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	<title>CARTA &#187; Robert G. Picard</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Fail often. Fail early. Fail cheap.</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 16:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert G. Picard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Scheitere lieber h&#228;ufig, fr&#252;h und g&#252;nstig: Warum es derzeit nur einen Kardinalfehler f&#252;r Medienunternehmen gibt: Nichts tun und hoffen, dass alles gut wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der rasante technologische Wandel und die darauf folgenden Marktturbulenzen haben die Medienunternehmen in einen Zustand der permanenten Ver&#228;nderung geworfen. Antworten auf diese Situation wird als Unternehmen nur finden, wer sich schnell und zielgenau genug entscheidet, die Chancen zu nutzen und die Position zu sichern.</p>
<p>Die Manager von Medienunternehmen waren bislang festgef&#252;gte Umwelten und ausgefeilte Pl&#228;ne gewohnt. Entsprechend zur&#252;ckhaltend agieren sie nun, wenn es darum geht, schnell und entschieden Gelegenheiten auch dort zu ergreifen, wo man nur sich nur auf vorl&#228;ufiges und l&#252;ckenhaftes Wissen st&#252;tzen kann. Angesichts der turbulenten Umwelt heutzutage braucht es aber Chefs, die die Potenziale neuer Kommunikationsm&#246;glichkeiten schnell einsch&#228;tzen k&#246;nnen und unter unsicheren Umst&#228;nden etwas riskieren.</p>
<p>F&#252;r die F&#252;hrungsetagen klassischer Medienh&#228;user ist ein solches Vorgehen oft verst&#246;rend. Man vertraut dort lieber auf durchgeplante und ausgefeilte Strategien, die erhebliche Investitionen und langfristiges Engagement erfordern. Wer sich aber weigert, Neues auch mal ohne Fahrplan auszuprobieren, der nimmt sich gerade die F&#228;higkeit zur Beweglichkeit und zur Ver&#228;nderung, w&#228;hrend sich die Umst&#228;nde ohnehin &#228;ndern.</p>
<p>Es reicht daher f&#252;r Medienunternehmen nicht aus, sich einfach auf ihre klassischen Gesch&#228;fte zu konzentrieren. Sie m&#252;ssen sich zugleich umschauen, wo sich M&#246;glichkeiten auftun, mit neuen Angebotsformaten auch neue Gruppen zu erreichen. Aber: Es ist wichtig, schnell und kosteng&#252;nstig einzusteigen, auf kleine Erfolge zu bauen und die Sache zu beenden, wenn es nicht funktioniert.</p>
<p><strong>Man sollte lieber h&#228;ufiger, fr&#252;her und nicht so kostspielig scheitern, als alles Riskante vermeiden, Chancen verpassen und sich M&#246;glichkeiten zum Lernen nehmen.</strong></p>
<p>In diesen turbulenten Zeiten ist Scheitern ein Modus von Forschung und Entwicklung: Sachen ausprobieren, sie wieder hinwerfen, wenn nichts dabei rumkommt &#8211; all das geh&#246;rt dazu. Aber man sollte festhalten, was man bei jedem Misserfolg lernt. Der Misserfolg ist lehrreicher als der Erfolg.</p>
<p>Es gibt derzeit f&#252;r Medienunternehmen und Manager nur einen Kardinalfehler: Nichts tun und hoffen, dass alles gut wird.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><em>Dieser <a href="http://themediabusiness.blogspot.com/2009/11/fail-often-fail-early-fail-cheap.html">Text</a> erschient zuererst in Robert Picards Blog <a href="http://themediabusiness.blogspot.com/">The Media Business</a>. Deutsche Version mit freundlicher Genehmigung des Autors.</em> <em>&#220;bersetzung: DP.</em>
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		<title>Micropayments im Online-Journalismus: Kostenfalle Einzelverkauf</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 10:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert G. Picard</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Transaktionskosten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Einzelverkauf von Artikeln gilt vielen Zeitungsverlagen als praktikables Online-Gesch&#228;ftsmodell. Doch damit droht die Kostenfalle, denn das B&#252;ndelprodukt "Zeitung" wird im Netz aufgeschn&#252;rt. Was fehlt, ist die Frage: Was ist der Vorteil f&#252;r den Leser?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Bestreben, nun endlich mit Online-Nachrichten Geld zu verdienen, setzen derzeit einige auf Zahlungspflicht f&#252;r einzelne Artikel, also auf Micropayments. Eine Reihe der f&#252;hrenden US-Verlage denkt &#252;ber ein gemeinsames Bezahlsystem nach. Es soll dem Leser mit einem einzigen Login erlauben, Zeitungsinhalte zu beziehen &#8211; und auch zu bezahlen.</p>
<p>Technisch ist so ein System relativ einfach umzusetzen. <strong>Das Kernproblem stellt vielmehr die richtige Preissetzung dar:</strong> Sie wird auf die Transaktionskosten des Systems und auf die teilweise erheblichen Unterschiede im &#246;konomischen Wert der  Artikel reagieren m&#252;ssen.</p>
<p>Zun&#228;chst einmal m&#252;sste ein gemeinsames Micropayment-System m&#246;glichst alle Zeitungstitel umfassen, um sich branchenweit durchsetzen zu k&#246;nnen. Da&#223; derzeit aber nur die Gro&#223;verlage ein solches System planen, zeigt bereits dessen Kostenproblem: Kleinere Zeitungen w&#252;rden mit ihren wenigen Online-Verk&#228;ufen den ganzen Aufwand unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig erh&#246;hen.</p>
<p>Ein Online-Abrechungssystem f&#252;r alle w&#252;rde genau in jene Kostenfalle laufen, der sich bislang noch jede Verwertungsgesellschaft gegen&#252;ber sah. Die Verwertungsgesellschaften mussten feststellen, dass die Kosten f&#252;r Verwaltung, Monitoring und Zuweisung der Verg&#252;tungen h&#228;ufig h&#246;her sind als die Betr&#228;ge selbst. Verwertungsgesellschaften funktionieren daher nur, wenn die gro&#223;en Rechteinhaber die kleinen subventionieren – und bestimmte Rechte nicht allzu genau abgerechnet werden. Ein detailliertes Monitoring aller relevanten Vorg&#228;nge w&#228;re gar nicht zu bezahlen. Auch ein gemeinsames Abrechungssystem f&#252;r alle US-Zeitungen w&#252;rde in diese Transaktionskostenfalle laufen.</p>
<p>Abrechnungssysteme sind auch in anderen Bereichen sehr teuer und aufw&#228;ndig: Beim Verkauf eines Handy-Klingeltons etwa bekommen Komponist, Interpret usw. nur rund 20 Prozent des Verkaufspreises. Beim digitalen Musikdownload erhalten alle, die mit dem Musikst&#252;ck zu tun haben – vom Komponist bis zur Plattenfirma – weniger als die H&#228;lfte des Verkaufspreises. Der Grund daf&#252;r liegt darin, dass die Verkaufs- und Transaktionskosten hier sehr hoch sind. Allein die Kosten f&#252;r die Nutzung von Kreditkarten erh&#246;hen die Kosten des H&#228;ndlers um 5 bis 7 Prozent.</p>
<p>Die Realit&#228;t dieser Kostenstrukturen wird sich auch in den Bezahlsystemen f&#252;r journalistische Inhalte niederschlagen. Am effizientesten f&#252;r Nutzer und Verlage w&#228;re eine Prepaid-L&#246;sung: Die Leser w&#252;rden ihr Konto aufladen und so die Zahl der Einzelbuchungen verringern. Zus&#228;tzlich k&#246;nnte man f&#252;r gelegentliche Nutzer auch die Zahlung per Kreditkarte anbieten. Dennoch m&#252;sste bei einem solchen System der einzelne Artikel zwischen zwei und zehn Dollar kosten, damit sich der Aufwand noch lohnt.</p>
<p>Das gr&#246;&#223;te Problem besteht allerdings darin, dass einige Artikel den Nutzern mehr wert sein werden als andere; einige Texte werden viel st&#228;rker nachgefragt sein als andere. Dies bedeutet, dass die Verlage bereits <em>im Vorhinein</em> entscheiden m&#252;ssten, welche Artikel in welche Kategorie fallen und welche Preise sie verlangen k&#246;nnen. Sie m&#252;ssten zus&#228;tzliches Personal anstellen, allein um vorab den Wert von Artikeln zu ermitteln – ein kompliziertes und kostspieliges Modell. Die einzig praktikable L&#246;sung w&#228;re hier, einen Durchschnittspreis festzulegen, wodurch die Inhalte freilich st&#228;ndig &#252;ber und unter Wert im Angebot w&#228;ren. Sehr unbefriedigend.</p>
<p><strong>Micropayments einzuf&#252;hren, kann also nicht einfach hei&#223;en, f&#252;r Inhalte Geld zu nehmen.</strong> Es l&#228;uft darauf hinaus, das gesamte Gesch&#228;ftsmodell von Zeitungen im Netz  von Grund auf umzubauen.</p>
<p>Bisher haben Zeitungen alle ihre Inhalte traditionell in einem einzigem Produkt zu einem einzigen Preis angeboten. Im klassischen Verkauf hat ein solches B&#252;ndelprodukt hervorragend funktioniert: Der Leser kauft mehr als er eigentlich will, aber zu einem insgesamt g&#252;nstigen Preis. Der Verlag kann durch die B&#252;ndelung die Verbreitungskosten auf eine Vielzahl von Inhalten umlegen. Zugleich kann er im B&#252;ndel h&#246;her- und minderwertige Artikel zusammen verkaufen – und erzielt dabei einen insgesamt h&#246;heren Preis. Zeitungen haben bislang aus solchen B&#252;ndelstrategien ihre Vorteile zu ziehen gewusst: indem sie die Seiten neben teuren Eigenproduktionen auch mit g&#252;nstigem Agenturmaterial und kostenlosen, &#246;ffentlich verf&#252;gbaren Inhalten gef&#252;llt haben.</p>
<p><strong>Durch das Internet wird das B&#252;ndelprodukt Zeitung aufgeschn&#252;rt.</strong> F&#252;r viele der eher minderwertigen Inhalte k&#228;me ein Einzelverkauf allerdings gar nicht infrage. Denn der Gro&#223;teil der redaktionellen Inhalte ist heutzutage von genau der Machart, bei dem echter Mehrwert aus Sicht des Lesers fehlt. Das Fatale aber an der Entb&#252;ndelung ist: Wenn der geb&#252;ndelte Verkauf aufh&#246;rt und &#252;berwiegend Einzelartikel verkauft werden, werden auch die Transaktionskosten steigen – und die Rentablit&#228;t sinken. Das Resultat werden h&#246;here Preise f&#252;r die Leser sein, was wiederum die Nachfrage sinken lassen wird. Der Einzelverkauf von Artikeln wird zudem den Druck erh&#246;hen, diejenigen Journalisten, die besonders hochwertige Inhalte produzieren, auch zus&#228;tzlich zu verg&#252;ten. Auch auf diesem Umweg k&#246;nnte der Einzelverkauf f&#252;r steigende Kosten sorgen.</p>
<p>Mit Journalismus im Netz Geld zu verdienen, verlangt daher mehr als einfach nur zu sagen: &#8220;Okay, wir nehmen jetzt mal Geld daf&#252;r&#8221;.  Man muss die ganze Wertsch&#246;pfungskette, die gesammte Art, wie Inhalte erzeugt und angeboten werden, &#252;berdenken. Und vor allem, sich mit der Frage besch&#228;ftigen: &#8220;Was hat der Leser davon?&#8221; – Eine Frage, die bislang kaum vorkam.</p>
<p>Die meisten Netzleser kaufen – zumindest in den USA – keine Zeitung. Wenn diese Nutzer nicht f&#252;r Nachrichten auf Papier bezahlen wollen, warum sollten sie es pl&#246;tzlich im Netz tun? Solange die Zeitungen darauf keine Antwort gefunden haben werden, wird jede Entscheidung f&#252;r Bezahlmodelle per Micropayment ungl&#252;cklich enden.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien zuerst auf Englisch bei <a href="http://themediabusiness.blogspot.com/2009/08/transaction-cost-problem-of-newspaper.html">The Media Business</a>. Deutsche &#220;bersetzung: David Pachali/ Robin Meyer-Lucht<br />
</em>
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		<title>Ist der Journalismus am Ende?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 17:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Robert G. Picard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Journalismus ist kein Gesch&#228;ftsmodell, keine Arbeitsstelle, kein Unternehmen, keine Branche, keine Medienart und kein Distributionssystem. Im Kern ist Journalismus eine Aktivit&#228;t. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo immer dieser Tage Journalisten zusammenkommen, da geht es letztlich immer wieder um die Frage: Ist der Journalismus am Ende? Vorahnungsvoll und in ged&#228;mpftem Ton begann die Diskussion vor einigen Jahren. Die Frage ist immer noch ungel&#246;st, jetzt aber wird die Diskussion regiert von Angst und schrillenden Alarmglocken.</p>
<p>Am Grundprinzip des Journalismus gehen die meisten dieser Einsch&#228;tzungen allerdings vorbei: Journalismus ist kein Gesch&#228;ftsmodell, keine Arbeitsstelle, kein Unternehmen, keine Branche, keine Medienart und kein Distributionssystem.</p>
<p><strong>Im Kern ist Journalismus eine Aktivit&#228;t. </strong>Es geht um eine Gesamtheit der Praktiken, mit deren Hilfe Informationen und Wissen gesammelt, aufbereitet und dargeboten werden. Diese Praktiken werden freilich beeinflusst vom Medium, von den Publikationskan&#228;len und von den Finanzierungsmodellen, die den Journalismus st&#252;tzen. Dies sollte man allerdings nicht gleichsetzen.</p>
<p>Dem pessimistischen Blick auf die journalistische Zukunft liegt eine<strong> statische Vorstellung</strong> von Journalismus zugrunde: gleichbeibende Arbeitsg&#228;nge, unver&#228;nderliche Praktiken, Dauergesch&#228;fte und unwandelbare Verbreitungswege. Tats&#228;chlich aber hat sich journalistische Arbeit schon immer weiterentwickelt, um den Parametern und Randbedingungen zu gen&#252;gen, die das Medium und die Publikationskan&#228;le, wie auch die Verlagsh&#228;user und Medienunternehmen gesetzt hatten.</p>
<p><strong>In seinen Anfangsjahren war Journalismus eine Sache von Druckereibesitzern, von Teilzeitschreibern, von Politikern und von Gelehrten</strong>, die sich als Korrespondenten bet&#228;tigten &#8212; nicht von Berufsjournalisten, wie wir sie heute kennen. Im neunzehnten Jahrhundert entstand die Nachrichtenpyramide, sodass die Artikel angesichts der technischen Beschr&#228;nkungen der Telegraphen von unten ab gek&#252;rzt werden konnten. Auch die Besch&#228;ftigten in der Herstellung konnten sie jetzt k&#252;rzen, wenn die Chefredakteure und Reporter schon aus dem Haus waren.</p>
<p><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/06/citizen-kane.jpg"><img class="size-medium wp-image-10613 alignleft" title="Citizen Kane" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2009/06/citizen-kane-300x224.jpg" alt="citizen-kane" width="300" height="224" /></a>Dem pessimistischen Blick auf die journalistische Zukunft liegt eine statische Vorstellung zugrunde: gleichbeibende Arbeitsg&#228;nge, unver&#228;nderliche Praktiken, Dauergesch&#228;fte und unwandelbare Verbreitungswege.</p>
<p>Der professionelle Journalismus des zwanzigsten Jahrhunderts entstand in dem Ma&#223;e, wie journalistische Anstellungen verrechtlicht und &#252;blich wurden und sich journalistische Standardtechniken etablierten. Mit den Radionachrichten entstanden neue Arbeitsg&#228;nge und Praktiken: das &#8220;Rip and Read&#8221;, also das direkte Einf&#252;gen der Tickermeldungen in die laufende Sendung, oder auch die pers&#246;nlichen Kommentare. Mit dem Fernsehen schlie&#223;lich kamen schnelle Nachrichten f&#252;rs Auge hinzu. Die Nachrichtensender im Kabel wiederum entwickelten Techniken, die den unaufh&#246;rlichen Strom der Ereignisse f&#252;hlbar machten und setzten auf repetetive Muster.</p>
<p><strong>Journalistische Praktiken und Arbeitsweisen waren folglich nie unver&#228;nderlich.</strong> Der Journalismus blieb bestehen, indem er sich ver&#228;nderte; indem er den Anforderungen der jeweiligen Verbreitungswege nachkam und<strong> indem er sich an den Finanzierungsm&#246;glichkeiten in seiner Umwelt</strong> ausrichtete.</p>
<p><strong>Der Journalismus wird vielleicht nicht mehr das sein, was er vor zehn Jahren war </strong>(oder in irgendeinem anderen vermeintlich Goldenen Zeitalter), aber seinen Untergang bedeutet das nicht. Verlagsh&#228;user, Medienunternehmen und -angebote m&#246;gen verschwinden, andere m&#246;gen an ihre Stelle treten &#8212; der Journalismus jedoch wird sich wandeln und bestehen bleiben.</p>
<p>Der Journalismus wird sich also wandeln &#8212; nicht, weil er mit einem bestimmten Medium verbandelt w&#228;re; nicht, weil er Arbeitspl&#228;tze bietet oder Rendite einf&#228;hrt, sondern <strong>weil seine gesellschaftliche Funktion wichtig ist</strong>. Wir stehen also nicht vor der Frage, ob der Journalismus untergeht, sondern welche Gestalt er als n&#228;chstes annehmen wird. Unsere Aufgabe besteht darin, dass wir Instrumente finden m&#252;ssen, mit denen wir journalistische Aktivit&#228;ten finanzieren und effektive Verbreitungswege f&#252;r sie f&#246;rdern k&#246;nnen.<br />
<em><br />
Dieser <a href="http://themediabusiness.blogspot.com/2009/06/end-of-journalism.html">Text</a> wurde von Robert G. Picard zuerst in seinem Blog <a href="http://themediabusiness.blogspot.com/">The Media Business</a> ver&#246;ffentlicht. Die &#220;bernahme und &#220;bersetzung erfolgt hier mit freundlicher Genehmigung des Autors. &#220;bersetzung: David Pachali/rml.</em>
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