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	<title>CARTA &#187; CSU</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Sollen CDU und CSU ihr konservatives Profil sch&#228;rfen und damit potentielle W&#228;hler vergraulen?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 10:01:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Grieß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Union steckt im Umfragetief und es mehren sich die Stimmen, die ein sch&#228;rferes konservatives Profil fordern. Doch nur eine Partei, die f&#252;r alles stehen kann, kann auch den Anschein erwecken, f&#252;r alle zu stehen und damit eine Volkspartei bleiben. Oder etwa nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/67e245688129424ebbf02e3961ba4a8a" alt="" width="1" height="1" />Viele Politiker aus den Reihen von CDU/CSU meinen angesichts der miesen Umfragewerte, die Partei brauche ein sch&#228;rferes Profil. Auf den ersten Blick klingt das nach einer ausgesprochen dummen Idee.</p>
<p>N&#252;chtern betrachtet bedeutet Profil sch&#228;rfen immer auch konkretisieren, verengen. <strong>Aber nur eine Partei, die f&#252;r </strong><em><strong>alles</strong></em><strong> stehen kann, kann auch den Anschein erwecken, f&#252;r </strong><em><strong>alle</strong></em><strong> zu stehen. </strong>Eine Volkspartei will schlie&#223;lich Sammelbecken f&#252;r viele Meinungen sein. Sobald sie ihr Profil versch&#228;rft, sprich konkretisiert, zeigt sie einigen Menschen jedoch, dass diese nicht die Parteimeinung vertreten. Breite Bev&#246;lkerungsschichten in sich zu vereinen kann eigentlich nur gelingen, wenn man allen das Gef&#252;hl gibt, ihre Standpunkte werden ber&#252;cksichtigt. Wie k&#246;nnte das besser gelingen, als mit einem Profil, in das jeder etwas hineininterpretieren kann?</p>
<p>Die Menschen kritisieren zumeist nicht, dass die CDU keine Standpunkte hat, sondern dass sie keine Fortschritte macht. Die Vorgaben setzte sie sich dabei selbst: Als <a href="http://carta.info/21370/merkel-kritik-fuehrungsstil/">Angela Merkel F&#252;hrungsschw&#228;che oder gar Meinungslosigkeit</a> vorgeworfen wurde, hat sie das weitestgehend schadlos &#252;berstanden.</p>
<p>Die Regierungskrise und die schlechten Umfragewerte sind jetzt da, wo die Koalition selbst gesteckte Ziele, wie etwa eine weitreichende Gesundheitsreform, nicht verwirklicht oder mit Konzepten aufwartet, die bei den W&#228;hlern nicht ankommen, wie etwa das &#8220;Sparpaket&#8221;.</p>
<p>Muss die CDU/CSU es also nicht tunlichst vermeiden, ihr Profil &#8211; noch dazu ihr konservatives Profil &#8211; zu versch&#228;rfen? Kann sie auf diese Weise unkonkret eine attraktive Projektionsfl&#228;che f&#252;r verschiedenste Bev&#246;lkerungsmilieus sein? Eine Volkspartei bleiben?</p>
<p>Das zumindest war allem Anschein nach die Taktik von Angela Merkel bei der zur&#252;ckliegenden Bundestagswahl. Die jetzige Opposition und Vertreter verschiedener Medien kritisierten damals den Wahlkampf der Kanzlerin als &#8220;inhaltslos&#8221;. Doch sie hatte Erfolg, wenn auch nur bedingt.</p>
<p>Trotz Wahlsieg erreichte die Union n&#228;mlich ihr schlechtestes Ergebnisse seit 1949. Der Konflikt zwischen Parteimitgliedern, die konkretere Inhalte fordern und denen, die das Prinzip aus dem Wahlkampf fortsetzen wollen ist somit in gewisser Hinsicht auch ein Konflikt zwischen denen, die die Bundestagswahl f&#252;r einen Sieg f&#252;r die Partei halten und denen, die eher eine Niederlage darin sehen. Somit ist es auch kein Wunder, dass letztere mit zunehmendem Abstand zum Wahltermin lauter ihre Stimme erheben. Die derzeitigen Umfragewerte verst&#228;rkten diesen Effekt ungemein.</p>
<p>Denn eine Partei &#8211; und gerade eine Partei in Regierungsverantwortung &#8211; muss selbstverst&#228;ndlich klare Standpunkte haben und diese deutlich machen. Wischi-Waschi kann keine Dauerl&#246;sung sein. Die W&#228;hler haben ein Recht auf Antworten und L&#246;sungen – und gerade bei Krisen oder Bedrohungen m&#252;ssen stimmige Konzepte die Angst nehmen, Vertrauen schaffen, Zuversicht spenden.</p>
<p>Daf&#252;r freilich brauch man eben solche Konzepte. Und augenscheinlich ist es auch eine Sp&#228;tfolge des konturlosen Wahlkampfes, dass man in den Reihen der Union davon keine oder nur sehr wenige in der Schublade hat. <strong>Es wirkt fast so, als habe die Partei von Angela Merkel sich im vergangenem Herbst tats&#228;chlich auf eine Fortf&#252;hrung der Gro&#223;en Koalition eingestellt.</strong></p>
<p>Vielleicht ist die Debatte, wie eine Partei wie die Union wieder auf deutlich &#252;ber 30 Prozent kommen k&#246;nnte, aber auch von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Und zwar, weil ihr die m&#246;glicherweise falsche Annahme zugrunde liegt, in unsere Gesellschaft seien Volksparteien noch zeitgem&#228;&#223;.</p>
<p>In einer Gesellschaft, die sich in verschiedenste Milieus ausdifferenziert und in der vielf&#228;ltige Informationsm&#246;glichkeiten f&#252;r den W&#228;hler bestehen, sind langj&#228;hrige Stammw&#228;hler vielleicht eine Ausnahme. Und Parteien, die 40 Prozent oder mehr erreichen, sind ebenso wenig ein Teil dieser Gesellschaft. Sonstige Partei gewinnen wieder an Bedeutung, die einzelne Stimme wiegt aufgrund sinkender Wahlbeteiligung mehr.</p>
<p>Diese These kann man mit dem Wissensstand von heute freilich weder best&#228;tigen, noch widerlegen. Der Blick auf unsere Nachbarn jedoch l&#228;sst diese Vermutung nahe liegen: In den Niederlanden wird die Regierungsbildung zunehmend schwer. Die gr&#246;&#223;ten Parteien kommen dort auf gerade einmal 30 von 150 Sitzen. Die Christdemokraten, nach 1945 h&#228;ufig st&#228;rkste Kraft, wurden nur viertgr&#246;&#223;te Fraktion. Und in Gro&#223;britannien musste f&#252;r die Regierungsbildung trotz Mehrheits-Wahlrecht erstmals nach dem zweiten Weltkrieg eine Koalition zusammen finden.</p>
<p>Was sollte die Union also tun?
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		<title>Zweiter Fehlstart von Schwarz-Gelb? – Sparklausur in Meseberg</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 11:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Hotelsubventionen m&#252;ssen zur&#252;ckgenommen werden, denn mit dem Klientel-Geschenk fing die ganze Misere der neuen Regierung an. Durch Erh&#246;hung des Spitzensteuersatzes und Reform der Politiker-Pensionen k&#246;nnte das Sparpaket sogar ein Beitrag zum sozialen Frieden werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/e26a8dfecedf45bc9a8a307ed6eaee53" alt="" width="1" height="1" />Es soll ein Neustart werden, aber es droht der zweite Fehlstart. Die Sparklausur des Bundeskabinetts am kommenden Wochenende steht  unter keinem guten Stern. Wolfgang Sch&#228;uble k&#252;ndigt einerseits  “Belastungen f&#252;r alle Bundesb&#252;rger” an, sagt aber andererseits, dass “die Angleichung der erm&#228;&#223;igten Mehrwertsteuers&#228;tze nicht zum  Instrumentenkasten der aktuellen Haushaltsanierung geh&#246;rt”. Das hei&#223;t im  Klartext: der erm&#228;&#223;igte Steuersatz f&#252;r Hoteliers bleibt und damit wird  der schlimmste Geburtsfehler der schwarz-gelben Koalition nicht  korrigiert.</p>
<p>Mit dem Geschenk an die FDP- und CSU-Klientel fing die ganze Misere  der neuen Regierung an, mit der Beibehaltung ginge sie in die  Verl&#228;ngerung. Die schwarz-gelbe Koalition hat offenbar aus ihrem  Niedergang nichts gelernt. <strong>Wenn das Steuergeschenk an die Hotelbranche  nicht wieder einkassiert wird, dann fehlt der Regierung die  Legitimation, andere abzukassieren.</strong> Wie will die Bundesregierung  Verzicht von Arbeitslosen, Pendlern oder Nachtarbeitern verlangen, wenn  sie gleichzeitig den Hoteliers weiter eine Milliarde Euro schenkt?  Offenbar geht immer noch eher ein Kamel durch ein Nadel&#246;hr, als dass  Politiker einen Fehler korrigieren. Man k&#246;nnte ja das Gesicht verlieren,  als ob es nicht schlimmer w&#228;re, das Vertrauen der W&#228;hler zu verlieren.</p>
<p>Das Sparpaket muss ein Beitrag zum sozialen Frieden werden, nicht zum  sozialen Aufruhr. Und das wird es nur, wenn es die B&#252;rger als gerecht  empfinden, als sozial ausgewogen. Dazu geh&#246;rt nicht nur die R&#252;cknahme  der Hotelsubvention, sondern weitere Beschl&#252;sse, die signalisieren: Wir  haben verstanden. Zum Beispiel eine <strong>Erh&#246;hung des Spitzensteuersatzes</strong> f&#252;r  Einkommen &#252;ber 250.000 Euro von 45 auf 48 Prozent.</p>
<p>Oder endlich eine Reform der skandal&#246;sen <strong>Pensionsregelungen f&#252;r  Politiker</strong>. Wie k&#246;nnen CDU/CSU und FDP weiter auf der Rente mit 67  beharren, wenn Ex-Ministerpr&#228;sidenten wie Roland Koch ab dem 55.  Lebensjahr eine Pension von mehr als 7.000 Euro zusteht? Oder  Bundestagsabgeordneten nach nur zwei Legislaturperioden Altersbez&#252;ge in  H&#246;he von 1.682 Euro? Und warum wird die Kostenpauschale der  Parlamentarier immer noch nicht durch eine Abrechnung der konkreten  Kosten mit Belegen ersetzt?</p>
<p>Wie glaubw&#252;rdig sind Sparbeschl&#252;sse von Parteien, die immer neue  Finanzierungstricks ersinnen, wie das umstrittene Sponsoring von  Parteiveranstaltungen? W&#228;re es nicht nicht zumindest ein symbolischer  Beitrag der Politik zum Sparen, wenn es f&#252;r jeden Spendeneuro, den die  Parteien einnehmen, vom Staat nicht mehr 38 Cent, sondern nur noch 19  Cent dazug&#228;be? Auch f&#252;r die Parteien gilt: die Treppe wird noch immer  von oben gekehrt.</p>
<p>Und wenn die schwarz-gelbe Koalition schon einmal dabei w&#228;re, Fehler  zu korrigieren, dann m&#252;sste sie auch die unseligste Hinterlassenschaft  der gro&#223;en Koalition beseitigen – die Rentengarantie. Sie war ein reines  Wahlgeschenk von CDU/CSU und SPD an die Rentner. Sachlich ist sie bis  heute nicht zu rechtfertigen. Die Rentenformel wurde willk&#252;rlich au&#223;er  Kraft gesetzt und eine ganze Bev&#246;lkerungsgruppe vom Sparen ausgenommen,  nur weil sie die meisten W&#228;hler stellt.</p>
<p>Die Sparklausur w&#228;re ein passender Anlass, um vom klassischen  Opportunimus, von Wahlgeschenken und von Klientelpolitik Abschied zu  nehmen. Leider deutet nichts darauf hin.</p>
<p><em>Lesen Sie auf Sprengsatz dazu auch den Beitrag vom 4.12.2009: <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2503">&#8220;Fluch f&#252;r Schwarz-Gelb&#8221;</a> und bei Carta den Beitrag von Leonard Novy <a rel="bookmark" href="../../28015/regierungsklausur-in-meseberg-das-wochenende-der-wahrheit/">&#8220;Regierungsklausur in Meseberg: Das Wochenende der  Wahrheit&#8221;</a> vom 27.05.2010.</em></p>
<p><em>Dieser Beitrag erscheint als Crossposting via Michael Sprengs Blog <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sprengsatz.de/?p=2783');" href="http://www.sprengsatz.de/?p=3413">Sprengsatz</a>.</em>
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		<title>Mutlose Liberale: Bayern bekommt kein Informationsfreiheitsgesetz</title>
		<link>http://carta.info/24184/informationsfreiheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 10:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Paulus Meyer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte der Freistaat Bayern demn&#228;chst ein eigenes Informationsfreiheitsgesetz bekommen. Immerhin ist eine Mehrheit der Abgeordneten f&#252;r ein solches Gesetz – eigentlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/0107fbac00b04e608cae28f91acd64ed" alt="" width="1" height="1" />Die Freien W&#228;hler haben am 11. M&#228;rz einen Entwurf f&#252;r ein <strong>Informationsfreiheitsgesetz </strong>vorgestellt. &#196;hnliche Entw&#252;rfe legten vor ihnen schon SPD und die Gr&#252;nen vor. <strong>Ein Informationsfreiheitsgesetz soll in Bayern das erm&#246;glichen, was im Bund und in anderen Bundesl&#228;ndern bereits Gesetz ist: Es soll jedermann einen Zugang zu amtlichen Informationen gew&#228;hren.</strong> Eine Regelung also, die es B&#252;rgern erleichtern soll Entscheidungen von Beh&#246;rden nachzuvollziehen, damit sie selbst nachrechnen k&#246;nnen, warum die Kl&#228;ranlage in ihrem Dorf soviel Geld gekostet hat, warum die Stra&#223;e vor ihrer Haust&#252;r teurer war als geplant. In Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein gelten &#228;hnliche Gesetze bereits seit Jahren.</p>
<p>Die Freien W&#228;hler legten also einen solchen Gesetzesentwurf vor und scheiterten. Obwohl die Mehrheit der Abgeordneten aus SPD, Gr&#252;nen, Freien W&#228;hlern und FDP ein Informationsfreiheitsgesetz durchaus begr&#252;&#223;t.</p>
<p>Doch die bayerischen Liberalen – selbst Mitglied im B&#252;ndnis f&#252;r Informationsfreiheit, das ein Gesetz zur Informationsfreiheit fordert – k&#246;nnen ihrem liberalen Gewissen nicht folgen. <strong>Sie sind f&#252;r Transparenz, aber gegen den Entwurf, f&#252;r m&#252;ndige, informierte B&#252;rger, aber gegen ein Gesetz zur Informationsfreiheit.</strong></p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/b5g38Z/3253284/Die-alten-Schablonen-passen-nicht-mehr.html" target="_blank">Die alten Schablonen passen nicht mehr</a>, schrieb die S&#252;ddeutsche Zeitung deshalb. Der Vorwurf: <strong>Die Liberalen sind nicht mehr liberal.</strong></p>
<p>In Wirklichkeit sind sie das nat&#252;rlich schon noch – das sagte zumindest der FDP-Landtagsabgeordnete Andreas Fischer: Er wolle das Informationsfreiheitsgesetz. Der Entwurf der Freien W&#228;hler biete eine gute Grundlage. <strong>Nur zustimmen d&#252;rfen die Liberalen nicht.</strong> Das verbietet der Koalitionspartner. Denn der sieht in dem Informationsfreiheitsgesetz nur <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?r=402838&amp;sid=&amp;aktion=jour_pm&amp;quelle=0&amp;n_firmanr_=114509&amp;pfach=1&amp;detail=1&amp;sektor=pm&amp;popup_vorschau=0" target="_blank">mehr B&#252;rokratie und der M&#246;glichkeit zum Datenmissbrauch</a>.</p>
<p><strong>Und wenn schon die CSU vor Datenmissbrauch warnt</strong>, dann k&#246;nnen die Liberalen getrost gegen ihre eigenen Werte stimmen – auch wenn ihr gro&#223;er Koalitionspartner normalerweise nicht daf&#252;r bekannt ist, auf einen vorsichtigen Umgang mit gesammelten Daten zu bestehen. Innenminister Joachim Herrmann verteidigte zum Beispiel die vom Bundesverfassungsgericht gekippte <strong>Vorratsdatenspeicherung</strong> und dr&#228;ngte auf eine m&#246;glichst schnelle Neuregelung – schlie&#223;lich seien sogar <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/vorratsdatenspeicherung-angst-vor-der-sicherheitsluecke_aid_486084.html" target="_blank">Menschenleben in Gefahr</a>.</p>
<p>Die bayerischen Liberalen drohen zum Anh&#228;ngsel der CSU zu verkommen. Sie sollten der CSU zeigen, was es hei&#223;t, <strong>nicht mehr allein die Mehrheit im Landtag zu stellen</strong>. Die Union geht ja auch nicht zimperlich mit ihrem Koalitionspartner um.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=24184&amp;md5=c99aeb1baf7c7570897948cc2c12cbac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Warum die CSU f&#252;r eine Senkung der Mehrwertsteuer auf &#220;bernachtungen k&#228;mpft</title>
		<link>http://carta.info/19851/warum-die-csu-fuer-eine-senkung-der-mehrwertsteuer-auf-uebernachtungen-kaempft/</link>
		<comments>http://carta.info/19851/warum-die-csu-fuer-eine-senkung-der-mehrwertsteuer-auf-uebernachtungen-kaempft/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 09:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mehrwertsteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal hilft eine Grafik, um politische Interessenlagen zu verdeutlichen. Zum Thema CSU und Mehrwertsteuerklientelismus fehlte dieses Chart vielleicht noch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/26f4c3b34a0d44fcb48820505a8cc8ea" alt="" width="1" height="1" />Don Alphonso hat die Hintergr&#252;nde des Mehrwertsteuerklientelismus der CSU (und die Inkonsequenz der FDP) schon sehr treffend <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1533147/">beleuchtet</a>:</p>
<blockquote><p>In Bayern liegt der Umsatz mit Reisenden direkt bei 25 Milliarden Euro, und daran h&#228;ngen auch noch andere Wirtschaftszweige, Baugewerbe, Entsorgung, Landwirtschaft. Der Einbruch bei den &#220;bernachtungszahlen im letzten Jahr tut nat&#252;rlich weh &#8230;</p></blockquote>
<p>Auch die <em>Zeit</em> <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-11/hotel-steuer">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>In Bayern wurden nach Zahlen aus dem Jahr 2007 rund 17 Prozent des  bundesweiten Tourismus-Umsatzes von 140 Milliarden Euro gemacht, 27 Prozent der Beherbergungsbetriebe sind im Freistaat ans&#228;ssig.</p></blockquote>
<p>Alles gute Zahlen – aber irgendwie fehlte noch eine Grafik, um die Interessenlage der CSU einfach mal zu verdeutlichen. Diese zum Beispiel:</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/12/uebernachtungen02.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-19853" title="uebernachtungen02" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/12/uebernachtungen02.jpg" alt="uebernachtungen02" width="600" height="398" /></a>
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		<title>100 Tage Seehofer: Bayern, h&#246;rt die Signale!</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 18:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Paulus Meyer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Horst Seehofer]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit viel Signalkraft, aber bisher wenig Tiefenwirkung f&#252;hrt Horst Seehofers die CSU. Die Schatten der Landtagswahl vertreibt er so nicht: Der W&#228;hler mag die CSU nicht mehr so recht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">100 Tage ist<span> Horst </span>Seehofer mittlerweile im Amt. So lange schon? Noch nicht ganz, aber weil sich 100 besser anh&#246;rt als 85 Tage, lud der M&#252;nchner Presseclub schon zwei Wochen vorher zum Bilanzieren &#252;ber die ersten 100.  Dort zeigte sich Seehofer heute gel&#246;st und zufrieden. Mit gespielt souver&#228;n staatsm&#228;nnischem Grinsen: Am Wochenende noch im <a href="http://www.sueddeutsche.de/app/multimedia/video/">Blitzlichtgewitter mit Bond</a> &#8212; heute schon bayerischer Nieselregen mit S&#246;der, Hohlmeier und der Bayern-FDP. Fast nichts ist sch&#246;ner, als Bayern zu regieren.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Alles neu oder<strong> zumindest vieles anders</strong> – so sollte die CSU-Politik nach der verlorenen Landtagswahl werden. Der aus der Bundesregierung nach M&#252;nchen reimportierte Ministerpr&#228;sident schien das verstanden zu haben: Regieren in Bayern sollte <strong>j&#252;nger</strong> und <strong>weiblicher</strong>, mit mehr <strong>Diskussion</strong> und mehr Kritik auch lebendiger werden. Seehofer &#252;berraschte mit seiner <a href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/289/451005/text/">Regierungserkl&#228;rung</a>, versuchte es <strong>allen Recht</strong> zu machen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">So einfach kommt der bayerische Ministerpr&#228;sident aber aus dem traditionellen Postengeschacher und dem regional verwurzelten Misstrauen innerhalb der CSU nicht heraus. Inhaltlich konnte er bisher nur <strong>wenig Akzente</strong> setzen. Deshalb werden vor allem zwei angebliche Neuerungen aus seiner noch jungen Zeit an der Spitze der kleinen Union hervorgehoben.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Erstens: Bayern will wieder geh&#246;rt werden – in Deutschland, Europa und der Welt. Ende Oktober gesprochen, schon dr&#252;ckten die Bayern aufs Tempo, richteten die Megafone auf Berlin aus und forderten Steuersenkungen und ein klares Koalitionsbekenntnis f&#252;r die Bundestagswahl zugunsten der Liberalen. Die <strong>dialektgef&#228;rbten Forderungen</strong> aus dem S&#252;den stie&#223;en manchem CDUler in Berlin auf, <span> </span>Seehofer meinte, der Union wieder ein klares Profil geben zu m&#252;ssen. Sein Verh&#228;ltnis zur Kanzlerin sei von den lautstarken Forderungen aus M&#252;nchen dabei nicht belastet worden: „Das was bei mir als Querulantenstil abgetan wird, ist meine Art von Politik“, sagte der CSU-Vorsitzende</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Die zweite Neuerung, die Seehofer gerne betont, ist der Wandel des Regierens, das Miteinander und der Dialog mit dem <span style="text-decoration: line-through;">W&#228;hler</span> B&#252;rger, mit einigen jungen Kabinettsmitgliedern und Kandidatinnen bei der Europawahl. <strong>Mit viel Signalkraft, bisher jedoch wenig Tiefenwirkung.</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Doch die Schatten der Landtagswahl wollen nicht vergehen:</strong> Der W&#228;hler mag die CSU nicht mehr so recht. Dabei ist das doch gerade jetzt wichtig – f&#252;r die Europawahl. Um ins EU-Parlament einzuziehen muss die CSU bundesweit &#252;ber f&#252;nf Prozent kommen.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">F&#252;r verfilzt und unglaubw&#252;rdig wird die CSU gehalten, so eine studentische <a href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/628/454311/text/">Politikberatungsstudie</a>. Dies trifft den Kern von Seehofers Anliegen, der seine Partei als dynamisches, bayernnahes Sprachrohr positionieren will.<span> </span>Alles nur sch&#246;ner Schein mit schneller Signalwirkung an die W&#228;hler? Erst nach der Europawahl wird sich zeigen, ob Seehofer ernsthaft eine Erneuerung der Partei betreibt und das Rotationsprinzip der vergangenen Jahre auch unterbrochen wird, oder ob es<strong> nach drei bayerischen Ministerpr&#228;sidenten in drei Jahren gleich einen Vierten gibt.</strong></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=4323&amp;md5=c2ea43c6a2f7596e6a0fb9845b638389" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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