Matthias Schwenk | 48 Kommentar(e)
Die Grenze vom Erhabenen zum Lächerlichen ist bisweilen schnell überschritten. Diese Erfahrung darf gerade Robert Basic machen, dem es nun doch gelungen ist, seinen Twitteraccount @RobGreen zu verkaufen und gleich wieder zurückgeschenkt zu bekommen. Auf Twitter scheiden sich darüber die Geister.
19.01.2010 |
Vor etwa einem Jahr hat Robert Basic sein Blog verkauft und dafür sehr viel Aufmerksamkeit in den Medien erhalten. Dazu bekam er eine beachtliche Summe Geld, verloren hat er in der Folge allerdings seine starke Stellung als Meinungsmacher im deutschsprachigen Social Web.
Als er im Dezember 2009 ankündigte, er werde jetzt seinen Twitteraccount @RobGreen meistbietend verkaufen, weil er für sein Projekt Buzzriders Geld brauche, war das Echo deutlich verhaltener. Zudem schien ein Verkauf des Accounts auch nicht zustande zu kommen, so dass die Aktion schon als beendet galt.
Aus heiterem Himmel trat nun doch ein Käufer auf, der allerdings nur einen einzigen Tweet verbreitete, um dann den Account umgehend wieder an Robert Basic zurück zu schenken. Seither schlagen auf Twitter die Wogen hoch und es überwiegt ein kritischer Tenor, wie der Hashtag #RobGreen zeigt. Der genaue “Kaufpreis” ist nicht bekannt.
Zweifellos bringt die Sache ein paar Schlagzeilen, wirklich gute PR aber sieht anders aus. Robert Basic muss sich die Frage gefallen lassen, ob diese Aktion nicht des Guten zu viel ist und ob er damit seinem Projekt (sowie dem Ansehen seiner Person) nicht mehr schadet als nutzt.
Buzzriders selbst steht inzwischen auch schon im Ruf eines ewigen Stealth-Mode-Projektes, das nicht so recht aus der Konzeptionsphase in die Umsetzung finden will. Ursprünglich sollte damit der Lokaljournalismus neu gedacht und mit den Instrumenten des Social Web umgesetzt werden. So bemerkenswert der Ansatz auch ist, das Projekt hängt seiner ursprünglichen Zeitplanung sichtlich hinterher und kann noch nicht einmal den Ansatz eines funktionierenden Prototypen vorweisen.
Viel besser für Buzzriders wäre es deshalb gewesen, Robert Basic hätte sich flankierend Expertise aus Journalistenschulen oder Akademien geholt, anstatt allein auf die Netz-Community zu setzen. Damit hätte sein Projekt auch integrierend wirken und sich geschickt zwischen der Blogosphäre einerseits und den Traditionsmedien andererseits positionieren können. Nicht auszuschließen ist, dass sich über diesen Weg auch ein seriöser Weg der Vorfinanzierung hätte finden lassen, denn die Versteigerung eines Twitter-Accounts ist eine ganz und gar unwürdige Aktion, mit der die Follower im wahrsten Sinne des Wortes für dumm verkauft werden.
Ein Twitter-Account ist keine beliebige Ware, sondern ein individuelles Gefüge von Beziehungen und damit ein Vertrauenskapital. Welcher gute Kaufmann würde so etwas leichtfertig aufs Spiel setzen?
Robert Basic hat es getan und sich damit eindeutig zwischen die Stühle gesetzt. So steht er zunehmend wie ein Harlekin in der Manege, der darauf hoffen muss, dass über seine Witze herzlich gelacht wird. Mit Social-Media-Expertise hat das wenig zu tun und visionäres Community-Building sieht anders aus.





“wirklich gute PR sieht anders aus”: Wie sieht denn gute PR aus? PR ist, dass Menschen über Ideen und Projekte sprechen, so hier über Buzzriders, das noch nicht einmal ein klickbares Licht der Welt erblickt hat und mittlerweile mehr als bekannt ist. Das ist gute PR, nicht schön geschwurbelte PR, wie toll Unternehmen sein wollen. Die Neugier des Menschen ist ein guter Antrieb, der aber schwer auf bestimmte Dinge zu lenken ist. Wenn es was zu sehen gibt, wird Buzzriders erneut PR ernten. Dann auf dem echten Prüfstand, was das Produktpaket angeht. Was Buzzriders im Jetzt angeht, muss es sich vor nix verstecken, in der Form, wie es umgesetzt wird und was bisher heraus gekommen ist, handelt es sich um einmaliges Projekt ohne Beispiel. Habe keine Bange, mit breiten Schultern auf Buzzriders zu verweisen.
Die Rufe rund um meine Person sind ein Mittel zum Zweck und es ist dabei völlig irrelevant, wie man mich da draußen in welcher Richtung sieht. Das zählt null am Ende des Tages, wenn es drauf ankommt, was das Produkt angeht und was die Verbreitung angeht. Alles zu seiner Zeit.
Herr Basic, Sie sind mittlerweise so peinlich wie Herr Gravenreuth.
Sie sind dumm, aufgeblasen und überheblich. Wer will solche Leute?
Wirklich gute PR sollten wirklich gute PR-Leute machen. Wirklich gute Projekte, zunächst einmal existent, überzeugen die Webgemeinschaft hingegen von selbst – auch ohne PR. Aber dafür braucht es eben kluge Köpfe, also nicht solche, die eine Finanzierung mit dem Verkauf eines Twitter-Accounts auf die Beine stellen wollen.
Basic ist doch die Witzfigur im Web. Sein dummdreistes PR-Getue um seine Person und sein Projekt ist einfach nur widerlich.
in einer idealen Welt geht alles von selbst und gut… die Welt ist weder ideal noch geht es von selbst, jüngstes Beispiel Facebook, das ganz sicher nicht von selbst zur No.1 in D geworden ist. Zur Finanzierungsargumentation brauche ich nicht viel zu sagen, ist der gleiche Blödsinn wie die kolportierten “50k will er haben”.
Auch wenn für das Projekt Buzzriders (wenn es denn mal startet) jetzt 10 oder 20.000 Euro mehr aus dem Verkauf zur Verfügung stehen mögen – was sollte das? Es bleibt ein schales Gefühl, als( Ex-)Follower von Robert Basic für einen billigen PR-Gag hergehalten zu haben. Wenn es von vornherein das Ziel war, kaueferportal.de als Sponsor zu präsentieren, dann hätte man genau das klar kommunizieren sollen. Eine fünfstellige Summe ist ja kein Pappenstiel. Aber so hat der Sponsor sein Geld zum Fenster hinausgeworfen. Lob für diese Aktion habe ich jedenfalls noch nirgendwo vernommen.
Auch Meedia schreibt ja:
http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/alexander-becker.html#c25715
Mit solch kruden PR-Stunts verspielt Robert Basic so langsam seine gesamte Web-Reputation…
Gute PR erzeugt Vertrauen und Respekt. Was Basic hier abzieht, ist mit dem Wort Harlekin schon gut beschrieben. Dem vertraut man übrigens nicht.
Dr. Hubertus
Eieiei, was ist denn hier los? Mir ist das ehrlich gesagt sowas von egal, ob und wie irgendjemand was an wen verkauft und wieviel er oder sie dafür bekommt. Manchmal sind die Publikationsmöglichkeiten des Netzes “Jeder darf (fast) alles” nachteilig, wobei ich die Beiträge des Posting-Autors durchaus schätze. Aber vielleicht sind mir die Größen im Netz auch nicht bekannt genug… Wenn man bei Twitter irgendwann allgemein von “Vertrauensbruch” sprechen kann, dann hat Twitter jedenfalls den Durchbruch erreicht! ;)
Habe von dem ganzen Zinnober bis zu diesem Artikel gar nichts mitgekriegt – meine Filter sind also anscheinend gut eingestellt. Davon abgesehen wünsche ich Herrn Basic für Buzzriders viel Erfolg.
Auch Carta wünscht Buzzriders natürlich viel Erfolg. Wir sind schon sehr gespannt, was da mal kommen wird.
Den aktuellen Deal hätte man allerdings besser einfädeln können: Den Account-Verkauf ad acta gelegt und statt dessen für Buzzriders einen ersten, größeren Sponsor und Partner vermelden (ganz unabhängig von Twitter). Das wären dann positive Nachrichten gewesen, die signalisieren, dass das Projekt lebt und sogar so viel Ausstrahlung hat, dass es Sponsoren anzieht.
Ein StartUp ohne Beteiligungsgesellschaft gründen zu können, wäre schon eine Leistung des Gründers/Initiators – rein wirtschaftlich betrachtet. Kapitalanteile o. ä. können immer noch verkauft werden. Den Weg, den Herr Basic hier möglicherweise eingeschlagen ist, ist wirtschaftlich nicht dumm: man löst sich von Überflüssigem und finanziert damit was Neues, was Besseres?
@Gk: Genau da liegt aber ein Problem von Buzzriders. Das Projekt will zu viel Neues auf einen Schlag: Nicht nur den Lokaljournalismus konzeptionell neu denken, auch die Entstehung des Projekts mit seiner starken Community-Fokussierung ist ein neuer Ansatz. Dazu kommt die “unkonventionelle” Finanzierungs- und PR-Strategie.
Insgesamt ist das vielleicht zu viel neues Denken. Niemand hätte es Robert Basic übel genommen, wenn er ein konventionelles Startup gegründet hätte und aus dieser Basis heraus Buzzriders auf die Beine stellen würde.
@Matthias Schwenk, zugegeben, ich kenne Herrn Basic nicht, weder sein früheres Blog, noch das neue Projekt. Aber jede Beteiligungsgesellschaft, jeder Investor will Einfluss auf das Unternehmen nehmen. Je früher ein Beteiligungsunternehmen einsteigen kann, desto günstigere Bedingungen können in der Regel für das Beteiligungsunternehmen ausgehandelt werden. Wer als Gründer wirtschaftlich möglichst viel rausholen will, versucht es anders und beteiligt zu einem späteren (richtigen) Zeitpunkt die Geldgeber.
Man könnte das hier die „Trödler-Methode“ für Startups nennen. Ich finde es clever. Ob es für die Branche förderlich ist, ist eine andere Frage. Wenn die Qualität von Buzzriders stimmt und die Mitarbeiter zu fairen Bedingungen arbeiten, kann ich nichts Schlechtes daran finden, wenn jemand seinen Twitter-Account verscherbelt, um eine Neugründung damit zu finanzieren. Der Investor/Käufer muss selbst wissen, was er tut. Soviel Sachverstand sollte vorhanden sein.
… ich sehe gerade, bei “Buzzriders” handelt es sich um ein Einzelunternehmen von R. Basic. Da ist ja noch alles offen. Buzzriders ist lediglich Geschäftsbezeichnung, ggf. Marke.
Ich sehe Roberts “Coup” mit seinem Twitter Account wesentlich weniger kritisch. Wer würde denn nicht gerne wissen, wie so ein Verkauf ablaufen kann, welche Auswirkungen es für den Account, den Käufer etc. hat? Es war ein hochinteressantes Experiment, bei dem niemandem wirklich geschadet wurde und dessen Lehrgeld alleine Robert bezahlt.
Solche scharfen und zu ernsten Kritiken haben immer einen gewissen Beigeschmack: Eigenwerbung. Im richtigen Moment die großen angreifen, um Traffic zu bekommen. Andererseits bringt Kritik ja auch den Kritisierten weiter, von daher sehe ich dies auch wieder eher positiv.
Klasse Artikel darüber, wie man seine Reputation aufs Spiel setzt, und in ein PR Disaster schlittert!
Sollte eigentlich in die Lehrbücher eingehen, als Beispiel, wie man im Social Media Bereich niemals auftreten sollte.
Der Verkauf des Basic Thinking Blogs war eine gelungene und faire Sache.
Diese Prostitution und Ego-Selbstbeweihräucherung, mit einem Hauch der Verzweiflung, ist allerdings für mich einfach nur ein großer Misserfolg!
Einiges der Kritik kann ich verstehen, anderes wieder nicht! Vor allem finde ich, dass viel zu viele Dinge auf die persönliche Ebene gezogen werden! Es geht bei den Dikussionen oft gar nicht um Buzzriders, sondern meistens um die Person Robert Basic und die Probleme die einige mittlerweile haben! Mein Gefühl ist, dass einige das nicht trennen können! Vor allem erlauben sie sich Urteile zu einem Projekt, bei dem sie bis dato gar nicht mitgewirkt haben! Wer sie in die Materie einlesen würde oder auch Kontakt zu denen die mitarbeiten aufbaut, der würde sehen, dass sich momentan einiges tut!
Trotzdem kann ich gut nachvollziehen, dass es einige dumm oder gar lächerlich finden. Man hätte es gar keine Frage besser machen können! Doch in gewisser Weise hat er doch nur das gemacht, was viele in der Szene machen! eine Möglichkeit gesucht eine große Masse zu erreichen! Und ich denke, dass die die jetzt besonders laut schreien, auch die ersten sein werden, die sich bei buzzriders anmelden! Wenn es schlecht sein wird, was ich nicht glaube, dann werden sie sagen ich hab’s doch gewusst und vielleicht auf heute verweisen, doch wenn es gut ist, dann werden sie die ersten sein, sie das Ding bekannt machen werden!
Entschuldigt Tippfehler! Ist von unterwegs gesendet!
Was Bob Basic da macht ist Clownerie!
Das ist Clownerie!!!!!!!
[...] Robert Basic: Harlekin in der Social-Media-Manege [...]
Wenn Herr Basic so etwas tun möchte soll ers tun, ich followe ihm aber seit seiner Verkaufsankündigung nicht mehr.
Ich habe den Eindruck, es lohnt sich nicht, über buzzriders oder den Initiator zu schreiben oder zu diskutieren. R.B. spielt auf einem anderen Spielfeld und kümmert sich nicht um die Spielregeln die woanders herrschen. Kann man Beratungsresistenz, Dummheit, Clownerie, Egozentrik, oder was noch immer nennen. Trifft aber nicht, da R.B. nicht zuhört. Ein Fan von ihm, könnte glatt behaupten, dass R.B. mit dem “Buzz” eine neue Auffassung von Kommunikation entwickelt, der sich den überkommenen Massstäben, Ethik und Unterscheidungsmerkmalen der PR, Journalismus, Werbung, usw. entzieht und eine erste Form der spezifischen Social Media-Kommunktion darstellt.
Aber im Grunde ist es nur Hilflosigkeit.
@Tim: Sehr interessante Auffassung! So hat er früher auf Basic Thinking auch schon gehandelt. Er schrieb was er wollte und wie er es wollte – und scherte sich nicht um die Meinung oder Maßstäbe anderer.
In Bezug auf Buzzriders halte ich so etwas aber für gefährlich (sollte es denn zutreffen). Denn dieses Projekt wird nicht in einer eigenen Liga spielen können, sondern wird sich in einem sehr wettbewerbsintensiven Feld bewegen, zumal es dann nicht mehr um ein paar “Fans”, sondern um Reichweite geht.
Die These, ein Twitter-Account sei ein “individuelles Gefüge von Beziehungen” habe ich heute des öfteren gelesen.
Das mag für viele Follower das subjektive Empfinden sein, aber erstens stehen hinter vielen Twitter-Accounts inzwischen handfeste wirtschaftliche Interessen – gerade in diesem Fall sollte das aus der Vorgeschichte bekannt sein und nicht überraschen. Zweitens bestehen ganze Firmenverkäufe im Dienstleistungssektor – etwa bei Werbeagenturen – aus Kunden-, Lieferanten- und Mitarbeiterbeziehungen, da regt sich auch keine Kritik.
Das nur als grundsätzliche Anmerkung; über den Fall würde ich sonst kein weiteres Wort verlieren.
Herr Basic nimmt Facebook als Analogie – da sollte ein vermeintlicher Social-media-Experte doch mehr Kenntnisse haben… Mit Netzwerkgut und Qualität seien hier nur zwei Faktoren angesprochen, die eine positive Verbreitung – vor allem per mund-zu-mund bzw. mail-to-mail-Propaganda forcieren können und bei FB haben. Ist keine Substanz dahinter, die zudem nicht gut beleumundet ist, sieht’s eher mau aus.
Und der Satz, dass jede PR gute PR ist… Vielleicht gibt es Leute, die das unterschreiben. In meinen Kreisen nicht.
@Christoph Kappes: Der Einwand ist sehr gut. Allerdings dürfte es beim Verkauf einer Werbeagentur (oder Rechtsanwaltskanzlei) selten der Fall sein, dass der Verkäufer danach auf der grünen Wiese neu anfängt und seine alten Kunden nach und nach wieder zu sich holt.
Beim Verkauf eines Twitter-Accounts würde aber vermutlich genau das passieren. Robert Basic würde nicht aufhören zu twittern, sondern unter einem anderen Namen wieder neu anfangen. Wer ihn schätzt und sein Projekt Buzzriders interessant findet, würde ihm auch sofort wieder folgen.
Beim Blog (Basic Thinking) lagen die Dinge anders: Denn das Blog war ja nicht nur die “Stimme” von Robert Basic, sondern zugleich ein Medium für Tech- und Gadget-News. Der Käufer konnte genau diesen inhaltlichen Schwerpunkt fortsetzen und hat das auch mit Erfolg getan.
Die Lächerlichkeit hat nicht Basic zu tragen. Schlichtweg lächerlich ist es, wenn Leute wie Schwenk von FInanzierungs- und Geschäftsmodellen faseln. Ach so, bei Akademien und Journalistenschulen sich umtun? Und dann den Schwenk als Referenten gewinnen? Was ist den Carta anderes als ein Selbstverkaufsportal von Beratern und Referenten plus Kommentaren von Medienjournalistin Ulrike Langer?
@Matthias Schwenk: D´accord. Dann müsste man vorbehaltlich weiterer Erkenntnisse in den nächsten Stunden ;- ) also sagen: Übertragung eines Twitter-Accounts entspricht Übertragung eines Dienstleistungsunternehmens und ist grudnsätzlich “okay”. Denn erstens steht es Kunden ja anheim, zu entfollowen; zweitens ist das Übertragen ja nicht anders als das Delegieren und ein Weniger als das Stillegen oder Löschen.
Das Problem entsteht, wenn der Übertragende unter neuem Account arbeitet und so den Erwerber schädigt oder wenn der Erwerber den falschen Eindruck erweckt, es werde eine persönliche Leistung erbracht.
(Rechtliche Probleme mit dem Anbieter Twitter lassen wir mal aussen vor.)
@Matthias Schwenk
Der Vergleich hinkt insofern, als dass der Kunde der einen Agentur für die andere Agentur verloren wäre, was bei twitter keineswegs der Fall ist.
Zum Zweiten ist Roberts twitter-account ebenfalls ein Infokanal für bestimmte Themen. Wenn ich mich für Kaninchenzüchtung interessieren kann ich Robert noch so sehr mögen – seine tweets wäre nicht relevant für mich.
@pyrrhussieg @zulu
Gute PR ist zunächst mal PR, die ihr Ziel erreicht. Daran wird man messen können, ob dies eine gute oder eine schlechte Aktion war.
@Zulu, wegen Facebook und Mund-zu-Mund-Dingens: Facebook lag in D lange brach, und es bedurfte bestimmter Maßnahmen, FB anzuschieben, “tolles Produkt” hin oder her. Was auch geklappt hat, obgleich man eigentlich sehr spät auf dem SN-Markt in D aufs Gaspedal gedrückt hat. Wundert Dich der wundersame Anstieg ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht? Ähnliche Vorgehensweisen finden sich musterartig auch bei den VZ Netzen wieder.
[...] überhaupt über die Szene, in der “Buzzriders” ohnehin (bisher als “ewiges Stealth-Mode-Projekt“) bekannt ist, hinaus? Welches Medium jenseits der Blogosphäre wird morgen, wie zu Zeiten [...]
@MKM: Sie können vermutlich nicht wissen dass ich weder an einer Akademie noch an einer Journalistenschule lehre. Als Berater arbeite ich auch nicht für Unternehmen des (klassischen) Mediensektors. Mein “Gefasel” hier auf Carta ist allein der Freude am Diskurs und dem Interesse an der Medienentwicklung geschuldet. Falls dennoch Lerneffekte aus meiner Mitarbeit an Carta in meine Beratertätigkeit einfließen sollten, bitte ich dies zu entschuldigen.
@Christoph Kappes: Genau. Insbesondere trifft das für die Fälle zu, wo ein Twitter-Account eng mit einem Medium verbunden ist, weil über ihn neue Artikel bekannt gegeben und verlinkt werden. Im Fall von @RobGreen liegen die Dinge anders, hier konnte nur die Reichweite verkauft werden.
@Phillip Benner: Stimmt. Es gibt keine Ausschließlichkeit auf der Ebene der Accounts (allenfalls bei Inhalten, etwa der persönliche Stimme von Robert Basic).
@Robert: Der relativ plötzliche Aufstieg von Facebook ist ein Fall für sich. Ich stimme Dir zu, dass das kein Zufall war.
@Matthias Schwenk
Neben der Reichweite könnte (oder besser: hätte gekonnt) auch eine gewisse Affinität zu bestimmten Themen verkauft werden, was sicherlich wertvoller ist, als bloße Reichweite.
Wer PR einsetzt, darf sich über die Folgen nicht wundern.
Nr. 22: „über den Fall würde ich sonst kein weiteres Wort verlieren.“ Genau.
Ich lehne alle Kommentare massiv ab, welche darauf abzielen, dass Robert Basic “dumm” sei.
Ich halte Robert Basic für einen sehr schlauen und überdies hartnäckigen Menschen – was jedoch leider wenig darüber aussagt, ob seine Ansichten, Aktionen und Pläne die Richtigen sind. Eine streitbare Diskussion mit ihm dürfte für alle Fans sophistischer Spitzenleistungen ein Genuss sein.
Die für mich offene Frage ist, ob er Anregungen und fremden Gedanken gegenüber offen genug ist – oder sich etwas zu sehr in eigene Ideen verrennt.
@John die Frage denke ich, beantworten zu können: Bin offen für andere Denkrichtungen, Denkweisen, Perspektiven, was sehr lehhrreich und wertvoll ausfallen kann. Da es keine echten Wahrheiten gibt, heiße ich das immer willkommen.
@John Dean: Jemanden in den Kommentaren eines Blogs als “dumm” zu bezeichnen ist gewiss nicht höflich und schon gar nicht taktvoll.
Immerhin: Robert Basic beweist wirklich Größe, weil er hier aktiv mitdiskutiert und sich den Argumenten stellt. So etwas ist auf Carta selten der Fall! Dumm stehen somit nur seine Kritiker da, die ihm nicht sachlich, sondern nur auf der emotionalen Ebene begegnen können.
Ich weiß auch nicht was ich davon halten soll. Webseiten verkaufen OK, aber einen persönlichen Blog oder Twitteraccount macht für mich wenig Sinn, denn das wichtige bei beidem ist ja der Mensch, der dahinter steckt.
[...] Robert Basic: Harlekin in der Social-Media-Manege — CARTA Ich kenne ihn nicht persönlich – ich habe ihn mal an einem Wochenende auf einem Buzzcamp erlebt, denke aber dass er eigentlich ein sehr tiefgründer Mensch ist. Desto mehr finde ich es schade, wenn dann solche Sachen von ihm kommen. Aber ich kenne ihn ja auch nicht als Person. Nur als Webereignis. (tags: internet) [...]
Warum FB so schnell gewachsen ist, ist im Grunde schnell erklärt.
FB hatte Facebook Connect und jede Menge mediale Unterstützung. Ich sag nur Bild.de und viele Berichterstattungen im TV. Den Rest trug WoM bei.
Was die PR von buzzriders angeht weiss ich zumindest schon mal darüber bescheid und somit hat er sein Ziel ja erreicht. Im Grunde ist es mir egal wer dahinter steckt, auf das Produkt kommt es schliesslich an. Nichtsdestotrotz überlege ich mir zweimal bei wem ich meine Daten hinterlasse und da hat er natürlich schlechte Karten bei mir.
Wer weiss an wen die noch verkauft werden am Ende ;)
my 2 cents…
[...] Robert Basic: Harlekin in der Social-Media-Manege Geht nicht nur um Blogs aber immerhin um einen der bekanntesten A-Blogger. 0 Kommentare [...]
Ich habe die Kommentare hier mitverfolgt und möchte sagen, dass es wenigstens hier zu einer Diskussion gekommen ist, die wir sonst leider vermisst hatten.
Es gibt noch ein kleines Round-Up/Fazit aus Sicht von Käuferportal auf dem Blog unter http://www.kaeuferportal.de/blog/im-netz/buzz-echo/ — zwar nicht sehr “politically correct”, aber vielleicht noch mal hinweisgebend darauf, wie es für uns war, diese Aktion mitzumachen.
[...] Social-Media-Harlekin Basic hat irgendwie recht und eher meine Sympathie als Lumma, weil er sich gegen eine Beurteilung [...]
fb ist u.a. so gross weil da mehr als 300 entwickler arbeiten, buzzriders wird es nie geben weil robert basic scheinbar ein klassischer blogger ist, immer schön unabhängig, nichts muss, alles kann, viel gerede, kein business, keine technik, das ist alles null konkret. bin gerade von buzzriders hergekommen, letzter Eintrag im Forum ist mehr als einen Monat alt, das wiki, was wohl so etwas wie einen Entwicklungsstand darstellen soll fülle ich in 3 stunden mit den gleichen infos. da wird doch schon seit 9 monaten geplant, da müssten doch schon mal paar-hundert Seiten konzept im wiki zu finden sein. da muss man doch mal konkreter werden. wann startet wo was ? er kennt doch auchn paar Leute, soll er sich mal 50000 für das projekt geben lassen und eine easy version von ein paar idealisten programmieren lassen. aber auch damit kommt man nicht weit wenn man in den hessischen bergen ohne büro sitzt glaube ich.
wow, das macht richtig Spass hier die Diskussion mal wieder zu verfolgen. Die ganzen Experten und Hetzer und wie sie dann ein paar Wochen spaeter da stehen.
Mein persoenliches Highlight ist der Kommentar von “who the fuck is” Dieter Schwarz, selbsternannter Web 2.0 Experte der in den Staaten, Europa und sogar in Dubai seinen Sitz hat. Wow!
Der mir bis dato unbekannte Knabe (was sicherlich an seiner fulminanten Reputation auf diesem Felde liegt) schreibt doch tatsaechlich:
“Sollte eigentlich in die Lehrbücher eingehen, als Beispiel, wie man im Social Media Bereich niemals auftreten sollte.”
Irre, das ist ein absolutes Totschlagargument, besonders wenn man sich die letzten Twitter-Eintraege des Kollegens mal anschaut:
Ich schau mir jetzt wieder an, wie RTL in der Wüste Teenager quält! #fb about 4 hours ago via Echofon
Einfach. Nur. Müde. about 6 hours ago via Echofon
Lena verzaubert Experten und Fans bei „Unser Star für Oslo“ http://goo.gl/oqgl –> Klasse Artikel! #fb about 15 hours ago via Echofon
@zatrix23 Achso! Leon hat letzte Woche Silbermond total kaputt gesungen, und das heute war für mich auch zum vergessen. Langweilig auch ;) 5:41 AM Feb 24th via Echofon in reply to zatrix23
@zatrix23 Ich denke Lena ist einfach zu alternativ für ein Massenpublikum 5:36 AM Feb 24th via Echofon in reply to zatrix23
@Curi0us Ich glaub nicht, dass das ARD Publikum am Ende Lena wählen wird, aber ich will ne Platte von Lena! Egal ob Oslo oder nicht!
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Das ist Web 2.0, das ist Social Media und das ist ein wahrer Experte.
Mal sehen, was gibt es noch von ihm? Aaaahhh ein Youtube-Channel:
http://www.youtube.com/user/web2marketingvideo
Hammer, ein Silbermond Handyvideo! Das nenne ich knallharte Kalt-Aquise von potentiellen Kunden! So macht man das heute.
Oder aber seine Posterous Seite:
http://web2marketing.posterous.com/
Fakten, Fakten, Fakten und nicht an die Online-Reputation denken, das scheint offenbar sein Mantra fuer dieses Jahr zu sein.
Aber halt mein Freund, mit dir bin ich noch nicht fertig, lass uns mal auf Xing schauen, was du da so alles im “Portfolio” hast. Er bietet:
“Positionierung von Trendprodukten im viralen Umfeld, Social Media Marketing, Web 2.0 Marketing, Video Konferenzlösung, Video Marketinglösung, Onlinemarketing, Training, SEO, Führungskräfte, Coaching, Trendmarketing, Web 2.0, Affiliatemarketing, innovative Geschäftsidee, Online Media Solutions, Streaming Technologie, Videostreaming, Live Broadcasting, Viral Marketing, Trojanisches Networking, Online Seminare, Digital Media Coaching, Ausbildung zum Digital Media Coach™, Seminare zu “Social Media Marketing”, Social Media Management, SMM, Passive Media Relations (PMR)
”
und was noch viel lustiger ist, bereits seit 2003 erkennt er den Social Media trennt:
03/2003 – heute
(7 Jahre)
Social Media Marketing (Inhaber, Geschäftsführer (GF, CEO etc))
Social Media Marketing™, http://www.web2marketing.de
Branche: Beratung/Consulting
Selbstständig, Nur ich
Experte für Marketing in sozialen Netzen; Positionierung von Trendprodukten im viralen Umfeld
Solange solche “Experten” unterwegs sind, die sich mit ein paar Hype-Woertern als Guru aufspielen wollen, parallel dazu dann aber noch beim Stadtamt Tulln (wo issen das Nest ueberhaupt) als Leiter der Beratungsstelle fungierten. Solange solche Gluecksritter im Netz unterwegs sind, solltet ihr mal alle zusammen einen ganz langen Diener vor dem Robert Basic machen, denn er steckt n bezueglich Aufbauarbeit und Inet-PR in Deutschland, euch alle durch die Bank weg in die Tasche und das zwischen Tagesschau und Wetterkarte.
Wacht mal auf ihr Noppen in den Kommentaren. Macht die Augen zu und das, was ihr dann seht, beschreibt in etwa euren Horizont des Webs im 21. Jahrhundert.
Offenbarend, deutsch und zum teil furchteinfloessend
P.S. Ich hoffe, dass moeglichst viele mit ihrem realen Namen angemeldet sind, so wie der Kollege Dieter Schwarz. Eure Unwissenheit wird euch in ein paar Jahren noch um die Ohren fliegen.
Ein Projekt, das am 5.1.2010 noch nicht existierte, aber 1 Tag später bereits mit einer laufenden drupal-Installation im Netz stand, habe ich vor einigen Tagen einfach mit einem Spruch auf der Startseite versehen:
“Jede neue Idee durchläuft drei Entwicklungsstufen: In der ersten wird sie belacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten ist sie selbstverständlich.” Arthur Schopenhauer
Nachdem mir zwei Wochen lang ziemlich viel Zeit durch Telefonate und Korrespondenzen verlorenging, hackte ich noch folgenden Affront von mir dazu:
“Über E-Mails und Telefonate
Menschen, die hier schreiben wollen, haben keine Zeit, eine Stunde lang einen Brief an mich zu verfassen oder sich eine Stunde lang mit mir zu unterhalten. Das einzige, was dabei herauskommt ist, daß wir uns gut verstehen, gut leiden können und uns sympatisch finden. Dabei entsteht kein Text und die Öffentliche Hand wird nicht schuldenfrei. Wer mir Zeit stiehlt, sabotiert diese Initiative. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gelungen.”
Wenn mir eines Respekt einflößt, dann ist es das Talent von Robert Basic, etwas zu tun. Es wird immer Besserwisser und Bedenkenträger geben, Befürworter und Kritiker. So what?
Der offizielle Start meines Projektes ist am 17. März um 13:20 Uhr. Na und?
Ob das nun gute oder schlechte PR war… Was man hat, das hat man. Und vielleicht hat er ja jetzt auch ein bisschen Geld für noch bessere PR.