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	<title>CARTA &#187; Michael Spreng</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Die verlorene Legislaturperiode</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 15:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Schwarz-Gelb so weiter macht, werden sich die W&#228;hler im September 2013 fragen: Warum sollen wir an eine verlorene Legislaturperiode noch eine zweite anh&#228;ngen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder wird eine l&#228;ngst &#252;berf&#228;llige Reform von der schwarz-gelben Regierung auf die lange Bank geschoben – die Reform der Mehrwertsteuer. Kaum eine Steuer tr&#228;gt so absurde Z&#252;ge wie die Mehrwertsteuer. Babywindeln werden mit 19 Prozent besteuert, Hundefutter mit sieben, genauso wie &#220;berraschungseier und Schnittblumen. Das Hotelfr&#252;hst&#252;ck ist mit 19, die &#220;bernachtung nur noch mit sieben Prozent belastet, was, um die h&#246;here Steuer zu umgehen, zur sogenannten &#220;bernachtungspauschale gef&#252;hrt hat.</p>
<p>F&#252;r einen, der bei McDonalds seinen Hamburger im Wagen verzehrt, f&#252;hrt das Unternehmen nur sieben Prozent ab, im Restaurant sind es 19 Prozent. Die Zahl der absurden Beispiele l&#228;sst sich beliebig fortsetzen.</p>
<p>Dennoch trauen sich die CDU/CSU und Finanzminister Wolfgang Sch&#228;uble nicht an die Reform heran. Sie k&#246;nnte ja &#196;rger bedeuten und &#196;rgervermeidung ist das oberste Ziel. Es k&#246;nnte ja gefragt werden, ob nicht endlich der Urs&#252;ndenfall der schwarz-gelben Koalition, die Mehrwertsteuersenkung f&#252;r Hotels, korrigiert werden muss und warum Seilbahnen in Bayern nur mit sieben Prozent besteuert werden.</p>
<p>Also lieber Stillstand. Und das Versprechen des neuen FDP-Chefs Philipp R&#246;sler („Wir werden liefern“) scheint sich schneller als das zu entpuppen, was von Anfang an vermutet wurde: als hei&#223;e Luft.</p>
<p>Die Auseinandersetzung um die Mehrwertsteuer ist symptomatisch f&#252;r die schwarz-gelbe Regierung. Wenn sie einmal von der Historikern beurteilt werden wird, dann k&#246;nnte die &#220;berschrift lauten: Die verlorene Legislaturperiode. Eine Zeit, in der Deutschland nicht vorangekommen ist.</p>
<p>Unterm Strich hie&#223;e die Bilanz: einmal Atomaustieg hin und zur&#252;ck, wieder rein in die Kernenergie und wieder raus, ein bisschen Herumdoktern am Gesundheitssystem, ein schlecht vorbereiteter Ausstieg aus der Wehrpflicht, die Hotelsteuersenkung, ein bisschen Erh&#246;hung des Kindergeldes, am Ende vielleicht eine halbherzige Reform der Einkommensteuer. Au&#223;enpolitische Isolierung durch die Libyenenthaltung. Und ansonsten europ&#228;isches Krisengewurstel. Und eine Fortsetzung der Politik der gro&#223;en Koalition: von der Verl&#228;ngerung des Kurzarbeitergeldes bis zu den Antiterrorgesetzen.</p>
<p>Nirgendwo ein gro&#223;er Wurf, kein Projekt, keine Vision – weder innen- noch au&#223;enpolitisch. Das wird alles sein, was von der geistig-politischen Wende (Guido Westerwelle) &#252;brigbleibt. Daf&#252;r braucht man weder Regierungen noch Regierungswechsel. Dann gilt ein Satz, den R&#246;sler, ein begabter Satiriker, &#252;ber das erste halbe Jahr von Schwarz-Gelb einmal gesagt hat: Die Regierung hat f&#252;nf Monate nichts gemacht, und genau diese Zeit brauchte die Wirtschaft, um sich zu erholen.</p>
<p>Das Rentensystem ist immer noch nicht wirklich demographiefest, die Zersplitterung des Schulsystems hat sich versch&#228;rft, die Steuern bleiben gerade f&#252;r kleine und mittlere Verdiener ungerecht, aber auch f&#252;r H&#246;chstverdiener, die zu wenig bezahlen. Das Gesundheitssystem schlittert von Krise zu Krise. Die Finanzm&#228;rkte sind immer noch nicht ernsthaft reguliert. Und der Zickzackkurs der Kanzlerin in Sachen Europa und Rettungschirme (mal populistisch antieurop&#228;isch, mal parlamentsverachtend, mal in Geberlaune) l&#228;sst immer mehr B&#252;rger am vereinigten Europa und Euro zweifeln.</p>
<p>Wenn Schwarz-Gelb so weiter macht, werden sich die W&#228;hler im September 2013 fragen: Warum sollen wir an eine verlorene Legislaturperiode noch eine zweite anh&#228;ngen?</p>
<p><em><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3666">crosspost</a></em></p>
<p>/th
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		<item>
		<title>Westerwelle: Der tragisch eindimensionale Ex-K&#246;nig der FDP</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 12:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Guido Westerwelle ist an der Eindimensionalit&#228;t seines politischen Denkens und seines Selbstbilds gescheitert. Er wird nicht nur als Parteivorsitzender, sondern auch als Au&#223;enminister zur&#252;cktreten m&#252;ssen, wenn die Erneuerung der FDP gelingen soll. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Guido Westerwelle tritt als der ab, der er seit dem Wahlsieg  2009 war: ein Getriebener. Erst getrieben von der Faszination der  eigenen Wichtigkeit, dann von Hybris und Arroganz, schlie&#223;lich von der  Angst und den eigenen Parteifreunden. Wieder einmal hat ein Politiker  den richtigen Zeitpunkt f&#252;r den Abgang verpasst.</p>
<p>Noch halbwegs respektabel w&#228;re es gewesen,wenn er am Montag nach  den f&#252;r die FDP desastr&#246;sen Wahlergebnissen den R&#252;cktritt erkl&#228;rt h&#228;tte.  Stattdessen versuchte er offenbar mit einer erb&#228;rmlichen Intrige, die  Jung-Talente der FDP f&#252;r einen Sturz Rainer Br&#252;derles und Birgit  Homburgers zu instrumentalisieren, um seinen eigenen Kopf zu retten. Das  musste so schief gehen, wie ihm fast alles seit dem  14,6-Prozent-Wahltriumph schiefgegangen ist: Vom schwarz-gelben  Urs&#252;ndenfall der Hotelsteuer bis zum Libyen-Konflikt. Aus dem  Gl&#252;cksjungen der deutschen Politik war die Pechmarie geworden: alles was  er anpackte, ging daneben.</p>
<p>Gescheitert ist er auch an der Eindimensionalit&#228;t seines politischen  Denkens. Weil er aus der der FDP die Einthemen-Partei f&#252;r  Steuersenkungen gemacht hatte, stand der FDP-K&#246;nig nackt da, als die  Steuersenkungen an der Wirklichkeit zerschellten. Sein Scheitern hat  durchaus tragische Z&#252;ge,  aber er kann niemanden anders daf&#252;r  verantwortlich machen als sich selbst.</p>
<div id="attachment_39585" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/04/westerwelle2.jpg"><img class="size-medium wp-image-39585" title="westerwelle2" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2011/04/westerwelle2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Westerwelle: Sein Scheitern hat durchaus tragische Z&#252;ge,  aber er kann niemanden anders daf&#252;r verantwortlich machen als sich selbst.</p></div>
<p>Westerwelles Selbstbild war seit der Wahl 2009 nie mehr von der  Wirklichkeit gedeckt. Und das Schlimmste: er merkte es nicht.  Stattdessen wurde er immer schriller und lauter, so dass er nur noch die  Trommelfelle, aber nicht mehr die Gehirne der Parteifreunde und W&#228;hler  erreichte.</p>
<p>In den Monaten vor seinem politischen Ende versuchte er, sich noch  einmal neu zu erfinden: als Au&#223;enminister wollte er die Statur  wiedergewinnen, die ihm als Parteichef abhanden gekommen war. Und er  machte vor&#252;bergehend durchaus eine gute Figur, zum Beispiel bei seinem  Einsatz f&#252;r die sich befreienden arabischen V&#246;lker. Aber dann &#252;bermannte  ihn wieder der taktisch &#252;berdrehte Innenpolitiker: mit seiner  Enthaltung im UN-Sicherheitsrat, als es um die (begrenzte)  Milit&#228;rintervention in Libyen ging, wollte er den Schr&#246;der machen, sich  am Pazifismus der Deutschen auf der Popularit&#228;tsleiter wieder nach oben  hangeln.</p>
<p>Das ging ging doppelt schief. Die W&#228;hler glaubten ihm nicht und  honorierten der FDP die ” Haltung” Westerwelles nicht. Und gleichzeitig  isolierte er Deutschland in der UN, in der NATO, in Europa. Derselbe  Mann, der sich peinlich &#252;bertrieben selbst feierte, als Deutschland (zum  zweiten Mal) in den UN-Sicherheitsrat einzog, scheiterte genau an  dieser Mitgliedschaft und ihren Verpflichtungen. Bei der Meisterpr&#252;fung  als Au&#223;enminister durchgefallen – so das weltweite Urteil, auch in der  CDU/CSU und in den eigenen Reihen. Westerwelle sitzt als Au&#223;enminister  auf einem Scherbenhaufen.</p>
<p>Deshalb ist es absurd, dass er genau dieses Amt behalten will. F&#252;r  Deutschland w&#228;re es wichtiger, dass er als Au&#223;enminister abtritt denn  als Parteichef. Und wie soll das funktionieren? Philipp R&#246;sler oder  Christian Lindner als Parteichef und Westerwelle als Au&#223;enminister und  Vizekanzler? Wer bestimmt dann den Regierungskurs der FDP – Westerwelle  im Kabinett oder der neue Parteivorsitzende im Koalitionsausschuss?</p>
<p>Die neue FDP-F&#252;hrung (so sie denn wirklich eine neue wird) muss sich  profilieren – auch gegen&#252;ber dem Koalitionspartner. Sie muss durch eine  Kurs&#228;nderung den schier aussichtslosen Versuch machen, f&#252;r die FDP  neue Glaubw&#252;rdigkeit zu gewinnen. Sie muss neue, alte Themen  wiederentdecken, eine junge, moderne, ideologiefreie Partei der  B&#252;rgerrechte, der Bildung und des Internetzeitalters werden, eine  Partei, die sich nicht von Koalitionstabus an die Kette legen l&#228;sst.</p>
<p>Die FDP muss sich an Karl-Hermann Flach den gro&#223;en FDP-Denker,  zur&#252;ckerinnern, der 1971 schrieb: “Die Befreiung des Liberalismus aus  seiner Klassengebundenheit und damit vom Kapitalismus ist die  Voraussetzung seiner Zukunft”. Wirtschaftsfreundlichkeit darf  nicht  l&#228;nger mit Unternehmensh&#246;rigkeit verwechselt werden. Und die FDP muss  sich neue Spielr&#228;ume schaffen, auch mit neuen, alten Koalitionsoptionen.</p>
<p>Und das alles soll mit einer nach wie vor dominanzs&#252;chtigen,  gescheiterten Figur wie Westerwelle gehen, der seine Finger nie von der  Innen- und Parteipolitik lassen wird? Wenn die FDP nur ihr  Parteipersonal umdekoriert, kann sie den Neuanfang gleich sein lassen.  Sie muss den radikalen Schritt wagen, in der Partei und im Kabinett,  wenn sie wenigstens noch den Hauch einer Chance haben will. F&#252;r sie gilt  jetzt der alte Sponti-Spruch: wir haben keine Chance, nutzen wir sie.</p>
<p>P.S. Die einzige Alternative dazu w&#228;re eine sch&#228;ndliche, die J&#252;rgen  M&#246;llemann mit Westerwelles Duldung schon einmal versuchte hatte, n&#228;mlich  die FDP zu einer rechtspopulistischen Haider-Partei zu machen. Zu einer  Partei, die kleinb&#252;rgerliche &#196;ngste und Ressentiments aufgreift, um auf  der heutigen Woge europa- und islamfeindlicher Stimmungen Stimmen zu  sammeln. Das will hoffentlich keiner In der FDP.</p>
<p><em><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3636">Crosspost vom Sprengsatz-Blog</a>.</em></p>
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		<title>zu Guttenberg: Der Fanpolitiker</title>
		<link>http://carta.info/38618/zu-guttenberg-der-fanpolitiker/</link>
		<comments>http://carta.info/38618/zu-guttenberg-der-fanpolitiker/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 13:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit zu Guttenberg ist die Popkultur in die politische Kultur eingebrochen. Der “Popstar” zu Guttenberg hat Millionen Fans wie ein wirklicher Rockstar - ein Ph&#228;nomen, das man bisher allenfalls von Berlusconi und den italienischen W&#228;hlern kannte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Der gemeine W&#228;hler ist ein untreuer Geselle, wankelm&#252;tig,  unberechenbar, bindungslos wandert er mal zur einen, mal zur anderen  Partei. Mal w&#228;hlt er gar nicht, mal entscheidet er sich erst in letzte  Minute. Im Grunde ist der W&#228;hler den Parteien ein Gr&#228;uel. Und das beruht  auf Gegenseitigkeit: der gemeine W&#228;hler h&#228;lt die meisten Politiker f&#252;r  karrieregeile Nichtsk&#246;nner, die nur an sich denken.</p>
<p>Wehe aber, wenn der W&#228;hler liebt. Dann liebt er bedingungslos.</p>
<p>Womit wir bei den Fans von Karl Theodor zu Guttenberg sind. Nichts  kann sie von ihrer Liebe zu ihrem Idol abbringen. Weder sein  Meinungswechsel in Sachen Kundus-Bombardements und der Rauswurf der  S&#252;ndenb&#246;cke, noch sein – auf Zuruf von <em>BILD</em> – schneller Stellungswechsel  in Sachen “Gorch Fock”, als zu Guttenberg den Kapit&#228;n suspendierte, dem  er kurz zuvor noch eine faire Behandlung zugesichert hatte. Und erst  recht nicht zu Guttenbergs plagiatdurchsetzte Doktorarbeit. Wer liebt,  der verzeiht.</p>
<p>Zu Guttenberg profitiert davon, dass die Popkultur in die politische  Kultur eingebrochen ist. Das ist ein v&#246;llig  neues Ph&#228;nomen, das man  bisher allenfalls von Berlusconi und den italienischen W&#228;hlern kannte.  Der “Popstar”, der “Superstar”, wie zu Guttenberg genannt und gefeiert  wurde, hat Millionen Fans wie ein wirklicher Pop- oder Rockstar.</p>
<p>Und diese Fans sind treu. So, wie Enth&#252;llungen &#252;ber Drogenexzesse  den Fan eines Rockstars nicht  ersch&#252;ttern k&#246;nnen,  so kann eine  gef&#228;lschte Doktorarbeit den Guttenberg-Fan nicht von seinem Idol  trennen. Im Gegenteil: ihre Liebe und Verehrung wird umso st&#228;rker, je  mehr ihr Idol angegriffen wird, weil sie glauben, es besch&#252;tzen zu  m&#252;ssen.</p>
<p>Vorw&#252;rfe, insbesondere in den Medien, sind in den Augen der Fans  entweder frei erfunden, l&#228;cherliche Bagatellen oder Teil einer Kampagne.  <strong>Fakten werden ignoriert. Die Fans haben sich ein Bild von ihrem Idol  gemacht. W&#252;rden sie sich abwenden, w&#252;rden sie ihre selbstgeschaffene  Illusion zerst&#246;ren</strong>. Auf wen sollen sie dann ihre W&#252;nsche und Sehns&#252;chte  projizieren?</p>
<p>Und genau wegen dieser Mechanismen kann zu Guttenberg Minister  bleiben. Keine Kanzlerin, kein Parteivorsitzender kann es sich  erlauben, der Zorn dieser Millionen Fans auf sich zu ziehen. Sie oder er  w&#252;rden von den Fans hart abgestraft – bei den Wahlen in Rheinland-Pfalz  und Baden-W&#252;rttemberg. Und sp&#228;ter bei der Bundestagswahl.</p>
<p>Der Verteidigungsminister ist im Grunde eine politisch selbst&#228;ndige  Figur, der Oberbefehlshaber einer Schatten-Fan-Armee, die er jederzeit  gegen die eigene Partei aufmarschieren lassen k&#246;nnte. Sie macht ihn  unabh&#228;ngig von Angela Merkel oder Horst Seehofer.</p>
<p>Solange zu Guttenbergs Band zu seinen Fans h&#228;lt (gepflegt von den  Fanorganen <em>BILD</em> und <em>Bunte</em>), solange ist er unst&#252;rzbar. Der  <strong>Fanpolitiker</strong> ist so dem reinen Parteipolitiker haushoch &#252;berlegen,  der mit der Bindungslosigkeit der W&#228;hler zu k&#228;mpfen hat.</p>
<p>Solche Fans sind nat&#252;rlich das Gegenteil des kritischen  Staatsb&#252;rgers, der sein Urteil immer wieder hinterfragt.<strong> Fans setzen die  Selbstreinigung der Demokratie au&#223;er Kraft </strong>und sie legen die  Kontrollfunktion der Medien lahm. Aber die Medien (auch die sogenannten  seri&#246;sen) d&#252;rfen sich nicht beschweren: sie haben das unverwundbare Idol  miterschaffen.</p>
<p>P.S. Ich m&#246;chte in den n&#228;chsten Jahren von der CDU/CSU kein Wort mehr  &#252;ber Werte h&#246;ren.</p>
<p><em><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3616">Crosspost</a> von wunderbaren <a href="http://www.sprengsatz.de/">Sprengsatz-Blog</a> mit freundlicher Genehmigung des Autors. Kommentare gerne auch dr&#252;ben.</em></p>
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		<title>Der BILD-Minister</title>
		<link>http://carta.info/37484/bild-minister-zu-guttenberg/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 10:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Editors Pick]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Heinz-Oskar Vetter, dem fr&#252;heren DGB-Vorsitzenden, stammt der Satz: “Wer sich in BILD begibt, kommt darin um”. So weit ist es zwar bei Verteidigungsminister zu Guttenberg noch nicht, aber seine N&#228;he zu BILD k&#246;nnte f&#252;r ihn verh&#228;ngnisvoll werden. BILD war ma&#223;geblich daran beteiligt, ihn zum beliebtesten Politiker hochzuschreiben. Welche Rolle spielt die Zeitung bei seinem m&#246;glichen Abstieg?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Guttenberg posierte in Top-Gun-Pose auf Seite 1 f&#252;r die 3D-Ausgabe  von BILD, seine Frau ist Botschafterin der BILD-Aktion “Ein Herz f&#252;r  Kinder”. <strong>Kaum ein Zeitungstag ohne zu Guttenberg</strong>. Er verkaufte sich  selbst gut und verkaufte sich auch gut. Immer wieder feierte ihn BILD  seitenweise und verteidigte ihn und seine Frau, wenn Kritik aufkam – zum  Beispiel an der Reise seiner Ehefrau mit ihm nach Afghanistan: “Wir  finden sie gutt”. Und eine mit zu Guttenbergs  befreundete BamS-Redakteurin schrieb seine liebevolle Biographie.</p>
<p>Jetzt k&#246;nnte zu Guttenbergs N&#228;he zu BILD zumindest zum Karriereknick  f&#252;hren. Am vergangenen Freitag warnte zu Guttenberg in der  “Gorch-Fock”-Aff&#228;re noch vor Vorverurteilung, um dann am selben Tag kurz  vor Mitternacht nach dem Anruf eines BILD-Redakteurs den Kommandanten  zu suspendieren. Die Zeitung mit dem Bericht &#252;ber weitere Missst&#228;nde auf  dem Segelschulschiff war noch gar nicht erschienen, als der bis dahin  angesehene Offizier schon abberufen war.</p>
<p>So viel zum Thema Vorverurteilung und dar&#252;ber, wie bei der Bundeswehr  eine objektive Untersuchung aussieht. Eine Zeitung aber kann nie der  Ratgeber eines Ministers sein, denn sie hat ihre eigene Logik, die nur  in Sch&#246;nwetterzeiten mit der des Politikers &#252;bereinstimmt.</p>
<p>Und in der Aff&#228;re um den Tod eines Soldaten in Afghanistan, der  angeblich beim Waffenreinigen starb, informierte zu Guttenbergs   parlamentarischer Staatssekret&#228;r Kossendey zu einem Zeitpunkt das  Parlament falsch, als schon l&#228;ngst klar war, dass der Soldat Opfer eines  Kameraden wurde, der offenbar “in spielerischer Weise” mit seiner Waffe  umging.</p>
<p><strong>Zu Guttenberg hat zumindest sein Ministerium nicht im Griff.</strong> Information ist aber in einem solch skandaltr&#228;chtigen Ministeriums nicht  nur eine Bring-, sondern auch eine Holschuld. Zu Guttenberg, der  w&#228;hrend einer Reise mit der Kanzlerin vom Tod des Soldaten erfuhr, h&#228;tte  sich selbst erkundigen m&#252;ssen, was es Neues in dem Fall gibt.  Denn offenbar wusste er schon sehr fr&#252;h, dass ein zweiter Soldat  beteiligt war.</p>
<p>Der Verteidigungs- und Medienminister in eigener Sache, der immer  darauf aus war, “bella Figura” zu machen, macht keine gute Figur. Er  darf sich auch nicht wundern, dass jetzt alle &#252;ber ihn herfallen und  auch diejenigen ihn runterzuschreiben versuchen, die ihn vorher  hochgeschrieben haben. So sind halt die Gesetze der Medien, so ist der  ber&#252;hmte Paternoster-Effekt. Und die politischen Neider, die eine  sichere Zweidrittel-Mehrheit im Bundestag haben, fallen jetzt nur zu  gern &#252;ber zu Guttenberg her. Es gibt keinen funktionierenden Firewall  f&#252;r zu Guttenberg mehr – weder gegen&#252;ber den Medien noch im Verh&#228;ltnis  zu Parlament und Regierungsparteien.</p>
<p>Wenn er daraus lernt, kann zu Guttenberg die Skandale und Aff&#228;ren  &#252;berstehen. Lernen hei&#223;t: Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Sich selbst  k&#252;mmern, im Ministerium und in der Truppe aufr&#228;umen, ein Fr&#252;hwarnsystem  installieren, die Informationswege neu organisieren. <strong>Mehr Ministerium,  weniger Medien</strong>. <strong>Mehr harte Arbeit, kein Medien-Posing und  keine Homestories mehr, weniger gesellschaftliche Auftritte</strong>. Wenn zu  Guttenberg das macht, kann er die Aff&#228;ren &#252;berstehen und dann vielleicht  sogar gest&#228;rkt daraus hervorgehen.</p>
<p><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3593">crosspost</a>
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		<title>Die CDU und die Liebe zu Westerwelle</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 16:42:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr 2011 wird inhaltlich weitgehend politikfrei bleiben, prognostiziert Michael Spreng, der bei der CDU eine neue Liebe zu Guido Westerwelle aufkommen sieht und bei der SPD grunds&#228;tzlich wenig Neues. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prognosen sind bekannterma&#223;en deshalb so schwierig, weil sie die Zukunft betreffen. Einige m&#246;chte ich f&#252;r das Jahr 2011 dennoch wagen<strong>. Die CDU/CSU wird in den n&#228;chsten Wochen ihre Liebe zu Guido Westerwelle entdecken</strong>. Ein angebliches Geheimtreffen der drei Parteivorsitzenden zur Stabilisierung Westerwelles wird schon vermeldet. Publizistische Unterst&#252;tzungskampagnen sind zu erwarten. Die Dreik&#246;nigsrede wird als Comeback des FDP-Chefs gefeiert werden. Langsam d&#228;mmert den Unionsparteien und ihren Unterst&#252;tzern, was sie an Westerwelle haben. Er steht – auch notgedrungen &#8211; fest an der Seite der CDU/CSU und garantiert zumindest bis 2013 die b&#252;rgerliche Mehrheit. Ein Ausbruch in Richtung Ampel ist von ihm nicht zu bef&#252;rchten.</p>
<p>Bei seinem m&#246;glichen Nachfolger Christian Lindner kann die CDU/CSU nicht so sicher sein. Dass ihn ausgerechnet Frau Leutheusser-Schnarrenberger f&#252;r h&#246;here &#196;mter empfiehlt, verst&#228;rkt das Misstrauen. Lieber einen angeschlagenen, aber kalkulierbaren Westerwelle als einen unkalkulierbaren Lindner, so die &#220;berlegung in der CDU/CSU.</p>
<p>Es w&#228;re keine &#220;berraschung, wenn die Unionsparteien zur Unterst&#252;tzung des angeschlagenen FDP-Chefs inhaltliche Konzessionen machen w&#252;rden. Stichworte: Mehrwertsteuerreform, Ank&#252;ndigung von Steuersenkungen f&#252;r 2013/2014. Sie werden ihn aber nicht retten k&#246;nnen, falls die FDP in Rheinland-Pfalz und Baden-W&#252;rttemberg an der F&#252;nf-Prozent-H&#252;rde scheitert.</p>
<p><strong>Die einzige national wichtige Wahl im sogenannten Superwahljahr 2011 ist die in Baden-W&#252;rttemberg</strong>. Die Ergebnisse der anderen sechs Landtagswahlen sind politisch schon eingepreist. Der Wahlsieg der SPD in Hamburg genauso wie die Wiederwahl Kurt Becks in Rheinland-Pfalz. Beide werden in rot-gr&#252;ne Regierungen m&#252;nden. Auch die Fortsetzung der gro&#223;en Koalition in Sachsen-Anhalt kann als sicher gelten (die SPD wird keinen Regierungschef der Linkspartei akzeptieren).</p>
<p>Bremen und Mecklenburg-Vorpommern spielen bundesweit keine Rolle. In Schwerin k&#246;nnten lediglich die Partner wechseln – statt gro&#223;er Koalition Rot-Rot. Und in Berlin geht es lediglich um Wowereit oder K&#252;nast, ein prinzipieller Machtwechsel steht nicht an. Also Baden-W&#252;rttemberg. Hier entscheidet sich alles. Kommt die FDP noch einmal in den Landtag, dann ist ein Weiterregieren von Schwarz-Gelb nicht ausgeschlossen, wenn die Linkspartei an der F&#252;nf-Prozent-H&#252;rde scheitert. Baden-W&#252;rttemberg ist kein Ernst- und L&#246;tzsch-Land. Die Arbeitslosigkeit ist sehr  niedrig, die sozialen Verwerfungen geringer als in anderen Bundesl&#228;ndern. Am wahrscheinlichsten ist die erste gr&#252;n-rote Regierung, aber auch eine gro&#223;e Koalition ist nicht ausgeschlossen, falls die Linkspartei doch reinkommt.</p>
<p>F&#252;r die CDU w&#228;re der Regierungsverlust in ihrem Stammland ein Desaster. Aber Angela Merkel wird’s &#252;berleben – mangels Alternativen und weil sie die Schuld f&#252;r den Machtverlust auf die FDP schieben kann. Aber die Kanzlerinnend&#228;mmerung w&#252;rde beginnen. Denn die W&#228;hler, die die FDP seit der Bundestagswahl verloren hat, sind spurlos verdampft. Kaum einer ist zur CDU zur&#252;ckgekehrt, wie die Umfragen zeigen. Es g&#228;be dann auch amtlich in Deutschland keine b&#252;rgerliche Mehrheit mehr. In der CDU/CSU wird man sich wehm&#252;tig an die gro&#223;e Koalition erinnern.</p>
<p>F&#252;r die SPD f&#228;ngt 2011 in Hamburg und Rheinland-Pfalz stark an, um dann wieder in der Tristesse schlechter Wahlergebnisse zu versinken. Die Diskussion, ob Sigmar Gabriel der richtige Mann an der Spitze ist, wird sich verst&#228;rken. Der Hamburger Wahlsieger Olaf Scholz und die NRW-Ministerpr&#228;sidentin Hannelore Kraft werden als m&#246;gliche Kanzlerkandidaten gehandelt werden. Also wenig Neues von der SPD.</p>
<p><strong>Inhaltlich wird 2011 ein weitgehend politikfreies Jahr</strong>. Au&#223;er der Reform der Pflegeversicherung und den Hartz-IV-Abschlussarbeiten steht nichts auf dem nationalen Terminkalender. Die politische Agenda wird auch 2011 in erster Linie von der EU diktiert.</p>
<p><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3575">Crosspost</a> mit freundlicher Genehmigung des Autors.
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		<title>Die Stunde der Heuchler</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 14:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[FDP]]></category>
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		<category><![CDATA[Liberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Brüderle]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Spreng sieht den Sturz Guido Westerwelles bevorstehen und geht mit der FDP hart ins Gericht: Sie muss jetzt zu einer jungen Partei werden und mit einem radikalen Generationswechsel neu anfangen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es fehlt nur noch der Satz “Guido Westerwelle ist und bleibt Parteivorsitzender”, angelehnt an den ber&#252;hmten Satz Rainer Barzels, der endg&#252;ltig den Sturz Ludwig Erhards einleitete:  “Ludwig Erhard ist und bleibt Bundeskanzler”. In der FDP ist jetzt <strong>die Stunde der Heuchler</strong>. Keine der Durchhalteparolen und Solidarit&#228;tserkl&#228;rungen aus der Parteispitze f&#252;r Westerwelle ist ernst gemeint. Das ist nur noch die klassische rituelle Begleitmusik f&#252;r den Sturz.</p>
<p>Im besten Fall hoffen die angeblichen Westerwelle-Freunde, ihm so den Abgang zu erleichtern, indem sie Westerwelle wenigstens scheinbar das Gesetz des Handelns &#252;berlassen. Aber nicht zum Bleiben, sondern nur noch f&#252;r den R&#252;cktritt. Die R&#246;slers, Br&#252;derles und Leutheusser-Schnarrenbergers wollen ihn so das Gesicht wahren lassen, damit er nicht als Getriebener, sondern als scheinbar aktiv Handelnder abtritt. Aber dieser Zeitpunkt ist l&#228;ngst &#252;berschritten.</p>
<p><strong>Westerwelle kann nichts mehr gegen seinen Sturz tun</strong>. Er kann sich auch nicht mehr neu erfinden: seine Rollen sind ausgespielt – vom forschen Generalssekret&#228;r &#252;ber den Spa&#223;parteivorsitzenden, vom M&#246;llemann-Freund, der monatelang tatenlos der Haiderisierung der FDP zuschaute, bis zum Chef einer Ein-Themen-Partei, vom erfolgstrunkenen Wahlsieger bis zum starrsinnigen Loser. Westerwelles letzte Rolle ist der verpatzte Abgang. Sein politisches Ende wird so oder so unr&#252;hmlich. Und wenn er Pech hat, verliert er auch noch das Au&#223;enministerium. Zur&#252;cktreten ist eben auch eine Kunst.</p>
<p>Jetzt m&#252;ssen die W&#228;hler besorgen, wozu die Schrumpf-FDP nicht  mehr die Kraft hat, n&#228;mlich ihren Parteichef loszuwerden. In Hamburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-W&#252;rttemberg werden die W&#228;hler der FDP voraussichtlich drastisch vor Augen f&#252;hren, dass auch der organisierte Liberalismus (wenn die FDP &#252;berhaupt noch liberal ist) aussterben kann. <strong>Diese FDP ist keine sch&#252;tzenswerte Art mehr</strong>.</p>
<p>Die FDP hat gar keine andere Alternative mehr, als zu einer jungen Partei zu werden, die die B&#252;rgerrechte wiederentdeckt und endlich einsieht, dass die soziale Marktwirtschaft auch vom Kapitalismus zerst&#246;rt werden kann. Lieber das Risiko einer Partei mit 30-j&#228;hrigen an der Spitze eingehen (Christian Lindner, Philipp R&#246;sler, Daniel Bahr) als das Sterben noch mit einem 65-j&#228;hrigen &#220;bergangsvorsitzenden zu verl&#228;ngern. Rainer Br&#252;derle w&#228;re f&#252;r neue oder wiederzugewinnende alte FDP-W&#228;hler so attraktiv wie Helmut Kohl 1998.</p>
<p>Diejenigen, die vorsorglich f&#252;r den Fall des Westerwelle-Sturzes seit Monaten den pf&#228;lzischen Babbeler zum “Mr. Aufschwung” hochschreiben, damit die FDP in den “richtigen”, wirtschaftsfreundlichen H&#228;nden bleibt, haben die Rechnung ohne die W&#228;hler gemacht. Die wissen sehr genau: Wenn einer &#252;berhaupt nichts f&#252;r den Aufschwung kann, dann ist das Br&#252;derle. Nur ein <strong>r</strong><strong>adikaler Generationswechsel</strong> k&#246;nnte zu einer glaubw&#252;rdig erneuerten FDP f&#252;hren – wenn dieser Zeitpunkt nicht auch schon &#252;berschritten ist.</p>
<p>Alle reden &#252;ber eine weitere Zersplitterung des Parteiensystems. Es k&#246;nnte aber auch anders kommen – zur R&#252;ckkehr zum Vierparteiensystem, bestehend aus CDU/CSU, SPD, Gr&#252;ne und Linkspartei.</p>
<p><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3566">Cross-Post</a> mit freundlicher Genehmigung des Autors, der zugleich auch seinen Beitrag &#8220;<a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3470">Eine letzte Chance f&#252;r die Liberalen</a>&#8221; (auf seinem Sprengsatz-Blog) empfiehlt.
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=36698&amp;md5=da17b2051d4189c75a01368966cec8db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Zyniker und Stuttgart 21: Eine fatale Situation f&#252;r die Demokratie</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 12:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>

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		<description><![CDATA[In Baden-W&#252;rttemberg kann es nur noch Verlierer geben. Aus "Stuttgart 21" sollte man jedoch die Lehre ziehen, Gro&#223;projekte dieser Art, die tief in das gewohnte Leben und in die Umwelt der B&#252;rger eingreifen, dem Volk zur Abstimmung zu stellen, da sie anders nur schwer kommunizierbar sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/49fd61bfacca4939816cd359bc4a468f" alt="" width="1" height="1" />Dumm gelaufen: die Autonomen sind nicht gekommen. Die neue  Gro&#223;demonstration in Stuttgart (50.000 bis 100.000 Teilnehmer) blieb  friedlich. Keine Gewalt, von keiner Seite. Dumm gelaufen f&#252;r  Ministerpr&#228;sident Stefan Mappus und seinen Innenminister, dumm gelaufen  auch f&#252;r BILD, die schon den “B&#252;rgerkrieg”  beschwor und glaubte, an  zwei tote Polizisten bei den Auseinandersetzungen um die Startbahn West  erinnern zu m&#252;ssen. Und Cem &#214;zdemir braucht nicht wieder tief in die  Demagogiekiste greifen und Mappus mit Putin vergleichen.</p>
<p>So zynisch ist der Kampf um “Stuttgart 21″ inzwischen. So zynisch  kann Politik sein. <strong>Es geht im gro&#223;en Spiel um die Macht in Deutschland  kaum noch um um den neuen Bahnhof</strong>, sondern darum: Was kann man daraus  machen? Kann eine Partei wie die CDU ihren Untergang in  Baden-W&#252;rttemberg (und eine nachhaltige Besch&#228;digung ihrer  Kanzlerin) noch abwenden und sich mit einer Kriminalisierung der  Proteste als Garant von Recht und Ordnung, als Schutzmacht eines  verunsicherten B&#252;rgertums, noch einmal selbst an den Haaren aus dem  Sumpf ziehen?</p>
<p>Auf der anderen Seite die Gr&#252;nen: Gelingt das Projekt, sich mithilfe  von “Stuttgart 21″ zur Volkspartei aufzuschwingen und den ersten gr&#252;nen  Ministerpr&#228;sidenten zu stellen? Von der Politik instrumentalisiertes  Fu&#223;volk sind dabei die Demonstranten, die von Gro&#223;projekten, die ihr  Leben ver&#228;ndern, die Nase voll haben, die aber das Machtspiel nicht  durchschauen. Die SPD spielt &#252;brigens dabei &#252;berhaupt keine Rolle, au&#223;er  der Rolle einer grundsatzlosen, sich selbst marginalisierenden Partei.</p>
<p>Das ist die eine Seite der Medaille, die andere: Es beweist sich  wieder einmal der Satz, dass man nur Politik durchsetzen kann, die auch  kommunizierbar ist. Neudeutsch gesagt: die B&#252;rger mitnehmen. In  Stuttgart ist sicher alles korrekt gelaufen, von den Parlamenten bis zu  den Gerichten. Aber offenbar glaubten die Verantwortlichen, das reiche.  Es reicht aber nicht. <strong>Viele B&#252;rger merken erst, worum es geht, wenn die  Bagger kommen und die ersten B&#228;ume fallen.</strong></p>
<p>Wer nicht t&#228;glich neu um die Zustimmung der B&#252;rger wirbt, nicht  differenziert argumentiert, nicht versteht, die Vorteile von “Stuttgart  21″ (so es sie denn gibt) immer wieder zu betonen, der beh&#228;lt zwar  recht, verliert aber die Zustimmung der Bev&#246;lkerung. An diesem Punkt ist  der Kampf um “Stuttgart 21″ jetzt. Es gibt keine Kompromisse mehr, es  geht um alles oder nichts. Eine fatale Situation f&#252;r die Demokratie.</p>
<p>In Baden-W&#252;rttemberg kann es nur noch Verlierer geben: Selbst dann,  wenn sie (zusammen mit der trostlosen SPD) die Landtagswahl gewinnen  sollten, sind die Gr&#252;nen auch Verlierer. Dann m&#252;ssen sie den B&#252;rgern  erkl&#228;ren, woher sie die drei Milliarden Euro nehmen wollen, die ein  Projektstopp kostet und wer daf&#252;r bezahlen soll. Dann kann die Stimmung  schnell wieder in die andere Richtung kippen.</p>
<p>Die einzige Lehre, die man aus &#8220;Stuttgart 21&#8243; ziehen kann ist die,  dass Gro&#223;projekte dieser Art, die tief in das gewohnte Leben und in die  Umwelt der B&#252;rger eingreifen, dem Volk zur Abstimmung gestellt werden  m&#252;ssen. Und zwar vorher und nicht erst, wenn der sprichw&#246;rtliche Zug  schon abgefahren ist. Volksabstimmungen und Volksentscheide auf  kommunaler und auf Landesebene zur Legitimierung politischer  Gro&#223;vorhaben sind der einzige Weg, um Gro&#223;konflikte wie in Stuttgart  k&#252;nftig zu verhindern.</p>
<p><em><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3502">Crosspost</a>.</em>
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		<title>Der falsche Pr&#228;sident</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 10:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt r&#228;cht sich, dass Angela Merkel nicht den Besten zum Bundespr&#228;sidenten ausgew&#228;hlt hat: Wulff hat nicht die kl&#252;geren Gedanken als die Parteipolitiker, er findet keine tiefersch&#252;rfenden Worte. Hat Wulff seine "Stufe der Inkompetenz" erreicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/b39e8c35d4cd48eda229354865168b99" alt="" width="1" height="1" />Vor 41 Jahren Jahren formulierte der amerikanische Psychologie-Professor Lawrence J. Peter sein Peter-Prinzip: “In einer Hierarchie neigt jeder dazu, bis zu seiner Stufe der Inkompetenz aufzusteigen”. Sein &#252;berzeugendstes Beispiel war der Lehrer, der zum Rektor bef&#246;rdert wird und scheitert, weil ein guter P&#228;dagoge noch lange keiner guter Verwaltungsfachmann ist.</p>
<p>Das Peter-Prinzip hat seitdem zeitlose G&#252;ltigkeit. Es gilt auch f&#252;r politische Hierarchien: Volker Kauder war ein guter CDU-Generalsekret&#228;r in Baden-W&#252;rttemberg, deshalb ist er aber noch lange kein guter Fraktionsvorsitzender im Bundestag. Oder Ministerpr&#228;sident Matthias Platzeck kein guter SPD-Chef. Oder Frank Walter Steinmeier kein guter Kanzlerkandidat. Das ist oder war in allen F&#228;llen die eine Stufe zu hoch.</p>
<p>Wenn einer die Stufe der Inkompetenz erreicht hat, kann man ihn nach Professor Peter nur noch durch die seitliche Arabeske loswerden. So war es bei G&#252;nther Oettinger, der in die EU-Kommission entsorgt wurde. Was aber macht man, wenn ein Politiker als Bundespr&#228;sident die Stufe der Inkompetenz erreicht hat? Dann muss man ihn behalten, sich ihn sch&#246;nreden, ihn erdulden oder ignorieren.</p>
<p>Nicht jeder ordentliche Ministerpr&#228;sident ist ein guter Bundespr&#228;sident. Im Fall Wulff ist das aber keine &#220;berraschung (siehe auch mein Beitrag <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3431">“Der Zuckerwatte-Pr&#228;sident”</a>). Und all jene, die seine freundlich formulierten Banalit&#228;ten f&#252;r politisches Manna hielten, m&#252;ssen jetzt erkennen, dass zum Profil des Bundespr&#228;sidenten mehr geh&#246;rt: er muss &#252;ber den Parteien, &#252;ber den tagesaktuellen Auseinandersetzungen stehen, geistige Orientierung geben, das rechte Wort zur rechten Zeit finden, die B&#252;rger sich in seinen Handlungen und &#196;u&#223;erungen wiederfinden lassen.</p>
<p>Was aber macht Wulff? Er mischt sich in Tagesh&#228;ndel ein (seine R&#252;cktrittsempfehlung f&#252;r Adolf Sauerland), r&#228;t der Bundesbank &#246;ffentlich zum Rauswurf von Thilo Sarrazin und verstrickt sich anschlie&#223;end in eine unw&#252;rdige Rettungsaktion seiner eigenen Position. Ansonsten &#228;u&#223;ert er sich genauso banal wie fr&#252;her, nur f&#228;llt es jetzt mehr auf  – und erdr&#252;ckend auf ihn und das h&#246;chste Staatsamt zur&#252;ck.</p>
<p>Als ein tiefersch&#252;rfendes und befriedendes Wort zur Integration notwendig gewesen w&#228;re, sagte Wulff nur: “Wichtig ist eine substanzielle und sachliche Debatte &#252;ber Integration”. Zum Graben, der West- und Ostdeutschland immer noch trennt, fiel ihm nur ein: “Wir sollten auch das Positive, die unendlich vielen Gemeinsamkeiten betonen”. Und zur Kluft zwischen den Parteien und dem Volk sagte er: “Heute begleitet die Politiker viel H&#228;me, viel Spott, viel Misstrauen – mehr als fr&#252;her. Das kann nicht so bleiben”.</p>
<p>In diesen &#196;u&#223;erungen zeigt sich ein Grundfehler seines Amtsverst&#228;ndnisses: der Bundespr&#228;sident hat nicht zur Debatte aufzufordern, er muss sie anf&#252;hren. Und zwar mit kl&#252;geren Gedanken und besseren Antworten als die, mit denen sich Parteipolitiker &#252;ber die Runden zu retten versuchen. Ein Bundespr&#228;sident ist Vordenker, wie es Richard von Weizs&#228;cker mit seiner Rede zum 8. Mai eindrucksvoll bewiesen hat, nicht randst&#228;ndiger Begleiter der &#246;ffentlichen Debatte.</p>
<p>Jetzt r&#228;cht sich, dass Angela Merkel nicht den Besten zum Bundespr&#228;sidenten ausgew&#228;hlt hat, sondern den partei- und koalitionspolitisch passendsten. Mit jedem Tag von Wulffs bisheriger Amstzeit wird man schmerzlich daran erinnert, dass der Bessere, Joachim Gauck, die Pr&#228;sidentenwahl verloren hat.</p>
<p>Gauck h&#228;tte weder bei Carsten Maschmeyer Urlaub gemacht, noch eine so unw&#252;rdige Pressekonferenz zusammen mit dem DFB gegeben wie Christian Wulff. Und er h&#228;tte sicher in der aufgeheizten Integrationsdebatte das richtige Wort gefunden. Aber h&#228;tte, w&#228;re, wenn – was hilft’s. Jetzt m&#252;ssen wir mit Christian Wulff leben. Auf ihm lastet jetzt ein ungeheurer Druck: er muss mit seiner Rede am 3. Oktober all das wieder wettmachen, was er bisher falsch oder nicht gemacht hat. Er muss mit Geist und der Kraft der Sprache den sich verfestigenden Eindruck widerlegen, das er der falsche Pr&#228;sident ist. Ob ihm das noch gelingen kann? Einen Tag vor ihm spricht Joachim Gauck.</p>
<p><em><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3490">Crosspost</a>.</em>
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<a href="http://carta.info/34064/der-falsche-praesident/">Der falsche Pr&#228;sident</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/34064/der-falsche-praesident/#comments">7 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=34064&amp;md5=8e0799c4532dfee9c69cf6440595745d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die geheime Strategie von Schwarz-Gelb: Aufschwung</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 12:30:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angela Merkel und ihre Koalition setzen auf das Prinzip Hoffnung. Das scheint klug, es ist auf jeden Fall besser, als auf die eigenen Leistungen und die Einsicht der W&#228;hler zu setzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/8f13cf2ad6454f9b939217f71222b56a" alt="" width="1" height="1" />Seit Wochen r&#228;tseln die Berliner Auguren, wie Schwarz-Gelb aus  der Krise kommen will, nachdem bisher aus jedem Neustart ein neuer  Fehlstart wurde. Schaffen die K.o.alition&#228;re die Wende oder d&#252;mpeln sie  die n&#228;chsten drei Jahre ihrer Abwahl entgegen? Wieso beh&#228;lt Angela  Merkel ihre stoische Ruhe (<a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Merkel-laechelt-die-Krise-weg_aid_884798.html">“Mir macht’s Spa&#223;”</a>), obwohl Schwarz-Gelb von  einem Umfragetief ins n&#228;chste f&#228;llt? Gibt es einen geheimen Plan, der  noch alles wenden kann?</p>
<p><a href="http://www.focus.de/magazin/"><img class="alignright size-full wp-image-31178" title="focus" src="http://carta.info/carta/wp-content/uploads/2010/07/focus.jpg" alt="" width="135" height="167" /></a>Rainer Br&#252;derle, die alte Plaudertasche, hat das Geheimnis  jetzt verraten – und das fast un&#252;bersehbar: er posiert auf dem neuen <a href="http://www.focus.de/magazin/"><em>Focus</em>-Titel</a> mit dicker Zigarre und Ludwig-Erhard-Bibel (“Wohlstand f&#252;r  alle”) und verk&#252;ndet: Ja, der Aufschwung ist da. Ganz so, als habe er  ihn selbst erfunden.</p>
<p>Damit ist die geheime Strategie von Schwarz-Gelb vorzeitig enth&#252;llt  worden: Angela Merkel und ihre Mannen setzen auf das Prinzip Hoffnung.  Das scheint klug, es ist auf jeden Fall besser, als auf die eigenen  Leistungen zu setzen. Denn die kommen beim Publikum gar nicht an:</p>
<p>Die  W&#228;hler wollen einfach nicht einsehen, wie wichtig die  Mehrwertsteuersenkung f&#252;r Hotels war, wie gerecht ein Sparpaket ist,  dass Hartz-IV-Empf&#228;nger belastet, aber Besserverdienende schont, und was f&#252;r eine innovative Gesundheitsreform die Erh&#246;hung der  Krankenkassenbeitr&#228;ge ist.</p>
<p>Deshalb also jetzt der Aufschwung. Er soll nicht nur Deutschland  flottmachen, sondern auch die schwarz-gelbe Karre aus dem Dreck ziehen.  Die Hoffnung: Jeder neue Auftrag aus Rotchina ist eine Stimme f&#252;r die  Gelben, jeder Arbeitslose weniger eine Stimme f&#252;r die Schwarzen.  Sp&#228;testens im Fr&#252;hjahr 2011, zu Beginn des neuen Superwahljahres mit  sechs Landtagswahlen, wird die frohe Botschaft von jedem Plakat  verk&#252;ndet werden: Der Aufschwung ist da. Danke, Angela Merkel. Und dann,  so Teil 2 der geheimen Strategie, wird daraus ein selbstragender  Aufschwung auch f&#252;r 2013.</p>
<p>Dabei scheint es fast nebens&#228;chlich, dass die jetzige Bundesregierung  weder f&#252;r den Aufschwung noch f&#252;r die niedrigeren  Arbeitslosenzahlen etwas kann. Den Aufschwung verdankt Deutschland dem  Export, dem Importhunger asiatischer L&#228;nder, und den  Konjunktur-Programmen der gro&#223;en Koalition. Die niedrigere  Arbeitslosenzahl der Kurzarbeiteregelung des ehemaligen  SPD-Arbeitsministers Olaf Scholz und der demographischen Entwicklung.  Und schon gar nicht Rainer Br&#252;derle.</p>
<p>Pech w&#228;re es f&#252;r Schwarz-Gelb, wenn die W&#228;hler weiter so uneinsichtig  und verstockt blieben. Und das Sparpaket zum Beispiel weiter f&#252;r sozial  unausgewogen halten, den Ausstieg aus dem Atomausstieg nicht wollen,  Sparen im Gesundheitssystem besser finden als Beitragserh&#246;hungen – und  dem Personal von Schwarz-Gelb weiterhin weder vertrauen noch etwas  zutrauen. Dann w&#252;rde der sch&#246;ne Aufschwung f&#252;r Schwarz-Gelb schnell  verpuffen. Und die Regierung m&#252;sste sich doch noch selbst etwas  einfallen lassen.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erscheint als Crossposting via Michael Sprengs Blog <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3449">Sprengsatz</a>.</em></p>
<p><em>Anmerkung der Redaktion: Da ist es schon fast schade, dass der Focus in seinem <a href="http://www.focus.de/magazin/videos/focus-titel-ja-der-aufschwung-ist-da_vid_18912.html">Werbevideo</a> f&#252;r die Printausgabe dieser geheimen Strategie bereits jetzt geradezu &#252;berschw&#228;nglich (&#8220;neues Wirtschaftswunder&#8221;) vorgreift:</em></p>
<p><object width="380" height="320"><param name="movie" value="http://www.focus.de/swf-delivery/18912"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="type" value="application/x-shockwave-flash"></param><embed src="http://www.focus.de/swf-delivery/18912" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="380" height="320" allowScriptAccess="always" allowFullScreen="true"></embed></object>
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</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=31177&amp;md5=8a4293a75b6b42a06067f3b054c1b019" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sag’ mir, wo die M&#228;nner sind</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 10:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie in einer Abschiedssinfonie: Die M&#228;nner in der CDU scheinen zu schwach, um in ihren F&#252;hrungs&#228;mtern durchzuhalten. Z&#228;higkeit, Geduld, Pflichtbewusstsein – und das ohne R&#252;ckfall in eine politische Machokultur – sind wohl zu viel erwartet. Angela Merkels Partei braucht neue M&#228;nner.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/cfb2d54fc6544f39948fb75e9a7d14ec" alt="" width="1" height="1" />Die Abschiedssinfonie der CDU-M&#228;nner geht weiter. Wieder geht  einer mitten in der Vorstellung. Wieder <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/hamburg-ruecktritt-von-ole-von-beust-das-tut-man-nicht-1.976633">verabschiedet</a> sich einer,  diesmal <a href="http://www.hamburg.de/senat/2383072/ruecktritt-erster-buergermeister.html">Ole von Beust</a> in Hamburg. Er ist der bisher letzte in einer  Reihe “starker M&#228;nner”, die zu schwach waren, in ihren F&#252;hrungs&#228;mtern <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,707161,00.html"> durchzuhalten</a>, um ihre Position und um ihre Politik zu k&#228;mpfen oder sie  bei Wahlen zu verteidigen.</p>
<p>Den Anfang machte Friedrich Merz. Er floh vor Angela  Merkel an die  Fleischt&#246;pfe der Wirtschaft. Dann scheiterte Dieter Althaus an seiner  Selbstinszenierung nach dem tragischen Skiunfall. G&#252;nther Oettinger zog  die Br&#252;sseler H&#246;he der baden-w&#252;rttembergischen Ebene vor. Im Mai  verlor erst J&#252;rgen R&#252;ttgers die NRW-Wahl, dann ging Roland Koch. Er sah  f&#252;r sich weder in Hessen noch auf  Bundesebene eine politische  Zukunftsperspektive. Schlie&#223;lich lie&#223; sich Christian Wulff  ins angenehm  ruhige Pr&#228;sidentenamt wegbef&#246;rdern. Und jetzt Ole von Beust. Fast alle  haben eines gemeinsam: gewogen und f&#252;r zu leicht befunden.</p>
<p>Es w&#228;re zu billig, das jetzt alles bei der angeblich m&#228;nnermordenden  Gottesanbeterin Angela Merkel festzumachen. Nat&#252;rlich hat sie den einen  oder anderen Abgang bef&#246;rdert, aber gescheitert sind die “starken  M&#228;nner” schon selber und an sich selbst. Wer hat denn gesagt, er sei  kein “Alphatier”? Wer verk&#252;ndete, Politik sei nicht sein Leben?  Wer  fl&#252;chtete denn immer, wenn es zu hei&#223; in der politischen K&#252;che in  Hamburg wurde, ins luftige Sylt? Die vermeintlich starken M&#228;nner sind am  Ende doch auch weiche, verletzliche Seelchen.</p>
<p>Sag`mir, wo die M&#228;nner sind. M&#228;nner, die auch mal Durststrecken  ertragen, die die Phantasie haben, sich aus politischen Karrierefallen  zu befreien, denen es neben der Person vielleicht auch noch um die Sache  geht. Denen das Wort Pflicht noch etwas bedeutet. Die Z&#228;higkeit, Geduld  und Stehverm&#246;gen haben? Es geht hier nicht darum, einen politischen  Macho-Kult zu beschw&#246;ren, aber ein bisschen mehr H&#228;rte, vor allem gegen  sich selbst, kann man von f&#252;hrenden Politikern schon erwarten.</p>
<p>Wobei Ole von Beust ohnehin eine Ausnahmekarriere hatte, die er nicht  eigener Kraft, sondern Ronald Schill verdankte. Nach einer verheerenden  CDU-Niederlage machte ihn der furchtbare, aber erfolgreiche Populist  zum B&#252;rgermeister und verschaffte Ole von Beust mit seinem  Erpressungsversuch das Stahlbad, das diesem erst den eigenen Wahlsieg  erm&#246;glichte. Jetzt geht Ole von Beust und wird die CDU in Hamburg bei  der n&#228;chsten Wahl wieder ins politische Nichts bef&#246;rdern. Dorthin, wo  die CDU in NRW schon ist.</p>
<p>Aber das ist nicht so wichtig. Spannender ist die Wahl im n&#228;chsten  Fr&#252;hjahr in Baden-W&#252;rttemberg. Geht auch die f&#252;r die CDU verloren, dann  wird die &#220;berlebende des CDU-M&#228;nner-Massakers, Angela Merkel, endg&#252;ltig  zeigen k&#246;nnen, ob sie wirklich h&#228;rter als die ”starken M&#228;nner” ist. Oder  ob das Land neue M&#228;nner braucht. In der CDU sind sie bisher nicht in  Sicht.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erscheint als Crossposting via Michael Sprengs Blog <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3444">Sprengsatz</a>.</em>
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		<title>Zweiter Fehlstart von Schwarz-Gelb? – Sparklausur in Meseberg</title>
		<link>http://carta.info/28207/zweiter-fehlstart-von-schwarz-gelb-sparklausur-in-meseberg/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 11:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Hotelsubventionen m&#252;ssen zur&#252;ckgenommen werden, denn mit dem Klientel-Geschenk fing die ganze Misere der neuen Regierung an. Durch Erh&#246;hung des Spitzensteuersatzes und Reform der Politiker-Pensionen k&#246;nnte das Sparpaket sogar ein Beitrag zum sozialen Frieden werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/e26a8dfecedf45bc9a8a307ed6eaee53" alt="" width="1" height="1" />Es soll ein Neustart werden, aber es droht der zweite Fehlstart. Die Sparklausur des Bundeskabinetts am kommenden Wochenende steht  unter keinem guten Stern. Wolfgang Sch&#228;uble k&#252;ndigt einerseits  “Belastungen f&#252;r alle Bundesb&#252;rger” an, sagt aber andererseits, dass “die Angleichung der erm&#228;&#223;igten Mehrwertsteuers&#228;tze nicht zum  Instrumentenkasten der aktuellen Haushaltsanierung geh&#246;rt”. Das hei&#223;t im  Klartext: der erm&#228;&#223;igte Steuersatz f&#252;r Hoteliers bleibt und damit wird  der schlimmste Geburtsfehler der schwarz-gelben Koalition nicht  korrigiert.</p>
<p>Mit dem Geschenk an die FDP- und CSU-Klientel fing die ganze Misere  der neuen Regierung an, mit der Beibehaltung ginge sie in die  Verl&#228;ngerung. Die schwarz-gelbe Koalition hat offenbar aus ihrem  Niedergang nichts gelernt. <strong>Wenn das Steuergeschenk an die Hotelbranche  nicht wieder einkassiert wird, dann fehlt der Regierung die  Legitimation, andere abzukassieren.</strong> Wie will die Bundesregierung  Verzicht von Arbeitslosen, Pendlern oder Nachtarbeitern verlangen, wenn  sie gleichzeitig den Hoteliers weiter eine Milliarde Euro schenkt?  Offenbar geht immer noch eher ein Kamel durch ein Nadel&#246;hr, als dass  Politiker einen Fehler korrigieren. Man k&#246;nnte ja das Gesicht verlieren,  als ob es nicht schlimmer w&#228;re, das Vertrauen der W&#228;hler zu verlieren.</p>
<p>Das Sparpaket muss ein Beitrag zum sozialen Frieden werden, nicht zum  sozialen Aufruhr. Und das wird es nur, wenn es die B&#252;rger als gerecht  empfinden, als sozial ausgewogen. Dazu geh&#246;rt nicht nur die R&#252;cknahme  der Hotelsubvention, sondern weitere Beschl&#252;sse, die signalisieren: Wir  haben verstanden. Zum Beispiel eine <strong>Erh&#246;hung des Spitzensteuersatzes</strong> f&#252;r  Einkommen &#252;ber 250.000 Euro von 45 auf 48 Prozent.</p>
<p>Oder endlich eine Reform der skandal&#246;sen <strong>Pensionsregelungen f&#252;r  Politiker</strong>. Wie k&#246;nnen CDU/CSU und FDP weiter auf der Rente mit 67  beharren, wenn Ex-Ministerpr&#228;sidenten wie Roland Koch ab dem 55.  Lebensjahr eine Pension von mehr als 7.000 Euro zusteht? Oder  Bundestagsabgeordneten nach nur zwei Legislaturperioden Altersbez&#252;ge in  H&#246;he von 1.682 Euro? Und warum wird die Kostenpauschale der  Parlamentarier immer noch nicht durch eine Abrechnung der konkreten  Kosten mit Belegen ersetzt?</p>
<p>Wie glaubw&#252;rdig sind Sparbeschl&#252;sse von Parteien, die immer neue  Finanzierungstricks ersinnen, wie das umstrittene Sponsoring von  Parteiveranstaltungen? W&#228;re es nicht nicht zumindest ein symbolischer  Beitrag der Politik zum Sparen, wenn es f&#252;r jeden Spendeneuro, den die  Parteien einnehmen, vom Staat nicht mehr 38 Cent, sondern nur noch 19  Cent dazug&#228;be? Auch f&#252;r die Parteien gilt: die Treppe wird noch immer  von oben gekehrt.</p>
<p>Und wenn die schwarz-gelbe Koalition schon einmal dabei w&#228;re, Fehler  zu korrigieren, dann m&#252;sste sie auch die unseligste Hinterlassenschaft  der gro&#223;en Koalition beseitigen – die Rentengarantie. Sie war ein reines  Wahlgeschenk von CDU/CSU und SPD an die Rentner. Sachlich ist sie bis  heute nicht zu rechtfertigen. Die Rentenformel wurde willk&#252;rlich au&#223;er  Kraft gesetzt und eine ganze Bev&#246;lkerungsgruppe vom Sparen ausgenommen,  nur weil sie die meisten W&#228;hler stellt.</p>
<p>Die Sparklausur w&#228;re ein passender Anlass, um vom klassischen  Opportunimus, von Wahlgeschenken und von Klientelpolitik Abschied zu  nehmen. Leider deutet nichts darauf hin.</p>
<p><em>Lesen Sie auf Sprengsatz dazu auch den Beitrag vom 4.12.2009: <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2503">&#8220;Fluch f&#252;r Schwarz-Gelb&#8221;</a> und bei Carta den Beitrag von Leonard Novy <a rel="bookmark" href="../../28015/regierungsklausur-in-meseberg-das-wochenende-der-wahrheit/">&#8220;Regierungsklausur in Meseberg: Das Wochenende der  Wahrheit&#8221;</a> vom 27.05.2010.</em></p>
<p><em>Dieser Beitrag erscheint als Crossposting via Michael Sprengs Blog <a onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sprengsatz.de/?p=2783');" href="http://www.sprengsatz.de/?p=3413">Sprengsatz</a>.</em>
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		<title>NRW-Wahl: Auf die Gr&#252;nen kommt es an</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schwarz-Grün]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gr&#252;nen werden bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen die FDP als Z&#252;nglein an der Waage beerben. Einiges spricht f&#252;r Schwarz-Gr&#252;n.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/1a2c1f380ba54137b9eec63d32e7d438" width="1" height="1" alt=""/>NRW wird zur Richtungswahl, meint Guido Westerwelle. Recht hat  er, m&#246;glicherweise aber in einer andere Richtung als er denkt. Denn in  Nordrhein-Westfalen hat Schwarz-Gelb, genauso wie auf nationaler Ebene,  keine Mehrheit mehr und es gibt auch keinerlei Indizien, warum sich das  in den n&#228;chsten drei Monaten noch &#228;ndern sollte. NRW steht vor der  spannenden Wahl: Rot-Rot-Gr&#252;n oder Schwarz-Gr&#252;n. F&#252;r Schwarz-Gelb bringt  die Schrumpf-FDP nicht mehr gen&#252;gend Stimmen auf die Waage. Das  b&#252;rgerliche Lager, ein Begriff, der ohnehin nie stimmte, l&#246;st sich auf.  Es gibt neue Konstellationen, aber keine Lager mehr.</p>
<p>Das Z&#252;nglein an der Waage ist nicht mehr die FDP, sondern es sind die  Gr&#252;nen. Das h&#228;tten selbst die k&#252;hnsten Optimisten der Gr&#252;nen am Abend  der Bundestagswahl nicht gedacht: dass ihre Partei nur vier Monate,  nachdem sie erneut in die Opposition geschickt wurde, eine  Schl&#252;sselrolle in der deutschen Politik einnehmen k&#246;nnte. Die FDP ist  mit dieser Rolle offenkundig &#252;berfordert. Gewogen und zu leicht befunden – das ist die Bilanz nach 100 Tagen Regierungspartei FDP. Jetzt r&#228;cht  sich, dass sie seit 1998 inhaltlich und personell stagniert, die Gr&#252;nen  sich aber seit 2005 weiterentwickelten. Die Gr&#252;nen verstehen sich zwar  immer noch als linke Partei, aber nicht mehr zwanghaft als Teil eines  linken Lagers.</p>
<p>Es kommt in k&#252;nftigen Koalitionen nicht mehr so sehr auf die  Schnittmengen an, wie der Hamburger Parteienforscher Joachim Raschke  meint, sondern auf die Erg&#228;nzungen. Schwarz und Gr&#252;n erg&#228;nzen sich: die  CDU bringt die Kompetenz f&#252;r Wirtschaft und Finanzen ein, die Gr&#252;nen  f&#252;r Umwelt und Klima. Die CDU innere Sicherheit, die Gr&#252;nen B&#252;rgerrechte.  Und J&#252;rgen R&#252;ttgers taugt &#8211; im Gegensatz zu Roland Koch &#8211; auch nicht zum  gr&#252;nen Feindbild. Man kennt sich in NRW, man versteht sich. Ein  Gro&#223;teil der W&#228;hler von CDU und Gr&#252;nen stehen sich heute schon n&#228;her als  manche Funktion&#228;re glauben.</p>
<p>Und auch sachlich muss das in NRW nicht scheitern: Geht die  b&#252;rgerliche Welt unter, wenn die Kinder zwei Jahre l&#228;nger zusammen  lernen? Versinkt NRW ins Bodenlose, wenn die Studiengeb&#252;hren wieder  abgeschafft werden? Bricht Deutschlands Energieversorgung zusammen, wenn  es nicht zum Ausstieg aus dem Atomausstieg kommt? Und warum sollten die  Gr&#252;nen im Gegenzug nicht die moderne, umweltschonende  Braunkohletechnologie akzeptieren?</p>
<p>Die Alternative zu Schwarz-Gr&#252;n w&#228;re f&#252;r die Gr&#252;nen in NRW eine  Koalition mit einer inhaltlich und personell ausgezehrten SPD, mit deren  autorit&#228;rem Gehabe die Gr&#252;nen schlechte Erfahrungen gemacht haben. Da  hat die CDU einfach bessere Umgangsformen. Das beweist auch Ole von  Beust in Hamburg. Und es w&#228;re in NRW eine Koalition mit einer  sektiererhaften, chaotischen Linkspartei, die von ihren eigenen  F&#252;hrungsleuten in Berlin als “nicht regierungsf&#228;hig” eingestuft wird.</p>
<p>Die Linke hat in NRW weder parlamentarische noch administrative  Erfahrung. Rot-Rot-Gr&#252;n h&#228;tte eine gesch&#228;tzte Lebensdauer von h&#246;chstens  einem Jahr. Und die Gr&#252;nen k&#246;nnen im Saarland beobachten, wie  hasserf&#252;llt die Linkspartei mit ihnen umspringt (”Jamaika-Korruption”),  wenn sie sich dem linken Lager verweigern.</p>
<p>Es spricht also viel f&#252;r Schwarz-Gr&#252;n im Fl&#228;chenland NRW. Hier kann  die wirkliche ”Moderne” entstehen, von der Andrea Ypsilanti in anderen  Zusammenh&#228;ngen tr&#228;umt. Angela Merkel d&#252;rfte &#252;ber Schwarz-Gr&#252;n auch nicht  b&#246;se sein. NRW hat schon h&#228;ufiger die Weichen gestellt.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erscheint als Crossposting via Michael Sprengs Blog <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2783">Sprengsatz</a>.</em>
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		<title>FDP: die Sternschnuppen-Partei</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 11:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philipp Rösöer]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Bundestagswahl fuhr die FDP ein Rekordergebnis ein. Seitdem sinkt ihr Stern: Mit Klientelpolitik und realit&#228;tsfremden Forderungen hat sie sich ins Abseits man&#246;vriert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/a6805429846c4d6cb88416d2d58b5490" alt="" width="1" height="1" />Die FDP hat es selbst vielleicht noch nicht gemerkt, aber sie  ist nur vier Monate nach ihrem gr&#246;&#223;ten Triumph in eine ihrer schwersten  Krisen geraten. Jahrelang hat sie versucht, das Stigma loszuwerden, das  sie sich selbst zugef&#252;gt hatte, n&#228;mlich die “Partei der  Besserverdienenden” zu sein, jetzt ist es brutaler und st&#228;rker denn je  wieder aufgebrochen. “M&#246;wenpick-Partei”, “Bimbes-Republik” – das sitzt,  das besch&#228;digt die FDP nachhaltig in ihrer Integrit&#228;t, in ihrem Kern.  Ihre skrupellose Klientelpolitik, von den Steuerberatern &#252;ber die  Apotheker bis zur Hotel- und Versicherungswirtschaft, l&#228;sst ihren  Wahltriumph zu einer Episode der Parteigeschichte werden. Sie war die  Sternschnuppen-Partei des Jahres 2009, deren Traumergebnis schnell  wieder vergl&#252;ht ist.</p>
<p>Die FDP bedient konsequent ihre Stammklientel (und ihre Spender),  verliert aber wieder ihre hinzugewonnenen W&#228;hler. Diejenigen W&#228;hler, die  sie von einer kleinen zur mittelgro&#223;en Partrei gemacht haben, weil sie  auf keinen Fall wieder eine gro&#223;e Koalition wollten, weil sie Angst  hatten, die CDU werde immer sozialdemokratischer und verliere den  Mittelstand aus den Augen. Das waren durchaus auch W&#228;hler, die nicht nur  an sich, sondern auch ans Ganze denken. Diese h&#228;tte die FDP langfristig  an sich binden k&#246;nnen – durch gesellschaftlich verantwortliche Politik.  Aber sie tut das Gegenteil und deshalb ist die FDP wieder auf dem  absteigenden Ast. Und niemand ist schuld daran au&#223;er der FDP selbst.</p>
<p>Es fing nach der Wahl damit an, dass die FDP ihre Kernkompetenz  zerst&#246;rte, die Finanz- und Steuerkompetenz. Sie verzichtete zur  Verbl&#252;ffung ihrer W&#228;hler auf das Finanzministerium, machte stattdessen  einen pf&#228;lzischen Babbeler zum Wirtschaftsminister. Sie setzte neue  Steuersubventionen durch, obwohl sie deren Abbau noch im Wahlkampf  verlangt hatte. Sie sparte nicht, wie versprochen, parlamentarische  Staatsekret&#228;re ein, sondern berief neue. Sie machte einen Mann zum Chef  eines Ministeriums, der dessen Abschaffung noch wenige Wochen zuvor  verlangt hatte. Sie sch&#252;tzte Apotheker, pamperte Steuerberater, besorgte  die Gesch&#228;fte der Versicherungswirtschaft und legte sich mit den  Hoteliers ins Bett – mit dem b&#246;sen Anschein der Bezahlung.</p>
<p>Und die FDP beharrt v&#246;llig realit&#228;tsfremd auf einer Steuersenkung in H&#246;he von 20 Milliarden Euro – nach dem Motto: Jetzt sind endlich unsere Leute  dran. Die FDP ist damit heute (neben Roland Koch) die Speerspitze der  Entsolididarisierung in Deutschland. Mit dieser Politik kann eine Partei  &#252;ber f&#252;nf Prozent kommen, aber nie mehr auf 14,6 Prozent. Auch  Mittelst&#228;ndler wissen, wenn sie verantwortungsbewusst und nachhaltig  denken, dass man kein Geld ausgeben kann, das man nicht hat, und dass  ein Spitzensteuersatz von 35 Prozent die Gesellschaft zerrei&#223;en und zu  sozialen Unruhen f&#252;hren w&#252;rde. Die CDU muss aufpassen, dass sie vom  FDP-Bazillus nicht infiziert wird.</p>
<p>Und es gibt in der FDP auch keinen, der diesen Kurs wieder &#228;ndern  k&#246;nnte. Guido Westerwelle ist noch so siegestrunken, dass er die Krise  gar nicht mitbekommt, der einst vielversprechende Philipp R&#246;sler hat  sich voll in den Fallstricken der Gesundheitswirtschaft verfangen, Frau  Leutheusser-Schnarrenberger ist nur ein Schatten ihres fr&#252;heren Selbst,  Rainer Br&#252;derles TV-Auftritte sind eine sprachliche und inhaltliche  Bildschirmverschmutzung.</p>
<p>Der FDP schlug schon oft in ihrer Geschichte das  Sterbegl&#246;cklein. Dazu wird es so schnell nicht wieder kommen. Wenn sie  aber so weiter macht, dann wird sie es wieder ganz leise von ferne  h&#246;ren.</p>
<p><em>Michael Spreng bloggt bei <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2728">Sprengsatz</a>. Crossposting mit freundlicher Genehmigung.</em>
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		<title>Das Problem Merkel</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 09:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Problem mit Angela Merkel ist, dass sie so ist wie sie ist. Das war nicht immer ein Problem. Im Gegenteil: So kann man erfolgreich eine gro&#223;e Koalition f&#252;hren und kann, wenn auch mit Blessuren und Gl&#252;ck, als Bundeskanzlerin wiedergew&#228;hlt werden. Aber jetzt ist es ein Problem, das jeden Tag gr&#246;&#223;er wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/d48ffde825f54162878b16489150d1eb" width="1" height="1" alt=""/>Es ist eine Besch&#246;nigung, von einem Fehlstart der neuen Regierung zu sprechen. Der Wagen rumpelt, weil die Fahrerin im falschen Gang f&#228;hrt. Sie hat immer noch die Automatik auf gro&#223;e Koalition eingestellt. Erst mal schauen, was die anderen machen, ruhig die Bahn ziehen, auf Ausf&#228;lle derjenigen setzen, die zu forsch und zu schnell fahren. Das Feld von hinten aufrollen. Und dann den zweiten Fahrer auswechseln und hoffen, dass der Neue so viele Punkte einf&#228;hrt, dass es zum Sieg f&#252;r das neuformierte Team reicht. So hat das 2009 gerade so geklappt.</p>
<p>Aber jetzt funktioniert das nicht mehr. Das ging mit Steinmeier. Der lie&#223; das mit sich machen. Aber jetzt hat es die &#252;bervorsichtige, misstrauische Angela Merkel mit zwei angstbesetzten M&#228;nnern zu tun: Guido Westerwelle und Horst Seehofer. Der eine ist traumatisiert vom Spa&#223;wahlkampf von 2002, vom chronischen Umfallersyndrom der FDP und hat Angst, in seiner  neuen Rolle zu versagen. Und der andere balanciert am Abgrund. Das macht die beiden so gef&#228;hrlich. Der eine hat nur ein Thema, Steuersenkungen, und der andere hat gar keines. Deshalb probiert er so viele aus. Das macht die beiden noch gef&#228;hrlicher.</p>
<p>Und dazwischen die Kanzlerin, die immer noch auf den Modus der gro&#223;en Koalition eingestellt ist. Die schweigt, aussitzt und hofft, so &#252;ber die Runden zu kommen. Die W&#228;hler haben aber Schwarz-Gelb nicht gew&#228;hlt, damit Frau Merkel irgendwie &#252;ber die Runden kommt, sondern damit sich etwas &#228;ndert. An der Politik, am Politikstil. Deshalb sind sie jetzt auch so entt&#228;uscht. Sie wandern nur noch nicht ab, weil sie nicht wissen, wohin. Die W&#228;hler haben gedacht, da h&#228;tte sich ein Dreamteam gefunden. Stattdessen murksen die drei Parteien vor sich hin: zwei fahren gegeneinander, versuchen sich von der Strecke zu dr&#228;ngen, und die Teamchefin hat den Boxenfunk ausgeschaltet.</p>
<p>Schwarz-Gelb hat aber ein doppeltes F&#252;hrungsproblem. So ist das, wenn Politiker, die nicht f&#252;hren wollen (oder k&#246;nnen), eine Doppelfunktion haben. Merkel ist nicht nur als Chefin der Koalition ein Ausfall, sondern auch als Chefin der CDU. Die nominell st&#228;rkste Partei der schwarz-gelben Koalition gibt es nicht mehr, sie existiert nur noch auf dem Papier. Sie verschwindet hinter und unter der Kanzlerin. Sie hat keine Stimme mehr. Wenn die Kanzlerin schweigt, verstummt auch die CDU.</p>
<p>Die CDU ist nach einem ideenlosen Wahlkampf ideenlos in die Koalitionsverhandlungen gegangen und hat den kleineren Partnern erlaubt, skrupellos ihre Klientelpolitik durchzusetzen, die einen f&#252;r die Apotheker, die anderen f&#252;r die Hoteliers. Und die beiden haben Merkel auch den Unsinn mit den Steuersenkungen eingebrockt. Sie selbst h&#228;lt nichts davon, aber sie macht ohne Begeisterung mit, denn andernfalls m&#252;sste sie f&#252;hren, selber Ziele setzen und durch bessere Ideen &#252;berzeugen. Und Mut zum politischen Risiko haben.</p>
<p>Das ist das Problem mit Frau Merkel. Und das macht sie auf Dauer zum Problem.</p>
<p><em>Michael Spreng bloggt auf <a href="http://www.sprengsatz.de/">Sprengsatz</a>. <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2632">Crossposting</a> mit freundlicher Genehmigung.</em>
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		<title>Die politischen Nacktscanner</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 10:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Spreng</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer im Kampf gegen den Terrorismus Privatsph&#228;re und Pers&#246;nlichkeitsrechte demontiert, ist ein politischer Nacktscanner. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ca0367dee4d644aab13a0467e791d888" alt="" width="1" height="1" />Nacktscanner ist eigentlich ein Wort f&#252;r ein Ger&#228;t, das Menschen an Flugh&#228;fen bis auf die Haut durchleuchtet, um verborgene Waffen und Sprengstoffe zu finden. Nacktscanner sind aber auch Politiker, die Menschen im Namen der Sicherheit bis auf die Haut ausziehen wollen &#8211; am Flughafen, im Internet, in ihrer Wohnung. Jeder neue Terroranschlag, jedes versuchte Attentat ist Wasser auf die M&#252;hlen der politischen Nacktscanner.</p>
<p>Die Wohnung ist l&#228;ngst nicht mehr unverletzlich, Abh&#246;rwanzen sind erlaubt &#8211; im Namen des Kampfes gegen organisierte Kriminalit&#228;t und Terrorismus. Private Computer d&#252;rfen heimlich durchsucht werden &#8211; im Namen des Kampfes gegen Al Qaida. Internetseiten sollten gesperrt werden &#8211; im Namen des Kampfes gegen Kinderpornographie. Und jetzt die Nacktscanner an Flugh&#228;fen. &#220;ber jede einzelne Ma&#223;nahme kann sicher lange diskutiert werden, in der Summe aber f&#252;hren sie zu einer immer gr&#246;&#223;eren Eingriffen in die pers&#246;nlichen Freiheit, zu einem ungeheuren Einbruch in die Privatsph&#228;re.</p>
<p>Dabei hat gerade wieder der gescheiterte Anschlag von Detroit gezeigt, dass das Versagen h&#228;ufig ganz woanders liegt. Der Attent&#228;ter h&#228;tte l&#228;ngst aus dem Verkehr gezogen werden k&#246;nnen, wenn die amerikanischen Geheimdienste nicht versagt h&#228;tten. Warnungen gab es offenbar genug. Und der Attent&#228;ter, der den d&#228;nischen Mohammed-Karikaturisten umbringen wollte, h&#228;tte gar nicht in D&#228;nemark einreisen d&#252;rfen, wenn der Bericht einer d&#228;nischen Zeitung stimmt, wonach er schon einmal in Kenia einen Anschlag auf die US-Au&#223;enministerin Hillary Clinton geplant haben soll.</p>
<p>Jetzt sollen die Nacktscanner, die neuerdings verharmlosend K&#246;rperscanner genannt werden, von dem Versagen ablenken und eine Sicherheit vorgaukeln, die es gar nicht gibt. Attent&#228;ter finden immer einen Weg. Bis dahin aber werden die Privatsph&#228;re und die Pers&#246;nlichkeitsrechte von den politischen Nacktscannern St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck zu Grabe getragen.</p>
<p>Zum Einbruch in die Pers&#246;nlichkeitsrechte, zur eklatanten Verletzung des Datenschutzes geh&#246;rt &#252;brigens auch das neue Computerprogramm “Elena” der Deutschen Rentenversicherung, mit dem im Namen der b&#252;rokratischen Vereinfachung auch Streiktage und Abmahnungen der einzelnen Arbeitnehmer erfasst werden sollen.</p>
<p>Eine Frage am Rande: Was macht eigentlich die B&#252;rgerrechtspartei FDP?</p>
<p><em>Michael Spreng bloggt auf <a href="http://www.sprengsatz.de/">Sprengsatz</a>. <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2614">Crossposting</a> mit freundlicher Genehmigung.</em>
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