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	<title>Kommentare zu: Gleiches Geld f&#252;r alle</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Von: Gk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10509</link>
		<dc:creator>Gk</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 08:32:33 +0000</pubDate>
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		<description>Matthias Schwenk: Es ist sicherlich richtig, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland &#252;ber Spitzentechnologie und innovative Produkte gesichert werden kann.

Die Mindestlohndebatte geht in der Debatte &#252;ber ein bedingungsloses Grundeinkommen auf. Die Branchen, bei denen zu geringe L&#246;hne und Geh&#228;lter gezahlt werden, sind &#252;berwiegend diejenigen, die nicht globalisierungsf&#228;hig sind (Bau, Reinigung, Einzelhandel, Zustellservice, Service-Dienstleistungen etc.). Die Branchen, die globalisierungsf&#228;hig waren und Produktionsstandorte in Deutschland hatten, haben die Produktion verlegt (Beispiel: Nokia Bochum) oder sind insolvent (BenQ). Ich lass jetzt mal dahingestellt, ob Globalisierung w&#252;nschenswert ist oder ob nicht die St&#228;rkung des Binnenmarktes langfristig sinnvoller ist.

Meine Einsch&#228;tzung: Die Mindestlohndebatte tangiert vorwiegend die nicht globalisierungsf&#228;higen Branchen, bei denen aufgrund von systemischen Kosteneinsparungsm&#246;glichkeiten (Zeitarbeit, Outsourcing/Tochterunternehmen) die L&#246;hne und Geh&#228;lter gedr&#252;ckt werden. Die Arbeitnehmerproduktivit&#228;t w&#228;re neu zu definieren. Und es w&#228;re zu &#252;berlegen, inwieweit &#252;ber die Einf&#252;hrung von Mindestl&#246;hnen diejenigen Strukturen, die zu einem Lohndumping gef&#252;hrt haben, r&#252;ckg&#228;ngig zu machen sind. Leiharbeit, insbesondere im gewerblichen Bereich – man denke an die M&#252;llsortierer am Flie&#223;band in einer lukrativen Branche – ist teilweise menschenunw&#252;rdig. In anderen Staaten der EU funktionieren Mindestl&#246;hne. Aussagen wie „1,2 Millionen Menschen seien von Arbeitslosigkeit bei der Einf&#252;hrung von Mindestl&#246;hnen betroffen“, die ungepr&#252;ft in den Medien kursieren, sch&#252;ren &#196;ngste. Hier kann erwartet werden, dass Studien und deren Sch&#228;tzformeln durchleuchtet werden. Wissenschaftsmethoden haben sich bei ver&#228;ndernden Sachverhalten anzupassen/weiterzuentwickeln; die Wissenschaft darf nicht benutzt werden, um einseitige Interessen zu vertreten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Matthias Schwenk: Es ist sicherlich richtig, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland &#252;ber Spitzentechnologie und innovative Produkte gesichert werden kann.</p>
<p>Die Mindestlohndebatte geht in der Debatte &#252;ber ein bedingungsloses Grundeinkommen auf. Die Branchen, bei denen zu geringe L&#246;hne und Geh&#228;lter gezahlt werden, sind &#252;berwiegend diejenigen, die nicht globalisierungsf&#228;hig sind (Bau, Reinigung, Einzelhandel, Zustellservice, Service-Dienstleistungen etc.). Die Branchen, die globalisierungsf&#228;hig waren und Produktionsstandorte in Deutschland hatten, haben die Produktion verlegt (Beispiel: Nokia Bochum) oder sind insolvent (BenQ). Ich lass jetzt mal dahingestellt, ob Globalisierung w&#252;nschenswert ist oder ob nicht die St&#228;rkung des Binnenmarktes langfristig sinnvoller ist.</p>
<p>Meine Einsch&#228;tzung: Die Mindestlohndebatte tangiert vorwiegend die nicht globalisierungsf&#228;higen Branchen, bei denen aufgrund von systemischen Kosteneinsparungsm&#246;glichkeiten (Zeitarbeit, Outsourcing/Tochterunternehmen) die L&#246;hne und Geh&#228;lter gedr&#252;ckt werden. Die Arbeitnehmerproduktivit&#228;t w&#228;re neu zu definieren. Und es w&#228;re zu &#252;berlegen, inwieweit &#252;ber die Einf&#252;hrung von Mindestl&#246;hnen diejenigen Strukturen, die zu einem Lohndumping gef&#252;hrt haben, r&#252;ckg&#228;ngig zu machen sind. Leiharbeit, insbesondere im gewerblichen Bereich – man denke an die M&#252;llsortierer am Flie&#223;band in einer lukrativen Branche – ist teilweise menschenunw&#252;rdig. In anderen Staaten der EU funktionieren Mindestl&#246;hne. Aussagen wie „1,2 Millionen Menschen seien von Arbeitslosigkeit bei der Einf&#252;hrung von Mindestl&#246;hnen betroffen“, die ungepr&#252;ft in den Medien kursieren, sch&#252;ren &#196;ngste. Hier kann erwartet werden, dass Studien und deren Sch&#228;tzformeln durchleuchtet werden. Wissenschaftsmethoden haben sich bei ver&#228;ndernden Sachverhalten anzupassen/weiterzuentwickeln; die Wissenschaft darf nicht benutzt werden, um einseitige Interessen zu vertreten.</p>
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		<title>Von: Matthias Schwenk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10503</link>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 22:33:21 +0000</pubDate>
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		<description>@Gk: Einen zwingenden Zusammenhang zwischen L&#246;hnen und Produktivit&#228;t gibt es nicht. Gibt es am Arbeitsmarkt zu viele Arbeitskr&#228;fte (mehr Angebot als Nachfrage), senkt das die L&#246;hne. Ist die Situation umgekehrt, fragen also die Unternehmen mehr Arbeit nach als der Arbeitsmarkt hergibt, steigen die L&#246;hne, weil die Betriebe um die knappe Ressource Arbeit konkurrieren. 

Die Produktivit&#228;ts- bzw. Mindestlohndebatte lenkt meines Erachtens von den wahren Ursachen der Problemlage ab: Deutschland steht heute in einem globalen Wettbewerb mit den sehr viel g&#252;nstigeren Standorten wie etwa in China. Mit Lohndumping kann man diesen Wettbewerb aber nicht gewinnen. 

Wir m&#252;ssten uns stattdessen konsequent auf Spitzentechnologie und innovative Produkte konzentrieren, die nicht in Billiglohnl&#228;ndern ebenfalls hergestellt werden k&#246;nnen. Deutschlands Problem ist es, dass unsere Industrie und Teile der Dienstleistungswirtschaft noch Dinge produzieren, die hier eigentlich schon l&#228;ngst nicht mehr hergestellt werden sollten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Gk: Einen zwingenden Zusammenhang zwischen L&#246;hnen und Produktivit&#228;t gibt es nicht. Gibt es am Arbeitsmarkt zu viele Arbeitskr&#228;fte (mehr Angebot als Nachfrage), senkt das die L&#246;hne. Ist die Situation umgekehrt, fragen also die Unternehmen mehr Arbeit nach als der Arbeitsmarkt hergibt, steigen die L&#246;hne, weil die Betriebe um die knappe Ressource Arbeit konkurrieren. </p>
<p>Die Produktivit&#228;ts- bzw. Mindestlohndebatte lenkt meines Erachtens von den wahren Ursachen der Problemlage ab: Deutschland steht heute in einem globalen Wettbewerb mit den sehr viel g&#252;nstigeren Standorten wie etwa in China. Mit Lohndumping kann man diesen Wettbewerb aber nicht gewinnen. </p>
<p>Wir m&#252;ssten uns stattdessen konsequent auf Spitzentechnologie und innovative Produkte konzentrieren, die nicht in Billiglohnl&#228;ndern ebenfalls hergestellt werden k&#246;nnen. Deutschlands Problem ist es, dass unsere Industrie und Teile der Dienstleistungswirtschaft noch Dinge produzieren, die hier eigentlich schon l&#228;ngst nicht mehr hergestellt werden sollten.</p>
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		<title>Von: Gk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10500</link>
		<dc:creator>Gk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 19:01:08 +0000</pubDate>
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		<description>Noch eine letzte (!) Anmerkung:

Offenbar wurde eine Formel entwickelt, nach welcher aufgrund der Arbeitnehmerproduktivit&#228;t (!?) berechnet werden kann, wie viele Arbeitslose es in Deutschland geben wird, wenn ein Mindestlohn eingef&#252;hrt werden w&#252;rde. 

Vielleicht sollte die Frage: „Welche Branchen w&#228;ren bei einem bedingungslosen Grundeinkommen betroffen?“ beantwortet werden, bevor Produktivit&#228;t von Arbeitnehmern in eine Formel gepresst wird. 

Ein Zusteller bei einem Subunternehmer ist f&#252;r mich genauso produktiv wie einer bei der Deutschen Post AG. Ein Mauer bei einem Subunternehmer ebenfalls wie einer, der bei einem Baukonzern arbeitet. Ob die Reinigungskraft beim Unternehmen den Wischmob schwingt oder bei einer Leiharbeitsfirma spielt aus Arbeitnehmersicht keine Rolle. Warum soll jemand bei einer Zeitarbeitsfirma schneller unproduktiv sein als beim Entleiher? Kosteneinsparungen auf dem R&#252;cken der Arbeitnehmer zugunsten von wenigen Unternehmern/Inhabern zu erwirken, kann keine Formel rechtfertigen. Die gesch&#228;tzte (!) Formel scheint nicht zeitgem&#228;&#223; zu sein. Das Problem ist systemisch, liegt an der Zeitarbeit, am Outsourcing/Tochterunternehmen etc. Punkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch eine letzte (!) Anmerkung:</p>
<p>Offenbar wurde eine Formel entwickelt, nach welcher aufgrund der Arbeitnehmerproduktivit&#228;t (!?) berechnet werden kann, wie viele Arbeitslose es in Deutschland geben wird, wenn ein Mindestlohn eingef&#252;hrt werden w&#252;rde. </p>
<p>Vielleicht sollte die Frage: „Welche Branchen w&#228;ren bei einem bedingungslosen Grundeinkommen betroffen?“ beantwortet werden, bevor Produktivit&#228;t von Arbeitnehmern in eine Formel gepresst wird. </p>
<p>Ein Zusteller bei einem Subunternehmer ist f&#252;r mich genauso produktiv wie einer bei der Deutschen Post AG. Ein Mauer bei einem Subunternehmer ebenfalls wie einer, der bei einem Baukonzern arbeitet. Ob die Reinigungskraft beim Unternehmen den Wischmob schwingt oder bei einer Leiharbeitsfirma spielt aus Arbeitnehmersicht keine Rolle. Warum soll jemand bei einer Zeitarbeitsfirma schneller unproduktiv sein als beim Entleiher? Kosteneinsparungen auf dem R&#252;cken der Arbeitnehmer zugunsten von wenigen Unternehmern/Inhabern zu erwirken, kann keine Formel rechtfertigen. Die gesch&#228;tzte (!) Formel scheint nicht zeitgem&#228;&#223; zu sein. Das Problem ist systemisch, liegt an der Zeitarbeit, am Outsourcing/Tochterunternehmen etc. Punkt.</p>
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		<title>Von: Gk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10499</link>
		<dc:creator>Gk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 18:38:42 +0000</pubDate>
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		<description>Hier wird von &#039;Sch&#228;tzungen&#039; (!) gesprochen:

„Die Gr&#246;&#223;enordnung des Problems wird deutlich, wenn man die Stundenlohns&#228;tze, die derzeit in Deutschland gezahlt werden, betrachtet. Mehr als 11%der Arbeitnehmer in Westdeutschland und mehr als 25% der Arbeitnehmer in Ostdeutschland d&#252;rften einen Stundenlohn von weniger als 7,50 Euro erhalten. Sch&#228;tzungen zu Folge w&#228;ren bei einem einheitlichen Mindestlohn von 7,50 Euro etwa 1,1 Millionen Personen arbeitslos, die derzeit zu einem geringeren
Lohn besch&#228;ftigt sind. Dieser direkte Effekt ergibt sich, weil die Produktivit&#228;t der betroffenen Arbeitnehmer niedriger ist als der diskutierte Mindestlohn.
Quelle aus April 2008: http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_28_2008.pdf

Klingt ja schon ganz anders. Ich glaube das n&#228;mlich nicht, was im FAZ-Artikel von heute steht... .</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier wird von &#8216;Sch&#228;tzungen&#8217; (!) gesprochen:</p>
<p>„Die Gr&#246;&#223;enordnung des Problems wird deutlich, wenn man die Stundenlohns&#228;tze, die derzeit in Deutschland gezahlt werden, betrachtet. Mehr als 11%der Arbeitnehmer in Westdeutschland und mehr als 25% der Arbeitnehmer in Ostdeutschland d&#252;rften einen Stundenlohn von weniger als 7,50 Euro erhalten. Sch&#228;tzungen zu Folge w&#228;ren bei einem einheitlichen Mindestlohn von 7,50 Euro etwa 1,1 Millionen Personen arbeitslos, die derzeit zu einem geringeren<br />
Lohn besch&#228;ftigt sind. Dieser direkte Effekt ergibt sich, weil die Produktivit&#228;t der betroffenen Arbeitnehmer niedriger ist als der diskutierte Mindestlohn.<br />
Quelle aus April 2008: <a href="http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_28_2008.pdf" rel="nofollow">http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_28_2008.pdf</a></p>
<p>Klingt ja schon ganz anders. Ich glaube das n&#228;mlich nicht, was im FAZ-Artikel von heute steht&#8230; .</p>
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		<title>Von: Gk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10498</link>
		<dc:creator>Gk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 18:09:51 +0000</pubDate>
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		<description>Aus 2008: „Ja. Erstmals haben wir im letzten Jahr eine amtliche Statistik zur Lohnverteilung erhalten. Deshalb wissen wir, dass zum Beispiel elf Prozent der Arbeitnehmer in den westlichen und 25 Prozent in den neuen Bundesl&#228;ndern weniger als 7,50 Euro pro Stunde verdienen. Davon wird ein Teil arbeitslos. Wie viele das sind, kann man mit Hilfe eines Reaktionskoeffizienten errechnen, der in der &#246;konometrischen Literatur gesch&#228;tzt wurde. Wenn man vorsichtig rechnet, ergeben sich die 1,1 Millionen.“
 Quelle: http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/B-politik/20echointerv/_echointerv?item_link=ifointerview-nz-15-01-2008.htm

Reaktionskoeffizient: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/reaktionskoeffizient.html

Die in der FAZ erw&#228;hnten aktuellen Berechnungen des Ifo-Instituts in Dresden finden sich nicht - nach meiner Recherche - im Web. Ich gehe mal davon aus, dass die Berechnungen &#252;berpr&#252;ft wurden. Wenn nicht, war das ein Artikel, der auf Leser, die gegen den Mindestlohn sind, best&#228;tigend wirkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus 2008: „Ja. Erstmals haben wir im letzten Jahr eine amtliche Statistik zur Lohnverteilung erhalten. Deshalb wissen wir, dass zum Beispiel elf Prozent der Arbeitnehmer in den westlichen und 25 Prozent in den neuen Bundesl&#228;ndern weniger als 7,50 Euro pro Stunde verdienen. Davon wird ein Teil arbeitslos. Wie viele das sind, kann man mit Hilfe eines Reaktionskoeffizienten errechnen, der in der &#246;konometrischen Literatur gesch&#228;tzt wurde. Wenn man vorsichtig rechnet, ergeben sich die 1,1 Millionen.“<br />
 Quelle: <a href="http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/B-politik/20echointerv/_echointerv?item_link=ifointerview-nz-15-01-2008.htm" rel="nofollow">http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/B-politik/20echointerv/_echointerv?item_link=ifointerview-nz-15-01-2008.htm</a></p>
<p>Reaktionskoeffizient: <a href="http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/reaktionskoeffizient.html" rel="nofollow">http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/reaktionskoeffizient.html</a></p>
<p>Die in der FAZ erw&#228;hnten aktuellen Berechnungen des Ifo-Instituts in Dresden finden sich nicht &#8211; nach meiner Recherche &#8211; im Web. Ich gehe mal davon aus, dass die Berechnungen &#252;berpr&#252;ft wurden. Wenn nicht, war das ein Artikel, der auf Leser, die gegen den Mindestlohn sind, best&#228;tigend wirkt.</p>
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	<item>
		<title>Von: Gk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10497</link>
		<dc:creator>Gk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 17:42:40 +0000</pubDate>
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		<description>Kritisch zum Mindestlohn via Twitter:
FAZ_Wirtschaft 8,50 Euro: Mindestlohn bedroht 1,2 Millionen Stellen (von Sven Astheimer) http://www.faz.net/-00LRWE</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kritisch zum Mindestlohn via Twitter:<br />
FAZ_Wirtschaft 8,50 Euro: Mindestlohn bedroht 1,2 Millionen Stellen (von Sven Astheimer) <a href="http://www.faz.net/-00LRWE" rel="nofollow">http://www.faz.net/-00LRWE</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Matthias Schwenk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10483</link>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:50:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23424#comment-10483</guid>
		<description>@Simmlas: Das stimmt so nicht ganz. In Deutschland unterliegen alle Produkte der Umsatzsteuer, egal ob sie hierzulande oder im Ausland gefertigt wurden. Es gibt lediglich einen verminderten Steuersatz von 7 % auf bestimmte Waren wie z. B. Lebensmittel. Eine starke Anhebung im Sinne von G&#246;tz Werner w&#252;rde damit ausl&#228;ndische oder rein maschinell hergestellte Produkte nicht anders treffen als alle anderen Produkte auch. Um das von Ihnen gew&#252;nschte Ziel zu erreichen m&#252;sste man eine (weitere) Differenzierung bei den Steuers&#228;tzen der Umsatzsteuer einf&#252;hren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Simmlas: Das stimmt so nicht ganz. In Deutschland unterliegen alle Produkte der Umsatzsteuer, egal ob sie hierzulande oder im Ausland gefertigt wurden. Es gibt lediglich einen verminderten Steuersatz von 7 % auf bestimmte Waren wie z. B. Lebensmittel. Eine starke Anhebung im Sinne von G&#246;tz Werner w&#252;rde damit ausl&#228;ndische oder rein maschinell hergestellte Produkte nicht anders treffen als alle anderen Produkte auch. Um das von Ihnen gew&#252;nschte Ziel zu erreichen m&#252;sste man eine (weitere) Differenzierung bei den Steuers&#228;tzen der Umsatzsteuer einf&#252;hren.</p>
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	<item>
		<title>Von: Gk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10480</link>
		<dc:creator>Gk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:21:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23424#comment-10480</guid>
		<description>Zu dem bedingungslosen Grundeinkommen irgendwann freim&#252;tig JA sagen zu k&#246;nnen, beinhaltet einen ziemlichen Meinungsbildungsprozess. Zugegeben, hierf&#252;r war ich nicht immer, weil ich davon ausgegangen bin, dass der Markt schon alles `regulieren wird‘. Dem ist nicht so, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. Die L&#246;hne und Geh&#228;lter haben sich teilweise vermindert. Viele Arbeitgeber, insbesondere Leihunternehmer arbeiten mit der M&#246;glichkeit, niedriges Arbeitsentgelt aufstocken zu lassen.

Das bedingungslose Grundeinkommen ist f&#252;r diejenigen Arbeitgeber unproblematisch, die ohnehin angemessene L&#246;hne und Geh&#228;lter leisten. Hingegen w&#228;ren diejenigen, die mit Aufstockern „arbeiten“, verpflichtet h&#246;here L&#246;hne/Geh&#228;lter zu leisten.

Abgesehen von den Frage (1) „Wie hoch soll ein Grundeinkommen sein?“ und (2) „Wie l&#228;sst es sich finanzieren“ (Ertrags-, Verbrauchssteuern, Kombination aus beiden Steuerarten) finde ich die Frage (3) wichtig: 

„Welche Branchen w&#228;ren bei einem bedingungslosen Grundeinkommen betroffen?“ Zu 3: 

1)	Die Leiharbeitsbranche arbeitet nicht selten, insbesondere im gewerblichen Bereich mit Aufstockern. Ein Grundeinkommen w&#252;rde die Leiharbeitsbranche irgendwann ziemlich &#252;berfl&#252;ssig machen, denn der M&#246;glichkeit der Kosteneinsparung von Entleihern w&#252;rde die Grundlage entzogen werden. Vermutlich w&#252;rden Arbeitspl&#228;tze bei den Unternehmern unmittelbar geschaffen werden. Das w&#228;re durchaus positiv.

2)	Dumpingl&#246;hne in der Baubranche gibt es &#252;berwiegend bei Subunternehmern. Hier arbeiten Unternehmer regelrecht mit billigen Arbeitskr&#228;ften. Die ganz Abgezockten h&#246;hlen das Sozialsystem noch st&#228;rker aus, indem kaum Sozialabgaben- und Steuern gezahlt werden. Mit dem Konstrukt des Insolvenzgeldes wird regelrecht gearbeitet. Solche Unternehmen sind nicht sch&#252;tzenswert. Die Schlampereien fallen meist erst zu einem viel sp&#228;teren Zeitpunkt auf. Und, wie die K&#246;lner U-Bahn zeigt, wird nicht nur im Bereich der Personalkosten gefuscht. 


3)	Outsourcing/Tochterunternehmen: Mittelst&#228;ndische Unternehmen als auch Konzerne haben in den vergangenen Jahren versucht, Personalkosten &#252;ber Tochterunternehmen oder &#252;ber die Beauftragung von Subunternehmen (die teilweise &#252;ber Beteiligungsverh&#228;ltnisse mit dem Auftraggeber) verbunden sind, zu sparen. Die Telekom AG ist momentan im Visier. Die Deutsche Post AG l&#228;sst Briefk&#228;sten von Subs (Taxiunternehmen, Transporteinzelunternehmern etc.) leeren und P&#228;ckchen und Pakete &#252;ber diese zustellen. Im Verlagswesen wird ebenfalls gerne mit Subs gearbeitet. Callcenter decken dann noch weitere wichtige Dienstleistungen zu Dumpinggeh&#228;ltern ab und bekommen Datenbest&#228;nde zur Verf&#252;gung gestellt. Die Preise werden von den Auftraggebern derart gegen&#252;ber den Subunternehmern gedr&#252;ckt, dass es schon nicht m&#246;glich ist, angemessene Geh&#228;lter zu bezahlen. Im Ergebnis wird die wirtschaftliche Situation der Subunternehmer nebst Arbeitnehmern von den Auftraggebern ausgenutzt mit dem einen kleinen Argument, dass die Personalkosten reduziert werden k&#246;nnen. Betriebswirtschaftlich ist das legitim, volkswirtschaftlich sch&#228;dlich. Ein bedingungsloses Grundeinkommen w&#252;rde dazu f&#252;hren, dass &#252;ber Tochtergesellschaften/Subunternehmer Dumpingpreise nicht mehr angeboten werden k&#246;nnen.  Auch hier w&#252;rden Arbeitspl&#228;tze bei den Unternehmern selbst geschaffen werden.

4)	Noch ein paar Branchen, denen Mindestl&#246;hne gut t&#228;ten: Gastronomie, Einzelhandel, Reinigungsgewerbe, Friseurhandwerk, Trockenbau und/oder Brandschutz (hier werden oftmals typische Handwerkst&#228;tigkeiten &#252;ber die Anmeldung eines Baunebengewerbes unterlaufen). 

Unter Carta gab es k&#252;rzlich einen Beitrag zu den Anforderungen an die Politik:
http://carta.info/21009/2010-erwartungen-politik/

Bei Zunahme der sozialen Spannungen – momentan werden sie von einem Bundesau&#223;enminister unhaltbar gesch&#252;rt – wird es nach meiner Einsch&#228;tzung ein bedingungsloses Grundeinkommen irgendwann geben m&#252;ssen. Die gro&#223;en Parteien (+ 25%) w&#228;ren ebenfalls gut beraten, sich verst&#228;rkt mit dem Thema zu befassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu dem bedingungslosen Grundeinkommen irgendwann freim&#252;tig JA sagen zu k&#246;nnen, beinhaltet einen ziemlichen Meinungsbildungsprozess. Zugegeben, hierf&#252;r war ich nicht immer, weil ich davon ausgegangen bin, dass der Markt schon alles `regulieren wird‘. Dem ist nicht so, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. Die L&#246;hne und Geh&#228;lter haben sich teilweise vermindert. Viele Arbeitgeber, insbesondere Leihunternehmer arbeiten mit der M&#246;glichkeit, niedriges Arbeitsentgelt aufstocken zu lassen.</p>
<p>Das bedingungslose Grundeinkommen ist f&#252;r diejenigen Arbeitgeber unproblematisch, die ohnehin angemessene L&#246;hne und Geh&#228;lter leisten. Hingegen w&#228;ren diejenigen, die mit Aufstockern „arbeiten“, verpflichtet h&#246;here L&#246;hne/Geh&#228;lter zu leisten.</p>
<p>Abgesehen von den Frage (1) „Wie hoch soll ein Grundeinkommen sein?“ und (2) „Wie l&#228;sst es sich finanzieren“ (Ertrags-, Verbrauchssteuern, Kombination aus beiden Steuerarten) finde ich die Frage (3) wichtig: </p>
<p>„Welche Branchen w&#228;ren bei einem bedingungslosen Grundeinkommen betroffen?“ Zu 3: </p>
<p>1)	Die Leiharbeitsbranche arbeitet nicht selten, insbesondere im gewerblichen Bereich mit Aufstockern. Ein Grundeinkommen w&#252;rde die Leiharbeitsbranche irgendwann ziemlich &#252;berfl&#252;ssig machen, denn der M&#246;glichkeit der Kosteneinsparung von Entleihern w&#252;rde die Grundlage entzogen werden. Vermutlich w&#252;rden Arbeitspl&#228;tze bei den Unternehmern unmittelbar geschaffen werden. Das w&#228;re durchaus positiv.</p>
<p>2)	Dumpingl&#246;hne in der Baubranche gibt es &#252;berwiegend bei Subunternehmern. Hier arbeiten Unternehmer regelrecht mit billigen Arbeitskr&#228;ften. Die ganz Abgezockten h&#246;hlen das Sozialsystem noch st&#228;rker aus, indem kaum Sozialabgaben- und Steuern gezahlt werden. Mit dem Konstrukt des Insolvenzgeldes wird regelrecht gearbeitet. Solche Unternehmen sind nicht sch&#252;tzenswert. Die Schlampereien fallen meist erst zu einem viel sp&#228;teren Zeitpunkt auf. Und, wie die K&#246;lner U-Bahn zeigt, wird nicht nur im Bereich der Personalkosten gefuscht. </p>
<p>3)	Outsourcing/Tochterunternehmen: Mittelst&#228;ndische Unternehmen als auch Konzerne haben in den vergangenen Jahren versucht, Personalkosten &#252;ber Tochterunternehmen oder &#252;ber die Beauftragung von Subunternehmen (die teilweise &#252;ber Beteiligungsverh&#228;ltnisse mit dem Auftraggeber) verbunden sind, zu sparen. Die Telekom AG ist momentan im Visier. Die Deutsche Post AG l&#228;sst Briefk&#228;sten von Subs (Taxiunternehmen, Transporteinzelunternehmern etc.) leeren und P&#228;ckchen und Pakete &#252;ber diese zustellen. Im Verlagswesen wird ebenfalls gerne mit Subs gearbeitet. Callcenter decken dann noch weitere wichtige Dienstleistungen zu Dumpinggeh&#228;ltern ab und bekommen Datenbest&#228;nde zur Verf&#252;gung gestellt. Die Preise werden von den Auftraggebern derart gegen&#252;ber den Subunternehmern gedr&#252;ckt, dass es schon nicht m&#246;glich ist, angemessene Geh&#228;lter zu bezahlen. Im Ergebnis wird die wirtschaftliche Situation der Subunternehmer nebst Arbeitnehmern von den Auftraggebern ausgenutzt mit dem einen kleinen Argument, dass die Personalkosten reduziert werden k&#246;nnen. Betriebswirtschaftlich ist das legitim, volkswirtschaftlich sch&#228;dlich. Ein bedingungsloses Grundeinkommen w&#252;rde dazu f&#252;hren, dass &#252;ber Tochtergesellschaften/Subunternehmer Dumpingpreise nicht mehr angeboten werden k&#246;nnen.  Auch hier w&#252;rden Arbeitspl&#228;tze bei den Unternehmern selbst geschaffen werden.</p>
<p>4)	Noch ein paar Branchen, denen Mindestl&#246;hne gut t&#228;ten: Gastronomie, Einzelhandel, Reinigungsgewerbe, Friseurhandwerk, Trockenbau und/oder Brandschutz (hier werden oftmals typische Handwerkst&#228;tigkeiten &#252;ber die Anmeldung eines Baunebengewerbes unterlaufen). </p>
<p>Unter Carta gab es k&#252;rzlich einen Beitrag zu den Anforderungen an die Politik:<br />
<a href="http://carta.info/21009/2010-erwartungen-politik/" rel="nofollow">http://carta.info/21009/2010-erwartungen-politik/</a></p>
<p>Bei Zunahme der sozialen Spannungen – momentan werden sie von einem Bundesau&#223;enminister unhaltbar gesch&#252;rt – wird es nach meiner Einsch&#228;tzung ein bedingungsloses Grundeinkommen irgendwann geben m&#252;ssen. Die gro&#223;en Parteien (+ 25%) w&#228;ren ebenfalls gut beraten, sich verst&#228;rkt mit dem Thema zu befassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10478</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 08:27:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23424#comment-10478</guid>
		<description>Ich kann die Kritiker dieses Modells nur bedingt verstehen. Die meisten (nicht alle) haben sich meist &#252;berhaupt nicht mit dieser neuen Art einen Sozialstaat zu f&#252;hren besch&#228;ftigt und bringen immer wieder die gleichen Argumente.

Zum Thema: &quot;Wer nicht arbeitet, darf auch nicht essen.&quot; m&#246;chte ich zur Widerlegung dieser These das Buch &quot;Punished by Rewards&quot; von ALFIE KOHN empfehlen. Er beschreibt die negativen Effekte die durch eine konditionierte Gesellschaft entsstehen. Ich als P&#228;dagoge habe dieses Buch aufmerksam gelesen und mich von jeglicher Lobstrategie befreit. Lohn ist die gesellschaftliche Konditionierungsma&#223;nahme schlechthin. Jeder der keinen bekommt f&#252;hlt sich gesellschaftlich abgewertet von denen, der Lohn erh&#228;lt. Daher ist der Ausbeutung T&#252;r und Tor ge&#246;ffnet.

Auch wenn das BGE heute noch nicht umsetzbar erscheint spricht vieles daf&#252;r, dass es (ich wette sp&#228;testens in 10 Jahren) kommen wird. Daf&#252;r spricht:

1. Die arbeit geht uns aus, und das ist gut so.
2. Die unbezahlte Arbeit die heute schon f&#252;r die Gesellschaft geleistet wird (NGO, Kinder- und Altenpflege, Vereine, Kunst/Musik, soziale Arbeit) wird gr&#246;&#223;er und muss endlich gew&#252;rdigt werden.
3. Der Leistungsbegriff wird sich ver&#228;ndern und Interesse wird immer wichtiger.
4. Es gibt immer mehr arbeitslose Akademiker.
5. Die Aufstocker werden mehr, diese bekommen strukturell gesehen schon ein Grundeinkommen vom Staat und arbeiten zus&#228;tzlich f&#252;r etwas mehr. Auch wenn sie geg&#228;ngelt werden. Interessant ist auch, dass auch diese &#252;berwiegend arbeiten wollen, trotz des geringen Lohns den sie erhalten.

Ich empfehle jedem, der gern einen sch&#246;nen Einblick in das BGE haben will den Film &quot;Grundeinkommen&quot; von Daniel H&#228;ni anzuschauen (ist kostenlos im Netz).

Die die bereits von der Sache &#252;berzeugt sind und sich damit besch&#228;ftigt haben, macht weiter Werbung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann die Kritiker dieses Modells nur bedingt verstehen. Die meisten (nicht alle) haben sich meist &#252;berhaupt nicht mit dieser neuen Art einen Sozialstaat zu f&#252;hren besch&#228;ftigt und bringen immer wieder die gleichen Argumente.</p>
<p>Zum Thema: &#8220;Wer nicht arbeitet, darf auch nicht essen.&#8221; m&#246;chte ich zur Widerlegung dieser These das Buch &#8220;Punished by Rewards&#8221; von ALFIE KOHN empfehlen. Er beschreibt die negativen Effekte die durch eine konditionierte Gesellschaft entsstehen. Ich als P&#228;dagoge habe dieses Buch aufmerksam gelesen und mich von jeglicher Lobstrategie befreit. Lohn ist die gesellschaftliche Konditionierungsma&#223;nahme schlechthin. Jeder der keinen bekommt f&#252;hlt sich gesellschaftlich abgewertet von denen, der Lohn erh&#228;lt. Daher ist der Ausbeutung T&#252;r und Tor ge&#246;ffnet.</p>
<p>Auch wenn das BGE heute noch nicht umsetzbar erscheint spricht vieles daf&#252;r, dass es (ich wette sp&#228;testens in 10 Jahren) kommen wird. Daf&#252;r spricht:</p>
<p>1. Die arbeit geht uns aus, und das ist gut so.<br />
2. Die unbezahlte Arbeit die heute schon f&#252;r die Gesellschaft geleistet wird (NGO, Kinder- und Altenpflege, Vereine, Kunst/Musik, soziale Arbeit) wird gr&#246;&#223;er und muss endlich gew&#252;rdigt werden.<br />
3. Der Leistungsbegriff wird sich ver&#228;ndern und Interesse wird immer wichtiger.<br />
4. Es gibt immer mehr arbeitslose Akademiker.<br />
5. Die Aufstocker werden mehr, diese bekommen strukturell gesehen schon ein Grundeinkommen vom Staat und arbeiten zus&#228;tzlich f&#252;r etwas mehr. Auch wenn sie geg&#228;ngelt werden. Interessant ist auch, dass auch diese &#252;berwiegend arbeiten wollen, trotz des geringen Lohns den sie erhalten.</p>
<p>Ich empfehle jedem, der gern einen sch&#246;nen Einblick in das BGE haben will den Film &#8220;Grundeinkommen&#8221; von Daniel H&#228;ni anzuschauen (ist kostenlos im Netz).</p>
<p>Die die bereits von der Sache &#252;berzeugt sind und sich damit besch&#228;ftigt haben, macht weiter Werbung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Dr. Harald Wozniewski</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10445</link>
		<dc:creator>Dr. Harald Wozniewski</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 06:55:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23424#comment-10445</guid>
		<description>Das bedingungslose, konsumsteuer-finanzierte Grundeinkommen, wie es u. a. G&#246;tz W. Werner mit viel finanzieller Macht voran treibt (s. http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/stundenloehne2005.htm , Rang 65), ist eine heimt&#252;ckische Falle f&#252;r unsere Volkswirtschaft. Es lockt die breite, seit Jahrzehnten der Armut verfallenden Bev&#246;lkerung wie der Gesang der Sirenen. 

In Wirklichkeit dient es der Festigung des modernen Feudalismus in Deutschland und f&#246;rdert die weitere Verm&#246;genskonzentration bei unseren zehntausend Meudalherren (und -frauen) in Deutschland:

1. Diese werden von l&#228;stigen Einkommens- und Ertragssteuern befreit, nach heutigem Ma&#223;stab in Millionenh&#246;he. Die Konsumsteuer h&#228;ngt allenfalls noch vom pers&#246;nlichen Lebenswandel, aber nicht mehr vom pers&#246;nlichen Reichtumszuwachs ab. Unternehmer wie die reichsten 300 Deutschen (manager-magazin, Sonderheft 2005), zu denen auch G&#246;tz W. Werner geh&#246;rt, w&#252;rden ihre Unternehmen v&#246;llig steuerfrei betreiben und noch schneller aufbl&#228;hen als sie es heute k&#246;nnen. Konkurrenz am Markt haben sie ohnehin nicht mehr - jedenfalls nicht durch die breite Bev&#246;lkerung.

2. Hinzu kommt, dass die l&#228;ngst hereinbrechende Gefahr von Umsatzr&#252;ckg&#228;ngen auch bei den Unternehmen der Meudalherren (95% der Bev&#246;lkerung verliert seit den 1960er Jahren permanent an Kaufkraft) durch das Grundeinkommen abgewehrt w&#228;re. 

3. G&#246;tz W. Werner meint schlie&#223;lich, dass das Grundeinkommen die bestehenden L&#246;hnen und Geh&#228;ltern substituieren solle (z. B.: Basler Zeitung vom 14.10.2006). In H&#246;he des Grundeinkommens brauche ein Arbeitgeber keine L&#246;hne und Geh&#228;lter mehr zu bezahlen. Ob in diesem Ma&#223;e der Unternehmer dann auch seinen Umsatz mindert (durch Preissenkung) soll “nat&#252;rlich” diesem &#252;berlassen bleiben. M. a. W.: Das Grundeinkommen kassiert nicht der Arbeitnehmer, sondern der Unternehmer - zus&#228;tzlich zu dem eigenen Grundeinkommen. Bei G&#246;tz W. Werner mit etwa 23.000 Mitarbeitern w&#228;ren das also etwas 23.001 Grundeinkommen in der Schatulle von G&#246;tz W. Werner. Arbeitnehmer arbeiten jeden Monat bis zum erreichen der H&#246;he des Grundeinkommens f&#252;r den Arbeitgeber umsonst.

4. Zu bedenken ist schlie&#223;lich, dass die Koppelung des Grundeinkommens an eine Konsumsteuer - wie G&#246;tz W. Werner es verlangt - zu einer Art Garantie f&#252;r Ums&#228;tze bei den Unternehmen ausartet: Denn ohne Ums&#228;tze keine Konsumsteuer, ohne Konsumsteuer kein Grundeinkommen.

Die Meudalherren sichern mit diesem Grundeinkommen à la G&#246;tz W. Werner ihre Unternehmensums&#228;tze, ihre Miet- und Darlehenszinsen, senken ihre Lohnkosten, vergr&#246;&#223;ern ihren Reichtum, dr&#228;ngen die &#252;brige Bev&#246;lkerung noch mehr und noch schneller vom Markt und verweisen sie in deren wirtschaftliche Schranken, tragen aber nur noch mit ein wenig Konsumsteuer zur Finanzierung des Grundeinkommens und der Staatsaufgaben bei. 

Chapeau! Sehr sch&#246;n ausgedacht! 

Mehr unter http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/werner.htm</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das bedingungslose, konsumsteuer-finanzierte Grundeinkommen, wie es u. a. G&#246;tz W. Werner mit viel finanzieller Macht voran treibt (s. <a href="http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/stundenloehne2005.htm" rel="nofollow">http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/stundenloehne2005.htm</a> , Rang 65), ist eine heimt&#252;ckische Falle f&#252;r unsere Volkswirtschaft. Es lockt die breite, seit Jahrzehnten der Armut verfallenden Bev&#246;lkerung wie der Gesang der Sirenen. </p>
<p>In Wirklichkeit dient es der Festigung des modernen Feudalismus in Deutschland und f&#246;rdert die weitere Verm&#246;genskonzentration bei unseren zehntausend Meudalherren (und -frauen) in Deutschland:</p>
<p>1. Diese werden von l&#228;stigen Einkommens- und Ertragssteuern befreit, nach heutigem Ma&#223;stab in Millionenh&#246;he. Die Konsumsteuer h&#228;ngt allenfalls noch vom pers&#246;nlichen Lebenswandel, aber nicht mehr vom pers&#246;nlichen Reichtumszuwachs ab. Unternehmer wie die reichsten 300 Deutschen (manager-magazin, Sonderheft 2005), zu denen auch G&#246;tz W. Werner geh&#246;rt, w&#252;rden ihre Unternehmen v&#246;llig steuerfrei betreiben und noch schneller aufbl&#228;hen als sie es heute k&#246;nnen. Konkurrenz am Markt haben sie ohnehin nicht mehr &#8211; jedenfalls nicht durch die breite Bev&#246;lkerung.</p>
<p>2. Hinzu kommt, dass die l&#228;ngst hereinbrechende Gefahr von Umsatzr&#252;ckg&#228;ngen auch bei den Unternehmen der Meudalherren (95% der Bev&#246;lkerung verliert seit den 1960er Jahren permanent an Kaufkraft) durch das Grundeinkommen abgewehrt w&#228;re. </p>
<p>3. G&#246;tz W. Werner meint schlie&#223;lich, dass das Grundeinkommen die bestehenden L&#246;hnen und Geh&#228;ltern substituieren solle (z. B.: Basler Zeitung vom 14.10.2006). In H&#246;he des Grundeinkommens brauche ein Arbeitgeber keine L&#246;hne und Geh&#228;lter mehr zu bezahlen. Ob in diesem Ma&#223;e der Unternehmer dann auch seinen Umsatz mindert (durch Preissenkung) soll “nat&#252;rlich” diesem &#252;berlassen bleiben. M. a. W.: Das Grundeinkommen kassiert nicht der Arbeitnehmer, sondern der Unternehmer &#8211; zus&#228;tzlich zu dem eigenen Grundeinkommen. Bei G&#246;tz W. Werner mit etwa 23.000 Mitarbeitern w&#228;ren das also etwas 23.001 Grundeinkommen in der Schatulle von G&#246;tz W. Werner. Arbeitnehmer arbeiten jeden Monat bis zum erreichen der H&#246;he des Grundeinkommens f&#252;r den Arbeitgeber umsonst.</p>
<p>4. Zu bedenken ist schlie&#223;lich, dass die Koppelung des Grundeinkommens an eine Konsumsteuer &#8211; wie G&#246;tz W. Werner es verlangt &#8211; zu einer Art Garantie f&#252;r Ums&#228;tze bei den Unternehmen ausartet: Denn ohne Ums&#228;tze keine Konsumsteuer, ohne Konsumsteuer kein Grundeinkommen.</p>
<p>Die Meudalherren sichern mit diesem Grundeinkommen à la G&#246;tz W. Werner ihre Unternehmensums&#228;tze, ihre Miet- und Darlehenszinsen, senken ihre Lohnkosten, vergr&#246;&#223;ern ihren Reichtum, dr&#228;ngen die &#252;brige Bev&#246;lkerung noch mehr und noch schneller vom Markt und verweisen sie in deren wirtschaftliche Schranken, tragen aber nur noch mit ein wenig Konsumsteuer zur Finanzierung des Grundeinkommens und der Staatsaufgaben bei. </p>
<p>Chapeau! Sehr sch&#246;n ausgedacht! </p>
<p>Mehr unter <a href="http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/werner.htm" rel="nofollow">http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/werner.htm</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erik Völter</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10444</link>
		<dc:creator>Erik Völter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 06:44:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23424#comment-10444</guid>
		<description>@ Simmlas
@ Ulrike Langer

Ich favorisiere das Dilthey Modell.
Matthias Dilthey vereint in seiner Berechnung eine Mischung aus Einkommens- und Verbrauchssteuern. Im einzelnen ist es hier nach zu lesen:

http://www.iovialis.org/download/Dilthey-Modell.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Simmlas<br />
@ Ulrike Langer</p>
<p>Ich favorisiere das Dilthey Modell.<br />
Matthias Dilthey vereint in seiner Berechnung eine Mischung aus Einkommens- und Verbrauchssteuern. Im einzelnen ist es hier nach zu lesen:</p>
<p><a href="http://www.iovialis.org/download/Dilthey-Modell.pdf" rel="nofollow">http://www.iovialis.org/download/Dilthey-Modell.pdf</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Simmlas</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10442</link>
		<dc:creator>Simmlas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 00:04:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23424#comment-10442</guid>
		<description>Verbrauchssteuern sind wichtig da so auch steuern auf billigprodukte aus China oder rein durch Maschinen erstellte Waren erhoben werden. Die Folge es w&#252;rde sich nicht mehr lohnen in niedrigsteuerl&#228;nder wie China auszulagern, die Folge es w&#252;rde wieder mehr im eigenen Land produziert.

Nach Werner G&#246;tz w&#252;rden durch eine Verbrauchssteuer also nicht nur die Einkommen der Arbeitnehmer besteuert sondern auch die Arbeitskraft der Maschinen und Computer die immer mehr Arbeit f&#252;r uns erledigen. Auf diese Weise w&#252;rden auch die Fabrikanten besteuert die Vollautomatisch mit nur sehr wenigen Arbeitskr&#228;ften produzieren. Bei einer Einkommenssteuer w&#252;rden nur die bestraft die noch auf menschliche Arbeitskraft setzen anstatt auf Maschienen.

Eine Interessante Lekt&#252;re hierzu:

Jeremy Rifkin: &quot;Das Ende der Arbeit&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verbrauchssteuern sind wichtig da so auch steuern auf billigprodukte aus China oder rein durch Maschinen erstellte Waren erhoben werden. Die Folge es w&#252;rde sich nicht mehr lohnen in niedrigsteuerl&#228;nder wie China auszulagern, die Folge es w&#252;rde wieder mehr im eigenen Land produziert.</p>
<p>Nach Werner G&#246;tz w&#252;rden durch eine Verbrauchssteuer also nicht nur die Einkommen der Arbeitnehmer besteuert sondern auch die Arbeitskraft der Maschinen und Computer die immer mehr Arbeit f&#252;r uns erledigen. Auf diese Weise w&#252;rden auch die Fabrikanten besteuert die Vollautomatisch mit nur sehr wenigen Arbeitskr&#228;ften produzieren. Bei einer Einkommenssteuer w&#252;rden nur die bestraft die noch auf menschliche Arbeitskraft setzen anstatt auf Maschienen.</p>
<p>Eine Interessante Lekt&#252;re hierzu:</p>
<p>Jeremy Rifkin: &#8220;Das Ende der Arbeit&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Matthias Schwenk</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10441</link>
		<dc:creator>Matthias Schwenk</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 23:24:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23424#comment-10441</guid>
		<description>@Politikmuffel: Auch Sie w&#252;rden bedingungslos das Grundeinkommen bekommen. W&#252;rde Sie das daran hindern, weiterhin kreativ t&#228;tig zu sein, Innovationen zu f&#246;rdern oder bildungsschwachen Familien zu helfen? 

@Ulrike Langer: Ein Problem ist sicher die B&#252;rokratie, die mit dem Grundeinkommen &#252;berfl&#252;ssig w&#228;re. Von dieser Seite aus wird es noch massiven Widerstand gegen das Konzept geben, denke ich. Was die Finanzierung betrifft, stimme ich der Kritik an G&#246;tz Werners Modell voll und ganz zu. Verbrauchssteuern sind der falsche Weg. Es muss, wie Straubhaar formuliert, schon &#252;ber die Einkommenssteuern finanziert werden.

Was mir nicht einleuchtet: Warum sieht die Politik nicht die Vorteile dieses Konzeptes? Das Grundeinkommen k&#246;nnte wie ein enormes Konjunkturprogramm wirken, weil insbesondere einkommensschwache Personen bzw. Haushalte davon profitieren w&#252;rden. Diese w&#252;rden das Geld &#252;berwiegend ausgeben, was unsere (notorisch) lahme Binnenkonjunktur ankurbeln w&#252;rde. Zudem k&#246;nnten vermutlich sehr viele Betriebe, zum Teil ganze Branchen, die L&#246;hne senken. Die Kostensenkung w&#252;rde deutsche Produkte auf dem Weltmarkt g&#252;nstiger machen, was gut f&#252;r unsere Exporte w&#228;re. Insgesamt w&#252;rden deutsche Unternehmen damit mehr Umsatz machen und in der Folge auch mehr Gewinn. Der Gewinn wird versteuert und finanziert das Grundeinkommen mit...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Politikmuffel: Auch Sie w&#252;rden bedingungslos das Grundeinkommen bekommen. W&#252;rde Sie das daran hindern, weiterhin kreativ t&#228;tig zu sein, Innovationen zu f&#246;rdern oder bildungsschwachen Familien zu helfen? </p>
<p>@Ulrike Langer: Ein Problem ist sicher die B&#252;rokratie, die mit dem Grundeinkommen &#252;berfl&#252;ssig w&#228;re. Von dieser Seite aus wird es noch massiven Widerstand gegen das Konzept geben, denke ich. Was die Finanzierung betrifft, stimme ich der Kritik an G&#246;tz Werners Modell voll und ganz zu. Verbrauchssteuern sind der falsche Weg. Es muss, wie Straubhaar formuliert, schon &#252;ber die Einkommenssteuern finanziert werden.</p>
<p>Was mir nicht einleuchtet: Warum sieht die Politik nicht die Vorteile dieses Konzeptes? Das Grundeinkommen k&#246;nnte wie ein enormes Konjunkturprogramm wirken, weil insbesondere einkommensschwache Personen bzw. Haushalte davon profitieren w&#252;rden. Diese w&#252;rden das Geld &#252;berwiegend ausgeben, was unsere (notorisch) lahme Binnenkonjunktur ankurbeln w&#252;rde. Zudem k&#246;nnten vermutlich sehr viele Betriebe, zum Teil ganze Branchen, die L&#246;hne senken. Die Kostensenkung w&#252;rde deutsche Produkte auf dem Weltmarkt g&#252;nstiger machen, was gut f&#252;r unsere Exporte w&#228;re. Insgesamt w&#252;rden deutsche Unternehmen damit mehr Umsatz machen und in der Folge auch mehr Gewinn. Der Gewinn wird versteuert und finanziert das Grundeinkommen mit&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ulrike Langer</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10431</link>
		<dc:creator>Ulrike Langer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 21:20:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=23424#comment-10431</guid>
		<description>Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen den Modellen von G&#246;tz Werner und Thomas Straubhaar. Werner will alle Einkommensarten komplett steuerfrei stellen und im Gegenzug den Staatshaushalt &#252;ber h&#246;here Verbrauchssteuern finanzieren. Arbeit soll sich lohnen, Konsum allerdings nicht. Straubhaar setzt auf vereinfachte Steuern auf Erwerbseinkommen und Kapitalertr&#228;ge, dr&#252;ckt sich aber vor der entscheidenden Frage, wie hoch das Grundeinkommen denn sein soll. Er w&#228;gt nur ab: je niedriger, desto finanzierbarer - je h&#246;her, desto sozialer, aber schwieriger finanzierbar. Das ist eine Binsenweisheit. 

Dennoch: Die Idee, ein bedingungsloses Grundeinkommen im Sinne Straubhaars einfach als steuerfreies Existenzminimum aufzufassen, dass jedem zusteht und bei Nichterreichen durch eine negative Einkommenssteuer aufgef&#252;llt wird, ist bestechend, weil simpel. Falls (ja, falls!) im Gegenzug die Finanz-, Transfereinkommensverwaltungs- und ARGE-G&#228;ngelungsb&#252;rokratie zur&#252;ckgestutzt wird. Doch wann hat sich B&#252;rokratie je selbst abgeschafft? 

Das Wernersche Modell habe ich nie verstanden. Wie soll das funktionieren, wenn ein von Nachbarl&#228;ndern umzingeltes Deutschland im Alleingang die Mehrwertsteuer zur alleinigen Finanzierung seines Haushalts mindestens verdoppelt (falls das &#252;berhaupt reicht)? Der kleine Grenzverkehr w&#252;rde zu einem gewaltigen Strom anschwellen. Wer nicht mobil ist, bleibt der zahlende Dumme. Oder sollen wir die dann &#252;berfl&#252;ssigen ARGE-Mitarbeiter als Heer von Z&#246;llnern gleich wieder einstellen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen den Modellen von G&#246;tz Werner und Thomas Straubhaar. Werner will alle Einkommensarten komplett steuerfrei stellen und im Gegenzug den Staatshaushalt &#252;ber h&#246;here Verbrauchssteuern finanzieren. Arbeit soll sich lohnen, Konsum allerdings nicht. Straubhaar setzt auf vereinfachte Steuern auf Erwerbseinkommen und Kapitalertr&#228;ge, dr&#252;ckt sich aber vor der entscheidenden Frage, wie hoch das Grundeinkommen denn sein soll. Er w&#228;gt nur ab: je niedriger, desto finanzierbarer &#8211; je h&#246;her, desto sozialer, aber schwieriger finanzierbar. Das ist eine Binsenweisheit. </p>
<p>Dennoch: Die Idee, ein bedingungsloses Grundeinkommen im Sinne Straubhaars einfach als steuerfreies Existenzminimum aufzufassen, dass jedem zusteht und bei Nichterreichen durch eine negative Einkommenssteuer aufgef&#252;llt wird, ist bestechend, weil simpel. Falls (ja, falls!) im Gegenzug die Finanz-, Transfereinkommensverwaltungs- und ARGE-G&#228;ngelungsb&#252;rokratie zur&#252;ckgestutzt wird. Doch wann hat sich B&#252;rokratie je selbst abgeschafft? </p>
<p>Das Wernersche Modell habe ich nie verstanden. Wie soll das funktionieren, wenn ein von Nachbarl&#228;ndern umzingeltes Deutschland im Alleingang die Mehrwertsteuer zur alleinigen Finanzierung seines Haushalts mindestens verdoppelt (falls das &#252;berhaupt reicht)? Der kleine Grenzverkehr w&#252;rde zu einem gewaltigen Strom anschwellen. Wer nicht mobil ist, bleibt der zahlende Dumme. Oder sollen wir die dann &#252;berfl&#252;ssigen ARGE-Mitarbeiter als Heer von Z&#246;llnern gleich wieder einstellen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erik Völter</title>
		<link>http://carta.info/23424/gleiches-geld-fuer-alle-grundeinkommen/comment-page-1/#comment-10430</link>
		<dc:creator>Erik Völter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 21:01:27 +0000</pubDate>
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		<description>Es wird mittelfristig nicht mehr ohne BGE funktionieren. Straubhaar beschreibt in seinem Kommentar sehr gut die Problematik der st&#228;ndigen Einzelfallbetrachtungen. Das kann auch ein &quot;FDP W&#228;hler&quot; gerne mal nach lesen. Die Finanzierung ist bereits mehrfach auf verschiedene Modelle durch gerechnet worden, mit dem Ergebnis, dass es durchaus m&#246;glich ist. Es sind die Bretter vor den K&#246;pfen, die es durch zu bohren gilt.  Westerwelle entpuppt sich als Chefdemagoge und spielt die Armen gegen die noch &#196;rmeren aus.  Das vierte &quot;A&quot; im Klientel der Kaufbaren sind jetzt neben Apothekern, &#196;rzten und Anw&#228;lten die &quot;Aufstocker&quot;.. &quot;Leistung muss sich lohnen&quot; , erkl&#228;re das mal einer einem B&#228;ckergesellen, der beit einer 40 Stunden Woche gerade 950 € netto nach hause bringst. L&#228;cherlich Herr Au&#223;enminister. .</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird mittelfristig nicht mehr ohne BGE funktionieren. Straubhaar beschreibt in seinem Kommentar sehr gut die Problematik der st&#228;ndigen Einzelfallbetrachtungen. Das kann auch ein &#8220;FDP W&#228;hler&#8221; gerne mal nach lesen. Die Finanzierung ist bereits mehrfach auf verschiedene Modelle durch gerechnet worden, mit dem Ergebnis, dass es durchaus m&#246;glich ist. Es sind die Bretter vor den K&#246;pfen, die es durch zu bohren gilt.  Westerwelle entpuppt sich als Chefdemagoge und spielt die Armen gegen die noch &#196;rmeren aus.  Das vierte &#8220;A&#8221; im Klientel der Kaufbaren sind jetzt neben Apothekern, &#196;rzten und Anw&#228;lten die &#8220;Aufstocker&#8221;.. &#8220;Leistung muss sich lohnen&#8221; , erkl&#228;re das mal einer einem B&#228;ckergesellen, der beit einer 40 Stunden Woche gerade 950 € netto nach hause bringst. L&#228;cherlich Herr Au&#223;enminister. .</p>
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