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	<title>Kommentare zu: Das Netz als Feind: Die Fieberkurve der &#8220;Zeit&#8221;</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Mar 2010 07:18:34 +0100</lastBuildDate>
	
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		<title>Von: Zensursula und Medienschelte &#124; Kontextschmiede</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-5154</link>
		<dc:creator>Zensursula und Medienschelte &#124; Kontextschmiede</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 15:47:48 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Spal­tung. Der Eifer, mit dem der „Schmutz“ aus dem neuen Medium bek&#228;mpft wird, nimmt fast wahn­hafte Z&#252;ge [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Spal­tung. Der Eifer, mit dem der „Schmutz“ aus dem neuen Medium bek&#228;mpft wird, nimmt fast wahn­hafte Z&#252;ge [...]</p>
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		<title>Von: MR004 Morgengrauen at Medienradio.org</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2657</link>
		<dc:creator>MR004 Morgengrauen at Medienradio.org</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 22:22:52 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ZEIT-Online-Chef kritisiert eigene Leute per Twitter (Charta.info) &#160;  &#160;MR004 Morgengrauen: Play Now &#124; Play in Popup &#124; Download         &#171; MR003 iSee [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ZEIT-Online-Chef kritisiert eigene Leute per Twitter (Charta.info) &nbsp;  &nbsp;MR004 Morgengrauen: Play Now | Play in Popup | Download         &laquo; MR003 iSee [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Klaus+</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2551</link>
		<dc:creator>Klaus+</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2009 11:35:45 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Robin Meyer-Lucht,

mit keinem Wort beklagte Adam Soboczynski  *pauschal* - so wie von ihnen darstellt - ein „Zusammenwirken von Texten“, sondern von solchen *unterschiedlichen Anspruchs*. Genau dieser springende Punkt wurde von ihnen ausgeblendet.

Wie konnte es dazu kommen, dass sie dennoch genau dieses behaupteten? Mangelte es ihnen – wie von Soboczynski – meiner Erfahrung nach zu recht – beklagt - genau an jenem intellektuellen Niveau, das sich u.a. in einer angemessenen Differenzierung &#228;u&#223;ert? Oder war ihnen wie wahre Intention durchaus bewusst und sie haben wider besseren Wissens zu einer sinnentstellenden Verzerrung durch Verk&#252;rzung gegriffen? Wom&#246;glich, weil sich nur dies so evident widerlegen lie&#223;? 
Mitunter bewiesen sie damit „Politikerqualit&#228;ten“: n&#228;mlich etwas zu widerlegen, was niemand behauptet hat – damit behalten sie zwar vordergr&#252;ndig recht, haben aber in Wahrheit nichts zur Sache beigetragen. 

Mithin ist ihr Versuch, einen Beitrag zu *sachkundiger* Meinungsbildung einzubringen, desastr&#246;s gescheitert. Mag sein, dass das der Mehrheit der Leser entgangen ist – was als unfreiwillige indirekte Best&#228;tigung f&#252;r Soboczynskis These interpretiert werden kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Robin Meyer-Lucht,</p>
<p>mit keinem Wort beklagte Adam Soboczynski  *pauschal* &#8211; so wie von ihnen darstellt &#8211; ein „Zusammenwirken von Texten“, sondern von solchen *unterschiedlichen Anspruchs*. Genau dieser springende Punkt wurde von ihnen ausgeblendet.</p>
<p>Wie konnte es dazu kommen, dass sie dennoch genau dieses behaupteten? Mangelte es ihnen – wie von Soboczynski – meiner Erfahrung nach zu recht – beklagt &#8211; genau an jenem intellektuellen Niveau, das sich u.a. in einer angemessenen Differenzierung &#228;u&#223;ert? Oder war ihnen wie wahre Intention durchaus bewusst und sie haben wider besseren Wissens zu einer sinnentstellenden Verzerrung durch Verk&#252;rzung gegriffen? Wom&#246;glich, weil sich nur dies so evident widerlegen lie&#223;?<br />
Mitunter bewiesen sie damit „Politikerqualit&#228;ten“: n&#228;mlich etwas zu widerlegen, was niemand behauptet hat – damit behalten sie zwar vordergr&#252;ndig recht, haben aber in Wahrheit nichts zur Sache beigetragen. </p>
<p>Mithin ist ihr Versuch, einen Beitrag zu *sachkundiger* Meinungsbildung einzubringen, desastr&#246;s gescheitert. Mag sein, dass das der Mehrheit der Leser entgangen ist – was als unfreiwillige indirekte Best&#228;tigung f&#252;r Soboczynskis These interpretiert werden kann.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: tinkthank</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2550</link>
		<dc:creator>tinkthank</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2009 10:43:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=9673#comment-2550</guid>
		<description>Rationalisierte &#196;ngste einer existenzbedrohten Spezies? Der Film &#039;Zeitgeist&#039; kann vielleicht beschreiben, was in unserer Zeit geschieht:

Meinungsbildner, die &#252;ber erworbene Autorit&#228;t die Wahrheit bestimmen wollen, halten am Alten fest. Den Verlust der Autorit&#228;t, der Macht, letztendlich der Deutungshoheit seines Blattes hat ja auch Soboczynski beklagt.

Die Wahrheit ist die Autorit&#228;t - sie wird langfristig jede Form von Wissensmissbrauch untergraben, sofern sie an ihrer Verbreitung nicht gehindert wird. Das Netz l&#228;sst Elfenbeint&#252;rme einst&#252;rzen und Wissensgletscher schmelzen. Die Macht, in Wissen transformiert, kann nun dahin fliessen, wo sie hingeh&#246;rt: Zu jedem Menschen. 

Die seit Jahrhunderten bestehenden M&#246;glichkeiten, durch Wissensvorsprung politische, religi&#246;se, finanzielle und geistige Unterjochung der Masse zu betreiben, sehen ihrem Ende entgehen. Die in diesem Sinne Konservativen haben sich &#252;berlebt, gro&#223;e Systeme der Ausbeutung funktionieren nicht mehr mit so viel (Informations-)Freiheit. Sie wollen Asche konservieren und nicht das Feuer weitergeben (Spruch aus aktuellem Werbespot, trotzdem gut).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rationalisierte &#196;ngste einer existenzbedrohten Spezies? Der Film &#8216;Zeitgeist&#8217; kann vielleicht beschreiben, was in unserer Zeit geschieht:</p>
<p>Meinungsbildner, die &#252;ber erworbene Autorit&#228;t die Wahrheit bestimmen wollen, halten am Alten fest. Den Verlust der Autorit&#228;t, der Macht, letztendlich der Deutungshoheit seines Blattes hat ja auch Soboczynski beklagt.</p>
<p>Die Wahrheit ist die Autorit&#228;t &#8211; sie wird langfristig jede Form von Wissensmissbrauch untergraben, sofern sie an ihrer Verbreitung nicht gehindert wird. Das Netz l&#228;sst Elfenbeint&#252;rme einst&#252;rzen und Wissensgletscher schmelzen. Die Macht, in Wissen transformiert, kann nun dahin fliessen, wo sie hingeh&#246;rt: Zu jedem Menschen. </p>
<p>Die seit Jahrhunderten bestehenden M&#246;glichkeiten, durch Wissensvorsprung politische, religi&#246;se, finanzielle und geistige Unterjochung der Masse zu betreiben, sehen ihrem Ende entgehen. Die in diesem Sinne Konservativen haben sich &#252;berlebt, gro&#223;e Systeme der Ausbeutung funktionieren nicht mehr mit so viel (Informations-)Freiheit. Sie wollen Asche konservieren und nicht das Feuer weitergeben (Spruch aus aktuellem Werbespot, trotzdem gut).</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Kulturblogger &#8250; Das Web: kein Wohlfühlort für Intellektuelle</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2525</link>
		<dc:creator>Kulturblogger &#8250; Das Web: kein Wohlfühlort für Intellektuelle</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2009 07:06:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=9673#comment-2525</guid>
		<description>[...] hat die Blogosph&#228;re ganz sch&#246;n aufgemischt und zu zahlreichen Repliken angeregt (s. z.B. hier, hier, hier oder hier), die den Autor L&#252;gen strafen sollen in Bezug auf seine Behauptung, dass das Web [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] hat die Blogosph&#228;re ganz sch&#246;n aufgemischt und zu zahlreichen Repliken angeregt (s. z.B. hier, hier, hier oder hier), die den Autor L&#252;gen strafen sollen in Bezug auf seine Behauptung, dass das Web [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Florian</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2482</link>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 18:48:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=9673#comment-2482</guid>
		<description>@ Robin Meyer-Lucht 

naja...so ganz absolut gegen das Netz ist er dann ja doch nicht, er schreibt:

&quot;Schutzlos ist er allerdings, wo ausschlie&#223;lich die Anzahl seiner Anh&#228;nger &#252;ber seine Relevanz entscheidet. T&#246;dlich w&#228;re es f&#252;r den Intellektuellen, einzustimmen in den Lobgesang einer bunten Welt von Teil&#246;ffentlichkeiten, die eine bislang klar strukturierte, von Institutionen gefilterte &#214;ffentlichkeit ersetzt. Er mag zwar einen feinsinnigen Blog f&#252;hren, doch seine Minderheitenmeinung ist darin zu schwach, um geh&#246;rt zu werden – oder gar um lukrativ zu sein.&quot;

Er sieht schon M&#246;glichkeiten zur Nutzung des Netzes: Aber die Struktur macht es schwierig, hier &quot;an die breite &#214;ffentlichkeit&quot; zu kommen - die es nicht h&#246;ren will, aber vielleicht h&#246;ren sollte! 
Und er beklagt die Problematik, dass unbequeme Standpunkte in den Sammelpunkten des Netzes durch die Lautst&#228;rke  der Masse untergehen - Eine Situation, die ja in diversen Foren durchaus nachvollziehbar ist. Goodwins law oder der Verweis auf die N&#228;he von Internetdiskussionen und Special Olympics sind ja  auch in der Netzgemeinde sprichw&#246;rtlich.

Er schlie&#223;t mit:
&quot;So unt&#252;chtig er scheint – er wird nicht aussterben. Der Intellektuelle wird untertauchen wie der Taucher in die Tiefe, er wird Internetrandzonen bewohnen, Foren, die nur von seinesgleichen aufgesucht werden. (...) Jedoch als der, der er bislang war, St&#246;renfried des Konsenses, Vermittler von Wissensbest&#228;nden, Korrektiv des Staats, wird er verschwinden. Seine Spur ist eine, die bald schon Wellen gl&#228;tten.&quot;

Ich finde, das nicht so technikfeindlich, wie es viele der getroffenen Netzgl&#228;ubigen reflexhaft behaupten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Robin Meyer-Lucht </p>
<p>naja&#8230;so ganz absolut gegen das Netz ist er dann ja doch nicht, er schreibt:</p>
<p>&#8220;Schutzlos ist er allerdings, wo ausschlie&#223;lich die Anzahl seiner Anh&#228;nger &#252;ber seine Relevanz entscheidet. T&#246;dlich w&#228;re es f&#252;r den Intellektuellen, einzustimmen in den Lobgesang einer bunten Welt von Teil&#246;ffentlichkeiten, die eine bislang klar strukturierte, von Institutionen gefilterte &#214;ffentlichkeit ersetzt. Er mag zwar einen feinsinnigen Blog f&#252;hren, doch seine Minderheitenmeinung ist darin zu schwach, um geh&#246;rt zu werden – oder gar um lukrativ zu sein.&#8221;</p>
<p>Er sieht schon M&#246;glichkeiten zur Nutzung des Netzes: Aber die Struktur macht es schwierig, hier &#8220;an die breite &#214;ffentlichkeit&#8221; zu kommen &#8211; die es nicht h&#246;ren will, aber vielleicht h&#246;ren sollte!<br />
Und er beklagt die Problematik, dass unbequeme Standpunkte in den Sammelpunkten des Netzes durch die Lautst&#228;rke  der Masse untergehen &#8211; Eine Situation, die ja in diversen Foren durchaus nachvollziehbar ist. Goodwins law oder der Verweis auf die N&#228;he von Internetdiskussionen und Special Olympics sind ja  auch in der Netzgemeinde sprichw&#246;rtlich.</p>
<p>Er schlie&#223;t mit:<br />
&#8220;So unt&#252;chtig er scheint – er wird nicht aussterben. Der Intellektuelle wird untertauchen wie der Taucher in die Tiefe, er wird Internetrandzonen bewohnen, Foren, die nur von seinesgleichen aufgesucht werden. (&#8230;) Jedoch als der, der er bislang war, St&#246;renfried des Konsenses, Vermittler von Wissensbest&#228;nden, Korrektiv des Staats, wird er verschwinden. Seine Spur ist eine, die bald schon Wellen gl&#228;tten.&#8221;</p>
<p>Ich finde, das nicht so technikfeindlich, wie es viele der getroffenen Netzgl&#228;ubigen reflexhaft behaupten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2481</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 17:52:37 +0000</pubDate>
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		<description>@ Florian: Die Tendenz, eher Dinge lesen zu wollen, die einen best&#228;tigen, findet in einem Medium wie dem Internet mit Sicherheit eher noch eine st&#228;rkere Entfaltung. Die Huffington Post baut bekanntlich ma&#223;geblich auf dieses Erfolgsprinzip. Gleiches gilt aber auch f&#252;r klassischen Medienprodukte, wie etwa taz und FAZ. Man sollte daher nicht den Kurzschluss begehen, Tendenzen, die schon im alten Mediensytem vorhanden waren, nun dem neuen anzulasten. 

Ebenso falsch w&#228;re es, den Huckepackmechanismus (sperrige, dissonante Inhalte on top of Massengeschmack) der klassischen Medien zu idealisieren. Da wurde auch viel zusammengeschmissen und einem aufgedr&#228;ngt, was so nicht zusammengeh&#246;rte.

Jedem, der das &quot;Horizontmedium&quot; Zeitung mag sei das unbenommen. Ich mag es auch. 

Nur: Man sollte nicht, wie Soboczynski behaupten, dass das Internet nur alles schlechter kann - und nichts besser. 

@ beza1e1: Mit dieser Retourkutsche machen Sie es sich zu einfach...

@ Katrin: Danke f&#252;r den Hinweis. Was genau Soboczynski immer so meint - letztlich ganz genau kann man das auch nicht wissen. 

@ Christian W.: Vielen Dank f&#252;r den Hinweis auf die Gemengelage im TV. Letztlich kommen wir damit zu der Frage: Verflachung in den Augen von wem? Am Ende sind wir bei der Frage des Nutzers und was wir ihm zutrauen. Die ist sehr zentral, denn Soboczynski f&#228;hrt hier einen paternalistischen Kurs und einige der Nutzer hier einen &quot;auto-paternalistischen&quot; (Habermas http://www.sueddeutsche.de/kultur/21/404799/text/print.html) Kurs. Mir liegt der nicht. Daher der Verweis auf Benkler.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Florian: Die Tendenz, eher Dinge lesen zu wollen, die einen best&#228;tigen, findet in einem Medium wie dem Internet mit Sicherheit eher noch eine st&#228;rkere Entfaltung. Die Huffington Post baut bekanntlich ma&#223;geblich auf dieses Erfolgsprinzip. Gleiches gilt aber auch f&#252;r klassischen Medienprodukte, wie etwa taz und FAZ. Man sollte daher nicht den Kurzschluss begehen, Tendenzen, die schon im alten Mediensytem vorhanden waren, nun dem neuen anzulasten. </p>
<p>Ebenso falsch w&#228;re es, den Huckepackmechanismus (sperrige, dissonante Inhalte on top of Massengeschmack) der klassischen Medien zu idealisieren. Da wurde auch viel zusammengeschmissen und einem aufgedr&#228;ngt, was so nicht zusammengeh&#246;rte.</p>
<p>Jedem, der das &#8220;Horizontmedium&#8221; Zeitung mag sei das unbenommen. Ich mag es auch. </p>
<p>Nur: Man sollte nicht, wie Soboczynski behaupten, dass das Internet nur alles schlechter kann &#8211; und nichts besser. </p>
<p>@ beza1e1: Mit dieser Retourkutsche machen Sie es sich zu einfach&#8230;</p>
<p>@ Katrin: Danke f&#252;r den Hinweis. Was genau Soboczynski immer so meint &#8211; letztlich ganz genau kann man das auch nicht wissen. </p>
<p>@ Christian W.: Vielen Dank f&#252;r den Hinweis auf die Gemengelage im TV. Letztlich kommen wir damit zu der Frage: Verflachung in den Augen von wem? Am Ende sind wir bei der Frage des Nutzers und was wir ihm zutrauen. Die ist sehr zentral, denn Soboczynski f&#228;hrt hier einen paternalistischen Kurs und einige der Nutzer hier einen &#8220;auto-paternalistischen&#8221; (Habermas <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/21/404799/text/print.html)" rel="nofollow">http://www.sueddeutsche.de/kultur/21/404799/text/print.html)</a> Kurs. Mir liegt der nicht. Daher der Verweis auf Benkler.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: beza1e1</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2480</link>
		<dc:creator>beza1e1</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 17:15:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=9673#comment-2480</guid>
		<description>So falsch erscheint mir Soboczynski gar nicht, wenn ich mir diesen CARTA-Artikel so ansehe. Zuerst wird der verlinkte Artikel als &quot;gehetzte Aneinanderreihung von normativen Einseitigkeiten&quot; heruntergemacht und anschlie&#223;end der Leser dazu aufgefordert eine Analyse doch bitte selbst in Form eines Kommentars zu erstellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So falsch erscheint mir Soboczynski gar nicht, wenn ich mir diesen CARTA-Artikel so ansehe. Zuerst wird der verlinkte Artikel als &#8220;gehetzte Aneinanderreihung von normativen Einseitigkeiten&#8221; heruntergemacht und anschlie&#223;end der Leser dazu aufgefordert eine Analyse doch bitte selbst in Form eines Kommentars zu erstellen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sascha Stoltenow</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2476</link>
		<dc:creator>Sascha Stoltenow</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 16:52:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=9673#comment-2476</guid>
		<description>Entweder Soboczynski persifliert, oder er ist dar&#252;ber entsetzt, wieviel von dem, dass er nicht mag, durch das Netz sichtbar wird. Was er leider nicht versteht: damit umzugehen ist genau die neue Aufgabe im Projekt Aufkl&#228;rung, nur kann heute niemand sagen, er h&#228;tte es nicht gesehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Entweder Soboczynski persifliert, oder er ist dar&#252;ber entsetzt, wieviel von dem, dass er nicht mag, durch das Netz sichtbar wird. Was er leider nicht versteht: damit umzugehen ist genau die neue Aufgabe im Projekt Aufkl&#228;rung, nur kann heute niemand sagen, er h&#228;tte es nicht gesehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Florian</title>
		<link>http://carta.info/9673/das-netz-als-feind-die-fieberkurve-der-zeit/comment-page-1/#comment-2474</link>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 16:12:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=9673#comment-2474</guid>
		<description>Habe folgenden Kommentar bereits bei Herrn Kn&#252;wer hinterlassen. Aber evtl. findet er ja auch hier Interesse:

Mir gef&#228;llt der Artikel in der ZEIT. 

und ich sage Ihnen auch warum: Weil er ein grunds&#228;tzliches Dilemma anspricht: Der Mensch an sich wird eben in seiner Meinung gerne best&#228;tigt. Deswegen liest er bevorzugt Dinge, die seine Meinung st&#252;tzen. 

Im Internet (also in einem freien Markt der Information) sind folglich diejenigen Artikel (Texte, Bilder, Videos etc.) besonders erfolgreich, die die bestehende Meinung des Lesenden best&#228;tigen. 

Der &quot;Intellektuelle&quot;, wie ihn die Zeit in diesem Artikel einf&#252;hrt, verfolgt aber eben genau nicht den Zweck, bestehende Meinungen zu st&#252;tzen, sondern Reibungsfl&#228;che zu bieten. Erst in der Auseinandersetzung mit anderen Gedanken kann eigene Weiterentwicklung entstehen. In den Zeiten der fr&#252;heren Printproduktion konnte eine Verlag diese Inhalte (f&#252;r die per se keiner gezahlt h&#228;tte (siehe oben) quersubventioniert unterbringen. Das tolle ist/war, dass das Ergebnis im Nachhinein aber die Aufnahme der &quot;intellektuellen&quot; Inhalte rechtfertigt und den Leser (und K&#228;ufer) in seinem Kauf best&#228;tigt. 

Dieses Element wird in den Onlineauftritten der gro&#223;en Medienh&#228;user radikal vernachl&#228;ssigt (wie sie ja selbst h&#228;ufig feststellen) und f&#252;hrt dazu, dass sich die &quot;Intellektuellen&quot;, also die Querdenker in eigene Bereiche des Netzes zur&#252;ckziehen. Vielleicht in einen gut geschriebenen Blog. Dass sie aber nicht da sind, wo sie sein sollten: Im Blick der &#214;ffentlichkeit. Wo man sich an Ihnen reiben kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Habe folgenden Kommentar bereits bei Herrn Kn&#252;wer hinterlassen. Aber evtl. findet er ja auch hier Interesse:</p>
<p>Mir gef&#228;llt der Artikel in der ZEIT. </p>
<p>und ich sage Ihnen auch warum: Weil er ein grunds&#228;tzliches Dilemma anspricht: Der Mensch an sich wird eben in seiner Meinung gerne best&#228;tigt. Deswegen liest er bevorzugt Dinge, die seine Meinung st&#252;tzen. </p>
<p>Im Internet (also in einem freien Markt der Information) sind folglich diejenigen Artikel (Texte, Bilder, Videos etc.) besonders erfolgreich, die die bestehende Meinung des Lesenden best&#228;tigen. </p>
<p>Der &#8220;Intellektuelle&#8221;, wie ihn die Zeit in diesem Artikel einf&#252;hrt, verfolgt aber eben genau nicht den Zweck, bestehende Meinungen zu st&#252;tzen, sondern Reibungsfl&#228;che zu bieten. Erst in der Auseinandersetzung mit anderen Gedanken kann eigene Weiterentwicklung entstehen. In den Zeiten der fr&#252;heren Printproduktion konnte eine Verlag diese Inhalte (f&#252;r die per se keiner gezahlt h&#228;tte (siehe oben) quersubventioniert unterbringen. Das tolle ist/war, dass das Ergebnis im Nachhinein aber die Aufnahme der &#8220;intellektuellen&#8221; Inhalte rechtfertigt und den Leser (und K&#228;ufer) in seinem Kauf best&#228;tigt. </p>
<p>Dieses Element wird in den Onlineauftritten der gro&#223;en Medienh&#228;user radikal vernachl&#228;ssigt (wie sie ja selbst h&#228;ufig feststellen) und f&#252;hrt dazu, dass sich die &#8220;Intellektuellen&#8221;, also die Querdenker in eigene Bereiche des Netzes zur&#252;ckziehen. Vielleicht in einen gut geschriebenen Blog. Dass sie aber nicht da sind, wo sie sein sollten: Im Blick der &#214;ffentlichkeit. Wo man sich an Ihnen reiben kann.</p>
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