“Löschen statt sperren” war von Anfang an eine absurde Parole für eine Anti-Zensur-Bewegung. Sich dabei mit dem Kampf gegen Kinderpornografie zu arrangieren, war ein vielleicht notwendiger, aber gefährlicher Kompromiss. Dieser Kampf ist nämlich unersättlich und letztlich nicht kontrollierbar.
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Im Internet ist ähnlich der ‘Bibliothek von Babel’ zwangsläufig jeder nur denkbare Inhalt vorhanden. Als Möglichkeit des Umgangs mit Provokationen empfiehlt sich das Ignorieren, entsprechend der alten Regel: Füttere nicht die Trolle! Eine solche Ignoranz wird immer wichtiger, steht als Ressource aber nicht allen Nutzern gleichermaßen zur Verfügung.
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Datenschutz ist nicht gleich dem Kampf um digitale Freiheitsrechte. Er dient bestimmten Vorstellungen von Staatsrecht, “geistigem Eigentum”, Menschenbild und Status Quo. Ihm entgegen lassen sich Daten-Explosion und Erosion des Privaten nicht nur als Gefahr, sondern auch als emanzipative Chance begreifen.
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Christian Heller 