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	<title>CARTA &#187; Wolfgang Michal</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ist ACTA Hevelings Kriegserkl&#228;rung?</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 12:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zuerst hie&#223; es, ACTA sei der finale Angriff auf die Netzfreiheit. Dann hie&#223; es, f&#252;r die Deutschen &#228;ndere sich gar nichts. Was ist richtig? Beides? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bewusstseinbildung im Netz verl&#228;uft meist so: Zuerst &#252;berschlagen sich die Alarmmeldungen in fast hysterischer Weise (Phase 1), dann, auf dem H&#246;hepunkt des „Hypes“, folgen extrem unterk&#252;hlte Entwarnungen: „Alles halb so schlimm“, „aufgeblasene Ger&#252;chte“, „ein Sturm im Wasserglas“ (Phase 2). Dann melden sich jene zu Wort, die meinen, die Wahrheit l&#228;ge irgendwo in der Mitte (Phase 3). Und schlie&#223;lich kehrt Ruhe ein (Phase 4) &#8211; bis der Zyklus von neuem beginnt.</p>
<p>Womit wir beim Thema <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement">ACTA</a> w&#228;ren (und dem &#220;bergang zu Phase 3).</p>
<p>Das umstrittene „Handelsabkommen zur Bek&#228;mpfung von Produkt- und Markenpiraterie“ ist der Versuch, das westliche Modell der Strafverfolgung bei Marken- und Urheberrechtsverletzungen auf die ganze Welt auszudehnen. Denn zum Verdruss der Content- und Image-Industrien gibt es noch immer in vielen Ecken der Welt illegale <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Produktpiraterie">Werkb&#228;nke</a>, auf denen hemmungslos kopiert wird (was die Weltmarkteroberung erheblich erschwert).</p>
<p>Die kopierten Produkte werden von Gangsterbanden, die sich eine goldene Nase damit verdienen, billig verkauft oder als Zugabe (zu ganz anderen Gesch&#228;ften) verschenkt. Verhaftet man die Verantwortlichen von Kopien-Schleudern (wie im Fall <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Megaupload">Megaupload</a>), so ist das auch ein Stich ins Herz vieler Nutznie&#223;er. Denn billige oder Gratis-Ware ist f&#252;r alle, die nicht so viel Geld haben, besser als keine Ware. W&#228;ren die L&#246;hne und die Taschengelder h&#246;her, und w&#228;re der durch Werbung, Medien und Peergroups erzeugte gesellschaftliche Druck niedriger, g&#228;be es auch nicht so viel Produktpiraterie.</p>
<p>Leider setzt sich das „Handelsabkommen zur Bek&#228;mpfung von Produkt- und Markenpiraterie“ aber nicht f&#252;r eine Erh&#246;hung der L&#246;hne ein. Es will den „Gangstern“ und deren Nutznie&#223;ern vielmehr das Handwerk legen. Alle Staaten, die ACTA unterzeichnen, werden darauf verpflichtet, die Rechte der Rechteinhaber &#8211; also der Content- und Marken-Verwerter &#8211; zivil- und strafrechtlich mit unnachgiebiger H&#228;rte durchzusetzen.</p>
<p><strong>Vieles davon wird Wunschdenken bleiben. Denn an den ACTA-Verhandlungen sind weder </strong><strong>Russland noch China noch Indien beteiligt. Es fehlen die arabischen Staaten, es fehlen Afrika, die Karibik, Mittelasien und S&#252;damerika, es fehlen Norwegen und Island, es fehlen die T&#252;rkei, der Balkan, Wei&#223;russland und die Ukraine.</strong> Im Grunde ist ACTA also ein Selbstbest&#228;tigungsabkommen f&#252;r diejenigen, die schon wirksame Schutzvorschriften in ihren Gesetzen installiert haben. Mit ACTA w&#228;chst aber die Hoffnung, dass auch die Au&#223;enseiter der Weltgemeinschaft, die Wackelkandidaten, die schwachen und die „Schurkenstaaten“ (die Gangster angeblich gew&#228;hren lassen), irgendwann beitreten werden. Notfalls k&#246;nnte man sie durch <em>gemeinsamen</em> wirtschaftlichen Druck an anderer Stelle dazu n&#246;tigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Was steht denn nun drin in diesem Abkommen?</em></strong></p>
<p>Solange die Gangsterbanden nicht dingfest gemacht werden k&#246;nnen, will man deren Nutznie&#223;er unter Druck setzen. Zwar soll es &#8211; nach jetziger Lesart &#8211; keine Netzsperren wegen illegaler Downloads geben, aber eine „brutalstm&#246;gliche“ Verfolgung.</p>
<p>Das <a href="http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/11/st12/st12196.de11.pdf">Abkommen</a> formuliert seine „W&#252;nsche“ zun&#228;chst ausgesprochen harmlos:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>„IN ANBETRACHT der Tatsache, dass eine wirksame Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums f&#252;r ein dauerhaftes Wachstum aller Wirtschaftszweige wie auch der Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung ist,</p>
<p>IN ANBETRACHT der Tatsache, dass die Verbreitung nachgeahmter und unerlaubt hergestellter Waren wie auch die Verbreitung von Dienstleistungen, mit denen Rechte verletzendes Material vertrieben wird, den rechtm&#228;&#223;igen Handel und die nachhaltige Entwicklung der Weltwirtschaft gef&#228;hrdet, Rechteinhabern und legal arbeitenden Unternehmen betr&#228;chtliche finanzielle Verluste verursacht, in einigen F&#228;llen der organisierten Kriminalit&#228;t eine Einnahmequelle verschafft und &#252;berdies eine Gefahr f&#252;r die Allgemeinheit darstellt&#8230;“</p>
<p>IN DEM WUNSCH, sicherzustellen, dass die Ma&#223;nahmen und Verfahren zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums nicht ihrerseits zu Schranken f&#252;r den rechtm&#228;&#223;igen Handel werden,</p>
<p>IN DEM WUNSCH, das Problem der Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums, einschlie&#223;lich im digitalen Umfeld erfolgender Rechtsverletzungen, insbesondere im Hinblick auf das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte so zu l&#246;sen, dass die Rechte und Interessen der jeweiligen Rechteinhaber, Dienstleister und Nutzer miteinander ins Gleichgewicht gebracht werden,</p>
<p>IN DEM WUNSCH, die Zusammenarbeit zwischen Dienstleistern und Rechteinhabern zu f&#246;rdern, um einschl&#228;gigen Rechtsverletzungen im digitalen Umfeld entgegenzuwirken&#8230;“ usw.usf.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da es den Bef&#252;rwortern von ACTA um die Angleichung der Rechtsdurchsetzung in den verschiedenen L&#228;ndern geht, setzt das Abkommen in erster Linie einen „Rahmen“ &#8211; oder besser: <em>Mindeststandards</em> „f&#252;r die Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums“.</p>
<p><strong>&#220;berall auf der Welt sollen k&#252;nftig die gleichen </strong><strong>Abmahnungen, die gleichen Unterlassungserkl&#228;rungen und die gleichen Schadensersatzforderungen ins Haus flattern, und zwar ganz nach </strong><strong>Gutd&#252;nken der Rechteinhaber.</strong> Zitat aus dem Abkommen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Es ist „jedes vom Rechteinhaber vorgelegte legitime Wertma&#223; zu ber&#252;cksichtigen, das die entgangenen Gewinne beinhalten kann&#8230;“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den Streitwert, die Anwaltskosten, den entgangenen Gewinn und den Schadenersatz setzt im Zweifel also nicht das Gericht fest, sondern der Rechteinhaber. Das Gericht segnet nur ab, was der Rechteinhaber verlangt. Da der Begriff „gewerbliches Ausma&#223;“ bei ACTA so unscharf definiert ist wie schon im deutschen Urhebergesetz, wissen wir, was das hei&#223;t: Jeder, der ein einziges Lied zum Tausch anbietet, handelt schon in „gewerblichem Ausma&#223;“. Und das ist teuer:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>„Jede Vertragspartei sorgt daf&#252;r, dass ihre Gerichte, wo dies zweckdienlich erscheint, beim Abschluss zivilrechtlicher Verfahren wegen Verletzung zumindest des Urheberrechts oder verwandter Schutzrechte oder einer Marke anordnen d&#252;rfen, dass der obsiegenden Partei von der unterlegenen Partei die Gerichtskosten oder -geb&#252;hren sowie angemessene Anwaltshonorare oder sonstige nach dem Recht dieser Vertragspartei vorgesehene Kosten erstattet werden.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ACTA ist also ein gigantisches Arbeitsbeschaffungsprogramm f&#252;r Anwaltskanzleien und ihre Dienstleister im Umkreis der Copyright-Industrie.</strong> Die Ermittlung der Schuldigen und ihrer Hinterm&#228;nner wird k&#252;nftig von allerlei „Spezialeinheiten“ und privaten Sicherheitsdiensten vorangetrieben werden. Jeder Staat, der das Abkommen unterschreibt, soll z.B. gerichtlich anordnen d&#252;rfen,</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>„dass der Verletzer oder mutma&#223;liche Verletzer dem Rechteinhaber <em>oder</em> (!) den Gerichten zumindest f&#252;r die Zwecke der Beweissammlung nach Ma&#223;gabe der geltenden Rechtsvorschriften der jeweiligen Vertragspartei sachdienliche Informationen vorlegt, in deren Besitz der Verletzer oder mutma&#223;liche Verletzer ist oder &#252;ber die er Kontrolle hat. Informationen dieser Art k&#246;nnen Ausk&#252;nfte &#252;ber Personen einschlie&#223;en, die in irgendeiner Weise an der Verletzung oder mutma&#223;lichen Verletzung beteiligt waren, desgleichen Ausk&#252;nfte &#252;ber die Produktionsmittel oder die Vertriebswege der rechtsverletzenden oder mutma&#223;lich rechtsverletzenden Waren oder Dienstleistungen, einschlie&#223;lich Preisgabe der Identit&#228;t von Dritten, die mutma&#223;lich an der Herstellung und am Vertrieb solcher Waren oder Dienstleistungen beteiligt waren, sowie ihrer Vertriebswege.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da k&#252;nftig nicht nur das illegale Angebot urheberrechtlich gesch&#252;tzten Materials strafrechtlich verfolgt wird, sondern auch der technische Zugang dazu und die Bereithaltung desselben (als Beihilfe zu einer Straftat!), k&#246;nnten Provider &#8211; bei entsprechendem Druck (hohe Schadenersatzforderung, vorgebliche Terrorismusbek&#228;mpfung etc.) – in vorauseilendem Gehorsam Nutzerdaten <a href="http://www.greens-efa.eu/fileadmin/dam/Documents/Studies/ACTA_fundamental_rights_assessment.pdf">preisgeben</a>. Sie w&#252;rden zu freiwilligen oder unfreiwilligen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WhgMS_lnbhs&amp;feature=youtu.be">Hilfssheriffs</a>. Die Filterung und &#220;berwachung jedweder Netz-Kommunikation w&#252;rde mit diesem Rechtsrahmen <a href="http://www.theatlantic.com/technology/archive/2012/02/why-an-international-trade-agreement-could-be-as-bad-as-sopa/252552/">obligatorisch</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Ein gefundenes Fressen f&#252;r gelenkte Demokratien?</strong></em></p>
<p>Ein besonders heikler Punkt des Abkommens ist deshalb, dass es Diktaturen und &#8220;gelenkten Demokratien&#8221; ein bequemes Einfallstor zur Ausschaltung missliebiger Gegner er&#246;ffnet. Der bisher gern verwendete Vorwurf der „Steuerhinterziehung“ (etwa in Russland oder China) k&#246;nnte dann beliebig durch den Vorwurf der „Urheberrechtsverletzung“ ersetzt werden.</p>
<p>Diktaturen oder „gelenkte Demokratien“, die dem Abkommen beitreten, k&#246;nnten fingierte, also extra f&#252;r diesen Zweck installierte ‚Rechteinhaber’ nutzen, um konfliktscheue Provider durch wirtschaftlichen Druck zur Herausgabe von Daten &#252;ber heimische oder im Exil lebende Oppositionsgruppen zu zwingen. Es gen&#252;gt ja der Vorwurf, es seien massiv Urheber- oder andere Schutzrechte verletzt worden.</p>
<p>Bei Grenzkontrollen k&#246;nnten Z&#246;llner mit dem Hinweis auf urheberrechtlich relevantes Material Laptops, Smartphones, USB-Sticks, DVDs und sonstige Speichermedien beschlagnahmen. Da ist schnell eine Festplatte oder eine DVD kopiert. Die Zollbeh&#246;rden werden durch das Abkommen angewiesen, <em>von sich aus</em> Informationen &#252;ber verd&#228;chtige Waren oder „Datenstr&#246;me“ an die Rechteinhaber zu melden. Gezielte Bestechungsversuche und Zuwendungen k&#246;nnten die Folge sein.</p>
<p>Die Errichtung eines weltweiten Straf- und Verfolgungsregimes mit Hilfe des „Handelsabkommens“ ACTA erinnert in Wahrheit an die Methoden der Drogen- und Terrorismusbek&#228;mpfung. Beide „Kriege“ (der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/War_on_Drugs">„War on Drugs“</a> wie der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_gegen_den_Terror">„War on Terror“</a>) sind nur m&#228;&#223;ig erfolgreich, hinterlassen aber gewaltige gesellschaftliche Kollateralsch&#228;den. Dies hat der Abgeordnete Heveling in seiner <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-netzgemeinde-ihr-werdet-den-kampf-verlieren/6127434.html">Kampfschrift</a> intuitiv erkannt. Die Europ&#228;er sollten deshalb eine zivilere Antwort auf das zweifellos vorhandene Problem finden als einen „War on Bytes“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Am 11. Februar wird europaweit gegen ACTA demonstriert. Hier einige Informationen:</em></p>
<ul>
<li><em><a href="http://www.stopactaberlin.de/">Stopactaberlin</a> (Demo)</em></li>
<li><em><a href="http://wiki.stoppacta-protest.info/Main_Page">Wiki</a> (Demo)</em></li>
<li><em><a href="http://www.stopacta.de/e-petition/">stopacta</a> (Petition)</em></li>
<li><em><a href="http://stopp-acta.info/">stopp-acta</a> (Info)</em></li>
<li><em><a href="http://www.operationprotest.com/operation-paperstorm-starting-dec-18-2010">Operation Paperstorm</a> (Anonymous)</em></li>
<li><em><a href="http://digitalegesellschaft.de/wp-content/uploads/2011/10/acta-edri-broschuere-deutsche-uebersetzung.pdf">Digitale Gesellschaft</a> (Info)</em></li>
<li><em><a href="http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/">Avaaz</a> (Kampagnenplattform)</em></li>
<li><em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=yWqta3S9vcc">YouTube</a> (Video)</em></li>
<li><em><a href="http://bewegung.taz.de/aktionen/stop-acta/beschreibung">bewegungstaz</a> (Info)</em></li>
<li><em><a href="http://netzpolitik.org/2012/ein-kleiner-einstieg-in-acta/">Netzpolitik</a> (Info)</em></li>
<li><em><a href="http://www.golem.de/news/acta-piratenpartei-ruft-zu-protesten-in-50-deutschen-staedten-auf-1202-89591.html">Piraten</a> (Info)</em></li>
<li><em><a href="http://www.internet-law.de/2012/01/warum-das-europaparlament-acta-die-zustimmung-versagen-sollte.html">Stadler </a>(Analyse)</em></li>
</ul>
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		<title>Alle lieben Merkel</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 13:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch vor wenigen Monaten haben sich viele &#252;ber ihre Tatenlosigkeit lustig gemacht. Doch pl&#246;tzlich ist sie die Eiserne Lady Europas. Wie schafft Mutti das blo&#223;? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich sa&#223; ich mit drei klugen Journalisten-Kollegen beim Abendessen. Keiner von ihnen hat je Angela Merkel gew&#228;hlt. Und keiner von ihnen wird es in Zukunft tun. Doch alle sprachen sie mit gr&#246;&#223;ter Hochachtung von Merkels Stehverm&#246;gen, ihrer genscher-haften Wendigkeit, ihrer klugen verbalen „Zur&#252;ckhaltung“, ihrer absoluten Unwulffigkeit.</p>
<p>Eine Journalisten-Kollegin war gerade aus Paris zur&#252;ckgekehrt und berichtete von der enormen Verunsicherung, die die Franzosen ergriffen habe. Sogar die Sch&#252;ler w&#252;rden in der Metro &#252;ber Merkel und <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813552,00.html">„Merkozy“</a> diskutieren. Die Kanzlerin sitze bei jeder politischen Debatte mit am Tisch. Die Deutschen, hei&#223;t es, regierten schon im Élysée-Palast.</p>
<p>Aus Italien, Griechenland, Spanien h&#246;rt man &#196;hnliches. Der Sternenkreis der Europaflagge scheint sich in eine Pyramide zu verwandeln, mit einem starken Deutschland an der <a href="http://www.wiwo.de/politik/europa/angela-merkel-die-gipfelkoenigin/5914040.html">Spitze</a> und einem belastbaren und breitgetretenen Fundament abh&#228;ngiger L&#228;nder darunter. Bei ihrem <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/merkels-china-reise-positive-bilanz-nach-china-reise-beunruhigt-ueber-menschenrechte_aid_710582.html">China-Besuch</a> wurde die Kanzlerin wie die <a href="http://www.welt.de/print/wams/politik/article13851242/Angela-Merkel-Europas-Koenigin.html">K&#246;nigin von Europa</a> empfangen.</p>
<p>Innenpolitisch hat Angela Merkel die Wulff-Krise auf einer Backe abgesessen (die FDP-Krise auf der anderen). Sie hat keinen einzigen <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/angela-merkel-bei-guenther-jauch-schwiegersohn-trifft-mutti-1.1148114">Jauch</a>(e)-Spritzer von ihrem dilettierenden Pr&#228;sidentschafts-Lehrling abbekommen. Die Wirtschafts-Statistiken brummen, die Gesch&#228;ftsklima-Indices jauchzen. Es l&#228;uft gut f&#252;r die Kanzlerin und ihren Wahlverein.</p>
<p>So gut, dass der wichtigste Oppositionsf&#252;hrer im Deutschen Bundestag bereits zwei Jahre vor dem Ende der Legislaturperiode alle Hoffnung fahren l&#228;sst. <a href="http://www.tagesschau.de/inland/spdklausur120.html">Gabriel </a>will nur noch Juniorpartner sein in einer Merkel-gef&#252;hrten Gro&#223;en Koalition. Mehr ist einfach nicht drin. Die SPD will von Muttis Singsang in den Schlaf der sozialen Gerechtigkeit gewiegt werden.</p>
<p>Und jetzt der Hammer: Angela Merkel <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813455,00.html">k&#252;ndigt an</a>, in Frankreich zugunsten ihres Tanz-Partners Sarkozy in den Pr&#228;sidentschafts-Wahlkampf einzugreifen. Sie fragt erst gar nicht, ob sie das darf. Denn solche Fragen stellen h&#246;chstens Sozialdemokraten oder <em>Spiegel</em>-Journalisten:</p>
<blockquote><p>„Das Eingreifen einer ausl&#228;ndischen Regierung in den Wahlkampf eines souver&#228;nen Staats gilt international als verp&#246;nt.“</p></blockquote>
<p>Merkel tut es einfach, weil Einmischung in die inneren Angelegenheiten von <em>einst</em> souver&#228;nen Staaten die logische Folge der europ&#228;ischen Kreditkrise (und der europ&#228;ischen Einigung!) ist. Die Finanz-Eliten arbeiten l&#228;ngst zusammen. Ihre konservativen Sprecher tun es ihnen nun gleich.</p>
<p>Und die Opposition? Sie ist in vier s&#252;&#223;e kleine Parteien zersplittert und tritt sich gegenseitig auf die F&#252;&#223;e. Anstatt zusammenzuarbeiten, wollen sie (fast) alle mit Mutti ins Bettchen, um zu kuscheln. Postdemokratische Weicheier!
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<p><small>
<a href="http://carta.info/41291/alle-lieben-merkel/">Alle lieben Merkel</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/41291/alle-lieben-merkel/#comments">11 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41291&amp;md5=f1208721d1360a28fbf9d3a61b4c2dc6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Monopol-Kapitalismus</title>
		<link>http://carta.info/41178/monopol-kapitalismus/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 11:45:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Standard Oil Company]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Jobs]]></category>
		<category><![CDATA[Transportindustrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Apple hat inzwischen 100 Milliarden Dollar in der Portokasse. Doch letztlich wird es der g&#246;ttlichen Firma so gehen wie Rockefellers Standard Oil Company.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was wir heute mit der von der Digitalisierung voran getriebenen Monopolisierung marktbeherrschender Branchen erleben (siehe Apple), lief so &#228;hnlich bereits vor 100 Jahren ab. Damals waren es die &#214;l- und Stahlgiganten, die sich durch Preisabsprachen mit der aufstrebenden Transportindustrie (Eisenbahnen!) einen uneinholbaren Vorteil verschafften und den Markt zu erdrosseln drohten. Diese Phase des Turbo-Kapitalismus ist vor allem mit dem Namen Rockefeller verbunden. Die von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_D._Rockefeller">John D. Rockefeller</a> 1870 gegr&#252;ndete <em>Standard Oil Company</em> kontrollierte nach wenigen Jahrzehnten die gesamte &#214;l-Verwertungskette und beherrschte 70 Prozent des Weltmarkts.</p>
<p>Apple k&#246;nnte &#196;hnliches gelingen.</p>
<p>Am 2. Juli 1890 wehrte sich die Politik zum ersten Mal gegen die Ausw&#252;chse dieses <a href="http://www.nytimes.com/2012/01/26/business/ieconomy-apples-ipad-and-the-human-costs-for-workers-in-china.html?_r=1">Monster-Kapitalismus</a>. Und zwar aus Angst vor den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugene_V._Debs">Linken</a>, die immer gr&#246;&#223;eren Zulauf erhielten. Am 2. Juli 1890 wurde der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sherman_Antitrust_Act">„Sherman Antitrust Act“</a> vom Repr&#228;sentantenhaus einstimmig (!) verabschiedet – es war die erste Anti-Monopol-Gesetzgebung der USA.</p>
<p>Der einflussreiche republikanische (!) Senator John Sherman, Rechtsanwalt und Sohn eines Richters am Obersten Gerichtshof, wollte mit diesem Gesetz der sozialistischen Agitation den Wind aus den Segeln nehmen. Doch das Gesetz wurde gar nicht angewandt. Es war ein reines Schaufenstergesetz.</p>
<p>Bis die investigative Journalistin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ida_M._Tarbell">Ida Minerva Tarbell</a> durch ihr z&#228;hes „Muckraking“ wieder Leben in die Debatte brachte. Die <a href="http://www.nytimes.com/1999/03/01/business/media-journalism-s-greatest-hits-two-lists-of-a-century-s-top-stories.html?src=pm">ber&#252;hmte</a> Reporterin recherchierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die schier unglaubliche Geschichte des kometenhaften und nicht gerade feinen Aufstiegs von John D. Rockefeller, dem reichsten Mann der Welt. Erm&#246;glicht hatte die drei Jahre (!) dauernde Recherche (z&#228;hneknirschend) der nicht ganz so reiche Verleger McClure von <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/McClure's">McClure’s Magazine</a></em>. Tarbells Magazin-Serie wurde ein Riesenerfolg. 1904 erschien sie als Buch: „The History of the Standard Oil Company“ &#8211; ein Megaseller. (Heute h&#228;tte sich John D. Rockefeller vermutlich &#8211; wie Steve Jobs &#8211; eine autorisierte Biographie ‚schreiben lassen’. So viel zum Stand des Qualit&#228;ts-Journalismus!).</p>
<p>Das Thema Trusts und Marktmacht lie&#223; die &#214;ffentlichkeit nun nicht mehr los. Am 8. November 1906 er&#246;ffnete die US-Regierung unter Pr&#228;sident Theodore Roosevelt ein Verfahren gegen Standard Oil nach dem Sherman Antitrust Act. Und nach f&#252;nfj&#228;hrigem Prozess f&#252;hrte ein Spruch des Obersten Gerichtshofs am 5. Mai 1911 zur Entflechtung des &#214;lgiganten.</p>
<p>Die Ironie dabei: Als die Aktienkurse nach der Entflechtung in den Keller rauschten, kaufte Rockefeller die billiger gewordenen Papiere auf und wurde erst so richtig zum Kr&#246;sus. (Die Erfindung des Automobils und der Erste Weltkrieg lie&#223;en die Nachfrage nach &#214;l extrem ansteigen).</p>
<p>So weit die Vergangenheit. Heute ist der <a href="http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE80O00P20120125"><em>Apple</em>-Konzern</a> &#8211; in Verbindung mit der aufstrebenden Transportindustrie des Internets - <a href="http://meedia.de/background/meedia-blogs/nils-jacobsen/nils-jacobsen-post/article/apple-mehr-wert-als-sterreichs-wirtschaft_100039175.html">auf dem besten Wege</a>, die damalige Erfolgsgeschichte zu wiederholen. Apple <a href="http://www.nytimes.com/2012/01/26/business/ieconomy-apples-ipad-and-the-human-costs-for-workers-in-china.html?_r=1">beherrscht</a> die digitale <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/eine-analyse-von-holger-schmidt-gefangen-in-der-schoenen-apple-welt_aid_708037.html">Wertsch&#246;pfungskette</a> und wird eines Tages den <a href="http://www1.wdr.de/themen/digital/applesamsung124.html">Weltmarkt</a> <a href="http://text-und-kommunikation.blogspot.com/2011/08/google-plus-oder-facebook-durfen-mega.html">beherrschen</a>. Die Politiker werden Gesetze gegen das Monopol beschlie&#223;en, aber die Gesetze werden ins Leere laufen – bis der <a href="http://www.amazon.com/Inside-Apple-Americas-Admired-Secretive-Company/dp/145551215X">Druck</a> so gro&#223; ist, dass man Apple entflechten muss (wie auch Google, Facebook und Amazon).</p>
<p>Nur eines wissen wir heute noch nicht: Ob die wahre Geschichte vom Aufstieg des reichsten Mannes der Welt auf einem MacBook oder einem iPad geschrieben wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Lekt&#252;re-Empfehlung: The human costs of an iPad in der <a href="http://www.nytimes.com/2012/01/26/business/ieconomy-apples-ipad-and-the-human-costs-for-workers-in-china.html?pagewanted=all">New York Times</a></em></p>
<p><em><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1642">Crosspost</a> von wolfgangmichal.de</em></p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=41178&amp;md5=01a9876e35f1175658193124279573b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hevelingfacts</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 16:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Korschenbroich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein CDU-Abgeordneter aus Korschenbroich (das liegt in der N&#228;he von "Weisse Bescheid, Sch&#228;tzelein!!") hat einen Shitstorm im Netz provoziert. Der Zeitpunkt daf&#252;r war extrem gut gew&#228;hlt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Januar war nicht nur zu warm, er war auch so nachrichtenarm, dass die Netzgemeinde wie ausgehungert auf ihrer Timeline herumhing und sehns&#252;chtig nach einem saftigen Knochen Ausschau hielt. Bis endlich ein junger, unerfahrener und &#252;beraus wohlgen&#228;hrter CDU-Abgeordneter des Weges kam – und prompt in die Falle tappte: Ansgar Heveling aus Korschenbroich, Tr&#228;ger der Ehrenmedaille der Bundeswehr. Er beging den unverzeihlichen Fehler, sich als Knochen ins Netz zu werfen. In der Online-Ausgabe des Handelsblatts schrieb er einen <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-netzgemeinde-ihr-werdet-den-kampf-verlieren/6127434.html">Gastkommentar</a> unter dem provozierenden Titel „Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!“</p>
<p>Das lie&#223; sich „die Netzgemeinde“ nat&#252;rlich nicht zwei Mal sagen. Freudig schnappte sie zu – siehe Twitter-Hashtags #heveling und #hevelingfacts. Hier die<em> <a href="http://sixtus.cc/der-film-zur-kampfschrift-ansgar-heveling-erz">filmische Umsetzung</a> </em>der Kriegserkl&#228;rung.</p>
<p>&nbsp;
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		<title>Schafft ein, zwei, viele Flatrates!</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 08:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Paywall]]></category>

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		<description><![CDATA[Um die Kulturflatrate aka Kulturwertmark ist es still geworden. Doch die Flatrate-Idee lebt. In Osteuropa. Kann das slowakische Modell auch hierzulande Schule machen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Knapp drei Euro kostet es in der Slowakei, rund ein Dutzend Medien „exklusiv“ einen Monat lang zu lesen. Erfunden hat das Flatrate-System – eine gelungene Mischung aus App, Abo und Pay Wall – <a href="http://econsultancy.com/uk/blog/7800-q-a-tomas-bella-of-piano-media-on-the-paywall-that-s-working">Thomás Bella</a>. Seine Firma <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Piano_Media">Piano Media</a></em> organisiert die Flatrate so &#228;hnlich wie Apple iTunes oder iBooks. 30 Prozent der Einnahmen verbleiben als Provision bei <em><a href="http://www.pianomedia.eu/eu/index.html">Piano Media</a></em>, die restlichen 70 Prozent werden gem&#228;&#223; der Zeit, welche die Nutzer auf den Webseiten verbringen, an die angeschlossenen Medien ausgesch&#252;ttet.</p>
<p>F&#252;r traditionelle Medienh&#228;user (aber auch f&#252;r bestimmte Blog-Zusammenschl&#252;sse) w&#228;re das ein gangbarer Weg. Sie h&#228;tten endlich ihr lange erhofftes Bezahlsystem und w&#252;rden die frei im Netz surfenden Nutzer nicht l&#228;nger mit larmoyantem Peanuts-Gejammere nerven. Springer k&#246;nnte eine Springer-Flatrate einf&#252;hren, Burda eine Burda-Flatrate und Gruner &amp; Jahr eine G+J-Flatrate. Man k&#246;nnte eine Feuilleton-Flatrate organisieren oder eine Sportflatrate, eine Talkshow-Flatrate oder einen Comedy-Kanal. Kabelfernsehen und Pay-TV funktionieren nicht anders.</p>
<p>Das <a href="http://reallycoolous.com/slowakei-und-das-system-piano-komplette-medienlandschaft-hinter-die-paywall/"><em>Piano</em>-Payment-System</a> w&#228;re der <a href="http://www.bbc.co.uk/journalism/blog/2011/01/explains-his-idea-here.shtml">Mittelweg</a> zwischen der Generall&#246;sung, das komplette Web-Angebot per <a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=293">Super-Flatrate</a> abzugelten und der gescheiterten Micropayment-Hoffnung, jeden einzelnen Artikel per Mausklick honorieren zu lassen. Man h&#228;tte mit den B&#252;ndel-Flatrates &#252;berschaubare Angebots-Einheiten, und die interessierten Leser, Zuschauer oder H&#246;rer w&#252;rden nicht mit Einzel-Kaufentscheidungen &#252;berlastet.</p>
<p>Das <em>Piano</em>-System scheint in der Slowakei gut zu <a href="http://www.niemanlab.org/2012/01/piano-media-wants-national-paywalls-all-over-europe/">funktionieren</a>. So gut, dass es mittlerweile exportiert wird. In Slowenien schlossen sich acht Tageszeitungen, drei Wochenmagazine und ein Webportal unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Dort bekommt man f&#252;r knapp f&#252;nf Euro im Monat (bzw. f&#252;r knapp 50 Euro im Jahr) Zugang zu einer ganzen Palette slowenischer Medien.</p>
<p>Aber Slowenien ist nur ein kleiner Sprachraum. Wie die Slowakei. Funktioniert das System ausschlie&#223;lich in solchen Nischen? Oder warum wird hierzulande nicht &#252;ber ein Bezahl-System diskutiert, das bereits im vergangenen Sommer durch die <a href="http://blogs.ft.com/beyond-brics/2011/10/06/an-internet-paywall-for-all/#axzz1kOcxLXB2">englischsprachigen</a> <a href="http://www.economist.com/node/21531479/">Medien</a> ging? Weil damit das geforderte Leistungsschutzrecht &#252;berfl&#252;ssig w&#228;re?</p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40879&amp;md5=5648a05f3c70e2d25f55f341681d204c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Wulff in uns</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 14:46:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie der Boulevard sich zum Leitstern aufschwingt, wie Medien und Politik ineinander flie&#223;en und was dabei herauskommt, wenn Grenzziehungen, Ma&#223;st&#228;be und Kategorien verloren gehen. Ein Essay &#252;ber den deutschen Selbsthass und den Wulff in uns. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war klar. &#220;ber Weihnachten herrschte lediglich eine Feuerpause. Fest des Friedens und so. Doch dann (in der <a href="http://www.evangelisch.de/themen/blogs/altpapier/2012/01/03/one-man-show">Januaroffensive</a>) begann die eigentliche Schlacht um den Pr&#228;sidenten. Mit einem geschickt lancierten Tonbandprotokoll&#8230;</p>
<p><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1544">Hier entlang geht&#8217;s zum Beitrag</a></p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40843&amp;md5=aca48f7563b81d6e52d15ac44a51fe22" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>R&#252;ckt die FAZ nach links?</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 11:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schirrmacher]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele r&#228;tseln derzeit &#252;ber den partiellen “Linkskurs” des konservativen Leitmediums. Vor allem der forsche Antikapitalismus im Feuilleton wirkt auf manche berauschend. Wird die Frankfurter Redaktion zum Zentrum der deutschen Occupy-Bewegung oder ist alles nur Schall und Rauch?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frank Schirrmacher, der umtriebigste unter den FAZ-Herausgebern, h&#246;rt bekanntlich das Gras wachsen. Und ich beginne zu glauben, dass er es sogar raucht. &#220;berhaupt halte ich es f&#252;r m&#246;glich, dass im Feuilleton der FAZ kollektiv jene <a href="http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/hortensien105.html">Hortensien</a> geraucht werden, die bei uns im Norden zu Tausenden aus den Einfamilienhaus-G&#228;rten geklaut werden. Heide-Gras soll ja das politische Bewusstsein erweitern&#8230;</p>
<p><em><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1380">Hier entlang geht’s zum ganzen Artikel</a></em></p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40837&amp;md5=9f80e661ed301a286705650e3a319b74" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die SPD und die Vorratsdatenspeicherung. Ein Lehrst&#252;ck</title>
		<link>http://carta.info/40825/die-spd-und-die-vorratsdatenspeicherung-ein-lehrstuck/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 10:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[innerparteiliche Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie kann man einen Parteitag so hinbiegen, dass er richtig entscheidet? Warum sind sich innerparteiliche Demokratie und Antragskommissionen oft spinnefeind? Der schwelende Konflikt um die Vorratsdatenspeicherung ist ein Lehrst&#252;ck dar&#252;ber, wie Parteien gelenkt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r den Bundesparteitag der SPD, der vom 4. bis 6. Dezember in Berlin stattfindet, haben die Jungsozialisten einen Antrag eingereicht – den Antrag Nummer 29. Er lautet kurz und knapp: „Vorratsdatenspeicherung ablehnen!“</p>
<p>Dieser Antrag wird von zahlreichen anderen Parteigliederungen unterst&#252;tzt. Doch auf dem Weg durch die Antragskommission &#228;ndert sich der Antrag auf wunderliche Weise in sein Gegenteil. Dank eines kleinen Ortsvereins aus Hamburg&#8230;</p>
<p><em><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1277">Und hier geht’s zum ganzen Beitrag </a></em></p>
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		<title>Wer steckt hinter Anonymous?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 12:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Der angek&#252;ndigte Anschlag auf das „Internet-Parlament“ Facebook hat nicht stattgefunden. K&#246;nig Jakob I. Zuckerberg darf weiter regieren. Und in Mexiko wurden die Handlanger des Drogenkartells Los Zetas auch nicht verraten. Daf&#252;r ist Anonymous in aller Munde.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand wei&#223;, wer unter dem Namen Anonymous operiert, und auf wessen Rechnung; welche regionalen Zellen „echt“ sind und welche ein Fake. Nur wenige Mitglieder wie der Journalist Barret Brown zeigten &#246;ffentlich ihr Gesicht. Doch Brown unterzeichnete vor kurzem einen lukrativen <a href="http://gawker.com/5856604/it-pays-to-be-the-face-of-anonymous">Buchvertrag</a>. Der Titel des Werks („Inside&#8230;“) und die Begr&#252;ndung f&#252;r den <a href="http://www.gulli.com/news/16155-anonymous-verliert-barrett-brown-als-sprecher-2011-05-20">Ausstieg</a> aus der „chaotischen“ Hackergruppe (&#8220;mangelnde Qualit&#228;tskontrolle&#8221; bei Anonymus) &#228;hneln auf frappierende Weise dem Abgang Daniel Domscheit-Bergs bei WikiLeaks&#8230;</p>
<p><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1220">Zum ganzen Artikel</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40819&amp;md5=9ed98c6fca97d47b4bf35085ce127f15" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Volk als Spielball</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 16:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Habermas]]></category>
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		<category><![CDATA[Papandreou]]></category>
		<category><![CDATA[Postdemokratie]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die von Papandreou angek&#252;ndigte Volksbefragung blo&#223; ein Druckmittel im politischen Machtspiel war, offenbart die wahre Natur der Krise: Die demokratische Willensbildung ist im Finanz-Schlamassel zum Beiwerk verkommen. Auch Habermas spricht jetzt von Postdemokratie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Philosoph J&#252;rgen Habermas, der seit langem f&#252;r die Bildung einer Verfassung gebenden europ&#228;ischen Versammlung wirbt, <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/euro-krise-rettet-die-wuerde-der-demokratie-11517735.html">schreibt in der FAZ</a> &#252;ber die tragische Figur Georgios Papandreou, der am Dienstag &#252;berraschend eine Volksbefragung ank&#252;ndigte und sie am Donnerstag wieder zur&#252;cknahm: &#8220;Rettet die W&#252;rde der Demokratie&#8221;.</p>
<blockquote><p>„Ob Papandreou die Vertrauensabstimmung &#252;bersteht oder nicht – zur&#252;ck bleibt eine Gestalt im Zwielicht. Inzwischen wird seine &#196;u&#223;erung kolportiert, das Referendum sei „nie Selbstzweck“ gewesen. Zur&#252;ck bleibt ein Vexierbild, das sowohl den tragischem Helden wie den Machtopportunisten zeigt. Es sollte nicht verwundern, wenn die Person selbst beides in einem w&#228;re – sie verk&#246;rperte dann den Typus des Politikers, der am Spagat zwischen den Welten der Finanzexperten und der B&#252;rger scheitert.“</p></blockquote>
<p>Habermas sieht die Ursache des Scheiterns in dem von Colin Crouch benannten postdemokratischen Weg, den die westlichen Demokratien eingeschlagen haben:</p>
<blockquote><p>„Das griechische Desaster ist jedoch eine deutliche Warnung vor dem postdemokratischen Weg, den Merkel und Sarkozy eingeschlagen haben. Eine Konzentration der Macht bei einem intergouvernementalen Ausschuss der Regierungschefs, die ihre Vereinbarungen den nationalen Parlamenten aufs Auge dr&#252;cken, ist der falsche Weg.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/euro-krise-rettet-die-wuerde-der-demokratie-11517735.html">Rettet die W&#252;rde der Demokratie</a></p>
<p><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1193">Das Volk als Spielball</a></p>
<p><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1141">Postdemokratie oder: Die &#252;berforderten Volksvertreter</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40812&amp;md5=e094def5ed833731bc24d0df7080fc77" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Europ&#228;er sollten dem Beispiel Papandreous folgen</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 21:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Referendum]]></category>

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		<description><![CDATA[Heftig wird in deutschen Medien diskutiert, was besser sei f&#252;r Europa: das griechische Volk zu fragen oder lieber nicht zu fragen. Doch im Grunde stellt sich l&#228;ngst eine viel weiter gehende Frage: Wann gibt es ein Referendum f&#252;r alle Europ&#228;er?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Papandreou hat mit seiner k&#252;hnen Entscheidung Europas <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=11160">entsetzte Elitepolitiker</a> unter <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/das-ringen-um-den-euro-hat-begonnen/5791974.html">Zugzwang</a> gesetzt. Und das ist gut so. Denn die Dinge spitzen sich zu. In <a href="http://krugman.blogs.nytimes.com/2011/11/01/eurodammerung/?smid=tw-NytimesKrugman&amp;seid=auto">Italien</a> und anderswo.</p>
<p><em>Hier geht’s zum <a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1174">ganzen Beitrag</a></em></p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40802&amp;md5=63f51e714b40b58ca58cb426630451ca" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>620 l&#228;stige Nebenkanzler</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 09:22:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eurokrise]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es um Billionen Euro geht, sollten die Volksvertreter am besten die Klappe halten. Sonst kann Angela Merkel nicht h&#246;ren, was Josef Ackermann ihr empfiehlt. Ein Leitartikel der SZ offenbart, wie schnell Journalisten demokratische Essentials &#252;ber Bord werfen. Kein gutes Omen f&#252;r die &#246;ffentliche Krisenbew&#228;ltigung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>S&#252;ddeutsche Zeitung</em> hat offensichtlich ein Problem mit der Demokratie. In einem Leitartikel zur EU-Gipfeldiplomatie beklagt Au&#223;enpolitik-Ressortchef Stefan Kornelius, dass die 620 Abgeordneten des Deutschen Bundestages und das Bundesverfassungsgericht die Gestaltungsmacht der Kanzlerin in unverantwortlicher Weise einengen. Man habe Angela Merkel Handschellen angelegt. Selten wurde in der SZ so anti-demokratisch argumentiert. In Sachen Europa liegen &#8211; wie es in jeder zweiten Gipfelberichterstattung hei&#223;t &#8211; die Nerven ziemlich blank.</p>
<p><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1056">Zum ganzen Beitrag</a></p>
<p>&nbsp;
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40794&amp;md5=d4bec57b8a5f94933eb3e95d09b70402" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Trojaner &amp; Hebel</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 17:20:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[EFSF]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Staatstrojaner]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesichts der offenen Staatskrise stellt sich die Frage, warum die Netzbewegung gegen staatliche Computer-&#220;berwachung und die bankenkritische Occupy-Bewegung nicht gemeinsame Sache machen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch immer gibt es keine wirksamen Gesetze zur Regulierung des marodierenden Finanzmarkts, Schutzgelder in Billionenh&#246;he sollen aber innerhalb von wenigen Stunden vom Parlament abgenickt werden. Noch immer verteidigen Minister die &#220;berwachung von Computern gegen die eindeutige Rechtslage, ohne vom Parlament zur Rechenschaft gezogen zu werden. Entgleitet den Parlamentariern die Kontrolle des Staatsapparats? Haben sie noch mitzureden? Und wenn nein, ist gemeinsamer Widerstand dann nicht dringend erforderlich?</p>
<p><em><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1036">Im Ausnahmezustand: Was Staatstrojaner und Bankenretter gemeinsam haben</a></em></p>
<p>&nbsp;
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<a href="http://carta.info/40788/trojaner-hebel/">Trojaner &#038; Hebel</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/40788/trojaner-hebel/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40788&amp;md5=dcc35cab26b0a05574904a1b32b8e744" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der hilflose Datenschutz</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 12:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[CCC]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Staatstrojaner]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Emp&#246;rung &#252;ber die entdeckten „Staatstrojaner“ ist gro&#223;, doch die politischen Vorschl&#228;ge, wie man dem Mangel an Transparenz und Kontrolle des Staates abhelfen kann, sind noch ziemlich &#252;bersichtlich. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Datensch&#252;tzer, die wieder mal nix gemerkt haben, <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/streit-um-staatstrojaner-niedersachen-will-schnueffelsoftware-weiterhin-einsetzen-1738341.html">rufen jetzt</a> erneut nach dem Gesetzgeber. Als ob das etwas n&#252;tzen w&#252;rde! Man m&#252;sste an die Wurzel des Problems: an den Code. Und man m&#252;sste die Organisation des Datenschutzes reformieren.</p>
<p>In diesem Zusammenhang schlage ich vor, dass die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der L&#228;nder k&#252;nftig nicht mehr von den Regierungen (den Parlamenten) vorgeschlagen werden, sondern von einem nicht-staatlichen <strong>„Rat f&#252;r B&#252;rgerschutz“</strong>. Au&#223;erdem muss staatliche Software, die in besonders sensiblen Bereichen Verwendung findet, von einer digitalen Stiftung Warentest zertifiziert werden.</p>
<p><a href="http://www.wolfgangmichal.de/?p=1017">Hier geht’s zum ganzen Beitrag.</a>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=40778&amp;md5=9a40cf8c4dd40cc3d78074bc590b84f7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;&#8230;dass uns allen CARTA als Plattform fehlt&#8221;</title>
		<link>http://carta.info/40745/dass-uns-allen-carta-als-plattform-fehlt/</link>
		<comments>http://carta.info/40745/dass-uns-allen-carta-als-plattform-fehlt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 18:19:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>

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		<description><![CDATA[Robins Bedeutung f&#252;r das Netz und die Ziele, die er mit seiner Arbeit verband, waren das Thema meiner Rede bei der Trauerfeier am vergangenen Mittwoch in Berlin. Aber auch sein rastloses Gef&#252;hl, an allen Fronten gleichzeitig k&#228;mpfen zu m&#252;ssen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Liebe Tatjana, liebe Familienangeh&#246;rige, liebe Freunde und Wegbegleiter,</p>
<p>am 2. September, 14 Tage vor seinem Tod, schrieb Robin mir die folgenden Zeilen: „Ich finde, dass die Sommermonate gezeigt haben, dass uns allen <em>Carta</em> als Plattform fehlt&#8230; Siehst du eine Chance, dass wir noch einmal &#252;ber einen gemeinsamen Re-Start von <em>Carta</em> sprechen?“</p>
<p>Vielleicht habe ich die Dringlichkeit, die in diesem Satz steckte, &#252;berh&#246;rt. Ich schrieb ihm am folgenden Tag: „Reden k&#246;nnen wir immer&#8230; Also ruf an, wenn dir danach ist.“ Aber statt eines Anrufs von ihm kam die automatische Antwort-Mail, er sei erst wieder ab dem 15. September erreichbar.</p>
<p>Diesem letzten Dialog waren viele Monate des Hin und Her vorausgegangen.</p>
<p>Im November 2010 hatte Robin &#252;berraschend seinen R&#252;ckzug angek&#252;ndigt. Wirtschaftlich sei <em>Carta</em> einfach nicht auf einen gr&#252;nen Zweig gekommen. Er wolle sich deshalb wieder mehr seiner eigentlichen Beratert&#228;tigkeit widmen. Das B&#252;ro im Haus der Bundespressekonferenz und die Redaktionsassistenz hatte er schon gek&#252;ndigt.</p>
<p>Doch wirklich trennen wollte sich Robin von <em>Carta</em> nicht. Und die Konzepte, die wir im Herausgeber-Kreis entwickelten, &#252;berzeugten ihn ebenfalls nicht: Ihre Umsetzung h&#228;tte <em>noch</em> mehr Selbstausbeutung erfordert, und der wirtschaftliche Erfolg w&#228;re <em>noch</em> ungewisser gewesen.</p>
<p>Und so schickte Robin das Projekt am 8. Juni in die Sommerpause, verbunden mit dem denkw&#252;rdigen Satz: „Manchmal lohnt es sich auch, innezuhalten und zu fragen, was man erreicht hat.“</p>
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<p>Was hat Robin erreicht? Ich glaube, er hat unendlich viel erreicht, und ich spreche hier nur &#252;ber jenen Teil seiner Arbeit, den ich durch <em>Carta</em> kenne. Er hat – mit einem kleinen Team und mit gro&#223;em unternehmerischem Mut – etwas zuwege gebracht, woran andere h&#246;chstens nach einigen Gl&#228;sern Wein zu denken wagen: Er hat die notorischen Einzelk&#228;mpfer und verstreuten Individualisten im Netz auf einer einzigen Plattform versammelt.</p>
<p>Der ideelle Erfolg und die fachliche Anerkennung stellten sich rasch ein. Im Juni 2009, ein Dreivierteljahr nach dem Start, schrieb Robin euphorisch: „Juhuu, <em>Carta</em> hat einen <em>Grimme-Preis</em> bekommen.“</p>
<p>Stolz zitierte er die Begr&#252;ndung der Jury: „<em>Carta</em> ist ein erstes gelungenes deutschsprachiges Beispiel daf&#252;r, dass ein Autorenblog nicht lediglich als Erg&#228;nzung zu den einschl&#228;gigen Medienseiten der &#252;berregionalen Presse abgetan werden kann. <em>Carta</em> kann die Funktion eines f&#252;hrenden Medienbeobachters und -kommentators in Deutschland &#252;bernehmen&#8230; Die St&#228;rke des Autorenkollektivs von “Carta” ist es, dass in den Beitr&#228;gen gr&#246;&#223;ere Zusammenh&#228;nge in den Blick genommen und angemessen verortet werden&#8230;Was die Website bietet, ist seri&#246;ser, unabh&#228;ngiger und relevanter Journalismus, und sie ist auf dem Weg, eine medienpublizistische Marke im Web zu werden.”</p>
<p>Ein Jahr sp&#228;ter <em>war</em> <em>Carta</em> diese Marke geworden &#8211; mit 250.000 Page Views pro Monat. Und das ohne Boulevardthemen, ohne Gimmicks, ja mit teilweise schwerverdaulicher Kost. Doch das Zwei-Jahres-Jubil&#228;um im November 2010 in Berlin feierten wir mit eher gemischten Gef&#252;hlen. Robins R&#252;ckzugsgedanken waren dem Herausgeber-Kreis seit einigen Wochen bekannt. Wir konnten ihm diesen Schritt auch nicht ausreden.</p>
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<p>F&#252;r mich &#8211; und ich denke, f&#252;r viele, die hier versammelt sind &#8211; war Robin vor allem ein gro&#223;artiger Verleger. Ich z&#246;gere nicht, ihn mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Bucerius">Gerd Bucerius</a>, dem legend&#228;ren Verleger der <em>ZEIT</em>, zu vergleichen.</p>
<p>Er war so streitbar wie dieser, so begeisterungsf&#228;hig f&#252;r die Texte „seiner“ Autoren, und ebenso liberal, was die Tolerierung von Meinungen betraf, die seinen &#220;berzeugungen zuwiderliefen. Robin liebte die Debatte und er freute sich, wenn Autoren oder Leser neue Aspekte in einen Diskurs trugen. Er schrieb seinen Mitarbeitern allerdings nicht so lange Briefe wie Bucerius, er kommentierte direkt unter den Beitr&#228;gen seiner Autoren. „Grandios“ schrieb er dann oder „Jip“, wenn ihm ein Beitrag gefiel, manchmal auch ein vielsagendes „Hhmm“, wenn er einen Gedanken f&#252;r kompletten Nonsens hielt.</p>
<p>Einen &#8211; entscheidenden &#8211; Unterschied zu Bucerius m&#246;chte ich allerdings doch hervorheben: Der <em>ZEIT</em>-Verleger hatte das Gl&#252;ck, &#252;ber ungleich bessere Start-Bedingungen zu verf&#252;gen. Bucerius profitierte von der deutschen Stunde Null, und er hatte (britische) Alliierte an seiner Seite, die ihm die n&#246;tige Unterst&#252;tzung zukommen lie&#223;en. Diese Unterst&#252;tzung wurde sp&#228;ter als Lizenz zum Gelddrucken bezeichnet.</p>
<p>Beim Start von <em>Carta</em> gab es nichts dergleichen. Robin musste sein Projekt gegen eine vermachtete, innovationsscheue, dem Internet grunds&#228;tzlich misstrauisch gegen&#252;berstehende Verlagsbranche durchsetzen, die „ihren“ Markt verteidigte wie ein bissiger deutscher Hofhund.</p>
<p>Dass Robin es trotzdem fertig brachte, 30, 40, ja 50 eigenwillige (und nicht selten renommierte) Autoren &#8211; meist ohne Bezahlung &#8211; &#252;ber fast drei Jahre auf einer gemeinsamen Plattform zu vereinen, hat ihm in dieser Qualit&#228;t im Netz bislang niemand nachmachen k&#246;nnen.</p>
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<p>Dennoch sah das Erreichte f&#252;r ihn – in tr&#252;ben Tagen &#8211; wie eine Niederlage aus. Er war ja nicht nur ein streitbarer Journalist und Verleger, er war auch ein Medien&#246;konom, der rechnen konnte. Und er war als Wissenschaftler in der Lage, die Medien-Branche (und sein eigenes Handeln darin) schonungslos zu analysieren.</p>
<p>Dass er au&#223;erdem noch Medienphilosoph war und Institutsleiter, Change-Manager und <a href="http://www.berlin-institute.de/institute.html">Think-Tank</a>, Moderator und Kurator, Medienpolitiker, Strategieberater und Internet-Lobbyist, l&#228;sst einen staunen.</p>
<p>Diese Vielzahl von Rollen und die mit ihnen verbundenen Rollenwechsel haben an ihm gezehrt. In diesem Meer von Anspr&#252;chen an sich selbst musste ihm wohl jede Einzel-Leistung als klein und unbedeutend erscheinen. Aber h&#228;tte sich ein unruhiger Geist wie er &#252;berhaupt auf <em>eine</em> Rolle oder <em>eine</em> Sache konzentrieren k&#246;nnen? In Umbruchzeiten wie diesen haben wache Geister stets das Gef&#252;hl, an allen Fronten gleichzeitig k&#228;mpfen zu m&#252;ssen.</p>
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<p>Robins Ziel war es, die &#246;ffentliche Debatte als Grundbedingung einer funktionierenden Demokratie in die Netzkommunikation zu &#252;bertragen, damit diese ihrerseits demokratief&#246;rdernd auf die reale Welt zur&#252;ckwirken kann. Er wollte <a href="http://www.nzz.ch/2004/12/11/li/article9Z0Q0.html">Habermas’</a> 30 Jahre alte „Theorie des kommunikativen Handelns“ im doppelten Wortsinn <em>aufheben</em>, das hei&#223;t: bewahren und &#252;berwinden. Bewahren wollte Robin die Struktur des offenen Diskurses, &#252;berwinden wollte er die Begrenzung des Diskurses auf nur wenige Akteure. Denn er hatte begriffen, dass das Internet die aktive Mitwirkung aller B&#252;rger nicht nur erm&#246;glicht, sondern geradezu herausfordert. Als Nutznie&#223;ern der digitalen Revolution w&#228;chst uns B&#252;rgern nun die Aufgabe zu, Demokratie nicht mehr &#8211; wie bisher – nur den Eliten und Leitmedien zu &#252;berlassen.</p>
<p>Robin war gewiss kein Gegner der Printmedien, so wie er nie ein Apostel des Netzes war. Er war das Scharnier dazwischen. Und Scharniere &#8211; das wissen wir &#8211; leiden bei zu starker Beanspruchung unter Materialerm&#252;dung und k&#246;nnen brechen.</p>
<p>Ich w&#252;nschte, Robin, Du h&#228;ttest noch l&#228;ngere Zeit innegehalten und &#252;ber das Erreichte nachgedacht. Bei Tatjana und deinem Kind w&#228;rst Du sicher zur Ruhe gekommen. Uns allen bleibt nun, sein Projekt in seinem Sinne weiterzuf&#252;hren.</p>
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