Heute wurde im Bundestag die Einrichtung der Enquête-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” beschlossen. Zumindest auf einen Wissenstranfer darf man hoffen.

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Kommt jetzt der “binary turn”? Eine Spurensuche zur Nerdisierung der FAZ.

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Der Impuls kam – wie so oft – aus den USA: das Online-Magazin Politico.com bemerkte die Twitterisierung der Politik und kürte die zehn wichtigsten Tweets des Jahres.

Auch wenn Twitter im Allgemeinen (und das politische Twittern im Besonderen) hierzulande noch immer belächelt wird, so lässt sich eine solche Liste durchaus auch für Deutschland anlegen. Eine Spontanrecherche in gut twitternden Kreisen erbrachte die folgende kleine Liste der politischen Tweets des Jahres 2009.

(Achtung: es handelt sich hier „nur“ um eine chronologisch geführte Liste, kein wertendes Ranking!)

1.

twitter_tsgZum Jahresauftakt [...]

Welche Plattformen und Praktiken bei den aktuellen Studentenprotesten wichtig sind – eine Übersicht.

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Die Koalitionsverhandlungen wären ein ideales Testfeld, um politische Alltagsroutinen auch nach dem Wahlkampf digital anzureichern: Kontinuierliche Tweets zum Verhandlungsgeschehen und allabendliche Blogeinträge von den Verhandlungsführern könnten die Spekulationswut der Hauptstadtmedien angenehm konterkarieren. Obama hat das alles vorgemacht. Hierzulande kämpft nur noch @westerwave gegen einen typisch deutschen Offline-Herbst.

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Die Piratenpartei hat bei dieser Bundestagswahl den einzig echten Mitmachwahlkampf geführt. Dabei trägt die “Mission Bundestagswahl” die Züge eines Rollenspiels, das sich in eine Folge von “Quests” zerlegen läßt: Gelöst wurden bisher die Aufgaben Europawahl, Zulassung zur Bundestagswahl, Übernahme der Mehrheiten in den Sozialen Netzwerken. Und nun steht das vorerst letzte Level mit dem Endgegner Wahlurne an.

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Eine verpasste Chance: Beim TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier hastete das Moderatoren-Quartett ohne Atempause durch die Wahlkampf-Agenda.

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Online-Aktivitäten spielen vor den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und im Saarland kaum eine große Rolle – in allen Ländern sind die “Offliner” stark vertreten.

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Bei der Pressekonferenz der Horst-Schlämmer-Partei spielten die Medien sich selbst. Für die Geh-nicht-hin-Kampagne dagegen hielt man das Publikum für zu dumm. Die Kollisionen von medialer und realer Welt nehmen zu.

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Fernsehduelle mit Vertretern einer großen Koalition gelten als langweilig. Das vorzeitige Ende der Kieler Regierung könnte jetzt zusätzliche Würze in die Debatte bringen – die Parteien stehen schon in den Startlöchern für einen Instant-Wahlkampf.

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Vor dem Hintergrund einer erheblich größer und „normaler“ gewordenen Nutzerschaft werden gesellschaftlich relevante Konfliktbereiche offenbar, die noch vor wenigen Jahren als eher exotische Politik-Gegenstände galten. Damit werden digitale Bürgerrechte zu einem echten Politikfeld.

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Das RTL-Townhallformat war eine Merkel-Befragung im “protected mode”. Worüber die FAS am Vormittag noch nörgelte, zeigte am Abend seine Stärke: Twitter. Nicht dabei: die klassischen Medien in ihrer digitalen Enthaltsamkeit.

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Den Fernsehdebatten fehlt die schlichtende Instanz: Ihre Ausgestaltung liegt in den Händen der marktbeherrschenden Sender-Netzwerke und großen Parteien. Sie sind vor allem Selbstdarstellungs-Vehikel für Spitzenkandidaten und Quotengaranten. Es fehlt ein koordinierter Trialog zwischen Politik, Medien und Wählern.

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Das Online-Team des Weißen Hauses bekommt eine Direktorin für Bürgerbeteiligung. Katie Jacobs Stanton hat das Moderationstool von Change.gov mitentwickelt – und kommt direkt von Google.

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Roland Koch entzog sich in Hessen der direkten 1:1-TV-Auseinandersetzung mit seinem Herausforderer. Schade, verschenkt wird damit eine kompakte Präsentation von Personal und Positionen. Der Zuschauer schaltet gelangweilt ab.

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