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	<title>Kommentare zu: Die Macht des Establishments</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Von: Frank-Walter Steinmeier: Der Offline-Kandidat &#8212; CARTA</title>
		<link>http://carta.info/7700/die-macht-des-establishments/comment-page-1/#comment-1929</link>
		<dc:creator>Frank-Walter Steinmeier: Der Offline-Kandidat &#8212; CARTA</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 23:28:15 +0000</pubDate>
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		<description>[...] &#8211; Sebastian Lange: Die Macht des Establishment [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] &#8211; Sebastian Lange: Die Macht des Establishment [...]</p>
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		<title>Von: A.E. Schneidereith</title>
		<link>http://carta.info/7700/die-macht-des-establishments/comment-page-1/#comment-1892</link>
		<dc:creator>A.E. Schneidereith</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 16:41:07 +0000</pubDate>
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		<description>Die Deutsche Huffington Post gibt es bereits. Und auch dort agieren neben Amateuren sehr renomierte Journalisten, Leitartikler der FAZ und der Welt. Eine sehr interessante Mischung. Ich kann mir gut vorstellen, dass die in K&#252;rze ziemlich gro&#223;e Zuwachsraten verzeichnen. Ich Deutschland braucht eben alles seine Zeit. 
Die Seite: www.FreieWelt.net.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Huffington Post gibt es bereits. Und auch dort agieren neben Amateuren sehr renomierte Journalisten, Leitartikler der FAZ und der Welt. Eine sehr interessante Mischung. Ich kann mir gut vorstellen, dass die in K&#252;rze ziemlich gro&#223;e Zuwachsraten verzeichnen. Ich Deutschland braucht eben alles seine Zeit.<br />
Die Seite: <a href="http://www.FreieWelt.net" rel="nofollow">http://www.FreieWelt.net</a>.</p>
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		<title>Von: Wittkewitz</title>
		<link>http://carta.info/7700/die-macht-des-establishments/comment-page-1/#comment-1718</link>
		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 16:35:13 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe mich sehr gefreut, einen derartigen Beitrag zu lesen. Er erf&#252;llt eigentlich alle Klischees, die man so durchwaten kann beim Versuch zu verstehen, was die Demokratisierung der Medien realisiert durch die technologischen Werkzeuge die das Web kostenlos liefert. Beginnen wir vorne. Da Blogger zun&#228;chst Amateure sind, ist es nat&#252;rlich eine Ehre, dass Spieler der Regionalliga mit denen der Bundesliga verglichen werden. Aber glauben Sie mir, wenn einige Blogger 4000€ netto bekommen w&#252;rden f&#252;r zwei bis drei Artikel pro Woche, die Qualit&#228;t w&#252;rde enorm zunehmen. Denn die gewonnene Lebenszeit kann die Recherche und die Formulierungkraft steigern. Aber kommen wir mal weg von den &#196;pfeln und den Birnen.

Zitat: „Auch heute gilt noch die Schr&#246;dersche Weisheit, nach der es auf ,Bild, Bams und Glotze‘ ankommt“, sagt dpa-Chefredakteur Wilm Herlyn.
Zitatende

Die dpa und &#228;hnliche Agenturen gehen den Weg alles Lebendigen, also erspare ich mir dazu einen Kommentar. Der Kern der Aussage von Gasputins Duzfreund liegt doch darin begr&#252;ndet, das kaum reflektierte Menschen zur Wahlurne schreiten. Das mag an der Parteiendemokratie liegen, das mag an der mangelnden Differenz zwischen den Parteien selbst liegen oder am Personal. Das Anbiedern an das mentale Prekariat mag einen statistischen Grund haben - es gibt weniger promovierte Geisteswissenschaftler als Maurer - es ist aber kein Ausweis einer gelungenen Kommunikationsmethode oder gar Dokumentation inhatlicher Brillianz. Aber um die geht es ja im Wahljahr nie. Es geht &#252;berhaupt nicht um Politik in einem Wahljahr, es geht das Melken des Stimmviehs.

Da tut sich ein soziales Netzwerk nat&#252;rlich schwer, weil dort Menschen echt interagieren und sehr schnell die Simulation von Interesse von echten menschlichen Beziehungen unterscheidbar ist. Wer dort nicht dialogorientiert kommuniziert ist verloren. Insofern sind die willigen Vassallen der Hauptstadtjournaille nat&#252;rlich viel einfacher zu kontrollieren und noch billiger mit Inhalten zu f&#252;ttern, da braucht man ja keine Agenturen als Gie&#223;kanne, da reicht das Hantieren mit elit&#228;ren Hinterzimmer-Gespr&#228;chen, um sich vermeintlich objektive professionelle Medienmenschen willf&#228;hrig zu machen.

Den Hinweis der &quot;Expertin&quot; zur Sicherheit und Qualit&#228;t er&#252;brigt sich im Zeitalter solcher Machenschaften und der ubiquit&#228;ren Pr&#228;senz von PR-Texten in Qualit&#228;tsmedien.

Wer seinen Kunden &quot;Pr&#228;senz&quot; im Web verkauft, in dem er sie in allerlei Webportalen und Sozialen Netzwerken &quot;unterbringt&quot;, der tut dasselbe wie jemand vor hundert Jahren, der ein Gespann vor einen Bretzelk&#228;fer schnallt. 

Der etablierte Journalismus wird nicht von PR und Bloggern in die Zange genommen. Social Media wie Blogs, Twitter oder ganze Gruppen von Online-Aktivisten arbeiten nicht daran, einen obsoleten Begriff des Objektivismus zu simulieren. Ihre Besonderheit liegt darin, dass es seit dem Einzu der verschiedenen Konstruktivismen der Postmoderne eben keinen sachlichen Grund mehr gibt, eine Objektivit&#228;t vorzugaukeln. Social Media ist nur das Vehikel, um den Ewiggestrigen klar zu machen, dass es Zeit ist, mit den Menschen auf Augenh&#246;he zu parlieren, die sich qua Reflexionsf&#228;higkeit dazu selbst aufgerafft haben, ihre Unm&#252;ndigkeit zu verlassen. Die anderen sollen gerne weiter ihre Realit&#228;tssimulation per Bild, TV-Doku-Soap etc- geniessen. Aber es ist mittlerweile klar, dass dies nicht Teil der gesellschaftlichen Willensbildung ist sondern Teil der gesellschaftlichen Unwillensbekundung zum Einsatz ihre mentalen F&#228;higkeiten.

Das blo&#223;e Einsetzen der vielen web 2.0 Werkzeuge t&#228;uscht aber nicht &#252;ber die Tatsache hinweg, dass die Werkzeugf&#252;hrer in vielen F&#228;llen noch nicht verstanden oder akzeptiert haben, dass Politik als Teil gesellschaftlicher Entwicklung auf einer tausendstimmigen Subjektivit&#228;t beruht, die nur dialogrientiert stattfinden kann. Diese Dialoge k&#246;nnen mit Web 2.0 Werkzeugen transportiert werden. Wer weiterhin versucht 1:n-Beziehungen mit diesen Instrumenten umzusetzen, muss entt&#228;uscht werden von der neuen Welt. Genau wie der Pferdebesitzer von seinem neuartigen K&#228;fer entt&#228;uscht gewesen war, weil die Pferde durch die Sicherheitsglasscheibe auch mit der Hupe einfach nicht zu steuern waren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich sehr gefreut, einen derartigen Beitrag zu lesen. Er erf&#252;llt eigentlich alle Klischees, die man so durchwaten kann beim Versuch zu verstehen, was die Demokratisierung der Medien realisiert durch die technologischen Werkzeuge die das Web kostenlos liefert. Beginnen wir vorne. Da Blogger zun&#228;chst Amateure sind, ist es nat&#252;rlich eine Ehre, dass Spieler der Regionalliga mit denen der Bundesliga verglichen werden. Aber glauben Sie mir, wenn einige Blogger 4000€ netto bekommen w&#252;rden f&#252;r zwei bis drei Artikel pro Woche, die Qualit&#228;t w&#252;rde enorm zunehmen. Denn die gewonnene Lebenszeit kann die Recherche und die Formulierungkraft steigern. Aber kommen wir mal weg von den &#196;pfeln und den Birnen.</p>
<p>Zitat: „Auch heute gilt noch die Schr&#246;dersche Weisheit, nach der es auf ,Bild, Bams und Glotze‘ ankommt“, sagt dpa-Chefredakteur Wilm Herlyn.<br />
Zitatende</p>
<p>Die dpa und &#228;hnliche Agenturen gehen den Weg alles Lebendigen, also erspare ich mir dazu einen Kommentar. Der Kern der Aussage von Gasputins Duzfreund liegt doch darin begr&#252;ndet, das kaum reflektierte Menschen zur Wahlurne schreiten. Das mag an der Parteiendemokratie liegen, das mag an der mangelnden Differenz zwischen den Parteien selbst liegen oder am Personal. Das Anbiedern an das mentale Prekariat mag einen statistischen Grund haben &#8211; es gibt weniger promovierte Geisteswissenschaftler als Maurer &#8211; es ist aber kein Ausweis einer gelungenen Kommunikationsmethode oder gar Dokumentation inhatlicher Brillianz. Aber um die geht es ja im Wahljahr nie. Es geht &#252;berhaupt nicht um Politik in einem Wahljahr, es geht das Melken des Stimmviehs.</p>
<p>Da tut sich ein soziales Netzwerk nat&#252;rlich schwer, weil dort Menschen echt interagieren und sehr schnell die Simulation von Interesse von echten menschlichen Beziehungen unterscheidbar ist. Wer dort nicht dialogorientiert kommuniziert ist verloren. Insofern sind die willigen Vassallen der Hauptstadtjournaille nat&#252;rlich viel einfacher zu kontrollieren und noch billiger mit Inhalten zu f&#252;ttern, da braucht man ja keine Agenturen als Gie&#223;kanne, da reicht das Hantieren mit elit&#228;ren Hinterzimmer-Gespr&#228;chen, um sich vermeintlich objektive professionelle Medienmenschen willf&#228;hrig zu machen.</p>
<p>Den Hinweis der &#8220;Expertin&#8221; zur Sicherheit und Qualit&#228;t er&#252;brigt sich im Zeitalter solcher Machenschaften und der ubiquit&#228;ren Pr&#228;senz von PR-Texten in Qualit&#228;tsmedien.</p>
<p>Wer seinen Kunden &#8220;Pr&#228;senz&#8221; im Web verkauft, in dem er sie in allerlei Webportalen und Sozialen Netzwerken &#8220;unterbringt&#8221;, der tut dasselbe wie jemand vor hundert Jahren, der ein Gespann vor einen Bretzelk&#228;fer schnallt. </p>
<p>Der etablierte Journalismus wird nicht von PR und Bloggern in die Zange genommen. Social Media wie Blogs, Twitter oder ganze Gruppen von Online-Aktivisten arbeiten nicht daran, einen obsoleten Begriff des Objektivismus zu simulieren. Ihre Besonderheit liegt darin, dass es seit dem Einzu der verschiedenen Konstruktivismen der Postmoderne eben keinen sachlichen Grund mehr gibt, eine Objektivit&#228;t vorzugaukeln. Social Media ist nur das Vehikel, um den Ewiggestrigen klar zu machen, dass es Zeit ist, mit den Menschen auf Augenh&#246;he zu parlieren, die sich qua Reflexionsf&#228;higkeit dazu selbst aufgerafft haben, ihre Unm&#252;ndigkeit zu verlassen. Die anderen sollen gerne weiter ihre Realit&#228;tssimulation per Bild, TV-Doku-Soap etc- geniessen. Aber es ist mittlerweile klar, dass dies nicht Teil der gesellschaftlichen Willensbildung ist sondern Teil der gesellschaftlichen Unwillensbekundung zum Einsatz ihre mentalen F&#228;higkeiten.</p>
<p>Das blo&#223;e Einsetzen der vielen web 2.0 Werkzeuge t&#228;uscht aber nicht &#252;ber die Tatsache hinweg, dass die Werkzeugf&#252;hrer in vielen F&#228;llen noch nicht verstanden oder akzeptiert haben, dass Politik als Teil gesellschaftlicher Entwicklung auf einer tausendstimmigen Subjektivit&#228;t beruht, die nur dialogrientiert stattfinden kann. Diese Dialoge k&#246;nnen mit Web 2.0 Werkzeugen transportiert werden. Wer weiterhin versucht 1:n-Beziehungen mit diesen Instrumenten umzusetzen, muss entt&#228;uscht werden von der neuen Welt. Genau wie der Pferdebesitzer von seinem neuartigen K&#228;fer entt&#228;uscht gewesen war, weil die Pferde durch die Sicherheitsglasscheibe auch mit der Hupe einfach nicht zu steuern waren.</p>
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