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	<title>CARTA &#187; Freiheit</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 17:55:45 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Gerhart Baum zur Vorratsdatenspeicherung: &#8220;Wir sind doch keine Risikofaktoren&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 16:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wohin bewegt sich denn unsere Republik? Gerhart R. Baum, FDP-Innenminister a. D. und Mehrfachkl&#228;ger vor dem Verfassungsgericht, zog in Berlin eine Bilanz seiner Beschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung und der Sicherheitsbestrebungen der letzten Jahre. Die "Versuchung zur Unfreiheit" sei weiterhin hoch, aber das &#246;ffentliche Bewusstsein habe sich ver&#228;ndert. Ein 30-Minuten-Video.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/81f7cc11c4b6482b99a066e3cc6088fb" alt="" width="1" height="1" />&#8220;Der mit der Speicherung verbundene Grundrechtseingriff wiegt angesichts seiner Streubreite und der weitreichenden Aussagekraft der Daten besonders schwer.&#8221; &#8211; ein Satz, den Gerhart Baum mit allergr&#246;&#223;ter Genugtuung aus dem j&#252;ngsten Verfassungsgerichtsurteil vorliest. Das Urteil zeige die strikte Grundrechtsbezogenheit deutscher Politik. Gerhart Baum hatte unter anderem gegen die Vorratsdatenspeicherung Beschwerde eingereicht &#8211; und bilanzierte gestern, 3 Wochen nach dem Urteil, auf dem <a href="http://www.eco.de/arbeitskreise/2616_7378.htm">eco MMR  Kongress</a> noch einmal die Entwicklung der letzten Jahre im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit. <em>Carta</em> dokumentiert den 30-min&#252;tigen Auftritt:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="225" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10410700&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="225" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10410700&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/10410700">Gerhart R. Baum: Entwicklung zum &#220;berwachungsstaat?</a> from <a href="http://vimeo.com/user1191984">Carta</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>. Ton und Bildausschnitt sind leider nicht perfekt, aber in jedem Fall ausreichend um einen guten Eindruck zu bekommen.</p>
<p>Eine kleine Auswahl der Baum-Zitate:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es darf nicht so weitergehen, dass das Verfassungsgericht st&#228;ndig die Parlamente mahnen die Grenzen der Verfassung nicht zu &#252;berschreiten. Das Parlament darf nicht die Belastbarkeit der Verfassung erproben. Nun gibt es gen&#252;gend Urteile, damit das Parlament selber laufen kann.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Nicht alles, was Karlsruhe zul&#228;sst, muss auch gemacht werden! Wo k&#228;men wir hin, wenn wir alles f&#252;r korrekt halten w&#252;rden in unserem Leben, was nicht verboten ist strafrechtlich.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Um Himmels Willen! Bis zum Jahre 2008 gab es keine Vorratsdatenspeicherung, hei&#223;t das, dass man vorher &#252;berhaupt <a href="http://carta.info/23972/bdk-vorratsdatenspeicherung-pressemitteilung/">nicht aufgekl&#228;rt hat</a>?&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Wir sind doch keine Risikofaktoren! &#8230; Wir tragen diesen Staat, ohne <em>uns</em> g&#228;be es diese Demokratie nicht! Wie kommt man dazu uns Misstrauen gegen&#252;ber zu entwickeln?&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Datenschutz ist eine Freiheitsbedingung der demokratischen Gesellschaft.&#8221;</p></blockquote>
<p>Bezug nahm Baum auch auf die <a href="https://petition.foebud.org/ELENA">Verfassungsbeschwerde gegen ELENA</a>, an der man sich nur noch bis Montag beteiligen kann: &#8220;Zehntausend, zwanzigtausend, drei&#223;igtausend Leute werden mit einem Lastwagen n&#228;chste Woche ihre Verfassungsbeschwerden nach Karlsruhe bringen. Sie sehen daran, dass das &#246;ffentliche Bewusstsein sich ge&#228;ndert hat.&#8221; Er selbst &#252;berlege ebenfalls mit &#8220;ein paar Freunden&#8221; Verfassungsbeschwerde gegen dieses &#8220;Monstrum&#8221; einzulegen.</p>
<p>Sein Fazit:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt auch in unserer Gesellschaft Versuchungen zur Unfreiheit. Und die Verfassung bewahren wir nur, wenn wir sie wirklich leben. Sie schenkt sich uns nicht.&#8221;</p></blockquote>
<p>F&#252;r Eindr&#252;cke zu den anderen Programmpunkten sei auf die <a href="http://www.internet-law.de/2010/03/nachbetrachtung-zum-eco-kongress.html">Nachbetrachtung zum eco-Kongress &#8220;Internet &#8211; (k)ein rechtsfreier Raum?&#8221;</a> im Lawblog von Thomas Stadler und <a title="Permalink zu 'Wof&#252;r wir die Vorratsdatenspeicherung brauchen'" href="http://www.spreeblick.com/2010/03/25/wofur-wir-die-vorratsdatenspeicherung-brauchen/">Wof&#252;r  wir die Vorratsdatenspeicherung brauchen</a> von Simon Columbus auf Spreeblick verwiesen.<em></em></p>
<p><em>Vielen Dank an eco und Herrn Baum f&#252;r die Genehmigung der Ver&#246;ffentlichung.</em>
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<a href="http://carta.info/24815/gerhart-baum-zur-vorratsdatenspeicherung-wir-sind-doch-keine-risikofaktoren/">Gerhart Baum zur Vorratsdatenspeicherung: &#8220;Wir sind doch keine Risikofaktoren&#8221;</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/24815/gerhart-baum-zur-vorratsdatenspeicherung-wir-sind-doch-keine-risikofaktoren/#comments">8 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24815&amp;md5=a6846d2dd6049ef8c2bb5b54fe9f326b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Anton Nossik: Westblogger denken zuviel ans Geld</title>
		<link>http://carta.info/18794/interview-anton-nossik/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 14:02:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tatjana Brode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Russlands Internet-Guru Anton Nossik im Interview: Freiheit beim Bloggen hei&#223;t Unabh&#228;nigkeit von redaktionellen Zw&#228;ngen – und vom Druck, Geld zu verdienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/52e6e52cea70426088128c2844cf49c4" alt="" width="1" height="1" />Anton Nossik entwickelt seit Mitte der 1990er Jahre f&#252;hrende russische Informationswebsites, derzeit ist er Chefredakteur des Online-Wirtschaftsmagazins <a href="http://www.bfm.ru">BFM.ru</a> Im Video spricht er &#252;ber die Freiheit von Bloggern, wichtige russische Blogs, Unterschiede zwischen der russischen und der westlichen Blogosph&#228;re und &#252;ber Pr&#228;sident Medwedew. Das Interview wurde auf Englisch gef&#252;hrt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="600" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7760979&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="600" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7760979&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="font-size: xx-small;"><a href="http://vimeo.com/7760979">Video-Direktlink: Anton Nossik im Interview</a></span></p>
<p><strong>Die wichtigsten Aussagen von Anton Nossik:</strong></p>
<p>Man sollte die Bedeutung des Wortes Freiheit (bei Blogs) nicht auf die Freiheit begrenzen, die Regierung zu kritisieren. Russland hat eine Menge Zeitungen und Magazine, die das tun. <strong>Die Freiheit von Bloggern besteht darin, das auszudr&#252;cken, was sie denken und f&#252;hlen, unabh&#228;ngig von der Politik des Herausgebers</strong>, von redaktionellen Zw&#228;ngen oder dem Druck, Geld zu verdienen – und nicht notwendigerweise daraus, die Regierung zu kritisieren. Eigentlich gibt es keinen gro&#223;en Unterschied zwischen Kritik oder Lob an der Regierung – beides sind Meinungen. Die entscheidende Frage ist, ob man frei ist, seine Meinung zu publizieren, oder der Politik eines Herausgebers folgen muss, die man nicht selbst gesetzt hat.</p>
<p>Viele Muster in der westlichen und der russischen Blogosph&#228;re sind &#228;hnlich, im Westen jedoch gibt es in allem ein <strong>kapitalistisches Grundprinzip</strong>: Mit jeder Sache, die man gut macht, will man fr&#252;her oder sp&#228;ter Geld verdienen. Deshalb ver&#228;ndern sich westliche Blogs, wenn sie bekannter werden, sie verkaufen Werbung und verwandeln sich in regul&#228;re Massenmedien mit Angestellten, die statt des Erfinders schreiben, mit Marketing-Abteilungen etc. Das passiert in der russischen Blogosph&#228;re nicht, weil sie einerseits aus denen besteht, die andere Einnahmequellen haben, und andererseits aus denen, die ber&#252;hmt werden wollen, und nicht daf&#252;r bezahlt werden wollen, ber&#252;hmt zu werden.</p>
<p>Einige Zahlen:</p>
<p>Das russischsprachige Internet hat zurzeit etwa 80 Millionen Nutzer, die H&#228;lfte aus Russland, die andere H&#228;lfte russischsprachige Personen im Ausland. Etwa eine Million davon betreiben ein Blog, etwa acht Prozent davon schreiben &#252;ber Politik. Inzwischen haben viele, die zun&#228;chst mit Blogs experimentiert haben, in die sozialen Netzwerken gewechselt.</p>
<p>Blogs russischer Politiker:</p>
<p>In Russland ist es seit langem &#252;blich, dass etwa Kommunalpolitiker Zeitungen gr&#252;nden und betreiben – mit &#246;ffentlichen Geldern. Inzwischen haben einige ein Blog. Bei der Bev&#246;lkerung kommt das gut an, sie ist offen f&#252;r den Dialog mit den Autorit&#228;ten, sofern sie nicht von oben herab kommunizieren. Auch Medwedew bloggt, auf <a href="http://eng.kremlin.ru/sdocs/vappears.shtml">seiner offiziellen Kreml-Website</a>. Diskutieren und kommentieren k&#246;nnen die Nutzer beim Bloganbieter <em>LiveJournal</em>, dort wird Medwedews Blog gespiegelt.</p>
<p>Anton Nossik ist Chefredakteur des Online-Wirtschaftsmagazins bfm.ru. Seit 1995 besch&#228;ftigt er sich mit dem Internet, er entwickelte Nachrichten-Sites wie gazeta.ru, lenta.ru, tv.ru u.a. Dar&#252;ber hinaus betreibt er die Internet-Stiftung <a href="http://pomogi.org">pomogi.org</a>. 2006 war er an der Gr&#252;ndung der Online-Medien-Holding SUP beteiligt, die den russischen Anteil des Blogportals <em>LiveJournal</em> besitzt. Seit Dezember 1996 hat er ein eigenes Blog.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18794&amp;md5=ca8f1e6d4c1ed75004941d7e0f13ee71" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Polizei im Netz</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 21:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Das neue „Zugangserschwerungsgesetz“ ist das Pilot-Gesetz f&#252;r k&#252;nftige Eingriffe ins Netz. Wird die Netz-Community aus ihrer Niederlage lernen? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/901f0bba80dfb8488b086e240551ed" width="1" height="1" alt=""/><!--StartFragment--></p>
<p class="MsoNormal"><span>Das heute im Bundestag mit den Stimmen der Gro&#223;en Koalition verabschiedete Zugangserschwerungsgesetz („ZugErschwG“) muss man im Zusammenhang mit dem </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BKA-Gesetz">BKA-Gesetz</a><span> sehen, das die Befugnisse der Bundespolizei erheblich erweitert. Die Regulierung des Netzes wird zu einer Polizeiaufgabe. Neben die </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Durchsuchung">Online-Durchsuchung</a><span> tritt die </span><a href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html">Online-Zensur</a><span>. <strong>Metternichs </strong><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbader_Beschl&#252;sse">Karlsbader Beschl&#252;sse</a></strong><strong> lassen gr&#252;&#223;en.</strong></span><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Eingriffe in Freiheitsrechte wurden schon immer gern mit edlen Motiven begr&#252;ndet. Auch die Netzsperre gegen Kinderpornographie ist eine solche „humanit&#228;re Intervention“ (gegen die kein vern&#252;nftiger Mensch etwas haben kann). Fr&#252;her war es der arabische Sklavenhandel, den man unterbinden musste, heute sind es geschundene Kinder, die als Vorwand f&#252;r ganz andere Motive dienen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Die Netz-Community hat eine Niederlage erlitten. Trotz Sammlung von 134.000 </span><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Unterschriften</a><span> in relativ kurzer Zeit, trotz Parteienmobilisierung und </span><a href="http://www.readers-edition.de/2009/06/18/mahnwache-gegen-internetsperrungen/">Mahnwachen</a><span> wurde das Exempel statuiert. Das war ein Schuss vor den Bug der Piraten. Die Netzkritiker wollten zeigen, dass sie nicht l&#228;nger gewillt sind, sich auf der Nase herumtanzen zu lassen. Und sie haben erkannt, dass die „Schwachstelle“ des Netzes bei den Zugangs-Providern liegt. Die Dienste-Anbieter m&#252;ssen in Zukunft geeignete technische Ma&#223;nahmen treffen, um den Netz-Zugang (auf Anordnung der Polizei) zu erschweren, und zwar binnen sechs Stunden. Bei Zuwiderhandlung drohen Geldbu&#223;en bis zu 50.000 Euro.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Das hei&#223;t: Vom Bundeskriminalamt wird den gro&#223;en Providern k&#252;nftig t&#228;glich eine Sperrliste mit gef&#228;hrlichen Internetadressen zur Verf&#252;gung gestellt. Wer eine Seite, die in dieser Liste enthalten ist, anklickt, wird zu einem Stoppschild des BKA umgeleitet (und damit sozusagen verwarnt). Die Provider werden verpflichtet, dem BKA jede Woche eine anonymisierte Zugriffsliste f&#252;r solche Seiten (mit Zugriffszahl pro Stunde) zu liefern. Ein neutrales Aufsichtsgremium, bestehend aus f&#252;nf Experten, soll ein Mal im Vierteljahr pr&#252;fen, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Nun hat die Netz-Community ja h&#228;ufig genug darauf </span><a href="http://ak-zensur.de/2009/06/bka-untaetig.html">verwiesen</a><span>, dass es sich bei den neuen Regelungen (&#228;hnlich wie schon bei anderen Vorhaben Ursula von der Leyens) um reinen Aktionismus handelt. Statt die Kinderpornographie wirksam zu bek&#228;mpfen, wird ein digitaler Vorhang installiert, damit die Gesellschaft besser wegsehen kann (und dem Moloch Internet noch etwas &#228;ngstlicher gegen&#252;ber tritt).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Nat&#252;rlich ist das keine „Dummheit“ des Gesetzgebers, sondern Absicht. Das Zugangserschwerungsgesetz ist das Einfallstor f&#252;r weitere Beschr&#228;nkungen. Der behauptete „rechtsfreie Raum Internet“ wird &#252;ber die Zugangs-Provider schrittweise „zivilisiert“ werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span><strong>Doch die Netz-Community wird sich auch fragen lassen m&#252;ssen, ob sie alles richtig gemacht hat.</strong></span><span> Ob ihre manchmal arrogant vorgetragene Abwehrposition gegen jede Art von Zivilisierung des Netzes nicht am Ende kontraproduktiv ist. Die Netz-Community hat es z.B. nicht geschafft, die Kreativen (die Schriftsteller, Filmemacher, Musiker usw.) in der Urheberrechtsdebatte auf ihre Seite zu ziehen. Im Gegenteil, sie behandelt die Kreativen geringsch&#228;tzig und von oben herab wie eine Horde von Bettlern. Wer im Netz nicht &#252;berleben kann, so h&#246;hnen sie, hat nichts Besseres als den (beruflichen) Tod verdient. Die Netz-Community beraubt sich auf diese Weise eines wichtigen Verb&#252;ndeten. Das ist alles andere als klug. Denn <strong>die Verteidigung der Freiheit ben&#246;tigt eine ziemlich breite gesellschaftliche Basis. </strong></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span><strong></strong></span><span>Die Netz-Community darf sich jetzt nicht in die </span><a href="http://ak-zensur.de/2009/06/appell-an-die-spd.html">Schmoll-Ecke</a><span> zur&#252;ckziehen und einen trotzigen „Online-Wahlkampf“ androhen. Sie sollte das Gespr&#228;ch mit anderen Gruppen suchen. </span></span></p>
<p><!--EndFragment-->
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