Netzlese
Redaktion Carta | 0 Kommentar(e)
Medien müssen heute viel Eigen-PR machen. Das heißt: Immer am Wochenende wird die Öffentlichkeit mit den allerdunkelsten Vorahnungen konfrontiert.
23.07.2012 |
„Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet…“ – Am Wochenende pusten die großen überregionalen Nachrichten-Medien ihre apokalyptischen Alarm-Meldungen besonders gern ins Land: Griechenland pleite, Spanien versinkt im Chaos, IWF stellt Zahlungen ein, Italien braucht noch mehr Geld, der Euro zerbricht, Europa zerfällt etc.pp.
Die anbrechende Woche wird dann dazu genutzt, die Horror-Meldungen vom Wochenende wieder zu relativieren und zu dementieren. Achten Sie mal drauf! Es läuft fast jede Woche nach diesem Schema.
Frage: Haben die Redakteure am Wochenende nur besonders viel Zeit zum Nachdenken und werden sich der dramatischen Lage erst so richtig bewusst? Oder sind diese Orakel-„Nachrichten“ die einzige Möglichkeit, müde Leser zum Lesen zu bringen?





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