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	<title>CARTA &#187; 3-Stufen-Test</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>NDR-Rundfunkratsvorsitzende sagt Carta-Diskussionveranstaltung zum Drei-Stufen-Test ab</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Absage von Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock wird eine echte &#246;ffentliche Debatte zu Tagesschau.de weiter aufgeschoben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/f1a625cc2e4347e2a4e294a8725a21fb" alt="" width="1" height="1" /> F&#252;r den 2. M&#228;rz war eine Carta-Diskussionsveranstaltung mit Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock (NDR-Rundfunkrat), Wolgang Blau (Zeit Online), Christoph Keese (Axel Springer Verlag) und mir als Moderator geplant. Es sollte um den merkw&#252;rdigen App-Streit und die bisherigen Erfahrungen im Drei-Stufen-Test f&#252;r Tagesschau.de gehen. Wir h&#228;tten die Veranstaltung gestreamt. Es w&#228;re eine der wenigen Debatten mit beiden Seiten zu diesem Thema gewesen und ich war fest entschlossen, diese m&#246;glichst sachlich und fair zu veranstalten.</p>
<p>Gestern nun hat Dagmar Gr&#228;fin Kerssenbrock leider abgesagt. Sie schreibt:</p>
<blockquote><p>Mit Ihrer Ver&#246;ffentlichung im &#8220;Spiegel&#8221; haben Sie diesem Treffen die Gespr&#228;chsgrundlage entzogen. Ich bin sehr entt&#228;uscht dar&#252;ber, dass Sie angesichts der bevorstehenden Veranstaltung diese Kampagne initiiert haben.</p></blockquote>
<p>Ich bedauere diese Absage sehr. Die Mitberatungsvorlage des NDR-Rundfunkrates im Tagesschau.de-Drei-Stufen-Test entzieht aus meiner Sicht der Diskussion nicht die Gespr&#228;chsgrundlage, sondern sie schafft vor allem eine. Eine &#246;ffentliche Debatte &#252;ber den Stand des Drei-Stufen-Tests h&#228;tte ich sehr wichtig gefunden. Im Zuge der Verfahrensvorbereitung hie&#223; es aus der <a href="http://www.ard.de/intern/dreistufentest/-/id=1090726/property=download/nid=1086834/1ngz4d3/index.pdf">ARD</a>: &#8220;Der <strong>&#246;ffentliche Dialog &#252;ber unsere Angebote</strong>, der die Pr&#252;fung durch die Gremien begleitet, ist dabei zugleich auch eine Chance f&#252;r uns selbst.&#8221; In einer Pressemitteilung fordert die <a href="http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&amp;n_firmanr_=108645&amp;sektor=pm&amp;detail=1&amp;r=400680&amp;sid=&amp;aktion=jour_pm&amp;quelle=0">SPD</a>: &#8220;Die Dialog-Kultur zwischen Verlagen, kommerziellen Rundfunkveranstaltern und dem &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk muss dringend gest&#228;rkt werden.&#8221; Bei &#228;hnlichen Verfahren im Zusammenhang mit der BBC werden Gutachten und Beschlussvorlagen &#252;brigens Monate vor der Entscheidung zur &#246;ffentlichen Diskussion gestellt.</p>
<p>Die NDR-Rundfunkratsvorsitzende hat dem &#246;ffentlich Dialog im Rahmen dieser Veranstaltung leider eine Absage erteilt. Ich hoffe, dass es andere Gelegenheiten geben wird.</p>
<p><span style="font-family: sans-serif; font-size: x-small;"><br />
</span>
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			</a>
		</div>
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<p><small>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=23087&amp;md5=902aad5600388f928c15fe390b37938d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Richard Collins: ARD &amp; ZDF Geb&#252;hrengelder abnehmen und an Blogger verteilen?</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 18:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der britische Wissenschaftler Richard Collins schl&#228;gt vor, Geb&#252;hrengelder von ARD und ZDF abzuziehen, um Zeitungen, Online-Angebote und Blogger zu f&#246;rdern. Das Internet stelle die herausragende Position der Rundfunkanstalten in Frage. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/e5b00ffd2a35046ef226c902aea043" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://www.open.ac.uk/socialsciences/staff/people-profile.php?name=Richard%20Edward_Collins">Richard Collins</a> ist hierzulande eine Art Papst in Sachen&#8221;<a href="http://www.m-und-k.info/MuK/hefte/Aufsatz_07_02.pdf">public value</a>&#8221; des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der britische Medienwissenschaftler ist damit zugleich erster &#220;bermittler der Diskussionen um die Zukunft der BBC. In <a href="http://www.bpb.de/publikationen/5GYK9M,5,0,Die_BBC_das_Internet_und_Public_Value.html#art5">einem Essay</a> f&#252;r die Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung schrieb er k&#252;rzlich: Das Internet stelle die Gr&#246;&#223;e der <strong>BBC</strong> und ihre herausragende Stellung in Frage. Mit ihrer &#252;ppigen, abgesichterten Finanzierung st&#252;nde die Anstalt zunehmend &#8220;<strong>im Missverh&#228;ltnis zu ihren schwindenden Rival</strong><strong>en</strong>&#8220;. Collins h&#228;tte auch schreiben k&#246;nnen: In einem offenen Mediensystem ist es zunehmend zweckfremd, dass eine Organisation Geb&#252;hrengelder erh&#228;lt und alle anderen nicht.</p>
<p>In einem Interview mit der Fachzeitschrift &#8220;<a href="http://www.epd.de/medien/medien_index.html">epd medien</a>&#8221; (gef&#252;hrt von <a href="http://www.daniel-bouhs.de/">Daniel Bouhs</a>), das am Samstag erschien,  hat sich Collins nun konkret daf&#252;r ausgesprochen, Geb&#252;hrengelder von ARD und ZDF abzuziehen, um Zeitungen, Online-Angebote und Blogger zu f&#246;rdern:</p>
<blockquote><p>Wir m&#252;ssen dar&#252;ber nachdenken, ob es mit der wachsenden Bedeutung des Internets nicht an der Zeit ist, dem geb&#252;hrenfinanzierten Rundfunk etwas Geld abzunehmen, um es denen zu geben, die andere Qualit&#228;tsinhalte liefern, die aber mindestens genauso, wenn nicht sogar deutlich st&#228;rker bedroht sind als die Sender. Und ich sehe keinen Grund, Zeitungen und Internetredaktionen von &#246;ffentlichen Geldern auszuschie&#223;en.</p></blockquote>
<p>Auf die Nachfrage, wer die Entscheidung &#252;ber diese Gelder treffen solle, sagt Collins:</p>
<blockquote><p>Daf&#252;r br&#228;uchten wir eine unabh&#228;ngige Kommission, die Bewerbungen sichtet und guten Projekten f&#252;r eine  gewisse Laufzeit Geld zuspricht. Zu kl&#228;ren w&#228;re etwa, welche Inhalte der Gesellschaft zu welcher Zeit dienen und welches Medium dabei das effektivste ist. Das Prinzip der Ausschreibung w&#252;rde nicht zuletzt auch der Qualit&#228;tssicherung dienen: Dann k&#246;nnte sich keiner auf den Geb&#252;hren ausruhen. Er m&#252;sste n&#228;mlich bef&#252;rchten, sie bald wieder zu verlieren. Wir k&#228;men zu einem Wettbewerb der besten Inhalte. Die finden sich ja manchmal auch in Weblogs.</p></blockquote>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<div id="attachment_8117" class="wp-caption alignleft" style="width: 184px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/collins.jpeg"><img class="size-full wp-image-8117" title="collins" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/04/collins.jpeg" alt="asdf" width="174" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Collins: &quot;Dem geb&#252;hrenfinanzierten Rundfunk etwas Geld abnehmen&quot;</p></div>
</div>
<p>Collins will die Rundfunkgeb&#252;hr folglich zu einer Art Kulturf&#246;rderung f&#252;r guten Journalismus umbauen. Eine Kommission soll Gelder auf Zeit vergeben &#8212; etwa nach Art der Bundeskulturstiftung.</p>
<p>Sein Vorschlag besteht aus zwei Teilen: Erstens spricht Collins sich daf&#252;r aus, angesichts der Verschiebungen im Mediensystem ARD und ZDF &#8220;Geld abzunehmen&#8221;. Zweitens m&#246;chte er die Mittel dann in eine medien&#252;bergreifende F&#246;rderung von Qualit&#228;tsjournalismus stecken.</p>
<p>Beim ersten Punkt kann man Collins nur voll beipflichten. Wenn die Bedeutung des Fernsehens sinkt, m&#252;ssen auch die gesellschaftlichen Ausgaben f&#252;r die Produktion von Fernsehinhalten sinken. Mit der steigenden Bedeutung des Internets wird das Mediensystem multipolar und zugangsoffen. In einem solchen Umfeld ist es anachronistisch und unausgewogen, wenn zwei Anbieter gef&#246;rdert werden und alle anderen nicht. Die Privilegierung von ARD und ZDF und die H&#246;he ihrer Mittel stehen im Missverh&#228;ltnis zu den qualit&#228;tsjournalistischen und meinungsbildenden Leistungen, die im Netz auch an vielen anderen Orten gemacht werden. Deshalb geh&#246;rt die Alimentierung von ARD und ZDF reformiert und insgesamt gesenkt.</p>
<p>So deutlich hat das in diesem Land noch niemand &#246;ffentlich gesagt. Schon gar nicht ein ehemaliger Keynote-Speaker einer <a href="http://www.uni-leipzig.de/journalistik2/fileadmin/user_upload/dateien/TV3.0_Flyer.pdf">Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung</a>.</p>
<p>Punkt zwei des Vorschlags ist hingegen zwiesp&#228;ltiger zu sehen. Collins m&#246;chte einen geb&#252;hrenfinanzierten Fonds f&#252;r Qualit&#228;tsjournalismus aufsetzen, dessen Mittel von einer Kommission verteilt werden.</p>
<p>Hieran kn&#252;pft sich an ganzes B&#252;ndel von Fragen: Ist es wirklich erstrebenswert, Journalismus langfristig durch eine Mediensteuer und Kommissionsentscheidungen zu finanzieren? Ist die Begr&#252;ndung, mit der das zunehmend entgrenzte Ph&#228;nomen Journalismus um gesellschaftliche Finanzierung wirbt, wirklich stichhaltig? Wer entscheidet, was f&#246;rdergerecht ist, und auf welcher Grundlage? Und wie wird verhindert, dass die Mittel der Kommission den Wettbewerb nicht unfair verzerren?</p>
<p>Hier sind erhebliche Zweifel angebracht, auch wenn man als Journalist und Blogger aus Eigeninteresse sofort daf&#252;r sein m&#252;sste. Ich bin der Meinung, dass es eine Nachfrage nach gutem Journalismus gibt und dass es marktwirtschaftliche L&#246;sungen geben wird, diesen auch im Internet zu finanzieren.</p>
<p>Es ist kein Grund ersichtlich, warum Journalismus und hochwertige Meinungsbildung im Netz nicht florieren sollten. Die derzeitige Umstruktierungskrise sollte dar&#252;ber nicht hinwegt&#228;uschen. M&#246;glicherweise verliert der Journalismus einige Funktionen andere Institutionen. Das aber w&#228;re nicht in jedem Fall <a href="http://themediabusiness.blogspot.com/2009/04/technology-restores-collective.html">schlecht</a>.</p>
<p>Der autorit&#228;re Kommissions-Elitismus aber, der bestimmt, was genutzt und gef&#246;rdert werden soll, bekommt mit dem Internet ein gro&#223;es Legitmationsproblem. Es erscheint daher eher zeitgem&#228;&#223;, die Mediengeb&#252;hr zu senken, und eine Infrastruktur zu pflegen, die f&#252;r einen offenen, fairen und transparenten Wettbewerb sorgt.</p>
<p>Die <a href="http://carta.info/7325/internet-zdf-peter-frey-steffi-lemke-massenmedien-journalismus/">Beunruhigung</a> der Rundfunkanstalten aber angesichts des Internets d&#252;rfte durch die &#196;u&#223;erungen von Richard Collins eher noch gestiegen sein. Nicht ohne Grund. Auch von ihnen ist nun Wandlungsf&#228;higkeit gefragt.</p>
<div class="box">Hier das komplette Interview mit Richard Collins:</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.epd.de/medien/medien_index_64362.html">Wettbewerb der besten Inhalte</a>&#8221; (epd Medien)</div>
<p><!--/* OpenX Image Tag v2.7.25-beta */--></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
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<p><small>
<a href="http://carta.info/8105/richard-collins-ard-zdf-rundfunkgebuehr-zeitungen-blogger/">Richard Collins: ARD &#038; ZDF Geb&#252;hrengelder abnehmen und an Blogger verteilen?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/8105/richard-collins-ard-zdf-rundfunkgebuehr-zeitungen-blogger/#comments">13 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=8105&amp;md5=153c1e221008395b1d71231fe9966598" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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