<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Warum wir die Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen</title>
	<atom:link href="http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/</link>
	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 01:08:11 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Andreas</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-26930</link>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 15:57:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-26930</guid>
		<description>Wir doch verschiedene, unerkannte oder gewollt nicht erkannte Probleme.

Der m&#252;ndige B&#252;rger (mit Ausnahme einiger Trittbrettfahrer) ist sich dessen durchaus bewusst, da&#223; Leistung - auch k&#252;nstlerische - Geld kostet.

Mit Blick auf eine Flatrate sehe ich ein grunds&#228;tzliches Problem: Niemand will f&#252;r Leistungen bezahlen, die er nicht nutzt. Eben diese werden in der Flatrate ja mitbezahlt.

Beispiel GEZ. Mu&#223; jeder zahlen, der ein funktionsf&#228;higes Fernsehger&#228;t vorh&#228;lt. Auch dann, wenn er, wie schon geschehen, das &quot;staatliche&quot; Fernsehen sperren l&#228;sst und nur werbefinanzierte Privatsender sehen will. Das weckt den Unmut und der Stachel sitzt bereits schon tief. Das schreckt den Zahler ab.

Viele Gr&#252;&#223;e

AG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir doch verschiedene, unerkannte oder gewollt nicht erkannte Probleme.</p>
<p>Der m&#252;ndige B&#252;rger (mit Ausnahme einiger Trittbrettfahrer) ist sich dessen durchaus bewusst, da&#223; Leistung &#8211; auch k&#252;nstlerische &#8211; Geld kostet.</p>
<p>Mit Blick auf eine Flatrate sehe ich ein grunds&#228;tzliches Problem: Niemand will f&#252;r Leistungen bezahlen, die er nicht nutzt. Eben diese werden in der Flatrate ja mitbezahlt.</p>
<p>Beispiel GEZ. Mu&#223; jeder zahlen, der ein funktionsf&#228;higes Fernsehger&#228;t vorh&#228;lt. Auch dann, wenn er, wie schon geschehen, das &#8220;staatliche&#8221; Fernsehen sperren l&#228;sst und nur werbefinanzierte Privatsender sehen will. Das weckt den Unmut und der Stachel sitzt bereits schon tief. Das schreckt den Zahler ab.</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e</p>
<p>AG</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bezahlcontent 2 : jens weinreich</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-11707</link>
		<dc:creator>Bezahlcontent 2 : jens weinreich</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 01:40:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-11707</guid>
		<description>[...] Wolfgang Michal auf Carta: &#8220;Warum wir die Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen&#8220; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Wolfgang Michal auf Carta: &#8220;Warum wir die Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen&#8220; [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: P2P-Filesharing: So reagiert man richtig auf Abmahnungen</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-11367</link>
		<dc:creator>P2P-Filesharing: So reagiert man richtig auf Abmahnungen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 19:28:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-11367</guid>
		<description>[...] Warum wir die Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen — CARTA [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Warum wir die Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen — CARTA [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-11351</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 09:54:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-11351</guid>
		<description>@gast: Warum sollte man Angebote aussperren? Man kann Ihren Einwand auch umdrehen: Wenn Sie etwas nicht nutzen wollen, dann nutzen Sie es doch einfach nicht. Aber wenn Sie hier lesen, dann nutzen Sie. So einfach ist das.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@gast: Warum sollte man Angebote aussperren? Man kann Ihren Einwand auch umdrehen: Wenn Sie etwas nicht nutzen wollen, dann nutzen Sie es doch einfach nicht. Aber wenn Sie hier lesen, dann nutzen Sie. So einfach ist das.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: gast</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-11028</link>
		<dc:creator>gast</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 17:35:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-11028</guid>
		<description>@ taranoga, Albert Warnecke:

Danke f&#252;r die klugen Beschreibungen der M&#246;glichkeiten der Generation Praktikum und der Verwaltung. Die Verwaltung von Menschen ist zu gut bezahlt. Anderes zu schlecht. Noch so ein solches Sytem ist nicht n&#246;tig.

@ Wolfgang Michal: Warum wollen Sie sich einschalten in die finanzielle Beziehung des Ver&#246;ffentlichers und des Rezipienten? Wenn mir jemand etwas nicht mitteilen m&#246;chte, kann er den Zugang f&#252;r mich sperren. Er kann mir mitteilen, dass ich &#252;ber ihn nicht sprechen oder verlinken soll. Er soll sein LeistungsSCHUTZrecht aus&#252;ben und es nicht von vornherein auf Verwertung zuschneiden. Dass der Staat f&#252;r die eigentlich unabh&#228;ngigen Journalisten Geld einziehen l&#228;sst &#228;hnlich wie f&#252;r die eigentlich unabh&#228;ngige Kirche, l&#228;sst mich nichts Gutes erahnen. Vielleicht kann man auch kurz &#252;berlegen, dass der Ver&#246;ffentlicher den Vermarkter bezahlt, wenn er ihn braucht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ taranoga, Albert Warnecke:</p>
<p>Danke f&#252;r die klugen Beschreibungen der M&#246;glichkeiten der Generation Praktikum und der Verwaltung. Die Verwaltung von Menschen ist zu gut bezahlt. Anderes zu schlecht. Noch so ein solches Sytem ist nicht n&#246;tig.</p>
<p>@ Wolfgang Michal: Warum wollen Sie sich einschalten in die finanzielle Beziehung des Ver&#246;ffentlichers und des Rezipienten? Wenn mir jemand etwas nicht mitteilen m&#246;chte, kann er den Zugang f&#252;r mich sperren. Er kann mir mitteilen, dass ich &#252;ber ihn nicht sprechen oder verlinken soll. Er soll sein LeistungsSCHUTZrecht aus&#252;ben und es nicht von vornherein auf Verwertung zuschneiden. Dass der Staat f&#252;r die eigentlich unabh&#228;ngigen Journalisten Geld einziehen l&#228;sst &#228;hnlich wie f&#252;r die eigentlich unabh&#228;ngige Kirche, l&#228;sst mich nichts Gutes erahnen. Vielleicht kann man auch kurz &#252;berlegen, dass der Ver&#246;ffentlicher den Vermarkter bezahlt, wenn er ihn braucht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10974</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 22:12:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10974</guid>
		<description>Lieber Falk,
das hier steht in den Wahrnehmungsvertr&#228;gen mit der Verwertungsgesellschaft Wort: &quot;Als Urheber der von mir elektronisch gemeldeten Ver&#246;ffentlichungen beauftrage ich die VG WORT, meine Rechte und Anspr&#252;che aufgrund §§ 27 und 54 UrhG, auch soweit nicht nur einzelne Vervielf&#228;ltigungsst&#252;cke hergestellt werden, jeweils vom Zeitpunkt ihres Entstehens an wahrzunehmen. Dies gilt auch f&#252;r Rechte und Anspr&#252;che aus den Bereichen Kopienversand, digitale Offline-Produkte sowie Online-Rechte, soweit die VG WORT hier entsprechende Rechte wahrnimmt.&quot;

P.S. Arbeiten Sie noch etwas an den Analogien!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Falk,<br />
das hier steht in den Wahrnehmungsvertr&#228;gen mit der Verwertungsgesellschaft Wort: &#8220;Als Urheber der von mir elektronisch gemeldeten Ver&#246;ffentlichungen beauftrage ich die VG WORT, meine Rechte und Anspr&#252;che aufgrund §§ 27 und 54 UrhG, auch soweit nicht nur einzelne Vervielf&#228;ltigungsst&#252;cke hergestellt werden, jeweils vom Zeitpunkt ihres Entstehens an wahrzunehmen. Dies gilt auch f&#252;r Rechte und Anspr&#252;che aus den Bereichen Kopienversand, digitale Offline-Produkte sowie Online-Rechte, soweit die VG WORT hier entsprechende Rechte wahrnimmt.&#8221;</p>
<p>P.S. Arbeiten Sie noch etwas an den Analogien!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Falk D.</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10972</link>
		<dc:creator>Falk D.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 21:38:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10972</guid>
		<description>&quot;dass laut geltendem Urheberrecht Nutzungen verg&#252;tungspflichtig sind&quot; 
Das stimmt zum Gl&#252;ck ja gerade nicht. *Verwertungen* sind verg&#252;tungspflichtig und das sollte auch unber&#252;hrt bleiben. Nutzungen sind frei bis das Videoband abgeschliffen, die Farbschicht abgebl&#228;ttert, die DVD oxidiert, die CD abgel&#246;st ist, kein Ger&#228;t mehr MP3 oder VOB wiedergeben kann oder die Rille ausgeschabt ist.
Der Anteil der Tantiemen im Einkommensmix (Tantiemenanteil bezeichnet in der Branche etwas g&#228;nzlich anderes) nimmt ab und das ist mit Verlaub auch gut so. Die Verwerter fallen zunehmend aus der Beziehung von K&#252;nstler und Konsument. Das bedeutet aber auch, dass die K&#252;nstler wieder zur&#252;ckfinden m&#252;ssen in die Gesellschaft. 

Kulturschaffende und die, die sich daf&#252;r halten, verlangen mit der Kulturdauerabgabe eine Art bedingungsloses Grundeinkommen. 
Es hei&#223;t zwar soziale, aber auch Marktwirtschaft. 
Markt bedingt ein Leistungsprinzip, von dem mit hehren Zielen die K&#252;nstler ab Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend ausgeklammert wurden und werden. Die Ziele wurden kontrkariert und der Markt ist hochgradig konzentriert, wie man sich in K&#246;ln und G&#252;tersloh an der Autobahn ansehen kann. Da es aber immer weniger T&#228;tigkeiten gibt, deren Erf&#252;llung keine eigenst&#228;ndige Sch&#246;pfungsh&#246;he erreicht, gibt es auch immer weniger Grund f&#252;r die Sonderbehandlung des Kulturbetriebs. 

Wenn ich die Lichtgestaltung und Beschallung einer B&#252;hne erstelle, kann ich die Stunden des Komponierens und Einspielens gar nicht berechnen. 
Die  Person auf der B&#252;hne bekommt f&#252;r seine eing&#228;ngige Tonleitervariation immer wieder Geld. Soll der B&#252;hnengestalter jetzt von Youtube Geld verlangen, weil seine Leistung mit eigener Sch&#246;pfungsh&#246;he in Bootlegs mit abgebildet wurde?  Richtig - das ist vollkommen abwegig. 
Der &quot;K&#252;nstler&quot; bzw. sein Verwerter kann das und er tut das. Beide haben viel investiert, der Lichttechniker wom&#246;glich sogar ein Ingenieursstudium. Womit begr&#252;nden Sie die Diskriminierung?
 
Die Kulturflatrate l&#246;st die Probleme nicht, sondern substituiert sie allenfalls. Ich halte auch nichts von einer legalisierung von P2P auf dem Weg einer Dauerabgabe, da ich jene System f&#252;r illegitime Neuver&#246;ffentlichungen halte, die im Zweifel Kontrollen, wie sie die Stones im Falle Angie aus&#252;bten, unm&#246;glich machen. 

Autos tragen auch nur noch bei sehr gestrigen Besitzern Hufeisen* und die Gummibereifung vernichtete das Wagnerhandwerk in wenigen Jahren. 
Tote Pferde lassen sich auch mit mehr Futter nicht mehr reiten. 

Ich habe mal analoge Fotobearbeitung gelernt und k&#228;me nicht auf die Idee, eine Film-Abgabe zu fordern, weil mein Gesch&#228;ftsmodell von einer neuen Technologie verdr&#228;ngt wurde und der Ausbelichter in der Drogerie am Ort ein Tagwerk von mir binnen Sekunden erledigt. Ja Markt und Entwicklung kann grausam sein, aber Sankt-Floriansprinzipien helfen nicht weiter, die K&#252;nstler m&#252;ssen feuerfest bauen und die Verwertungsindustrie muss der Realit&#228;t ins Auge sehen, dass der Kupferstich nicht mehr der einzige Kopiervorgang ist.** 

* Schlechtes Beispiel: es gibt jetzt mehr Pferde und mehr Hufschmiede als vor 100 Jahren

** Ich w&#252;rde an der K&#252;bler-Ross-Analogie gerne noch etwas arbeiten, aber ich werde ja nicht bezahlt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;dass laut geltendem Urheberrecht Nutzungen verg&#252;tungspflichtig sind&#8221;<br />
Das stimmt zum Gl&#252;ck ja gerade nicht. *Verwertungen* sind verg&#252;tungspflichtig und das sollte auch unber&#252;hrt bleiben. Nutzungen sind frei bis das Videoband abgeschliffen, die Farbschicht abgebl&#228;ttert, die DVD oxidiert, die CD abgel&#246;st ist, kein Ger&#228;t mehr MP3 oder VOB wiedergeben kann oder die Rille ausgeschabt ist.<br />
Der Anteil der Tantiemen im Einkommensmix (Tantiemenanteil bezeichnet in der Branche etwas g&#228;nzlich anderes) nimmt ab und das ist mit Verlaub auch gut so. Die Verwerter fallen zunehmend aus der Beziehung von K&#252;nstler und Konsument. Das bedeutet aber auch, dass die K&#252;nstler wieder zur&#252;ckfinden m&#252;ssen in die Gesellschaft. </p>
<p>Kulturschaffende und die, die sich daf&#252;r halten, verlangen mit der Kulturdauerabgabe eine Art bedingungsloses Grundeinkommen.<br />
Es hei&#223;t zwar soziale, aber auch Marktwirtschaft.<br />
Markt bedingt ein Leistungsprinzip, von dem mit hehren Zielen die K&#252;nstler ab Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend ausgeklammert wurden und werden. Die Ziele wurden kontrkariert und der Markt ist hochgradig konzentriert, wie man sich in K&#246;ln und G&#252;tersloh an der Autobahn ansehen kann. Da es aber immer weniger T&#228;tigkeiten gibt, deren Erf&#252;llung keine eigenst&#228;ndige Sch&#246;pfungsh&#246;he erreicht, gibt es auch immer weniger Grund f&#252;r die Sonderbehandlung des Kulturbetriebs. </p>
<p>Wenn ich die Lichtgestaltung und Beschallung einer B&#252;hne erstelle, kann ich die Stunden des Komponierens und Einspielens gar nicht berechnen.<br />
Die  Person auf der B&#252;hne bekommt f&#252;r seine eing&#228;ngige Tonleitervariation immer wieder Geld. Soll der B&#252;hnengestalter jetzt von Youtube Geld verlangen, weil seine Leistung mit eigener Sch&#246;pfungsh&#246;he in Bootlegs mit abgebildet wurde?  Richtig &#8211; das ist vollkommen abwegig.<br />
Der &#8220;K&#252;nstler&#8221; bzw. sein Verwerter kann das und er tut das. Beide haben viel investiert, der Lichttechniker wom&#246;glich sogar ein Ingenieursstudium. Womit begr&#252;nden Sie die Diskriminierung?</p>
<p>Die Kulturflatrate l&#246;st die Probleme nicht, sondern substituiert sie allenfalls. Ich halte auch nichts von einer legalisierung von P2P auf dem Weg einer Dauerabgabe, da ich jene System f&#252;r illegitime Neuver&#246;ffentlichungen halte, die im Zweifel Kontrollen, wie sie die Stones im Falle Angie aus&#252;bten, unm&#246;glich machen. </p>
<p>Autos tragen auch nur noch bei sehr gestrigen Besitzern Hufeisen* und die Gummibereifung vernichtete das Wagnerhandwerk in wenigen Jahren.<br />
Tote Pferde lassen sich auch mit mehr Futter nicht mehr reiten. </p>
<p>Ich habe mal analoge Fotobearbeitung gelernt und k&#228;me nicht auf die Idee, eine Film-Abgabe zu fordern, weil mein Gesch&#228;ftsmodell von einer neuen Technologie verdr&#228;ngt wurde und der Ausbelichter in der Drogerie am Ort ein Tagwerk von mir binnen Sekunden erledigt. Ja Markt und Entwicklung kann grausam sein, aber Sankt-Floriansprinzipien helfen nicht weiter, die K&#252;nstler m&#252;ssen feuerfest bauen und die Verwertungsindustrie muss der Realit&#228;t ins Auge sehen, dass der Kupferstich nicht mehr der einzige Kopiervorgang ist.** </p>
<p>* Schlechtes Beispiel: es gibt jetzt mehr Pferde und mehr Hufschmiede als vor 100 Jahren</p>
<p>** Ich w&#252;rde an der K&#252;bler-Ross-Analogie gerne noch etwas arbeiten, aber ich werde ja nicht bezahlt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10967</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 16:39:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10967</guid>
		<description>Eines muss man Euch Flatrate-Gegnern ja lassen: Ihr seid hartn&#228;ckig.

@Albert Warnecke
Gegner der Kulturflatrate verkennen gern, dass es Verwertungsgesellschaften bereits gibt. Die Verwaltungskosten dort betragen ca. 10 bis 15 Prozent, das k&#246;nnte man sicher noch etwas effektiver gestalten. Aber egal, wo sie hinschauen: Verwaltung kostet was. Bei Krankenkassen, Rentenversicherungen, jedem gr&#246;&#223;eren Unternehmen. 
Die Gegner der Kulturflatrate arbeiten gern mit Schwarzmalerei und Vermutungen (und manche neigen wohl auch zu Verschw&#246;rungstheorien).
Nat&#252;rlich freue ich mich &#252;ber Ihre Aufmerksamkeit, aber komischerweise bekomme ich immer Probleme, wenn ich beim B&#228;cker mit meiner Aufmerksamkeit bezahlen will. Sie nicht? 

@D&#252;bbert: Auch Sie ignorieren leider, dass laut geltendem Urheberrecht Nutzungen verg&#252;tungspflichtig sind. Es geht hier nicht um Lohn. Das ist im Beitrag ausf&#252;hrlich dargelegt. Allerdings wird der Tantiemenanteil am Einkommen zunehmen m&#252;ssen (was schlicht und einfach an der digitalen Technik im Zeitalter der Reproduzierbarkeit liegt).
Im &#252;brigen bezahlen Sie mit jedem Zeitungskauf s&#228;mtliche Artikel (und Anzeigen), die sie nicht lesen. Obwohl Sie den Feuilletonteil vielleicht wegschmei&#223;en, finanziert Ihr Zeitungskauf auch den Feuilletonredakteur und die Sekret&#228;rin in der Anzeigenabteilung. Und da gibt es viele solche Beispiele.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eines muss man Euch Flatrate-Gegnern ja lassen: Ihr seid hartn&#228;ckig.</p>
<p>@Albert Warnecke<br />
Gegner der Kulturflatrate verkennen gern, dass es Verwertungsgesellschaften bereits gibt. Die Verwaltungskosten dort betragen ca. 10 bis 15 Prozent, das k&#246;nnte man sicher noch etwas effektiver gestalten. Aber egal, wo sie hinschauen: Verwaltung kostet was. Bei Krankenkassen, Rentenversicherungen, jedem gr&#246;&#223;eren Unternehmen.<br />
Die Gegner der Kulturflatrate arbeiten gern mit Schwarzmalerei und Vermutungen (und manche neigen wohl auch zu Verschw&#246;rungstheorien).<br />
Nat&#252;rlich freue ich mich &#252;ber Ihre Aufmerksamkeit, aber komischerweise bekomme ich immer Probleme, wenn ich beim B&#228;cker mit meiner Aufmerksamkeit bezahlen will. Sie nicht? </p>
<p>@D&#252;bbert: Auch Sie ignorieren leider, dass laut geltendem Urheberrecht Nutzungen verg&#252;tungspflichtig sind. Es geht hier nicht um Lohn. Das ist im Beitrag ausf&#252;hrlich dargelegt. Allerdings wird der Tantiemenanteil am Einkommen zunehmen m&#252;ssen (was schlicht und einfach an der digitalen Technik im Zeitalter der Reproduzierbarkeit liegt).<br />
Im &#252;brigen bezahlen Sie mit jedem Zeitungskauf s&#228;mtliche Artikel (und Anzeigen), die sie nicht lesen. Obwohl Sie den Feuilletonteil vielleicht wegschmei&#223;en, finanziert Ihr Zeitungskauf auch den Feuilletonredakteur und die Sekret&#228;rin in der Anzeigenabteilung. Und da gibt es viele solche Beispiele.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Falk D.</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10966</link>
		<dc:creator>Falk D.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 16:13:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10966</guid>
		<description>@Michal: Sie weichen sowohl im Artikel als auch in der Diskussion den Kernproblemen der Kulturflatrate aus. Ein Raumpfleger bekommt f&#252;r seine Arbeit  einen (mageren) Lohn, pro Stunde. Die Bef&#252;rworter der Kulturdauerabgabe verlangen im Grunde aber einen nutzungsunabh&#228;ngigen Zehnt, als w&#252;rde man das Reinigungspersonal weiter entlohnen &quot;weil es mal geputzt HAT&quot;. Und Ihre Thesen werden, solange sie keine Quellen beibringen, durch Wiederholung nicht richtiger:
 
&quot;Eine Kulturdauerabgabe w&#228;re – wie die Rundfunkgeb&#252;hr – f&#252;r alle Nutzer erschwinglich.&quot; -&gt; Bei der Rundfunkgeb&#252;hr gibt es allerhand Ausnahmetatbest&#228;nde, weil sie eben gerade nicht f&#252;r alle erschwinglich ist und gerade die Ausnahmen schaffen allerhand Ungerechtigkeit im sogenannten Niedriglohnbereich.

&quot;ihre B&#252;rokratie hielte sich in Grenzen&quot; -&gt; Bislang hat sich noch jede VG in b&#252;rokratische Monster verwandelt. Beispiele gibt es genug. 

&quot;man k&#246;nnte auf Abmahnungen verzichten&quot; -&gt; Nur wenn Sie es schaffen, das Modell international zu etablieren. Bereits heute werden viele Abmahnungen auf Betreiben der internationalen Rechteinhaber/-verwerter zugestellt um der Kostendeckelung zu entgehen. Bereits national werden Sie es kaum schaffen, die Einliedwunder dem mit der Kulturdauerabgabe einhergehenden Kontrahierungszwang zu unterwerfen, da diese darauf angewiesen sind ihren kurzfristigen Ruhm intensivst zu nutzen. 

&quot;Das Verlinkungs-Netz w&#252;rde nicht durch Mautstellen zerst&#246;rt.&quot; -&gt; Eine Maut schafft durch gezielte Belastung der Nutzer eine maximale Ausgestaltung der Lastengerechtigkeit. Ihr Profilbild l&#228;sst mich annehmen, dass Sie sich noch an den Kohlepfennig erinnern k&#246;nnen. Lesen Sie das Urteil und die Kommentare dazu. 

Die letzte These wiederhole ich nicht mal. Die ist einfach nur haneb&#252;chen. Ab einer gewissen Gr&#246;&#223;e verdienen die Verwerter mehr an der Marke ihrer Stars als am origin&#228;ren Tontr&#228;ger- oder Musikst&#252;ckeinzelverkauf. Mit der Kulturdauerabgabe enteignen sie gerade Spezialisten, wenn sie keinen E- und U- Verteilerschl&#252;ssel nutzen wollen, der die Verteilung zu B&#252;rokratieakt par Force werden lie&#223;e.  


Es gibt aus dem Dilemma nur zwei Erkenntnisse: 
Kulturschaffende werden in Zukunft direkter bezahlt, nach Leistung z.B. pro Konzert oder pro Bild, wie der Putzmann und der Mechaniker auch.  Eine Kulturdauerabgabe w&#252;rde Kulturschaffende &#252;ber das sinnvolle Ma&#223; hinaus priviligieren. 
Man vertreibt den Teufel nicht mit dem Beelzebub. (nicht ganz so neu)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Michal: Sie weichen sowohl im Artikel als auch in der Diskussion den Kernproblemen der Kulturflatrate aus. Ein Raumpfleger bekommt f&#252;r seine Arbeit  einen (mageren) Lohn, pro Stunde. Die Bef&#252;rworter der Kulturdauerabgabe verlangen im Grunde aber einen nutzungsunabh&#228;ngigen Zehnt, als w&#252;rde man das Reinigungspersonal weiter entlohnen &#8220;weil es mal geputzt HAT&#8221;. Und Ihre Thesen werden, solange sie keine Quellen beibringen, durch Wiederholung nicht richtiger:</p>
<p>&#8220;Eine Kulturdauerabgabe w&#228;re – wie die Rundfunkgeb&#252;hr – f&#252;r alle Nutzer erschwinglich.&#8221; -&gt; Bei der Rundfunkgeb&#252;hr gibt es allerhand Ausnahmetatbest&#228;nde, weil sie eben gerade nicht f&#252;r alle erschwinglich ist und gerade die Ausnahmen schaffen allerhand Ungerechtigkeit im sogenannten Niedriglohnbereich.</p>
<p>&#8220;ihre B&#252;rokratie hielte sich in Grenzen&#8221; -&gt; Bislang hat sich noch jede VG in b&#252;rokratische Monster verwandelt. Beispiele gibt es genug. </p>
<p>&#8220;man k&#246;nnte auf Abmahnungen verzichten&#8221; -&gt; Nur wenn Sie es schaffen, das Modell international zu etablieren. Bereits heute werden viele Abmahnungen auf Betreiben der internationalen Rechteinhaber/-verwerter zugestellt um der Kostendeckelung zu entgehen. Bereits national werden Sie es kaum schaffen, die Einliedwunder dem mit der Kulturdauerabgabe einhergehenden Kontrahierungszwang zu unterwerfen, da diese darauf angewiesen sind ihren kurzfristigen Ruhm intensivst zu nutzen. </p>
<p>&#8220;Das Verlinkungs-Netz w&#252;rde nicht durch Mautstellen zerst&#246;rt.&#8221; -&gt; Eine Maut schafft durch gezielte Belastung der Nutzer eine maximale Ausgestaltung der Lastengerechtigkeit. Ihr Profilbild l&#228;sst mich annehmen, dass Sie sich noch an den Kohlepfennig erinnern k&#246;nnen. Lesen Sie das Urteil und die Kommentare dazu. </p>
<p>Die letzte These wiederhole ich nicht mal. Die ist einfach nur haneb&#252;chen. Ab einer gewissen Gr&#246;&#223;e verdienen die Verwerter mehr an der Marke ihrer Stars als am origin&#228;ren Tontr&#228;ger- oder Musikst&#252;ckeinzelverkauf. Mit der Kulturdauerabgabe enteignen sie gerade Spezialisten, wenn sie keinen E- und U- Verteilerschl&#252;ssel nutzen wollen, der die Verteilung zu B&#252;rokratieakt par Force werden lie&#223;e.  </p>
<p>Es gibt aus dem Dilemma nur zwei Erkenntnisse:<br />
Kulturschaffende werden in Zukunft direkter bezahlt, nach Leistung z.B. pro Konzert oder pro Bild, wie der Putzmann und der Mechaniker auch.  Eine Kulturdauerabgabe w&#252;rde Kulturschaffende &#252;ber das sinnvolle Ma&#223; hinaus priviligieren.<br />
Man vertreibt den Teufel nicht mit dem Beelzebub. (nicht ganz so neu)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Albert Warnecke</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10959</link>
		<dc:creator>Albert Warnecke</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 12:30:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10959</guid>
		<description>@Michal:
&gt;&gt;Sehen Sie, genau das ist Ihr Problem: Sie glauben, dass alles nur f&#252;r Sie gemacht ist, dass alles nur f&#252;r Ihre Interessen gedacht ist. So ist es aber nicht. Es gibt da drau&#223;en noch andere…

Ganz im Gegenteil, ich glaube, das das Meiste nicht f&#252;r mich gemacht ist. Vieles von dem, was gemacht wird, ist f&#252;r andere und so soll es sein. Ich sehe nur nicht ein, warum mein Geldbeutel f&#252;r die Interessen der andern da sein soll.
Das ist alles. Ich unterst&#252;tze das, was mich interessiert und ich m&#246;chte selbst ausw&#228;hlen was ich unterst&#252;tzenswert finde. Ich zahle &#252;brigens mit Geld und mit Zeit (so von wegen Aufmerksamkeits-&#214;konomie) Ich finde, da&#223; ich beispielsweise Sie schon sehr unterst&#252;tzt habe. So ein langer keyword-reicher Kommentarschweif am Artikel, das bringt was in Google. Und zwar heute und morgen und &#252;bermorgen...
Sozusagen ein zeitloses Investment, das wir alle (Sie als Autor und wir als Kommentatoren) hier get&#228;tigt haben.

Wo wir beim Thema Investment sind: Ich h&#228;tte noch einen sehr pragmatischen Grund gegen eine Flatrate vorzubringen: 
Das Geld mu&#223; eingezogen und verteilt werden. Leider bewegt sich das Geld nicht von alleine, sondern mu&#223; bewegt werden. Von einer Beh&#246;rde, einer &#246;ffentlich-rechtichen Instutition oder K&#246;rperschaft, jedenfalls nicht von einem schlanken Web 2.0-Startup.

Damit diese Institution &#252;berhaupt starten kann, braucht sie einen entsprechend bezahlen Direktor mit Fahrer, Vorzimmer und Stab. Das ist wichtig wegen der Augenh&#246;he, kein A8, keine Augenh&#246;he, keine ernstzunehmende Institution. Dazu noch das operative Personal zwecks der Geldbewegung. Nun hat noch kein Kreativer einen Cent gesehen, aber die ersten Millionen sind weg. 
Nun nimmt die Institution ihre Arbeit auf und die Gelder flie&#223;en. Alles wunderbar. Jetzt werden die Aufgaben aber komplexer und es w&#228;re sinnvoll eine Abteilung zu gr&#252;nden, um die Arbeit sinnvoller und besser organisieren zu k&#246;nnen.  Abteilungsleiter wird Herr M&#252;ller. Soweit alles gut. Es gibt nur ein kleines Problem: Herr M&#252;ller ist Mitglied der A-Partei (ich verga&#223; zu erw&#228;hnen: damals, als die Institution gegr&#252;ndet wurde haben die einzelnen Vertreter des &#246;ffentlich-rechtlichen Lebens auf eine gerechte Verteilung der Positionen geachtet, so von wegen Augenh&#246;he...)
Wenn Herr M&#252;ller jetzt Abteilungsleiter wird, hat die A-Partei ein &#220;bergewicht, das geht nicht, au&#223;erdem gibt es da noch Frau Meier von der B-Partei, eine &#252;beraus kompetente Frau...
Lange rede kurzer Sinn: Entweder gibt es 2 Abteilungen oder die B-Partei sieht sich gezwungen im Bundesrat den Nachtragshaushalt zum Schutze der Republik wegen &quot;schwerwiegender verfahrenstechnischer M&#228;ngel &quot; abzulehnen.
Also gibt´s 2 Abteilungen, eine davon nutzlos. Aber beide m&#252;ssen mit Personal ausgestattet werden und Herr M&#252;ller und Frau Meier setzen ihr Bedeutungsrennen munter fort. Bekommt der eine eine E12-Stelle, darf die andere ihr Reisebudget verdoppeln...

Dann setzt die Zellteilung ein. Die Abteilung bekommt Unterabteilungen, die wiederum wollen zu Abteilungen werden und selbst Unterabteilungen aufmachen.

Und im Jahr 2030 betr&#228;gt die Kulturflatrate 40€/Monat. 5€ gehen an die Kreativen, mit dem Rest erh&#228;lt sich die Institution. Das wird von selbigen vor jeder Wahl immer wieder gerne angeprangert oder gar gegei&#223;elt, aber &#228;ndern tut sich nix, denn &quot; Fest gemauert in der Erden
steht der Bau, aus Stahlbeton...&quot; Da brennt nix an ;-)

Will sagen: Die Kulturflatrate ist keine Geldquelle f&#252;r Kreative und Kulturschaffende, sondern eine ABM-Ma&#223;nahme f&#252;r Technokraten und Verwaltungsjuristen. 
Anders als in der Wirtschaft k&#246;nnen einmal geschaffene Institutionen auch nicht pleite gehen, die Lebensdauer so einer &#246;ffentlich-rechtlichen Konstruktion ist erst einmal als „ewig“ zu betrachten. Angesichts der Pensions- und Rentenverpflichtungen, die so eine Institution mit sich bringt kann „ewig“ in diesem Fall wirklich sehr, sehr lange sein.
Sich in diesen extrem disruptiv-orientierungslosen Zeiten einen Beh&#246;rden-Klotz ans Bein zu binden halte ich f&#252;r falsch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Michal:<br />
&gt;&gt;Sehen Sie, genau das ist Ihr Problem: Sie glauben, dass alles nur f&#252;r Sie gemacht ist, dass alles nur f&#252;r Ihre Interessen gedacht ist. So ist es aber nicht. Es gibt da drau&#223;en noch andere…</p>
<p>Ganz im Gegenteil, ich glaube, das das Meiste nicht f&#252;r mich gemacht ist. Vieles von dem, was gemacht wird, ist f&#252;r andere und so soll es sein. Ich sehe nur nicht ein, warum mein Geldbeutel f&#252;r die Interessen der andern da sein soll.<br />
Das ist alles. Ich unterst&#252;tze das, was mich interessiert und ich m&#246;chte selbst ausw&#228;hlen was ich unterst&#252;tzenswert finde. Ich zahle &#252;brigens mit Geld und mit Zeit (so von wegen Aufmerksamkeits-&#214;konomie) Ich finde, da&#223; ich beispielsweise Sie schon sehr unterst&#252;tzt habe. So ein langer keyword-reicher Kommentarschweif am Artikel, das bringt was in Google. Und zwar heute und morgen und &#252;bermorgen&#8230;<br />
Sozusagen ein zeitloses Investment, das wir alle (Sie als Autor und wir als Kommentatoren) hier get&#228;tigt haben.</p>
<p>Wo wir beim Thema Investment sind: Ich h&#228;tte noch einen sehr pragmatischen Grund gegen eine Flatrate vorzubringen:<br />
Das Geld mu&#223; eingezogen und verteilt werden. Leider bewegt sich das Geld nicht von alleine, sondern mu&#223; bewegt werden. Von einer Beh&#246;rde, einer &#246;ffentlich-rechtichen Instutition oder K&#246;rperschaft, jedenfalls nicht von einem schlanken Web 2.0-Startup.</p>
<p>Damit diese Institution &#252;berhaupt starten kann, braucht sie einen entsprechend bezahlen Direktor mit Fahrer, Vorzimmer und Stab. Das ist wichtig wegen der Augenh&#246;he, kein A8, keine Augenh&#246;he, keine ernstzunehmende Institution. Dazu noch das operative Personal zwecks der Geldbewegung. Nun hat noch kein Kreativer einen Cent gesehen, aber die ersten Millionen sind weg.<br />
Nun nimmt die Institution ihre Arbeit auf und die Gelder flie&#223;en. Alles wunderbar. Jetzt werden die Aufgaben aber komplexer und es w&#228;re sinnvoll eine Abteilung zu gr&#252;nden, um die Arbeit sinnvoller und besser organisieren zu k&#246;nnen.  Abteilungsleiter wird Herr M&#252;ller. Soweit alles gut. Es gibt nur ein kleines Problem: Herr M&#252;ller ist Mitglied der A-Partei (ich verga&#223; zu erw&#228;hnen: damals, als die Institution gegr&#252;ndet wurde haben die einzelnen Vertreter des &#246;ffentlich-rechtlichen Lebens auf eine gerechte Verteilung der Positionen geachtet, so von wegen Augenh&#246;he&#8230;)<br />
Wenn Herr M&#252;ller jetzt Abteilungsleiter wird, hat die A-Partei ein &#220;bergewicht, das geht nicht, au&#223;erdem gibt es da noch Frau Meier von der B-Partei, eine &#252;beraus kompetente Frau&#8230;<br />
Lange rede kurzer Sinn: Entweder gibt es 2 Abteilungen oder die B-Partei sieht sich gezwungen im Bundesrat den Nachtragshaushalt zum Schutze der Republik wegen &#8220;schwerwiegender verfahrenstechnischer M&#228;ngel &#8221; abzulehnen.<br />
Also gibt´s 2 Abteilungen, eine davon nutzlos. Aber beide m&#252;ssen mit Personal ausgestattet werden und Herr M&#252;ller und Frau Meier setzen ihr Bedeutungsrennen munter fort. Bekommt der eine eine E12-Stelle, darf die andere ihr Reisebudget verdoppeln&#8230;</p>
<p>Dann setzt die Zellteilung ein. Die Abteilung bekommt Unterabteilungen, die wiederum wollen zu Abteilungen werden und selbst Unterabteilungen aufmachen.</p>
<p>Und im Jahr 2030 betr&#228;gt die Kulturflatrate 40€/Monat. 5€ gehen an die Kreativen, mit dem Rest erh&#228;lt sich die Institution. Das wird von selbigen vor jeder Wahl immer wieder gerne angeprangert oder gar gegei&#223;elt, aber &#228;ndern tut sich nix, denn &#8221; Fest gemauert in der Erden<br />
steht der Bau, aus Stahlbeton&#8230;&#8221; Da brennt nix an ;-)</p>
<p>Will sagen: Die Kulturflatrate ist keine Geldquelle f&#252;r Kreative und Kulturschaffende, sondern eine ABM-Ma&#223;nahme f&#252;r Technokraten und Verwaltungsjuristen.<br />
Anders als in der Wirtschaft k&#246;nnen einmal geschaffene Institutionen auch nicht pleite gehen, die Lebensdauer so einer &#246;ffentlich-rechtlichen Konstruktion ist erst einmal als „ewig“ zu betrachten. Angesichts der Pensions- und Rentenverpflichtungen, die so eine Institution mit sich bringt kann „ewig“ in diesem Fall wirklich sehr, sehr lange sein.<br />
Sich in diesen extrem disruptiv-orientierungslosen Zeiten einen Beh&#246;rden-Klotz ans Bein zu binden halte ich f&#252;r falsch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: links for 2010-03-10 : Bibliothekarisch.de</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10950</link>
		<dc:creator>links for 2010-03-10 : Bibliothekarisch.de</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 06:05:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10950</guid>
		<description>[...] Warum wir die Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen — CARTA RT @geffkenmiyamoto: Warum wir die #Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen http://bit.ly/cUfS4W #Urheberrecht (tags: twitter_automatisch urheberrecht kulturflatrate) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Warum wir die Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen — CARTA RT @geffkenmiyamoto: Warum wir die #Kulturflatrate vielleicht doch noch brauchen <a href="http://bit.ly/cUfS4W" rel="nofollow">http://bit.ly/cUfS4W</a> #Urheberrecht (tags: twitter_automatisch urheberrecht kulturflatrate) [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Online-Mediennutzungspauschale &#171; Sköne Oke</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10881</link>
		<dc:creator>Online-Mediennutzungspauschale &#171; Sköne Oke</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 14:48:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10881</guid>
		<description>[...] 09/03/2010 by arebentisch    Breite Diskussion zu einer Mediennutzungspauschale bei Carta. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 09/03/2010 by arebentisch    Breite Diskussion zu einer Mediennutzungspauschale bei Carta. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10878</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 14:15:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10878</guid>
		<description>@ebertus: D&#252;nnh&#228;utigkeit? Wie man in den Wald hineinruft.... (Ist es nicht eher Geduld?? Sehen wir es sportlich, zumindest wei&#223; ich aus Ihren fr&#252;heren Kommentaren, dass Sie ein interessierter Leser sind).

@Thomas Barth: Ich gebe Ihnen recht, dass das Erfassen und Sch&#252;tzen der Daten heikel ist. Das Thema wird uns noch lange besch&#228;ftigen. Aber ich kann hier kein Expertengremium aus Programmierern und Datensch&#252;tzern ersetzen. Vermutlich m&#252;ssen die reinen Klickzahlen durch andere Parameter abgesichert werden (um den von Ihnen und anderen bef&#252;rchteten Missbrauch zu verhindern). Es ist ein Ann&#228;herungsprozess. Kaizen. Technisch, denke ich, immer besser l&#246;sbar. 

Das System METIS der VG Wort arbeitet momentan so (und die VG Wort steckt damit noch in den Kinderschuhen): „Die VG WORT weist daraufhin, dass die durch unser Z&#228;hlsystem ermittelten Gr&#246;&#223;en – insbesondere der f&#252;r die Aussch&#252;ttung relevante Zugriffsz&#228;hlerstand – statistischer Natur sind und ihnen Eingaben der Benutzer, sowohl bei der Meldung wie auch bei der Nutzung der Werke, aus dem Internet zugrunde liegen.“ Ich zitiere nur diesen kurzen Ausschnitt aus einer l&#228;ngeren Beschreibung. Abrufe aus dem Ausland, Abrufe von Suchmaschinen, maschinelle Abrufe werden von METIS &#252;brigens nicht gez&#228;hlt. 
Auf die bestehenden Erfahrungen l&#228;sst sich aufbauen. 

Mir geht es aber hier um diese Reihenfolge: 1. Was ver&#228;ndert sich (f&#252;r Urheber, Verwerter, Nutzer). 2. Welche Ziele sollen in einer demokratischen Gesellschaft erreicht werden. 3. Was muss man daf&#252;r tun, wie l&#228;sst sich das am gescheitesten umsetzen? 
Hier in den Kommentaren wird lieber von hinten nach vorn diskutiert: 1. Es ist furchtbar schwierig umzusetzen, also lasst uns 2. unsere Ziele vergessen, denn 3. wird sich alles schon irgendwie von alleine regeln. (Nebenbei: Manchmal ist das sogar eine sympathische Haltung).

@florian: Pauschalabgabe ja (hier gibt es vermutlich Ausnahmen, vielleicht auch Abstufungen). Die Verteilung der Tantiemen aus dem Pauschalabgabentopf entspricht aber dem, was den Urhebern a) gesetzlich zusteht und b) individuell durch die Verwertungsgesellschaft ermittelt worden ist. Aussagen zu Nutzungsrechten und Verg&#252;tungspflichten entnehmen Sie bitte - ich sagte es bereits - dem Urheberrecht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ebertus: D&#252;nnh&#228;utigkeit? Wie man in den Wald hineinruft&#8230;. (Ist es nicht eher Geduld?? Sehen wir es sportlich, zumindest wei&#223; ich aus Ihren fr&#252;heren Kommentaren, dass Sie ein interessierter Leser sind).</p>
<p>@Thomas Barth: Ich gebe Ihnen recht, dass das Erfassen und Sch&#252;tzen der Daten heikel ist. Das Thema wird uns noch lange besch&#228;ftigen. Aber ich kann hier kein Expertengremium aus Programmierern und Datensch&#252;tzern ersetzen. Vermutlich m&#252;ssen die reinen Klickzahlen durch andere Parameter abgesichert werden (um den von Ihnen und anderen bef&#252;rchteten Missbrauch zu verhindern). Es ist ein Ann&#228;herungsprozess. Kaizen. Technisch, denke ich, immer besser l&#246;sbar. </p>
<p>Das System METIS der VG Wort arbeitet momentan so (und die VG Wort steckt damit noch in den Kinderschuhen): „Die VG WORT weist daraufhin, dass die durch unser Z&#228;hlsystem ermittelten Gr&#246;&#223;en – insbesondere der f&#252;r die Aussch&#252;ttung relevante Zugriffsz&#228;hlerstand – statistischer Natur sind und ihnen Eingaben der Benutzer, sowohl bei der Meldung wie auch bei der Nutzung der Werke, aus dem Internet zugrunde liegen.“ Ich zitiere nur diesen kurzen Ausschnitt aus einer l&#228;ngeren Beschreibung. Abrufe aus dem Ausland, Abrufe von Suchmaschinen, maschinelle Abrufe werden von METIS &#252;brigens nicht gez&#228;hlt.<br />
Auf die bestehenden Erfahrungen l&#228;sst sich aufbauen. </p>
<p>Mir geht es aber hier um diese Reihenfolge: 1. Was ver&#228;ndert sich (f&#252;r Urheber, Verwerter, Nutzer). 2. Welche Ziele sollen in einer demokratischen Gesellschaft erreicht werden. 3. Was muss man daf&#252;r tun, wie l&#228;sst sich das am gescheitesten umsetzen?<br />
Hier in den Kommentaren wird lieber von hinten nach vorn diskutiert: 1. Es ist furchtbar schwierig umzusetzen, also lasst uns 2. unsere Ziele vergessen, denn 3. wird sich alles schon irgendwie von alleine regeln. (Nebenbei: Manchmal ist das sogar eine sympathische Haltung).</p>
<p>@florian: Pauschalabgabe ja (hier gibt es vermutlich Ausnahmen, vielleicht auch Abstufungen). Die Verteilung der Tantiemen aus dem Pauschalabgabentopf entspricht aber dem, was den Urhebern a) gesetzlich zusteht und b) individuell durch die Verwertungsgesellschaft ermittelt worden ist. Aussagen zu Nutzungsrechten und Verg&#252;tungspflichten entnehmen Sie bitte &#8211; ich sagte es bereits &#8211; dem Urheberrecht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: florian cent</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10866</link>
		<dc:creator>florian cent</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 13:02:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10866</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Michal,

ich verstehe nicht, warum ich mich hier als ahnungslos abstempeln lassen muss. Ich habe Sie gefragt, welches Verwertungsrecht Sie in die Verwertungsgesellschaft &#252;berf&#252;hren wollen, die dann die Kulturflatrate einsammelt. Die Frage haben Sie mir nicht beantwortet.

Das ist alles nicht so banal, wie sie denken. Bitte beachten Sie, dass genau aus diesem Grund im Gutachten f&#252;r die Gr&#252;nen (http://www.gruene-bundestag.de/cms/netzpolitik/dok/278/278135.eine_kulturflatrate_ist_machbar.html) von einer &quot;gesetzlichen Lizenz&quot; die Rede ist. Im Zuge der Kulturflatrate w&#252;rden die gesamten Urheberrechte ausgel&#246;st.

Das nennt man auch Total-Buy-Out.

Vielleicht habe ich ja nur den Eindruck: Aber ich sehe hier sehr viel juristisches Glatteis, auf dem Sie sich bewegen. Bitte seien Sie doch mit Ihrem Modell genauso kritisch wie mit dem Leistungsschutzrecht der Verlage.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Michal,</p>
<p>ich verstehe nicht, warum ich mich hier als ahnungslos abstempeln lassen muss. Ich habe Sie gefragt, welches Verwertungsrecht Sie in die Verwertungsgesellschaft &#252;berf&#252;hren wollen, die dann die Kulturflatrate einsammelt. Die Frage haben Sie mir nicht beantwortet.</p>
<p>Das ist alles nicht so banal, wie sie denken. Bitte beachten Sie, dass genau aus diesem Grund im Gutachten f&#252;r die Gr&#252;nen (<a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/netzpolitik/dok/278/278135.eine_kulturflatrate_ist_machbar.html" rel="nofollow">http://www.gruene-bundestag.de/cms/netzpolitik/dok/278/278135.eine_kulturflatrate_ist_machbar.html</a>) von einer &#8220;gesetzlichen Lizenz&#8221; die Rede ist. Im Zuge der Kulturflatrate w&#252;rden die gesamten Urheberrechte ausgel&#246;st.</p>
<p>Das nennt man auch Total-Buy-Out.</p>
<p>Vielleicht habe ich ja nur den Eindruck: Aber ich sehe hier sehr viel juristisches Glatteis, auf dem Sie sich bewegen. Bitte seien Sie doch mit Ihrem Modell genauso kritisch wie mit dem Leistungsschutzrecht der Verlage.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tobias Barth</title>
		<link>http://carta.info/23890/warum-wir-die-kulturflatrate-vielleicht-doch-noch-brauchen/comment-page-1/#comment-10864</link>
		<dc:creator>Tobias Barth</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 12:52:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23890#comment-10864</guid>
		<description>Lieber Herr Michal, Sie schrieben:
&quot;Die „ungeheure &#220;berwachung“, die Sie bef&#252;rchten, haben wir jetzt auch schon, weil nat&#252;rlich auch die bestehenden Verwertungsgesellschaften den Markt scannen, um Zweitnutzungen erfassen zu k&#246;nnen. Das ist der Zweck dieser Unternehmen. Die erhobenen Daten unterliegen dem Datenschutz. Hier braucht es rechtliche Regelungen. Das ist eine politische Aufgabe.&quot;
Wir haben mitnichten eine f&#252;r ein solches Vorhaben n&#246;tige &#220;berwachung jetzt schon - Gott sei Dank. Denn die VGs scannen, wie Sie richtig sagen, den Markt. Eine Gesellschaft, die eine Verg&#252;tung der Nutzung digitaler Werke im Netz erm&#246;glichen soll, m&#252;sste aber private Nutzung &quot;scannen&quot;. Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob die GEMA etwa &#252;berpr&#252;ft, welche Songs bei &#246;ffentlichen Konzerten gespielt werden, oder die (ich nenne sie jetzt mal:) KF-VG, was einzelne Nutzer (zur Anonymisierung komme ich gleich) konsumieren. Hier findet eine Verlagerung bzw. eine Vermischung von &#246;ffentlichem und privatem Raum statt, die bzgl. des Grundrechts auf Privatsph&#228;re erst einmal heikel ist. Fragen Sie doch einmal (zum Beispiel) die Musikliebhaber, wie sie das f&#228;nden, wenn die GEMA alle privaten Wohnungen abh&#246;rte, um festzustellen, was &quot;so geh&#246;rt wird&quot; - selbstverst&#228;ndlich unter v&#246;lliger Anonymisierung der Daten.
Au&#223;erdem l&#228;uft das Verlangen nach vollst&#228;ndig anonymisierten Daten dem notwendigen Anliegen, Manipulation zu unterbinden entgegen. Es ist ein Leichtes, ein einzeiliges Script zu schreiben, das etwa jede Sekunde eine bestimmte Webseite aufruft, ein bestimmtes Musikst&#252;ck oder ein Video herunterl&#228;dt. Mittels TOR oder &#228;hnlicher Dienste entginge ein solches Script sogar der Aufdeckung durch IP-Vergleich. Wer ernsthaft glaubt, dass die Verwerter, um deren Einnahmen es hier geht und die ohnehin eher gegen eine KF eingestellt sind, nicht skrupellos genug sind, zu solcherart Mittel zu greifen, verkennt meiner Meinung nach die Realit&#228;t. Ich muss nicht einmal nur das &#252;bliche Misstrauen gegen&#252;ber &quot;den Verwertern&quot; bem&#252;hen: jeder User, dem etwas daran liegt, dass ein von ihm verehrter Kreativer besonders viel Zuwendung bekommt, k&#246;nnte sich solcher Mittel bedienen. Er muss nicht programmieren k&#246;nnen, irgendjemand stellt das N&#246;tige schon zum Download ins Netz. Am Ende ist es wie beim Radrennen: wer nicht dopt, ist der Dumme.
Nat&#252;rlich wei&#223; ich, dass die bisherigen VGs so ihre Schl&#252;ssel haben, nach denen der Topf verteilt wird. Die Frage ist nach den obigen Ausf&#252;hrungen nur: Wie k&#246;nnte ein solcher aussehen, wenn Download-/&quot;Klick-&quot;Zahlen nicht funktionieren? Nicht mal exakt ausformuliert, nur so ungef&#228;hr. Welches Kriterium k&#246;nnte es denn noch geben, nach dem man messen k&#246;nnte? Die gesamte nicht &#252;ber das &#246;ffentliche Web abgewickelte Nutzung bleibt ja ohnehin au&#223;en vor.
Wenn es eine gute Idee g&#228;be, auf der eine solche KF aufgebaut w&#252;rde - ich w&#252;rde nicht z&#246;gern sie zu bezahlen. Die Entlohnung von Kreativen f&#252;r ihre Arbeit ist auch meiner Meinung nach ein richtiges Anliegen. Ich kann nur in der Kulturflatrate bisher nicht sehen, dass sich die massiven Probleme, die sich durch vorhandene &quot;Konzepte&quot; auft&#252;rmen, l&#246;sen lassen. Aus Verzweiflung &quot;weil es ja keine andere M&#246;glichkeit gibt&quot; eine kulturpolitisch und grundrechtlich schlechte L&#246;sung zu forcieren, kann ich nicht unterst&#252;tzen. Auch wenn ich die Ideen sehr genau beobachte um vielleicht doch eine umsetzbare L&#246;sung zu entdecken. :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Michal, Sie schrieben:<br />
&#8220;Die „ungeheure &#220;berwachung“, die Sie bef&#252;rchten, haben wir jetzt auch schon, weil nat&#252;rlich auch die bestehenden Verwertungsgesellschaften den Markt scannen, um Zweitnutzungen erfassen zu k&#246;nnen. Das ist der Zweck dieser Unternehmen. Die erhobenen Daten unterliegen dem Datenschutz. Hier braucht es rechtliche Regelungen. Das ist eine politische Aufgabe.&#8221;<br />
Wir haben mitnichten eine f&#252;r ein solches Vorhaben n&#246;tige &#220;berwachung jetzt schon &#8211; Gott sei Dank. Denn die VGs scannen, wie Sie richtig sagen, den Markt. Eine Gesellschaft, die eine Verg&#252;tung der Nutzung digitaler Werke im Netz erm&#246;glichen soll, m&#252;sste aber private Nutzung &#8220;scannen&#8221;. Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob die GEMA etwa &#252;berpr&#252;ft, welche Songs bei &#246;ffentlichen Konzerten gespielt werden, oder die (ich nenne sie jetzt mal:) KF-VG, was einzelne Nutzer (zur Anonymisierung komme ich gleich) konsumieren. Hier findet eine Verlagerung bzw. eine Vermischung von &#246;ffentlichem und privatem Raum statt, die bzgl. des Grundrechts auf Privatsph&#228;re erst einmal heikel ist. Fragen Sie doch einmal (zum Beispiel) die Musikliebhaber, wie sie das f&#228;nden, wenn die GEMA alle privaten Wohnungen abh&#246;rte, um festzustellen, was &#8220;so geh&#246;rt wird&#8221; &#8211; selbstverst&#228;ndlich unter v&#246;lliger Anonymisierung der Daten.<br />
Au&#223;erdem l&#228;uft das Verlangen nach vollst&#228;ndig anonymisierten Daten dem notwendigen Anliegen, Manipulation zu unterbinden entgegen. Es ist ein Leichtes, ein einzeiliges Script zu schreiben, das etwa jede Sekunde eine bestimmte Webseite aufruft, ein bestimmtes Musikst&#252;ck oder ein Video herunterl&#228;dt. Mittels TOR oder &#228;hnlicher Dienste entginge ein solches Script sogar der Aufdeckung durch IP-Vergleich. Wer ernsthaft glaubt, dass die Verwerter, um deren Einnahmen es hier geht und die ohnehin eher gegen eine KF eingestellt sind, nicht skrupellos genug sind, zu solcherart Mittel zu greifen, verkennt meiner Meinung nach die Realit&#228;t. Ich muss nicht einmal nur das &#252;bliche Misstrauen gegen&#252;ber &#8220;den Verwertern&#8221; bem&#252;hen: jeder User, dem etwas daran liegt, dass ein von ihm verehrter Kreativer besonders viel Zuwendung bekommt, k&#246;nnte sich solcher Mittel bedienen. Er muss nicht programmieren k&#246;nnen, irgendjemand stellt das N&#246;tige schon zum Download ins Netz. Am Ende ist es wie beim Radrennen: wer nicht dopt, ist der Dumme.<br />
Nat&#252;rlich wei&#223; ich, dass die bisherigen VGs so ihre Schl&#252;ssel haben, nach denen der Topf verteilt wird. Die Frage ist nach den obigen Ausf&#252;hrungen nur: Wie k&#246;nnte ein solcher aussehen, wenn Download-/&#8221;Klick-&#8221;Zahlen nicht funktionieren? Nicht mal exakt ausformuliert, nur so ungef&#228;hr. Welches Kriterium k&#246;nnte es denn noch geben, nach dem man messen k&#246;nnte? Die gesamte nicht &#252;ber das &#246;ffentliche Web abgewickelte Nutzung bleibt ja ohnehin au&#223;en vor.<br />
Wenn es eine gute Idee g&#228;be, auf der eine solche KF aufgebaut w&#252;rde &#8211; ich w&#252;rde nicht z&#246;gern sie zu bezahlen. Die Entlohnung von Kreativen f&#252;r ihre Arbeit ist auch meiner Meinung nach ein richtiges Anliegen. Ich kann nur in der Kulturflatrate bisher nicht sehen, dass sich die massiven Probleme, die sich durch vorhandene &#8220;Konzepte&#8221; auft&#252;rmen, l&#246;sen lassen. Aus Verzweiflung &#8220;weil es ja keine andere M&#246;glichkeit gibt&#8221; eine kulturpolitisch und grundrechtlich schlechte L&#246;sung zu forcieren, kann ich nicht unterst&#252;tzen. Auch wenn ich die Ideen sehr genau beobachte um vielleicht doch eine umsetzbare L&#246;sung zu entdecken. :)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

