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	<title>Kommentare zu: Ein &#8220;Gesch&#228;ftsmodell&#8221; ist kein Dogma. Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene Debatte &#252;ber den Netzjournalismus</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 16:26:59 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Thorstena &#187; Nischenjournalismus</title>
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		<dc:creator>Thorstena &#187; Nischenjournalismus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 20:45:57 +0000</pubDate>
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		<description>[...] von Institutionen und Think Tanks sowie neuartige Bezahlsysteme (siehe Kommentar unter dem Carta-Post von Wolfgang Michal). Es bleibt jedoch dabei, dass es ein Standardfinanzierungsmodell f&#252;r Online-Content noch nicht [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] von Institutionen und Think Tanks sowie neuartige Bezahlsysteme (siehe Kommentar unter dem Carta-Post von Wolfgang Michal). Es bleibt jedoch dabei, dass es ein Standardfinanzierungsmodell f&#252;r Online-Content noch nicht [...]</p>
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		<title>Von: Verweigerung im Wandel: Dem Journalismus sind seine Leitideen abhanden gekommen &#8212; CARTA</title>
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		<dc:creator>Verweigerung im Wandel: Dem Journalismus sind seine Leitideen abhanden gekommen &#8212; CARTA</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 14:24:27 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Robin Meyer-Lucht: Kostenlos-Kultur ? Urheberrechtsverletzung: 10 Thesen zum Modernisierungsversagen der Medieneliten Pascal Zwicky: Ohne staatliche Interventionen als Fundament f&#252;r einen besseren Journalismus geht es nicht Matthias Schwenk: Zur Zukunft der Medien: Gesch&#228;ftsmodell dringend gesucht! Wolfgang Michal: Ein “Gesch&#228;ftsmodell” ist kein Dogma. Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene Debatte &#252;ber ... [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Robin Meyer-Lucht: Kostenlos-Kultur ? Urheberrechtsverletzung: 10 Thesen zum Modernisierungsversagen der Medieneliten Pascal Zwicky: Ohne staatliche Interventionen als Fundament f&#252;r einen besseren Journalismus geht es nicht Matthias Schwenk: Zur Zukunft der Medien: Gesch&#228;ftsmodell dringend gesucht! Wolfgang Michal: Ein “Gesch&#228;ftsmodell” ist kein Dogma. Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene Debatte &#252;ber &#8230; [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: jepblog &#187; Blog Archive &#187; GASTBLOG: Geschäftsmodelle für Online-Journalismus</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-2081</link>
		<dc:creator>jepblog &#187; Blog Archive &#187; GASTBLOG: Geschäftsmodelle für Online-Journalismus</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 08:24:49 +0000</pubDate>
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		<description>[...] - Werbung, Staatsbeihilfen, private Stiftungen, Bezahl-Abos: Wolfgang Michal diskutiert auf carta.info sieben unterschiedliche Gesch&#228;ftsmodelle: Ein Gesch&#228;ftsmodell ist kein Dogma. Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene Debatte &#252;ber den Netzjournalismus. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] &#8211; Werbung, Staatsbeihilfen, private Stiftungen, Bezahl-Abos: Wolfgang Michal diskutiert auf carta.info sieben unterschiedliche Gesch&#228;ftsmodelle: Ein Gesch&#228;ftsmodell ist kein Dogma. Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene Debatte &#252;ber den Netzjournalismus. [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Herr Diekmann und sein Geburtsfehler &#8212; CARTA</title>
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		<dc:creator>Herr Diekmann und sein Geburtsfehler &#8212; CARTA</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 14:31:51 +0000</pubDate>
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		<description>[...] g&#228;be es in relativ kurzer Zeit eine allgemeine &#220;bereinkunft auf ein Bezahlmodell. Vermutlich w&#228;re die pl&#246;tzliche Abstinenz eine harte Probe f&#252;r alle Beteiligten – [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] g&#228;be es in relativ kurzer Zeit eine allgemeine &#220;bereinkunft auf ein Bezahlmodell. Vermutlich w&#228;re die pl&#246;tzliche Abstinenz eine harte Probe f&#252;r alle Beteiligten – [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bwl zwei null &#183; Subventionen für Medien? Ja, nein, vielleicht&#8230;</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-660</link>
		<dc:creator>bwl zwei null &#183; Subventionen für Medien? Ja, nein, vielleicht&#8230;</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 07:00:49 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Wolfgang Michal (Carta) fasst den aktuellen Stand zum Onlinejournalismus gut zusammen und listet die diskutierten Modelle auf. Ein paar Seitenhiebe kommen dazu, etwa dieser hier, der u. a. auf mich gem&#252;nzt ist:  &#8220;Die Verfechter der marktwirtschaftlichen Modelle denunzieren jeden &#246;ffentlich-rechtlichen Gedanken als staats-sozialistischen Schwachsinn und wollen die Diskussion im Keim ersticken.&#8221; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Wolfgang Michal (Carta) fasst den aktuellen Stand zum Onlinejournalismus gut zusammen und listet die diskutierten Modelle auf. Ein paar Seitenhiebe kommen dazu, etwa dieser hier, der u. a. auf mich gem&#252;nzt ist:  &#8220;Die Verfechter der marktwirtschaftlichen Modelle denunzieren jeden &#246;ffentlich-rechtlichen Gedanken als staats-sozialistischen Schwachsinn und wollen die Diskussion im Keim ersticken.&#8221; [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Janko Roettgers</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-659</link>
		<dc:creator>Janko Roettgers</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 05:41:56 +0000</pubDate>
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		<description>Da hat aber jemand Jeff Jarvis ueberhaut nicht verstanden. Zitat:

&quot;Others, however, saw no promising models, and so some considered what is not without precedent in Britain: public funds to support journalism - but this time for local papers, at least through their transition to digital.

Many forms of subsidy were suggested: a slice of the BBC or ITV cake is the starting point. What about a tax on Google? I argue Google is enabling more than exploiting digital media.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat aber jemand Jeff Jarvis ueberhaut nicht verstanden. Zitat:</p>
<p>&#8220;Others, however, saw no promising models, and so some considered what is not without precedent in Britain: public funds to support journalism &#8211; but this time for local papers, at least through their transition to digital.</p>
<p>Many forms of subsidy were suggested: a slice of the BBC or ITV cake is the starting point. What about a tax on Google? I argue Google is enabling more than exploiting digital media.&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-646</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 14:00:30 +0000</pubDate>
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		<description>@Robin
Ich wei&#223;, Du bevorzugst Werbung. Und ich will sie auch gar nicht &#252;ber Bord werfen. Aber gleich nebenan (in den „Stimmen der anderen“) kannst Du der FAZ („Verleger m&#252;ssen wie Google denken“) entnehmen, dass die graphische Online-Werbung einen unerwartet starken Einbruch hinnehmen musste. Sie habe, so Jeff Jarvis, „gegen das Suchmaschinenmarketing und damit gegen Google verloren“. 

Wir w&#252;rden hier ja &#252;ber Interessanteres als &#252;ber „Gesch&#228;ftsmodelle“ debattieren, wenn alles paletti w&#228;re (siehe Kommentar 5). Aber der Online-Journalismus ist f&#252;r die meisten schreibenden Kollegen heute eine nicht auf Erwerb gerichtete „Liebhaberei“ – so sehen es die Finanz&#228;mter, bei denen die Journalisten ihre nicht vorhandenen Honorare versteuern sollen. Dass das Spiegel-Online-Portal mit mehr als 100 Redakteuren gut funktioniert, hat es nicht zuletzt dem Input, den Ressourcen, dem Geld und dem Ansehen des gedruckten Spiegel zu verdanken (der, wie man h&#246;rt, jetzt ebenfalls unter Anzeigeneinbr&#252;chen leiden soll). Vergleichen wir aber Geh&#228;lter und Honorare von Print- und Onlinejournalisten, sieht es f&#252;r letztere zappenduster aus – und zwar nicht nur, weil der Vertriebserl&#246;s fehlt, sondern auch, weil die Werbung nicht genug einbringt. Ich m&#246;chte nicht wissen, wie viele der Online-„Redakteure“ mit Zeitvertr&#228;gen zu Praktikantenhonoraren arbeiten. Es quasseln zwar alle st&#228;ndig von „Qualit&#228;tsjournalismus“, aber die Bedingungen daf&#252;r schaffen sie nicht. 

Deshalb brauchen wir eine Alternative. Und die sehe ich nicht in der Zulieferung von kostenlosen Inhalten durch Think-Tanks, weil das Akademiker-Deutsch und die eingebaute Realit&#228;tsferne dieser Think-Tanks meist wenig mit Journalismus zu tun haben. 

Ein Flatrate-Modell, wie wir es bei den Telefonanbietern ja durchaus sch&#228;tzen, w&#228;re eine sinnvolle L&#246;sung. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als man beim Telefonieren oder beim Suchen im Internet st&#228;ndig auf die Uhr gucken musste. Die Einf&#252;hrung der Flatrate war ein Segen f&#252;r alle Beteiligten (und sie war extrem erfolgreich). Sie hat &#252;berdies den Vorteil, dass sie die Gesellschaft nicht spaltet. Denn eine Netzjournalismus-Geb&#252;hr w&#228;re ebenso erschwinglich wie eine Rundfunkgeb&#252;hr von 18 Euro pro Monat (und billiger als jedes Zeitungs-Abo). 

All diejenigen, die nun wieder den gro&#223;en Trauergesang von der „Zwangsbegl&#252;ckung“ anstimmen, sollten sich mal vor Augen halten, dass sie auch bei jedem Zeitungskauf s&#228;mtliche Teile mitbezahlen, die sie nicht lesen wollen. Und das ist gut so. Denn wer immer nur lesen, h&#246;ren und sehen will, was das eigene Weltbild best&#228;tigt, braucht eigentlich keinen Journalismus. Dem ist die Welt n&#228;mlich egal.

P.S. Den Vorschlag mit den Landesmedienanstalten finde ich gut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Robin<br />
Ich wei&#223;, Du bevorzugst Werbung. Und ich will sie auch gar nicht &#252;ber Bord werfen. Aber gleich nebenan (in den „Stimmen der anderen“) kannst Du der FAZ („Verleger m&#252;ssen wie Google denken“) entnehmen, dass die graphische Online-Werbung einen unerwartet starken Einbruch hinnehmen musste. Sie habe, so Jeff Jarvis, „gegen das Suchmaschinenmarketing und damit gegen Google verloren“. </p>
<p>Wir w&#252;rden hier ja &#252;ber Interessanteres als &#252;ber „Gesch&#228;ftsmodelle“ debattieren, wenn alles paletti w&#228;re (siehe Kommentar 5). Aber der Online-Journalismus ist f&#252;r die meisten schreibenden Kollegen heute eine nicht auf Erwerb gerichtete „Liebhaberei“ – so sehen es die Finanz&#228;mter, bei denen die Journalisten ihre nicht vorhandenen Honorare versteuern sollen. Dass das Spiegel-Online-Portal mit mehr als 100 Redakteuren gut funktioniert, hat es nicht zuletzt dem Input, den Ressourcen, dem Geld und dem Ansehen des gedruckten Spiegel zu verdanken (der, wie man h&#246;rt, jetzt ebenfalls unter Anzeigeneinbr&#252;chen leiden soll). Vergleichen wir aber Geh&#228;lter und Honorare von Print- und Onlinejournalisten, sieht es f&#252;r letztere zappenduster aus – und zwar nicht nur, weil der Vertriebserl&#246;s fehlt, sondern auch, weil die Werbung nicht genug einbringt. Ich m&#246;chte nicht wissen, wie viele der Online-„Redakteure“ mit Zeitvertr&#228;gen zu Praktikantenhonoraren arbeiten. Es quasseln zwar alle st&#228;ndig von „Qualit&#228;tsjournalismus“, aber die Bedingungen daf&#252;r schaffen sie nicht. </p>
<p>Deshalb brauchen wir eine Alternative. Und die sehe ich nicht in der Zulieferung von kostenlosen Inhalten durch Think-Tanks, weil das Akademiker-Deutsch und die eingebaute Realit&#228;tsferne dieser Think-Tanks meist wenig mit Journalismus zu tun haben. </p>
<p>Ein Flatrate-Modell, wie wir es bei den Telefonanbietern ja durchaus sch&#228;tzen, w&#228;re eine sinnvolle L&#246;sung. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als man beim Telefonieren oder beim Suchen im Internet st&#228;ndig auf die Uhr gucken musste. Die Einf&#252;hrung der Flatrate war ein Segen f&#252;r alle Beteiligten (und sie war extrem erfolgreich). Sie hat &#252;berdies den Vorteil, dass sie die Gesellschaft nicht spaltet. Denn eine Netzjournalismus-Geb&#252;hr w&#228;re ebenso erschwinglich wie eine Rundfunkgeb&#252;hr von 18 Euro pro Monat (und billiger als jedes Zeitungs-Abo). </p>
<p>All diejenigen, die nun wieder den gro&#223;en Trauergesang von der „Zwangsbegl&#252;ckung“ anstimmen, sollten sich mal vor Augen halten, dass sie auch bei jedem Zeitungskauf s&#228;mtliche Teile mitbezahlen, die sie nicht lesen wollen. Und das ist gut so. Denn wer immer nur lesen, h&#246;ren und sehen will, was das eigene Weltbild best&#228;tigt, braucht eigentlich keinen Journalismus. Dem ist die Welt n&#228;mlich egal.</p>
<p>P.S. Den Vorschlag mit den Landesmedienanstalten finde ich gut.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-643</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 11:34:38 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Wolfgang,

die Zusammenfassung der Diskussionslage ist Dir auf furiose Weise gelungen. Respekt. Hier eine Antwort eine drei Teilen:

1. Die Werbefinanzierung sollte man nicht so schnell &#252;ber Bord werfen. Sie wird im Mainstream-General-Interest-News-Journalismus sicher das dominante Modell bleiben. Schon heute setzen die f&#252;hrenden Verlagssites in diesem Land (Spiegel, Focus, Stern, S&#252;ddeutsche, FAZ, FTD, etc.) zusammen rund 85 Mio. Euro pro Jahr um - das ist ja nun auch nicht Nichs. Die Werbefinanzierung hat zudem den gro&#223;en Vorteil, dass sie f&#252;r die Nutzung keinerlei H&#252;rden aufstellt.

2. Ich glaube, dass wir un auf ein System der &#214;ffentlichkeit hin bewegen, in dem ein erheblicher Teil der diskursiv-fachlichen Information aus gesellschaftlichen Institutionen und Thinkthanks kommen wird. Hier kommen die Stiftungen, M&#228;zene und &quot;andere&quot; Interessierte hinzu. Wie werden eine neue Kultur brauchen, wie wir mit diesen Akteuren umzugehen haben (Transparenz etc.).

3. In einem eher mittelgro&#223;en Markt wie Deutschland werden wir Bezahlmechanismen brauchen, um eine hohe Vielfalt zu finanzieren. Wir brauchen daf&#252;r ein Bezahlsystem auf freiwilliger Basis, das f&#252;r alle Anbieter offen ist. Meiner Meinung nach ist es eine wichtige strukturpolitische Aufgabe der Medienpolitik, ein solches System zu forcieren. Sie w&#252;rde damit die Grundlage schaffen, dass sich Vielfalt und Qualit&#228;t besser durchsetzen k&#246;nnen. 
Ich schlage vor, dass die Landesmedienanstalten (die sehr viel Geld haben) gemeinsam die F&#246;rderung von drei solcher Systeme mit jeweils 75.000 Euro ausschreiben. Hoffentlich ist dann mindestens eines so gut, dass es breite Anwendung findet. Das System m&#252;sste so funktionieren, dass man als Nutzer eine monatliche Flatrate bezahlt und die Geb&#252;hr dann einzelnen Angeboten oder Artikeln zuordnet. Zugleich sollte die Nutzung der Websites auch weiterhin ohne Zahlung einer solchen Geb&#252;hr m&#246;glich sein. 

Nicht einfach.

RML</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Wolfgang,</p>
<p>die Zusammenfassung der Diskussionslage ist Dir auf furiose Weise gelungen. Respekt. Hier eine Antwort eine drei Teilen:</p>
<p>1. Die Werbefinanzierung sollte man nicht so schnell &#252;ber Bord werfen. Sie wird im Mainstream-General-Interest-News-Journalismus sicher das dominante Modell bleiben. Schon heute setzen die f&#252;hrenden Verlagssites in diesem Land (Spiegel, Focus, Stern, S&#252;ddeutsche, FAZ, FTD, etc.) zusammen rund 85 Mio. Euro pro Jahr um &#8211; das ist ja nun auch nicht Nichs. Die Werbefinanzierung hat zudem den gro&#223;en Vorteil, dass sie f&#252;r die Nutzung keinerlei H&#252;rden aufstellt.</p>
<p>2. Ich glaube, dass wir un auf ein System der &#214;ffentlichkeit hin bewegen, in dem ein erheblicher Teil der diskursiv-fachlichen Information aus gesellschaftlichen Institutionen und Thinkthanks kommen wird. Hier kommen die Stiftungen, M&#228;zene und &#8220;andere&#8221; Interessierte hinzu. Wie werden eine neue Kultur brauchen, wie wir mit diesen Akteuren umzugehen haben (Transparenz etc.).</p>
<p>3. In einem eher mittelgro&#223;en Markt wie Deutschland werden wir Bezahlmechanismen brauchen, um eine hohe Vielfalt zu finanzieren. Wir brauchen daf&#252;r ein Bezahlsystem auf freiwilliger Basis, das f&#252;r alle Anbieter offen ist. Meiner Meinung nach ist es eine wichtige strukturpolitische Aufgabe der Medienpolitik, ein solches System zu forcieren. Sie w&#252;rde damit die Grundlage schaffen, dass sich Vielfalt und Qualit&#228;t besser durchsetzen k&#246;nnen.<br />
Ich schlage vor, dass die Landesmedienanstalten (die sehr viel Geld haben) gemeinsam die F&#246;rderung von drei solcher Systeme mit jeweils 75.000 Euro ausschreiben. Hoffentlich ist dann mindestens eines so gut, dass es breite Anwendung findet. Das System m&#252;sste so funktionieren, dass man als Nutzer eine monatliche Flatrate bezahlt und die Geb&#252;hr dann einzelnen Angeboten oder Artikeln zuordnet. Zugleich sollte die Nutzung der Websites auch weiterhin ohne Zahlung einer solchen Geb&#252;hr m&#246;glich sein. </p>
<p>Nicht einfach.</p>
<p>RML</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jepblog &#187; Blog Archive &#187; Linksverkehr (2)</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-610</link>
		<dc:creator>jepblog &#187; Blog Archive &#187; Linksverkehr (2)</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 17:33:16 +0000</pubDate>
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		<description>[...] &#8220;Carta&#8221; heute sieben Gesch&#228;ftsmodelle f&#252;r Online-Journalismus auf, die &#8220;derzeit im Angebot&#8221; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] &#8220;Carta&#8221; heute sieben Gesch&#228;ftsmodelle f&#252;r Online-Journalismus auf, die &#8220;derzeit im Angebot&#8221; [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Reiner App</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-608</link>
		<dc:creator>Reiner App</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 15:40:26 +0000</pubDate>
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		<description>Flatrate, Geb&#252;hren, Staatsbeihilfe kranken entweder an Klick-Manipulation mit   qualitativ fragw&#252;rdigen Begleiterscheinungen, an politischer Beeinflussung, an mangelnder Qualit&#228;tskontrolle oder an allen drei Folgen. Das Stifter-Modell ist nat&#252;rlich lauter - aber es funktioniert nicht in der Breite. Bleibt das Abo-Modell, das am ehesten freiheitlichen marktwirtschaftlichen Prinzipien entspricht, die sich ja bislang im Journalismus bew&#228;hrt haben. Nur greift dieses Modell nicht, solange exzessive Quersubventionierung und Gratis-Qualit&#228;tscontent &#252;blich sind. Bin ich also auch ein Unwirscher? Neinnein, ich setze auf die allm&#228;hliche Weiterentwicklung eines Mischmodells: Quersubvention k&#246;nnte dann funktionieren, wenn Printprodukten ein Qualit&#228;tssprung gelingt und effizientere Crossmedia-Strategien entwickelt werden (vgl.: http://tinyurl.com/aq8asz ). Und dann k&#246;nnte vielleicht ganz vorsichtig das Online-Abo neben dem Gratisangebot platziert werden...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Flatrate, Geb&#252;hren, Staatsbeihilfe kranken entweder an Klick-Manipulation mit   qualitativ fragw&#252;rdigen Begleiterscheinungen, an politischer Beeinflussung, an mangelnder Qualit&#228;tskontrolle oder an allen drei Folgen. Das Stifter-Modell ist nat&#252;rlich lauter &#8211; aber es funktioniert nicht in der Breite. Bleibt das Abo-Modell, das am ehesten freiheitlichen marktwirtschaftlichen Prinzipien entspricht, die sich ja bislang im Journalismus bew&#228;hrt haben. Nur greift dieses Modell nicht, solange exzessive Quersubventionierung und Gratis-Qualit&#228;tscontent &#252;blich sind. Bin ich also auch ein Unwirscher? Neinnein, ich setze auf die allm&#228;hliche Weiterentwicklung eines Mischmodells: Quersubvention k&#246;nnte dann funktionieren, wenn Printprodukten ein Qualit&#228;tssprung gelingt und effizientere Crossmedia-Strategien entwickelt werden (vgl.: <a href="http://tinyurl.com/aq8asz" rel="nofollow">http://tinyurl.com/aq8asz</a> ). Und dann k&#246;nnte vielleicht ganz vorsichtig das Online-Abo neben dem Gratisangebot platziert werden&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gabriele Bärtels</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-607</link>
		<dc:creator>Gabriele Bärtels</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 14:24:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4757#comment-607</guid>
		<description>Apropos Internet-Honorare: Die S&#252;ddeutsche.online und die Faz.online sagten mir neulich unabh&#228;ngig voneinander, sie kaufen gar keine Texte mehr von Freien. Der Faz-Redakteur sprach: „Aber spendieren k&#246;nnen Sie uns gern einen!“</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Apropos Internet-Honorare: Die S&#252;ddeutsche.online und die Faz.online sagten mir neulich unabh&#228;ngig voneinander, sie kaufen gar keine Texte mehr von Freien. Der Faz-Redakteur sprach: „Aber spendieren k&#246;nnen Sie uns gern einen!“</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-606</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 13:52:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4757#comment-606</guid>
		<description>Mein Kommentar kommt sp&#228;ter, aber bestimmt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Kommentar kommt sp&#228;ter, aber bestimmt&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Fischer</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-604</link>
		<dc:creator>Fischer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 11:59:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4757#comment-604</guid>
		<description>@ Marcel Weiss:
Was f&#252;r ein unwirscher Kommentar... ;-)

Ich fand die oben zitierte Verwertungsgesellschafts-Argumentation von Schulzki-Haddouti ja durchaus &#252;berzeugend, zumal der Widerstand ja zu einem betr&#228;chtlichen Teil aus der Pfr&#252;ndeverteidiger-Ecke kommt. Paid-Content-Modelle k&#246;nnten bei sowas ja aus privater Initiative nebenher existieren, wenn sie denn funktionieren. L&#228;uft ja im klassischen Journalismus auch so.

Die Werbung als Einnahmequelle w&#252;rde ich so pauschal auch nicht abschreiben wollen. Ich h&#246;re von Marketingleuten h&#228;ufig, dass es einfach noch an etablierten Strukturen und Reichweitemodellen f&#252;rs Internet mangelt. Es dr&#252;ckt nat&#252;rlich die Preise, wenn man nicht genau wei&#223; was man bekommt.

Da muss man einfach sehen, wie sich das entwickelt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Marcel Weiss:<br />
Was f&#252;r ein unwirscher Kommentar&#8230; ;-)</p>
<p>Ich fand die oben zitierte Verwertungsgesellschafts-Argumentation von Schulzki-Haddouti ja durchaus &#252;berzeugend, zumal der Widerstand ja zu einem betr&#228;chtlichen Teil aus der Pfr&#252;ndeverteidiger-Ecke kommt. Paid-Content-Modelle k&#246;nnten bei sowas ja aus privater Initiative nebenher existieren, wenn sie denn funktionieren. L&#228;uft ja im klassischen Journalismus auch so.</p>
<p>Die Werbung als Einnahmequelle w&#252;rde ich so pauschal auch nicht abschreiben wollen. Ich h&#246;re von Marketingleuten h&#228;ufig, dass es einfach noch an etablierten Strukturen und Reichweitemodellen f&#252;rs Internet mangelt. Es dr&#252;ckt nat&#252;rlich die Preise, wenn man nicht genau wei&#223; was man bekommt.</p>
<p>Da muss man einfach sehen, wie sich das entwickelt.</p>
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		<title>Von: Christiane Schulzki-Haddouti</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-603</link>
		<dc:creator>Christiane Schulzki-Haddouti</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 11:49:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4757#comment-603</guid>
		<description>Ich finde es wichtig, dass wir die einzelnen Argumente m&#246;glichst gr&#252;ndlich auseinandernehmen. Du hast das ja mit der Kulturflatrate bereits gemacht, wobei du auch von ein paar pauschalisierenden Grundannahmen ausgegangen bist. Ich war deshalb etwas &#252;berrascht, als ich dem nachgegangen bin und gesehen habe, dass es so etwas wie &quot;die Kulturflatrate&quot; gar nicht gibt - sondern verschiedene L&#246;sungsans&#228;tze, die in der Praxis ja schon erprobt werden. 
Was mir ganz dringend geboten zu sein scheint, ist eine Diskussion um die Rolle und die Praxis der Verwertungsgesellschaften. Die VG Wort etwa ist meiner Meinung eher ein Feigenblatt, w&#228;hrend die GEMA dem Einzelnen schon etwas mehr bringt. Warum aber gibt es solche Unterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaften? Und warum d&#252;rfen sie so intransparent arbeiten? Wie begr&#252;nden sie sich, was rechtfertigen sie? Wie funktioniert das europ&#228;isch, international? Wie gehen die Gesellschaften mit neuen Lizenzmodellen wie der CC um? usw. usf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde es wichtig, dass wir die einzelnen Argumente m&#246;glichst gr&#252;ndlich auseinandernehmen. Du hast das ja mit der Kulturflatrate bereits gemacht, wobei du auch von ein paar pauschalisierenden Grundannahmen ausgegangen bist. Ich war deshalb etwas &#252;berrascht, als ich dem nachgegangen bin und gesehen habe, dass es so etwas wie &#8220;die Kulturflatrate&#8221; gar nicht gibt &#8211; sondern verschiedene L&#246;sungsans&#228;tze, die in der Praxis ja schon erprobt werden.<br />
Was mir ganz dringend geboten zu sein scheint, ist eine Diskussion um die Rolle und die Praxis der Verwertungsgesellschaften. Die VG Wort etwa ist meiner Meinung eher ein Feigenblatt, w&#228;hrend die GEMA dem Einzelnen schon etwas mehr bringt. Warum aber gibt es solche Unterschiede zwischen den einzelnen Gesellschaften? Und warum d&#252;rfen sie so intransparent arbeiten? Wie begr&#252;nden sie sich, was rechtfertigen sie? Wie funktioniert das europ&#228;isch, international? Wie gehen die Gesellschaften mit neuen Lizenzmodellen wie der CC um? usw. usf.</p>
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		<title>Von: Marcel Weiss</title>
		<link>http://carta.info/4757/ein-geschaeftsmodell-ist-kein-dogma-plaedoyer-fuer-eine-offene-debatte-ueber-den-netzjournalismus/comment-page-1/#comment-602</link>
		<dc:creator>Marcel Weiss</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 09:41:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4757#comment-602</guid>
		<description>Meine Einw&#228;nde gegen das Flatrate-Konzept pauschal abzutun und mich als unwirsch zu charakterisieren ist eine interessante Vorstellung von einem Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene Debatte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Einw&#228;nde gegen das Flatrate-Konzept pauschal abzutun und mich als unwirsch zu charakterisieren ist eine interessante Vorstellung von einem Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene Debatte.</p>
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