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	<title>Kommentare zu: Dubiose Pharma-Deals: Bei Krankheit &#8220;Geld zur&#252;ck&#8221;</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 09:23:07 +0000</lastBuildDate>
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		<item>
		<title>Von: Martin Eckert</title>
		<link>http://carta.info/8417/dubiose-pharma-deals-bei-krankheit-geld-zurueck/comment-page-1/#comment-2000</link>
		<dc:creator>Martin Eckert</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 08:27:23 +0000</pubDate>
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		<description>@Petra: Genau dar&#252;ber haben wir ja schon diskutiert: Rabattvertr&#228;ge werden von den Krankenkassen mit der „Pharmaindustrie“ &#252;berwiegend f&#252;r billige Generika ausgehandelt. Und da gibt es eben die gravierenden Qualit&#228;tsunterschiede in der Galenik (mit haarstr&#228;ubenden Konsequenzen, die niemand wahr haben will [siehe mein „Forschungsprojekt“ von Januar 2009]). Hier bin ich v&#246;llig Deiner Meinung, dass man als Patient nicht hinnehmen kann, wenn Kassen bei Medikamenten mehr zu sagen haben, als behandelnde &#196;rzte. 
Wenn nun Original-Medikamente mit Wirksamkeitsgarantie angeboten werden, ist das eine legitime Marketingentscheidung zur Abgrenzung von Originalprodukten gegen&#252;ber Nachahmern. Denn wer w&#252;rde heute noch ein Elektroger&#228;t oder ein Auto kaufen bei dem der Hersteller sagt: Garantie? „Gar keine!“
Dass dieses Medikament unter Umst&#228;nden „besser l&#228;uft“ als die Nachmacher, ist m.E. marktwirtschaftlich in Ordnung. Denn die Pharmaindustrie ist (noch) ein gewinnorientierter Unternehmenszweig mit beachtlichen Erfolgen f&#252;r die Gesellschaft. 
Sonst w&#252;rden ja auch die Finanz&#228;mter die Pharmafirmen wegen „mangelndem Gewinnstreben“ dichtmachen [Liebhaberei-Verordnung des BMF]. :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Petra: Genau dar&#252;ber haben wir ja schon diskutiert: Rabattvertr&#228;ge werden von den Krankenkassen mit der „Pharmaindustrie“ &#252;berwiegend f&#252;r billige Generika ausgehandelt. Und da gibt es eben die gravierenden Qualit&#228;tsunterschiede in der Galenik (mit haarstr&#228;ubenden Konsequenzen, die niemand wahr haben will [siehe mein „Forschungsprojekt“ von Januar 2009]). Hier bin ich v&#246;llig Deiner Meinung, dass man als Patient nicht hinnehmen kann, wenn Kassen bei Medikamenten mehr zu sagen haben, als behandelnde &#196;rzte.<br />
Wenn nun Original-Medikamente mit Wirksamkeitsgarantie angeboten werden, ist das eine legitime Marketingentscheidung zur Abgrenzung von Originalprodukten gegen&#252;ber Nachahmern. Denn wer w&#252;rde heute noch ein Elektroger&#228;t oder ein Auto kaufen bei dem der Hersteller sagt: Garantie? „Gar keine!“<br />
Dass dieses Medikament unter Umst&#228;nden „besser l&#228;uft“ als die Nachmacher, ist m.E. marktwirtschaftlich in Ordnung. Denn die Pharmaindustrie ist (noch) ein gewinnorientierter Unternehmenszweig mit beachtlichen Erfolgen f&#252;r die Gesellschaft.<br />
Sonst w&#252;rden ja auch die Finanz&#228;mter die Pharmafirmen wegen „mangelndem Gewinnstreben“ dichtmachen [Liebhaberei-Verordnung des BMF]. :-)</p>
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		<title>Von: Petra Thorbrietz</title>
		<link>http://carta.info/8417/dubiose-pharma-deals-bei-krankheit-geld-zurueck/comment-page-1/#comment-1991</link>
		<dc:creator>Petra Thorbrietz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:14:50 +0000</pubDate>
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		<description>@Nicola: Danke f&#252;r die Erg&#228;nzungen. Das war mir so nicht bekannt. :-)
@ Martin: Danke auch Dir f&#252;r Differenzierung und den nat&#252;rlich richtigen Hinweis auf den faulen Staat (Forschung) und die b&#246;sen Ordnungsbeh&#246;rden. Pardon f&#252;r die Zuspitzung - ich bin Journalistin :-) Es ist nat&#252;rlich auch richtig, dass wir die forschende Pharmaindustrie dringend brauchen, und dass Studien zur Arzneimittelsicherheit sehr viel Geld kosten. Als Patientin ist es mir aber nicht angenehm, dass ein Unternehmen &#252;ber Mengenrabatte meine Kasse dazu bewegen k&#246;nnte, mir ein ganz bestimmtes Medikament zu verordnen, zumal das Vorgehen mit Wissenschaftlichkeit nicht mehr viel zu tun hat. Was ist denn, wenn zum Beispiel die Galenik bei so einem Rabattmodell vernachl&#228;ssigt wird? Es stimmt, &#246;konomische Faktoren entscheiden &#252;ber die Forschung und damit auch unsere Gesundheit. Aber die Wahlfreiheit ist ein entscheidender Punkt, wenn das Marktmodell funktionieren soll. Und die gro&#223;en Life-Science-Unternehmen (um einmal ein neutraleres Wort als &quot;Konzern&quot; zu verwenden) sind der Beh&#246;rdenwillk&#252;r in der Regel nicht schutzlos ausgeliefert, sondern sie haben auf internationaler Ebene im Patentrecht ein potentes Instrument, das viel weiter reicht als nur, ihre Forschungsaufwendungen zu verg&#252;ten. Da geht es nicht um die Frage, ob ein Diabetes effektiv behandelt wird. Da geht es um Besitz und Monopolisierung von Leben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Nicola: Danke f&#252;r die Erg&#228;nzungen. Das war mir so nicht bekannt. :-)<br />
@ Martin: Danke auch Dir f&#252;r Differenzierung und den nat&#252;rlich richtigen Hinweis auf den faulen Staat (Forschung) und die b&#246;sen Ordnungsbeh&#246;rden. Pardon f&#252;r die Zuspitzung &#8211; ich bin Journalistin :-) Es ist nat&#252;rlich auch richtig, dass wir die forschende Pharmaindustrie dringend brauchen, und dass Studien zur Arzneimittelsicherheit sehr viel Geld kosten. Als Patientin ist es mir aber nicht angenehm, dass ein Unternehmen &#252;ber Mengenrabatte meine Kasse dazu bewegen k&#246;nnte, mir ein ganz bestimmtes Medikament zu verordnen, zumal das Vorgehen mit Wissenschaftlichkeit nicht mehr viel zu tun hat. Was ist denn, wenn zum Beispiel die Galenik bei so einem Rabattmodell vernachl&#228;ssigt wird? Es stimmt, &#246;konomische Faktoren entscheiden &#252;ber die Forschung und damit auch unsere Gesundheit. Aber die Wahlfreiheit ist ein entscheidender Punkt, wenn das Marktmodell funktionieren soll. Und die gro&#223;en Life-Science-Unternehmen (um einmal ein neutraleres Wort als &#8220;Konzern&#8221; zu verwenden) sind der Beh&#246;rdenwillk&#252;r in der Regel nicht schutzlos ausgeliefert, sondern sie haben auf internationaler Ebene im Patentrecht ein potentes Instrument, das viel weiter reicht als nur, ihre Forschungsaufwendungen zu verg&#252;ten. Da geht es nicht um die Frage, ob ein Diabetes effektiv behandelt wird. Da geht es um Besitz und Monopolisierung von Leben.</p>
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		<title>Von: Martin Eckert</title>
		<link>http://carta.info/8417/dubiose-pharma-deals-bei-krankheit-geld-zurueck/comment-page-1/#comment-1988</link>
		<dc:creator>Martin Eckert</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 14:34:39 +0000</pubDate>
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		<description>Kann mir die Vorrednerin bitte mal erkl&#228;ren, weshalb sie in die Mottenkiste der unsachlich neidakzentuierten Terminologie greift (&quot;wirklich gro&#223;es Gesch&#228;ft&quot;, &quot;in den Markt dr&#252;cken&quot;, &quot;deal&quot;), sobald &#252;ber Medikamente und Verhandlungen mit gesetzlichen Krankenversicherungen gesprochen wird?
Benutzt sie dieses Vokabular auch, wenn &#252;ber Marketing, Werbema&#223;nahmen und Rabattierung bei Fernsehen, Zeitungen, Kosmetik- oder Autoindustrie berichtet wird? 
Was glauben Sie, wie Mercedes zur Zeit seine E-Klasse &quot;in den Markt dr&#252;ckt&quot; und mit Ministerien und Vorst&#228;nden &quot;deals&quot; macht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kann mir die Vorrednerin bitte mal erkl&#228;ren, weshalb sie in die Mottenkiste der unsachlich neidakzentuierten Terminologie greift (&#8220;wirklich gro&#223;es Gesch&#228;ft&#8221;, &#8220;in den Markt dr&#252;cken&#8221;, &#8220;deal&#8221;), sobald &#252;ber Medikamente und Verhandlungen mit gesetzlichen Krankenversicherungen gesprochen wird?<br />
Benutzt sie dieses Vokabular auch, wenn &#252;ber Marketing, Werbema&#223;nahmen und Rabattierung bei Fernsehen, Zeitungen, Kosmetik- oder Autoindustrie berichtet wird?<br />
Was glauben Sie, wie Mercedes zur Zeit seine E-Klasse &#8220;in den Markt dr&#252;ckt&#8221; und mit Ministerien und Vorst&#228;nden &#8220;deals&#8221; macht?</p>
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		<title>Von: Nicola Kuhrt</title>
		<link>http://carta.info/8417/dubiose-pharma-deals-bei-krankheit-geld-zurueck/comment-page-1/#comment-1985</link>
		<dc:creator>Nicola Kuhrt</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 12:31:41 +0000</pubDate>
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		<description>Der Text ist nicht mehr ganz aktuell, denn derartige Rabatt-Aktionen sind l&#228;ngst in Deutschland angekommen. Man muss also nicht ins ferne Amerika schauen. Derartige Angebote haben auch nichts mit einem &quot;traditonellen Optimismus, was die M&#228;chte des Marktes angeht&quot;, zu tun. Und es geht l&#228;ngst nicht mehr nur um die Generika. Der Handel ist l&#228;ngst bei den Originalpr&#228;paraten angekommen - dem wirklich gro&#223;en Gesch&#228;ft.

Den Anfang machte Novartis im vergangenen Jahr mit einem &quot;Geld-zur&#252;ck-bei-Knochenbruch-Deal&quot;, der das neue Osteophorose-Mittel Aclasta in den Markt dr&#252;cken soll. Vertragspartner hier sind die DAK und die Barmer Ersatzkasse. GSK &#252;berlegt derweil den Einsatz von &quot;Mehrwertans&#228;tzen&quot;, AstraZeneca hat mit der Deutschen BKK einen Deal f&#252;r das patentgesch&#252;tzte Magenmittel Nexium ausgehandelt. Andere Beispiele werden folgen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Text ist nicht mehr ganz aktuell, denn derartige Rabatt-Aktionen sind l&#228;ngst in Deutschland angekommen. Man muss also nicht ins ferne Amerika schauen. Derartige Angebote haben auch nichts mit einem &#8220;traditonellen Optimismus, was die M&#228;chte des Marktes angeht&#8221;, zu tun. Und es geht l&#228;ngst nicht mehr nur um die Generika. Der Handel ist l&#228;ngst bei den Originalpr&#228;paraten angekommen &#8211; dem wirklich gro&#223;en Gesch&#228;ft.</p>
<p>Den Anfang machte Novartis im vergangenen Jahr mit einem &#8220;Geld-zur&#252;ck-bei-Knochenbruch-Deal&#8221;, der das neue Osteophorose-Mittel Aclasta in den Markt dr&#252;cken soll. Vertragspartner hier sind die DAK und die Barmer Ersatzkasse. GSK &#252;berlegt derweil den Einsatz von &#8220;Mehrwertans&#228;tzen&#8221;, AstraZeneca hat mit der Deutschen BKK einen Deal f&#252;r das patentgesch&#252;tzte Magenmittel Nexium ausgehandelt. Andere Beispiele werden folgen.</p>
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		<title>Von: Martin Eckert</title>
		<link>http://carta.info/8417/dubiose-pharma-deals-bei-krankheit-geld-zurueck/comment-page-1/#comment-1983</link>
		<dc:creator>Martin Eckert</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 11:14:39 +0000</pubDate>
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		<description>Ich wei&#223; nicht, woher der Artikel stammt, aber immerhin hat der Verfasser erfreulicherweise eine wesentliche Grundlage der Arzneimittelherstellung verstanden: Die &quot;Galenik&quot;. (Benannt nach dem ber&#252;hmten antiken Arzt Galen, 129 bis 199 nach Christus). Unter &quot;Galenik&quot; versteht man die Kunst, arzneilich wirksame Substanzen in Darreichungsformen zu bringen, die den Wirkstoff dem K&#246;rper verf&#252;gbar machen. Die richtige Galenik ist die entscheidende Grundlage f&#252;r die Wirksamkeit eines Medikaments &#252;berhaupt. (Wenn Sie wissen, dass &#039;Kakao&#039; der wesentliche Bestandteil eines Marmorkuchens ist, wissen Sie immer noch nicht, wie man einen Marmorkuchen backt, der schmeckt und gut vertr&#228;glich ist.) 

W&#228;hrend Originalhersteller eines neuen Medikaments nach Ablauf der Patentfrist die Formel des Wirkstoffes preisgeben m&#252;ssen, bleibt die Galenik eines Erfolgspr&#228;parates oft streng geh&#252;tetes Geheimnis des guten &quot;Galenikers&quot;.
Daher ist es ein verbreiteter Irrglaube, dass alleine die &quot;Wirkstoffgleichheit&quot; zweier Medikamente zu gleichen Wirkungen bei den Patienten f&#252;hren wird.

Aber hier werden B&#252;rger, &#196;rzte und Patienten von Krankenkassen, Politikern (und Wissenschaftsjournalisten, die es nicht glauben wollen) dumm gehalten, weil die nachgemachten Produkte ja so sch&#246;n billig sind.

Wenn nun ein Hersteller eines Originalpr&#228;parates eine Wirkgarantie f&#252;r sein Medikament abgibt, best&#228;tigt dies vor allem die wissenschaftliche Fundiertheit moderner Arzneimittel, die von forschenden Originalherstellern produziert werden und damit fast den alleinigen Beitrag zur ambulanten Heilung oder Linderung von Krankheiten liefern.  
Die &#228;rztliche &quot;Heilkunst&quot; besteht n&#228;mlich heute - abgesehen von chirurgischen und intensivmedizinischen Eingriffen -  &#252;berwiegend in der richtigen Diagnosestellung und der ad&#228;quaten Auswahl und Verordnung eines Medikaments. - Jedoch: kaum ein Arzt w&#252;rde daf&#252;r eine Garantie geben.

Der &quot;medizinische Fortschritt&quot;, einhergehend mit einer zunehmend h&#246;heren Lebensqualit&#228;t und Lebenserwartung der Menschen ist damit ein Verdienst der forschenden Arzneimittelhersteller, die &#252;berdies ihre Forschung weitgehend selbst bezahlen. Nur rund 5% der Forschungsprojekte f&#252;r Arzneimittel werden in Deutschland staatlich gef&#246;rdert (bei der Luft- und Weltraumforschung sind es fast 50%).

Massenrabatte, Dumpingpreise und schlechte Arzneimittel-Kopien (Generika) werden der Pharmaindustrie von Ordnungsbeh&#246;rden abverlangt. Allerdings handelt es sich bei billigen Generika auch um &quot;alte Kamellen&quot;, deren Entwicklung mindestens 20 Jahre alt ist (sonst w&#228;ren sie ja nicht patentfrei). 

Kassen und Gesundheitsminister zwingen Kassenpatienten sozusagen im &quot;alten VW-K&#228;fer ohne ABS, Airbag und Gurtstraffer; produziert in Taiwan&quot; herumzufahren. W&#228;hrend &quot;Privatpatienten&quot; oder solche, die Ihre Medikamente selbst bezahlen, von den Originalherstellern viel bessere, modernere, aber eben auch teurere Arzneimittel mit Wirkgarantie erhalten (k&#246;nnen).

Meiner Meinung nach unterstreicht die Aktion von Merck, dass man sich auf moderne Arzneimittel als Patient verlassen kann, so wie man sich z.B. auch auf ein modernes Automobil (mit Garantie) verlassen kann. Allerdings wird man garantierte Qualit&#228;t nicht zum Null-(Kassen)tarif erhalten. 

Schlie&#223;lich: Von &quot;dubiosen Methoden der Pharmaindustrie&quot; zu sprechen erf&#252;llt lediglich das abgedroschene Klischee derjenigen, die die Pharmaindustrie am liebsten verstaatlichen w&#252;rden, so wie man es mit den &#196;rzten ja schon fast geschafft hat. 
Denn ein Gesch&#228;ft mit der Gesundheit ist unmoralisch… 
solange man nicht selbst im Krankenhaus landet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wei&#223; nicht, woher der Artikel stammt, aber immerhin hat der Verfasser erfreulicherweise eine wesentliche Grundlage der Arzneimittelherstellung verstanden: Die &#8220;Galenik&#8221;. (Benannt nach dem ber&#252;hmten antiken Arzt Galen, 129 bis 199 nach Christus). Unter &#8220;Galenik&#8221; versteht man die Kunst, arzneilich wirksame Substanzen in Darreichungsformen zu bringen, die den Wirkstoff dem K&#246;rper verf&#252;gbar machen. Die richtige Galenik ist die entscheidende Grundlage f&#252;r die Wirksamkeit eines Medikaments &#252;berhaupt. (Wenn Sie wissen, dass &#8216;Kakao&#8217; der wesentliche Bestandteil eines Marmorkuchens ist, wissen Sie immer noch nicht, wie man einen Marmorkuchen backt, der schmeckt und gut vertr&#228;glich ist.) </p>
<p>W&#228;hrend Originalhersteller eines neuen Medikaments nach Ablauf der Patentfrist die Formel des Wirkstoffes preisgeben m&#252;ssen, bleibt die Galenik eines Erfolgspr&#228;parates oft streng geh&#252;tetes Geheimnis des guten &#8220;Galenikers&#8221;.<br />
Daher ist es ein verbreiteter Irrglaube, dass alleine die &#8220;Wirkstoffgleichheit&#8221; zweier Medikamente zu gleichen Wirkungen bei den Patienten f&#252;hren wird.</p>
<p>Aber hier werden B&#252;rger, &#196;rzte und Patienten von Krankenkassen, Politikern (und Wissenschaftsjournalisten, die es nicht glauben wollen) dumm gehalten, weil die nachgemachten Produkte ja so sch&#246;n billig sind.</p>
<p>Wenn nun ein Hersteller eines Originalpr&#228;parates eine Wirkgarantie f&#252;r sein Medikament abgibt, best&#228;tigt dies vor allem die wissenschaftliche Fundiertheit moderner Arzneimittel, die von forschenden Originalherstellern produziert werden und damit fast den alleinigen Beitrag zur ambulanten Heilung oder Linderung von Krankheiten liefern.<br />
Die &#228;rztliche &#8220;Heilkunst&#8221; besteht n&#228;mlich heute &#8211; abgesehen von chirurgischen und intensivmedizinischen Eingriffen &#8211;  &#252;berwiegend in der richtigen Diagnosestellung und der ad&#228;quaten Auswahl und Verordnung eines Medikaments. &#8211; Jedoch: kaum ein Arzt w&#252;rde daf&#252;r eine Garantie geben.</p>
<p>Der &#8220;medizinische Fortschritt&#8221;, einhergehend mit einer zunehmend h&#246;heren Lebensqualit&#228;t und Lebenserwartung der Menschen ist damit ein Verdienst der forschenden Arzneimittelhersteller, die &#252;berdies ihre Forschung weitgehend selbst bezahlen. Nur rund 5% der Forschungsprojekte f&#252;r Arzneimittel werden in Deutschland staatlich gef&#246;rdert (bei der Luft- und Weltraumforschung sind es fast 50%).</p>
<p>Massenrabatte, Dumpingpreise und schlechte Arzneimittel-Kopien (Generika) werden der Pharmaindustrie von Ordnungsbeh&#246;rden abverlangt. Allerdings handelt es sich bei billigen Generika auch um &#8220;alte Kamellen&#8221;, deren Entwicklung mindestens 20 Jahre alt ist (sonst w&#228;ren sie ja nicht patentfrei). </p>
<p>Kassen und Gesundheitsminister zwingen Kassenpatienten sozusagen im &#8220;alten VW-K&#228;fer ohne ABS, Airbag und Gurtstraffer; produziert in Taiwan&#8221; herumzufahren. W&#228;hrend &#8220;Privatpatienten&#8221; oder solche, die Ihre Medikamente selbst bezahlen, von den Originalherstellern viel bessere, modernere, aber eben auch teurere Arzneimittel mit Wirkgarantie erhalten (k&#246;nnen).</p>
<p>Meiner Meinung nach unterstreicht die Aktion von Merck, dass man sich auf moderne Arzneimittel als Patient verlassen kann, so wie man sich z.B. auch auf ein modernes Automobil (mit Garantie) verlassen kann. Allerdings wird man garantierte Qualit&#228;t nicht zum Null-(Kassen)tarif erhalten. </p>
<p>Schlie&#223;lich: Von &#8220;dubiosen Methoden der Pharmaindustrie&#8221; zu sprechen erf&#252;llt lediglich das abgedroschene Klischee derjenigen, die die Pharmaindustrie am liebsten verstaatlichen w&#252;rden, so wie man es mit den &#196;rzten ja schon fast geschafft hat.<br />
Denn ein Gesch&#228;ft mit der Gesundheit ist unmoralisch…<br />
solange man nicht selbst im Krankenhaus landet.</p>
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