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	<title>CARTA&#187; Robin Meyer-Lucht</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>“Institutions will try to preserve the problem to which they are the solution.”</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 10:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Institutionen der klassischen Medienordnung ringen darum, dass die Probleme, zu denen sie einst als L&#246;sungen geschaffen wurden, erhalten bleiben - Clay Shirky und Marcel Weiss &#252;ber das Institutionenversagen im Medienwandel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marcel Weiss hat seinen <a href="http://www.neunetz.com/2010/03/16/shirky-institutionen-werden-versuchen-die-probleme-zu-erhalten-fuer-die-sie-die-loesung-sind/">sehr sch&#246;nen Text</a> &#252;ber die Rolle von Institutionen im Medienwandel geschrieben, basierend auf den Thesen von Clay Shirky. In einer SXSW-Keynote hatte Shirky <a href="http://gigaom.com/2010/03/14/sxsw-shirkys-new-opportunities-in-public-sharing/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed:+OmMalik+%28GigaOM%29">gesagt</a>: “Institutions will try to preserve the problem to which they are  the solution.&#8221; &#8211; was sich als sogleich als Twitter-Hit erwies. Weiss erl&#228;utert:</p>
<blockquote><p>Was meint er damit? Institutionen versuchen immer, das Problem zu  erhalten, zu dem sie die L&#246;sung sind, denn ohne das Problem braucht man  die L&#246;sung nicht mehr. F&#252;r Unternehmen bedeutet das: Was f&#252;r  Aussenstehende die Probleml&#246;sung ist, ist f&#252;r das Unternehmen das  Gesch&#228;ftsmodell.</p>
<p>Kein Problem, kein Bedarf f&#252;r die L&#246;sung, kein Gesch&#228;ftsmodell.</p></blockquote>
<p>Institutionen, wie Buchverlage, Zeitungsh&#228;user, Filmstudios oder Musiklabel w&#252;rden, so lassen sich Skirky und Weiss interpretieren, darum ringen, dass die Probleme, zu denen sie einst als L&#246;sungen geschaffen wurden, erhalten bleiben. Damit w&#252;rden sie aber gesellschaftlich zunehmend dysfunktional, weil sie nicht die neuen Probleme der neuen Medienordnung zu l&#246;sen versuchen, sondern die alten Probleme der vergangenen Medienordnung. Die alten Medieninstitutionen seien noch immer mit der Frage befasst, wie man Knappheit organisieren k&#246;nnte &#8211; aber diese Knappheit g&#228;be es als Problem gar nicht mehr. Diese falsche Ausrichtung sei letztlich das Problem von Institutionenversagen, das sich konkret in Gesch&#228;ftsmodellverlust niederschlage:</p>
<blockquote><p>Warum? Weil diese Gesch&#228;ftsmodelle auf die alten Knappheiten  aufsetzten. Auf eine Realit&#228;t, die auf dem R&#252;ckmarsch ist.</p>
<p>Abundance breaks things.</p>
<p>Ein Kommentator <a href="http://gigaom.com/2010/03/14/sxsw-shirkys-new-opportunities-in-public-sharing/#comment-1011912">auf  GigaOm</a> kommt zu dem entscheidenden Schluss, an den wir uns alle  noch gew&#246;hnen m&#252;ssen:</p>
<p>everything has to be revalued from scratch. – <em>Alles muss komplett  neu bewertet werden.</em></p>
<p>Zeit f&#252;r neue Gesch&#228;ftsmodelle. Zeit f&#252;r Experimente.</p></blockquote>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Auch zum Thema: <a href="http://carta.info/22143/gelernterschirrmacher-im-haus-der-algorithmischen-institutionen/">Gelernter/Schirrmacher: Im Haus der algorithmischen  Institutionen</a></em></p>
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		<title>Servercrash: Rivva ist wohl noch bis Ende der Woche down</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 16:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit gestern Nachmittag ist der Aggregationsdienst Rivva nicht erreichbar - und das wird wohl noch mindestens bis zum Wochenende so bleiben. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwann gestern hat es Crash macht &#8211; und unser Liebingsaggregator <em>Rivva</em> ist abgetaucht. Down-Zeiten<em></em> kennt man ja bei <em>Rivva</em>. Aber nun ist die Site schon &#252;ber einen Tag offline &#8211; was uns ehrlich gesagt beunruhigt, weil es keinen Spa&#223; macht, wenn die Blogosph&#228;re keinen Resonanzboden wie <em>Rivva</em> hat. RSS, Twitter, alles sch&#246;n &#8211; aber ohne <em>Rivva</em> in der Mitte ist das alles nichts.</p>
<div id="attachment_24495" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/03/rivva1.jpg" rel="shadowbox[post-24481];player=img;"><img class="size-medium wp-image-24495" title="rivva" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/03/rivva1-300x195.jpg" alt="Rivva ist down - f&#252;r ein paar Tage m&#252;ssen wir auf den wichtigen Aggregationsdienst verzichten." width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Rivva down: Die Site ist in letzter Zeit sehr komplex geworden.</p></div>
<p>Eben haben wir mit Frank Westphal, dem emsigen Mann hinter <em>Rivva</em> gesprochen, der sich zunehmend dar&#252;ber wundert, im Plural angesprochen zu werden (&#8221;Was ist den bei Euch los?&#8221;). Dabei ist <em>Rivva</em> noch immer eine One-Programmer-Show.</p>
<p>Westphal sagte, er gehe gerade erstmal spazieren, um zu begreifen, was ihm passiert ist: N&#228;mlich ein kompletter Servercrash. Frank Westphal: &#8220;Das absolut Unwahrscheinliche ist passiert: Die Festplatte vom Hauptserver ist &#8211; trotz Raid-Sicherung &#8211; abgerauscht.&#8221; Die meisten Daten seien noch da, aber viele der Snippets aus den letzen Monaten seien weg.</p>
<blockquote><p>&#8220;Rivva ist in letzter Zeit sehr komplex geworden. Es wird wohl mindestens bis zum Wochenende brauchen bis Rivva wieder l&#228;uft. Ich hoffe, ich habe zu den Lead Awards alles wieder am Laufen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Crash kommt tats&#228;chlich in einem sehr ung&#252;nstigen Moment. Eben noch hatte Westphal durch Sponsoren neues Geld f&#252;r Server eingeworben. Zwei Wochen sp&#228;ter &#8211; und der Crash h&#228;tte weit geringere Folgen gehabt. So aber verlie&#223;en ihn die Festplatten, die seit letztem Juni im Dauereinsatz waren.</p>
<p>Der Crash zeigt nicht nur, wie wichtig <em>Rivva</em> ist. Er zeigt auch, auf welch d&#252;nnem Eis ein so wichtiges Angebot wie <em>Rivva</em> steht. Er steht damit auch stellvertretend f&#252;r die nach wie vor eher prek&#228;re Situation von innovativen Online-Projekten hierzulande. Immerhin: Die neuen Server stehen schon bereit.</p>
<p>Der Vortrag von Frank Westphal auf der <a href="http://re-publica.de/10/">re:publica</a> ist damit noch wichtiger geworden.</p>
<p>Und: Gute und rasche Genesung, <em>Rivva</em>, Du wirst gebraucht.</p>
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		<title>Obama: Exportf&#246;rderung durch forciertes ACTA-Urheberrecht</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 14:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Barack Obama will die USA wieder zu einer Exportnation machen und setzt daf&#252;r auch auf einen verst&#228;rken Schutz von Immaterialg&#252;tern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Barack Obama hat sich am Donnerstag bei einer Rede auf der Jahreskonferenz der staatlichen Export-Import Bank in Washington erstmals zu den Zielen von ACTA, einschlie&#223;lich der besonders umstrittenen  Kapitel „Civil Enforcement“ und „Special Measures related to  Technological Enforcement Means and the Internet“, bekannt, wie J&#252;rgen Scheele auf Digitale Linke <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/obama-kundigt-aggressive-politik-zum-schutz-des-geistigen-eigentums-an/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+DigitaleLinke+%28DIGITALE+LINKE%29&amp;utm_content=Google+Reader">schreibt</a>.</p>
<p>Laut des auf der Website des Wei&#223;en Hauses wiedergegebnen <a href="http://www.whitehouse.gov/the-press-office/remarks-president-export-import-banks-annual-conference" target="_blank">Redemanuskripts</a> sagte Obama:</p>
<blockquote><p>What’s more, we’re going to <strong>aggressively protect our  intellectual property</strong>. Our single greatest asset is the innovation and  the ingenuity and creativity of the American people. It is essential to  our prosperity and it will only become more so in this century. But it’s  only a competitive advantage if our companies know that someone else  can’t just steal that idea and duplicate it with cheaper inputs and  labor. There’s nothing wrong with other people using our technologies,  we welcome it –- we just want to make sure that it’s licensed, and that  <strong>American businesses are getting paid appropriately</strong>. That’s why USTR is  using the <strong>full arsenal of tools </strong>available to crack down on practices  that blatantly harm our businesses, and that includes negotiating proper  protections and enforcing our existing agreements, and moving forward  on new agreements, including the proposed <strong>Anti-Counterfeiting Trade  Agreement</strong>.</p></blockquote>
<p>Dazu J&#252;rgen Scheele:</p>
<blockquote><p>All jene, die auf eine Reform des Urheberrechts unter dem neuen,  vermeintlich internet- und technikaffinen US-Pr&#228;sidenten gesetzt hatten,  d&#252;rften damit auf dem harten Boden der Realit&#228;t angekommen sein. <strong>Ganz  offensichtlich hat sich die aggressive Anti-Piraterie-Haltung aus der  Film-, Musik- und Verlagsindustrie nicht nur innerhalb der  Obama-Administration  durchgesetzt, sondern auch bei diesem  selbst</strong>.</p></blockquote>
<p>Mehr <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/obama-kundigt-aggressive-politik-zum-schutz-des-geistigen-eigentums-an/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+DigitaleLinke+%28DIGITALE+LINKE%29&amp;utm_content=Google+Reader">hier</a>.</p>
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		<title>Die Sache mit der Unabh&#228;ngigkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 14:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[@ Tharben: Ich h&#228;tte ohnehin fast ein Post zur Niggemeier/Schumacher/Unabh&#228;ngigkeits-Thematik geschrieben. Da du die Sache jetzt <a href= "http://carta.info/23996/gez-rundfunkgebuehr-staatsferne-vs-realitaetsferne/#comment-11038">hier</a> ansprichst, nehme ich den Anlass hier mal auf:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/9b3331e0d1534e61a06b4befab047e1f" alt="" width="1" height="1" />Die Fiktion der Interessenlosigkeit und Unabh&#228;ngigkeit von Journalisten – und daraus abgeleitet die Forderung nach der Interessenlosigkeit und Unabh&#228;ngigkeit m&#246;glichst vieler an der &#246;ffentlichen Kommunikation Beteiligter – erscheint mir wenig hilfreich und zunehmend dysfunktional.</p>
<p>Journalisten sind – aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet – unabh&#228;ngiger als andere Kommunikatoren. Aber letztlich sind auch Journalisten von sehr vielen (eigenen und fremden) Interessen abh&#228;ngig.</p>
<p>Glaubt man habermasianisch an die Kraft des besseren Arguments, dann kann eine Diskussion auch Interessen vertragen. Wichtig ist, dass Interessen hinreichend transparent offen liegen. Bei den hier genannten Personen ist das sicher der Fall.</p>
<p>Im Netz gibt es einen viel intensiveren Austausch zwischen mehr Menschen, die mehr Argumente und mehr Interessen haben – und ich bin mir sicher, dass daraus bessere Diskussionsergebnisse folgen. Interessen sind daher nicht Fremdk&#246;rper in Diskussionen, sondern ihr inh&#228;renter Bestandteil.</p>
<p>Man sollte soviel Abstand haben, um zu erkennen, dass mit Unabh&#228;ngigkeit und angeblicher Interessenlosigkeit auch politische Linien abgegrenzt werden. Die Interessen anderer erscheinen einem – so mein Eindruck – umso gr&#246;&#223;er, je weiter sie von den vermeintlich eigenen entfernt sind.</p>
<p>Daher neigt man dazu, politisch anders denkenden Interessen vorzuwerfen, w&#228;hrend man selbst nur legitime Anliegen zu haben scheint. Letztlich geht es dabei folglich nicht um die Interessenhaftigkeit an sich, sondern um die konkreten Inhalte dieser Interessen. Statt aber inhaltlich zu argumentieren, wirft man sich ein interessengeleitetes Vorgehen vor. Damit umgeht man die Diskussion und versucht zugleich, andere als minder diskussionsteilnahmef&#228;hig abzustempeln.</p>
<p>Und das wiederum ist ganz unhabermasianisch: Es setzt nicht auf die Kraft des besseres Arguments, sondern auf die Kraft von aus dem US-Wahlkampf bekannten Diskreditierungs-Techniken.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich habe keinen Zweifel daran, dass etwa Hajo Schumacher und Stefan Niggemeier als Pers&#246;nlichkeiten mehr als stark genug sind, einfach ihre eigene Meinung zu vertreten. Dass sie Interessen haben, interessiert mich eher zweitrangig. Was mich vor allem interessiert, sind ihre Argumente und ihre (ordnungs-)politische Grundeinstellung.</p>
<p>Daher brauchen wir im Netz eine Kultur der Kraft der Argumente, eine Kultur der hinreichenden Transparenz von Interessen – und keine Unabh&#228;ngigkeitswarte.</p>
<p>(Disclaimer: Stefan Niggemeier und Tharben waren in der Vergangenheit von meiner Unabh&#228;ngigkeit nicht immer ganz &#252;berzeugt)</p>
<p>Der Text ist ein Repost aus diesem <a href="../../23996/gez-rundfunkgebuehr-staatsferne-vs-realitaetsferne/#comment-11040">Thread</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Der tote &#8220;Grand-Prix-Kandidat&#8221; von Seite 1</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 10:20:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildblog arbeitet den Konflikt Raab vs. Bild sehr anschaulich heraus. Anlass ist der Bildtitel vom Dienstag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bildblog hat die Bild doch irgendwie am <a href="http://www.bildblog.de/16996/der-tote-grand-prix-kandidat-von-seite-1/">besten</a>:</p>
<blockquote><p>Wer &#8220;Bild&#8221; kennt, wei&#223;, dass ihre Berichterstattung eher von solchen Vorgeschichten und einer Sortierung nach Freunden (Dieter Bohlen) und Feinden (Stefan Raab) bestimmt wird, als von irgendwelchen journalistischen Kriterien.</p>
<p>Insofern ist es auch konsequent, dass das Blatt &#252;ber die Sendung &#8220;Unser Star f&#252;r Oslo&#8221; seit ihrem Start vor sechs Wochen zumindest bundesweit nicht berichtet hat.</p>
<p>Bis gestern&#8230;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Klar, Kontrollverlust, aber es ist doch geil</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 10:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Don Alphonso &#252;ber PRler, Werber, Fortschrittsdeppen, Web2.0-Packs, &#220;berrealit&#228;t, Reality-Chats, Radiotheorie und Echtzeit - echte Echtzeit!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde, Don Alphonso wird <a href="http://blogbar.de/archiv/2010/03/11/tretet-sie-zuruck-ins-virtuelle/">wieder besser</a> &#8211; ehrlich:</p>
<blockquote><p>Und so werden sie uns demn&#228;chst erz&#228;hlen, wie lame unser bisheriges Dasein war, so ganz ohne virtuelle Interpreation der Realit&#228;t, ohne Metarealit&#228;t in Echtzeit, Echtzeit, das muss man sich mal vorstellen! Echte Echtzeit, das ist ganz wichtig. Und das dann immer gleich f&#252;r das Netzwerk faven und retweeten, damit es auch jeder weiss und seine Kohlenstoffexistenz entsprechend ausrichten kann. Denn wie cool ist es, wenn alles und jeder weiss, was man auch weiss, und das alles zusammengenommen ist so verdammt viel kl&#252;ger und informativer und l&#246;st alle Probleme schneller, als man es sonst je k&#246;nnte.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie Paul Elmar J&#246;ris auf plumpe Beschwichtigungsrhetorik reinfiel</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 09:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Recherchejournalist J&#246;ris f&#228;llt auf leicht durchschaubare wahltaktische Beschwichtigung herein - und bloggt auch noch stolz dar&#252;ber.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der WDR-Journalist <a href="http://wdrblog.de/landtagsblog/archives/2010/03/was_ist_denn_da_bei_der_spd_lo.html">Paul Elmar J&#246;ris</a> inzeniert sich in einem Blogbeitrag als grandios recherchierender Journalist, der der Hartz-IV-Hannelore-Kraft-Geschichte auf den Grund geht. Hatte SPD-Kraft nicht im Grunde &#228;hnliches gefordert wie FDP-Westerwelle? J&#246;ris recherchiert und findet heraus:</p>
<blockquote><p>Die Sensation ist keine. Die Forderung nach einem &#8220;gemeinn&#252;tzigen Arbeitsmarkt&#8221; steht im SPD-Wahlprogramm, und zwar seit 2006. Es geht auch nicht darum, Hartz-IV-Empf&#228;nger zu einer solchen Arbeit zwangsweise zu verpflichten, sondern denjenigen, die aufgrund gesundheitlicher Einschr&#228;nkungen einfach keinen Job finden, selbst f&#252;r einen Hungerlohn nicht, die Chance zu geben, etwas zu tun.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Ich erinnere mich auch an ein Gespr&#228;ch mit Hannelore Kraft, in dem sie mir von einem Fliesenleger erz&#228;hlte, dessen Knie kaputt waren und der in seinem Beruf nicht mehr arbeiten konnte und nicht unt&#228;tig zu Hause sitzen wollte. Er wollte etwas tun, n&#252;tzlich sein. Das gab ihm W&#252;rde, hatte sie gesagt. Den Ein-Euro-Job hat er deshalb gerne gemacht, nur die Ma&#223;nahme lief aus. &#8220;F&#252;r die m&#252;ssen wir was tun&#8221;, hatte sie gesagt und mir erl&#228;utert, dass sie dieses Problem in die Bundespartei tragen wolle.</p></blockquote>
<p>Ach so: Es geht nur um Flie&#223;enleger, die aus gesundheitlichen Gr&#252;nden nicht mal zu Hungerl&#246;hnen Arbeit finden. Das ist nat&#252;rlich GAAANZ etwas anderes. Und: Das hat dem Recherchejournalisten J&#246;ris die Hannelore ganz pers&#246;nlich schon mal erkl&#228;rt. Toll.</p>
<p>Ich habe selten erlebt, dass ein offenbar angesehender Journalist derart plump auf wahltaktische Beschwichtigungsrhetorik reinf&#228;llt &#8211; und dann auch noch stolz dar&#252;ber bloggt.</p>
<p>Denn: Wie dehnbar diese &#8220;gesundheitlichen Gr&#252;nde&#8221; ausfallen, wird da schon am genannten Beispiel &#252;berdeutlich.</p>
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		<item>
		<title>&#8220;Mallorca-Vizekanzler&#8221; &#8211; The European &#252;ber Westerwelle</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>

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		<description><![CDATA[Alexander G&#246;rlach er&#246;ffnet im European die Hatz auf Guido Westerwelle und fordert seine Entmachtung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The-European-Chefredakteur Alexander G&#246;rlach <a href="http://www.theeuropean.de/419-alexander-goerlach/2589-der-fdp-chef">fordert</a> nichts weniger als die Entmachtung von Guido Westerwelle, dem &#8220;Mallorca-Vizekanzler&#8221;:</p>
<blockquote><p>Guido Westerwelle ist nicht mehr zu halten, denn er positioniert “seine” Partei rechts im politischen Spektrum. Da ist die Partei nicht zu Hause – und die Stimmen aus der <span>FDP</span>, die diesen Schwenk mit Schrecken sehen, mehren sich, wo immer man deren Tr&#228;ger im politischen Berlin trifft und &#252;ber das Thema spricht. Guido Westerwelle wird mit Rechtspopulisten wie Geert Wilders aus den Niederlanden in einem Atemzug genannt. Das hat nichts mehr mit der Tradition Genschers oder Lambsdorffs zu tun, derer sich der <span>FDP</span>-Chef und Au&#223;enminister gerne r&#252;hmt. Es sind auch hier wieder die Leute aus den eigenen Reihen, die zu den &#228;rgsten Widersachern Westerwelles geh&#246;ren. Zu dem Vorwurf des Rechtsschwenks kommt Unverst&#228;ndnis &#252;ber das Verhalten des <span>FDP</span>-Chefs: Er sei schnell eingeschnappt, affektiert, divenhaft. Er schlie&#223;e aus einer kontroversen politischen Sacharbeit auf Zustimmung oder Ablehnung seiner Person.</p></blockquote>
<p>So langsam kann einem Westerwelle auch Leid tun (bei aller <a href="http://carta.info/23571/vizekanzler-im-signierrausch-in-liebe-ihr-gudio-westerwelle/">berechtigten</a> Kritik). Das Gem&#228;kel an der Reisebegleitung durch seinen Lebensgef&#228;hrten grenzt an Homophobie. Die journalistische Hatz auf Westerwelle ist offensichtlich er&#246;ffnet.</p>
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		<title>Slow-Motion Merkel</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 23:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>

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		<description><![CDATA[Europa und Deutschland brauchen F&#252;hrung - aber Merkel will nicht f&#252;hren, schreibt Stefan Theil in einer Newsweek-Titelgeschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das amerikanische Magazin <em>Newsweek </em><a href="http://www.newsweek.com/id/234587">erkl&#228;rt </a>in einer <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/03/08/angela-merkel-us-magazin-newsweek/cover-15356725-mfbh,templateId=renderScaled,property=Bild,width=227.jpg" rel="shadowbox[post-23983];player=img;">Titelgeschichte</a>, warum Merkels Reformaversion langsam zum Problem f&#252;r ihr Land und Europa wird:</p>
<blockquote><p>The problem is that neither Merkel nor her country is in much of a mood to lead. Over the two decades since its reunification, Germany has turned into a sated and inward-looking power concerned more than anything with preserving the status quo. Merkel has become Germany&#8217;s most popular leader since World War II by promising Germans continuity, and won reelection in September 2009 on a platform of avoiding change and reform. Now, however, the crisis over Greece is just one of a growing number of threats to Germany&#8217;s status quo that pit its no-experiments mantra against the urgent necessity for an outward-looking, proactive response.</p></blockquote>
<p>Die Merkel-Skepsis von <em>Newsweek </em>ist &#252;brigens nicht neu. Schon im Oktober 2007 <a href="http://www.welt.de/politik/article1291097/Mrs_Feelgoods_Angst_vor_dem_Risiko.html">schrieb </a>der Berlin-Korrespondent  des Magazins, Stefan Theil, eine merkelkritische Titelgeschichte: &#8220;Lost Leader&#8221;.</p>
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		<title>F&#252;r eine neue &#214;konomie des Journalismus</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 13:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
				<category><![CDATA[ofNote-Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans-Peter Siebenhaar erkl&#228;rt in der SZ, warum der Journalismus ein neues Gesch&#228;ftsmodell braucht und sich die Anbieterlandschaft ver&#228;ndern wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r Hans-Peter Siebenhaar (Medien-Ressortleiter des <em>Handelsblatts</em>) <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/854/501113/text/">sitzt</a> der Journalismus in der &#8220;<strong>Werbefalle</strong>&#8220;. Er k&#246;nne sich auch im Internet nicht mehr &#252;berwiegend von der Reklame finanzieren. Journalismus brauche ein <strong>neues Gesch&#228;ftsmodell</strong>:</p>
<blockquote><p>Es besteht kein Zweifel: Die Zukunft der Medienunternehmen und des Journalismus wird davon abh&#228;ngen, wie schnell und nachhaltig es gelingt, den Kunden f&#252;r Nachrichten, Hintergr&#252;nde, Reportagen und Analyse im Internet und auf dem Handy zur Kasse zu bitten.</p></blockquote>
<p>Dabei gelte aber auch:</p>
<blockquote><p>Die bittere Wahrheit ist: die Verlagsbranche kommt bei einer Umstellung auf Bezahlmodelle um eine <strong>Marktbereinigung</strong> nicht herum. Es geh&#246;rt zu den <strong>Absurdit&#228;ten</strong> der Branche, dass bei jeder Einstellung eines Medienangebots gleich der Untergang des abendl&#228;ndischen Journalismus beschworen wird.</p></blockquote>
<p>Fazit: Ein neues Gesch&#228;ftsmodell und Verlust der alten Angebotsstruktur. Wird Zeit, dass ich dazu mal etwas schreibe&#8230;</p>
<p>Welche Publikation Siebenhaar allerdings in Sachen Marktbereinigung h&#246;chstwahrscheinlich ganz besonders im Auge hat, ist unschwer zu erraten: die FTD.</p>
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