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	<title>CARTA &#187; Clay Shirky</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Happy Birthday, Wikipedia!</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 22:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Allen Grund zum Feiern hat die Wikipedia, die in diesem Tagen zehn Jahre alt wird. Aus kleinen Anf&#228;ngen entwickelte sie sich zum meist benutzten Online-Lexikon der Welt, das keine Konkurrenz mehr f&#252;rchten muss. Wird ihr statt dessen das eigene Wachstum zum Problem?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Eigentlich sollte die Wikipedia nur ein Provisorium werden. Dass sie jetzt ihr 10j&#228;hriges Jubil&#228;um feiern kann und das als eine der meist besuchten Websites dieser Welt, verdankt sie dem Umstand, dass ihre Software, ein Media-Wiki, wie geschaffen war f&#252;r ein<strong> Online-Lexikon an dem jeder mitschreiben kann</strong>, auch wenn Jimmy Wales und Larry Sanger das urspr&#252;nglich gar nicht so geplant hatten. Deren Ziel war die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nupedia">Nupedia</a>, ein Online-Lexikon, das einem eher konventionellen Ansatz folgte, weil seine Artikel von Fachautoren geschrieben und von einer Redaktion redigiert werden sollten.</p>
<p>Im Jahr 2001 jedoch war die Zeit reif f&#252;r etwas Neues. Software f&#252;r Wikis gab es schon ein paar Jahre, aber noch keine praktische Anwendung im gro&#223;en Stil. Als also Larry Sanger die ersten Artikel der Nupedia in einem <a href="http://www.mediawiki.org/wiki/MediaWiki/de">Wiki</a> online stellte, damit deren Bearbeitung beschleunigt werden konnte, ahnte niemand, was sich aus dieser Wiki-Pedia entwickeln w&#252;rde:  Sehr schnell n&#228;mlich verbreitete sich die Nachricht dar&#252;ber, dass hier Artikel online st&#252;nden und alle m&#246;glichen Leute begannen, an diesen mitzuarbeiten und dar&#252;ber hinaus sogar selbst&#228;ndig neue Artikel anzulegen. Die Dynamik war so gro&#223;, dass Jimmy Wales schlie&#223;lich das einzig Richtige tat: Die Arbeit an der Nupedia einstellen und die Wikipedia als offenes und partizipativ angelegtes Lexikon-Projekt weiter zu betreiben.</p>
<p>In der Folge entwickelte sich das Lexikon zum Vorbild und Rollen-Modell einer ganzen Generation neuer Anwendungen im Web: Dienste wie etwa Flickr (2004) oder YouTube (2005) basieren auf dem gleichen Grundprinzip, dem <strong>User Generated Content</strong>, von dem die Wikipedia gezeigt hat, dass er funktioniert und welche Breitenwirkung bzw. Dynamik er entfalten kann. Zugleich bildete sie das Fundament f&#252;r eine ganze Reihe theoretischer Erkl&#228;rungsans&#228;tze, wie dem Crowdsourcing oder auch der Wisdom of Crowds.</p>
<p>Nat&#252;rlich wurde und wird &#252;ber die Wikipedia heftig gestritten. Meistens geht es dabei aber nur um die inhaltliche Ebene, das gr&#246;&#223;ere Ganze wird selten gesehen und gew&#252;rdigt. Auch 10 Jahre eines erfolgreichen Betriebs und einer beispiellosen Verbreitung bzw. Nutzung haben die Kritiker nicht verstummen lassen, die den kollaborativen und freiwilligen Ansatz des User Generated Content der Wikipedia f&#252;r eine Fehlentwicklung halten, am liebsten das Rad zur&#252;ckdrehen und alles Publizieren wieder in die Hand von Redaktionen und Lektoraten geben w&#252;rden. Der Gedanke, dass an so etwas Erhabenen wie einem Lexikon prinzipiell jeder mitwirken kann, gilt auch im Jahr 2011 stellenweise noch immer als Provokation, wenn nicht gar als Angriff auf gesellschaftliche Grundwerte und Konventionen.</p>
<p>Dass die Wikipedia aber nicht den Kulminations- oder Endpunkt einer Entwicklung darstellt, sondern eher deren Beginn, macht <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Clay_Shirky">Clay Shirky</a> in seinem Buch, &#8220;Cognititve Surplus&#8221; (2010), deutlich. Er deutet das Lexikon n&#228;mlich als ein der Freizeit vieler Menschen abgerungenes Konzept, die ansonsten &#252;berwiegend nur unproduktiv vor dem Fernseher sitzen w&#252;rden. Seiner Kalkulation zufolge k&#246;nnte die Menschheit in Zukunft noch weit gr&#246;&#223;ere Projekte wie die Wikipedia stemmen, w&#252;rde nur etwas mehr Freizeit solch partizipativen Projekten gewidmet und nicht mehr dem Fernsehkonsum. Seinen <a href="http://www.ted.com/talks/clay_shirky_how_cognitive_surplus_will_change_the_world.html">Optimismus</a> mag man teilen oder nicht, zumindest der Wikipedia selbst wird es in den n&#228;chsten 10 Jahren wohl kaum an Mitwirkenden fehlen.</p>
<p>Zum Problem k&#246;nnte eher das weitere <strong>Wachstum der Plattform</strong> werden. Die Wikipedia m&#252;sste sich dann in ihrem organisatorischen Konzept ver&#228;ndern und damit einmal mehr eine Vorreiterrolle einnehmen: An ihr l&#228;ge es, die Struktur einer einerseits sehr gro&#223;en, andererseits aber auch prinzipiell offenen, transparenten und weitestgehend hierarchiefreien Organisation so zu gestalten, dass diese funktionst&#252;chtig und produktiv bleiben kann, anstatt sich in internen Auseinandersetzungen aufzureiben.</p>
<p>Zudem muss sie die heute schon deutlich sichtbare Herausforderung meistern, dass ihre Texte eine ungesunde Tendenz zur &#220;berl&#228;nge bekommen. Einzelne Artikel haben mit dem Charakter eines lexikalischen Eintrags nicht mehr viel gemein und &#252;berschreiten eigentlich auch schon den Charakter von Fachartikeln. Das zweifellos gut gemeinte Engagement vieler sachkundiger Helfer, die immer mehr Detailwissen einbringen, f&#252;hrt in der Summe dazu, dass die Artikel immer weniger zur schnellen Orientierung taugen, sondern ein regelrechtes Einlesen erforderlich machen.</p>
<p>Die <strong>Community</strong> hier auf das richtige Ma&#223; zu bremsen d&#252;rfte sich noch zu einer enormen Herausforderung entwickeln und damit eine unfreiwillige Parallele zu unserer modernen &#220;berflussgesellschaft werden, in der Fettleibigkeit ein ernstes Problem darstellt, das aber trotz offensichtlicher Kausalit&#228;ten nur schwer anzugehen ist.</p>
<p>Die Wikipedia alt und beh&#228;big aussehen lassen k&#246;nnten Dienste neuen Typs, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in den n&#228;chsten Jahren entstehen bzw. sichtbar werden. Dazu werden gro&#223;e Mengen an Daten von Sensoren aufgenommen und auf Seiten im Web weiter geleitet, um sie dort zu aggregieren und mit manuell eingepflegten Erl&#228;uterungen bzw. Kommentaren zu erg&#228;nzen. Auf diese Weise werden &#8220;Lexika&#8221; entstehen, die mit Informationen in Echtzeit Vorg&#228;nge und Strukturen sichtbar werden lassen, f&#252;r die es heute noch keine Entsprechung gibt. Auf diese Weise k&#246;nnten moderne Sensorik einerseits und User Generated Content andererseits in Symbiose treten und <strong>Wissens-Pools</strong> bilden, die lebendiger und interessanter als ein Online-Lexikon auf der Basis eines Wikis auftreten w&#252;rden.</p>
<p>Schlie&#223;lich k&#246;nnte auch die <a href="http://www.datenjournalist.de/der-auftrag-der-opendata-bewegung/#more-843"><strong>OpenData-Bewegung</strong></a> zu einer neuen Form von Wettbewerb f&#252;r die Wikipedia werden. In dem Ma&#223;e, wie in Zukunft Datenbanken von &#246;ffentlichen Einrichtungen zug&#228;nglich gemacht werden, w&#228;chst auch der Bedarf an Interpretation der dort vorhandenen Daten, was wiederum die Grundlage f&#252;r Plattformen bilden d&#252;rfte, die der Erl&#228;uterung und Diskussion gewidmet sein werden und sich im Wesentlichen auf User Generated Content st&#252;tzen d&#252;rften. Der Wettbewerb zur Wikipedia w&#228;re hier weniger in der inhaltlichen Ausrichtung, als mehr auf der Ebene der Partizipation zu sehen: Welche Plattform mobilisiert f&#252;r sich k&#252;nftig die kl&#252;gsten K&#246;pfe?</p>
<p>Da Konkurrenz bekanntlich das Gesch&#228;ft belebt, braucht man sich vor diesem Hintergrund (noch) keine Sorgen um die Wikipedia und ihre Community zu machen. Denn sie wird nicht tatenlos zusehen, wie neue Akteure auf dem Feld der digitalen Wissensrepr&#228;sentation ihr die User abwerben, sondern selbst aktiv werden und sich vielleicht neu erfinden. Von den klassischen Verlagen jedenfalls droht keine Gefahr mehr: Das meist benutzte Online-Lexikon steht unangefochten vorn und der Blick zur&#252;ck auf die Wettbewerber von gestern w&#252;rde nur die Perspektive auf die Herausforderungen von morgen verstellen. In diesem Sinne: Happy Birthday, Wikipedia.</p>
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		<title>Clay Shirky: R&#252;ckblick und Ausblick auf 2011</title>
		<link>http://carta.info/36533/clay-shirky-rueckblick-und-ausblick-auf-2011/</link>
		<comments>http://carta.info/36533/clay-shirky-rueckblick-und-ausblick-auf-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 15:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vera Bunse</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Clay Shirky]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ehre, wem Ehre geb&#252;hrt: "2011 k&#246;nnte das Jahr der allgemeinen Umstrukturierung werden"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Beitrag f&#252;r das renommierte <em>Nieman Journalism Lab</em> <a href="http://www.niemanlab.org/2010/12/what-will-2011-bring-for-journalism-clay-shirky-predicts-widespread-disruptions-for-syndication/">What will 2011 bring for journalism?</a> sagt <strong>Clay Shirky</strong> grosse Ver&#228;nderungen f&#252;r die gewohnten Gesch&#228;ftsmodelle der Presse voraus:</p>
<blockquote><p>Giving credit where credit is due will reward original work, whether scoops, hot news, or unique analysis or perspective. This will be great for readers. It may not, however, be so great for newspapers, or at least not for their revenues, because most of what shows up in a newspaper isn’t original or unique.</p></blockquote>
<p><em>(Nach dem Motto &#8216;Ehre, wem Ehre geb&#252;hrt&#8217; wird originelle Arbeit belohnt, ob es sich um Scoops, brandaktuelle Nachrichten oder einzigartige Analysen oder Perspektiven handelt. Das ist gro&#223;artig f&#252;r die Leser. Allerdings wird es nicht so gro&#223;artig f&#252;r die Zeitungen, vor allem nicht f&#252;r deren Einnahmen: Viele der Inhalte sind weder origin&#228;ren Ursprungs noch einzigartig.)</em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36533&amp;md5=797d7745c05ecd3a1c219aac38ef75cd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schirrmacher hat leider Shirky &#252;bersehen</title>
		<link>http://carta.info/21261/schirrmacher-hat-leider-shirky-uebersehen/</link>
		<comments>http://carta.info/21261/schirrmacher-hat-leider-shirky-uebersehen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 11:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Internetdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Payback]]></category>

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		<description><![CDATA[Das F.A.Z.-Feuilleton druckt heute bekanntlich Teile der Online-Debatte von Edge.org aus. Eine der interessantesten Antworten fehlt in der Auswahl - die von Clay Shirky.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das F.A.Z.-Feuilleton <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EF39C4EB71CB548BCBA2043AC21BC8B1C~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">druckt</a> heute bekanntlich Teile der Online-Debatte von Edge.org in deutscher &#220;bersetzung aus. Wir gehen &#252;ber Frank Schirrmachers <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EF39C4EB71CB548BCBA2043AC21BC8B1C~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">Verwechslung</a> von Internet- und Mediendebatte hierzulande mal locker hinweg &#8211; mit dem Hinweis, dass in seiner Auswahl leider einer der interessantesten Autoren fehlt &#8211; <a href="http://leanderwattig.de/index.php/tag/clay-shirky/">Clay Shirky</a>. <a href="http://www.edge.org/q2010/q10_1.html#shirky">Shirky</a> macht furios deutlich, wie das Ende der Knappheit &#8220;freaks people out&#8221;, weil sie sich an die neuen kollaborativen Methoden des Wissenserzeugung gew&#246;hnen m&#252;ssen. <a href="http://www.edge.org/q2010/q10_1.html#shirky">Shirkys Text</a> liest sich wie einen Appell an den <a href="http://carta.info/20883/payback-frank-schirrmacher/">Payback</a>-Autor.</p>
<blockquote><p>Unfortunately for us, though, the intellectual fate of our historical generation is unlikely to matter much in the long haul. It is our misfortune to live through the largest increase in expressive capability in the history of the human race, a misfortune because surplus always breaks more things than scarcity. Scarcity means valuable things become more valuable, a conceptually easy change to integrate. Surplus, on the other hand, means previously valuable things stop being valuable, which freaks people out.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>As we know from arXiv.org, the 20th century model of publishing is inadequate to the kind of sharing possible today. As we know from Wikipedia, post-hoc peer review can support astonishing creations of shared value. As we know from the search for Mersenne Primes, whole branches of mathematical exploration are now best taken on by groups. As we know from Open Source efforts like Linux, collaboration between loosely joined parties can work at scales and over timeframes previously unimagined. As we know from NASA clickworkers, groups of amateurs can sometimes replace single experts. As we know from Patients Like Me, patient involvement accelerates medical research. And so on.</p></blockquote>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=21261&amp;md5=8ee106e53b613bfd8c5acde3b74a308b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Clay Shirky: Das ist Urheberrechtsprohibition</title>
		<link>http://carta.info/17882/clay-shirky-das-ist-urheberrechtsprohibition/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 18:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius Endert</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Interviews mit Clay Shirky sind immer ein Genuss. In diesem geht es erneut um den Zugang zu Wissen und die Fragen des Urheberrechts.



Das derzeit geltende Uhrheberrecht bezeichnet Shirky als eine Art Monopol weniger unter dem viele leiden. Der Zugang zu Wissen sei aber ein modernes Grundrecht, und deshalb m&#252;sse sich das Urheberrecht wandeln. Zur Not m&#252;&#223;ten sich die Menschen den freien Zugang zur Information einfach nehmen. Dann k&#246;nnte es letztendlich eine Entwicklung geben wie bei der Alkoholprohibition in den USA Anfang des letzten Jahrhunderts. Wo sich die strengen Gesetze gegen den Konsum von Alkohol auch auf Dauer nicht durchsetzen lie&#223;en, weil alle sie missachteten.

Ein interessanter Gedanke und provokativer Vergleich, auch wenn ich in diesem Fall selber skeptisch bin, ob sich die alten Kr&#228;ft nicht am Ende doch durchsezten werden.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interviews mit Clay Shirky sind immer ein Genuss. In diesem geht es erneut um den Zugang zu Wissen und die Fragen des Urheberrechts.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="260" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://blip.tv/play/8HSBrI9eAA" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="260" src="http://blip.tv/play/8HSBrI9eAA" allowfullscreen="true"></embed></object><a class="rkvsjsjwyozxuogolcws rohpaxtbgbbxzjszrbqo" style="left: 257px ! important; top: 47.3px ! important;" href="http://blip.tv/play/8HSBrI9eAA"></a><a class="rkvsjsjwyozxuogolcws" href="http://blip.tv/play/8HSBrI9eAA"></a></p>
<p>Das derzeit geltende Uhrheberrecht bezeichnet Shirky als eine Art Monopol weniger unter dem viele leiden. Der Zugang zu Wissen sei aber ein modernes Grundrecht, und deshalb m&#252;sse sich das Urheberrecht wandeln. Zur Not m&#252;&#223;ten sich die Menschen den freien Zugang zur Information einfach nehmen. Dann k&#246;nnte es letztendlich eine Entwicklung geben wie bei der Alkoholprohibition in den USA Anfang des letzten Jahrhunderts. Wo sich die strengen Gesetze gegen den Konsum von Alkohol auch auf Dauer nicht durchsetzen lie&#223;en, weil alle sie missachteten.</p>
<p>Ein interessanter Gedanke und provokativer Vergleich, auch wenn ich in diesem Fall selber skeptisch bin, ob sich die alten Kr&#228;ft nicht am Ende doch durchsezten werden.</p>
<p>[<a href="http://julius01.posterous.com/clay-shirky-das-ist-urheberrechtsprohibition">Crossposting</a> via <a href="http://lauraflanders.firedoglake.com/2009/11/03/clay-shirky-the-social-media-revolution/">lauraflanders.firedoglake.com</a>]
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			</a>
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<a href="http://carta.info/17882/clay-shirky-das-ist-urheberrechtsprohibition/">Clay Shirky: Das ist Urheberrechtsprohibition</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/17882/clay-shirky-das-ist-urheberrechtsprohibition/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17882&amp;md5=67069c3e275dcf2167b504b1609c4a3f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>An der Fl&#252;chtigkeitsfront</title>
		<link>http://carta.info/15907/an-der-fluechtigkeitsfront/</link>
		<comments>http://carta.info/15907/an-der-fluechtigkeitsfront/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 16:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Glaser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir leben in merkw&#252;rdigen Zeiten: Zeitungen werden durch zu viel Liebe zerst&#246;rt, die Kulturflatrate ist l&#228;ngst da und der Kommunismus k&#246;nnte mit digitaler Hilfe doch noch siegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/fec521042c954fe7a362b73ae0ac90de" alt="" width="1" height="1" />Vor 30 Jahren war die Softwareindustrie als neuer Player auf den Plan getreten – heute sind es Google, Wikipedia, Facebook &amp; Co.  Und mit der Virtualisierung der Kulturdinge verlieren auch die damit verbundenen Begriffe ihre Festigkeit. F&#252;r Vertreter der Piratenpartei beispielsweise ist geistiges Eigentum “das falsche Konzept”.</p>
<p>In seinem Essay “<a href="http://www.shirky.com/weblog/2009/03/newspapers-and-thinking-the-unthinkable/">Zeitungen – Nachdenken &#252;ber das Undenkbare</a>” beschreibt <strong>Clay Shirky</strong>, wie bei dem Zeitungsverlag Knight-Ridder 1993 Nachforschungen angestellt wurden, als die popul&#228;re Kolumne des Humoristen und Pulitzer-Preistr&#228;gers <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dave_Barry">Dave Barry</a> unlizensiert verbreitet wurde. Im Netz fanden sich unter anderem eine eigene Dave Barry-Newsgroup und eine Mailingliste, die ein paar tausend Leute lasen. Und es fand sich <strong>ein Teenager</strong> aus dem mittleren Westen, der die Kolumnen von Hand im Internet verbreitete. Er liebte die Sachen von Barry so sehr, dass er daf&#252;r zu sorgen versuchte, dass m&#246;glichst jeder sie lesen konnte. Shirky erinnert sich an eine Bemerkung des damaligen Online-Chefs der New York Times, <strong>Gordy Thompson</strong>, zu diesem Ph&#228;nomen: “Wenn ein 14-j&#228;hriger Junge dein Business in seiner Freizeit hochgehen lassen kann – und zwar nicht, weil er dich ha&#223;t, sondern weil er dich liebt –, dann hast du ein Problem.”</p>
<p>Aus dem digitalen Schlachtenget&#252;mmel, mit dem das 21. Jahrhundert seinen Anfang nimmt, ragt das Urheberrecht auf wie Schloss Camelot und soll den Chancen und F&#228;hrnissen der digitalen Welt angepasst werden. Ende 2003 wurde der “<strong>erste Korb</strong>” zur Reform des aus dem Jahr 1965 stammenden deutschen Urheberrechts verabschiedet. Er beinhaltet unter anderem das Verbot, den Kopierschutz digitaler Datentr&#228;ger zu knacken – auch dann, wenn die Vervielf&#228;ltigung eigentlich erlaubt w&#228;re. Eines der umstrittensten Themen des im Juli 2007 verabschiedeten “<strong>zweiten Korbs</strong>” war die Regelung zu Privatkopien, die erlaubt bleiben; ein vorhandener Kopierschutz darf dazu aber nicht umgangen werden. Ebenso ist es nun unzul&#228;ssig, eine Privatkopie anzufertigen, wenn eine Datei “offensichtlich rechtswidrig” online gestellt wurde. Damit sollen Downloads aus Tauschb&#246;rsen verboten werden.</p>
<p>Wie solches Recht durchgesetzt werden soll, ohne eine ganze Generation von Tauschb&#246;rsennutzern zu kriminalisieren, kann der zweite Korb nicht beantworten. Auch die Frage, wie man sicherstellen kann, dass K&#252;nstler auch k&#252;nftig f&#252;r Ihre Kunst angemessen entlohnt werden, bleibt mit Hinweisen auf neue Gesch&#228;ftsmodelle vorerst abstrakt – wiewohl es mit Apples <em>iTunes Music Store</em> bereits eine erfolgreiche Methode gibt, online Musik zu verkaufen (<em>iTunes</em> wurde zu einem Zeitpunkt gestartet, als Tauschb&#246;rsen bereits ein Massenph&#228;nomen waren).</p>
<p>Eine gro&#223;e L&#246;sung w&#228;re die Einf&#252;hrung einer <strong>Kultur-Flatrate</strong> in Form einer Pauschalabgabe auf Internet-Anschl&#252;sse; im Gegenzug k&#246;nnte die Verbreitung digitaler Kopien legalisiert werden. In einem Gutachten im Auftrag von B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen kommt das <a href="http://www.emr-sb.de/">Institut f&#252;r Europ&#228;isches Medienrecht</a> zu dem Schlu&#223;, dass “die gesetzliche Einf&#252;hrung der Kulturflatrate … nicht weniger [sei] als die logische Konsequenz der technologischen Revolution, die durch das Internet erfolgt ist.“ Die Industrie hat l&#228;ngst ihre eigene Art von Pauschalmodellen in Betrieb genommen. Provider in verschiedenen europ&#228;ischen L&#228;ndern bieten ihren Kunden f&#252;r 5 bis 10 Euro im Monat Zugriff auf mehrere Millionen DRM-gesicherte Musiktitel, die sich in Luft aufl&#246;sen, wenn das Abo erlischt. “Es geht”, so der Mediensoziologe Volker Grassmuck, “gar nicht mehr um das Ob einer Flatrate, sondern nur noch um die Frage, wie und zu wessen Gunsten.”</p>
<p>Von Werbekrise und Kostenloskultur im Netz attackierte Zeitungsverleger versuchen, f&#252;r ihre T&#228;tigkeit ein dem Urheberrecht verwandtes <strong>Leistungsschutzrecht</strong> zu erstreiten. Peter M&#252;hlbauer <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31149/1.html">weist darauf hin</a>, dass das fatale Folgen haben kann. Wenn etwa Google f&#252;r die gemeinfreien B&#252;cher, die das Unternehmen massenhaft einscannt, Geld nehmen w&#252;rde, k&#246;nnte man ein solches Werk herunterladen und einfach anderswo kostenlos anbieten. Verhindern k&#246;nnte Google das, wenn ein Leistungsschutzrecht auf die Scans geltend gemacht werden kann – womit genau das erreicht w&#228;re, was verhindert werden sollte, n&#228;mlich ein Google-Monopol des Weltwissens.</p>
<p>Im Widerspruch zu einem marktwirtschaftlich frei flie&#223;enden Datenstrom stehen die Einkapselungen der Inhalte in die Datenk&#228;fige des <em>Digital Rights Management</em> (DRM). “<a href="http://sciencev1.orf.at/science/news/154080">Eigentum ist Diebstahl</a>” erh&#228;lt auf diese Weise eine ganz neue Bedeutung, denn ginge es nach dem Willen von DRM-Falken, w&#252;rde es ein Eigentum der Nutzer an digitalem Gut nicht mehr geben. B&#252;cher, Musik, Filme oder Software, die diesen neuen  Beschr&#228;nkungen unterliegen, kann man quasi nur noch ausleihen, wie ein Kolchoseger&#228;t. Bei einer solchen Neubewertung des Urheberrechts scheint es im Kern darum zu gehen, das Privateigentum abzuschaffen. Der Kommunismus ist an dem Versuch gescheitert. Soll der Idee nun mit den Mitteln des digitalen Kapitalismus doch noch zum Sieg verholfen werden?</p>
<p><em>Peter Glaser bloggt auf <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/">Glaserei</a>, wo auch <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=17901">dieser</a> Beitrag erschien.</em>
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=15907&amp;md5=4f317d3492a5a2180541c06ee7eb4493" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lesehinweis &#8211; Shirky: Die Institution Journalismus h&#228;ngt nicht am Papier</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 14:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Clay Shirky]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Der US-Medienwissenschaftler Clay Shirky denkt das "Undenkbare": Wenn Zeitungen sterben, gilt es neue Institutionen im Internet zu schaffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/b2429bfc2c5ace69c0ff859f0f1aa5" alt="" width="1" height="1" /><br />
Clay Shirky hat einen sehr lesenswerten <a href="http://www.shirky.com/weblog/2009/03/newspapers-and-thinking-the-unthinkable/">Essay &#252;ber die Zukunft von Zeitung und Journalismus</a> geschrieben. Shirky geh&#246;rt zu den radikalsten amerikanischen Vordenkern des Medienwandels. Entsprechend h&#228;ngt sein Herz nicht an der Zeitung. Er stellt deshalb noch einmal heraus: Die Institution Journalismus h&#228;ngt nicht am Papier. Die Zeitung werde verschwinden, auch wenn das derzeit noch kaum denkbar erscheint.</p>
<p>Um die gesellschaftliche Rolle von Journalismus zu erhalten und zu st&#228;rken, gehe es folglich nicht darum, die alten papierbasierten Institutionen k&#252;nstlich zu beatmen, sondern mit neuen Modellen zu experimentieren um herauszufinden, was zuk&#252;nftig f&#252;r den Journalismus funtioniere.</p>
<p>Viel st&#228;rker noch als bislang gehe es dabei um die Frage: Welchen Journalismus brauchen wir eigentlich? Shirky legt damit nat&#252;rlich auch nahe: Den Journalismus, den wir heute haben, sollten wir nicht zum Ideal verkl&#228;ren.</p>
<div id="attachment_6483" class="wp-caption alignnone" style="width: 483px"><img class="size-full wp-image-6483" title="shirky" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/shirky.jpg" alt="Clay Shirky: &quot;Society doesn’t need newspapers.&quot;" width="473" height="299" /><p class="wp-caption-text">Clay Shirky: &quot;Society doesn’t need newspapers.&quot;</p></div>
<p>Hier ein Ausschnitt aus seinem Text:</p>
<blockquote><p>Society doesn’t need newspapers. What we need is journalism. For a century, the imperatives to strengthen journalism and to strengthen newspapers have been so tightly wound as to be indistinguishable. That’s been a fine accident to have, but when that accident stops, as it is stopping before our eyes, we’re going to need lots of other ways to strengthen journalism instead.</p>
<p><strong>When we shift our attention from ’save newspapers’ to ’save society’, the imperative changes from ‘preserve the current institutions’ to ‘do whatever works.</strong>’ And what works today isn’t the same as what used to work.</p>
<p>We don’t know who the Aldus Manutius of the current age is. It could be Craig Newmark, or Caterina Fake. It could be Martin Nisenholtz, or Emily Bell. It could be some 19 year old kid few of us have heard of, working on something we won’t recognize as vital until a decade hence. Any experiment, though, designed to provide new models for journalism is going to be an improvement over hiding from the real, especially in a year when, for many papers, the unthinkable future is already in the past.</p>
<p>For the next few decades, journalism will be made up of overlapping special cases. Many of these models will rely on amateurs as researchers and writers. Many of these models will rely on sponsorship or grants or endowments instead of revenues. Many of these models will rely on excitable 14 year olds distributing the results. Many of these models will fail. <strong>No one experiment is going to replace what we are now losing with the demise of news on paper, but over time, the collection of new experiments that do work might give us the journalism we need</strong>.</p></blockquote>
<p>[Via <a href="http://medienlese.com/2009/03/16/lesetipp-shirky-ueber-das-ende-der-zeitung/">Medienlese</a>]<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/6480/lesehinweis-shirky-die-institution-journalismus-haengt-nicht-am-papier/">Lesehinweis &#8211; Shirky: Die Institution Journalismus h&#228;ngt nicht am Papier</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/6480/lesehinweis-shirky-die-institution-journalismus-haengt-nicht-am-papier/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=6480&amp;md5=732dbcb42446bc74e5b26474c8785661" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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