szmtag

The New News

22.12.2009 | 0 Kommentare


Jay Rosen beschäftigt sich in der Technology Review mit der üblichen Gleichsetzung von “Journalismus” und “Medien”, die spätestens im Netz problematisch werde: “Journalists insist that their habitual practices are not artifacts of a technological era but the essence of good journalism. They shouldn’t do that, and they wouldn’t, if they understood what I said at the start: journalism is not the media.”

Martin Weigert fragt bei Netzwertig, ob Volltext-RSS-Feeds eine Möglichkeit zur Monetarisierung journalistischer Angebote darstellen:”Statt die existierenden kostenlosen Angebote zu beschneiden, wie es gerade Axel Springer beim Abendblatt und der Berliner Morgenpost getan hat, sollten sich Medienhäuser überlegen, wie sie ihre Gratisvarianten mit so viel Mehrwert anreichern können, dass ein Teil der Leser dafür in die Tasche greifen würde.”

Dirk von Gehlen vermisst in seinem Beitrag in der Süddeutschen bei der Debatte um die Digitalisierung die politische, öffentliche Dimension. Wichtiger als das Für und Wider um Kulturpessimismus und digitale Überforderung sei der “War for the Web” (Tim O’Reilly) der großen Plattformen, Facebook, Apple & Co., die an die Stelle des freien Netzes zu treten drohen. Antworten darauf sieht er z.B. in der Internet Bill of Rights des EU-Abgeordneten Christian Engström.

Thomas Strobl verteidigt bei weissgarnix Frank Schirrmachers neues Buch “Payback” gegen die im Netz beliebte Alter-Mann-Schubladisierung:”Payback hat nicht das Geringste mit dem ewigen Kampf des Mannes gegen das unbekannte Neue oder die Verzweiflung der Holzmedien-Herausgeber angesichts des Internets zu tun … Es ist ein Buch über das, was kommen wird – ob es uns gefällt oder nicht.”

Thomas Rohde berichtet bei bewegliche lettern über erste Details zur geplanten Integration von ‘Google Editions’ in die Buchsuche, durch die Google in Kooperation mit den teilnehmenden Verlagen E-Books zum Kauf anbieten will.

Ivo Bozic beschäftigt sich in der Jungle World mit dem Klickstrecken- und SEO-Wesen im Onlinejournalismus:
“Allein dadurch, dass in diesem Artikel hier nun im Folgenden der Satz ‘Sex mit Britney dank CIA-Routenplaner: Porno-Lesben mit Schweinegrip­pe kastrieren blutjunge Hitler-Aliens in Tokio Hotel’ untergebracht worden ist, wird die Anzahl der Google- und Yahoo-Treffer in die Höhe schießen.”

Frank Schirrmacher hat in der FAZ einen lesenswerten Beitrag geschrieben, in dem er sich, beginnend bei neuen Echtzeitanwendungen, erneut mit den Rückwirkungen von Algorithmen auf Kommunikation und unser Leben beschäftigt:
“Wir können ohne sie nicht leben. Sie helfen uns. Aber sie quälen uns auch. Nicht durch Lärm, Abgase oder Strahlung. Sondern indem sie unsere Wünsche erfüllen wollen”.
Ebenfalls lesenswert dazu ist auch Don Dahlmanns Kommentar.

Einen Telefonanruf bei der Süddeutschen Zeitung schildert Johannes Boie: “Hallo, hier spricht X, Mitarbeiter des medienpolitischen Sprechers von Partei Y im Bundestag…”

wWenn man Unfug in die Verfassung schreibt, sollte man sich über Kritik nicht wundern.

Mehr zu: |

Elinor Ostroms Rede vom Dienstag anlässlich der Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises ist jetzt als Video verfügbar: Beyond markets and states: polycentric governance of complex economic systems. (via)

Anlaufstellen im Netz zum Kopenhagener Weltklimagipfel – ein Überblick.

Mehr zu: | | |

Ein hörenswertes Gespräch brachte die Reihe “Kulturfragen” im Deutschlandfunk: Karin Fischer interviewt darin den Soziologen Dirk Baecker über die “nächste Gesellschaft”, so der Titel seines aktuellen Buches.

Markus Beckedahl kommentiert bei netzpolitik.org den “nationalen IT-Gipfel” der Bundesregierung und des Lobbyverbandes Bitkom: “Der IT-Gipfel krankt seit seiner Erfindung daran, dass er allein dazu dient, Großprojekte vorzustellen, die allein Industrie und Politik zusammen ausgeheckt haben. Dabei fällt mir im Rückblick auf Anhieb kein deutsches Projekt ein, das nicht zuerst groß angekündigt und dann gegen die Wand gefahren wurde.”

Was guckst du?

03.12.2009 | 0 Kommentare


Michalis Pantelouris: Leser wollen lesen, weil es Teilhabe an der Welt bedeutet.

Die HuffPost veröffentlicht Arianna Huffingtons Rede beim Workshop “Journalism & Internet Age” der Federal Trade Commission.