<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>CARTA &#187; Klaus-Peter Schöppner</title>
	<atom:link href="http://carta.info/autor/klaus-peter_schoeppner/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 23:19:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>27. M&#228;rz: Die Wende zum Wahlsieg der Union?</title>
		<link>http://carta.info/39649/27-marz-die-wende-zum-wahlsieg-der-union/</link>
		<comments>http://carta.info/39649/27-marz-die-wende-zum-wahlsieg-der-union/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 18:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2013]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=39649</guid>
		<description><![CDATA[69 Prozent der W&#228;hler erwarten derzeit, dass Rot-Gr&#252;n die n&#228;chste Bundestagswahl gewinnen wird. Doch 'gr&#252;ne' Meinungsklima k&#246;nnte vor&#252;bergehen, wenn der W&#228;hler egoistisch wieder auf die Kosten schaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So schnell kann es gehen: Nach Baden-W&#252;rttemberg ist urpl&#246;tzlich Rot-Gr&#252;n die Lieblingskoalition der Deutschen. Weit vor dem bisherigen Favoriten Schwarz-Rot. 69 Prozent der Deutschen erwarten sogar SPD und Gr&#252;ne als Bundestagswahlsieger 2013. Vor sechs Monaten waren es 33 Prozent: Nun ist also nach Meinung der Deutschen das gr&#252;ne Zeitalter angebrochen!</p>
<p>Wenn sich die W&#228;hler da mal nicht &#252;ber sich selbst t&#228;uschen. Wahrscheinlicher ist, dass der 27. M&#228;rz die Wende zum Wahlsieg 2013 f&#252;r CDU/CSU war.</p>
<p>Etwa 300 Wochen umfasst eine Legislaturperiode. Mit dem Zusammentreffen des Atomhorrors und der &#8211; wie 70 Prozent es sahen – nur der Wahltaktik geschuldeten Volte in der Atompolitik, fand die Wahl in der Woche mit dem ‚gr&#252;nsten’ Meinungsklima statt. Angst war bislang zwar immer ein guter Wahlgewinner, meist jedoch ein schlechter Politikgestalter.</p>
<p>Weil Emotionalit&#228;t als Wahlentscheid schnell durch Ratio, also pers&#246;nliche Vorteile, abgel&#246;st wird und der Reiz vordergr&#252;ndiger Attraktivit&#228;t schnell wieder verfliegt, wenn erst der Verstand einsetzt, bekommen die Gr&#252;nen bald ein Problem mit W&#228;hlern, die nie volatiler, nie emotionaler, nie egozentrischer waren. Wie zuletzt die FDP.</p>
<p>Gr&#252;n muss sich bald dem Stresstest vor dem W&#228;hler unterziehen, der f&#252;r sie wenig Gutes erwarten l&#228;sst. „Verteuert sich Ihr Leben durch gr&#252;nere Politik“? 70 Prozent der Deutschen bef&#252;rchteten „Ja“. Etwa die H&#228;lfte w&#228;re bereit, mehr daf&#252;r aufzubringen, die andere will die Gr&#252;nwende, wenn &#252;berhaupt ohne Zusatzkosten. </p>
<p>Mehrere Fakten lassen ein dauerhaftes Erfolgsmodell „Gr&#252;n“ zweifelhaft erscheinen:</p>
<p><strong>1. Die Kosten</strong></p>
<p>Weil zwei Drittel der W&#228;hler inzwischen ohnehin mit Einkommensverlusten rechnen, wird die Lust auf „teures Gr&#252;n“ schnell abnehmen. Nur eine Minderheit ist bereit, f&#252;r eine Ausweitung des „gr&#252;nen Stroms“ h&#246;here Energiekosten zu tragen. Zudem bef&#252;rchten sie, dass Abgaben, Sozialversicherungen, Benzin und Lebensmittel noch teurer werden.</p>
<p><strong>2. Die Unehrlichkeit</strong></p>
<p>Drei Viertel der W&#228;hler kritisieren, dass hinter der Grenze noch gr&#246;&#223;ere Atomgefahren lauern. Viele W&#228;hler bef&#252;rchten auch, dass der Ausstieg Arbeitspl&#228;tze kosten und die Wettbewerbsf&#228;higkeit durch hohe Energiekosten gef&#228;hrden k&#246;nnte. Auch bef&#252;rchten sie steigende Nahrungspreise durch Bio-Kraftstoffe.</p>
<p><strong>3. Unser Landschaftsbild</strong></p>
<p>Deutschland wird ein anderes Land, wenn Kollektoren, &#220;berleitungstrassen, Windparks und Monokulturen die Landschaft pr&#228;gen. Schon heute beklagen sich mehr als 50 Prozent der W&#228;hler &#252;ber die „Verspargelung“ der Landschaft durch Windr&#228;der.</p>
<p><strong>4. Die Arroganz des &#8220;So nicht&#8221;</strong></p>
<p>Der Wunsch, dass bei zentralen Aufgaben &#252;ber Parteigrenzen hinweg zusammengearbeitet wird, ist bei den tief verunsicherten W&#228;hlern ungebrochen. Es ist aber fraglich, ob ein J&#252;rgen Trittin oder ein Sigmar Gabriel aus der &#8220;So nicht&#8221;-Ecke heraufinden.</p>
<p>Zudem hat der Erfolg den Gr&#252;nen v&#246;llig neue W&#228;hler zugesp&#252;lt. Nicht mehr Gr&#252;ne aus Leidenschaft, sondern aus politischem Kalk&#252;l, die aus fast allen politischen Lagern kommen und nun konkrete Ziele haben, die die Gr&#252;nen nur schwer bedienen k&#246;nnen. Weil EU–Recht, Vertr&#228;ge, Bundesrat oder Finanzen dagegen sprechen. Politische Freiheitsgrade sind in Deutschland ausgesprochen eingeschr&#228;nkt.</p>
<p>Das gr&#246;&#223;te Manko der Gr&#252;nen jedoch ist eine demoskopische Sensation: Sie konnte zwar ihren W&#228;hlerstamm verdoppeln, ohne jedoch an Kompetenz hinzuzugewinnen: Die Gr&#252;nen „k&#246;nnen nur Umwelt, sonst kaum etwas“, attestieren ihnen 68 Prozent der W&#228;hler. Gerade noch 28 Prozent sehen Energiekompetenz. Bei sozialer Gerechtigkeit, Bildung, Wirtschaft und Au&#223;enpolitik liegen sie nur noch zwischen neun und vier, bei Arbeitsmarkt und innerer Sicherheit um drei Prozent.</p>
<p>Was passiert, wenn wir in die n&#228;chste Rezession geraten?  „Da bin ich echt &#252;berfragt“ &#8211; die sympathische Offenheit Winfried Kretschmanns ist da keine L&#246;sung.</p>
<p>Der Gegenentwurf, mit dem sich die Union profilieren k&#246;nnte, w&#228;re eine Ausgewogenheit: Eine Balance zwischen Wirtschaft und B&#252;rgern. Eine Balance zwischen neuem, gr&#252;nem Bewahren und dem Veto vor allzu viel Grottenmolchbehinderung.</p>
<p>Wenn sich die Union dazu durchringen k&#246;nnte, mehr partizipative Elemente in ihre parteiinterne Willensbildung aufzunehmen, wenn sie im Gegensatz zu Hamburg oder Baden-W&#252;rttemberg wahltaugliche Kandidaten aufstellen w&#252;rde und wenn sie Innovationsfreudigkeit mit Traditionalismus zu verbinden vermochte, k&#246;nnte sie wirkungsvoll ihre Zukunftskompetenz nachweisen.</p>
<p>„What goes up – must come down!” Diese politische Regel Nummer eins gilt f&#252;r Barack Obama, also auch f&#252;r die Gr&#252;nen. Das Risiko f&#252;r die Union besteht eher darin, dass der gr&#252;ne Abgesang in Hinblick auf die Bundestagswahl 2013 viel zu schnell gehen k&#246;nnte&#8230;
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F39649%2F27-marz-die-wende-zum-wahlsieg-der-union%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F39649%2F27-marz-die-wende-zum-wahlsieg-der-union%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/39649/27-marz-die-wende-zum-wahlsieg-der-union/">27. M&#228;rz: Die Wende zum Wahlsieg der Union?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/39649/27-marz-die-wende-zum-wahlsieg-der-union/#comments">9 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=39649&amp;md5=79588bff9e8bc9bc0f7a3cf109f3a7b4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/39649/27-marz-die-wende-zum-wahlsieg-der-union/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ist die deutsche „Tea-Party“ im Anzug?</title>
		<link>http://carta.info/33568/ist-die-deutsche-tea-party-im-anzug/</link>
		<comments>http://carta.info/33568/ist-die-deutsche-tea-party-im-anzug/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 10:13:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Thilo Sarrazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=33568</guid>
		<description><![CDATA[Die Integrationsdebatte spaltet derzeit die Deutschen so intensiv, weil sie das grundlegende Unwohlsein vor allem der eher konservativen Kreise symbolisiert: Es geht um die immer weiter auseinanderklaffende Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/de4b749be279482baf19f2ff8f5c15ef" alt="" width="1" height="1" />Deutschland streitet wie selten. Doch die aktuelle Aufgeregtheit ist wahrscheinlich nicht nur dem Spalterthema „Migration“ geschuldet: Es tut sich grunds&#228;tzlich etwas im Meinungsklima der Bundesrepublik. Die Integrationsdebatte spaltet derzeit die Deutschen so intensiv, weil sie das grundlegende Unwohlsein vor allem der eher konservativen Kreise symbolisiert: Es geht um die immer weiter auseinanderklaffende Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Es geht um ein Diktat, das immer mehr Deutschen suspekt vorkommt: Das Diktat des Staates. Es geht um das Diktat der „Gutmenschen“.</p>
<p>Die von Thilo Sarrazin angesto&#223;ene Migrationsdebatte k&#246;nnte die Politik in Deutschland gleich doppelt ver&#228;ndern. Und zwar grundlegend.</p>
<p>Die entscheidenden Fragen: Nimmt die Union ihre W&#228;hler noch mit, oder tut sich etwas am rechten Parteifl&#252;gel, bildet sich da wohlm&#246;glich eine sechste Partei?</p>
<p>Die zweite: Unterwerfen sich die Deutschen weiterhin dem Diktat des W&#252;nschenswerten – und verlieren sie dabei den Sinn f&#252;r das Reale immer mehr aus den Augen? Oder trauen sich nun immer mehr, auch dort offene Aussprache zu fordern, wo sie es bislang unter dem Diktat des politischen Mainstreams nicht wagten: N&#228;mlich das f&#252;r viele &#252;berbordende Sozial- und Reglementierungsdiktat in Frage zu stellen.</p>
<p>Gut m&#246;glich, dass das Thema Ausl&#228;nder nur der aktuelle Vorbote eine neuer Bewegung, der deutschen „Tea-Party“, ist. Die eine zu „gutmenschliche“ Politik, bei der sich der Staat in alles einmischt, ablehnt. Eine, die Leistung nicht mehr anerkennt, eine die zu wenig die „Geber“ – und zu viel die „Nehmer“ ber&#252;cksichtigt, eine die glaubt, man k&#246;nne immer mehr von den „Rechtschaffenden“ erwarten. Deutschland ist f&#252;r viele Unionsw&#228;hler ungerecht geworden.</p>
<p>Eine Partei, die „auch Leistung muss z&#228;hlen“ auf ihre Fahnen schreibt, h&#228;tte nach Umfragen ein Potential von ca. 20 Prozent.</p>
<p>Nie waren Unionsanh&#228;nger politisch heimatloser als derzeit: Fast ein Drittel ihrer W&#228;hler vom September 2009 w&#252;rde die CDU heute nicht wiederw&#228;hlen. Aber im Gegensatz zu fr&#252;her votieren die Abtr&#252;nnigen nicht mehr f&#252;r andere Parteien: Jeder f&#252;nfte CDU-W&#228;hler der letzten Bundestagswahl ist inzwischen ins Lager der Nichtw&#228;hlern gewechselt.</p>
<p>Ein Riesen-Vakuum ist da entstanden: In Scharen wissen Konservative heute nicht mehr, wer f&#252;r sie noch w&#228;hlbar ist. Die fast 20 Prozent Deutschen, die sich vorstellen k&#246;nnen, eine rechte Partei zu w&#228;hlen, wollen keine extrem rechte, keine fremdenfeindliche oder Protestpartei, sondern eine Partei rechts von der aktuellen „sozialdemokratisierten“ CDU. Eine Partei, die Friedrich Merz neben Ursula von der Leyen im Kampf um die beste Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik stellt, den „normalen“ Familien politische Anerkennung einr&#228;umt, f&#252;r die Energie nicht nur gr&#252;n ist, die in der Bildung auch Leistung f&#246;rdert, nach Tabak nicht auch noch das Bier verbietet – und in der Ausl&#228;nderpolitik die Sarrazinsche Forderung nach Bringschuld einklagt.</p>
<p>Die Union hat als gr&#246;&#223;te Volkspartei das politische Ziel der „Ambivalenz“, des gesunden Interessenausgleichs zwischen Geben und Nehmen zuungunsten ihrer Stammw&#228;hler verlassen, und wird nun daf&#252;r abgestraft. Das Geordnete, das Christliche, das Wertehaftige, die Leistung besitzen keine Lobby mehr. Die Union hat f&#252;r viele klammheimlich Abschied genommen vom konservativ-christlichen Markenkern: Deutschland ist f&#252;r viele Unionsw&#228;hler ungerecht zu Lasten der „Rechtschaffenden“ geworden.</p>
<p>Der aktuelle Streit um die Migration macht das deutlich: Auch Ausl&#228;nderpolitik ist ambivalent, sie sollte zu gleichen Teilen f&#246;rdern wie fordern. 70 Prozent das so nicht gegeben: Migranten werden nach B&#252;rgeransicht vom Staat weit besser behandelt, als viele andere Problemgruppen. Die Ausl&#228;nder seien eine der wenigen gesellschaftlichen Gruppen, um die sich Berlin zu viel k&#252;mmert: 45 Prozent sehen sie bevorzugt, bei Arbeitslosen und Arbeitern haben nur 10, bei Alleinerziehenden nur 12 Prozent diesen Eindruck.</p>
<p>Zu viel Laissez-faire, verbunden mit gro&#223;en Zukunfts&#228;ngsten &#8211; &#252;ber 80 Prozent der Deutschen erwarten f&#252;r sich trotz scheinbarem Wirtschaftsaufschwung eine mittelfristige Schlechterstellung &#8211; haben bereits zu einem Paradigmenwechsel in der gesellschaftlichen Einstellung zur Migration gef&#252;hrt: Noch vor zehn Jahren wollten wir vor allen die Ausl&#228;nder aufnehmen, die es ben&#246;tigten, heute mehrheitlich diejenigen, die <em>wir</em> ben&#246;tigen.</p>
<p>So k&#246;nnte die Integrationsdebatte zum Vorboten eines generellen Bewusstseins- und Artikulationswandels eher konservativer Kreise werden.  Einer, der auch die eigenen Interessen wahrgenommen haben will.</p>
<p><em>Klaus-Peter Sch&#246;ppner ist Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der TNS Emnid Politik- &amp; Sozialforschung GmbH.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F33568%2Fist-die-deutsche-tea-party-im-anzug%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F33568%2Fist-die-deutsche-tea-party-im-anzug%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/33568/ist-die-deutsche-tea-party-im-anzug/">Ist die deutsche „Tea-Party“ im Anzug?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/33568/ist-die-deutsche-tea-party-im-anzug/#comments">41 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=33568&amp;md5=22f3404f2751b629c89868503df2863b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/33568/ist-die-deutsche-tea-party-im-anzug/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>41</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das „Jetzt-sind-wir-dran“-Problem der CDU</title>
		<link>http://carta.info/28996/das-jetzt-sind-wir-dran-problem-der-cdu/</link>
		<comments>http://carta.info/28996/das-jetzt-sind-wir-dran-problem-der-cdu/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 12:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Oeko]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsumfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsschulden]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftspolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=28996</guid>
		<description><![CDATA[Die Union schneidet in Umfragen so schlecht ab wie zuletzt bei der Spendenaff&#228;re und kaum jemand erwartet mehr, dass die Politik die Wirtschaft bestimmen kann. F&#252;r die Mehrheit der Bev&#246;lkerung muss Politik in der Krise jedoch nach dem Motto: „Germany first“ agieren. Verliert die CDU ihr wichtigstes Wahlmotiv "Wirtschaftskompetenz"?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/4f13941f916844d994e5cab9c5dcc48d" width="1" height="1" alt=""/>Normalerweise ist Krisenzeit CDU/CSU-Zeit. Die Union gilt als die Partei mit der deutlich besseren Kompetenz in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Und wurde bislang immer dann gerne gew&#228;hlt, wenn es Deutschland schlecht ging. Denn: In der Krise geht es ums &#220;berleben. In Boomzeiten um gerechtes Verteilen.</p>
<p>2010 ist alles anders: Der Beunruhigungspegel in der Bev&#246;lkerung &#252;berschreitet die nie dagewesene 90-Prozent-Marke, 85 Prozent erwarten eine dauerhafte Rezession. Kriegs-, Arbeitsplatz- und Inflationsangst hegen inzwischen fast 70 Prozent der Deutschen, sind pr&#228;sent wie nie zuvor. Und die Union liegt mit 31 Prozent in der Sonntagsfrage so schlecht wie seit der Spendenaff&#228;re im Jahre 2000 nicht mehr. Nur noch 66 Prozent ihrer (wenigen) W&#228;hler vom September 2009 w&#252;rden sie heute wiederw&#228;hlen, jeder f&#252;nfte – vornehmlich die eher rechten &#8211; ist inzwischen ins Lager der Nicht-W&#228;hler abgewandelt. Obwohl die SPD f&#252;r die meisten W&#228;hler keine wirkliche Alternative darstellt, ist sie von 23 auf 28 Prozent gestiegen. </p>
<p>Wieso ist das so? Weil Kompetenzzuschreibung bei der Wahlentscheidung nur noch wenig z&#228;hlt. Weil die Union ein h&#246;chst veraltertes Wirtschafts- und kein Arbeitsmarktprofil mehr hat. Weil sich das Bild von der „guten Wirtschaft“ grundlegend gewandelt hat. Und <strong>weil aus dem deutschen Gutmenschen in Zeiten einer dauerhaften Krise der „Jetzt-sind-wir-dran&#8221;-B&#252;rger geworden ist.</strong></p>
<p>Kompetenz unwichtig? Sp&#228;testens Banken- und Griechenlandkrise haben aus der Gestaltungs- das Feuerl&#246;scherprimat der Politik entwickelt. Und da stehen die Parteien ziemlich hilflos da. Fast jeder Zweite antwortet inzwischen „Keine von allen“ auf die Frage nach der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftskompetenz. Nicht die Politik bestimmt die Wirtschaft, es ist genau umgekehrt: Die Multis dominieren! Die Regierung – so die Deutschen – ist nur noch gefordert, wenn Verluste sozialisiert werden sollen. 75 Prozent beklagen die „systemische Subventionitis“. Und gerade noch 19 Prozent erwarten, dass die Politik es schaffen k&#246;nnte, Bankenspekulationen zuk&#252;nftig zu verhindern.  </p>
<p>Kein Markenprofil? &#220;ber 70 Prozent der Deutschen sehen inzwischen f&#252;r sich keinerlei Ver&#228;nderungen, je nachdem, ob Union oder SPD den Kanzler stellt. Jeweils die eine H&#228;lfte ihrer W&#228;hler will die CDU st&#228;rken sozial-, die andere wirtschaftlich ausgerichtet haben. Und <strong>f&#252;r Zweidrittel der CDU-W&#228;hler geht mit Roland Koch der letzte profilierte Wirtschaftskopf.</strong> Noch 2005 wies die Arbeitsmarktkompetenz der CDU/CSU einen 13 Punkte Vorsprung auf, nun dominieren die Sozialdemokraten mit einem Vorsprung von acht Prozent. „Wof&#252;r steht die CDU?“ Die wenigsten sagen: „F&#252;r Wirtschaftskompetenz“. Und in der Qualit&#228;t ihres Krisenmanagements hat die SPD nun zum ersten Male mit der Union  gleichgezogen.</p>
<p>Ein anderes Wirtschaftsbild? Was „gute“ Wirtschaftpolitik ist, dar&#252;ber gibt es inzwischen einen grundlegenden Einstellungs­wandel unter den Deutschen! Nach „liberal“, das mit &#252;berm&#228;&#223;igen Freiheiten der Wirtschaft, ihre Interessen gegen&#252;ber den Arbeitnehmern rabiat durchzusetzen, assoziiert wird, steht nun auch <strong>„Wirtschaftskompetenz“ auf der Liste wahlsch&#228;digender Begriffe</strong>. Weil Ludwig Erhards Wort nicht mehr gilt: Denn wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Besch&#228;ftigten l&#228;ngst nicht mehr gut. Wir sp&#252;ren <em>jobless growth</em>, also Wachstum ohne, schlimmer noch, auf Kosten von „normalen“ Arbeitspl&#228;tzen. „Gute“ Wirtschaftspolitik ist f&#252;r 75 Prozent, die Interessen der Unternehmen mit denen der Besch&#228;ftigten in Einklang zu bringen. Das aber kann die Union nicht mehr garantieren.</p>
<p>Jetzt-sind-wir-dran-Deutsche? Unsere Politik st&#252;tzt die anderen – und denkt an uns zuletzt. Nur noch 19 Prozent erwarten eine Kreditr&#252;ckzahlung der Griechen, die f&#252;r fast 80 Prozent allein die Schuld an ihrem Finanzfiasko tr&#228;gt. Nur 21 Prozent glauben an eine Beteiligung der Banken an den Schutzschildkosten. Daf&#252;r aber 70 Prozent, dass wir uns nicht mehr so viel wie unsere Eltern leisten k&#246;nnen, vor allem, weil wir unser Geld zu stark zweckentfremden. F&#252;r die gro&#223;e Mehrheit muss Politik im Zeitalter maroder Infrastruktur nach dem Motto: „Germany first“ agieren. Und da ist nunmehr vor allem die SPD die Partei der B&#252;rgerinteressen. </p>
<p>Die Union ist dabei, ihr wichtigstes Wahlmotiv, ihr „Erhard-Profil“ – eben das der Partei der sozialen Marktwirtschaft – zu verlieren. Gutmensch sind wir gerne, doch nur, wenn wir uns das auch wirklich leisten k&#246;nnen.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F28996%2Fdas-jetzt-sind-wir-dran-problem-der-cdu%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F28996%2Fdas-jetzt-sind-wir-dran-problem-der-cdu%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/28996/das-jetzt-sind-wir-dran-problem-der-cdu/">Das „Jetzt-sind-wir-dran“-Problem der CDU</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/28996/das-jetzt-sind-wir-dran-problem-der-cdu/#comments">11 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=28996&amp;md5=9b854ce0bf6f03c7ea1cea5856685e71" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/28996/das-jetzt-sind-wir-dran-problem-der-cdu/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was (leider) z&#228;hlt im NRW-Wahlkampf</title>
		<link>http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/</link>
		<comments>http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=26823</guid>
		<description><![CDATA[„Negative Campaigning“ ist auch in NRW zur Mutter aller Wahlkampfkonzepte geworden. „Negative Voting“ am 9. Mai wird wohl die Folge sein. – „Spalten statt Vers&#246;hnen“ ist scheinbar der Leitspruch des Wahlkampfs.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/c689b59130534398b985cf76354bbf59" alt="" width="1" height="1" />Am 9. Mai w&#228;hlt das bev&#246;lkerungsreichste Bundesland Deutschlands ein neues Parlament. Zudem entscheiden die W&#228;hler &#252;ber die Handlungs(un)f&#228;higkeit der Bundesregierung, geht es in Nordrhein-Westfalen doch auch darum, ob Schwarz/Gelb best&#228;tigt wird und in Berlin durchregieren kann – oder ob eine andere Konstellation eine Blockademacht erh&#228;lt. Doch wer glaubt, die W&#228;hler wollten eine inhaltliche Auseinandersetzung, eine kritische Aufarbeitung der erster Regierung R&#252;ttgers oder eine Diskussion dar&#252;ber, was zuk&#252;nftig besser gemacht werden k&#246;nne, der sieht sich schwer get&#228;uscht.</p>
<p>Sponsoring, Spenden, Spekulationen &#252;ber ein m&#246;gliches Rot-Rot-Gr&#252;n und – in Umkehr von Johannes Raus gro&#223;em Leitsatz zu „Spalten statt Vers&#246;hnen“ – pers&#246;nliche Angriffe bestimmen den Wahlkampf und damit die Zukunft des Bundeslandes in den n&#228;chsten f&#252;nf Jahren.</p>
<p>„Negative Campaigning“ ist auch in NRW zur Mutter aller Wahlkampfkonzepte geworden. „Negative Voting“ am 9. Mai wird wohl die Folge sein.</p>
<p><strong>Vorbei die Zeit, als Wahlen in Deutschland noch nach Pers&#246;nlichkeiten oder nach Inhalten entschieden wurden.</strong> Die Zeit, als es um „Willy w&#228;hlen“ ging oder – auch bei uns – um Bill Clintons Motto: „It’s the economy, stupid!“, nur die Wirtschaft z&#228;hlt. – Also die Zeit, als es um K&#246;pfe und Konzepte ging.</p>
<p>Bei der skurrilen NRW-Wahl werden gespielte Entr&#252;stung, gerade jetzt ausgegrabene Aff&#228;rchen, Internet-Blogs, Diskreditierung des CDU/FDP-Personals, geschickte „Ihr-wollt-doch-wohl-nicht-etwa…“-Suggestion ein gewichtiges Wort mitreden. Fraglich nur wo? Beim Wahlentscheid, dann zugunsten der SPD. Oder bei der Wahlbeteiligung, wenn sich der Frust gegen alle richtet, dann zum Vorteil der CDU.</p>
<p>Dass es immer weniger um Inhalte, Argumente, Programme, Bilanzen oder Konzepte geht, sondern um psychologische Diffamierung, semantische Wortklauberei und teilweise groteske Selbstlobhudelei, ist Schuld der Parteien – und als Quittung folgt die Abkehr der W&#228;hler vom Parteiensystem.</p>
<p>Weil gerade noch 12 Prozent der Deutschen den Parteien vertrauen, ihnen <strong>weniger als die H&#228;lfte Probleml&#246;sungskompetenz unterstellen</strong>, nur 10 Prozent eine Politik nach Vision und Zukunftsplan vermuten und weil sich in Folge dieses Vertrauensverlustes gerade noch 25 – statt wie noch 1990 50 Prozent – der Deutschen f&#252;r Politik interessieren, ist der Wunsch nach Analysen und Argumenten ziemlich &#252;berschaubar. Schlie&#223;lich besagt dieser Befund, dass 75 Prozent Desinteressierte die Wahlen entscheiden. Was eine v&#246;llig ver&#228;nderte Wahl-Mechanik zur Folge hat: <strong>Wahlk&#228;mpfe werden emotional, banal, brutal – Sachlichkeit und Ringen um Argumente haben ausgedient.</strong></p>
<p>Wer so wenig Inhaltsschweres zu bieten hat, kann nur dann erfolgreich sein, wenn die „Abteilung Attacke“ dem W&#228;hler Grund genug gibt, den Gegner demonstrativ nicht zu w&#228;hlen.</p>
<p>Emp&#246;ren ist l&#228;ngst zur K&#246;nigsdisziplin von Wahlk&#228;mpfern geworden. Nur merken die Politiker nicht, wie sie sich durch st&#228;ndige Salven selbst schaden. W&#228;hrend die Mehrheit der W&#228;hler sie im B&#252;&#223;erhemd sehen will – und ihnen dann m&#246;glicherweise ihre Stimme geben w&#252;rde, feuern sie im Kampfanzug Breitseiten gegen gegnerische Stellungen ab, gerne von den Medien mit gro&#223;er Emp&#246;rung verst&#228;rkt. <strong>Ein Teufelskreis, der Wahlen immer sachferner und irrationaler erscheinen l&#228;sst.</strong></p>
<p>Entr&#252;sten ist erfolgreicher als argumentieren. Vordergr&#252;ndiges K&#252;mmern besser als Kompetenz. Verst&#228;ndnis zeigen wirksamer als f&#252;r Reformen zu k&#228;mpfen.</p>
<p><strong>„Wer sich f&#252;r morgen einsetzt und versucht, Zukunftsreformen zu thematisieren, ist selber schuld“</strong>, lautet die zentrale Spin-Doctor-Regel dieser Wahl: Zumal 85 Prozent der Deutschen mittelfristig ein „Bergab f&#252;r Deutschland“ erwarten und „Reformen“ von &#252;ber 80 Prozent mit „es wird uns dadurch schlechter gehen“ assoziiert werden. Gerade deshalb geht es im NRW-Wahlkampf fast ausschlie&#223;lich um Emp&#246;rung &#252;ber gestern, anstatt um Weichenstellung f&#252;r morgen.</p>
<p>Dieser Zeitgeist bietet m&#246;glicherweise vor allem der in Kompetenz und  Personal nicht gut aufgestellten SPD die Chance auf ein achtbares  Resultat. So k&#246;nnte am 9. Mai die Partei unerwartet gut abschneiden, die der anderen bei Umfragen in den meisten Kompetenzfeldern weit unterlegen ist und – ausgerechnet – im Wahlkampf mit Respekt, Vertrauen, Herzlichkeit und Fairness wirbt.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F26823%2Fwas-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F26823%2Fwas-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/">Was (leider) z&#228;hlt im NRW-Wahlkampf</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/#comments">9 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=26823&amp;md5=094aa0d7a666675e1f07ffac686c30f9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/26823/was-leider-zaehlt-im-nrw-wahlkampf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Fehler der FDP</title>
		<link>http://carta.info/22753/fdp-fehler/</link>
		<comments>http://carta.info/22753/fdp-fehler/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 16:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Demoskopie]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=22753</guid>
		<description><![CDATA[Das einstige Demoskopie-Wunder FDP hat nach hundert Tagen an der Regierung ihre W&#228;hlerschaft halbiert. Doch das k&#246;nnte sich als Momentaufnahme erweisen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/76b2652f0436426796717e7b3c1b1bea" width="1" height="1" alt=""/>Es ist fast Normalzustand, dass die W&#228;hler mit Programm und Erscheinungsbild ihrer Partei nicht einverstanden sind. Also wechseln viele st&#228;ndig ihre Pr&#228;ferenz. Weg von der einen hei&#223;t hin zur anderen Partei. Der W&#228;hleraustausch ist tats&#228;chlich viel gr&#246;&#223;er, als die relativ stabile Sonntagsfrage vermuten l&#228;sst, denn die zeigt nur den Saldo. Selbst in Zeiten gro&#223;er Volatilit&#228;t &#228;ndern sich politische Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse oft nur tr&#228;ge.</p>
<p>Bei der FDP ist <a href="http://carta.info/22116/fdp-die-sternschnuppen-partei/">alles anders</a>: Hundert Tage nach dem Regierungswechsel hat sie bereits jeden zweiten ihrer W&#228;hler vom letzten September verloren. Und kaum neue hinzugewonnen: Einen so hohen Verlust an eigenen W&#228;hlern hatte selbst die SPD in ihren Chaosjahren zwischen 2005 und 2009 nicht zu vermelden.</p>
<p>Schlimmer noch: Der Regierungsstart verlief so holprig wie kaum ein anderer zuvor. Die 100-Tage-Bilanz der gro&#223;en Koalition stellte vor vier Jahren immerhin 55 Prozent der Deutschen zufrieden. Selbst die rot-gr&#252;ne Regierung kam 1999 auf 38 Prozent Zustimmung. Aktuell sind es nur 27 Prozent.</p>
<p>Warum ist das so? Weil die Psychologie und nicht die Politik immer st&#228;rker die Wertsch&#228;tzung von Parteien bestimmt. Zufriedenheit ist eine Kombination aus Erwartung und gesp&#252;rter Realit&#228;t. W&#228;hrend die W&#228;hler von der rot-gr&#252;nen Koalition Anf&#228;ngerfehler erwarteten und auch bei Merkel und M&#252;ntefering angenehm &#252;berrascht wurden, weil sie von einer langen Zeit des Zusammenfindens ausgingen, versprach die schwarz-gelbe Koalition reibungsarmes Durchregieren – und wird f&#252;r ihr heilloses Durcheinander nun nur noch intensiver abgestraft: Die selbsternannten K&#246;nner k&#246;nnen&#8217;s nicht.</p>
<p>Zweiter Kardinalfehler: Die neue Bundesregierung wollte Politik „f&#252;rs ganze Volk“ machen: Doch nur jeder zw&#246;lfte W&#228;hler konnte das bislang erkennen: Die – wahrscheinlich nicht im Zusammenhang mit der &#220;bernachtungsbesteuerung stehende – M&#246;venpick-Spende l&#228;sst wunderbar das Image der Spezipartei aufflackern, das doch l&#228;ngst &#252;berwunden schien. Zumal der Grund f&#252;r ihr &#252;berraschend gutes Abschneiden bei der Bundestagswahl vor allem darin lag, dass sie neues Vertrauen gewinnen konnte. Erst nach ihrer standhaften Anti-Ypsilanti-Haltung in Hessen entschwebten die Liberalen in bis dahin ungeahnte H&#246;hen.</p>
<p>Der FDP wurde vertraut wie keiner anderen Partei. Das ist nun dahin. Und zwar ohne die geringste Spur von Mitleid: 67 Prozent der W&#228;hler finden den starken Absturz der FDP „so in Ordnung“; auch weil der Eindruck, den ihre Minister hinterlassen, nicht den Erwartungen der W&#228;hler in schwieriger Zeit entspricht: K&#252;mmern, Aufrichtigkeit und Verst&#228;ndnis sind gefragt, doch arrogant, hochm&#252;tig und abgehoben erscheinen sie vielen.</p>
<p>Der n&#228;chste Grund: Herrscht nur noch Parteienstreit, ist der Absturz nicht mehr weit: Selten zuvor war die Regierung zugleich sosehr Opposition. Das t&#228;gliche Durcheinander von Rede und Gegenrede, H&#252; und Hott, von Ja und Nein erweckt den Eindruck heillosen Chaos&#8217;, selbst wenn die W&#228;hler innere Zerrissenheit und Zweifel am richtigen Kurs noch st&#228;rker mit der CSU verbinden. Als Emnid danach fragte, welche Partei innerhalb der Regierung die besten Konzepte habe, entschieden sich 17 Prozent f&#252;r die FDP, gerade noch sieben f&#252;r die CSU.</p>
<p>Die bayrischen Grantler sind der eigentliche Grund des Steilabsturzes, weit mehr als die Politik: Nach wie vor will eine knappe Mehrheit Steuererleichterungen, obwohl fast die H&#228;lfte der Deutschen zu Transferempf&#228;ngern geworden ist. Dieser Punkt im FDP-Wahlprogramm war der attraktivste. Die W&#228;hler nehmen den Liberalen kaum &#252;bel, in Zeiten leerer Kassen ihr Versprechen einzuhalten – wenn sie nur Sparvorschl&#228;ge, zum Beispiel im Subventionsbereich unterbreiten w&#252;rden. Und Steuererleichterungen werden nach wie vor als wichtigste Konjunkturma&#223;nahme angesehen.</p>
<p>Dennoch ist der freie Fall der Liberalen nur eine Momentaufnahme; selbst wenn Vertrauen und Image f&#252;rs erste verspielt sind. L&#228;ngerfristig haben sich die Wahlchancen der FDP wie auch die der Gr&#252;nen  verbessert: Das W&#228;hlerpotential („Welche Partei k&#246;nnten Sie sich vorstellen zu w&#228;hlen?“) beider Parteien ist seit 2008 von 20 auf 30 Prozent angestiegen, das der Gro&#223;parteien hingegen bei etwa 50 Prozent konstant geblieben. FDP und Gr&#252;ne sind auf dem Weg zu kleinen Volksparteien. Die FDP allerdings nur, wenn sie die Psychologie zu beherrschen versteht.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F22753%2Ffdp-fehler%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F22753%2Ffdp-fehler%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/22753/fdp-fehler/">Die Fehler der FDP</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/22753/fdp-fehler/#comments">7 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=22753&amp;md5=9a902dd646555574bd24c9f81b642261" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/22753/fdp-fehler/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>2010: Das Ende des politischen „Du-darfst-so-bleiben-wie-Du-bist“</title>
		<link>http://carta.info/21009/2010-erwartungen-politik/</link>
		<comments>http://carta.info/21009/2010-erwartungen-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 10:39:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Demoskopie]]></category>
		<category><![CDATA[Fairness]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsentwicklung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=21009</guid>
		<description><![CDATA[Die B&#252;rger glauben nicht, dass Deutschland gest&#228;rkt aus der Krise hervorgeht. Die Parteien w&#228;ren 2010 gut beraten, sich vom Prinzip "Mitte f&#252;r alle" zu verabschieden. Fairness wird als politische Kategorie immer wichtiger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/e094f64d194f4df9a95df3fe2231f2b2" width="1" height="1" alt=""/>Wir sind im Jahr 2010, im Agenda-Jahr, im Jahr, in dem wir eigentlich auf ein Deutschland, das fit f&#252;r die Zukunft ist, schauen sollten. Doch die Deutschen rechnen mit einem Jahr ziemlicher Schwierigkeiten: Der positive Teil ihres Ausblicks f&#252;r dieses Jahr: „Ich komme schon durch, vielleicht sogar etwas besser als derzeit“ glauben immerhin 37 Prozent von Ihnen, vor einem Jahr waren es nur 29 Prozent.</p>
<p>Das Vertrauen in die eigene St&#228;rke nimmt also zu, trotz weiterhin mauer Wirtschaftserwartungen: Gerade mal jeder Zehnte rechnet mit einer Erholung, 50 Prozent hingegen, dass die deutschen Unternehmen weiterhin gro&#223;e Schwierigkeiten haben, im internationalen Wettbewerb zu bestehen – und die B&#252;rger weiterhin den Konsum verweigern.</p>
<p>Zugleich sp&#252;ren die W&#228;hler zunehmend, dass diese Krise auch eine Z&#228;sur darstellt: Vieles werde wohl nach der Krise nicht mehr so sein, wie es mal war. Das Jahr 2010 werde auch ein Jahr des Abschieds vom so manch’ Liebgewonnenem werden: 85 Prozent halten die Politiker-Parolen vom gest&#228;rkten Hervorgehen aus der Krise, vom „Du-darfst-so-bleiben-wie-Du-bist“ f&#252;r unglaubw&#252;rdig.</p>
<p>In der Folge verd&#252;stern sich in keinem Bereich die Erwartungen der B&#252;rger so stark, wie beim inneren Zusammenhalt hierzulande. Mehr als jeder Zweite erwartet beispielsweise dieses Jahr mehr Streiks und Verteilungsk&#228;mpfe. Nur f&#252;nf Prozent rechnen mit einem R&#252;ckgang.</p>
<p>Die Reihe alarmierender Signale und Umfragedaten ist beliebig fortsetzbar: F&#252;r nur neun Prozent wird es unseren Kindern in 10 Jahren besser gehen als heute. An bessere Lebensumst&#228;nde f&#252;r die Alten glaubt jeder Drei&#223;igste. Dass die Unternehmer von der Krise profitieren hingegen 55 Prozent. 2010 droht das Ende friedlichen Miteinanders.</p>
<p>Die zentrale Politikfrage 2010: Wie will Deutschland den inneren Zusammenhalt trotz Globalisierung, Demografie und Staatsverschuldung meistern? Wie kann man die Kluft zwischen Notwendigem und W&#252;nschbarem noch befrieden und erkl&#228;ren? Das geht an die Substanz der Identit&#228;t: Wof&#252;r steht Deutschland eigentlich: F&#252;r Wirtschaft oder Wirtschaftskritik? Wut oder Neuanfang? Starke Wirtschaft oder Staatsf&#252;rsorge?</p>
<p>Vieles spricht daf&#252;r, dass dieser Konflikt nicht &#252;ber gemeinsame Antworten, sondern &#252;ber das Prinzip „Jeder hat seine Welt!“ aufgel&#246;st wird. Ein solcher Zeitgeist fehlender gemeinsamer Werte, die Gefahr der „Atomisierung“, also des Zerfalls der Gesellschaft in unterschiedlichste Kleinstinteressen, wird zur gr&#246;&#223;ten Herausforderung der Parteien in 2010.</p>
<p>Um diese zu bestehen, werden sie Abschied nehmen von ihrer Lieblingsrolle als „Partei der Mitte“, weil die W&#228;hler ihre Eigeninteressen gerade in Zeiten des Wandels sch&#252;tzen wollen: Profil statt Verw&#228;sserung, St&#228;rken st&#228;rken, statt St&#228;rken dem Mittelma&#223; preiszugeben. Auf unterschiedliche Bed&#252;rfnisse eingehen, statt sie gleichzuschalten. Nicht „Mitte f&#252;r alle“, sondern „Auch Deine Interessen z&#228;hlen“ wird zur Erfolgsbotschaft: Nicht der kleinste gemeinsame Nenner, sondern die dicke Klammer um begr&#252;ndbare Anliegen wird das politische Ziel f&#252;r 2010.</p>
<p>Sowohl-als-auch-Politik wird also zum Weg aus der Politfrustfalle. Beispiel Bildungspolitik, eines der zentralen Politfelder 2010: Nicht nur Elitef&#246;rderung oder nur Integration bildungsferner Schichten, beides zusammen dient dem langfristigen Wohl des Staates. In der Wirtschaftspolitik ist es nur vern&#252;ftig, wenn die Wachstumsbedingungen der Unternehmen an die Sicherheitsinteressen der Arbeitnehmer gekoppelt werden. In der Ausl&#228;nderpolitik sind Integrationsbed&#252;rfnisse und -anforderungen gleichrangige Ziele f&#252;r Deutsche und Ausl&#228;nder. Und in der Sozialpolitik haben Steuerzahler und Sozialempf&#228;nger Rechte und Pflichten. Wer nimmt, muss sich Bedingungen unterwerfen, wer gibt, hat das Recht auf Einhaltung dieser Regeln.</p>
<p>2010 werden die Parteien Abschied nehmen von der „It’s-the-economy, stupid!“-Mentalit&#228;t der letzten Jahrzehnte: „Allein die Wirtschaft z&#228;hlt“ hat ausgedient, die Deutschen fordern die „gute“ Wirtschaft. Nicht mehr nur gute Bedingungen f&#252;r Unternehmen, sondern gleichzeitig soziale Mitverantwortung. Der „Rheinische Kapitalismus“, der beide Teile der Sozialen Marktwirtschaft gleich bewertet, erlebt eine Renaissance.</p>
<p>2010 wird Politik zum ersten Mal nach „Fairness“, also dem fairen Interessenausgleich bei sich verringerndem Wohlstand bewertet. Wenn schon nie wieder „Wohlstand f&#252;r alle“, dann bitte eine sozial faire Verteilung des Mangels. Inwieweit es den Parteien gelingen wird, die Gesellschaft wieder zu vers&#246;hnen statt zu spalten, davon wird ihr Erfolg im ber&#252;hmten Agenda-Jahr und die Sonntagsfrage 2010 entscheidend abh&#228;ngen. Gesucht wird nicht weniger als ein neuer „Gesellschaftsfairtrag“ unter den Bedingungen abnehmender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ressourcen.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F21009%2F2010-erwartungen-politik%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F21009%2F2010-erwartungen-politik%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/21009/2010-erwartungen-politik/">2010: Das Ende des politischen „Du-darfst-so-bleiben-wie-Du-bist“</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/21009/2010-erwartungen-politik/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=21009&amp;md5=e60491f19db654586d5689dfa2f233f8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/21009/2010-erwartungen-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SPD weiter im Sinkflug: keine Richtung, kein Thema, keine Machtoption, keine Politiker</title>
		<link>http://carta.info/18323/spd-weiter-im-sinkflug-keine-richtung-kein-thema-keine-machtoption-keine-politiker/</link>
		<comments>http://carta.info/18323/spd-weiter-im-sinkflug-keine-richtung-kein-thema-keine-machtoption-keine-politiker/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 12:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Nahles]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=18323</guid>
		<description><![CDATA[Trotz ihres Bundesparteitags kann sich die SPD nicht aus dem Stimmungstief l&#246;sen. Die Zeiten w&#228;ren g&#252;nstig f&#252;r sie, doch f&#252;r die W&#228;hler ist die SPD nicht mehr die SPD.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/9f525c30a12f45159117bfb33791f63f" alt="" width="1" height="1" />Die Situation ist dramatisch: Gerade noch 19 Prozent der Deutschen glauben an eine schnelle Erholung der SPD. Nur noch jeder zweite ihrer W&#228;hler von 2005 hat sie vier Jahre sp&#228;ter wiedergew&#228;hlt. Ein Negativrekord: Nur 21 Prozent w&#252;rden aktuell die ehrw&#252;rdige deutsche Sozialdemokratie w&#228;hlen. Was die SPD doppelt schmerzen muss – &#252;blich ist eher, dass Mitleid, Mitgef&#252;hl und Kopf-hoch-Botschaften ein f&#252;rchterliches Wahldesaster kurze Zeit sp&#228;ter nach oben korrigieren. Stattdessen bekr&#228;ftigen die W&#228;hler in der Sonntagsfrage die Denkzettelwahl: Die SPD ist trotz ihres <a href="http://parteitag.spd.de">Bundesparteitags</a> in einem bemitleidenswerten Zustand.</p>
<p>Dabei sind sorgenvolle Zeiten eigentlich Zeiten der Sozialdemokratie: Gerade im Zeichen von Abschwung, Angst vor Arbeitslosigkeit, &#220;berschuldung und Zukunftsunsicherheit setzen die W&#228;hler auf soziale Gerechtigkeit und Sicherheit, auf das Soziale der sozialen Marktwirtschaft. Doch in dieser Krise verschwenden die Deutschen kein Herzblut f&#252;r die SPD.</p>
<p>Warum ist das so? Und wo liegen die Chancen einer baldigen Wiederauferstehung?</p>
<p>Grund der desolaten Verfassung: Die SPD ist nicht mehr SPD, nicht mehr die Partei, die soziale Gerechtigkeit in den Schnittpunkt zwischen Wirtschaft und Besch&#228;ftigung stellt. Die SPD hat durch den Zangenangriff von links und rechts ihre Mitte verloren. Bei ihren Themen Gerechtigkeit, Chancengleichheit, gute Gesundheit und sichere Rente haben andere, oft die Linke, die Meinungsf&#252;hrerschaft &#252;bernommen oder die Union sich als handlungsf&#228;higer erwiesen. Seit Ypsilanti mutet keine andere Partei ihren W&#228;hlern soviel Ungewissheit zu. 55 Prozent ihrer W&#228;hler wollen sie weiter links sehen, 39 Prozent in der gem&#228;&#223;igten Mitte – kaum jemand da, wo sie sich jetzt windet. Dennoch sind nur 34 Prozent f&#252;r Rot-Rot auf Bundesebene. Die SPD gilt als wenig vertrauensw&#252;rdig, ihre Worte haben kaum Bestand, zudem als  zerstritten durch Richtungsk&#228;mpfe, zerm&#252;rbt durch viele hohe Niederlagen. Sie steht f&#252;r Vergangenheit, nicht f&#252;r Zukunft.</p>
<p>Dann noch ihr Personal: Gabriel, Steinmeier und Nahles gegen Merkel, zu Guttenberg, von der Leyen und Westerwelle. In der Liste der Politiker, denen eine wichtige Zukunftsrolle zugetraut wird, liegt die Konkurrenz von der Union weit vorn, die SPD-Garde weit hinten. Im Sinkflug ist nun auch Fraktionschef Steinmeier, seitdem sein Angriff auf Merkel und seine Linksanbiederung als wenig authentisch angesehen werden. Dennoch wird er mit klaren Abstand als F&#252;hrungspolitiker gesehen. Unter den SPD-Anh&#228;ngern wollen 67 Prozent Steinmeier als Nummer Eins, nur 23 Prozent Gabriel, gerade noch 10 Prozent Andrea Nahles.</p>
<p>Keine Richtung, kein Thema, keine Machtoption, keine Politiker: So sieht der bemitleidenswerte Zustand der SPD f&#252;r die W&#228;hler derzeit aus.</p>
<p><strong>Und dennoch sollte Schwarz-Gelb nicht zu laut triumphieren</strong>. Sie SPD n&#228;mlich hat gro&#223;e Chancen auf baldige Wiedergenesung: Es gibt weiterhin einen breiten Konsens &#252;ber die Wichtigkeit politischer Aufgaben. Nach wie vor dominieren sozialdemokratische Themen die politische Agenda der Deutschen: Bildung, Abbau der Arbeitslosigkeit, gerechte Altersver-sorgung, richtige Verteilung der Steuerlast, Familienpolitik und Umweltschutz. Schwarz-gelbe Mehrheiten sind also keinesfalls selbstverst&#228;ndlich. Zumal die SPD im W&#228;hlerfazit &#252;ber Schwarz-Rot kaum schlechter als die Union bewertet wurde. Viele W&#228;hler suchen den Anwalt und Unterst&#252;tzer der kleinen, redlichen Leute. Die gem&#228;&#223;igt linke Kraft, die ihre Ziele auch durchsetzen kann. Und gerade dem wird die aktuelle SPD nicht gerecht. Gerade Gestaltungskompetenz jedoch k&#246;nnte ihr Abgrenzungsmerkmal gegen&#252;ber der Linkskonkurrenz sein.</p>
<p>Die gute alte Sozialdemokratie à la Brandt und Schmidt, die auch f&#252;r W&#228;hler der Mitte attraktiv war, ist also keinesfalls &#252;berholt. Nur braucht sie klassische SPD-Themen und keine falschen Machtstrategien; Sozialdemokraten und keine Parteisoldaten. Sie braucht die Renaissance sozialdemokratischer Kompetenz, sie braucht Steinbr&#252;ck und den Au&#223;enminister Steinmeier, nicht jedoch Parteistrategen vom Schlage Gabriels und Nahles&#8217;.</p>
<p>Wie ist das Ist-, wie das Wunschbild der SPD? Gesehen wird sie derzeit als an allen Ecken verbeultes Gef&#228;hrt, das – &#228;hnlich einem ICE – in beide Richtungen fahren kann. Viel lieber w&#228;re den W&#228;hlern dagegen ein guter, zuverl&#228;ssiger, solide laufender Polo. Einen, auf den – und dessen Geradeausfahrf&#228;higkeiten – man sich verlassen kann
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F18323%2Fspd-weiter-im-sinkflug-keine-richtung-kein-thema-keine-machtoption-keine-politiker%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F18323%2Fspd-weiter-im-sinkflug-keine-richtung-kein-thema-keine-machtoption-keine-politiker%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/18323/spd-weiter-im-sinkflug-keine-richtung-kein-thema-keine-machtoption-keine-politiker/">SPD weiter im Sinkflug: keine Richtung, kein Thema, keine Machtoption, keine Politiker</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/18323/spd-weiter-im-sinkflug-keine-richtung-kein-thema-keine-machtoption-keine-politiker/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=18323&amp;md5=77206b5492657297b10985b10cf6dc66" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/18323/spd-weiter-im-sinkflug-keine-richtung-kein-thema-keine-machtoption-keine-politiker/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ausgleich in Zeiten abnehmenden Wohlstands: Die Politik entdeckt Fairness</title>
		<link>http://carta.info/17448/fairness-eigenschaften-politiker/</link>
		<comments>http://carta.info/17448/fairness-eigenschaften-politiker/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 12:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Demoskopie]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=17448</guid>
		<description><![CDATA[Der politische Kompass hat sich verschoben: Im Umgang mit den auseinanderdriftenden gesellschaftlichen Gruppen wird f&#252;r viele W&#228;hler "Fairness" immer wichtiger. F&#252;r die neue Bundesregierung k&#246;nnte das wahlentscheidend werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/04b6ae32d5014f7784dc53017ea743f6" width="1" height="1" alt=""/>„Was ist f&#252;r Sie die wichtigste Eigenschaft von Politikern?“ fragt TNS Emnid in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden. Noch 2005 dominierte <em>Kompetenz</em> mit weitem Abstand vor <em>Durchsetzungsst&#228;rke,</em> <em>Sympathie</em> und „<em>K&#252;mmererbewu&#223;tsein</em>“. 2009 f&#228;llt das Urteil v&#246;llig anders aus: Nun setzen &#252;ber 90 Prozent der Deutschen <em>Vertrauen</em> nach ganz vorn. <em>Kompetenz</em> (52 Prozent) landet mit weitem Abstand vor <em>Sympathie</em> auf Platz zwei.</p>
<p><em>Vertrauen</em> in Gestalt von 14,6 Prozent f&#252;r die FDP hat bereits die letzte Bundestagswahl entschieden: Dem aufmerksamen Beobachter demoskopischer Trends ist nicht entgangen, dass die FDP, die 2005 in der Sonntagsfrage noch bei acht Prozent lag, im Zuge der ordnungspolitischen CDU-“Schandtaten“ 2006 zwar auf 11 Prozent anstieg, den eigentlichen Schub aber Hessens FDP-Chef J&#246;rg-Uwe Hahn ausl&#246;ste: Erst dessen Standhaftigkeit im Zuge von Ypsilantis gebrochenem Versprechen katapultierte die Liberalen auf 15 Prozent – und marginalisierte anschlie&#223;end die SPD bundesweit.</p>
<p>Es ist etwas passiert in Deutschland: Der politische Kompass hat sich verschoben. Trauten die W&#228;hler fr&#252;her den Politikern noch zu, das Richtige zu tun, so leiden sie nun unter der zunehmenden Komplexit&#228;t des Lebens. Ob Autoreparatur, Medizindiagnose, Finanzberatung oder die politischen Fragen nach dem besten Gesundheitssystem, der Auswirkung des Mindestlohns, den Auswirkungen von Steuersenkungen oder nach dem besten Weg zum Frieden in Afghanistan: Weder wissen die W&#228;hler den richtigen Weg, noch erwarten sie ernsthafte L&#246;sungen von den Politikern: Der Alltag hat einen Komplexit&#228;tsgrad erreicht, bei dem <em>richtige</em> L&#246;sungen durch Entscheidungen <em>nach bestem Wissen und Gewissen</em> – und damit nach Vertrauen abgel&#246;st werden.</p>
<p>Nur die Parteien haben das zu Beginn der neuen Amtsperiode noch nicht wahrgenommen – und tappen wie schon Schwarz-Rot in die Glaubw&#252;rdigkeitsfalle. Nur 23 Prozent vertrauten ihren Aussagen im Wahlkampf, gerade noch 15 Prozent hielten das Scholz’sche Versprechen, die Rente werde niemals sinken, f&#252;r glaubhaft. Aktuell erwarten 92 Prozent, dass m&#246;gliche Steuersenkungen sofort durch Abgabenerh&#246;hungen woanders wieder einkassiert werden.</p>
<p>Die lange Jahre wie eine Monstranz vorangetragene „Du kannst so bleiben wie Du bist“-Rhetorik und das „Wir werden aus der Krise gest&#228;rkt hervorgehen“ glauben inzwischen weniger als 10 Prozent der Deutschen. Und ver&#228;ndern damit klammheimlich ihre politischen Beurteilungsma&#223;st&#228;be: Der Glaube „Die Kinder sollen es mal besser haben“ hat ausgedient. Nur noch neun Prozent der Deutschen erwarten, dass es den Kindern in zehn Jahren besser gehen wird als heute. An bessere Lebensumst&#228;nde f&#252;r die Alten glauben gerade noch drei Prozent. Daf&#252;r rechnen vier von f&#252;nf damit, dass es aufgrund der angespannten Haushaltslage, durch Globalisierungsdruck und demographischen Faktor in Zukunft zu weniger Wohlstand sowie zur Trennung von manch Liebgewonnenem kommen wird und dass wir uns tendenziell weniger leisten k&#246;nnen. 69 Prozent glauben, dass eine wirtschaftliche Erholung – wenn &#252;berhaupt – erst nach 2011 kommen wird. Zudem glauben 75 Prozent an ein immer st&#228;rkeres Auseinanderdriften unserer Gesellschaft.</p>
<p>Die gerade vereidigte Regierung wird nach v&#246;llig neuen Kriterien beurteilt werden. Sie ist die erste, die nach Glaubw&#252;rdigkeit und Vertrauen und nach einem v&#246;llig neuen politischen Ziel bewertet  wird: Nach <em>Fairness</em>, also dem fairen Interessenausgleich in Zeiten, in denen sich der Wohlstand verringert.</p>
<p>Damit ist bereits zum Start der neuen Bundesregierung klar, wonach die Wahl 2013 sich entschieden wird: N&#228;mlich nach <em>Fairness</em> im Umgang mit den auseinanderdriftenden Gruppen: Beim Interessenausgleich zwischen  Arm und Reich, Jung und Alt, Arbeitslosen und Arbeitsplatzbesitzern, Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Noch glauben 62 Prozent, dass es den Unternehmern, nur 11 Prozent dagegen, dass es den Arbeitnehmern in zehn Jahren besser gehen werde. Inwieweit die Parteien es schaffen, die Gesellschaft wieder zu vers&#246;hnen, anstatt sie weiter zu spalten, davon wird der Wahlsieg 2013 wesentlich abh&#228;ngen.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17448%2Ffairness-eigenschaften-politiker%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F17448%2Ffairness-eigenschaften-politiker%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/17448/fairness-eigenschaften-politiker/">Ausgleich in Zeiten abnehmenden Wohlstands: Die Politik entdeckt Fairness</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/17448/fairness-eigenschaften-politiker/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=17448&amp;md5=2e147b1874a2d5c2fc48f4b1d3dd0532" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/17448/fairness-eigenschaften-politiker/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Nichtw&#228;hler: Eine unbekannte Spezies</title>
		<link>http://carta.info/15626/ich-waehle-nicht/</link>
		<comments>http://carta.info/15626/ich-waehle-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 15:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Geh nicht hin]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwähler]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=15626</guid>
		<description><![CDATA[Der Nichtw&#228;hler ist der letzte gro&#223;e Unbekannte der politischen Forschung. Wie sieht er aus?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/353873e1c2564579bfdef51f7da1849f" width="1" height="1" alt=""/>Die zumeist gr&#246;&#223;te W&#228;hlergruppe ist den Politikern immer noch ein gro&#223;es Mysterium: Die Partei der Nichtw&#228;hler, die bei Bundestagswahlen zuletzt an die 30, bei Landtags- und Europawahlen auch mal &#252;ber 50 Prozent erreicht – und damit Wahlen entscheidet. Dennoch spielen sie im Wahlkampf keine Rolle. Denn: Nichts Genaues wei&#223; man nicht.</p>
<p><strong>Tatsache ist: Nichtw&#228;hler sind nicht einfach nur Nicht-W&#228;hler. Oft sind sie frustrierte, manchmal politisch besonders interessierte W&#228;hler.</strong> Wir analysieren rationale, antiautorit&#228;re und Protestw&#228;hler. Zumeist sind sie besonders desinteressiert, mitunter w&#228;hlen sie nicht, weil sie mit ihrer Stimme doch nichts bewegen k&#246;nnen. Und dann gibt es noch die „unechten“, weil nicht erfassbaren Nichtw&#228;hler. Die sind krank oder verzogen, ausgewandert, im Langzeiturlaub oder einfach nicht gemeldet.</p>
<p>Nichtw&#228;hler verweigern im Geheimen oder posaunen ihre Haltung in die &#214;ffentlichkeit. Sie sind sehr politisch interessiert – oder wissen noch nicht einmal, dass gew&#228;hlt wird. Sie passen in keine Schablone! Wer sie gewinnen will, muss zielgruppenorientiert viele Wege gehen.</p>
<p>Der Nichtw&#228;hler ist das unbekannteste Wesen der politischen Forschung – und entscheidet h&#228;ufig Wahlen, wenn den Parteien wieder mal die Mobilisierung ihrer Anh&#228;nger misslingt. Nichtw&#228;hler symbolisieren das Toyota-Syndrom: Alle Beweggr&#252;nde sind m&#246;glich! Frust – aber auch Lust: Die Pole hier dokumentieren die gesamte Bandbreite in der Volkspartei der Nichtw&#228;hler.</p>
<p>Einer Volkspartei, die immer breiteren Zuspruch erh&#228;lt: 1972 betrug die Wahlbeteiligung 90,8 Prozent, 2005 war sie auf 77,7 Prozent, aktuell auf knapp &#252;ber 70 gesunken. An der Europawahl beteiligten sich magere 43 Prozent, und der Landtag in Sachsen-Anhalt wird gerade noch von 44 Prozent W&#228;hlern legitimiert. Kaum etwas gelingt schwerer, als die Gr&#252;nde zu strukturieren und analysieren. Und nirgendwo sind Parteien erfolgloser, als beim Versuch, politisches Interesse bei Desinteressierten zu wecken.</p>
<p><strong>Doch so anders sind die Nichtw&#228;hler gar nicht.</strong></p>
<p>Hilfestellung bei der Analyse des „Ichs“ verlustiger W&#228;hler kann die simple Frage liefern: Was w&#252;rde passieren, wenn alle Nicht-W&#228;hler am 27. September w&#228;hlen gegangen w&#228;ren? Dann w&#252;rden – in Ma&#223;en –  SPD, FDP und Gr&#252;ne profitieren: 47 Prozent der Wahlabstinenzler k&#246;nnten sich vorstellen, sozialdemokratisch zu w&#228;hlen, nur 36 Prozent die Union. Zumindest aktuell; denn auch Nichtw&#228;hler sind volatil und entscheiden spontan: Von den 27 Prozent der Deutschen, die Ende August nicht w&#228;hlen wollten, sind etwa 60 Prozent auch 2005 nicht zur Bundestagswahl gegangen. Mehr als jeder Dritte stimmt dagegen ab: Jeweils neun Prozent der damaligen Verweigerer w&#252;rden heute Union und SPD w&#228;hlen, sechs die Gr&#252;nen, jeweils f&#252;nf Prozent FDP und Linke. Eine hohe Wahlbeteiligung schadet also CDU/CSU und n&#252;tzt Rot-Gr&#252;n.</p>
<p>Auch die Soziodemografie zeigt Auff&#228;lligkeiten: Frauen verweigern eher als M&#228;nner, B&#252;rger mit niedriger formaler Bildung deutlich mehr als Abiturienten 32 zu 19 Prozent). 28 Prozent der Geringverdienenden boykottieren, aber nur 22 Prozent der gut Verdienenden. Im Westen w&#252;rden sich aktuell 28, im Osten nur 24 Prozent ihrer Stimme enthalten. Vor allem aber: Unter den Erstw&#228;hlern werden gleich 33, bei den Rentnern nur 18 Prozent am Wahltag nicht gesichtet. Politisch bedeutsam ist nicht nur, dass der Anteil alter Menschen immer gr&#246;&#223;er wird. In Kombination mit der h&#246;heren Wahlbeteiligung wird das &#220;bergewicht der Senioren noch eklatanter.</p>
<p><strong>Sie sind also &#252;berall vertreten:</strong> Unter den Schlauen, Alten und Reichen ebenso wie unter den Dummen, Jungen und Armen.</p>
<p>Allerdings sind die systematischen Nichtw&#228;hler klar in der Minderheit. Also diejenigen, die ihre Partei abstrafen, es aber auch nicht mit einer Stimme f&#252;r den Gegner auf die Spitze treiben wollen. Diejenigen, die sich keiner Autorit&#228;t unterordnen wollen oder sich f&#252;r so schlau halten, dass sie sich weigern „politische Inkompetenz“ zu w&#228;hlen. Etwa 20 Prozent umfasst die Gruppe der „intelligenten“ Verweigerer.</p>
<p>Der typische Nichtw&#228;hler dagegen ist werte- und damit orientierungslos. Wie keiner anderen W&#228;hlergruppe mangelt es ihr am Werteprofil. Schlimmer noch: Gerade wahlunterst&#252;tzende Einstellungen wie Pflichtbewusstsein, Traditionsverbundenheit, Religi&#246;sit&#228;t, werteorientiertes Handeln, Rationalit&#228;t und kulturelles Interesse sind kaum vorhanden. Nichtw&#228;hlen ist also Folge von Orientierungslosigkeit. Also m&#252;ssen Wahlaufrufe scheitern. Daher haben einzelne Faktoren allein auch nur einen vagen Einfluss: 32 Prozent der Nichtw&#228;hler, aber auch 24 Prozent der W&#228;hler bezeichnen sich als desinteressiert, &#252;brigens besonders wenige Anh&#228;nger der FDP und der Gr&#252;nen.</p>
<p>Auch Politfrust allein erkl&#228;rt nur teilweise das Zuhausebleiben am Wahltag: „Wo geht es bei uns gerecht zu?“ fragte TNS Emnid: Nirgendwo gab es gravierende Unterschiede: W&#228;hler empfinden die politischen Verh&#228;ltnisse in Deutschland &#228;hnlich ungerecht wie Nichtw&#228;hler. Die Gesundheitsversorgung halten 36 Prozent der Urneng&#228;nger und 31 Prozent der Verweigerer f&#252;r gerecht. Bei der Rente betr&#228;gt das Verh&#228;ltnis 39 zu 33 Prozent, bei Bildung 47 zu 42. Linksw&#228;hler urteilen deutlich kritischer. Auf der Links-Rechts-Skala positionieren sich Nichtw&#228;hler zwar links der Mitte, aber bei weitem nicht so entr&#252;ckt wie die der Linken.</p>
<p>&#196;hnlich h&#228;ufig wird in beiden Gruppen b&#252;rgerferne Politik kritisiert. Dass W&#228;hlen gehen keinen Einfluss auf die Politik hat, vertreten 46 Prozent der W&#228;hler und 56 Prozent der Verweigerer. Und dass viel zu wenig auf die Belange der „Kleinen“ eingegangen wird, empfinden 72 Prozent der Nicht- aber auch 66 Prozent der W&#228;hler. <strong>Politik wird von den Deutschen universell kritisiert. Wahlabstinenz ist daraus nicht direkt ableitbar.</strong></p>
<p>Frust und Desinteresse sind zwar Treiber, allerdings weit geringer, als landl&#228;ufig vermutet. Ein Faktor allein reicht nicht, aber Frust und Desinteresse zusammen bedingen erst Wahlabstinenz. Die nur Frustrierten demonstrieren durch die Wahl an den politischen R&#228;ndern, die nur Ahnungslosen w&#228;hlen nach Haar- und Augenfarbe.</p>
<p>Wenn sie nicht zus&#228;tzlich noch durch abgehobene Politiker ge&#228;rgert werden! <strong>Denn kaum etwas trennt sch&#228;rfer:</strong> Das Kabinett Merkel/Steinmeier wurde zuletzt von 47 Prozent der W&#228;hler, aber nur noch 29 Prozent der Nichtw&#228;hler positiv beurteilt. Und geht es um das Einzelurteil der Ministerriege, schneiden die Ressortverantwortlichen bei den Verweigerern nur ann&#228;hernd halb so gut ab. Ulla Schmidts Dienstwageneskapade ist demnach ein eindeutiger Verweigerungsgrund. Die nach B&#252;rgermeinung v&#246;llig misslungene Gesundheitsreform noch lange nicht. Finanzielle Probleme sind der letzte wichtige Grund f&#252;r Wahlabstinenz: F&#252;r 69 Prozent der Nichtw&#228;hler hat sich die eigene finanzielle Lage im letzten Jahr deutlich verschlechtert, unter den W&#228;hlern ist es noch nicht mal jeder Zweite.</p>
<p>Frust und Desinteresse, Politikerwut und Not machen Nichtw&#228;hler. Die dann bei jeder Wahl nach aktueller Wasserstandsmeldung neu &#252;ber ihre Teilnahme entscheiden. Besonders die, die wegen geringer Parteienbindung ohnehin so h&#228;ufig wechseln wie die SPD ihre Parteichefs. <strong>Erst die Addition der Wutfaktoren macht aus latenten st&#228;ndige Nichtw&#228;hler.</strong></p>
<p>Was also k&#246;nnen die Parteien tun? B&#252;rgern&#228;her politisieren und informieren; vor allem aber, sich endlich wieder einen Markenkern geben, der die Partei pr&#228;gnant und unaustauschbar macht. &#220;ber 70 Prozent der Deutschen erwarten f&#252;r sich pers&#246;nlich keinerlei Ver&#228;nderungen, egal ob Merkel oder Steinmeier die deutsche Politik bestimmt. Fehlt der Markenkern, dann fehlen Schutzpanzer und Wahlmotivation zugleich.Wenn Parteien aber beliebig werden und zudem bei den anschlie&#223;enden Koalitionsverhandlungen ebenfalls alles m&#246;glich ist, macht W&#228;hlen f&#252;r viele keinen Sinn. Zumal auch die Wahlfestlegung immer sp&#228;ter erfolgt: Zwei Monate vor der Bundestagswahl waren erst 34 Prozent festgelegt. Gut ein Viertel wollte sich in der hei&#223;en Wahlkampfphase, 19 Prozent in der Woche davor und 12 Prozent erst am Wahltag entscheiden. Wer nicht wei&#223; was, der kann W&#228;hlen leicht als &#252;berfl&#252;ssige Zeitverschwendung empfinden.</p>
<p>Wer Wahlverweigerer wirklich zu W&#228;hlern wandeln will, muss sie „zielgruppenad&#228;quat“ &#252;berzeugen. Mysteri&#246;se <a href="http://www.gehnichthin.de/">Gehnichthin-Aufrufe</a> taugen ebenso wenig wie die <a href="http://www.wahlschlepper.net/">Wahlschlepper-Initiative</a>. Nichtw&#228;hler n&#228;mlich sind gerade deshalb Nichtw&#228;hler, weil nicht zu w&#228;hlen die nat&#252;rliche Reaktion auf Unzufriedenheit ist. Daher ist auch die h&#228;ufig ge&#228;u&#223;erte Idee zum R&#252;ckholen der W&#228;hler, Wahlkampferstattungen nicht vom Anteil, sondern von der absoluten W&#228;hlerzahl abh&#228;ngig zu machen, nicht zielf&#252;hrend. Nie h&#228;tten wir einen besseren Grund, unseren Frust an den Politiker auszulassen.</p>
<p><em>Klaus-Peter Schoeppner hat diesen Text f&#252;r <a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&amp;item=4071">Cicero</a> geschrieben. Wir  &#252;bernehmen ihn hier mit freundlicher Genehmigung des Autors.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F15626%2Fich-waehle-nicht%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F15626%2Fich-waehle-nicht%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/15626/ich-waehle-nicht/">Der Nichtw&#228;hler: Eine unbekannte Spezies</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/15626/ich-waehle-nicht/#comments">9 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=15626&amp;md5=db25f3ba0ece260490fa24f4fc2ef686" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/15626/ich-waehle-nicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Selbstentmachtung der W&#228;hler</title>
		<link>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/</link>
		<comments>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 09:25:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Fünf-Parteien-System]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14922</guid>
		<description><![CDATA[Dreierkonstellationen im F&#252;nfparteienland: Die vergangenen Landtagswahlen werden das Wahlverhalten der Deutschen neu justieren. Doch der W&#228;hlerwille wird minimalisiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast 60 Jahre lang passierte Politik in Deutschland so: Erst kam der Lagerwahlkampf, dann eine klare politische Richtung an die Macht: Zumeist  Schwarz-Gelb, wurde die FDP zu klein, auch schon mal die Gro&#223;e Koalition. Selbst als die Gr&#252;nen 1983 mit Sonnenblumen und Strickzeug in den Bundestag einzogen, waren Wahlen eine klare Sache: Entweder wurde Wirtschaft oder das Soziale gew&#228;hlt. Zwischent&#246;ne gab es nicht. Der W&#228;hler w&#228;hlte Klarheit.</p>
<p><strong>2009 ist das anders.</strong> Gerade noch 60 statt damals 85 Prozent der W&#228;hler entscheiden sich heute im Bund f&#252;r Union oder SPD, in den L&#228;ndern deutlich weniger. Vier von zehn votieren f&#252;r Gr&#252;ne, FDP, Linke oder f&#252;r eine der ganz Kleinen. Wir haben kleine Gro&#223;e – und gro&#223;e Kleine. Mit dem Effekt, dass der Sinn von Wahlen, die R&#252;cksichtnahme auf den W&#228;hlerwillen, verloren geht. Der W&#228;hler w&#228;hlt nun Unsicherheit.</p>
<p>Zwei-Parteien-Koalitionen werden zur Ausnahme. Das alte Freund-Feind-Denken aus Zeiten der schwarzgelben oder rotgr&#252;nen Lagerbildung geh&#246;rt der Vergangenheit an. Wo fr&#252;her tiefe Gr&#228;ben &#220;berg&#228;nge fast unm&#246;glich machten, gibt es heute alle paar Meter neue Br&#252;cken: Mal breite gro&#223;e, mal schwankende, voller Risiken, deren Fundamente aber mit jeder Wahl sicherer werden. Der kleinste gemeinsame Nenner der Zweierkoalitionen war gestern, morgen leben wir in klitzekleinsten Dreierkonstellationen.</p>
<p>Die Auswirkungen f&#252;r unser Wahlverhalten werden fatal. Lassen sich die W&#228;hler gefallen, dass pl&#246;tzlich die Gr&#252;nen mit 5,9 Prozent an der Saar zum K&#246;nigsmacher mutieren? Wenn die SPD mit 18,5 bzw. 24,5 Prozent in Th&#252;ringen und an der Saar m&#246;glicherweise den Epochenwandel von Schwarz zu Knallrot einleitet? Wenn pl&#246;tzlich: „Stell Dir vor, es ist Gro&#223;e Koalition – und die Gr&#246;&#223;te geh&#246;rt nicht dazu!“ zur Regel werden kann?</p>
<p><strong>Deutschland-F&#252;nfparteienland minimalisiert den W&#228;hlerwillen.</strong> Zudem ist es l&#228;ngst nicht ausgemacht, dass es bei nur f&#252;nf ernsthaften Optionen bleiben wird: Warum sollte es bald keine Jugend-, keine Mittelschicht oder Rentnerpartei geben?</p>
<p>Der 30. August wird das Wahlverhalten der Deutschen neu justieren: Das Toyota-Syndrom: statt klarer Kante nun „Alles ist m&#246;glich!“ Und: Jeder kann mit allen. Der Politikfrust wird noch weiter wachsen. Weil W&#228;hlerstimmen immer unwichtiger werden, bestimmt der Machterhalt der Parteien immer st&#228;rker unsere Politik. Allen Dementis zum Trotz glauben derzeit 40 Prozent der Deutschen, die SPD w&#252;rde – falls es zur Macht&#252;bernahme reichen w&#252;rde, im Bund mit den Linken koalieren.</p>
<p>Da zwei Drittel der Deutschen eine klare Koalitionsaussage Ihrer Partei erwarten, hinterl&#228;sst diese Koalitionspolygamie frustrierte W&#228;hler, die mit der Wahl ihrer Partei genau das bezwecken, was dann doch nicht eintritt: Wer an der Saar und in Th&#252;ringen SPD gew&#228;hlt hat, kann sich in einer Koalition mit der CDU, aber auch mit der Linken wiederfinden. Und hilflose W&#228;hler:  Jeweils ein Drittel der Deutschen wollen im Saarland Schwarz-Rot, Jamaika oder Rot-Rot-Gr&#252;n. Schlimmer noch: Selbst die eigenen W&#228;hler haben keinen Plan: Unter den CDU-Anh&#228;ngern w&#252;nschen 48 Prozent Schwarz-Rot, 47 Prozent Jamaika. SPD-W&#228;hler wollen zu 38 Prozent mit der CDU, zu 37 Prozent mit Rot und Gr&#252;n koalieren. Und selbst die Gr&#252;nen sind in zwei Lager gespalten, ob die Ampel oder Jamaika f&#252;r sie der beste Weg ist.</p>
<p>Der Frust, mit seiner Stimme doch nichts &#228;ndern zu k&#246;nnen, hat sich binnen f&#252;nf Jahren verdoppelt und wird nach politischem Desinteresse inzwischen als der zweith&#228;ufigste Wahlverweigerungsgrund angegeben.</p>
<p>Sollte Deutschland in Zukunft immer h&#228;ufiger von Drei-Parteien-Koalitionen nach g&#228;ngigem Wundert&#252;ten-Muster regiert werden, k&#246;nnte das sogar unsere Demokratie gef&#228;hrden: Die dann notwendigerweise noch st&#228;rkere Verw&#228;sserung politischer Markenkerne wird Wahlen noch unwichtiger, Regierungen noch zuf&#228;lliger, die Kritik am programmatischen Gemischtwarenlager noch gr&#246;&#223;er, die Wahlbeteiligungen noch geringer, die Ignorierung des W&#228;hlerwillens noch h&#228;ufiger, den Frust &#252;ber unsere Volksvertreter noch intensiver werden lassen.</p>
<p>Wahlen werden zum Macht-, nicht mehr zum Gestaltungsinstrument. In der Zeit der gr&#246;&#223;ten Probleme der Nachkriegszeit ist der W&#228;hler mitten drin, sich selbst zu entmachten.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14922%2Fdie-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14922%2Fdie-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/">Die Selbstentmachtung der W&#228;hler</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/#comments">15 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=14922&amp;md5=0d0e268044ed934366e615ba7550d26b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/14922/die-selbstentmachtung-der-waehler-im-fuenfparteienland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einstimmung auf die Zeit der Koalitionspolygamie?</title>
		<link>http://carta.info/14142/landtagswahlen-koalitionspolygamie/</link>
		<comments>http://carta.info/14142/landtagswahlen-koalitionspolygamie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 18:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Saarland]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Thüringen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=14142</guid>
		<description><![CDATA[Nach den Landtagswahlen scheint das Zeitalter der stabilen Zweierkoalitionen vorbei. Die Machtoptionen werden unklarer. Bricht nun das neue Zeitalter st&#228;ndig wechselnder Koalitionen an? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahl paradox: Selten zuvor war die CDU an einem Wahltag gleich dreimal st&#228;rkste Partei, so wie bei den Landtagswahlen Ende August in Sachsen, Th&#252;ringen und im Saarland. Und dennoch war sie der gesp&#252;rte Verlierer. Zwar mit weiterhin deutlichem Vorsprung vor der SPD, doch was mehr z&#228;hlt, sind offensichtlich die unklarer werdenden Machtoptionen. Geht am 27. September Schwarz-Gelb? Oder muss sich auch die einzig noch verbliebene Volkspartei CDU/CSU auf das Zeitalter st&#228;ndig wechselnder Koalitionen einrichten? Nicht die W&#228;hler sind wichtig. Viel bedeutender werden die anschlie&#223;enden B&#252;ndnisverhandlungen, die bei ann&#228;hernd gleichen Parteist&#228;rken morgen das Ergebnis von gestern v&#246;llig auf den Kopf stellen k&#246;nnen.</p>
<p>Denn der L&#228;ndertrend ist nun auch in den Bund eingefallen: Noch vor sechs Jahren w&#228;hlten 80 Prozent der Bundesb&#252;rger eine der beiden gro&#223;en Parteien. Bei der Wahl am 27. September k&#246;nnen beide froh sein, zusammen die 60-Prozent-Marke zu knacken. Im Osten liegen Union und SPD nur noch bei rund 50 Prozent: Die Gro&#223;en sind klein, die Kleinen gro&#223; geworden. Zweierkoalitionen eher die Ausnahme. Und die Kleinen spielen die Rolle des K&#246;nigsmacher, die ihnen aufgrund ihrer W&#228;hleranteile im Grunde nicht zusteht. Links sei Dank.</p>
<p><strong>Die wichtigste Botschaft aus Dresden, Erfurt und Saarbr&#252;cken ist die „neue Un&#252;bersichtlichkeit“.</strong> Ist die sch&#246;ne Zeit der stabilen Zweierkoalitionen oder gar die des Alleinregierens vorbei? Wird nun von den Parteien und von den W&#228;hlern ein H&#246;chstma&#223; an Flexibilit&#228;t bei der Regierungsgestaltung und -bewertung gefordert? Steckt Deutschland bereits mitten im „Toyota-Fieber“: Nichts ist unm&#246;glich? Bricht nun das neue Zeitalter der Koalitionspolygamie an?</p>
<p>Indem sich ausgerechnet der klare Wahlverlierer SPD (schlechteste aller Zeiten an der Saar, in Th&#252;ringen unter 20 Prozent, in Sachsen gerade mal 10 Prozent) strategisch ein St&#252;ck Macht zur&#252;ck erobert? <strong>Denn trotz bemitleidenswerter Resultate hat die SPD ihre Chancen f&#252;r den Bundestag verbessert.</strong> Keine Partei spielt so virtuos auf der Koalitionsklaviatur: Schlie&#223;lich sind die Sozialdemokraten derzeit irgendwo mit jeder demokratischen Partei verbandelt.</p>
<p>Ein Grund der herben Verluste f&#252;r die Union in Th&#252;ringen und an der Saar ist das in Krisenzeiten ver&#228;nderte Wirtschaftsbild der W&#228;hler. Mit ihrer alten Wirtschaftskompetenz gelingt es der CDU immer weniger, zu punkten. Das Wissen um das W&#228;rmebed&#252;rfnis der W&#228;hler ist bei der Union weiterhin wenig ausgepr&#228;gt. Wirtschaft ist in Zeiten der Entsolidarisierung nicht mehr nur das Herstellen eines guten Wirtschaftsklimas. Sondern mit gleicher Wertigkeit auch das Social-Charta-Denken, also das gleichzeitige Einfordern sozialer Mitarbeiterverantwortung nach dem Modell des Rheinischen Kapitalismus. Die „gute“ Wirtschaft bewertet beide Teile der sozialen Marktwirtschaft gleichwertig. Dies wird von Teilen der Union l&#228;ngst nicht so gesehen. Eine wachsende Zahl von Wirtschafts-Protestw&#228;hlern ist die Folge.</p>
<p>Kann man sich angesichts von Globalisierung und demografischer Entwicklung allein auf Wachstum und Aufschwung verlassen? Oder sind Reichensteuer, Erbschaftssteuer, Schutzschirme und Manager-Restriktionen doch die besseren Alternativen? Schon oft hat die Polemik die Logik besiegt.</p>
<p><strong>Der 30. August geht in die Politikhistorie m&#246;glicherweise auch als Renaissance einer Politik der klaren Kante ein.</strong> Und da leiden die beiden Gro&#223;en unter der „neuen Beliebigkeit“ ihrer Bundesparteien: Deren Politik ist f&#252;r viele W&#228;hler ohne erkennbaren Markenkern. W&#228;hrend die Kleinen mit eindeutigen Botschaften: „Wir sind gegen alles“ (Linke) – „Steuern runter“ (FDP) oder „Wirtschaft &#246;kologisieren“ (Gr&#252;ne) –  in Verbindung gebracht werden, wissen die W&#228;hler l&#228;ngst nicht mehr, wie sich die sozialdemokratisierte CDU im Einzelfall entscheidet. Und wer bei der SPD das Sagen hat. Deren inzwischen etwa 60 Prozent Linken – oder die in die Minderheit abgerutschten Schr&#246;derianer?</p>
<p>Die Widerst&#228;nde, mit Links an die Macht zu kommen, sind zumindest auf L&#228;nderebene offenbar kleiner als bef&#252;rchtet, ausgerechnet w&#228;hrend der gr&#246;&#223;ten Rezession der letzten Jahrzehnte. Das Ypsilanti-Debakel war also nicht das Zusammengehen mit den Knallroten, es war die Unaufrichtigkeit der Spitzenkandidatin.</p>
<p>Waren also die Landtagswahlen typisch und damit richtungsweisend f&#252;r den 27. September?</p>
<p><strong>Nur in Sachsen herrschte Normalit&#228;t.</strong> Dort wurden Kompetenz, die Pers&#246;nlichkeit der Ministerpr&#228;sidenten seit Biedenkopf, die guten Kennwerte bei PISA, Staatsverschuldung oder Wirtschaftskraft gew&#228;hlt. Und Schwarz-Gelb. In Sachsen, dem Bundesland mit dem gr&#246;&#223;ten Anteil an W&#228;hlern, die stolz auf ihr Land sind, z&#228;hlen noch Inhalte und Wirtschaftsoptionen. Und nicht pers&#246;nlicher Ehrgeiz, Koalitionen und Demonstrationen.</p>
<p><strong>Untypisch dagegen sind die Wahlen in Th&#252;ringen und an der Saar.</strong> In Erfurt ging es nicht um inhaltliche Auseinandersetzung, zwei v&#246;llig situative Themen spalteten die W&#228;hler: Die eigenartige Au&#223;endarstellung von Ministerpr&#228;sident Althaus, der zum zweiten Male hintereinander deutlich – diesmal 12 Prozentpunkte – verlor. Zudem die Frage: Geht das – Nicht Koch, sondern Kellner als Ministerpr&#228;sidenten – nachdem SPD-Kandidat Matschie nur drittst&#228;rksten Kraft geworden war. Kann es einen SPD-Ministerpr&#228;sidenten unter linker Duldung geben?</p>
<p>Dass Th&#252;ringen wirtschaftlich sogar Sachsen &#252;berholt, in Bildungsrankings oben und infrastrukturell gut ist, spielte nur eine untergeordnete Rolle. Die Th&#252;ringer waren ganz einfach Althaus-&#252;berdr&#252;ssig, nachdem er seinen Skiunfall zur politischen Inszenierung nutzte und die Partei wie eine Ikone an ihm festhielt.</p>
<p>Auch an der Saar spielten Macht und M&#246;glichkeit, nicht politische Inhalte, die wahlentscheidende Rolle. Wie kann man als kleiner Mann besser seinen Frust gegen die Etablierten zum Ausdruck bringen, als durch die Wahl des angesehenen Alt-Ministerpr&#228;sidenten und CDU- und SPD-Hassers? Das allerdings zeigt, dass von Lafontaines linkem Wahlerfolg, dem ersten in einem westlichen Bundesland, nur ein geringes Signal f&#252;r Berlin ausgeht. Sein neuer Rekord, 19 Prozent in einem Bundesland, ist zum gro&#223;en Teil der spezifischen Situation in einer Region geschuldet, die gerade mal &#252;ber gut einem Prozent der bundesdeutschen Bev&#246;lkerung verf&#252;gt.</p>
<p><strong>Denn auch das ist die Wahlwirklichkeit 2009, wenn auch nur im Saarland:</strong> Nicht die st&#228;rkste, nicht die Katapult-, nicht die Rekordminuspartei, ausgerechnet die mit 5,9 Prozent seltsam schwachen Gr&#252;nen, die erst nach einer Zitterpartie in den Saarbr&#252;cker Landtag einzogen, sind zum K&#246;nigsmacher geworden. Ausgerechnet der mit Abstand schw&#228;chste Kleine k&#246;nnte, falls es nicht doch noch zur &#8220;Gro&#223;en&#8221; kommt, in Koalitionsverhandlungen das Maximum aushandeln.</p>
<p>Wie die SPD deutliche Niederlagen zu gesp&#252;rten Siegen hochstilisiert, sollten die politischen Gegner nun damit rechnen, dass sich die SPD nicht mehr l&#228;nger der Koalition mit der Linken verschlie&#223;en wird: Sie thematisiert ihre neue Machtoption sogar deutlicher denn je. Die Genossen sehnen Rot-Rot herbei, gerade weil Schwarz-Gelb deutlicher denn je das rot-rote Schreckgespenst stigmatisiert, das nun auch nach Westen expandiert. Mit ungewissem Ausgang.</p>
<p>Landtagswahl war gestern. Heute z&#228;hlen die Auswirkungen auf dem 27. September, wo sich die wie Blei um die 25 Prozent liegende SPD eventuell doch noch der 30-Prozent-Marke n&#228;hern k&#246;nnte. <strong>Drei Faktoren k&#246;nnen nach sechs konstanten Vorwahlmonaten nun doch noch die Bundestagswahl beeinflussen:</strong></p>
<ul>
<li>Die nach Saar und Th&#252;ringen nicht unrealistische D&#228;monisierung der bislang wahrscheinlichen schwarz-gelben Koalition: Schafft Steinmeier, wie einstmals Schr&#246;der, das Schreckgespenst des kalten neoliberalen Sozialabbaus an die Wand zu malen? Gewinnt die SPD mit ihrem Strategiewechsels an Boden? Oder geraten die Sozialdemokraten nur noch st&#228;rker in die Bredouille, weil sie dadurch bereits weit vor dem Wahltag nicht mehr auf eigenen Sieg, sondern auf die Niederlage der Anderen setzen? Viel h&#228;ngt davon ab, ob die Spitzen von Union und SPD den W&#228;hlern die Angst vor einem Sozialabbau nehmen k&#246;nnen.</li>
<li>Schafft die SPD angesichts zweier roten Verbesserungs- und schwarzen Verschlechterungsbalken doch noch die Stimmungswende? Gelingt es ihnen, allein aus der Tatsache, dass die CDU nat&#252;rlich nicht das Traumergebnis 2004 halten konnte, den Last-Minute-Swing zu thematisieren? Ist eine hohe CDU-Niederlage bereits ein SPD-Sieg? Selbst wenn sie in v&#246;llig atypischen Politikumfeld zustande kamen?</li>
<li>Wie entwickelt sich die Angst vor Rot-Rot, das nun auch im Westen m&#246;glich erscheint? Muss die SPD weiterhin mit der W&#228;hlerwut rechnen – oder leitet sie damit auch im Westen die Normalisierung ein?</li>
</ul>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14142%2Flandtagswahlen-koalitionspolygamie%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F14142%2Flandtagswahlen-koalitionspolygamie%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/14142/landtagswahlen-koalitionspolygamie/">Einstimmung auf die Zeit der Koalitionspolygamie?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/14142/landtagswahlen-koalitionspolygamie/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=14142&amp;md5=bf928dc55d35ddcd5aba5ca001418920" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/14142/landtagswahlen-koalitionspolygamie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundestagswahl: Was ist eigentlich 2009 anders?</title>
		<link>http://carta.info/13314/bundestagswahl-was-ist-eigentlich-2009-anders/</link>
		<comments>http://carta.info/13314/bundestagswahl-was-ist-eigentlich-2009-anders/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 11:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=13314</guid>
		<description><![CDATA[Gerhard Schr&#246;der konnte 2002 und 2005 noch Prozente im Endspurt aufholen, Frank-Walter Steinmeier hat dies bisher nicht geschafft. Die politische Stimmung und der fehlende Glaube bei den SPD-Anh&#228;ngern markieren einen Unterschied zu den letzten Wahlk&#228;mpfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/b35dd60cfbb861d9649b74ff2e0a4c" alt="" width="1" height="1" />Lange Zeit war das „Mach’s wie Gerd, Frank!“, die klammheimliche Hoffnung der SPD-Anh&#228;nger auf einen furiosen Endspurt ihrer Partei. Drei Monate ben&#246;tigte Gerhard Schr&#246;der bei seinen Wahlk&#228;mpfen 2002 und 2005, nach riesigem R&#252;ckstand jeweils „im toten Rennen“ die Ziellinie zu ereichen. Jetzt ist die H&#228;lfte dieser Aufholzeit bereits vorbei, doch nichts hat sich bewegt. Damals hatte die SPD bereits sechs des 12-Prozentpunkte-R&#252;ckstands wett gemacht. Diesmal keinen einzigen.</p>
<p>Was ist eigentlich in diesem Jahr anders? Nicht unbedingt die Leistung der Genossen, einmal abgesehen von Steinmeiers uneinholbarem R&#252;ckstand in der Kanzlerfrage. Anders ist vor allem die bleierne, die Aufholjagd zerst&#246;rende Stille, die &#252;ber dem Wahlkampf liegt. Was Schr&#246;der tat, wurde zum Medienhighlight, des Kanzlers Machogetue Headline. &#8220;Kann Schr&#246;der es noch mal ‚wuppen’?&#8221; war ein glaubhaftes Topthema. Steinmeier hingegen sinniert und konzeptioniert, macht Wahlkampf mit stoischer Gelassenheit, nicht mit Saft und Kraft.</p>
<p>Nett statt keck. Stille statt Wille. Friede statt Hiebe! So ist kein Herzschlagfinale m&#246;glich.</p>
<p>Im Leistungs- und Kompetenzurteil wird die SPD keineswegs schlechter bewertet als 2005. Etwa 35 Prozent der W&#228;hler bescheinigen der SPD „gute Arbeit“, kaum weniger der Union. <strong>Mit der Regierungsarbeit sind sogar mehr W&#228;hler zufrieden als vor sieben und vier Jahren.</strong> Im Kompetenzprofil liegt die SPD zwar in sieben der zehn wichtigsten Politikfelder hinter der CDU/CSU. Aber auch das war 2005 &#228;hnlich. Und Steinbr&#252;ck und Steinmeier geh&#246;ren zu den f&#252;nf besten Ministern dieser Legislaturperiode. Einer mehr als 2005.</p>
<p>Nicht die politische Arbeit, die <strong>politische Stimmung</strong> ist also die zu hohe H&#252;rde. Und der gro&#223;e Unterschied zu den vorausgegangenen Bundestagsentscheidungen: Der Wahlkampf will einfach nicht in die G&#228;nge kommen. Schlimmer noch: Je &#246;fter das Herzschlagfinish fr&#252;herer Zeiten thematisiert wird, umso st&#228;rker der Aufholdruck, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, den Hoffnungen gerecht zu werden, desto lethargischer die W&#228;hler.</p>
<p><strong>Wahlkampf ist Psychologie. Und Frank-Walter Steinmeier ist Jurist.</strong></p>
<p>Deshalb kann der Herausforderer auch Kanzler, nicht aber Kanzlerkandidat. Erst Recht nicht aus der Position des Vizekanzlers. Denn gerade in Krisenzeiten geht f&#252;r ihn nicht Konfrontation, sondern Kooperation. Steinmeier kann nicht morgens gemeinsam regieren und abends polarisieren.</p>
<p>Steinmeiers Pech: Er besitzt nicht das Imageprofil eines Gerhard Schr&#246;der. Er ist der m&#228;nnliche Merkel. Und wo sich der letzte SPD-Kanzler noch auf eine namhafte Riege von Ministerpr&#228;sidenten verlassen konnte, sind die letzten der SPD-Riege bundesweit l&#228;ngst gescheitert.</p>
<p>Deshalb ist vor allem das politische Klima das bis zum Wahltag unl&#246;sbare Problem der SPD:</p>
<ul>
<li>Das Sicherheitsempfinden beg&#252;nstigt die Union umso mehr, je prek&#228;rer die Zeiten werden: Rezession w&#228;hlt Wirtschaftskompetenz, Konjunktur w&#228;hlt Verteilungskompetenz.</li>
<li>Eine Wechselstimmung ist zwar vorhanden, bei den meisten aber hin zu Schwarz-Gelb.</li>
<li>Vor allem, weil die SPD keine Machtoption hat, so lange 91 Prozent der W&#228;hler nur eine Chance der SPD als Juniorpartner der Union sehen.</li>
<li>Was ist das Thema? Worum geht es eigentlich bei der Wahl? Diesmal nicht um Krieg oder soziale Sicherheit. Nie zuvor gab es so wenig Konfliktstoff zur CDU. Auch weil diese geschickt sozialdemokratische Positionen &#252;bernimmt.</li>
<li>Was passiert wirklich mit den SPD-Stimmen? Solange 40 Prozent den Genossen zutrauen, im Zweifelsfall auch eine Koalition mit der Linken einzugehen, ist bei keiner Partei die Unsicherheit, eine unerw&#252;nschte Regierung gew&#228;hlt zu haben, st&#228;rker ausgepr&#228;gt.</li>
<li>Wof&#252;r steht der Kanzler? Steinmeier ist der 67-Seiten-Deutschland Plan – Schr&#246;der der Mann der drei klaren Botschaften. Das einzige Wahlziel, Schwarz-Gelb zu verhindern, hat l&#228;ngst kein D&#228;monisierungspotential mehr.</li>
</ul>
<p><strong>Das gr&#246;&#223;te Hindernis aber sind die Genossen selbst:</strong> Die <em>self-fulfilling prophecy</em>, also der Glaube, es doch noch zu schaffen, war die herausragende Dominante der Schr&#246;der Wahlk&#228;mpfe. Wenn sechs Wochen vor der Wahl aber nur noch 30 Prozent der SPD-Anh&#228;nger an ein &#8220;gutes Ergebnis&#8221; glauben, dann unterscheidet gerade diese fehlende Siegeszuversicht die Steinmeier- von der ehemaligen Schr&#246;der-SPD.</p>
<p>Der Glaube versetzt Berge, Zweifel dagegen f&#252;hren direkt ins Tal.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13314%2Fbundestagswahl-was-ist-eigentlich-2009-anders%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F13314%2Fbundestagswahl-was-ist-eigentlich-2009-anders%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/13314/bundestagswahl-was-ist-eigentlich-2009-anders/">Bundestagswahl: Was ist eigentlich 2009 anders?</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/13314/bundestagswahl-was-ist-eigentlich-2009-anders/#comments">One comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=13314&amp;md5=9abed314b5ba77eebab2e3958623f048" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/13314/bundestagswahl-was-ist-eigentlich-2009-anders/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Einst wird kommen Schwarz-Gr&#252;n</title>
		<link>http://carta.info/12959/einst-wird-kommen-schwarz-gruen/</link>
		<comments>http://carta.info/12959/einst-wird-kommen-schwarz-gruen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 16:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Grün]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=12959</guid>
		<description><![CDATA[Einem Viertel der Unionsw&#228;hler w&#228;re heute bereits eine Koalition mit den Gr&#252;nen lieber als mit der FDP. Und im S&#252;den des Landes w&#228;chst die Zustimmung zur christlich-&#246;kologischen Alternative &#252;berproportional.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/af18d4ee348f60d01e82dc0464a6e9" width="1" height="1" alt=""/>Sieben Wochen vor der Bundestagswahl ist die Sache f&#252;r die meisten Deutschen l&#228;ngst gelaufen: 66 Prozent rechnen mit Schwarz-Gelb. Jeder dritte mit der ungeliebten Fortsetzung der Gro&#223;en Koalition, kaum jemand mit Ampel oder einem Jamaika-B&#252;ndnis. Auf Schwarz-Gr&#252;n, also einer Regierung aus CDU/CSU und den Gr&#252;nen, setzt dagegen kaum jemand.</p>
<p>Warum eigentlich? Mitte Juli kam die Union zusammen mit der FDP auf 50 Prozent der W&#228;hlerstimmen, mit den Gr&#252;nen immerhin auf 47. Was aber, wenn die klammheimliche Angst der Liberalen vor Politstar zu Guttenberg Realit&#228;t wird? Und der „coole Baron“ (Stern) einen Teil der ordnungskonservativen W&#228;hler von der FDP zur&#252;ckgewinnt? Die SPD mit einem Anti-Atom-Wahlkampf den Gr&#252;nen weitere W&#228;hler zutreibt? Was wenn die &#214;ko-Partei ihr Stimmungshoch nach dem Europawahlerfolg konservieren kann und wom&#246;glich st&#228;rker als die Liberalen wird? Oder die Union mit beiden Partnern mehrheitsf&#228;hig w&#228;re?</p>
<p><strong>Stellen Sie sich vor, es ist Bundestagswahl, und es w&#252;rde f&#252;r Schwarz-Gr&#252;n reichen. Dazu fehlen gerade noch</strong><strong> zwei Prozentpunkte!</strong></p>
<p>Es empfiehlt sich also, einmal tief in die <strong>Gem&#252;tswelt der Unionsw&#228;hler</strong> zu schauen: Ist christliberal noch die unantastbare Regierungspr&#228;ferenz der Konservativen? Oder hat sich der &#246;kologische Bazillus bereits tief in deren Gedankenwelt geschlichen? Wie viele CDU/CSU-W&#228;hler votieren im Falle beider Optionen eher f&#252;r die FDP, wie viele f&#252;r eine Koalition mit den Gr&#252;nen? 25 Prozent! Jeder vierte Unionsw&#228;hler bevorzugt eine christ&#246;kologische Koalition. Unter allen Wahlberechtigten sind es sogar 42 Prozent. Viel mehr, als es der Eindeutigkeit der bislang ge&#228;u&#223;erten Strategie entspricht. Noch zu wenig, um schon jetzt attraktive Alternative zu sein.</p>
<p>Liegt das daran, dass Union und Gr&#252;ne zu wenig seelenverwandt sind? Dass beide Anh&#228;ngerschaften zu unterschiedliche Politeinstellungen aufweisen? Oder liegt es nur daran, dass diese Option bundesweit bisher kaum die Wahrnehmungsschwelle der W&#228;hler erreicht?</p>
<p>Eher am Zweiten: In den meisten politischen Sachfragen liegen die W&#228;hler von Union und FDP noch n&#228;her beieinander: in ihren Einstellungen zur Kernenergie, zu Steuererleichterungen, in der Bildungspolitik.</p>
<p>Aber es gibt auch verbindende Themen zwischen Schwarz und Gr&#252;n: Die zunehmende <strong>Ablehnung von Staatshilfen und Rettungsschirmen</strong>, die sozial determinierte <strong>Ordnungspolitik</strong>, die <strong>Familienpolitik</strong>.</p>
<p>F&#252;r Aufsteiger sind beide Parteien gleich attraktiv. Und: Bewundern die konservativ-pflichtbewussten Schwarzen nicht klammheimlich die hedonistisch-kulturell orientierten Gr&#252;nen? Sind Unionsw&#228;hler im Grunde ihrer Herzen nicht auch &#246;ko- und friedliebend? Jedenfalls st&#228;rker als fr&#252;her. Zudem wird eine linke, im Niedergang befindliche SPD f&#252;r gr&#252;ne Akademiker, Beamte und Besserverdienende nicht attraktiver. F&#252;r diese W&#228;hler ist beides, &#214;ko und Konsum, Ausdruck ihres Lebensgef&#252;hls. F&#252;r viele ist die Mitte gr&#252;n.</p>
<p>Geht also Schwarz-Gr&#252;n? <strong>Unter bestimmten Umst&#228;nden: ja!</strong> Denn auff&#228;llig ist, dass im lebensfreudigeren S&#252;den der Republik Schwarz-Gr&#252;n auf deutlich st&#228;rkere Zustimmung trifft als im eher preu&#223;ischen Norden. In Baden-W&#252;rttemberg bevorzugen nur noch 55 Prozent der CDU-W&#228;hler eine christlich-liberale Koalition. 45 Prozent votieren bereits f&#252;r ein B&#252;ndnis mit den Gr&#252;nen.</p>
<p>Schwarz-Gr&#252;n k&#246;nnte die Regierung der Zukunft sein: Wenn die SPD nach den wahrscheinlich verlorenen Wahlen ihre erste Reihe, also Steinmeier, Steinbr&#252;ck und M&#252;ntefering verliert, Nahles und Wowereit die Sozialdemokraten auf die dann auch &#246;ffentlich propagierte Wende nach links vorbereiten, worauf bereits die politische Ausrichtung der aktuellen SPD-Bundestagskandidaten hindeutet. Und wenn die Union zur wirklichen Partei der Mitte avanciert, auch weil sie sich dann besser als in einer Koalition mit der FDP als Wirtschaftspartei profilieren kann.</p>
<p>Auch der n&#228;chste politische Mega­trend spricht f&#252;r Schwarz-Gr&#252;n: Der n&#228;mlich hei&#223;t nach „Sicherheit im Wandel“ und „Arbeit schaffende Wirtschaft“ „<strong>Gesellschaftliche Fairness</strong>“, also <em>fairhalten</em>, <em>fairantworten</em>, <em>fairhandeln</em>, <em>fairkaufen</em>, <em>fairb&#252;nden</em>: Wie schaffe ich ein modern-gerechtes Deutschland in Zeiten von Globalisierung, Demografie und IT-Dividende, in dem „Vers&#246;hnen statt Spalten“ zur Richtschnur des Miteinanders wird? Bei keinem Thema passt eine Partei mit christlichen besser zu einer mit &#246;kologischen Wurzeln.</p>
<p><em>Dieser Text erschien zuerst in <a href="http://www.cicero.de/">Cicero</a>. Carta &#252;bernimmt <a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&amp;item=4015">den Artikel</a> mit freundlicher Genehmigung des Autors als Zweitver&#246;ffentlichung.</em>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F12959%2Feinst-wird-kommen-schwarz-gruen%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F12959%2Feinst-wird-kommen-schwarz-gruen%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/12959/einst-wird-kommen-schwarz-gruen/">Einst wird kommen Schwarz-Gr&#252;n</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/12959/einst-wird-kommen-schwarz-gruen/#comments">8 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=12959&amp;md5=b7d61efb646774ebf04f5bc1f990751b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/12959/einst-wird-kommen-schwarz-gruen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der verzweifelte Kampf der SPD gegen die K-Fallen</title>
		<link>http://carta.info/10938/der-verzweifelte-kampf-der-spd-gegen-die-k-fallen/</link>
		<comments>http://carta.info/10938/der-verzweifelte-kampf-der-spd-gegen-die-k-fallen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 13:56:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=10938</guid>
		<description><![CDATA[Der Krisenkurs der SPD erweist sich als weiterer Fallstrick vor der Bundestagswahl. Drei Monate vor der Wahl muss sie ihre Wahlstrategie v&#246;llig neu justieren. Selbst die eigenen Anh&#228;nger rechnen mehrheitlich nicht mehr mit einer SPD-Regierung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/93d5cc6188a8ff1aae91981b3a7221" width="1" height="1" alt=""/>Exakt drei Monate vor der Bundestagswahl warten die Genossen weiterhin erfolglos auf den Wechsel in der Wechselstimmung. Schlimmer noch: Die Ausgangslage f&#252;r die SPD hat sich sogar noch verschlechtert: <strong>Zu den bisher schon existierenden vier K-Katastrophen – Klima, Kandidat, Kompetenz, Konjunktur – hat sich noch eine f&#252;nfte hinzugesellt, m&#246;glicherweise die Wahl entscheidende: der Krisenkurs!</strong></p>
<p>Urpl&#246;tzlich sind die Deutschen konvertiert: Aus einem Volk der F&#252;llhornforderer ist das der Ordnungspolitiker geworden! In der Woche der Verabschiedung des gr&#246;&#223;ten Haushaltsdefizits aller Zeiten halten nur noch 25 Prozent der W&#228;hler Neuverschuldungen f&#252;r richtig, trotz anhaltender Wirtschaftskrise. Selbst unter den SPD-W&#228;hlern sind sie mit 39 Prozent in der Minderheit. Noch vor einem halben Jahr war Schuldenmachen f&#252;r die Ankurbelung der Wirtschaft in Deutschland mehrheitsf&#228;hig!</p>
<p><strong>Bislang waren es vier K-Fallstricke, die gegen die Sozialdemokraten sprachen:</strong></p>
<ul>
<li>Das <strong>politische Klima</strong> ist unver&#228;ndert g&#252;nstig f&#252;r die Union. Nur f&#252;r sieben Prozent ist die SPD im Stimmungshoch. Die deutliche Mehrheit glaubt, dass die Union weiterhin den Kanzler stellt. Der Bandwaggon-Effekt spricht also f&#252;r CDU/CSU.</li>
<li>In der<strong> Kanzlerfrage</strong> kann Merkel ihren Vorsprung gegen&#252;ber Steinmeier sogar noch vergr&#246;&#223;ern. Derzeit f&#252;hrt sie gegen&#252;ber dem Herausforderer  mit 60:29 Prozent.</li>
<li>In fast allen wichtigen <strong>Kompetenzbereichen</strong> liegt die Union deutlich vor der SPD.</li>
<li>Und schlechte <strong>Konjunkturdaten</strong> machen konservative Parteien umso w&#228;hlbarer, je n&#228;her vor Wahlen die eigene Zukunft anstelle allgemeiner Unzufriedenheit gew&#228;hlt wird.</li>
</ul>
<p>Nun auch noch der Krisenkurs! Urpl&#246;tzlich halten die Deutschen die geordnete Insolvenz f&#252;r besser als staatliche Schutzschilder, Kredite oder B&#252;rgschaften f&#252;r die Privatwirtschaft. &#214;konomische Kompetenz arbeitsplatzerhaltender als Sozialkompetenz, Wirtschaftsminister zu Guttenberg f&#252;r den erfolgreicheren Retter f&#252;r Arbeitspl&#228;tze als Arbeitsminister Scholz.</p>
<p><strong>Urpl&#246;tzlich steht nicht mehr das W&#252;nschenswerte sondern das Realisierbare im Focus der politischen Einstellungen</strong>. Die Wirtschafts- dominiert die Verteilungskompetenz!</p>
<p><strong>Vier Gr&#252;nde haben bei den Deutschen zu diesem Meinungswandel gef&#252;hrt</strong>:</p>
<ul>
<li>Das Gespenst von <strong>Verschuldungsfalle</strong> und der<strong> Inflation</strong> beunruhigt inzwischen 80 Prozent der Deutschen, in noch st&#228;rkerem Ma&#223;e die J&#252;ngeren.</li>
<li>Die Deutschen sp&#252;ren das <strong>Milliardenrisiko</strong> „rettender Staat“. 70 Prozent empfinden Staatshilfen f&#252;r die Privatwirtschaft als reine Geldverschwendung, so glauben z.B. gerade mal 13 Prozent, dass Opel durch die Hilfe des Staates nun l&#228;ngerfristig  gerettet ist.</li>
<li>Zwei Drittel empfinden die <strong>Unterst&#252;tzung schlecht aufgestellter Unternehmen</strong> als einseitig und ungerecht gegen&#252;ber den gut arbeitenden.</li>
<li>Und noch nicht einmal jeder Zehnte glaubt, dass der Staat <strong>auch seinem Unternehmen</strong> helfen wird, sollte es einmal in Schwierigkeiten kommen.</li>
</ul>
<p><strong>Drei Monate vor der Wahl muss die SPD ihre Wahlstrategie v&#246;llig neu justieren</strong>: Die Dominanz linker Positionen sowie M&#252;nteferings „Retten um jeden Preis“- Rhetorik finden nicht mehr das Wohlwollen der W&#228;hler, sondern werden – schlimmer noch – als unaufrichtige Wahlkampfstrategie geoutet. Das erkl&#228;rt auch, dass M&#252;ntefering in diesem Wahlkampf l&#228;ngst nicht mehr eine derart dominante Rolle wie noch 2005 spielen kann. Zumal die SPD ihr Verh&#228;ltnis zur Linken immer noch nicht gekl&#228;rt hat: Weiterhin sind es 40 Prozent, die den Genossen zutrauen, im Zweifelsfall auch eine Koalition mit der Linken einzugehen. Eine Gefahr, die sich nach den Landtagswahlen in Th&#252;ringen und Saarland eher noch verst&#228;rken wird.</p>
<p>Allerdings verringert sich diese Gefahr tagt&#228;glich: Nicht nur, weil die SPD nach der Europawahlschlappe in der Sonntagsfrage mit 24 Prozent wieder auf Tiefstwert zur&#252;ckgefallen ist, sondern sich gleichzeitig auch die Linke auf rasanter Talfahrt befindet: Statt 15 Prozent, wie noch vor einem halben Jahr, w&#252;rden sie heute gerade mal neun Prozent w&#228;hlen. 68 Prozent der Deutschen erwarten inzwischen schwarzgelb nach dem 27. September auf den Regierungsb&#228;nken.</p>
<p><strong>Wahlentscheidender aber k&#246;nnte sein, dass auch 61 Prozent der SPD-Anh&#228;nger nicht mehr mit einer roten Regierung rechnen.</strong> Denn Aufholjagd geht nur, wenn die Genossen noch eine Chance auf den Sieg wittern. Doch nur noch 30 Prozent rechnen – wenigstens noch mit einem achtbaren Ergebnis.</p>
<p>Die <em>Self-Fulfilling Prophecy</em>, also der Glaube, es doch noch zu schaffen, war die Dominante der Schr&#246;der-Wahlk&#228;mpfe. Vor allem das unterscheidet die Schr&#246;der- von der Steinmeier-SPD.
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10938%2Fder-verzweifelte-kampf-der-spd-gegen-die-k-fallen%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10938%2Fder-verzweifelte-kampf-der-spd-gegen-die-k-fallen%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/10938/der-verzweifelte-kampf-der-spd-gegen-die-k-fallen/">Der verzweifelte Kampf der SPD gegen die K-Fallen</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10938/der-verzweifelte-kampf-der-spd-gegen-die-k-fallen/#comments">3 comments</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10938&amp;md5=c7f3507cbf681b44d6faf76a448ab91b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/10938/der-verzweifelte-kampf-der-spd-gegen-die-k-fallen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Niemandsland Europa</title>
		<link>http://carta.info/10280/europawahl-2/</link>
		<comments>http://carta.info/10280/europawahl-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 16:06:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus-Peter Schöppner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmacher-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Autoren-Home]]></category>
		<category><![CDATA[Standard RSS]]></category>
		<category><![CDATA[Europawahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf '09]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=10280</guid>
		<description><![CDATA[Auch vor der siebten Wahl bleibt Europa ein Kunstprodukt: Nur 41 Prozent der W&#228;hler w&#252;nschen sich, dass die EU-Politiker st&#228;rker auf ein gemeinsam regiertes Europa hin arbeiten. Die EU erscheint vielen wie ein Niemandsland - in dem man als W&#228;hler vor allem eines nicht hat: Einfluss auf die Entscheidungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/89f3ef2de0c1bf2143a6b594035641" alt="" width="1" height="1" /><br />
Selbst in der Woche der Europawahl redet niemand von: Europa. Die Gro&#223;fl&#228;chen plakatieren „Europa“ inhaltsleer – oder propagieren gleich nationale Themen. Nur die Angst vor Wirtschaftsabsturz und Lebensunsicherheit wird die W&#228;hler an die Urne treiben.</p>
<p>Diese Europawahl ist Testwahl f&#252;r den n&#228;chsten Bundestag.Und deshalb wird sie wahrscheinlich eine h&#246;here Wahlbeteiligung erreichen als die 43 Prozent von 2004 (als sie eben nicht im Jahr der Bundestagswahl stattfand). Anfang Mai wollten immerhin 35 Prozent mit Sicherheit, weitere 32 m&#246;glicherweise zur Wahl gehen, mehr als vor f&#252;nf Jahren. Dennoch wei&#223; nicht mal jeder F&#252;nfte kurz zuvor ob und was er w&#228;hlt: Die Europawahl wird durch Mobilisierung entschieden.</p>
<p>Wahrscheinlich zugunsten der Union, die seit Kohl den Deutschen als „die“ Europapartei gilt. Sie wird wohl deutlich mehr Stimmen erhalten, als ihre derzeit 35 Prozent bundesweit, die SPD wird auf ihrem 26 Prozent Niveau verharren, w&#228;hrend die Kleinen mit Ausnahme der Gr&#252;nen wahrscheinlich unterhalb ihrer <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm">aktuellen Bundeswerte</a> bleiben.</p>
<p><strong>Dass es wenig um Europa geht, dokumentieren Umfragen: Nur jeder zehnte Deutsche interessiert sich sehr daf&#252;r. </strong>Anfang Mai wusste nur jeder F&#252;nfte, dass die Wahl im Juni stattfindet. Eigentlich m&#252;ssten wir am Sonntag mit dem Schlimmsten rechnen, wollten nicht viele die Regierung bedenkzetteln, gegen zuviel oder zu wenig Staatsf&#252;rsorge protestieren, die Linken st&#228;rken oder die Ordnungspolitik der FDP loben wollen.</p>
<p>Erst unter ferner liefen h&#228;ngt der deutsche Entscheid von Europa ab: F&#252;r 15 Prozent sind Pers&#246;nlichkeit und politische Position der Kandidaten, danach deren europ&#228;ischen Erfahrungen wichtig. Kandidaten dominieren &#252;ber Themen, so weit man &#252;berhaupt Europapolitiker kennt. Denn fragt man nach den wichtigsten Zukunftsaufgaben der EU, f&#228;llt nur 16 Prozent die Bew&#228;ltigung der Arbeitslosigkeit, 14 der Klimawandel und 12 Prozent die Wirtschaftsentwicklung ein.</p>
<p>Die Gr&#252;nde, nicht zur Wahl zu gehen, sind deutlich vielf&#228;ltiger: 62 Prozent haben keinerlei Interesse, <strong>79 Prozent halten ihre Stimme f&#252;r folgenlos</strong>, 16 Prozent sind ganz gegen die EU und gleich sieben von zehn geben an, keinerlei Kenntnis &#252;ber die EU zu besitzen. Nur noch vier von zehn sind an der Europawahl interessiert (Bundestagswahl: 80 Prozent), im Westen immerhin 44, in Ostdeutschland gerade noch 22 Prozent. Damit liegen die Deutschen exakt auf europ&#228;ischem Gesamtdurchschnitt. Gerade mal f&#252;r 20 Prozent ist Europa ein wichtiges Thema: Rang 16 der 20 wichtigsten. Trotz Euro, trotz Wegfall der Grenzen, trotz Berufsfreiheit, 60 Jahre Frieden und obwohl Europa heute leichter zu erreisen ist als fr&#252;her Deutschland.</p>
<p><strong>Wer wirklich wissen will, welche Probleme die Deutschen mit Europa haben, muss sich nur die Euro-Scheine anschauen: </strong>H&#252;bsche Motive, allerdings nur Phantasiezeichnungen von Burgen und Toren, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt, darstellen. Anonymes ersetzt Konkretes. Entscheidungen werden im Niemandsland gef&#228;llt, Europapolitiker sind kaum auf den Politikseiten zu finden, sondern verschwinden im Anonymen.</p>
<p>In einem Kenntnistest der alten EU Staaten &#252;ber Europa liegt Deutschland nur auf Platz elf, weit hinter den Spitzenreitern Luxemburg, Finnland und Portugal. Also verwundert es nicht, dass sich gerade mal 16 Prozent &#252;ber die neue EU-Verfassung gut informiert f&#252;hlen.</p>
<p>Auch vor der siebten Wahl bleibt Europa f&#252;r ein Kunstprodukt: Nur 41 Prozent w&#252;nschen sich, dass die EU-Politiker nach dem Euro weiter auf ein gemeinsam regiertes Europa hin arbeiten, auch wenn 60 Prozent eine gemeinsame Verfassung als Fortschritt empf&#228;nden. 56, in Ostdeutschland sogar 67 Prozent, wollen dagegen, dass Deutschland so autonom wie m&#246;glich regiert wird. Trotz Frust &#252;ber Berlin.</p>
<p>Die Gr&#252;nde dieses „Anti-Europ&#228;ismus’“: Die schlechte, viel zu b&#252;rokratische Vermittlung europ&#228;ischer Inhalte, die drei von vier beklagen. 70 Prozent kritisieren den schwachen Einfluss Berlins, trotz unserer Gr&#246;&#223;e und Zahlungsh&#246;he. F&#252;r zu viele wird &#252;ber unseren Kiez durch Abgeordnete aus dem Alentejo, der &#196;g&#228;is oder Hinterpommern, aber eben nicht durch die bei uns Plakatierten entschieden.</p>
<p>Um Europa attraktiver zu machen, darf uns die EU weder weitere Lasten noch mehr Macht aufb&#252;rden, sie muss uns mit Europa vers&#246;hnen: Der, der viel einbringt, muss auch angemessen mitbestimmen, aus dem Europa der Juristen muss das seiner B&#252;rger werden. Daf&#252;r aber muss die EU dort einen Teil ihrer Macht abgeben, wo die Nationalstaaten die anfallenden Probleme offenbar besser l&#246;sen k&#246;nnten: Die Familienpolitik ist das „urdeutscheste“ Thema. Hier sind 73 Prozent f&#252;r ausschlie&#223;lich nationale Entscheidungen. Bei den Renten 71, bei der inneren Sicherheit 69 Prozent. Auch &#252;ber Steuern und Arbeitsmarktpolitik sollte f&#252;r Zweidrittel Berlin entscheiden. Lediglich die Au&#223;en- und Verteidigungspolitik sind f&#252;r 51 bzw.56% Dom&#228;nen der EU.</p>
<p>Und politische Schwergewichte ins Rennen schicken. Denn immer noch sind Merkel und Kohl, nicht die Verheugens, Schulzes und P&#246;tterings Europas Protagonisten. Europa fehlt auch vor der siebten Europawahl immer noch ein Gesicht!</p>
<p>Siehe auch auf Carta:</p>
<p>Leonard Novy: <a href="http://carta.info/6258/europawahl/">Europawahl: Beteiligungsdesaster im F&#252;nfjahresrhythmus</a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://d1.openx.org/ck.php?n=a8c47325&amp;cb=INSERT_RANDOM_NUMBER_HERE" target="_blank"><img src="http://d1.openx.org/avw.php?zoneid=21592&amp;n=a8c47325" border="0" alt="" /></a></p>
<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
			<a href="http://api.tweetmeme.com/share?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10280%2Feuropawahl-2%2F"><br />
				<img src="http://api.tweetmeme.com/imagebutton.gif?url=http%3A%2F%2Fcarta.info%2F10280%2Feuropawahl-2%2F&amp;style=compact&amp;b=2" height="61" width="50" /><br />
			</a>
		</div>
<p class="wp-flattr-button"></p><hr />
<p><small>
<a href="http://carta.info/10280/europawahl-2/">Niemandsland Europa</a> on <a href="http://carta.info">CARTA</a> | <a href="http://carta.info/10280/europawahl-2/#comments">No comment</a>
</small></p> <p><a href="http://carta.info/carta/?flattrss_redirect&amp;id=10280&amp;md5=2d5e61f7cc8ed5285b7973296299ce9c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://carta.info/carta/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://carta.info/10280/europawahl-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

