Mit ihren Anzeigen-Schaltungen machen Regierungen auch Presse-Politik. Wird nicht offengelegt, wer vom öffentlich finanzierten Werbekuchen wieviel bekommt, ist der Korruption Tür und Tor geöffnet.
Die NPR-Chefin Vivian Schiller muss wegen fragwürdiger Spendenwerbung zurücktreten. Die zeigt, in welch erniedrigende Abhängigkeit Journalismus gerät, der entweder am Tropf des Staates hängt oder auf die Barmherzigkeit von Spendern angewiesen ist.
Die merkwürdigen Krisenreaktionsmuster: “Facebook-Freunde, die sich mit Nachrichtenagenturen verwechseln”, “Schockstarre durch ständige Alarmmeldungen” und “Entmündigung durch Expertenkultur”.
Mehr zu: Japan | Medienkritik | Qualitätsjournalismus
Haben wir eine neue Internet-Blase? Stephan Russ-Mohl meint ja, mit dem Blick auf die jüngsten Bewertungen von Twitter, Facebook und The Huffington Post.
Mehr zu: Facebook | Huffington Post | Internet-Blase | Twitter
Der Kahlschlag in der Leipziger Journalistenausbildung bestätigt einen Trend: Weg vom Journalismus, hin zur PR.
Mehr zu: Journalistenausbildung | Leipzig | Michael Haller | PR
Zur “European Communication Conference” sind in Hamburg Kommunikationswissenschaftler aus mehr als 50 Ländern zusammengekommen. Jetzt fehlen noch die Journalisten, die die Europäische Integration in die Praxis tragen.
Mehr zu: Europa | Journalismus | Kommunikationswissenschaft
Vor einer Woche ist “Journal21″ gestartet: ein Newsportal, das ergänzend zu klassischen Medien, “journalistischen Mehrwert” bieten möchte. Mit vertieften Analysen, Kommentaren und Hintergrundberichten könnte es ein veritables Orchester mit herausragenden Solisten werden – und das alles “gratis”.
Mehr zu: Blogs | Heiner Hug | journal21 | Journalistische Qualität | Online-Journalismus
Die Beobachtung der Beobachter: Journalismus braucht professionelle Qualitätsforschung
26.08.2010 | 0 Kommentare
Auch hierzulande werden Studien gebraucht, die den „Qualitätszerfall der Informationsmedien“ transparent machen. In der Schweiz wurde damit nun angefangen.
Mehr zu: Journalismus | Journalistische Qualität | Qualitätsjournalismus | Schweiz
Google inszeniert sich zunehmend als Unterstützer von klassischem Journalismus. Fehlt Berichterstattern wie James Fallows dabei die kritische Distanz?
Mehr zu: Google | Journalismus
Kommunikationswissenschaft soll wieder zuverlässig für Überraschungen sorgen
06.05.2010 | 7 Kommentare
Die Kommunikationswissenschaft wurde an den Hauptstadt-Universitäten im deutschen Sprachraum lange stiefmütterlich behandelt. Jetzt könnte endlich wieder so etwas wie Aufbruchsstimmung entstehen.
Mehr zu: Journalismus | Politikberatung
Ein Viertel der Zeitungsredakteure und Journalisten wurde in den letzten 3 Jahren in den USA eingespart – das bedeutet Existenzgefährdung für ein ganzes “Ökosystem” voneinander abhängiger Redaktionen. Jetzt müssen Verlage die Leser davon überzeugen, dass journalistische Qualität und Unabhängigkeit auf Dauer nicht gratis zu haben sind.
Mehr zu: Online-Journalismus | Paid Content | Qualitätsjournalismus | Zeitungskrise
Riszard Kapuscinski, die polnische Reporter-Legende, habe sich seine Biographie phantasievoll zurechtgelegt – kein Grund große Journalisten posthum zu verdammen, denn: Wir spielen doch alle ein wenig Theater.
Mehr zu: Journalisten | Ryszard Kapuscinski | Wahrheit
Mit dem Kauf der Basler Zeitung durch Tito Tettamanti wird die Auflösung des kleinteiligen Schweizer Printsektors beschleunigt. Der Medienumbruch ist hier radikaler als in Deutschland, Gratiszeitungen haben ein größeres Gewicht und die Meinungsmacht wird weniger reguliert.
Mehr zu: Medienpolitik | Schweiz | Tamedia | Tito Tettamanti | Verlage
Nach der Schweinegrippe und der „Schneekatastrophe”, die eigentlich bislang nichts weiter war als ein ganz normaler Winter, wurden wir letzte Woche von einer ganz anderen Medien-Hype heimgesucht. Über Tage hinweg eroberten Steve Jobs und Apple mit ihrem iPad die Titelseiten und beschäftigten obendrein die Feuilletons und die Wirtschaftsredaktionen.
Mehr zu: Apple | iPad | Journalistische Qualität | Online-Journalismus | Steve Jobs
Ohne die mediale Aufmerksamkeitsverstärkung wäre auch der Terror machtlos. Angemessene Berichterstattung wäre auch im Sinne der Terrorbekämpfung angebracht.
Mehr zu: Al Qaida | Massenmedien | Terror


Stephan Ruß-Mohl 