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zu Guttenberg: Der erste Minister, den das Internet gestürzt hat

Posted By Robin Meyer-Lucht On 1. März 2011 @ 12:03 In Aufmacher-Home,Autoren-Agenda,Autoren-Home,Autoren-Medien,Standard RSS | Comments Disabled

Der Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist eine Schlappe für die Bild-Zeitung und ein Beleg für den wachsenden Einfluss kollektiver Informationsverarbeitung im Internet.

Ohne das GuttenPlag Wiki, ohne dieses akribisch zusammengetragene Abschreiberegister, ohne die darin enthaltene Visualisierung der absurden Copy&Paste-Orgien des Ministers wäre der Druck auf zu Guttenberg nicht derart groß gewesen. Diese allgemein zugänglichen Fakten wirkten wie eine klaffende Wunde in der Selbstinszenierung des Ministers.

GuttenPlag Wiki: Das Abschreiberegister hat die Diskussion um das 'dreiste' Vorgehen des Ministers maßgeblich strukturiert.

Von hier aus begannen die Erschütterungen, die sich langsam in den Universitätsbetrieb und dann in die Union ausbreiteten. In der Diskussion um zu Guttenberg war GuttenPlag omnipräsent und Referenz. Die Site hat die Diskussion über das ‘dreiste’ Vorgehen des Ministers maßgeblich strukturiert. Von hier aus nahm das Entsetzen seinen Anfang. Der Spiegel stand lediglich als Adjudant daneben.

Auch die zehntausendfach über das Netz gesammelten Unterschriften von Doktoranden haben letztlich ihren Effekt nicht verfehlt. Auch der Aufruf von Lutz Hachmeister mit über 3.000 Facebook-Likes auf Carta gehört zum Teil dieser Gegenbewegung. Plötzlich schien hier eine neue Netzwerköffentlichkeit auf – und ihre Kapazitäten.

Karl-Theodor zu Guttenberg ist der erste Minister, den das Internet gestürzt hat.

Was meint ihr/meinen Sie? Ist das als These übertrieben? Ich bin gespannt auf die Kommentare.

Update: Hier eine kleine Kommentarschau zu dem Thema.


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