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	<title>Kommentare zu: 10 Argumente f&#252;r und gegen direkte Demokratie und verbindliche Volksentscheide</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 07:43:33 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: mr brownie:)</title>
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		<dc:creator>mr brownie:)</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 09:22:40 +0000</pubDate>
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		<description>danke :]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danke :]</p>
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	<item>
		<title>Von: &#160; S21 &#8211; Direkte Demokratie wagen?&#160;by&#160;+ mzungu&#039;s weblog +</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-20312</link>
		<dc:creator>&#160; S21 &#8211; Direkte Demokratie wagen?&#160;by&#160;+ mzungu&#039;s weblog +</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 08:48:17 +0000</pubDate>
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		<description>[...] 10 Argumente f&#252;r und gegen direkte Demokratie und verbindliche Volksentscheide [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 10 Argumente f&#252;r und gegen direkte Demokratie und verbindliche Volksentscheide [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Was ist eigentlich »Liquid Democracy?« &#124; Kontextschmiede</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16911</link>
		<dc:creator>Was ist eigentlich »Liquid Democracy?« &#124; Kontextschmiede</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 14:15:24 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Men­schen in Deutsch­land dis­ku­tie­ren wie­der &#252;ber Poli­tik und Demo­kra­tie. Darf es etwas mehr B&#252;r­ger­be­tei­li­gung sein? Wie [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Men­schen in Deutsch­land dis­ku­tie­ren wie­der &#252;ber Poli­tik und Demo­kra­tie. Darf es etwas mehr B&#252;r­ger­be­tei­li­gung sein? Wie [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Leser</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16842</link>
		<dc:creator>Leser</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 04:21:27 +0000</pubDate>
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		<description>Setze statt &quot;Volksentscheide&quot; &quot;Wahlen&quot; ein und staune! 

Schon die roten Sozialisten wu&#223;ten, da&#223; wenn das Volk falsch w&#228;hlt, man sich eben ein neues Volk schaffen mu&#223;. Die braunen Sozialisten versuchten sich dann auch gleich ein neues Volk zu schaffen. 

Die Frage ist:
Was hat Vorrang: Demokratie oder die Republik?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Setze statt &#8220;Volksentscheide&#8221; &#8220;Wahlen&#8221; ein und staune! </p>
<p>Schon die roten Sozialisten wu&#223;ten, da&#223; wenn das Volk falsch w&#228;hlt, man sich eben ein neues Volk schaffen mu&#223;. Die braunen Sozialisten versuchten sich dann auch gleich ein neues Volk zu schaffen. </p>
<p>Die Frage ist:<br />
Was hat Vorrang: Demokratie oder die Republik?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jaheira</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16841</link>
		<dc:creator>Jaheira</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 02:19:27 +0000</pubDate>
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		<description>@OH (16)
Sie unterstellen Politikern, eine ausgepr&#228;gte Fachkompetenz zu haben und bei ihren Entscheidungen vor allem Expertenmeinungen umzusetzen.
In der Regel sind Minister fachfremd. Dass ein Gesundheitsminister Medizin studiert und vielleicht sogar als Arzt praktiziert hat, das ist die Ausnahme. 
Politische Entscheidungen werden vor allem beeinflusst durch:
- die Bildzeitung und andere &quot;Leitmedien&quot;
- den vermuteten Willen der potentiellen W&#228;hler der eigenen Partei
- durch die Interessen der Geldgeber, von denen die Parteien mehr oder weniger abh&#228;ngig sind. Die SPD hat Einnahmen aus einem gr&#246;&#223;eren Verm&#246;gen, ansonsten sind die Parteien neben immer weniger werdenden Mitgliedsbeitr&#228;gen und Kleinspenden eben auf Gro&#223;spenden aus der Wirtschaft angewiesen. 
- durch die eigene Karriereplanung. Nicht jeder Politiker bekommt f&#252;r die n&#228;chste Wahl wieder einen aussichtsreichen Listenplatz, nicht jeder kann sich als Aufsichtsrat in einem Energieunternehmen zur Ruhe setzen.
- durch geschickt agierende Lobbyisten.

Fachleute scheinen keine gro&#223;e Rolle zu spielen. Welche Wirtschaftsprofessoren kennen Sie, die die Mehrwertsteuersenkung f&#252;r Hotel&#252;bernachtungen oder die Abwrackpr&#228;mie bef&#252;rworten? Ich lese dagegen immer wieder, dass Wirtschaftswissenschaftler die Streichung diverser Subventionen fordern, z. B. die  Pendlerpauschale, steuerbefreite Nachtzuschl&#228;ge, Subventionen f&#252;r Solarenergie in der aktuellen H&#246;he oder die Steuerbefreiung f&#252;r Flugbenzin. Hier tut sich wenig.

Die Politiker sind keine &quot;guten Diktatoren&quot;, die anstelle einer dummen Bev&#246;lkerungsmehrheit weise Entscheidungen treffen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@OH (16)<br />
Sie unterstellen Politikern, eine ausgepr&#228;gte Fachkompetenz zu haben und bei ihren Entscheidungen vor allem Expertenmeinungen umzusetzen.<br />
In der Regel sind Minister fachfremd. Dass ein Gesundheitsminister Medizin studiert und vielleicht sogar als Arzt praktiziert hat, das ist die Ausnahme.<br />
Politische Entscheidungen werden vor allem beeinflusst durch:<br />
- die Bildzeitung und andere &#8220;Leitmedien&#8221;<br />
- den vermuteten Willen der potentiellen W&#228;hler der eigenen Partei<br />
- durch die Interessen der Geldgeber, von denen die Parteien mehr oder weniger abh&#228;ngig sind. Die SPD hat Einnahmen aus einem gr&#246;&#223;eren Verm&#246;gen, ansonsten sind die Parteien neben immer weniger werdenden Mitgliedsbeitr&#228;gen und Kleinspenden eben auf Gro&#223;spenden aus der Wirtschaft angewiesen.<br />
- durch die eigene Karriereplanung. Nicht jeder Politiker bekommt f&#252;r die n&#228;chste Wahl wieder einen aussichtsreichen Listenplatz, nicht jeder kann sich als Aufsichtsrat in einem Energieunternehmen zur Ruhe setzen.<br />
- durch geschickt agierende Lobbyisten.</p>
<p>Fachleute scheinen keine gro&#223;e Rolle zu spielen. Welche Wirtschaftsprofessoren kennen Sie, die die Mehrwertsteuersenkung f&#252;r Hotel&#252;bernachtungen oder die Abwrackpr&#228;mie bef&#252;rworten? Ich lese dagegen immer wieder, dass Wirtschaftswissenschaftler die Streichung diverser Subventionen fordern, z. B. die  Pendlerpauschale, steuerbefreite Nachtzuschl&#228;ge, Subventionen f&#252;r Solarenergie in der aktuellen H&#246;he oder die Steuerbefreiung f&#252;r Flugbenzin. Hier tut sich wenig.</p>
<p>Die Politiker sind keine &#8220;guten Diktatoren&#8221;, die anstelle einer dummen Bev&#246;lkerungsmehrheit weise Entscheidungen treffen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Paul Ney</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16797</link>
		<dc:creator>Paul Ney</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 10:51:12 +0000</pubDate>
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		<description>[Gro&#223;schweiz] Da hier die Schweiz so intensiv diskutiert wird, frage ich mich, ob der Gedanke einer Erweiterung der Eidgenossenschaft -- manchen offenbar doch nicht nur Schnapsidee -- nicht auch einbezogen werden sollte bzw. m&#252;&#223;te. Zuletzt las ich davon in Der Welt vom 20.07.2010:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article8480832/Viele-Baden-Wuerttemberger-waeren-gerne-Schweizer.html
Da ist &quot;Gro&#223;schweiz&quot; abgebildet:
http://www.welt.de/multimedia/archive/01154/schweiz_baden_DW_P_1154671p.jpg
Will ein Land *gro&#223;* werden, will es etwas von den Nachbarn... Will ein Teil eines Landes sich abspalten und unabh&#228;ngig werden, so kann das ein kompliziertes v&#246;lkerrechtliches Problem werden... Wie &amp; wann ein Volksentscheid solche Sachen locker entscheiden kann, mu&#223; auch gut &#252;berlegt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[Gro&#223;schweiz] Da hier die Schweiz so intensiv diskutiert wird, frage ich mich, ob der Gedanke einer Erweiterung der Eidgenossenschaft &#8212; manchen offenbar doch nicht nur Schnapsidee &#8212; nicht auch einbezogen werden sollte bzw. m&#252;&#223;te. Zuletzt las ich davon in Der Welt vom 20.07.2010:<br />
<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8480832/Viele-Baden-Wuerttemberger-waeren-gerne-Schweizer.html" rel="nofollow">http://www.welt.de/politik/deutschland/article8480832/Viele-Baden-Wuerttemberger-waeren-gerne-Schweizer.html</a><br />
Da ist &#8220;Gro&#223;schweiz&#8221; abgebildet:<br />
<a href="http://www.welt.de/multimedia/archive/01154/schweiz_baden_DW_P_1154671p.jpg" rel="nofollow">http://www.welt.de/multimedia/archive/01154/schweiz_baden_DW_P_1154671p.jpg</a><br />
Will ein Land *gro&#223;* werden, will es etwas von den Nachbarn&#8230; Will ein Teil eines Landes sich abspalten und unabh&#228;ngig werden, so kann das ein kompliziertes v&#246;lkerrechtliches Problem werden&#8230; Wie &amp; wann ein Volksentscheid solche Sachen locker entscheiden kann, mu&#223; auch gut &#252;berlegt werden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: noName</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16793</link>
		<dc:creator>noName</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 10:16:41 +0000</pubDate>
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		<description>Wieso gibt sich Herr Grob hier als Experte?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wieso gibt sich Herr Grob hier als Experte?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16788</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 07:36:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=30999#comment-16788</guid>
		<description>@OH: Es sagt doch gar niemand, dass die Meinung von Experten, von Sachverst&#228;ndigen, von Fachkundigen kein Gewicht mehr haben soll. Aber gerade in den grossen Entscheidungen wollen die B&#252;rger nun mal mitreden. Und: Sie haben, auch in Deutschland, oft eine andere Meinung als diese Experten, die sich einseitig und fast zu 100 Prozent aus der Schicht der Akademiker rekrutieren.

Die Idee von Europa und des Euro - das sind Realit&#228;t gewordene Visionen von staatsnahen Politikern und Akademikern. Doch w&#228;ren sie auch Realit&#228;t geworden, h&#228;tte man das Volk gefragt? Man weiss es nicht. Aber vielleicht sollte man es heute mal wieder dazu befragen. Das wird aber, aus gutem Grund, nicht getan.

Klar ist, dass die Schweiz durch eine Europa-Mitgliedschaft nicht profitiert h&#228;tte. Der Exekutive bleibt, dank oder wegen dem Volk, das anders denkt, nichts anderes &#252;brig, als immer neue Kompromisse zu finden - schliesslich ist die Schweiz ja von Eurol&#228;ndern umgeben. Ein &quot;ekelhaftes lavieren der Politik&quot; soll das sein? &#196;h, gibt&#039;s denn Alternativvorschl&#228;ge an die Schweizer Regierung?

Reden wir doch in ein paar Jahren wieder dar&#252;ber, wenn klar ist, was aus elitistischen Ideen wie Europa und dem Euro geworden ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@OH: Es sagt doch gar niemand, dass die Meinung von Experten, von Sachverst&#228;ndigen, von Fachkundigen kein Gewicht mehr haben soll. Aber gerade in den grossen Entscheidungen wollen die B&#252;rger nun mal mitreden. Und: Sie haben, auch in Deutschland, oft eine andere Meinung als diese Experten, die sich einseitig und fast zu 100 Prozent aus der Schicht der Akademiker rekrutieren.</p>
<p>Die Idee von Europa und des Euro &#8211; das sind Realit&#228;t gewordene Visionen von staatsnahen Politikern und Akademikern. Doch w&#228;ren sie auch Realit&#228;t geworden, h&#228;tte man das Volk gefragt? Man weiss es nicht. Aber vielleicht sollte man es heute mal wieder dazu befragen. Das wird aber, aus gutem Grund, nicht getan.</p>
<p>Klar ist, dass die Schweiz durch eine Europa-Mitgliedschaft nicht profitiert h&#228;tte. Der Exekutive bleibt, dank oder wegen dem Volk, das anders denkt, nichts anderes &#252;brig, als immer neue Kompromisse zu finden &#8211; schliesslich ist die Schweiz ja von Eurol&#228;ndern umgeben. Ein &#8220;ekelhaftes lavieren der Politik&#8221; soll das sein? &#196;h, gibt&#8217;s denn Alternativvorschl&#228;ge an die Schweizer Regierung?</p>
<p>Reden wir doch in ein paar Jahren wieder dar&#252;ber, wenn klar ist, was aus elitistischen Ideen wie Europa und dem Euro geworden ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: OH</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16787</link>
		<dc:creator>OH</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 06:04:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=30999#comment-16787</guid>
		<description>@Ronnie Grob #14

Es ist keine &quot;Zuspitzung&quot;, es ist schlicht und ergreifend Bl&#246;dsinn und zeugt von grober Unkenntnis. Wer die Anzahl der Ver&#246;ffentlichungen im Bundesanzeiger mit der Anzahl der aufgehobenen Entscheidungen vergleicht kann nur zur Erkenntnis kommen, dass letztere schlichtweg ein nicht signifikanter Anteil ist. So zu tun als sei er 50% ist nichts weiteres als Schlagzeilengeilheit: Man glaubt, die gro&#223;en Buchstaben auf Seite 1 der Bild sei alles, was in der Welt so passiert.

&quot;Es sollte eher nachdenklich stimmen, wenn die Mehrheit des Volks sich f&#252;r Vorlagen ausspricht, gegen die sich die Mehrheit der Parteien und Medien aussprechen. Die Schweizer Entscheidung gegen Europa beispielsweise war so ein Fall. Aber auch die Schulreform in Hamburg. Und auch, leider, die Minarettinitiative. Das hat aber nicht zu bedeuten, dass es sich beim “Volk”, zu dem wir wohlbemerkt ALLE geh&#246;ren, um eine kopflose Gruppe handelt. Es zeigt nur auf, dass eine L&#252;cke klafft zwischen einer elitistischen Minderheit und einer nicht-elitistischen Mehrheit.&quot;

Und wiederum Bl&#246;dsinn. Die Mehrheit der Abstimmenden ist gerade bei Beteiligungen wie in Hamburg nicht die Mehrheit des Volkes. Schon gar nicht ist die Mehrheit des Volkes gleichzusetzen mit den Abstimmenden in einem kleinen Teil. 

Das Gerede von einer elitistischen Minderheit und einer nicht-elitistischen Mehrheit ist genau der gleiche Populismus. Weil die Volksvertreter zu einer anderen Meinung kommen sind sie elitistisch. Folgt man dieser Logik lassen wir in Zukunft auch &#228;rztliche Diagnosen auf der Stra&#223;e abstimmen. Der Elitismus dieser Halbg&#246;tter in Wei&#223; muss endlich gebrochen werden. Es kann nicht angehen, dass nur weil jemand sich ausgiebig mit einer Thematik besch&#228;ftigt hat er mehr zu sagen hat als andere. Die Patienten wissen schlie&#223;lich am besten, was ihnen fehlt...

Ja, es sollte in der Tat nachdenklich stimmen, wenn die Mehrheit der Abstimmenden (NICHT! des Volkes) gegen die Beschl&#252;sse der Mehrheit der Volksvertreter stimmt. Aber daraus folgt KEINESWEGS, dass die Volksvertreter Unfug gebaut haben. Denn genau f&#252;r solche Szenarien HABEN wir eine repr&#228;sentative Demokratie. Hier Features als Bugs verkaufen zu wollen ist schon ziemlich dreist. Die Entscheidung wurde bewusst getroffen, weil eben in der Politik auch mal unpopul&#228;re Entscheidungen getroffen werden m&#252;ssen. 

Und die Schweiz ist das beste Beispiel daf&#252;r: Die Schweizer Entscheidungen zu Europa resultierten in einem ekelhaften lavieren der Politik, die einerseits sicherstellen musste, dass die Schweizer Wirtschaft weiter vern&#252;nftig funktioniert, andererseits aber keine Vollmitgliedschaft anstreben durfte. Das Result war, erpresst nicht zuletzt durch die Wichtigkeit der Schweiz als Transitland, sich eine ganze Latte Annehmlichkeiten der EU zu sichern ohne die damit assoziierten Pflichten tragen zu m&#252;ssen. Nat&#252;rlich ist das f&#252;r die Abstimmenden nett, denn sie k&#246;nnen sich hinstellen und sagen &quot;Seht ihr, es geht auch ohne&quot;. Das funktioniert aber nur solange, wie in der EU Fans der direkten Demokratie so geblendet sind, dass sie die Schwarzfahrerei nicht bemerken.

Wenn die Entscheidungen der Volksvertreter und der Abstimmenden divergieren, dann k&#246;nnte das mitunter auch daran liegen, dass in der Er&#246;rterung Implikationen klar wurden, die Otto Normalb&#252;rger nicht immer nachvollziehen kann oder bisweilen auch nicht nachvollziehen will. Das gilt f&#252;r alle Ebenen und alle Teile der Gesellschaft. Da verschlie&#223;t jeder gern die Augen, wenn es darum geht, selbst Verantwortung zu tragen, die &#252;ber das Ankreuzen auf einem Zettel geht. Und wenn er mit einem entsprechenden Kreuz den schwarzen Peter an andere weitergeben kann, umso besser.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ronnie Grob #14</p>
<p>Es ist keine &#8220;Zuspitzung&#8221;, es ist schlicht und ergreifend Bl&#246;dsinn und zeugt von grober Unkenntnis. Wer die Anzahl der Ver&#246;ffentlichungen im Bundesanzeiger mit der Anzahl der aufgehobenen Entscheidungen vergleicht kann nur zur Erkenntnis kommen, dass letztere schlichtweg ein nicht signifikanter Anteil ist. So zu tun als sei er 50% ist nichts weiteres als Schlagzeilengeilheit: Man glaubt, die gro&#223;en Buchstaben auf Seite 1 der Bild sei alles, was in der Welt so passiert.</p>
<p>&#8220;Es sollte eher nachdenklich stimmen, wenn die Mehrheit des Volks sich f&#252;r Vorlagen ausspricht, gegen die sich die Mehrheit der Parteien und Medien aussprechen. Die Schweizer Entscheidung gegen Europa beispielsweise war so ein Fall. Aber auch die Schulreform in Hamburg. Und auch, leider, die Minarettinitiative. Das hat aber nicht zu bedeuten, dass es sich beim “Volk”, zu dem wir wohlbemerkt ALLE geh&#246;ren, um eine kopflose Gruppe handelt. Es zeigt nur auf, dass eine L&#252;cke klafft zwischen einer elitistischen Minderheit und einer nicht-elitistischen Mehrheit.&#8221;</p>
<p>Und wiederum Bl&#246;dsinn. Die Mehrheit der Abstimmenden ist gerade bei Beteiligungen wie in Hamburg nicht die Mehrheit des Volkes. Schon gar nicht ist die Mehrheit des Volkes gleichzusetzen mit den Abstimmenden in einem kleinen Teil. </p>
<p>Das Gerede von einer elitistischen Minderheit und einer nicht-elitistischen Mehrheit ist genau der gleiche Populismus. Weil die Volksvertreter zu einer anderen Meinung kommen sind sie elitistisch. Folgt man dieser Logik lassen wir in Zukunft auch &#228;rztliche Diagnosen auf der Stra&#223;e abstimmen. Der Elitismus dieser Halbg&#246;tter in Wei&#223; muss endlich gebrochen werden. Es kann nicht angehen, dass nur weil jemand sich ausgiebig mit einer Thematik besch&#228;ftigt hat er mehr zu sagen hat als andere. Die Patienten wissen schlie&#223;lich am besten, was ihnen fehlt&#8230;</p>
<p>Ja, es sollte in der Tat nachdenklich stimmen, wenn die Mehrheit der Abstimmenden (NICHT! des Volkes) gegen die Beschl&#252;sse der Mehrheit der Volksvertreter stimmt. Aber daraus folgt KEINESWEGS, dass die Volksvertreter Unfug gebaut haben. Denn genau f&#252;r solche Szenarien HABEN wir eine repr&#228;sentative Demokratie. Hier Features als Bugs verkaufen zu wollen ist schon ziemlich dreist. Die Entscheidung wurde bewusst getroffen, weil eben in der Politik auch mal unpopul&#228;re Entscheidungen getroffen werden m&#252;ssen. </p>
<p>Und die Schweiz ist das beste Beispiel daf&#252;r: Die Schweizer Entscheidungen zu Europa resultierten in einem ekelhaften lavieren der Politik, die einerseits sicherstellen musste, dass die Schweizer Wirtschaft weiter vern&#252;nftig funktioniert, andererseits aber keine Vollmitgliedschaft anstreben durfte. Das Result war, erpresst nicht zuletzt durch die Wichtigkeit der Schweiz als Transitland, sich eine ganze Latte Annehmlichkeiten der EU zu sichern ohne die damit assoziierten Pflichten tragen zu m&#252;ssen. Nat&#252;rlich ist das f&#252;r die Abstimmenden nett, denn sie k&#246;nnen sich hinstellen und sagen &#8220;Seht ihr, es geht auch ohne&#8221;. Das funktioniert aber nur solange, wie in der EU Fans der direkten Demokratie so geblendet sind, dass sie die Schwarzfahrerei nicht bemerken.</p>
<p>Wenn die Entscheidungen der Volksvertreter und der Abstimmenden divergieren, dann k&#246;nnte das mitunter auch daran liegen, dass in der Er&#246;rterung Implikationen klar wurden, die Otto Normalb&#252;rger nicht immer nachvollziehen kann oder bisweilen auch nicht nachvollziehen will. Das gilt f&#252;r alle Ebenen und alle Teile der Gesellschaft. Da verschlie&#223;t jeder gern die Augen, wenn es darum geht, selbst Verantwortung zu tragen, die &#252;ber das Ankreuzen auf einem Zettel geht. Und wenn er mit einem entsprechenden Kreuz den schwarzen Peter an andere weitergeben kann, umso besser.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: links for 2010-07-22 &#171; Sikks Weblog</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16786</link>
		<dc:creator>links for 2010-07-22 &#171; Sikks Weblog</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 00:11:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=30999#comment-16786</guid>
		<description>[...] 10 Argumente f&#252;r und gegen direkte Demokratie und verbindliche Volksentscheide — CARTA Auf der hessischen Mailingliste hatten wir letztens noch eine Diskussion &#252;ber Volksentscheide und direkte Demokratie. Da sind wir aber gl&#252;cklicherweise nicht die Einzigen, die diskutieren. Hier wurden zun&#228;chst auf &quot;F!XMBR&quot; 10 Gr&#252;nde gegen die direkte Demokratie zusammengetragen, die auf dem Blog &quot;direktedemokratie.com&quot; auch gleich widersprochen wurden. Beide Texte werden in Carta verlinkt und beschrieben. F&#252;r den interessierten &#220;berblick mag das reichen, wer sich weiter reinlesen m&#246;chte, kann sich aber auch die beiden Artikel anschauen und sich eine eigene Meinung bilden. (tags: wrb Demokratie) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 10 Argumente f&#252;r und gegen direkte Demokratie und verbindliche Volksentscheide — CARTA Auf der hessischen Mailingliste hatten wir letztens noch eine Diskussion &#252;ber Volksentscheide und direkte Demokratie. Da sind wir aber gl&#252;cklicherweise nicht die Einzigen, die diskutieren. Hier wurden zun&#228;chst auf &quot;F!XMBR&quot; 10 Gr&#252;nde gegen die direkte Demokratie zusammengetragen, die auf dem Blog &quot;direktedemokratie.com&quot; auch gleich widersprochen wurden. Beide Texte werden in Carta verlinkt und beschrieben. F&#252;r den interessierten &#220;berblick mag das reichen, wer sich weiter reinlesen m&#246;chte, kann sich aber auch die beiden Artikel anschauen und sich eine eigene Meinung bilden. (tags: wrb Demokratie) [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16757</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 08:47:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=30999#comment-16757</guid>
		<description>@OH (9): Nat&#252;rlich ist &quot;gef&#252;hlt jede zweite Entscheidung&quot; eine Zuspitzung, darum schreibe ich ja auch &quot;gef&#252;hlt jede zweite Entscheidung&quot;.

@KEF (7) hat recht, wenn er die finanziellen Mittel relativiert und auch die Position des Staats ins Felde f&#252;hrt. Es sollte eher nachdenklich stimmen, wenn die Mehrheit des Volks sich f&#252;r Vorlagen ausspricht, gegen die sich die Mehrheit der Parteien und Medien aussprechen. Die Schweizer Entscheidung gegen Europa beispielsweise war so ein Fall. Aber auch die Schulreform in Hamburg. Und auch, leider, die Minarettinitiative. Das hat aber nicht zu bedeuten, dass es sich beim &quot;Volk&quot;, zu dem wir wohlbemerkt ALLE geh&#246;ren, um eine kopflose Gruppe handelt. Es zeigt nur auf, dass eine L&#252;cke klafft zwischen einer elitistischen Minderheit und einer nicht-elitistischen Mehrheit.

@Christian Edom (3): Das Konkordanzsystem in der Schweiz ist seit einigen Jahren nicht mehr stabil. Die &#252;ber Jahrzehnte geltende Zauberformel ist tot, die Mehrheiten werden derzeit st&#228;ndig neu ausgehandelt. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Zauberformel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@OH (9): Nat&#252;rlich ist &#8220;gef&#252;hlt jede zweite Entscheidung&#8221; eine Zuspitzung, darum schreibe ich ja auch &#8220;gef&#252;hlt jede zweite Entscheidung&#8221;.</p>
<p>@KEF (7) hat recht, wenn er die finanziellen Mittel relativiert und auch die Position des Staats ins Felde f&#252;hrt. Es sollte eher nachdenklich stimmen, wenn die Mehrheit des Volks sich f&#252;r Vorlagen ausspricht, gegen die sich die Mehrheit der Parteien und Medien aussprechen. Die Schweizer Entscheidung gegen Europa beispielsweise war so ein Fall. Aber auch die Schulreform in Hamburg. Und auch, leider, die Minarettinitiative. Das hat aber nicht zu bedeuten, dass es sich beim &#8220;Volk&#8221;, zu dem wir wohlbemerkt ALLE geh&#246;ren, um eine kopflose Gruppe handelt. Es zeigt nur auf, dass eine L&#252;cke klafft zwischen einer elitistischen Minderheit und einer nicht-elitistischen Mehrheit.</p>
<p>@Christian Edom (3): Das Konkordanzsystem in der Schweiz ist seit einigen Jahren nicht mehr stabil. Die &#252;ber Jahrzehnte geltende Zauberformel ist tot, die Mehrheiten werden derzeit st&#228;ndig neu ausgehandelt. Siehe auch: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zauberformel" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/Zauberformel</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jochen</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16753</link>
		<dc:creator>Jochen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 07:37:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=30999#comment-16753</guid>
		<description>@OH und @Thomas: 
Angstmacherei und Populismus funktioniert auch ganz gut bei unseren gew&#228;hlten Volksvertreter. Ich zitiere den damaligen Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der SPD Struck vor der Abstimmung zum Zugangserschwerungsgesetz: &quot;Denkt daran, was morgen in der BILD steht&quot;.

@OH: 
Und invalidiert das mein Argument, dass die Waffengleichheit bei den Wahlen gleich w&#228;re. Mitnichten!

@Jaheira:
Sehr guter Kommentar.

Grunds&#228;tzlich kann man mit jeden Werkzeug Unsinn anrichten. Aber wer glaubt unsere sogenannten Volksvertreter seien dagegen gefeit, den sollte die H&#228;ufung der verfassungswidrigen Gesetze in den letzten Jahren eines Anderen belehren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@OH und @Thomas:<br />
Angstmacherei und Populismus funktioniert auch ganz gut bei unseren gew&#228;hlten Volksvertreter. Ich zitiere den damaligen Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der SPD Struck vor der Abstimmung zum Zugangserschwerungsgesetz: &#8220;Denkt daran, was morgen in der BILD steht&#8221;.</p>
<p>@OH:<br />
Und invalidiert das mein Argument, dass die Waffengleichheit bei den Wahlen gleich w&#228;re. Mitnichten!</p>
<p>@Jaheira:<br />
Sehr guter Kommentar.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich kann man mit jeden Werkzeug Unsinn anrichten. Aber wer glaubt unsere sogenannten Volksvertreter seien dagegen gefeit, den sollte die H&#228;ufung der verfassungswidrigen Gesetze in den letzten Jahren eines Anderen belehren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jaheira</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16748</link>
		<dc:creator>Jaheira</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 01:49:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=30999#comment-16748</guid>
		<description>In den 10 Argumenten gegen direkte Demokratie k&#246;nnte man &quot;Volksentscheide&quot; meistens mit &quot;repr&#228;sentative Demokratie&quot; ersetzen. Die Thesen w&#228;ren genau so viel oder wenig richtig.

Demokratische Systeme k&#246;nnen ohne Frage schlechte und dramatisch schlechte Entscheidungen zustande bringen, und das gilt sowohl f&#252;r die direkte als auch f&#252;r die repr&#228;sentative Demokratie. 
- Hitler wurde zun&#228;chst von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. 
- Wir haben ein in Bundesl&#228;nder zersplittertes Bildungssystem und jedes Jahr viel zu viele Schulabg&#228;nger mit mangelnden Grundf&#228;higkeiten (These 8: das Gemeinwohl). - Die FDP hetzt gegen die Minderheit der Arbeitslosen. 
- Asylbewerber k&#246;nnten kaum noch schlechter behandelt werden, und soviel  zur 1. These, dass &quot;die Minderheit sich  wehren kann, da diese nicht abstimmungsberechtigt ist&quot;. 

Ich glaube auch nicht, dass Geld und publizistische Macht (Thesen 7 + 10) bei Volksabstimmungen wichtiger sind als bei unserer parlamentarischen Demokratie. In Bayern hatte der Zusammenschluss aus Gastronomie und Tabakindustrie verloren. Die hatten doch bestimmt Geld investiert. Zur publizistischen Macht: sie wird zunehmend durch das Internet untergraben. In den letzten Jahren wurde Politik allerdings oft durch Medienkampagnen bestimmt. Statt der teuren, ineffizienten Riester-Rente sollte der kapitalgedeckte Teil der Rentenversicherung urspr&#252;nglich durch Pflichtbeitr&#228;ge finanziert werden. Dann emp&#246;rte sich die Bildzeitung &#252;ber die Zwangsrente. Und erinnern Sie sich an Florida-Rolf?

Kann man noch mehr irrationale &#196;ngste sch&#252;ren, als es die meisten Medien heute schon tun (These 3)? Es gab keine Volksabstimmungen &#252;ber das Waldsterben oder die Schweinegrippe. Es sind auch keine Abstimmung &#252;ber &quot;Hartz-4-Kinder&quot; (Spiegel Online), &quot;Kopftuchm&#228;dchen&quot; oder den Streit innerhalb der Regierung geplant.

Auch frage ich mich, wie Volksentscheide die Entfremdung zwischen Politikern und B&#252;rgern beschleunigen kann (4). Die Entfremdung ist ja schon da. Volksentscheide werden die Politiker motivieren, sich mehr M&#252;he zu geben, das Volk zu &#252;berzeugen. In Irland hat es genau so funktioniert. In Deutschland h&#246;re ich zur Zeit von Politikern fast nur Parolen und Plattit&#252;den. W&#228;ren zu Schr&#246;ders Zeiten Volksentscheide auf Bundesebene &#252;blich gewesen, dann w&#228;re Schr&#246;ders &quot;Basta&quot;-Politik nicht m&#246;glich gewesen. Abgesehen von den genauen neuen Sozialhilfe-Regelungen hat doch auch der Regierungsstil die SPD von ihren Anh&#228;ngern entfremdet.
 
Zur These 9: &quot;Volksentscheide fehlen durch die schwache Beteiligung die Legitimation.&quot; f&#228;llt mir ein, dass bei der letzten Bundestagswahl auch nur 70.9% (Wikipedia) abgestimmt haben, Tendenz weiter sinkend. Geben wir unsere Demokratie aus Legitimit&#228;tsgr&#252;nden auf, wenn wir die 60%-Grenze unterschreiten?
Ich denke, dass die Beteiligung beispielsweise beim bayerischen Rauchverbot deshalb niedrig ist, weil diese Frage f&#252;r viele Menschen nicht wichtig war. F&#252;r die Stimmabgabe gab es keine gro&#223;en H&#252;rden. Ich finde es legitim, dass die neue Regelung von denjenigen bestimmt wird, denen die Frage wichtig genug war, um ihr Kreuz zu machen. Falls es in Zukunft h&#228;ufiger Volksentscheide g&#228;be, k&#246;nnte man mehrere Entscheide an einem Termin b&#252;ndeln oder mit anderen Wahlen zusammenlegen, um den Aufwand f&#252;r die W&#228;hler weiter zu verringern.

Ich betone nochmal, dass Volksentscheide mit Sicherheit immer wieder zu schlechten Entscheidungen f&#252;hren werden. Wie gut oder schlecht sie wirken, h&#228;ngt stark damit zusammen, welche Regeln es f&#252;r sie gibt. Ich finde Ronnie Grobs Idee, vor einer Abstimmung das Okay vom Bundesverfassungsgericht einzuholen, gut. Au&#223;erdem k&#246;nnte man verlangen, dass immer auch &#252;ber die Finanzierung von neuen Regelungen mit abgestimmt werden muss. Dann w&#228;ren groteske Zust&#228;nde wie in Kalifornien nicht m&#246;glich. 

Neben den Gefahren, sind es die Chancen, die z&#228;hlen. Durch Volksabstimmungen k&#246;nnten Entscheidungen getroffen werden, zu denen Regierungen aus strukturellen Gr&#252;nden nicht f&#228;hig sind, z.B.:
- eine Eingrenzung der Aufgaben des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks, 
- eine andere Verteilung von Aufgaben und Geldmitteln zwischen Bund, L&#228;ndern und Kommunen,
- oder ein wirksames &quot;Informationsfreiheitsgesetz&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In den 10 Argumenten gegen direkte Demokratie k&#246;nnte man &#8220;Volksentscheide&#8221; meistens mit &#8220;repr&#228;sentative Demokratie&#8221; ersetzen. Die Thesen w&#228;ren genau so viel oder wenig richtig.</p>
<p>Demokratische Systeme k&#246;nnen ohne Frage schlechte und dramatisch schlechte Entscheidungen zustande bringen, und das gilt sowohl f&#252;r die direkte als auch f&#252;r die repr&#228;sentative Demokratie.<br />
- Hitler wurde zun&#228;chst von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.<br />
- Wir haben ein in Bundesl&#228;nder zersplittertes Bildungssystem und jedes Jahr viel zu viele Schulabg&#228;nger mit mangelnden Grundf&#228;higkeiten (These 8: das Gemeinwohl). &#8211; Die FDP hetzt gegen die Minderheit der Arbeitslosen.<br />
- Asylbewerber k&#246;nnten kaum noch schlechter behandelt werden, und soviel  zur 1. These, dass &#8220;die Minderheit sich  wehren kann, da diese nicht abstimmungsberechtigt ist&#8221;. </p>
<p>Ich glaube auch nicht, dass Geld und publizistische Macht (Thesen 7 + 10) bei Volksabstimmungen wichtiger sind als bei unserer parlamentarischen Demokratie. In Bayern hatte der Zusammenschluss aus Gastronomie und Tabakindustrie verloren. Die hatten doch bestimmt Geld investiert. Zur publizistischen Macht: sie wird zunehmend durch das Internet untergraben. In den letzten Jahren wurde Politik allerdings oft durch Medienkampagnen bestimmt. Statt der teuren, ineffizienten Riester-Rente sollte der kapitalgedeckte Teil der Rentenversicherung urspr&#252;nglich durch Pflichtbeitr&#228;ge finanziert werden. Dann emp&#246;rte sich die Bildzeitung &#252;ber die Zwangsrente. Und erinnern Sie sich an Florida-Rolf?</p>
<p>Kann man noch mehr irrationale &#196;ngste sch&#252;ren, als es die meisten Medien heute schon tun (These 3)? Es gab keine Volksabstimmungen &#252;ber das Waldsterben oder die Schweinegrippe. Es sind auch keine Abstimmung &#252;ber &#8220;Hartz-4-Kinder&#8221; (Spiegel Online), &#8220;Kopftuchm&#228;dchen&#8221; oder den Streit innerhalb der Regierung geplant.</p>
<p>Auch frage ich mich, wie Volksentscheide die Entfremdung zwischen Politikern und B&#252;rgern beschleunigen kann (4). Die Entfremdung ist ja schon da. Volksentscheide werden die Politiker motivieren, sich mehr M&#252;he zu geben, das Volk zu &#252;berzeugen. In Irland hat es genau so funktioniert. In Deutschland h&#246;re ich zur Zeit von Politikern fast nur Parolen und Plattit&#252;den. W&#228;ren zu Schr&#246;ders Zeiten Volksentscheide auf Bundesebene &#252;blich gewesen, dann w&#228;re Schr&#246;ders &#8220;Basta&#8221;-Politik nicht m&#246;glich gewesen. Abgesehen von den genauen neuen Sozialhilfe-Regelungen hat doch auch der Regierungsstil die SPD von ihren Anh&#228;ngern entfremdet.</p>
<p>Zur These 9: &#8220;Volksentscheide fehlen durch die schwache Beteiligung die Legitimation.&#8221; f&#228;llt mir ein, dass bei der letzten Bundestagswahl auch nur 70.9% (Wikipedia) abgestimmt haben, Tendenz weiter sinkend. Geben wir unsere Demokratie aus Legitimit&#228;tsgr&#252;nden auf, wenn wir die 60%-Grenze unterschreiten?<br />
Ich denke, dass die Beteiligung beispielsweise beim bayerischen Rauchverbot deshalb niedrig ist, weil diese Frage f&#252;r viele Menschen nicht wichtig war. F&#252;r die Stimmabgabe gab es keine gro&#223;en H&#252;rden. Ich finde es legitim, dass die neue Regelung von denjenigen bestimmt wird, denen die Frage wichtig genug war, um ihr Kreuz zu machen. Falls es in Zukunft h&#228;ufiger Volksentscheide g&#228;be, k&#246;nnte man mehrere Entscheide an einem Termin b&#252;ndeln oder mit anderen Wahlen zusammenlegen, um den Aufwand f&#252;r die W&#228;hler weiter zu verringern.</p>
<p>Ich betone nochmal, dass Volksentscheide mit Sicherheit immer wieder zu schlechten Entscheidungen f&#252;hren werden. Wie gut oder schlecht sie wirken, h&#228;ngt stark damit zusammen, welche Regeln es f&#252;r sie gibt. Ich finde Ronnie Grobs Idee, vor einer Abstimmung das Okay vom Bundesverfassungsgericht einzuholen, gut. Au&#223;erdem k&#246;nnte man verlangen, dass immer auch &#252;ber die Finanzierung von neuen Regelungen mit abgestimmt werden muss. Dann w&#228;ren groteske Zust&#228;nde wie in Kalifornien nicht m&#246;glich. </p>
<p>Neben den Gefahren, sind es die Chancen, die z&#228;hlen. Durch Volksabstimmungen k&#246;nnten Entscheidungen getroffen werden, zu denen Regierungen aus strukturellen Gr&#252;nden nicht f&#228;hig sind, z.B.:<br />
- eine Eingrenzung der Aufgaben des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks,<br />
- eine andere Verteilung von Aufgaben und Geldmitteln zwischen Bund, L&#228;ndern und Kommunen,<br />
- oder ein wirksames &#8220;Informationsfreiheitsgesetz&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Maier</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16742</link>
		<dc:creator>Thomas Maier</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 22:25:03 +0000</pubDate>
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		<description>Es w&#228;re unm&#246;glich, &#252;ber einen Volksentscheid die Demokratie einzuf&#252;hren.
Volksentscheide sind das undemokratisches Element in einer Demokratie, das es gibt. Und ab bestimmen Wirkungsgraden h&#246;chst gef&#228;hrlich. Die Akzeptanzrate von Populismus und destruktiven Entscheidungen ist extrem hoch. Hitler - vom Volk legitimiert. Stalin - an dessen Grab weinten hunderte. Die Minatett-Schweiz, das Rauchverbot in Bayern (ich war daf&#252;r, aber dennoch gegen Volksentscheide), Hamburg, ... . Wer mehr Mitbestimmung m&#246;chte, muss die Z&#252;gel zwischen Volk und Deligierten verfeinern. Liquid Democracy halte ich f&#252;r einen vielversprechenden Ansatz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es w&#228;re unm&#246;glich, &#252;ber einen Volksentscheid die Demokratie einzuf&#252;hren.<br />
Volksentscheide sind das undemokratisches Element in einer Demokratie, das es gibt. Und ab bestimmen Wirkungsgraden h&#246;chst gef&#228;hrlich. Die Akzeptanzrate von Populismus und destruktiven Entscheidungen ist extrem hoch. Hitler &#8211; vom Volk legitimiert. Stalin &#8211; an dessen Grab weinten hunderte. Die Minatett-Schweiz, das Rauchverbot in Bayern (ich war daf&#252;r, aber dennoch gegen Volksentscheide), Hamburg, &#8230; . Wer mehr Mitbestimmung m&#246;chte, muss die Z&#252;gel zwischen Volk und Deligierten verfeinern. Liquid Democracy halte ich f&#252;r einen vielversprechenden Ansatz.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: OH</title>
		<link>http://carta.info/30999/10-argumente-fuer-und-gegen-direkte-demokratie-und-verbindliche-volksentscheide/comment-page-1/#comment-16735</link>
		<dc:creator>OH</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 21:23:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=30999#comment-16735</guid>
		<description>@Jochen

&quot;Zu Punkt 7: Jede kleine Partei, die nicht schon l&#228;nger in einem Parlament sitzt, wird das mit der Waffengleichheit bei Wahlen anders sehen:
1.) Man muss um Unterst&#252;tzerunterschriften betteln gehen. In Parlamenten sitzende Parteien werden einfach zugelassen.&quot;

&#196;h, ja, und? Die in Parlamenten sitzenden Parteien haben ja offensichtlich gen&#252;gend Unterst&#252;tzer, um eben in den Parlamenten zu sitzen. Eine f&#246;rmlichere Unterst&#252;tzung als das Kreuz bei der Wahl kann es nicht geben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jochen</p>
<p>&#8220;Zu Punkt 7: Jede kleine Partei, die nicht schon l&#228;nger in einem Parlament sitzt, wird das mit der Waffengleichheit bei Wahlen anders sehen:<br />
1.) Man muss um Unterst&#252;tzerunterschriften betteln gehen. In Parlamenten sitzende Parteien werden einfach zugelassen.&#8221;</p>
<p>&#196;h, ja, und? Die in Parlamenten sitzenden Parteien haben ja offensichtlich gen&#252;gend Unterst&#252;tzer, um eben in den Parlamenten zu sitzen. Eine f&#246;rmlichere Unterst&#252;tzung als das Kreuz bei der Wahl kann es nicht geben.</p>
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