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	<title>CARTA &#187; Bundesregierung</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Oktopussikratie: Ich glaub, mich tritt ein Tintenfisch!</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 18:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Grieß</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Kanzleramt sollte zu einem Aquarium umgebaut werden! Denn Kraken-Orakel Paul ist unser neuer Medien-Superstar und Sport-Vorhersagen sind f&#252;r ihn schon jetzt eine Nummer zu klein. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/3006aaae985944e6a0178d46b000a90e" alt="" width="1" height="1" />Deutschland bringt sie hervor, die jungen Stars, die die Weltpresse feiert, f&#252;r die uns alle L&#228;nder rund um den Globus beneiden. Erst Lena, dann unsere junge, multikulturelle Fu&#223;ball-Nationalmannschaft. Doch all das war erst der Vorgeschmack f&#252;r den neusten aller Medienstars: Paul, das Tentakel-Orakel, der Fu&#223;ball-Prophet, das schwimmende Ph&#228;nomen. Unseren Krake, der alle WM-Spiele der deutschen Mannschaft richtig getippt hat.</p>
<p>Ein Wahrsager, der zum Helden – neuerdings in Spanien, kann sich aber schnell &#228;ndern – f&#252;r die einen wird, zum gehassten Speisewunsch zum Mittagessen f&#252;r die anderen – seit gestern Abend Deutschland, zuvor schon Argentinien, England und die ganzen anderen halt. Paul ist &#252;berall. Paul ist bei der Bild – ger&#252;chteweise zun&#228;chst exklusiv nach mit eigener Tinte unterschriebenem Vertrag –, Paul ist bei Facebook, Paul ist im Fernsehen.</p>
<p>Und wie es sich seit neuestem f&#252;r unsere <strong>Instant-Medien-Helden des Jahres 2010</strong> geh&#246;rt, dauert es nicht lang, dann rufen bereits h&#246;here Weihen. Und seien wir ehrlich: Paul ist der erste der genannten Stars, f&#252;r den wirklich eine Reihe von Jobs in Frage k&#228;me. Von daher: Schluss mit dem Facebook-Profil, auf Xing muss das Viech!</p>
<p>Als erstes k&#246;nnte sich Forsa bei ihm melden. Wer Fu&#223;ballspiele ohne Hilfe der italienischen Wettmafia richtig vorhersehen kann, der wird es auch schaffen, den Ausgang von Landtags- und Bundestagswahlen richtig vorherzusagen. N&#228;her dran sein als unsere Meinungsforschungsinstitute d&#252;rfte generell zunehmend leichter geworden sein. Und au&#223;erdem, hey, wir reden hier von Paul, dem super-dupa-mega-&#252;ber-Orakel. Wof&#252;r &#252;berhaupt noch w&#228;hlen? Sparen wir uns den Aufwand und die Kosten! Paul bestimmt die Regierung. <strong>Die Oktopussikratie wird eingef&#252;hrt.</strong> Und wieder w&#252;rden uns alle beneiden.</p>
<p>Wobei: Warum mit halben Sachen begn&#252;gen? Machen wir Paul doch am besten selbst zum Kanzler. Er w&#252;rde die n&#228;chste Bankenkrise rechtzeitig vorhersehen, <strong>er w&#252;sste schon jetzt, was das Volk morgen will, w&#228;hrend die derzeitige Regierung den Anschein macht, nicht einmal heute zu wissen, was sie selbst gestern wollte.</strong> Paul w&#228;re anders: Paul k&#246;nnte seinen gesamten G8-Kollegen gleichzeitig die Hand sch&#252;tteln und h&#228;tte immer noch einen Arm frei, um zum Wohle des deutschen Volkes zu arbeiten.</p>
<p>Ja, wir sind gro&#223;artig! Wir sind Deutschland! Wir sind Paul! Einfach nur Paul. Nicht ausgeschieden, sondern Paul, nicht haushoch verschuldet, sondern Paul, nicht nachrichtenrelevant, sondern Paul.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=30453&amp;md5=baa72f25cb2b62795191e34e3fa2603c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Elterngeldblues</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 22:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum war das Sparpaket geschn&#252;rt, wurde es auch schon wieder zerrissen. Am heftigsten in der Kritik: die Streichung des Elterngelds f&#252;r Hartz-IV-Empf&#228;nger. Gibt es in Deutschland etwa zu viele Kinder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/a0382c5cb975433a97828efecae916be" width="1" height="1" alt=""/>Die „allseits gesch&#228;tzte“ Familienministerin Ursula von der Leyen hat 2007 &#8211; von den Medien kaum reflektiert &#8211; einen Systemwechsel in der Familienpolitik vollzogen. Die Ministerin machte aus dem einkommensunabh&#228;ngigen Erziehungsgeld ein Lohnersatzgeld. Kinderkriegen sollte nicht mehr wahllos gef&#246;rdert werden, nein, die staatliche Unterst&#252;tzung sollte k&#252;nftig auf ganz bestimmte (wertvolle!) Kinder beschr&#228;nkt bleiben. Antje Schrupp hat diesen Systemwechsel treffend <a href="http://antjeschrupp.com/2010/06/07/der-falsche-systemwechsel-beim-elterngeld/">beschrieben</a>.</p>
<p>Der Zweck des 2007 eingef&#252;hrten Elterngeldes war es, mehr berufst&#228;tige, gut ausgebildete Frauen zu einer familienorientierten <em>Unterbrechung ihrer Berufst&#228;tigkeit </em>zu animieren &#8211; denn die deutschen Akademikerinnen befanden sich im Geb&#228;rstreik, und die Unterschichten kriegen ja (frei nach Sarrazin &amp; Heinsohn) sowieso immer Kinder.</p>
<p>Das neue Elterngeldgesetz war insofern eine Sturzgeburt jener Leistungstr&#228;ger, die sich dar&#252;ber aufregten, f&#252;r all die Plagen der Unterschicht aufkommen zu m&#252;ssen, w&#228;hrend sie selbst sich nicht standesgem&#228;&#223; vermehren konnten. Deshalb wurde das neue Elterngeld gestaffelt: 300 Euro f&#252;r die „in den H&#228;ngematten liegende“ Freibier-Unterschicht, aber bis zu 1800 Euro f&#252;r die Leistungstr&#228;ger.</p>
<p>Allerdings funktionierte das Gesetz <a href="http://www.sozialleistungen.info/news/07.04.2009-geburtenrueckgang-trotz-elterngeld/">nicht</a>. Die Geburtenrate <a href="http://www.stern.de/panorama/geburtenrueckgang-2009-deutsches-baby-problem-waechst-sich-aus-1566940.html">fiel weiter</a> (<strong>2009 wurden rund 24.000 Kinder weniger geboren als 2008</strong>) und das Elterngeld ging zu einem (noch immer) &#228;rgerlich gro&#223;en Teil an die ‚Falschen’: an die schlecht ausgebildeten, erwerbslosen Unterschichtm&#252;tter.</p>
<p>Die Berufst&#228;tigen stiegen nicht in dem erhofften Ma&#223; aus. Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes bezogen <a href="http://carta.info/13010/die-grosse-elterngeld-pleite/">im Jahr 2008</a> 757.000 Personen Leistungen nach dem Elterngeld-Gesetz. Davon waren aber nur 57,1 Prozent vor der Geburt des Kindes erwerbst&#228;tig, und lediglich 35,2 Prozent erhielten das Elterngeld tats&#228;chlich als Ersatz f&#252;r Erwerbseinkommen. Diese 35,2 Prozent kassierten allerdings zwei Drittel der vom Familienministerium zur Verf&#252;gung gestellten Milliarden. Das hei&#223;t: <strong>Das besser verdienende Eltern-Drittel erh&#228;lt zwei Drittel der verf&#252;gbaren Steuergelder</strong>.</p>
<p>Das ist der neuen Familienministerin offenbar immer noch zu wenig. Kristina Schr&#246;der (die kinderlose Akademikerin) m&#246;chte das Elterngeld so „umbauen“, dass erwerbslose M&#252;tter k&#252;nftig leer ausgehen. Hartz IV-Empf&#228;nger, sagt sie, seien mit den Regels&#228;tzen f&#252;r Hartz IV doch <a href="http://www.volkerkoenig.de/2010/06/08/mathestunde-mit-ministerin/">gut bedient</a>. In den Regels&#228;tzen (Kinder unter 5 Jahren erhalten 215 Euro) seien Kinder- und Elterngeld ja mit drin.</p>
<p>Man kann diese K&#252;rzung &#8211; <a href="http://sueddeutsche.de/politik/familienministerin-schroeder-im-video-interview-elterngeld-fuer-hartz-iv-empfaenger-war-systemwidrig-1.955098">wie die Ministerin</a> &#8211; mit dem Lohnabstandsgebot begr&#252;nden: Weil es in Deutschland so viele Schlechtverdiener gibt, ist es notwendig, Hartz IV-Empf&#228;nger noch schlechter zu stellen. Doch diese <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1272/Content/DE/Artikel/2010/06/2010-06-09-ergebnisse-kabinettsklausur.html">Sparma&#223;nahme</a> beleuchtet auch die absolute <a href="http://www.epd.de/niedersachsen_bremen/niedersachsen_bremen_index_76470.html">Zukunftslosigkeit</a> dieser Regierung. Anstatt (wie in den 1960er Jahren) gezielt in die Ausbildung von Unterschichtenkindern zu investieren und daf&#252;r das Schulsystem entsprechend zu reformieren, setzen CDU/CSU und FDP auf eine m&#246;glichst fr&#252;he Selektion: auf Geburtenauslese per Elterngeld, auf pr&#228;natale Selektion.</p>
<p>Vor acht Monaten hat Kristina Schr&#246;der folgenden Amtseid geleistet:</p>
<p><em>„Ich schw&#246;re, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erf&#252;llen und Gerechtigkeit gegen jedermann &#252;ben werde. So wahr mir Gott helfe.“</em></p>
<p>Vielleicht sollte man Kristina Schr&#246;der ab und zu daran erinnern.
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		<title>Innenministerium verz&#246;gert Neubewertung von Lobbyisten-Einsatz</title>
		<link>http://carta.info/23524/innenministerium-verzoegert-neubewertung-von-lobbyisten-einsatz/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Jahresende 2009 wollte das Bundesinnenministerium eine Evaluierung der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Einsatz von Lobbyisten in der Bundesverwaltung vorlegen. Bis heute warten Abgeordnete vergeblich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/73d486900ecf43e8885574ec49f7e986" alt="" width="1" height="1" />Nach der <a href="http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_17072008_O4013300111.htm" target="_blank">Verwaltungsvorschrift zum Einsatz externer Mitarbeiter  in der Bundesverwaltung</a> muss das Bundesministerium des Innern (BMI) dem Deutschen Bundestag j&#228;hrlich einen Bericht zum Einsatz von Lobbyisten in der Bundesverwaltung erstatten. Der zweite Bericht dieser Art wurde hier exklusiv <a href="../../8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/" target="_blank">ver&#246;ffentlicht</a>. In einem Schreiben an die Bundesministerien vom 14. Mai 2009 k&#252;ndigte das BMI eine bewertende Bilanz der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Einsatz externer Personen in der Bundesverwaltung bis zum Ende des Jahres 2009 an. Die Verwaltungsvorschrift wurde am 18. Juni 2008 vom Kabinett beschlossen. Bis zum heutigen Tag hat das BMI die Bilanz nicht vorgelegt. Deshalb sah sich das BMI nun im Bundestag kritischen Fragen der Opposition ausgesetzt.</p>
<p>Der Abgeordnete <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/H/hartmmi0.html" target="_blank">Michael Hartmann</a>, stellvertretender innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, fragte das BMI in einer Fragestunde des Bundestages, warum die angek&#252;ndigte Evaluierung bis zum heutigen Tag nicht vor liegt und „welche anderen vordringlichen Aufgaben“ das BMI so sehr besch&#228;ftigten, „dass die Evaluierung laut Auskunft aus dem eigenen Hause voraussichtlich erst im ersten Quartal 2010 abgeschlossen sein wird und es zu einer Verz&#246;gerung von nicht nur wenigen Wochen, sondern von bis zu drei Monaten kommt“.</p>
<p>Der Parlamentarische Staatssekret&#228;r im Bundesinnenministerium, <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_174/SharedDocs/Personen/DE/Mitarbeiter/Minister_Staatssekretaere_Beauftagte/pstschroeder.html?nn=109672" target="_blank">Ole Schr&#246;der</a> (CDU), begr&#252;ndete die Verz&#246;gerung wie folgt: Da seit dem Inkrafttreten der Verwaltungsvorschrift am 17. Juli 2008 erst „knapp 1,5 Jahre vergangen“ seien, sei „wegen der K&#252;rze des Erhebungszeitraums“ die Evaluierung „zur&#252;ckgestellt“ worden. Das Bundesministerium des Innern habe auf der 3. Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages angek&#252;ndigt, dass die Evaluierungsergebnisse „sp&#228;testens mit dem 2. halbj&#228;hrlichen Bericht 2010 gegen&#252;ber dem Haushaltsausschuss dargestellt werden.“</p>
<p>Hartmann machte in der Fragestunde auch erneut zum Thema, dass im 3. Lobbyistenbericht vom Oktober 2009 <a href="../../18996/innenministerium-legt-neuen-lobbyistenbericht-vor/" target="_blank">vier Nachmeldungen</a> enthalten sind, die bereits in den vorherigen Berichten h&#228;tten aufgef&#252;hrt werden m&#252;ssen. Auf die entsprechende Frage antwortete Schr&#246;der, dass die Bundesministerien f&#252;r die Meldung der bei ihnen t&#228;tigen externen Mitarbeiter beim BMI selbst verantwortlich seien. Pikanterweise betraf eine der ungew&#246;hnlichen Nachmeldungen jedoch das Bundesinnenministerium selbst. Die entsprechende externe Person sei in einem elektronischen System „durch ein B&#252;roversehen zun&#228;chst fehlerhaft erfasst“ worden, so Schr&#246;ders Erkl&#228;rung.</p>
<p>Versehen scheinen in den Bundesinstitutionen h&#228;ufig, wenn es um die Meldung bestimmer Sachverhalte geht: In der Vergangenheit begr&#252;ndeten auch die Bundestagsabgeordneten Sigmar Gabriel (SPD) und J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne) <a href="../../8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/" target="_blank">unterlassene Meldungen von Nebent&#228;tigkeiten</a> mit einem „Versehen im Ministerb&#252;ro“ und mit einem „Versehen“. Der CSU-Abgeordnete Norbert Geis unterlie&#223; es eigenen Angaben zufolge ebenfalls aus „Versehen“ zu melden, dass er <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,588096,00.html" target="_blank">Pr&#228;sident einer Stiftung ist, die dem katholischen Geheimbund Opus Dei nahesteht</a>.</p>
<p>Was die zwei nachgemeldeten Mitarbeiterinnen der privaten Euroimmun AG im f&#252;r die Pandemiebek&#228;mpfung zust&#228;ndigen <a href="http://www.rki.de/" target="_blank">Robert-Koch-Institut</a> anbelangt, sei „zun&#228;chst angenommen worden“, dass sog. Altf&#228;lle, also F&#228;lle, in denen Lobbyisten ihren Einsatz bereits vor Inkrafttreten der Verwaltungsvorschrift begonnen haben, „nicht gemeldet werden m&#252;ssten“, so Schr&#246;der, der mit der Bundesfamilienministerin Kristina Schr&#246;der (geb. K&#246;hler) <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/02/13/familienministerin-kristina-koehler-hochzeit/heiratet-ole-schroeder.html" target="_blank">verheiratet</a> ist.</p>
<p>In dem genannten Schreiben an die Bundesministerien wies das Innenministerium darauf hin, „dass der Bundesrechnungshof die klare Erwartung ge&#228;u&#223;ert hat“, dass die Altf&#228;lle „so schnell wie m&#246;glich zu Ende gef&#252;hrt werden“. Die beiden Mitarbeiterinnen der Euroimmun AG, einem L&#252;becker Unternehmen f&#252;r medizinische Labordiagnostika, im Robert-Koch-Institut sollen dem 3. Lobbyismus-Bericht aber dennoch bis zum 31. M&#228;rz 2010 beziehungsweise bis zum 1. Juli 2011 in der nachgeordneten Beh&#246;rde des Bundesgesundheitsministeriums t&#228;tig sein. Beim Bundesrechnungshof konnte man sich hierzu auf Anfrage nicht &#228;u&#223;ern: „Das ist ein Einzelfall und dazu kann ich beim besten Willen keine Stellung nehmen. Das m&#252;ssen wir erstmal pr&#252;fen“, so Martin Winter, Pressesprecher der Bundesrechnungshofs. Was der Bundesrechnungshof zu diesem Umstand f&#252;r eine Auffassung vertrete, k&#246;nne er „auch morgen nicht“ sagen.</p>
<p>Heidi Klein vom Vorstand von <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/" target="_blank">LobbyControl e. V.</a> kritisiert: „Das Innenministerium hat seine Hausaufgaben nicht gemacht und windet sich jetzt vor der berechtigten Nachfrage aus dem Parlament mit fadenscheinigen Ausreden. Es ist absolut inakzeptabel, dass die Bundesregierung es offensichtlich nicht schafft, ordentlich Rechenschaft &#252;ber externe Mitarbeit in den Ministerien abzulegen.“ Klein meint, die meisten Fehler in den Berichten, die zu den Nachmeldungen f&#252;hrten, w&#228;ren gar nicht aufgefallen, wenn LobbyControl die Berichte nicht mehrfach nachgepr&#252;ft h&#228;tte. „LobbyControl tritt angesichts der Problematik von Interessenkonflikten und einseitiger Einflussnahme weiter daf&#252;r ein, die Praxis der Besch&#228;ftigung externer Mitarbeiter in Ministerien ganz zu stoppen“, so Klein.</p>
<p>Derweil hat Hartmann nach Aussage seines B&#252;ros erreicht, dass der 3. Lobbyismus-Bericht der Bundesregierung, nachdem dieser bisher nur den Abgeordneten des <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a08/mitglieder.html" target="_blank">Haushaltsausschusses</a> vorgelegt wurde, nun auch im <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a04/mitglieder.html" target="_blank">Innenausschuss</a> des Bundestages bei dessen n&#228;chster Sitzung am 24. M&#228;rz 2010 auf die Tagesordnung kommt. Abgeordnete der SPD-Bundestagsfraktion besch&#228;ftigen sich im Rahmen der Arbeitsgruppe Inneres der SPD-Fraktion aktuell auch mit der Einf&#252;hrung eines von lobbykritischen Organisationen seit langem geforderten Lobbyregisters. Thema sind dort auch Karenzzeiten f&#252;r Politiker, die nach Aus&#252;bung ihres Amtes <a href="http://www.robertamsterdam.com/deutsch/gerdgas5.jpg" target="_blank">in die Privatwirtschaft wechseln</a>.
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		<title>Wie die FDP eine „Lex Google“ durchboxen soll</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 17:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Kritik der Presse an Google steigert sich: „Datenkrake“, „Riesenmonopol“, „Vergoogelung“, „Weltherrschaft“! Auch der Ruf nach „Zerschlagung marktbeherrschender Unternehmen“ wird lauter. Hat das eine mit dem anderen vielleicht etwas zu tun?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/6b1cc736bd3a4498858acbb40ac40942" alt="" width="1" height="1" />Im Mittelalter reichte oft schon das Vorzeigen der Folterinstrumente, um einen Widerspenstigen zum Einlenken zu bewegen. Seit einigen Monaten werden nun wieder Folterinstrumente gezeigt. Und sie tragen die allerz&#228;rtlichsten Namen: <em>Schutz</em> und <em>Entflechtung</em>. Das suggeriert: Wir meinen es gut mit euch!</p>
<p>Offiziell hei&#223;t es zwar, die von der Regierung <strong>geplante Versch&#228;rfung des Kartellgesetzes </strong>solle marktbeherrschende Unternehmen wie Post, Bahn, Banken und Stromanbieter <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/419/499693/text/">„entflechten“</a>. Und offiziell hei&#223;t es auch, <strong>das geplante Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverlage</strong> solle vor allem die Leistungen der Urheber „sch&#252;tzen“.</p>
<p>Doch das sind <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-politik/entflechtungsinstrument-wer-droht-muss-auch-handeln-koennen;2502661">Nebelkerzen</a>.</p>
<p>Weder will die Regierung die Deutsche Bank entflechten noch die Urheber besser sch&#252;tzen. Es geht bei den oben genannten Gesetzesvorhaben allein um die Zerschlagung von GOOGLE. Denn Google entzieht den Verlegern enorme Einnahmen.</p>
<p>Es ist auch keineswegs so, dass die Regierung von einem rasenden Mob oder einer revolution&#228;ren Stimmung im Volk zur „Enteignung“ von Konzernen gen&#246;tigt w&#252;rde – es ist v&#246;llig ruhig auf den Stra&#223;en. Der Ruf nach einer „Zerschlagung der Konzerne“ erschallt ausnahmslos von ganz oben. Von FDP-Ministern und Gro&#223;verlagen. Das f&#252;hrende liberale Blatt (<em>Die Zeit</em>) ruft gar zu Flash<em>mobs</em> gegen Gro&#223;konzerne auf! Nat&#252;rlich nicht gegen EON, sondern gegen den „Google-Wahn“.</p>
<p><strong>Was hier abl&#228;uft, ist knallharte Klientelpolitik.</strong> Liberale Medien und FDP werfen sich die B&#228;lle zu. Gesetze, die (au&#223;er von einigen Verlegern) von niemandem gefordert werden, sollen durch’s Parlament gejagt werden. Volksvertreter sollen zur Ausschaltung einer l&#228;stigen Konkurrenz missbraucht werden. Um diesen skandal&#246;sen Vorgang zu verstehen, muss man ein paar Monate zur&#252;ckgehen.</p>
<p>27. September 2009: Die Leitmedien der Republik haben gerade einen langen, massiven und extrem einseitigen Unterst&#252;tzungswahlkampf f&#252;r die FDP hinter sich. Es hat sich gelohnt. Die FDP erzielt (obwohl bis heute niemand so recht erkl&#228;ren kann, warum) ein Rekordergebnis: 14,6 Prozent. Schwarz-Gelb kann regieren. Die FDP sichert sich das Justiz- und das Wirtschaftsministerium.</p>
<p>Am 1. Oktober, nur vier Tage nach der Wahl, sickert durch, dass die Verleger eine <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Verleger-pruefen-Klage-gegen-Google_87594.html">Kartellrechtsklage</a> gegen Google in Erw&#228;gung ziehen. Schon seit dem Sommer haben sie die Chancen einer Beschwerde <a href="http://www.zdnet.de/news/digitale_wirtschaft_internet_ebusiness_bericht_deutsche_verleger_pruefen_kartellrechtsklage_gegen_google_story-39002364-41515299-1.htm">pr&#252;fen lassen</a>. Und das Kartellamt will die Beschwerde offenbar wohlwollend begleiten.</p>
<p>Im Koalitionsvertrag finden sich dann jene beiden Gesetzesvorhaben, deren Lenkung praktischerweise in den H&#228;nden der FDP liegen wird: <strong>das Leistungsschutzrecht f&#252;r Presseverlage (Justizministerium) und das <a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E6364D491682240199C1D54DE251C0524~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Gesetz</a> zur Entflechtung marktbeherrschender Unternehmen (Wirtschaftsministerium).</strong> Einige Medien <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/244/490618/text/">berichten</a>, das Gesetz zur Entflechtung von Quasi-Monopolen ziele keineswegs nur auf Stromkonzerne, sondern auch auf marktbeherrschende Unternehmen der IT- und der Medien-Branche. Zu deutsch: <strong>Es ging bei beiden Gesetzesvorhaben von Anfang an um GOOGLE.</strong> Eine Konzern-Entflechtung solle n&#228;mlich auch dann erfolgen k&#246;nnen, „wenn dem Unternehmen kein <a href="http://bundesrecht.juris.de/gwb/__19.html">Missbrauch</a> der marktbeherrschenden Stellung nachgewiesen werden kann.“</p>
<p>W&#228;hrend das breite Publikum mit Koalitionsgerangel und schlechtem Regierungsstart besch&#228;ftigt ist, arbeitet man hinter den Kulissen zielstrebig an der Sache. Bereits im Januar 2010 soll ein erster Entwurf zum Leistungsschutzrecht vorliegen. Im Januar 2010 laufen Meldungen &#252;ber einen Gesetzentwurf des Wirtschaftsministeriums zur Zerschlagung marktbeherrschender Unternehmen &#252;ber die Nachrichtenticker. Im Januar 2010 <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/leutheusser-schnarrenberger-justizministerin-will-google-dienste-ueberpruefen-1534384.html">kritisiert</a> die <a href="http://www.pocketbrain.de/newsticker/news/2573-justizministerin-google-bald-riesenmonopol.html">Bundesjustizministerin</a> das „Riesenmonopol Google“. Und im Januar 2010 berichten fast alle FDP-nahen Leitmedien in gro&#223;en <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,671870,00.html">Aufmachern</a> und <a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/nils-jacobsen/nils-jacobsen-post/article/spiegel-titel-google--der-bse-datenkrake_100025559.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1690&amp;cHash=c15d038515">Titelgeschichten</a> &#252;ber das „Stasi 2.0“-Unternehmen GOOGLE.</p>
<p><strong>Der Boden f&#252;r eine Lex Google ist also bereitet. Die „Datenkrake“ ist in der Defensive. Die Folterinstrumente liegen auf dem Tisch.</strong></p>
<p><em>Dieser Text ist ein Crossposting mit freundlicher Genehmigung des Onlinemagazins <a href="http://www.magda.de/76/back/26/artikel/brauchen-wir-eine-lex-google/">MAGDA</a></em>
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<a href="http://carta.info/21664/wie-die-fdp-eine-lex-google-durchboxen-soll/">Wie die FDP eine „Lex Google“ durchboxen soll</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/21664/wie-die-fdp-eine-lex-google-durchboxen-soll/#comments">26 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=21664&amp;md5=bf2cdf5674fd6e2f416350e12e491fef" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Innenministerium legt neuen Lobbyistenbericht vor</title>
		<link>http://carta.info/18996/innenministerium-legt-neuen-lobbyistenbericht-vor/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 11:24:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zahl der in Bundesministerien eingesetzten externen Mitarbeiter hat wieder leicht zugenommen. Viele von ihnen sind l&#228;nger in den Ministerien t&#228;tig, als es eine Verwaltungsvorschrift erlaubt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/6dbec6205ca9475eb3582e11bf35d958" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat den Bundestagsaussch&#252;ssen f&#252;r Haushalt und Inneres den Ende Oktober den dritten Bericht &#252;ber den Einsatz externer Personen in Bundesministerien vorgelegt. Der j&#228;hrlich abzugebende interne Bericht, der Carta jetzt vorliegt, wird von der Organisation <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/">LobbyControl</a> erneut kritisiert. „Der Bericht enth&#228;lt weder befristete Vertr&#228;ge noch Werkvertr&#228;ge noch Beratungsvertr&#228;ge. Das muss sich dringend &#228;ndern“, so Ulrich M&#252;ller von LobbyControl. Zudem m&#252;sse der Bericht „f&#252;r die &#214;ffentlichkeit einsehbar online ver&#246;ffentlicht werden und nicht nur an die Bundestagsaussch&#252;sse gehen“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Dem aktuellen Bericht zufolge wurde vier F&#228;lle nachgemeldet, „die bereits f&#252;r vorherige Berichtszeitr&#228;ume zu melden waren“. So meldete die Deutsche Bank einen externen Mitarbeiter nach, der im vergangenen Jahr im BMI sowohl im Inneren Dienst als auch beim Sicherheitsbeauftragten und in der &#214;ffentlichkeitsarbeit  t&#228;tig war. Ein weiterer nachgemeldeter externer Mitarbeiter der <a href="http://www.dbresearch.de/servlet/reweb2.ReWEB?rwsite=DBR_INTERNET_DE-PROD">Deutsche Bank Research</a>, dem „Think Tank der Deutsche Bank Gruppe“, wurde 2008 im Bundeswirtschaftsministerium mit Telekommunikationspolitik und -wirtschaft betraut. Nachgemeldet wurden daneben zwei Mitarbeiterinnen der <a href="http://www.euroimmun.de/">Euroimmun AG</a>, die im Gesch&#228;ftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums im <a href="http://www.rki.de/DE/Content/Institut/OrgEinheiten/ZBS/zbs__node.html">„Zentrum f&#252;r biologische Sicherheit 1 &#8216;Hochpathogene virale Erreger&#8217;“</a> des Robert-Koch-Instituts t&#228;tig sind. Ebenso ein Mitarbeiter der <a href="http://www.keine-lobbyisten-in-ministerien.de/index.php/Deutsche_Zentral-Genossenschaftsbank_AG_%28DZ_Bank_AG%29">DZ Bank</a>, der sich f&#252;r den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenkassen im Finanzministerium unter anderem mit „Grundsatzfragen des Finanzplatzes Deutschland“, „Verbraucherschutzfragen“ und „Einlagensicherung“ besch&#228;ftigte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Der aktuelle Bericht zeigt, dass die Zahl der externen Mitarbeiter wieder leicht zugenommen hat. Im Berichtszeitraum waren 49 externe Personen in der Bundesverwaltung t&#228;tig, <a href="http://www.spiegel.de/media/0,4906,19010,00.pdf">im ersten Bericht vom September 2008 waren es noch 59 gewesen</a>, <a href="http://carta.info/8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/">im zweiten Bericht von M&#228;rz nur 46</a>. Von den aktuell in der Bundesverwaltung t&#228;tigen externen Mitarbeitern sind alleine 22 vom Deutschen Zentrum f&#252;r Luft- und Raumfahrt entsandt. An zweiter Stelle liegt das Goethe-Institut mit sieben Mitarbeitern im Ausw&#228;rtigem Amt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Nach der <a href="http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_17072008_O4013300111.htm">Verwaltungsvorschrift zum Einsatz externer Mitarbeiter in der Bundesverwaltung</a> soll die Dauer des Einsatzes im Regelfall sechs Monate nicht &#252;berschreiten. Von den seit Inkrafttreten der Vorschrift hinzugekommenen 20 externen Personen waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts jedoch vier Externe „bis 12 Monate“, insgesamt zehn Externe „bis 24 Monate“ und ein Externer sogar „&#252;ber 24 Monate“ in der Bundesverwaltung t&#228;tig.</p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18996&amp;md5=05d49b9d163bbfdc9dfe802928c8dcbb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Opel wird doch nicht verkauft: Ein Desaster f&#252;r die Politik – und gut f&#252;r die Freiheit</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 10:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[General Motors beh&#228;lt Opel. Die vermeintliche Alternativlosigkeit des politischen Krisenmanagements wurde dementiert – die deutsche Politik ist zum Opfer ihres eigenen Ehrgeizes geworden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/74c58b6a58f54e418337fc6bde3b67c0" alt="" width="1" height="1" />Erst ja, dann nein, dann wieder ja, nun nein: Die inszenierte Abspaltung, geplante Sanierung und erhoffte Rettung des europ&#228;ischen Autokonzernteils Opel zeigt, was passiert, wenn die Politik betriebswirtschaftliche &#220;berlegungen au&#223;er Kraft setzen will: Es geht schief. Angela Merkel hielt am Dienstag in Washington vor beiden H&#228;usern des Parlaments ihre vielleicht beste Rede. Sie dankte den USA f&#252;r die deutsche Einheit. Kurze Zeit sp&#228;ter kassierte sie genau dort die erste dicke Niederlage ihrer neuen Kanzlerschaft. General Motors, ein Unternehmen, an dem die US-Regierung beteiligt ist, beh&#228;lt Opel nun doch. Gegen den erkl&#228;rten Willen der vereinten deutschen Politik.</p>
<p>Opel sollte auf Teufel komm raus aus dem Niedergang des amerikanischen Mutterunternehmens General Motors herausgehalten werden. Deshalb gab es staatliche B&#252;rgschaften, Kreditlinien und die Zusage, den Umbau zu finanzieren – und die Entscheidung, Opel an das &#246;sterreichisch-kanadisch-russische Konsortium um Magna weiterzugeben. So wollte es die hessische Landesregierung, in deren Gebiet R&#252;sselsheim liegt. So wollte es Nordrhein-Westfalen. Opel ist einer der gr&#246;&#223;ten Arbeitgeber im Ruhrgebiet. Und so wollte es auch die Bundesregierung. Sie wollte vor den Bundestagswahlen keine schlechten Nachrichten. Nur die USA, die wollten etwas anderes.</p>
<p>Der Preis ist immens: Die Deutschen mussten sich von den USA den Takt diktieren lassen, die Geldsummen, die bezahlt werden mussten, das Management, das sanieren sollte. Ein Jahr lang lie&#223;en sich Deutschlands Krisenpolitiker immer wieder vorf&#252;hren. Und das alles nur, weil Deutschland Opel retten und an Magna vergeben wollte? Nein. Das alles, weil die deutsche Politik zu Beginn dieses Jahres im „Unser-Handeln-ist-alternativlos&#8221;-Modus war. Das politische Denken in der akuten Phase der Weltwirtschaftskrise lie&#223; kein alternatives Szenario zu. Weder f&#252;r Opel eine ordentliche Insolvenz, noch ein anderes Szenario als die fortgesetzte Rettung der <em>Hypo Real Estate</em>, noch etwas anderes als die St&#252;tzung der anderen Banken.</p>
<p>Wer sich aber das Denken in Alternativen verbietet, wird schnell zum Opfer. Wer glaubt, alles steuern zu k&#246;nnen und zu m&#252;ssen, verliert den freien Blick. Genau das ist jetzt passiert. Die Bundes- und die Landesregierungen wurden das Opfer ihres Ehrgeizes, ihrer Heilsversprechen und ihres Eifers, auch da zu l&#246;schen, wo es nicht zwingend war. Recht so.<br />
Und Opel? Es ist l&#228;ngst nicht ausgemacht, dass die Firma mit Magna gl&#252;cklich geworden w&#228;re. Genau so wenig, wie feststeht, dass sie bei GM ungl&#252;cklich bleibt.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17583&amp;md5=812eef215e3a0d93d1096caef9e92631" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Opel: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 11:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Rutter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei den Rettungsbem&#252;hungen um Opel ignoriert die Bundesregierung die Entscheidung der Verbraucher. Opel erweist sich als Verbrennungsmotor f&#252;r Steuergelder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/bb8c08a9ef57a8644bda24e10179de" alt="" width="1" height="1" />„Ein unpers&#246;nlicher Markt trennt wirtschaftliche Aktivit&#228;ten von politischen Ansichten und sch&#252;tzt zugleich den Einzelnen vor Diskriminierung infolge von Gr&#252;nden, die mit seiner individuellen Produktivit&#228;t nichts zu tun haben.“ Dieser These Milton Friedmans folgend, lassen sich die t&#228;glichen Kaufentscheidungen unz&#228;hliger deutscher Verbraucher als eine basisdemokratische, von politischen Sonderinteressen befreite Aussage auffassen, was in unserem Lande gebraucht wird und gew&#252;nscht ist. Der kalte anonyme Markt gibt der Politik somit ein wichtiges Orientierungssignal.</p>
<p><strong>F&#252;r die Rettungsbem&#252;hungen um die Adam Opel GmbH wird dieses Orientierungssignal nunmehr zu einem roten Stoppschild</strong>. Seit zehn Jahren f&#228;llt das Unternehmen kontinuierlich in der Gunst der Menschen in Deutschland zur&#252;ck. Der relative Marktanteil derartiger Automobile in Europa liegt nach Angaben der Bundesregierung mit 7,9 Prozent sogar noch unter den 8,4 Prozent in der Bundesrepublik. Die Anzahl verkaufter Fahrzeuge hat sich binnen zehn Jahren von rund 522.000 St&#252;ck auf etwa 258.000 St&#252;ck mehr als halbiert. Es ist nicht sinnvoll, mit Steuerzahlergeld Brieftauben zu z&#252;chten, wenn die Steuerzahler Mobiltelefone kaufen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-14008" title="opel_marktanteile" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/09/opel_marktanteile.png" alt="opel_marktanteile" width="494" height="267" /></p>
<p>Nach Angaben der Bundesregierung hat die Adam Opel GmbH seit dem Jahr 2003 kontinuierlich Verluste von insgesamt etwa zwei Milliarden Euro eingefahren (2003: -646; 2004: -69; 2005: -68; 2006: -716; 2007: -362; 2008: Verlust noch verdunkelt; Angaben in Millionen Euro). In diesem Zeitraum wurden also pro Tag mehr als eine Millionen Euro sprichw&#246;rtlich durch den Auspuff gejagt. So etwas kannte man sonst vor allem bei Volkseigenen Betrieben der DDR.</p>
<p>Das Wort &#8220;Verbrennungsmotor&#8221; bekommt am Beispiel Opel also eine ganz neue Bedeutung. Mit der Abwrackpr&#228;mie hat die Bundesregierung bei dieser Wertverbrennung noch einen Scheit nachgelegt. Die bislang rund 52.000 Abwrackpr&#228;mien-Antr&#228;ge f&#252;r Automobile der Marke Opel entsprechen etwa 30 Prozent aller Neuzulassungen dieses Herstellers im Jahr 2009. Fast jeder dritte neue Opel rollt also mit Subventionen von insgesamt rund 130 Millionen Euro.</p>
<p>Damit nicht genug. Im Rahmen der Rettungsbem&#252;hungen hat die Adam Opel GmbH quasi in letzter Sekunde einen staatlichen &#220;berbr&#252;ckungskredit in H&#246;he von insgesamt 1.5 Milliarden Euro erhalten. Kein Kreditinstitut und kein privater Investor waren zum gegebenen Zeitpunkt bereit, sich an einer derart risikoreichen Zwischenfinanzierung zu beteiligen. <strong>Die m&#252;ssen ja schlie&#223;lich mit ihrem eigenen Geld haushalten.</strong></p>
<p>Wieder einmal hat die Bundesregierung eine inkonsistente und durch Aktionismus gezeichnete Wirtschaftspolitik fortgesetzt. Dies verdeutlicht nicht zuletzt ein Blick auf die &#246;ffentliche Beschaffung von Institutionen des Bundes in der laufenden Legislaturperiode:</p>
<table border="1" frame="box">
<caption><strong>Beschaffungsvolumen Automobile Marke &#8216;Opel&#8217; &#8211; Institutionen des Bundes</strong></caption>
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<tr>
<td>in TEuro; exkl. MwSt.</td>
<th>2005</th>
<th>2006</th>
<th>2007</th>
<th>2008</th>
<th>’06 zu ’08</th>
</tr>
<tr>
<td>GB BMWi</td>
<td>0</td>
<td>12</td>
<td>0</td>
<td>15</td>
</tr>
<tr>
<td>GB BMF</td>
<td>3.754</td>
<td>8.947</td>
<td>6.165</td>
<td>4.873</td>
</tr>
<tr>
<td>BMBF</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>15</td>
<td>0</td>
</tr>
<tr>
<td>BMI</td>
<td>0</td>
<td>0</td>
<td>25</td>
<td>0</td>
</tr>
<tr>
<td>GB BMI</td>
<td>30</td>
<td>129</td>
<td>499</td>
<td>83</td>
</tr>
<tr>
<td>GB BMFSFJ</td>
<td>15</td>
<td>13</td>
<td>14</td>
<td>168</td>
</tr>
<tr>
<td>GB BMELV</td>
<td>0</td>
<td>22</td>
<td>15</td>
<td>14</td>
</tr>
<tr>
<td>GB BMVBS</td>
<td>462</td>
<td>1.095</td>
<td>706</td>
<td>953</td>
</tr>
<tr>
<td>GB BMVg</td>
<td>31.683</td>
<td>46.412</td>
<td>24.104</td>
<td>8.594</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td><strong>35.944</strong></td>
<td><strong>56.630</strong></td>
<td><strong>31.543</strong></td>
<td><strong>14.700</strong></td>
<td><strong><span style="color: #ff0000;">-74,04 %</span></strong></td>
</tr>
<tr>
<td>GB = Gesch&#228;ftsbereich</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Das staatliche Beschaffungsvolumen von Automobilen der Markte Opel wurde zun&#228;chst im allgemeinen Boomjahr 2006 massiv erh&#246;ht, um dann zeitgleich mit der Umsatzsteuererh&#246;hung im Jahr 2007 pro-zyklisch und krisenversch&#228;rfend zusammengek&#252;rzt zu werden. Letztlich ist diese R&#252;ckf&#252;hrung der Beschaffung genau in dem Zeitraum passiert, wo der Automobilabsatz in Deutschland schon unter Druck geraten war. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) sind die Neuzulassungen zwischen 2006 und 2008 von 3.467.961 auf 3.090.040 St&#252;ck zur&#252;ckgegangen. Das sind etwa elf Prozent. Wo staatliche Institutionen durch stetige Beschaffungsvorhaben eine Sockelauslastung h&#228;tten sichern k&#246;nnen, wurde Politik nach Kassenlage gemacht.</p>
<p>Es w&#228;re an der Zeit, den Opel-Irrsinn zu stoppen. Wie hei&#223;t es so sch&#246;n: Irren ist menschlich &#8211; aber wenn du den Radiergummi vor dem Bleistift aufbrauchst, &#252;bertreibst du.
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<p><small>
<a href="http://carta.info/13991/opel-lieber-ein-ende-mit-schrecken-als-ein-schrecken-ohne-ende/">Opel: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13991/opel-lieber-ein-ende-mit-schrecken-als-ein-schrecken-ohne-ende/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13991&amp;md5=44c37274798a26f632c539cd7746b489" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sozialbericht: Krise hebt alle Sparanstrengungen der Agenda-Politik auf</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 14:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialbericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neue Sozialbericht der Bundesregierung rechnet mit einem einem neuen H&#246;chstwert bei der Sozialleistungsquote. Die Situation 2010 k&#246;nnte mit schlechter Wirtschaftsentwicklung und steigenden Sozialausgaben stark der von 2003 &#228;hneln - diesmal nur sehr viel drastischer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/d9e05107961f18901f18e4892822cb" alt="" width="1" height="1" />Mit der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise wird die Quote der Sozialleistungen auf ein Niveau emporschnellen, das &#252;ber dem Wert von 2003 liegt. Lag der Anteil der Sozialleistungen am Bruttoinlandsprodukt 2003 bei 32,3 Prozent, so wird er im kommenden Jahr nach Prognose der Bundesregierung bei 32,4 Prozent liegen. In den Jahren 2003 bis 2009 war er basierend auf Sozialreformen und Wirtschaftswachstum jeweils leicht auf 29,0 Prozent abgesunken. Dies geht aus dem heute ver&#246;ffentlichten  <a href="http://www.bmas.de/coremedia/generator/33916/property=pdf/a101-09__sozialbericht__2009.pdf">Sozialbericht</a> (PDF) der Bundesregierung hervor.<a href="http://www.bmas.de/coremedia/generator/33916/property=pdf/a101-09__sozialbericht__2009.pdf"><br />
</a></p>
<div id="attachment_11804" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/sozialleistungsquote.png"><img class="size-full wp-image-11804" title="sozialleistungsquote" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/sozialleistungsquote.png" alt="sozialleistungsquote" width="600" height="377" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Sozialbericht 2009, S. 256</p></div>
<p>&#8220;Die gegenw&#228;rtige Finanz- und Konjunkturkrise zeigt, wie wichtig der Sozialstaat f&#252;r Deutschland ist&#8221;, schreibt das Bundesministerium zu Beginn seines Berichts. Die Sozialleistungsuqote zeigt das Ausma&#223; der Einkommensumverteilung an, das f&#252;r die Finanzierung des sozialen Sicherungssystems erforderlich ist. Die Quote erreichte 2003 ihren bisherigen H&#246;chststand. In diesem Jahr zeigen sich nun die Folgen der Finanzkrise. Das Bundesministerium rechnet mit einem Anstieg der Sozialleistungen um 4,5 Prozent und einem Absinken des Bruttoinlandsprodukts um 5,3 Prozent. Daher werde die Kennnzahl 2010 das Niveau von 2003 &#252;bertreffen.</p>
<p>Aus der Entwicklung der Werte lassen sich unter anderem<strong> vier Dinge</strong> ableiten:</p>
<p>1. Die Ma&#223;nahmen der alten <strong>Agenda-Politik</strong> werden durch die Effekte der Krise aufgehoben.</p>
<p>2. Die kommende Bundesregierung wird ein <strong>neues Ma&#223;nahmenpaket</strong> brauchen, um die Entwicklung der Sozialleistungen in den Griff zu bekommen. Dar&#252;ber ist vor der Wahl naturgem&#228;&#223; wenig zu erfahren.</p>
<p>3. So gegesehen besteht im Wahlkampf 2009 die gleiche Gefahr wie im Jahr 2002: Vor der Wahl wird <strong>zu wenig &#252;ber die Ma&#223;nahmen gesprochen</strong>, f&#252;r die nach der Wahl dann kein Mandat vorhanden ist.</p>
<p>4. Das Schaubild zeigt auf bedr&#252;ckende Weise: Die Situation 2010 k&#246;nnte mit<strong> schlechter Wirtschaftsentwicklung und steigenden Sozialausgaben</strong> stark der von 2003 &#228;hneln &#8211; diesmal nur sehr viel drastischer.
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=11803&amp;md5=1df75f497b536254f1f99e68442fc8bc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Exzellente Verbindungen&#8221;: Wie die Stiftung Initiative Mehrweg Lobbying betreibt</title>
		<link>http://carta.info/10873/exzellente-verbindungen-wie-die-stiftung-initiative-mehrweg-lobbying-betreibt/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 15:18:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Investigativer Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalistische Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Trittin]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbying]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Lobbying ist im politischen Berlin an der Tagesordnung. Doch nicht alle dort vertretenenen Interessengruppen verstehen es gleich gut, ihre Anliegen in die entsprechenden Kan&#228;le zu leiten. Eine Organisation, die darin besonders erfolgreich ist, ist die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM). ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/9dca4cdef223e8bc47e2ea8c7bb260" alt="" width="1" height="1" />Lobbying ist im politischen Berlin an der Tagesordnung. Doch nicht alle dort vertretenen Interessengruppen verstehen es gleich gut, ihre Anliegen in die entsprechenden Kan&#228;le zu leiten. Eine Organisation, die darin besonders erfolgreich ist, ist die <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/" target="_blank">Stiftung Initiative Mehrweg</a> (SIM). Hinter der gemeinn&#252;tzigen Stiftung, die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen, wie <a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/" target="_blank">hier</a> berichtet, Unternehmen aus der Mehrwegbranche.</p>
<p>Martin Schoeller, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der <a href="http://www.schoeller.org/" target="_blank">Schoeller Holding</a>, best&#228;tigte gegen&#252;ber CARTA: &#8220;Die Schoeller Holding hat nicht unmittelbar zum Stiftungsverm&#246;gen beigetragen. Stifter war – neben anderen – die damalige Schoeller Plast Industries mit Sitz in Pullach&#8221;. Das von <a href="http://www.schoeller-plast.com/" target="_blank">Schoeller Plast Industries</a> im Gr&#252;ndungsjahr 1992 zur Verf&#252;gung gestellte Stiftungskapital habe 20.000,00 DM betragen. Schoeller habe der Stiftung auch zugesagt, &#8220;die mit der Registrierung und Erhaltung der Homepage verbundenen Kosten zu tragen.&#8221; Die Stiftungswebsite <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/">stiftung-mehrweg.de</a> ist auf &#8220;Martin Schoeller&#8221; von der &#8220;Schoeller Holding&#8221; in Pullach <a href="http://www.whois.net/whois/stiftung-mehrweg.de" target="_blank">registriert</a>.</p>
<div id="attachment_11576" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/mehrweg.jpg"><img class="size-medium wp-image-11576" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/mehrweg-300x260.jpg" alt="asdfasdfds" width="300" height="260" /></a><p class="wp-caption-text">Stiftung Mehrweg: Detailverbesserungen f&#252;r den Mehrwegsektor</p></div>
<p>Die Arbeit der SIM wird durch den F&#246;rderverein Initiative Mehrweg e. V. unterst&#252;tzt. Dem Verein geh&#246;ren sieben Unternehmen an, haupts&#228;chlich Mehrweg- und Getr&#228;nkefirmen sowie der Bundesverband Sekund&#228;rrohstoffe und Entsorgung, der die Recyclingbranche vertritt. Ihren laufenden Gesch&#228;ftsbetrieb finanziert die SIM &#252;ber Spenden. Dar&#252;ber, von wem diese stammen, gibt die Stiftung auf Anfrage keine Auskunft.</p>
<p>Im <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/kuratorium.html" target="_blank">Kuratorium</a> der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis Ende April weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Ernsthafte Konsequenzen hatte dies f&#252;r die beiden Politiker bisher nicht.</p>
<p>Die Stiftung Initiative Mehrweg &#8220;sucht und erschlie&#223;t&#8221; laut den Angaben auf ihrer Homepage &#8220;neue Wege f&#252;r den gesamten Mehrwegsektor&#8221; und verf&#252;gt &#8220;&#252;ber <strong>exzellente Verbindungen zu politischen Entscheidungstr&#228;gern</strong>&#8220;. Daran, dass dies der Fall ist, d&#252;rften wenig Zweifel bestehen: Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der SIM ist der Rechtsanwalt <a href="http://www.grin.com/e-book/33481/politik-und-ihr-ueberbau-vom-umgang-mit-gegnern-in-der-politik" target="_blank">Clemens Stroetmann</a>. Er war fr&#252;her Staatssekret&#228;r im Bundesumweltministerium unter Angela Merkel. Dar&#252;ber hinaus sitzen mit Gabriel und Trittin zwei der einflussreichsten Umweltpolitiker im Kuratorium der Stiftung.</p>
<p>Martin Schoeller meint &#252;ber die SIM: &#8220;Die Stiftung ist unabh&#228;ngig und verfolgt den Zweck, dem Gemeinwohl dienende Fragen zu bearbeiten und Meinungen zu entwickeln.&#8221; Sie sei &#8220;keine m&#228;chtige Industrielobby&#8221;, sondern &#8220;genau das Gegenteil&#8221;.</p>
<p>Wie aus einem Arbeitsbericht der SIM hervorgeht, veranstaltete die Stiftung im Jahr 2005 einen &#8220;<strong>Kaminabend</strong>&#8221; mit dem Ministerialdirigenten Thomas Rummler aus dem Umweltministerium. Im Jahr 2007 f&#252;hrte SIM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Stroetmann ein &#8220;ausf&#252;hrliches Gespr&#228;ch mit der umweltpolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Frau <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a16/mitglieder.html" target="_blank">Marie-Luise D&#246;tt</a>, MdB&#8221;. Wie aus dem Arbeitsbericht 2007 der SIM hervorgeht, konnte diese auch den &#8220;zust&#228;ndigen Abteilungsleiter des Bundesumweltministeriums, Herr Ministerialdirektor Dr. <a href="http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/reden/abteilungsleiter_dr_helge_wendenburg/doc/36944.php" target="_blank">Wendenburg</a>, f&#252;r das Er&#246;ffnungsreferat des Workshops am 24. Januar 2007&#8243; gewinnen. &#8220;Nicht zuletzt auf diese Gespr&#228;che d&#252;rfte es zur&#252;ck zu f&#252;hren sein, dass im Rahmen der 5. Novelle der VerpackV zumindest <strong>einige Detailverbesserungen zu Gunsten von Mehrweg</strong> in den Entwurf einflie&#223;en konnten. Dazu z&#228;hlt die beabsichtigte Kennzeichnungspflicht f&#252;r Einwegverpackungen ebenso wie die Streichung einer Reihe von Ausnahmen von der Pfandpflicht f&#252;r Einwegverpackungen&#8221;, hei&#223;t es in dem <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/arbeitsbericht_2006.pdf" target="_blank">Arbeitsbericht</a>.</p>
<div id="attachment_11577" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/doett.jpg"><img class="size-full wp-image-11577" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/07/doett.jpg" alt="aSDasd" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">CDU-Bundestagsabgeordnete D&#246;tt: &quot;Standardprogramm jedes Politikers&quot;</p></div>
<p>Auf Anfrage war von Rummler keine Stellungnahme zu erhalten. Wendenburg lie&#223; wissen, es entspreche &#8220;journalistischen Gepflogenheiten, derartige Anfragen an die Pressestelle des Ministeriums zu richten. Ich darf Sie daher bitten diesen Weg zu gehen&#8221;.<span style="font-family: Arial;color: navy;font-size: x-small"><span style="font-size: 10pt;color: navy;font-family: Arial"> </span></span>Ein Mitarbeiter von Marie-Luise D&#246;tt teilte mit: &#8220;Frau D&#246;tt MdB f&#252;hrt in ihrer Funktion als umweltpolitische Sprecherin in jeder Woche eine Vielzahl von Gespr&#228;chen mit unterschiedlichsten Interessengruppen. Die Gespr&#228;che dienen der Meinungsbildung.&#8221; Diese Form des Informationsaustauschs geh&#246;re zum &#8220;Standardprogramm jedes Politikers&#8221;. D&#246;tt, die dem F&#246;rderkreis der <a href="http://www.freitag.de/2005/34/05340401.php" target="_blank">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</a> (INSM) angeh&#246;rt, nehme auch grunds&#228;tzlich keine Honorare, weder f&#252;r Teilnahmen an Veranstaltungen noch f&#252;r Gespr&#228;che. Zum Inhalt des Gespr&#228;chs und zu der Frage, ob dieses Auswirkungen auf ihre pers&#246;nliche Politik gehabt hat, nahm D&#246;tt jedoch keine Stellung. Auch nicht zu folgender Frage: &#8220;Sehen Sie die Gefahr eines <strong>Interessenkonflikt</strong> darin, als umweltpolitische Sprecherin an einer Veranstaltung einer Stiftung teilzunehmen, die von Mehrwegfirmen getragen wird.&#8221;</p>
<p>Auch SIM-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Stroetmann gab sich wenig auskunftsfreudig: &#8220;Ich bitte allerdings um Verst&#228;ndnis daf&#252;r, da&#223; ich weder die Notwendigkeit noch Verpflichtung sehe, mich mit ihren interessanten Fragen auseinanderzusetzen&#8221;. Eine der Fragen lautete: &#8220;Welchen Titel trug der Workshop?&#8221;.</p>
<p>Ein Sprecher von Umweltminister Sigmar Gabriel erkl&#228;rte <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/flasche-leer/" target="_blank">Mitte April gegen&#252;ber der taz</a>, dass sein Ministerium eine Pflicht f&#252;r alle H&#228;ndler, auch Mehrwegflaschen anzubieten, pr&#252;fe, was den Mehrwegfirmen entgegenk&#228;me. &#8220;Die Pr&#252;fung ist noch nicht abgeschlossen&#8221;, informierte nun das Bundesumweltministerium. Ebenso werde das Ministerium &#8220;in K&#252;rze&#8221; eine Verordnung zur verbesserten Kennzeichnung f&#252;r Einweg- und Mehrwegflaschen erlassen. <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/SchreibenanBundesumweltminister20042009.pdf" target="_blank">Eine solche Regelung fordert auch die SIM</a>. Wann eine solche Verordnung erlassen werden soll, ist f&#252;r das Umweltministerium &#8220;derzeit nicht absehbar&#8221;. Zur Zeit w&#252;rden &#8220;im Zuge der Anh&#246;rung zum Entwurf der Verordnung zur Kennzeichnung von Getr&#228;nkeverpackungen (Getr&#228;nkeverpackKennV) eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet&#8221;. Die Annahme &#8220;gesetzgeberische Ma&#223;nahmen des Ministeriums pro Mehrweg w&#252;rden <strong>durch oder &#252;ber die SIM beeinflusst oder gar gesteuert</strong>, ist v&#246;llig absurd und entbehrt jeder Grundlage&#8221;, so Gabriels Sprecher Thomas Hagbeck.</p>
<p>Dennoch hatte das Umweltbundesamt (UBA), das zum Gesch&#228;fsbereich des Umweltministeriums geh&#246;rt, offenbar kein Problem, ein Initiative, an der die SIM beteiligt war, <strong>mit Steuergeldern</strong> zu unterst&#252;tzen. Nach CARTA-Recherchen f&#246;rderte die Beh&#246;rde w&#228;hrend Trittins Amtszeit in den Jahren 2002 und 2003 die Initiative <a href="http://www.freiefahrtpromehrweg.de/" target="_blank">&#8220;Freie Fahrt pro Mehrweg&#8221;</a> mit insgesamt <strong>39.700 Euro</strong>. &#8220;&#8216;Freie Fahrt pro Mehrweg&#8217; ist eine gemeinsame Aktion der Stiftung Initiative Mehrweg, des Getr&#228;nkefacheinzelhandels, des Bundesverbands des Deutschen Getr&#228;nkefachgro&#223;handels, des Verbands Mittelst&#228;ndischer Privatbrauereien, des Deutschen Naturschutzrings, des Bund f&#252;r Umwelt und Naturschutz Deutschland, des Naturschutzbund Deutschland und der Verbraucherinitiative Berlin&#8221;, so die Webseite der Initiative. Rainer Baake, Bundesgesch&#228;ftsf&#252;hrer der Deutschen Umwelthilfe, die an der Aktion ebenfalls teilnahm, war zum Zeitpunkt der F&#246;rderung beamteter Staatssekret&#228;r im Umweltministerium. Ob er w&#228;hrend seiner Zeit im Ministerium die Bewilligung der Gelder mitveranlasst oder an deren Bewilligung mitgewirkt hat, konnte Baake auf Anfrage &#8220;ohne Akteneinsicht nicht sagen. Eine Erinnerung habe ich daran nicht&#8221;, so Baake.</p>
<p>Die <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/downloads/PM_MWistKLimaschutz_160409_2.pdf" target="_blank">&#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221;</a>, der die SIM angeh&#246;rt und mit der es die SIM <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts11558.html" target="_blank">im April</a> sogar in die Tagesschau schaffte, wurde damals in Medien als &#8220;Umweltsch&#252;tzer und Getr&#228;nkefachhandel&#8221; (Tagesschau), &#8220;Umweltsch&#252;tzer und Getr&#228;nkefachhandel&#8221; (<a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Recycling-Einwegpfand-f%FCr-Handel-zu-billig/501288.html" target="_blank">FTD</a>), &#8220;Umweltsch&#252;tzer&#8221; (<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/2009/4/16/news-117284112/detail.html" target="_blank">DerWesten</a>) und &#8220;Vertreter der Getr&#228;nkeindustrie und Umweltsch&#252;tzer&#8221; (<a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/flasche-leer/" target="_blank">taz</a>) bezeichnet. Tats&#228;chlich ist in der &#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221; neben mehreren Lobbyverb&#228;nden <strong>aber nur ein einziger Umweltverband</strong> vertreten: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Sie kooperiert eng mit der SIM und verleiht mit dieser einen Filmpreis f&#252;r die besten Kinospots zu Getr&#228;nken in Glas-Mehrwegverpackungen. Ansonsten geh&#246;ren der &#8220;Allianz f&#252;r Mehrweg&#8221; nur Interessenverb&#228;nde an: Der Verband Private Brauereien Deutschland, der Verband des Deutschen Getr&#228;nke- Einzelhandels, der Bundesverband des Deutschen Getr&#228;nkefachgro&#223;handels und der Verein <a href="http://www.promehrweg.de/" target="_blank">&#8220;Pro Mehrweg&#8221;</a>. Diesem geh&#246;ren &#8220;rund 100 Unternehmen und Verb&#228;nde aus der Getr&#228;nkeindustrie, dem Getr&#228;nkefachgro&#223;handel und dem Getr&#228;nke-Einzelhandel&#8221; an.</p>
<p>In einem Vermerk des Umweltbundesamtes zu einem F&#246;rderantrag der DUH &#8220;zur Durchf&#252;hrung einer Infokampagne &#8216;Pro-Dosenpfand/Mehrweg&#8217;&#8221;, der CARTA vorliegt, hei&#223;t es &#252;ber die DUH: &#8220;In der Vergangenheit ist die Deutsche Umwelthilfe in Sachen Mehrweg h&#228;ufig zusammen mit den wirtschaftlich interessierten Verb&#228;nden des Getr&#228;nkefachgro&#223;handels und der mittelst&#228;ndischen Brauer aufgetreten (beide Verb&#228;nde erhoffen sich durch ein hohes Dosenpfand einen verbesserten Absatz f&#252;r ihre Mehrwegprodukte). Als &#8216;Wirtschaftspartner&#8217; der Deutschen Umwelthilfe wird auf der DUH-Website auch der Pfandr&#252;cknahmeautomatenhersteller <a href="http://www.tomra.de/default.asp?V_SITE_ID=15" target="_blank">TOMRA</a> genannt. Bei der Projektbeschreibung f&#228;llt auf, dass DUH sich auch bei diesem Projekt der Mitwirkung der genannten Wirtschafskreise bedienen will&#8221;. Ingesamt erhalte dadurch das Vorhaben eine &#8220;<strong>sehr von Wirtschaftsinteressen geleitete F&#228;rbung</strong>&#8220;. Wegen der &#8220;gro&#223;en Wirtschafsn&#228;he&#8221; des Vorhabens sei zu kl&#228;ren, inwieweit hier &#8220;die DUH unabh&#228;ngig von den mehrwegorientierten Wirtschaftskreisen f&#252;r das UBA mit &#246;ffentlichen Mitteln agieren&#8221; k&#246;nne oder ob daraus &#8220;<strong>Interessenkonflikte</strong> und Wettbewerbsverzerrungen erwachsen&#8221;. In einem weiteren, internen Vermerk des Umweltbundesamtes, der CARTA ebenfalls vorliegt, kommt die Verfasserin zu dem Schluss: &#8220;Diese Bedenken sind sehr berechtigt&#8221;. Der Auftritt Trittins  &#8220;auf &#246;ffentlichen Kampagnenveranstaltungen begr&#252;ndete eine <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/066/1406609.pdf" target="_blank">parlamentarische Anfrage</a>, inwieweit diese Kampagne auch mit &#246;ffentlichen Mitteln finanziert worden sei (was nicht zutraf).&#8221;</p>
<p>Die SIM versuchte offenbar seit l&#228;ngerem, auch ein gutes Verh&#228;ltnis zu Journalisten aufzubauen. Seit 2006 veranstaltete die SIM &#8211; zum Teil zusammen mit der DUH &#8211; drei <strong>Pressereisen</strong>. Darunter eine zweit&#228;gige Pressefahrt mit &#8220;Weinprobe und Abendessen im Staatsweingut Meersburg mit Blick &#252;ber den Bodensee&#8221;. Nach Aussage einer Mitarbeiterin der DUH f&#252;hrt diese &#8220;jedes Jahr eine Reise&#8221; f&#252;r Journalisten durch, &#8220;normalerweise im Herbst&#8221;. &#8220;Die Koordination l&#228;uft &#252;ber uns und wir machen das in der Regel zusammen mit der SIM&#8221;. Die Reisen dauerten ein bis zwei Tage mit &#220;bernachtung und seien kostenlos. Die Journalisten werden an mehreren bundesweit verteilten Sammelpunkten mit Minibussen abgeholt und kostenlos wieder dorthin zur&#252;ck chauffiert. Man habe auch &#8220;sehr gute Kontakte in der Getr&#228;nkebranche, die wir auch vermitteln k&#246;nnen&#8221;, so die DUH-Mitarbeiterin.</p>
<p>Im letzten Jahr besuchten die Journalisten zwei Getr&#228;nkeabf&#252;ller, darunter die Mineralquellen W&#252;llner GmbH &amp; Co. KG (&#8220;Carolinen&#8221;) in Bielefeld, eine Glash&#252;tte und die Brauerei <a href="http://www.promehrweg.de/index.php?id=6" target="_blank">Pott</a>&#8216;s in Oelde. &#8220;Thema der Mehrwegreise war der Lebenszyklus einer Mehrwegflasche&#8221;, so Maria Elander, Leiterin Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe und zust&#228;ndig f&#252;r die Journalistenreisen. In 2007 seien verschiedene Mehrwegsysteme wie PET, Karton und Glas verglichen worden, 2006 besuchten die Medienleute die Firma Schl&#246;r Fruchts&#228;fte in Radolfzell am Bodensee, dem Sitz der DUH, und den Mineralwasser-Abf&#252;ller Randegger Ottilien-Quelle.</p>
<p>An den Pressereisen h&#228;tten jeweils zehn bis 25 Journalisten von Radiosendern, Fachmagazinen und Tageszeitungen teilgenommen. Zu den Teilnehmern der Reisen h&#228;tten freie Journalisten, Mitarbeiter des Wirtschaftsdienstes &#8220;EUWID&#8221; und des Magazins &#8220;Europaticker&#8221; sowie Redateure von <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/111493.html" target="_blank">&#8220;Neues Deutschland&#8221;</a> und <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1211874037552.shtml" target="_blank">&#8220;K&#246;lner Stadt-Anzeiger&#8221;</a> geh&#246;rt. Der K&#246;lner Stadt-Anzeiger und die Deutsche Umwelthilfe starteten 2007 eine <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1194443088978.shtml" target="_blank">Sammelaktion f&#252;r ausrangierte Handys</a>. Auch in diesem Jahr planen SIM und DUH eine gemeinsame Pressereise, bei der man &#8220;auf verschiedene Mehrwegsysteme hinweisen&#8221; m&#246;chte, so Elander.</p>
<p>Die &#8220;<strong>taz</strong>&#8220;-Redakteurin Beate Willms best&#228;tigte, im Jahr 2007 an einer Journalistenreise von DUH und SIM teilgenommen zu haben. Ihr sei klar gewesen, dass es sich dabei um eine Lobbyveranstaltung gehandelt habe, so Willms, die nicht w&#246;rtlich zitiert werden wollte, auf Anfrage. Sie habe sich jedoch ein Bild davon machen wollen, wer sie f&#252;r eine positive Berichterstattung gewinnen wolle. Auch habe man bei derartigen Reisen die M&#246;glichkeit mit sehr vielen Leuten ins Gespr&#228;ch zu kommen, sie k&#246;nne soetwas eigentlich nur empfehlen. Willms, die sich im Rahmen der Reise eine kostenlose &#220;bernachtung spendieren lie&#223;, berichtete nach eigenen Angaben sp&#228;ter <a href="http://www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?ressort=wu&amp;dig=2006%2F04%2F25%2Fa0107&amp;cHash=603c7934a6" target="_blank">hier</a> in der &#8220;taz&#8221; &#252;ber die Reise.<strong> In dem Artikel erw&#228;hnt sie jedoch weder, wer sie zu der Reise einludt, noch wer hinter der SIM steht.</strong> Zu Details der Reise konnte Willms auf Nachfrage keine Auskunft geben, die an sie pers&#246;nlich gerichtete CARTA-Anfrage stellte sie jedoch f&#252;r jedermann einsehbar in das taz-interne Intranet ein.</p>
<p>Kurt Stenger, Wirtschaftsredakteur bei &#8220;Neues Deutschland&#8221;, teilte mit: &#8220;Seit 2006 hat kein Redakteur/keine Redakteurin unserer Zeitung an einer Pressereise von Umwelthilfe oder Stiftung Initiative Mehrweg teilgenommen.&#8221; Der &#8220;K&#246;lner Stadt-Anzeiger&#8221; konnte auf Nachfrage nicht sagen, ob jemand aus seinem Haus an Journalistenreisen unter Beteiligung der Stiftung Initiative Mehrweg teilnahm.</p>
<p><strong>Nachtrag vom 29. Juli 2009:</strong></p>
<p>Der Chefredakteur der &#8220;Aachener Nachrichten&#8221; hat mitgeteilt, dass keiner der Redakteure seiner Zeitung an einer Journalistenreise unter Beteiligung der Stiftung Initiative Mehrweg teilgenommen hat. Wir haben den Text entsprechend ge&#228;ndert.
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<a href="http://carta.info/10873/exzellente-verbindungen-wie-die-stiftung-initiative-mehrweg-lobbying-betreibt/">&#8220;Exzellente Verbindungen&#8221;: Wie die Stiftung Initiative Mehrweg Lobbying betreibt</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10873/exzellente-verbindungen-wie-die-stiftung-initiative-mehrweg-lobbying-betreibt/#comments">9 comments</a>
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		<title>BMVg-Staatssekret&#228;r verheimlicht Nebent&#228;tigkeit in Wehrlobby-Verein</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 18:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekret&#228;r beim Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) Christian Schmidt (CDU) hat eine Kuratoriumsmitgliedschaft bei der Gesellschaft f&#252;r Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. (GfW) entgegen den Verhaltensregeln des Bundestages nicht ver&#246;ffentlicht.




In der in Bonn ans&#228;ssigen GfW sind Vertreter aus Parteien, Bundeswehr und Verteidigungsministerium organisiert. Eines der Ziele des Vereins ist die „Erhaltung der allgemeinen Verteidigungsbereitschaft“. In dem GfW-Publikationsorgan „Europ&#228;ische Sicherheit“ werden regelm&#228;&#223;ig neue R&#252;stungsprodukte vorgestellt. Eine "Arbeitsgruppe Zukunft" der GfW kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis: "Die Lobby-Arbeit  muss weiter intensiviert werden."

Auch die Bundestagsabgeordneten Walter Kolbow (SPD), bis 2005 Parlamentarischer Staatssekret&#228;r im Verteidigungsministerium, und Ernst-Reinhard Beck (CDU) haben ihre Mitgliedschaft im GfW-Kuratorium nicht im amtlichen Bundestagshandbuch ver&#246;ffentlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/a16aece9f936e117be5a87d06d9be8" alt="" width="1" height="1" />Der Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekret&#228;r beim Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) Christian Schmidt (CDU) hat eine Kuratoriumsmitgliedschaft bei der Gesellschaft f&#252;r Wehr- und Sicherheitspolitik e. V. (GfW) entgegen den Verhaltensregeln des Bundestages <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/S/schmich0.html" target="_blank">nicht ver&#246;ffentlicht</a>.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-10314" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/06/gfw.jpg" alt="gfw" width="590" height="307" /><br />
<img src="/DOKUME%7E1/Besitzer/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-7.jpg" alt="" /></p>
<p>In der in Bonn ans&#228;ssigen GfW sind Vertreter aus Parteien, Bundeswehr und Verteidigungsministerium organisiert. Eines der Ziele des Vereins ist die „Erhaltung der allgemeinen Verteidigungsbereitschaft“. In dem <a href="http://www.europaeische-sicherheit.de/" target="_blank">GfW-Publikationsorgan „Europ&#228;ische Sicherheit“</a> werden regelm&#228;&#223;ig neue R&#252;stungsprodukte vorgestellt. Eine &#8220;Arbeitsgruppe Zukunft&#8221; der GfW kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis: &#8220;Die Lobby-Arbeit  muss weiter intensiviert werden.&#8221;</p>
<p>Auch die Bundestagsabgeordneten <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/k/kolbowa0.html" target="_blank">Walter Kolbow</a> (SPD), bis 2005 Parlamentarischer Staatssekret&#228;r im Verteidigungsministerium, und <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/b/beck_er0.html" target="_blank">Ernst-Reinhard Beck</a> (CDU) haben ihre Mitgliedschaft im GfW-Kuratorium nicht im amtlichen Bundestagshandbuch ver&#246;ffentlicht.</p>
<p>Die GfW veranstaltete im M&#228;rz einen <a href="http://www.gfw-ev.de/n_dwt_gfw.htm" target="_blank">„Parlamentarischen Abend“</a> zusammen mit der <a href="http://www.dwt-sgw.de/" target="_blank">Deutschen Gesellschaft f&#252;r Wehrtechnik</a> (DWT), an dem auch prominente Vertreter der R&#252;stungsbranche teilnahmen. Auf der Veranstaltung sprach in Vertretung von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) dessen R&#252;stungsstaatssekret&#228;r R&#252;diger Wolf. Die DWT ist eines der &#228;ltesten und wichtigsten Lobbyinstrumente der deutschen R&#252;stungsindustrie, in ihr kommen Vertreter aus der R&#252;stungsbranche mit Politikern zusammen. Im April 2008 haben GfW und DWT eine gemeinsame <a href="http://www.gfw-ev.de/n_%20ZV_DWT_GfW_21042008.pdf" target="_blank">Zielvereinbarung</a> getroffen, die ein Engagement f&#252;r eine „sachgerechte“ Ausstattung und Ausr&#252;stung der Bundeswehr beinhaltet.</p>
<p>Im Februar veranstaltete die GfW in Kooperation mit der berlin-brandenburgischen Sektion der DWT ein <a href="http://www.gfw-sektion-berlin.de/berlin/Kalender/Veranstaltungskalender1HJ09.pdf" target="_blank">„Hintergrundgespr&#228;ch“ in der Berliner Repr&#228;sentanz des R&#252;stungskonzerns EADS</a> mit dem Bundestagsabgeordneten <a href="http://www.bundestag.de/mdb/bio/l/leibrha0.html" target="_blank">Harald Leibrecht</a> (FDP) als Referenten. F&#252;r den kommenden Dienstag (9. 6.) plant die GfW ein &#8220;Sicherheitspolitisches Forum&#8221; in Kooperation mit der DWT-Sektion Berlin-Brandenburg zum Thema &#8220;Quo vadis Iran?&#8221;, ebenfalls in der Berliner EADS-Repr&#228;sentanz. &#8220;Referenten: werden gewonnen&#8221;, hei&#223;t es dazu nur im Veranstaltungskalender der Berliner Sektion der GfW.</p>
<p>Die Abgeordneten Beck, Kolbow und Schmidt m&#252;ssen nun mit Sanktionen des Bundestagspr&#228;sidenten rechnen. Abgeordnete, die gegen die Verhaltensregeln verstie&#223;en, konnten in der Vergangenheit jedoch mit der <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/trend-zum-heimlichen-nebenjob/" target="_blank">Nachsicht der Bundestagsverwaltung</a> rechnen.
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<a href="http://carta.info/10309/bmvg-staatsekretaer-verheimlicht-nebentaetigkeit-in-wehrlobby-verein/">BMVg-Staatssekret&#228;r verheimlicht Nebent&#228;tigkeit in Wehrlobby-Verein</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10309/bmvg-staatsekretaer-verheimlicht-nebentaetigkeit-in-wehrlobby-verein/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10309&amp;md5=8ba78872ca15f10d77ba86b65690cac0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gabriel und Trittin verheimlichten Nebent&#228;tigkeit</title>
		<link>http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 22:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<description><![CDATA[
Hinter der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM), die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen Unternehmen aus der Mehrwegbranche. So ist unter anderem die Internet-Seite der Stiftung auf die in Pullach ans&#228;ssige Schoeller Holding registriert, deren Teilsparten unter anderem Mehrwegflaschen herstellen und Kunststoffrecycling betreiben.

In dem Kuratorium der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis zur vergangenen Woche weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Auf der Homepage von J&#252;rgen Trittin hei&#223;t es nach wie vor stolz:  "J&#252;rgen Trittin ist weder in einem Vorstand noch in einem Aufsichtsrat".

Abgeordnetenseite von Sigmar Gabriel auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.23 Uhr:



Abgeordnetenseite von J&#252;rgen Trittin auf bundestag.de, 21. April 2009]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6ade77057faeffa5251b9f09661829" alt="" width="1" height="1" /><br />
Hinter der <a href="http://www.stiftung-mehrweg.de/" target="_blank">Stiftung Initiative Mehrweg</a> (SIM), die im Zeichen des Umweltschutzes f&#252;r Mehrwegflaschen wirbt, stehen Unternehmen aus der Mehrwegbranche. So ist unter anderem die Internet-Seite der Stiftung auf die in Pullach ans&#228;ssige <a href="http://www.schoeller.org/" target="_blank">Schoeller Holding</a> registriert, deren Teilsparten unter anderem Mehrwegflaschen herstellen und Kunststoffrecycling betreiben.</p>
<p>In dem Kuratorium der SIM sitzen seit 2006 Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und seit 2004 dessen Amtsvorg&#228;nger J&#252;rgen Trittin (Gr&#252;ne). Entgegen den Verhaltensregeln des Deutschen Bundestages gaben beide ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bis zur vergangenen Woche weder im Amtlichen Handbuch des Bundestages noch auf ihren pers&#246;nlichen Homepages an. Auf der <a href="http://www.trittin.de/zur-person/index.shtml?navanchor=1010005" target="_blank">Homepage von J&#252;rgen Trittin</a> hei&#223;t es nach wie vor stolz:  &#8220;J&#252;rgen Trittin ist weder in einem Vorstand noch in einem Aufsichtsrat&#8221;.</p>
<p>Abgeordnetenseite von Sigmar Gabriel auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.23 Uhr:<img class="aligncenter size-full wp-image-8588" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/gabriel-stiftung-initiative-mehrweg.jpg" alt="gabriel-stiftung-initiative-mehrweg" width="603" height="503" /></p>
<p><img src="/DOKUME%7E1/Besitzer/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot.jpg" alt="" /></p>
<p>Abgeordnetenseite von J&#252;rgen Trittin auf bundestag.de, 21. April 2009, 14.22 Uhr:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8592" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/trittin-stiftung-initiative-mehrweg1.jpg" alt="trittin-stiftung-initiative-mehrweg1" width="604" height="403" /></p>
<p>Kurz nachdem ich am Dienstagmittag die oben gezeigten Screenshots angefertigt habe, schickte ich Gabriel und Trittin jeweils eine Anfrage. Darin fragte ich unter anderem, warum die beiden ihre Mitgliedschaft im SIM-Kuratorium nicht angeben, obwohl dies nach den Verhaltensregeln des Bundestages Pflicht ist.</p>
<p>Am selben Tag habe ich auch bei <a href="http://www.benedictusstiftung.de/ueber-uns.html" target="_blank">Guido Heinen</a>, Leiter Presse und Kommunikation beim Deutschen Bundestag, angerufen, um zu erfragen, ob Gabriel und Trittin ihre Kuratoriumst&#228;tigkeit bei der SIM vielleicht beim Bundestag gemeldet haben, diese aber noch nicht auf den Seiten der beiden Abgeordneten auftaucht. Guido Heinen k&#252;ndigte an, dies f&#252;r mich zu eruieren, hat sich bis heute aber nicht bei mir gemeldet (Update, 27. 4.: Ich habe Guido Heinen heute selbst angerufen. Er teilte mir mit, dass Gabriel und Trittin ihre Kuratoriumsmitgliedschaften einen bzw. zwei Tage nach meiner Anfrage nachmeldeten. Sicherlich hat Heinen das erst just in dem Moment erfahren, in dem ich anrief). Dabei h&#228;tte ich mich interessiert, wie der Bundestagspr&#228;sident mit den l&#252;ckenhaften Angaben Gabriels und Trittins umgeht. In <a href="http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/go_btg/anlage1.html" target="_blank">Anlage 1 der Verhaltensregeln des Bundestages</a> hei&#223;t es n&#228;mlich unter dem Punkt &#8220;Verfahren&#8221;:</p>
<blockquote><p>(1) Bestehen Anhaltspunkte daf&#252;r, dass ein Mitglied des Bundestages seine Pflichten nach den Verhaltensregeln verletzt hat, holt der Pr&#228;sident zun&#228;chst dessen Stellungnahme ein und leitet eine Pr&#252;fung in tats&#228;chlicher und rechtlicher Hinsicht ein. Er kann von dem betroffenen Mitglied erg&#228;nzende Ausk&#252;nfte zur Erl&#228;uterung und Aufkl&#228;rung des Sachverhalts verlangen und den Vorsitzenden der Fraktion, der dieses Mitglied angeh&#246;rt, um Stellungnahme bitten.</p></blockquote>
<p>Jedenfalls wurde ich dann am Freitagmorgen von jemand dar&#252;ber informiert, dass die Eintr&#228;ge auf den Bundestagsseiten von Gabriel und Trittin ge&#228;ndert wurden und dort jetzt auch die Stiftung Initiative Mehrweg auftaucht:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8552" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/gabriel-stiftung-initiative-mehrweg-2.jpg" alt="gabriel-stiftung-initiative-mehrweg-2" width="602" height="543" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-8553" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/trittin-stiftung-initiative-mehrweg-2.jpg" alt="trittin-stiftung-initiative-mehrweg-2" width="604" height="448" /></p>
<p>Seine unvollst&#228;ndigen Angaben begr&#252;ndet Gabriel &#252;brigens mit einem &#8220;Versehen im Ministerb&#252;ro&#8221;. Trittin schrieb mir in Bezug auf sein &#8220;Versehen&#8221;:  &#8220;Ich habe dies umgehend zu korrigieren und muss mich in dieser Hinsicht f&#252;r ihren Hinweis bedanken.&#8221;<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img class=" jqamyaihujejqmeszntx jqamyaihujejqmeszntx" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/">Gabriel und Trittin verheimlichten Nebent&#228;tigkeit</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/8542/gabriel-und-trittin-verheimlichten-nebentaetigkeit/#comments">12 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8542&amp;md5=520d1cf0f85468a9fd2a65c1dd9ed099" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neuer Lobbyistenbericht bei Carta</title>
		<link>http://carta.info/8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/</link>
		<comments>http://carta.info/8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 12:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 2. Bericht zur T&#228;tigkeit von Lobbyisten in Bundesministerien hat zwei Nachteile: 1. Er ist l&#252;ckenhaft und bietet weitr&#228;umige Ausnahmeregeln. 2. Er soll nicht ver&#246;ffentlicht werden. Transparenz sieht anders aus. Wenigstens am zweiten Punkt kann Carta etwas &#228;ndern. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6118837d574a5a9f63df4f691e85aa" alt="" width="1" height="1" /><br />
Das Bundesinnenministerium (BMI) hat in den vergangenen Tagen den Bundestagsaussch&#252;ssen f&#252;r Haushalt und Inneres den zweiten Bericht &#252;ber den Einsatz externer Personen in Bundesministerien vorgelegt. Nach der „Allgemeinen Vorschrift zum Einsatz von au&#223;erhalb des &#246;ffentlichen Dienstes Besch&#228;ftigen (externen Personen) in der Bundestagsverwaltung&#8221; hat das Innenministerium die Aussch&#252;sse zum 31. M&#228;rz eines jeden Jahres &#252;ber den Einsatz externer Personen zu unterichten. Der interne Bericht, der CARTA <a href="http://www.carta.info/docs/2_Bericht_ueber_Einsatz_externer_Personen_in_Bundesverwaltung.pdf" target="_blank"></a><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/Zweiter-Bericht-externe-Personen-Bundesverwaltung.pdf">vorliegt</a> (PDF), zeigt, dass die Zahl der von privaten Stellen in die obersten Bundesbeh&#246;rden entsandten Mitarbeiter zun&#228;chst zur&#252;ckgegangen ist.</p>
<p class="MsoNormal">Der erste Bericht vom September 2008 listete unter insgesamt 59 externen Mitarbeitern 18 Mitarbeiter aus Unternehmen und Wirtschaftsverb&#228;nden auf. Im neuen Bericht handelt es sich bei den entsendenden Stellen der 46 aufgelisteten externen Mitarbeiter in sechs F&#228;llen um Mitarbeiter von Unternehmen und Verb&#228;nden, darunter ein BASF-Mitarbeiter im Umweltministerium und eine Mitarbeiterin der Berliner Wasserbetriebe im Entwicklungsministerium. Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass der Mutterkonzern der Berliner Wasserbetriebe, die Berlinwasser Holding AG, gleichzeitig von Mitteln aus dem Haushalt des Ministeriums profitiert (<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/entwicklungshilfe-in-eigener-sache/?type=98" target="_blank">taz</a>, <a href="http://carta.info/3078/bmz-kein-einfluss-auf-die-auftragsvergabe/" target="_blank">CARTA</a>).</p>
<p class="MsoNormal">Die lobbykritische Organisation <a href="http://www.lobbycontrol.de/blog/" target="_blank">LobbyControl</a> wirft dem BMI vor, dass dessen Bericht L&#252;cken enthalte. So seien drei Mitarbeiter der <a href="http://www.keine-lobbyisten-in-ministerien.de/index.php/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Ausw%C3%A4rtige_Politik" target="_blank">&#8220;Deutschen Stiftung f&#252;r Ausw&#228;rtige Politik&#8221;</a>, des <a href="http://www.bfn.de/" target="_blank">Bundesamtes f&#252;r Naturschutz</a> und der Deutsche Welle-Tochter DW – Media Services nicht in dem neuen Bericht aufgef&#252;hrt, obwohl ihr Einsatz dem <a href="http://www.spiegel.de/media/0,4906,19010,00.pdf" target="_blank">ersten Bericht</a> zufolge noch andauert. „Ich kenne diesen Vorwurf nicht und kann mich da auch im Moment nicht zu &#228;u&#223;ern“, so eine BMI-Sprecherin.</p>
<p class="MsoNormal">Von einschl&#228;gigen Organisationen und Parlamentariern wird auch kritisiert, dass vom Anwendungsbereich der Verwaltungsvorschrift und damit auch von der Berichtspflicht „befristete Arbeitsvertr&#228;ge“ und „entgeltliche Auftragsverh&#228;ltnisse, die Beratungs- oder sonstige Dienstleistungen zum Gegenstand haben“ nicht erfasst werden. „Der Bundestag muss aktiv werden und die Schlupfl&#246;cher schlie&#223;en und f&#252;r wirkliche Transparenz gegen&#252;ber der &#214;ffentlichkeit sorgen“, fordert Heidi Klein, Vorstandsmitglied von LobbyControl.</p>
<p class="MsoNormal">Der Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann (SPD) stimmt gerade mit dem Koalitionspartner CDU einen Antrag ab, der unter anderem vorsieht, dass auch befristete Arbeitsverh&#228;ltnisse von der Verwaltungsvorschrift erfasst werden und die BMI-Berichte &#252;ber Externe ver&#246;ffentlicht werden.</p>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img class=" xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb xnvrrmxujmfeehamsxnb uysooaldndoxshmcbhhe uysooaldndoxshmcbhhe" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Update „Babyboom“ &#8211; Die statistischen Tricks der Ursula von der Leyen (II)</title>
		<link>http://carta.info/5992/update-babyboom-die-statistischen-tricks-der-ursula-von-der-leyen-ii/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 20:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drei Wochen nach der Erfolgs-Pressekonferenz der Familienministerin wird deutlich, wie sehr sie die Medien am 16. September an der Nase herum gef&#252;hrt hat. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/3a4d7d79e9d9ece7ff798193b9a28b" alt="" width="1" height="1" /><br />
Das Statistische Bundesamt hat jetzt die Zahl der Geburten f&#252;r die Monate <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/GeburtenSterbefaelle/Tabellen/Content75/N1__GeburtenSterbefaelle,templateId=renderPrint.psml">Oktober und November 2008</a> bekannt gegeben. Sie liegen – wie <a href="http://carta.info/5162/babyboom-neue-vaeter-die-statistischen-tricks-der-ursula-von-der-leyen/">hier</a> bereits vermutet &#8211; unter den Geburtenzahlen von 2007. Und zwar deutlich!</p>
<p>Im Oktober 2008 gingen die Geburten um 11,9 Prozent gegen&#252;ber dem Vorjahresmonat zur&#252;ck. Im November 2008 um 11,7 Prozent.</p>
<p>W&#252;rde Ursula von der Leyen heute ihre Babyboom-Pressekonferenz abhalten<span> und statt der 9-Monats-Zahlen die 11-Monatszahlen miteinander vergleichen, <strong>m&#252;sste sie f&#252;r 2008 einen Geburtenr&#252;ckgang von 10.793 Kindern (oder 1,7 Prozent)</strong><strong> verk&#252;nden</strong></span><span>. Laut Statistik wurden von Januar bis November 2007 634.350 Kinder geboren, von Januar bis November 2008 aber nur 623.557.</span></p>
<p>Wie die von den Statistikern (f&#252;r Frau von der Leyens Pressekonferenz) freundlich prognostizierte Geburtenzahl von 690.000 im Jahr 2008 noch erreicht werden soll, steht in den Sternen (bzw. in den PR-Manuals des Familienministeriums).</p>
<p>Doch auch hier wei&#223; Frau von der Leyen sicher Abhilfe.</p>
<p><a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Statistiken/Bevoelkerung/GeburtenSterbefaelle/GeburtenSterbefaelle.psml">Bis vor wenigen Tagen</a> gab das Statistische Bundesamt die Gesamtzahl der 2007 Geborenen n&#228;mlich noch mit 684.862 an.</p>
<p><a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/GeburtenSterbefaelle/Tabellen/Content75/N1__GeburtenSterbefaelle,templateId=renderPrint.psml">Nun aber</a> hat das Amt (still &amp; leise) die Zahl der Geburten f&#252;r 2007 herunter gestuft: auf 682.713. Wo die 2.149 verlorenen Kinder abgeblieben sind, ahnen wohl nur die Standes&#228;mter (denn „vorl&#228;ufige Zahlen“ &#8211; wie f&#252;r 2008 &#8211; d&#252;rfte es f&#252;r 2007 eigentlich nicht mehr geben).</p>
<p>Die wundersame Reduzierung kommt dem Ministerium gerade recht. Denn um den Geburtenr&#252;ckgang f&#252;r 2008 noch abfangen zu k&#246;nnen, m&#252;ssten die M&#252;tter im Dezember 2008 nicht mehr 61.305 Kinder geboren haben, sondern nur noch 59.156.</p>
<p>Ich m&#246;chte jede Wette eingehen, dass sich die Zahlen des Statistischen Bundesamtes in den n&#228;chsten Wochen noch ein klein wenig auf die Ministerin zu bewegen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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			</a>
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=5992&amp;md5=d8c525733faa89b389146eacb0b562e8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Investigativer Journalismus &#8211; Presseschau I</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 01:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie der Spiegel aufgedeckt hat, betreiben mehrere deutsche Landesbanken eine Privatbank in der Schweiz, die auch "Beratung und Betreuung bei Gr&#252;ndungen von Stiftungen und Anstalten - unter anderem nach liechtensteinischem Recht - oder Trusts und Offshore-Gesellschaften" anbietet.

Ebenfalls im Spiegel ist zu lesen, dass Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler das Gesetz &#252;ber die Erbschaftssteuer "&#252;beraus eilig" gepr&#252;ft und Warnungen von Experten ignoriert haben soll. Um den Eindruck einer gr&#252;ndlicheren Pr&#252;fung zu erwecken sei das "Szenario - Unterschrift K&#246;hlers, aber sp&#228;tere Bekanntmachung seiner Zustimmung - verabredet" worden.

Mit dem heiklen Einsatz von Lobbyisten in Bundesministerien hat sich noch einmal das WDR-Magazin Monitor befasst.

Der russische Energiekonzern Gazprom will in Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern den weltweit gr&#246;&#223;ten Erdgasspeicher bauen, wie der Focus erfahren hat.

Nachdem zun&#228;chst v&#246;llig klar schien, dass der T&#228;ter aus der rechtsextremen Szene stammt, mehren sich ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/4b8f9227a86d975af6b414ab9cf726" alt="" width="1" height="1" />Wie der <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,600523,00.html">Spiegel</a> aufgedeckt hat, betreiben mehrere deutsche Landesbanken eine Privatbank in der Schweiz, die auch &#8220;Beratung und Betreuung bei Gr&#252;ndungen von Stiftungen und Anstalten &#8211; unter anderem nach liechtensteinischem Recht &#8211; oder Trusts und Offshore-Gesellschaften&#8221; anbietet.</p>
<p>Ebenfalls im <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,599272,00.html">Spiegel</a> ist zu lesen, dass Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler das Gesetz &#252;ber die Erbschaftssteuer &#8220;&#252;beraus eilig&#8221; gepr&#252;ft und Warnungen von Experten ignoriert haben soll. Um den Eindruck einer gr&#252;ndlicheren Pr&#252;fung zu erwecken sei das &#8220;Szenario &#8211; Unterschrift K&#246;hlers, aber sp&#228;tere Bekanntmachung seiner Zustimmung &#8211; verabredet&#8221; worden.</p>
<p>Mit dem heiklen <a href="http://carta.info/3078/bmz-kein-einfluss-auf-die-auftragsvergabe/">Einsatz von Lobbyisten in Bundesministerien</a> hat sich noch einmal das WDR-Magazin <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2008/0403/lobbyisten.php5">Monitor</a> befasst.</p>
<p>Der russische Energiekonzern Gazprom will in Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern den weltweit gr&#246;&#223;ten Erdgasspeicher bauen, wie der <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/krisen-vorrat-gasprom-bietet-riesige-gasmenge_aid_361026.html">Focus</a> erfahren hat.</p>
<p>Nachdem zun&#228;chst v&#246;llig klar schien, dass der T&#228;ter aus der rechtsextremen Szene stammt, mehren sich nun die Zweifel am Tatherrgang im Fall Mannichl, fand die <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/bayern/111/453799/text/">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> heraus.</p>
<p>Beim Online-Buchh&#228;ndler Amazon sind mehrere B&#252;cher des NPD-Verlags &#8220;Deutsche Stimme&#8221; erh&#228;ltlich. Darunter Titel wie &#8220;Soldaten wie andere auch: Der Weg der Waffen-SS&#8221;, so die <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/buecher-von-npd-verlag-bei-amazon/">tageszeitung</a>.</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/unternehmen/gesundheitswirtschaft/:Gesundheitswirtschaft-Unerh%F6rte-Gesch%E4fte/457902.html?p=1">Financial Times Deutschland</a> hat herausgefunden, wie sich HNO-&#196;rzte und H&#246;rger&#228;teakustiker scheinbar in gro&#223;em Stil illegal Auftr&#228;ge zuschanzen.</p>
<p>Dar&#252;ber, dass auf Durchschnittsverdiener in den kommenden sechs Jahren eine zus&#228;tzliche steuerliche Belastung von 63 Milliarden Euro zukommen soll, berichtet das ARD-Magazin <a href="http://daserste.ndr.de/panorama/steuererhoehungen2.html">Panorama</a>.</p>
<p>In der <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/511/454195/text/">S&#252;ddeutschen Zeitung</a> ist zu erfahren, dass europ&#228;ische Banken in den USA illegalerweise Gesch&#228;fte mit terroristisch eingestuften Staaten wie Iran, Sudan und Lybien gemacht haben sollen, weshalb die Beh&#246;rden nun ermitteln.</p>
<p>Der fr&#252;here Vorstand der Hypo Real Estate soll nicht nur die eigenen Aktion&#228;re, sondern auch den Finanzministerer in die Irre gef&#252;hrt haben, berichtet die <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/414/453109/text/">S&#252;ddeutsche Zeitung</a>. Ebenfalls von Klaus Ott ist in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/853/453543/text/">SZ</a> zu lesen, dass die BayernLB ihre Manager anscheinend so gut absicherte, dass sie nun jahrelang Geld erhalten &#8211; f&#252;r nichts.</p>
<p>Am Montag berichtete das Branchenmagazin &#8220;Kontakter&#8221; in einer exklusiven <a href="http://www.presseportal.de/pm/6716/1333005">Vorabmeldung</a>: &#8220;Ehrensenf-Gr&#252;nderin Katrin Bauerfeind startet Pop-Magazin auf 3sat&#8221;. Das Magazin werde &#8220;Bauerfeind&#8221; hei&#223;en und an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 21.30 Uhr zu sehen sein. Von wegen exklusiv und vorab: Wie Peer Schader in seinem Blog <a href="http://www.medienpiraten.tv/blog/?p=884">medienpiraten.tv</a> berichtet war das Ganze schon in der seit dem 18. Dezember 2008 erh&#228;ltlichen neuen Ausgabe des frei abonnierbaren<a href="http://www.3sat.de/specials/89457/index.html"> 3sat Magazins</a>, dessen Cover Katrin Bauerfeind zierte, zu lesen.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=4209&amp;md5=da7cd7ed0954f26718730e5a18e1841d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>BMZ: „Kein Einfluss auf die Auftragsvergabe“</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 03:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Zusammenhang mit dem Einsatz einer Lobbyistin der Berlinwasser Gruppe im Bundesministerium f&#252;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gibt es neue Erkenntnisse. Wie Dokumente zeigen, war das Ministerium von Anfang an in die Vergabe von Mitteln der BMZ-Durchf&#252;hrungsorganisation KfW und GTZ an die Berlinwasser International AG (BWI) bei einem Abwasserprojekt in Albanien einbezogen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Im Wasserreferat des <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,588096,00.html" target="_blank">BMZ</a> ist seit August eine Mitarbeiterin der Berlinwasser Gruppe, die auch f&#252;r die Berliner Wasserbetriebe t&#228;tig ist, besch&#228;ftigt. Zeitgleich profitieren einzelne Unternehmen der Berlinwasser Gruppe von Mitteln, die die BMZ-Durchf&#252;hrungsorganisationen KfW und <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0709/seite3/0015/index.html" target="_blank">GTZ</a> vergeben.</p>
<p class="MsoNormal">Bei dem genannten Projekt in Albanien zahlte die KfW der BWI, wie erst jetzt bekannt wurde, 300.000 Euro f&#252;r „Beratungsleistungen“. Trotzdem stieg die BWI vorzeitig aus dem Projekt aus, weil ihre Erl&#246;se geringer ausfielen als erwartet. Auch bei einem Wasserprojekt im indischen Bundesstaat Rajasthan flossen 500.000 Euro „f&#252;r Beratungsleistungen“ von der KfW Entwicklungsbank an die BWI. Beim Bau eines Wasserwerk in der Stadt Xian in China gew&#228;hrte die KfW IPEX Bank der Berlinwasser Holding AG ein vermutlich zinsg&#252;nstiges Darlehen in H&#246;he von rund 3,5 Mio. Euro. „Details zu den Konditionen unterliegen der Bankvertraulichkeit und d&#252;rfen nicht ver&#246;ffentlicht werden“, so KfW-Sprecherin Charis P&#246;thig. Zu der Frage, ob die Auftr&#228;ge im Rahmen eines ordnungsgem&#228;&#223;en Ausschreibungsverfahrens vergeben wurde, teilte die KfW mit: &#8220;Wir bitten um Verst&#228;ndnis, dass wir keine Detailausk&#252;nfte &#252;ber konkrete Vergabevorg&#228;nge zu den einzelnen Vorhaben der KfW Entwicklungsbank geben k&#246;nnen, da es sich um vertrauliche Vorg&#228;nge handelt.&#8221; Man k&#246;nne jedoch best&#228;tigen, dass die Leistungen &#8220;entsprechend den geltenden Regelungen ordnungsgem&#228;&#223; vergeben wurden&#8221;.</p>
<p class="MsoNormal">Ministeriumssprecher Stefan Bethe hatte mitgeteilt, dass BMZ erteile zwar Auftr&#228;ge an entwicklungspolitische Durchf&#252;hrungsorganisationen wie KfW oder GTZ, auf die Auftragserteilung an konkrete Unternehmen durch die entwicklungspolitischen Durchf&#252;hrungsorganisationen nehme man aber keinen Einfluss. Daher habe die Mitarbeiterin der Berlinwasser Gruppe auch keinen Einfluss auf Auftr&#228;ge nehmen k&#246;nnen.</p>
<p class="MsoNormal" style="center">
<p class="MsoNormal" style="center"><a title="zum ausf&#252;hrlichen Schaubild auf bmz.bund.de" rel="http://www.bmz.de/de/wege/bilaterale_ez/zwischenstaatliche_ez/index.html" href="http://www.bmz.de/de/wege/bilaterale_ez/zwischenstaatliche_ez/index.html" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-3087" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/12/bmz.jpg" alt="" width="443" height="347" /></a><a href="http://carta.info/carta/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3078&amp;message=4"> </a></p>
<p class="MsoNormal" style="center">Planung und Durchf&#252;hrung der Finanziellen und Technischen Zusammenarbeit des BMZ. Quelle: bmz.bund.de.</p>
<p class="MsoNormal" style="center">
<p class="MsoNormal">Wie aus einer auf dem Webserver der Inwent gGmbH – deren Hauptgesellschafter ist das BMZ – dokumentierten Rede des BWI-Vorstands und fr&#252;heren Staatssekret&#228;rs Dieter Ernst hervorgeht, wurde das Wasserprojekt in Albanien jedoch „in enger Kooperation mit dem Bundesministerium f&#252;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Kreditanstalt f&#252;r Wiederaufbau“ ins Leben gerufen. Auch die fr&#252;here parlamentarische Staatsekret&#228;rin im BMZ, die gr&#252;ne Bundestagsabgeordnete Uschi Eid, erw&#228;hnt das Projekt in einem Bundestags-Schreiben mit den Worten: „Das BMZ steuert &#252;ber die Kreditanstalt f&#252;r Wiederaufbau einen Kredit von 23,54 Mio. DM bei“. Dabei profitiere das Unternehmen BWI „vom politischen Flankenschutz“, so Eid. Auf Anfrage wollte Eid hierzu keine Stellung nehmen.</p>
<p class="MsoNormal">Die KfW-Sprecherin r&#228;umte unterdessen weitere Zahlungen an die BWI ein: „Die KfW Entwicklungsbank hat insgesamt seit 1999 eine Summe von 1,087 Mio. Euro Berlinwasser International AG und T&#246;chter ausgezahlt. Vereinbart sind Direktleistungen in H&#246;he von rund 1,2 Mio. Euro, ausgezahlt sind bisher 1.087 Mio. Euro“. Bisher hatte die KfW lediglich von 300.000 Euro f&#252;r Beratungsleistungen gesprochen.</p>
<p class="MsoNormal">F&#252;r das Projekt in Albanien gew&#228;hrte die KfW Entwicklungsbank dem albanischen Staat einen Kredit, mit dem dieser „Lieferungen und Leistungen verschiedener Consultants“ bezahlt habe. Was die H&#246;he des Kredits betrifft, machte die KfW bisher unterschiedliche Angaben. Nachdem zun&#228;chst von sechs Millionen Euro die Rede war, korrigierte die KfW die Summe jetzt auf 8,515 Millionen Euro.</p>
<p class="MsoNormal">Wie ebenfalls erst jetzt bekannt wird, war die Essener WTE Wassertechnik GmbH, eine fr&#252;here Tochter der zur Berlinwasser Gruppe geh&#246;renden Berlinwasser Services GmbH, zusammen mit der Firma RWE Aqua am Bau und Betrieb einer Kl&#228;ranlage in Zagreb beteiligt. Das Projekt war zeitweilig das weltweit gr&#246;&#223;te Wasserprojekt mit eingeschr&#228;nktem R&#252;ckgriffsrecht auf die beteiligten Unternehmen und wurde von der KfW mit einem 115-Millionen-Kredit kofinanziert.</p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=3078&amp;md5=da570c6a661e48b8a3a8dfe79f98d813" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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