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	<title>Kommentare zu: Heiteres Berufe zertreten oder: Der Blog als Beichtstuhl und Pranger</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 16:26:59 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://carta.info/4895/heiteres-berufe-zertreten-oder-der-blog-als-beichtstuhl-und-pranger/comment-page-1/#comment-809</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 08:26:46 +0000</pubDate>
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		<description>@Jakob Vicari: Ich bezog mich mit der Aussage &quot;Empf&#228;nger und Verwerter des Briefs” auf die Geschichte &quot;Wie sich ein hochbezahlter Redakteur durch den Alltag mogelt&quot;. In diesem Fall ist mir der Urheber bekannt, wir haben die Einsendung anonymisiert ver&#246;ffentlicht. Im Fall &quot;Offener Brief: Vom Neid auf die Festangestellten&quot; erreichte uns die Einsendung per Kontaktformular, ein Fakt, den wir transparent dargestellt haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jakob Vicari: Ich bezog mich mit der Aussage &#8220;Empf&#228;nger und Verwerter des Briefs” auf die Geschichte &#8220;Wie sich ein hochbezahlter Redakteur durch den Alltag mogelt&#8221;. In diesem Fall ist mir der Urheber bekannt, wir haben die Einsendung anonymisiert ver&#246;ffentlicht. Im Fall &#8220;Offener Brief: Vom Neid auf die Festangestellten&#8221; erreichte uns die Einsendung per Kontaktformular, ein Fakt, den wir transparent dargestellt haben.</p>
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		<title>Von: In der Journalistenwelt geht es rund &#171; Ambitioniert&#8217;s Weblog</title>
		<link>http://carta.info/4895/heiteres-berufe-zertreten-oder-der-blog-als-beichtstuhl-und-pranger/comment-page-1/#comment-788</link>
		<dc:creator>In der Journalistenwelt geht es rund &#171; Ambitioniert&#8217;s Weblog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 18:22:23 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Beitrag hat f&#252;r jede Menge Wirbel gesorgt, weil sich wohl einige Menschen auf den Schlips getreten f&#252;hlen. Sehr merkw&#252;rdig - f&#252;hlt man sich etwa angesprochen. Immerhin findet man [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Beitrag hat f&#252;r jede Menge Wirbel gesorgt, weil sich wohl einige Menschen auf den Schlips getreten f&#252;hlen. Sehr merkw&#252;rdig &#8211; f&#252;hlt man sich etwa angesprochen. Immerhin findet man [...]</p>
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		<title>Von: Jakob Vicari</title>
		<link>http://carta.info/4895/heiteres-berufe-zertreten-oder-der-blog-als-beichtstuhl-und-pranger/comment-page-1/#comment-777</link>
		<dc:creator>Jakob Vicari</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 13:49:19 +0000</pubDate>
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		<description>@Ronnie Grob Sie bezeichnen sich als &quot;Empf&#228;nger und Verwerter des Briefs&quot;. Diese Beschreibung hat so gar nichts journalistisches und erinnert mich mehr an Vork&#246;tters Christstollen. Anonymisiert ver&#246;ffentlichen – okay. Aber so begebt ihr Euch auf d&#252;nnes Eis, da hat Wolfgang recht. Ein in Auftrag gegebener Brief als Kolume h&#228;tte dieses Problem gel&#246;st, eine journalistische Recherche nach dem Urheber sicher auch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ronnie Grob Sie bezeichnen sich als &#8220;Empf&#228;nger und Verwerter des Briefs&#8221;. Diese Beschreibung hat so gar nichts journalistisches und erinnert mich mehr an Vork&#246;tters Christstollen. Anonymisiert ver&#246;ffentlichen – okay. Aber so begebt ihr Euch auf d&#252;nnes Eis, da hat Wolfgang recht. Ein in Auftrag gegebener Brief als Kolume h&#228;tte dieses Problem gel&#246;st, eine journalistische Recherche nach dem Urheber sicher auch.</p>
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		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/4895/heiteres-berufe-zertreten-oder-der-blog-als-beichtstuhl-und-pranger/comment-page-1/#comment-701</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 13:55:48 +0000</pubDate>
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		<description>@Ronnie Grob, Ole Rei&#223;mann
Das Journalisten-Bashing im Netz hat gro&#223;e Tradition, ich wei&#223;. Doch ich bin der Meinung, dass dieses pauschalisierende Dampfablassen kontraproduktiv ist. Vor allem mit dem zweiten anonymen Brief (der so genannten &quot;Provokation&quot;) habt ihr das Fass zum &#220;berlaufen gebracht. Es gibt in allen Branchen solche und solche. Wo ist da der Erkenntniswert? Ihr als verantwortliche Redakteure m&#252;sst darauf bestehen, dass die Dinge beim Namen genannt werden und einer &#220;berpr&#252;fung standhalten. Es muss bei solchen Geschichten einen verantwortlichen Autor geben. Wir leben nicht in einer Diktatur. Der Verfasser muss sagen, wer er ist, er muss konkrete F&#228;lle beschreiben und die Fakten auf den Tisch legen - so wie Stefan Niggemeier das in seinem Blog vorbildlich macht.
Zum Inhaltlichen: Ich wei&#223; sehr wohl, wie es in Redaktionen zugeht und unter welchen Bedingungen freie Journalisten arbeiten. Als Vorstandsmitglied der &quot;Freischreiber&quot;, des neuen Berufsverbandes der freien Journalistinnen und Journalisten, erfahre ich das jeden Tag. Wir wollen die Missst&#228;nde beseitigen. Aber wir werden sie nur beseitigen k&#246;nnen, wenn auch die Betroffenen die Courage haben, konkrete F&#228;lle zu erz&#228;hlen und dazu zu stehen. Als Redaktionssprecher habe ich zu oft erlebt, dass Leute, die im Flur noch das gro&#223;e Wort f&#252;hrten, in der direkten Konfrontation total einknickten. Von anonymen Briefen, in denen nichts Greifbares steht (au&#223;er ein paar D&#246;ntjes zum Totlachen), muss sich niemand betroffen f&#252;hlen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ronnie Grob, Ole Rei&#223;mann<br />
Das Journalisten-Bashing im Netz hat gro&#223;e Tradition, ich wei&#223;. Doch ich bin der Meinung, dass dieses pauschalisierende Dampfablassen kontraproduktiv ist. Vor allem mit dem zweiten anonymen Brief (der so genannten &#8220;Provokation&#8221;) habt ihr das Fass zum &#220;berlaufen gebracht. Es gibt in allen Branchen solche und solche. Wo ist da der Erkenntniswert? Ihr als verantwortliche Redakteure m&#252;sst darauf bestehen, dass die Dinge beim Namen genannt werden und einer &#220;berpr&#252;fung standhalten. Es muss bei solchen Geschichten einen verantwortlichen Autor geben. Wir leben nicht in einer Diktatur. Der Verfasser muss sagen, wer er ist, er muss konkrete F&#228;lle beschreiben und die Fakten auf den Tisch legen &#8211; so wie Stefan Niggemeier das in seinem Blog vorbildlich macht.<br />
Zum Inhaltlichen: Ich wei&#223; sehr wohl, wie es in Redaktionen zugeht und unter welchen Bedingungen freie Journalisten arbeiten. Als Vorstandsmitglied der &#8220;Freischreiber&#8221;, des neuen Berufsverbandes der freien Journalistinnen und Journalisten, erfahre ich das jeden Tag. Wir wollen die Missst&#228;nde beseitigen. Aber wir werden sie nur beseitigen k&#246;nnen, wenn auch die Betroffenen die Courage haben, konkrete F&#228;lle zu erz&#228;hlen und dazu zu stehen. Als Redaktionssprecher habe ich zu oft erlebt, dass Leute, die im Flur noch das gro&#223;e Wort f&#252;hrten, in der direkten Konfrontation total einknickten. Von anonymen Briefen, in denen nichts Greifbares steht (au&#223;er ein paar D&#246;ntjes zum Totlachen), muss sich niemand betroffen f&#252;hlen.</p>
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		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/4895/heiteres-berufe-zertreten-oder-der-blog-als-beichtstuhl-und-pranger/comment-page-1/#comment-699</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 13:03:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4895#comment-699</guid>
		<description>Lieber Wolfgang,

stimmt - man sollte hier sehr vorsichtig sein, sich an der Authentizit&#228;t von Flurfunk-Geschichten zu w&#228;rmen. Ich halte es f&#252;r richtig einzufordern, nur anonymisierte Geschichten zu ver&#246;ffentlichen, deren Autor der Redaktion bekannt ist. Somit ist dies ein wichtiger Beitrag in der Blog-/Ethik-Debatte.

Zumindest aber der Ort wurde ja in der Geschichte genannt: DerWesten. Aber das nimmt Deiner Kritik eigentlich nichts.

Robin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Wolfgang,</p>
<p>stimmt &#8211; man sollte hier sehr vorsichtig sein, sich an der Authentizit&#228;t von Flurfunk-Geschichten zu w&#228;rmen. Ich halte es f&#252;r richtig einzufordern, nur anonymisierte Geschichten zu ver&#246;ffentlichen, deren Autor der Redaktion bekannt ist. Somit ist dies ein wichtiger Beitrag in der Blog-/Ethik-Debatte.</p>
<p>Zumindest aber der Ort wurde ja in der Geschichte genannt: DerWesten. Aber das nimmt Deiner Kritik eigentlich nichts.</p>
<p>Robin</p>
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	<item>
		<title>Von: mds</title>
		<link>http://carta.info/4895/heiteres-berufe-zertreten-oder-der-blog-als-beichtstuhl-und-pranger/comment-page-1/#comment-698</link>
		<dc:creator>mds</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 12:26:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4895#comment-698</guid>
		<description>@Wolfgang Michael: Schade, dass Sie nicht auf den Inhalt der kritisierten Briefe eingehen … ich weiss, dass es &#252;blich ist, bei Inhalten, die nicht gefallen, den Absender anzugreifen, bei Inhalten, die anonym oder pseudonym ver&#246;ffentlicht werden, ist dies nicht m&#246;glich, und daraus resultiert dann Kritik Ihrer Art. Schwach!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Wolfgang Michael: Schade, dass Sie nicht auf den Inhalt der kritisierten Briefe eingehen … ich weiss, dass es &#252;blich ist, bei Inhalten, die nicht gefallen, den Absender anzugreifen, bei Inhalten, die anonym oder pseudonym ver&#246;ffentlicht werden, ist dies nicht m&#246;glich, und daraus resultiert dann Kritik Ihrer Art. Schwach!</p>
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		<title>Von: Ole Reißmann</title>
		<link>http://carta.info/4895/heiteres-berufe-zertreten-oder-der-blog-als-beichtstuhl-und-pranger/comment-page-1/#comment-697</link>
		<dc:creator>Ole Reißmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 12:21:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4895#comment-697</guid>
		<description>&#220;ber den Sinn l&#228;sst sich trefflich streiten - die Idee, wir h&#228;tten die Briefe selber geschrieben oder verfassen lassen, muss ich aber zur&#252;ckweisen. Mit dem ersten Brief - dessen Urheber wir nicht kennen, der nicht echt sein muss, was wir genau so auch geschrieben haben - haben wir eine Diskussion angesto&#223;en. Denn Fakt ist doch: Vielen freien Journalisten geht es nicht blendend. Dass es auch anders geht, hat danach ein freier Journalist geschrieben, unter seinem richtigen Namen. Der dritte Brief ist klar eine Provokation, den wir ohne die anderen beiden Texte nicht ver&#246;ffentlicht h&#228;tten. Der Autor ist uns, im Gegensatz zum ersten Brief, allerdings bekannt.

Nur - im ersten Brief werden Orte genannt, der zweite ist nicht anonym, und nach einem Blick in unser Archiv komme ich nicht zu dem Schluss, es mangle uns an Zivilcourage.

Pranger und Beichtstuhl hingegen sind wir auch gerne mal.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber den Sinn l&#228;sst sich trefflich streiten &#8211; die Idee, wir h&#228;tten die Briefe selber geschrieben oder verfassen lassen, muss ich aber zur&#252;ckweisen. Mit dem ersten Brief &#8211; dessen Urheber wir nicht kennen, der nicht echt sein muss, was wir genau so auch geschrieben haben &#8211; haben wir eine Diskussion angesto&#223;en. Denn Fakt ist doch: Vielen freien Journalisten geht es nicht blendend. Dass es auch anders geht, hat danach ein freier Journalist geschrieben, unter seinem richtigen Namen. Der dritte Brief ist klar eine Provokation, den wir ohne die anderen beiden Texte nicht ver&#246;ffentlicht h&#228;tten. Der Autor ist uns, im Gegensatz zum ersten Brief, allerdings bekannt.</p>
<p>Nur &#8211; im ersten Brief werden Orte genannt, der zweite ist nicht anonym, und nach einem Blick in unser Archiv komme ich nicht zu dem Schluss, es mangle uns an Zivilcourage.</p>
<p>Pranger und Beichtstuhl hingegen sind wir auch gerne mal.</p>
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		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://carta.info/4895/heiteres-berufe-zertreten-oder-der-blog-als-beichtstuhl-und-pranger/comment-page-1/#comment-696</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 12:17:25 +0000</pubDate>
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		<description>Als Empf&#228;nger und Verwerter des Briefs m&#246;chte ich dazu Stellung nehmen.

Ich glaube, dass der Brief darum Aufmerksamkeit erzeugt hat, weil darin Tatsachen angesprochen sind. Tatsachen, &#252;ber die nicht geschrieben wird. Warum wird nicht dar&#252;ber geschrieben? Weil jeder und jede irgendwie mit drin h&#228;ngt und etwas zu verlieren hat. Das ist auch der Grund, warum so ein Brief wohl nur anonym funktioniert. Wir haben bei medienlese.com sehr wohl dar&#252;ber diskutiert, ob wir das so ver&#246;ffentlichen wollen oder nicht und glauben Sie mir, es waren nicht alle daf&#252;r.

Sie glauben an &quot;Pranger&quot;, gar an die &quot;Denunzierung eines Berufsstandes&quot;? Weil einmal in einem Artikel vermutet wird, dass es auch im Journalismus sich absicherende Faulpelze gibt, die anderen die Arbeit &#252;berlassen? Haben wir nicht in etwa &#252;ber alle anderen Branchen, die es gibt, schon Artikel lesen d&#252;rfen, in denen konkrete Eigenschaften ihrer Exponenten kritisiert wurden? Denken wir doch mal an die t&#228;gliche Flut von Vorw&#252;rfen, denen Manager und Politiker von etablierten Medien wie Zeitungen ausgesetzt sind. Was lesen Ackermann, Mehdorn, Steinbr&#252;ck, Merkel t&#228;glich &#252;ber sich?

Und da kommt ein klitzekleiner Pieps eines Medienblogs gegen Teile der Gruppe der festangestellten Redakteure - und schon steht der Pranger? Ich glaube nicht, dass Journalisten Mimosen sein m&#252;ssen. Vor allem nicht die, die selber gerne austeilen.

Ausserdem: ich bin selbst freier Journalist und war auch schon Redakteur. Hab ich mich jetzt selbst an den Pranger gestellt?

Die Ansichten &#252;ber den Brief (in den Kommentaren) waren &#252;brigens geteilt. Einige fanden, da ist was dran, andere fanden es &#252;bertrieben. So geht Debatte, oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als Empf&#228;nger und Verwerter des Briefs m&#246;chte ich dazu Stellung nehmen.</p>
<p>Ich glaube, dass der Brief darum Aufmerksamkeit erzeugt hat, weil darin Tatsachen angesprochen sind. Tatsachen, &#252;ber die nicht geschrieben wird. Warum wird nicht dar&#252;ber geschrieben? Weil jeder und jede irgendwie mit drin h&#228;ngt und etwas zu verlieren hat. Das ist auch der Grund, warum so ein Brief wohl nur anonym funktioniert. Wir haben bei medienlese.com sehr wohl dar&#252;ber diskutiert, ob wir das so ver&#246;ffentlichen wollen oder nicht und glauben Sie mir, es waren nicht alle daf&#252;r.</p>
<p>Sie glauben an &#8220;Pranger&#8221;, gar an die &#8220;Denunzierung eines Berufsstandes&#8221;? Weil einmal in einem Artikel vermutet wird, dass es auch im Journalismus sich absicherende Faulpelze gibt, die anderen die Arbeit &#252;berlassen? Haben wir nicht in etwa &#252;ber alle anderen Branchen, die es gibt, schon Artikel lesen d&#252;rfen, in denen konkrete Eigenschaften ihrer Exponenten kritisiert wurden? Denken wir doch mal an die t&#228;gliche Flut von Vorw&#252;rfen, denen Manager und Politiker von etablierten Medien wie Zeitungen ausgesetzt sind. Was lesen Ackermann, Mehdorn, Steinbr&#252;ck, Merkel t&#228;glich &#252;ber sich?</p>
<p>Und da kommt ein klitzekleiner Pieps eines Medienblogs gegen Teile der Gruppe der festangestellten Redakteure &#8211; und schon steht der Pranger? Ich glaube nicht, dass Journalisten Mimosen sein m&#252;ssen. Vor allem nicht die, die selber gerne austeilen.</p>
<p>Ausserdem: ich bin selbst freier Journalist und war auch schon Redakteur. Hab ich mich jetzt selbst an den Pranger gestellt?</p>
<p>Die Ansichten &#252;ber den Brief (in den Kommentaren) waren &#252;brigens geteilt. Einige fanden, da ist was dran, andere fanden es &#252;bertrieben. So geht Debatte, oder?</p>
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