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	<title>Kommentare zu: Peter Kruse: Die Politik sollte Partizipation wagen.</title>
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	<description>Politik, Ökonomie, digitale Öffentlichkeit</description>
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		<title>Von: Wittkewitz</title>
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		<dc:creator>Wittkewitz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 21:00:08 +0000</pubDate>
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		<description>Die Agenda wird nicht von Parteien gesetzt sondern von Spin-Doctors, die gewissen Journalisten exklusive Inhalte zuspielen. Ganz infam sind dabei gestreute Desinformationen, die sich widersprechen. So k&#246;nnen die Puppen des guten und des b&#246;sen Politikers adrett Diskurs spielen und die wesentlichen Themen werden im Hinterzimmer der Kanzleien in Gesetze gegossen. Politiker k&#246;nnen im besten Fall zusehen. Im Allgemeinen versuchen die guten Schadensbegrenzung und die ewig Zu-Kurz-Gekommenen nehmen Rache an den Schulhofstreichen, wie wir in Hessen beobachten k&#246;nnen. 

Der Begriff kollektive Intelligenz ist vollst&#228;ndig ohne Sinn. Da wir nicht wissen, was Intelligenz ist, brauchen wir dieses Unwissen nicht noch zu differenzieren. 

Die Effizienz von Prozessen ist nur im mechanistisch-tayloristischen Sinne von Relevanz f&#252;r den Maschinenf&#252;hrer. Wer aufmerksam beobachtet, wird feststellen, dass 100 Jahre alte Technologien wie der Benzinmotor oder die Brennstoffzelle noch immer als innovative Hochtechnologie gelten. Da ist wenig von Effizienz zu sprechen, wenn z. Bsp. Generationen von Ingenieuren den Verbrauch halbieren konnten oder die Emissionen reduzieren mit fragw&#252;rdigen Dingen wie dem Katalysator. 

Die Effzienz besteht eher darin, bestehende Erfindungen zu verhinden, um Marktanteil zu sichern. Das ganze Gefasel aus der Mottenkiste der 80er Jahre um systemtheoretische Betrachtungen aus der Bertalanffy, Varela und Wiener Gefolgschaft hat weder notwendige noch hinreichende Begr&#252;ndungen gefunden f&#252;r gesellschaftliche Bewegungen bzw. Behinderungen von Bewegungen. Allein der dialektische Scheuklappenblick auf ein Innen und ein Au&#223;en der System deutet schon die grundlegende wissenschaftheoretische Defizienz des Gestells an. 

Es ist doch erkennbar, dass &#252;ber den slacktivismus hinaus Kr&#228;fte am Werk sind, die ein fein austariertes R&#228;derwerk in Gang halten, das genug aktive Moral zul&#228;sst, um neue Ideen zu propagieren, diese aber zu keiner Zeit nachhaltig bis in die repr&#228;sentativen oder gar m&#228;chtigen Positionen &#252;berleben. Oder um es spezifischer auszudr&#252;cken, wer wenig Toleranz &#252;bt, weil er oder sie starke moralische Verpflichtungen sp&#252;rt, der wird keinen Zutritt zu wesentlichen Schaltstellen erhalten. Lyotard hat dies die Aggression des Konsens genannt. Er meint damit Habermas Diskurstheorie. Leider ist dieser Konsensvirus in Grossgruppen immer virulent. 

Der Grund liegt in einer mi&#223;verst&#228;ndlichen Machttheorie, die durch die Systemtheorie noch st&#228;rker vernebelt wurde. Psychologen haben dann pseudowissenschaftlichen Naturwissenschaftsjargon dazugequirlt und mithilfe von statistischen Analyseverfahren ein Verhalten extrahiert.

Diese konstruierten Gestalten werden heute als Abziehbilder einer verinnerlichten Theorie in sozialer Evidenz bestaunt. 

Partizipation ist zun&#228;chst das Formulieren von eigenen Entw&#252;rfen und andersartigen teilweise auch abartigen Vorstellungen. Denn dieser Raum ist in der aktuellen konsensregierten &#214;ffentlichkeit nach Habermas nicht m&#246;glich. Die Verleger k&#228;mpfen ja nicht Gelder, es geht um den Einfluss der einzelnen Interessengruppen in der &#246;ffentlichen Diskussion. Die M&#228;chtigen selbst sehen ihre Aktivposten bedroht, wenn die Herrschende Meinung nicht mehr per Presse gesteuert werden kann.

Partizipation w&#228;ren zun&#228;chst das Brechen der Deutungshoheit der sogenannten Qualit&#228;tsjournalisten durch eine eigene Formulierung von B&#252;rgertum. Dabei ginge es fern jeglicher politischer Zugeh&#246;rigkeit um Begriffe wie positive und negative Freiheit sowie eine Bestimmung eigener physischer und mentaler R&#228;ume. Dabei kann das Web eine Rolle spielen, aber Teilhabe findet vor Ort statt. Das Netz ist dabei nur ein Weg das Telefon zu erweitern zu einem schriftlichen Megafon. 

Man kann also einen Vorschlag in einen neuen Raum werfen, den diejenigen betreten, die sich dort angenommen und verstanden f&#252;hlen. Die gemeinsame Aktion ist dann im realen Leben das Treffen und das Austauschen von Selbstentw&#252;rfen mit den Ziel Gemeinsamkeiten zu gestalten.

Diese positive Freiheit hat nichts mit Attraktivit&#228;t oder Resonanz zu tun. Diese uralten Modelle aus der Fortpflanzungsforschung werden dem tiefen sch&#246;pfenden Willen vieler Menschen nicht gerecht. Es geht nicht um das Weitertragen der Gene oder das Behaupten von Territorien; es geht schlicht um alles.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Agenda wird nicht von Parteien gesetzt sondern von Spin-Doctors, die gewissen Journalisten exklusive Inhalte zuspielen. Ganz infam sind dabei gestreute Desinformationen, die sich widersprechen. So k&#246;nnen die Puppen des guten und des b&#246;sen Politikers adrett Diskurs spielen und die wesentlichen Themen werden im Hinterzimmer der Kanzleien in Gesetze gegossen. Politiker k&#246;nnen im besten Fall zusehen. Im Allgemeinen versuchen die guten Schadensbegrenzung und die ewig Zu-Kurz-Gekommenen nehmen Rache an den Schulhofstreichen, wie wir in Hessen beobachten k&#246;nnen. </p>
<p>Der Begriff kollektive Intelligenz ist vollst&#228;ndig ohne Sinn. Da wir nicht wissen, was Intelligenz ist, brauchen wir dieses Unwissen nicht noch zu differenzieren. </p>
<p>Die Effizienz von Prozessen ist nur im mechanistisch-tayloristischen Sinne von Relevanz f&#252;r den Maschinenf&#252;hrer. Wer aufmerksam beobachtet, wird feststellen, dass 100 Jahre alte Technologien wie der Benzinmotor oder die Brennstoffzelle noch immer als innovative Hochtechnologie gelten. Da ist wenig von Effizienz zu sprechen, wenn z. Bsp. Generationen von Ingenieuren den Verbrauch halbieren konnten oder die Emissionen reduzieren mit fragw&#252;rdigen Dingen wie dem Katalysator. </p>
<p>Die Effzienz besteht eher darin, bestehende Erfindungen zu verhinden, um Marktanteil zu sichern. Das ganze Gefasel aus der Mottenkiste der 80er Jahre um systemtheoretische Betrachtungen aus der Bertalanffy, Varela und Wiener Gefolgschaft hat weder notwendige noch hinreichende Begr&#252;ndungen gefunden f&#252;r gesellschaftliche Bewegungen bzw. Behinderungen von Bewegungen. Allein der dialektische Scheuklappenblick auf ein Innen und ein Au&#223;en der System deutet schon die grundlegende wissenschaftheoretische Defizienz des Gestells an. </p>
<p>Es ist doch erkennbar, dass &#252;ber den slacktivismus hinaus Kr&#228;fte am Werk sind, die ein fein austariertes R&#228;derwerk in Gang halten, das genug aktive Moral zul&#228;sst, um neue Ideen zu propagieren, diese aber zu keiner Zeit nachhaltig bis in die repr&#228;sentativen oder gar m&#228;chtigen Positionen &#252;berleben. Oder um es spezifischer auszudr&#252;cken, wer wenig Toleranz &#252;bt, weil er oder sie starke moralische Verpflichtungen sp&#252;rt, der wird keinen Zutritt zu wesentlichen Schaltstellen erhalten. Lyotard hat dies die Aggression des Konsens genannt. Er meint damit Habermas Diskurstheorie. Leider ist dieser Konsensvirus in Grossgruppen immer virulent. </p>
<p>Der Grund liegt in einer mi&#223;verst&#228;ndlichen Machttheorie, die durch die Systemtheorie noch st&#228;rker vernebelt wurde. Psychologen haben dann pseudowissenschaftlichen Naturwissenschaftsjargon dazugequirlt und mithilfe von statistischen Analyseverfahren ein Verhalten extrahiert.</p>
<p>Diese konstruierten Gestalten werden heute als Abziehbilder einer verinnerlichten Theorie in sozialer Evidenz bestaunt. </p>
<p>Partizipation ist zun&#228;chst das Formulieren von eigenen Entw&#252;rfen und andersartigen teilweise auch abartigen Vorstellungen. Denn dieser Raum ist in der aktuellen konsensregierten &#214;ffentlichkeit nach Habermas nicht m&#246;glich. Die Verleger k&#228;mpfen ja nicht Gelder, es geht um den Einfluss der einzelnen Interessengruppen in der &#246;ffentlichen Diskussion. Die M&#228;chtigen selbst sehen ihre Aktivposten bedroht, wenn die Herrschende Meinung nicht mehr per Presse gesteuert werden kann.</p>
<p>Partizipation w&#228;ren zun&#228;chst das Brechen der Deutungshoheit der sogenannten Qualit&#228;tsjournalisten durch eine eigene Formulierung von B&#252;rgertum. Dabei ginge es fern jeglicher politischer Zugeh&#246;rigkeit um Begriffe wie positive und negative Freiheit sowie eine Bestimmung eigener physischer und mentaler R&#228;ume. Dabei kann das Web eine Rolle spielen, aber Teilhabe findet vor Ort statt. Das Netz ist dabei nur ein Weg das Telefon zu erweitern zu einem schriftlichen Megafon. </p>
<p>Man kann also einen Vorschlag in einen neuen Raum werfen, den diejenigen betreten, die sich dort angenommen und verstanden f&#252;hlen. Die gemeinsame Aktion ist dann im realen Leben das Treffen und das Austauschen von Selbstentw&#252;rfen mit den Ziel Gemeinsamkeiten zu gestalten.</p>
<p>Diese positive Freiheit hat nichts mit Attraktivit&#228;t oder Resonanz zu tun. Diese uralten Modelle aus der Fortpflanzungsforschung werden dem tiefen sch&#246;pfenden Willen vieler Menschen nicht gerecht. Es geht nicht um das Weitertragen der Gene oder das Behaupten von Territorien; es geht schlicht um alles.</p>
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		<title>Von: Susan Calvin</title>
		<link>http://carta.info/17863/peter-kruse-interview-partizipation-netz/comment-page-1/#comment-7540</link>
		<dc:creator>Susan Calvin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 16:18:04 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Ein ehrlicher und gradlinig auftretender Peer Steinbr&#252;ck&quot;

Da habe ich aufgeh&#246;rt zu lesen. Auch Politiker sollte man an nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten messen</description>
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<p>Da habe ich aufgeh&#246;rt zu lesen. Auch Politiker sollte man an nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten messen</p>
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		<title>Von: Und nochmal Peter Kruse</title>
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		<dc:creator>Und nochmal Peter Kruse</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 16:02:56 +0000</pubDate>
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		<description>[...] fdb am 4. Dezember 2009   Diesmal ein Interview bei Carta &#252;ber die Schwierigkeiten (der Politiker) beim Ein&#252;ben der Partizipation &#252;ber [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] fdb am 4. Dezember 2009   Diesmal ein Interview bei Carta &#252;ber die Schwierigkeiten (der Politiker) beim Ein&#252;ben der Partizipation &#252;ber [...]</p>
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