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	<title>CARTA &#187; Bernd Neumann</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 17:47:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>CDU-Mediensprecher warnt vor &#8220;digitaler Schn&#252;ffelei&#8221; durch Leistungsschutzrecht [2. Update]</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 10:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch in der CDU w&#228;chst die Skepsis hinsichtlich eines Leistungsschutzrechts f&#252;r Verlage: Ihr medienpolitischer Sprecher Andreas Krautscheid sagte heute, die Verlage m&#252;ssten nachweisen, dass keine GEZ-&#228;hnlichen Strukturen notwendig seien, um ein solches Recht durchzusetzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/788ce872654c4953b4b2c6d32da9fb18" alt="" width="1" height="1" />Der neue medienpolitische Sprecher der CDU, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Krautscheid">Andreas Krautscheid</a>, hat sich heute zur&#252;ckhaltend zu den Pl&#228;nen eines Leistungsschutzrechts f&#252;r Presseverleger ge&#228;u&#223;ert: Mit dem zus&#228;tzlichen Recht k&#246;nne es zu vermehrter &#8220;digitaler Schn&#252;ffelei&#8221; durch eine zuk&#252;nftige Verwertungsgesellschaft der Verlage kommen, sagte Krautscheid auf einer <a href="http://www.kas.de/wf/de/17.42523/">medienpolitischen Tagung</a> der Konrad Adenauer Stiftung. Er forderte die Verlage auf nachzuweisen, dass es nicht zu neuen komplizierten &#220;berwachungsmechanismen im Stil der bisherigen GEZ kommen werde.</p>
<p>&#8220;Der Eindruck sollte sich nicht verfestigen, dass hier staatlich ein Gesch&#228;ftsmodell geschaffen wird&#8221;, sagte Krautscheid zu seinen ordnungspolitischen Bedenken. Auch die Verlage m&#252;ssten sich im Internet an die anderen Regeln des neuen Mediums halten. Krautscheid zeigte sich nicht &#252;berzeugt, dass die Verlage bereits alle M&#246;glichkeiten f&#252;r neue Gesch&#228;ftsmodelle im Netz ausgereizt h&#228;tten.</p>
<p>Zuvor hatte WAZ-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Christian Nienhaus noch einmal die Forderung der Verlage nach einem Leistungsschutzrecht bekr&#228;ftigt. Innerhalb der CDU ist das Leistungsschutzrecht damit umstritten. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gilt als Verfechter des neuen Verlegerrechts.</p>
<p>Auch innerhalb der Regierungskoalition gibt es offenbar sehr unterschiedliche Einsch&#228;tzungen: Auf der einen Seite steht eine kultur-/medienpolitische Str&#246;mung, die durchaus zu Regulierungsma&#223;nahmen zugunsten der Verlage bereit ist. Auf der anderen Seite stehen eher wirtschaftsliberale Kr&#228;fte, die f&#252;r eine derart weitgehende Lizenzpflicht und Aufhebung des Kartellverbots keinen Anlass sehen.</p>
<p>Krautscheid, der bis M&#228;rz NRW-Medienminister war und im Wahlkampf als CDU-NRW-Generalsekret&#228;r auch in den einen oder anderen Konflikt mit Blogs geraten war, zeigte sich gelassen und programmatisch: &#8220;Das Internet &#228;rgert die Politik, weil es die Defizite der Politik gnadenlos aufdeckt&#8221;, gestand Krautscheid. Die Bem&#252;hungen zur Regulierung des Internets seien h&#228;ufig viel zu langsam und k&#228;men den Nutzern teilweise zurecht &#8220;drollig&#8221; vor.</p>
<p>Krautscheid sagte, er freue sich insbesondere auch auf die Diskussion &#252;ber Netzneutralit&#228;t in den n&#228;chsten Monaten. Hier w&#252;rde n&#228;mlich von vielen Nutzern ein staatlicher Eingriff zur Sicherung von Freiheit gefordert. So gesehen g&#228;be es neue Grundlagen und Blickwinkel, &#252;ber das Verh&#228;ltnis von Staatlichkeit und Internet zu sprechen, so Krautscheid.</p>
<p><strong>Update vom 29.09.2010:</strong> Nun ist auf der Website der Konrad-Adenauer-Stiftung auch die <a href="http://www.kas.de/wf/de/33.20630/">Audioaufzeichnung</a> (55 Min.) der Rede verf&#252;gbar.
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<a href="http://carta.info/34421/cdu-mediensprecher-warnt-vor-digitaler-schnueffelei-durch-leistungsschutzrecht/">CDU-Mediensprecher warnt vor &#8220;digitaler Schn&#252;ffelei&#8221; durch Leistungsschutzrecht [2. Update]</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/34421/cdu-mediensprecher-warnt-vor-digitaler-schnueffelei-durch-leistungsschutzrecht/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=34421&amp;md5=d72221a339467bea73414d133d3841c5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Journalisten sollen nicht f&#252;r Leistungsschutzrechte zahlen m&#252;ssen</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 10:36:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem Treffen von Kulturstaatsminister Neumann und Presseverlegern zeichnet sich ab: Die Regierung schlie&#223;t sich dem Argument an, dass in der digitalen Revolution eine Schutzl&#252;cke f&#252;r Presseverleger geschlossen werden m&#252;sse. Und: Die Branche soll keine Leistungsschutz-Abgaben an sich selbst zahlen m&#252;ssen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a6c6cb8f4e8c47978585f34220c71aee" alt="" width="1" height="1" /> Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat sich am Mittwoch nach einem Treffen mit Vertretern der Presseverb&#228;nde f&#252;r eine &#8220;z&#252;gige&#8221; Umsetzung des im <a href="../../16569/koalition-plant-leistungsschutzrecht-fuer-verlage/">Koalitionsvertrag</a> vereinbarten <a href="../../tag/leistungsschutzrecht/">Leistungsschutzrechts</a> f&#252;r Presseverlage ausgesprochen. Aus der begleitenden <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2010/02/2010-02-24-bkm-leistungsschutz-presseverlage.html">Pressemitteilung</a> gehen drei f&#252;r die weitere Diskussion wichtige Aspekte hervor:</p>
<p>1. <strong>Das Schutzl&#252;cken-Argument</strong>: Neumann schlie&#223;t sich der Sichtweise an, dass Presseverleger urheberrechtlich schlechter gestellt seien als<span> etwa Tontr&#228;gerhersteller, Sendeunternehmer, Filmproduzenten oder Konzertveranstalter. Diese Schutzl&#252;cke f&#252;r die organisatorischen, technischen und unternehmerischen Leistungen der Presseverleger solle geschlossen werden. Derzeit seien die Presseverlage im Internet nicht &#8220;angemessen&#8221; gesch&#252;tzt.<br />
</span></p>
<p><span>2. <strong>Ausnahme-Regel f&#252;r die Branche</strong>: Journalisten und Verlage sollen offenbar selbst von Leistungsschutzrechts-Abgaben ausgenommen werden. Neumann erkl&#228;rte: </span><span>&#8220;Eine gesetzliche Regelung darf aber keine Nachteile f&#252;r Journalisten und andere Urheber bringen.&#8221; Die Branche selbst soll demnach auf die Inhalte der Kollegen und Mitbewerber zugreifen k&#246;nnen, ohne dass neue Schutzrechts-Abgaben zu entrichten w&#228;ren. Diese Regelung gilt &#8211; wie <em>Carta</em> aus Verhandlungskreisen erfahren hat &#8211; als eine Voraussetzung daf&#252;r, dass die Journalistengewerkschaften dem neuen Schutzrecht zustimmen. Neumann best&#228;tigt diese Regel nun durch seine Pressemitteilung indirekt.</span><span> </span></p>
<p><span>3. <strong>Hifestellung in der digitalen Revolution</strong>: F&#252;r Neumann ist das neue Schutzrecht ein probates Mittel, um den Presseverlegern in der digitalen Revolution zu helfen. Er sagte:</span><span> &#8220;Die digitale Revolution stellt die Presseverleger vor gro&#223;e Herausforderungen. Die Bedeutung der Presse f&#252;r die Demokratie kann nicht hoch genug eingesch&#228;tzt werden. Ohne die vielf&#228;ltige Presselandschaft mit anspruchsvollen journalistischen Inhalten w&#228;re das politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben in Deutschland deutlich &#228;rmer. Deshalb ist es wichtig, die Leistungen von Presseverlegern wie die anderer Werkmittler angemessen zu sch&#252;tzen.&#8221;</span></p>
<p><span>Die vollst&#228;ndige Erkl&#228;rung Neumanns <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2010/02/2010-02-24-bkm-leistungsschutz-presseverlage.html">hier</a>.<br />
</span></p>
<p><span>Einen genauen Zeitplan f&#252;r die geplante Gesetzes&#228;nderung gibt es aber nach Informationen von <em>Carta</em> weiterhin nicht.</span></p>
<p><span><br />
</span></p>
<p><em><span>Siehe auch:</span></em></p>
<p><em><a href="http://carta.info/23474/veranstaltungstipp-leistungsschutzrecht-internetwirtschaft/">Veranstaltungstipp: Leistungsschutzrecht &amp; Internetwirtschaft</a></em></p>
<p><strong>Nachtrag</strong>: Interessanter <a href="http://twitter.com/presseschauer/statuses/9620710792">Tweet</a> vom presseschauer: &#8220;<span>I</span>rgendwie ist doch jeder ein &#8220;anderer Urheber&#8221;, der nicht benachteiligt werden darf.&#8221;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=23481&amp;md5=e443af977689680be84e11dc360bffae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bernd Neumann: Kampf f&#252;r &#8220;geistiges Eigentum&#8221; und gegen &#8220;Gratismentalit&#228;t&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/17986/bernd-neumann-kampf-fuer-geistiges-eigentum-und-gegen-gratismentalitaet/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 20:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hat die Bundeskanzlerin heute in ihrer Regierungserkl&#228;rung eigentlich etwas zum Thema Internet gesagt? Sinnvolle Frage. Die Antwortet: Nichts. Das Wort "Internet" kam in ihrer Erkl&#228;rung nicht einmal vor. Das Thema &#252;berlie&#223; sie ihrem Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Der sagte heute im Bundestag:
Wir werden uns f&#252;r ein Urheberrecht stark machen, das Kreative in unserem Land vor der Beeintr&#228;chtigung geistigen Eigentums sch&#252;tzt – sei es durch Mediengiganten wie Google, sei es durch Internetpiraten!
Neumann zeigte sich hiermit wenig geneigt, der Ausgleichs&#38;M&#246;glichkeiten-Rhetorik des Koalitionsvertrags in Sachen Internet zu folgen. Sein Rollenverst&#228;ndnis als Kulturstaatsminister ist augenscheinlich ein anderes: Neumann sieht sich als Verteidiger der guten alten Kulturproduktion, als Bewahrer der klassischen Medienprodutionsverh&#228;ltnisse. Der Staatsminister als Stabilisator.

Im Zuge heraufziehender digitaler Verteilungsk&#228;mpfe m&#246;chte Neumann das Urheberrecht folglich vor allem versch&#228;rfen un]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/713d782f841c45fa80cc52148e0929dd" alt="" width="1" height="1" />Hat die Bundeskanzlerin heute in ihrer Regierungserkl&#228;rung eigentlich etwas zum Thema Internet gesagt? Sinnvolle <a href="http://twitter.com/BoehningB/statuses/5594109229">Frage</a>. Die Antwortet: Nichts. Das Wort &#8220;Internet&#8221; kam in ihrer <a href="http://www.angela-merkel.de/page/102_293.htm">Erkl&#228;rung</a> nicht einmal vor. Das Thema &#252;berlie&#223; sie ihrem Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Der <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_23376/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-10-neumann-aussprache-reg-erklaerung.html">sagte</a> heute im Bundestag:</p>
<blockquote><p><span>Wir werden uns f&#252;r ein Urheberrecht stark machen, das Kreative in unserem Land vor der Beeintr&#228;chtigung <strong>geistigen Eigentums</strong> sch&#252;tzt – sei es durch Mediengiganten wie Google, sei es durch Internetpiraten!</span></p></blockquote>
<p>Neumann zeigte sich hiermit wenig geneigt, der Ausgleichs&amp;M&#246;glichkeiten-<a href="http://carta.info/16863/koalitionsvertrag-internet-schwarz-gelb-medienpolitik/">Rhetorik des Koalitionsvertrags</a> in Sachen Internet zu folgen. Sein Rollenverst&#228;ndnis als Kulturstaatsminister ist augenscheinlich ein anderes: Neumann sieht sich als Verteidiger der guten alten Kulturproduktion, als Bewahrer der klassischen Medienprodutionsverh&#228;ltnisse. Der Staatsminister als Stabilisator.</p>
<p>Im Zuge heraufziehender digitaler Verteilungsk&#228;mpfe m&#246;chte Neumann das Urheberrecht folglich vor allem versch&#228;rfen und nicht anpassen. Er m&#246;chte die alte Medienproduktion im neuen Medium sch&#252;tzen – nicht ein modifiziertes Urheberrecht f&#252;r eine neue Medienproduktion schaffen. Dass Kultur- und Medienproduktion im Internet durch Vernetzung und eine neue Vielzahl von Produzenten entsteht, ist Neumann fremd.</p>
<p>Mit einiger Angriffslust benutzt Neumann den <a href="http://netzwertig.com/2009/11/04/urheberrecht-es-gibt-kein-geistiges-eigentum/">Kampfbegriff</a> des &#8220;geistigen Eigentums&#8221; und stellt Google und &#8220;Internetpiraten&#8221; auf eine Stufe. Das Internet ist bei Neumann: vor allem ein &#196;rgernis, wild gewordene Technik, die es zu domestizieren gilt.</p>
<p>Noch deutlicher als im Bundestag heute kann man dies seiner <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_23376/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-08-neumann-djv.html">Rede</a> vom Sonntag auf dem DJV-Jubil&#228;um entnehmen. Dort sagte Neumann:</p>
<blockquote><p><span>Als Staatsminister f&#252;r Kultur und Medien sehe ich mich prim&#228;r als <strong>Vork&#228;mpfer</strong> und Anwalt f&#252;r den Schutz des <strong>geistigen Eigentums</strong> – die Lobby f&#252;r die Verwerter ist ohnehin stark genug.</span></p></blockquote>
<p>Als &#8220;Vork&#228;mpfer&#8221; der Urheber und Verwerter greift Neumann gerne die Netz-Ressentiments der klassischen Medienindustrien auf. Etwa die Fabel von der &#8220;Gratismentalit&#228;t&#8221; im Internet (Werbefinanzierung ≠ gratis) oder von Googles &#8220;Monopol&#8221;. Der Staatsminister ist n&#228;mlich f&#252;r</p>
<p><span> </span></p>
<blockquote><p><span>den Kampf gegen die &#8220;<strong>Gratismentalit&#228;t</strong>&#8221; im Netz und vor allem auch das Entstehen eines <strong>Informationsmonopols</strong> durch <strong>Google</strong>.</span></p></blockquote>
<p>In seiner Abneigung gegen die &#8220;Gratismentalit&#228;t&#8221; bedauert Neumann sogar indirekt,<span> dass &#8220;Presseprodukte&#8221; im Netz &#8220;gratis von jedermann konsumiert werden k&#246;nnen&#8221;.</span></p>
<p>Neumanns Ausf&#252;hrungen lassen nur einen Schlu&#223; zu: Der Mann ist einfach noch &#252;berhaupt nicht im Netz angekommen. Und er zelebriert diesen Zustand geradezu. Das wird muntere Auseinandersetzungen mit der Justizministerin geben.
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			</a>
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<a href="http://carta.info/17986/bernd-neumann-kampf-fuer-geistiges-eigentum-und-gegen-gratismentalitaet/">Bernd Neumann: Kampf f&#252;r &#8220;geistiges Eigentum&#8221; und gegen &#8220;Gratismentalit&#228;t&#8221;</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/17986/bernd-neumann-kampf-fuer-geistiges-eigentum-und-gegen-gratismentalitaet/#comments">15 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17986&amp;md5=d15da965ded2187ac03a7d95defa5f1d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mediendebatte im Bundestag: Vielfalt, Freiheit, Konvergenz, Quote, Brender</title>
		<link>http://carta.info/5945/mediendebatte-im-bundestag/</link>
		<comments>http://carta.info/5945/mediendebatte-im-bundestag/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 10:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[öffentlich-rechtlicher Rundfunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie debattiert man &#252;ber einen 477-seitigen Bericht? Der Bundestag m&#252;hte sich heute, der Medienpolitik einen Platz zu geben. Zumindest in der Causa Brender fand die Opposition deutliche Worte. ZDF-Verwaltungsratsmitglied Bernd Neumann dagegen keine.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/a58c1560017c660febcac88dea7d64" alt="" width="1" height="1" /><br />
Die Drucksache <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/115/1611570.pdf">16/11570</a> umfasst 477 Seiten &#8211; derart umfangreich ist der Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung aus dem vergangenen November. Er umfasst politische Handlungsfelder von Jugendmedienschutz &#252;ber die Strukturkrise des Qualit&#228;tsjournalismus sowie die Online-Durchsuchung bis hin zum &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wie macht die Politik daraus eine 75-min&#252;tige Debatte? Der Bundestag versuchte sich heute Morgen daran.</p>
<p>Die passende Einleitung zur Debatte fand schlie&#223;lich Lothar Bisky (Die Linke), der als vierter Redner ans Pult trat: Die Medienpolitik sei &#8220;das f&#252;nfte Rad am Wagen&#8221; der Politik, die Zust&#228;ndigkeiten seien heillos verteilt und viele Entscheidungen w&#252;rden in au&#223;erparlamentarischen Zirkeln getroffen.</p>
<p>Der Bundestag lie&#223; sich dennoch nicht beirren, das Thema mit schwankender Qualit&#228;t zumindest zu er&#246;rtern &#8211; wenn er (bislang?) auch nur selten wirklich zust&#228;ndig ist. Es zeigte sich, dass Medienpolitik ein breites und zugleich mit Nachbarfeldern immer st&#228;rker verzahntes Gebilde ist. <strong>Die Konvergenz stellt die alten Regulierungsmodelle infrage, ohne dass die Politik in der Lage w&#228;re, in &#228;hnlicher Geschwindigkeit zu folgen &#8211; mit Ausnahme der Innenpolitik</strong>, die mit Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchung ebenso rasch wie brachial auf das Internet reagiert hat.</p>
<div id="attachment_5962" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/med3.jpg"><img class="size-full wp-image-5962" title="med3" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/med3.jpg" alt="Medienpolitik im Bundestag" width="500" height="274" /></a><p class="wp-caption-text">Medienpolitik im Bundestag: ZDF-Verwaltungsratsmitglied Neumann und die Opposition</p></div>
<p>Der Medienbericht wurde insgesamt positiv aufgenommen. Staatsminister Bernd Neumann sprach von einer wissenschaftlich fundierten &#8220;Zusammenschau der Medienentwicklung&#8221;. Grunds&#228;tzlich konnten dem alle Fraktionen zustimmen. An den erwartungsgem&#228;&#223; eher wagen Zielen und Ma&#223;nahmen des Berichts gab es aber Kritik.</p>
<p>Munter wurde die Debatte, als Wolfgang B&#246;rnsen (CDU) in einer Zwischenfrage forderte, dass es auch beim ZDF &#8220;keinen Schutzraum f&#252;r Journalisten&#8221; geben d&#252;rfe und folglich &#252;ber die schlechten Quoten der ZDF-Heute-Sendungen zu sprechen sei (und damit <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,609830,00.html">l&#228;ngst &#252;berholte Koch-Argumente</a> aufw&#228;rmte). Der angesprochene FDP-Abgeordnete Hans-Joachim Otto nahm die Vorlage gerne auf, um darauf hinzuweisen, dass a) Quote ohnehin nicht die Aufgabe des ZDF sei, sondern Qualit&#228;t und b) es im Fall Brender augenscheinlich nicht um Qulit&#228;t gehe, &#8220;sondern um eine parteipolitische Kiste.&#8221; Auch Fritz Kuhn (Gr&#252;ne) betonte, dass beim ZDF die Staatsferne nicht &#252;berzeugend verwirklicht sei. In Deutschland herrsche ein <strong>Staatskanzlei-Rundfunkwesen</strong>. Lothar Bisky sprach von &#8220;<strong>unappetitlichen Vorg&#228;ngen</strong> beim ZDF&#8221;. SPD, Gr&#252;ne und Linke deuteten in der Debatte an, man k&#246;nne sich eine Reform der Gremien vorstellen. Die Vorschl&#228;ge gingen von ganz wage (SPD) bis hin zu einem &#8220;<strong>Parteienr&#252;ckzugsvertrag</strong>&#8221; (Die Linke).</p>
<p>Die Causa Brender war durchaus pikant f&#252;r Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), der den Bericht eingangs der Debatte im Stil einer Festrede vorgestellt hatte. Neumann ist selbst Mitglied des ZDF-Verwaltungsrates. Er wollte sich weder zu den Vorg&#228;ngen um Brender noch auf eine Nachfrage hin &#228;u&#223;ern, inwieweit die Politik vom ZDF hohe Quoten erwarte. Der Staatsminister machte ohnehin den Eindruck, dass er &#252;ber seine Sprechzettel hinaus nur wenig zur Debatte beitragen wollte.</p>
<div id="attachment_5961" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/med2.jpg"><img class="size-full wp-image-5961" title="med2" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/03/med2.jpg" alt="MdB B&#246;rnsen: Keine Freir&#228;ume f&#252;r ZDF-Journalisten" width="500" height="295" /></a><p class="wp-caption-text">MdB B&#246;rnsen: Keine Schutzr&#228;ume f&#252;r ZDF-Journalisten</p></div>
<p>Die Parteien legten erwartungsgem&#228;&#223; sehr unterschiedliche Schwerpunkte: Bei der CDU dominierte der Stolz auf das Erreichte und die Sorge um die <strong>abnehmende Orientierungsfunktion</strong> einer zersplitternden Medienlandschaft. Die SPD betonte noch einmal ihre Unterst&#252;tzung f&#252;r die &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und die Sorge um Konzentration im Mediensektor. Stolz ist die Regierung ganz besonders auf den &#8220;<a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2008/10/2008-10-29-bkm-computerpreis.html">Deuschen Computerspielepreis</a>&#8220;, der Ende M&#228;rz erstmals von der Regierung vergeben wird.</p>
<p>Die FDP forderte die Abschaffung der &#8220;Schn&#252;ffelbeh&#246;rde GEZ&#8221;, mehr Wettbewerb im Breitband-Internet und pr&#228;zisere Haftungsregelungen im Internet (etwa bei Links und Suchmaschinen, dazu in einigen Tagen auf <em>Carta</em> mehr). Die Gr&#252;nen wandten sich gegen Online-Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung als &#8220;<strong>Anschl&#228;ge auf die Rundfunk- und Medienfreiheit</strong>&#8220;. Die Linke forderte ein staatliches Breitbandnetz, ein Urheberrecht, das Kreativen und nicht vornehmlich Konzernen n&#252;tzt, sowie eine Begrenzung der kommerziellen Logik im Mediengesch&#228;ft.</p>
<p>&#220;ber einige Positionsbestimmungen ging die Debatte nicht hinaus, was an der Breite des Berichts und an der fehlenden Beschlussgrundlage gelegen haben mag. Der Medienpolitik fehlt es aber auch an einem echten Ort der Entscheidung und vielleicht auch an dem einen oder anderen wirklich mitrei&#223;enden Medienpolitiker.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Einen sehr pr&#228;gnanten Beitrag zur Debatte um &#246;ffentlich-rechtliche Qualit&#228;t schenkte uns diese Woche Holger Kreymeier, &#8220;<a href="http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/NDR-schasst-Macher-der-Kampagne-Dafuer-zahl%92-ich-nicht_82634.html">die Elke Heidenreich des NDR</a>&#8220;.</p>
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<a href="http://vimeo.com/3473986">Kreymeier: &#8220;Daf&#252;r zahl&#8217; ich nicht&#8221;</a><a href="http://vimeo.com"></a>.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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