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	<title>CARTA &#187; Deutsche Bahn</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Das Jahr der Datenskandale</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 09:33:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch nie gab es in einem Jahr so viele Datenskandale wie im Jahr 2009. Ein R&#252;ckblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sicherlich h&#228;ngt die erh&#246;hte Zahl auch mit der zunehmenden Ausdifferenzierung der Informationsgesellschaft und der <a href="http://stedavies.com/2009/10/social-media-counter/" target="_blank">vermehrten Nutzung des Internets</a> zusammen, dennoch ist die Anzahl an sich spektakul&#228;r und besorgniserregend zugleich. Carta hat die gr&#246;&#223;ten Datenskandale des Jahres 2009 einmal gesammelt:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ma&#223;geblichen Anteil an der Aufdeckung von Datenskandalen in Deutschland in diesem Jahr hat das von Markus Beckedahl betriebene Blog <a href="http://netzpolitik.org">netzpolitik.org</a>. In einem <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/1120/seite3/0001/index.html" target="_blank">Portrait &#252;ber Beckedahl</a> schrieb die Berliner Zeitung am 20. November 2009:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm">Allein in den vergangenen vier Wochen hat Beckedahl mehrere spektakul&#228;re Datenlecks aufgedeckt. Jedes Mal waren Informationen von Hunderttausenden Nutzern ungesch&#252;tzt. <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,658061,00.html" target="_blank">Rechnungen beim Online-Buchh&#228;ndler libri.de</a> und im <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/872/493221/text/" target="_blank">Internetshop der Sparkasse</a> waren f&#252;r jeden einsehbar. Im <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/datenluecke-im-fanshop-des-1-fc-koeln/" target="_blank">Online-Fanshop des 1. FC K&#246;ln</a> w&#228;re es ein Leichtes gewesen, Tausende Trikots zu bestellen &#8211; auf die Rechnung von Clubmitgliedern wie Michael Schumacher und Guildo Horn. Diese Lecks wurden abgedichtet durch die Berichte von netzpolitik.org.</p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm">F&#252;r die meisten Schlagzeilen in diesem Jahr sorgte sicherlich die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655820,00.html" target="_blank">Datenpanne bei Sch&#252;lerVZ</a>, dessen <a href="http://www.stern.de/panorama/datenklau-bei-schuelervz-verdaechtiger-begeht-selbstmord-1518481.html" target="_blank">Protagonist sich das Leben nahm</a>. Hier wurden netzpolitik.org nach eigenen Angaben <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/neues-vom-schuelervz-datenleck/" target="_blank">mehr als eine Million Datens&#228;tze zugespielt</a>.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Nummer zwei in der Aufmerksamkeitskala d&#252;rfte in diesem Jahr der von Spiegel Online aufgedeckte Skandal um <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,617347,00.html" target="_blank">geheime Krankenakten bei Lidl</a> erreicht haben. So hielt der Discounter  die Krankheiten von Mitarbeitern in firmeninternen Unterlagen fest, obwohl dies arbeitsrechtlich bedenklich ist. Erst 2008 hatten der Stern und stern.de den <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/bespitzelung-bei-lidl-der-skandal-der-die-republik-erschuetterte-649156.html" target="_blank">Lidl-Bespitzelungskandal</a> aufgedeckt. Nach Informationen der &#8220;S&#252;ddeutschen Zeitung&#8221; &#8211; ebenfalls von April &#8211; horchte auch die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/868/465459/text/" target="_blank">Drogeriekette M&#252;ller</a> Besch&#228;ftigte nach Krankheiten aus.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">Nachdem England in den letzten Jahren mit Datenskandalen durch verlorene oder gestohlene <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/notebook-diebstahl_aid_234189.html" target="_blank">Notebooks</a>, CD-ROMSs (<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/international/England-Steuerdaten;art123,2426778" target="_blank">I</a>, <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/london_aid_230630.html" target="_blank">II</a>) oder <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/45/311963/text/" target="_blank">Festplatten</a> immer wieder f&#252;r Schlagzeilen sorgte, war es dieses Jahr die britische Tochterfirma eines deutschen Unternehmens, die mit Negativpresse zu k&#228;mpfen hatte. Bei einer britischen Tochter der Telekom-Tochter T-Mobile wurden, wie Mitte November bekannt wurde, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,661900,00.html" target="_blank">sensible Informationen &#252;ber Tausende Kunden an Zwischenh&#228;nder verkauft</a>.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">In sich hatte es der Oktober dieses Jahres:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>13. Oktober</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Der Spiegel berichtet, dass der Deutschen Telekom <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,654956,00.html" target="_blank">Daten von hunderttausenden Kunden entwendet</a> wurden und zum Teil in der T&#252;rkei landeten. In dem Artikel hei&#223;t es:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm">Erst <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,653274,00.html" target="_blank">Anfang Oktober</a> hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass Vertriebspartner des Konzerns Kundendaten unerlaubt an Drittfirmen weitergegeben haben.</p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm"><strong>16. Oktober</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">NDR Info, k&#252;rzlich mit dem Leuchtturm-Preis des Netzwerks Recherche ausgezeichnet (<a href="http://www.presseportal.de/pm/50273/1517831/netzwerk_recherche" target="_blank">I</a>, <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/radio/ndrinfo128.html" target="_blank">II</a>), berichtet, dass der Redaktion <a href="http://www1.ndr.de/wirtschaft/datenpanneawd100.html" target="_blank">27.000 Datens&#228;tze des Finanzdienstleisters AWD</a> zugespielt wurden.</p>
<p><strong>19. Oktober</strong></p>
<p>Wie die Financial Times Deutschland enth&#252;llte, lie&#223; die Karstadt-Quelle-Bank zahlreiche Mastercard-Kreditkarten sperren und umtauschen, weil <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:datenpanne-karstadt-quelle-bank-befuerchtet-mastercard-missbrauch/50025501.html" target="_blank">Unbefugte an Kreditkartennummern der Karstadt-Mastercard gelangt</a> waren.</p>
<p><strong>21. Oktober</strong></p>
<p><a href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/neue-datenaffaere-telekom-trickst-bei-der-aufklaerung-1515846.html" target="_blank">Stern.de</a> meldet, die Telekom trickse bei der Aufkl&#228;rung ihrer neuen <span style="text-decoration: line-through"><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,556502,00.html" target="_blank">Spitzel</a></span>Datenaff&#228;re. So soll die Kriminalpolizei mehrfach bei der Telekom nachgehakt haben, bis die Konzernsicherheit Anfang Juni endlich Angaben zu einem Vertrag mit einer umstrittenen Firma machte. Noch im Februar hatte die Telekom best&#228;tigt, dass sie wie die Deutsche Bahn <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article3139386/Auch-die-Telekom-hat-ihre-Mitarbeiter-ueberprueft.html" target="_blank">Daten von Mitarbeitern &#252;berpr&#252;ft</a> hat, um Korruption zu bek&#228;mpfen.
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=20571&amp;md5=916375c57dbffd4dd1d928e09274c590" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau IV</title>
		<link>http://carta.info/11723/investigativer-journalismus-presseschau-iv/</link>
		<comments>http://carta.info/11723/investigativer-journalismus-presseschau-iv/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 17:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal mit: TV-Politmagazine, das Recherchenetz "Pro Publica", NRW-Regierungssprecher gegen Kritik an WAZ, Bespitzelungen bei der Deutschen Bank, der Siemens-Skandal und mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/b28ec6dc4e7d3394e85ac3fdd8828c" alt="" width="1" height="1" /><strong>Presseschau vom 1. bis zum 15. Juli 2009</strong></p>
<p>Mit der Bedeutung und Rolle der Politmagazine im Fernsehen besch&#228;ftigt sich der <a href="http://www.merkur.de/2009_27_Unter_Artenschutz.35536.0.html" target="_blank">Rheinische Merkur</a>. Um die Politmagazine geht es auch in einem Interview mit der Moderatorin des RBB-Magazins &#8220;Kontraste&#8221;, Astrid Frohloff, im <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Astrid-Frohloff;art15532,2842141" target="_blank">Tagesspiegel</a>.</p>
<p>Der <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/994062/" target="_blank">Deutschlandfunk</a> und das Magazin <a href="http://www.bpb.de/files/JQ6L4P.pdf" target="_blank">fluter</a> stellen eine neue Form des investigativen Journalismus vor, das US-amerikanische Recherchenetz &#8220;Pro Publica&#8221;. Die Verlegerin der Washington Post, legend&#228;r geworden durch die Watergate-Enth&#252;llung, wollte Lobbyisten f&#252;r bis zu 25.000 US-Dollar zu einem &#8220;Off-the-record-Dinner&#8221; in ihr Privathaus einladen, beleuchtet <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/696/479190/text/" target="_blank">sueddeutsche.de</a>.</p>
<p>G&#252;nter Wallraff wirft dem Springer-Verlag in einem Interview mit dem <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/993659/" target="_blank">Deutschlandradio</a> vor, mit seinem angek&#252;ndigten &#8220;Springer-Tribunal&#8221; die Geschichte verf&#228;lschen zu wollen.</p>
<p>Wie sich der D&#252;sseldorfer Regierungssprecher beim &#8220;Focus&#8221; f&#252;r die WAZ-Gruppe einsetzte, enth&#252;llte der <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Bodo-Hombach-Helmut-Markwort-WAZ-Gruppe-Hans-Dieter-Wichter%3Bart15532,2846976" target="_blank">Tagesspiegel</a>. Das damit zusammenh&#228;ngende Schreiben ver&#246;ffentlichte der <a href="http://www.duesseldorf-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/wichertmarkwort.pdf" target="_blank">D&#252;sseldorf Blog</a> exklusiv. In der Debatte um die Nebent&#228;tigkeiten von Fernsehmoderatoren hie&#223; es, der RTL-Nachrichtenchef Peter Kloeppel lehne es grunds&#228;tzlich ab, auf Veranstaltungen f&#252;r die Wirtschaft zu moderieren.  Dass er dies doch getan hat, unter anderem f&#252;r die Bertelsmann-Stiftung, schreibt die <a href="http://www.nw-news.de/owl/kultur/3025918_Kloeppels_Auftritte_in_Guetersloh.html" target="_blank">Neue Westf&#228;lische</a>.</p>
<p>Mitarbeiter der GTZ sollen afghanischen Unternehmen gegen Geld Bauauftr&#228;ge zugeschanzt haben, so die <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0709/seite3/0015/index.html" target="_blank">Berliner Zeitung</a>.</p>
<p>Dass der krebserregende Stoff Asbest keinesfalls der Vergangenheit angeh&#246;rt und von den Beh&#246;rden str&#228;flich vernachl&#228;ssigt wird, hat das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2009/panoramadiereporter118.html" target="_blank">Panorama</a> herausgefunden.</p>
<p>Die Spiegel-Geschichte &#252;ber die Bespitzelung von Vorst&#228;nden, Aufsichtsr&#228;ten und einem Aktion&#228;r bei der Deutschen Bank l&#228;sst sich auch bei <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,634520,00.html#ref=nldt" target="_blank">Spiegel Online</a> nachlesen. Der <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/qualitaet-der-bahnhoefe-verkehrsministerium-hat-getrickst_aid_414334.html" target="_blank">Focus</a> berichtet, dass das Verkehrsministerium den Bundestag &#252;ber die Erreichung der &#8220;Qualit&#228;tsziele&#8221; bei der Deutschen Bahn hinters Licht gef&#252;hrt haben soll. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/256/480734/text/" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> konnte Einblick in das Protokoll eines geheimen Treffens zwischen den Anw&#228;lten fr&#252;herer Siemens-Chefs und dem Konzern nehmen, in dem es um m&#246;glichen Schadenersatz im Zusammenhang mit der Korruptionsaff&#228;re ging. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/808/479301/text/" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> besch&#228;ftigt sich auch neuen Ermittlungen im Siemens-Skandal gegen den fr&#252;heren Siemens-Manager Michael Christoforakos. Mit den Aussagen von Christoforakos vor deutschen Ermittlern befasst sich auch der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,634288,00.html" target="_blank">Spiegel</a> in seine aktuellen Ausgabe. Erstaunlicherweise ist Christoforakos im Spiegel ein &#8220;Deutsch-Grieche&#8221;, in der &#8220;SZ&#8221; aber &#8220;der Grieche&#8221;.</p>
<p>Wie man sich als Apotheker ein sch&#246;nes Zusatzgesch&#228;ft schaffen kann, indem man statt einer 60er-Packung vier 15er-Packungen eines Medikaments verkauft, hat <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-apotheke-abrechnungstricks-ID1246877045656.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a> aufgedeckt. <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-aufreger-bauern-ID1246878453437.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a> fand auch heraus, dass mit Agrarsubventionen Dorfpl&#228;tze versch&#246;nert und Stra&#223;en gepflastert werden.</p>
<p>Mit der Person von Finanzstaatssekret&#228;r J&#246;rg Asmussen befasst sich ebenfalls <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-krisenmanager-asmussen-ID1246612708714.xml" target="_blank">Report M&#252;nchen</a>. Dabei erf&#228;hrt man unter anderem, dass Amussen sich &#8220;Mitarbeiter aus der Finanzlobby ins Ministerium&#8221; geholt hat. Im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,634279,00.html" target="_blank">Spiegel</a> ist zu lesen, dass das Verteidigungsministerium wegen umstrittener Bonus-Zahlungen an Manager bei einem Gemeinschaftsprojekt unter Siemens-Beteiligung unter Beschuss ger&#228;t.</p>
<p>Die Welt (<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4037690/SPD-Politikerin-geht-gegen-Blogger-juristisch-vor.html" target="_blank">I</a>, <a href="http://www.welt.de/die-welt/article4122434/Gericht-entscheidet-ueber-Krafts-Lebenslauf-Luege.html" target="_blank">II</a>), <a href="http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,636434,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> und <a href="http://www.google.de/search?q=%22David+Schraven%22+%22Hannelore+Kraft%22&amp;hl=de&amp;start=10&amp;sa=N" target="_blank">andere</a> befassen sich mit dem j&#252;ngsten Scoop meines <a href="http://www.ruhrbarone.de/" target="_blank">Ruhrbarone</a>-Kollegen David Schraven, der auch f&#252;r die Welt-Gruppe schreibt. Die nordrhein-westf&#228;lische SPD-Chefin Hannelore Kraft verlangte von ihm eine Unterlassungserkl&#228;rung, nachdem er sich im Blog Ruhrbarone.de mit einer L&#252;cke in ihrem Lebenslauf <a href="http://www.ruhrbarone.de/spd-spitzenkandidatin-kraft-gegen-ruhrbarone/" target="_blank">befasste</a>. Wie es einem Journalisten gehen kann, der sich kritisch mit der Finanzierung des N&#252;rburgrings befasst, kann man sich beim NDR-Magazin <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/nuerburgring102.html" target="_blank">ZAPP</a> anschauen.
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<p><small>
<a href="http://carta.info/11723/investigativer-journalismus-presseschau-iv/">Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau IV</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/11723/investigativer-journalismus-presseschau-iv/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=11723&amp;md5=46ab596b8ceaff272d0c0db38d3798c2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gendiagnostikgesetz: Nur ein l&#246;chriger Rahmen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 14:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Thorbrietz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verbote sollen den Missbrauch privater Daten verhindern. Aber die Trennung zwischen "privat" und "&#246;ffentlich" existiert schon l&#228;nger nicht mehr. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist Illusion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/63c99e51ac7bb2a6ee71b439b23b4d" alt="" width="1" height="1" /><br />
Was geht, das wird auch gemacht. So haben wir vor rund 25 Jahren argumentiert, als ich als Studentin an einer B&#252;rgerinitative „gegen Kabelkommerz“ (BIKK) mitarbeitete. Damals lief gerade die Debatte um die <strong>„Volksz&#228;hlung“</strong>. 1983 wurde sie vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig erkl&#228;rt. Der B&#252;rger m&#252;sse wissen, wer welche Daten &#252;ber ihn sammle, so das Gericht, er habe ein <strong>Recht auf informationelle Selbstbestimmung</strong>.</p>
<p>Heute kommt mir mein Engagement von damals genauso anachronistisch wie richtig vor. Die <strong>Digitalisierung</strong> (damals, das muss man den „Nachgeborenen“ schon erkl&#228;ren, wegen der vielfach noch fehlenden Datenverbindungen noch in den Anf&#228;ngen) hat jeden Versuch, der Datenflut Z&#252;gel anzulegen, &#252;berrollt. Kann man sich heute noch vorstellen, dass ich damals politische Debatten mit Bankangestellten gef&#252;hrt habe, &#252;ber die Frage, warum sie zulassen, dass mit der EC-Karte ihre Arbeitspl&#228;tze wegrationalisiert werden? Heute bin ich froh, wenn mich der Automat am Telefon versteht – „W&#228;hlen Sie EINS f&#252;r &#220;berweisungen&#8230;“</p>
<p>Aber wir hatten schon recht: Was m&#246;glich ist, wird auch gemacht. Was hei&#223;t schon informationelle Selbstbestimmung? <strong>Bespitzeln ist in</strong>. Die Videoaufzeichnungen der KassiererInnen bei Lidl sind ja noch vergleichsweise altmodisch (technisch und strategisch gesehen), Telekom und Bahn zeigen schon mehr Hintersinn und Raffinesse beim Auskundschaften ihres Managements: Nicht nur Telefondaten, sondern auch Bankdetails und Bewegungsprofile sind erstellt worden. Daimler speicherte heimlich <a href="http://www.zeit.de/online/2009/16/daimler-datenaffaere"><strong>Krankendaten</strong></a> und bei Drogerie-M&#252;ller wurden Mitarbeiter nach ihrer R&#252;ckkehr aus dem Krankenstand <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/868/465459/text/">interviewt</a>, ob sie denn auch wieder v&#246;llig <strong>gesundet </strong>seien?</p>
<p>Genauso anachronistisch wie meine damalige Hoffnung auf Datenschutz mutet nun das <strong>Gendiagnostik-Gesetz </strong>an, das diese Woche beschlossen werden soll. Das geplante <strong>Verbot heimlicher Vaterschaftstests</strong> kann man sehr kontrovers diskutieren – ich pers&#246;nlich finde es nicht richtig, weil M&#228;nner keine Kontrolle &#252;ber die Frage haben, ob ihre Partnerin schwanger wird – es sei denn, sie ben&#252;tzten immer und ewig ein Kondom. Dann sollten sie wenigstens herausfinden d&#252;rfen, ob sie wirklich der biologische Vater sind. Bei allen Problemen, die das mit sich bringen kann.</p>
<p>Fraglich ist auch, ob das <strong>Verbot vorgeburtlicher Untersuchungen auf Krankheitsrisiken im sp&#228;teren Leben</strong> funktionieren kann. Wie die Vaterschaftstests und das Interesse an Nabelschnurblut-Banken schon zeigen, gibt es eine Industrie von Labors, die nur darauf warten, Fragen aufzuwerfen, um sie (vielleicht) beantworten zu k&#246;nnen. Mit 2500 Gentests lassen sich theoretisch rund 500 Krankheiten vorhersagen. <strong>Der schnelle Blick in das Horoskop der Gene</strong> ist dabei so verf&#252;hrerisch wie unsicher: nur ein kleiner Teil der Krankheiten ist durch eine bestimmte Erbanlage definiert. Die meisten haben mehrere, wenn nicht viele Ursachen. Und was sagt mir das alles, wenn ich morgen unter den Bus komme? Aber die Tests werden schneller, einfacher und billiger (zur Zeit noch rund 1000 Euro f&#252;r eine Erbgutanalyse). Und was hei&#223;t schon, die vorgeburtliche genetische Untersuchung soll <strong>„auf medizinische Zwecke beschr&#228;nkt“ </strong>sein. Wie dehnbar das Argument ist, zeigt die „medizinische Indikation“ im Paragraph 218. &#220;ber 90 000 Tests werden jedes Jahr in Deutschland durchgef&#252;hrt, 700 000 sind es in der Europ&#228;ischen Union (<a href="http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/10_05/pages2/titel1.htm">Zahn&#228;rztliche Mitteilungen</a>).</p>
<p>Bleiben noch <strong>Beh&#246;rden, Arbeitgeber und Versicherungen</strong>. DNA-Tests sollen (freiwillig) die &#220;berpr&#252;fung von <strong>Verwandtschaftsverh&#228;ltnissen bei Visa- und Passantr&#228;gen</strong> gestatten – da k&#246;nnte man schnell auch (illegal) herausfinden, ob Migranten und Asylanten krankheitsbedingt zum Sozialfall werden k&#246;nnten. <strong>Lebensversicherer </strong>sollen erst ab einer Summe von 250 000 Euro Auskunft verlangen – erstaunlich, wo doch der Ethikrat schon vor l&#228;ngerem kritisierte, dass die Risikopr&#252;fung der Versicherungswirtschaft zu weit ginge. Die Versicherungswirtschaft hat auch bereits Widerspruch gegen die Einschr&#228;nkung angemeldet. Und Arbeitgeber – da reicht ein Blick in die t&#228;gliche Skandalchronik.</p>
<p>Was also tun? Ein gesetzlicher Rahmen ist schon deshalb wichtig, weil er eine gesellschaftliche Norm ausdr&#252;ckt. Doch <strong>Spiros Simitis</strong>, Jurist, Datensch&#252;tzer und Mitglied des Nationalen Ethikrates, hat bereits daran gezweifelt, ob um Begriffe wie das Recht auf Nichtwissen nicht nur eine verbale Schlacht gef&#252;hrt werde, „vorbei an den Realit&#228;ten.&#8221; (<a href="http://www.zeit.de/online/2007/39/datenschutz-simitis?page=all">siehe ZEIT-Online</a>)</p>
<p>Alle Verbote, das zeigt die Praxis, sind in der digitalen Welt leicht zu umgehen. Sie ersetzen nicht die Debatte dar&#252;ber, wie wir mit Behinderungen und Krankheiten, mit sexueller Orientierung und anderen Daten unseres Lebensstils umgehen. Unsere <strong>Privatheit wird zunehmend &#246;ffentlicher</strong>. Die Zukunft wird nicht mehr erlauben, Informationen &#252;ber unsere Lebensrisiken wie Krankheiten geheimzuhalten. Sie wird uns zwingen, daf&#252;r zu k&#228;mpfen, dass diese akzeptiert werden.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8270&amp;md5=25f7e8f8bd872e426c69f07e395f3e92" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau II</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 15:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gewerkschaft der Polizei soll Personalratswahlen mit rechts- und sittenwidrigen Methoden manipuliert haben, berichtet die Welt. Ein Gericht wird sich nun damit befassen.

Die Staatsanwaltschaft Bonn erh&#246;ht den Druck auf die Telekom-Sp&#228;her, wie dem Spiegel zu entnehmen ist. Eine der Schl&#252;sselfiguren in dem Skandal soll zudem mit dem Verkauf von Telefonkarten, die von der Telekom konfisziert, aber nicht ordnungsgem&#228;&#223; entsorgt wurden, sein Gehalt aufgebessert haben. Mit der Rolle von Telekom-Chef Réne Obermann, dem Ehemann von ZDF-Talkerin Maybritt Illner, hat sich Report Mainz besch&#228;ftigt. Dass die Telekom wie die Deutsche Bahn Mitarbeiter &#252;berpr&#252;fte, ist auf stern.de zu lesen.

&#220;ber fragw&#252;rdige Deals zwischen &#196;rzten und Krankenh&#228;usern wei&#223; Report Mainz zu berichten. Wie &#196;rzte hohe Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, wenn sie ihren Patienten m&#246;glichst viele chronische Erkrankungen attestieren, beschreibt das ARD-Magazin Panorama.

Mit der Themenauswahl der Politik-Magazine der]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/699fdcc85d6f4285978538ec080019" alt="" width="1" height="1" />Die Gewerkschaft der Polizei soll Personalratswahlen mit rechts- und sittenwidrigen Methoden manipuliert haben, berichtet die <a href="http://www.welt.de/wams_print/article3046058/Polizeigewerkschaft-manipulierte-Wahlen.html">Welt</a>. Ein Gericht wird sich nun damit befassen.</p>
<p>Die Staatsanwaltschaft Bonn erh&#246;ht den Druck auf die Telekom-Sp&#228;her, wie dem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,601810,00.html">Spiegel</a> zu entnehmen ist. Eine der Schl&#252;sselfiguren in dem Skandal soll zudem mit dem Verkauf von Telefonkarten, die von der Telekom konfisziert, aber nicht ordnungsgem&#228;&#223; entsorgt wurden, sein Gehalt aufgebessert haben. Mit der Rolle von Telekom-Chef Réne Obermann, dem Ehemann von ZDF-Talkerin Maybritt Illner, hat sich <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4293812/hybgij/index.html">Report Mainz</a> besch&#228;ftigt. Dass die Telekom wie die Deutsche Bahn Mitarbeiter &#252;berpr&#252;fte, ist auf <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Datenabgleich-Auch-Telekom-%FCberpr%FCfte-Mitarbeiter/653586.html?nl=T%C3%A4glich03.02.2009">stern.de</a> zu lesen.</p>
<p>&#220;ber fragw&#252;rdige Deals zwischen &#196;rzten und Krankenh&#228;usern wei&#223; <a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4293808/1fgp91g/index.html">Report Mainz</a> zu berichten. Wie &#196;rzte hohe Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, wenn sie ihren Patienten m&#246;glichst viele chronische Erkrankungen attestieren, beschreibt das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/panoramakrankenkassen100.html">Panorama</a>.</p>
<p>Mit der Themenauswahl der Politik-Magazine der ARD hat sich die Berliner Zeitung besch&#228;ftigt. Dort hei&#223;t es unter anderem:</p>
<blockquote><p>Auff&#228;llig bleibt, wie h&#228;ufig sich alle Magazine 2008 dem Themenkomplex Gesundheit/Altenpflege widmeten. Wichtige Themen waren zudem der gescheiterte B&#246;rsengang der Bahn, hohe Energie-Preise, die Lage der SPD und der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Die feinen Unterschiede taten sich dahinter auf. So ist festzustellen, dass &#8220;Report M&#252;nchen&#8221; und &#8220;Fakt&#8221; die Krisen der Landesbanken in ihren Sendegebieten eher au&#223;en vor lie&#223;en. Interessant ist auch, dass sich &#8220;Kontraste&#8221;, &#8220;Monitor&#8221; und &#8220;Report Mainz&#8221; kritischer mit den rechtsradikalen Umtrieben in Sachsen und Sachsen-Anhalt auseinandersetzten als &#8220;Fakt&#8221;.</p></blockquote>
<p>Hinzu komme, dass in Leipzig und M&#252;nchen immer noch sehr gro&#223;e Scheu herrsche, &#8220;sich mit den M&#228;chtigen der eigenen Landespolitik anzulegen&#8221;. Mit einem Fall, in dem Report M&#252;nchen seine Zuschauer in die Irre gef&#252;hrt haben soll, hat sich fast zeitgleich die Organisation <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/07/report-munchen-fuhrt-zuschauer-in-die-irre/">Lobbycontrol</a> in ihrem Blog befasst.</p>
<p>Wie der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,601808,00.html">Spiegel</a> vorab berichtete, wird die geplante Wiederverstaatlichung der Berliner Bundesdruckerei von schweren Finanzvorw&#252;rfen  &#252;berschattet.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,601830,00.html">Spiegel Online</a> hat aufgedeckt, wie ein Tarnverein von Scientology deutsche Politiker narrt. Der offizielle &#8220;United Nations Bookshop&#8221; soll sogar eine DVD der Vereinigung &#252;ber das Internet vertrieben haben.</p>
<p>Der <a href="http://www.swr.de/blog/umweltblog/?m=20080122">SWR</a> berichtet in einem Blog dar&#252;ber, dass der ehemalige Pr&#228;sident des Bundesamtes f&#252;r Naturschutz, Hartmut Vogtmann, neuer Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Fachverbands Kartonverpackungen f&#252;r fl&#252;ssige Nahrungsmittel (FKN) ist. Der Verband &#8220;vertritt die gemeinsamen Interessen der in Deutschland t&#228;tigen Hersteller von Getr&#228;nkekartons &#8211; Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak&#8221;, so der SWR.</p>
<p>Die Milliarden, die in das Projekt Transrapid flossen, hat sich das RBB-Magazin <a href="http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_8467388.html">Kontraste</a> n&#228;her angeschaut. Wie Lobbyisten der Autoindustrie den Klimaschutz blockieren, war erneut Thema in der<a href="http://www.zeit.de/2009/06/Kfz-Steuer"> Zeit</a>.</p>
<p>Wegen eines umstrittenen Beratervertrags ist der K&#246;lner B&#252;rgermeister Josef M&#252;ller (CDU) zur&#252;ckgetreten. Dar&#252;ber berichten unter anderem Andreas Damm vom <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1233584018477.shtml">K&#246;lner Stadt-Anzeiger</a> und die <a href="http://www.welt.de/politik/article3136609/Dubiose-Beratervertraege-stuerzen-CDU-in-Krise.html">Welt</a>.</p>
<p>Auch Journalisten sind gegen Korruption nicht gefeit: Dass Journalisten &#252;ppige Reisen zur Olympiade nach China unternahmen, bezahlt von Volkswagen, hat der <a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,601100,00.html">Spiegel</a> enth&#252;llt. Auch das NDR-Magazin <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/ethik_journalismus/vwolympia100.html">Zapp</a> und Hans Leyendecker von der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/823/454505/text/">S&#252;ddeutschen Zeitung</a> berichten dar&#252;ber.</p>
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		<title>DB ist der neue DFB</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 17:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schon atemberaubend, wie schnell nun eine um die andere altbundesdeutsche Institution ihr Unverm&#246;gen im Umgang mit der digitalen &#214;ffentlichkeit pr&#228;sentiert. Der Abmahnversuch der Deutschen Bahn gegen&#252;ber Netzpolitik.org ist PR-Harakiri und nicht zu gewinnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/9064ac6fd1aaa47612cc43a0264747" alt="" width="1" height="1" />Es lassen sich ganz leicht zehn Gr&#252;nde nennen, warum die Bahn <a href="http://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-schickt-mir-abmahnung/">diesen publizistischen Konflikt mit Netzpolitik</a> verlieren muss, wie auch schon der DFB gegen Jens Weinreich <a href="http://jensweinreich.de/?page_id=1780">unterlag</a>:</p>
<p>1. Es besteht ein ganz klares &#246;ffentliches Interesse an der Angelegenheit. Netzpolitik verr&#228;t hier &#8220;Gesch&#228;ftsgeheimnisse&#8221; nicht zum Spa&#223;, sondern mit dem Ziel gesellschaftlicher Aufkl&#228;rung.</p>
<p>2. Netzpolitik hat lediglich ein Dokument verf&#252;gbar gemacht, das zahlreichen anderen Journalisten auch zug&#228;nglich war. Der einzige Unterschied zur Berichterstattung in den <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Spitzelskandal-Bahn-Aff%E4re-Politiker/652235.html">klassischen Medien</a> besteht darin, dass das PDF in G&#228;nze verf&#252;gbar gemacht wurde.</p>
<p>3. Netzpolitik ist eindeutig eine Institution der journalistischen &#214;ffentlichkeit. Mit anders lautenden Interpretationsversuchen wird die Bahn nicht durchkommen.</p>
<p>4. Netzpolitik vs. Deutsche Bahn passt dramatisch gut in das David vs. Goliath-Schema. Die &#214;ffentlichkeit und Journalisten lieben dieses Schema. Die Bahn wird mit ihrer Sicht der Dinge gar nicht mehr durchdringen.</p>
<p>5. Die Schuld an der <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604986,00.html">Datenaff&#228;re</a> liegt eindeutig bei der Bahnf&#252;hrung. Eine Behinderung der Berichterstattung und der Aufkl&#228;rung kann nur auf die Bahnf&#252;hrung selbst zur&#252;ckfallen.</p>
<p>6. Das <a href="http://netzpolitik.org/wp-upload/datenschutz_bei_der_bahn.pdf">PDF</a> wird nun aus Solidarit&#228;t schon an hunderten Stellen im Netz ebenfalls gespeichert worden sein. Seine Sichtbarkeit ist durch die Aktion nur gesteigert worden. Zur&#252;ckholbar ist das Dokument ohnehin nicht.</p>
<p>7. Die Angelegenheit eignet sich hervorragend zum Grundsatzstreit um digitale Presse- und Bloggerfreiheit. Die Bahn hat hier eine willkommene Vorlage geliefert und damit ihre Gegenseite geeint.</p>
<p>8. Das Beispiel zeigt, dass die Bahn auch ihre Juristen nicht unter Kontrolle hat, was die F&#252;hrung weiter blamiert.</p>
<p>9. Die Bahn verf&#252;gt &#252;ber keinerlei Sympathiekredit mehr, den sie &#252;berhaupt noch ausspielen k&#246;nnte.</p>
<p>10. Netzpolitik verf&#252;gt &#252;ber einen direkten Zugang zur &#214;ffentlichkeit und &#252;ber eine <span style="text-decoration: line-through;">organisierte</span> spontan vernetzte Unterst&#252;tzerschaft. Schon im direkten Vergleich der publizistischen Waffen ist die Bahn unterlegen.</p>
<div id="attachment_4773" class="wp-caption alignnone" style="width: 497px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/02/bild-9.png"><img class="size-full wp-image-4773" title="bild-9" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/02/bild-9.png" alt="bild-9" width="487" height="261" /></a><p class="wp-caption-text">Rivva 17:45 Uhr: Zweieinhalb Stunden nach der Ver&#246;ffentlichung des Netzpolitik-Textes mit 22 Reaktionen </p></div>
<p>Vielleicht findet sich ja ein PR-Berater, der das alles anders sieht. Pleon, fischerAppelt &#252;bernehmen Sie.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Am Freitag, dem 6. Februar, hat die Bahn erkl&#228;rt, keine weiteren rechtlichen Schritte gegen Netzpolitik.org unternehmen zu wollen. Mehr <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1502334/">hier</a>. Und nat&#252;rlich <a href="http://netzpolitik.org/2009/deutsche-bahn-ag-gibt-auf/">hier</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://carta.info/post_notification_header/"><img class="aligncenter" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/01/banner_newsletter_v3_ani2.gif" alt="RSS Feed" width="468" height="60" /></a></p>
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		<title>Modernes Warten: Schlangenverarbeitung</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 11:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Glaser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
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		<description><![CDATA[In alter Zeit war der Kampf gegen die Schlange ein m&#252;hsames, von Hand betriebenes Unterfangen. Extragarstige Spezialschlangen wie etwa der Drache machten die Arbeit besonders unangenehm. Mit den Jahren strandete die Schlange dann an den K&#252;sten der menschlichen Zivilisation. Sie wurde domestiziert zur Warteschlange, aber immer noch schlagen ihr Abscheu und Antipathie entgegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/23cc959eedfcd516f642b0dd165a95" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: left;"><strong>In alter Zeit</strong> war der Kampf gegen die Schlange ein m&#252;hsames, von Hand betriebenes Unterfangen. <strong>Extragarstige Spezialschlangen</strong> wie etwa der Drache machten die Arbeit besonders unangenehm. Mit den Jahren strandete die Schlange dann <strong>an den K&#252;sten der menschlichen Zivilisation</strong>. Sie wurde domestiziert zur <strong>Warteschlange</strong>, aber immer noch schlagen ihr Abscheu und Antipathie entgegen.</p>
<p style="text-align: left;">Nun will die deutsche Bahn der Schlange <strong>den Garaus machen</strong>. In den gro&#223;en Reisezentren sollen Bahnbenutzer k&#252;nftig wie auf &#196;mtern Nummern ziehen k&#246;nnen, die dann &#252;ber Bildschirme aufgerufen werden sollen. Wo es baulich m&#246;glich sei, sollen auch <strong>Sitzgelegenheiten</strong> geschaffen werden, teilte der Rollkonzern in Berlin mit. Weiters sollen “<strong>Sofortfahrer</strong>“-Schalter f&#252;r eilige Reisende eingerichtet werden, die ruckartig und ohne Beratung abreisen wollen.</p>
<p style="text-align: left;">Ganz auf Kommunikationstechnik setzt <strong>ein anverwandter Versuch</strong> in Berlin, die aktuellen Wartezeiten in den sogenannten mobilen B&#252;rger&#228;mtern zu erfahren: das “<strong>Warteschlangen-Management-System</strong>” l&#228;&#223;t sich per SMS abfragen. Am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut wird das ganze derzeit zu einem System weiterentwickelt, mit dem B&#252;rger per Internet <strong>Termine bei Beh&#246;rden</strong> vereinbaren k&#246;nnen.</p>
<p style="text-align: left;">Eine &#228;hnliche Methode war schon 2003 bei einem Fest zu Ehren des elefantenk&#246;pfigen Hindu-Gotts <strong>Ganesh</strong> in Bombay erfolgreich zum Einsatz gelangt. <strong>Der indische Mobilfunkprovider BPL</strong> bot damals einen SMS-Serice an, der Gl&#228;ubigen das l&#228;stige Einreihen in endlose Warteschlangen ersparte. Ganesh gilt <strong>als Garant f&#252;r Gl&#252;ck und Wohlstand</strong> &#8211; eine SMS an eine Adresse im betreffenden Tempel garantierte, dass dort die n&#246;tigen Gebete gesprochen wurden. Der Auftraggeber erhielt vom Tempel <strong>eine Quittung mit einem Bild des freundlichen Gottes</strong> plus weitere Serviceangebote.</p>
<p style="text-align: left;">Wieder andere versuchen, die Schlange einfach f&#252;r ihre illustren Zwecke einzuspannen &#8211; legend&#228;r etwa die Warteschlangen vor der <strong>MOMA-Ausstellung</strong> 2004 in Berlin mit Wartezeiten von mehreren Stunden, sowie die <strong>Schlangen vor den Apple-Stores</strong> dieser Welt anl&#228;&#223;lich der Einf&#252;hrung des iPhones und seiner Nachfolger. PR-Spezialisten begannen sich zu fragen, wie man die <strong>Warteschlange als Indikator f&#252;r Premium-Produkte</strong> weiterentwickeln k&#246;nnte.</p>
<p style="text-align: left;">Die meisten Schlangesteher aber empfinden das Warten in einer Schlange schlichtweg als Zumutung. Versuche, das Problem <strong>in linearer Form angestauter K&#246;rper</strong> algorithmisch zu l&#246;sen, lie&#223;en nicht lange auf sich warten. Vor zwei Jahren veranla&#223;te die Betreibergesellschaft der finnischen Flugh&#228;fen <span>die Installation der Video-&#220;berwachungssoftware <strong>SmartCatch</strong> von NEC und Vidient Systems, die unter anderem automatisch meldet, wenn die Schlange vor dem Check-in eine vordefinierte L&#228;nge &#252;berschreitet, soda&#223; weitere Schalter ge&#246;ffnet werden k&#246;nnen.</span></p>
<p style="text-align: left;">Auch ein alter Ungeist aus der &#196;ra des nichtcomputerisierten Wartens wurde &#8211; leider &#8211; technisch wiederbelebt: <strong>das Vordr&#228;ngeln</strong>. Im November 2007 benutzten Mitarbeiter des Katastrophenschutzes im US-Bundesstaat Colorado ihre <span>beh&#246;rdeneigene Computerpower, um sich bei einem Online-Ticketservice mit Karten f&#252;r Spiele der heimischen Baseball-Favoriten einzudecken.</span></p>
<p>Die deutsche Bahn wird f&#252;r den Versuch, ihren Kunden die Wartezeiten zu verk&#252;rzen, noch <strong>etwas mehr</strong> brauchen als Rechenleistung. Zwei Tage nach Ank&#252;ndigung der geplanten Wartebeschleunigungen fielen erstmal s&#228;mtliche Fahrkartenautomaten der Bahn aus.</p>
<p><em>Peter Glaser bloggt auf <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/">Glaserei</a>, wo auch <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=4880">dieser Beitrag</a> erschienen ist.</em>
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