaben zahlen</strong><br />
Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin m&#252;ssen Kinobetreiber derzeit weiterhin Abgaben zur F&#246;rderung des deutschen Films bezahlen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Februar das Filmf&#246;rderungsgesetz (FFG) dem Bundesverfassungsgericht <a href="http://www.telemedicus.info/article/1187-BVerwG-Filmfoerderungsgesetz-verfassungswidrig.html">zur Pr&#252;fung vorgelegt</a>. In den unterschiedlichen Verfahren zur Erhebung der Abgaben f&#252;r Fernsehveranstalter sah das Bundesverwaltungsgericht eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung. Dennoch m&#252;ssen Kinobetreiber zun&#228;chst weiter zahlen, entschied nun das Verwaltungsgericht Berlin: Da eine eventuelle R&#252;ckzahlung gesichert sei, &#252;berwiege das &#246;ffentliche Interesse an der Erhebung der Abgaben.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.digitalfernsehen.de/news/news_807872.html">Ausf&#252;hrlich bei „Digital Fernsehen”.</a></li>
</ul>
<p><strong>StudiVZ will Datenschutz bei Social Networks verbessern</strong><br />
Das Studenten-Netzwerk StudiVZ hat vergangene Woche eine breit angelegte Datenschutz-Offensive gestartet. Neben ausf&#252;hrlichen Informationen f&#252;r die Nutzer geh&#246;rt dazu auch ein „Manifest”, in dem StudiVZ gemeinsame Standards f&#252;r den Datenschutz bei Social Networks fordert. Demnach sollen sich Nutzer darauf verlassen k&#246;nnen, bei allen sozialen Netzwerken gleich behandelt zu werden. Gleichzeitig sollen Kinder und Jugendliche „in ihrer Sprache” &#252;ber Gefahren und Risiken beim Datenaustausch im Internet aufgekl&#228;rt werden. StudiVZ hatte in der Vergangenheit selbst immer wieder mit Datenschutzproblemen zu k&#228;mpfen. Noch im vergangenen Jahr hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen StudiVZ wegen fehlerhafter AGB und Datenschutzbestimmungen <a href="http://www.telemedicus.info/article/655-Abmahnung-gegen-StudiVZ.html">abgemahnt</a>.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/StudiVZ-gibt-Datenschutzversprechen--/meldung/142660">Die Details bei Heise online.</a></li>
</ul>
<p><strong>Interview mit von der Leyen: „Kampf gegen Schmutz im Internet”</strong><br />
Im Interview mit dem Hamburger Abendblatt hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen angek&#252;ndigt, nach Netzsperren gegen Kinderpornographie auch den Kampf gegen andere rechtswidrige Inhalte im Internet versch&#228;rfen zu wollen. Das Internet drohe zu einem „rechtsfreien Chaosraum” zu werden, wenn sich die Gesellschaft keiner Debatte &#252;ber die richtigen Schritte f&#252;r den Schutz individueller Freiheiten stelle.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.abendblatt.de/politik/article1120772/Kampf-gegen-Schmutz-im-Internet-wird-verschaerft.html">Das Interview beim Hamburger Abendblatt.</a></li>
</ul>
<p><strong>Buy-out-Klauseln: DJV erwirkt einstweilige Verf&#252;gung gegen „Nordkurier”</strong><br />
Das Landgericht Rostock hat vergangene Woche auf Antrag des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) eine einstweilige Verf&#252;gung gegen die Verlagsgesellschaft des „Nordkurier” erlassen. Dem Verlag wird damit unter anderem verboten, in seinen Vertr&#228;gen mit freien Journalisten eine Klausel zu verwenden, in der sich die Mitarbeiter verpflichten, auf eine Aus&#252;bung ihres Urheberpers&#246;nlichkeitsrechtes zu verzichten. Dies versto&#223;e gegen wesentliche Grundgedanken des Urheberrechtes und sei deshalb unzul&#228;ssig.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/nordkurier-ein-sieg-fuer-freie-journalisten/">Die Hintergr&#252;nde bei Stefan Niggemeier.</a></li>
</ul>
<p><em>In Zusammenarbeit mit <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telemedicus.info/');" href="http://www.telemedicus.info/" target="_blank">Telemedicus</a> pr&#228;sentiert Carta jeden Montag zentrale Entwicklungen des Medien- und Informationsrechts.</em> <em>Carta &#252;bernimmt den <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telemedicus.info/article/1422-Wochenrueckblick-Kulturflatrate,-Cheatbots,-Suchmaschinen.html');" href="http://www.telemedicus.info/article/1427-Wochenrueckblick-Netzsperren,-Open-Access,-StudiVZ.html">Wochenr&#252;ckblick</a> mit freundlicher Genehmigung der Autoren. Dieser Wochenr&#252;ckblick wurde zusammengesteltt von Adrian Schneider.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F12750%2Frechtsfragen-der-informationsgesellschaft-netzsperren-open-access-studivz%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F12750%2Frechtsfragen-der-informationsgesellschaft-netzsperren-open-access-studivz%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/12750/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-netzsperren-open-access-studivz/">Rechtsfragen der Informationsgesellschaft: Netzsperren, Open Access, StudiVZ</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/12750/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-netzsperren-open-access-studivz/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=12750&amp;md5=275b0496200327200bbc2759d4528e45" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/12750/rechtsfragen-der-informationsgesellschaft-netzsperren-open-access-studivz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Internetsperren: Zugangserschwerung in die digitale Gesellschaft</title>
		<link>http://carta.info/12722/meinungsfreiheit-internet/</link>
		<comments>http://carta.info/12722/meinungsfreiheit-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 09:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=12722</guid>
		<description><![CDATA[Familienministerin Ursula von der Leyen will im Internet mehr als nur kinderpornografische Seiten sperren und schon ihre Wortwahl l&#228;sst nichts Gutes ahnen. Ein Generationenkonflikt um neue Technologien, Informationsfreiheit und Medien ist damit in vollem Gange.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/ab1a87b34a63fbcd8c4a20e88dca24" width="1" height="1" alt=""/>Warum so eilig, Frau Ministerin? Noch ist das <strong>Gesetz</strong> zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zugangserschwerungsgesetz">ZugErschwG</a>) nicht so richtig <a href="http://sozlog.wordpress.com/2009/08/01/entwarnung-in-sachen-internetsperren/">in trockenen T&#252;chern</a>, da wird <a href="http://www.abendblatt.de/politik/article1120772/Kampf-gegen-Schmutz-im-Internet-wird-verschaerft.html">schon nachgelegt</a> (in einem Interview mit der Online-Ausgabe des Hamburger Abendblatts):</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;wir werden weiter Diskussionen f&#252;hren, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenw&#252;rde im Internet im richtigen Ma&#223; erhalten. Sonst droht das gro&#223;artige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betr&#252;gen kann.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer das f&#252;r blo&#223;e Wahlkampfrhetorik h&#228;lt, d&#252;rfte sich t&#228;uschen. Ursula von der Leyen bringt mit dieser Aussage klar zum Ausdruck, was vor allem viele <strong>Leistungstr&#228;ger</strong> (die meist nicht mehr ganz so jung sind) denken, aber selbst nicht laut zu &#228;u&#223;ern wagen.</p>
<div id="attachment_12772" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.flickr.com/photos/missmyheartbeats/2848310955/"></a><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/08/closed_internet.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12784" title="closed_internet" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/08/closed_internet-300x199.jpg" alt="closed_internet" width="300" height="199" /></a><br />
<p class="wp-caption-text">Alte Eliten: Das Internet beschneiden und beschr&#228;nken. (Foto: Samscam, cc-by-nc)</p></div>
<p>Denn sie haben das Internet lange Zeit untersch&#228;tzt und ignoriert, m&#252;ssen jetzt aber erleben, dass dieses Medium keine Randerscheinung bleibt, sondern zu einem <strong>m&#228;chtigen Diskursraum</strong> heranw&#228;chst. Im Internet werden l&#228;ngst Werte und Trends gesetzt, die weit &#252;ber den privaten Raum des Einzelnen hinausgehen und damit immer h&#228;ufiger gesellschaftspolitische Relevanz erlangen. Die alten Eliten m&#252;ssen dabei zusehen, wie sie allm&#228;hlich an Einfluss und Deutungshoheit verlieren, weil sie sich selbst zu wenig darauf einlassen.</p>
<p>Dabei geht der Riss <strong>quer durch die Parteien</strong>, wie <a href="http://www.matthiasgueldner.de/">Matthias G&#252;ldner</a>, Fraktionsvorsitzender der Gr&#252;nen in Bremen, unl&#228;ngst mit voller Absicht belegte. In einem <a href="http://www.debatte.welt.de/kommentare/144723/zur+unertraeglichen+leichtigkeit+des+internet/">Kommentar in der Welt</a> (&#8220;Unertr&#228;gliche Leichtigkeit des Internets&#8221;) charakterisiert er die Gegner der Internetsperren so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ihre Anh&#228;nger k&#228;mpfen mit hocheffektiven Mitteln f&#252;r die Rechtsfreiheit Ihres Raumes. Wer sich in ihre Scheinwelt einmischen will, wird mit Massenpetitionen per Mausklick weggebissen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Noch platter kann man eigentlich nicht argumentieren. Im Kern sehen wir hier eine Art &#8220;<strong>intradigitale&#8221; Spaltung</strong>, die auf eine f&#252;r unsere Gesellschaft ungute Konfrontation deutet, in der die Politik immer mehr <a href="http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2009/08/der-tod-ist-ein-meister-aus-deutschland.html#comments">Bedarf f&#252;r Regelungen</a> verschiedenster Art sieht, <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/02/die-meinungsfreiheit-als-sondermull/">wo es nichts zu regeln gibt</a>.</p>
<p>Vielmehr sollte die Politik eigentlich darauf hinwirken, dass eben diese Spaltung &#252;berwunden wird. So k&#246;nnte sich Ursula von der Leyen etwa mit ihrer Kabinettskollegin Annette Schavan zusammen setzen und mit ihr Initiativen entwickeln, wie die <strong>Medienkompetenz in unseren Schulen,</strong> sowohl der Sch&#252;ler als auch der Lehrer, gesteigert werden kann. Oder m&#252;ssen wir uns von <a href="http://www.wikinomics.com/blog/index.php/2009/06/24/obama-should-look-to-portugal-on-how-to-fix-schools/">Portugal</a> vormachen lassen wie so etwas geht?</p>
<p>Statt aber vision&#228;r die Wege in eine<strong> digitale Gesellschaft der Zukunft</strong> zu diskutieren, erleben wir gerade den Versuch, das Internet zu beschneiden und zu beschr&#228;nken. Wenn einer solchen Politik nicht entschieden entgegen getreten wird, d&#252;rfte Deutschland sich schon bald aus dem Kreis der f&#252;hrenden Industrienationen dieser Welt verabschieden. Wollen wir das?
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F12722%2Fmeinungsfreiheit-internet%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F12722%2Fmeinungsfreiheit-internet%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/12722/meinungsfreiheit-internet/">Internetsperren: Zugangserschwerung in die digitale Gesellschaft</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/12722/meinungsfreiheit-internet/#comments">26 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=12722&amp;md5=3e942da77a2be5ba188d0192f2b0c87d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/12722/meinungsfreiheit-internet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>26</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>J&#246;rg Tauss: Symbolfigur f&#252;r das Unbehagen mit der SPD</title>
		<link>http://carta.info/10664/joerg-tauss-symbolfigur-fuer-das-unbehagen-mit-der-spd/</link>
		<comments>http://carta.info/10664/joerg-tauss-symbolfigur-fuer-das-unbehagen-mit-der-spd/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 10:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Tauss]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=10664</guid>
		<description><![CDATA["Die SPD ist nicht mehr die Partei der Jugend und der B&#252;rgerrechte", sagt J&#246;rg Tauss im Interview. Nach seinem Parteiaustritt wirkt Tauss erleichtert - und bl&#252;ht geradezu auf. Die SPD hat sich von der kulturellen Avantgarde entfremdet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d7d446285acb013d85abda2c2985cb" width="1" height="1" alt=""/>Es ist ein wirklich erstaunliches Bild: J&#246;rg Tauss sitzt in einem Abgeordnetenb&#252;ro, im Hintergrund hat er die Piratenpartei-Flagge gehisst und sein dezent triumphaler Gesichtsausdruck ist nicht zu &#252;bersehen. Kein Zweifel: J&#246;rg Tauss ist endlich bei sich selbst angekommen. Der Mann wirkt kollosal erleichtert.</p>
<p>Als die <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611646,00.html">Kinderporno-Vorw&#252;rfe</a> gegen ihn erhoben wurden, wirkte Tauss zun&#228;chst ungelenk und unbeholfen. Die letzte Woche aber brachte ihm eine fulminante R&#252;ckkehr auf die politische B&#252;hne, bei seiner <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Q_LF6EJqRmU">Abschiedsrede im Bundestag</a>, bei seinem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FXSottWRmtI&amp;feature=related">Auftritt auf der Demonstration</a><span class="description"> gegen Internetsperren vor dem Brandenburger Tor.</span></p>
<p><span class="description">Schlie&#223;lich <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Wegen-Internetsperre-Tauss-tritt-aus-SPD-aus-und-wird-Pirat/529573.html">trat</a> Tauss am Wochenende aus der SPD aus und in die Piratenpartei ein.</span><span class="description"> Sein <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Wegen-Internetsperre-Tauss-tritt-aus-SPD-aus-und-wird-Pirat/529573.html">Befreiungssschlag</a> kulminierte schlie&#223;lich in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Fn2At6NAg3w&amp;feature=channel_page">diesem</a> Interview mit <a href="http://www.youtube.com/user/Ueberwachungsdruck">&#220;berwachungsdruck</a>:<br />
</span><br />
<object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/Fn2At6NAg3w&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Fn2At6NAg3w&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Das Interview macht im Grunde das ganze Dilemma der SPD klar: Die Partei hat die Avantgarde-Funktion weitgehend verloren. Sie hat ihre Neugier verloren und ist in ihrem Versuch, Mehrheiten zu organisieren, programmatisch zutiefst verunsichert. Sie ist nicht mehr die Partei der Jugend und der B&#252;rgerrechte, sagt Tauss.</p>
<p>Im Grunde hat die SPD letzte Woche die Bundestagswahl ein weiteres Mal verloren. Schr&#246;der und Fischer traten einst mit dem kulturellen Projekt an, die &#196;ra Kohl zu beenden. Heute aber hat sich die SPD vom Projekt des kulturellen Aufbruchs <a href="http://www.spreeblick.com/2009/06/16/auf-nimmerwiedersehen-spd/">entfremdet</a>. Als &#8220;Partei der Arbeit&#8221; ist sie latent strukturkonservativ geworden.</p>
<p>Die Perspektive der SPD ist mehr als <a href="http://wirres.net/article/articleview/5223/1/6/">unklar</a>, wie Felix Schwenzel k&#252;rzlich schon schrieb:</p>
<blockquote><p>Das Schlimmste ist, Steinmeier glaubt, er k&#246;nne orientierungslos wie alle anderen im Wald stehend den Wahlkampf auf die Frage zuspitzen, in welche Richtung man von nun an marschiere.</p></blockquote>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10664%2Fjoerg-tauss-symbolfigur-fuer-das-unbehagen-mit-der-spd%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10664%2Fjoerg-tauss-symbolfigur-fuer-das-unbehagen-mit-der-spd%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/10664/joerg-tauss-symbolfigur-fuer-das-unbehagen-mit-der-spd/">J&#246;rg Tauss: Symbolfigur f&#252;r das Unbehagen mit der SPD</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10664/joerg-tauss-symbolfigur-fuer-das-unbehagen-mit-der-spd/#comments">10 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10664&amp;md5=1b92e1e87c06bb6029fcbf40672f94d5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/10664/joerg-tauss-symbolfigur-fuer-das-unbehagen-mit-der-spd/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Polizei im Netz</title>
		<link>http://carta.info/10632/die-polizei-im-netz/</link>
		<comments>http://carta.info/10632/die-polizei-im-netz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 21:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=10632</guid>
		<description><![CDATA[Das neue „Zugangserschwerungsgesetz“ ist das Pilot-Gesetz f&#252;r k&#252;nftige Eingriffe ins Netz. Wird die Netz-Community aus ihrer Niederlage lernen? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/901f0bba80dfb8488b086e240551ed" width="1" height="1" alt=""/><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><span>Das heute im Bundestag mit den Stimmen der Gro&#223;en Koalition verabschiedete Zugangserschwerungsgesetz („ZugErschwG“) muss man im Zusammenhang mit dem </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BKA-Gesetz">BKA-Gesetz</a><span> sehen, das die Befugnisse der Bundespolizei erheblich erweitert. Die Regulierung des Netzes wird zu einer Polizeiaufgabe. Neben die </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Durchsuchung">Online-Durchsuchung</a><span> tritt die </span><a href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html">Online-Zensur</a><span>. <strong>Metternichs </strong><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbader_Beschl&#252;sse">Karlsbader Beschl&#252;sse</a></strong><strong> lassen gr&#252;&#223;en.</strong></span><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Eingriffe in Freiheitsrechte wurden schon immer gern mit edlen Motiven begr&#252;ndet. Auch die Netzsperre gegen Kinderpornographie ist eine solche „humanit&#228;re Intervention“ (gegen die kein vern&#252;nftiger Mensch etwas haben kann). Fr&#252;her war es der arabische Sklavenhandel, den man unterbinden musste, heute sind es geschundene Kinder, die als Vorwand f&#252;r ganz andere Motive dienen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Die Netz-Community hat eine Niederlage erlitten. Trotz Sammlung von 134.000 </span><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Unterschriften</a><span> in relativ kurzer Zeit, trotz Parteienmobilisierung und </span><a href="http://www.readers-edition.de/2009/06/18/mahnwache-gegen-internetsperrungen/">Mahnwachen</a><span> wurde das Exempel statuiert. Das war ein Schuss vor den Bug der Piraten. Die Netzkritiker wollten zeigen, dass sie nicht l&#228;nger gewillt sind, sich auf der Nase herumtanzen zu lassen. Und sie haben erkannt, dass die „Schwachstelle“ des Netzes bei den Zugangs-Providern liegt. Die Dienste-Anbieter m&#252;ssen in Zukunft geeignete technische Ma&#223;nahmen treffen, um den Netz-Zugang (auf Anordnung der Polizei) zu erschweren, und zwar binnen sechs Stunden. Bei Zuwiderhandlung drohen Geldbu&#223;en bis zu 50.000 Euro.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Das hei&#223;t: Vom Bundeskriminalamt wird den gro&#223;en Providern k&#252;nftig t&#228;glich eine Sperrliste mit gef&#228;hrlichen Internetadressen zur Verf&#252;gung gestellt. Wer eine Seite, die in dieser Liste enthalten ist, anklickt, wird zu einem Stoppschild des BKA umgeleitet (und damit sozusagen verwarnt). Die Provider werden verpflichtet, dem BKA jede Woche eine anonymisierte Zugriffsliste f&#252;r solche Seiten (mit Zugriffszahl pro Stunde) zu liefern. Ein neutrales Aufsichtsgremium, bestehend aus f&#252;nf Experten, soll ein Mal im Vierteljahr pr&#252;fen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Nun hat die Netz-Community ja h&#228;ufig genug darauf </span><a href="http://ak-zensur.de/2009/06/bka-untaetig.html">verwiesen</a><span>, dass es sich bei den neuen Regelungen (&#228;hnlich wie schon bei anderen Vorhaben Ursula von der Leyens) um reinen Aktionismus handelt. Statt die Kinderpornographie wirksam zu bek&#228;mpfen, wird ein digitaler Vorhang installiert, damit die Gesellschaft besser wegsehen kann (und dem Moloch Internet noch etwas &#228;ngstlicher gegen&#252;ber tritt).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Nat&#252;rlich ist das keine „Dummheit“ des Gesetzgebers, sondern Absicht. Das Zugangserschwerungsgesetz ist das Einfallstor f&#252;r weitere Beschr&#228;nkungen. Der behauptete „rechtsfreie Raum Internet“ wird &#252;ber die Zugangs-Provider schrittweise „zivilisiert“ werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span><strong>Doch die Netz-Community wird sich auch fragen lassen m&#252;ssen, ob sie alles richtig gemacht hat.</strong></span><span> Ob ihre manchmal arrogant vorgetragene Abwehrposition gegen jede Art von Zivilisierung des Netzes nicht am Ende kontraproduktiv ist. Die Netz-Community hat es z.B. nicht geschafft, die Kreativen (die Schriftsteller, Filmemacher, Musiker usw.) in der Urheberrechtsdebatte auf ihre Seite zu ziehen. Im Gegenteil, sie behandelt die Kreativen geringsch&#228;tzig und von oben herab wie eine Horde von Bettlern. Wer im Netz nicht &#252;berleben kann, so h&#246;hnen sie, hat nichts Besseres als den (beruflichen) Tod verdient. Die Netz-Community beraubt sich auf diese Weise eines wichtigen Verb&#252;ndeten. Das ist alles andere als klug. Denn <strong>die Verteidigung der Freiheit ben&#246;tigt eine ziemlich breite gesellschaftliche Basis. </strong></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span><strong></strong></span><span>Die Netz-Community darf sich jetzt nicht in die </span><a href="http://ak-zensur.de/2009/06/appell-an-die-spd.html">Schmoll-Ecke</a><span> zur&#252;ckziehen und einen trotzigen „Online-Wahlkampf“ androhen. Sie sollte das Gespr&#228;ch mit anderen Gruppen suchen. </span></span></p>
<p><!--EndFragment-->
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10632%2Fdie-polizei-im-netz%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10632%2Fdie-polizei-im-netz%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/10632/die-polizei-im-netz/">Die Polizei im Netz</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10632/die-polizei-im-netz/#comments">42 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10632&amp;md5=d5e01c8a7f6c54e1a924073ff62bc869" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/10632/die-polizei-im-netz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>42</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>CDU-Medienpoltik: Lieber nicht mit den Nutzern reden und alte Medien f&#246;rdern</title>
		<link>http://carta.info/9486/cdu-medienpoltik-lieber-nicht-mit-den-nutzern-reden-und-alte-medien-foerdern/</link>
		<comments>http://carta.info/9486/cdu-medienpoltik-lieber-nicht-mit-den-nutzern-reden-und-alte-medien-foerdern/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 May 2009 12:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Günther Oettinger]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=9486</guid>
		<description><![CDATA[Die CDU hat ihre Thesen zur Medienpolitik vorgestellt: In Sachen Kinderporno-Sperren m&#246;chte sie mit so manchem reden - aber nicht mit den ganz grunds&#228;tzlich betroffenen Internetnutzern. Die Partei m&#246;chte lieber Printmedien pauschal beatmen, statt sich zu fragen, wie sie Qualit&#228;t gerade auch im Netz sicherstellen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d3188e93f9a93b0d5ce67d7827bac0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Schon am letzten Freitag hat G&#252;nther Oettinger die medienpolitischen Thesen der CDU im Vorfeld der Bundestagswahl <a href="http://www.kress.de/cont/story.php?id=128287">vorgestellt</a>. Uns sind die Papiere leider erst heute zugeflogen (<a href="http://www.cdu.de/politikaz/medien.php">mehr hier</a>):</p>
<p>Die CDU m&#246;chte das Medienkonzentrationsrecht und das Kartellrecht tendenziell lockern. Sie fordert, dass sich die Online-Angebote der &#214;ffentlich-Rechtlichen &#8220;eng an das bestehende lineare Programm anlehnen&#8221; und die Werbefreiheit der &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme. Dar&#252;ber haben andere schon <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/haette-doch-springer-bloss-duerfen/">geschrieben</a>.</p>
<p>Ich m&#246;chte jetzt noch einmal zwei Punkte hervorheben.</p>
<p>1. Zum Thema Internet-Sperren schreibt die CDU:</p>
<blockquote><p>Die Begehung schwerer Straftaten im Netz muss erschwert werden. Der Zugang zu kinderpornographischen Seiten muss rechtsstaatlich abgesichert gesperrt werden k&#246;nnen. Dies muss in einem breiten Dialog mit der Internetwirtschaft, den Strafverfolgungsbeh&#246;rden und den zust&#228;ndigen Fachpolitikern erfolgen, um alle rechtlichen und praktischen Bedenken, die mit einer Sperrung von Internetseiten verbunden sind, zu kl&#228;ren.</p></blockquote>
<p>Man beachte, mit wem die CDU in Dialog &#252;ber die Sperren treten m&#246;chte: Mit der Internetwirtschaft, mit den Strafbeh&#246;rden und den Fachpolitikern. Und <strong>N-I-C-H-T</strong> mit den Internetnutzern!</p>
<p>Die CDU will mit so manchem reden, aber nicht mit den in ihren Grundrechten ganz grunds&#228;tzlich betroffenen Internetnutzern, die ihre Bedenken bekanntlich <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">sehr offen erkl&#228;rt haben</a>. Deutlicher kann sich der <strong>elit&#228;r-korporatistisch-b&#252;rokratische Impuls</strong> von Teilen der Medienpolitik kaum selbst entlarven.</p>
<p>Die derzeit wichtigste Aufgabe der Medienpolitik ist es, einen <strong>Dialog mit den Nutzern</strong> &#252;ber die Sperren zu f&#252;hren. Das scheint die CDU zu &#252;bersehen.</p>
<p>2. Zum Thema Printmeden erkl&#228;rt die CDU:</p>
<blockquote><p>Zeitung lesen als Kulturgut: Eine gemeinsame Aufgabe von Politik und Verlagen besteht darin, verst&#228;rkt das Bewusstsein für den Wert und die Relevanz von Zeitungen und Zeitschriften in der Gesellschaft als Kulturgut zu verankern. Dies gilt besonders für die jüngere Generation, die aufgrund nachlassender Kontakte zu Printprodukten im famili&#228;ren Umfeld vor allem über den Weg der Schule an Zeitungen und Zeitschriften herangeführt werden muss.</p></blockquote>
<p>Zeitungen sind selbstredend die klassischen Tr&#228;ger von Qualit&#228;tsjournalismus. Hier wird jedoch wenig zielf&#252;hrend ein ganzer Medientr&#228;ger (inklusive Bild und Bravo) zum Kulturgut verkl&#228;rt.</p>
<p>Die Aufgabe von Medienpolitik ist es, Vielfalt und Qualit&#228;t sicherzustellen, nicht einzelne Medientr&#228;ger zu protegieren. Statt nur alte Medienstrukturen zu beamten, sollte sich Medienpolitik mindestens ebenso sehr daf&#252;r interessieren, wie sie die strukturellen Voraussetzungen f&#252;r Qualit&#228;tsinhalte im neuen Medium f&#246;rdern kann.</p>
<p>Dazu erf&#228;hrt man in den Thesen der CDU aber leider fast nichts.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F9486%2Fcdu-medienpoltik-lieber-nicht-mit-den-nutzern-reden-und-alte-medien-foerdern%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F9486%2Fcdu-medienpoltik-lieber-nicht-mit-den-nutzern-reden-und-alte-medien-foerdern%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/9486/cdu-medienpoltik-lieber-nicht-mit-den-nutzern-reden-und-alte-medien-foerdern/">CDU-Medienpoltik: Lieber nicht mit den Nutzern reden und alte Medien f&#246;rdern</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/9486/cdu-medienpoltik-lieber-nicht-mit-den-nutzern-reden-und-alte-medien-foerdern/#comments">8 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=9486&amp;md5=3c55ff60ad76455b73cf5c977d25a810" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/9486/cdu-medienpoltik-lieber-nicht-mit-den-nutzern-reden-und-alte-medien-foerdern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Adieu Sandkasten Internet – wir werden erwachsen</title>
		<link>http://carta.info/8427/adieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen/</link>
		<comments>http://carta.info/8427/adieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 10:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Krone</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Regulierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=8427</guid>
		<description><![CDATA[Die j&#252;ngsten Entwicklungen staatlicher Eingriffe in das in der westlichen Welt als Freiraum bekannten WorldWideWeb machen es deutlich: Das Netz mit all seinen Inhalten und Akteuren wird erwachsen und muss Verantwortung f&#252;r sein Tun &#252;bernehmen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6a2bcfc20fefbdad46c02d02bbcab5" alt="" width="1" height="1" /><br />
Das <a href="http://ec.europa.eu/internal_market/e-commerce/index_de.htm">Handelsrecht</a> hat schon lange reagiert – Vertragsbeziehungen und Transaktionen &#252;ber das Internet haben bereits einen verl&#228;sslichen Rahmen und stehen auf einer Stufe mit den physischen M&#228;rkten – Ausnahmen best&#228;tigen die Regel. Der Wirtschaftsraum ist weitgehend angepasst. Nun wird in immer mehr europ&#228;ischen Staaten regulierend in die Verteilung von Inhalten und in die Inhalte selbst eingegriffen. Die <strong>Sanktionen</strong> reichen von exekutierten Strafrechtstatbest&#228;nden, von erdachten <a href="http://www.heise.de/newsticker/EU-Abgeordnete-kaempfen-weiter-gegen-Internetsperren-bei-Copyright-Verstoessen--/meldung/135530">Aussperrungen renitenter User</a> bis hin zu <strong>Kooperationen zwischen Staat und Providern</strong>.</p>
<p>Dies geschieht von EU-Mitglied zu EU-Mitglied unterschiedlich und auf unterschiedlichen Ebenen der Rechtssprechung. Ein klarer Rahmen des <strong>Kultur- und Kommunikationsraumes Europ&#228;ische Union</strong> ist noch nicht auszumachen. Es vollzieht sich eine Bek&#228;mpfung von Symptomen wie Urheberrechtsverletzungen (<a href="http://carta.info/8101/pirate-bay-versenkt-wird-nun-alles-gut/">Pirate Bay</a>, „<a href="http://www.fr-online.de/top_news/1726814_Open-Access-Die-Autoren-werden-gestaerkt.html">Heidelberger Apell</a>“), Jugendschutzverst&#246;&#223;en („Stop“; <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-Gesetzesentwurf-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136556">Unterbindung des Abrufs von kinderpornographischen Inhalten</a>) sowie dem allzu unreflektierten Interpretieren der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit (<a href="http://www.golem.de/0012/11306.html">Volksverhetzung</a>, <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,475897,00.html">Cyber-Mobbing</a>) ohne stringente Konzentration auf die Urs&#228;chlichkeiten.  Dies kann als das erste Kapitel zu einer <strong>Neuordnung des Kultur- und Kommunikationsraumes Internet</strong> verstanden werden. Reaktive Verordnungen bis hin zu einzelgesetzlichen Ma&#223;nahmen k&#246;nnen der Aufgabe jedoch nicht gerecht werden.</p>
<p>Zur Gew&#228;hrleistung von medien-unternehmerischer wie auch privater Rechtssicherheit und -freiheit ist ein Bemessen nach gleichem Rechtsverst&#228;ndnis auf die Dauer unabdingbar. Es kann f&#252;r einen breiten gesellschaftlichen Konsens nur unertr&#228;glich sein, wenn in virtuellen R&#228;umen, die von in konsistenten Rechtsr&#228;umen befindlichen Endger&#228;ten von B&#252;rgern der Gesellschaft abgerufen werden k&#246;nnen, Rechtsverst&#246;&#223;e lediglich teilweise oder gar nicht zur <strong>Rechenschaft</strong> gezogen werden. Auf diesem Konsens aber existiert unsere <strong>Gesellschaft</strong>.</p>
<p>Als Beispiel f&#252;r diese Unverh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit kann, wenn nicht sogar muss, die in der ganzen Europ&#228;ischen Union hochkomplexe <a href="http://www.mediapolicy.uzh.ch/forschung/rundfunkregulierung.php">Rundfunkregulierung</a> genannt werden. Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung f&#252;r die <strong>freie Meinungsbildung</strong> im Rahmen der g&#252;ltigen Gesetze wird der Zugang zum Rundfunkmarkt mit H&#252;rden auf jeder Ebene der Gesch&#228;ftsaus&#252;bung versehen. Diese H&#252;rden zu &#252;berwinden verlangt von den Antragstellern <strong>aufwendige Lizenzierungsverfahren</strong> zu durchlaufen – ohne Garantie auf Erfolg! Die Begr&#252;ndung der Verwaltung von Frequenzknappheit ist in diesem Zusammenhang nur eines von vielen Kriterien. Ein Fernsehsender mit volksverhetzenden Programminhalten findet <a href="http://www.pi-news.net/2008/11/hisbollah-tv-jammert-ueber-deutsches-verbot/">keine Zulassung</a> in der Europ&#228;ischen Union. Die EU-Satellitenrichtlinie gilt nicht f&#252;r Onlinemedien. Das Credo „<strong>im Internet darf jeder, was er will</strong>“ stellt zur regulatorischen Entwicklung  anderer Verbreitungskan&#228;le von Informationen wie Fernsehen oder Radio eine vergleichsweise lange Epoche dar, die jetzt ihrem unaufhaltsamen Ende entgegenschreitet.</p>
<p>Die Volksrepublik China ist (aus europ&#228;ischer Perspektive zu Recht) daf&#252;r ber&#252;chtigt, ihr politisches als auch kulturelles Selbstverst&#228;ndnis kompromisslos durchzusetzen und hat &#252;ber die Jahrtausendwende aus dem WorldWideWeb ein ChinaWideWeb <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EC07B88B2271D4A37A369C0E0B8F5B379~ATpl~Ecommon~Scontent.html">geschaffen</a>, dass den romantischen Vorstellungen von Weltb&#252;rgertum nachhaltig widerspricht. Was dem ‚westeurop&#228;isch’ sozialisierten Internetnutzer und vor allem Medienb&#252;rger im 21. Jahrhundert als Absurdit&#228;t und Ausdruck von Unrecht erscheinen mag, ist aus chinesischer Perspektive die erfolgreich implementierte <strong>Konvergenz zwischen totalit&#228;ren Strukturen und Wirtschaftsliberalit&#228;t</strong>, flankiert durch jeweilige Sicherheitsvorkehrungen, die unerw&#252;nschte Effekte zu vermeiden suchen. Letztlich m&#252;ssen bei allem Befremden jedoch auch die kulturellen Aspekte dieser offensichtlichen Gegens&#228;tzlichkeit in dem Verst&#228;ndnis von Kommunikationsfreiheiten ber&#252;cksichtigt werden. Was f&#252;r die eine Gesellschaft eine Selbstverst&#228;ndlichkeit und &#220;berzeugung freier Entfaltungsm&#246;glichkeiten wie auch Schutz ist, muss nicht zwangsl&#228;ufig auch f&#252;r andere Kulturen und deren Gesellschaften gelten.</p>
<p>Diese Form der <strong>Ex-Ante-Regulierung</strong> erm&#246;glicht es jedoch – wenngleich mit hohem Aufwand – f&#252;r einen Rahmen zu sorgen, der der dort g&#252;ltigen Rechtsordnung entspricht. <strong>Ex-Post-Regulierungen</strong>, wie sie in der Europ&#228;ischen Union heuer en Vogue erscheinen, hinterlassen dagegen einen politisch-rechtlichen Flickenteppich, der angesichts der Bedeutung des  &#8211; sich immer noch in der Entfaltung befindlichen &#8211; Internets weiten Teilen des Alltags massiv widerspricht. Das aktuelle Regulierungsparadigma der EU und seiner Mitgliedsstaaten kommt einer Reservats-Politik gleich, die gemessen am selber zugeschriebenen Zivilisationsgrad westlicher Demokratien nur schwer nachvollziehbar ist. So liegt es nahe, auch und vor allem im Sinne des Kultur- und Kommunikationsraumes Europ&#228;ische Union, eine Adaption und Abstrahierung des (VR-) chinesischen Weges auf Basis europ&#228;ischer Vertr&#228;ge wie der <a href="http://www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf">EU-Grundrechte-Charta</a> und dem <a href="http://europa.eu/lisbon_treaty/index_de.htm">Vertrag von Lissabon</a> zu pr&#252;fen. Nur auf diese Weise kann <strong>dem Grenzen ignorierenden Internet</strong> als erster Schritt ad&#228;quat begegnet werden.</p>
<p>Ein <strong>EuropeanWideWeb</strong> (und in Folge um weitere Grundrechtskonstrukte optional zu erweitern) verst&#246;&#223;t auf diese Weise gegen <em>keine</em> Grundrechtspositionen <em>keines</em> EU-Mitgliedstaates, es sch&#252;tzt sie sogar! Zudem bietet es die <strong>historische Chance, Vertrauen in europ&#228;ische Politik abseits einzelstaatlichen &#220;berwachungswahns und un&#252;bersichtlicher Regulierung zu entwickeln</strong>. Angesichts der Grundauffassung, dass westliche Demokratien &#252;ber einen Wertekonsens verf&#252;gen, der anderen auf dieser Welt zum Teil und offensichtlich andauernd gegen&#252;bersteht und dass das Internet heute jeden mit allem verbinden kann, &#246;ffnet dieses Modell grunds&#228;tzlicher Auseinandersetzung den Raum. Es verlangt dazu unabdingbar nach einer Form der Verantwortung, die nur erwachsenen wie umsichtigen und unabh&#228;ngigen Institutionen zugesprochen werden kann.</p>
<p>Der <a href="http://www.hallohund.de/hunde-basics/ernaehrung/welpe-junghund/174116/welpenschutz-geruecht-oder-tatsache">Welpenschutz</a> des WWW ist abgelaufen.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F8427%2Fadieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F8427%2Fadieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/8427/adieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen/">Adieu Sandkasten Internet – wir werden erwachsen</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/8427/adieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen/#comments">32 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8427&amp;md5=6968f44644550ab1ec8bb9e66e1f1fa7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/8427/adieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>32</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

