<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Zur Zukunft der Medien: Gesch&#228;ftsmodell dringend gesucht!</title>
	<atom:link href="http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 16:26:59 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Verweigerung im Wandel: Dem Journalismus sind seine Leitideen abhanden gekommen &#8212; CARTA</title>
		<link>http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/comment-page-1/#comment-2279</link>
		<dc:creator>Verweigerung im Wandel: Dem Journalismus sind seine Leitideen abhanden gekommen &#8212; CARTA</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 14:10:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4683#comment-2279</guid>
		<description>[...] Interventionen als Fundament f&#252;r einen besseren Journalismus geht es nicht Matthias Schwenk: Zur Zukunft der Medien: Gesch&#228;ftsmodell dringend gesucht! Wolfgang Michal: Ein “Gesch&#228;ftsmodell” ist kein Dogma. Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Interventionen als Fundament f&#252;r einen besseren Journalismus geht es nicht Matthias Schwenk: Zur Zukunft der Medien: Gesch&#228;ftsmodell dringend gesucht! Wolfgang Michal: Ein “Gesch&#228;ftsmodell” ist kein Dogma. Pl&#228;doyer f&#252;r eine offene [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Zur Zukunft der Medien: Geschäftsmodell dringend gesucht! &#171; Hansbay&#8217;s Blog</title>
		<link>http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/comment-page-1/#comment-1209</link>
		<dc:creator>Zur Zukunft der Medien: Geschäftsmodell dringend gesucht! &#171; Hansbay&#8217;s Blog</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 19:18:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4683#comment-1209</guid>
		<description>[...] Weiter lesen&gt;&gt; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Weiter lesen&gt;&gt; [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter Sprenger</title>
		<link>http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/comment-page-1/#comment-783</link>
		<dc:creator>Peter Sprenger</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 14:54:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4683#comment-783</guid>
		<description>Dass die Zeitungen und Zeitschriften den Atem, das Geld und die M&#246;glichkeiten haben werden, ZUS&#196;TZLICH zu ihren Kerngesch&#228;ften &quot;Journalismus&quot;  und &quot;Anzeigenverkauf&quot; (der im Netz offensichtlich nicht lohnend ist) v&#246;llig neue Gesch&#228;ftsfelder aufbauen zu k&#246;nnen, halte ich doch eher f&#252;r unwahrscheinlich. Ihre Idee, Zeitungen als Dienstleister f&#252;r das Decision Enabling zu betrachten, hat Charme - aber es ist ja nicht so, dass es in diesem Bereich keine Konkurrenz g&#228;be, die das Internet auch bereits in dieser Form nutzt wie sie es beschreiben, man denke beispielsweise an Business Analysten wir Gartner. Ich pers&#246;nlich glaube, dass die mittel/langfristen L&#246;sungen in alle denkbaren Richtungen gehen k&#246;nnen - auch in die von Ihnen beschrieben. Die kurz- bis mittelfristige L&#246;sung jedoch muss etwas sein, das sehr viel dichter am jetzigen Gesch&#228;ftsmodell ist und das den &#220;bergang in die unbekannte Publikationszukunft finanziert - und offenh&#228;lt.

Was k&#246;nnte das sein?

Man muss sich die Situation (und ihre historische Entwicklung) vorstellen wie ein Schichtenmodell: 

1. Schicht: der Schreiber, Journalist, Blogger - also der unmittelbare Produzent der Inhalte

2. Schicht: die klassischen Medientitel, die unter dem Dach einer Ideologie, einer Marke, einer politischen oder gesellschaftlichen Ausrichtung oder als Vertreter spezieller Interessen (Wohnen, Reisen, Essen, Gesch&#228;fte machen) diese 1. Schicht b&#252;ndeln und (bislang) erfolgreich vermarkteten. Vor allem, damit das Publikum es leichter hatte und sich je nach Interesse entscheiden konnte, ob es eher FAZ, Die Zeit, SPIEGEL, Die Welt, Sch&#246;ner Wohnen oder Architectural Digest, Kicker oder 11 Freunde kaufen wollte. (By the way: der R&#252;ckkanal im Internet wird hoffnungslos &#252;bersch&#228;tzt. Er ist da und wird genutzt, aber an der prinzipiellen Konsumhaltung der Menschen wird sich schon deshalb nichts &#228;ndern, weil die Zeiten schneller werden und die M&#246;glichkeit, sich &#252;ber den R&#252;ckkanal zu Themen zu &#228;u&#223;ern, &#252;blicherweise sehr dosiert eingesetzt wird. Und keinesfalls ist dies der Nukleus eines Gesch&#228;ftsmodells f&#252;r Zeitungen/Zeitschriften. 

3. Schicht: die neue Schicht. Die Schicht, die nun ihrerseits in der Lage ist, die unterschiedlichen Medien zu b&#252;ndeln um einen NOCH h&#246;heren individuellen Mehrwert f&#252;r den Leser bereitszustellen, n&#228;mlich SEIN (des Lesers) Medienuniversum, das sogar nicht nur die Printpublikationen, sondern auch noch Radio, Fernsehen und alle anderen denkbaren Formen des Publizierens beinhaltet. 


Es handelt sich bei der Entwicklung also &quot;nur&quot; um das Blutbad einer weiteren Aggregationsstufe des Journalismus und Publizierens. Zwar ist damit noch immer nicht die Frage beantwortet, wie man damit Geld verdienen kann - andererseits machen es ja ein paar Player vor: Google beispielsweise, das einen viel h&#246;heren Mehrwert f&#252;r Unternehmensanzeigen (speziell im Bereich der sonst unsichtbaren mittelst&#228;ndischen Dienstleistungen) hat (oder haben k&#246;nnte). Xing, das Interessensgruppen (Gesch&#228;ftsleute, Dienstleister, &quot;Would-be-VIPs&quot;, Alumnis) vernetzt. 

Und was ist die Konsequenz aus diesem grob umrissenen Modell?

1. Die Journalisten selbst sind es, die &#252;ber kurz oder lang an Macht und Einfluss gewinnen k&#246;nnen. Denn im Internet, wo der Leser sich SEINE &quot;Zeitung&quot; selbst zusammenstellt, bekommt der Journalist als Marke eine viel gr&#246;&#223;ere Bedeutung. Wie man an den Bloggern sieht, von denen es einige in ihren jeweiligen Branchen ja durchaus zu Meinungsf&#252;hrerschaft gebracht haben. M&#246;glicherweise geben also nicht Zeitungen in Zukunft den Ton an, sondern die ohnehin an freie Berufsverh&#228;ltnisse gew&#246;hnte Berufsgruppe wandert flexibel zu den jeweils attraktiven Gesch&#228;ftsmodellen - was dann allerdings erst Recht das Aus f&#252;r einzelne Titel bedeutet, aber ganz sicher NICHT das Ende des Journalismus. 

2. Die Zeitschriften/Zeitungen aber k&#246;nnen nur gewinnen, wenn sie qualitativ so gut und so unersetzlich werden, dass ich als Leser kein gesteigertes Interesse daran habe, noch andere Titel zu lesen und als Journalist kein gesteigertes Interesse habe, woanders zu publizieren. Dabei haben Zeitungen/Zeitschriften durchaus mehrere Strategien zur Auswahl, im Kern aber geht es immer um das Gewicht ihrer Marke im Verh&#228;ltnis zu den anderen beiden Schichten. Sie m&#252;ssen - eingeklemmt zwischen der Markenqualit&#228;t  federf&#252;hrender Journalisten einerseits und den vollkommen andersartigen Internetdiensten andererseits in Konkurrenz zu beiden Markenqualit&#228;t und Services entwickeln, die das Gewicht haben, beiden Konkurrenten Paroli zu bieten. Etwa so wie f&#252;r mich pers&#246;nlich weder SPIEGEL noch eine Fernsehzeitschrift als Printtitel weiterhin besonders relevant sind, obwohl sie es fr&#252;her waren (der SPIEGEL immerhin taugt mir noch online f&#252;r den schnellen &#220;berblick), die ZEIT aber nach vielen Jahren Pause wieder zu meiner w&#246;chentlichen Standardlekt&#252;re geh&#246;rt. 

3. Zudem m&#252;ssen sich die Printmedien auch allm&#228;hlich mit dem Gedanken besch&#228;ftigen, dass eines Tages die gedruckte Zeitung der Vergangenheit angeh&#246;ren wird - dann n&#228;mlich, wenn unsere mobilen Ger&#228;te so mobil, so vernetzt und so leicht benutzbar werden wie die Zeitung aus Papier. Wenn ein solches Ger&#228;t einmal da ist (was vielleicht nur noch 3, vielleicht auch noch 15-20 Jahre dauert) und akzeptiert wird, dann geht es n&#228;mlich rasend schnell, wie man an der Musikbranche erkennen kann. Sicher ist: es wird kommen. 
Vielleicht wird dann das Refinanzierungsgesch&#228;ft f&#252;r Zeitungen eben nicht mehr die Werbung sein - sondern die des lokalen WLAN-Providers mit entsprechend um dieses Gesch&#228;ftsmodell herum gebauten, publikationsaffinen Zusatzdiensten: wozu noch eine Seite in der Zeitung drucken, in der das Kino- und Theaterprogramm der Region steht, wenn stattdessen die gleiche Publikationsleistung durch location based services &#252;bernommen wird. Und mit dem Verschwinden der Zeitungen wird DANN auch das allm&#228;hliche Verschmelzen von Print und elektronischen Medien zu beobachten sein: warum sollte ich mir als Leser das Foto von der Rede des Oberb&#252;rgermeisters anschauen, wenn ich stattdessen einen Ausschnitt aus der Rede (verlinkt mit der vollst&#228;ndigen Rede) als Video oder wenigstens Audioausschnitt bekommen kann? 


Diese &#220;berlegungen k&#246;nnte man nun ad infinitum weiter treiben, vieles wird dann letztlich anders kommen, weil - anders als bei Print (Papier ist geduldig) auch die M&#246;glichkeiten der Programmiersprachen, Browser und der Hardware selbst neue Dienste und Funktionen erm&#246;glichen, die man in sein Portfolio als Publikation aufnehmen kann oder muss. Aber: der Medienwandel ist sichtbar und nachweisbar - und Zeitungen, Verlage, Urheberrechte usw. sind selbst auch nur das Produkt eines solchen historischen Medienwandels. Wenn sie &#252;berleben wollen, dann m&#252;ssen sie JETZT das Gewicht unverzichtbarer Marken entwickeln (statt gerade an der Redaktion zu sparen), um in Zukunft die Bedeutung und Mittel zu haben, neue Gesch&#228;ftsmodelle auf Basis dieser Marke zu entwickeln. 

Freundliche Gr&#252;&#223;e
Peter Sprenger, Unternehmensberater</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Zeitungen und Zeitschriften den Atem, das Geld und die M&#246;glichkeiten haben werden, ZUS&#196;TZLICH zu ihren Kerngesch&#228;ften &#8220;Journalismus&#8221;  und &#8220;Anzeigenverkauf&#8221; (der im Netz offensichtlich nicht lohnend ist) v&#246;llig neue Gesch&#228;ftsfelder aufbauen zu k&#246;nnen, halte ich doch eher f&#252;r unwahrscheinlich. Ihre Idee, Zeitungen als Dienstleister f&#252;r das Decision Enabling zu betrachten, hat Charme &#8211; aber es ist ja nicht so, dass es in diesem Bereich keine Konkurrenz g&#228;be, die das Internet auch bereits in dieser Form nutzt wie sie es beschreiben, man denke beispielsweise an Business Analysten wir Gartner. Ich pers&#246;nlich glaube, dass die mittel/langfristen L&#246;sungen in alle denkbaren Richtungen gehen k&#246;nnen &#8211; auch in die von Ihnen beschrieben. Die kurz- bis mittelfristige L&#246;sung jedoch muss etwas sein, das sehr viel dichter am jetzigen Gesch&#228;ftsmodell ist und das den &#220;bergang in die unbekannte Publikationszukunft finanziert &#8211; und offenh&#228;lt.</p>
<p>Was k&#246;nnte das sein?</p>
<p>Man muss sich die Situation (und ihre historische Entwicklung) vorstellen wie ein Schichtenmodell: </p>
<p>1. Schicht: der Schreiber, Journalist, Blogger &#8211; also der unmittelbare Produzent der Inhalte</p>
<p>2. Schicht: die klassischen Medientitel, die unter dem Dach einer Ideologie, einer Marke, einer politischen oder gesellschaftlichen Ausrichtung oder als Vertreter spezieller Interessen (Wohnen, Reisen, Essen, Gesch&#228;fte machen) diese 1. Schicht b&#252;ndeln und (bislang) erfolgreich vermarkteten. Vor allem, damit das Publikum es leichter hatte und sich je nach Interesse entscheiden konnte, ob es eher FAZ, Die Zeit, SPIEGEL, Die Welt, Sch&#246;ner Wohnen oder Architectural Digest, Kicker oder 11 Freunde kaufen wollte. (By the way: der R&#252;ckkanal im Internet wird hoffnungslos &#252;bersch&#228;tzt. Er ist da und wird genutzt, aber an der prinzipiellen Konsumhaltung der Menschen wird sich schon deshalb nichts &#228;ndern, weil die Zeiten schneller werden und die M&#246;glichkeit, sich &#252;ber den R&#252;ckkanal zu Themen zu &#228;u&#223;ern, &#252;blicherweise sehr dosiert eingesetzt wird. Und keinesfalls ist dies der Nukleus eines Gesch&#228;ftsmodells f&#252;r Zeitungen/Zeitschriften. </p>
<p>3. Schicht: die neue Schicht. Die Schicht, die nun ihrerseits in der Lage ist, die unterschiedlichen Medien zu b&#252;ndeln um einen NOCH h&#246;heren individuellen Mehrwert f&#252;r den Leser bereitszustellen, n&#228;mlich SEIN (des Lesers) Medienuniversum, das sogar nicht nur die Printpublikationen, sondern auch noch Radio, Fernsehen und alle anderen denkbaren Formen des Publizierens beinhaltet. </p>
<p>Es handelt sich bei der Entwicklung also &#8220;nur&#8221; um das Blutbad einer weiteren Aggregationsstufe des Journalismus und Publizierens. Zwar ist damit noch immer nicht die Frage beantwortet, wie man damit Geld verdienen kann &#8211; andererseits machen es ja ein paar Player vor: Google beispielsweise, das einen viel h&#246;heren Mehrwert f&#252;r Unternehmensanzeigen (speziell im Bereich der sonst unsichtbaren mittelst&#228;ndischen Dienstleistungen) hat (oder haben k&#246;nnte). Xing, das Interessensgruppen (Gesch&#228;ftsleute, Dienstleister, &#8220;Would-be-VIPs&#8221;, Alumnis) vernetzt. </p>
<p>Und was ist die Konsequenz aus diesem grob umrissenen Modell?</p>
<p>1. Die Journalisten selbst sind es, die &#252;ber kurz oder lang an Macht und Einfluss gewinnen k&#246;nnen. Denn im Internet, wo der Leser sich SEINE &#8220;Zeitung&#8221; selbst zusammenstellt, bekommt der Journalist als Marke eine viel gr&#246;&#223;ere Bedeutung. Wie man an den Bloggern sieht, von denen es einige in ihren jeweiligen Branchen ja durchaus zu Meinungsf&#252;hrerschaft gebracht haben. M&#246;glicherweise geben also nicht Zeitungen in Zukunft den Ton an, sondern die ohnehin an freie Berufsverh&#228;ltnisse gew&#246;hnte Berufsgruppe wandert flexibel zu den jeweils attraktiven Gesch&#228;ftsmodellen &#8211; was dann allerdings erst Recht das Aus f&#252;r einzelne Titel bedeutet, aber ganz sicher NICHT das Ende des Journalismus. </p>
<p>2. Die Zeitschriften/Zeitungen aber k&#246;nnen nur gewinnen, wenn sie qualitativ so gut und so unersetzlich werden, dass ich als Leser kein gesteigertes Interesse daran habe, noch andere Titel zu lesen und als Journalist kein gesteigertes Interesse habe, woanders zu publizieren. Dabei haben Zeitungen/Zeitschriften durchaus mehrere Strategien zur Auswahl, im Kern aber geht es immer um das Gewicht ihrer Marke im Verh&#228;ltnis zu den anderen beiden Schichten. Sie m&#252;ssen &#8211; eingeklemmt zwischen der Markenqualit&#228;t  federf&#252;hrender Journalisten einerseits und den vollkommen andersartigen Internetdiensten andererseits in Konkurrenz zu beiden Markenqualit&#228;t und Services entwickeln, die das Gewicht haben, beiden Konkurrenten Paroli zu bieten. Etwa so wie f&#252;r mich pers&#246;nlich weder SPIEGEL noch eine Fernsehzeitschrift als Printtitel weiterhin besonders relevant sind, obwohl sie es fr&#252;her waren (der SPIEGEL immerhin taugt mir noch online f&#252;r den schnellen &#220;berblick), die ZEIT aber nach vielen Jahren Pause wieder zu meiner w&#246;chentlichen Standardlekt&#252;re geh&#246;rt. </p>
<p>3. Zudem m&#252;ssen sich die Printmedien auch allm&#228;hlich mit dem Gedanken besch&#228;ftigen, dass eines Tages die gedruckte Zeitung der Vergangenheit angeh&#246;ren wird &#8211; dann n&#228;mlich, wenn unsere mobilen Ger&#228;te so mobil, so vernetzt und so leicht benutzbar werden wie die Zeitung aus Papier. Wenn ein solches Ger&#228;t einmal da ist (was vielleicht nur noch 3, vielleicht auch noch 15-20 Jahre dauert) und akzeptiert wird, dann geht es n&#228;mlich rasend schnell, wie man an der Musikbranche erkennen kann. Sicher ist: es wird kommen.<br />
Vielleicht wird dann das Refinanzierungsgesch&#228;ft f&#252;r Zeitungen eben nicht mehr die Werbung sein &#8211; sondern die des lokalen WLAN-Providers mit entsprechend um dieses Gesch&#228;ftsmodell herum gebauten, publikationsaffinen Zusatzdiensten: wozu noch eine Seite in der Zeitung drucken, in der das Kino- und Theaterprogramm der Region steht, wenn stattdessen die gleiche Publikationsleistung durch location based services &#252;bernommen wird. Und mit dem Verschwinden der Zeitungen wird DANN auch das allm&#228;hliche Verschmelzen von Print und elektronischen Medien zu beobachten sein: warum sollte ich mir als Leser das Foto von der Rede des Oberb&#252;rgermeisters anschauen, wenn ich stattdessen einen Ausschnitt aus der Rede (verlinkt mit der vollst&#228;ndigen Rede) als Video oder wenigstens Audioausschnitt bekommen kann? </p>
<p>Diese &#220;berlegungen k&#246;nnte man nun ad infinitum weiter treiben, vieles wird dann letztlich anders kommen, weil &#8211; anders als bei Print (Papier ist geduldig) auch die M&#246;glichkeiten der Programmiersprachen, Browser und der Hardware selbst neue Dienste und Funktionen erm&#246;glichen, die man in sein Portfolio als Publikation aufnehmen kann oder muss. Aber: der Medienwandel ist sichtbar und nachweisbar &#8211; und Zeitungen, Verlage, Urheberrechte usw. sind selbst auch nur das Produkt eines solchen historischen Medienwandels. Wenn sie &#252;berleben wollen, dann m&#252;ssen sie JETZT das Gewicht unverzichtbarer Marken entwickeln (statt gerade an der Redaktion zu sparen), um in Zukunft die Bedeutung und Mittel zu haben, neue Gesch&#228;ftsmodelle auf Basis dieser Marke zu entwickeln. </p>
<p>Freundliche Gr&#252;&#223;e<br />
Peter Sprenger, Unternehmensberater</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ein &#8220;Geschäftsmodell&#8221; ist kein Dogma. Plädoyer für eine offene Debatte über den Netzjournalismus &#8212; CARTA</title>
		<link>http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/comment-page-1/#comment-600</link>
		<dc:creator>Ein &#8220;Geschäftsmodell&#8221; ist kein Dogma. Plädoyer für eine offene Debatte über den Netzjournalismus &#8212; CARTA</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 09:06:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4683#comment-600</guid>
		<description>[...] f&#252;r das professionelle Schreiben im Netz. Es gibt nur ein paar Ideen, Experimente und fromme W&#252;nsche. Eine politisch ernst zu nehmende Debatte gibt es (mit ganz wenigen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] f&#252;r das professionelle Schreiben im Netz. Es gibt nur ein paar Ideen, Experimente und fromme W&#252;nsche. Eine politisch ernst zu nehmende Debatte gibt es (mit ganz wenigen [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: &#926; LINKLOAD vom 02.02.2009 &#926; UPLOAD - Magazin für digitales Publizieren &#926;</title>
		<link>http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/comment-page-1/#comment-593</link>
		<dc:creator>&#926; LINKLOAD vom 02.02.2009 &#926; UPLOAD - Magazin für digitales Publizieren &#926;</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 19:04:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4683#comment-593</guid>
		<description>[...] Den Medien fehlen Kompetenzen die das Netz fordert. Bei Carta geht man der Frage nach wie ein Gesch&#228;ftsmodell aussehen k&#246;nnte … [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Den Medien fehlen Kompetenzen die das Netz fordert. Bei Carta geht man der Frage nach wie ein Gesch&#228;ftsmodell aussehen k&#246;nnte … [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Matthias Schwenk</title>
		<link>http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/comment-page-1/#comment-590</link>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 18:41:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4683#comment-590</guid>
		<description>@Theo: Sorry f&#252;r die etwas pauschale Schelte im Artikel. Als Produktmanager in einem Verlag haben Sie im Moment sicher keinen leichten Stand. Der Artikel reflektiert meine pers&#246;nlichen Erfahrungen im direkten Kontakt mit Verlagen als auch meine Beobachtungen &#252;ber deren Konzepte im Web (so weit sichtbar).

Zu Xing kann ich nur sagen, dass das Unternehmen profitabel arbeitet und ein bis dato tragf&#228;higes Gesch&#228;ftsmodell aufgebaut hat. Das ist keine Selbstverst&#228;ndlichkeit, da die meisten anderen Social Networks alle vollst&#228;ndig kostenlos operieren (man denke nur etwa an StudiVZ oder Facebook).

SocialMedian ist f&#252;r Xing eine interessanter Kauf insofern, als er zeigt, dass die Komponente &quot;Nachrichten&quot; (als Basis f&#252;r Diskussionen und Gespr&#228;che) offenbar eine relativ hohe Bedeutung hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Theo: Sorry f&#252;r die etwas pauschale Schelte im Artikel. Als Produktmanager in einem Verlag haben Sie im Moment sicher keinen leichten Stand. Der Artikel reflektiert meine pers&#246;nlichen Erfahrungen im direkten Kontakt mit Verlagen als auch meine Beobachtungen &#252;ber deren Konzepte im Web (so weit sichtbar).</p>
<p>Zu Xing kann ich nur sagen, dass das Unternehmen profitabel arbeitet und ein bis dato tragf&#228;higes Gesch&#228;ftsmodell aufgebaut hat. Das ist keine Selbstverst&#228;ndlichkeit, da die meisten anderen Social Networks alle vollst&#228;ndig kostenlos operieren (man denke nur etwa an StudiVZ oder Facebook).</p>
<p>SocialMedian ist f&#252;r Xing eine interessanter Kauf insofern, als er zeigt, dass die Komponente &#8220;Nachrichten&#8221; (als Basis f&#252;r Diskussionen und Gespr&#228;che) offenbar eine relativ hohe Bedeutung hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Theo</title>
		<link>http://carta.info/4683/zur-zukunft-der-medien-geschaeftsmodell-dringend-gesucht/comment-page-1/#comment-589</link>
		<dc:creator>Theo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 18:12:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=4683#comment-589</guid>
		<description>Herr Schwenk,

alle schreiben nun, es liege an der geringen Kompetenz und der mangelnden Fantasie der Verlage. Als Produktmanager in einem Verlagshaus kann ich das langsam nicht mehr h&#246;ren: Hinter Ihrer Geheimnistuerei in Sachen Xing und Socialmedian steckt am Ende auch nichts. Daf&#252;r m&#252;ssen Sie sich aber in einem Jahr nicht rechtfertigen - anders als wir Verlagstypen, die f&#252;r fast alles gescholten werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Schwenk,</p>
<p>alle schreiben nun, es liege an der geringen Kompetenz und der mangelnden Fantasie der Verlage. Als Produktmanager in einem Verlagshaus kann ich das langsam nicht mehr h&#246;ren: Hinter Ihrer Geheimnistuerei in Sachen Xing und Socialmedian steckt am Ende auch nichts. Daf&#252;r m&#252;ssen Sie sich aber in einem Jahr nicht rechtfertigen &#8211; anders als wir Verlagstypen, die f&#252;r fast alles gescholten werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

