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	<title>Kommentare zu: Deutschland, ein Entwicklungsland der Demokratie?</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 01:08:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: tazblogs</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-27274</link>
		<dc:creator>tazblogs</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 15:52:53 +0000</pubDate>
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		<description>[...] einem Video im selben Beitrag f&#252;hrt K&#246;ppel die steile These weiter aus. Und w&#228;hrend man &#252;ber den Sinn und Zweck direkter Demokratie gerne streiten mag: Geht das bitte auch ohne die unsachliche, schrille und falsche [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] einem Video im selben Beitrag f&#252;hrt K&#246;ppel die steile These weiter aus. Und w&#228;hrend man &#252;ber den Sinn und Zweck direkter Demokratie gerne streiten mag: Geht das bitte auch ohne die unsachliche, schrille und falsche [...]</p>
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		<title>Von: Albert</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-14866</link>
		<dc:creator>Albert</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 18:32:47 +0000</pubDate>
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		<description>Das politische System der BRD wurde vom Bundesverfassungsgericht als streitbare, wehrhafte Demokratie bezeichnet. Damit soll gesagt werden, dass die freiheitlich demokratische Grundordnung (FDGO) gesch&#252;tzt wird, und nicht auf legalem Weg oder mit Hilfe legaler Mittel aufgehoben werden kann. 

Quelle: http://www.deol.de/articles/1489/1/Streitbare-Demokratie/Seite1.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das politische System der BRD wurde vom Bundesverfassungsgericht als streitbare, wehrhafte Demokratie bezeichnet. Damit soll gesagt werden, dass die freiheitlich demokratische Grundordnung (FDGO) gesch&#252;tzt wird, und nicht auf legalem Weg oder mit Hilfe legaler Mittel aufgehoben werden kann. </p>
<p>Quelle: <a href="http://www.deol.de/articles/1489/1/Streitbare-Demokratie/Seite1.html" rel="nofollow">http://www.deol.de/articles/1489/1/Streitbare-Demokratie/Seite1.html</a></p>
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		<title>Von: Daniel</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-10647</link>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 10:45:14 +0000</pubDate>
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		<description>Warum finden in diesem Beitrag die Volksabstimmungen in Berlin zum Flughafen Tempelhof und zum religi&#246;sen Schulunterricht keine Erw&#228;hnung? Beide haben zwar mein pers&#246;nliches Vertrauen in die Bev&#246;lkerung gest&#228;rkt, aber gleichzeitig auch gezeigt, welche Koalition sich auftun w&#252;rde: Union plus Springer plus Gro&#223;sponsoren. Wie sehr unterscheidet sich das denn von der Politik ser SVP? Und: Wie demokratisch soll man das finden? Ist das, was hier als direkte Demokratie dargestellt wird, nicht auch sehr weitgehend eine Frage der Finanzen ud der Kampagnenf&#228;higkeit?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Warum finden in diesem Beitrag die Volksabstimmungen in Berlin zum Flughafen Tempelhof und zum religi&#246;sen Schulunterricht keine Erw&#228;hnung? Beide haben zwar mein pers&#246;nliches Vertrauen in die Bev&#246;lkerung gest&#228;rkt, aber gleichzeitig auch gezeigt, welche Koalition sich auftun w&#252;rde: Union plus Springer plus Gro&#223;sponsoren. Wie sehr unterscheidet sich das denn von der Politik ser SVP? Und: Wie demokratisch soll man das finden? Ist das, was hier als direkte Demokratie dargestellt wird, nicht auch sehr weitgehend eine Frage der Finanzen ud der Kampagnenf&#228;higkeit?</p>
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		<title>Von: base rate</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8635</link>
		<dc:creator>base rate</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 18:58:42 +0000</pubDate>
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		<description>Interessant finde ich ja, dass die vorherrschende Meinung unter der linksliberalen Mehrheit in Medienblogs etc. zwar gegen Plebiszite ist, aber gleichzeitig das Austobenlassen anonymer Kommentatoren als hohes, vermeintlich demokratisches Gut gilt. Ich kann&#039;s manchmal nicht mehr mit ansehen, was f&#252;r ein Raum den ahnungslosesten, meinungsstarken Schreih&#228;lsen in Leserkommentaren einger&#228;umt wird. Gerade bei den Onlineauftritten von Zeitungen etwa ist das ja wirklich keinen Deut besser geworden (mit Ausnahme vielleicht der FAZ).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant finde ich ja, dass die vorherrschende Meinung unter der linksliberalen Mehrheit in Medienblogs etc. zwar gegen Plebiszite ist, aber gleichzeitig das Austobenlassen anonymer Kommentatoren als hohes, vermeintlich demokratisches Gut gilt. Ich kann&#8217;s manchmal nicht mehr mit ansehen, was f&#252;r ein Raum den ahnungslosesten, meinungsstarken Schreih&#228;lsen in Leserkommentaren einger&#228;umt wird. Gerade bei den Onlineauftritten von Zeitungen etwa ist das ja wirklich keinen Deut besser geworden (mit Ausnahme vielleicht der FAZ).</p>
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		<title>Von: Klaus Jarchow</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8418</link>
		<dc:creator>Klaus Jarchow</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 08:45:24 +0000</pubDate>
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		<description>Erstens, Ronnie, warum sollte denn das Volk &#252;ber etwas abstimmen, was faktisch kein Problem darstellt? Oder brachten eure vier Minarette schon die Schweizer Alpen ins Wanken? Die Minarett-Initiative war eine geplante Inszenierung interessierter Kreise, die das Plebiszit dann mit einer Propaganda-Offensive ins Rollen brachten. Punkt. Dass dabei auch ein relevanter Teil insbesondere &#039;emanzipierter Frauen&#039; aus dem st&#228;dtischen Raum, die eine eher unreflektierte Angst vor Burka und arabischem Machotum haben, dieser Initiative zustimmten, ist dabei unbenommen. Der soziale Kern bleibt aber bestehen: Die Schweiz hat heute muslimische Einwanderer, die inzwischen ebenfalls Schweizer sind. Teufelsaustreibung hilft da nicht.

Zweitens spricht der provinzielle Thurgau &#252;ber sein angestammtes Medium nat&#252;rlich &lt;i&gt;pro domo&lt;/i&gt;. Verteidigung der Provinz also ...

Drittens besa&#223;en NSDAP und DNVP zusammen sehr wohl eine wahlarithmetische Mehrheit (die DVP z&#228;hle ich hier mal nur am Rande dazu). Denn der Hitler-Block - diejenigen also, die eine Ein-Mann-Diktatur statt der parlamentarischen &#039;Quasselbude&#039; wollten - der war ja gr&#246;&#223;er als die Partei des Gr&#246;SchwaZ. Ich mache den Neoliberalismus ja auch nicht nur an der FDP fest.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erstens, Ronnie, warum sollte denn das Volk &#252;ber etwas abstimmen, was faktisch kein Problem darstellt? Oder brachten eure vier Minarette schon die Schweizer Alpen ins Wanken? Die Minarett-Initiative war eine geplante Inszenierung interessierter Kreise, die das Plebiszit dann mit einer Propaganda-Offensive ins Rollen brachten. Punkt. Dass dabei auch ein relevanter Teil insbesondere &#8216;emanzipierter Frauen&#8217; aus dem st&#228;dtischen Raum, die eine eher unreflektierte Angst vor Burka und arabischem Machotum haben, dieser Initiative zustimmten, ist dabei unbenommen. Der soziale Kern bleibt aber bestehen: Die Schweiz hat heute muslimische Einwanderer, die inzwischen ebenfalls Schweizer sind. Teufelsaustreibung hilft da nicht.</p>
<p>Zweitens spricht der provinzielle Thurgau &#252;ber sein angestammtes Medium nat&#252;rlich <i>pro domo</i>. Verteidigung der Provinz also &#8230;</p>
<p>Drittens besa&#223;en NSDAP und DNVP zusammen sehr wohl eine wahlarithmetische Mehrheit (die DVP z&#228;hle ich hier mal nur am Rande dazu). Denn der Hitler-Block &#8211; diejenigen also, die eine Ein-Mann-Diktatur statt der parlamentarischen &#8216;Quasselbude&#8217; wollten &#8211; der war ja gr&#246;&#223;er als die Partei des Gr&#246;SchwaZ. Ich mache den Neoliberalismus ja auch nicht nur an der FDP fest.</p>
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	<item>
		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8410</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 14:53:02 +0000</pubDate>
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		<description>Nachtrag: Hier der ganze Artikel aus der &quot;Thurgauer Zeitung&quot;:

http://www.thurgauerzeitung.ch/thurgau/kanton/Die-Muslime-und-das-tumbe-Schweizer-Landvolk/story/23983467</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag: Hier der ganze Artikel aus der &#8220;Thurgauer Zeitung&#8221;:</p>
<p><a href="http://www.thurgauerzeitung.ch/thurgau/kanton/Die-Muslime-und-das-tumbe-Schweizer-Landvolk/story/23983467" rel="nofollow">http://www.thurgauerzeitung.ch/thurgau/kanton/Die-Muslime-und-das-tumbe-Schweizer-Landvolk/story/23983467</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8409</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 14:44:42 +0000</pubDate>
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		<description>@Klaus: Gleich zwei Irrt&#252;mer, dazu zwei aufkl&#228;rende Artikel:

&quot;Falsche Analysen zur Minarett-Initiative&quot; (thurgauerzeitung.ch, Markus Sch&#228;r)
http://www.thurgauerzeitung.ch/thurgau/kanton/Falsche-Analysen-zur-MinarettInitiative/story/31496508

&quot;In wirklich freien Wahlen wurde Hitler nie vom Volk gew&#228;hlt&quot; (weltwoche.ch, Roger K&#246;ppel, Video, 6 Minuten)
http://www.weltwoche.ch/onlineexklusiv/videokommentar/2009-12-14-videokommentar-34.html

Wie auch immer man Demokratie organisieren will, dass am Schluss jener gewinnt, der am meisten Geld in den Wahlkampf steckt, ist nie ganz zu verhindern. Die direkte Demokratie ist in dieser Frage der Vertreter-Demokratie allerdings gar nicht unterlegen. W&#228;hrend bei den Vertreter-Wahlen vielleicht ein Kandidaten-L&#228;cheln entscheiden kann, ist bei den Abstimmungen &#252;ber Sachfragen immer die M&#246;glichkeit zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung da.

Die Idee, die &quot;materiellen und medialen Ressourcen&quot;, die zur Meinungsbildung eingesetzt werden k&#246;nnen, zu begrenzen, halte ich f&#252;r keine gute. Ich meine: In einer freien Gesellschaft kann und soll jeder so auf seine Anliegen aufmerksam machen, wie es ihm beliebt. Vorschriften gibt es in Deutschland doch nun wirklich schon genug. Ich glaube, dass gerade die Demokratisierung der Medien inzwischen vieles verunm&#246;glicht, was fr&#252;her noch gezogen h&#228;tte. Je mehr freie Medien es gibt (die sich auch gegenseitig &#252;berwachen), desto schwieriger ist es, Propaganda zu machen.

Zur Erinnerung: Nahezu alle Medien waren gegen die Minarett-Initiative. Und dennoch haben sich die Schweizer daf&#252;r entschieden. Und das kaum wegen den paar Plakaten dagegen. Das Initiativkomitee bestand aus 16 Personen - das grosse Geld war da nicht dahinter.

http://www.minarette.ch/initiativkomitee.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Klaus: Gleich zwei Irrt&#252;mer, dazu zwei aufkl&#228;rende Artikel:</p>
<p>&#8220;Falsche Analysen zur Minarett-Initiative&#8221; (thurgauerzeitung.ch, Markus Sch&#228;r)<br />
<a href="http://www.thurgauerzeitung.ch/thurgau/kanton/Falsche-Analysen-zur-MinarettInitiative/story/31496508" rel="nofollow">http://www.thurgauerzeitung.ch/thurgau/kanton/Falsche-Analysen-zur-MinarettInitiative/story/31496508</a></p>
<p>&#8220;In wirklich freien Wahlen wurde Hitler nie vom Volk gew&#228;hlt&#8221; (weltwoche.ch, Roger K&#246;ppel, Video, 6 Minuten)<br />
<a href="http://www.weltwoche.ch/onlineexklusiv/videokommentar/2009-12-14-videokommentar-34.html" rel="nofollow">http://www.weltwoche.ch/onlineexklusiv/videokommentar/2009-12-14-videokommentar-34.html</a></p>
<p>Wie auch immer man Demokratie organisieren will, dass am Schluss jener gewinnt, der am meisten Geld in den Wahlkampf steckt, ist nie ganz zu verhindern. Die direkte Demokratie ist in dieser Frage der Vertreter-Demokratie allerdings gar nicht unterlegen. W&#228;hrend bei den Vertreter-Wahlen vielleicht ein Kandidaten-L&#228;cheln entscheiden kann, ist bei den Abstimmungen &#252;ber Sachfragen immer die M&#246;glichkeit zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung da.</p>
<p>Die Idee, die &#8220;materiellen und medialen Ressourcen&#8221;, die zur Meinungsbildung eingesetzt werden k&#246;nnen, zu begrenzen, halte ich f&#252;r keine gute. Ich meine: In einer freien Gesellschaft kann und soll jeder so auf seine Anliegen aufmerksam machen, wie es ihm beliebt. Vorschriften gibt es in Deutschland doch nun wirklich schon genug. Ich glaube, dass gerade die Demokratisierung der Medien inzwischen vieles verunm&#246;glicht, was fr&#252;her noch gezogen h&#228;tte. Je mehr freie Medien es gibt (die sich auch gegenseitig &#252;berwachen), desto schwieriger ist es, Propaganda zu machen.</p>
<p>Zur Erinnerung: Nahezu alle Medien waren gegen die Minarett-Initiative. Und dennoch haben sich die Schweizer daf&#252;r entschieden. Und das kaum wegen den paar Plakaten dagegen. Das Initiativkomitee bestand aus 16 Personen &#8211; das grosse Geld war da nicht dahinter.</p>
<p><a href="http://www.minarette.ch/initiativkomitee.html" rel="nofollow">http://www.minarette.ch/initiativkomitee.html</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Klaus Jarchow</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8406</link>
		<dc:creator>Klaus Jarchow</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 08:58:38 +0000</pubDate>
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		<description>Du vergisst, Ronnie, gerade bei der Minarett-Initiative jene Millionen Fr&#228;nklis, die aus Richtung SVP in diesen &#039;Wahlkampf&#039; flossen (hei&#223;t es bei solchen Plebisziten noch &#039;Wahlkampf&#039;?). Wenn zunehmend Meinungsbildung durch Propaganda-Schlachten interessierter Kreise ersetzt wird, ist das Ergebnis angesichts einer manipulierbaren &#214;ffentlichkeit absehbar (schlie&#223;lich fand die Minarett-Initiative den meisten Zuspruch dort, wo es gar keine Minarette gab und auch Ausl&#228;nder nur in verschwindendem Ausma&#223;). Du m&#252;sstest also gesetzlich jene materiellen und medialen Ressourcen begrenzen, die zur Meinungsbildung eingesetzt werden d&#252;rfen, sonst gewinnt immer der dickste Geldsack. 

Zwar glaube auch ich, dass inzwischen mehr direkte Demokratie bei allgemein wachsendem Bildungslevel m&#246;glich w&#228;re, wir wollen aber auch nicht ganz vergessen, dass ein Hitler auf plebiszit&#228;rem (oder &#039;volkstribunalem&#039;) Boden heranwuchs - medial unterst&#252;tzt von Hugenbergs &#039;Harzburger Front&#039;, dem Medienzaren der Weimarer Republik. Selbst ein Berlusconi ist ohne sein auto-medial gepushtes populistisches Image als &#039;Pate des Volkes&#039; nicht zu erkl&#228;ren. Ebenso auch Haider usw.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du vergisst, Ronnie, gerade bei der Minarett-Initiative jene Millionen Fr&#228;nklis, die aus Richtung SVP in diesen &#8216;Wahlkampf&#8217; flossen (hei&#223;t es bei solchen Plebisziten noch &#8216;Wahlkampf&#8217;?). Wenn zunehmend Meinungsbildung durch Propaganda-Schlachten interessierter Kreise ersetzt wird, ist das Ergebnis angesichts einer manipulierbaren &#214;ffentlichkeit absehbar (schlie&#223;lich fand die Minarett-Initiative den meisten Zuspruch dort, wo es gar keine Minarette gab und auch Ausl&#228;nder nur in verschwindendem Ausma&#223;). Du m&#252;sstest also gesetzlich jene materiellen und medialen Ressourcen begrenzen, die zur Meinungsbildung eingesetzt werden d&#252;rfen, sonst gewinnt immer der dickste Geldsack. </p>
<p>Zwar glaube auch ich, dass inzwischen mehr direkte Demokratie bei allgemein wachsendem Bildungslevel m&#246;glich w&#228;re, wir wollen aber auch nicht ganz vergessen, dass ein Hitler auf plebiszit&#228;rem (oder &#8216;volkstribunalem&#8217;) Boden heranwuchs &#8211; medial unterst&#252;tzt von Hugenbergs &#8216;Harzburger Front&#8217;, dem Medienzaren der Weimarer Republik. Selbst ein Berlusconi ist ohne sein auto-medial gepushtes populistisches Image als &#8216;Pate des Volkes&#8217; nicht zu erkl&#228;ren. Ebenso auch Haider usw.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8390</link>
		<dc:creator>Jörg</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 13:40:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=20652#comment-8390</guid>
		<description>So, so, es &quot;geht (vorerst) nicht darum, Parlamente abzuschaffen&quot;, denn die B&#252;rger verf&#252;gen ja &#252;ber die &quot;Kompetenz zu entscheiden..., ob sich ein Land...der EU anschlie&#223;en m&#246;chte&quot;.

Na dann. Frohes Fest!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So, so, es &#8220;geht (vorerst) nicht darum, Parlamente abzuschaffen&#8221;, denn die B&#252;rger verf&#252;gen ja &#252;ber die &#8220;Kompetenz zu entscheiden&#8230;, ob sich ein Land&#8230;der EU anschlie&#223;en m&#246;chte&#8221;.</p>
<p>Na dann. Frohes Fest!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8386</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 08:19:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=20652#comment-8386</guid>
		<description>@OH: Nun, f&#252;r mich klingt &quot;herausfinden, wo die Mehrheit liegt&quot; nach Demokratie, &quot;Mehrheiten finden&quot; jedoch nach Kl&#252;ngel.

Es geht ja (vorerst) gar nicht darum, Parlamente abzuschaffen. Ich halte es f&#252;r sinnvoll, wenn Parlamentarier, die daf&#252;r bezahlt werden, sich in den Details der Gesetze auszukennen, die Feinheiten der Gefl&#252;gelzuchtgesetze regeln. Ich glaube auch nicht, dass sich die Mehrheit der B&#252;rger mit solchen Fragen auseinandersetzen m&#246;chte. Hingegen bemerke ich ein grosses Interesse vieler B&#252;rger, dar&#252;ber entscheiden zu k&#246;nnen, ob man sich als Land einer Organisation wie der EU anschliessen m&#246;chte (in der Schweiz durch die direkte Demokratie verhindert) oder ob man es zulassen m&#246;chte, dass der Staat sich die M&#246;glichkeit herausnimmt, Enteignungen vorzunehmen (siehe das oben erw&#228;hnte Finanzmarktstabilisierungserg&#228;nzungsgesetz).

In solchen Fragen verf&#252;gen die W&#228;hler durchaus &#252;ber die Entscheidungskompetenz.

Ihre Ausf&#252;hrungen zum Fraktionszwang in Ehren, aber w&#252;rden Sie mir nicht beipflichten, dass dieser oft das eigenst&#228;ndige Denken ersetzt und eine eigentlich kluge Masse durch den blinden Anschluss zu einer verf&#252;hrbaren Masse macht? Sie haben recht, das gibt es durchaus auch im Volk. Und nur schlecht ist das nicht - Orientierungspunkte muss es geben, schliesslich orientiert sich jeder. Ich zum Beispiel neige dazu, jemanden, der oft Kluges sagt oder schreibt, auch dann zu vertrauen, wenn ich mich im Detail (noch) nicht auskenne.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@OH: Nun, f&#252;r mich klingt &#8220;herausfinden, wo die Mehrheit liegt&#8221; nach Demokratie, &#8220;Mehrheiten finden&#8221; jedoch nach Kl&#252;ngel.</p>
<p>Es geht ja (vorerst) gar nicht darum, Parlamente abzuschaffen. Ich halte es f&#252;r sinnvoll, wenn Parlamentarier, die daf&#252;r bezahlt werden, sich in den Details der Gesetze auszukennen, die Feinheiten der Gefl&#252;gelzuchtgesetze regeln. Ich glaube auch nicht, dass sich die Mehrheit der B&#252;rger mit solchen Fragen auseinandersetzen m&#246;chte. Hingegen bemerke ich ein grosses Interesse vieler B&#252;rger, dar&#252;ber entscheiden zu k&#246;nnen, ob man sich als Land einer Organisation wie der EU anschliessen m&#246;chte (in der Schweiz durch die direkte Demokratie verhindert) oder ob man es zulassen m&#246;chte, dass der Staat sich die M&#246;glichkeit herausnimmt, Enteignungen vorzunehmen (siehe das oben erw&#228;hnte Finanzmarktstabilisierungserg&#228;nzungsgesetz).</p>
<p>In solchen Fragen verf&#252;gen die W&#228;hler durchaus &#252;ber die Entscheidungskompetenz.</p>
<p>Ihre Ausf&#252;hrungen zum Fraktionszwang in Ehren, aber w&#252;rden Sie mir nicht beipflichten, dass dieser oft das eigenst&#228;ndige Denken ersetzt und eine eigentlich kluge Masse durch den blinden Anschluss zu einer verf&#252;hrbaren Masse macht? Sie haben recht, das gibt es durchaus auch im Volk. Und nur schlecht ist das nicht &#8211; Orientierungspunkte muss es geben, schliesslich orientiert sich jeder. Ich zum Beispiel neige dazu, jemanden, der oft Kluges sagt oder schreibt, auch dann zu vertrauen, wenn ich mich im Detail (noch) nicht auskenne.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: OH</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8383</link>
		<dc:creator>OH</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 22:06:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=20652#comment-8383</guid>
		<description>&quot;Was die Kompetenz anbetrifft, kann kaum entschieden werden, wer im Vorteil ist&quot;

Nein? Sie w&#252;rden also mal kurzerhand aus der Privatschatulle ein Gutachten zum Einfluss genetisch modifizierter Freilandkulturen auf benachbarte traditionelle Kulturen ordern UND einen Experten daf&#252;r bezahlen, Ihnen die Implikationen zu erl&#228;utern? Politiker k&#246;nnen das und tun das. 

&quot;Das Volk kann von irref&#252;hrenden Kampagnen, die Vertreter k&#246;nnen von Lobbyisten fehlgeleitet werden.&quot;

Was sind Lobbyisten? Interessensvertreter. Interessensvertreter der verschiedensten Gruppierungen. Was f&#252;r Gruppierungen? Alle m&#246;glichen Gruppierungen, die es eben im Volk so gibt. Gewerkschaften sind genauso Lobbyisten wie Industrieverb&#228;nde. Und der B&#228;cker um die Ecke wird durch die zust&#228;ndigen Innungsdachverb&#228;nde als Lobbyisten vertreten. Umweltverb&#228;nde, Wohlfahrtsverb&#228;nde etc. bet&#228;tigen sich gleichfalls lobbyistisch. Diese tragen eben ihre Standpunkte an die Politik heran. Problematisch werden Lobbyisten erst dann, wenn sie sich korrupter Mittel bedienen. Alles andere ist eben gerade die Beeinflussung der Politik durch die verschiedensten Interessenstr&#228;ger aus dem Volk heraus. Man vergisst ganz gerne, dass auch Handwerker, Unternehmer etc. zum Volk geh&#246;ren...

&quot;Die Frage, welche Gruppe Entscheidungen leichtfertiger trifft, stellt sich auch – viele Parlamentarier sperren sich nicht gegen die Fraktionszwang und schliessen sich blind dem an, was ihre Fraktion vorgibt.&quot;

Das ist ein extrem kurzsichtiges Argument, denn es ignoriert, dass eben diese Fraktion durch eben diese Parlamentarier gestellt wird. Sie schlie&#223;en sich also nicht &quot;blind&quot; der Fraktionsvorgabe an sondern akzeptieren das, was sich dort durchgesetzt hat. Bei aller Kritik, die man am Fraktionszwang &#252;ben kann, dieses Argument zieht nicht. Im &#220;brigen taugt es auch nicht zur Differenzierung zwischen Politiker und Volk, denn im Volk gibt es gen&#252;gend W&#228;hler, die einfach abnicken, was ihnen bestimmte Gruppierungen vorgeben. In den USA nennt man sowas einen &quot;yellow dog democrat&quot;: Wenn der die Wahl hat zwischen einem Republikaner und einem gelben Hund w&#228;hlt er den gelben Hund.

&quot;Falls Sachkompetenz vorhanden ist – direktdemokratisch kann sie unbehinderter zum Ausdruck kommen.&quot;

Das Gegenteil ist der Fall. Direktdemokratisch verliert Sachkompetenz jedwede Bedeutung in der Entscheidungsfindung, denn diejenigen, die Sachkompetenz tragen sind ein nicht signifikanter Anteil der Entscheidungsfindenen.

&quot;Das Grundprinzip der Entscheidungsfindung in einer Demokratie ist meiner Meinung nach nicht, Mehrheiten zu finden. Sondern herauszufinden, was die Mehrheit will.&quot;

Wer will was wann warum herausfinden? Sorry, aber das Argument w&#252;rde voraussetzen, dass das Volk -und zwar das ganze, nicht nur die, die sich zur Abstimmung bequemen- zu grunds&#228;tzlich jeder Thematik befragt wird. Das aber wird auch in der Schweiz nicht praktiziert. Eine Abstimmung, gleich ob im Parlament oder im Volk, wird durchgef&#252;hrt, weil jemand ganz konkrete Vorschl&#228;ge macht - Kandidaten, Gesetzesentw&#252;rfe oder...oder..., ggf. hat ein anderer Gegenvorschl&#228;ge, und jeder hofft, f&#252;r seine Vorschl&#228;ge UNTER DEN ABSTIMMENDEN eine Mehrheit zu bekommen. Die Tatsache, dass ausser bei turnusgem&#228;&#223;en Wahlen jemand initiativ wird zeigt schon die Absicht der Mehrheitsfindung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was die Kompetenz anbetrifft, kann kaum entschieden werden, wer im Vorteil ist&#8221;</p>
<p>Nein? Sie w&#252;rden also mal kurzerhand aus der Privatschatulle ein Gutachten zum Einfluss genetisch modifizierter Freilandkulturen auf benachbarte traditionelle Kulturen ordern UND einen Experten daf&#252;r bezahlen, Ihnen die Implikationen zu erl&#228;utern? Politiker k&#246;nnen das und tun das. </p>
<p>&#8220;Das Volk kann von irref&#252;hrenden Kampagnen, die Vertreter k&#246;nnen von Lobbyisten fehlgeleitet werden.&#8221;</p>
<p>Was sind Lobbyisten? Interessensvertreter. Interessensvertreter der verschiedensten Gruppierungen. Was f&#252;r Gruppierungen? Alle m&#246;glichen Gruppierungen, die es eben im Volk so gibt. Gewerkschaften sind genauso Lobbyisten wie Industrieverb&#228;nde. Und der B&#228;cker um die Ecke wird durch die zust&#228;ndigen Innungsdachverb&#228;nde als Lobbyisten vertreten. Umweltverb&#228;nde, Wohlfahrtsverb&#228;nde etc. bet&#228;tigen sich gleichfalls lobbyistisch. Diese tragen eben ihre Standpunkte an die Politik heran. Problematisch werden Lobbyisten erst dann, wenn sie sich korrupter Mittel bedienen. Alles andere ist eben gerade die Beeinflussung der Politik durch die verschiedensten Interessenstr&#228;ger aus dem Volk heraus. Man vergisst ganz gerne, dass auch Handwerker, Unternehmer etc. zum Volk geh&#246;ren&#8230;</p>
<p>&#8220;Die Frage, welche Gruppe Entscheidungen leichtfertiger trifft, stellt sich auch – viele Parlamentarier sperren sich nicht gegen die Fraktionszwang und schliessen sich blind dem an, was ihre Fraktion vorgibt.&#8221;</p>
<p>Das ist ein extrem kurzsichtiges Argument, denn es ignoriert, dass eben diese Fraktion durch eben diese Parlamentarier gestellt wird. Sie schlie&#223;en sich also nicht &#8220;blind&#8221; der Fraktionsvorgabe an sondern akzeptieren das, was sich dort durchgesetzt hat. Bei aller Kritik, die man am Fraktionszwang &#252;ben kann, dieses Argument zieht nicht. Im &#220;brigen taugt es auch nicht zur Differenzierung zwischen Politiker und Volk, denn im Volk gibt es gen&#252;gend W&#228;hler, die einfach abnicken, was ihnen bestimmte Gruppierungen vorgeben. In den USA nennt man sowas einen &#8220;yellow dog democrat&#8221;: Wenn der die Wahl hat zwischen einem Republikaner und einem gelben Hund w&#228;hlt er den gelben Hund.</p>
<p>&#8220;Falls Sachkompetenz vorhanden ist – direktdemokratisch kann sie unbehinderter zum Ausdruck kommen.&#8221;</p>
<p>Das Gegenteil ist der Fall. Direktdemokratisch verliert Sachkompetenz jedwede Bedeutung in der Entscheidungsfindung, denn diejenigen, die Sachkompetenz tragen sind ein nicht signifikanter Anteil der Entscheidungsfindenen.</p>
<p>&#8220;Das Grundprinzip der Entscheidungsfindung in einer Demokratie ist meiner Meinung nach nicht, Mehrheiten zu finden. Sondern herauszufinden, was die Mehrheit will.&#8221;</p>
<p>Wer will was wann warum herausfinden? Sorry, aber das Argument w&#252;rde voraussetzen, dass das Volk -und zwar das ganze, nicht nur die, die sich zur Abstimmung bequemen- zu grunds&#228;tzlich jeder Thematik befragt wird. Das aber wird auch in der Schweiz nicht praktiziert. Eine Abstimmung, gleich ob im Parlament oder im Volk, wird durchgef&#252;hrt, weil jemand ganz konkrete Vorschl&#228;ge macht &#8211; Kandidaten, Gesetzesentw&#252;rfe oder&#8230;oder&#8230;, ggf. hat ein anderer Gegenvorschl&#228;ge, und jeder hofft, f&#252;r seine Vorschl&#228;ge UNTER DEN ABSTIMMENDEN eine Mehrheit zu bekommen. Die Tatsache, dass ausser bei turnusgem&#228;&#223;en Wahlen jemand initiativ wird zeigt schon die Absicht der Mehrheitsfindung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8363</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 21:28:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=20652#comment-8363</guid>
		<description>@OH: Den von Ihnen verlinkten &quot;Gegenstandpunkt&quot; habe ich eingangs des Artikels erw&#228;hnt.

Ich bin auch daf&#252;r, dass Informationen im Internet frei verf&#252;gbar sind und dass Medienkompetenz und politische Bildung vermittelt wird. Der Kern der Frage ist aber doch, ob das Volk auch konkrete Entscheide treffen kann oder ausschliesslich seine Vertreter bzw. die Regierung. Was die Kompetenz anbetrifft, kann kaum entschieden werden, wer im Vorteil ist. Was die Beeinflussbarkeit angeht, haben beide Gruppen Nachteile. Das Volk kann von irref&#252;hrenden Kampagnen, die Vertreter k&#246;nnen von Lobbyisten fehlgeleitet werden.

Die Frage, welche Gruppe Entscheidungen leichtfertiger trifft, stellt sich auch - viele Parlamentarier sperren sich nicht gegen die Fraktionszwang und schliessen sich blind dem an, was ihre Fraktion vorgibt. Falls Sachkompetenz vorhanden ist - direktdemokratisch kann sie unbehinderter zum Ausdruck kommen.

Das Grundprinzip der Entscheidungsfindung in einer Demokratie ist meiner Meinung nach nicht, Mehrheiten zu finden. Sondern herauszufinden, was die Mehrheit will.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@OH: Den von Ihnen verlinkten &#8220;Gegenstandpunkt&#8221; habe ich eingangs des Artikels erw&#228;hnt.</p>
<p>Ich bin auch daf&#252;r, dass Informationen im Internet frei verf&#252;gbar sind und dass Medienkompetenz und politische Bildung vermittelt wird. Der Kern der Frage ist aber doch, ob das Volk auch konkrete Entscheide treffen kann oder ausschliesslich seine Vertreter bzw. die Regierung. Was die Kompetenz anbetrifft, kann kaum entschieden werden, wer im Vorteil ist. Was die Beeinflussbarkeit angeht, haben beide Gruppen Nachteile. Das Volk kann von irref&#252;hrenden Kampagnen, die Vertreter k&#246;nnen von Lobbyisten fehlgeleitet werden.</p>
<p>Die Frage, welche Gruppe Entscheidungen leichtfertiger trifft, stellt sich auch &#8211; viele Parlamentarier sperren sich nicht gegen die Fraktionszwang und schliessen sich blind dem an, was ihre Fraktion vorgibt. Falls Sachkompetenz vorhanden ist &#8211; direktdemokratisch kann sie unbehinderter zum Ausdruck kommen.</p>
<p>Das Grundprinzip der Entscheidungsfindung in einer Demokratie ist meiner Meinung nach nicht, Mehrheiten zu finden. Sondern herauszufinden, was die Mehrheit will.</p>
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	<item>
		<title>Von: OH</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8359</link>
		<dc:creator>OH</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 19:16:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=20652#comment-8359</guid>
		<description>Sorry, aber kann es sein, dass der Autor schlichtweg das System nicht versteht? Wer den Verweis auf einen unwilligen Koalitionspartner als &quot;Ausfl&#252;chte&quot; bezeichnet, der sagt nicht mehr und nicht weniger, dass er das Grundprinzip einer Demokratie - ob direkt oder repr&#228;sentativ - n&#228;mlich Mehrheiten zu finden, als vorgeschoben abtut. 

Der Autor macht es sich sehr einfach. Er wischt jegliches Gegenargument vom Tisch und erachtet es noch nicht einmal f&#252;r n&#246;tig es zu widerlegen. Gerade das zeigt die Gefahren: Man redet sich sehr leicht ein, dass etwas m&#246;glich sei, ohne sich wirklich mit den tats&#228;chlichen Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Eine direkte Demokratie potenziert das Problem: Sie gibt die Entscheidung eben in die Hand von Leuten, deren Vertrautheit mit der Materie schlichtweg nicht nachpr&#252;fbar ist. Die Informationsverf&#252;gbarkeit im Internet, auf die einige hingewiesen haben, ist ein Scheinargument. Denn erstens werden dadurch substanzielle Bev&#246;lkerungsschichten schlichtweg von der M&#246;glichkeit einer informierten Entscheidung abgeschnitten. Zweitens gibt es im Internet eine unheimliche Menge an Falschinformationen. Medienkompetenz ist auch da ein gro&#223;es Problem. Drittens existieren zwar viele hochwertige Informationen im Internet, sind aber nicht frei verf&#252;gbar. Wenn sich der durchschnittliche W&#228;hler kaum mit dem Programm der Partei, die er w&#228;hlt, auseinandersetzt, wie erwartet man dann von ihm, dass er &#252;ber den Handel mit CO2-Zertifikaten abstimmt?

Meines Erachtens beruht ein signifikanter Teil der angeblichen Politikverdrossenheit eben gerade darauf, dass die Medien, einschlie&#223;lich des Internets, dank Infotainment einer Vielzahl von Menschen die Welt da draussen als wesentlich einfacher gestrickt vorgaukeln als sie tats&#228;chlich ist. Die Erwartung, dass Politiker entlang der Regeln dieser vereinfachten Welt &quot;funktionieren&quot; kann da nur entt&#228;uscht werden. Wichtig zur Behebung der Verdrossenheit w&#228;re meiner Meinung nach die verst&#228;rkte Vermittlung von Medienkompetenz und politischer Bildung. Tats&#228;chlich beschr&#228;nken sich die meisten Verdrossenen doch darauf zu behaupten, man k&#246;nne ja in den Parteien sowieso nichts bewegen - ohne jemals bei einer Sitzung eines Ortsvereins gewesen zu sein.

Sehr sch&#246;ner Artikel und Gegenstandpunkt zum Thema direkte vs. repr&#228;sentative Demokratie vor kurzem in der &quot;Zeit&quot;:
http://www.zeit.de/2009/51/01-Europa</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, aber kann es sein, dass der Autor schlichtweg das System nicht versteht? Wer den Verweis auf einen unwilligen Koalitionspartner als &#8220;Ausfl&#252;chte&#8221; bezeichnet, der sagt nicht mehr und nicht weniger, dass er das Grundprinzip einer Demokratie &#8211; ob direkt oder repr&#228;sentativ &#8211; n&#228;mlich Mehrheiten zu finden, als vorgeschoben abtut. </p>
<p>Der Autor macht es sich sehr einfach. Er wischt jegliches Gegenargument vom Tisch und erachtet es noch nicht einmal f&#252;r n&#246;tig es zu widerlegen. Gerade das zeigt die Gefahren: Man redet sich sehr leicht ein, dass etwas m&#246;glich sei, ohne sich wirklich mit den tats&#228;chlichen Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Eine direkte Demokratie potenziert das Problem: Sie gibt die Entscheidung eben in die Hand von Leuten, deren Vertrautheit mit der Materie schlichtweg nicht nachpr&#252;fbar ist. Die Informationsverf&#252;gbarkeit im Internet, auf die einige hingewiesen haben, ist ein Scheinargument. Denn erstens werden dadurch substanzielle Bev&#246;lkerungsschichten schlichtweg von der M&#246;glichkeit einer informierten Entscheidung abgeschnitten. Zweitens gibt es im Internet eine unheimliche Menge an Falschinformationen. Medienkompetenz ist auch da ein gro&#223;es Problem. Drittens existieren zwar viele hochwertige Informationen im Internet, sind aber nicht frei verf&#252;gbar. Wenn sich der durchschnittliche W&#228;hler kaum mit dem Programm der Partei, die er w&#228;hlt, auseinandersetzt, wie erwartet man dann von ihm, dass er &#252;ber den Handel mit CO2-Zertifikaten abstimmt?</p>
<p>Meines Erachtens beruht ein signifikanter Teil der angeblichen Politikverdrossenheit eben gerade darauf, dass die Medien, einschlie&#223;lich des Internets, dank Infotainment einer Vielzahl von Menschen die Welt da draussen als wesentlich einfacher gestrickt vorgaukeln als sie tats&#228;chlich ist. Die Erwartung, dass Politiker entlang der Regeln dieser vereinfachten Welt &#8220;funktionieren&#8221; kann da nur entt&#228;uscht werden. Wichtig zur Behebung der Verdrossenheit w&#228;re meiner Meinung nach die verst&#228;rkte Vermittlung von Medienkompetenz und politischer Bildung. Tats&#228;chlich beschr&#228;nken sich die meisten Verdrossenen doch darauf zu behaupten, man k&#246;nne ja in den Parteien sowieso nichts bewegen &#8211; ohne jemals bei einer Sitzung eines Ortsvereins gewesen zu sein.</p>
<p>Sehr sch&#246;ner Artikel und Gegenstandpunkt zum Thema direkte vs. repr&#228;sentative Demokratie vor kurzem in der &#8220;Zeit&#8221;:<br />
<a href="http://www.zeit.de/2009/51/01-Europa" rel="nofollow">http://www.zeit.de/2009/51/01-Europa</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8346</link>
		<dc:creator>Jörg</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 17:09:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=20652#comment-8346</guid>
		<description>@ Ronnie: Ja sicher, die Vokabel &quot;P&#246;bel&quot; war bewusst provokativ. Besser formuliert: In gewisser Weise haben die parlamentarischen Gremien dieses Staates eine Pufferfunktion zwischen Volksstimmungen und praktischer Politik. 
Deine Erkl&#228;rung zur Konkordanz-Demokratie kann ich nachvollziehen - aber sie widerspricht eben im Grundsatz unserem System, das auch von einer starken parlamentarischen Opposition lebt. Ich m&#246;chte an unserem System nichts &#228;ndern - auch keine plebiszit&#228;ren Elemente einf&#252;hren, von denen ich mir nicht so sicher bin, dass die gro&#223;en Parteien da nicht auch dem Zeitgeist folgen.
Wenn dann noch (wie im Artikel oben) im Zusammenhang mit Volksabstimmungen von einer Abschaffung des Quorums die Rede ist, dann sehe ich - gro&#223;es Wort, ich wei&#223; - die Demokratie in Gefahr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ronnie: Ja sicher, die Vokabel &#8220;P&#246;bel&#8221; war bewusst provokativ. Besser formuliert: In gewisser Weise haben die parlamentarischen Gremien dieses Staates eine Pufferfunktion zwischen Volksstimmungen und praktischer Politik.<br />
Deine Erkl&#228;rung zur Konkordanz-Demokratie kann ich nachvollziehen &#8211; aber sie widerspricht eben im Grundsatz unserem System, das auch von einer starken parlamentarischen Opposition lebt. Ich m&#246;chte an unserem System nichts &#228;ndern &#8211; auch keine plebiszit&#228;ren Elemente einf&#252;hren, von denen ich mir nicht so sicher bin, dass die gro&#223;en Parteien da nicht auch dem Zeitgeist folgen.<br />
Wenn dann noch (wie im Artikel oben) im Zusammenhang mit Volksabstimmungen von einer Abschaffung des Quorums die Rede ist, dann sehe ich &#8211; gro&#223;es Wort, ich wei&#223; &#8211; die Demokratie in Gefahr.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix Herzbach</title>
		<link>http://carta.info/20652/deutschland-schweiz-direkte-demokratie/comment-page-1/#comment-8333</link>
		<dc:creator>Felix Herzbach</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 16:11:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://carta.info/?p=20652#comment-8333</guid>
		<description>[ironie] vox populi, vox Rindvieh [/ironie] ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[ironie] vox populi, vox Rindvieh [/ironie] ;-)</p>
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