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Ziemlich unsouverän reagiert die israelische Regierung auf die unpräzise Kritik des Literatur-Nobelpreisträgers. Sie erklärt Grass einfach zur unerwünschten Person.

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Die Großkritiker waren schon in ernster Sorge. Vier Wochen nach dem Ende der Wulff-Affäre litten sie unter schwersten Entzugserscheinungen: Kein Skandal weit und breit. Da kam Grass. Zuverlässig wie nur ein deutscher Dichter sein kann, bescherte er den Medien ein Osterei mit cremiger Füllung.

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Seit Jahren gibt es eine stattliche politische Mehrheit diesseits der CDU. Doch diese Mehrheit kann nicht wirksam werden. Denn die Opposition hat sich dummerweise vierteilen lassen.

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Der konservative Mainzer Medienwissenschaftler Hans Mathias Kepplinger (68) hat sein Buch „Die Mechanismen der Skandalisierung“ aus aktuellem Anlass noch einmal überarbeitet. Nun lautet der Untertitel nicht mehr „Die Macht der Medien und die Möglichkeiten der Betroffenen“, sondern „zu Guttenberg, Kachelmann, Sarrazin & Co.: Warum einige öffentlich untergehen – und andere nicht“.

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Nein, die Positionen in der Urheberrechts-Debatte nähern sich nicht an. Sie entwickeln sich weiter auseinander. Während der Musiker Sven Regener seine Rechte in einem Rundumschlag verteidigt, provoziert Michael Seemann die Urheber mit einer Radikallösung: Er möchte das Urheberrecht ersatzlos streichen.

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Petra Sitte von der Digitalen Linken hat Näheres zum geplanten Leistungsschutzrecht erfahren.

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Annegret Kramp-Karrenbauer wird für ihren grandiosen Wahlsieg an der Saar gefeiert. Und Heiko Maas steht als Verlierer da. Dabei ist es genau umgekehrt.

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Die moralische Empörung über falsch geführte Interviews ist derzeit en vogue – und auch ein wenig beckmesserisch.

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Kleine, unabhängige Netzmedien haben es schwer, sich im World Wide Web zu behaupten. Eine Förderung, wie sie die Filmemacher einst erstritten, ist hierzulande überfällig.

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Die Kritiker des geistigen Eigentums werden nicht müde, auf herzerfrischende Weise inkonsequent zu sein. Anstatt das Eigentum grundsätzlich in Frage zu stellen, halten sie das Sacheigentum weiter für segensreich, während sie das „geistige Eigentum“ verwerfen. Warum so zimperlich?

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And now for something completely different: Ronnie Grob hat für die Schweizer Medienwoche den langjährigen Leiter des Feuilletons der Neuen Zürcher Zeitung, Martin Meyer, interviewt. Bewundernswert an Meyer ist nicht nur dessen unverrückbare Haltung zur wert- und gehaltvollen Kulturberichterstattung, sondern auch sein stiller Humor, etwa, wenn er zu verstehen gibt, dass die Texte im NZZ-Feuilleton schon seit Jahren nicht mehr in Stein gemeißelt werden.

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Es ist der Kampf des Jahrhunderts. Die Content-Industrie (King Kong) ringt mit der Plattform-Industrie (Godzilla) um die Vorherrschaft. SOPA, PIPA und ACTA sind wichtige Waffen dabei.

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Die Absage des politischen Kabarettisten Georg Schramm „an das Internet“ war durchaus vernünftig, doch sie beraubt uns einer großen Hoffnung: Das Rededuell zwischen den beiden wortmächtigsten Kandidaten der Republik wird nicht stattfinden. Lothar Dombrowski endet als gebrochene Figur – so wie der von Schramm gespielte ängstliche Sozialdemokrat August.

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Die Journalisten in Deutschland sind glücklich. Nach neun Wochen Wulff dürfen sie jetzt den nächsten Präsidenten casten (und dann pürieren).

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Die europaweiten Proteste gegen Acta machen jetzt viele Politiker nachdenklich. So viele junge Leute hatten sie nun wirklich nicht erwartet. Und wer Augen hatte, konnte sehen, dass der Protest weit über Acta hinaus ging. Der Unmut richtete sich generell gegen die Art, wie in Europas Amtsstuben Politik gemacht wird.

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