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	<title>CARTA &#187; Blogging</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Ich verabschiede mich bei Carta</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Dec 2010 03:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marvin Oppong</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach reiflicher &#220;berlegung bin ich zu der Entscheidung gekommen, meine T&#228;tigkeit bei Carta mit diesem Jahr zu beenden. Die Gr&#252;nde hierf&#252;r sind vielf&#228;ltig. Allen voran kostet bloggen viel Zeit, die ich momentan f&#252;r andere Dinge ben&#246;tige. Zweitens ist Carta das wohl einzige Unternehmen auf der Welt, in dem die Besch&#228;ftigten keinen Cent aus der "Kaffeekasse" ("Unterst&#252;tzen Sie die Autoren von Carta") sehen, zumindest in meinem Fall daf&#252;r aber uneingel&#246;ste anf&#228;ngliche Versprechen von Robin Meyer-Lucht, was die sp&#228;tere Honorierung der Arbeit anbelangt.

Drittens ist es fast unm&#246;glich, "investigativ" zu bloggen, ohne Gefahr zu laufen, fr&#252;her oder sp&#228;ter eine Abmahnung zu erhalten, die, auch wenn sie unberechtigterweise erfolgt, zumindest Arbeit macht. Da man mit Bloggen (noch?) kein Geld verdienen kann und guter juristischer Rat Geld kostet, steht eine Blogver&#246;ffentlichung also immer auf zu wackeligen Beinen. Wenn man seine Beitr&#228;ge dann pl&#246;tzlich auch noch vorlegen muss und ein Beitrag sogar e]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/533463c06e2b48df83e99271bb9cb21e" alt="" width="1" height="1" />Nach reiflicher &#220;berlegung bin ich zu der Entscheidung gekommen, meine T&#228;tigkeit bei Carta mit diesem Jahr zu beenden. Die Gr&#252;nde hierf&#252;r sind vielf&#228;ltig. Allen voran kostet bloggen viel Zeit, die ich momentan f&#252;r andere Dinge ben&#246;tige. Zweitens ist Carta das wohl einzige Unternehmen auf der Welt, in dem die Besch&#228;ftigten keinen Cent aus der &#8220;Kaffeekasse&#8221; (<a href="http://carta.info/kaffeekasse/" target="_blank">&#8220;Unterst&#252;tzen Sie die Autoren von Carta&#8221;</a><em>) </em>sehen, zumindest in meinem Fall daf&#252;r aber uneingel&#246;ste anf&#228;ngliche Versprechen von <a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc~E6B640F8029DB425AB1608506DCF9F180~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Robin Meyer-Lucht</a>, was die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/nachdenken_statt_hinterherrennen_1.1260767.html" target="_blank">sp&#228;tere Honorierung</a> der Arbeit anbelangt.</p>
<p>Drittens ist es fast unm&#246;glich, &#8220;investigativ&#8221; zu bloggen, ohne Gefahr zu laufen, fr&#252;her oder sp&#228;ter eine Abmahnung zu erhalten, die, auch wenn sie unberechtigterweise erfolgt, zumindest Arbeit macht. Da man mit Bloggen (noch?) kein Geld verdienen kann und guter juristischer Rat Geld kostet, steht eine Blogver&#246;ffentlichung also immer auf zu wackeligen Beinen. Wenn man seine Beitr&#228;ge dann pl&#246;tzlich auch noch vorlegen muss und ein Beitrag sogar einfach so in den Papierkorb wandert, kann das keine Basis f&#252;r etwas Dauerhaftes sein.</p>
<p>Eigentlich h&#228;tte f&#252;r mich schon Schluss sein m&#252;ssen, als Robin Meyer-Lucht <a href="http://carta.info/35454/das-dogma-anonymitaet/#comment-20582" target="_blank">hier auf Carta ohne entsprechenden Disclaimer Konstantin Neven DuMont beisprang und Stefan Niggemeier vorwarf, sich &#8220;rechtswidrig&#8221; zu verhalten</a>, obwohl Robin Meyer-Lucht Konstantin Neven DuMont nach eigener Aussage pers&#246;nlich kennt (wor&#252;ber ich Stefan Niggemeier als Betroffenen aus Gr&#252;nden der Billigkeit selbstverst&#228;ndlich nicht bis jetzt im Unwissen gelassen habe). Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.</p>
<p>Die zwei Jahre und zwei Monate w&#228;hrende Zeit bei Carta war f&#252;r mich dennoch eine in journalistischer Hinsicht interessante Zeit. Von der <a href="http://carta.info/8079/neuer-lobbyistenbericht-exklusiv-bei-carta/" target="_blank">exklusiven Ver&#246;ffentlichung des zweiten Lobbyistenberichts der Bundesregierung</a> &#252;ber die <a href="http://carta.info/31945/stadt-duisburg-haelt-loveparade-dokumente-unter-verschluss/" target="_blank">Geheimhaltung von Loveparade-Akten durch NRW-Beh&#246;rden</a> bis hin zur Berichterstattung &#252;ber die Nebent&#228;tigkeiten der Moderatorinnen <a href="http://carta.info/9595/ard-boersenfrau-anja-kohl-moderiert-fuer-dax-firmen-banken-und-atomindustrie/" target="_blank">Anja Kohl</a> und <a href="http://carta.info/12130/die-nebentaetigkeiten-der-maybrit-illner/" target="_blank">Maybrit Illner</a>, die viele Reaktionen hervorrief.</p>
<p>Ich danke allen Lesern dieses Blog, allen, die kommentiert, kritisiert und korrigiert haben und denen, die einen k&#252;hlen Kopf bewahrt haben, wenn anonyme Kommentierer hier Stimmung gemacht haben. Besonderer Dank gilt aber auch allen Personen, die mir Informationen haben zukommen lassen.</p>
<p>In Zukunft m&#246;chte ich als Journalist nur noch f&#252;r Zeitschriften, Zeitungen, klassische Onlinemedien und Rundfunksender t&#228;tig sein. Auf meiner <a href="http://oppong.eu/" target="_blank">Homepage</a> k&#246;nnen sie alte, aktuelle und zuk&#252;nftige Beitr&#228;ge von mir lesen und sehen.</p>
<p>Diesen Beitrag habe ich mir nicht von der Carta-F&#252;hrung genehmigen lassen. Ich bin gespannt, wie lange er ver&#246;ffentlicht bleibt.</p>
<p>Ich w&#252;nsche Ihnen ein sch&#246;nes Jahr 2011!</p>
<p>Herzlichst</p>
<p>Marvin Oppong
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<p><small>
<a href="http://carta.info/36921/ich-verabschiede-mich-bei-carta/">Ich verabschiede mich bei Carta</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/36921/ich-verabschiede-mich-bei-carta/#comments">109 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36921&amp;md5=19097a69e5ddc786012c4ae0dc53ce51" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beckedahl: „Netzpolitik.org ist ein Open-Source-Gesch&#228;ftsmodell.“</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 14:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Mey</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Markus Beckedahl]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie refinanziert sich eigentlich Netzpolitik.org? Ein Gespr&#228;ch mit Markus Beckedahl &#252;ber die Beratungs- und Reputations-&#214;konomie seines Blogs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/2e878a35666140398186dd0c6e4d0720" alt="" width="1" height="1" /><span style="text-decoration: underline;">&#214;konomie deutscher Blogs Teil 2</span>:  Nachdem Sascha Pallenberg &#252;ber die  direkte <a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/05/10/2010/04/22/sascha-pallenberg-du-kannst-jedes-blog-monetarisieren/">Monetarisierung</a> geredet hat, folgt ein Interview mit dem Betreiber eines Blogs, auf dem  erst einmal keinerlei Erl&#246;sform erkennbar ist. Dabei ist Markus  Beckedahl, der mit <a href="http://www.netzpolitik.org/">Netzpolitik</a> das meist verlinkte deutsche Blog betreibt und als Netz-Prominenz  regelm&#228;&#223;g in den Mainstream-Medien auftaucht, quasi hauptberuflicher  Blogger. Wie kommt also das Geld rein? Ein Gespr&#228;ch &#252;ber das Ph&#228;nomen,  das ich Beratungs-&#214;konomie nennen w&#252;rde, er findet Reputations-&#214;konomie  passender.</p>
<p><em>Auf Netzpolitik sieht man zum jetzigen Zeitpunkt weder Banner  noch Google Ads noch Amazon-Affiliate-Links. Netzpolitik refinanziert  sich nicht direkt, oder? </em></p>
<p>Nein. Google Ads gibt es aus Prinzip nicht. Sie verschandeln das  Design, man hat viel zu viel Arbeit, um zu kontrollieren, was da  auftaucht, und der Ertrag ist es nicht wert. Gleichzeitig w&#252;rde man  damit auch Google mitfinanzieren. Das ist keine Werbeform, die mich  begeistert.</p>
<p><em>Lehnst du Amazon auch grunds&#228;tzlich ab? </em></p>
<p>Nicht prinzipiell, weil ich es privat selbst nutze. Ich &#252;berlege  manchmal, ob ich es auch auf Netzpolitik mache oder nicht, aber auch  Amazon ist eigentlich eine Datenkrake, und das ist heikel.</p>
<p><em>Was ist mit Banner-Werbung? </em></p>
<p>Banner haben wir ab und zu &#252;ber <a href="http://adnation.de/">Adnation</a>.  Allerdings haben wir &#246;fters Anfragen von Unternehmen, bei denen wir  sagen, nee, von denen wollen wir kein Geld.</p>
<p><em>Aus welchen Gr&#252;nden lehnt ihr Werbekunden ab? </em></p>
<p>Vodafone zum Beispiel hatte letztes Jahr in der Diskussion um die  Netzzensur-Infrastruktur ganz klar gesagt, dass sie die Pl&#228;ne der  Bundesregierung unterst&#252;tzen. Und da <em>Netzpolitik</em> eines der Sprachrohre  der Bewegung dagegen war, war ich der Meinung, dass es nicht passt.</p>
<p><em>Versucht ihr auch selbst, Anzeigen zu generieren? </em></p>
<p>Wir haben es versucht, aber der Markt ist nicht sehr ergiebig. Die  deutschen Online-Werbepreise sind im Keller, mit denen k&#246;nnten sich noch  nicht einmal die best besuchten Blogs richtig finanzieren. Und generell  l&#228;uft viel &#252;ber Media-Agenturen, die lieber zu <em>Spiegel Online</em> oder  <em>Bild.de</em> gehen und zwei, drei Millionen Einblendungen buchen. F&#252;r die  meisten sind Blogs zu klein.</p>
<p><em>Das gilt auch f&#252;r Netzpolitik? </em></p>
<p>Ja. Au&#223;erdem haben wir nicht viele statistische Informationen &#252;ber  unsere Nutzer.</p>
<p><em>Weil ihr es ablehnt, die Daten zu erheben …</em></p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnte man viel mehr tracken. Aber gerade weil wir &#252;ber  Datenschutz schreiben, m&#252;ssen wir sensibler sein. Ich sehe <em>Netzpolitik</em> als ein Mittelding zwischen Medium und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtregierungsorganisation">NGO</a>,  vergleichbar mit einer Mischung aus Greenpeace und <em>taz</em>.</p>
<p><em>Wie viel nehmt ihr etwa an Werbung ein? </em></p>
<p>Meistens nichts, die Werbefl&#228;chen sind nie voll ausgebucht. Aber wenn  &#252;ber Adnation Sachen laufen, dann kommen schon einmal 2.000 oder 3.000  Euro pro Monat zusammen, aber das passiert sehr selten.</p>
<p><em>Daf&#252;r kommen jeden Monat ziemlich viele  Links zusammen. W&#252;rdest du &#228;hnlich wie Jeff Jarvis </em><a href="http://www.buzzmachine.com/2008/06/18/the-link-economy-v-the-content-economy/"><em>sagen</em></a><em>,  dass Links die eigentliche W&#228;hrung des Internets, also auch von  Netzpolitik, sind? </em></p>
<p>Wir sind drauf angewiesen, dass uns unsere Leser anderen Lesern  empfehlen, sei es &#252;ber Links von Blogs oder &#252;ber Twitter- und  Facebook-Empfehlungen. Au&#223;erdem steigt unser Page-Rank und es kommen  mehr Leute &#252;ber Google zu uns, das sind etwa 60.000 im Monat. Aber von  Links alleine kann man sich nicht ern&#228;hren. Deswegen w&#252;rde ich sagen,  dass Links eine der W&#228;hrungen sind  und nicht DIE W&#228;hrung.</p>
<p><em>Denkt ihr &#252;ber die Einf&#252;hrung von Spenden-Tools wie Flattr  oder Kachingle nach? </em></p>
<p>Flattr steht auf der To-do-Liste, es hat f&#252;r mich das sympathischere  Modell als Kachingle. Aber ich glaube nicht, dass wir uns komplett &#252;ber  Flattr finanzieren werden, es k&#246;nnte eine Erg&#228;nzung im Finanzierungsmix  werden.<br />
<em> </em></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 352px"><a href="http://www.flickr.com/photos/franzlife/2416718898/sizes/l/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3167/2416718898_4fc1d12720.jpg" alt="" width="342" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Mit der Zeit sind Netzpolitik und Newthinking gewachsen und professioneller geworden.&quot;</p></div>
<p><em>Wie hoch w&#252;rdest du die Ausgaben einsch&#228;tzen? Zumindest dich  gibt es, der bezahlt werden muss, und dann schreiben  auch noch anderen Autoren auf  Netzpolitik.</em></p>
<p>Mittlerweile haben an die zwanzig Menschen einen Schreib-Zugang. Zwei  davon, J&#246;rg-Olaf Sch&#228;fers und ich, nutzen ihnen regelm&#228;&#223;ig, weitere 3-5  ein- bis zwei Mal im Monat und der Rest vielleicht einmal im Jahr. Wenn  ich einen 12-Stunden-Tag habe, gehen 8 Stunden haupts&#228;chlich Richtung  Blog. Mit mir macht das also mindestens mehr oder weniger eine  Vollzeitstelle. Dann braucht man einen Server und die Administrierung.  Lass es vielleicht umgerechnet insgesamt 1,2 Stellen sein.</p>
<p><em>Was machst du noch, das hei&#223;t in den restlichen vier Stunden? </em></p>
<p>Ich bin Gesellschafter der Agentur Newthinking und als Senior-Berater  in Kundenprojekte involviert.</p>
<p><em>Wenn der Blog so wenig einnimmt, f&#252;hrt das zu der spannenden  Frage, womit sich Netzpolitik finanziert. Das ist ein Subventionsmodell  &#252;ber die Agentur, oder? </em></p>
<p>Ja, eine Querfinanzierung.</p>
<p><em>Wie h&#228;ngen der Blog und die Agentur zusammen? </em></p>
<p>Wir haben uns &#252;ber die Agentur quasi unsere Jobs selbst geschaffen.  Ich habe Newthinking Communications zwischen 2003 und 2004 zusammen mit  einem Partner, mit Andreas Gebhard, gegr&#252;ndet. Die Vorl&#228;ufer des Blogs  stammen von 2002, es gibt Netzpolitik also l&#228;nger als die Agentur. Mit  der Zeit sind Netzpolitik und Newthinking gewachsen und professioneller  geworden.</p>
<p><em>Laut Selbstbeschreibung sind die Schwerpunkte der Agentur  „strategische Nutzung von Open-Source-Technologien, Web-2.0-Anwendungen  und Sozialen Medien“. &#220;berspitzt gesagt machen alle Netz-Blogger  „irgendwie“ Web-2.0- oder Social-Media-Beratung, ich kann mir da relativ  wenig drunter vorstellen. Kannst du das erl&#228;utern? </em></p>
<p>Wir versuchen herauszufinden, was der Kunde &#252;berhaupt m&#246;chte, welche  Kommunikations-Bed&#252;rfnisse er hat und welche Zielgruppen er erreichen  will. Dann identifizieren wir die geeigneten Werkzeuge. Ich arbeite  haupts&#228;chlich im Bereich Politikberatung, ich berate NGOs, wie sie die  neuen &#214;ffentlichkeiten im Netz, also Blogs, Wikis etc. nutzen k&#246;nnen.  Und ich berate Organisationen rund um den Einsatz von  Creative-Commons-Lizenzen.</p>
<p><em>Du arbeitest auch </em><a href="http://de.creativecommons.org/kontakt/"><em>ehrenamtlich</em></a><em> bei  Creative Commons Deutschland. </em></p>
<p>Das ist nat&#252;rlich von Vorteil. Und es hilft bei der Arbeit mit NGOs  auch, dass ich &#252;ber <em>Netzpolitik</em> selbst praktische Erfahrungen auf dem  Gebiet gemacht habe. Da kann man besser beraten als viele, die sich das  zusammengelesen haben und auf der Grundlage „Social-Media-Beratung“  machen, wie es so sch&#246;n hei&#223;t. Neben Politik-Beratung bietet die  Newthinking-Agentur auch Open-Source-Dienstleistungen an. Wir nehmen  bekannte Content-Management-Systeme wie Drupal oder Typo3 und passen sie  den Kundenbed&#252;rfnissen an. <strong> </strong></p>
<p><em>Ist Netzpolitik ein reines Zuschuss-Gesch&#228;ft der Agentur,  oder flie&#223;t in irgendeiner Form etwas zur&#252;ck? </em></p>
<p>Der Blog wirkt sich schon positiv auf das Gesch&#228;ft aus. Ich bin  mittlerweile h&#228;ufig in den Medien und trete auf Veranstaltungen auf, da  bin ich halt auch immer als Newthinking-Mitarbeiter dabei. Auch die re:publica, die wir zusammen mit <em>Spreeblick</em> organisieren, ist ein  wichtiges  Aush&#228;ngeschild.</p>
<blockquote><p>Eigentlich ist <em>Netzpolitik.org</em> ein  Open-Source-Gesch&#228;ftmodell. … (ins  Interview hineinh&#246;ren) <span style="text-align: left; display: block;"> </span></p>
<p><object id="audioplayer1" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="290" height="24" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="FlashVars" value="&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fstefanmey.files.wordpress.com%2F2010%2F05%2Finterview-beckedahl-zitat.mp3" /><param name="quality" value="high" /><param name="menu" value="false" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="wmode" value="opaque" /><param name="src" value="http://s2.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf?m=1249406677g" /><param name="flashvars" value="&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fstefanmey.files.wordpress.com%2F2010%2F05%2Finterview-beckedahl-zitat.mp3" /><embed id="audioplayer1" type="application/x-shockwave-flash" width="290" height="24" src="http://s2.wp.com/wp-content/plugins/audio-player/player.swf?m=1249406677g" wmode="opaque" bgcolor="#FFFFFF" menu="false" quality="high" flashvars="&amp;bg=0xf8f8f8&amp;leftbg=0xeeeeee&amp;lefticon=0x666666&amp;rightbg=0xcccccc&amp;rightbghover=0x999999&amp;righticon=0x666666&amp;righticonhover=0xffffff&amp;text=0x666666&amp;slider=0x666666&amp;track=0xFFFFFF&amp;border=0x666666&amp;loader=0x9FFFB8&amp;soundFile=http%3A%2F%2Fstefanmey.files.wordpress.com%2F2010%2F05%2Finterview-beckedahl-zitat.mp3"></embed></object></p></blockquote>
<p><em>Die Agentur bekommt also durch Netzpolitik mehr Auftr&#228;ge …</em></p>
<p>Ja. Unsere Reputation steigert sich, die Netzwerke werden gr&#246;&#223;er, und  es werden Kunden auf uns aufmerksam. Auf eine &#228;hnliche Art funktioniert  noch eine andere Einnahmequelle, die immer wichtiger wird: Vortr&#228;ge und  Workshops. Die wenigsten bringen Geld ein, aber wenn nur drei, vier  Vortr&#228;ge im Monat ausreichend Geld einbringen, hat man quasi schon eine  Stelle refinanziert.</p>
<p><em>Du vergleichst das Prinzip mit der Logik, die hinter der  Open-Source-Entwicklung steckt, kannst du das erl&#228;utern? </em></p>
<p>Eigentlich ist <em>Netzpolitik.org</em> ein Open-Source-Gesch&#228;ftmodell.  Menschen, die in Open-Source-Communities mitarbeiten, sammeln  Erfahrungen und bauen sich mit der Zeit eine Reputation auf. Je h&#246;her  ihre Reputation und ihr Wissen steigt, desto attraktiver werden sie  wiederum f&#252;r Unternehmen, die genau an diesem Wissen interessiert sind.</p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"><em>Und das Modell hinter Netzpolitik siehst du analog dazu.</em></span><br />
</strong></p>
<p>Bezogen auf Newthinking ist es vergleichbar. Man kann das Ph&#228;nomen  auch an jemandem sehen, der Designer ist und gleichzeitig &#252;ber Design  bloggt. Auf den ersten Blick macht er das unbezahlt, doch er zeigt auch  seine eigenen Werke und macht sich im Netz einen Namen. Wenn jemand das  n&#228;chste Mal einen Designer sucht, denkt er vielleicht: „den kenn ich,  der ist gut“, und bucht ihn.</p>
<p><em>Dieses Subventions-Modell ist f&#252;r nicht-private Blogs nicht  ungew&#246;hnlich. In dem </em><a href="http://rivva.de/http:/www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc%7EE6B640F8029DB425AB1608506DCF9F180%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html"><span style="font-weight: normal;"><em>ber&#252;chtigten</em></span></a><span style="font-weight: normal;"><em> </em></span><a href="http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B64C3094E31BDC1446D18E/Doc%7EE6B640F8029DB425AB1608506DCF9F180%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"><span style="font-weight: normal;"><em>FAZ-Artikel</em></span></a><span style="font-weight: normal;"><em> zur re:publica hie&#223; es: „Es geht darum, sich als Journalist einen Namen  zu machen, f&#252;r den man als Berater Geld verlangen kann.“ …</em></span></p>
<p>Der Vorteil ist, dass man teilweise durch die Querfinanzierung  &#252;berhaupt erst die Zeit und die Motivation hat, jahrelang an einem Thema  zu bleiben und kontinuierlich dar&#252;ber zu schreiben. Allerdings muss man  sich immer fragen, was zuerst da war. Einige wie der Lawblogger waren  schon vorher Berater oder Anwalt und haben den Blog nur als Ventil  gesehen. Und dann gibt es diejenigen, die den Blog von Anfang an gezielt  zur Vermarktung nutzen, um ihr Wissen in ihrem Fachgebiet unter Beweis  zu stellen.</p>
<p><em>Zumindest findet sich die Querfinanzierung &#252;ber Beratung und  Support bei sehr vielen Blogs, die sich in irgendeiner Form mit dem Netz  besch&#228;ftigen. Der </em><a href="http://www.pr-blogger.de/"><em>PR-Blogger</em></a><em> etwa schreibt &#252;ber Twitter und Online-Marketing und bietet dazu Beratung  an. Dann gibt es unglaublich viele Blogs zu WordPress und SEO, die  &#228;hnlich funktionieren …</em></p>
<p>Gerade bei Technologie-Blogs wei&#223; man aber heutzutage nicht mehr  unbedingt, ob es der 14-j&#228;hrige Sch&#252;ler ist, der das nur ein bisschen  nebenbei macht oder ob es eine richtige Agentur ist. Das wichtigste ist:  Es ist ein Gesch&#228;ftsmodell, das funktioniert. Und es ist noch nicht  einmal das Schlechteste.</p>
<p><em>Wie w&#252;rdest du diese &#214;konomieform nennen, f&#228;ndest du die  Bezeichnung Beratungs-&#214;konomie despektierlich? </em></p>
<p>Nicht unbedingt despektierlich, aber ich w&#252;rde es eher  Reputations-&#214;konomie nennen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Carta dankt Stefan Mey f&#252;r diese </em><a href="http://stefanmey.wordpress.com/2010/05/10/interview-markus-beckedahl-netzpolitik-geschaeftsmodell/"><em>Crosspost</em></a><em> vom Medien&#246;konomie-Blog.</em>
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<a href="http://carta.info/27200/beckedahl-netzpolitik-org-ist-ein-open-source-geschaeftsmodell/">Beckedahl: „Netzpolitik.org ist ein Open-Source-Gesch&#228;ftsmodell.“</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/27200/beckedahl-netzpolitik-org-ist-ein-open-source-geschaeftsmodell/#comments">19 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=27200&amp;md5=a44b3992ac53cb7cb664e4ed6e6f0ab9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Breaking News: Verlage fordern „Ausstiegsprogramm f&#252;r gem&#228;&#223;igte Blogger“</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 09:32:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Lage im Internet wird immer prek&#228;rer. Trotz der Aufstockung der verlegerischen Einsatzkr&#228;fte ist der Kampf gegen „Webkommunisten“ (Mathias D&#246;pfner) und „Webmaoisten“ (Jaron Lanier) im fernen Blogistan kaum zu gewinnen. Der Bundesverband der Zeitungsverleger fordert deshalb ein „Ausstiegsprogramm f&#252;r gem&#228;&#223;igte Blogger“. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/37e355c4d6d44b569db6f0ea570de613" alt="" width="1" height="1" />Nach acht Jahren des vergeblichen Kampfes setzt sich vielerorts die Einsicht durch, dass die Verlage nicht immer mehr <span style="text-decoration: line-through;">Soldaten</span> Aufbauhelfer aus ihren Redaktionen ins Netz schicken k&#246;nnen, um Blogistan zu befrieden und den Einfluss der Webkommunisten zur&#252;ckzudr&#228;ngen. Dies w&#252;rde, so ein Verlagssprecher, den Kostenrahmen sprengen und w&#228;re der Bev&#246;lkerung nicht vermittelbar. Umfragen zeigten, dass eine gro&#223;e Mehrheit der Deutschen ein aggressiveres Vorgehen der Verlage im Internet ablehnt. Auch der Ruf nach einer konkreten <a href="http://www.zeit.de/politik/2009-12/spd-afghanistan-abzugsperspektive?page=all">„Abzugsperspektive“</a> f&#252;r den Interneteinsatz wird lauter.</p>
<p><strong>Die Verlage sehen sich deshalb zu einem „Strategiewechsel“ gezwungen.</strong> Vor der Berliner Internetkonferenz am kommenden Donnerstag deutete Verlags-Au&#223;enminister Christoph Keese erstmals an, dass er sich ein „Ausstiegsprogramm f&#252;r gem&#228;&#223;igte Blogger“ durchaus vorstellen k&#246;nne. Ein solches <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/836/501096/text/">Programm</a> solle gro&#223;z&#252;gige finanzielle Anreize mit langfristigen Ausbildungsma&#223;nahmen verbinden und so den radikalen <span style="text-decoration: line-through;">Taliban</span> Bloggern die Unterst&#252;tzung in der Netzgemeinde entziehen.</p>
<p>Keese w&#246;rtlich: „<strong>Es gibt viele <a href="http://cocodibu.typepad.com/zehnminutenblog/2010/01/d&#252;rfen-blogger-geld-verdienen.html">Mitl&#228;ufer</a> der Web-Kommunisten, die nicht aus fanatischer &#220;berzeugung, sondern aus <a href="http://www.selbstaendig-im-netz.de/2010/01/22/blogs/blog-einnahmen-umfrage-auswertung-2/">wirtschaftlichen Gr&#252;nden</a> auf einen falschen Weg geraten sind.</strong> <strong>Diesen Menschen wollen wir wirtschaftliche und soziale Perspektiven f&#252;r sich und ihre Familien bieten. Daf&#252;r werden wir auch <a href="http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100125/deutschland-welt/politik/westerwelle_lockt_taliban_mit_geld.html">zus&#228;tzliches Geld</a> in die Hand nehmen.“ </strong></p>
<p>&#220;ber die Dotierung des „Sonderfonds Ausstieg“ ist bislang nichts bekannt. Gut unterrichtete Kreise gehen allerdings davon aus, dass Blogger mit gro&#223;em Einfluss h&#246;here Ausstiegspr&#228;mien erhalten sollen als solche, die lediglich in Kommentarspalten sitzen. Die Verteilung der Pr&#228;mien werde das „Kommando Spezialkr&#228;fte“ unter Leitung von Generalmajor Kai Diekmann &#252;bernehmen.</p>
<p><strong>Beobachter glauben, ein Gro&#223;teil der gem&#228;&#223;igten Blogger werde auf das Verlegerangebot eingehen und das Ausstiegsprogramm in Anspruch nehmen.</strong> „Die Lage in Blogistan ist verheerend. Viele Blogger m&#252;ssen in diesem Winter hungern. Es ist nicht auszuschlie&#223;en, dass wir 2010 aufgrund des attraktiven Ausstiegsprogramms ein regelrechtes <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2010/01/06/interview-anfrage-zum-blog-sterben/">Blogsterben</a> erleben.“</p>
<p>Internet-Experten rechnen allerdings nicht mit einem schnellen Erfolg. Peter Scholl-Latour sagte auf nuschel.info: „Viele Blogger werden nur zum Schein auf das Angebot eingehen. Der Gro&#223;teil des Geldes wandert sofort wieder in den Blogger-Befreiungstopf.“</p>
<p><em>Satire. Dieser Text ist kein Crossposting von <a href="http://www.magda.de/">magda.de</a></em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22145&amp;md5=28de127cfca620863b22633046d88e66" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die 10 x 10 Gebote f&#252;r die digitale Welt</title>
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		<comments>http://carta.info/21736/die-10-x-10-gebote-fuer-die-digitale-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 09:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Glaser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[PowerPoint]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Jahrtausendealt ist die Form der zehn Gebote, auch in der Gegenwart gibt es immer neue Variationen. Selbst in der Netzwelt scheint die Sehnsucht nach einer Ordnung in Form von zehn fundamentalen Regeln so stark zu sein wie in der alten Welt. Ich hab mal zehn davon zusammengestellt:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/a92723492e6f4ea5b2cc1128d8ae10d5" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>1 | </strong><strong>Die 10 Gebote von Google</strong></p>
<p style="text-align: left;">
<ol style="text-align: left;">
<li>Du sollst keine andere Suchmaschine neben mir haben, nicht Bing noch Yahoo noch Ask. Du sollst huldigen nur mir, und nur Google nach der Antwort fragen.</li>
<li>Du sollst keine eigene, werbefreie Suchmaschine errichten neben mir, denn ich bin die eifers&#252;chtige Suchmaschine, die Plagen und Klagen &#252;ber die V&#228;ter anderer Suchmaschinen und ihre Kinder bringen wird bis ins dritte und vierte Glied.</li>
<li>Du sollst das Verb <em>googeln</em> niemals auf andere, niedere Suchmaschinen anwenden.</li>
<li>Du sollst dich an jeden Tag, der vergeht, als an eine Gelegenheit erinnern, das Unbekannte zu erfragen.</li>
<li>Du sollst alle anderen Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Rasse oder ihrer sexuellen Orientierung achten, da sie alle unsch&#228;tzbare Erfahrung und Wissen mit dir teilen k&#246;nnen.</li>
<li>Du sollst dich nicht vertippen, w&#228;hrend du mich anbetest.</li>
<li>Du sollst keine fremden Dateien einbetten.</li>
<li>Du sollst nicht plagiieren oder dich mit fremden Federn schm&#252;cken.</li>
<li>Du sollst keine abgesprochenen Links tauschen und keine Linkfarmen einrichten, da ich eine rachedurstige, aber an Fairness interessierte Suchmaschine bin und sonst deinen PageRank pulverisiere.</li>
<li>Du sollst keine Suchresultate manipulieren. Suchmaschinen-Optimierung ist ein Werk des Microsofts.</li>
</ol>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://www.thechurchofgoogle.org/Scripture/10_Commandments.html"><em>Googlism – The Church of Google</em></a></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>2 | </strong><strong>Die 10 Gebote von Facebook</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht jeden Film, jede Fernsehserie, jede Band und jedes Buch, von dem du  jemals geh&#246;rt hast, in deinem Facebook-Profil auflisten.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht wahllos Leute anstupsen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht Leute zu “Freunden” erkl&#228;ren, die du gar nicht kennst.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine privaten Nachrichten auf deine Pinnwand h&#228;ngen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht an einer Million verschiedener Gruppen teilnehmen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keinen schwachsinnigen Anwendungen Zugriff auf dein Profil erlauben.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine virtuellen “Geschenke” verschicken.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine Personen aus deiner Vergangenheit kontaktieren, wenn du betrunken bist.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine neue Statuszeile schreiben, wenn du gerade nichts zu sagen hast.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst dich nicht benehmen als w&#228;rst du auf MySpace. Willkommen auf Facebook, du bist jetzt erwachsen.<em><br />
</em><a href="http://www.cracked.com/blog/the-10-commandments-of-facebook"><em> </em></a></li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://www.cracked.com/blog/the-10-commandments-of-facebook"><em>Cracked.com</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>3 | </strong><strong>Die 10 Gebote von Twitter</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht praktizieren TTMI (Tweet Too Much Information), ok?</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht vergessen, wer dir auf Twitter folgt. Es kann gut sein, dass dir dein Chef, deine Mitarbeiter oder deine zornige Ex folgen. Vielleicht sogar deine Mutter. Denk daran, wenn du twitterst.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht spammen. Sonst kommst du in die tiefsten Abgr&#252;nde der H&#246;lle.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine Tweet-Kriege f&#252;hren. Heb dir Streitereien f&#252;r Facebook auf.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine Dinge twittern, die dich nichts angehen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht langweilen. Bitte. “Ich e&#223; gerade”. “Bin am Flughafen.”</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst es dir zweimal &#252;berlegen, ehe du eine Kontroverse ausl&#246;st. Ein fieser Tweet kann tausend nette Tweets ungeschehen machen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine Spoiler twittern – auch, wenn du schon wei&#223;t, wie der Film ausgeht oder wer den Wettbewerb gewinnt.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst erst denken, dann twittern. Ganz einfach, oder?</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst die 10 Gebote des Twitterns twittern. Zur h&#246;heren Ehre der Twittersph&#228;re.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://churchcrunch.com/the-10-commandments-of-twitter/"><em>Churchcrunch.com</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>4 | </strong><strong>Die 10 Gebote f&#252;r Blogger</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst dein Blog nicht h&#246;her bewerten als deine Anst&#228;ndigkeit.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst aus deinem Blog keinen G&#246;tzen machen.</li>
<li style="text-align: left;">Du solltest dein Pseudonym nicht dazu benutzen, zu s&#252;ndigen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst den Sonntag heiligen und einen Tag in der Woche nichts in dein Blog posten.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst deine Mitblogger respektieren wie dich selbst und nachsichtig mit ihnen sein.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst niemandem die Ehre abschneiden oder ihn in seinen Gef&#252;hlen verletzen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst das Netz nicht benutzen, um Ehebruch zu begehen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht anderer Leute Content stehlen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen gegen einen Mitblogger.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht begehren deines Nachbarn Blog-Ranking. Sei zufrieden mit deinem eigenen Zeug.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://www.christiantoday.com/article/evangelicals.publish.10.commandments.of.blogging/21538.htm"><em>Christiantoday.com</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>5 | </strong><strong>Die 10 Gebote der Hacker-Ethik</strong></p>
<p style="text-align: left;">
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst darauf achten, dass der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, unbegrenzt und vollst&#228;ndig ist.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst daf&#252;r sorgen, dass alle Informationen frei sind.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst Autorit&#228;ten mi&#223;trauen &#8211; f&#246;rdere Dezentralisierung.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst einen Hacker nach dem beurteilen, was er tut und nicht nach Aussehen, Alter, Rasse, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst mit dem Computer Kunst und Sch&#246;nes schaffen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst mit dem Computer dein Leben und das Leben anderer zum Besseren ver&#228;ndern.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht nicht in den Daten anderer Leute herumm&#252;llen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst &#246;ffentliche Daten n&#252;tzen, private Daten sch&#252;tzen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst mit einem Computer niemals anderen Menschen schaden.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst einen Computer immer mit Respekt und R&#252;cksichtnahme auf deine Mitmenschen benutzen.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://www.ccc.de/hackerethics?language=de"><em>Chaos Computer Club</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>6 | </strong><strong>Die 10 Gebote der iPhone-Etikette</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst dein iPhone in der &#214;ffentlichkeit nicht als Mini-Ghettoblaster oder Suchscheinwerfer benutzen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst den E-Mail-Footer “sent from my iPhone” entfernen. Er ist langweilig und unpers&#246;nlich.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst dein iPhone nicht benutzen, w&#228;hrend du f&#228;hrst.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht mit Ellbogeneinsatz arbeiten, wenn du lustige Apps ausprobierst und Leute um dich herum sind.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht herumtrompeten, wie cool deine Apps sind.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst beachten, dass sich weiterhin eine Realit&#228;t rund um dich herum befindet, w&#228;hrend du iPhonst.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst dich vor ungesch&#252;tzten WLAN-Zug&#228;ngen in Acht nehmen, wenn du Firmendaten auf deinem iPhone hast.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht protzen mit deinem iPhone.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst mit deinem iPhone nicht fotografieren wie ein Irrer. Steh den Leuten nicht im Weg herum, wenn du versuchst, mit der iPhone-Kamera ein passables Foto hinzukriegen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst dich nach wie vor auch an die traditionallen Gebote der H&#246;flichkeit halten, die f&#252;r’s Mobiltelefonieren gelten.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://www.infoworld.com/d/mobilize/infoworlds-10-commandments-iphone-etiquette-895"><em>Infoworld.com</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;"> </span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>7 | </strong><strong>Die 10 Gebote von PowerPoint</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst die Folien nicht vorlesen. Wir k&#246;nnen selber lesen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nie mehr als 15 Worte pro Folie verwenden. Stell dir vor, es ist eine SMS.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht nur Text verwenden. Zeig uns Bilder, Filmclips und la&#223; uns Sounds h&#246;ren.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine Bullet Point-Listen machen. Nie. Benutze verschiedene Farben, Schriften und Abst&#228;nde.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nicht sagen “Ich werde &#252;ber A, B und C sprechen”. Falls ja: weck mich.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst deine Folien nicht &#252;berfrachten. Bilder sind prima, 17 Bilder auf einer Folie nicht.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst es mit den &#220;bergangs-Effekten zwischen den Folien nicht &#252;bertreiben.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst vortragen und nicht ablesen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst wissen: Weniger ist mehr. Der Schl&#252;ssel einer guten Pr&#228;sentation liegt darin, dass sie kurz ist.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst vorher &#252;ben.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://www.the20life.com/2009/05/11/the-10-commandments-of-powerpoint/"><em>the20life.com</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>8 | </strong><strong>Die 10 Gebote f&#252;r Meetings</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst immer wissen, wie sp&#228;t es ist: Ein Meetings darf nie l&#228;nger dauern als angek&#252;ndigt.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nie den Grund f&#252;r das Meeting vergessen. Meetings sind dazu da, etwas gemeinsam zu tun, das man alleine nicht hinkriegt.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst an die goldene Regel aller Meetings denken: &#246;ffentlich loben und nie &#246;ffentlich kritisieren.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine Meetings au&#223;erhalb der normalen Arbeitsstunden ansetzen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keinen Gruppendruck anwenden, um Beschl&#252;sse herbeizuf&#252;hren.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst Meetings nicht dazu benutzen, die Karrieren anderer zu l&#228;dieren. Meinungsverschiedenheiten lassen sich beseitigen, ohne dass man pers&#246;nlich werden mu&#223;.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst das Pers&#246;nliche und das Gesch&#228;ftliche auseinanderhalten. Ein Meeting ist kein Treffen von Kumpels, sondern eine Business-Zusammenkunft.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst daran denken, dass Demokratie ein besseres Modell f&#252;r ein Meeting ist als Monarchie.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst vorher eine klare Tagesordnung festlegen (und sie auch vorab verteilen).</li>
<li style="text-align: left;">Du solltest regelm&#228;&#223;ige Meetings nicht mehr fortf&#252;hren, wenn sich ihr Zweck erledigt hat.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://www.effectivemeetings.com/meetingbasics/ten_commandments.asp"><em>Effectivemeetings.com</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>9 | </strong><strong>Die 10 Gebote </strong><strong>des Datenschutzes</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst alle pers&#246;nlichen Informationen sch&#252;tzen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst immer die aktuellesten Sicherheits-Patches aufspielen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst drei Dinge beachten: sichern, sichern, sichern.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst Hardware- und/oder Software-Firewalls benutzen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst keine verd&#228;chtigen E-Mails &#246;ffnen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst nur Software aus vertrauensw&#252;rdiger Quelle installieren.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst niemandem deine User-ID oder dein Pa&#223;wort sagen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst dir schwer zu erratende Pa&#223;worte ausdenken (und merken).</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst darauf achten, dass dein Rechner sich nicht ungew&#246;hnlich verh&#228;lt.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst niemals pers&#246;nliche Informationen per E-Mail rausgeben.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://infosec.nv.gov/doc/Security10Commandments.pdf"><em>infosec.nv.gov</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>10 | </strong><strong>Die 10 Gebote der Informationstechnologie</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<ol>
<li style="text-align: left;">Du sollst daran denken: Dies ist ein Gesch&#228;ft.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst mit dem Nutzer sprechen (Soweit das Konzept; das Problem ist, dass man manchmal nicht wei&#223;, wer der Nutzer ist).</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst das Gesch&#228;ft deines Kunden verstehen (Er versteht es manchmal selber nicht).</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst die Weisheit der Verk&#228;ufer anzapfen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst eisern daran festhalten, dass Schulungskosten keine Ermessenfrage sind (Am Training zu sparen, kann fatal sein).</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst ein Team zusammenstellen, in dem sowohl Leute sind, die etwas vom Gesch&#228;ft verstehen als auch Leute, die etwas von der Technik verstehen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst daran denken, dass Management-Ziele wichtiger sind als technische Ziele.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst jeden Kontakt mit Nutzern nutzen, um sch&#246;nes Wetter f&#252;r die anstehenden Ver&#228;nderungen zu machen.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst dich mehr um Strategie k&#252;mmern.</li>
<li style="text-align: left;">Du sollst Erfolg haben.</li>
</ol>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Quelle: </em><a href="http://blogs.gartner.com/scott_nelson/2009/03/25/the-10-commandments-of-information-technology/"><em>blogs.gartner.com</em></a></p>
<p style="text-align: left;"><em> </em></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="text-align: left;"><em>Peter Glaser bloggt auf <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=26233">Glaserei</a>. Crossposting mit freundlicher Genehmigung.</em></p>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/21736/die-10-x-10-gebote-fuer-die-digitale-welt/">Die 10 x 10 Gebote f&#252;r die digitale Welt</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/21736/die-10-x-10-gebote-fuer-die-digitale-welt/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=21736&amp;md5=cea9a68c5fc6be2c019987023594854b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der kleine Nostradamus f&#252;r Blogger</title>
		<link>http://carta.info/20909/der-kleine-nostradamus-fuer-blogger/</link>
		<comments>http://carta.info/20909/der-kleine-nostradamus-fuer-blogger/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 16:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch 2010 wird es wieder hei&#223;en: Blogger sind Parasiten. Sie kommentieren nur, was tapfere Printjournalisten unter Einsatz ihres Lebens recherchierten. Unsinn! Im n&#228;chsten Jahr werden Blogs endg&#252;ltig zu Prim&#228;rmedien. Und zwar so: ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4393eddf37314324b15192b3ad5d1a04" alt="" width="1" height="1" /><em>Januar</em></p>
<p><a href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/">iRights.info</a> deckt auf, dass das Leistungsschutzrecht in einem geheimen Trakt des Bundesjustizministeriums von Springer-Anw&#228;lten geschrieben wurde. Springer-Vorstand Mathias D&#246;pfner bezeichnet die Enth&#252;llung daraufhin als feigen Terroranschlag von sp&#228;tideologisch und radikal-islamistisch verirrten Webkommunisten.</p>
<p><em>Februar</em></p>
<p>Auf <a href="http://www.freitag.de/community/blogs">freitag.de</a> enth&#252;llt <a href="http://www.kaidiekmann.de/">Kai Diekmann</a>, er sei der Sohn von taz-Mitgr&#252;nder Christian Str&#246;bele. Ein Penisvergleich habe das ergeben. Wenig sp&#228;ter erkl&#228;rt Diekmann, es handle sich um eine Satire.</p>
<p><a href="http://carta.info/">carta.info</a> meldet exklusiv, dass die volle GEZ-Zwangsgeb&#252;hr k&#252;nftig auch von Haustieren erhoben werde, die Zugang zu Rundfunkempfangsger&#228;ten haben oder in solchen wohnen.</p>
<p><em>M&#228;rz</em></p>
<div id="attachment_21027" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/12/2010_300px.jpg"><img class="size-full wp-image-21027   " title="Carta enth&#252;llt: Die Topstories 2010 (Montage: Carta, Derived from Eva K., Commons/ GNU FDL)" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/12/2010_300px.jpg" alt="2010_300px" width="300" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">Carta enth&#252;llt: Die Topstories 2010 (Montage: Carta)</p></div>
<p>Robert Basic (<a href="http://blog.buzzriders.com/">buzzriders blog</a>) gibt nach dem erfolg<span style="text-decoration: line-through;">reichen</span>losen Verkauf seines Twitter-accounts @RobGreen (inklusive seiner 5000 Follower) bekannt, dass er dar&#252;ber nachdenke, nun auch seine Adresse, seine Passw&#246;rter, seinen Nachnamen und seine Gro&#223;mutter zu verkaufen, um das Projekt Buzzriders bekannter zu machen und solide zu finanzieren. In Reaktion darauf verleiht Wirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle Robert Basic den Lars Windhorst-Preis der Hypo Real Estate f&#252;r vorbildliches unternehmerisches Verhalten.</p>
<p>Jens Berger (<a href="http://www.spiegelfechter.com/">Spiegelfechter</a>) analysiert, wie der fr&#252;here US-Pr&#228;sident George Bush Georgien mit dem Versprechen, das Kaukasus-Land zum 51. US-Bundesstaat zu machen, in einen aussichtslosen Krieg gegen Russ&#8230; Weiterlesen auf <a href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a>.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>April</em></p>
<p>Stefan Niggemeier erz&#228;hlt auf <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/">stefan-niggemeier.de</a>, wie er bei einer prominent besetzten Jurysitzung ein Portr&#228;t von Stefan Niggemeier begutachten sollte, sich aber nach l&#228;ngerer Bedenkzeit f&#252;r befangen erkl&#228;rte. Der Preis f&#252;r ethischen Qualit&#228;tsjournalismus wird daraufhin – ohne Beteiligung Stefan Niggemeiers – von der Jury an Stefan Niggemeier verliehen.</p>
<p>Udo Vetter (<a href="http://www.lawblog.de/">lawblog</a>) k&#252;ndigt an, Ex-Nationaltorh&#252;ter Jens Lehmann kostenlos gegen den Springer-Konzern verteidigen zu wollen. Zuvor hatte BILD-Chef Kai Diekmann P&#246;bel-Torwart Jens Lehmann wegen schwerer Uhrheberrechtsverletzungen abgemahnt. Lehmann soll mit dem rechten Fu&#223; absichtlich nach der Rolex des Bayern-St&#252;rmers Robben getreten haben.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Mai</em></p>
<p>Albrecht M&#252;ller (<a href="http://www.nachdenkseiten.de/">Nachdenkseiten</a>) belegt anhand seiner fr&#252;heren Aussagen exklusiv, dass die Reichen die Armen schr&#246;pfen, eine machtwahnsinnige Regierung die B&#252;rger bel&#252;gt und die etablierten Meinungsmacher dazu wieder mal schweigen.</p>
<p>Michael Naumann (<a href="http://www.cicero.de/">Cicero</a>) deckt auf, dass sich die nordrhein-westf&#228;lische Ministerpr&#228;sidenten-Kandidatin Hannelore Kraft f&#252;r 150.000 Euro auf Parteikosten eine neue Garderobe zugelegt hat. Doch der Cicero-Scoop erweist sich als Online-Ente. Es war nicht Hannelore Kraft, die sich neu einkleidete, sondern Sarah Palin. Der Vorfall passierte bereits 2008, und nicht erst 2010. Es ging nicht um Euro, sondern um Dollar. Und aufgedeckt hat den Skandal auch nicht Cicero, sondern <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,668295,00.html">Politico</a>. Ansonsten stimmt aber alles.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Juni</em></p>
<p>Julia Seeliger (<a href="http://julia-seeliger.de/">Zeitrafferin</a>) enttarnt die rechtsradikale Vergangenheit des Schrift“f&#252;hrers“(!) der Piratenpartei Pasewalk-Ost und fragt, ob diese Partei f&#252;r Gr&#252;ne &#252;berhaupt noch w&#228;hlbar sei.</p>
<p><em>Juli</em></p>
<p>Michael Spreng (<a href="http://www.sprengsatz.de/">Sprengsatz</a>) enth&#252;llt die geheime Foto-Produktion, die Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit Annie Leibovitz realisierte, damit diese einen Teil ihrer Millionen-Schulden abzahlen kann. Die Star-Fotografin hatte den Minister bei der Essensausgabe im Bundeswehrlager Kundus abgelichtet. Da zu Guttenberg auf den Fotos aber zu fr&#246;hlich wirke und im <a href="http://www.users.cloud9.net/~bradmcc/sq/astaire.jpg">Fred Astaire-Look</a> vor einer Gulaschkanone posierte, habe das Ministerium die Fotos unter Verschluss halten wollen.</p>
<p>Thomas Kn&#252;wer (<a href="http://www.indiskretionehrensache.de/">Indiskretion Ehrensache</a>) zerpfl&#252;ckt die absurde Paid-Content-Strategie des WAZ-Konzerns auf dem Balkan. Nach Kn&#252;wers Recherchen sei auf dem ganzen Amselfeld niemand bereit, neun Euro f&#252;r die Essener Lokalausgabe der WAZ zu bezahlen. WAZ-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Bodo Hombach bezeichnet Kn&#252;wer daraufhin als Hohepriester der Nebelkerzen.</p>
<p><em>August</em></p>
<p><a href="http://saschalobo.com/">Sascha Lobo</a> l&#246;st mit seinem iPhone-Manifest („Wie Telefonieren heute funktioniert“) und dem gleichzeitigen Wechsel zur Telekom einen Twitterhurrikan aus. Im Mittelpunkt der Kritik: der magentafarbene Irokesenschnitt, der zusammen mit Lobos Schnauzbart &#8211; von oben betrachtet &#8211; ein T ergibt.</p>
<p>Felix von Leitner (<a href="http://blog.fefe.de/">fefe</a>) erkl&#228;rt, dass er mit Albrecht M&#252;ller, dem Macher der Nachdenkseiten, weder verwandt noch verschw&#228;gert sei. Zwar arbeite sein Blog mit &#228;hnlichen &#228;sthetischen Mitteln, aber er schreibe seine Kommentare zur „Verr&#228;terpartei“ SPD nicht <em>kursiv</em>. Bwahahahaha.</p>
<p><em>September</em></p>
<p>Markus Beckedahl enth&#252;llt auf <a href="http://www.netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>, dass Wirtschaftsminister Rainer Br&#252;derle Google Deutschland wegen seiner marktbeherrschenden Stellung zerschlagen und in eine Weinhandlung umwandeln wolle. Wie Beckedahl weiter berichtet, seien ihm aus Mainz 100 Kartons mit Flaschen-Etiketten zugespielt worden, die nach netzpolitik-Recherchen aus dem T&#252;binger Weingut Gugel stammen.</p>
<p>Marcel Wei&#223; (<a href="http://netzwertig.com/">netzwertig</a>) entlarvt schonungslos, warum Deutschland zu einem Entwicklungsland degeneriert. Keiner der Eingeborenen in dieser primitiven Gegend interessiere sich f&#252;r die gr&#246;&#223;te und wichtigste Erfindung seit der Industrialisierung: das Internet. Die Technophobie der Deutschen f&#252;hrt sogar dazu, dass Wei&#223; den dritten und letzten Teil seiner gnadenlosen <a href="http://netzwertig.com/2009/04/30/deutschland-degeneriert-in-ein-entwicklungsland-teil-2-von-3/">Abrechnung</a> nur in der Deutsch-Schweiz ver&#246;ffentlichen kann.</p>
<p><em>Oktober</em></p>
<p><a href="http://www.turi2.de/">turi2</a> twittert in Echtzeit, Gruner &amp; Jahr-Vorstand Bernd Buchholz beabsichtige, die Redaktionen von Brigitte, Stern und Geo zu einer Zentralredaktion zusammen zu legen, um den Qualit&#228;tsjournalismus des Hauses endg&#252;ltig zu sichern. Ein Protestschreiben der Redaktionsbeir&#228;te kontert Geo-Chef Peter-Matthias Gaede im meedia-Interview mit einem Stauffenbergzitat: „Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird.“</p>
<p>Frank Schirrmacher (<a href="http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~EB425CC27768045F3951557B4931D0518~ATpl~Ecommon~Scontent.html">faznet</a>) gr&#252;ndet als letzter der deutschen Gro&#223;journalisten ein Videoblog und wird von Matthias Matusseks <a href="http://www.spiegel.de/video/video-1037913.html">„Anonymen Bloggern“</a> zum Ehren-Mitglied ernannt. In seiner Dankesrede erkl&#228;rt Schirrmacher, sein Kopf komme mit dem Internet nicht mehr mit. Im Informationszeitalter sei er jedoch gezwungen, Dinge zu tun, die er gar nicht tun wolle.</p>
<p><em>November</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><a href="http://www.bildblog.de/">BILDblog</a> entlarvt, dass bild.de in einer Meldung &#252;ber den Goldabbau in Burkina Faso den Namen der Hauptstadt Ouagadougou zun&#228;chst ohne das dritte „u“ ver&#246;ffentlichte. Nach der Enth&#252;llung des Fehlers durch die BILDblog-Redaktion (siehe screenshot) habe bild.de den Text unauff&#228;llig und nachtr&#228;glich durch einen zweiten ausgetauscht, der das dritte „u“ pl&#246;tzlich enthielt. Da sich bild.de-Chefredakteur Hart f&#252;r die peinliche Ver&#246;ffentlichungs-Klitterung nicht bei den Ouagadougourianern entschuldigt, wird der Skandal dem Deutschen Presserat zur Begutachtung vorgelegt.<em> </em></p>
<p>Thomas Strobl (<a href="http://www.weissgarnix.de/">Weissgarnix</a>) weist nach, dass Niklas Luhmann die Finanzkrise als Paradoxie der Knappheit verstanden h&#228;tte, wenn Gunnar Heinsohn nicht auf die verwegene Idee gekommen w&#228;re, die aktuelle Finanzkrise mit Hilfe der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfundenes_Mittelalter">Phantomzeit-Theorie</a> ins Jahr 1711 zu verlegen. (Strobl will sein fast fertiges Buch deshalb noch einmal &#252;berdenken.)</p>
<p><em>Dezember</em></p>
<p>Der Blog <a href="http://www.buzzmachine.com/">Buzzmachine</a> gibt bekannt, dass Jeff Jarvis im n&#228;chsten Sommersemester Professor f&#252;r Link-&#214;konomie an der London School of Economics werde. Jarvis’ Vorlesungen sollen als kostenloses Google-App auf dem Google-Handy Nexus One zu lesen sein. Springer-Chef Mathias D&#246;pfner bezeichnet Jarvis deshalb als letzten kommunistischen Sargnagel der deutschen Medienbranche.</p>
<p><em>In diesem Sinne: Auf ein Neues! </em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=20909&amp;md5=e83ebdd08df12d19539108bf15c38a43" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Anton Nossik: Westblogger denken zuviel ans Geld</title>
		<link>http://carta.info/18794/interview-anton-nossik/</link>
		<comments>http://carta.info/18794/interview-anton-nossik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 14:02:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tatjana Brode</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Russlands Internet-Guru Anton Nossik im Interview: Freiheit beim Bloggen hei&#223;t Unabh&#228;nigkeit von redaktionellen Zw&#228;ngen – und vom Druck, Geld zu verdienen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/52e6e52cea70426088128c2844cf49c4" alt="" width="1" height="1" />Anton Nossik entwickelt seit Mitte der 1990er Jahre f&#252;hrende russische Informationswebsites, derzeit ist er Chefredakteur des Online-Wirtschaftsmagazins <a href="http://www.bfm.ru">BFM.ru</a> Im Video spricht er &#252;ber die Freiheit von Bloggern, wichtige russische Blogs, Unterschiede zwischen der russischen und der westlichen Blogosph&#228;re und &#252;ber Pr&#228;sident Medwedew. Das Interview wurde auf Englisch gef&#252;hrt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="600" height="338" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7760979&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="600" height="338" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=7760979&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span style="font-size: xx-small;"><a href="http://vimeo.com/7760979">Video-Direktlink: Anton Nossik im Interview</a></span></p>
<p><strong>Die wichtigsten Aussagen von Anton Nossik:</strong></p>
<p>Man sollte die Bedeutung des Wortes Freiheit (bei Blogs) nicht auf die Freiheit begrenzen, die Regierung zu kritisieren. Russland hat eine Menge Zeitungen und Magazine, die das tun. <strong>Die Freiheit von Bloggern besteht darin, das auszudr&#252;cken, was sie denken und f&#252;hlen, unabh&#228;ngig von der Politik des Herausgebers</strong>, von redaktionellen Zw&#228;ngen oder dem Druck, Geld zu verdienen – und nicht notwendigerweise daraus, die Regierung zu kritisieren. Eigentlich gibt es keinen gro&#223;en Unterschied zwischen Kritik oder Lob an der Regierung – beides sind Meinungen. Die entscheidende Frage ist, ob man frei ist, seine Meinung zu publizieren, oder der Politik eines Herausgebers folgen muss, die man nicht selbst gesetzt hat.</p>
<p>Viele Muster in der westlichen und der russischen Blogosph&#228;re sind &#228;hnlich, im Westen jedoch gibt es in allem ein <strong>kapitalistisches Grundprinzip</strong>: Mit jeder Sache, die man gut macht, will man fr&#252;her oder sp&#228;ter Geld verdienen. Deshalb ver&#228;ndern sich westliche Blogs, wenn sie bekannter werden, sie verkaufen Werbung und verwandeln sich in regul&#228;re Massenmedien mit Angestellten, die statt des Erfinders schreiben, mit Marketing-Abteilungen etc. Das passiert in der russischen Blogosph&#228;re nicht, weil sie einerseits aus denen besteht, die andere Einnahmequellen haben, und andererseits aus denen, die ber&#252;hmt werden wollen, und nicht daf&#252;r bezahlt werden wollen, ber&#252;hmt zu werden.</p>
<p>Einige Zahlen:</p>
<p>Das russischsprachige Internet hat zurzeit etwa 80 Millionen Nutzer, die H&#228;lfte aus Russland, die andere H&#228;lfte russischsprachige Personen im Ausland. Etwa eine Million davon betreiben ein Blog, etwa acht Prozent davon schreiben &#252;ber Politik. Inzwischen haben viele, die zun&#228;chst mit Blogs experimentiert haben, in die sozialen Netzwerken gewechselt.</p>
<p>Blogs russischer Politiker:</p>
<p>In Russland ist es seit langem &#252;blich, dass etwa Kommunalpolitiker Zeitungen gr&#252;nden und betreiben – mit &#246;ffentlichen Geldern. Inzwischen haben einige ein Blog. Bei der Bev&#246;lkerung kommt das gut an, sie ist offen f&#252;r den Dialog mit den Autorit&#228;ten, sofern sie nicht von oben herab kommunizieren. Auch Medwedew bloggt, auf <a href="http://eng.kremlin.ru/sdocs/vappears.shtml">seiner offiziellen Kreml-Website</a>. Diskutieren und kommentieren k&#246;nnen die Nutzer beim Bloganbieter <em>LiveJournal</em>, dort wird Medwedews Blog gespiegelt.</p>
<p>Anton Nossik ist Chefredakteur des Online-Wirtschaftsmagazins bfm.ru. Seit 1995 besch&#228;ftigt er sich mit dem Internet, er entwickelte Nachrichten-Sites wie gazeta.ru, lenta.ru, tv.ru u.a. Dar&#252;ber hinaus betreibt er die Internet-Stiftung <a href="http://pomogi.org">pomogi.org</a>. 2006 war er an der Gr&#252;ndung der Online-Medien-Holding SUP beteiligt, die den russischen Anteil des Blogportals <em>LiveJournal</em> besitzt. Seit Dezember 1996 hat er ein eigenes Blog.
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<a href="http://carta.info/18794/interview-anton-nossik/">Anton Nossik: Westblogger denken zuviel ans Geld</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/18794/interview-anton-nossik/#comments">4 comments</a>
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		<title>Vive la Redaktion!</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 21:10:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Glaser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird so viel geschrieben wie noch nie. Das Text-Universum explodiert. Gegen die &#220;bermenge an Geschriebenem gibt es drei m&#246;gliche Strategien: Redaktion, Aggregation und Ignoranz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/8e167ac44b3513d2ea3498c821c0eb" width="1" height="1" alt=""/>Es ist schon ein paar Jahre her, dass der hellsichtige Soziologe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Rutschky">Michael Rutschky</a> die Beobachtung gemacht hat, dass <strong>scheinbar keiner mehr lesen mag</strong> &#8211; alle wollen nur noch schreiben. Rutschky mu&#223; schon fr&#252;h das Zeitalter der Blogs heraufd&#228;mmern gesehen haben.</p>
<p>&#220;ber 130 Millionen Blogs gibt es inzwischen weltweit. Im Schnitt werden innerhalb eines Tages 900.000 neue Beitr&#228;ge in diesen Netzjournalen verfa&#223;t. 1,59 Milliarden Menschen waren im Mai 2009 online, jeder zw&#246;lfte Internetbewohner bloggt also<strong> </strong>und tr&#228;gt dazu bei, dass eine formidable Textflutwelle an die Bildschirme des Planeten brandet.</p>
<p><strong>Dieser immense Zustrom bedeutet eine immer gr&#246;&#223;ere Vielfalt an Lesenswertem</strong>. Die hat allerdings einen Preis: Was herk&#246;mmlich in Zeitungsrubriken und Sender-Programmschemata vorgeordnet wurde, wird nun entb&#252;ndelt. Textatome fliegen uns um die Ohren, als h&#228;tte eine <strong>kulturelle Nuklearexplosion</strong> stattgefunden. Musiker verkaufen im Netz keine Alben mehr, sondern einzelne Tracks. &#196;hnlich geht es nun in der Online-Textwelt zu, in der ein flatterhafter Leser durch riesige Textmengen streift und sich hier und da und dort f&#252;r einen einzelne Artikel entscheidet.<br />
Um nicht unterzugehen in dieser &#220;bermenge an Geschriebenem, gibt es drei m&#246;gliche Strategien:</p>
<ol>
<li>Redaktion,</li>
<li>Aggregation und</li>
<li>Ignoranz.</li>
</ol>
<p>Ignoranz ist eine der st&#228;rksten Waffen im Kampf gegen &#220;berinformation, sie schenkt uns ein gewisses <strong>Gef&#252;hl der Souver&#228;nit&#228;t</strong>. Redaktion hei&#223;t, dass wir nun in der Internet-&#196;ra alle miteinander dazu verdammt sind, Journalisten zu sein und ein Gef&#252;hl f&#252;r Qualit&#228;t zu entwickeln. Und <strong>Aggregation</strong> hei&#223;t, dass aus den Textatomen schnell wieder Molek&#252;le werden &#8211; <strong>vollautomatisch</strong>, wie bei Google News oder sorgsam oder spielerisch von Hand, wie es vielfach im Netz bereits geschieht.</p>
<p>Zu den Blogs kommen noch <strong>weitere digitale Schreibgelegenheiten wie Facebook</strong> mit 200 Millionen Nutzern oder Twitter mit 14 Millionen Nutzern in den USA und einige Zehntausend in Deutschland – den Kurztextklassiker SMS nicht zu vergessen. Im Januar 2009 erhielt <a href="http://www.stern.de/computer-technik/telefon/:Kurzmitteilungs-Sucht-484-SMS-Tag/651374.html">Greg Hardesty</a> aus dem kalifornischen Silverado Canyon die Handy-Rechnung seiner Tochter Reina. Sie war 440 Seiten lang und verbuchte 14.528 SMS (im Schnitt 484 Kurztexte pro Tag). Hardestys Gl&#252;ck: Reina hat eine Flatrate mit unbegrenzt SMS.</p>
<p>Es soll aber niemand glauben, dass die Vielschreiberei ein Ph&#228;nomen ist, das erst jetzt in der digitalen &#196;ra zum Vorschein kommt. Einer der exzessivsten Proto-Blogger war der Architekt <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2230/1.html">Buckminster Fuller</a>, der sein Leben in einer unglaublichen Ausf&#252;hrlichkeit dokumentierte: Von 1915 an schrieb er 68 Jahre lang alle 15 Minuten einen Eintrag in ein Journal. Als Fuller am 1. Juli 1983 starb, hinterlie&#223; er 80 laufende Meter an Notizb&#252;chern.</p>
<p>Die immer eingehenderen Aufzeichnungen, mit denen wir es zu tun haben, werfen ein Problem auf, das der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges in seiner Erz&#228;hlung “Von der Strenge der Wissenschaft” beschrieben hat. Es geht darin um ein Reich, in dem die Kunst der Kartographie eine solche Vollkommenheit erreicht hat, dass eine Karte entsteht, “die genau die Gr&#246;&#223;e des Reiches hatte und sich mit ihm an jedem Punkte deckte”.</p>
<p><strong>Aber eine Karte, die genauso detailliert ist wie die Wirklichkeit, verliert ihre Funktion.</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"><em>Peter Glaser bloggt auf auf der </em><a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/"><em>Glaserei</em></a><em>. Dieser </em><a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=9711"><em>Beitrag</em></a><em> wird hier mit freundlicher Genehmigung des Autor crossgepostet.</em></span></strong>
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		<title>Qualit&#228;tsjournalisten bei der Arbeit</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 17:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Robert Gibbs]]></category>
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		<description><![CDATA[Die ewige Kontroverse zwischen Journalisten und Bloggern wird wieder einmal um eine Facette reicher, wenn ein Medium wie YouTube uns hinter die Kulissen blicken l&#228;sst und Elite-Journalisten bei der Arbeit zeigt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7cc1ac61275dba466659b2c1467063" alt="" width="1" height="1" /><br />
Das Wort &#8220;Elite&#8221; ist hier sicher nicht zu hoch gegriffen, denn nicht jeder hat Zugang zu den Pressekonferenzen und Briefings des <a href="http://www.whitehouse.gov/">Wei&#223;en Hauses</a>. Auf einem anderen Blatt steht freilich, wie sich die Vertreter des &#8220;Qualit&#228;tsjournalismus&#8221; dort benehmen. Als einfacher Blogger ist man jedenfalls leicht erstaunt, wenn man folgenden Bilder sieht:</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/t-eVqaTeVUo&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/t-eVqaTeVUo&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Wenn den Journalisten ihre Mobiltelefone so offenkundig wichtiger sind als die Aussagen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Gibbs">Robert Gibbs</a>, dem Pressesprecher des Wei&#223;en Hauses, k&#246;nnte man dann nicht dessen Texte gleich ins Web stellen und die Veranstaltung ausfallen lassen?</p>
<p>Die Politik-Blogger in den USA jedenfalls w&#252;rden nichts vermissen: Sie k&#228;men so nur schneller an aktuelles Material. Und die <a href="http://carta.info/8528/kostenlos-kultur-urheberrechtsverletzung-10-thesen-zum-modernisierungsversagen-der-medieneliten/">Qualit&#228;tsjournalisten</a> h&#228;tten mehr Zeit zum Telefonieren, denn augenscheinlich kommt die Qualit&#228;t ihrer Arbeit ja aus dem Telefon.</p>
<p>Danke an das (Technik-) Blog <a href="http://www.engadget.com/2009/05/14/white-house-press-conference-overwhelmed-by-cell-phones/">Engadget</a>, das uns auf das Video aufmerksam machte.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=9460&amp;md5=31257a605a2d982afbf11d0adaa96f1e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Google f&#252;r alle</title>
		<link>http://carta.info/9321/google-fuer-alle/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 11:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mercedes Bunz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jeff Jarvis]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann man von Google lernen? Besser schnell, meint Medienexperte Jeff Jarvis. In seinem Buch "Was w&#252;rde Google tun?" erkl&#228;rt er in unterhaltsamer, informativer und auch noch verst&#228;ndlicher Art und Weise nicht nur wie sich die Welt ver&#228;ndert hat, sondern konkretisiert auch f&#252;r die verschiedensten Bereiche, wie man damit umgehen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/79528e2fc4189aaba62a33e8af9f3d" alt="" width="1" height="1" /><br />
Vor Google gibt es kein Entkommen. Wenn wir nach einer neuen Wohnung, einem neuen Auto oder einer neuen Liebe suchen, wenn wir bei uns irgendeine Krankheit vermuten, ein Kochrezept brauchen oder in den Urlaub fahren wollen, fragen wir: Google. Google ist im Netz omnipr&#228;sent, <strong>Google hat ein Quasi-Monopol</strong>. Genau deshalb werden auch immer mehr Unkenrufe laut, man m&#252;sse sich vor der Datenkrake in Acht nehmen. Und jetzt macht uns ein amerikanischer Professor auch noch den Vorschlag, man soll sich genauso verhalten wie Google. Geht’s noch?</p>
<p>Doch halt. „<a href="http://www.amazon.de/Was-w%C3%BCrde-Google-Erfolgsstrategien-Internet-Giganten/dp/3453155378">Was w&#252;rde Google tun?</a>“ ist kein Buch &#252;ber Google. Es ist viel mehr ein Buch dar&#252;ber, <strong>wie das Internet unsere Welt ver&#228;ndert hat und was man von Google lernen kann</strong>. Wie das geht, erkl&#228;rt einem unterhaltsam, informativ und auch noch verst&#228;ndlich der New Yorker Medienexperte Jeff Jarvis.</p>
<p>In der Medienbranche ist Jarvis bekannt wie ein bunter Hund, auch wenn er wohlerzogene schlohwei&#223;e Haare hat. Er ist als <strong>einer der einflussreichsten Personen des Weltwirtschaftsforums in Davos</strong> gelistet, der Verleger Hubert Burda h&#246;rt ihm gerne aufmerksam zu und die britische Zeitung Guardian schm&#252;ckt sich mit einer Jarvis-Kolumne.</p>
<p>Die nur leicht wuschelige Frisur und der gepflegt gestutzte Bart lassen den Professor f&#252;r interaktiven Journalismus rundum symphatisch erscheinen. Der wache Blick durch die d&#252;nnen Kunststoffgl&#228;ser seiner Brille verr&#228;t: Jarvis ist freundlich, aber nicht gem&#252;tlich. Im Gegenteil. Jeff Jarvis bringt die Sachen auf den Punkt &#8211; und manchmal scharf. Der ehemalige Reporter und jetztige Blogger hat eine besondere F&#228;higkeit, <strong>Beobachtungen gezielt auf ein gut sitzendes Schlagwort zuzuspitzen</strong>. Google-optimiert, sozusagen.</p>
<p>Wie Google das Wirtschafsleben ver&#228;ndert hat, demonstriert Jarvis an seinem Blog <a href="www.buzzmachine.com">Buzzmachine</a>. 2005 hatte er sich einen Dell-Computer gekauft. Unzufrieden mit dem st&#228;ndig kaputten Ger&#228;t und genervt davon, von der Firma in Service-Warteschleifen zwischengeparkt zu werden, brachte er mit dem Blogeintrag „<a href="http://www.buzzmachine.com/2005/08/17/dear-mr-dell/">Dell nervt</a>“ seinen Unmut zum Ausdruck. Er beschrieb sein Elend mit dem teuer bezahlten Wartungsservice und dutzende, hunderte und schlie&#223;lich tausende von Menschen schlossen sich Jarvis Meinung an. Suchte man bei Google nach „Dell“, erschien sein schimpfender Beitrag schon bald nur wenige Positionen hinter der offiziellen Website der Firma. Dell hatte ein Problem.</p>
<p>Lange versuchte die Computerfirma, die Meinungen ihrer Kunden im Netz zu ignorieren. Man zog sich auf die Position zur&#252;ck, wenn jemand etwas von Dell wolle, beispielsweise sich beschweren, dann solle man das nicht im Netz auf Blogs herumposaunen, sondern sich gef&#228;lligst an die Dell-Website wenden. Au&#223;erdem: <strong>Wer lese schon Blogs?</strong> Na eben.</p>
<p>Auf die Dauer lie&#223; sich das Geraune jedoch nicht ignorieren. Das Image war zerkratzt und dieser Kratzer wurde gro&#223; und gr&#246;&#223;er. Zum Riss. Dell geriet unter Druck, da sind Risse nie gut. Nach einem knappen Jahr &#228;nderte die Firma deshalb ihre Haltung. Jetzt kontaktierten Dell-Techniker Blogger, die &#252;ber ein Dell-Computerproblem berichteten, um ihnen zu helfen. Mit positiver Ressonanz: Im Netz erntete man daf&#252;r <strong>lobende Worte und lichte Begeisterung</strong>. Die Kunden f&#252;hlten sich ernst genommen &#8211; und sagten es weiter. Dells negative Berichterstattung schlug nicht nur in positive um, die Firma hatte verstanden, wie man im Internet-Zeitalter operiert.</p>
<p>An Beispielen wie diesen erkl&#228;rt Jeff Jarvis anschaulich, was sich durch Google ver&#228;ndert hat. Denn fr&#252;her blieb es gro&#223;en Organisationen vorbehalten, mit viel Aufwand Millionen von Leuten zu erreichen – &#252;ber Werbung oder Ver&#246;ffentlichungen in Medien. Seit dem Internet und dank Google ist das anders. <strong>Jeder Eintrag im Internet kann potentiell Millionen von Zugriffen haben</strong> – wenn er &#252;ber Google abgefragt wird. Und jeder kann mit seinem Wissen etwas beitragen. <strong>M&#228;rkte sind Gespr&#228;che</strong>, hei&#223;t es so sch&#246;n im Internet-Manifest <a href="http://www.cluetrain.com/">Cluetrain</a>. Und das &#228;ndert alle Bereiche, die mit Kommunikation zu tun haben. Also eigentlich alles.</p>
<p>Jarvis Buch arbeitet St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck heraus, was durch das Internet und Google anders geworden ist. Dass ein Unternehmen sich heute nicht mehr nur um die Meinung der Presse, sondern auch um die Meinung seiner Kunden bem&#252;hen muss – und von ihnen lernen kann. Dass man Fehler nicht mehr leise, still und heimlich unter den Tisch fallen l&#228;sst, sondern damit offensiv und transparent umgeht. Und dass man sein Produkt nie &#228;ngstlich einz&#228;unen sollte, sondern besser versucht, <strong>an so vielen Stellen wie m&#246;glich pr&#228;sent zu sein</strong>. Vernetzt.</p>
<p>Auch auf Zeitungen sieht Jeff Jarvis gro&#223;e Ver&#228;nderungen zu kommen. Keineswegs glaubt er, dass der Journalismus verschwinden wird, doch <strong>die Zeitung der Zukunft begreift Jarvis als Netzwerk</strong>. Neben dem Recherchieren und Schreiben von Artikeln, sichtet die Redaktion der Zukunft das Internet und findet unter ihren Lesern Experten. Jarvis ist davon &#252;berzeugt: Zeitungen schreiben nicht mehr f&#252;r Leser, sondern arbeiten mit ihren Lesern zusammen.</p>
<p>„Was w&#252;rde Google tun?“ macht einem also nicht nur deutlich, wie sich die Welt ver&#228;ndert hat, sondern <strong>konkretisiert</strong> auch <strong>f&#252;r die verschiedensten Bereiche, wie man damit umgehen kann</strong>. Als Anregung &#252;berzeugt das. Interessant ist jedoch, dass Jarvis Konzept offensichtlich seine Grenzen hat. Denn sein eigenes Nachrichtenprojekt <a href="http://daylife.com">Daylife.com</a>, befolgt all diese Regeln und hat es dennoch nicht zu gro&#223;em Erfolg im Netz geschafft. Was nicht gegen das Buch spricht. Wahrscheinlich ist es mit den Netzregeln so, wie mit dem Komponieren eines Tophits. Sie erscheinen einem so einfach – und doch gelingt es wenigen, sie zu schreiben. Dennoch, <strong>es gibt neue Regeln</strong>. Und das Buch von Jarvis hilft, sie zu verstehen.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
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		<title>Richard Collins: ARD &amp; ZDF Geb&#252;hrengelder abnehmen und an Blogger verteilen?</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 18:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der britische Wissenschaftler Richard Collins schl&#228;gt vor, Geb&#252;hrengelder von ARD und ZDF abzuziehen, um Zeitungen, Online-Angebote und Blogger zu f&#246;rdern. Das Internet stelle die herausragende Position der Rundfunkanstalten in Frage. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/e5b00ffd2a35046ef226c902aea043" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://www.open.ac.uk/socialsciences/staff/people-profile.php?name=Richard%20Edward_Collins">Richard Collins</a> ist hierzulande eine Art Papst in Sachen&#8221;<a href="http://www.m-und-k.info/MuK/hefte/Aufsatz_07_02.pdf">public value</a>&#8221; des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der britische Medienwissenschaftler ist damit zugleich erster &#220;bermittler der Diskussionen um die Zukunft der BBC. In <a href="http://www.bpb.de/publikationen/5GYK9M,5,0,Die_BBC_das_Internet_und_Public_Value.html#art5">einem Essay</a> f&#252;r die Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung schrieb er k&#252;rzlich: Das Internet stelle die Gr&#246;&#223;e der <strong>BBC</strong> und ihre herausragende Stellung in Frage. Mit ihrer &#252;ppigen, abgesichterten Finanzierung st&#252;nde die Anstalt zunehmend &#8220;<strong>im Missverh&#228;ltnis zu ihren schwindenden Rival</strong><strong>en</strong>&#8220;. Collins h&#228;tte auch schreiben k&#246;nnen: In einem offenen Mediensystem ist es zunehmend zweckfremd, dass eine Organisation Geb&#252;hrengelder erh&#228;lt und alle anderen nicht.</p>
<p>In einem Interview mit der Fachzeitschrift &#8220;<a href="http://www.epd.de/medien/medien_index.html">epd medien</a>&#8221; (gef&#252;hrt von <a href="http://www.daniel-bouhs.de/">Daniel Bouhs</a>), das am Samstag erschien,  hat sich Collins nun konkret daf&#252;r ausgesprochen, Geb&#252;hrengelder von ARD und ZDF abzuziehen, um Zeitungen, Online-Angebote und Blogger zu f&#246;rdern:</p>
<blockquote><p>Wir m&#252;ssen dar&#252;ber nachdenken, ob es mit der wachsenden Bedeutung des Internets nicht an der Zeit ist, dem geb&#252;hrenfinanzierten Rundfunk etwas Geld abzunehmen, um es denen zu geben, die andere Qualit&#228;tsinhalte liefern, die aber mindestens genauso, wenn nicht sogar deutlich st&#228;rker bedroht sind als die Sender. Und ich sehe keinen Grund, Zeitungen und Internetredaktionen von &#246;ffentlichen Geldern auszuschie&#223;en.</p></blockquote>
<p>Auf die Nachfrage, wer die Entscheidung &#252;ber diese Gelder treffen solle, sagt Collins:</p>
<blockquote><p>Daf&#252;r br&#228;uchten wir eine unabh&#228;ngige Kommission, die Bewerbungen sichtet und guten Projekten f&#252;r eine  gewisse Laufzeit Geld zuspricht. Zu kl&#228;ren w&#228;re etwa, welche Inhalte der Gesellschaft zu welcher Zeit dienen und welches Medium dabei das effektivste ist. Das Prinzip der Ausschreibung w&#252;rde nicht zuletzt auch der Qualit&#228;tssicherung dienen: Dann k&#246;nnte sich keiner auf den Geb&#252;hren ausruhen. Er m&#252;sste n&#228;mlich bef&#252;rchten, sie bald wieder zu verlieren. Wir k&#228;men zu einem Wettbewerb der besten Inhalte. Die finden sich ja manchmal auch in Weblogs.</p></blockquote>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<div id="attachment_8117" class="wp-caption alignleft" style="width: 184px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/collins.jpeg"><img class="size-full wp-image-8117" title="collins" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/collins.jpeg" alt="asdf" width="174" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Collins: &quot;Dem geb&#252;hrenfinanzierten Rundfunk etwas Geld abnehmen&quot;</p></div>
</div>
<p>Collins will die Rundfunkgeb&#252;hr folglich zu einer Art Kulturf&#246;rderung f&#252;r guten Journalismus umbauen. Eine Kommission soll Gelder auf Zeit vergeben &#8212; etwa nach Art der Bundeskulturstiftung.</p>
<p>Sein Vorschlag besteht aus zwei Teilen: Erstens spricht Collins sich daf&#252;r aus, angesichts der Verschiebungen im Mediensystem ARD und ZDF &#8220;Geld abzunehmen&#8221;. Zweitens m&#246;chte er die Mittel dann in eine medien&#252;bergreifende F&#246;rderung von Qualit&#228;tsjournalismus stecken.</p>
<p>Beim ersten Punkt kann man Collins nur voll beipflichten. Wenn die Bedeutung des Fernsehens sinkt, m&#252;ssen auch die gesellschaftlichen Ausgaben f&#252;r die Produktion von Fernsehinhalten sinken. Mit der steigenden Bedeutung des Internets wird das Mediensystem multipolar und zugangsoffen. In einem solchen Umfeld ist es anachronistisch und unausgewogen, wenn zwei Anbieter gef&#246;rdert werden und alle anderen nicht. Die Privilegierung von ARD und ZDF und die H&#246;he ihrer Mittel stehen im Missverh&#228;ltnis zu den qualit&#228;tsjournalistischen und meinungsbildenden Leistungen, die im Netz auch an vielen anderen Orten gemacht werden. Deshalb geh&#246;rt die Alimentierung von ARD und ZDF reformiert und insgesamt gesenkt.</p>
<p>So deutlich hat das in diesem Land noch niemand &#246;ffentlich gesagt. Schon gar nicht ein ehemaliger Keynote-Speaker einer <a href="http://www.uni-leipzig.de/journalistik2/fileadmin/user_upload/dateien/TV3.0_Flyer.pdf">Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung</a>.</p>
<p>Punkt zwei des Vorschlags ist hingegen zwiesp&#228;ltiger zu sehen. Collins m&#246;chte einen geb&#252;hrenfinanzierten Fonds f&#252;r Qualit&#228;tsjournalismus aufsetzen, dessen Mittel von einer Kommission verteilt werden.</p>
<p>Hieran kn&#252;pft sich an ganzes B&#252;ndel von Fragen: Ist es wirklich erstrebenswert, Journalismus langfristig durch eine Mediensteuer und Kommissionsentscheidungen zu finanzieren? Ist die Begr&#252;ndung, mit der das zunehmend entgrenzte Ph&#228;nomen Journalismus um gesellschaftliche Finanzierung wirbt, wirklich stichhaltig? Wer entscheidet, was f&#246;rdergerecht ist, und auf welcher Grundlage? Und wie wird verhindert, dass die Mittel der Kommission den Wettbewerb nicht unfair verzerren?</p>
<p>Hier sind erhebliche Zweifel angebracht, auch wenn man als Journalist und Blogger aus Eigeninteresse sofort daf&#252;r sein m&#252;sste. Ich bin der Meinung, dass es eine Nachfrage nach gutem Journalismus gibt und dass es marktwirtschaftliche L&#246;sungen geben wird, diesen auch im Internet zu finanzieren.</p>
<p>Es ist kein Grund ersichtlich, warum Journalismus und hochwertige Meinungsbildung im Netz nicht florieren sollten. Die derzeitige Umstruktierungskrise sollte dar&#252;ber nicht hinwegt&#228;uschen. M&#246;glicherweise verliert der Journalismus einige Funktionen andere Institutionen. Das aber w&#228;re nicht in jedem Fall <a href="http://themediabusiness.blogspot.com/2009/04/technology-restores-collective.html">schlecht</a>.</p>
<p>Der autorit&#228;re Kommissions-Elitismus aber, der bestimmt, was genutzt und gef&#246;rdert werden soll, bekommt mit dem Internet ein gro&#223;es Legitmationsproblem. Es erscheint daher eher zeitgem&#228;&#223;, die Mediengeb&#252;hr zu senken, und eine Infrastruktur zu pflegen, die f&#252;r einen offenen, fairen und transparenten Wettbewerb sorgt.</p>
<p>Die <a href="http://carta.info/7325/internet-zdf-peter-frey-steffi-lemke-massenmedien-journalismus/">Beunruhigung</a> der Rundfunkanstalten aber angesichts des Internets d&#252;rfte durch die &#196;u&#223;erungen von Richard Collins eher noch gestiegen sein. Nicht ohne Grund. Auch von ihnen ist nun Wandlungsf&#228;higkeit gefragt.</p>
<div class="box">Hier das komplette Interview mit Richard Collins:</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.epd.de/medien/medien_index_64362.html">Wettbewerb der besten Inhalte</a>&#8221; (epd Medien)</div>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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		<title>Digitale Ahnungslosigkeit: Alte und neue Medien kennen sich gegenseitig nicht</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 20:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass die Macher der alten Medien oft wenig vom Internet verstehen, ist bekannt. Vertretern der neuen Medien geht es umgekehrt aber kaum besser. Die Netz-Evangelisten prahlen mit Reichweite und Netzwerkmacht, w&#228;hrend die Skeptiker zurecht die Frage nach den Ums&#228;tzen stellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/60b5eb00f39861243529bad84af150" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://turi-2.blog.de/2009/04/09/interview2-johnny-haeusler-spreeblick-com-5915092/">Johnny Haeusler</a> hat gut reden: Er empfiehlt Journalisten, die Themen bei ihren Zeitungen nicht unterbringen, diese doch einfach (unter eigenem Namen) zu <strong>bloggen</strong>. Ein sch&#246;ner Vorschlag, zumindest auf den ersten Blick. Die Realit&#228;t in vielen Redaktionen d&#252;rfte so etwas aber gar nicht zulassen, es sei denn, man arbeitet frei.</p>
<p>Damit zeigt sich einmal mehr, dass Blogger zwar viel &#252;ber das Internet und die neuen Medien wissen, aber eher wenig von den <strong>Mechanismen der alten Medien</strong> verstehen. Sehr deutlich wird das auch an einem <a href="http://www.techcrunch.com/2009/04/11/can-the-statusphere-save-journalism/">Artikel von Brian Solis</a> f&#252;r das Blog TechCrunch. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Brian_Solis">Brian Solis</a> ist nicht irgendwer in den USA, ebenso wenig wie das Blog TechCruch.</p>
<p>Dass aber in eben diesem Blog so ein Artikel erscheinen kann, offenbart sehr deutlich, dass nicht wenige der <strong>Experten des Web 2.0 mit einer leichten Hybris den Medienwandel thematisieren</strong>. Bei der Lekt&#252;re kann n&#228;mlich leicht der Eindruck entstehen, es m&#252;ssten nur alle Medienmacher und Journalisten anfangen zu twittern, mit <a href="http://leanderwattig.de/index.php/2009/04/15/facebook-warum-ein-offentliches-profil-fur-ihr-unternehmen-sinnvoll-sein-konnte/">Public Profiles</a> auf Facebook vertreten sein und Beziehungen zu ihren Lesern aufbauen, um im <strong>neuen Zeitalter der digitalen Medien</strong> aufbl&#252;hen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Unterschlagen wird dabei, dass nicht wenige der von ihm genannten Medienkan&#228;le selbst noch gar <strong>kein tragf&#228;higes Gesch&#228;ftsmodell</strong> haben und derzeit auch f&#252;r gute Blogs die Luft (in Sachen Monetarisierung) reichlich d&#252;nn ist. Brian Solis sieht praktisch nur die <strong>Reichweite</strong>, <strong>nicht aber die Umsatzperspektive</strong>. Immerhin: Wie man mit Social Media heute Reichweite erzielt, hat er gut herausgearbeitet. Doch: 350.000 Twitter-Follower f&#252;r Techcrunch bedeuten nicht, dass der klassische Qualit&#228;tsjournalismus kein Umsatzproblem h&#228;tte.</p>
<p>Eine sachgerechte Betrachtung m&#252;sste allerdings auch st&#228;rker hinterfragen, f&#252;r wie viele Menschen ein Medium wie <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/03/19/twitterperspektiven-twitter/">Twitter</a> <strong>langfristig und nachhaltig Relevanz</strong> erlangt. So zeigt eine <a href="http://www.thestrategyweb.com/studie-twitter-bei-deutschen-jugendlichen-unpopulaer">aktuelle Studie</a>, dass Twitter speziell bei Jugendlichen in Deutschland noch kaum bekannt ist.</p>
<p>So weit aber kommen die Bef&#252;rworter der klassischen Medien mit ihrer Kritik an den Ausf&#252;hrungen von Brian Solis gar nicht, weil sie (immer noch) zu wenig von Social Media verstehen. <strong>Die beiden Lager reden also weiterhin sch&#246;n aneinander vorbei, weil sie von der jeweils anderen Seite zu wenig wissen</strong>.</p>
<p>W&#228;hrend aber Blogger und Social Software Geeks dabei wenig bis nichts zu verlieren haben, steht den klassischen Medien ihr <a href="http://carta.info/7325/internet-zdf-peter-frey-steffi-lemke-massenmedien-journalismus/">&#8220;Unbehagen am Internet&#8221;</a> allm&#228;hlich immer schlechter zu Gesicht. Denn bei ihnen geht es um sehr viel <strong>Umsatz, Arbeitspl&#228;tze und Reputation</strong>.</p>
<p>Vielleicht sollten deshalb gar nicht so sehr die Journalisten anfangen zu bloggen, wie Johnny Haeusler meint. Eher sollten deren Manager und Herausgeber mehr praktische Erfahrungen mit dem Internet sammeln und zudem den <strong>Dialog mit Bloggern</strong> suchen. Der Antagonismus zwischen alten und neuen Medien sollte schleunigst &#252;berwunden werden. Denn nur so werden sich f&#252;r die Institutionen der alten Medien tragf&#228;hige Gesch&#228;ftsmodelle im neuen Medium finden lassen &#8212; und einige von ihnen brauchen wir noch.</p>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8002&amp;md5=4025d3189ae57f240ab147cd5e1855a8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>That&#8217;s shift, baby!</title>
		<link>http://carta.info/7404/thats-shift-baby/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 14:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Leisegang</dc:creator>
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		<description><![CDATA["Jede Konferenz badet in sich selbst", meinte Johnny H&#228;usler noch 2007, anl&#228;sslich der ersten re:publica. Und der Organisator f&#252;gte hinzu: "Warum sollten sich die Blogger nicht einmal selbst zelebrieren?" Das Zitat lie&#223;e sich auch auf die dritte Re:publica anwenden. Denn die „digitale Avantgarde“ dreht sich weiterhin um sich selbst und wei&#223; mit der neu gewonnen medialen Macht wenig anzufangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/54ce2fe1421ee4adf1efabcf1b70ce" alt="" width="1" height="1" /><br />
Mehr als 100 Veranstaltungen mit 180 Rednern und 1500 Besuchern – da sollte f&#252;r jeden etwas dabei sein. Im Vordergrund stehen der <strong>rasante Wandel der Medien und die digitale Gesellschaft</strong>. Konkret geht es u.a. um Datenschutz, Urheberrechte, Social Media und Open Source.</p>
<p>Die Fragestellungen des diesj&#228;hrigen Blogger- und Internetkongresses gleichen allerdings den vorangegangenen. Nicht ohne Grund wirken die Diskussionen auf den B&#252;hnen schnell kraftlos. Es finden sich kaum noch Reizthemen, die <strong>Argumente sind l&#228;ngst bekannt und ausgetauscht</strong>.</p>
<p>Thomas Kn&#252;wer kam aus dem &#8220;<a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2088">negativen Staunen</a>&#8221; kaum wieder heraus. Das Medienwandel-Panel zum Beispiel: &#8220;Alte Klischees &#8211; wersolldasalleslesennurjournalistenliefernqualit&#228;tund&#252;berhaupt &#8211; wurden wiedergek&#228;ut.&#8221; Sein Fazit nach dem ersten Tag: &#8220;Die re:publica tollt nicht mehr verr&#252;ckt und unbeschwert durch die Gegend.&#8221; Auch Don Dahlmann <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=177">fand</a> mehr Ratlosigkeit als Aufbruch vor: &#8220;Tats&#228;chlich ist diese gewisse Ratlosigkeit, bei Bloggern wie bei den Vertretern der &#8216;alten&#8217; Medien, omnipr&#228;sent.&#8221; Tagesschau.de wollte dagegen immerhin noch die &#8220;<a href="http://www.tagesschau.de/kultur/republica100.html">digitale Avantgarde</a>&#8221; auf der Konferenz vorgefunden haben.</p>
<p>Auch in diesem Jahr wird vor allem diskutiert, welchen Stellenwert die neuen Medien haben. Im Zentrum steht das Kompetenzgerangel zwischen voranpreschender Notebook-Elite und defensiven Printp&#228;psten. Die Kluft zwischen den Schreiberz&#252;nften wird seit Jahren gepflegt, zugleich Vers&#246;hnung gepredigt. <strong>Die Digital Natives definieren sich &#252;ber Abgrenzung</strong> und der Kongress droht zu der wohlbekannten Bauchnabelschau zu verkommen.</p>
<p>Das erstaunt, schlie&#223;lich sind die Vorz&#252;ge der digitalen Medien hinreichend diskutiert. Matthias Schwenk hat zudem darauf <a href="http://carta.info/7336/shift-happens-nur-wo/">hingewiesen</a>, dass die Zeiten f&#252;r Internet und Social Media gegenw&#228;rtig nicht rosig aussehen. Die entscheidenden Fragen auf dem Kongress m&#252;ssten daher lauten: <strong>Was machen wir mit diesen neuen, m&#228;chtigen Werkzeugen in unseren H&#228;nden?</strong> Wozu nutzen wir sie?</p>
<p><strong>Vor allem &#252;berrascht, dass die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise im Programm des Kongresses nicht vorkommen.</strong> Zwar f&#246;rdert die Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung die Subkonferenz &#8220;Politik 2.0 &#8211; die neuen politischen &#214;ffentlichkeiten im Netz&#8221;. Jedoch dreht sich die Diskussion auch hier vor allem um Netzneutralit&#228;t, Obamas Wahlkampagne und die Blogosph&#228;re in anderen L&#228;ndern.</p>
<p>Somit scheint es, als ersch&#246;pfe sich das Engagement der digitalen Avantgarde in <strong>selbstreferentiellen Meta-Diskussionen und medialen Randthemen</strong>, w&#228;hrend die Uhren weltweit auf f&#252;nf vor zw&#246;lf stehen. Ist das nun der Shift?</p>
<p>Das w&#228;re bedauerlich. Denn gegenw&#228;rtig bietet sich der Blogger-Community eine einmalige Chance. Kapitalismuskrise, Umweltverschmutzung, Krieg und globale Ungerechtigkeit bedrohen die Menschheit weltweit. &#220;berzeugende <strong>nachhaltige L&#246;sungsans&#228;tze sind jedoch rar</strong>.</p>
<p>Derzeit mangelt es allerorten an <strong>politischer und &#246;konomischer Kompetenz</strong>. Die Printjournalisten waren auf die derzeitige Wirtschaftskrise nicht vorbereitet. Es f&#228;llt ihnen schwer, verst&#228;ndlich zu beschreiben, wie es &#252;berhaupt soweit kommen konnte. Niemand vermag zudem darzulegen, wie man die Rezession effektiv bek&#228;mpft oder Alternativen im postneoliberalen Zeitalter aussehen k&#246;nnten. Die Berufsjournalisten der alten Medien m&#252;ssen – beh&#228;big, wie sie sein k&#246;nnen – selbst erst einmal verstehen lernen, was momentan vor sich geht.</p>
<p>Blogger, Micro-Blogger und Social-Media-Experten hingegen k&#246;nnten die vielbeschworene &#8220;Weisheit der Massen&#8221; wirksam einsetzen, um Antworten auf die dr&#228;ngenden Herausforderungen zu finden.  Auf diese Weise lie&#223;e sich eindrucksvoll belegen, dass sie das <strong>Potential der vernetzten Kommunikation</strong> zielgerichtet und <strong>tats&#228;chlich emanzipatorisch</strong> zu nutzen verstehen. Damit w&#252;rden sich auch die Grabenk&#228;mpfe mit den klassischen Medien er&#252;brigen. Die Legitimation der neuen Dialogmedien resultiert dann schlicht aus den &#252;berzeugenden Ergebnissen der digitalen Deliberation.</p>
<p>That&#8217;s shift, baby.<br />
<!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img style="display: none;" src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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		<title>Augsteins Internetbaustelle: Wird der Freitag das n&#228;chste Zoomer.de?</title>
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		<comments>http://carta.info/7025/augstein-freitag-zoomer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 11:59:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
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		<category><![CDATA[der Freitag]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jakob Augstein]]></category>
		<category><![CDATA[Suhrkamp]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[zoomer]]></category>

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		<description><![CDATA[Holtzbrincks Zoomer ist ja schon Geschichte. Augsteins Freitag dagegen hat gerade erst so richtig neu begonnen, inzwischen aber schon &#196;rger mit seinen Bloggern. Was auf den ersten Blick nur nach technischen Unzul&#228;nglichkeiten einer Anlaufphase aussieht, k&#246;nnte ein tief reichendes Kulturproblem sein und das gesamte Projekt in Gefahr bringen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/4e166d649405487401640fb3858833" alt="" width="1" height="1" /><br />
&#214;ffentlich Luft machte zun&#228;chst <a href="http://www.fixmbr.de/das-versagen-des-freitag/">Christian Sickendieck</a> (Fixmbr) seinem &#196;rger. Deutlich moderater folgte ihm <a href="http://sprechblase.wordpress.com/2009/03/24/der-freitag-espresso-mein-community-blog/">Cem Basman</a> (Sprechblase), bevor die Debatte mit einem Beitrag von <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/christianberlin/meine-freitagspause-1-zwischenbilanz">ChristianBerlin</a> direkt auf die Seiten des Freitag fand und zuletzt mit einer “Kritik an der Kritik” von <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/ueber-die-netznomaden-kleine-kritik-an-der-kritik-am-freitag">Jakob Augstein</a> fortgef&#252;hrt wurde.</p>
<blockquote><p>“Sie m&#252;ssen bedenken, dass ich &#8211; und wir alle hier &#8211; aus der Kultur des Printjournalismus kommen.”</p></blockquote>
<p>Mit dieser Aussage belegt Jakob Augstein das ganze Dilemma des Freitag: So gut und einmalig die Idee war (und nat&#252;rlich immer noch ist), die w&#246;chentlich erscheinende Print-Ausgabe im Netz durch ein offenes System von Blogs zu erg&#228;nzen, so schlecht geriet die Umsetzung, weil das n&#246;tige Know How fehlte.</p>
<p>Weiter auf <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/03/26/der-freitag-zoomer/">bwl zwei null</a>.</p>
<p><img src="file:///Users/rml/Library/Caches/TemporaryItems/moz-screenshot.jpg" alt="" /></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 270px"><a href="http://www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/ueber-die-netznomaden-kleine-kritik-an-der-kritik-am-freitag"><img style="border: 1px solid black;" title="Augstein: &quot;Die Kritik geht fehl. Komplett. Sie ist grunds&#228;tzlich falsch.&quot;" src="http://www.freitag.de/der_freitag_blog.gif" alt="http://www.freitag.de/der_freitag_blog.gif" width="260" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Augstein: &quot;Die Kritik geht fehl. Komplett. Sie ist grunds&#228;tzlich falsch.&quot;</p></div>
<p><a href="http://www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/ueber-die-netznomaden-kleine-kritik-an-der-kritik-am-freitag">Hier</a> auch eine Replik von Jakob Augstein zur Kritik am Freitag:</p>
<blockquote><p>Der Freitag ist angetreten, um Leser und Redaktion und Autoren zu einer Community zu vereinen, zu einer Gemeinschaft. Wir wollen dieses Produkt gemeinsam gestalten. Der Anteil von Leser-Texten am Online-Auftritt des Freitag liegt im Moment bei knapp &#252;ber 20 Prozent. taz, Spiegel, Zeit, S&#252;ddeutsche, FAZ haben Anteile, die sich zwischen ein und vier Prozent bewegen. Keine Missvest&#228;ndnisse: Ich zitiere die Statistik nicht aus Zahlengl&#228;ubigkeit. Der Spiegel hat wahrscheinlich zehntausendmal mehr Masse im Netz als wir. Egal. Es kommt auf das Prinzip an. Wir sind sechs Wochen auf Sendung. Und ein F&#252;nftel von unserem Material kommt aus der Community. Das freut mich. Weil wir genau das wollen.<br />
Langsam? Ja. Unperfekt? Ja. Verbesserungsw&#252;rdig? Ja. Aber eben auch einzigartig.</p></blockquote>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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			</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=7025&amp;md5=4076bf7beb9c28ad299248ae2f498fbe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>DFB vs. Blogs: Wenn Vasen wackeln &#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 12:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Kalwa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
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		<category><![CDATA[Jens Weinreich]]></category>
		<category><![CDATA[Theo Zwanziger]]></category>

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		<description><![CDATA[Fu&#223;ballblogs zeigen dem DFB und Theo Zwanziger (Foto) die neue Relativit&#228;t der eigenen Medienmacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man entdeckt Blogs meistens nicht zuf&#228;llig, sondern auf der Suche nach Informationen, die man nicht in den klassischen Quellen findet. Mein Aha-Erlebnis liegt schon eine Weile zur&#252;ck. Es war im Sommer 2005, als es die amerikanische Journalistin Judith Miller vorzog, monatelang ins Gef&#228;ngnis zu gehen, anstatt sich zu einer Zeugenaussage in einem Ermittlungsverfahren zu bequemen, durch das ein ganz besonders infames Beispiel des Machtmissbrauchs der amerikanischen Regierungsspitze aufgekl&#228;rt werden sollte – die Preisgabe der Identit&#228;t der hochrangigen CIA-Mitarbeiterin Valerie Plame. Die allgemeine Informationslage im Mainstream war damals von Zur&#252;ckhaltung gepr&#228;gt, insbesondere bei der <span>New York Times</span>, bei der Miller in Lohn und Brot stand. Das Vakuum war gro&#223;, aber es wurde von einer Reihe von Blogs gef&#252;llt, darunter von dem des Journalismus-Professors <a href="http://journalism.nyu.edu/pubzone/weblogs/pressthink/">Jay Rosen</a> von der Columbia University in New York.</p>
<p>Ich werde das Gef&#252;hl nicht los, dass in der letzten Woche in Deutschland in einem etwas anderen Themensegment und auf etwas niedrigerem Niveau etwas &#228;hnliches passiert ist: Dass viele Menschen, die sich f&#252;r Fu&#223;ball und f&#252;r Sportmedien interessieren, entdeckt haben, <strong>was Blogs leisten k&#246;nnen</strong>. Ich bin mir zwar sicher, dass die Autoren vom <span>Spiegel,</span> die neulich in einem ausf&#252;hrlichen <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,567038,00.html">Artikel</a> &#252;ber das &#8220;<strong>Blog-Entwicklungsland&#8221; Deutschland</strong> gel&#228;stert haben (&#8220;Hier regieren allenfalls Beta-Blogger statt massenmediale Alphatiere&#8221;) diesen Vorgang genauso abtun werden wie das auch in anderen, so genannten Qualit&#228;tsmedien gerne geschieht. Aber ich nehme das schon l&#228;nger nicht mehr ernst. Solche Darstellungen entspringen dem mangelhaften Neugierverhalten in deutschen Redaktionen, wo das Vergn&#252;gen der (fest angestellten) Journalisten daran, sich mit dem eigenen Bauchnabel und dem Status Quo zu besch&#228;ftigen, gr&#246;&#223;er ist als das Interesse daran, die Verschiebung der tektonischen Platten unter ihren eigenen F&#252;&#223;en zu vermessen.</p>
<p>Andere Leute werden trotzdem gesp&#252;rt haben, was da am Wochenende – einem leichten Erdbeben gleich – in der deutschen Medienlandschaft passiert ist. Sie haben gesehen, wie da ein paar Vasen im Regal gewackelt haben, als sie beim Spaziergang durch das alternative Informationsangebot die Geschichte rund um das Vorgehen des Deutschen Fu&#223;ballbundes gegen einen kritischen Journalisten zusammengetragen haben. Das Wackeln k&#246;nnte noch st&#228;rker werden, wenn der Hauptbetroffene, der Kollege Jens Weinreich, die Attacke der DFB-Spitze mit rechtlichen Schritten beantwortet. Denn wenn der Fall eine Gewissheit produziert hat, dann diese: Die Machtmenschen aus Frankfurt, gewohnt nach alten Medienregeln mit der undifferenzierten Kraft eines King Kong herumzuw&#252;ten, haben in diesem (von ihnen ohne Not aufgeworfenen) &#246;ffentlichen Streit ganz schlechte Karten. Sie m&#252;ssen aufgrund ihres eigenen Mangels an Realit&#228;tssinn einen ziemlich starken Imageverlust bef&#252;rchten.</p>
<p>Und alles nur wegen dieser neuen Kommunikationsplattform namens Blogs, die vom Establishment so gerne bel&#228;chelt oder ignoriert werden. <strong>Blogs sollten hiermit dem letzten Skeptiker eine ernsthafte Lektion in Sachen Medienrealit&#228;t erteilt habe</strong><strong>n:</strong> Ohne sie h&#228;tte <a href="http://american-arena.blogspot.com/2008/11/der-gtige-oligarch.html">die ganze Sache</a> nie begonnen, w&#228;re sie nicht &#246;ffentlich abgehandelt worden und w&#228;re die verlogene Kampf- und Kampagnenmentalit&#228;t der DFB-Spitze wohl kaum aufgedeckt worden. Ich wei&#223; nicht, wieviele tausende von Lesern sich auf Blogs wie <a href="http://jensweinreich.de/?page_id=1780">diesem </a>oder <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/dfb-diffamieren-statt-klagen/#comments">diesem</a> oder<a href="http://www.direkter-freistoss.de/2008/11/15/die-lugen-des-dfb/">diesem</a> oder <a href="http://www.allesaussersport.de/archiv/2008/11/15/befreit-theo-zwanziger/">diesem</a> oder meinetwegen auch bei <span>American Arena </span>einen Eindruck von der Geschichte gemacht haben und anschlie&#223;end den Links gefolgt sind, um die Dokumente, die Screenshots, die Argumente und die Kommentare zu verfolgen. Aber ich habe durchaus eine gewisse Vorstellung von der Zahl der Neugierigen und von ihrem Interesse am Thema. Auch hier kamen schlie&#223;lich viel mehr Leser als sonst vorbei.</p>
<p>Das w&#252;rde sich qualitativ kaum messen lassen, w&#252;rde man nur den Mainstream auswerten. Es gab bislang nur Geschichten in der <span><a href="http://www.ftd.de/sport/:Neuer-Prozess-Zwanzigers-Heimspiel/438378.html">Financial Times</a>,</span> der <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/aktuell/1630746_Zwanzigers-verbissener-Kampf.html"><span>Frankfurter Rundschau</span> </a>und ein Kommentar im <a href="http://jensweinreich.de/?p=1811"><span>Deutschlandfunk</span></a>. Und <strong>s</strong><strong>ie alle haben einen entscheidenden</strong> <strong>medienimmanenten Mangel</strong>: So ausf&#252;hrlich und detailliert sie auch sein m&#246;gen, <strong>sie </strong><strong>s</strong><strong>tellen nicht jene Transparenz her</strong>, die durch die Arbeit von Jens Weinreich selbst produziert wurde. Die Argumentation des Landgerichts Berlin gegen Zwanzigers Antrag auf Einstweilige Verf&#252;gung (kann man <a href="http://jensweinreich.de/?p=1437">hier</a> finden). Der Vorfall in Gie&#223;en (Zwanziger wirft einem Journalisten &#8220;demagogische Fragen&#8221; vor) wird <a href="http://jensweinreich.de/?p=1547">hier</a> abgehandelt und verlinkt. Die Frage, ob Weinreich tats&#228;chlich eine irgendgeartete Erkl&#228;rung abgegeben hat, die Zwanziger dazu brachte, von der geplanten Klage abzusehen – kann man anhand dieser <a href="http://jensweinreich.de/?p=1722">Kopie eines Schreibens</a> seines Anwalts sehr viel besser beantworten. Das alles setzt einen neuen Standard f&#252;r Belegarbeit im kritischen Journalismus voraus. Genauso wie die Informationen, die man aus dem <a href="http://www.direkter-freistoss.de/2008/11/06/ich-bin-kein-prozesshansel/">ausf&#252;hrlichen Interview</a> von Oliver Fritsch mit Theo Zwanziger destillieren konnte. Genauso wie Stefan Niggemeiers <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/dfb-diffamieren-statt-klagen/#comments">Analyse</a> der am Freitag von Generalsekret&#228;r Wolfgang Niersbach losgetretenen Kampagne gegen Jens Weinreich.</p>
<p>Ohne diese Arbeit h&#228;tte die Presseerkl&#228;rung des DFB am Freitag vermutlich eine Flut von Agenturberichten und eine beachtliche Resonanz in den Zeitungen ausgel&#246;st. <strong>Welche nicht weiter involvierten Sportjournalisten h&#228;tten schon das Wort des m&#228;chtigen Fu&#223;ballverbands angezweifelt und die infame DFB-Aktion durch eigene Recherchen und Telefonate auseinander gepfl&#252;ckt?</strong> In den USA gibt es ein altes Zitat aus dem Kampf gegen Korruption und Machtmissbrauch, das sehr gut illustriert, <strong>was die neue Medienrealit&#228;t leisten kann</strong> (und in den USA bereits nach Kr&#228;ften leistet, siehe Wahlsieg von Barack Obama): &#8220;<a href="http://www.nysscpa.org/cpajournal/2003/1203/nv/nv2.htm"></a><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Louis_Brandeis"></a><a href="http://thesophist.wordpress.com/2007/06/18/sunlight-is-the-best-disinfectant/">Sonnenlicht ist das beste Desinfizierungsmittel&#8221;</a>. Gepr&#228;gt wurde der Spruch von Verfassungsrichter <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Louis_Brandeis">Louis Brandeis</a>, der damit unter anderem meinte: die glaubw&#252;rdigsten und am meisten respektierten Organisationen arbeiten in einer Atmosph&#228;re bewusster Offenheit. Da wo das nicht geschieht, muss die Transparenz von anderen hergestellt werden.</p>
<p><em>Der Text ist urspr&#252;nglich auf J&#252;rgen Kalwas Blog </em><a href="http://american-arena.blogspot.com/2008/11/wenn-vasen-wackeln.html"><em>American Arena</em></a><em> erschienen und wird hier mit freundlicher Genehmigung des Autors ver&#246;ffentlicht. </em>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=1662&amp;md5=b545b1d6155fef15eb7d58d776977873" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Andrew Keen im zweiten Telekom-Fr&#252;hling</title>
		<link>http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 23:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Andrew Keen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Neil Postman]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor gut einem Jahr hat Andrew Keen sein Buch „The Cult of The Amateur“ in den Vereinigten Staaten ver&#246;ffentlicht. Mit der Ausschlachtung seiner Polemik ist er nun in der deutschen Provinz angekommen – dem Telekomshop „4010“. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/2df268923e3a61ca5c53dd78c50f64" width="1" height="1" alt=""/>
<p style="margin-bottom: 0cm;">M&#246;chte man gerne zu einer Veranstaltung von jemandem gehen, den Markus Beckedahl dr&#252;ben bei netzpolitik.org mit folgenden Worten <a href="http://netzpolitik.org/2008/andrew-keen-und-die-stunde-der-stuemper/" target="_blank">einf&#252;hrt</a>:</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Das Gesch&#228;ftsmodell von Andrew Keen  ist, kulturelle Entwicklungen durch das Internet einfach planlos zu kritisieren, dar&#252;ber Pamphlete zu verfassen und als Kritiker auf Konferenzen eingeladen zu werden. Daf&#252;r gibt es einen Markt …</p>
</blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Sicher nicht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Will man zu einer Veranstaltung  mit einem humorlosen Eiferer gehen, der im nationalen US-Fernsehen <a href="http://www.colbertnation.com/the-colbert-report-videos/91639/august-16-2007/andrew-keen" target="_blank">erkl&#228;rt</a>, <strong>Web 2.0 sei schlimmer als die Nazis</strong>?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schon gar nicht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Man h&#228;tte sich Andrew Keens Vortrag „Die Stunde der St&#252;mper“ am Donnerstagabend eigentlich komplett schenken k&#246;nnen – w&#228;re nicht ausgerechnet die Deutsche Telekom Ausrichterin dieser Inszenierung gewesen. Sie hatte Keen eingeladen, um mal ein bisschen Leben in ihren neuen, auf Jugendhippness getrimmten Flagshipstore in Berlin Mitte zu bringen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Vor gut einem Jahr hat Keen sein Buch „The Cult of The Amateur“ in den Vereinigten Staaten ver&#246;ffentlicht. Mit der Ausschlachtung dieses Werkes ist er nun in der deutschen Provinz angekommen – dem Telekomshop „4010“. Keen durfte dort noch einmal polemisieren, „der <strong>radiakale Individualismus</strong>“ des Internets zerst&#246;re „alle Formen der <strong>kulturellen Autorit&#228;t</strong>“. Das Internet zersetze das bew&#228;hrte &#214;kosystem der Massenmediengesellschaft. Das Web 2.0 sei eine Trag&#246;die, free content eine Katastrophe. Google habe menschliche Informationsarbeit obsolet gemacht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/11/keen5.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1088" title="keen5" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2008/11/keen5.jpg" alt="" width="400" height="264" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: left;"><em>Keen: &#8220;Google has disintermediated the human being.&#8221;</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Keen gefiel sich in der Rolle eines Hasspredigers. Er redete sich derart in Rage, dass er auf jede Zuschauerfrage gef&#252;hlt 20 Minuten antworten musste. Seine Thesen m&#246;gen 2006 eine gewisse Berechtigung gehabt haben. 2008 haben sie angesichts ihrer Pauschalit&#228;t nahezu jede Relevanz verloren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Zurecht monierte sein Publikum, die derzeitige Entwicklung m&#252;sse als <strong>&#220;bergangsphase</strong> gesehen werden – vom Rausch des M&#246;glichen hin zu einer <strong>Kultur der neuen Institutionen</strong>: Das von Keen geforderte Web 3.0 der Experten sei  l&#228;ngst im Entstehen begriffen. Doch neben seinen wenigen konstruktiven Momenten gefiel sich Keen vor allem als Fundamentalkritiker.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Keen ist im Grunde der Neil Postman des Web 2.0</strong>. Als sich in den 80er Jahren kein deutscher Intellektueller fand, der mit einfachen Thesen die Fernsehkritik der 60er Jahre aktualisierte, lud der Buchhandel kurzerhand Neil Postman ein – und machte ihn zu einem hierzulande tonangebenden Exponenten einer popul&#228;ren, aber  unreflektiert normativen Medienkritik.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die Deutsche Telekom &#8211; genauer gesagt, einer ihrer vielen PR-Agenturen &#8211; hat versucht, Keen hier &#228;hnlich einzusetzen. Statt sich mit einer differenzierten Online-Kritik auseinanderzusetzen und ihr eine Plattform zu geben, flog sie lieber den Phrasendrescher aus Amerika ein. <strong>So f&#228;llt der Keen-Auftritt letztlich auf die Deutsche Telekom selbst zur&#252;ck. </strong>Sie leistet sich eine zweifelhaft geschmackvoll ausgestattete „Event-Location“ in Mitte – und bespielt diesen Ort mit einem eifernden Polemiker mit gestrigen Thesen. Im Ergebnis f&#252;gen sich so  die etwas bem&#252;hte Hip-Einrichtung des Ladens und der etwas zu banale Vortrag zu einem Gesamteindruck zusammen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Schade, so  gelingt die Imagewende nicht.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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<a href="http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/">Andrew Keen im zweiten Telekom-Fr&#252;hling</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/1085/andrew-keen-im-zweiten-telekom-fruehling/#comments">6 comments</a>
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