<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; Ursula Weidenfeld</title>
	<atom:link href="http://carta.info/autor/ursula_weidenfeld/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Was f&#252;r eine &#214;ffentlichkeit braucht eine Gesellschaft?</title>
		<link>http://carta.info/18889/oeffentlichkeit-medien-generationen/</link>
		<comments>http://carta.info/18889/oeffentlichkeit-medien-generationen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 13:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Generation]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=18889</guid>
		<description><![CDATA[F&#252;r die Gesellschaft ist die Frage zweitrangig, wer wann was f&#252;r Journalismus bezahlt. Sie braucht eine &#214;ffentlichkeit, in der der Diskurs des Gemeinwesens stattfinden kann – &#252;ber auseinanderdriftende Mediengenerationen hinweg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/20570eff082e40cd82241ecd337155ae" alt="" width="1" height="1" />Welche &#214;ffentlichkeit braucht eine Gesellschaft, um zu funktionieren? Eine kostenlose oder eine bezahlte?</p>
<p>Auch wenn sich alle dar&#252;ber streiten: Das ist zwar eine wichtige, aber leider nicht die entscheidende Frage. Die entscheidende Frage ist,  ob eine Gesellschaft noch einen allgemein wahrgenommenen Platz zum Diskurs &#252;ber ihre Werte, ihre Ziele, ihre Vorbilder, ihre Kultur, ihre Interessen und ihre Politik braucht. Die klassischen Printprodukte und das Fernsehen stellen diesen Platz  zwar noch f&#252;r  Generation &#220;40 zur Verf&#252;gung, aber kaum noch f&#252;r die unter Drei&#223;igj&#228;hrigen. Zeitungen und Zeitschriften  sind  f&#252;r die &#228;lteren b&#252;rgerlichen Kreise immer noch ma&#223;geblich, wenn es darum geht, die eigene Position mit oder in Abgrenzung zur journalistischen Arbeit zu sch&#228;rfen oder zu bestimmen. F&#252;r die schlecht Ausgebildeten und materiell schlecht Gestellten gilt das schon lange nicht mehr. Qualit&#228;tsmedien sind f&#252;r die Klugen, aber nicht f&#252;r die Dummen. Sie sind f&#252;r die Alten, nicht f&#252;r die Jungen.</p>
<p>Eine Gesellschaft braucht aber Orte, an denen sich ihre unterschiedlichen Gruppen begegnen, und sei es nur im abstrakten publizistischen Profil. Nur hier werden in einem vor- und nebenpolitischen Raum Positionen formuliert, Interessen abgeglichen. Hier wird Wissen &#252;ber und gelegentlich auch Verst&#228;ndnis f&#252;r die Anderen ausgetauscht. Nat&#252;rlich kann man sagen, dass wir das nicht mehr brauchen.</p>
<p>Man kann argumentieren, dass eine Welt&#246;ffentlichkeit der Interessen den Diskurs des realen Gemeinwesens &#252;berfl&#252;ssig macht. Warum aber gibt es dann noch Webseiten auf deutsch, warum soziale Netzwerke, warum die vielen lebhaften Kommentare zur Politik? Weil sie nichts anderes sind als ein moderner Ausdruck f&#252;r das Bed&#252;rfnis einer Gesellschaft nach Austausch. Vielleicht auch f&#252;r die Ahnung, dass dieser Austausch heute wichtiger ist als je zuvor: Eine Gesellschaft, die auf absehbare Zeit nichts mehr aus dem Zuwachs zu verteilen hat, steht vor einer Zerrei&#223;probe. Zumal die deutsche Gesellschaft, die keine Erfahrung mit solchen &#220;bungen hat. Zumal die deutsche, in der die Interessen der &#196;lteren durch die schiere Zahl immer gewichtiger, die wichtigeren der Jungen durch ihre Unterzahl dagegen die Tendenz haben, an den Rand gedr&#228;ngt zu werden.</p>
<p>Wie aber sieht der Platz aus, der diese Verbindungen wieder herstellt oder sogar neu schafft? Klar ist, dass er unterschiedliche Gesichter haben muss. Und klar ist auch, dass er nur durch Kooperation zu Stande kommen kann. Die &#252;ber 40j&#228;hrigen werden hoffentlich kaum von dem Gef&#252;hl ablassen, das sich beim morgendlichen Zeitunglesen einstellt. Die unter 30j&#228;hrigen werden in der Mehrheit diesem Gef&#252;hl vermutlich ihr Leben lang nicht viel abgewinnen k&#246;nnen. Trotzdem haben beide Generationen ein Interesse und einen Anspruch darauf, einen angemessenen Ort f&#252;r ihren Austausch zu finden.</p>
<p>Wer will, dass zwischen Gegenwarts- und Zukunftsinteressen tats&#228;chlich bewusst entschieden wird, muss den Streit dar&#252;ber so  austragen, dass er auch von der jeweils anderen Generation gesehen, geh&#246;rt und in ihren Diskurs einbezogen werden kann. Diese Bindefunktion kommt l&#228;ngst nicht mehr nur dem klassischen Medienmarkt zu. Sie muss  auch von den modernen Medien ernst- und wahrgenommen werden. Es reicht nicht aus, sch&#228;big &#252;ber vermeintlich &#252;berbezahlte Holz-Journalisten zu reden. Genau so wenig sinnvoll ist es, verdruckst &#252;ber das kostenlose Zitieren von Inhalten zu r&#228;sonnieren und doch nur Diebstahl zu meinen.</p>
<p>Wer als Verleger, Medienunternehmer und Journalist seinen gesellschaftlichen Auftrag  ernst nimmt, muss sich um die Frage k&#252;mmern, ob und wo ein Austausch zwischen den Generationen, zwischen Journalisten und Nutzern stattfinden soll, wo er m&#246;glich und wo er &#252;berhaupt sinnvoll  ist. Er muss den Wert der Unabh&#228;ngigkeit von  Informationen erkennen und (wieder) sch&#228;tzen lernen.</p>
<p>Daneben ist die Frage, wer wann was bezahlt,  zwar f&#252;r die Verlage und auch f&#252;r die neuen Medienunternehmer existenziell, aber f&#252;r die gesamte Gesellschaft ist sie zweitrangig. Die Verlage m&#252;ssen daf&#252;r eine befriedigende L&#246;sung finden. F&#252;r die Gesellschaft z&#228;hlt nur, dass die &#214;ffentlichkeit ihren &#246;ffentlichen Platz wieder finden muss, um weiteres Auseinanderdriften gesellschaftlicher Gruppen und Schichten und Isolationstendenzen zu bremsen. Deshalb, und nur deshalb muss das Kriegsbeil begraben werden.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F18889%2Foeffentlichkeit-medien-generationen%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F18889%2Foeffentlichkeit-medien-generationen%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/18889/oeffentlichkeit-medien-generationen/">Was f&#252;r eine &#214;ffentlichkeit braucht eine Gesellschaft?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/18889/oeffentlichkeit-medien-generationen/#comments">5 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18889&amp;md5=73683ea1c34ac2f8b5af083b659bfd14" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/18889/oeffentlichkeit-medien-generationen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Opel wird doch nicht verkauft: Ein Desaster f&#252;r die Politik – und gut f&#252;r die Freiheit</title>
		<link>http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/</link>
		<comments>http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 10:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Magna]]></category>
		<category><![CDATA[Opel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17583</guid>
		<description><![CDATA[General Motors beh&#228;lt Opel. Die vermeintliche Alternativlosigkeit des politischen Krisenmanagements wurde dementiert – die deutsche Politik ist zum Opfer ihres eigenen Ehrgeizes geworden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/74c58b6a58f54e418337fc6bde3b67c0" alt="" width="1" height="1" />Erst ja, dann nein, dann wieder ja, nun nein: Die inszenierte Abspaltung, geplante Sanierung und erhoffte Rettung des europ&#228;ischen Autokonzernteils Opel zeigt, was passiert, wenn die Politik betriebswirtschaftliche &#220;berlegungen au&#223;er Kraft setzen will: Es geht schief. Angela Merkel hielt am Dienstag in Washington vor beiden H&#228;usern des Parlaments ihre vielleicht beste Rede. Sie dankte den USA f&#252;r die deutsche Einheit. Kurze Zeit sp&#228;ter kassierte sie genau dort die erste dicke Niederlage ihrer neuen Kanzlerschaft. General Motors, ein Unternehmen, an dem die US-Regierung beteiligt ist, beh&#228;lt Opel nun doch. Gegen den erkl&#228;rten Willen der vereinten deutschen Politik.</p>
<p>Opel sollte auf Teufel komm raus aus dem Niedergang des amerikanischen Mutterunternehmens General Motors herausgehalten werden. Deshalb gab es staatliche B&#252;rgschaften, Kreditlinien und die Zusage, den Umbau zu finanzieren – und die Entscheidung, Opel an das &#246;sterreichisch-kanadisch-russische Konsortium um Magna weiterzugeben. So wollte es die hessische Landesregierung, in deren Gebiet R&#252;sselsheim liegt. So wollte es Nordrhein-Westfalen. Opel ist einer der gr&#246;&#223;ten Arbeitgeber im Ruhrgebiet. Und so wollte es auch die Bundesregierung. Sie wollte vor den Bundestagswahlen keine schlechten Nachrichten. Nur die USA, die wollten etwas anderes.</p>
<p>Der Preis ist immens: Die Deutschen mussten sich von den USA den Takt diktieren lassen, die Geldsummen, die bezahlt werden mussten, das Management, das sanieren sollte. Ein Jahr lang lie&#223;en sich Deutschlands Krisenpolitiker immer wieder vorf&#252;hren. Und das alles nur, weil Deutschland Opel retten und an Magna vergeben wollte? Nein. Das alles, weil die deutsche Politik zu Beginn dieses Jahres im „Unser-Handeln-ist-alternativlos&#8221;-Modus war. Das politische Denken in der akuten Phase der Weltwirtschaftskrise lie&#223; kein alternatives Szenario zu. Weder f&#252;r Opel eine ordentliche Insolvenz, noch ein anderes Szenario als die fortgesetzte Rettung der <em>Hypo Real Estate</em>, noch etwas anderes als die St&#252;tzung der anderen Banken.</p>
<p>Wer sich aber das Denken in Alternativen verbietet, wird schnell zum Opfer. Wer glaubt, alles steuern zu k&#246;nnen und zu m&#252;ssen, verliert den freien Blick. Genau das ist jetzt passiert. Die Bundes- und die Landesregierungen wurden das Opfer ihres Ehrgeizes, ihrer Heilsversprechen und ihres Eifers, auch da zu l&#246;schen, wo es nicht zwingend war. Recht so.<br />
Und Opel? Es ist l&#228;ngst nicht ausgemacht, dass die Firma mit Magna gl&#252;cklich geworden w&#228;re. Genau so wenig, wie feststeht, dass sie bei GM ungl&#252;cklich bleibt.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17583%2Fopel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17583%2Fopel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/">Opel wird doch nicht verkauft: Ein Desaster f&#252;r die Politik – und gut f&#252;r die Freiheit</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/#comments">7 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17583&amp;md5=812eef215e3a0d93d1096caef9e92631" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/17583/opel-wird-doch-nicht-verkauft-ein-desaster-fuer-die-politik-und-gut-fuer-die-freiheit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ist das Kurzarbeitergeld keine Subvention? Arbeitgeber wollen k&#252;rzen &#8211; nur nicht bei sich selbst.</title>
		<link>http://carta.info/17330/ist-das-kurzarbeitergeld-keine-subvention-arbeitgeber-wollen-kuerzen-nur-nicht-bei-sich-selbst/</link>
		<comments>http://carta.info/17330/ist-das-kurzarbeitergeld-keine-subvention-arbeitgeber-wollen-kuerzen-nur-nicht-bei-sich-selbst/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 18:07:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17330</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal wundert man sich dann doch ganz schnell wieder. Am Donnerstag noch verzichtete die deutsche Wirtschaft gro&#223;z&#252;gig auf weitere Subventionen. Der Industrieverband BDI rief den Staat energisch auf, endlich die Konsolidierung der Staatsfinanzen in Angriff zu nehmen. Aus Sicht des BDI h&#228;tte der Koalitionsvertag wenigstens "einige richtungweisende Sparvorschl&#228;ge" enthalten m&#252;ssen.

Und am Freitag? Am Freitag rufen die Arbeitgeber zusammen mit der IG Metall den neuen Arbeitsminister auf, die derzeit geltenden Kurzarbeiterregeln zu verl&#228;ngern. Das Kurzarbeitergeld soll folglich auch weiterhin bis zu zwei Jahre gezahlt werden, statt der eigentlich im Gesetz vorgesehenen sechs Monate (§ 177 Abs. 1 SGB III).

Keine Subventionen mehr? Sparvorschl&#228;ge? K&#252;rzlich noch hatte Arbeitgeberhauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer Reinhard G&#246;hner mutig die Rasenm&#228;herk&#252;rzung staatlicher Unterst&#252;tzungsleistungen angeregt, „jedes Jahr f&#252;nf Prozent, bis sie alle weg sind“.

Die Agentur f&#252;r Arbeit hat in den ersten neun ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal wundert man sich dann doch ganz schnell wieder. Am Donnerstag noch verzichtete die deutsche Wirtschaft gro&#223;z&#252;gig auf weitere Subventionen. Der Industrieverband BDI rief den Staat energisch auf, endlich die <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/schwarz-gelb-bdi-bewertet-koalitionsvertrag-kritisch;2474548">Konsolidierung der Staatsfinanzen</a> in Angriff zu nehmen. Aus Sicht des BDI h&#228;tte der Koalitionsvertag wenigstens &#8220;einige richtungweisende Sparvorschl&#228;ge&#8221; enthalten m&#252;ssen.</p>
<p>Und am Freitag? Am Freitag rufen die Arbeitgeber zusammen mit der IG Metall den neuen Arbeitsminister auf, die derzeit geltenden Kurzarbeiterregeln zu <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article5030761/Arbeitgeber-fordern-Verlaengerung-der-Kurzarbeit.html">verl&#228;ngern</a>. Das Kurzarbeitergeld soll folglich auch weiterhin bis zu zwei Jahre gezahlt werden, statt der eigentlich im Gesetz vorgesehenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kurzarbeit">sechs Monate</a> (§ 177 Abs. 1 SGB III).</p>
<p>Keine Subventionen mehr? Sparvorschl&#228;ge? K&#252;rzlich noch hatte Arbeitgeberhauptgesch&#228;ftsf&#252;hrer Reinhard G&#246;hner mutig die Rasenm&#228;herk&#252;rzung staatlicher Unterst&#252;tzungsleistungen angeregt, „jedes Jahr f&#252;nf Prozent, bis sie alle weg sind“.</p>
<p>Die Agentur f&#252;r Arbeit hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits ein <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/arbeit/bundesagentur-fuer-arbeit-krise-frisst-finanzreserven-fast-vollstaendig-auf-1517412.html">Defizit von 15,6 Mrd. Euro</a> gemacht, das nun der Steuerzahler tragen muss. Die Ausweitung der Kurzarbeiterregelung kostete in diesem Zeitraum <a href="http://www.arbeitsagentur.de/nn_27008/zentraler-Content/Pressemeldungen/2009/Presse-09-074.html">&#252;ber 3 Mrd. Euro</a>.</p>
<p>Sind die Kurzarbeiterregelungen – Verl&#228;ngerung der Laufzeit, Unterst&#252;tzungszahlungen f&#252;r die Sozialversicherungen – etwa keine Subventionen? Was denn dann?
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17330%2Fist-das-kurzarbeitergeld-keine-subvention-arbeitgeber-wollen-kuerzen-nur-nicht-bei-sich-selbst%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17330%2Fist-das-kurzarbeitergeld-keine-subvention-arbeitgeber-wollen-kuerzen-nur-nicht-bei-sich-selbst%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/17330/ist-das-kurzarbeitergeld-keine-subvention-arbeitgeber-wollen-kuerzen-nur-nicht-bei-sich-selbst/">Ist das Kurzarbeitergeld keine Subvention? Arbeitgeber wollen k&#252;rzen &#8211; nur nicht bei sich selbst.</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/17330/ist-das-kurzarbeitergeld-keine-subvention-arbeitgeber-wollen-kuerzen-nur-nicht-bei-sich-selbst/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17330&amp;md5=ab4b2dfab02dd3a997dda2c95bcb517b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/17330/ist-das-kurzarbeitergeld-keine-subvention-arbeitgeber-wollen-kuerzen-nur-nicht-bei-sich-selbst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundesbank vs. Bundesregierung: Wann steigen die Zinsen?</title>
		<link>http://carta.info/17274/bundesbank-vs-bundesregierung-wann-steigen-die-zinsen/</link>
		<comments>http://carta.info/17274/bundesbank-vs-bundesregierung-wann-steigen-die-zinsen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 19:36:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesbank]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17274</guid>
		<description><![CDATA[Sollte Angela Merkel gehofft haben, dass die Notenbanker trotz ihres Koalitionsvertrags ohne Gegenfinanzierung lange stillhalten werden, wurde sie heute eines Besseren belehrt. Bundesbankchef Axel Webel droht wenig versteckt mit Zinserh&#246;hungenn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/54e6479860184e6b96a26a2f39eaf6eb" width="1" height="1" alt=""/>Gr&#246;&#223;er k&#246;nnte der Dissens zwischen Wirtschaft und Politik auch in einer rotroten Republik nicht sein. Die konservativliberale Regierung will erst mal <strong>gar nicht sparen</strong>, sp&#228;ter vielleicht ein kleines bisschen, und nach den Nordrhein-Westfalen-Wahlen vielleicht noch ein kleines bisschen mehr.  Aber auf keinen Fall so viel, dass es die Wirtschaft bremst.</p>
<p>Und die Wirtschaft? Statt sich h&#246;flich zu bedanken,  l&#228;sst sie ihre Cheflobbyisten Seit an Seit mit Bundesbankpr&#228;sident Axel Weber durch Berlin <a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/bundesbankpraesident-lehnt-steuersenkungen-ab-412309/">marschieren</a> <a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/bundesbankpraesident-lehnt-steuersenkungen-ab-412309/">und ausrufen</a>: „Kehrt um! Spart! Jetzt!!“</p>
<p>Nun sind Banken und Industrievertreter im Augenblick sicher nicht die beste Adresse, wenn man nach belastbaren Rezepten gegen die Krise sucht. <strong>Doch Axel Webers kaum versteckte Drohungen vor einem Zur&#252;ckfahren der Liquidit&#228;t und Zinserh&#246;hungen</strong> m&#252;ssen Angela Merkel, Wolfgang Sch&#228;uble und Rainer Br&#252;derle schon ernst nehmen.</p>
<p>Der Bundesbankchef hat im Koalitionsvertrag vergeblich nach der Seite gesucht, in der die <strong>Gegenfinanzierung </strong>f&#252;r die neuen Geschenke ans Wahlvolk aufgemacht wird. Und er lie&#223; am Donnerstag in Berlin keinen Zweifel daran, dass die Europ&#228;ische Zentralbank die Zinsen erh&#246;hen werde, wenn in Europa unsolide gewirtschaftet werde und Inflation drohe. Die Zeit der negativen Inflationsdaten sei bereits vorbei, sagte er. Er sehe in einer Frist von etwa einem halben Jahr Handlungsbedarf.</p>
<p>Das kann die Bundesregierung nicht ruhig lassen. Mit jeder Zinserh&#246;hung geht Wachstum verloren, mit jeder Zinserh&#246;hung steigt die Schuldenlast des Staates automatisch, wenn nicht gleichzeitig auch in der <strong>Politik aktiv zugunsten eines soliden Haushalts</strong> entschieden wird. Wenn Angela Merkel heimlich gehofft haben sollte, es werde schon irgendwo in Europa jemanden geben, der die EZB erst mal vom Handeln abhalten wird: Diesen Zahn hat Weber gezogen.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17274%2Fbundesbank-vs-bundesregierung-wann-steigen-die-zinsen%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17274%2Fbundesbank-vs-bundesregierung-wann-steigen-die-zinsen%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/17274/bundesbank-vs-bundesregierung-wann-steigen-die-zinsen/">Bundesbank vs. Bundesregierung: Wann steigen die Zinsen?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/17274/bundesbank-vs-bundesregierung-wann-steigen-die-zinsen/#comments">5 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17274&amp;md5=baa103bcb4aed9e37b546f69c2e70975" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/17274/bundesbank-vs-bundesregierung-wann-steigen-die-zinsen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hartz-IV-Entsch&#228;rfungen: Gut gemeint, das Falsche erreicht</title>
		<link>http://carta.info/16283/koalition-hartz-4/</link>
		<comments>http://carta.info/16283/koalition-hartz-4/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 10:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz IV]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsverhandlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=16283</guid>
		<description><![CDATA[Die neue Koalition lobt sich f&#252;r die Anhebung des Schonverm&#246;gens und der Zuverdienstgrenzen f&#252;r Hartz-IV-Empf&#228;nger. Doch eine entschiedene Neuregelung wurde vers&#228;umt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/42f33495b6cb41d2821602e2ccf68cba" width="1" height="1" alt=""/>Die neue Regierungskoalition hat sich darauf verst&#228;ndigt, Langzeitarbeitslosen das Leben ein bisschen leichter zu machen. Hartz-IV-Empf&#228;nger d&#252;rfen mehr dazu verdienen, bevor ihnen ihr Anspruch gestrichen wird. Und sie d&#252;rfen k&#252;nftig auch mehr von dem behalten, was sie f&#252;rs Alter gespart haben.  Daf&#252;r loben sich jetzt die Herzjesumarxisten in der CDU und die Neoliberalen in der FDP.</p>
<p>Und doch handelt es sich hier um ein klassisches Beispiel daf&#252;r, wie man aus dem richtigen Reflex heraus das Falsche tun kann. Liberale und Konservative haben – wie alle anderen auch – festgestellt, dass es f&#252;r St&#252;tze-Empf&#228;nger nicht lohnend ist, zu arbeiten, schon gar nicht, nach einem Vollzeitjob Ausschau zu halten. Wer nur 100 Euro dazu verdienen darf, wird es sich genau &#252;berlegen, ob sich (legale) Arbeit lohnt. Und wer keine tolle Ausbildung hat und ohnehin wenig verdient: Wird er m&#252;hselig  f&#252;r den Ruhestand sparen, wenn er damit rechnen muss, das kleine Verm&#246;gen vorzeitig wieder aufl&#246;sen zu m&#252;ssen? Also ist es doch nur logisch hinzugehen und die Freibetr&#228;ge zu erh&#246;hen.</p>
<p>Aber was passiert jetzt? Schnell werden die Koalition&#228;re merken, dass sich auch an den neuen Freigrenzen ein Stau bildet. Es wird sich herausstellen, dass 750 Euro Ansparfreibetrag pro Lebensjahr  zwar ausreichen, um sich zu Hartz-IV-Zeiten einen gr&#246;&#223;eren Wunsch zu erf&#252;llen, aber kaum, um ein Alter oberhalb der Grundrente zu bestreiten. Z&#252;gig wird sich zudem zeigen, dass auch 200 oder 250 Euro an erlaubtem Zuverdienst niemanden so beeindrucken, dass er schnell nach einer Vollzeitbesch&#228;ftigung sucht. Im Gegenteil, attraktiver gemacht  wird nur der Einkommensmix aus Hartz und Zuverdienst – f&#252;r weitere Kreise von Geringverdienern.</p>
<p>So werden am Ende wieder alle Grund zur Klage finden. Weil n&#228;mlich zwangsl&#228;ufig die Zahl der Aufstocker steigt, die zu ihrem Verdienst Hartz IV beantragen k&#246;nnen. Weil Vollzeitarbeitsverh&#228;ltnisse in diesem Bereich noch schneller zugunsten von Minijobs verschwinden werden als bisher. Und weil es nicht mehr Hartz-IV-Beziehern gelingen wird, sich aus ihrer Abh&#228;ngigkeit zu befreien.</p>
<p>Eine entschiedene Regelung, die Vollzeitarbeit auch im Geringverdienerbereich attraktiv macht, haben sich die neuen Koalition&#228;re schon zu Beginn ihrer gemeinsamen Regierungszeit nicht zugetraut. Das n&#228;mlich h&#228;tte bedeutet, die Freigrenzen deutlich anzuheben und einen echten Kombilohn zu schaffen – und daf&#252;r die Minijobs abzuschaffen.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F16283%2Fkoalition-hartz-4%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F16283%2Fkoalition-hartz-4%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/16283/koalition-hartz-4/">Hartz-IV-Entsch&#228;rfungen: Gut gemeint, das Falsche erreicht</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/16283/koalition-hartz-4/#comments">16 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=16283&amp;md5=9289b19a51c76b98342f7432b09b4acf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/16283/koalition-hartz-4/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwarz, gelb, gr&#252;n, rot, knallrot: Die neue Farbenlehre</title>
		<link>http://carta.info/16105/schwarzgelbgruenrot-knallrot/</link>
		<comments>http://carta.info/16105/schwarzgelbgruenrot-knallrot/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 11:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Rot-Rot-Grün]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb-Grün]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Grün]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=16105</guid>
		<description><![CDATA[Die Frage, ob es eine strukturell linke oder b&#252;rgerliche Mehrheit in Deutschland gebe, ist m&#252;&#223;ig. Schwarz-Gelb vertritt ein neues Sozialstaatsmodell, links der Mitte entsteht ein neuer Konservatismus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einen haben gedacht, an Rot-Rot-Gr&#252;n gehe kein Weg vorbei. Denn Rot-Rot-Gr&#252;n sei der Reflex darauf, dass es in Deutschland eine strukturell linke Mehrheit gebe. Die Anderen denken  jetzt, an Schwarz-Gelb, Schwarz-Gr&#252;n, Schwarz-Gelb-Gr&#252;n gehe in Deutschland auf lange Sicht auch kein Weg vorbei. Denn die Mehrheit in Deutschland sei, wir ahnen es  schon, strukturell b&#252;rgerlich.</p>
<p><strong>Was aber ist b&#252;rgerlich, was ist links in diesem Kontext?</strong> Liegt den Etiketten ein gemeinsamer Ma&#223;stab f&#252;r das zugrunde, was man f&#252;r richtig und was man f&#252;r falsch h&#228;lt? Oder geht es im wesentlichen doch um eine Stimmungslage, die mal eher nach links, mal eher ins Beharrende driftet?</p>
<p>Wahrscheinlich gilt das zweite:  Beim n&#228;heren Hinsehen entpuppt sich der neue Hang zum B&#252;rgerlichen als Absto&#223;ungsreaktion auf Oskar Lafontaine. Und die vermeintlich linkslastige Mitte entlarvt sich als das Bed&#252;rfnis einer &#228;ltlichen Gesellschaft, noch ein paar J&#228;hrchen auf Kosten der Zukunft zu leben.</p>
<p>Und so verhalten sich auch die Parteien. Wenn der neue Konservativismus als blo&#223;es Beharren auf hergebrachten Verhaltens- und Verbrauchsmustern interpretiert werden kann, dann wundert es einen nicht mehr, dass die Union und die FDP vom  B&#252;rgergeld &#252;bers Schonverm&#246;gen  bis zu den Zuverdienstgrenzen beginnen, sich ein neues Sozialstaatsmodell zu eigen zu machen. Eines, das mit dem Prinzip von Leistung, Gegenleistung und F&#252;rsorge nur im Notfall nur noch wenig zu tun hat.</p>
<p>Und es wundert einen auch nicht mehr, dass die Gr&#252;nen es gelegentlich ertr&#228;glicher finden, mit den Liberalen zusammenzugehen als mit der Linken.  Denn hier entsteht ein Konservativismus links der Mitte, in dem sich alle treffen k&#246;nnen.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F16105%2Fschwarzgelbgruenrot-knallrot%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F16105%2Fschwarzgelbgruenrot-knallrot%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/16105/schwarzgelbgruenrot-knallrot/">Schwarz, gelb, gr&#252;n, rot, knallrot: Die neue Farbenlehre</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/16105/schwarzgelbgruenrot-knallrot/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=16105&amp;md5=6812e48455a403188845ba8f4f0d9219" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/16105/schwarzgelbgruenrot-knallrot/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Opel: das deutsche Wahlspektakel</title>
		<link>http://carta.info/14641/opel-entscheidung/</link>
		<comments>http://carta.info/14641/opel-entscheidung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 11:57:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14641</guid>
		<description><![CDATA[Nachdem General Motors Opel nun doch verkaufen will, k&#246;nnen die Wahlk&#228;mpfer in Berlin aufatmen. Doch die Rettungsaktion wird sich f&#252;r die Berliner Regierungsparteien als teuer erweisen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der staatliche amerikanische Autokonzern General Motors ist nun &#252;berraschend doch bereit, die deutschen Standorte von Opel zu verkaufen …  vermutlich, wenn die deutsche Bundesregierung  GM noch einen kleinen Zuschuss f&#252;r die Firmenkasse gibt. Und nat&#252;rlich den Zugriff auf Technologien, die auch f&#252;r GM in Zukunft noch wichtig werden k&#246;nnten. Um das zu verhandeln, ist GM-Chefunterh&#228;ndler John Smith an diesem Donnerstag nach  Deutschland geflogen.</p>
<p><strong>Sicher ist: Der Preis ist in den vergangenen Tagen gestiegen.</strong> Die Erleichterung der Berliner Wahlk&#228;mpfer ist un&#252;berh&#246;rbar. Den Liebesdienst, den die amerikanische Regierung als GM-Mehrheitseigent&#252;merin den Regierungsparteien erweist, wird sie sich bezahlen lassen. Bundesregierung, Landesregierungen und der Opel-Betriebsrat hatten sich zu schnell und zu eindeutig auf den &#246;sterreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und die russische Sber-Bank  festgelegt.  K&#252;hl und berechnend  haben die Unternehmensf&#252;hrung von GM und die US-Regierung die Zwangslage genutzt und zuletzt mit der Drohkulisse, Opel einfach zu behalten und die deutschen Standorte dicht zu machen, die Betriebsratsf&#252;hrung von Opel, CDU und SPD an die Wand gespielt.</p>
<p>Die Deutschen haben nicht nur an GM und der amerikanischen Regierung vorbei versucht, eine Rettung zu  inszenieren. Sie haben auch Druck gemacht:  Zuerst, um eine Entscheidung vor der Wahl zu erzwingen. So sollte gezeigt werden,  wie toll die Wirtschaftskrisenreaktionskr&#228;fte in Berlin und R&#252;sselsheim arbeiten. Dann machten sie Druck, um eine Entscheidung  vor der Wahl  Fall zu verhindern. Damit sollte vertuscht werden,  wie erfolglos  die Wirtschaftskriseneinsatzkommandos am Ende dann doch gearbeitet haben.</p>
<p>Die Amerikaner haben entschieden, wie und wann sie es wollen und f&#252;r richtig hielten. Das ist nicht besonders nett. Aber es ist ihr Recht. Sie sind die Eigent&#252;mer von GM und sie sind Gesellschafter der Opel-Treuhand. Daran haben sie die Deutschen an diesem Donnerstag erinnert.  Sie haben sie zappeln lassen, und sie haben klar gemacht: Die deutschen Interessen z&#228;hlen nicht, weder die politischen noch die arbeitnehmerischen. Es sei denn, der Preis stimmt &#8211; f&#252;r GM.</p>
<p>F&#252;r Opel beginnt der schwerste Teil der Sanierung nach der Wahl. Dann geht es um die Zukunft. Und um die Arbeitspl&#228;tze in Bochum, R&#252;sselsheim und Eisenach.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14641%2Fopel-entscheidung%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14641%2Fopel-entscheidung%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/14641/opel-entscheidung/">Opel: das deutsche Wahlspektakel</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/14641/opel-entscheidung/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=14641&amp;md5=79ace00b4ff91da5d52ce2283988da51" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/14641/opel-entscheidung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die „Nie-wieder“-Industrie startet durch</title>
		<link>http://carta.info/14471/die-nie-wieder-industrie-startet-durch/</link>
		<comments>http://carta.info/14471/die-nie-wieder-industrie-startet-durch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 12:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14471</guid>
		<description><![CDATA[Englische &#214;konomen haben &#252;ber die Krise nachgedacht und einen offenen Brief die K&#246;nigin geschrieben. Jetzt ist eine "Nie-wieder"-Konferenz geplant.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/bdb26bbf66641ea337961c5b5d33ee" width="1" height="1" alt=""/>Folgenden – hier ein bisschen gek&#252;rzten und zugegebenerma&#223;en flapsig wiedergegebenen – Brief (Original als <a href="http://media.ft.com/cms/3e3b6ca8-7a08-11de-b86f-00144feabdc0.pdf">PDF</a>) haben die m&#228;chtigsten  &#214;konomen des Vereinigten K&#246;nigreichs Ende Juli an K&#246;nigin Elisabeth II geschrieben:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Majest&#228;t,<br />
bei unserem Zusammentreffen im vergangenen November haben Sie  gefragt, warum niemand die Krise vorhergesehen hat. Nun, wir haben am 17. Juni eine Konferenz dazu abgehalten. Mit diesem Schreiben &#252;bermitteln wir Ihnen die Ergebnisse.
</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Ehrlich gesagt, viele haben die Krise kommen sehen.</strong> Wir wussten halt nur nicht, wann genau sie kommt und wie heftig sie ausf&#228;llt. Es reicht aber nicht, eine Krise kommen zu sehen. Das „wann“ ist entscheidend bei der Vorhersage. Gewarnt haben viele, darunter auch die britische Notenbank. Das Risikomanagement wurde immer wichtiger. Es wurden sogar in vielen Bereichen noch extra Risikomanager eingestellt. Wir haben &#252;bersehen, dass man auch jemanden braucht, der die Summe aller Risiken einsch&#228;tzt.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Dazu kamen die globalen Ungleichgewichte. Der Aufstieg Chinas und Indiens und das Anh&#228;ufen von Sparguthaben in den aufstrebenden Nationen machte unseren Import billiger. Und er sorgte daf&#252;r, dass ihr Leistungsbilanz&#252;berschuss billige Zinsen und nur m&#228;&#223;ige Ertragsaussichten auf mittel- und langfristige Anlagen er&#246;ffnete. Man suchte h&#246;here Renditen &#8211; und damit h&#246;here Risiken. Das war der Kern des Immobilienbooms in den USA und in England.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Auch hier haben viele gewarnt.</strong> Aber gegen die Mahner standen die vielen, die glaubten, dass die Banken schon wissen, was sie tun. Die herrschende Meinung war, dass die Besten der Besten im Finanzgewerbe versammelt waren, und dass die sich wohl kaum kollektiv irren k&#246;nnten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Viele haben geglaubt, dass sich die Finanzm&#228;rkte in ihrem Charakter ge&#228;ndert haben – und da ja auch au&#223;erhalb des Finanzsektors alle profitierten, Politiker, Haushalte, Konsumenten – war es leicht zu glauben, man sei nun in einer neuen, modernen, wachsenden  Welt angekommen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Diejenigen, die es h&#228;tten besser wissen m&#252;ssen, haben nichts getan.</strong> Sie haben es nicht gewagt, die Bowlesch&#252;ssel vom Tisch zu r&#228;umen, als die Party in vollem Gang war. Alle fanden, dass Blasen sich besser managen lassen, wenn sie platzen, anstatt sie in ihrem Entstehen zu behindern.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Was also war das Problem? Jeder hat nur seinen Job gemacht.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Ursache der Krise war die geballte Einbildungskraft einer Menge kluger Leute  im In- und Ausland. Jetzt wollen wir daf&#252;r sorgen, dass Sie uns eine solche Frage nie wieder stellen m&#252;ssen. Dazu werden wir eine „Nie-wieder-Konferenz“ abhalten. Wir werden Ihrer Majest&#228;t das Protokoll zustellen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">In Demut und Gehorsam verbleiben wir<br />
mit freundlichen Gr&#252;&#223;en</p>
<p><strong>Bei allem Erstaunen fragt man sich zweierlei:</strong><br />
1.	Warum haben die deutschen Spitzen&#246;konomen noch keinen Brief an die Nation geschrieben?<br />
2.	Warum brauchen Wissenschaftler immer Konferenzen (und Geld f&#252;r mehr Konferenzen) als Vorbedingung f&#252;r die Bereitschaft, &#252;berhaupt gemeinsam nachzudenken?</p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14471%2Fdie-nie-wieder-industrie-startet-durch%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14471%2Fdie-nie-wieder-industrie-startet-durch%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/14471/die-nie-wieder-industrie-startet-durch/">Die „Nie-wieder“-Industrie startet durch</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/14471/die-nie-wieder-industrie-startet-durch/#comments">6 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=14471&amp;md5=d3c4f31137312109e70662d6cf92059e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/14471/die-nie-wieder-industrie-startet-durch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hase, Igel, Banker-Boni</title>
		<link>http://carta.info/13989/hase-igel-banker-boni/</link>
		<comments>http://carta.info/13989/hase-igel-banker-boni/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 08:29:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Bonuszahlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolas Sarkozy]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/13989/hase-igel-banker-boni/</guid>
		<description><![CDATA[Angela Merkel und Nicolas Sarkozy wollen eine Reihe von Regelungen Banker-Boni durchbringen. Das ist popul&#228;r, doch die Wirkung wird gering sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/bc030a391c8f71da7f1867a293db4f" width="1" height="1" alt=""/>Die deutsche Bundeskanzlerin und der franz&#246;sische Ministerpr&#228;sident wollen die Bonuszahlungen f&#252;r Banker reglementieren. Boni sollen in der H&#246;he begrenzt werden, sie sollen mit gro&#223;em Zeitverzug ausgezahlt werden, und sie sollen anullierbar werden, wenn eine Bank Probleme bekommt. So wurde es am Montag Abend vereinbart. Nicolas Sarkozy will Banken, die nicht mitmachen, von &#246;ffentlichen Auftr&#228;gen ausschlie&#223;en. Und Angela Merkel will gar daf&#252;r sorgen, dass eine Krise wie diese sich niemals wiederholt.</p>
<p>Sarkozy hat gute Chancen, sein Vorhaben wahr zu machen. Die franz&#246;sischen Banken sind entweder ohnehin verstaatlicht oder doch mindestens so staatsnah, dass sie sich beeilen werden, ihren Mitarbeitern die Zusatzverg&#252;tungen zusammenzustreichen. Angela Merkel wird ebenfalls erfolgreich sein: Eine Krise wie diese wird sich nicht wiederholen. Das liegt vor allem daran, dass sich Geschichte nicht wiederholt.  Vern&#252;nftig ist es, daf&#252;r zu sorgen, das Boni zeitlich gestaffelt ausgezahlt werden. Die unmittelbare Auszahlung der Belohnung scheint tats&#228;chlich einer der wesentlichen Impulse zu sein, immer schneller immer h&#246;here Risiken einzugehen.</p>
<p>Die Schw&#228;che der deutsch-franz&#246;sischen Anstrengungen: Sie sind populistisch und werden kaum nachhaltig wirken. In Frankreich und Deutschland werden vermutlich schon bald die Gro&#223;verdiener nicht mehr als Festangestellte in den Banken sitzen. Es werden selbstst&#228;ndige Berater sein, die sich in den Banken ums Investmentgesch&#228;ft k&#252;mmern. So werden aus Bonuszahlungen Eink&#252;nfte aus selbstst&#228;ndiger T&#228;tigkeit, das Hase-und-Igel-Spiel mit den Regulierern geht in die n&#228;chste Runde.  Und wenn in Deutschland die Banken erst schwer reguliert sind, wird man &#252;berrascht feststellen, dass die n&#228;chste Krise doch gekommen ist. Aus einer Richtung, aus der man es nun wirklich nicht erwartet h&#228;tte.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13989%2Fhase-igel-banker-boni%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13989%2Fhase-igel-banker-boni%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13989/hase-igel-banker-boni/">Hase, Igel, Banker-Boni</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13989/hase-igel-banker-boni/#comments">2 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13989&amp;md5=52673bb26880d8c76318ce5b5ee646f4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13989/hase-igel-banker-boni/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kapitalismus: Alle sind wieder da</title>
		<link>http://carta.info/13468/kapitalismus-alle-sind-wieder-da-ja-und/</link>
		<comments>http://carta.info/13468/kapitalismus-alle-sind-wieder-da-ja-und/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 10:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Hypo Real Estate]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13468</guid>
		<description><![CDATA[Industrieplan, Kanzleigesetze und Rettungspaket-Gewinne werden zu Skandalen gemacht. Tats&#228;chlich zeigen sie, dass Politik und Wirtschaft zur Normalit&#228;t zur&#252;ckgekehrt sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;">Das Casino ist wieder er&#246;ffnet. Aus Guttenbergs Wirtschaftsministerium kommt ein <a href="http://www.rp-online.de/public/download/aktuelles/politik/deutschland/HBTGc7Y4.pdf">Industrieplan</a>, der von Privatisierungs- und Deregulierungsvorhaben nur so wimmelt. Schlimmer noch: Er beauftragt eine internationale Rechtsanwaltskanzlei mit der Formulierung von Gesetzesvorhaben. <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Die Banken verdienen an ihrem Teil des Rettungspaketes f&#252;r die HRE Milliarden. Das sind, kurz gefasst, die j&#252;ngsten Skandale aus der Welt des Kapitalismus und der Marktwirtschaft.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;">Ja und? Stellen wir uns doch nur einmal den jeweils passenden <strong>Umkehrskandal</strong> vor: Der Wertpapier- und Aktienhandel liegt nach wie vor darnieder. Der Wirtschaftsminister f&#252;hrt eine Liste mit weiteren Verstaatlichungen, geplanten Enteignungen und Ma&#223;nahmen zur rigorosen Eind&#228;mmung des Wettbewerbs. Der Gesetzentwurf zur Rettung der Banken <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>verz&#246;gert sich weiter, weil im Ministerium weder die richtigen Leute sitzen noch die n&#246;tige Anzahl von ihnen vorhanden ist. Die Banken verdienen immer noch nix und kippen deshalb auch noch ihren Teil des HRE-Rettungspakets bei der Staatskasse ab.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;">Die vermeintlichen Skandale der vergangenen Woche sind keine. <strong>Sie zeigen nur, dass in den Unternehmen und Banken ganz langsam wieder Normalit&#228;t einkehrt.</strong> Und dass im Ministerium f&#252;r Wirtschaft wieder &#252;ber Wirtschaft nachgedacht wird und nicht nur &#252;ber Ad-hoc-Politik. Das ist eine Normalit&#228;t, die manchem nicht gefallen mag. Aber es ist die Normalit&#228;t, die irgendwann wieder f&#252;r Wachstum, f&#252;r Gewinne, mehr Steuern und mehr Arbeitspl&#228;tze sorgt. Die Normalit&#228;t die man braucht, um die absehbaren neuen Zuspitzungen der Wirtschaftskrise in diesem Herbst und Winter bew&#228;ltigen zu k&#246;nnen. <span style="mso-spacerun: yes;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;">Dann ist es vielleicht nicht so schlecht, wenn sich der ein oder andere erinnert, wie es ist, wenn man mal ein paar Monate Geld verdient hat. Oder wenn ein neuer Wirtschaftsminister einer neuen Bundesregierung zumindest noch auf einer Anwaltsrechnung <span style="mso-spacerun: yes;"> </span><span style="mso-spacerun: yes;"> </span>nachlesen kann, wo es Fachleute zur Ausformulierung komplizierter Gesetze gibt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;">
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13468%2Fkapitalismus-alle-sind-wieder-da-ja-und%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13468%2Fkapitalismus-alle-sind-wieder-da-ja-und%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13468/kapitalismus-alle-sind-wieder-da-ja-und/">Kapitalismus: Alle sind wieder da</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13468/kapitalismus-alle-sind-wieder-da-ja-und/#comments">9 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13468&amp;md5=46df1924a01f58005530ff628270b666" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13468/kapitalismus-alle-sind-wieder-da-ja-und/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bis zum 27. September herrscht das sozialistische Sommercamp</title>
		<link>http://carta.info/10204/wird-arcandor-das-naechste-opel/</link>
		<comments>http://carta.info/10204/wird-arcandor-das-naechste-opel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 13:43:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ursula Weidenfeld</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=10204</guid>
		<description><![CDATA[Mit dem Herauskaufen von Opel haben die Bundesregierung und die beteiligten Landesregierungen jedes Argument verloren, anderen schlecht gemanagten Firmen mit einem schwierigen Gesch&#228;ftsmodell Hilfe zu verweigern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/878bb4b5dacb7dd5a4eb5ac97dd321" alt="" width="1" height="1" /><br />
Dass der Staat Opel retten w&#252;rde, war schon im Januar offensichtlich. Schon im Januar hie&#223; es, das deutsche Unternehmen k&#246;nne ja nichts daf&#252;r, dass die amerikanische Konzernmutter das Gesch&#228;ft nicht verstehe.</p>
<p>Dabei ist Opel eine Firma, deren Produkte niemand wirklich haben will, ein Unternehmen, das in den vergangenen Jahren durch eine verfehlte Modellpolitik, durch schlechtes Kostenmanagement und <strong>schwere Managementfehler</strong> in Probleme gest&#252;rzt wurde.</p>
<p>Und: Opel und die Konzernmutter General Motors bewegen sich auf einem &#252;berf&#252;llten Markt. So sieht ein Unternehmen aus, das man retten muss? Das ist kein Witz, das ist Wahlkampf. Dar&#252;ber helfen auch R&#252;cktrittsdrohungen, Nachtsitzungen und F&#228;ustesch&#252;tteln in Richtung Amerika nicht hinweg.</p>
<p><strong>Es ist kein Wunder, dass sich jetzt auch die anderen krisengesch&#252;ttelten Firmen beeilen, den potenziellen Insolvenztermin in den Juli, August oder September zu legen</strong>. Und wenn man sich fragt, warum der Einzelhandelskonzern Arcandor keine Hilfe bekommen soll, steht man seit diesem Wochenende tats&#228;chlich ziemlich ratlos da.</p>
<p>Arcandor, das sei Missmanagement gewesen, sagt mit fester Stimme Haushaltsmann Steffen Kampeter. War Opel denn ein gl&#228;nzend gef&#252;hrtes Unternehmen? Wenn Arcandor verschwinde, gebe es immer noch Warenh&#228;user in den Innenst&#228;dten, begr&#252;ndet der Mittelstandspolitiker Michael Fuchs seine Ablehnung. Stimmt schon, aber gibt es nicht auch eine &#220;berzahl Kleinwagenherstellern in der Welt? Vor einer „Vorfestlegung zu Lasten des Steuerzahlers“ warnt Wirtschaftsminister zu Guttenberg. Tja, Herr zu Guttenberg, das w&#228;re wirklich sehr &#228;rgerlich.</p>
<p>Aber die Wahrheit ist: Mit dem Herauskaufen von Opel haben die Bundesregierung und die beteiligten Landesregierungen jedes Argument verloren, anderen schlecht gemanagten Firmen mit einem schwierigen Gesch&#228;ftsmodell Hilfe zu verweigern.</p>
<p>Bis zum 27. September wird aus der sozialen Marktwirtschaft erst mal ein sozialistisches Sommercamp. Nat&#252;rlich nur, damit anschlie&#223;end wieder ordentliche Ordnungspolitik, Haushaltskonsolidierung und Politik f&#252;r die nachfolgenden Generationen gemacht werden kann.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10204%2Fwird-arcandor-das-naechste-opel%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10204%2Fwird-arcandor-das-naechste-opel%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/10204/wird-arcandor-das-naechste-opel/">Bis zum 27. September herrscht das sozialistische Sommercamp</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10204/wird-arcandor-das-naechste-opel/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10204&amp;md5=38371a9d02bc176ef52cf798efbcf38f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/10204/wird-arcandor-das-naechste-opel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

