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	<title>CARTA &#187; Deutsche Telekom</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Internes Dokument: Die Telekom erkl&#228;rt die Netzneutralit&#228;t</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Telekom erkl&#228;rt ihren Mitarbeitern die Netzneutralit&#228;t: Sie verteidigt noch einmal ihren "Qualit&#228;tsklassen"-Ansatz und bekennt sich zu Transparenz und Diskriminierungsfreiheit. So manche Frage aber bleibt unbeantwortet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/646c3dc7916e4c49ae181730198749f6" alt="" width="1" height="1" />Was bedeutet eigentlich Netzneutralit&#228;t? &#8211; Weil Mitarbeiter der Deutschen Telekom zunehmend darauf angesprochen werden, hat der Konzern f&#252;r das interne Briefing einen Handzettel erstellt, den das Darmst&#228;dter Blog <em><a href="http://www.schonleben.de/archives/1848">Schonleben.de</a></em> nun ver&#246;ffentlicht hat (<a href="http://www.schonleben.de/wp-content/uploads/2010/09/telekom-was-bedeutet-eigentlich-netzneutralitaet.pdf">PDF</a>).</p>
<p>Laut dem Papier will die Telekom zuk&#252;nftig unterschiedliche Qualit&#228;tsklassen anbieten &#8211; allerdings nur &#8220;f&#252;r besonders empfindliche Dienste&#8221;, wie Videokonferenzen, Telemedizin oder die Steuerung von Stromnetzen. Es bed&#252;rfe im Rahmen des Netzwerkmanagements der &#8220;technischen Absicherung der Qualit&#228;tsversprechen&#8221;.</p>
<p>Die Telekom werde die Qualit&#228;tsklassen diskriminierungsfrei allen Anbietern zur Verf&#252;gung stellen, die Ma&#223;nahmen transparent kommunizieren und konkurrierende Dienste nicht blockieren. Zus&#228;tzliche gesetzliche Regelungen seien nicht erforderlich, da die Regulierungsbeh&#246;rden bereits heute gegen ungerechtfertigte Diskriminierungen von Anbietern vorgehen k&#246;nnten.</p>
<p>Das Papier ist im Frage-Antwort-Schema konzipiert, hier zwei kurze Ausz&#252;ge:</p>
<blockquote><p><em>Gibt es in Zukunft ein Zwei-Klassen-Internet?</em><br />
Das heutige Internet wird auch in Zukunft weiter bestehen bleiben. Zus&#228;tzlich will die Telekom der Internetwirtschaft erm&#246;glichen, neue innovative Dienste anzubieten, die besonders hohe Qualit&#228;tsanforderungen haben. Beispiele daf&#252;r sind Videokonferenzen, Telemedizin und die intelligente Steuerung von Stromnetzen. Daf&#252;r bedarf es der Einf&#252;hrung zus&#228;tzlicher Qualit&#228;tsklassen und der technischen Absicherung der Qualit&#228;tsversprechen. Die Anschluss- und Transportnetze werden auch weiterhin kontinuierlich ausgebaut, um dem steigenden Bandbreitenbedarf gerecht zu werden.</p>
<p>&#8230;</p>
<p><em>Will die Telekom doppelt abkassieren?</em><br />
Bisher ist es so, dass die Infrastrukturanbieter die hohen Investitionen in den Netzausbau alleine schultern m&#252;ssen und die Internetwirtschaft davon profitiert. Der weitere Netzausbau ist aber extrem teuer: Experten rechnen f&#252;r ein fl&#228;chendeckendes Glasfasernetz mit Kosten von mindestens 50 Milliarden Euro. Gleichzeitig sind im Wettbewerb um die Endkunden die Anschlusspreise gesunken, so dass es schwieriger wird, den weiteren Ausbau alleine dar&#252;ber zu finanzieren. Deshalb ist es Teil der Strategie der Telekom, neue internetbasierte Dienste anzubieten. Dazu geh&#246;ren unter anderem auch Qualit&#228;tsklassen f&#252;r besonders empfindliche Dienste. So tragen diejenigen Nutzer einen gr&#246;&#223;eren Teil der Kosten, die besonders stark vom Netzausbau profitieren.</p></blockquote>
<p>Das Papier best&#228;tigt insgesamt die bekannten <a href="http://carta.info/31910/deutsche-telekom-netzneutralitaet/">Positionen der Telekom</a>: Sie m&#246;chte nur innerhalb von Qualit&#228;tsklassen diskriminierungsfrei handeln m&#252;ssen, nicht in Bezug auf das Internet gesamt. Sie fordert Qualit&#228;tsklassenneutralit&#228;t, nicht Netzneutralit&#228;t.</p>
<p>Immerhin bekennt sich die Telekom zu Transparenz und damit auch zu einem transparenten Diskurs &#252;ber die Grenzen von Qualit&#228;tsklassen im Internet. Einige Fragen dazu h&#228;tte die Telekom aber schon heute zus&#228;tzlich auf dem Handzettel beantworten k&#246;nnen, wie etwa:</p>
<ul>
<li>Wie neutral ist das heutige Internet-Angebot der Deutschen Telekom?</li>
<li>Welche Qualit&#228;tsklassen bietet die Telekom schon heute an?</li>
<li>Welche Dienste blockiert die Telekom heute (noch) bei ihrem mobilen Internetangebot?</li>
</ul>
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			</a>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/33317/internes-dokument-die-telekom-erklaert-die-netzneutralitaet/">Internes Dokument: Die Telekom erkl&#228;rt die Netzneutralit&#228;t</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/33317/internes-dokument-die-telekom-erklaert-die-netzneutralitaet/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=33317&amp;md5=a89b8bb3bd4a8c1409268fe706e22dbc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Telekom: Eine umfassende Netzneutralit&#228;t ist “nicht im Interesse der Allgemeinheit”</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 17:31:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Deutsche Telekom bezieht Stellung zur Netzneutralit&#228;t: Eine strikte Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete sei nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer. Stattdessen solle die Netzneutralit&#228;t nur innerhalb von Angebotssegmenten und Qualit&#228;tsklassen gelten. Zu diesem Ansatz  passen auch die "managed services", die Google und Verizon heute vorgeschlagen haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/cfe55c5b820541adab69e6e02a47bda3" alt="" width="1" height="1" />In der vergangenen Woche gab es <a href="http://t3n.de/news/netzneutralitat-google-verizon-dementieren-plane-277132/">bekanntlich</a> ein vernehmbares Raunen in Sachen &#8220;Netzneutralit&#228;t&#8221;. Die<em><a href="http://www.nytimes.com/2010/08/05/technology/05secret.html"> New York Times</a></em> hatte von Gespr&#228;chen berichtet, wonach Google besonders schnelle Datenleitungen beim US-Netzbetreiber Verizon anmieten oder kaufen k&#246;nnte. Google und Verizon <a href="http://carta.info/31765/googles-verizon-und-die-komische-netzneutralitaet-geschichte/">dementierten</a> zwar die vermeldeten Pl&#228;ne, nicht aber eine geplante Zusammenarbeit.</p>
<p>Die zugleich bekannt gewordene <a href="http://www.neunetz.com/2010/08/05/netzneutralitaet-aus-sicht-von-google-ceo-eric-schmidt/">Definition Eric Schmidts der Netzneutralit&#228;t</a> weist dabei den Weg, den die Kooperation der beiden Konzerne nehmen k&#246;nnte: Demnach w&#228;re es in Ordnung und mit der Netzneutralit&#228;t vereinbar, wenn Verizon bestimmte <em>Datenarten </em><a href="http://www.politico.com/news/stories/0810/40668.html">bevorzugen</a>, dabei aber alle <em>Anbieter </em>gleich behandeln w&#252;rde. Netzbetreiber k&#246;nnten beispielsweise Videostreams priorisieren, m&#252;sste aber alle Streaming-Anbieter gleich behandeln.</p>
<p><strong>Update</strong>: Google und Verizon <a href="http://http://googlepublicpolicy.blogspot.com/2010/08/joint-policy-proposal-for-open-internet.html">setzen sich</a> im Rahmen von &#8220;managed services&#8221; f&#252;r eine Priorisierung von Datendiensten au&#223;erhalb des &#8220;&#246;ffentlichen Internets&#8221; und im mobilen Internet ein (<a href="http://voices.washingtonpost.com/posttech/2010/08/live_blogging_google-verizon_a.html">WaPo</a>,<a href="http://www.wired.com/epicenter/2010/08/google-verizon-propose-open-vs-paid-internets/">Wired</a>, <a href="http://www.huffingtonpost.com/adam-green/breaking-google-goes-evil_b_676021.html">HuffPo</a>, <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/der-google-und-verizon-deal-zu-netzneutralitat/">NetzPo</a>).</p>
<div id="attachment_32006" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/telekomskulptur.jpg"><img class="size-medium wp-image-32006" title="telekomskulptur" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/08/telekomskulptur-300x196.jpg" alt="Eine strikte Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete kann nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer sein. (Foto: Deutsche Telekom AG)" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Blank: &quot;Eine strikte Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete kann nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer sein.&quot; (Foto: Deutsche Telekom AG)</p></div>
<p>Auch hierzulande wird die Entwicklung sehr genau beobachtet. Netzneutralit&#228;t ist ein<a href="http://carta.info/29117/netzneutralitaet-erster-aufschlag-der-enquete-kommission/"> Kernthema der Internetenquete-Kommission</a> und in der vergangenen Wochen stand die Presserkl&#228;rungsmaschinerie vernehmbar kurz vor der Aktivierung &#8211; bis Google gerade noch rechtzeitig dementierte.</p>
<p>Von der <strong>Deutschen Telekom</strong> gab es in den letzten Monaten nur einen Halbsatz zur Netzneutralit&#228;t. Telekom-Chef René Obermann hatte gegen&#252;ber dem <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,707601,00.html"><em>Manager Magazin</em></a> gesagt, eine h&#246;here &#220;bertragungsqualit&#228;t von Musik- und Videodiensten solle &#8220;auch differenziert bepreist werden&#8221;. Die Telekom diskutiere dies bereits mit Google und anderen. Bereits diese Andeutungen sorgen f&#252;r eine Protestwelle <a href="http://www.piksa.info/blog/2010/07/21/der-tag-an-dem-die-deutsche-telekom-sich-das-netz-zum-feind-machte/">auf Twitter und in Blogs</a>.</p>
<p><em>Carta</em> hat daher im Zuge der US-Ereignisse die Deutsche Telekom noch einmal um ein Statement zur Netzneutralit&#228;t gebeten &#8211; und eine sehr instruktive Antwort von ihrem Sprecher Philipp Blank erhalten.</p>
<p>Auch die Deutsche Telekom denkt demnach in den Bahnen der Eric-Schmidt-Definition von Netzneutralit&#228;t: Neutral und diskriminierungsfrei sollten nur &#8220;die Daten aller Anbieter aus einem Segment&#8221; behandelt werden, so Blank. Die Telekom spreche sich f&#252;r die Gleichbehandlung der Anbieter &#8220;innerhalb von Qualit&#228;tsklassen&#8221; aus. Die Anbieter von Streaming-Videos w&#252;rden demnach gleich behandelt, der Zugang zu garantiert ruckelfreien Videos k&#246;nnte aber den Nutzern als gesonderte Tarifoption angeboten werden.</p>
<p>Zugleich erkl&#228;rt die Telekom, dass <strong>eine streng verstandene Netzneutralit&#228;t</strong> &#8211; im Sinne einer strikten Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete &#8211; &#8220;<strong>nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer</strong>&#8221; sei:</p>
<blockquote><p>&#8220;Im Interesse der Nutzer ist nicht allein der diskriminierungsfreie Zugang zu Informationen und Anbietern, sondern auch das reibungslose Funktionieren von Anwendungen und effizient eingesetzte Netzressourcen, die letztlich zu niedrigen Zugangspreisen beitragen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Telekom fordert vielmehr &#8220;eine intelligente Steuerung des Internetverkehrs &#252;ber Qualit&#228;tsklassen&#8221;. Es sei ein sch&#252;tzenswertes volkswirtschaftliches Prinzip, dass Anbieter f&#252;r unterschiedliche Qualit&#228;ten auch unterschiedliche Preise verlangen k&#246;nnten. Dies habe sich im Internet, beispielsweise bei E-Mail-Diensten, l&#228;ngst durchgesetzt.</p>
<p>Zugleich macht die Telekom deutlich, dass sie bei der &#8220;konkreten Ausgestaltung&#8221; m&#246;glicher Datentransportklassen noch ganz am Anfang stehe.</p>
<p>Die Deutsche Telekom, mit <a href="http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Marktbeobachtung/Breitbandanschluesse/Breitbandanschluesse_node.html">&#252;ber 10 Mio. DSL-Anschl&#252;ssen</a> gr&#246;&#223;ter Anbieter hierzulande, bezieht damit sehr deutlich Stellung, wonach die Netzneutralit&#228;t innerhalb von Angebotssegmenten und Qualit&#228;tsklassen gelten soll &#8211; nicht aber global auf den gesamten Datenverkehr bezogen werden soll. Eine umfassende Gleichbehandlung aller Datenpakete sei, so der Telekommunikationskonzern, nicht im Interesse der Allgemeinheit, der Angebotsqualit&#228;t und einer effizienten Nutzung der Netzwerkressourcen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Erkl&#228;rung von Philipp Blank, Pressesprecher der Deutschen Telekom AG, gegen&#252;ber <em>Carta</em> in voller L&#228;nge:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir beobachten die Diskussionen in den USA mit gro&#223;em Interesse. Aufgrund des erheblich ansteigenden Datenverkehrs braucht das Internet eine intelligente Steuerung, um die Qualit&#228;t des Informationstransports und der Anwendungen sicherzustellen.</p>
<p><strong>Eine strikte Gleichbehandlung s&#228;mtlicher Datenpakete kann nicht im Interesse der Allgemeinheit und der Endnutzer sein.</strong> Bei einer solchen Gleichbehandlung w&#252;rde die Qualit&#228;t von Diensten wie Videokonferenzen oder Telemedizin erheblich eingeschr&#228;nkt. Im Interesse der Nutzer ist nicht allein der diskriminierungsfreie Zugang zu Informationen und Anbietern, sondern auch das reibungslose Funktionieren von Anwendungen und effizient eingesetzte Netzressourcen, die letztlich zu niedrigen Zugangspreisen beitragen.</p>
<p>Daher gilt es, innovatives Netzwerkmanagment und unterschiedliche Qualit&#228;tsklassen zu erm&#246;glichen. Dabei muss aber ein diskriminierungsfreier Zugang innerhalb von Qualit&#228;tsklassen sichergestellt werden: Die Daten aller Anbieter aus einem Segment sind selbstverst&#228;ndlich gleich zu behandeln. Hier darf nicht diskriminiert werden.</p>
<p>Dass unterschiedliche Qualit&#228;ten auch unterschiedliche Preise haben, ist im Internet l&#228;ngst etabliert: So bieten beispielsweise Anbieter von E-Mail-Diensten oder sozialen Netzwerken wie Xing neben einer kostenlosen Version auch kostenpflichtige Angebote an, die etwa keine Werbung oder zus&#228;tzliche Suchfunktionen umfassen<strong>. Es ist ein volkswirtschaftlich wichtiges Grundprinzip, dass Anbieter unterschiedliche Qualit&#228;ten auch zu unterschiedlichen Preisen anbieten k&#246;nnen.</strong> Bei der konkreten Ausgestaltung m&#246;glicher Qualit&#228;tsklassen f&#252;r den Datentransport stehen wir aber noch ganz am Anfang.</p>
<p>Klar ist hingegen schon jetzt: Wir brauchen eine intelligente Steuerung des Internetverkehrs &#252;ber Qualit&#228;tsklassen.&#8221;</p></blockquote>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=31910&amp;md5=0763846e917bdfeb3c89a118bbb42975" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>14, 11 oder 42 Thesen f&#252;r die digitale Welt?</title>
		<link>http://carta.info/30966/14-11-oder-42-thesen-fuer-die-digitale-welt/</link>
		<comments>http://carta.info/30966/14-11-oder-42-thesen-fuer-die-digitale-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 16:14:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Mamitzsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[BDK]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas de Maizière]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Chaos Computer Club stellt "11 Thesen f&#252;r ein lebenswertes Netz" zur Diskussion. Das Netz d&#252;rfe nicht nur als Quell ewigen &#220;bels gesehen werden, vielmehr sollte Selbstbestimmung der freien Netzb&#252;rger das Ziel sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen m&#246;gen Listen. In den letzten Tagen und Wochen wurden einige davon ver&#246;ffentlicht, die sich mit Internet und Netzpolitik besch&#228;ftigen. Besonders hervorzuheben dabei: Als Reaktion auf die 14 Thesen zur Netzpolitik des Bundesinnenministers hat der Chaos Computer Club 11 &#8220;<a href="http://ccc.de/de/updates/2010/forderungen-lebenswertes-netz">Forderungen f&#252;r ein lebenswertes Netz</a>&#8221; aufgestellt:</p>
<blockquote><p>Wir haben daher in klare Worte gefa&#223;t, welche Errungenschaften erhalten  und welche aktuellen Mi&#223;st&#228;nde unserer Meinung nach angepackt werden  m&#252;ssen, welche Risiken f&#252;r die Zukunft einer wettbewerbs- und  lebensf&#228;higen Gesellschaft im Netz wir sehen und wohin die Reise gehen  soll. Diese Reise kann nat&#252;rlich nur unter Mitnahme aller B&#252;rger, die  ausreichend schnell, unzensiert und unbevormundet an ein interaktives  Netz angeschlossen sind, Fahrt aufnehmen.</p>
<ol>
<li><em>Netzzugang ist ein Grundrecht und Bedingung f&#252;r die Teilnahme am  kulturellen und politischen Leben</em></li>
<li><em>Nutzen des Netzes kann sich nur entfalten, wenn die  Netzneutralit&#228;t garantiert ist</em><em></em></li>
<li><em>IT-Gro&#223;projekte der &#246;ffentlichen Hand nach sinnvollen Kriterien  vergeben</em></li>
<li><em>&#214;ffentliche Daten transparent handhaben</em></li>
<li><em>Klare Absage an Softwarepatente</em></li>
<li><em>Urheberrechtgesetzgebung modernisieren</em></li>
<li><em>Zugangsprovider haften nicht f&#252;r die Daten ihrer Kunden</em></li>
<li><em>Private Daten besser sch&#252;tzen</em></li>
<li><em>Recht auf Anonymit&#228;t etablieren</em></li>
<li><em>Profilbildung &#252;ber Menschen verhindern</em></li>
<li><em>Whistleblower-Schutz verbessern</em></li>
</ol>
</blockquote>
<p><a href="http://ccc.de/de/updates/2010/forderungen-lebenswertes-netz"><em>Weiter zu den Erkl&#228;rungen der einzelnen Punkte&#8230;</em></a><br />
<strong> </strong> </p>
<p>Weitere erw&#228;hnenswerte Listen:</p>
<p>Der Bund Deutscher Kriminalbeamter torpedierte seine in einigen Punkten sinnvollen <a href="http://www.piksa.info/blog/2010/07/17/bund-deutscher-kriminalbeamter-will-keine-anonymitat-im-netz/">15 Forderungen</a> am Samstag mit dem Wunsch, einen <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/trolle-idee-reset-knopf-fur-internet-ausschalten/">Reset-Knopf f&#252;r das Internet</a> zu schaffen und eine Ausweispflicht im Internet einzuf&#252;hren.</p>
<p>Au&#223;erdem gab es in der letzten Woche noch die <a href="http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2010/07/creation-center-der-telekom-labs-entdeckt-5-screen.html">missgl&#252;ckten</a> <a href="http://www.sichelputzer.de/2010/07/16/wie-geht-man-mit-kinderfeindlichen-leitlinien-um/">Internetknigge</a>-Leitlinien  der <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/507719">Telekom</a>. Dazu sei einfach auf die Zusammenstellung der <a rel="bookmark" href="../../21736/die-10-x-10-gebote-fuer-die-digitale-welt/">10 x 10 Gebote f&#252;r die digitale Welt</a> von Peter Glaser verwiesen. 10 lesenswerte Listen, die ebenso die Sehnsucht nach Ordnung bedienen und Anregungen f&#252;r Etikette liefern k&#246;nnen – und dabei auch noch lesbar sind.</p>
<p>Marcel-André Casasola  Merkle bloggte schlie&#223;lich heute die <a href="http://www.137b.org/?p=660">&#8220;42   finalen Thesen zum Internet</a>&#8220;, damit sollte das Listenschreiben f&#252;r dieses Sommerloch beendet sein. Ein Ausschnitt:</p>
<blockquote><p>12. Du bist der Held in diesem Abenteuer. Du entscheidest, welche Links du klickst, ob du dich bei Parship oder Ebay anmeldest, ob du bingst oder googlest, ob du bei Facebook deine Daten verschenkst oder bei Twitter deine Gedanken.<br />
13. Es gibt Menschen, denen macht das Angst. Deshalb hassen sie das Netz. Sie wollen Leitplanken, feste Regeln und gottgegebene Werte. Sie wollen gesagt bekommen, was sie zu tun haben, damit sie sich nicht den Kopf dar&#252;ber zerbrechen m&#252;ssen, was sie tun wollen.<br />
14. Das Netz sagt es dir nicht.<br />
15. Das Netz sagt: „I can haz cheeseburger.“</p></blockquote>
<p><a href="http://www.137b.org/?p=660"><em>Alle 42 Thesen lesen&#8230;</em></a>
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		<title>Das Jahr der Datenskandale</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 09:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch nie gab es in einem Jahr so viele Datenskandale wie im Jahr 2009. Ein R&#252;ckblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicherlich h&#228;ngt die erh&#246;hte Zahl auch mit der zunehmenden Ausdifferenzierung der Informationsgesellschaft und der <a href="http://stedavies.com/2009/10/social-media-counter/" target="_blank">vermehrten Nutzung des Internets</a> zusammen, dennoch ist die Anzahl an sich spektakul&#228;r und besorgniserregend zugleich. Carta hat die gr&#246;&#223;ten Datenskandale des Jahres 2009 einmal gesammelt:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ma&#223;geblichen Anteil an der Aufdeckung von Datenskandalen in Deutschland in diesem Jahr hat das von Markus Beckedahl betriebene Blog <a href="http://netzpolitik.org">netzpolitik.org</a>. In einem <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1120/seite3/0001/index.html" target="_blank">Portrait &#252;ber Beckedahl</a> schrieb die Berliner Zeitung am 20. November 2009:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm">Allein in den vergangenen vier Wochen hat Beckedahl mehrere spektakul&#228;re Datenlecks aufgedeckt. Jedes Mal waren Informationen von Hunderttausenden Nutzern ungesch&#252;tzt. <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,658061,00.html" target="_blank">Rechnungen beim Online-Buchh&#228;ndler libri.de</a> und im <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/872/493221/text/" target="_blank">Internetshop der Sparkasse</a> waren f&#252;r jeden einsehbar. Im <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/datenluecke-im-fanshop-des-1-fc-koeln/" target="_blank">Online-Fanshop des 1. FC K&#246;ln</a> w&#228;re es ein Leichtes gewesen, Tausende Trikots zu bestellen &#8211; auf die Rechnung von Clubmitgliedern wie Michael Schumacher und Guildo Horn. Diese Lecks wurden abgedichtet durch die Berichte von netzpolitik.org.</p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm">F&#252;r die meisten Schlagzeilen in diesem Jahr sorgte sicherlich die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655820,00.html" target="_blank">Datenpanne bei Sch&#252;lerVZ</a>, dessen <a href="http://www.stern.de/panorama/datenklau-bei-schuelervz-verdaechtiger-begeht-selbstmord-1518481.html" target="_blank">Protagonist sich das Leben nahm</a>. Hier wurden netzpolitik.org nach eigenen Angaben <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/neues-vom-schuelervz-datenleck/" target="_blank">mehr als eine Million Datens&#228;tze zugespielt</a>.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Nummer zwei in der Aufmerksamkeitskala d&#252;rfte in diesem Jahr der von Spiegel Online aufgedeckte Skandal um <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,617347,00.html" target="_blank">geheime Krankenakten bei Lidl</a> erreicht haben. So hielt der Discounter  die Krankheiten von Mitarbeitern in firmeninternen Unterlagen fest, obwohl dies arbeitsrechtlich bedenklich ist. Erst 2008 hatten der Stern und stern.de den <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/bespitzelung-bei-lidl-der-skandal-der-die-republik-erschuetterte-649156.html" target="_blank">Lidl-Bespitzelungskandal</a> aufgedeckt. Nach Informationen der &#8220;S&#252;ddeutschen Zeitung&#8221; &#8211; ebenfalls von April &#8211; horchte auch die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/868/465459/text/" target="_blank">Drogeriekette M&#252;ller</a> Besch&#228;ftigte nach Krankheiten aus.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Nachdem England in den letzten Jahren mit Datenskandalen durch verlorene oder gestohlene <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/notebook-diebstahl_aid_234189.html" target="_blank">Notebooks</a>, CD-ROMSs (<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/international/England-Steuerdaten;art123,2426778" target="_blank">I</a>, <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/london_aid_230630.html" target="_blank">II</a>) oder <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/45/311963/text/" target="_blank">Festplatten</a> immer wieder f&#252;r Schlagzeilen sorgte, war es dieses Jahr die britische Tochterfirma eines deutschen Unternehmens, die mit Negativpresse zu k&#228;mpfen hatte. Bei einer britischen Tochter der Telekom-Tochter T-Mobile wurden, wie Mitte November bekannt wurde, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,661900,00.html" target="_blank">sensible Informationen &#252;ber Tausende Kunden an Zwischenh&#228;nder verkauft</a>.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">In sich hatte es der Oktober dieses Jahres:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>13. Oktober</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Der Spiegel berichtet, dass der Deutschen Telekom <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,654956,00.html" target="_blank">Daten von hunderttausenden Kunden entwendet</a> wurden und zum Teil in der T&#252;rkei landeten. In dem Artikel hei&#223;t es:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm">Erst <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,653274,00.html" target="_blank">Anfang Oktober</a> hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass Vertriebspartner des Konzerns Kundendaten unerlaubt an Drittfirmen weitergegeben haben.</p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>16. Oktober</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">NDR Info, k&#252;rzlich mit dem Leuchtturm-Preis des Netzwerks Recherche ausgezeichnet (<a href="http://www.presseportal.de/pm/50273/1517831/netzwerk_recherche" target="_blank">I</a>, <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/radio/ndrinfo128.html" target="_blank">II</a>), berichtet, dass der Redaktion <a href="http://www1.ndr.de/wirtschaft/datenpanneawd100.html" target="_blank">27.000 Datens&#228;tze des Finanzdienstleisters AWD</a> zugespielt wurden.</p>
<p><strong>19. Oktober</strong></p>
<p>Wie die Financial Times Deutschland enth&#252;llte, lie&#223; die Karstadt-Quelle-Bank zahlreiche Mastercard-Kreditkarten sperren und umtauschen, weil <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:datenpanne-karstadt-quelle-bank-befuerchtet-mastercard-missbrauch/50025501.html" target="_blank">Unbefugte an Kreditkartennummern der Karstadt-Mastercard gelangt</a> waren.</p>
<p><strong>21. Oktober</strong></p>
<p><a href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/neue-datenaffaere-telekom-trickst-bei-der-aufklaerung-1515846.html" target="_blank">Stern.de</a> meldet, die Telekom trickse bei der Aufkl&#228;rung ihrer neuen <span style="text-decoration: line-through"><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,556502,00.html" target="_blank">Spitzel</a></span>Datenaff&#228;re. So soll die Kriminalpolizei mehrfach bei der Telekom nachgehakt haben, bis die Konzernsicherheit Anfang Juni endlich Angaben zu einem Vertrag mit einer umstrittenen Firma machte. Noch im Februar hatte die Telekom best&#228;tigt, dass sie wie die Deutsche Bahn <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article3139386/Auch-die-Telekom-hat-ihre-Mitarbeiter-ueberprueft.html" target="_blank">Daten von Mitarbeitern &#252;berpr&#252;ft</a> hat, um Korruption zu bek&#228;mpfen.
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		<title>Rechtsfragen der Informationsgesellschaft – Datenschutz, Amateurfu&#223;ball, Hartz IV</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 09:17:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Telemedicus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wochenr&#252;ckblick, diesmal mit: Video-Verkehrs&#252;berwachung nur mit Rechtsgrundlage, DFB-Landesverband verbietet Amateurliga-Fotos, WDR: Drei-Stufen-Test ausgesetzt, keine GEZ-Befreiung bei ALG II mit Zuschl&#228;gen, Google muss Nutzerdaten herausgeben – und mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b5101b58f66473b6bddac1e527e30e" width="1" height="1" alt=""/><strong>Verfassungsgericht: Video-Verkehrs&#252;berwachung nur mit Rechtsgrundlage</strong><br />
Das Bundesverfassunsgericht hat in der vergangenen Woche klargestellt, dass das <a href="http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/88-BVerfG-Az-1-BvR-209,-269,-362,-420,-440,-48483-Volkszaehlungsurteil.html">Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung</a> nur nur auf Grundlage hinreichend bestimmter Gesetze eingeschr&#228;nkt werden kann. Die Karlsruher Richter gaben in ihrer Entscheidung einer Verfassungsbeschwerde (Az. 2 BvR 941/08) gegen eine Verkehrskontrolle mit Video-Aufzeichnung statt. Der dortige verdachtsunabh&#228;ngige Einsatz der Videotechnik war n&#228;mlich lediglich durch einen Minister-Erlass gedeckt. Dies reichte dem Zweiten Senat als Rechtsgrundlage f&#252;r einen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung aber nicht aus. Das Gericht forderte vielmehr ein hinreichend bestimmtes und verh&#228;ltnism&#228;&#223;iges formelles Gesetz als Rechtsgrundlage.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/article/1456-BVerfG-Video-Verkehrsueberwachung-nur-mit-Rechtsgrundlage.html">Die Einzelheiten zu der Entscheidung bei Telemedicus.</a></li>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/urteile/Datenschutzrecht/Videoueberwachung/843-BVerfG-Az-2-BvR-94108-Einschraenkbarkeit-der-informationellen-Selbstbestimmung.html">Der Volltext des Beschlusses vom 11.08.2009.</a></li>
</ul>
<p><strong>Weiterer DFB-Landesverband verbietet Fotos aus der Amateurliga</strong><br />
Der Nieders&#228;chsische Fu&#223;ball-Verband (NFV) untersagt Dritten ab sofort, Fotos von seinen Amateurfu&#223;ballspielen auf dem Mitmach-Portal „MyHeimat” oder vergleichbaren kommerziellen Plattformen zu ver&#246;ffentlichen. Der Verband st&#252;tzt sein Verbot auf die Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart in der <a href="http://www.telemedicus.info/article/1255-OLG-Stuttgart-Hartplatzhelden-Urteil-im-Volltext.html">Causa „Hartplatzhelden”</a>. Allerdings ist diese Entscheidung noch nicht rechtskr&#228;ftig; die Revision ist noch beim Bundesgerichtshof anh&#228;ngig. Es bahnt sich in Niederdachsen also wohl ein &#228;hnlicher Streit wie bei den Hartplatzhelden in Baden-W&#252;rttemberg oder beim <a href="http://www.heise.de/newsticker/Hessischer-Fussball-Verband-schiesst-YouTube-Videos-ab--/meldung/142813">hessischen DFB-Landesverband</a> an.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/DFB-Landesverband-will-Fussballfotos-von-Buerger-Reportern-untersagen--/meldung/144103">Die Einzelheiten bei heise.de.</a></li>
</ul>
<p><strong>Landgericht </strong><strong>G&#246;ttingen: Abofallenbetreiber zu Freiheitsstrafen verurteilt</strong><br />
Zu Beginn der letzten Woche verurteilte das Landgericht G&#246;ttingen eine Gruppe von drei Studenten wegen vollendeten gewerbsm&#228;&#223;igen Betrugs zu Freiheitsstrafen von sechs bis 18 Monaten. Die Strafvollstreckung wurde durch den Richterspruch zur Bew&#228;hrung ausgesetzt. Die Verurteilten hatten im Jahr 2007 unter der Domain „fabrik-einkauf.com” eine klassischen als Gewinnspiel getarnte Abofalle betrieben und damit etwa 100.000 Euro ergaunert.</p>
<ul>
<li><a href="http://blog.beck.de/2009/08/18/jura-studenten-wegen-web-abzocke-zu-bewaehrungsstrafen-verurteilt">Die Einzelheiten zum Verfahren beim beck-blog.</a><strong></strong></li>
</ul>
<p><strong>WDR-Rundfunkrat setzt den Drei-Stufen-Test aus</strong><br />
Der WDR-Rundfunkrat hat die durch den Intendanten im Rahmen des Drei-Stufen-Tests vorgelegten Telemedienkonzepte als unzureichend zur&#252;ckgewiesen. Infolge dessen hat das Gremium den Drei-Stufen-Test f&#252;r bestimmte Internet-Angebote des WDR zun&#228;chst abgebrochen. Die Konzepte entspr&#228;chen in weiten Teilen nicht den tats&#228;chlich vorhandenen Internetseiten des Senders. Aus diesem Grunde sei die Durchf&#252;hrung eines rechtlich unbedenklichen Drei-Stufen-Tests nicht m&#246;glich, so der Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats. Unterdessen wurde auch bekannt, dass mehrere Privatsender in ihren Stellungnahmen zum NDR-Telemedienkonzept dessen Unbestimmtheit scharf kritisiert haben.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.kress.de/cont/story.php?id=129845">Die Hintergr&#252;nde bei kress.de.</a></li>
</ul>
<p><strong>Bei ALG II mit Zuschl&#228;gen keine Rundfunkgeb&#252;hrenbefreiung</strong><br />
Wie in der letzten Woche bekannt wurde, hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-W&#252;rttemberg (Az. 2 S 1400/08) bereits im M&#228;rz entschieden, dass Empf&#228;nger von Arbeitslosengeld II samt Zuschl&#228;gen gem&#228;&#223; <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__24.html">§ 24 SGB II</a> nicht die Voraussetzungen zur Befreiung von der Rundfunkgeb&#252;hrenpflicht erf&#252;llen. Dies gilt der Entscheidung aus Stuttgart zufolge selbst dann, wenn die Zuschl&#228;ge geringer als die monatlich zu zahlenden Rundfunkgeb&#252;hren sind. Denn die Anwendung der H&#228;rtefallregelung des <a href="http://hh.juris.de/hh/RdFunkGebStVtr_HA_P6-4.htm">§ 6 Abs. 3 RGebStV </a>kommt nach Ansicht der Richter dabei nicht in Betracht.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article4345079/Hartz-IV-bedeutet-nicht-immer-GEZ-Befreiung.html">Die Details zum Fall bei welt.de.</a></li>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/urteile/Rundfunkrecht/Rundfunkgebuehrenpflicht/844-VGH-Baden-Wuerttemberg-Az-2-S-140008-Rundfunkgebuehrenpflicht-und-ALG-II.html">Die Entscheidung des VGH Baden W&#252;rttemberg vom 16.03.2009.</a></li>
</ul>
<p><strong>Kartellsenat des OLG D&#252;sseldorf verhandelt Liga-Streit</strong><br />
Am vergangenen Mittwoch war vor dem Oberlandesgericht D&#252;sseldorf Verhandlungsauftakt im Kartellrechtsstreit zwischen der Deutschen Fu&#223;ball-Liga (DFL) und dem Bundeskartellamt. In dem Verfahren wird &#252;ber eine Beschwerde der DFL gegen das Kartellamt verhandelt. Der Liga-Verband wirft der obersten Kartellbeh&#246;rde vor, neue Verwertungsmodelle der Liga durch eine blo&#223;e Pressemitteilung untersagt zu haben, noch bevor &#252;berhaupt ein entsprechender hoheitlicher Beschluss in der Welt war. Die DFL sieht darin ein Versto&#223; gegen das Rechtsstaatsprinzip. Den Ausf&#252;hrungen des Gerichts am ersten Verhandlungstag zufolge teilt der Erste Kartellsenat des OLG D&#252;sseldorf aktuell die Einsch&#228;tzungen der DFL wohl nicht. F&#252;r die Verk&#252;ndung einer Entscheidung wurde der 16. September 2009 als Termin festgelegt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/bundesliga-entscheidung-im-streit-dfl-kartellamt-vertagt_aid_427714.html">Die Einzelheiten zum Verfahren sind bei Focus Online aufbereitet.</a></li>
</ul>
<p><strong>Telekom-Chef kritisiert europ&#228;ische Breitband-Regulierung</strong><br />
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, hat in der vergangenen Woche die europ&#228;ische Telekommunikations-Regulierung beim Zugang zu Breitbandnetzen scharf kritisiert. Dabei ging er insbesondere mit der EU-Kommission hart ins Gericht. Denn die Br&#252;ssler Beh&#246;rde wolle zum einen den Breitbandausbau weiter mit Regulierungsma&#223;nahmen forcieren, die Nutzungsentgelte in diesem Bereich aber immer weiter senken. So sei nach Meinung von Obermann letztlich jedoch ein solcher Netzausbau nicht zu finanzieren. In Deutschland sind unterdessen die Verhandlung &#252;ber die Vorleistungsprodukte beim VDSL-Zugang zwischen der Deutschen Telekom und den Branchenverb&#228;nden Breko und VATM gescheitert.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.zeit.de/newsticker/2009/8/19/iptc-bdt-20090819-354-22139640xml">Die Hintergr&#252;nde zur Kritik von René Obermann bei zeit.de.</a></li>
<li><a href="http://www.golem.de/0908/69224.html">Die Hintergr&#252;nde zum Scheitern der nationalen VDSL-Verhandlungen bei golem.de.</a></li>
</ul>
<p><strong>USA: Google muss erstmals Nutzerdaten herausgeben</strong><br />
Ein Gericht in den USA hat erstmals vom Internet-Riesen Google die Herausgabe von Nutzerdaten verlangt. Hintergrund des Verfahrens war eine Pers&#246;nlichkeitsrechtsverletzung durch einen Blogeintrag auf einer Google-Plattform. Das Opfer der Tat suchte daraufhin gerichtliche Hilfe und hatte nun Erfolg: Google ist inzwischen dem gerichtlichen Auskunftsersuchen nachgekommen und hat den Blogautor namentlich benannt. Im Vorfeld des Prozesses hatte Google die Herausgabe der Daten unter Bezugnahme auf die Meinungsfreiheit seiner Nutzer noch verweigert.</p>
<ul>
<li><a href="http://meedia.de/details/article/google-muss-blogger-identitt-preisgeben_100022702.html">Meldung bei meedia.de.</a></li>
</ul>
<p><em>In Zusammenarbeit mit <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telemedicus.info/');" href="http://www.telemedicus.info/" target="_blank">Telemedicus</a> pr&#228;sentiert Carta jeden Montag zentrale Entwicklungen des Medien- und Informationsrechts.</em> <em>Carta &#252;bernimmt den <a href="http://telemedicus.info/article/1459-Wochenrueckblick-Datenschutz,-Amateurfussball,-Hartz-IV.html">Wochenr&#252;ckblick</a> mit freundlicher Genehmigung der Autoren. Dieser Wochenr&#252;ckblick wurde zusammengesteltt von Thomas Mike Peters.</em>
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		<title>Rechtsfragen der Informationsgesellschaft: Verbraucherschutz, Twitter, Rundfunkgeb&#252;hr</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 08:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Telemedicus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Taz]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wochenr&#252;ckblick, diesmal mit: Neues Verbraucherschutzrecht in Kraft, Streit um Google Street View beigelegt, Patentklage gegen Twitter, Dienst-PCs ohne GEZ, Leichtathletik-WM ohne taz – und mehr]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/affde66be20b594a025430e430bcfc" width="1" height="1" alt=""/><strong>Neues Verbraucherschutzrecht in Kraft</strong><br />
Am 4. August ist eine Reform des deutschen Verbraucherschutzrechts in Kraft getreten. Das „Gesetz zur Bek&#228;mpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen” &#228;ndert u.a. die Regelungen f&#252;r Telefonmarketing und den Text der Muster-Widerrufsbelehrung. Die Novelle betrifft insbesondere Online-H&#228;ndler; so wurden beispielsweise die Vorraussetzungen f&#252;r ein Erl&#246;schen des Widerrufsrechts im Rahmen von Fernabsatzvertr&#228;gen &#252;ber Dienstleistungen versch&#228;rft.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/article/1433-Neues-Gesetz-zu-Direktmarketing,-neue-Widerrufsbelehrung.html">Die Meldung bei Telemedicus.</a></li>
</ul>
<p><strong>Streit um Googles „Street View” beigelegt</strong><br />
Google will sich k&#252;nftig wieder an die <a href="http://www.hamburg.de/datenschutz/aktuelles/1569338/google-street-view-zusage.html">Vereinbarung</a> mit dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar halten; das Unternehmen hatte zugesagt, Daten f&#252;r den Visualisierungsdienst „Street View” nur nach vorheriger Ank&#252;ndigung zu erheben. Caspar kritisiert, dass es in letzter Zeit dennoch zu Video-Aufnahmen von Stra&#223;enz&#252;gen kam, ohne dass die betroffenen Anwohner informiert worden sind. Laut Google hat nur ein Organisationsfehler vorgelegen: Ab sofort k&#246;nnten die konkreten Vorhaben wieder auf der <a href="http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/faq.html#q6">Internetseite</a> abgerufen werden.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/google-sagt-sorry/">„Google sagt sorry” bei der taz.</a></li>
</ul>
<p><strong>Patentklage gegen Twitter</strong><br />
Eine US-Firma hat Twitter wegen Verletzung von Patenten auf Schadensersatz verklagt: TechRadium aus Texas behauptet, der Mikroblogging-Dienst nutze ihre Erfindung des „Immediate Response Information System” (IRIS). Dieses System f&#252;r Massenbenachrichtigungen habe das Unternehmen bereits im Jahr 2005 registrieren lassen. Damit ist es m&#246;glich, eine einzelne Nachricht gleichzeitig an eine Vielzahl von Empf&#228;ngern zu schicken &#8211; obwohl die Rezpienten dabei das Medium (SMS, E-Mail) w&#228;hlen, muss die Meldung nur einmal versandt werden. Twitter hat zu den Vorw&#252;rfen noch nicht Stellung genommen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Patentklage-gegen-Twitter--/meldung/143150">Weiter bei Heise Online.</a></li>
</ul>
<p><strong>Deutsche Telekom l&#228;sst Zugangsentgelte genehmigen</strong><br />
Die Deutsche Telekom will die Entgelte f&#252;r die Nutzung ihrer Infrastrukutr (Kabelkanalanlagen, unbeschaltete Glasfaserstrecken, Multifunktionsgeh&#228;use) von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen. Diese Zugangsm&#246;glichkeiten ben&#246;tigen die Wettbewerber, um das DSL-Netz weiter ausbauen zu k&#246;nnen. Die Telekom will mit den festen Tarifen „Planungssicherheit” f&#252;r ihre Konkurrenten bei der sog. Breitbandinitiative schaffen. Deren Interessenvertretung VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) bewertet den Vorsto&#223; anders: Damit wolle die Telekom nur „Fakten schaffen” und sich „strategische Vorteile” sichern. Der VATM pr&#228;feriert einen vertraglichen Konsens &#252;ber die H&#246;he der Entgelte; nun seien seine Mitglieder gezwungen, ihrerseits Antr&#228;ge bei der Bundesnetzagentur zu stellen.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.vatm.de/pm-detail.html?&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=925&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=3&amp;cHash=b7a4b72188">Zur Reaktion des VATM.</a></li>
</ul>
<p><strong>Verwaltungsgericht Schleswig lehnt Rundfunkgeb&#252;hr f&#252;r Dienst-PCs ab</strong><br />
Das Verwaltungsgericht Schleswig hat entschieden, dass f&#252;r rein dienstlich genutzte PCs keine Rundfunkgeb&#252;hr bezahlt werden muss. Dass mit einem Internetzugang auf den Rechnern theoretisch Rundfunksendungen empfangen werden k&#246;nnen, reiche daf&#252;r nicht aus. Aus dieser reinen M&#246;glichkeit k&#246;nne n&#228;mlich noch nicht auf eine tats&#228;chliche Nutzung als Empfangsger&#228;t geschlossen werden. H&#228;ufig sei es sogar verboten, am Arbeitsplatz Rundfunkprogramme zu konsumieren. Diese Rechtsfrage ist jedoch sehr umstritten: W&#228;hrend auch andere Verwaltungsgerichte die Auffassung teilen, liegen bereits Urteile von mehreren Oberverwaltungsgerichten vor, die eine Geb&#252;hrenpflicht bejahen. Eine Entscheidung des Bundesvewaltungsgerichts steht noch aus.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.telemedicus.info/article/1432-Urteil-Keine-Rundfunkgebuehr-fuer-beruflich-genutzten-PC.html">Mehr dazu bei Telemedicus.</a></li>
</ul>
<p><strong>Peter Schaar kritisiert Abh&#246;rzentrum</strong><br />
Der Bundesbeauftragte f&#252;r Datenschutz (BfDI) Peter Schaar hat die B&#252;ndelung der Telekommunikations&#252;berwachung kritsiert. Beim Bundesverwaltungsamt ist eine neue Anlage in Betrieb genommen worden, die die Observationstechniken vom BKA und der Bundespolizei verkn&#252;pft. Schaar bef&#252;rchtet, dass dies erst der „Startpunkt f&#252;r eine viel umfassendere Kooperation von Sicherheitsbeh&#246;rden” ist. Es gebe bereits Pl&#228;ne, auch den Bundesnachrichtendienst und die Sicherheitsbeh&#246;rden der L&#228;nder in diese neue Infrastruktur einzugliedern. Eine derartige Beh&#246;rdenkooperation greife besonders intensiv in Grundrechte ein.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bfdi.bund.de/cln_111/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen/2009/PM_24_KritikBuendelungTKUeberwachung.html?nn=408920">Die Pressemitteilung des Bundesdatenschutzbeauftragten.</a></li>
</ul>
<p><strong>BGH zum Sorgfaltsma&#223;stab bei illegalen Uploads</strong><br />
„Im Urheberrecht gelten generell hohe Sorgfaltsanforderungen”, so der Bundesgerichtshof in einer Entscheidung von Ende Mai, die jetzt ver&#246;ffentlich wurde. Nach dem Urteil kann der Upload und die Zug&#228;nglichmachung eines Computerprogramms auch schon dann zu einer Schadensersatzpflicht f&#252;hren, wenn dem Betroffenen nur leichte Fahrl&#228;ssigkeit vorzuwerfen ist. Solche Handlungen f&#252;hrten zu einer hochgradigen Gef&#228;hrdung der Verwertungsrechte; deshalb m&#252;sse besonders sorgf&#228;ltig gepr&#252;ft werden, ob eine Einwilligung des Urhebers vorliegt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.internet-law.de/2009/08/bgh-hohe-sorgfaltsanforderung-wenn.html">Dazu die Meldung bei Internet-Law.</a></li>
</ul>
<p><strong>„taz” boykottiert Leichtathletik-WM</strong><br />
Die Tageszeitung (taz) wird nicht &#252;ber die Leichtathletik-Weltmeisterschaft berichten. Mit diesem Boykott protestiert sie gegen die Akkreditierungspraxis der Veranstalter. Danach m&#252;ssen die Journalisten eine Reihe pers&#246;nlicher Daten angeben und sich damit einverstanden erkl&#228;ren, dass diese &#252;berpr&#252;ft werden. Erst nach der Pr&#252;fung wird entschieden, ob die Berichterstatter Zugang zu den Stadien erhalten. Die taz sieht darin eine Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Der Abgleich mit Datens&#228;tzen von Polizei, BND und Verfassungsschutz komme einer Behandlung als Schwerverbrecher gleich; hier w&#252;rden unter dem „Deckm&#228;ntelchen Sicherheit” die Rechte von Journalisten immer weiter eingeschr&#228;nkt.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/1865975_taz-boykottiert-die-Leichtathletik-WM.html">Weitere Informationen bei der Frankfurter Rundschau.</a></li>
</ul>
<p><em>In Zusammenarbeit mit <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telemedicus.info/');" href="http://www.telemedicus.info/" target="_blank">Telemedicus</a> pr&#228;sentiert Carta jeden Montag zentrale Entwicklungen des Medien- und Informationsrechts.</em> <em>Carta &#252;bernimmt den <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telemedicus.info/article/1427-Wochenrueckblick-Netzsperren,-Open-Access,-StudiVZ.html');" href="http://telemedicus.info/article/1436-Wochenrueckblick-Verbraucherschutz,-Twitter,-Rundfunkgebuehr.html" target="_blank">Wochenr&#252;ckblick</a> mit freundlicher Genehmigung der Autoren. Dieser Wochenr&#252;ckblick wurde zusammengesteltt von Christiane M&#252;ller.</em>
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		<title>Der Aufstand der Technik</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 19:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mercedes Bunz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Handynetz]]></category>
		<category><![CDATA[T-Mobile]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Technik greift heute mit einer Kraft in das Leben von Menschen ein, wie es bislang nur die Natur tat. Ein Ausfall, wie der des T-Mobile-Netzes, zeigt dies &#252;berdeutlich. Unsere Abh&#228;ngigkeit registrieren wir nur ungern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6995147b1d8703a79732f06710c8a5" alt="" width="1" height="1" /><br />
Pl&#246;tzlich geht es nicht mehr. Das Mobiltelefon, f&#252;r viele zur wichtigsten Verbindung zu Familie, Freunden und zum Berufsleben geworden, bleibt stumm. Stundenlang klingelt es nicht. Keine SMS kommt an. Die Verbindung mit der Au&#223;enwelt ist gekappt. Doch statt Erleichterung macht sich <strong>nerv&#246;se Unruhe</strong> breit. Ja, der Terror der st&#228;ndigen Erreichbarkeit ist zwar zur Normalit&#228;t geworden. Doch der Ausfall des Mobiltelefons wird dennoch als st&#246;rend empfunden. Millionen von T-Mobile-Kunden schalteten am Dienstagnachmittag ihr Ger&#228;t aus und wieder an, fragten beunruhigt ihren Nachbarn, ob er Netz hat, und &#252;berlegten scharf, ob sie ihre Telefonrechnung beglichen haben. Beinahe erleichtert wird schlie&#223;lich registriert, dass der Fehler nicht bei einem selbst, sondern bei der Telekom zu suchen ist.</p>
<p>Wir haben uns an ein reibungsloses Funktionieren der Technik gew&#246;hnt. Die Technik ist zu einem Teil unseres Alltags geworden. Was f&#252;r eine gro&#223;e Rolle sie jedoch spielt, merken wir oft erst, wenn sie ihren Geist einmal aufgibt. Erst dann wird klar: <strong>Die Technologie greift heute mit einer Kraft in das Leben von Menschen ein, wie wir es bislang nur von Mutter Natur kannten</strong>, genauer gesagt: von jenen Momenten, in denen sie sich herzlich wenig wie eine Mutter benimmt, sondern eher wie eine erbarmungslose Furie. Technik wird in unserem Alltag immer wichtiger, sie bestimmt das Schicksal des 21. Jahrhunderts. Und mit der zunehmenden technischen Vernetzung trifft ihr Ausfall immer deutlicher Millionen von Menschen.</p>
<p>Anfang Januar 2009 hatte ein Komplettausfall des Netzwerkes den <strong>deutschen Bahnbetrieb</strong> heim gesucht, Ticketsysteme und Anzeigentafeln waren gest&#246;rt, die elektronische Information f&#252;r Lokf&#252;hrer versagte, Z&#252;ge versp&#228;teten sich bis zu zwei Stunden oder fielen ganz aus. Eine technische St&#246;rung legte den Zugverkehr in ganz Deutschland lahm, die Bahn versank f&#252;r einen Tag im Chaos. Nichts ging mehr.</p>
<p>Auch bei der <strong>Fernseh&#252;bertragung der Fu&#223;ball-EM</strong> versagte die Technik: Im Sommer 2008 verfolgten &#252;ber 32 Millionen aufgeregter Fans die Fernseh&#252;bertragung des wichtigen EM-Halbfinales Deutschland gegen die T&#252;rkei, als mit einem Male anstelle des Spieles ein grinsender Bela Réthy geschm&#252;ckt von einem Kopfh&#246;rer auf der Bildfl&#228;che erschien, der aussah, als w&#228;re er in den fr&#252;hen Siebziger Jahren zusammengeschraubt worden. &#8220;Bildausfall. Wir bitten, die St&#246;rung zu entschuldigen&#8221;, erkl&#228;rte man den entsetzten Zuschauern. Ein Stromausfall im Internationalen Fernsehzentrum in Wien hatte die &#220;bertragung gekappt. Das Notstromaggregat versagte.</p>
<p>Noch gr&#246;&#223;ere Auswirkungen hatte es, als Eon 2006 eine Hochspannungsleitung kappte, damit ein in <strong>Papenburg</strong> gebautes Kreuzfahrtschiff sein Dock verlassen konnte. Mangelhafte Vorbereitung verursachte einen l&#228;nder&#252;bergreifenden Stromausfall. Teile von Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, &#214;sterreich und Spanien waren bis zu 2 Stunden ohne Strom, sogar bis nach Marokko waren die Auswirkungen zu sp&#252;ren. 10 Millionen Haushalte und weitaus mehr Menschen waren betroffen.</p>
<p>Jedesmal, wenn unsere Umwelt beginnt, sich wie ein Teenager zu benehmen, wenn die Technik also aufm&#252;pfig, auff&#228;llig und aufs&#228;ssig wird, w&#252;rdigen wir sie eines Blickes. Wir fragen emp&#246;rt nach dem Schuldigen und der Vermeidbarkeit. <strong>Wir registrieren unsere Abh&#228;ngigkeit nur ungern. </strong></p>
<p>Dar&#252;ber, wie das Seinsverst&#228;ndnis umschl&#228;gt, wenn etwas nicht in seinen gewohnten Bahnen funktioniert, philosophierte Martin Heidegger schon vor langer Zeit anhand eines kaputten Hammers. <strong>Heute ist aus dem Hammer ein ganzes Netzwerk geworden</strong> und aus dem einen verzweifelten Handwerker der Gro&#223;teil einer Bev&#246;lkerung. Immer noch halten wir dann einen Moment lang inne und registrieren beunruhigt die Ver&#228;nderung und unsere Abh&#228;ngigkeit. Allerdings nur kurz. Wir Menschen funktionieren n&#228;mlich gut. Im Verdr&#228;ngen sind wir Meister.</p>
<p><em>Mercedes Bunz hat diesen Text auch im Tagesspiegel <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/auf-den-punkt/Telekom-Ausfall;art15890,2779786">ver&#246;ffentlicht</a>.</em><br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8393&amp;md5=fb89cca2d13bba151d74d81ff9e05501" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gendiagnostikgesetz: Nur ein l&#246;chriger Rahmen</title>
		<link>http://carta.info/8270/8270/</link>
		<comments>http://carta.info/8270/8270/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 14:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Thorbrietz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lidl]]></category>

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		<description><![CDATA[Verbote sollen den Missbrauch privater Daten verhindern. Aber die Trennung zwischen "privat" und "&#246;ffentlich" existiert schon l&#228;nger nicht mehr. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist Illusion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/63c99e51ac7bb2a6ee71b439b23b4d" alt="" width="1" height="1" /><br />
Was geht, das wird auch gemacht. So haben wir vor rund 25 Jahren argumentiert, als ich als Studentin an einer B&#252;rgerinitative „gegen Kabelkommerz“ (BIKK) mitarbeitete. Damals lief gerade die Debatte um die <strong>„Volksz&#228;hlung“</strong>. 1983 wurde sie vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig erkl&#228;rt. Der B&#252;rger m&#252;sse wissen, wer welche Daten &#252;ber ihn sammle, so das Gericht, er habe ein <strong>Recht auf informationelle Selbstbestimmung</strong>.</p>
<p>Heute kommt mir mein Engagement von damals genauso anachronistisch wie richtig vor. Die <strong>Digitalisierung</strong> (damals, das muss man den „Nachgeborenen“ schon erkl&#228;ren, wegen der vielfach noch fehlenden Datenverbindungen noch in den Anf&#228;ngen) hat jeden Versuch, der Datenflut Z&#252;gel anzulegen, &#252;berrollt. Kann man sich heute noch vorstellen, dass ich damals politische Debatten mit Bankangestellten gef&#252;hrt habe, &#252;ber die Frage, warum sie zulassen, dass mit der EC-Karte ihre Arbeitspl&#228;tze wegrationalisiert werden? Heute bin ich froh, wenn mich der Automat am Telefon versteht – „W&#228;hlen Sie EINS f&#252;r &#220;berweisungen&#8230;“</p>
<p>Aber wir hatten schon recht: Was m&#246;glich ist, wird auch gemacht. Was hei&#223;t schon informationelle Selbstbestimmung? <strong>Bespitzeln ist in</strong>. Die Videoaufzeichnungen der KassiererInnen bei Lidl sind ja noch vergleichsweise altmodisch (technisch und strategisch gesehen), Telekom und Bahn zeigen schon mehr Hintersinn und Raffinesse beim Auskundschaften ihres Managements: Nicht nur Telefondaten, sondern auch Bankdetails und Bewegungsprofile sind erstellt worden. Daimler speicherte heimlich <a href="http://www.zeit.de/online/2009/16/daimler-datenaffaere"><strong>Krankendaten</strong></a> und bei Drogerie-M&#252;ller wurden Mitarbeiter nach ihrer R&#252;ckkehr aus dem Krankenstand <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/868/465459/text/">interviewt</a>, ob sie denn auch wieder v&#246;llig <strong>gesundet </strong>seien?</p>
<p>Genauso anachronistisch wie meine damalige Hoffnung auf Datenschutz mutet nun das <strong>Gendiagnostik-Gesetz </strong>an, das diese Woche beschlossen werden soll. Das geplante <strong>Verbot heimlicher Vaterschaftstests</strong> kann man sehr kontrovers diskutieren – ich pers&#246;nlich finde es nicht richtig, weil M&#228;nner keine Kontrolle &#252;ber die Frage haben, ob ihre Partnerin schwanger wird – es sei denn, sie ben&#252;tzten immer und ewig ein Kondom. Dann sollten sie wenigstens herausfinden d&#252;rfen, ob sie wirklich der biologische Vater sind. Bei allen Problemen, die das mit sich bringen kann.</p>
<p>Fraglich ist auch, ob das <strong>Verbot vorgeburtlicher Untersuchungen auf Krankheitsrisiken im sp&#228;teren Leben</strong> funktionieren kann. Wie die Vaterschaftstests und das Interesse an Nabelschnurblut-Banken schon zeigen, gibt es eine Industrie von Labors, die nur darauf warten, Fragen aufzuwerfen, um sie (vielleicht) beantworten zu k&#246;nnen. Mit 2500 Gentests lassen sich theoretisch rund 500 Krankheiten vorhersagen. <strong>Der schnelle Blick in das Horoskop der Gene</strong> ist dabei so verf&#252;hrerisch wie unsicher: nur ein kleiner Teil der Krankheiten ist durch eine bestimmte Erbanlage definiert. Die meisten haben mehrere, wenn nicht viele Ursachen. Und was sagt mir das alles, wenn ich morgen unter den Bus komme? Aber die Tests werden schneller, einfacher und billiger (zur Zeit noch rund 1000 Euro f&#252;r eine Erbgutanalyse). Und was hei&#223;t schon, die vorgeburtliche genetische Untersuchung soll <strong>„auf medizinische Zwecke beschr&#228;nkt“ </strong>sein. Wie dehnbar das Argument ist, zeigt die „medizinische Indikation“ im Paragraph 218. &#220;ber 90 000 Tests werden jedes Jahr in Deutschland durchgef&#252;hrt, 700 000 sind es in der Europ&#228;ischen Union (<a href="http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/10_05/pages2/titel1.htm">Zahn&#228;rztliche Mitteilungen</a>).</p>
<p>Bleiben noch <strong>Beh&#246;rden, Arbeitgeber und Versicherungen</strong>. DNA-Tests sollen (freiwillig) die &#220;berpr&#252;fung von <strong>Verwandtschaftsverh&#228;ltnissen bei Visa- und Passantr&#228;gen</strong> gestatten – da k&#246;nnte man schnell auch (illegal) herausfinden, ob Migranten und Asylanten krankheitsbedingt zum Sozialfall werden k&#246;nnten. <strong>Lebensversicherer </strong>sollen erst ab einer Summe von 250 000 Euro Auskunft verlangen – erstaunlich, wo doch der Ethikrat schon vor l&#228;ngerem kritisierte, dass die Risikopr&#252;fung der Versicherungswirtschaft zu weit ginge. Die Versicherungswirtschaft hat auch bereits Widerspruch gegen die Einschr&#228;nkung angemeldet. Und Arbeitgeber – da reicht ein Blick in die t&#228;gliche Skandalchronik.</p>
<p>Was also tun? Ein gesetzlicher Rahmen ist schon deshalb wichtig, weil er eine gesellschaftliche Norm ausdr&#252;ckt. Doch <strong>Spiros Simitis</strong>, Jurist, Datensch&#252;tzer und Mitglied des Nationalen Ethikrates, hat bereits daran gezweifelt, ob um Begriffe wie das Recht auf Nichtwissen nicht nur eine verbale Schlacht gef&#252;hrt werde, „vorbei an den Realit&#228;ten.&#8221; (<a href="http://www.zeit.de/online/2007/39/datenschutz-simitis?page=all">siehe ZEIT-Online</a>)</p>
<p>Alle Verbote, das zeigt die Praxis, sind in der digitalen Welt leicht zu umgehen. Sie ersetzen nicht die Debatte dar&#252;ber, wie wir mit Behinderungen und Krankheiten, mit sexueller Orientierung und anderen Daten unseres Lebensstils umgehen. Unsere <strong>Privatheit wird zunehmend &#246;ffentlicher</strong>. Die Zukunft wird nicht mehr erlauben, Informationen &#252;ber unsere Lebensrisiken wie Krankheiten geheimzuhalten. Sie wird uns zwingen, daf&#252;r zu k&#228;mpfen, dass diese akzeptiert werden.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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		<title>Schon gemerkt? Internet macht gl&#252;cklich</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 12:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Studie]]></category>

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		<description><![CDATA[Digitale Avantgardisten sind mit ihrem Leben zufriedener als andere. Das hat Thomas Hess von der Universit&#228;t M&#252;nchen in einer Studie f&#252;r die Deutsche Telekom herausgefunden. Auch wenn Ursache und Wirkung hier unklar bleiben, zeigt die Studie doch, wer hier lustvoll die Internetentwicklung treibt: die Nutzer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/ba3c7408ca05146f4c91649aa96d16" alt="" width="1" height="1" /><br />
Seien wir ehrlich: Studien sind zu einer klebrigen Technik interessenvermittelter &#246;ffentlicher Thematisierung geworden. Studien verbinden die Aura einer (halb)wissenschaftlichen Betrachtung mit dem Versprechen gesellschaftlicher Selbstvergewisserung und dem zumeist berechtigten Tendenzverdacht in Richtung Auftraggeber. Aber: Studien muss man genau deshalb lesen. Und manchmal sind sie sogar erhellend und lustig.</p>
<p>Die Studie &#8220;<a href="http://www.studie-life.de/">Life &#8211; Digitales Leben</a>&#8221; zum Beispiel, die bereits Ende Februar erschienen ist (<a href="http://www.medienhandbuch.de/news/telekom-veroeffentlicht-life-digitales-leben-studie-21676.html">mehr hier</a>). Sie wurde vom M&#252;nchner Wirtschaftsinformatik-Professor <a href="http://www.wim.bwl.uni-muenchen.de/personen/professoren/hess/index.html">Thomas Hess</a> im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt. Sie basiert auf der repr&#228;sentativen Befragung von rund 5000 Internetnutzern in Deutschland. In der Einleitung hei&#223;t es: &#8220;Die Welt ist voller Hypothesen, wenn es um die Digitalisierung und Vernetzung des Lebens geht.&#8221; Ziel der Studie sei es, einige dieser Hypothesen zu pr&#252;fen. Das tut sie auch. Zugleich stellt sie eine <strong>h&#252;bsche neue Hypothese</strong> auf, um die es hier gehen soll.</p>
<p>Zun&#228;chst einmal unterteilt Hess die Internetnutzer in drei Gruppen: Die Digitale Avantgarde, den Digitalen Mainstream und die Digitalen Nachz&#252;gler (vgl. Abbildung 1): Die &#8220;Digitale Avantgarde&#8221; lebt hoch vernetzt, hat das Internet fest in ihren privaten und beruflichen Alltag integriert und m&#246;chte auf ihren &#8220;digitalen Lebensstil&#8221; nicht mehr verzichten. In Deutschland w&#252;rden 19 Prozent der Onliner zu dieser Gruppe geh&#246;ren. Die Digitalen Avantgardisten haben ein Durchschnittsalter von 34 Jahren, sind zu 58 Prozent m&#228;nnlich, gut gebildet und h&#228;ufig auch noch in Ausbildung oder Studium.</p>
<p>Demgegen&#252;ber lebe der &#8220;Digitale Mainstream&#8221; nur &#8220;selektiv vernetzt&#8221;. Hier geh&#246;rt die Nutzung von digitalen Medien zwar schon zum Alltag, man ist aber noch kein Experte. Bei den &#8220;Digitalen Nachz&#252;glern&#8221; schlie&#223;lich ist das Netz &#8220;noch nicht g&#228;nzlich allt&#228;glich&#8221;. Die digitalen Nachz&#252;gler bilden mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren das &#228;lteste Segment. Sie sind &#252;berdurchschnittlich h&#228;ufig verheiratet, leben h&#228;ufig in Zwei-Personen-Haushalten; auch Rentner sind hier &#252;berrepr&#228;sentiert.</p>
<div id="attachment_6695" class="wp-caption aligncenter" style="width: 404px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/bild-71.png"><img class="size-full wp-image-6695" style="border: 1px solid black;" title="bild-71" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/bild-71.png" alt="bild-71" width="394" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Abbildung 1: Die Segmente der &quot;Internetbev&#246;lkerung&quot; (Quelle: Life - Digitales Leben, S. 12)</p></div>
<p style="text-align: left;">Die Segmentierung in die drei Gruppen ist zun&#228;chst einmal dazu geeignet, sich vor Augen zu f&#252;hren, dass immerhin (aber auch eben auch nur) ein F&#252;nftel der Internetnutzer hierzulande als echte Online-Euphoriker zu gelten haben.</p>
<p style="text-align: left;">Die eigentliche Pointe der Segmentierung  findet sich im Fazit der Studie und ist, soweit ich das &#252;bersehen kann, bisher noch gar nicht aufgegriffen worden: <strong>Die Digitale Avantgarde ist n&#228;mlich laut Untersuchung deutlich zufriedener mit ihrem Leben</strong>. Der Aussage „Alles in allem gesehen, bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden“ stimmen 81 Prozent der Digitalen Avantgarde zu oder voll und ganz zu, w&#228;hrend dies in den anderen Gruppen statistisch signifikant weniger der Fall ist (siehe Abbildung 2).</p>
<div id="attachment_6697" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/bild-9.png"><img class="size-full wp-image-6697" style="border: 1px solid black;" title="bild-9" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/bild-9.png" alt="bild-9" width="600" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Abbildung 2: Macht Vernetzung gl&#252;cklich? (Quelle: Life - Digitales Leben, S. 50)</p></div>
<p>Selbstverst&#228;ndlich l&#228;sst sich aus dieser linearen Beziehung zwischen Vernetzung und Lebenszufriedenheit kein Kausalzusammenhang folgern. Doch Studienautor Thomas Hess gibt sich mild euphorisch: &#8220;Obwohl die Lebenszufriedenheit von mehreren Faktoren abh&#228;ngig ist, und obwohl auf Grund der Erhebungen keine Aussagen &#252;ber das Ursache-Wirkungs-Verh&#228;ltnis gemacht werden k&#246;nnen, lassen die deutlichen und statistisch signifikanten Unterschiede in der Lebenszufriedenheit der Konsumentengruppen <strong>die These zu, dass die wahrgenommene Lebensqualit&#228;t mit der Teilhabe an Digitalisierung und Vernetzung zusammenh&#228;ngt</strong>.&#8221;</p>
<p>Die noch nicht ganz bewiesene These lautet also: Internet macht gl&#252;cklich, oder zumindest zufrieden.</p>
<p>Wahrscheinlich haben in diesem Spiel andere Einflussfaktoren, wie Lebensalter, Einkommen oder Bildung einen starken Einfluss. Der Zusammenhang k&#246;nnte auch genau anders herum ausgepr&#228;gt sein: Wer zufrieden, jung und gut gebildet ist, wird sich auch eher dem Internet zuwenden.</p>
<p>Dennoch: Der Zusammenhang fasziniert. Weil ich selbst finde, dass &#8211; bei aller &#220;berw&#228;ltigung angesichts der F&#252;lle und Komplexit&#228;t &#8211; das Internet meine Lebensqualit&#228;t erheblich steigert. Und weil ich auch an Leute wie Don Dahlmann denken muss, der so gerne erkl&#228;rt, <a href="http://medienlese.com/2009/02/03/offene-antwort-vom-glueck-eines-freien-journalisten/">wie gl&#252;cklich</a> er mit dem Internet ist.</p>
<p>Vor allem aber scheinen die Zahlen auch nahezulegen: Es ist vor allem der Nutzer, der ins Internet dr&#228;ngt und sich damit schrittweise von seiner alten Medienwelt der interaktionsfreien Massenproduktion verabschiedet. Viele Medienunternehmen haben weit weniger Spa&#223; mit dem Netz. <strong>Die Durchsetzung des Internets ist leidenschafts- und nutzergetrieben</strong> &#8211; eine zugegebenerma&#223;en recht freih&#228;ndige, aber nicht abwegige Interpretation der Ergebnisse.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/bild-10.png"><br />
</a><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */-->
</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau II</title>
		<link>http://carta.info/4810/investigativer-presseschau-presseschau-ii/</link>
		<comments>http://carta.info/4810/investigativer-presseschau-presseschau-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 15:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gewerkschaft der Polizei soll Personalratswahlen mit rechts- und sittenwidrigen Methoden manipuliert haben, berichtet die Welt. Ein Gericht wird sich nun damit befassen.

Die Staatsanwaltschaft Bonn erh&#246;ht den Druck auf die Telekom-Sp&#228;her, wie dem Spiegel zu entnehmen ist. Eine der Schl&#252;sselfiguren in dem Skandal soll zudem mit dem Verkauf von Telefonkarten, die von der Telekom konfisziert, aber nicht ordnungsgem&#228;&#223; entsorgt wurden, sein Gehalt aufgebessert haben. Mit der Rolle von Telekom-Chef Réne Obermann, dem Ehemann von ZDF-Talkerin Maybritt Illner, hat sich Report Mainz besch&#228;ftigt. Dass die Telekom wie die Deutsche Bahn Mitarbeiter &#252;berpr&#252;fte, ist auf stern.de zu lesen.

&#220;ber fragw&#252;rdige Deals zwischen &#196;rzten und Krankenh&#228;usern wei&#223; Report Mainz zu berichten. Wie &#196;rzte hohe Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, wenn sie ihren Patienten m&#246;glichst viele chronische Erkrankungen attestieren, beschreibt das ARD-Magazin Panorama.

Mit der Themenauswahl der Politik-Magazine der]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/699fdcc85d6f4285978538ec080019" alt="" width="1" height="1" />Die Gewerkschaft der Polizei soll Personalratswahlen mit rechts- und sittenwidrigen Methoden manipuliert haben, berichtet die <a href="http://www.welt.de/wams_print/article3046058/Polizeigewerkschaft-manipulierte-Wahlen.html">Welt</a>. Ein Gericht wird sich nun damit befassen.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft Bonn erh&#246;ht den Druck auf die Telekom-Sp&#228;her, wie dem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,601810,00.html">Spiegel</a> zu entnehmen ist. Eine der Schl&#252;sselfiguren in dem Skandal soll zudem mit dem Verkauf von Telefonkarten, die von der Telekom konfisziert, aber nicht ordnungsgem&#228;&#223; entsorgt wurden, sein Gehalt aufgebessert haben. Mit der Rolle von Telekom-Chef Réne Obermann, dem Ehemann von ZDF-Talkerin Maybritt Illner, hat sich <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4293812/hybgij/index.html">Report Mainz</a> besch&#228;ftigt. Dass die Telekom wie die Deutsche Bahn Mitarbeiter &#252;berpr&#252;fte, ist auf <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Datenabgleich-Auch-Telekom-%FCberpr%FCfte-Mitarbeiter/653586.html?nl=T%C3%A4glich03.02.2009">stern.de</a> zu lesen.</p>
<p>&#220;ber fragw&#252;rdige Deals zwischen &#196;rzten und Krankenh&#228;usern wei&#223; <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4293808/1fgp91g/index.html">Report Mainz</a> zu berichten. Wie &#196;rzte hohe Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, wenn sie ihren Patienten m&#246;glichst viele chronische Erkrankungen attestieren, beschreibt das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/panoramakrankenkassen100.html">Panorama</a>.</p>
<p>Mit der Themenauswahl der Politik-Magazine der ARD hat sich die Berliner Zeitung besch&#228;ftigt. Dort hei&#223;t es unter anderem:</p>
<blockquote><p>Auff&#228;llig bleibt, wie h&#228;ufig sich alle Magazine 2008 dem Themenkomplex Gesundheit/Altenpflege widmeten. Wichtige Themen waren zudem der gescheiterte B&#246;rsengang der Bahn, hohe Energie-Preise, die Lage der SPD und der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Die feinen Unterschiede taten sich dahinter auf. So ist festzustellen, dass &#8220;Report M&#252;nchen&#8221; und &#8220;Fakt&#8221; die Krisen der Landesbanken in ihren Sendegebieten eher au&#223;en vor lie&#223;en. Interessant ist auch, dass sich &#8220;Kontraste&#8221;, &#8220;Monitor&#8221; und &#8220;Report Mainz&#8221; kritischer mit den rechtsradikalen Umtrieben in Sachsen und Sachsen-Anhalt auseinandersetzten als &#8220;Fakt&#8221;.</p></blockquote>
<p>Hinzu komme, dass in Leipzig und M&#252;nchen immer noch sehr gro&#223;e Scheu herrsche, &#8220;sich mit den M&#228;chtigen der eigenen Landespolitik anzulegen&#8221;. Mit einem Fall, in dem Report M&#252;nchen seine Zuschauer in die Irre gef&#252;hrt haben soll, hat sich fast zeitgleich die Organisation <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/07/report-munchen-fuhrt-zuschauer-in-die-irre/">Lobbycontrol</a> in ihrem Blog befasst.</p>
<p>Wie der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,601808,00.html">Spiegel</a> vorab berichtete, wird die geplante Wiederverstaatlichung der Berliner Bundesdruckerei von schweren Finanzvorw&#252;rfen  &#252;berschattet.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,601830,00.html">Spiegel Online</a> hat aufgedeckt, wie ein Tarnverein von Scientology deutsche Politiker narrt. Der offizielle &#8220;United Nations Bookshop&#8221; soll sogar eine DVD der Vereinigung &#252;ber das Internet vertrieben haben.</p>
<p>Der <a href="http://www.swr.de/blog/umweltblog/?m=20080122">SWR</a> berichtet in einem Blog dar&#252;ber, dass der ehemalige Pr&#228;sident des Bundesamtes f&#252;r Naturschutz, Hartmut Vogtmann, neuer Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Fachverbands Kartonverpackungen f&#252;r fl&#252;ssige Nahrungsmittel (FKN) ist. Der Verband &#8220;vertritt die gemeinsamen Interessen der in Deutschland t&#228;tigen Hersteller von Getr&#228;nkekartons &#8211; Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak&#8221;, so der SWR.</p>
<p>Die Milliarden, die in das Projekt Transrapid flossen, hat sich das RBB-Magazin <a href="http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8467388.html">Kontraste</a> n&#228;her angeschaut. Wie Lobbyisten der Autoindustrie den Klimaschutz blockieren, war erneut Thema in der<a href="http://www.zeit.de/2009/06/Kfz-Steuer"> Zeit</a>.</p>
<p>Wegen eines umstrittenen Beratervertrags ist der K&#246;lner B&#252;rgermeister Josef M&#252;ller (CDU) zur&#252;ckgetreten. Dar&#252;ber berichten unter anderem Andreas Damm vom <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1233584018477.shtml">K&#246;lner Stadt-Anzeiger</a> und die <a href="http://www.welt.de/politik/article3136609/Dubiose-Beratervertraege-stuerzen-CDU-in-Krise.html">Welt</a>.</p>
<p>Auch Journalisten sind gegen Korruption nicht gefeit: Dass Journalisten &#252;ppige Reisen zur Olympiade nach China unternahmen, bezahlt von Volkswagen, hat der <a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,601100,00.html">Spiegel</a> enth&#252;llt. Auch das NDR-Magazin <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/ethik_journalismus/vwolympia100.html">Zapp</a> und Hans Leyendecker von der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/823/454505/text/">S&#252;ddeutschen Zeitung</a> berichten dar&#252;ber.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://carta.info/post_notification_header/"><img class="aligncenter" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/01/banner_newsletter_v3_ani2.gif" alt="RSS Feed" width="468" height="60" /></a></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=4810&amp;md5=10e20b7a0912693766ffb9f5df63f748" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Andrew Keen im zweiten Telekom-Fr&#252;hling</title>
		<link>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/</link>
		<comments>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 23:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor gut einem Jahr hat Andrew Keen sein Buch „The Cult of The Amateur“ in den Vereinigten Staaten ver&#246;ffentlicht. Mit der Ausschlachtung seiner Polemik ist er nun in der deutschen Provinz angekommen – dem Telekomshop „4010“. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/2df268923e3a61ca5c53dd78c50f64" width="1" height="1" alt=""/>
<p style="margin-bottom: 0cm;">M&#246;chte man gerne zu einer Veranstaltung von jemandem gehen, den Markus Beckedahl dr&#252;ben bei netzpolitik.org mit folgenden Worten <a href="http://netzpolitik.org/2008/andrew-keen-und-die-stunde-der-stuemper/" target="_blank">einf&#252;hrt</a>:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Gesch&#228;ftsmodell von Andrew Keen  ist, kulturelle Entwicklungen durch das Internet einfach planlos zu kritisieren, dar&#252;ber Pamphlete zu verfassen und als Kritiker auf Konferenzen eingeladen zu werden. Daf&#252;r gibt es einen Markt …</p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sicher nicht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Will man zu einer Veranstaltung  mit einem humorlosen Eiferer gehen, der im nationalen US-Fernsehen <a href="http://www.colbertnation.com/the-colbert-report-videos/91639/august-16-2007/andrew-keen" target="_blank">erkl&#228;rt</a>, <strong>Web 2.0 sei schlimmer als die Nazis</strong>?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schon gar nicht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Man h&#228;tte sich Andrew Keens Vortrag „Die Stunde der St&#252;mper“ am Donnerstagabend eigentlich komplett schenken k&#246;nnen – w&#228;re nicht ausgerechnet die Deutsche Telekom Ausrichterin dieser Inszenierung gewesen. Sie hatte Keen eingeladen, um mal ein bisschen Leben in ihren neuen, auf Jugendhippness getrimmten Flagshipstore in Berlin Mitte zu bringen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Vor gut einem Jahr hat Keen sein Buch „The Cult of The Amateur“ in den Vereinigten Staaten ver&#246;ffentlicht. Mit der Ausschlachtung dieses Werkes ist er nun in der deutschen Provinz angekommen – dem Telekomshop „4010“. Keen durfte dort noch einmal polemisieren, „der <strong>radiakale Individualismus</strong>“ des Internets zerst&#246;re „alle Formen der <strong>kulturellen Autorit&#228;t</strong>“. Das Internet zersetze das bew&#228;hrte &#214;kosystem der Massenmediengesellschaft. Das Web 2.0 sei eine Trag&#246;die, free content eine Katastrophe. Google habe menschliche Informationsarbeit obsolet gemacht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/11/keen5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1088" title="keen5" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/11/keen5.jpg" alt="" width="400" height="264" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: left;"><em>Keen: &#8220;Google has disintermediated the human being.&#8221;</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Keen gefiel sich in der Rolle eines Hasspredigers. Er redete sich derart in Rage, dass er auf jede Zuschauerfrage gef&#252;hlt 20 Minuten antworten musste. Seine Thesen m&#246;gen 2006 eine gewisse Berechtigung gehabt haben. 2008 haben sie angesichts ihrer Pauschalit&#228;t nahezu jede Relevanz verloren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Zurecht monierte sein Publikum, die derzeitige Entwicklung m&#252;sse als <strong>&#220;bergangsphase</strong> gesehen werden – vom Rausch des M&#246;glichen hin zu einer <strong>Kultur der neuen Institutionen</strong>: Das von Keen geforderte Web 3.0 der Experten sei  l&#228;ngst im Entstehen begriffen. Doch neben seinen wenigen konstruktiven Momenten gefiel sich Keen vor allem als Fundamentalkritiker.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Keen ist im Grunde der Neil Postman des Web 2.0</strong>. Als sich in den 80er Jahren kein deutscher Intellektueller fand, der mit einfachen Thesen die Fernsehkritik der 60er Jahre aktualisierte, lud der Buchhandel kurzerhand Neil Postman ein – und machte ihn zu einem hierzulande tonangebenden Exponenten einer popul&#228;ren, aber  unreflektiert normativen Medienkritik.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Deutsche Telekom &#8211; genauer gesagt, einer ihrer vielen PR-Agenturen &#8211; hat versucht, Keen hier &#228;hnlich einzusetzen. Statt sich mit einer differenzierten Online-Kritik auseinanderzusetzen und ihr eine Plattform zu geben, flog sie lieber den Phrasendrescher aus Amerika ein. <strong>So f&#228;llt der Keen-Auftritt letztlich auf die Deutsche Telekom selbst zur&#252;ck. </strong>Sie leistet sich eine zweifelhaft geschmackvoll ausgestattete „Event-Location“ in Mitte – und bespielt diesen Ort mit einem eifernden Polemiker mit gestrigen Thesen. Im Ergebnis f&#252;gen sich so  die etwas bem&#252;hte Hip-Einrichtung des Ladens und der etwas zu banale Vortrag zu einem Gesamteindruck zusammen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schade, so  gelingt die Imagewende nicht.</p>
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