szmtag

Netzlese

Sandra Mamitzsch

“Eine Branche, die hinterher immer alles schon vorher gewusst hat”

Sandra Mamitzsch | 4 Kommentar(e)


“Wenn Journalisten diese Loveparade organisiert hätten, wäre das nicht passiert.” – Stefan Niggemeier über Jubelperser, den Zustand des Lokaljournalismus und das Quengeln einer selbstgerechte Branche.

01.08.2010 | 

Stefan Niggemeier kommentiert in der FAZ die Berichterstattung nach dem Loveparade-Unglück:

Jeder Laie schreibt und sendet, dass jeder Laie das unausweichliche Unglück hätte erkennen können, und die Laien, die als Journalisten arbeiten, fragten schnell, warum das niemand von den Verantwortlichen erkannt hat. Weitgehend ungestellt blieb die Frage, warum, wenn die Mängel so unübersehbar waren, all die Journalisten sie vorher übersehen hatten. Und ob man zu den vielen, die ihrer Verantwortung nicht gerecht wurden, nicht auch die Medien zählen muss.

Unbedingt weiterlesen…

Mehr dazu:

CARTA Kaffeekasse
Carta wird FACEBOOK-Kommentare einführen - demnächst hier...

4 Kommentare

  1. Falk D. |  01.08.2010 | 18:28 | permalink  

    Das Problem ist, dass man es als Laie aber vor allem als Profi hätte erkennen müssen, aber kein Kind da war um des Kaisers neue Kleider zu entlarven.

  2. Stefan |  02.08.2010 | 00:13 | permalink  

    Das Argument ist doch nicht, es vorher gewusst zu haben, sondern das man es vorher hätte wissen müssen, wenn man sich damit beschäftigt. Und für diese Beschäftigung gibt es eine Zuständigkeit, die nicht beim Journalismus liegt. Sehr wohl ist es jedoch die Zuständigkeit des Journalismus, auf diese Offensichtlichen Fehlleistungen der Zuständigen hinzuweisen. Und darin unterscheiden sie sich wiederum von den Juristen, die jetzt für die langwierige Aufklärung zuständig sind.

  3. Tharben |  02.08.2010 | 01:41 | permalink  

    Kann mir jemand verraten, weshalb ich das Wort “Jubelperser” in diesem Text unpassend finde?

  4. Falk D. |  02.08.2010 | 14:25 | permalink  

    Tharben: weil es in sich bereits eine inkriminierende Beschreibung darstellt und Stefan N. bei seiner Medienschelte (mal wieder) nicht ohne Entwürdigungen auskommt. Dass er dies aus der Perspektive des neutralen Beobachters tut, obwohl gerade er bei Lena im Auftrag eines Elektronikkonzerns noch den Claqueur im Quadrat spielte, gibt dem ganzen den ersten gewissen Beigeschmack.
    Etwas pelzig auf der Zunge wird es aber es nach der zweiten Lektüre des Pamphlets. Er adressiert in Boulevard-Manier niedere Instikte, bedient Vorurteile der Altmedien und setzt Äußerungen in ungünstige Zusammenhänge. Sechs Überschriften trennen sechs Vorhaltungen der Unmoralität, wobei er nur unzureichend zwischen Objekt der Berichterstattung und den übertreibenden Journalisten trennt.

Sie möchten diesen Text kommentieren?

Ihr Name (erforderlich):

Ihre E-Mail (erforderlich):

Ihre Website:

Über Facebook oder Twitter einloggen:

Sie können Ihren Kommentar mit HTML-Befehlen formatieren.