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	<title>Kommentare zu: Einladung an „f&#252;hrende Medienmacher“: Energiekonzern betreibt Klimapflege</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Wed, 23 May 2012 22:24:13 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: André Rebentisch</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9668</link>
		<dc:creator>André Rebentisch</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 17:21:27 +0000</pubDate>
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		<description>@Jeeves

Ich habe ein &quot;technisches&quot; Interesse. Ich versuche fair zu sein. Jeder, der Erfahrung hat mit professioneller Kommunikation, weiss auch von F&#228;llen, wo etwas wie eine Rakete z&#252;ndet, aber trotzdem &quot;falsch&quot; ist. Und &quot;falsch&quot; ist zum Beispiel, wenn auf die harmlose &#214;ffentlichkeitsarbeit &quot;aus der T&#252;te&quot; durch einen Energiekonzern neue, seltsame Ma&#223;st&#228;be angelegt werden. Vattenfall und Platzeck klingt &#252;brigens nach einem Rohrkrepierer f&#252;r mich. Klar, beim n&#228;chsten Mal wird der Brief anders formuliert.

Ich weiss auch genau, dass dort, wo der Skandal fehlt, einer gemacht werden kann, es um Definitionshoheit geht. Alles kann gegen Vattenfall verwendet werden. Aber wenn Institutionen bei jedem Kleinkram Skandal schreien, dann nimmt sie keiner mehr ernst, wenn etwas richtig im argen ist. Es gibt in unserem Lande eine Kultur des Frustes gegen &#246;ffentliche Amtstr&#228;ger, Verdrossenheit. Die Kampagne gegen Vattenfalls Interessenvertretung ist Wasser auf diesen M&#252;hlen. Wenn sie ohne Ma&#223; ist, dann wird sie &quot;demagogisch&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jeeves</p>
<p>Ich habe ein &#8220;technisches&#8221; Interesse. Ich versuche fair zu sein. Jeder, der Erfahrung hat mit professioneller Kommunikation, weiss auch von F&#228;llen, wo etwas wie eine Rakete z&#252;ndet, aber trotzdem &#8220;falsch&#8221; ist. Und &#8220;falsch&#8221; ist zum Beispiel, wenn auf die harmlose &#214;ffentlichkeitsarbeit &#8220;aus der T&#252;te&#8221; durch einen Energiekonzern neue, seltsame Ma&#223;st&#228;be angelegt werden. Vattenfall und Platzeck klingt &#252;brigens nach einem Rohrkrepierer f&#252;r mich. Klar, beim n&#228;chsten Mal wird der Brief anders formuliert.</p>
<p>Ich weiss auch genau, dass dort, wo der Skandal fehlt, einer gemacht werden kann, es um Definitionshoheit geht. Alles kann gegen Vattenfall verwendet werden. Aber wenn Institutionen bei jedem Kleinkram Skandal schreien, dann nimmt sie keiner mehr ernst, wenn etwas richtig im argen ist. Es gibt in unserem Lande eine Kultur des Frustes gegen &#246;ffentliche Amtstr&#228;ger, Verdrossenheit. Die Kampagne gegen Vattenfalls Interessenvertretung ist Wasser auf diesen M&#252;hlen. Wenn sie ohne Ma&#223; ist, dann wird sie &#8220;demagogisch&#8221;.</p>
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		<title>Von: GrueneBrandenburg</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9636</link>
		<dc:creator>GrueneBrandenburg</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 17:06:54 +0000</pubDate>
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		<description>Au&#223;erdem treffen sich die Brandenburger Gr&#252;nen morgen, Dienstag, 2. Februar, vor dem &quot;geheimen&quot; Hintergrundgespr&#228;ch von Platzeck und Vattenfall (http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/259215/) zur Aktion &quot;Gr&#252;nes Hintergrundgespr&#228;ch - garantiert nicht von Vattenfall gesponsert&quot; um 18.30 Uhr vor dem Schlosshotel Cecilienhof in Potsdam. 

Mehr dazu unter http://facebook.com/gruenfuerbrandenburg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Au&#223;erdem treffen sich die Brandenburger Gr&#252;nen morgen, Dienstag, 2. Februar, vor dem &#8220;geheimen&#8221; Hintergrundgespr&#228;ch von Platzeck und Vattenfall (<a href="http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/259215/" rel="nofollow">http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/259215/</a>) zur Aktion &#8220;Gr&#252;nes Hintergrundgespr&#228;ch &#8211; garantiert nicht von Vattenfall gesponsert&#8221; um 18.30 Uhr vor dem Schlosshotel Cecilienhof in Potsdam. </p>
<p>Mehr dazu unter <a href="http://facebook.com/gruenfuerbrandenburg" rel="nofollow">http://facebook.com/gruenfuerbrandenburg</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: GrueneBrandenburg</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9635</link>
		<dc:creator>GrueneBrandenburg</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 17:04:38 +0000</pubDate>
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		<description>btw: hier ist die Einladung von Vattenfall: http://www.facebook.com/photo.php?pid=3981225&amp;id=118849647749</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>btw: hier ist die Einladung von Vattenfall: <a href="http://www.facebook.com/photo.php?pid=3981225&#038;id=118849647749" rel="nofollow">http://www.facebook.com/photo.php?pid=3981225&#038;id=118849647749</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jeeves</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9634</link>
		<dc:creator>Jeeves</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 16:44:31 +0000</pubDate>
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		<description>@ Rebentisch: &quot;Die Energiekonzerne wissen, dass sie Schwierigkeiten in der Kommunikation haben. &quot;

So schreiben (und denken) wohl nur Menschen, die in der Reklameindustrie arbeiten. Oder war das ironisch (und gemeint ist: die Stromleute machen Mist und die Leute merken&#039;s)?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Rebentisch: &#8220;Die Energiekonzerne wissen, dass sie Schwierigkeiten in der Kommunikation haben. &#8221;</p>
<p>So schreiben (und denken) wohl nur Menschen, die in der Reklameindustrie arbeiten. Oder war das ironisch (und gemeint ist: die Stromleute machen Mist und die Leute merken&#8217;s)?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Robin Meyer-Lucht</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9627</link>
		<dc:creator>Robin Meyer-Lucht</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 13:37:00 +0000</pubDate>
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		<description>@ Humborg/Rebentisch: Danke f&#252;r die gute Diskussion hier. rml</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Humborg/Rebentisch: Danke f&#252;r die gute Diskussion hier. rml</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: André Rebentisch</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9611</link>
		<dc:creator>André Rebentisch</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 03:53:32 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht wird ja auch was Gemeinschaftliches verk&#252;ndet, was weiss ich, Herr Plazeck nimmt als Repr&#228;sentant Brandenburgs eine Spende f&#252;r den Wiederaufbau von irgendwas Historischem in Potsdam von Vattenfall entgegen... Die gro&#223;e Nachricht also nun, dass die ... doch rekonstruiert werden kann dank der Spende von Vattenfall, etc.

Mich w&#252;rde zum Beispiel mal interessieren, ob die Verantwortlichen bei Vattenfall extra das in seinen Proportionen verungl&#252;ckte Segel auf ihr Haus in Berlin gesetzt haben, damit sie ein Gespr&#228;chsthema haben. 

Wenn man einen Gast wie einen Ministerpr&#228;sidenten und Presse eingeladen hat, dann muss auch der Presse Zeit gegeben werden mit dem Gast zu sprechen.

Wenn der Sch&#252;tzenverein von Gammelow sein 150 j&#228;hriges Jubil&#228;um feiert, kann er doch auch den Ministerpr&#228;sidenten einladen, und die Lokalpresse freut sich, dass sie ihr Interview &#252;berregional an die Presseagentur weitergeben kann. Und wenn der Minister oder Ministerpr&#228;sident doch nicht kommt, l&#228;sst er sich vertreten.

Politische Repr&#228;sentanten nehmen st&#228;ndig an solchen Veranstaltungen teil. Presse wird eingeladen. Daf&#252;r sind sind Repr&#228;sentanten und Presse da.

Problematisch wird es dann, wenn nur noch Interessenverb&#228;nde besucht werden, und nicht mehr Sch&#252;tzenvereine. Nur ein Beispiel von der EU, das f&#252;r amerikanische Kollegen von mir in der Servilit&#228;t wie ein YesMen Stunt klang:

http://ec.europa.eu/archives/commission_2004-2009/ashton/speeches_articles/spca021_en.htm

&quot;Just as we have a transatlantic market for goods we should have a transatlantic &quot;market for regulation&quot;.  A solid and critical exchange about our respective approaches, and indeed some degree of competition for best practice in this area can actually help us spot the most efficient regulatory tools, which we can then share with each other. ... And in taking forward this work we need you, the business leaders, to be at our side identifying problems, yes, but also coming to us with creative solutions.&quot;

Das ist nat&#252;rlich sehr weit von demokratischer Praxis entfernt. Gesetzgebung als Gegenstand von Handelsabkommen, ausgerichtet an den besonderen W&#252;nschen von Wirtschaftsverb&#228;nden. Das geplante ACTA-Abkommen ist ein sehr kontroverses Beispiel f&#252;r diese Umgehung des demokratischen Prozesses durch &quot;policy laundry&quot; im Geheimen. Der TEC Prozess ist ein weiteres Beispiel f&#252;r einen institutionalisierten Dialog in dieser Richtung, in dem einseitig von den f&#252;hrenden Industrieverb&#228;nden die Agenda bestimmt wird, und sie kommunizieren das sogar selbst so.

Oder wenn der (ehemalige) deutsche Kommissar Verheugen es f&#252;r ein politisches Anliegen seines Portfolios h&#228;lt, sich im Rahmen des KMU-Paketes daf&#252;r einzusetzen, dass in Schulb&#252;chern der Mitgliedstaaten das Bild des Unternehmers besser dargestellt werde, da w&#252;rde man sich in Deutschland eine Intervention eines Bundesministers in Landesangelegenheiten freundlich und bestimmt verbitten... Und auch das zust&#228;ndige Gremium des Kultusministeriums im Lande, w&#228;re von Interventionen des Ministerpr&#228;sidenten zu dem Inhalt von Schulb&#252;chern kaum begeistert. In Br&#252;ssel gibt es aber nur wenig Presse, die nachhakt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht wird ja auch was Gemeinschaftliches verk&#252;ndet, was weiss ich, Herr Plazeck nimmt als Repr&#228;sentant Brandenburgs eine Spende f&#252;r den Wiederaufbau von irgendwas Historischem in Potsdam von Vattenfall entgegen&#8230; Die gro&#223;e Nachricht also nun, dass die &#8230; doch rekonstruiert werden kann dank der Spende von Vattenfall, etc.</p>
<p>Mich w&#252;rde zum Beispiel mal interessieren, ob die Verantwortlichen bei Vattenfall extra das in seinen Proportionen verungl&#252;ckte Segel auf ihr Haus in Berlin gesetzt haben, damit sie ein Gespr&#228;chsthema haben. </p>
<p>Wenn man einen Gast wie einen Ministerpr&#228;sidenten und Presse eingeladen hat, dann muss auch der Presse Zeit gegeben werden mit dem Gast zu sprechen.</p>
<p>Wenn der Sch&#252;tzenverein von Gammelow sein 150 j&#228;hriges Jubil&#228;um feiert, kann er doch auch den Ministerpr&#228;sidenten einladen, und die Lokalpresse freut sich, dass sie ihr Interview &#252;berregional an die Presseagentur weitergeben kann. Und wenn der Minister oder Ministerpr&#228;sident doch nicht kommt, l&#228;sst er sich vertreten.</p>
<p>Politische Repr&#228;sentanten nehmen st&#228;ndig an solchen Veranstaltungen teil. Presse wird eingeladen. Daf&#252;r sind sind Repr&#228;sentanten und Presse da.</p>
<p>Problematisch wird es dann, wenn nur noch Interessenverb&#228;nde besucht werden, und nicht mehr Sch&#252;tzenvereine. Nur ein Beispiel von der EU, das f&#252;r amerikanische Kollegen von mir in der Servilit&#228;t wie ein YesMen Stunt klang:</p>
<p><a href="http://ec.europa.eu/archives/commission_2004-2009/ashton/speeches_articles/spca021_en.htm" rel="nofollow">http://ec.europa.eu/archives/commission_2004-2009/ashton/speeches_articles/spca021_en.htm</a></p>
<p>&#8220;Just as we have a transatlantic market for goods we should have a transatlantic &#8220;market for regulation&#8221;.  A solid and critical exchange about our respective approaches, and indeed some degree of competition for best practice in this area can actually help us spot the most efficient regulatory tools, which we can then share with each other. &#8230; And in taking forward this work we need you, the business leaders, to be at our side identifying problems, yes, but also coming to us with creative solutions.&#8221;</p>
<p>Das ist nat&#252;rlich sehr weit von demokratischer Praxis entfernt. Gesetzgebung als Gegenstand von Handelsabkommen, ausgerichtet an den besonderen W&#252;nschen von Wirtschaftsverb&#228;nden. Das geplante ACTA-Abkommen ist ein sehr kontroverses Beispiel f&#252;r diese Umgehung des demokratischen Prozesses durch &#8220;policy laundry&#8221; im Geheimen. Der TEC Prozess ist ein weiteres Beispiel f&#252;r einen institutionalisierten Dialog in dieser Richtung, in dem einseitig von den f&#252;hrenden Industrieverb&#228;nden die Agenda bestimmt wird, und sie kommunizieren das sogar selbst so.</p>
<p>Oder wenn der (ehemalige) deutsche Kommissar Verheugen es f&#252;r ein politisches Anliegen seines Portfolios h&#228;lt, sich im Rahmen des KMU-Paketes daf&#252;r einzusetzen, dass in Schulb&#252;chern der Mitgliedstaaten das Bild des Unternehmers besser dargestellt werde, da w&#252;rde man sich in Deutschland eine Intervention eines Bundesministers in Landesangelegenheiten freundlich und bestimmt verbitten&#8230; Und auch das zust&#228;ndige Gremium des Kultusministeriums im Lande, w&#228;re von Interventionen des Ministerpr&#228;sidenten zu dem Inhalt von Schulb&#252;chern kaum begeistert. In Br&#252;ssel gibt es aber nur wenig Presse, die nachhakt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Humborg</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9606</link>
		<dc:creator>Christian Humborg</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 20:44:18 +0000</pubDate>
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		<description>@A. Rebentisch

Dass etwas seit langer Zeit &#252;blich war, hei&#223;t f&#252;r mich nicht automatisch, dass es nicht inzwischen anst&#246;ssig sein kann, denn die Anspr&#252;che an integres Verhalten haben sich ver&#228;ndert. 1995 konnte man zum Beispiel noch Schmiergelder im Ausland von der Steuer absetzen.

Es geht ja auch nicht um die tausend Empf&#228;nge, wo jemand einl&#228;dt, sondern es geht um die beschriebene Dreierbeziehung. Wenn solche Dreierbeziehungen bei Hintergrundgespr&#228;chen f&#252;r Journalisten &#252;blich sind, w&#228;re ich &#252;ber ein paar konkrete Beispiele dankbar. Auch w&#252;rde mich interessieren, ob es &#252;blich ist, dass man gar nicht das Thema angibt, zudem eingeladen wird; ich finde es ungew&#246;hnlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@A. Rebentisch</p>
<p>Dass etwas seit langer Zeit &#252;blich war, hei&#223;t f&#252;r mich nicht automatisch, dass es nicht inzwischen anst&#246;ssig sein kann, denn die Anspr&#252;che an integres Verhalten haben sich ver&#228;ndert. 1995 konnte man zum Beispiel noch Schmiergelder im Ausland von der Steuer absetzen.</p>
<p>Es geht ja auch nicht um die tausend Empf&#228;nge, wo jemand einl&#228;dt, sondern es geht um die beschriebene Dreierbeziehung. Wenn solche Dreierbeziehungen bei Hintergrundgespr&#228;chen f&#252;r Journalisten &#252;blich sind, w&#228;re ich &#252;ber ein paar konkrete Beispiele dankbar. Auch w&#252;rde mich interessieren, ob es &#252;blich ist, dass man gar nicht das Thema angibt, zudem eingeladen wird; ich finde es ungew&#246;hnlich.</p>
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	<item>
		<title>Von: A. Rebentisch</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9580</link>
		<dc:creator>A. Rebentisch</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 14:51:50 +0000</pubDate>
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		<description>Die beschriebene Praxis ist seit Jahrzehnten &#252;blich und nicht wirklich anst&#246;ssig. Es ist nicht so, dass Journalisten sich darum dr&#228;ngen, einem Energiekonzern zuzuh&#246;ren. Ich habe auch schon das Gegenteil erlebt, was ich ausgesprochen peinlich finde, n&#228;mlich eine internationale Organisation, wo ich f&#252;r den Kaffee zahlen musste. Die genannten &quot;Anreize&quot; sind einfach das, was man von einem solchen Unternehmen als Gastgeber erwartet, damit es keinen schlechten Eindruck hinterl&#228;sst. Es gibt tausende Empf&#228;nge pro Jahr, und wenn ein Energiekonzern einen Ministerpr&#228;sidenten gewinnen kann, kommen auch tats&#228;chlich eingeladene Personen. 

F&#252;r einen Journalisten ist die Hauptfrage bei einer solchen Veranstaltung: Was ist f&#252;r meinen Leser relevant? Wenn z.B. Greenpeace draussen protestiert, dann ist das super f&#252;r Journalisten, weil es einen Konflikt und Polarit&#228;t gibt. Die Energiekonzerne wissen, dass sie Schwierigkeiten in der Kommunikation haben. &#220;ber einen Ministerpr&#228;sident als Pflichtbesucher einer solchen Veranstaltung l&#228;sst sich vielleicht gerade noch was schreiben, und das Unternehmen zeigt Pr&#228;senz im Lande.

Schaut doch mal bei 
http://news.google.de
was da &#252;ber Vattenfall geschrieben wird. Und nehmen wir mal einen gef&#228;lligen Artikel wie
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1362658/Vattenfall-will-CO2-Ausstoss-halbieren.html

Wer will so etwas lesen? 

&quot;Die Anlage, die rund 28 Millionen Euro kosten wird, soll im vierten Quartal 2011 in Betrieb gehen und dann mit einer Leistung von f&#252;nf Megawatt Strom und 26 Megawatt Fernw&#228;rme rund 13 000 Wohneinheiten versorgen.&quot;

Das ist genau das Problem von Vattenfall. Wenn Journalisten tats&#228;chlich die Hausmitteilungen an die Presse abschreiben, n&#252;tzt dem Konzern allenfalls die &#220;berschrift.

Die Forderung, Unternehmen aus anderen Staaten h&#228;tten sich nicht in die inneren Angelegenheiten einzumischen, w&#252;rde ich gerne einmal nach Br&#252;ssel tragen. Es w&#228;re ein netter Ansatz, aber der scheint dort wie vom anderen Stern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die beschriebene Praxis ist seit Jahrzehnten &#252;blich und nicht wirklich anst&#246;ssig. Es ist nicht so, dass Journalisten sich darum dr&#228;ngen, einem Energiekonzern zuzuh&#246;ren. Ich habe auch schon das Gegenteil erlebt, was ich ausgesprochen peinlich finde, n&#228;mlich eine internationale Organisation, wo ich f&#252;r den Kaffee zahlen musste. Die genannten &#8220;Anreize&#8221; sind einfach das, was man von einem solchen Unternehmen als Gastgeber erwartet, damit es keinen schlechten Eindruck hinterl&#228;sst. Es gibt tausende Empf&#228;nge pro Jahr, und wenn ein Energiekonzern einen Ministerpr&#228;sidenten gewinnen kann, kommen auch tats&#228;chlich eingeladene Personen. </p>
<p>F&#252;r einen Journalisten ist die Hauptfrage bei einer solchen Veranstaltung: Was ist f&#252;r meinen Leser relevant? Wenn z.B. Greenpeace draussen protestiert, dann ist das super f&#252;r Journalisten, weil es einen Konflikt und Polarit&#228;t gibt. Die Energiekonzerne wissen, dass sie Schwierigkeiten in der Kommunikation haben. &#220;ber einen Ministerpr&#228;sident als Pflichtbesucher einer solchen Veranstaltung l&#228;sst sich vielleicht gerade noch was schreiben, und das Unternehmen zeigt Pr&#228;senz im Lande.</p>
<p>Schaut doch mal bei<br />
<a href="http://news.google.de" rel="nofollow">http://news.google.de</a><br />
was da &#252;ber Vattenfall geschrieben wird. Und nehmen wir mal einen gef&#228;lligen Artikel wie<br />
<a href="http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1362658/Vattenfall-will-CO2-Ausstoss-halbieren.html" rel="nofollow">http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1362658/Vattenfall-will-CO2-Ausstoss-halbieren.html</a></p>
<p>Wer will so etwas lesen? </p>
<p>&#8220;Die Anlage, die rund 28 Millionen Euro kosten wird, soll im vierten Quartal 2011 in Betrieb gehen und dann mit einer Leistung von f&#252;nf Megawatt Strom und 26 Megawatt Fernw&#228;rme rund 13 000 Wohneinheiten versorgen.&#8221;</p>
<p>Das ist genau das Problem von Vattenfall. Wenn Journalisten tats&#228;chlich die Hausmitteilungen an die Presse abschreiben, n&#252;tzt dem Konzern allenfalls die &#220;berschrift.</p>
<p>Die Forderung, Unternehmen aus anderen Staaten h&#228;tten sich nicht in die inneren Angelegenheiten einzumischen, w&#252;rde ich gerne einmal nach Br&#252;ssel tragen. Es w&#228;re ein netter Ansatz, aber der scheint dort wie vom anderen Stern.</p>
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		<title>Von: Christian Humborg</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9569</link>
		<dc:creator>Christian Humborg</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 10:31:18 +0000</pubDate>
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		<description>@A. Rebentisch

Ich w&#228;re dankbar, wenn ausgef&#252;hrt werden k&#246;nnte, welche Erfahrung fehlt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@A. Rebentisch</p>
<p>Ich w&#228;re dankbar, wenn ausgef&#252;hrt werden k&#246;nnte, welche Erfahrung fehlt.</p>
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		<title>Von: A. Rebentisch</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9561</link>
		<dc:creator>A. Rebentisch</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 02:20:57 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;em&gt;Tillack berichtete in seinem Buch gen&#252;sslich von Shuttle-Service, opulentem Essen und dem angebotenen Wein, inklusive Jahrgang. Ohne Missgunst stellt sich die n&#252;chterne Frage, ob die „f&#252;hrenden Medienmacher“ Essen und &#220;bernachtung selbst zahlen.&lt;/em&gt;

Das ist Schnickschnack und &#252;blich. &quot;Zum Essen&quot; geht man nicht bei solchen Veranstaltungen. Die Kritik ist &#252;berzogen. Die fr&#252;here Greenpeace-Beschwerde ist l&#228;cherlich. Es fehlt die Erfahrung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>Tillack berichtete in seinem Buch gen&#252;sslich von Shuttle-Service, opulentem Essen und dem angebotenen Wein, inklusive Jahrgang. Ohne Missgunst stellt sich die n&#252;chterne Frage, ob die „f&#252;hrenden Medienmacher“ Essen und &#220;bernachtung selbst zahlen.</em></p>
<p>Das ist Schnickschnack und &#252;blich. &#8220;Zum Essen&#8221; geht man nicht bei solchen Veranstaltungen. Die Kritik ist &#252;berzogen. Die fr&#252;here Greenpeace-Beschwerde ist l&#228;cherlich. Es fehlt die Erfahrung.</p>
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		<title>Von: ow.singer</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9521</link>
		<dc:creator>ow.singer</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 11:41:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=22241#comment-9521</guid>
		<description>Hallo Carta,
dass die journalistische Unabh&#228;ngigkeit bei solchen Veranstaltungen mit sch&#246;nen Beigaben f&#252;r die schreibende/sendende Zunft erheblich herausgefordert ist, ist ja ganz offensichtlich. Zu erleben ist dies gleichwohl - in der einen oder anderen Form - h&#228;ufig und in vielen Bereichen. In der Politik w&#228;re etwa zu pr&#252;fen, welche Verg&#252;nstigungen Journalisten bei Auslandsdelegationen und Ministerreisen erfahren. Weitere Paradef&#228;lle sind Sport und Automobilsektor. Der Kodex des Presserates ist in seinem Minimalismus nur wenig hilfreich (&quot; Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein k&#246;nnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeintr&#228;chtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabh&#228;ngigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar&quot;). Wie es gemacht werden kann, zeigt etwa der Code of Conduct der New York Times: http://www.nytco.com/press/ethics.html
OW.Singer</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Carta,<br />
dass die journalistische Unabh&#228;ngigkeit bei solchen Veranstaltungen mit sch&#246;nen Beigaben f&#252;r die schreibende/sendende Zunft erheblich herausgefordert ist, ist ja ganz offensichtlich. Zu erleben ist dies gleichwohl &#8211; in der einen oder anderen Form &#8211; h&#228;ufig und in vielen Bereichen. In der Politik w&#228;re etwa zu pr&#252;fen, welche Verg&#252;nstigungen Journalisten bei Auslandsdelegationen und Ministerreisen erfahren. Weitere Paradef&#228;lle sind Sport und Automobilsektor. Der Kodex des Presserates ist in seinem Minimalismus nur wenig hilfreich (&#8221; Die Annahme von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein k&#246;nnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeintr&#228;chtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabh&#228;ngigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar&#8221;). Wie es gemacht werden kann, zeigt etwa der Code of Conduct der New York Times: <a href="http://www.nytco.com/press/ethics.html" rel="nofollow">http://www.nytco.com/press/ethics.html</a><br />
OW.Singer</p>
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		<title>Von: robin</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9470</link>
		<dc:creator>robin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 19:42:57 +0000</pubDate>
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		<description>@ Chat Atkins - sehr h&#252;bscher Link. ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Chat Atkins &#8211; sehr h&#252;bscher Link. &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Chat Atkins</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9441</link>
		<dc:creator>Chat Atkins</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 12:49:37 +0000</pubDate>
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		<description>Bitte sch&#246;n:

http://blog.xwolf.de/2009/09/23/politische-ausrichtung-der-presse/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bitte sch&#246;n:</p>
<p><a href="http://blog.xwolf.de/2009/09/23/politische-ausrichtung-der-presse/" rel="nofollow">http://blog.xwolf.de/2009/09/23/politische-ausrichtung-der-presse/</a></p>
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		<title>Von: Andreas Gent</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9429</link>
		<dc:creator>Andreas Gent</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 10:56:43 +0000</pubDate>
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		<description>Ich w&#252;rde die Ver&#246;ffentlichung einer Teilnehmerliste begr&#252;ssen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich w&#252;rde die Ver&#246;ffentlichung einer Teilnehmerliste begr&#252;ssen.</p>
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		<title>Von: Chat Atkins</title>
		<link>http://carta.info/22241/einladung-an-fuehrende-medienmacher-energiekonzern-betreibt-klimapflege/comment-page-1/#comment-9405</link>
		<dc:creator>Chat Atkins</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 08:00:57 +0000</pubDate>
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		<description>Das wird sicher voll da ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das wird sicher voll da &#8230;</p>
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