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	<title>Kommentare zu: Klimapolitik nach Hans-Werner Sinn: nicht ausreichend</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Von: johannes</title>
		<link>http://carta.info/19784/sinn-klimapolitik-faz-replik/comment-page-1/#comment-9015</link>
		<dc:creator>johannes</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 15:55:53 +0000</pubDate>
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		<description>Effizienz ist in der &#214;konomie ein &#252;berbewerteter Begriff. Warum muss man das Klima umbedingt mit einem hochkomplexen, langwierig (wenn &#252;berhaupt) zu implementierenden  System retten, nur damit man es auf die effizenteste Art tut. Aber Hauptsache es werden neue Gesch&#228;ftfelder f&#252;r  Goldman Sachs und McKinsey er&#246;ffnet, das ist wohl die Antwort.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Effizienz ist in der &#214;konomie ein &#252;berbewerteter Begriff. Warum muss man das Klima umbedingt mit einem hochkomplexen, langwierig (wenn &#252;berhaupt) zu implementierenden  System retten, nur damit man es auf die effizenteste Art tut. Aber Hauptsache es werden neue Gesch&#228;ftfelder f&#252;r  Goldman Sachs und McKinsey er&#246;ffnet, das ist wohl die Antwort.</p>
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		<title>Von: erz</title>
		<link>http://carta.info/19784/sinn-klimapolitik-faz-replik/comment-page-1/#comment-7691</link>
		<dc:creator>erz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 13:13:30 +0000</pubDate>
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		<description>Dramatisch ist in der Reduktion der Klimadiskussion auf eine Dialektik von &#214;kologismus vs Marktgl&#228;ubigkeit, dass keine Wechselwirkungen von politischer Steuerung zur Nachhaltigkeit und Wirtschaftsleistung in Betracht gezogen werden. 

In Japan hat vor etwa 40 Jahren ein noch drastischerer Kampf &quot;Umwelt gegen Wirtschaft&quot; (Stichwort Quecksilbervergiftung, Japans Umweltkatastrophen) statt gefunden. Oh Wunder: Die Effizienz, zu der die japanische Industrie durch danach eingef&#252;hrte Umweltgesetzgebung gen&#246;tigt wurde, entpuppte sich als Segen. Investitionen, die in einer kurzfristig orientierten Wettbewerbslogik nie stattgefunden h&#228;tten, f&#252;hrten zu einem Know-How um ressourcenoptimierte Produktion, von dem Toyota und Co immer noch zehren. 

Von solchen nachweisbar positiven Effekten politischer Einmischung sehe ich nichts in den Deutungen marktradikaler Auguren, die doch angeblich ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Umgekehrt sind die Entscheidungskosten, die mit drastischer politischer Einmischung einher gehen so hoch, dass sie unabdingbar an die Wirtschaftsleistung und den Leidensdruck der Wahlbev&#246;lkerung gekoppelt sind. So lange die Angst vor Arbeitslosigkeit gr&#246;&#223;er ist als die Angst vor Umweltsch&#228;den, gibt es keinen politischen Druck zur Ver&#228;nderung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dramatisch ist in der Reduktion der Klimadiskussion auf eine Dialektik von &#214;kologismus vs Marktgl&#228;ubigkeit, dass keine Wechselwirkungen von politischer Steuerung zur Nachhaltigkeit und Wirtschaftsleistung in Betracht gezogen werden. </p>
<p>In Japan hat vor etwa 40 Jahren ein noch drastischerer Kampf &#8220;Umwelt gegen Wirtschaft&#8221; (Stichwort Quecksilbervergiftung, Japans Umweltkatastrophen) statt gefunden. Oh Wunder: Die Effizienz, zu der die japanische Industrie durch danach eingef&#252;hrte Umweltgesetzgebung gen&#246;tigt wurde, entpuppte sich als Segen. Investitionen, die in einer kurzfristig orientierten Wettbewerbslogik nie stattgefunden h&#228;tten, f&#252;hrten zu einem Know-How um ressourcenoptimierte Produktion, von dem Toyota und Co immer noch zehren. </p>
<p>Von solchen nachweisbar positiven Effekten politischer Einmischung sehe ich nichts in den Deutungen marktradikaler Auguren, die doch angeblich ihre Hausaufgaben gemacht haben.</p>
<p>Umgekehrt sind die Entscheidungskosten, die mit drastischer politischer Einmischung einher gehen so hoch, dass sie unabdingbar an die Wirtschaftsleistung und den Leidensdruck der Wahlbev&#246;lkerung gekoppelt sind. So lange die Angst vor Arbeitslosigkeit gr&#246;&#223;er ist als die Angst vor Umweltsch&#228;den, gibt es keinen politischen Druck zur Ver&#228;nderung.</p>
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		<title>Von: Tim</title>
		<link>http://carta.info/19784/sinn-klimapolitik-faz-replik/comment-page-1/#comment-7684</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 12:27:39 +0000</pubDate>
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		<description>Es stellt sich eben die Frage, welches politische Ziel man verfolgt. 

M&#246;chte man den CO2-Footprint der deutschen Wirtschaft m&#246;glichst effizient senken? Dann sollte man auf Emissionsrechtehandel und die entsprechenden Preissignale setzen, weil es derzeit eben g&#252;nstiger ist, CO2-Emissionen z.B. in Griechenland als in Deutschland zu senken. 

Wenn man aber die installierte Basis an alternativer Energie in Deutschland steigern m&#246;chte, ist das EEG der richtige Ansatz. Auch wenn Instrumente wie das EEG (wie alle industriepolitischen Ma&#223;nahmen) meiner Meinung nach &#252;berhaupt nicht in der Lage sind, eine angestrebte Technologief&#252;hrerschaft in der Zukunft sicherzustellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es stellt sich eben die Frage, welches politische Ziel man verfolgt. </p>
<p>M&#246;chte man den CO2-Footprint der deutschen Wirtschaft m&#246;glichst effizient senken? Dann sollte man auf Emissionsrechtehandel und die entsprechenden Preissignale setzen, weil es derzeit eben g&#252;nstiger ist, CO2-Emissionen z.B. in Griechenland als in Deutschland zu senken. </p>
<p>Wenn man aber die installierte Basis an alternativer Energie in Deutschland steigern m&#246;chte, ist das EEG der richtige Ansatz. Auch wenn Instrumente wie das EEG (wie alle industriepolitischen Ma&#223;nahmen) meiner Meinung nach &#252;berhaupt nicht in der Lage sind, eine angestrebte Technologief&#252;hrerschaft in der Zukunft sicherzustellen.</p>
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