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	<title>CARTA &#187; INSM</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Wie das Wirtschaftsministerium INSM-nahe Projekte f&#246;rdert</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 14:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Ministerium von Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle (FDP) hat ein Projekt gef&#246;rdert, an dem der F&#246;rderverein der umstrittenen Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) beteiligt ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die INSM wurde 2005 bekannt, als herauskam, dass sie f&#252;r 58.670 Euro <a href="http://www.netzeitung.de/medien/359039.html" target="_blank">Schleichwerbe-Dialoge in der ARD-Serie „Marienhof“</a> gekauft hatte. Die im Jahr 2000 gegr&#252;ndete, marktliberale Lobbyorganisation wirbt vehement f&#252;r Steuersenkungen, Privatisierungen und mehr „Eigenverantwortung“ in der Sozialpolitik. Finanziert wird sie von den Arbeitgeberverb&#228;nden der Metall- und Elektroindustrie. Vergangenen Herbst bekam die Lobbyinitiative Probleme mit dem Norddeutschen Rundfunk und der Zeitschrift „Neon“, weil sie <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/551/483001/text/" target="_blank">behauptet</a> hatte, die beiden Medien w&#252;rden &#252;ber eine ihrer Kampagnen berichten.</p>
<p>Das Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft und Technologie (BMWi) best&#228;tigte auf Anfrage, ein Projekt mit dem Namen <a href="http://www.juniorprojekt.de/" target="_blank">„Junior“</a> finanziell unterst&#252;tzt zu haben. Tr&#228;ger des Projekts ist die Institut der deutschen Wirtschaft Junior gGmbH, eine Tochtergesellschaft des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), das seinen Sitz bis vor einiger Zeit am Gustav-Heinemann-Ufer 84–88 in K&#246;ln hatte. <a href="http://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/filme/OBP_3_Preis.mpg" target="_blank">Unter der selben Adresse</a> hatte bis zu ihrem Umzug in ihr neues B&#252;ro in Berlin, den die INSM letzte Woche Dienstag feierte, auch die INSM ihren Sitz. Der Direktor des IW, Michael H&#252;ther, ist <a href="http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html" target="_blank">Mitglied des Kuratoriums der INSM</a>.</p>
<p>Bei dem 1994 gegr&#252;ndeten „Junior“-Projekt sollen Jugendliche unter dem Motto „Sch&#252;ler als Manager“ im Rahmen von Planspielen lernen, wie Unternehmer zu handeln. Das Projekt verfolgt laut einer Projektbescheibung als Ziel, „Einblicke in die soziale Marktwirtschaft“ zu geben.</p>
<p>Das Wirtschaftsministerium best&#228;tigte, dass die Gesamtzuwendung f&#252;r das Projekt „Junior“ auch entsprechende Teilbetr&#228;ge f&#252;r das ebenfalls von der Institut der deutschen Wirtschaft Junior gGmbH getragene Projekt „Junior-Kompakt“ beinhaltete. „Junior-Kompakt“ wird laut einer <a href="http://www.juniorprojekt.de/data/junior-kompakt/Projektbeschreibung%20Internet.pdf" target="_blank">Projektbeschreibung</a> direkt vom „<a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=3&amp;ved=0CA8QFjAC&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.ruhrbarone.de%2Fein-experiment-wen-nimmt-der-insm-forderverein-auf%2F&amp;rct=j&amp;q=carta+insm&amp;ei=K4qXS4P2EsiI4QbbgMnxCg&amp;usg=AFQjCNG-pEWOgb8HqJkkGhRmuuoCGLqI2g" target="_blank">F&#246;rderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V.</a> unterst&#252;tzt“. Eine weitergehende Aufschl&#252;sselung, wieviel der „Junior“-F&#246;rderung an „Junior-Kompakt“ floss, sei „aufgrund der Wahrung von Betriebs- und Gesch&#228;ftsgeheimnissen“ nicht m&#246;glich, so Sarah Schneid aus der Pressestelle des Bundeswirtschaftministeriums.</p>
<p>F&#246;rderer des „Junior“-Projekts ist neben dem Bundeswirtschaftsministerium auch das „Handelsblatt“. Dessen Chefredakteur, <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;ct=res&amp;cd=1&amp;ved=0CAYQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.oppong.eu%2Fmediapool%2F65%2F653900%2Fdata%2Fjunge_Welt_Handelsblatt_INSM_Ziesemer_Huether.pdf&amp;rct=j&amp;q=ziesemer+insm&amp;ei=xIeXS-u4IY6G4gba2OTwCQ&amp;usg=AFQjCNEixCLInn-2lsqBMbETXPVajEAF9w">Bernd Ziesemer, moderierte im Juni 2009 eine Veranstaltung der INSM</a> mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die wiederum Teilnehmer des „Junior“-Projekts empfing. Der INSM-Kuratoriumsvorsitzende und fr&#252;here Bundesbank-Chef Hans Tietmeyer, der auch <a href="http://www.insm.de/insm/Community/Foerderverein/Mitglieder-des-Foerdervereins.html" target="_blank">Mitglied des INSM-F&#246;rdervereins</a> ist, hatte zeitweilig eine eigene Kolumne im „Handelsblatt“. Der IW-Direktor, Michael H&#252;ther, hat aktuell eine eigene Kolumne im „Handelsblatt“.</p>
<p>Wie aus F&#246;rderdaten des Bundes hervorgeht, erh&#228;lt das „Junior“-Projekt vom Br&#252;derle-Ministerium f&#252;r den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 eine F&#246;rdersumme in H&#246;he von 500.000 Euro. In der Vergangenheit erfolgte die F&#246;rderung des „Junior“-Projekts aus einem Titel des Bundeswirtschaftsministeriums, der die „allgemeine und konzeptionelle Beratung“ von kleinen und mittelst&#228;ndischen Unternehmern (KMU) sowie die „Information und Schulung von KMU und Existenzgr&#252;ndern“ beinhaltet. Seit 2009 erfolgt sie aus dem Titel „Innovative Unternehmensgr&#252;ndungen“. Grund daf&#252;r sei eine „Organisations&#228;nderung des BMWi“, so die BMWi-Sprecherin Schneid.</p>
<p>Als die INSM am Dienstag ihr neues B&#252;ro in Berlin er&#246;ffnete, hielt Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle h&#246;chstpers&#246;nlich ein Gru&#223;wort. Vor rund 300 geladenen G&#228;sten, darunter der Bundestags-Vizepr&#228;sident Hermann Otto Solms (FDP), ermutigte Br&#252;derle dort die INSM, „sich weiter k&#228;mpferisch f&#252;r notwendige Reformen der sozialen Marktwirtschaft einzusetzen“. An die Adresse des neuen INSM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrers Hubertus Pellengahr sagte Br&#252;derle: <a href="http://www.insm-tagebuch.de/2010/03/03/insm-eroffnet-buro-in-berlin-bruderle-kampfen-sie-weiter/" target="_blank">„Bleiben Sie hart und k&#228;mpfen Sie weiter”</a>. Br&#252;derle ist zusammen mit dem IW-Direktor H&#252;ther auch Unterzeichner eines <a href="http://www.insm.de/insm/Aktionen/INSM-Kampagnen/Innovationsappell.html" target="_blank">„Innovationsappells“</a> der INSM. Sein Konterfei ziert zudem eine <a href="http://www.insm.de/insm/Aktionen/INSM-Anzeigen/INSM-Aufruf-Nein-zum-Reform-Rueckschritt.html" target="_blank">Anzeige der INSM</a> mit dem Titel „Nein zum <a href="http://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/filme/OBP_3_Preis.mpg" target="_blank">Reform</a>-R&#252;ckschritt!“.</p>
<p>Das „Referat IIC2“ im Bundeswirtschaftsministerium, das f&#252;r die F&#246;rderung des „Junior“-Projekts zust&#228;ndig ist, geh&#246;rt zu den Abteilungen des BMWi-Staatssekret&#228;rs <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Ministerium/Minister-und-Staatssekretaere/Beamtete-Staatssekretaere/bernhard-heitzer,did=319292.html" target="_blank">Bernhard Heitzer</a>. Der Beamte war pers&#246;nlicher Referent von Martin Bangemann (FDP) und im September 2008 ebenfalls bei der INSM zu Besuch. Dort <a href="http://archiv.insm.de/Downloads/INSM_Initiative_Express_02_08web.pdf" target="_blank">kritisierte</a> er den gesetzlichen Mindestlohn, den die INSM ebenfalls vehement ablehnt.</p>
<p>Das „Junior“-Projekt wurde im vergangenen Jahr vom BMWi mit 260.000 Euro gef&#246;rdert. Nach dem Regierungsantritt der schwarz-gelben Koalition erh&#228;lt das Projekt mit 500.000 Euro in diesem Jahr fast doppelt soviel Steuergelder. „Die F&#246;rderung von Unternehmergeist an den Schulen ist ein Schwerpunkt der <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/gruenderland-deutschland,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf" target="_blank">Initiative &#8216;Gr&#252;nderland Deutschland&#8217;</a>. Hierzu sollen Initiativen wie Junior weiter ausgebaut und gest&#228;rkt werden“, erkl&#228;rt das Bundeswirtschaftsministerium. Ein Zusammenhang zwischen den Besuchen Br&#252;derles und Heitzers bei der INSM und der F&#246;rderung des „Junior“-Projekts durch das Wirtschaftsministerium bestehe nicht.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24029&amp;md5=127936633035db138ec52e3e24d9e74f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Entsorgung der Qualit&#228;t: Die Medienkrise und die Ausbeutung der freien Journalisten</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 18:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Leisegang</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Medienkrise versch&#228;rft die Arbeitsbedingungen der freien Journalisten und l&#228;sst den Unterschied zwischen unabh&#228;ngiger Information und PR weiter schwinden. Damit verliert der Journalismus weiter an Glaubw&#252;rdigkeit und begibt sich in den freien Fall.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/110fc6865d0047638040387d48cb43bb" alt="" width="1" height="1" />Die Printmedien befinden sich in einer schweren Krise. Eine Strategie, die ihr &#246;konomisches &#220;berleben sichert, haben die meisten Verlage noch nicht gefunden. Stattdessen herrscht in den meisten Redaktionsh&#228;usern strikter Sparzwang. Unter dem steigenden Marktdruck werden tiefgehende interne Umstrukturierungen vorgenommen: ganze Ressorts werden eingestellt, Redaktionen zu sogenannten News-Rooms zusammengelegt und Zeilenhonorare &#252;ber die Schmerzgrenze hinaus gek&#252;rzt.</p>
<p>Diese Entwicklung spitzt sich in der derzeitigen Wirtschaftskrise zus&#228;tzlich zu. Im Fr&#252;hjahr hat zum Beispiel die WAZ-Gruppe bei ihren vier NRW-Titeln 300 der knapp 900 Redaktionsstellen gestrichen. Im Gegenzug erhielt deren Online-Portal „Der Westen“ gerade einmal 20 neue Mitarbeiter.</p>
<p>Auch die S&#252;ddeutsche Zeitung, auflagenst&#228;rkste &#252;berregionale Tageszeitung dieser Republik, plant bis Ende kommenden Jahres 60 Stellen in Verlag und Redaktion streichen, um so 10 Millionen Euro einzusparen. Es wird gemunkelt, diese Summe werde f&#252;r die Bankverbindlichkeiten der S&#252;dwestdeutschen Medienholding (SWMH) ben&#246;tigt, die vor zwei Jahren die Mehrheit am Verlag der SZ f&#252;r insgesamt 700 Millionen Euro aufkaufte.</p>
<p>Selbst die verhei&#223;ungsvolle Online-Welt muss gegenw&#228;rtig Federn lassen. Am Freitag entschied der Verlag M. DuMont Schauberg, die Netzeitung <a href="http://carta.info/17791/netzeitung/">einzustellen</a> und s&#228;mtlichen Mitarbeitern betriebsbedingt zu k&#252;ndigen. Das Schicksal ihres Automagazins „Autogazette.de“ war da bereits besiegelt – drei Redakteuren ist vor wenigen Tagen gek&#252;ndigt worden. Die Erstellung der Autobeilage der Berliner Zeitung, bislang Aufgabe der „Netzeitung“, liegt fortan in den H&#228;nden der Full-Service-Agentur „Raufeld Medien“. Sie verf&#252;gt <a href="http://www.raufeld.de/cms/index.php?id=9">nach eigenen Angaben</a> „&#252;ber ein Netzwerk von mehr als 100 freien Autoren“.</p>
<p>Einsparungen, Entlassungen und Outsourcing: Die tiefen Einschnitte in den Verlagsh&#228;usern versch&#228;rfen vor allem die Arbeitsbedingungen einer zugleich wachsenden Berufsgruppe, die der freien Journalisten. Allein in den vergangenen zehn Jahren d&#252;rfte sich ihre Zahl, so sch&#228;tzt der Deutsche Journalistenverband (DJV), auf etwa 25.000 verdoppelt haben.</p>
<p>Freie Journalisten verf&#252;gen &#252;ber kein geregeltes Einkommen und erhalten ihre Honorare bemessen an den gedruckten Zeilen. Der Zeitaufwand, um f&#252;r eine gute Story zu recherchieren, wird nicht ber&#252;cksichtigt. Laut einer Studie (<a href="http://www.dfjv.de/fileadmin/user_upload/pdf/DFJV_Studie_Freie_Journalisten.pdf">PDF</a>) des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes verdient ein freier Zeitungsjournalist, zumeist m&#228;nnlich und im Mittel 47 Jahre alt, monatlich im Durchschnitt knapp 2500 Euro brutto. Aufgrund der erdr&#252;ckenden Marktkonkurrenz sind die Freien h&#228;ufig gezwungen, Knebelvertr&#228;ge anzunehmen, mit denen sie s&#228;mtliche Rechte an ihren Texten an die Verlage abtreten. Eine zus&#228;tzliche Verwertung ihrer eigenen Beitr&#228;ge ist ihnen damit nicht mehr m&#246;glich.</p>
<p>Das Gehaltsgef&#228;lle ist gro&#223; und knapp ein Drittel der freien Journalisten verdient gerade einmal bis zu 1000 Euro. Viele suchen daher ein zweites Standbein: So &#252;bt einer Studie der LMU M&#252;nchen (<a href="http://www.dfjv.de/fileadmin/user_upload/pdf/DFJV_Studie_Arbeitsmarkt_fuer_Journalisten.pdf">PDF</a>) zufolge jeder zweite freie Journalist neben seiner T&#228;tigkeit als Autor eine Nebent&#228;tigkeit &#8211; zumeist im Bereich &#8220;PR/Werbung&#8221; &#8211; aus.</p>
<p>Schlie&#223;lich wird sich ein „Freier“ gut &#252;berlegen, ob er f&#252;r wenige hundert Euro wochenlang einer aufw&#228;ndig recherchierten Story nachgeht, wenn Unternehmen und Lobbyorganisationen PR-Texte in Auftrag geben und diese Leistungen auch noch besser bezahlen.</p>
<p>So hat die neoliberale Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft k&#252;rzlich drei Journalisten f&#252;r das Projekt „Deutschland 24/30“ <a href="http://carta.info/12327/insm-deutschlandreise/">angeheuert</a>, die „die „der sozialen Marktwirtschaft gegen&#252;ber positiv eingestellt und einem unternehmernahen Auftraggeber gegen&#252;ber aufgeschlossen sind.“ Sie sollten der Frage nachgehen, was aus der „guten alten Sozialen Marktwirtschaft“ geworden sei. Die Reportage d&#252;rfte am Ende im Sinne der Auftraggeber gewesen sein: Schlie&#223;lich bei&#223;t niemand die Hand, die einen f&#252;ttert.</p>
<p>Wenn die Meinungen von Journalisten, und damit die „vierte Gewalt“ als solche, infolge der Ausbeutung an den Meistbietenden verschleudert werden kann, nehmen fraglos nicht nur die unmoralischen Angebote der Lobbyorganisationen weiter zu – der Unterschied zwischen unabh&#228;ngigen Informationen und interessengeleiteter PR droht am Ende g&#228;nzlich zu verschwinden.</p>
<p>Der Wettlauf nach unten verwandelt sich zudem in den freien Fall: Wenn billiges Infotainment und PR zunehmend kritischen Journalismus aus den Spalten verdr&#228;ngen, ist die Glaubw&#252;rdigkeit der redaktionellen Berichterstattung selbst in Gefahr. Die Leser werden weiter abwandern und im Internet Alternativen suchen, die Anzeigenkunden werden ihnen folgen.</p>
<p>Der Ausweg aus dieser mehrdimensionalen Medienkrise indes ist denkbar einfach: Es ist ein Irrtum anzunehmen, journalistische Qualit&#228;t gebe es zum Nulltarif. L&#228;ngst hat die Diskussion &#252;ber die Zukunft des Journalismus sowie unterschiedliche Erl&#246;smodelle, von Micro-Payments bis hin zur Kulturflatrate, an Fahrt gewonnen. Allein auf diese Weise k&#246;nnen Verlage aus dem Teufelskreis ausbrechen, investigative Recherchen gef&#246;rdert und nicht zuletzt auch die Ausbeutung der freien Journalisten gestoppt werden.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17798&amp;md5=2914884e03050e47c21b2bc13b88819d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Initiative Neue Soziale Journalistenwirtschaft</title>
		<link>http://carta.info/12327/insm-deutschlandreise/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Schächtele</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Lobbyorganisation INSM l&#228;dt Journalisten auf eine Deutschlandreise ein, um sie vor den PR-Karren zu spannen. Sie kann sich das miserable Honorarniveau bei deutschen Medienunternehmen zunutze machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a92b159bb714f70b17c1ae46edbacd" width="1" height="1" alt=""/>Es kommt in diesen Tagen nicht oft vor, dass man als freier Journalist einen Anruf bekommt und jemand sagt: „Haben Sie Interesse, f&#252;r uns einen Monat lang durch Deutschland zu reisen und sich mit den Leuten &#252;ber unsere Marktwirtschaft zu unterhalten? Ein Fernsehteam wird Sie begleiten, Sie berichten &#252;ber Ihre Interviews auf einer eigenen Internet-Seite, Ihre St&#252;cke werden in renommierten Bl&#228;ttern abgedruckt, und vielleicht kommen Sie auch ins Fernsehen.“</p>
<p>Wow, denkt man sich, hat da etwa ein gro&#223;es Medienhaus beschlossen, mit einem sch&#246;nen Projekt zu zeigen, dass Journalismus gerade in Zeiten der Krise so etwas wie Orientierung bieten kann?</p>
<p>N&#246;, leider nicht. Hinter dem Projekt steckt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanzierten Lobbyorganisation. Mit einem Jahresetat von etwa zehn Millionen Euro versucht sie, ein neoliberales Wirtschaftsklima zu schaffen: flexibler Arbeitsmarkt, weniger Staat, mehr Eigenverantwortung. Das Projekt „Deutschland 24/30“, f&#252;r das insgesamt drei Journalisten gesucht wurden, ist eine Art Roadshow des Wirtschaftswandels (Lobbycontrol hat dazu gestern eine <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/07/insm-kampagne-deutschland-2430/">Pressemitteilung</a> verschickt). Als Interviewpartner stehen nicht nur der Mann und die Frau von der Stra&#223;e zur Verf&#252;gung, sondern auch die <a href="http://www.angela-merkel.de/">Frau</a> aus dem Kanzleramt, der <a href="http://www.deutsche-bank.de/de/content/company/vorstand.htm">Mann</a> aus dem Chefb&#252;ro der Deutschen Bank und der <a href="http://www.bildblog.de/3189/bildblog-trifft-kai-diekmann/">Mann</a> aus der Bild-Chefredaktion. Das Honorar f&#252;r jeden der drei Journalisten soll zwischen 6000 und 7000 Euro liegen.</p>
<div id="attachment_12334" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.flickr.com/photos/wecand/2736835102/"><img class="size-full wp-image-12334" style="border: 1px none; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="insm-m" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/insm-m2.jpg" alt="insm-m" width="600" height="395" /></a><p class="wp-caption-text">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: &quot;Vielleicht kommen Sie auch ins Fernsehen.&quot; (Fotocollage: wecand/ Carta)</p></div>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Damit kommt jeder der drei, wenn wir eine F&#252;nf-Tage-Woche zugrunde legen, auf ein Honorar von mindestens 300 Euro am Tag. Damit liegen sie im Durchschnitt, es gibt auch jetzt noch freie Journalisten, die zu Produktionsschichten in Redaktionen geholt werden, deren Tagess&#228;tze deutlich dar&#252;ber liegen. Es gibt aber auch genug Redaktionen, die einen Tagessatz von 150 Euro f&#252;r vollkommen okay halten. Auch in renommierten Verlagen. Im Arbeitgeberverband Gesamtmetall genie&#223;en freie Journalisten offenbar ein h&#246;heres Ansehen als bei Holtzbrinck, Springer oder Gruner und Jahr.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Man k&#246;nnte aber auch sagen: Die freie Wirtschaft macht sich das miserable Honorarniveau in deutschen Medienunternehmen zunutze und spannt freie Journalisten vor ihren Karren.</strong></p>
<p>Und so wie es aussieht, wird sich daran auf absehbare Zeit nichts &#228;ndern. Gespr&#228;che mit Verantwortlichen aus Redaktionen und Verlagen &#252;ber die Situation freier Journalisten f&#252;hren immer zum selben Ergebnis. Die Argumentationslinie lautet: Freie Journalisten befinden sich auf einem Markt, in dem sich der Preis aus Angebot und Nachfrage ergibt. Wer nicht in der Lage ist, mit seiner Arbeit h&#246;here Preise zu erzielen, hat offenbar auch nicht die entsprechenden F&#228;higkeiten. Dass es zwischen Verlagen und freien Journalisten l&#228;ngst ein strukturelles Ungleichgewicht gibt, dass dieser Markt deshalb l&#228;ngst nicht mehr funktioniert und mit der finanziellen Ausstattung der freien Journalisten der Journalismus insgesamt in Gefahr ger&#228;t, weil seine Unabh&#228;ngigkeit auf dem Spiel steht – solche Argumente perlen an den Verantwortlichen ab wie Regentropfen an einer Fensterscheibe. Nein, nein, jeder freie Journalist muss selbst zusehen, dass er mit seiner Arbeit genug erwirtschaftet. Es tut uns leid, wir k&#246;nnen nichts f&#252;r Sie tun.</p>
<p>Damit wir uns nicht falsch verstehen: Auch wir freie Journalisten verstehen uns als Unternehmer, die sich auf einem Markt bewegen. Auch wir wissen, dass gute Arbeit die Voraussetzung f&#252;r gute Honorare ist. Diese Herausforderung nehmen wir an, deshalb haben wir uns ja entschieden, frei zu arbeiten. Doch wer argumentiert, dass freie Journalisten eben genau so viel verdienen, wie sie verdienen, verkennt die Realit&#228;t: Freie Journalisten haben im Moment nicht damit zu k&#228;mpfen, dass ihre Arbei nicht gut genug w&#228;re, sondern damit, dass der Markt versagt. Und das bedroht nicht nur das Gesch&#228;ftsmodell von freien Journalisten, sondern auch ein Gesellschaftsmodell, das unter anderem auf einer unabh&#228;ngigen Presse basiert: Immer mehr Freie &#252;bernehmen immer mehr Arbeit, weil die Redaktionen in den letzten Jahren immer weiter ausged&#252;nnt wurden. Die Verantwortlichen nehmen stillschweigend in Kauf, dass die Freien wegen der miserablen Honorare ihr Geld andernorts verdienen, <a href="http://carta.info/11923/betrug-am-leser-boulevard-pressefreiheit/">zum Beispiel in der PR</a>, deren Inhalte in den medialen Markt zur&#252;ckflie&#223;en. Irgendwann wird sich so kein Leser mehr darauf verlassen k&#246;nnen, dass das, was in der Zeitung steht, das ist, was ein Journalist wirklich denkt – und nicht das, was ihm der eingefl&#252;stert hat, der daf&#252;r viel Geld bezahlt hat.</p>
<p>Vielleicht sollte ich einen Monat lang durch Deutschland reisen, um mich mit den Leuten &#252;ber die Situation des Journalismus in Deutschland zu unterhalten. Dabei w&#252;rden mit Sicherheit spannende Gespr&#228;che entstehen – es wird nur keiner das Honorar daf&#252;r bezahlen wollen.</p>
<p><em><a href="http://www.freischreiber.de/home/die-initiative-neue-soziale-journalistenwirtschaft">Dieser Beitrag</a> erschien zuerst bei <a href="http://www.freischreiber.de/">Freischreiber</a>. Wir &#252;bernehmen ihn mit freundlicher Genehmigung des Autors.</em>
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		<title>Die Nebent&#228;tigkeiten der Maybrit Illner</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 19:47:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Maybrit Illner h&#228;lt sich zugute, klare Regeln f&#252;r Nebent&#228;tigkeiten zu befolgen. Diese haben f&#252;r sie offenbar nicht immer gegolten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/bf16ee47b97d15e2f31178d89793f5" alt="" width="1" height="1" />In der Debatte um die Nebent&#228;tigkeiten von Journalisten forderte die ZDF-Moderatorin Maybrit Illner (<a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235,00.html" target="_blank">„Maybrit Illner“</a>, <a href="http://illner-intensiv.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,7592859_idDispatch:8822304,00.html?dr=1" target="_blank">„Illner intensiv“</a>) k&#252;rzlich <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,634363,00.html" target="_blank">im Spiegel</a> einen „Kodex, auf den sich alle verpflichten“. Das w&#228;re die „beste L&#246;sung“. Sie selbst habe „ein paar sehr klare Regeln“. Zum einen w&#228;hle sie sehr genau aus, was sie moderiere, zum anderen d&#252;rften diese Veranstaltungen nicht nur einen Finanzier haben.</p>
<p>Doch zumindest die letzte Regel hat bei Maybrit Illner offenbar nicht immer gegolten. In der Vergangenheit hat Illner auf zumindest einer Veranstaltung moderiert, die nur einen Finanzier hatte. Im Jahr 2001 moderierte die ZDF-Moderatorin den <a href="http://www.presseportal.de/pm/39474/261878/initiative_neue_soziale_marktwirtschaft_insm" target="_blank">1. Berliner Kongress</a> der <a href="http://www.otto-brenner-preis.de/fileadmin/filme/OBP_3_Preis.mpg" target="_blank">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</a> (INSM) im Atrium von Daimler Chrysler Services. Die Lobbyinitiative wirbt vehement f&#252;r Entstaatlichung, Steuersenkungen und mehr „Eigenverantwortung“ in der Sozialpolitik und machte <a href="http://www.netzeitung.de/medien/359039.html" target="_blank">Schleichwerbung in der ARD-Serie „Marienhof“</a>. Illner hat f&#252;r ihre Dienste „ein angemessenes Honorar erhalten“, erkl&#228;rt INSM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Dieter Rath auf Anfrage. Den Kongress hat die INSM „alleine finanziert“, so Rath. Erstaunlicherweise war vergangenen November auch der <a href="http://insm.de/insm/ueber-die-insm/Kuratoren-und-Botschafter.html" target="_blank">INSM-Berater Bernd Raffelh&#252;schen</a> in Illners Sendung <a href="http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021235_idDispatch:8159444,00.html" target="_blank">zu Gast</a>.</p>
<p>Im Jahr 2005 sprach Illner auf einem <a href="http://www.kas.de/upload/veranstaltungen/15028/pages/Freitag.html" target="_blank">Panel</a> bei der CDU-nahen <a href="http://www.kas.de/wf/de/71.4892/" target="_blank">Konrad-Adenauer-Stiftung</a> zum Thema „Politik im Fernsehen &#8211; Ausschlaggebend f&#252;r den Wahlerfolg?“. Das, obwohl sie <a href="http://www.google.de/search?as_q=Illner+G%C3%A4ste+%28CDU%29&amp;hl=de&amp;num=10&amp;btnG=Google-Suche&amp;as_epq=&amp;as_oq=&amp;as_eq=&amp;lr=&amp;cr=&amp;as_ft=i&amp;as_filetype=&amp;as_qdr=all&amp;as_occt=any&amp;as_dt=i&amp;as_sitesearch=zdf.de&amp;as_rights=&amp;safe=images" target="_blank">regelm&#228;&#223;ig CDU-Politiker in ihren Sendungen zu Gast</a> hat und im selben Jahr ein f&#252;r die &#246;ffentliche Meinungsbildung wichtiges Kanzlerduell moderierte.</p>
<p>F&#252;r den Heiligen Stuhl moderierte Illner 2000 auf der Expo ein <a href="http://www.nuntiatur.de/VaticanEXPO/EXPOFiles/EXPO_VATICAN_DE/Programm_Vorschau02.html" target="_blank">„Vatikanisches Gespr&#228;ch“</a> mit dem Titel „’Wenn der HERR das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran’ &#8211; Kirche als Wegbegleiter zu einem gemeinsamen Europa“. An dem Gespr&#228;ch im Expo-Pavillion des Heiligen Stuhls nahmen der Bischof Josef Homeyer, damals Pr&#228;sident der Kommission der Bischofskonferenz der EU und der fr&#252;here EU-Kommissionspr&#228;sident Jacques Santer teil. Santer gilt als Sympathisant des katholischen Geheimbundes <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,588096,00.html" target="_blank">Opus Dei</a>. Illner, deren Sendung damals noch „Berlin Mitte“ hie&#223;,  &#252;bernahm die Moderation f&#252;r die Kirche, obwohl sie unter anderem den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz in einer Sendung empfing und sich dort kritisch mit der Politik des Vatikan auseinandersetzen musste. <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,510587,00.html" target="_blank">Nathanael Liminski</a> von der „Generation Benedikt“, der in derselben Sendung zu Gast war, bekam sogar seinen eigenen Chat auf der ZDF-Homepage. Auch Liminski hat „keine Ber&#252;hrungs&#228;ngste“ mit Opus Dei, wie er auf Anfrage mitteilte. Der Sohn des Deutschlandfunk-Journalisten <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;as_qdr=all&amp;q=J%C3%BCrgen+Liminski+site%3Ajungefreiheit.de&amp;btnG=Suche&amp;meta=" target="_blank">J&#252;rgen Liminski</a> sagt auch Sachen wie: „Ich kenne viele Homosexuelle, und einige tun mir leid. Der Staat muss schon aus reiner Selbsterhaltung die nat&#252;rliche Form der Ehe und Familie f&#246;rdern.“ Bei dieser und allen &#252;brigen Veranstaltungen gab Illner keine Auskunft dar&#252;ber, ob jeweils nur ein Finanzier beteiligt war.</p>
<p>Schlie&#223;lich leitete Illner eine Diskussion f&#252;r die <a href="http://www.mckinsey-bildet.de/html/04_bildungswerkstatt/bw1_diskussion.php" target="_blank">„Bildungswerkstatt McKinsey bildet“</a> sowie 2000 eine Debatte des <a href="http://www.merton-zentrum.uni-frankfurt.de/Startseite/Walter_Hallstein_Symposium/WHK_2001.html" target="_blank">Walter Hallstein-Instituts f&#252;r Europ&#228;isches Verfassungsrecht</a> im Atrium der Dresdner Bank in Frankfurt. Der Debatte ging eine Einf&#252;hrung des fr&#252;heren Vorstandssprechers der Dresdner Bank <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/argentinien-haftbefehl-gegen-ex-dresdner-chef;2110953" target="_blank">Bernd Fahrholz </a> voraus. Gegen den Ex-Bank-Chef erlie&#223; die argentinische Justiz im Dezember einen Haftbefehl wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit der Pleite einer argentinischen Bank im Jahr 2002.</p>
<p>Ausgerechnet &#252;ber die H&#246;he von Honoraren gibt Illner keine Auskunft. Dabei sagte sie gegen&#252;ber dem Spiegel: „Ich bin sehr f&#252;r Transparenz, weil Glaubw&#252;rdigkeit ein zentraler Wert eines jeden Journalisten ist“.</p>
<p>Auf Anfrage &#252;bermittelte Illner eine Stellungnahme und bat, sie „vollst&#228;ndig zu zitieren- das geh&#246;rt sicherlich ohnehin zu ihren prinzipien: ich habe all meine nebent&#228;tigkeiten vom arbeitgeber genehmigen lassen, moderiere grunds&#228;tzlich innerhalb und au&#223;erhalb des zdf nicht geheim und habe durch nebent&#228;tigkeiten meine journalistische unvoreingenommenheit nie gest&#246;rt. die kriterien, nach denen ich verfahre, habe ich in interviews und stellungnahmen dargelegt. ich spreche mich genau deshalb f&#252;r einen kodex f&#252;r journalisten aus: damit nicht auch in vier monaten noch journalistenkollegen anderen journalistenkollegen solche fragen stellen.“ (Text im Original).
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<a href="http://carta.info/12130/die-nebentaetigkeiten-der-maybrit-illner/">Die Nebent&#228;tigkeiten der Maybrit Illner</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/12130/die-nebentaetigkeiten-der-maybrit-illner/#comments">14 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=12130&amp;md5=fa489cc6b7c5dcfe0ead2bb88c9788ef" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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