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	<title>CARTA &#187; Autoren</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 16:49:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Abgelehnt? Egal</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 11:18:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michel Reimon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<description><![CDATA[Lange habe ich dieses Thema mit mir herumgetragen. Habe es mit Verlagen diskutiert, habe mit Agenten &#252;ber das Pro und Contra gestritten, wurde von Schreibblockaden erfasst. Jetzt ist es endlich raus. &#220;ber das Verfertigen und Verlegen von B&#252;chern im digitalen Zeitalter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ein sehr nettes Email aus einem sehr guten Verlag bekommen. Die Lektorin, die sich f&#252;r mein schon 2009 auf CARTA vorgestelltes Buchkonzept “<a href="http://carta.info/13280/postjournalistenblues/">Postjournalismus</a>” interessiert hat, sagt bedauernd ab. In der Verlagskonferenz hat sie f&#252;r das Projekt keine Mehrheit bekommen, den meisten erschien die Zielgruppe zu klein. Das &#252;berrascht mich etwas: Mein angedachtes Publikum sind nicht ein paar JournalistInnen und PublizistikstudentInnen, sondern alle, die Medien konsumieren. Also alle, die B&#252;cher kaufen. Das habe ich im Konzept offensichtlich nicht genug herausgestrichen, da habe mich nicht gut genug vermarktet. Ich k&#246;nnte das besser argumentieren, beim n&#228;chsten Verlag. Ich k&#246;nnte, aber ich will nicht. Ich werde selbst publizieren. Ohne Verlag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Autorenschicksal</strong></p>
<p>Um nicht missverstanden zu werden: Das Verhalten des Verlags geht vollkommen in Ordnung. Die Buchbranche hat geringe Spannen und ist finanziell riskant. Die Menschen geben nicht unendlich viel Geld f&#252;r B&#252;cher aus, es herrscht, wenn man so will, eine gewisse Knappheit an K&#228;uferInnen. Es gibt wenige Bestseller und sehr, sehr viele Ladenh&#252;ter. Jeder Verlag muss beinhart kalkulieren, wer sich zu oft verlegerische Liebhaberprojekte leistet, ist bald erledigt. Abgelehnt zu werden geh&#246;rt daher zum Leben eines Autors. Ich habe vermutlich f&#252;nf Mal mehr Konzepte <a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;url=search-alias%3Daps&amp;field-keywords=michel+reimon&amp;x=0&amp;y=0">als B&#252;cher geschrieben</a>, abgelehnte Konzepte f&#252;llen meine Festplatte. Ich habe mich gerade wieder durchgew&#252;hlt. Immer noch spannend w&#228;re z.B. eine journalistische Zusammenfassung globalisierungskritischer Finanzmarkt- und Demokratiekritik: “Kokain f&#252;r das Volk – Warum die Reichen immer Reicher werden und das Stimmvieh f&#252;gsam bleibt”. Das Konzept ist von 2003. Schade drum, wenn man sich die aktuellen Entwicklungen ansieht. Ich h&#228;tte es schreiben sollen.</p>
<p><strong> </strong></p>
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<p><strong>Netzwerke der Macht</strong></p>
<p>Damals habe ich zwei Konzepte bei meinem damaligen Verlag<em> Ueberreuter</em> angeboten. “Kokain f&#252;r das Volk” und “Netzwerke der Macht”. In Letzterem sollte es irgendwie um das Internet und Politik gehen und wie sich die beiden beeinflussen: Urheberrecht, &#220;berwachung, E-Voting, all das sollte da eine Rolle spielen. Mich faszinierte eine Aussage von Mark Getty, dem Erben der &#214;l-Dynastie, der sein Erbe verkaufte und das Geld in eine Fotoagentur steckte, in visuelle Information: “Information ist das &#214;l des 21. Jahrhunderts”, sagte Getty. Genauere Vorstellungen vom Inhalt des Buches hatte ich nicht, Detailkonzept schon gar keines. Ich wusste nicht, was ich sagen wollte, au&#223;er: Das Internet wird extrem wichtig f&#252;r die Politik und alles ver&#228;ndern. Was alles? Das konnte ich nicht in klare Worte fassen. Warum? Auch nicht. Wie? Schon gar nicht.</p>
<p>Dem Verlag gefiel die Idee aber und man vertraute mir, dass ich das schon schaffen w&#252;rde. Das Buch wurde f&#252;r Herbst 2004 in den Katalog ger&#252;ckt, die VertreterInnen priesen es den Buchh&#228;ndlerInnen an, und weil sich das “Schwarzbuch Privatisierung” zu diesem Zeitpunkt ganz gut verkaufte, gab es auch ordentlich Vorbestellungen.</p>
<p>Nur: Ich scheiterte. Komplett. Brachial. Vollst&#228;ndig. Ich habe keinen brauchbaren Satz geschrieben. Ich sa&#223; monatelang vor meinem Monitor, recherchierte, dachte, und kam zu nichts. Ich hatte das Gef&#252;hl, die gr&#246;&#223;te Geschichte der n&#228;chsten 100 Jahre vor mir zu haben, und sie schlicht und einfach nicht zu verstehen. Ich sah Puzzlesteine: Den Kampf der Musikindustrie gegen illegale Downloads, den Aufstieg von Google aus dem Nichts, die Koordination der globalisierungskritischen Proteste &#252;ber Websites wie Indymedia. Aber es ergab kein zusammenh&#228;ngendes Bild, keine Geschichte, deren Komplexit&#228;t ich reduzieren und irgendwie in Worte fassen konnte.</p>
<p>Es war unendlich schwer, bei <em>Ueberreuter</em> anzurufen und zu sagen, dass ich das Buch nicht abgeben w&#252;rde. Aber irgendwann war es unausweichlich. F&#252;r den Verlag war es &#252;brigens gar nicht sooo schlimm, das kommt immer wieder mal vor. F&#252;r mich war es eine pers&#246;nliche Niederlage.</p>
<p><strong> </strong></p>
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<p><strong>Ein Irrtum</strong></p>
<p>Der Termin verstrich, aber ich wollte nicht aufgeben. Ich wollte es anders angehen: Als Roman. Wenn ich beim Sachbuch scheitere ist ein Roman zu dem Thema sicher leichter, dachte ich. Die Idee war simpel: Eine Rockband wird von einem Musikkonzern wegen einer obskuren Copyright-Verletzung geklagt und wehrt sich dagegen, indem sie an die &#214;ffentlichkeit geht und ihre Konzerte in Proteste verwandelt. Ein Bandmitglied bloggt und erkl&#228;rt in diesem Blog die Geschichte des Copyrights und warum das politisch wichtig f&#252;r uns alle ist. Straight und einfach. Arbeitstitel: Incommunicado. Und wieder kam ich mir selbst in die Quere: Jede Kleinigkeit, die ich recherchierte, erforderte noch etwas eingehendere Betrachtung. Man kennt das ja als Journalist, aber ohne Abgabetermin und L&#228;ngenvorgabe gibt’s pl&#246;tzlich keine Grenze.</p>
<p><strong> </strong></p>
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<p><strong>#incommunicado</strong></p>
<p>Das Copyright war urspr&#252;nglich ein Instrument staatlicher Kontrolle &#252;ber Druckwerke, ein Zensurinstrument, auch ein Instrument der Inquisition. Sehr spannend. Ich recherchierte auch ausgiebig die Entstehung der Musikwirtschaft: Es war Joseph Haydn, der seinen gut bezahlten Job bei seinen Eisenst&#228;dter M&#228;zenen, den Esterházys, aufgab, um in London Konzerte gegen Eintritt zu geben – vom livrierten Diener zum Unternehmer. Was f&#252;r eine tolle Geschichte, die den ganzen Untergang des Feudalismus beinhaltet. Dann die Geschichte des Radios, von dem Bert Brecht tr&#228;umte, es w&#252;rde alle Menschen zu Sendern machen und ein akustisches soziales Netzwerk bilden… bekommen haben die Deutschen dann den Volksempf&#228;nger und die Reden des F&#252;hrers. Was f&#252;r eine Mahnung! Oder die Geschichte von Walt Disney, der sein ganzes Imperium mit kopierten Ideen aufbaute… Oder die Entstehung der europ&#228;ischen Universit&#228;ten: B&#252;cher waren lange Zeit seltene, sehr wertvolle Gegenst&#228;nde. Pergament, das Schreibmaterial f&#252;r Jahrhunderte, war lange haltbar, aber auch extrem teuer, so teuer, dass es oft abgeschabt und wiederverwendet wurde. Die italienischen Kaufleute mussten viel schreiben, also entwickelten sie eine billige Alternative: Papier. Das konnte sich fast jeder leisten. Bei Vorlesungen wurde damals genau das gemacht: Vorgelesen. Jemand, der ein Buch besa&#223;, las es den anderen vor. War das Buch ein Aristoteles, so war es eben eine Aristoteles-Vorlesung. Die Erfindung von Papier f&#252;hrte nun dazu, dass Studenten es sich leisten konnten, mitzuschreiben. Zu kopieren. Sa&#223;en in einer Vorlesung f&#252;nf mitschreibende Studenten, so gab es danach eben f&#252;nf Kopien. Diese Studenten konnten dann an eine andere Universit&#228;t gehen und dort  eine Vorlesung halten. Dann wurde wieder kopiert. Und in der n&#228;chsten Stadt wieder. Professoren und Studierende zogen bald &#252;ber den ganzen Kontinent, lasen vor und schrieben ab. Aus der Knappheit der Pergamentkultur wurde der &#220;berfluss der Papierkultur. Das Resultat war die Renaissance. Eine sch&#246;ne Geschichte, oder?</p>
<p><strong> </strong></p>
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<p><strong>Und dann.</strong></p>
<p>&#220;ber vier Jahre habe ich an dem Roman geschrieben, viel schwerer als die Recherche war noch, das alles in eine leicht lesbare Handlung einzuf&#252;gen. Mehr als vier Jahre Nachtschichten und Wochenenddienste am heimischen Schreibtisch. Dann, irgendwann 2009, war ich fertig und suchte einen Verlag. Ich fand relativ schnell eine M&#252;nchner Literaturagentur, die mich unter Vertrag nahm. Die Agentur hatte gute Referenzen, die Agentin klang zuversichtlich. Ich machte mir keine Sorgen, dass das Buch bald erscheinen w&#252;rde.</p>
<p>Und dann kamen die Gr&#252;nen und boten mir an, als Spitzenkandidat in die Landtagswahl in meinem Heimatbundesland Burgenland zu ziehen. Ich wurde Politiker. Das hatte viele unterschiedliche Nebenwirkungen auf mein Leben, eine davon war ein Anruf meiner Agentin: “B&#252;cher von aktiven Politikern verkaufen sich meistens schlecht”, sagte sie, “aber Romane von Politikern verkaufen sich gar nicht. &#220;berlegen Sie doch mal: W&#252;rden Sie einen Roman von einem Politiker kaufen?” Das Argument hat was. Nein, w&#252;rde ich vermutlich nicht. Ich habe keinen in meinen Regalen. In den Monaten danach habe ich noch vier andere Verlage gefragt. Zwei haben mir dieselbe Auskunft gegeben. Zwei haben sich nicht gemeldet. Aber das war auch nicht mehr n&#246;tig. Daher habe ich mich vor etwa eineinhalb Jahren an Robin Meyer-Lucht gewandt, wir haben Pl&#228;ne gew&#228;lzt, wie das Buch auf Carta zu publizieren w&#228;re und wollten experimentieren. Dazu kam es leider nicht mehr. Aber das Wiedererscheinen von Carta ist ein gutes Omen f&#252;r das, was ich nun vorhabe.</p>
<p><strong> </strong></p>
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<p><strong>Das Business…</strong></p>
<p>Mark Getty hatte Unrecht. Information ist nicht das &#214;l des 21. Jahrhunderts. &#214;l ist knapp, im &#246;konomischen Sinne. Wer eine Tonne f&#246;rdert, kann nur eine Tonne verkaufen. Information ist nicht knapp: Wenn ein Satz einmal geschrieben ist, kann er Millionen mal gelesen werden. Dann ist er im &#220;berfluss vorhanden. Knapp sind Datentr&#228;ger, also Schallplatten, B&#252;cher, Fotopapier. Was passiert, wenn Information und knapper Datentr&#228;ger nicht mehr zwingend eine Einheit sind, hat die Musikbranche erlebt. Musik im &#220;berfluss ist der Tod der Industrie. Getty k&#228;mpft aus genau diesem Grund beinhart um seine Urheberrechte und mahnt ab, was das Zeug h&#228;lt. Er verknappt Information mit Hilfe des Rechts. Die Buchindustrie geht einen &#228;hnlichen Weg: die meisten Leseger&#228;te verf&#252;gen &#252;ber ein strenges Rechte-Management. Im deutschsprachigen Raum ist der Preis von eBook-Ausgaben au&#223;erdem streng reglementiert.</p>
<p>Mir ist das ehrlich gesagt zuwider: Ich schreibe doch nicht, damit ich Information verknappe. Vor allem macht es aus der Sicht eines Autors &#246;konomisch keinen Sinn: Klar, jeder tr&#228;umt von einem Bestseller, aber wenn man von durchschnittlichen Verkaufszahlen ausgeht, dann verdient ein Autor an einem Roman einen Betrag im niedrigen einstelligen Tausender-Bereich. F&#252;r viereinhalb Jahre Nachtarbeit ist das eine l&#228;cherliche Summe, eine irrelevante Summe.</p>
<p>AutorInnen verdienen am Besten mit Lesungen oder – im Falle von Sachb&#252;chern – mit Seminaren, Vortr&#228;gen und Beratungen. Sie verkaufen dann ihre pers&#246;nliche Arbeitszeit. Die ist n&#228;mlich sehr knapp und gut vermarktbar. Fragen Sie Charlotte Roche.</p>
<p>Ich verrate ein kleines Branchen-Geheimnis: Wenn Sie vom Schreiben leben wollen, fragen Sie sich nicht, wie viele Leute Ihr Buch kaufen werden. Fragen Sie sich, welche Lesungen, Vortr&#228;ge und Seminare Sie anbieten k&#246;nnen. Aber zu allererst fragen Sie sich, ob Sie Ihren Text auch schreiben w&#252;rden, wenn Sie daf&#252;r keinen Cent bekommen. Diese Chance ist n&#228;mlich sehr real.</p>
<p><strong> </strong></p>
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<p><strong>…und der Plan</strong></p>
<p>Der Roman #incommunicado ist nicht der eigentliche Output der Arbeit an dem Manuskript. Inzwischen sind fast sieben Jahre vergangen, und ich wei&#223; jetzt, was in “Netzwerke der Macht” stehen h&#228;tte sollen. Ich habe eine Antwort auf meine Fragen von damals und wei&#223; jetzt, was ich in Zukunft schreiben <em>will</em>. “Postjournalismus” ist nur das erste Resultat davon, ich m&#246;chte damit noch ein paar Thesen testen. Es wird ein zweites Buch folgen, in dem es um die Organisation der Gesellschaft im Informationszeitalter geht.</p>
<p>Aber ganz ehrlich, ich kann schon die Verlage h&#246;ren, wie sie sagen: Interessantes Thema, aber wir wissen nicht, ob der Markt gro&#223; genug ist.<br />
Leute, es ist mir egal. Ich <em>will</em> das schreiben und ich <em>werde</em> es schreiben. Ich glaube, es gibt Menschen, die das lesen und diskutieren werden wollen. Diese Leute sind ein Publikum – ob sie eine &#246;konomisch relevante Zielgruppe sind, wei&#223; ich nicht und interessiert mich nicht. Das war eine wichtige Frage, solange der Buchvertrieb eine klassische Industrie war, mit knappen Produkten, knappen Vertriebskan&#228;len (Regalplatz in Buchhandlungen! Da kommt nicht jeder rein…) und knappen Marketing-Ressourcen (Zugang zu Rezensionen in klassischen Medien).</p>
<p><strong> </strong></p>
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<p><strong>Abgelehnt? Hahaha.</strong></p>
<p>Das ist l&#228;ngst anders: Wir leben im &#220;berfluss. eBooks, Books-on-Demand und Amazon erlauben den Direktkontakt mit den LeserInnen, das Netz erlaubt den Vertrieb und die Vermarktung ohne Zwischenstationen. “Die Menschen geben nicht unendlich viel Geld f&#252;r B&#252;cher aus, es herrscht eine gewisse Knappheit an K&#228;uferInnen”, habe ich oben geschrieben. Das stimmt. Aber das Internet zeigt: Es herrscht &#220;berfluss an LeserInnen. Wir k&#246;nnen publizieren, was wir wollen, das Publikum entscheidet, was es lesen will. Die einzige Knappheit die bleibt, ist die Aufmerksamkeit. Man kann nicht alles lesen. Ein 580-Seiten-Buch kann daran scheitern.</p>
<p>Aber dennoch: Ein Manuskript abzulehnen und in Schubladen vergilben zu lassen – das ist ein altes Konzept. Das hat keine Zukunft. Ich will meine Arbeit diskutieren, mit m&#246;glichst vielen Menschen. Ich werde also erst “#incommunicado” selbst publizieren und dann “Postjournalismus” und dann geht’s weiter. Selbst publizieren hei&#223;t auch, dass ich &#252;ber die Bedingungen entscheide.</p>
<p>Bei #incommunidado hei&#223;t das: Ich publiziere es kostenlos. Warum? Weil es ein politisches Buch ist, &#252;ber ein Thema, das mir wichtig ist. Weil ich jetzt hauptberuflicher Politiker bin, von der Bev&#246;lkerung ganz gut bezahlt daf&#252;r, dass ich Politik mache und mich f&#252;r Themen einsetze, die mir wichtig sind. Und weil in den n&#228;chsten Wochen und Monaten <a href="http://www.stopp-acta.info/deutsch/fakten/acta+im+detail/acta+im+detail.html">ACTA</a> zur Abstimmung im Europaparlament ansteht. Ein Abkommen, das unter dem Deckmantel des „Schutzes geistigen Eigentums“ eine massive Kontrolle des Datenverkehrs im Netz bedeuten w&#252;rde. Ein Abkommen, das sich die Gro&#223;konzerne der Medienindustrie auf Kosten der Demokratie erkaufen. Ein Abkommen, das wir verhindern m&#252;ssen.</p>
<p>#incommunicado ist ein Roman. Er soll spannend zu lesen sein und unterhalten. Und wenn er dazu noch einen Beitrag zur Diskussion &#252;ber digitale B&#252;rgerrechte leistet, bin ich zufrieden.</p>
<p>In diesem Sinne: Viel Spa&#223; beim <a href="http://reimon.net/">Download</a>.</p>
<p><em>P.S.: In den ersten Stunden nach der Ver&#246;ffentlichung des Manuskripts als PDF haben Leser bereits f&#252;nf eBook-Versionen des Buches erstellt. Faszinierend.</em></p>
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		<title>Die R&#252;ckkehr des Autorenjournalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 15:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Opas Kino endlich tot war, begann die gro&#223;e Zeit des Autorenfilms. Jetzt stirbt Opas Presse. Und schon wird ein Revival des Autorenjournalismus prophezeit. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/a5739bb2a2dea2c7332f20dcc198d0" width="1" height="1" alt=""/></p>
<p class="MsoNormal"><span>F&#252;r meinungs- und profilstarke Autoren brechen goldene Zeiten an. Sagen Leute, die es wissen m&#252;ssen. Etwa </span><a href="http://www.nybooks.com/articles/22960">Michael Massing</a><span> in der „New York Review of Books“. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span><span>Ja, es k&#246;nnte so kommen. Und zwar genau in dem Augenblick, in dem die Leser die Lust verlieren, komplette Redaktionsprodukte (Zeitungen, Zeitschriften) zu kaufen, obwohl sie nur an den Geschichten ganz bestimmter Autoren interessiert sind. Das gute alte Wundert&#252;ten-Prinzip der Magazine wird dann ebenso abdanken m&#252;ssen wie der Anspruch der Tageszeitungen, eine Art Generalanzeiger f&#252;r jeden Geschmack und jedes Ressort zu bieten. <strong>Die Premium-Leser der Zukunft</strong></span><span> <strong>werden sich ihre Lieblingsautoren in Form eines t&#228;glichen Online-Magazins aufs Apple-Fr&#252;hst&#252;cks-</strong><strong><a href="http://www.chip.de/news/Apple-Kommt-das-Tablet-schon-im-September_37415828.html">Tablet</a></strong><strong> servieren lassen.</strong></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Diese Leser m&#252;ssen dann nicht mehr Herrn Joffe mitfinanzieren, wenn sie Herrn Naumann lesen wollen. Sie sparen sich die graumelierten Leitartikel der FAZ, weil sie mit „Don Alphonso“ hochzufrieden sind. Und sie m&#252;ssen nicht mehr die Wirtschaftskommentare der SZ als unvermeidliche Kr&#246;ten schlucken &#8211; nur weil sie Alex R&#252;hle oder Franziska Augstein als SZ-Autoren sch&#228;tzen. Die Leser der Zukunft werden sich ihr pers&#246;nliches Autorenblatt zusammenstellen, das ganz bestimmte Blogger, investigative Reporter, Feuilletonisten, Analytiker, Humoristen, Kolumnisten und Experten enth&#228;lt.<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Doch ganz so weit sind wir (hierzulande) noch nicht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Zwar stellte eine </span><a href="http://www.fnst-freiheit.org/webcom/show_article.php/_c-449/_nr-1011/printmode-true/i.html">Medientagung</a><span> der Friedrich-Naumann-Stiftung bereits im November 2007 fest, dass es eine „Renaissance des Autorenjournalismus in den klassischen Medien“ gibt &#8211; ausgel&#246;st durch die profil- und meinungsstarken Blogs im Internet. Doch bislang h&#228;lt sich die Renaissance in Grenzen. W&#228;hrend die FAZ oder das Magazin „Cicero“ erste Ans&#228;tze zum Autorenjournalismus erkennen lassen, konzentrieren sich andere, etwa die „S&#252;ddeutsche Zeitung“ oder der „Spiegel“, auf den Ausbau investigativer Recherche-Teams. Beides hat seine Logik, und aus beiden Ans&#228;tzen (Autorenjournalismus, Recherchejournalismus) k&#246;nnte sich off- und online etwas Sinnvolles entwickeln. Verlieren werden jedoch jene, die ihr Gl&#252;ck nur in so genannten „Newsrooms“ suchen, in Nachrichtenkommandozentralen und Gro&#223;raumb&#252;ros, die im dezentral organisierten Netz keine &#220;berlebenschance besitzen. Alles Austauschbare und Durchgekaute, alles hundert Mal Gefilterte und Glattgeb&#252;gelte wird zum Beiwerk f&#252;r Glanzst&#252;cke und Kn&#252;ller.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Solchen Autorenjournalismus (f&#252;r dessen Online-Version etwa </span><a href="http://www.pressebox.de/pressemeldungen/heise-medien-gruppe-gmbh-co-kg/boxid-160732.html">Florian R&#246;tzer</a><span> und </span><a href="http://www.stilstand.de/archives/tag/autorenjournalismus">Klaus Jarchow</a><span> eintreten) gibt es seit 100 Jahren. Er begann mit Egon Erwin Kisch, Kurt Tucholsky und Karl Kraus (dessen Weblog seinerzeit „Die Fackel“ hie&#223;). In den 60er und 70er Jahren wurde der Autorenjournalismus dann durch Tom Wolfe, Gay Talese, Truman Capote und Hunter S. Thompson </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/New_Journalism">erneuert</a><span> &#8211; und trieb schlie&#223;lich in den 80er und 90er Jahren eine Sp&#228;t- und Sumpfbl&#252;te hervor, die sich in allerlei </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Popjournalismus">pop-journalistischen</a><span> Magazinen wie Tempo und Wiener, in Lifestyle-Journalen, die den Tageszeitungen beilagen und in zahllosen Kolumnen ausbreitete wie eine ansteckende Krankheit.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Die Abneigung der brav vor sich hin schrubbenden Redaktions-Kollektive gegen die eitle Selbstbespiegelung solcher „Star-Schreiber“ wuchs. Ihr Sonderstatus brachte die Psychodynamik des ganzen Teams durcheinander und den Flurfunk zum Kochen. Das schadete der Truppenmoral und dem Gesch&#228;ft. Und so wichen die ausgebremsten Autorenjournalisten immer mal wieder ins B&#252;cherschreiben aus.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Dann kam das Internet! Und in diesem riesigen redaktionsfreien Selbstdarstellungsraum konnten pl&#246;tzlich alle, die in ihren Kollektiven feststeckten wie nasse S&#228;cke in aufgeschichteten Hochwasserdeichen, ihr unterdr&#252;cktes Ego wunderbar ausleben – und zwar in Echtzeit!<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Da die Chefredaktionen das Internet f&#252;r eine Idiotenerfindung hielten, hatten sie nichts dagegen. Im Gegenteil. Sie<span> </span>lie&#223;en ihre egost&#228;rksten Narren (zum Vorkosten) ins Netz: </span><a href="http://www.medienhandbuch.de/news/ich-habe-gerade-einen-neuen-zweijahresvertrag-unterschrieben-bei-soviel-geld-konnte-ich-einfach-nicht-nein-sagen-haetten-sie-auch-nicht-gekonnt-interview-mit-matthias-matussek-exklusiv-13131.html">Matthias Matussek</a><span> beim „Spiegel“, Harald Martenstein bei der „Zeit“, Mathias Br&#246;ckers und Joachim Lottmann bei der „taz“. Und als sich das Netz wider Erwarten als h&#246;chst attraktiver Spielplatz erwies, folgten die Feuilletonisten und Wissenschafts-Entertainer. Und ganz zum Schluss trauten sich sogar die &#252;blichen Feiglinge ins Netz: die Politik- und Wirtschaftsredakteure.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Die allerdings haben es nicht leicht im Handgemenge mit kritischen und nickeligen Lesern. Warum? Nun, das Netz hat l&#228;ngst aus eigener Kraft und ohne viel Geld unverwechselbare Autoren hervorgebracht. Es gibt heute eine ganze Reihe exzellenter Seiten und Blogs, die man nur wegen der Autorin bzw. des Autors liest. Diese reinen Online-Gew&#228;chse sind meist sehr viel profilierter, mutiger, hartn&#228;ckiger, witziger und auch sachkundiger als die, die aus den klassischen Medien ins Netz gefallen sind und nun als Absolute Beginners ihre Sporen erst noch verdienen m&#252;ssen.<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span><strong>Das hei&#223;t: Der soeben anlaufende Wettbewerb der Autoren (Quereinsteiger versus Urgesteine) wird Opas Presse noch etwas schneller sterben lassen als ohnehin zu erwarten ist.</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Aber wenn dann in einigen Jahren Millionen selbstbewusster, profilstarker Autorenjournalisten im Netz ihr Unwesen treiben – dann werden die Leser pl&#246;tzlich eine gro&#223;e Sehnsucht entwickeln nach still vor sich hinschrubbenden Redaktions-Kollektiven.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Erst dann hat das Netz den </span><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Turnaround">Turnaround</a><span> im Journalismus wirklich geschafft.</span></p>
<p><!--EndFragment-->
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<a href="http://carta.info/12482/die-rueckkehr-des-autorenjournalismus/">Die R&#252;ckkehr des Autorenjournalismus</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/12482/die-rueckkehr-des-autorenjournalismus/#comments">37 comments</a>
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		<title>Jetzt kommt iTunes f&#252;r Texte</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 09:12:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Heidelberger Appell und die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht waren nur ein Vorspiel. Die richtige Panik in der Verlagsbranche kommt noch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7d83b7b497b7449088a67afa43fcbb" alt="" width="1" height="1" /><br />
Nach Songs und Filmen sind jetzt die Texte an der Reihe: Auf die Plattform <em><a href="http://www.scribd.com/">scribd.com</a></em><span> k&#246;nnen Autoren eigene B&#252;cher, Artikel, Forschungsberichte oder Seminararbeiten hochladen. Die Software iPaper transformiert ihre pdf-, Word- oder PowerPoint-Dokumente dann problemlos ins Web. War <a href="http://www.nytimes.com/2009/05/18/technology/start-ups/18download.html">Scribd</a> &#8211; nach eigenen Angaben &#8211; bislang die gr&#246;&#223;te „social publishing company“ der Welt, die das Publizieren f&#252;r jedermann verbilligen und „demokratisieren“ wollte, so wird sie nun, in einem zweiten Schritt, Texte von Autoren und Verlagen auch <em>verkaufen</em></span><span>. Scribd tritt damit in <a href="http://www.latimes.com/business/la-fi-scribd18-2009may18,0,6817936.story">Konkurrenz</a> zum <a href="http://news.magnus.de/internet/artikel/scribd-eroeffnet-neuen-onlinebuchhandel-fuer-elektronische-buecher.html">Online-Buchh&#228;ndler</a> Amazon sowie zur Buchsuche von Google. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Mit seinen (angeblich) 60 Millionen Besuchern pro Monat und einem Textangebot von 35 Milliarden W&#246;rtern (in bislang 90 verschiedenen Sprachen) wird das in San Francisco ans&#228;ssige Portal bereits als „iTunes f&#252;r Texte“ oder „YouTube for Print“ gehandelt. Genauso leicht soll es sein, einen (kostenlosen oder gekauften) Text in die eigene Website zu integrieren. Nach Angaben von Scribd w&#228;chst das Archiv t&#228;glich um 50.000 neue Texte. <strong>Wenn das neue Gesch&#228;ftsmodell Erfolg hat, k&#246;nnte es den Markt f&#252;r Autoren radikal ver&#228;ndern.</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Das Prinzip ist denkbar einfach. Jeder Autor kann eigene Texte auf die Plattform hoch laden, mit einem Preisschild (und eventuellem Kopierschutz sowie abgestuften Nutzungsrechten) versehen, und erh&#228;lt dann pro Download 80 Prozent des Verkaufspreises auf sein Konto. 20 Prozent beh&#228;lt Scribd f&#252;r sich. Wer also ein Buch f&#252;r 3 Euro anbietet, kassiert pro Download 2,40 Euro. Das ist mehr, als er bei einem herk&#246;mmlichen Verlag erzielen kann (dort erh&#228;lt der Autor in der Regel 10 Prozent vom Laden-Nettopreises).* Verlage wie Random House und Zeitungsh&#228;user wie die New York Times sollen an Scribd bereits interessiert sein (um die Seite als Werbeplattform f&#252;r eigene Produkte zu nutzen). Auch auf E-Reader und iPhones k&#246;nnten die Texte bald geladen werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span><strong>Mit Scribd bekommt die Text-Branche nat&#252;rlich die gleichen Probleme, wie sie Musik- und Filmindustrie bereits haben</strong>: das praktisch aussichtslose Konkurrieren mit „Raubkopien“. Bestsellerautoren wie J.K.Rowling und Ken Follet haben bereits gegen illegale Uploads ihrer Werke protestiert. Doch Scribd will die rechtliche Situation durch die regelm&#228;&#223;ige Pr&#252;fung der uploads in den Griff bekommen (das Weitergeben der Downloads gegen die ausdr&#252;cklichen Nutzungsvorgaben der Autoren k&#246;nnen sie aber nicht verhindern).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Welche <a href="http://diepresse.com/home/techscience/internet/480444/index.do?from=gl.home_tech">Folgen</a> wird das neue iText-Modell haben? K&#246;nnen B&#252;cher in Zukunft noch hohe Bezahl-Auflagen erzielen oder werden Hacker den Kopierschutz bereits nach den ersten Downloads knacken? Was wird aus Verlagen, Redaktionen, Lektoren, Autoren, Buchh&#228;ndlern und Kiosken? Werden alle Texte k&#252;nftig ungepr&#252;ft in die Welt gepustet? Wird es, au&#223;er der Quote, noch Qualit&#228;tsma&#223;st&#228;be geben? Wird aus Scribd eine Art Google-Textsuche und Werbeplattform f&#252;r gro&#223;e Verlage? Wir wissen es nicht. Noch wissen wir es nicht. <strong>Auf jeden Fall wird Kurt Tucholskys alte Forderung: „Macht unsere B&#252;cher billiger!“ eine ganz neue Aktualit&#228;t gewinnen.</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>*&#220;brigens gibt es auch in Deutschland ein &#228;hnliches Portal. <a href="http://www.xinxii.com/">Xinxii</a>, der Berliner „Marktplatz f&#252;r eigene Texte und Dokumente“, versteht sich als Vermarktungsplattform f&#252;r Autoren und Verlage. Vor allem f&#252;r solche, die den herk&#246;mmlichen Print-Weg &#8211; aus welchen Gr&#252;nden auch immer &#8211; nicht gehen <span style="text-decoration: line-through;">k&#246;nnen</span> wollen. Der derzeitige Download-Bestseller mit (laut Website) &#252;ber 36.000 Abrufen hei&#223;t „Cool ohne Alk“. Wohl bekomm’s. </span></p>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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