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	<title>CARTA &#187; Günther Oettinger</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Sag’ mir, wo die M&#228;nner sind</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 10:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie in einer Abschiedssinfonie: Die M&#228;nner in der CDU scheinen zu schwach, um in ihren F&#252;hrungs&#228;mtern durchzuhalten. Z&#228;higkeit, Geduld, Pflichtbewusstsein – und das ohne R&#252;ckfall in eine politische Machokultur – sind wohl zu viel erwartet. Angela Merkels Partei braucht neue M&#228;nner.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/cfb2d54fc6544f39948fb75e9a7d14ec" alt="" width="1" height="1" />Die Abschiedssinfonie der CDU-M&#228;nner geht weiter. Wieder geht  einer mitten in der Vorstellung. Wieder <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/hamburg-ruecktritt-von-ole-von-beust-das-tut-man-nicht-1.976633">verabschiedet</a> sich einer,  diesmal <a href="http://www.hamburg.de/senat/2383072/ruecktritt-erster-buergermeister.html">Ole von Beust</a> in Hamburg. Er ist der bisher letzte in einer  Reihe “starker M&#228;nner”, die zu schwach waren, in ihren F&#252;hrungs&#228;mtern <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,707161,00.html"> durchzuhalten</a>, um ihre Position und um ihre Politik zu k&#228;mpfen oder sie  bei Wahlen zu verteidigen.</p>
<p>Den Anfang machte Friedrich Merz. Er floh vor Angela  Merkel an die  Fleischt&#246;pfe der Wirtschaft. Dann scheiterte Dieter Althaus an seiner  Selbstinszenierung nach dem tragischen Skiunfall. G&#252;nther Oettinger zog  die Br&#252;sseler H&#246;he der baden-w&#252;rttembergischen Ebene vor. Im Mai  verlor erst J&#252;rgen R&#252;ttgers die NRW-Wahl, dann ging Roland Koch. Er sah  f&#252;r sich weder in Hessen noch auf  Bundesebene eine politische  Zukunftsperspektive. Schlie&#223;lich lie&#223; sich Christian Wulff  ins angenehm  ruhige Pr&#228;sidentenamt wegbef&#246;rdern. Und jetzt Ole von Beust. Fast alle  haben eines gemeinsam: gewogen und f&#252;r zu leicht befunden.</p>
<p>Es w&#228;re zu billig, das jetzt alles bei der angeblich m&#228;nnermordenden  Gottesanbeterin Angela Merkel festzumachen. Nat&#252;rlich hat sie den einen  oder anderen Abgang bef&#246;rdert, aber gescheitert sind die “starken  M&#228;nner” schon selber und an sich selbst. Wer hat denn gesagt, er sei  kein “Alphatier”? Wer verk&#252;ndete, Politik sei nicht sein Leben?  Wer  fl&#252;chtete denn immer, wenn es zu hei&#223; in der politischen K&#252;che in  Hamburg wurde, ins luftige Sylt? Die vermeintlich starken M&#228;nner sind am  Ende doch auch weiche, verletzliche Seelchen.</p>
<p>Sag`mir, wo die M&#228;nner sind. M&#228;nner, die auch mal Durststrecken  ertragen, die die Phantasie haben, sich aus politischen Karrierefallen  zu befreien, denen es neben der Person vielleicht auch noch um die Sache  geht. Denen das Wort Pflicht noch etwas bedeutet. Die Z&#228;higkeit, Geduld  und Stehverm&#246;gen haben? Es geht hier nicht darum, einen politischen  Macho-Kult zu beschw&#246;ren, aber ein bisschen mehr H&#228;rte, vor allem gegen  sich selbst, kann man von f&#252;hrenden Politikern schon erwarten.</p>
<p>Wobei Ole von Beust ohnehin eine Ausnahmekarriere hatte, die er nicht  eigener Kraft, sondern Ronald Schill verdankte. Nach einer verheerenden  CDU-Niederlage machte ihn der furchtbare, aber erfolgreiche Populist  zum B&#252;rgermeister und verschaffte Ole von Beust mit seinem  Erpressungsversuch das Stahlbad, das diesem erst den eigenen Wahlsieg  erm&#246;glichte. Jetzt geht Ole von Beust und wird die CDU in Hamburg bei  der n&#228;chsten Wahl wieder ins politische Nichts bef&#246;rdern. Dorthin, wo  die CDU in NRW schon ist.</p>
<p>Aber das ist nicht so wichtig. Spannender ist die Wahl im n&#228;chsten  Fr&#252;hjahr in Baden-W&#252;rttemberg. Geht auch die f&#252;r die CDU verloren, dann  wird die &#220;berlebende des CDU-M&#228;nner-Massakers, Angela Merkel, endg&#252;ltig  zeigen k&#246;nnen, ob sie wirklich h&#228;rter als die ”starken M&#228;nner” ist. Oder  ob das Land neue M&#228;nner braucht. In der CDU sind sie bisher nicht in  Sicht.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erscheint als Crossposting via Michael Sprengs Blog <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3444">Sprengsatz</a>.</em>
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		<title>CDU-Medienpoltik: Lieber nicht mit den Nutzern reden und alte Medien f&#246;rdern</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 12:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die CDU hat ihre Thesen zur Medienpolitik vorgestellt: In Sachen Kinderporno-Sperren m&#246;chte sie mit so manchem reden - aber nicht mit den ganz grunds&#228;tzlich betroffenen Internetnutzern. Die Partei m&#246;chte lieber Printmedien pauschal beatmen, statt sich zu fragen, wie sie Qualit&#228;t gerade auch im Netz sicherstellen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d3188e93f9a93b0d5ce67d7827bac0" alt="" width="1" height="1" /><br />
Schon am letzten Freitag hat G&#252;nther Oettinger die medienpolitischen Thesen der CDU im Vorfeld der Bundestagswahl <a href="http://www.kress.de/cont/story.php?id=128287">vorgestellt</a>. Uns sind die Papiere leider erst heute zugeflogen (<a href="http://www.cdu.de/politikaz/medien.php">mehr hier</a>):</p>
<p>Die CDU m&#246;chte das Medienkonzentrationsrecht und das Kartellrecht tendenziell lockern. Sie fordert, dass sich die Online-Angebote der &#214;ffentlich-Rechtlichen &#8220;eng an das bestehende lineare Programm anlehnen&#8221; und die Werbefreiheit der &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme. Dar&#252;ber haben andere schon <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/haette-doch-springer-bloss-duerfen/">geschrieben</a>.</p>
<p>Ich m&#246;chte jetzt noch einmal zwei Punkte hervorheben.</p>
<p>1. Zum Thema Internet-Sperren schreibt die CDU:</p>
<blockquote><p>Die Begehung schwerer Straftaten im Netz muss erschwert werden. Der Zugang zu kinderpornographischen Seiten muss rechtsstaatlich abgesichert gesperrt werden k&#246;nnen. Dies muss in einem breiten Dialog mit der Internetwirtschaft, den Strafverfolgungsbeh&#246;rden und den zust&#228;ndigen Fachpolitikern erfolgen, um alle rechtlichen und praktischen Bedenken, die mit einer Sperrung von Internetseiten verbunden sind, zu kl&#228;ren.</p></blockquote>
<p>Man beachte, mit wem die CDU in Dialog &#252;ber die Sperren treten m&#246;chte: Mit der Internetwirtschaft, mit den Strafbeh&#246;rden und den Fachpolitikern. Und <strong>N-I-C-H-T</strong> mit den Internetnutzern!</p>
<p>Die CDU will mit so manchem reden, aber nicht mit den in ihren Grundrechten ganz grunds&#228;tzlich betroffenen Internetnutzern, die ihre Bedenken bekanntlich <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">sehr offen erkl&#228;rt haben</a>. Deutlicher kann sich der <strong>elit&#228;r-korporatistisch-b&#252;rokratische Impuls</strong> von Teilen der Medienpolitik kaum selbst entlarven.</p>
<p>Die derzeit wichtigste Aufgabe der Medienpolitik ist es, einen <strong>Dialog mit den Nutzern</strong> &#252;ber die Sperren zu f&#252;hren. Das scheint die CDU zu &#252;bersehen.</p>
<p>2. Zum Thema Printmeden erkl&#228;rt die CDU:</p>
<blockquote><p>Zeitung lesen als Kulturgut: Eine gemeinsame Aufgabe von Politik und Verlagen besteht darin, verst&#228;rkt das Bewusstsein für den Wert und die Relevanz von Zeitungen und Zeitschriften in der Gesellschaft als Kulturgut zu verankern. Dies gilt besonders für die jüngere Generation, die aufgrund nachlassender Kontakte zu Printprodukten im famili&#228;ren Umfeld vor allem über den Weg der Schule an Zeitungen und Zeitschriften herangeführt werden muss.</p></blockquote>
<p>Zeitungen sind selbstredend die klassischen Tr&#228;ger von Qualit&#228;tsjournalismus. Hier wird jedoch wenig zielf&#252;hrend ein ganzer Medientr&#228;ger (inklusive Bild und Bravo) zum Kulturgut verkl&#228;rt.</p>
<p>Die Aufgabe von Medienpolitik ist es, Vielfalt und Qualit&#228;t sicherzustellen, nicht einzelne Medientr&#228;ger zu protegieren. Statt nur alte Medienstrukturen zu beamten, sollte sich Medienpolitik mindestens ebenso sehr daf&#252;r interessieren, wie sie die strukturellen Voraussetzungen f&#252;r Qualit&#228;tsinhalte im neuen Medium f&#246;rdern kann.</p>
<p>Dazu erf&#228;hrt man in den Thesen der CDU aber leider fast nichts.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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			</a>
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