69 Prozent der Wähler erwarten derzeit, dass Rot-Grün die nächste Bundestagswahl gewinnen wird. Doch ‘grüne’ Meinungsklima könnte vorübergehen, wenn der Wähler egoistisch wieder auf die Kosten schaut.
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Die Integrationsdebatte spaltet derzeit die Deutschen so intensiv, weil sie das grundlegende Unwohlsein vor allem der eher konservativen Kreise symbolisiert: Es geht um die immer weiter auseinanderklaffende Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.
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Die Union schneidet in Umfragen so schlecht ab wie zuletzt bei der Spendenaffäre und kaum jemand erwartet mehr, dass die Politik die Wirtschaft bestimmen kann. Für die Mehrheit der Bevölkerung muss Politik in der Krise jedoch nach dem Motto: „Germany first“ agieren. Verliert die CDU ihr wichtigstes Wahlmotiv “Wirtschaftskompetenz”?
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„Negative Campaigning“ ist auch in NRW zur Mutter aller Wahlkampfkonzepte geworden. „Negative Voting“ am 9. Mai wird wohl die Folge sein. – „Spalten statt Versöhnen“ ist scheinbar der Leitspruch des Wahlkampfs.
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Das einstige Demoskopie-Wunder FDP hat nach hundert Tagen an der Regierung ihre Wählerschaft halbiert. Doch das könnte sich als Momentaufnahme erweisen.
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Die Bürger glauben nicht, dass Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgeht. Die Parteien wären 2010 gut beraten, sich vom Prinzip “Mitte für alle” zu verabschieden. Fairness wird als politische Kategorie immer wichtiger.
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SPD weiter im Sinkflug: keine Richtung, kein Thema, keine Machtoption, keine Politiker
16.11.2009 | 3 Kommentare
Trotz ihres Bundesparteitags kann sich die SPD nicht aus dem Stimmungstief lösen. Die Zeiten wären günstig für sie, doch für die Wähler ist die SPD nicht mehr die SPD.
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Der politische Kompass hat sich verschoben: Im Umgang mit den auseinanderdriftenden gesellschaftlichen Gruppen wird für viele Wähler “Fairness” immer wichtiger. Für die neue Bundesregierung könnte das wahlentscheidend werden.
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Der Nichtwähler ist der letzte große Unbekannte der politischen Forschung. Wie sieht er aus?
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Dreierkonstellationen im Fünfparteienland: Die vergangenen Landtagswahlen werden das Wahlverhalten der Deutschen neu justieren. Doch der Wählerwille wird minimalisiert.
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Nach den Landtagswahlen scheint das Zeitalter der stabilen Zweierkoalitionen vorbei. Die Machtoptionen werden unklarer. Bricht nun das neue Zeitalter ständig wechselnder Koalitionen an?
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Gerhard Schröder konnte 2002 und 2005 noch Prozente im Endspurt aufholen, Frank-Walter Steinmeier hat dies bisher nicht geschafft. Die politische Stimmung und der fehlende Glaube bei den SPD-Anhängern markieren einen Unterschied zu den letzten Wahlkämpfen.
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Einem Viertel der Unionswähler wäre heute bereits eine Koalition mit den Grünen lieber als mit der FDP. Und im Süden des Landes wächst die Zustimmung zur christlich-ökologischen Alternative überproportional.
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Der Krisenkurs der SPD erweist sich als weiterer Fallstrick vor der Bundestagswahl. Drei Monate vor der Wahl muss sie ihre Wahlstrategie völlig neu justieren. Selbst die eigenen Anhänger rechnen mehrheitlich nicht mehr mit einer SPD-Regierung.
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Auch vor der siebten Wahl bleibt Europa ein Kunstprodukt: Nur 41 Prozent der Wähler wünschen sich, dass die EU-Politiker stärker auf ein gemeinsam regiertes Europa hin arbeiten. Die EU erscheint vielen wie ein Niemandsland – in dem man als Wähler vor allem eines nicht hat: Einfluss auf die Entscheidungen.
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Klaus-Peter Schöppner 