<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; Alan Rusbridger</title>
	<atom:link href="http://carta.info/tag/alan-rusbridger/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 17:47:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Wie Zeitungen sich gegen die n&#228;chste Google-Attacke r&#252;sten k&#246;nnten</title>
		<link>http://carta.info/8765/zeitungen-google-news/</link>
		<comments>http://carta.info/8765/zeitungen-google-news/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 11:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Rusbridger]]></category>
		<category><![CDATA[Carta]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google News]]></category>
		<category><![CDATA[Guardian]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=8765</guid>
		<description><![CDATA[Google startet eine weitere Algorithmen-Attacke auf die Zeitungen: Google News wird demn&#228;chst mit noch besseren Filtern f&#252;r eine noch bessere Personalisierung sorgen. Der Aufbau von funktionierenden Communities wird f&#252;r die klassischen Medien zur &#220;berlebensfrage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/6e93666a65f0c52a67ac5e550521fc" alt="" width="1" height="1" /><br />
Die Zukunft der Zeitungen sind nicht ihre Journalisten, sondern die Leser. Mit dieser nur vordergr&#252;ndig provokanten Aussage sind wir sehr schnell bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Schmidt">Eric Schmidt</a> und den <strong>Pl&#228;nen von Google</strong>, die gerade so durchsickern. Sofern man dem <a href="http://www.businessinsider.com/eric-schmidt-reveals-googles-secret-new-plan-for-google-news-2009-4">Silicon Alley Insider</a> trauen darf, wird Google in einigen Monaten eine Art Google News 3.0 herausbringen, das wie eine personalisierte Zeitung funktionieren soll.</p>
<p>Dabei werden die aggregierten Nachrichten von <a href="http://news.google.de/">Google News</a> jedem User individuell nach dessen <strong>pers&#246;nlichen Informationsinteressen</strong> zugef&#252;hrt. Nat&#252;rlich soll dahinter ein Algorithmus stecken (was sonst bei Google?), der Interessen und Vorlieben zuverl&#228;ssig erkennt und damit den individuellen Bedarf an Informationen (mehr oder weniger) perfekt bedienen soll.</p>
<p>Wie belastbar auch immer diese Meldung ist, ein Produkt dieser Art werden wir fr&#252;her oder sp&#228;ter bekommen, sei es von Google oder einem anderen innovativen Internet-Unternehmen. Das Entsetzen der Zeitungsmacher alter Schule dazu kann man sich heute schon lebhaft vorstellen!</p>
<p>Eleganter w&#228;re es freilich, die Medienmacher k&#246;nnten <strong>Google ein Schnippchen schlagen</strong>, ihren Lesern eine attraktive Alternative anbieten und daf&#252;r noch Geld verlangen. So k&#246;nnte es gehen:</p>
<p>Eine St&#228;rke der gro&#223;en Zeitungsmarken ist ihr <strong>Leserstamm</strong>. Dieser bildet das strategische Potenzial und darf nicht l&#228;nger nur als simpler Informationsempf&#228;nger (und Cashcow) gesehen werden. Wie umgedacht werden muss, hat <strong>Alan Rusbridger</strong> (Chefredakteur des <a href="http://www.guardian.co.uk/">Guardian</a>) im <a href="http://carta.info/8659/alan-rusbridger-journalismus-muss-sich-veraendern-um-relevant-zu-bleiben/">Carta-Video</a> anschaulich erl&#228;utert: Er spricht vom Lernprozess, den seine Leitartikler durchmachen mussten, als der Guardian den Lesern erm&#246;glichte, deren Texte (online) zu kommentieren. Dabei gibt er zu, dass in etlichen F&#228;llen kluge Kommentare sachkundiger Leser den Autor widerlegen konnten.</p>
<p>Das Entscheidende ist, dass durch das Zusammenspiel von Autor und kommentierenden Lesern <strong>ein runderes, vollst&#228;ndigeres Bild</strong> zum jeweiligen Thema entsteht. Wer das verstanden und akzeptiert hat, ist auf dem richtigen Weg. Kann n&#228;mlich eine Zeitung auf ein fachkundiges und engagiertes Publikum setzen, werden ihre Nachrichten (bestehend aus Artikel <strong>plus</strong> Leserkommentare) besser sein als die der Konkurrenz, wo wenig oder gar nicht kommentiert wird.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist das ein epochaler <strong>Kulturwandel</strong>, der hier von Journalisten und Redakteuren verlangt wird. Manche m&#246;gen sich da sogar ihrer Berufsehre beraubt sehen. Allerdings werden Medienfachleute zugeben m&#252;ssen, dass wir jenseits des Medienwandels auch vor einer <strong>Komplexit&#228;tsspirale</strong> stehen: Egal welches Thema medial aufgegriffen wird, es ist heute meist um vieles komplexer und vielschichtiger als noch vor 20 oder 30 Jahren.</p>
<p>Wissenschaftlich-technischer Fortschritt einerseits und interdisziplin&#228;re Faktoren andererseits stellen also an den Journalismus immer h&#246;here Anforderungen. Dazu kommt die <strong>steigende Schnelligkeit</strong> im medialen System, wo die &#8220;Breaking News&#8221; heute auch auf Twitter oder in Blogs stattfinden k&#246;nnen und somit die <a href="http://medienlese.com/2009/04/27/medienkrise-fuenf-thesen-zum-umbruch/">Monopolstellung</a> klassischer Medien abgeschafft ist.</p>
<p>Ist es da nicht naheliegend, dass Journalisten sich mit ihren Lesern zusammentun und im Dialog f&#252;r <a href="http://www.bwlzweinull.de/index.php/2009/04/17/socialmedia/">bestm&#246;gliche Fakten und Argumente</a> sorgen? Der <strong>Aufbau funktionierender Communities</strong> kann f&#252;r Medien also zu einer Frage des &#220;berlebens werden und f&#252;r deren Mitglieder so attraktiv sein, dass sie bereit sind, dies gut zu honorieren.</p>
<p>Was nun das Verh&#228;ltnis zu Google betrifft, kann eine Zeitung getrost weiterhin ihre Artikel Google News zur Verf&#252;gung stellen, solange nur die Debatte ihrer Leser (mit allen Community-Funktionen) exklusiv auf den eigenen Seiten bleibt.</p>
<p>Damit <strong>Bezahlmodelle</strong> hier funktionieren, bedarf es nat&#252;rlich mehr, als der vielfach schon bestehenden Kommentarfunktion. In einer Community m&#252;ssen sich die Mitglieder zwanglos gegenseitig kontaktieren k&#246;nnen. Denkbar ist auch ein direkter Kontakt zur Redaktion. Zudem kann den Mitgliedern der Community Content exklusiv oder mit zeitlichem Vorlauf gegen&#252;ber den einfachen Lesern angeboten werden.</p>
<p>Betrachtet man das <strong>Gesch&#228;ftsmodell</strong> von Online-Medien aus der <a href="http://carta.info/4934/xing-linkedin-aggregation-nachrichten-verlage/">Perspektive der Community</a>, spielt es gar keine Rolle mehr, dass die Nachrichten selbst weiterhin kostenlos ins Internet gestellt werden. F&#252;r die Abonennten aber entsteht ein Anreiz, auch weiterhin f&#252;r &#8220;ihre Zeitung&#8221; zu bezahlen, selbst wenn sie nicht mehr in gedruckter Form erscheint und die meisten Texte jedermann im Netz frei zug&#228;nglich sind. Das Entscheidende ist der neue Mehrwert.</p>
<p>Im Kern geht es also darum, die <strong>eigenen Leser in den Mittelpunkt zu stellen</strong> und sich als offene Dialogplattform zu pr&#228;sentieren. Wer es schafft, sich einen attraktiven und zahlungsbereiten Leserstamm aufzubauen (oder zu erhalten), sollte wirtschaftlich gute Perspektiven haben. Alle anderen m&#252;ssen sehen, wie sie sich &#252;ber Werbung finanzieren und zudem nicht zu sehr von Google und anderen innovativen Internet-Unternehmen bedr&#228;ngt werden.</p>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F8765%2Fzeitungen-google-news%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F8765%2Fzeitungen-google-news%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/8765/zeitungen-google-news/">Wie Zeitungen sich gegen die n&#228;chste Google-Attacke r&#252;sten k&#246;nnten</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/8765/zeitungen-google-news/#comments">18 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8765&amp;md5=6bfe41ccf18073a453c9c7a49bbe109e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/8765/zeitungen-google-news/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>18</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

